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609: Das crazy!

30m 19s

609: Das crazy!

In dieser Podcast-Episode berichtet Manuel zunächst von seinem aktuellen Aufenthalt in Bergen, Norwegen, wo er eine private Reise mit etwas Arbeit verbindet – ein sogenanntes „Workation“. Danach widmen sich Manuel und Karri dem Jugendwort des Jahres 2025, das vom Langenscheidt-Verlag gewählt wurde. Auf Platz 3 landete „Gune“, ein Verb für exzessive Selbstbefriedigung oder Pornokonsum, was die beiden als leicht deprimierend empfinden. Platz 2 ist „Checkst du“, eine verkürzte Form von „Checkst du das?“. Der Sieger ist „Das Crazy“, ein Ausdruck, der „Das ist krass“ bedeutet und als Allzweckwaffe dient, wenn man keine passende Antwort hat. Die Tagesschau-Sprecherin Susanne Daupner präsentiert die Wörter jedes Jahr auf humorvolle Weise, was viral geht. Die Podcaster diskutieren, wie sich Sprache ständig verändert, und finden diese Entwicklung trotz anfänglicher Skepsis spannend. Anschließend führen sie eine neue Sektion ein: „Was ist ein Geschenk?“ Sie hinterfragen, ob es angemessen ist, Tickets oder Gutscheine zu verschenken und dabei zu erwarten, dass der Beschenkte mit einem selbst hingeht. Karri und Manuel erkennen kulturelle Unterschiede: In Deutschland ist das oft implizit der Fall, in den USA eher nicht. Sie betonen, dass ein Geschenk eigentlich ohne Zwang sein sollte. Zum Schluss beantworten sie eine Hörerfrage von Andrea aus Italien, die überlegt, ins Ausland zu gehen. Beide raten ihr, die Komfortzone zu verlassen und die Erfahrung als Experiment zu sehen, da sie persönliches Wachstum fördert.

Transcription

4433 Words, 26412 Characters

German
* Musik * * Musik * Manuel, Pupanul. - Karisa Fari. Zum ersten Mal, seit sehr langer Zeit, sehen wir uns heute nicht. Wo bist du? Ich bin in Noregen in der Stadt Bergen. Und ich verstehe auch, warum sie Bergen heißt. Denn es gibt viele Berge, um sie herum. Ich gehe jetzt mal auf maps.google.com. Das klingt wie ein Product-P placement. Erschuldigung. Das wollte ich nicht. Und gucken mal, ob ich da schon war. Weil irgendwo in der Nähe war ich schon mal. Aber es war nicht Bergen. Es war Starwanger. Ja, es ist sehr schön hier. Ich kann dir leider noch nicht viel berichten, da ich gestern erst angekommen bin. Und heute den ganzen Tag erarbeitet habe. Aber in der Zukunft werde ich dir wie gewohnt einen Reisebericht geben. Bist du denn da zum Arbeiten oder was genau machst du da? Nö, ich bin hier privat auf einer kleinen Noregen-Tour. Aber ich arbeite trotzdem ein bisschen zwischendurch. Das nennt man ja, wie nennt man das "Workation"? "Workation". "Tema der Woche". Kommen wir zu spannenderen Themen, Karri. Es hat schon Tradition bei uns hier im Easy German Podcast, dass wir jedes Jahr über das Jugendwort des Jahres berichten. Kannst du uns erklären, was ist das? Das Jugendwort des Jahres. junge Menschen sprechen oft anders Deutsch als ältere Menschen. Oder grundsätzlich gibt es in jeder Gruppe auch eigene sprachliche Spezialitäten. Das kann es ja auch geben zwischen verschiedenen sozialen Gruppen. Und zwischen Altersgruppen eben auch. Und um zu sehen, was gerade im Trend ist, weltsch irgendwie, ich weiß gar nicht, wer die Institution ist. Der langen Scheitverlag. Der langen Scheitverlag, welts