Go back

Das Gefühl, nach einer langen Beziehung etwas verpasst zu haben - So gehst du damit um!

0m 0s

Das Gefühl, nach einer langen Beziehung etwas verpasst zu haben - So gehst du damit um!

Das Gefühl, in einer langen Beziehung etwas verpasst zu haben, ist eine häufige Herausforderung, besonders bei Paaren mit Kindern oder starker Routine. Der Podcast zeigt auf, dass solche Empfindungen oft auf verdrängte Konflikte aus früheren Beziehungen zurückzuführen sind, wie z. B. die Ablehnung von Kinderwunsch oder gemeinsamen Urlauben. Diese Dinge führen zu einer zunehmenden Entfremdung und Einschränkung der gemeinsamen Zeit. Die Wurzel liegt jedoch nicht nur in der Beziehung, sondern auch in der persönlichen Entwicklung – viele Menschen rufen in der Mitte des Lebens auf, Abenteuer zu erleben, nachdem die Sicherheit erreicht wurde. Mikro-Abenteuer wie Restauranttests oder eine Wohnmobiltour sind kostengünstige, praktische Wege, um aus der Komfortzone zu kommen und neue Freude zu erleben. Wichtiger ist jedoch das Tun, nicht nur das Lesen von Büchern. Beide Partner sollten gemeinsam über ihre Werte, Ziele und Erwartungen sprechen und klären, was für sie wirklich wichtig ist. Wenn Veränderungen nicht möglich sind, muss die natürliche Konsequenz ausgesprochen werden – das Leben kann sich trennen, wenn es keine zufriedenstellende Zukunft mehr gibt. Coaching ist ein wertvoller Ansatz, um verdrängte Ursachen zu erkennen und die Beziehung langfristig zu sanieren, bevor die Trennung notwendig wird. Die Botschaft ist klar: Eine glückliche Beziehung erfordert nicht nur Stabilität, sondern auch Raum für Abenteuer, Neugier und persönliches Wachstum.

