Go back

646: Das ist mir Wurst

30m 35s

646: Das ist mir Wurst

Karina Schmidt und Manuel berichten aus ihrem Urlaub in Neuseeland, das als sicher und idyllisch beschrieben wird, obwohl der Straßenverkehr ein isoliertes Problem darstellt. Sie teilen die Beteiligung an einer Wohnungsbesichtigung im Berliner Videodreh am 27. März, bei dem Statisten oder nur Zuschauer mitmachen können. Zudem werden zwei Stellen im Unternehmen angekündigt: eine UX-Praktikumstelle und zwei Studentenstellen im Community Management mit Fokus auf Deutsch- und Englischkenntnisse. Der Ausdruck „das ist mir Wurst“ wird erklärt – er bedeutet „das ist mir egal“ und hat kulturelle Wurzeln in der deutschen Fleischkultur. Die App „Siedleng“ wird als effektives Tool zur Vokabeln-Lernung empfohlen, das interaktive Flashcards und Video-Übungen bietet. Ein kritischer Blick auf die Show „ZDF Magazine Royal“ zeigt, wie „Comedy-Washing“ in Saudi-Arabiens Öffnung und die autoritäre Einstellung in Deutschland paralell sind. Außerdem wird eine Frage zu Träumen in verschiedenen Sprachen beantwortet: beide Redner berichten, dass sie oft sprachlos träumen, wobei Sprachverwendung im Traum selten ist. Die Episode schließt mit einem Hinweis auf eine zukünftige Ausgabe zum Thema Finanzen ab.