einmal im Jahr oder lässt das Jugendwort des Jahres wählen. Und das ist immer ein bisschen peinlich für uns Manuel. Denn wir sind schon lange nicht mehr Jugendlich. Und wir kennen diese Wörter meistens nicht. Genau. Also der langen Scheitverlag, bittet einmal im Jahr Menschen zwischen 11 und 20 Jahren, abzustimmen, welches Wort, welches Jugendwort, welcher slangbegriff der Jugend, in dem ja besonders herausstach, besonders wichtig war, besonders häufig benutzt wurde. Danke an unseren Hörer Sebastian, aus Wirtnam, der jetzt aber in Deutschland lebt, der uns daran erinnert hat, dass diese Abstimmung für das Jahr 2025 nun stattgefunden hat. Ja, das hab ich auch in den Nachrichten gesehen. Das hast du sogar in den Nachrichten gesehen. Da bin ich mal gespannt, ob du die Wörter, die gewonnen haben. Also gewonnen hat natürlich nur ein Begriff, aber wir starten mal mit Platz drei. Ich hatte dieses Wort noch nie gehört. Gune ist auf Platz drei des Jugendwort des Jahres. Weißt du, was dieses Verb bedeutet? Gune. Gune. Gune. Gune. Gune. Gune. Also es ist auf jeden Fall schon mal kein Ursprünglich-Deutscher-Begrift. Denn auf Deutsch gibt es diese Abfolge nicht. Man sagt nicht Gune, wäre auf Deutsch Gune. Aber es gibt auch keinen Doppel-O im Deutschen. Richtig. Eigentlich. Ja, doch. Also Doppel-O gibt es schon. Ja, okay, stimmt. Aber man würde dann nicht, also wenn es Gune ausgesprochen wird, muss es ja eigentlich aus dem Englischen kommen. Richtig. Da, so weit komme ich, Warnel und jetzt hört es bei mir auf. Ja. Also dieses Wort bedeutet tatsächlich, so wie ich das gelesen habe, exzessive lange Selbstbefriedigung. Oh! Und oder das obsessive Anschauen von Pornos. Echt? Ja. Krass. Und das finde ich leicht deprimierend, dass das ein Jugendwort, also fast das Jugendwort des Jahres geworden wurde. Das ist ja interessant. Ja, gut. Platz zwei machen wir schnell weiter, ist "Checks du". "Checks du". "Checks du". "Checks du". "Checks du". Das kann man verstehen. "Checks" ist ja auf Deutsch und auf Englisch, eigentlich die gleiche Bedeutung. Wir sagen auf Deutsch auch "Checks du das". "Checks du das". Aber die Kurzfassung ist dann "Checks du". Aber "Checks du" kannst du eigentlich immer am Ende des Satzes sagen, wenn du irgendwen was erklärt hast. Und das jetzt selbst hier zu präsentieren. Denn das ist die Aufgabe von Susanne Daupner. Da habe ich gleich einen Einspieler für dich. Vielleicht kannst du vorher noch mal kurz erklären, wer diese Frau Daupner ist. Und warum das Tradition hat, dass sie das Jugendwort des Jahres präsentiert. Ja, also Susanne Daupner ist Sprecherin der Tagesschau. Eine der Sprecherinnen der Tagesschau. Und die Tagesschau ist vielleicht die bekanntesten Nachrichtensendung in der IOD, in deutschen Fernsehen. Und die Tagesschau ist ja eher, sage ich mal, nicht für Jugendliche gemacht, sondern schon eher so ein traditionelles Medium. Und ich glaube, dass der Witz darin besteht, dass sie als, sage ich mal, alt eingesessene Nachrichtensprecherin die Jugendwörter spricht. Ich glaube, sie hat das irgendwann mal in der Tagesschau vorgestellt. Die Jugendwörter und das ist dann viral gegangen, weil das so witzig klang, diese Jugendwörter aus ihrem Mund zu hören, während sie ganz förmlich mit Kostüm in der Tagesschau steht. Und