Transcription

3467 Words, 20924 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser Folge der Lebensidealisten. In dieser Folge geht es darum, wenn du das Gefühl hast, innerhalb einer langen Beziehung etwas verpasst zu haben, so gehst du damit um. Ich bin Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen Paaren raus aus der Krise, hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung, in der man eben nicht das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben. Das Gefühl, wenn man etwas in seinem Leben verpasst, ist ja auch ein sehr intensives Gefühl. Und gerade wenn man länger in einer Beziehung ist, so erleben wir es auch häufig im Coaching, kommt es immer wieder mal als Thema hervor. Wir haben gerade davor schon eben gesprochen, dass es auch häufig im Coaching Thema ist bei Paaren, die kleine Kinder haben oder die starke Routine haben. Und Rituale im Alltag haben, dass man da mal in Zweifel kommt und überlegt, okay, geht mein Leben jetzt die nächsten zehn Jahre noch so weiter? Früher war alles anders, also auch dieser Vergleich von früher, dem Leben vielleicht vor den Kindern oder dem Leben, als man alleine war, noch nicht in einer Beziehung war, mit dem Leben in einer Beziehung oder als Familie. Da die Frage, woher kommt dieses Gefühl und wie kann man damit umgehen, weil viele auch dann berichten, dass es sich so ein bisschen schwer anfühlt und man fühlt sich so ein bisschen schuldig vielleicht, dass man diesen Gedanken hat oder undankbar. Und genau darüber möchten wir jetzt in dieser Podcast-Folge mit euch sprechen. Ich möchte zum Start über ein aktuelles Paar im Coaching berichten, bei denen genau das passiert ist. Die beiden sind, glaube ich, seit 14 oder 15 Jahren ein Paar und insbesondere bei ihr hat sich dieses Gefühl eingestellt, dass sie eben innerhalb der Beziehung für sich einiges verpasst, unzufrieden. Ja. Und vieles hinterher fragt. Und hier haben wir jetzt auch die Ursache gesucht, woran liegt das? Das lag nun hier daran, dass er viele Dinge aus einer vorherigen Beziehung mitgenommen hat und sich da jetzt geschützt hat. Zum Beispiel keine Kinder mehr bekommen zu wollen, nicht mehr heiraten zu wollen, aber auch eben wenig kompromissbereit war in Form von, wenn sie einen Ausflug möchte, wo er keine Lust mehr hat. Dann sagt er, er kommt einfach nicht mit. Oder wenn sie vorschlägt, lass uns mal dahin in Urlaub fahren und er hat eine gewisse Meinung über das Land oder den Ort, dann sagt er, nö, auf gar keinen Fall, mach ich nicht. Und das hat natürlich sie auch immer recht stark limitiert. Ja. Weil ihr Wunsch war, die Zeit ja mit ihm gemeinsam zu verbringen und über die Zeit hat sich das dazu entwickelt, dass sie diese Dinge teilweise mit Freunden und Familie unternimmt. Ja. Weil er bei vielen Dingen einfach gar nicht mehr dabei ist und sich dann die Beziehung ja immer mehr auseinanderentwickelt hat. Die große Erkenntnis, dass das so ist, die kam dann jetzt erst, als sie die natürliche Konsequenz der Trennung ausgesprochen hat, zu sagen, ich will mich eigentlich nicht trennen, aber wenn wir daran nichts verändern, dann muss ich mich trennen, denn so ist das für mich eben kein Leben. Bis hin, dass letztendlich, als wir die Ursachen gefunden haben und da auch dran gearbeitet haben. Noch weitere Erkenntnisse hochkamen für Dinge, die anders gelaufen wären im Leben, wenn das schon vorher gelöst worden wäre. Also bei ihm oder bei ihr jetzt anders im Leben gelaufen wäre? Für beide, ne? Ja. Wahrscheinlich, also für sich hat sich immer Kinder gewünscht, hat jetzt dadurch keins bekommen, weil er es vehement abgelehnt hat und vielleicht wären dann beide nochmal Eltern geworden zusammen, wenn er eben diese Verletzungen aus der Zeit hat. Und das Ganze wird durch verschiedene Dinge natürlich auch verstärkt und weiter angetriggert, also immer das Sehen natürlich von anderen, die vermeintlich tolle Beziehungen führen. Spannende Leben haben. Spannende Leben haben, wo man dann sieht, dass die gemeinsam in Urlaub fahren und so weiter, das ist ja dann so eine Frage des Fokuses, was wünscht man sich und wofür der Fokus ist. ist das überhaupt ein Partner? Paarthema, ist das ein Thema, was überhaupt durch die Beziehung entstanden ist oder was letztendlich vielleicht eine ganz andere Ursache hat, weil letztendlich ist ja erstmal die Grundannahme, dass jeder für sein Glück selbst verantwortlich ist und die Partnerin, der Partner kann das Glück sicherlich