Transcription

4196 Words, 25534 Characters

German
Da ist sie wieder! Karina Schmidt fift aus Neuseeland, meldet sich zurück im easydram in podcast aus ihrem Urlaub. Das ist echte auf Opferung. Ist das auf Opferung Manuel? Ja klar, für unsere Hörerinnen, immer im Einsatz auf der ganzen Welt. Willkommen zurück an mich im easydram in podcast. Ich habe die letzte Episode noch nicht gehört, Manuel, leider. Da hast du was verpasst. Die werde ich mir aber auf jeden Fall noch anhören, um unsere Mitarbeiterinnen besser kennenzulernen und ihre Präferenzen. Da kannst du dich auch was gefasst machen, Karina. Was heißt das? Sich auf etwas gefasst machen? Ja, da kannst du dich auf interessante Einsichten einstellen. Also du kannst viel lernen über unsere Mitarbeiterinnen, SD und Eric. Sich auf etwas gefasst machen, heißt so, sich vorbereiten auf etwas, was vielleicht überraschend ist oder besonders intensiv. Wie geht es euch? Du, Manuel, mir geht es immer noch gut. Ich habe mittlerweile aufgehört, Fotos auf Instagram und WhatsApp zu teilen, weil ich glaube, das kann sich keiner mehr angucken, wie gut es uns hier im Urlaub geht. Ich muss nur sagen, Neuseeland ist einfach das Traumland. Also alle Dinge stimmen hier einfach. Wenn man hier in den Urlaub fährt, da hat man Sonne. Mal halt gute Laune. Es gibt keine Mücken. Ich glaube, ich habe jetzt in drei Wochen einen Mücken oder zwei Mückenstiche bekommen. Es gibt keine großen Spinnen. So wie so ja auf dieser ganzen Insel oder diesen ganzen Inseln, keine gefährlichen Tiere. Wirklich. Ich dachte, es gibt so viele wilde Tiere in Australien und Meuseeland. In Neuseeland gibt es auch eine unglaubliche Artenvielfalt. Auch ganz tolle Geräusche in den Wäldern, die wir gar nicht kennen in Deutschland. Aber keine gefährlichen Tiere. Keine giftingen Spinnen. Keine Schlangen auf der ganzen Insel. Nur so kleine süße Dinger, Hühner, Hasen. Und was noch. Es ist ein sicheres Reiseland. Man fühlt sich überall irgendwie sicher und gemütlich. Ich wollte das fast zurücknehmen, weil wir sind jetzt einmal durch die ganze Nordinsel gefahren. Und es ist eigentlich alles gut gegangen. Aber vor gestern gab es wieder Road Rage. Und da habe ich gedacht, nein, das nehme ich doch nicht zurück. Es ist tatsächlich so. Und wir haben da auch noch hier mit Freunden drüber gesprochen. Es gibt einige Leute in Neuseeland, die unverhältnismäßig aggressiv im Straßenverkehr sind. Und es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, warum. Und deswegen muss ich sagen, der einzige Knick in der Optik. Das einzige Manko, das einzige Problem in Neuseeland ist der Straßenverkehr. Aber auch nur selten. Ein fast perfektes Reiseland. Karri, ich fahre jetzt meinen stehschreibtisch hoch und stelle mich hin. Denn jetzt wird es offiziell. Jetzt kommen die wichtigen Ankündigungen. In den Hausmitteilungen erzählen wir über Nachrichten aus unserem Hause. Wir sind ja mittlerweile eine kleinere Firma mit einigen Teammitgliedern. Und wir haben tatsächlich ab und an Nachrichten aus unserer Community, aus unserer Firma. Und das erste Manuel, das betrifft theoretisch euch alle, die in Berlin sind oder Lust haben, nach Berlin zu fahren und mitzumachen bei einem Videodreh. Manuel, wir wollen ein Videodrehen am 27. März. Das heißt, wenn ihr Lust haben, mitzumachen, müsst ihr das der Tag sein. Und ihr könnt euch bewerben als Statist oder Statistin. Was ist das, ein Statist? Das ist ein Darstellerin in einem Film. Meistens oder einer Fernsehsendung, die keine tragende Rolle hat. Also eine Nebenfigur, jemand, eine Randfigur, jemand, der zu sehen ist, vielleicht sogar auch mal kurz zu hören ist. Aber jetzt sag ich mal nicht explizit im Drehbuch steht. Genau. Am 27. März wollen wir ein Videodrehen zum Thema Wohnungsbesichtigung in Berlin. Das ist ein sehr wichtiges Thema. Denn ihr alle, wenn ihr nach Deutschland zieht, müsst sowas machen. Wenn man sich um eine Wohnung bewirbt, dann besichtigt man die Wohnung. Und im Berlin ist das teilweise besonders absurd, weil da eigentlich die Wohnungen so knapp sind, dass man manchmal unglaublich riesige Wohnungsbesichtigungen hat mit 20, 30, 40, manchmal auch 100 Leuten. Und deswegen dachten wir, wäre es witzig und auch traurig, aber auch vor allem realistisch, wenn wir bei diesem Videodrehe viele Menschen dabei haben und suchen euch, wenn ihr Lust habt mitzuspielen, ihr könnt selber angeben, ob ihr sprechen wollt oder nicht sprechen wollt, ihr müsst nicht sprechen. Eure Aufgabe wäre einfach