jetzt macht sie das jedes Jahr und das ist schon ein Witz geworden. Genau. Dass sie, die Frau ist im deutschen Kulturlandschaft, sage ich mal, die dieses Wort dann auch offiziell präsentiert. Genau. Und hier präsentiert sie also das Jugendwort 20/25. Die Entscheidung für das Jugendwort 2025 steht fest. Gewonnen hat, das Crazy. Dieser Ausdruck wird verwendet, um zu verdeutlichen, das etwas krass ist. Zum Beispiel, wenn ich jetzt noch eine Rap-Karriere starten würde. Also was man jetzt nicht gesehen hat hier im Podcast ist, ist sie setzt sich dann eine Sonnenbrille auf und macht so ein bisschen hippe, coole Handbewegungen. Ja, weil wenn man rappt, muss man auch eine Sonnenbrille tragen. Genau. Also das Crazy. Karri, das Crazy, oder? Ja, das Crazy. Und das ist tatsächlich ein Trend, der bei mir auch schon angekommen ist, dass man in der Jugendsprache einfach grammatische Ändungen weglässt oder auch ein ganzes W App. Hier zum Beispiel, man sagt nicht, das ist Crazy oder "checkst du das", sondern das Crazy. "Checkst du". Das Crazy, "checkst du". Genau, man verkürzt die Sprache. Zum Beispiel manchmal benutze ich das auch. Hast du schon mal so was geschrieben, wie. Okay, wo könntest du dich vielleicht mit Freunden treffen? Und würde es jemand anderen bitten, da auch hinzukommen? In der Pizzeria und dann würde ich sagen, kommst du auch. Kommst du Pizzeria? Ah, kommst du Pizzeria. Ja. Genau. Das kann man mittlerweile sagen, das ist natürlich grammatisch nicht korrekt. Das tut mir immer noch ein bisschen weh, wenn ich sowas höre. Aber man hört es tatsächlich. Ja, genau. Also ich benutze sowas privat auch, aber ich benutze das dann als Witz, weil ich spreche natürlich nicht echt so, aber ich weiß, dass Jugendliche so sprechen. Und ich finde es eigentlich witzig und cool. Wir beide gehören ja nicht zu den Menschen, die so sehr. Die Sprache so beschützen wollen, dass wir sagen, sie darf sich nicht verändern. Im Gegenteil, wir haben schon immer hier gesagt, Sprache verändert sich. Jeden Tag. Und ich finde das faszinierend und spannend. Und auch wenn wir selber nicht Jugendsprache sprechen, ich finde manche von diesen Entwicklungen amüsant bis cool. Ja, also zu "Das Crazy" schreibt die Tage schau noch. Also klar, es bedeutet so viel wie "Das ist krass", aber es ist auch so eine Art Allzwäckwaffe. Man kann es nämlich immer dann sagen, wenn man keine so wirklich passende Antwort hat, oder keine wirklich höfliche oder eine zu ausführliche, auf die der Antwortende aber gerade keine Lust hat, oder einfach nur okay. Also man kann das quasi so sagen, wenn man jetzt nicht so richtig weiß, was man jetzt antworten soll, dann kann man einfach sagen, das Crazy. Was ist. Jakari, wir haben vor einiger Zeit eine neue Sektion eingeführt, hier im Podcast, in der wir Dinge definieren möchten. Wir hatten, glaube ich, als erstes Sigmund, was ist ein Geschenk? Und dann hatten wir später noch was ist. Gott hatten wir das, irgendwas mit Januschen. Ja, mit Januschen. Genau, und ich habe heute ein Thema mitgebracht. Das passt nicht so ganz da rein, also es geht wieder um das Thema Geschenke. Ja. Das kann das nicht so ganz zusammenfassen in einem Titel. Was ist? Ich muss es dir erklären. Ich muss ein bisschen ausführen. Und dann kannst du mir aber sagen, was hier das