irgendwo steigern und das macht immer mehr Spaß, Sachen zusammen als alleine zu machen, aber grundsätzlich bin ich erstmal für mein Glück selbst verantwortlich. Also diese typische Situation, wir sitzen abends auf der Couch und man würde dem anderen vorhalten zu sagen, es ist alles so langweilig, mach doch mal ein Abenteuer, mach doch mal was, also sozusagen die Karte dem anderen rüberzuschieben, zu sagen, mir ist langweilig und du bist dafür verantwortlich, dass unsere Beziehung, unser Familienleben spannender ist, weil ich weiß ja nicht, was ich will. Und dann wird es natürlich auch zum Problem, weil häufig der andere das vielleicht anders sieht oder sich unter Druck gesetzt fühlt. Und die Gefühle nicht nachvollziehen kann und so weiter. Und eigentlich ist es ja ein Thema, was derjenige dann aus seiner eigenen Unzufriedenheit reinbringt, was ja auch in der Wahrnehmung von dem anderen vielleicht anders sein kann. Wenn derjenige sagt, mir ist das hier genug Abenteuer, ich hab das nicht so. Ja, was ihr erstmal tun könntet, ist prüfen, ob das ein relativ normales gesellschaftliches Phänomen in eurer aktuellen Lebensphase ist. Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja. In den 30ern ändert sich das. In den 30ern gerät für viele dann eher die Sicherheit in den Fokus, denn das Studium ist abgeschlossen, viele Partys werden gefeiert. Jetzt geht es einmal darum zu sagen, ich habe auf einmal, bin ich in der Beziehung drin, wo ich mir eine Hochzeit, Kinder und alles vorstellen kann. Dann geht das los, dann kommen nämlich die ganzen Sicherheitsaspekte, ich brauche Geld für die Hochzeit, ich brauche dann ein finanzielles Polster, wenn ich vielleicht ein Haus kaufen oder bauen möchte. Wird das gemacht, dann brauche ich wiederum einen sicheren Rahmen, um Kinder zu bekommen. Das heißt, das findet jetzt ja gerade in unserer Generation vermehrt in den 30ern statt. Ich erinnere mich, da würde ich kurz eingriffen, ich erinnere mich an einen Coaching-Fall, da sagte der Mann, und dann bin ich spießig geworden. Ja, das ist genau der Punkt, dann bin ich spießig geworden. Dann wird Sicherheit gebraucht, um eben all das aufzubauen, was man sich ja auch dann wünscht. Und dann entsteht aber irgendwann der Punkt, dann ist das alles da. Jetzt habe ich das Haus und wohne da drin, jetzt bin ich verheiratet, dann habe ich ein, zwei, drei Kinder bekommen, das was wir uns halt vorgestellt haben. Und jetzt geht es los und ich frage mich, was ist das nächste oder jetzt merke ich, jetzt ist die Sicherheit hergestellt, die Jobs sind einigermaßen safe, ein Puffer ist da. Ich habe vielleicht nach dem Haus sogar noch ein bisschen was angespart, um zu sagen, wenn mal die Waschmaschine kaputt geht. Ist das kein Problem, wenn ich Lust habe auf einen Urlaub, kann ich auch mal einen machen und so weiter. Das heißt, auch die Sicherheiten sind alle da. Und jetzt kehrt vielleicht nach und nach so ein bisschen die Langeweile zurück. Das heißt, ich brauche wieder Abenteuer. Die nächste Phase entsteht, also auch etwas, was sich nachher bei Männern irgendwie in der Midlife-Crisis äußert. Das heißt, wenn diese Langeweile oder diese Sicherheitsphase von 30 bis 50 gezogen wird, dann fängt der Mann, und das kann der Frau ganz genauso gehen, dann wieder aus und dann entsteht auf einmal die wildeste Motorradtour und was auch immer wieder gebraucht wird. Die Frauen, die mit Freunden eine Woche wegfliegen und Party machen. Was auch immer dann gebraucht wird. Aber das kann man sich ja früher zurückholen. Man muss ja nicht in Extrem leben und in den 30ern nur Sicherheit erleben und dann auf einmal in den 40er, 50ern wieder völlig ausbrechen müssen, weil man sagt, jetzt habe ich 20 Jahre Sicherheit gehabt, das war so langweilig, jetzt muss ich irgendwie was nachholen. Sondern zu sagen, ich packe mir ab. Ja, ich habe ja auch, oder wir haben ja schon angefangen, das zu lesen. Ich weiß jetzt nicht den Autor, ich weiß nicht, was das Mikro-Abenteuer heißt. Also da geht es darum, wie man Abenteuer, kleine Abenteuer, kostengünstig einfach in den Alltag einbauen kann. Da gibt es verschiedene Bücher auch, Variationen zu. Und ich fand das sehr spannend, weil es halt auch um Abenteuer geht, die. ganz einfach eigentlich sind, aber gerade deshalb ein Abenteuer. Und was man auch gut halt auch mit Kindern umsetzen kann. Aber man halt schon aus der Komfortzone rauskommt und merkt, okay, ich begebe mich raus aus der