nur in der Schlange vor der Wohnung stehen und das Ganze dauert ungefähr eine Stunde, wird stattfinden am 27. dritten, vermutlich am frühen Nachmittag gegen 13 oder 14 Uhr. Wenn ihr auf unseren Link klickt, werdet ihr dort die genauen Informationen finden, wie lautet der Link Manuel? Das ist jetzt eine einmalige Sache, aber wir haben tatsächlich auch noch zwei Jobs zu vergeben. Man kann also Teil vom Easy German und Easy Language Team werden. Manuel, wen suchen wir? Wir suchen aktuell einen oder eine UX intern, also dass ist eine Praktikumstelle im Bereich User Interface und da geht es darum, dass User Interface unserer Membership Plattform zu verbessern und falls ihr da in diesem Bereich Erfahrung habt, dann freuen wir uns über eure Bewerbung. Also wir suchen wirklich jemanden, der oder die Erfahrung habt und ihr werdet dann ganz eng mit uns zusammenarbeiten, mit Manuel und Cari, werdet auch einen Blick hinter die Kulissen bekommen, das würde uns sehr freuen, wenn ihr euch da bewerbt. Und dann haben wir tatsächlich noch zwei Stellen, Manuel. Die Internshipstelle ist eine begrenzte Stelle für entweder sechs oder zwölf Monate oder dazwischen. Dann haben wir tatsächlich aber auch noch zwei Studenten stellen, die wir suchen. Was ist eine Studentenstelle? Das ist, glaube ich, etwas typisch deutsches, Manuel, oder? Genau, das ist einfach ein Job, dem man neben dem Studium hat. Also wenn ihr in Deutschland studiert, dann habt ihr die Möglichkeit, für eine begrenzte Stundenzahl neben dem Studium zu arbeiten, zu Jobben und so einen Studentenjob. Beziehungsweise zwei davon haben wir zu vergeben im Community Management. Was bedeutet das, Cari? Da kümmert man sich, um die Easy German Community beantwortet, e-mails, YouTube-Kommentare, Podcast-Kommentare, Instagram-Kommentare, TikTok-Kommentare-Bore. Unsere Community ist wirklich groß. Und wir suchen da tatsächlich einmal einen deutschen Muttersprachlar oder Muttersprachlar in oder auch jemanden, der international ist. Also sind zwei Stellen und die eine Person muss auf Deutsch schreiben, vorwiegend die andere Person auf Englisch vorwiegend. Also diese beiden Sprachen müssen im Idealfall beherrscht werden. Alle Infos zu diesen Jobs findet ihr auf Easy-Languages.org/jobs. Der Link ist natürlich auch in den Show Notes. Und die Bewerbungsfrist ist der 29. März. Also wartet nicht zu lange. Und falls ihr jemanden kennt, für den das im Frage kommen könnte, dann leitet die Infos doch auch gerne weiter. Ausdruck der Woche. Manuel, ich habe mir vorgenommen, dass wir jetzt tatsächlich endlich mal mehr Ausdrücke erklären. Das du weißt, ich nehme mir das immer wieder vor. Und dann machen wir es immer mal wieder ein paar Episoden. In der heutigen Episode möchte ich über einen Ausdruck reden, den unser Mitglied Dörchen schon mal bei Discord gepostet hat. Sie schreibt dort lustig, finde ich den Ausdruck, das ist mir Wurst. Ich verstehe nicht, warum etwas, das so prägend für die deutsche Kultur ist, so benutzt wird, um zu sagen, dass etwas jemandem egal ist. Es gibt so viele Wurstsorten in Deutschland, also das ist alles andere als egal. Manuel, Dörchen bezieht sich auf den Ausdruck, das ist mir Wurst. Was heißt das denn? Wie Dörchen schon gesagt hat, das ist mir Wurst oder das ist mir Wurst, wie es manchmal auch gesagt wird, bedeutet einfach nur, das ist mir egal. Das kann man sagen, wenn man zwei Optionen bekommt, was wollen wir heute machen? Was wollen wir heute essen und es einem egal ist, dann sagt man, das ist mir Wurst. Es muss aber nichts mit Essen zu tun haben, das ist jetzt vielleicht eine gefährliche Verwechslung. Das kann man wirklich immer sagen, wenn einem etwas egal ist. Genau, Dörchen hat noch ein Beispiel dazu geschrieben. Was denkst du über den geplanten Kohleausstieg? Das ist mir Wurst. Das ist aber ein sehr politisches Thema, dass einem nicht Wurst sein sollte. Da sollte man schon eine Haltung zu haben, finde ich. Genau. Ihr wisst ja, also Wurst ist in Deutschland, also das Essen ist in Deutschland tatsächlich populär. Deutschland ist ja bekannt für seine verschiedenen Würste. Du bist nicht so ein Wurstfan, Mann, oder? Nee, ich bin gar kein Wurstfan. Ja, außer eine vegane Wurst, ist du die manchmal? Sehr selten, also ich versuche eigentlich weder die echte Wurst noch die Fleischersatzwurst zu konsumieren. Ah, okay. Ja, es gibt tatsächlich verschiedene Ideen, woher dieser Ausdruck kommt. Weil, wie Dörchen schon geschrieben hat, es ist nicht so ganz selbst erklären. Manche