richtige und das falsche ist, eventuell. Also, wir definieren nicht ein Wort, sondern ein Phänomen. Ja, genau. Und das spannender daran ist, dass ich vermute, das ist kulturell bedingt sein könnte. Da freue ich mich dann auch auf Zuschriften unserer Hörer*innen, die das eventuell dann bestätigen können. Okay. Ich muss dich erstmal fragen. Hast du schon mal jemandem ein Ticket geschenkt, zum Geburtstag oder zu Weihnachten, zum Beispiel für ein Konzert oder. Ja, klar. in ein Erlebnis. Okay. Und hast auch wahrscheinlich schon mal so was geschenkt bekommen, ein Konzerticket. *Ticket* Oder ein Gutschein für ein Restaurant. Oder so. Ja. Okay, und jetzt ist meine Frage angenommen. Wir machen es mal ganz konkret. Du schenkst Deiner Schwester Easy. Ja. Tickets für. Zum Beispiel Fold hört ihr gerne, ne? Boah, du weißt voll Bescheid in unserem Leben. Ich weiss Bescheid. Okay, so. Also, du schenkst ihr zu Weihnachten zwei Tickets für einen Foldskonzert? Ein sehr realistisches Scenario-Mano. Und danke für die Idee. Okay. Und dann sagt Easy auf vielen Dank, Karri. Da gehe ich mit meiner Freundin. pau-ler hin. - Ja. Ist das okay? Oder ist das nicht okay? Also. Also, was ist das auch noch ein realistisches Scenario? Oder würde Easy dann zwangsläufig auf jeden Fall mit dir zu diesem Konzert gehen? Weil du ihr ja die Tickets geschickt hast. Ich glaube, das muss ja ich klar machen in. in dem Geschenk. Also entweder kauf ich zwei Tickets für uns und ich schenk ihr Einticket. Mhm. Und dann sage ich, ihr "Hey, hier ist Einticket für das Konzert und ich komme übrigens mit." Oder ich schenke ihr zwei Tickets und sage, du kannst selbst aussuchen, wen du mitnimmst. Aber wenn ich mitkommen wollen würde, dann müsste ich mir selber das Ticket kaufen und nicht das ihr schenken, damit sie mir das zurückschenkt. Das macht ja keinen Sinn. Okay. Und du würdest dann auch sozusagen nur Einticket überreichen und dann sagen, hier ist Einticket. Und übrigens, ich gehe da auch hin. Also, wir werden uns da wahrscheinlich sehen, wenn du Lust hast. Ich auch, wenn dann würde ich mit ihr natürlich gehen. Und wahrscheinlich würde ich in diesem Szenario vorher mitsch fragen, ihren Mann, ob er auch mitkommen will, damit wir gar nicht erst den Konflikt haben, wen sie jetzt mitnimmt. Sondern ich kauf dann mir Einticket und ich sage, "Hey, ich schenke das Easy, willst du auch mitkommen?" Dann kauf ich direkt drei und du wirst mir das Geld. Für dein Ticket. Ein anderes Szenario. Ja, Nusch schenkt dir zum Geburtstag einen Gutschein für ein Nobelrestaurant. Oh ja. Und dann, das weiß ich, was kostet ein Nobelrestaurant 200 Euro? Und er schenkt dir diesen Gutschein. Und dann sagst du vielen Dank. Ich gehe da jetzt mit jemand anderem hin. Mit Marne. Ja, oder mit mir. Ja. Ist das realist? Ist das okay oder ist das nicht okay? Nein, ich würde natürlich Ihnen als erstes fragen. Es kommt ja auch darauf an, was es für eine Aktivität ist. Wenn ich weiß, dass er gerne mit mir essen geht, lade ich ihn natürlich ein und wir sind ja auch verheiratet. Also, wenn mein Mann. Aber ist das ein Zwang? Also in dieser Frage in diesem Sigmund geht es mir heute darum, wenn man jemandem sozusagen ein Ticket oder ein Gutschein schenkt, kann man das quasi zur Bedingung machen, dass man selbst mitkommt. Oder