Sicherheit. Genau, der Autor ist Christo Förster. Ich habe es nochmal ganz kurz nebenbei nachgeschlagen. Okay. Damit wir das auch noch einmal haben. Genau, wir können das Buch einfach in den Shownotes verlinken. Ja, also ich habe es bis jetzt so, ich bin so bei der Mitte und ich finde es sehr spannend. Man muss ein bisschen durchhalten, finde ich, bei dem Buch. Am Anfang ist es ein bisschen, ja, ein bisschen lahm, wenn man das so gemein sagen darf. Aber ich finde, es macht nachher, also bei mir hat es jedenfalls ein gutes Gefühl gemacht, weil ich inspiriert war. Da geht es nämlich auch darum, dass andere Menschen von ihren Mikro-Abenteuern berichten. Und das fand ich sehr spannend, was das mit den Menschen ausmacht. Also was macht das mit mir aus, wenn ich vor einmal wieder zelte oder vor einmal wieder. Wenn ich einfach irgendwo hinfahre und ich weiß, wohin die Reise geht. Und das ist das Stichwort für unser Abenteuer, was wir jetzt bald vorhaben. Unsere Wohnwagen, nee, Wohnmobiltour. Wohnmobil, ja. Genau, ja, also das ist halt wieder so ein Lebensmoment. Unser Sohn hat sich das sehr gewünscht, mal mit dem Wohnmobil zu fahren. Wir haben das auch noch nie gemacht. Wir sind eigentlich auch nicht die Wohnmobilfahrer, muss man dazu sagen. Also weder ich bin jemals in meinem Leben mit einem Wohnmobil gefahren. Oder Camping machen wir ja eigentlich auch nicht. Das heißt. Das heißt, wir kommen damit komplett raus aus unserer Komfortzone. Denn auch so kann man den Blickwinkel natürlich verändern. Denn Kinder können natürlich auch ein sehr guter Anreiz sein, eben seine Komfortzone zu verlassen und sich in neue Abenteuer zu stürzen. Letztendlich ist auch ein Mikroabenteuer, als wir jetzt im Winter dann mit dem Schlitten uns den Berg runtergestürzt haben, das würden wir ohne Kind so auch nicht machen. Nee. Und dass wir dann auch noch meine Mutter, also seine Oma, sich runter zu verleiten, da nochmal den Berg sich runter zu stürzen. Das war mehr ein Mikroabenteuer für Sie auch nochmal. Das verschafft dann auch nochmal einer 60-Jährigen dann ein Abenteuer. Also, und auch so haben wir auch ohne, dass wir vielleicht Langeweile verspürt haben, immer wieder für Abenteuer gesorgt. Als wir vor einigen Jahren in Kiel wohnten, da haben wir uns so ein Restaurant oder so ein Gutscheinbuch irgendwie gekauft. Das gab es für 10 Euro oder so. Dann waren da von diversen, nicht nur Restaurants, aber wir haben es überwiegend im Restaurant, Bereich genutzt, gab es dann diverse Gutscheine und wir haben dann dadurch Restaurant für Restaurant in Kiel durchgetestet und Umgebung. Und das ist ja auch letztendlich wie ein Mikroabenteuer zu sagen, ich gehe nicht immer ins gleiche Restaurant, sondern ich gucke mir Restaurants an, wo ich sonst nie hingehe. Genau, die Definition ist halt so eine Sache, was ein Mikroabenteuer ist, aber das kann man im Buch auch noch nachlesen. Der definiert das nochmal ganz anders. Genau, das wäre jetzt für ihn kein Mikroabenteuer, das weiß ich, weil der Rahmen schon zu fest und zu sicher ist und so weiter. Aber ich finde, man muss nicht immer, nicht immer nur sich in solche Unsicherheiten hineinstürzen, sondern das reicht ja auch einfach mal, was ganz Neues zu erleben, um dann was zu machen. Ein Mikroabenteuer ist tatsächlich jetzt, finde ich, auch diese Wohnmobiltour ist für ihn kein Mikroabenteuer. Aber für uns total, wir wissen ja gar nicht, wo wir hinfahren. Er sagt, glaube ich, man muss unter freiem Himmel schlafen. Also das muss man nicht. Wir können ja sonst mal das Fenster aufmachen dann dabei. Aber wir wissen eben nicht, wo wir hinfahren. Wir haben keine Tour geplant. Wir wissen nicht mal, wo man ein Wohnmobil abstellen darf. Ich kriege jetzt schon Schnappatmung, weil man muss dazu sagen, ich bin ein sehr geplanter, strukturierter Mensch. Für mich ist dieses Abenteuer ein wirklich großes Abenteuer. Und ich habe heute Morgen schon die ersten Fragen gestellt, weil ich ja noch nie mit einem Wohnmobil gefahren bin, wie das ist mit Kühlschrank, Toilette und bla. Und ich finde das auch so spannend, nochmal kurz einzuwerfen, wie Kinder damit umgehen. Also dieses Gefühl, etwas verpasst zu haben, haben Kinder ja noch nicht kleine Kinder. Das entwickelt sich ja erst. Und unser Sohn, für den ist das total cool, was wir machen. Der kann das, glaube ich, noch gar nicht fassen, dass wir ihn dann da nächste Woche mit einem Wohnmobil vom Kindergarten mittags abholen. Dann geht das