Ausdrücke, die kann man ja irgendwie würdlich verstehen. Aber wie so sagt man in Deutschland, das ist mir Wurst und man meint, das ist egal. Es gibt zwei mögliche Erklärungen, die eine ist, dass die Wurst immer zwei Enten hat und die Enten sind beide gleich. Also es ist egal, in welche Seite man reinbeißt, es ist immer, es sind beide gleich. Das ist die eine Lösung. Für mich ist allerdings die zweite Erklärung noch logischer. Und dieses jetzt ein bisschen eklig, Manuel, da musst du dir vielleicht die Ohren zuhalten. Ja, bitte einfach, es gibt 'nen. Wir haben chaptermarker. Also, ja, es gehört leider auch tatsächlich zur deutschen Kultur ein bisschen dazu, dass man diese Fleischkultur hat. Wir essen wirklich sehr viel Fleisch und auch diese ganzen Pratwürste. Und es ist ja schon, ich glaube heute auch noch so, aber früher war es definitiv so, dass man einfach in die Wurst alle möglichen Sachen macht. Also, dass es nicht ganz klar geregelt, was in die Wurst kommt, sondern man kann dort Fleischteile, aber auch alle möglichen Arten von, sei ich mal, tierischen Inhalten in diese Wurst reintun. Es ist nicht so klar geregelt wie beim Bier, Manuel. In Bier, in Bier, beim Bier gibt's das deutsche Reinheitsgebote. Es ist ganz genau geregelt, was ins Bier gehört und was nicht. Bei der Wurst kann man quasi alles reinmachen. Und deshalb soll das angeblich ein Synonym für Egal sein, weil man sagt, wo kommt das hin, Egal kommt in die Wurst. Macht das für dich Sinn diese Erklärung? Ja, das ist eine gute Erklärung. Und ich denke, ehrlich gesagt, die Details dieses Ausdrucks sind mir persönlich bewusst. Okay, gut, hast du super benutzt jetzt gerade diese Ausdruck. Und ihr sollt einfach nur wissen, es kann sein, dass ihr manchmal im Deutschen etwas hört zum Thema Wurst. Es hat aber nichts mit der echten Wurst oder der Wurst aus Fleisch zu tun, sondern es heißt einfach nur Egal. Und man kann sogar auch das kurz sagen. Ich glaube, besonders in Süddeutschland sagt man einfach nur Wurst. Und das heißt dann, Egal. Viele Vokabeln und Ausdrücke könnt ihr auch mit unserer Partner App "Siedleng" lernen. "Siedleng" ist eine App, die findet ihr im App Store, von Apple oder im Google Play Store, oder auch auf "Siedleng.com" und "Karri", wie funktioniert diese App "Siedleng"? "Siedleng" hat ganz viele verschiedene Funktionen, aber das Wichtigste ist, ihr lernt dort mit interaktiven Flashcards. Das heißt, ihr könnt eigentlich die Sprache komplett mit Video und Audio hören, sprechen und dann interaktiv üben. Und wenn ihr Vokabeln lernen wollt, so wie du gerade gesagt hast, Manuel, ist das eine Super App, denn ihr habt dort tatsächlich über 10.000 deutsche Vokabeln verfilmt. Also mit Videos, viele von denen habe ich auch aufgenommen und ihr könnt die also digital hören und wiederholen. Und wie funktioniert das, Manuel, wenn man so ein Ausdrück jetzt gelernt hat und sich an den erinnern möchte? Ja, das funktioniert nach dem "Space Drapetischen"-Prinzip, das heißt, ihr könnt eure Flashcards in der "Siedleng" App dann einfach üben, wenn ihr zum Beispiel im Bus sitzt oder in der Supermarkt-Schlange steht einfach zwischendurch. Und es werden euch genau die Vokabeln und Ausdrücke angezeigt und wiederholt, die ihr fast vergessen habt. Also das ist wirklich ein sehr, sehr gutes System zum Vokabeln lernen. Ich habe das auch immer benutzt beim Sprachen lernen, dass die Vokabeln eben nicht einfach sinnlos, ständig wiederholt werden, sondern immer genau dann, wenn sie gerade so auf dem Weg ins Langzeitgedächtnis sind. Super, probiert mal, "Siedleng" aus, ladet euch das jetzt aufs Handy runter. Das Tolle ist, viele Basisfunktionen sind komplett kostenlos. Ihr könnt es also einfach mal ausprobieren. Manuell, ich habe im Moment tatsächlich wenig Zeit zum Fernseh gucken, aber. - Das ist schön. Das ist schön, weil jetzt gerade bin ich am Strand, aber vor ein paar Tagen war ich tatsächlich abends mal müde und habe mal wieder deutsches Fernsehen geguckt. Und da gibt es eine Show, die ich schon seit vielen Jahren verfolge und in letzter Zeit schon gar nicht mehr so gut fand. Aber jetzt in der neuen Staffel gab es eine neue Episode, die mir so gefallen hat, dass ich dachte, ich empfehle die heute mal wieder, guckst du diese Show, die heißt "ZDF Magazine Royal". Ja, das ist diese Show mit Jan Bömermann, ein sehr bekannter, deutscher Kommedien und Late Night Show host. Ich schau das sehr selten, also eigentlich immer dann, wenn du es mir empfiehlst. Ja, das