nicht. Ist das dann kein Geschenk mehr? Hoh, also das ist eigentlich, was ist ein Gutschein Geschenk? Ja, genau. Was ist ein Gutschein Geschenk? Ja, weiß nicht, ob man das so allgemein beantworten kann. Wahrneuer, ich würde sagen, das hängt wirklich von der Situation ab. Und bei manchen Sachen, also wenn es sich jetzt kompliziert gestaltet, ich würde sagen, bei Ehe Mann und Ehe Frau ist es relativ einfach. Aber du meinst vielleicht eher so was wie, ich schenke dir zwei Kino-Gutscheine, damit du mit irgendwem gehen kannst. Aber ich sage schon mal, ich kann ja mitkommen, wenn ich Zeit habe. Und dann ist aber irgendwie. Es ist schwierig, für uns einen Termin zu finden. Und ich trau mich nicht, den Gutschein jetzt an jemand anders zu geben, weil irgendwie haben wir da so halb drüber gesprochen, dass wir zusammengehen können, das fände ich, glaube ich, anstrengend. Bist du in so einer. in so einem Gutschein zwang, Manuel? Nee, jetzt nicht ganz konkret aktuell, aber ich habe tatsächlich in meinem persönlichen Umfeld festgestellt, dass es mehrere Situationen gab, wo Menschen, die in Deutschland groß geworden sind, das ganz normal fanden, dass sie sozusagen Tickets verschenken, übrigens inklusive mir, dass sie das normal fanden Tickets zu verschenken. Und das quasi aber zwangsläufig oder gedacht ist als eine gemeinsame Aktivität, während in zumindest den USA das scheinbar nicht üblich ist, sondern wenn überhaupt das, was du gesagt hast, dass man nämlich ein Ticket verschenkt, aber dann sagt, "Hey, übrigens, ich gehe da auch hin." Und wenn du Lust hast, können wir auch zusammengehen. Aber dass das so gar keinen zwang ist und dass es auch total okay ist, zum Beispiel seinen Partner oder seiner Partnerin, Konzertickets zu schenken, auch zwei. Und die Person dann aber sich jemand anderen aussucht, mit dem sie dahin geht. Und das find ich ja interessant. Und dann war ich aber erst, glaub ich, weil ich eben in Deutschland groß geworden bin, fand ich das ganz komisch, aber dann hab ich zurückgedacht an unser, was es ein Geschenk, als wir das diskutiert haben. Und da war, glaub ich, Teil meiner Definition, dass ein Geschenk, nur dann ein Geschenk ist, wenn es eben kein zwang ist. Also wir hatten damals das Beispiel, dass du, wenn du jemandem ein Bild malst und schenkt, und dann aber erwartest, dass die Person sich das aufhängt, dass das dann eigentlich kein Geschenk mehr ist, sondern ein Arbeitsauftrag eher. Und in gewisser Weise ist das mit den Tickets ja auch so. Also wenn man damit nicht machen darf, was man will, dann ist es irgendwie auch kein Geschenk mehr. Das stimmt. Gut, sehr interessant. Ich würde wirklich mal eure Perspektiven aus den verschiedenen Ländern und Kulturen interessieren, schreibt uns mal einen Kommentar, wie verschenkt ihr oder bekommt ihr Tickets bei euch zu Hause. Eure Fragen. Karri, wir haben eine Frage von Andrea aus Italien bekommen. Hallo, Karri. Und dann nur Manuel. Ich bin Andrea. Ich komme aus Italien und ich bin ja, wer uns 20 Jahre alt. Und ich finde mich vor einer zerstörffähigen Scheidung. Uns war, was soll ich mit meinen Leben machen? In Zimmer von meiner Werte Gang. Weil die vielleicht schon weißt, in Italien ist die Lage nicht super gut. Viele Leute, viele junge Menschen wie ich, entscheiden sie