einfach los. Aber der fragt sich das alles nicht. Natürlich, der vertraut darauf. Meine Eltern, die Alten, die kriegen das schon irgendwie hin. Wir werden schon irgendwie nicht verhungern. Aber der geht voll auf das Abenteuer ein. Und das ist ja eigentlich, finde ich, auch wieder so eine Rückentwicklung. Wir wollen ja eigentlich wieder hin zu diesem Gefühl von Kind sein, von Abenteuer. Und das gilt, manchmal in der langen Beziehung häufig verloren durch Routinen, durch immer das Gleiche, durch einen strukturierten Alltag. Und da wieder auszubrechen, ist eigentlich die Ermutigung, zu sagen, wir müssen nicht die Beziehung beenden. Und es gibt nicht nur das Single-Dasein, was voller Freiheit ist. Und da ja auch so die Frage zu haben, häufig, was ja auch viele sagen, ja, wenn ich Single bin, dann habe ich alle Freiheiten. Dann kann ich machen und tun, was ich will. Das kann man auch in einer Beziehung erleben. Natürlich geht es da auch, ein Grundfundament zu haben von Abstimmung, gerade natürlich mit Kindern. Aber trotzdem darf jeder auch sein. seine freien Abenteuer erleben und seine Werte noch ausleben, was er möchte. Und am besten Fall treffen sich alle zusammen in der Familie, in der Partnerschaft, in diesen Abenteuern wieder. Ja, da hat letzte Woche gerade im Coaching eine Klientin einen spannenden Satz gesagt, den sie selbst gelesen hat. Als Kinder versuchen wir zu lernen und erwachsen zu werden und als Erwachsene versuchen wir wieder so zu sein wie die Kinder. Also von der Leichtigkeit her, vom Spaß her, in kleinen Dingen, dann auch glücklich zu sein und zufrieden zu sein. Also einmal vielleicht kurz und knackig nochmal auf die Lösung eingehen. Das war jetzt mal so spannend erzählt von uns, aber das war ganz kurz. Also das Erste ist, mit dem Partner über das Gefühl sprechen. Aussprechen, was ist. Also wenn das Gefühl kommt, dass Langeweile da ist, dass man etwas in der Beziehung vermisst, dass irgendetwas nicht rund läuft, dann das Ganze besprechen und gemeinsam schauen, wie ihr da frischen Wind reinbekommen könnt. Das kann ein Restauranttestbuch sein, das kann ein Mikroabenteuerbuch sein und so weiter. Was entscheidend ist, was in all diesen Büchern immer als erstes drinsteht, ist, dass das Buchlesen nichts bringt, sondern dass man ins Tun kommen muss. Dass man letztendlich umsetzt und etwas macht. Dann kann es sehr hilfreich sein, wenn ihr eure Werte und Visionen hinterfragt. Also lebt ihr wirklich stimmig nach euren eigenen Werten oder eben nicht. Dann auch Unstimmigkeit. Den Werten oder wie ich mein Leben führe, ob das nun meinen Werten folgt oder nicht, kann sehr große Unzufriedenheit machen. Und letztendlich dann auch zu schauen, was will jeder von euch einzeln, aber ihr auch als Paar im Leben erleben. Also nicht nur darüber nachdenken, was wollt ihr erreichen. Die meisten Menschen denken ganz viel darüber nach, was sie erreichen wollen. Also Status. Status. Also denkt darüber nach, was wollt ihr erleben und fokussiert euch auf Abenteuer und Leben. Wir werden Lebensmomente durch alle Zeiten hinwegnehmen. Und wenn ihr zurückblickt vom Sterbebett, werdet ihr sagen, das habe ich erlebt, das habe ich erlebt. Wir werden sagen, wir haben hier so eine verrückte Wohnmobiltour gemacht, wo wir gar nicht wussten, wo es uns hintreibt und haben dann coole Sachen erlebt. Wir werden aber nicht sagen, wir hatten einen 65 Zoll Flachbildfernseher von Marke XY in 4K an der Wand hängen. Das war ja eine geile Zeit. Das ist nicht das, was euer Leben ausmacht. Und besprecht gemeinsam als Paar über Lösungsansätze, über die Zukunft und lasst auch mal fünfe gerade sein. Das Bad muss nicht immer so aussehen, dass jederzeit der König von Dänemark vorbeikommen kann, sondern das reicht auch letztendlich, wenn da mal ein Krümelchen rumliegt und man aber dafür coole Abenteuer und coole Zeiten erlebt. Jetzt nochmal abschließend. Was mache ich jetzt, wenn ich meinem Partner spreche und derjenige sagt, dass ich das nicht mache? Was mache ich jetzt, wenn ich meinem Partner spreche? Ich möchte keine Veränderung. Ich möchte das alles nicht. Du kannst es ja alleine machen, wenn du das willst, aber ich bin so glücklich. Ich möchte dieses Abenteuer nicht. Dann geht es erstmal darum, sein eigenes Gefühl auszudrücken und nochmal klarzumachen, was das für denjenigen bedeutet, dass für den anderen das nacherlebbar wird. Gefühl ausdrücken heißt für uns ja auch immer aufs Körpergefühl gehen. Also