ist sehr gut. Die Show ist vielleicht ein bisschen vergleichbar mit Last Week Tonight, mit John Oliver. Es ist so ein bisschen vom Stil her, sage ich mal, inspiriert. John Oliver ist dein Vorbild, das kann man, glaube ich, so sagen. Kann man schon sagen, genau. Also es geht immer in der Sendung um. Es gibt einen kleinen Stand-up am Anfang, dass es vielleicht ein bisschen anders, aber dann gibt es ein Hauptthema, dass dann lange recherchiert und vorbereitet wurde. Und dieses Mal fand ich das sehr interessant, denn es ging um das Thema Saudi Arabien und die Entwicklung in Saudi-Rabien im Groben. Und vor allem darum, wie Saudi-Rabien versucht, sich nach außen hin zu öffnen. Aber natürlich gleichzeitig immer noch eine brutale Autokratie ist, die Menschenrechte nicht achtet, die Meinungsvielfalt oder freie Meinungsäuserung unterdrückt, wo Menschen im Gefängnis sind oder Menschen auch sogar sterben, wenn sie ihre Meinung frei äußern. Und gleichzeitig passieren da aber alle möglichen Dinge. Da gab es ja zum Beispiel so ein Comedyfestival. Hast du das mitbekommen, dass da die Hälfte von den amerikanischen Stand-Up-Kommidien nach Saudi-Arabien geflogen sind, um da eine Show zu machen? Das habe ich nicht mitbekommen, aber man hört manchmal, dass viele Instagram-Influencer da sehr viel Geld bekommen, um das Land irgendwie positiv dazustellen in den sozialen Medien. War das so was in der Richtung? Ja, es war tatsächlich ein Stand-Up-Kommid, die Festival in Riat, glaube ich, in der Hauptstadt. Und da waren wirklich die größten Stars aus den USA dabei, und es gab da aber auch viel Kritik. Und das ist natürlich immer die Frage, endet man jetzt, was an der Meinungsfreiheit, in dem man dahin fährt. Und also Comedy zeigt aus anderen Ländern, wo ja alles erlaubt ist. Oder ist das quasi eine Art, wie würde man das nennen? Comedy-Washing, kein Greenwashing, aber man tut so, als wäre man eine freies Land. Aber in Wirklichkeit gilt natürlich für die lokalen Comedians nicht die Freiheit, die die amerikanischen Comedians da in dieser einen Nacht haben. Es ist auf jeden Fall ein interessantes Thema, und was ich sehr interessant fand, war, dass sie in der Sendung immer so parallel gezogen haben. Und einen Satz ist mir in Erinnerung geblieben. Sie haben dann irgendwann so zusammengefasst, guck mal, Saudi-Arabien versucht. Seine Autokratie, also seine Diktatur, dadurch zu wahren, dass sie offiziell immer liberaler werden, was sie aber dann gar nicht sind. Und Deutschland wiederum versucht seine Demokratie zu wahren, indem sie sich immer autoritärer geben. In Deutschland gibt es ja gerade so ein bisschen den Gegenteiligen Trend, dass sich so die Regierungsparteien, die eigentlich frei und demokratisch gewählt sind, so ein bisschen diesen Trend nachgehen, dass sie sagen, wir haben hier eine starke Hand, wir kontrollieren jetzt wieder andere. - Genau, wir kontrollieren jetzt wieder unsere Grenzen, obwohl das eigentlich gegen EU recht ist. Und ja, diese Parallele fand ich höchst interessant und irgendwie einen spannenden Ansatz. Und deswegen dachte ich, wollte ich heute mal diese Folge verlinken, weil es eben dann nicht nur um Saudi-Arabien geht, sondern. ja, und so ein. vielleicht um so ein weltweiten Trend, so wie schützt man eigentlich, oder wie versucht man, die eigenen Systeme zu schützen? Schau ich mir an, der link ist in den Journalz. Eure Fragen. Manuel, wir haben wieder sehr viele Fragen bekommen, die wir heute beantworten können. Und eine Frage habe ich als WhatsApp-Nachricht bekommen. Ah, wie geht das denn? Ist deine Nummer irgendwo im Internet? Manche Leute haben meine Nummer. Zum Beispiel Miriam, die wir in Wellington getroffen haben, in der Hauptstadt von Neuseeland, und mit der bin ich Fahrrad gefahren, vielleicht erinnerst du dich. Und dann hat sie tatsächlich mir eine Sprach-Nachricht geschickt. Und die wollte ich dir mal vorspielen. Hallo, ich habe eine Frage für dich. Und vielleicht könnte es auch ein Thema des Podcasts sein, wenn ihr nicht schon, wo wir das gesprochen habt. Okay, so vor drei oder so Nächten habe ich auf Deutsch geträumt. Und das finde ich lustig, weil, während ich schlafe, soll ich mich entspannen, aber mein Gehirn will noch Deutsch üben. Das finde ich auch ganz komisch, weil ich nur Deutsch mit Beeins sprechen kann. Also die Themen von dem meinen Träumen handelt, kann nur beschränkt sein. Also, meine Frage ist, wie oft träumst du auf Englisch oder auch anderen Sprachen? Und wie geht es für Janosch? Besonders