sich, dass Lensu verlassen, in der Auffnung eine bessere Leben in Maßnahmen fühlen zu dürfen. Aber das ist natürlich schwierig, weil man dann muss alle hinter sich lassen, dass alle die Freundinnen, die Leute, die man hier hatte, auf die man sich verlassen kann. Ich würde gerne eine Erschlag und Tipp für heute bekommen, was soll ich mit meinen Leben machen? Soll ich für eine Zeit lange im Auslangehen und dann so durch zu meiner Familie kommen und soll ich einfach meinen Herzen zu zurehen. Weil ich denke, manchmal kann ich aufzeihen, weil das wir uns nicht zu trauen, die Empfangungen so machen, die Konforsorin nicht lasst denn möchte. Ich würde mich freuen, auch für eure Antwort. Tschüss. - Wow. Karri, du kannst das Leben von Andrea jetzt hier heute in dieser Episode eventuell maßgeblich beeinflusst. Ich sag das nur so, halb im Scherz. Also ich war ja auch ein Austauschschüler, z.B. in den USA, als ich 17 war, war ich zum ersten Mal lange weg von zu Hause und im Ausland. Und das hat mein Leben doch gepriegt in vieler Hinsicht. Ja. Und ich war nie richtig lange Zeit im Ausland, wahrscheinlich aus dem anderen Grund, weil ich immer dachte, ich hab eigentlich alles, ich bin glücklich und hab mich auch nicht immer ganz getraut. Ich hatte aber immer ein großes Interesse an anderen Ländern. Und ich würde aber sagen, keines ist richtig falsch. Also, ich finde, also, man, ich bereue das jetzt auch nicht, dass ich erst mit 30 Jahren aus Münster weggezogen bin, z.B. weil ich bin in der Zwischenzeit viel gereist und ich bin genau dann umgezogen, als ich das Gefühl hatte, okay, jetzt brauche ich eine Veränderung. Und das ist auch okay. Aber tatsächlich, ich hab, ich bin damals nicht längere Zeit ins Ausland gegangen, wie viele meiner Freunde auch, weil es mir gut ging in meiner Komfortzone. In Münster hatte ich alles, meine Familie mit Janos Schwacher schon zusammen, als ich im Studium war. Und ich hab dann tatsächlich nicht so ein Auslandsemester oder so gemacht und hab's so ganz bisschen das immer bereut, hab's aber immer mit anderen Reisen kompensiert. Also, wir sind ja auch ständig irgendwo hingefahren. Mal bin ich alleine gefahren, mal mit Janosch. Und ich hab schon das Gefühl, dass ich sehe. viel Erfahrung in anderen Ländern gemacht habe. Und du hast das Gegenteil gemacht, Manuel. Du hast jede Chance genommen, abzuhauen. Du warst ein Jahr in Polen, ein Jahr in Mexiko, ein Jahr USA. Und dann noch eine Weltreise für zwei Jahre. Ja, und in der Schweiz hab ich auch noch länger gelähnt. Stimmt. Und ich glaube, du hast recht, man sollte auf keinen Fall sich gezwungen fühlen, oder Leute dazu zwingen, irgendwie im Ausland zu leben oder ins Ausland zu gehen. Aber ich glaube schon fest daran, dass das für die meisten jungen Menschen eine sehr große Bereicherung ist, so eine Erfahrung mal zu machen. Selbst wenn vielleicht auch nicht alles gut läuft. Also ich kenne auch viele Leute, die hatten einen Austausch, ja. Das erst mal so aus der Nähe betreffigt betrachtet, nicht gut war, wo Dinge schiefgelaufen sind, wo sie ganz krasses Heimweh hatten, wo sie keine Freunde gefunden haben. Also, wo es erst mal keine gute Erfahrung war, und die dann aber trotzdem meistens in der Distanz gesagt haben, ich hab so viel gelernt in dieser Zeit, ich bin so