zu schauen, wie würde ich das einem Arzt beschreiben? Denn nur so ist das für den anderen meistens greifbar. Wenn ich sage, ich finde es irgendwie doof, dass wir zu wenig machen, das ist für den anderen überhaupt nicht greifbar. Wenn man aber sagt, das macht bei mir ein Gefühl von Enge, von Schwere, das macht mir Bauchschmerzen, das macht so einen Druck in der Brust und die engt meine Atemwege ein, dann kann der andere das nachvollziehen und kann dann vielleicht sehen, oh, das sind ja Gefühle, die sind total unangenehm, die will ich eben nicht haben. Im nächsten Step, wenn das alles nicht hilft, gilt es, irgendwann die natürliche Konsequenz auszusprechen, zu sagen, dann werde ich viele Dinge für mich alleine machen und das wird wahrscheinlich unsere Beziehung eher auseinanderführen als zusammen. Unsere Wege werden sich immer mehr trennen. Das will ich nicht. Ich will überhaupt nicht, dass sich unsere Wege trennen, aber das muss dann irgendwann eintreten, weil ich so für mich mit meinem Leben eben nicht zufrieden bin. Und ein weiterer Ansatz ist natürlich, ins Coaching zu gehen. Denn wie bei dem Paar, von dem ich berichtet habe, so ist das durchaus so, dass er diese ganzen Dinge jetzt auf einmal macht, als sie die natürliche Konsequenz ausgesprochen hat. Das hätte viel früher alles passieren können. Jetzt ist es für sie so, dass sie kein Vertrauen darin hat, dass er das Ganze wirklich so will. Also sie sagt, du machst das nur, weil ich das gesagt habe. Du machst das nur meinetwegen, weil ich es jetzt gesagt habe, sonst trennen wir uns. Und das ist natürlich ein doofer Punkt. Das hätte man viel, viel früher alles verändern können. Also wenn ihr merkt, ihr seid in einem Kreislauf von Unzufriedenheit, ihr sprecht vielleicht auch darüber, ihr kommt aber trotzdem da nicht raus aus diesem Kreislauf, weil vielleicht einen von euch etwas zurückhält und derjenige auch gar nicht weiß, was ihn genau zurückhält, dann ist Coaching ein guter Ansatz. Denn auch hier waren jetzt ganz viele Erkenntnisse, wo beide sagten, wir wussten nicht, dass man aus einer vorherigen Beziehung, wenn man die nicht richtig aufgearbeitet hat, solche Dinge mitnehmen kann. Und dass das ganze weitere Leben so stark beeinflussen, bestimmen kann, das war denen einfach nicht klar. Und genau das ist das, was ich mir vorgestellt habe. Und genau dafür sind wir eben auch da, um in der Analyse solche Sachen zu finden und in der Lösung dann eben diese ganzen Sachen aufzulösen, sodass es auf einmal geht. Gut, ich glaube, wir haben viele spannende Ansätze geliefert. Wir hatten schöne Beispiele heute dabei. Betrifft dich das, komm ins Coaching. Betrifft dich das und du willst noch nicht ins Coaching, dann schau bei uns bei Instagram, Pinterest, Facebook. Bei Podcast bist du ja schon drin. Oder bei YouTube vorbei. Und hol dir spannende Informationen. Spannende Impulse. Schau in unserem Blogbeitrag vorbei. Auch da liefern wir immer wieder spannende Impulse. Wir sind mittlerweile zum Zeitpunkt des Erscheins dieser Podcast-Folge bei rund 150 Blogbeiträgen, wo es total viele spannende Impulse gibt. Und ansonsten freuen wir uns, wenn du in den nächsten Folgen wieder dabei bist. Genau, bis zum nächsten Mal. Ciao. Ciao. Ciao. Ciao. Ciao.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Das Gefühl, etwas in einer langen Beziehung zu verpassen, entsteht oft durch mangelnde Abenteuer, Routine und mangelnde Abwechslung.
  2. Grundursachen sind oft verdrängte Konflikte aus früheren Beziehungen, wie z. B. Abneigung gegen Kinder oder Urlaube, die die Beziehung stark einschränken.
  3. Die Wahrnehmung von Langeweile wird verstärkt durch den Vergleich mit anderen Beziehungen, die spannende Lebensmomente erleben.
  4. In den 30er Jahren entwickelt sich das Leben oft um Sicherheit, was später zu einer Langeweile führt, wenn die Sicherheit erreicht ist.
  5. Mikro-Abenteuer wie Restauranttests oder eine Wohnmobiltour helfen, aus der Komfortzone zu kommen und Freude und Abenteuer neu zu erfahren.
  6. Wichtiger ist das Tun als das Lesen von Büchern – die Umsetzung von kleinen Abenteuern schafft echte Wirkung.
  7. Es ist entscheidend, gemeinsam über Werte, Visionen und persönliche Ziele zu reflektieren, um Unzufriedenheit und Missverständnisse zu erkennen.
  8. Wenn keine Veränderung möglich ist, muss die natürliche Konsequenz ausgesprochen werden: das Leben kann sich trennen, wenn es keine zufriedenstellende Zukunft mehr gibt.