weil Polnisch seine Muttersprache ist. Aber sicherlich benutzt ihr Deutsch im Alltag. Das werde ich gerne wissen. Danke. Und ich hoffe, eurer Reiser geht euch gut. Ja, Miriam, spannendes Thema, auf welchen Sprachen träumen wir? Das ist ja, also ich bin jemand, der sich nicht so oft an seine eigenen Träume erinnert. Und ich glaube, wenn ich mich erinnere, erinnere ich mich mehr an das, was ich da so visuell gesehen habe in meinem Traum als an die Sprache. Aber ich bin jemand, der hin und wieder spricht im Schlaf. Nein, echt. Und wie ich aus zuverlässigen Quellen weiß, variiert die Sprache da manchmal. Es ist meist schwer verständlich, aber es ist mal auf Deutsch und schwer verständlich und mal auf Englisch und schwer verständlich. Das ist spannend. Aber wir beide können dann schon mal Miriams Frage nicht beantworten. Da habe ich jetzt noch mal als Joker unseren Janosch am Erstgehe geholt. Der sitzt jetzt neben mir Manuel. Und ich übergebe mal Kopfhörer und Mikrofon. Und du darfst ihn jetzt zu diesem Thema interviewen. Hallo, Manuel und Hallo, liebe Leute. Papa, Miriam möchte von der Wissen, in welchen Sprachen oder auf welcher Sprache du träumst. Weißt du das? Kannst du dich an deine Träume erinnern und an die Sprachen, die dort gesprochen werden? Also zuerst, ich träume unheimlich viel. Manchmal fühle ich das schon mal ermüdend. Ich gehe schlafen und denke dann, oh, nicht schon wieder. Zweitens, ich träume ohne Sprache. Ich habe es schon mal versucht jemand zu erzählen, dass ich mich in dem Traum sein Wissen wie ein Hund fühle. Und zwar nicht wegen dem Aussehen, sondern eben wegen dieser Sprachlosigkeit. Ich spreche nicht und ich unterhalte mich mit keinen. Und ich laufe herum, also ich was verloren habe. Und ich komme in Situationen, die sehr oft stressig sind und ich versuche, dem zu entkommen oder irgendwie herde Sache zu werden. Aber ich überlege dabei nicht. Ich acte, ich nehme mich völlig instinctiv und völlig nicht überlegten ohne Sprache. Interessant, ich glaube mir geht's meistens auch so. Also ich habe manchmal träume, wo ich mit Leuten spreche, aber ich kann mich dann nicht daran erinnern, in welcher Sprache das war. Also ich bin auch eher sprachlos in meinen Träumen. Ja, okay. Und es gibt bei mir noch eine Sache, die ich gerne erzählen will, weil sie mich selber überrascht. Ich habe ihn meinem Leben, aber schon lange, lange her. Ich bin 5 Jahre LKW gefahren. Und tatsächlich immer noch in den Träumen fahre ich oft LKW. Das wollte ich mir sagen. Okay, vielen Dank für diese Einblicke in deine Traumfeld. Sehr gerne. Ciao. Ja, Manuel, das ist ja ein bisschen traurig. Ich habe die Frage von Miriam gehört und dachte, wow, das ist eine tolle Frage, nur ich kann sie nicht gut beantworten, aber jetzt muss ich feststellen, ihr beide träumt auch nicht in anderen Sprachen. Vielleicht ist Miriam die besondere hier. Ja, das kann sein. Da müssen wir vielleicht nochmal eine Traumforscherin oder so hier einladen in den Podcast, um diesen Thema auf den Grund zu gehen. Aber Mari hat uns auch eine Frage geschickt, über unsere Website easyjerman.fm und sie schreibt, "I've noticed that many native German speakers use "genau". All the time, like a filler word, similar to how English speakers say "yeah". But when I use it the same way, I've been told I'm using it wrong. This confused me because I've heard native speakers who say "genau" sometimes up to five times in a single sentence. Das ist interessant, weil mir es in Berlin aufgefallen, dass sehr viele Leute, die aus dem Ausland hierher ziehen und dann gerade so anfangen, Deutsch zu lernen, dass sie oft dieses Wort "genau" ganz am Anfang lernen und dann wirklich ständig benutzen. Das sieht es quasi also fast als Synonym für "ja" benutzen und dann ganz oft genau sagen. Ah, das kann natürlich sein. Mari, dass du es vielleicht einfach zu oft benutzt hast. Also, ich muss sagen, ich hab mir gerade versucht, vorzustellen, dass man einen Satz hat, wo man fünfmal genau sagt. Aber ich kann mir das selber auch nicht vorstellen. Was heißt denn erstmal genau, Manuel? Genau ist im Grunde so, wie auf Englisch precisely. Also genau bedeutet "ja", aber es ist noch so ein bisschen eine Steigerung von "ja". Also genau ist wirklich so "ja", das trifft den Punkt "genau" in der Mitte. Du trifst die Mitte von der Daatscheibe. Es ist ein sehr gesteigertes Jahr. Ein anderes Wort für "genau" ist "exakt", und so könnt ihr das auch im Englischen übersetzen. "Exactly" ist ja auch ein