viel erwachsener geworden, so viel Selbstständiger geworden. Ich hab mein eigenes Land besser verstanden dadurch. Also meistens ist es am Ende dann trotzdem eine positive Erfahrung. Und deswegen würde ich allen empfehlen, die so auf der Kippe sind. So klingt das für mich bei Anderea. Irgendwie reizt es mich, mal ins Ausland zu gehen, aber ich trau mich nicht so richtig. Oder es ist halt einfach außerhalb meiner Komfortzone. Da würde ich immer empfehlen, das mal zu versuchen. Wenn man jetzt von Italien nach Deutschland zieht, ist das ja auch nicht zwangsläufig eine lebenslange Entscheidung. Man kann ja auch nach sechs Monaten oder einem Jahr wieder zurückziehen, in der Regel. Klar, mit Job und so weiter ist das auch ein großes Projekt. Aber man kann das, wenn man das riskieren kann, wenn man in der Lage ist, das zu riskieren, dann würde ich es auch riskieren. Absolut, da würde ich dir vollzustimmen, Manuel. Und ich würde es vielleicht in so einer Situation als Experiment betrachten. Ich würde sagen, vielleicht kann Anderea sich eine Zeitraum aussuchen, die der realistisch ist, dass man zum Beispiel sagt, okay, ich gehe für sechs Monate, ich gehe für ein Jahr und ich verspreche mir, dass ich so lange durchhalte, auch wenn es vielleicht schlecht ist, oder auch wenn es vielleicht, wenn ich heimweh habe, und dann habe ich dieses Jahr gemacht und dann kann ich zurückgehen, und dann zu entscheiden, weil vielleicht ist alles super und du freust dich total und du merkst, das tut dir gut. Und dann gehst du halt, du bleibst du vielleicht noch länger, oder du gehst nach einem Jahr zurück und sagst, okay, das war aber auch eine Erfahrung wert. Und so mache ich immer, wenn ich eine schwere Entscheidung hab, versuche ich einfach Sachen als Experiment zu sehen und daraus zu lernen. Und ich musste auch zustimmen, Manuel. Dieses Thema, die Komfortzone verlassen, das ist etwas, was mich auch schon lange beschäftigt. Und ich hatte viel zu lange, auch viel zu viel Angst vor Sachen. Also ich hab zum Beispiel immer noch auf langen Reisen Angst. Und wenn ich lange nicht reise, dann wird das schlimmer. Also als wir nach Covid, nach der Covid-Zeit zum ersten Mal wieder gereist sind, nach du innerstig, wir sind zusammen gereist, nach Ägypten, dann in die USA, nach Mexiko, da hatte ich auf den ersten Reisen richtig Flugangst. Und so allgemeine Reiseängste und dachte, was ist, wenn jetzt jemand krank wird, wenn dann sind wir in Mexiko und das hab ich aber überwunden, dadurch, dass wir einfach gefahren sind. Und wir waren dann ja tatsächlich krank. Wir hatten zum ersten Mal Covid in Ägypten und dachte, das ist alles doof, aber es war am Ende gar nicht so schlimm. Und meine Ängste sind dann auch deutlich weniger geworden, dadurch, dass ich es einfach gemacht habe. Ausdruck der Woche. Karri, mein Vater, Januscha Merski, hat mich besucht. Letztes Wochenende. Manuel, immer, wenn du sagst, mein Vater, da hab ich kurz einen Überlegung, wer ist nochmal dein Vater. Das ist lustig. Das sagt mir, es, die auch ganz oft, wenn ich sage, mein Papa hat das und das gesagt, dann muss ich immer überlegen, warte mal, hab ich den Vater von Manuel schon mal kennengelernt. Und dann fällt dir ein achtes, das ist ja Januscha. Und dann sagt sie, dass wir beide in ihrem Kopf, also