Summary:

Das Gefühl, in einer langen Beziehung etwas verpasst zu haben, ist eine häufige Herausforderung, besonders bei Paaren mit Kindern oder starker Routine. Der Podcast zeigt auf, dass solche Empfindungen oft auf verdrängte Konflikte aus früheren Beziehungen zurückzuführen sind, wie z. B.

die Ablehnung von Kinderwunsch oder gemeinsamen Urlauben. Diese Dinge führen zu einer zunehmenden Entfremdung und Einschränkung der gemeinsamen Zeit. Die Wurzel liegt jedoch nicht nur in der Beziehung, sondern auch in der persönlichen Entwicklung – viele Menschen rufen in der Mitte des Lebens auf, Abenteuer zu erleben, nachdem die Sicherheit erreicht wurde.

Mikro-Abenteuer wie Restauranttests oder eine Wohnmobiltour sind kostengünstige, praktische Wege, um aus der Komfortzone zu kommen und neue Freude zu erleben. Wichtiger ist jedoch das Tun, nicht nur das Lesen von Büchern. Beide Partner sollten gemeinsam über ihre Werte, Ziele und Erwartungen sprechen und klären, was für sie wirklich wichtig ist.

Wenn Veränderungen nicht möglich sind, muss die natürliche Konsequenz ausgesprochen werden – das Leben kann sich trennen, wenn es keine zufriedenstellende Zukunft mehr gibt. Coaching ist ein wertvoller Ansatz, um verdrängte Ursachen zu erkennen und die Beziehung langfristig zu sanieren, bevor die Trennung notwendig wird. Die Botschaft ist klar: Eine glückliche Beziehung erfordert nicht nur Stabilität, sondern auch Raum für Abenteuer, Neugier und persönliches Wachstum.

FAQs

Weil Routinen und Sicherheit im Leben das Abenteuer- und Freiheitsgefühl verlieren, was zu einem Gefühl der Langeweile und des Verpassten führt.

Ungebearbeitete Verletzungen oder Wünsche aus früheren Beziehungen können sich auf die aktuelle Beziehung auswirken, zum Beispiel durch eine fehlende Kompromissbereitschaft.

Man kann es durch Körpergefühl beschreiben, wie zum Beispiel Bauchschmerzen oder Druck in der Brust – so wird das Gefühl für den Partner nachvollziehbar.

Ein Mikro-Abenteuer ist ein kleines, kostengünstiges Abenteuer im Alltag, wie ein Restauranttest oder eine Wohnmobiltour, das hilft, aus der Komfortzone herauszukommen.

Nach der Sicherheit der Familie (Hochzeit, Kinder, Haus) beginnt ein neuer Lebensabschnitt, in dem das Gefühl nach Abenteuern und neuen Erfahrungen zurückkehrt.

Durch gemeinsame Aktivitäten wie Restauranttests, Wohnmobiltouren oder andere kleine Abenteuer, die Werte und Freiheit für beide fördern.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.