Wort, was man im Englischen über benutzen kann. Und ich glaube, dass das vielleicht manche Leute machen, wie im Deutschen, wie vielleicht auch im Englischen, und tatsächlich wie so ein "filler word", auf Deutsch "fill word" benutzen. Aber ich würde nicht sagen, dass das die meisten Leute machen. Oder würde es benutzt, du das oft. Also, es ist ja eher ein Bestätigungswort. Ich sag zum Beispiel "boah", das Wetter ist aber heute wieder furchtbar. Und dann sagst du "genau". Genau. - Ich würde mal nicht sagen. Man würde das eher sagen, wenn du was fragst, wenn du zum Beispiel sagst, wann nehmen wir morgen noch mal auf, um 9 Uhr? Und dann würde ich sagen "genau". - Genau. Ich glaube, das ist so ein Wort. Da muss man einfach kalibrieren. Da muss man einfach sehr genau zuhören. Ja, ist es wieder. Da muss man sehr gut zuhören, wie Muttersprachler*innen das benutzen und in welchen Kontexten und wie oft. Und dann lernt man, dass das einfach dann so einen Sprachgefühl. Da gibt es kein richtig und falsch, aber da gibt es irgendwie so ein Bereich, in dem sich das gut anhört. Ja, ich muss aber sagen, ich glaube, das habe ich hier schon mal erzählt. Das gerade bei diesen Füllwörtern und auch bei diesen Modalatipartikeln. Das sind ja auch oft Füllwörter. Also was wie halt mal, ja, das ist wirklich, wirklich, wirklich schwierig als deutschlernende diese Wörter erst mal zu verstehen. Und dann selbst so genau benutzen zu können wie ein Muttersprachler. Das fällt mir immer noch auf. Auch bei Menschen, die wirklich, wirklich gut deutsch sprechen, dass das dann nicht so gut klappt, weil das irgendwie ein Wort ist, was man nicht genau übersetzen kann. Das benutzt man eher intuitiv. Deswegen ja, sei da nicht frustriert, wenn ihr merkt oder vielleicht auch könnt ihr Leute fragen, habe ich das jetzt richtig benutzt oder nicht. Und dann lasst euch einfach von denen erklären, was ihr Sprachgefühl sagt. Und so lernt man das dann, dass man immer wieder das einfach ausprobiert und mit Menschen darüber spricht. Karri, ich entlasse dich jetzt zurück in deinen Urlaub. Entspann dich bitte noch ein bisschen. Denn bald geht's ja schon zurück nach Deutschland. In der nächsten Episode hab ich einen Gast. Und da geht's ums Thema Finanzen. Das ist ja auch mal ein spannendes und wichtiges Thema. Für viele vielleicht nicht so spannend, aber trotzdem wichtig. Also ich empfehle einzuschalten. Genau. Das empfehle ich auch, Manuel. Denn ich finde das Thema sehr spannend. Und du hast mich ja auch schon zum Thema Finanzen beraten. Da bin ich jetzt mal gespannt, welche Dinge du noch nicht weißt. Und wo du vielleicht ein bisschen finanzielle Beratung bekommst. Wird das eine Finanzberatungssendung? So ein bisschen. Genau. Ich habe einen Finanzexperten tatsächlich zu Gast von Finanztipp. Der kennt sich wirklich gut aus. Und dem stelle ich Fragen aus unserer Community von unseren Mitgliedern und natürlich auch von mir selbst. Spannend! Super Manuel, dann freue ich mich auf die nächste Episode und ich werde abmorgen, dann wieder schön am Strand liegen. Noch ein paar Tage und dann bin ich bald wieder ganz zurück in Berlin. Bis bald, Cari. Tschüssi! [Musik]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Karina Schmidt berichtet aus Neuseeland, wo sie und Manuel einen erholsamen, sicheren Urlaub verbringen, ohne Mücken oder gefährliche Tiere.
  2. Der Straßenverkehr in Neuseeland wird als einziger Nachteil genannt, da es zu Road Rage-Fällen kommt, obwohl das Land insgesamt ein fast perfektes Reiseland ist.
  3. Ein Videodreh zum Thema Wohnungsbesichtigung in Berlin wird am 27. März angekündigt, bei dem Statisten oder stattdessen nur in der Schlange stehen können.
  4. Zwei Stellen werden ausgeschrieben
  5. Der Ausdruck „das ist mir Wurst“ wird erklärt – er bedeutet „das ist mir egal“ und hat eine kulturelle Herkunft im Zusammenhang mit der Fleischkultur in Deutschland.
  6. Die App „Siedleng“ wird empfohlen, um deutsche Vokabeln und Ausdrücke interaktiv zu lernen, mit Flashcards und Video-Übungen, die nach dem Spaced Repetition-Prinzip funktionieren.
  7. Ein interessanter Bezug zur Show „ZDF Magazine Royal“ wird gemacht, die kritisch auf die „Comedy-Washing“-Praktiken in Saudi-Arabiens Öffnung hinweist und eine Parallele zur autoritären Einstellung in Deutschland aufzeigt.
  8. Eine Frage von Miriam über Träume in verschiedenen Sprachen wird beantwortet – beide Redner berichten, dass sie oft sprachlos träumen, wobei Sprachverwendung im Traum nicht häufig ist.

Summary:

Karina Schmidt und Manuel berichten aus ihrem Urlaub in Neuseeland, das als sicher und idyllisch beschrieben wird, obwohl der Straßenverkehr ein isoliertes Problem darstellt. Sie teilen die Beteiligung an einer Wohnungsbesichtigung im Berliner Videodreh am 27. März, bei dem Statisten oder nur Zuschauer mitmachen können.

Zudem werden zwei Stellen im Unternehmen angekündigt: eine UX-Praktikumstelle und zwei Studentenstellen im Community Management mit Fokus auf Deutsch- und Englischkenntnisse. Der Ausdruck „das ist mir Wurst“ wird erklärt – er bedeutet „das ist mir egal“ und hat kulturelle Wurzeln in der deutschen Fleischkultur. Die App „Siedleng“ wird als effektives Tool zur Vokabeln-Lernung empfohlen, das interaktive Flashcards und Video-Übungen bietet.

Ein kritischer Blick auf die Show „ZDF Magazine Royal“ zeigt, wie „Comedy-Washing“ in Saudi-Arabiens Öffnung und die autoritäre Einstellung in Deutschland paralell sind. Außerdem wird eine Frage zu Träumen in verschiedenen Sprachen beantwortet: beide Redner berichten, dass sie oft sprachlos träumen, wobei Sprachverwendung im Traum selten ist. Die Episode schließt mit einem Hinweis auf eine zukünftige Ausgabe zum Thema Finanzen ab.

FAQs

Der Ausdruck 'das ist mir Wurst' bedeutet 'das ist mir egal'. Er ist ein humorvoller, oft irreführender Ausdruck, der nichts mit der Essenskultur zu tun hat, sondern eine Ablehnung oder Unbeachtung von etwas ausdrückt.

Neuseeland ist ein sicheres Reiseland, weil es keine gefährlichen Tiere wie Schlangen oder giftige Spinnen gibt. Die Natur ist friedlich, und es herrscht ein Gefühl der Sicherheit und Gemütlichkeit in der gesamten Insel.

Ein Statist oder Statistin ist eine Nebenfigur in einem Film oder einer Sendung, die keine tragende Rolle spielt. Sie erscheint nur kurz und dient dazu, eine Szene zu füllen oder zu ergänzen.

Es werden eine UX-Praktikumsstelle im Bereich User Interface, zwei Studentenstellen im Community Management und eine begrenzte Internshipstelle für sechs oder zwölf Monate angeboten.

Siedleng bietet interaktive Flashcards mit Videos und Audioaufnahmen. Benutzer können Vokabeln bei jeder Gelegenheit wiederholen, z. B. im Bus oder in der Warteschlange, nach dem Space Drapetischen-Prinzip, um sie langfristig zu speichern.

Der Straßenverkehr wird als einziger Nachteil genannt, weil es vor allem aufgrund von Road Rage Fälle gibt, bei denen Fahrer unverhältnismäßig aggressiv sind. Dies ist jedoch nur selten vorkommend.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.