Januscha und ich, in ihrem Kopf so mental, so weit voneinander entfernt abgespeichert sind, weil wir so unterschiedlich sind, dass immer eine Sekunde dauert. Das ist auch so. Das ist schon ihr seid schon ein lustiges Vatersohn, Perchen, muss man schon sagen. Ja, jedenfalls hat mich Januscha Merski besucht. Und wir haben über alles Mögliche gequatscht. Und da ist mir aufgefallen, dass Janusch wirklich sehr, sehr, sehr gutes Deutsch spricht mittlerweile. Und ein Ausdruck benutzt hat aktiv, den ich jetzt, glaube ich, noch nie so aktiv benutzt habe. Es ist aber ein super Ausdruck, den sollte man können und benutzen. Und ich weiß gar nicht mehr genau, wo wir darüber gesprochen haben, aber jedenfalls erzählte er irgendeine Geschichte. Und dann kam er zum Kern der Geschichte, hat gesagt, das ist das, worum es eigentlich geht. Und da hat er gesagt, aber wo der Hund begraben liegt, ist da. Und damit habe ich diesen Ausdruck im Grunde schon erklärt, also wo der Hund begraben liegt oder man sagt auch manchmal, da liegt der Hund begraben, bedeutet so viel wie, das ist der Kern des Ganzen, das ist die Essenz, das ist das Wichtige. Oder das eigentliche Problem. - Ja, das eigentliche Problem. Man sagt, glaube ich, nicht so oft, wo der Hund begraben liegt, sondern man sagt, da liegt der Hund begraben. Genau. - Ich glaube, wenn man jetzt zum Beispiel über ein Thema spricht und es ist ein bisschen die Fuß, man versteht nicht so ganz den Grund oder die Ursache. Und dann diskutiert man das aus und dann kommt man auf den echten Grund. Und dann würde man sagen, da liegt der Hund begraben. Und woher kommt dieser Ausdruck, Manuel? Ich habe ein bisschen recherchiert. Es ist nicht ganz 100%ig geklärt, aber eine Theorie kommt mal wieder aus dem Mittelalter. Und zwar hat man damals tatsächlich noch manchmal Schätze begraben, also verbuddelt unter der Erde. Wenn man einen wertvollen Schatz hatte, goldt, diamanten, was auch immer, hat man die irgendwo verbuddelt, damit die hoffentlich keiner findet. Hund, hat man vergraben. Und dann hat man zusätzlich angeblich manchmal einen schwarzen Hund dort vergraben, weil der Aberglaube so war, dass das den Schatz sozusagen geistig schützt. Also, dass das eine abschreckende Wirkung hat. Und ja, dass das sozusagen diesen Schatz noch mal zusätzlich beschützt. Wirklich. Und das würde dann also bedeuten, da wo der Hund begraben liegt. Wenn man das weiß, dann weiß man auch, wo der Schatz begraben liegt. Und das macht dann ja so ein bisschen Sinn, dass man dann heute sagt, das ist hier das wichtige oder die Lösung. Aber wie gesagt, das ist eine Theorie. Es ist nicht 100%ig geklärt. Ihr könnt euch einfach merken, wenn ihr sagen wollt, hier, das ist das eigentliche Problem der Sache. Dann sagt ihr, da liegt der Hund begraben. Manuel, mittlerweile ist Janisch reingekommen. Und ich wollte das noch mal aus seinem Mund hören. Janisch kannst du mal für unsere Zuhörer*innen das Sprichwort noch mal sagen, dass du Manuel gesagt hast und zwar da liegt der Hund begraben. Ja, da liegt der Hund begraben. (lacht) Und wo hast du dieses Sprichwort gelernt? Wie so kennst du dieses Sprichwort überhaupt? Weil ich vielleicht 40 Jahre in Deutschland lebe. Und mittlerweile mir Edit-Jud auch habe. (lacht) Genau. Und Manuel sagt, er hat dieses Sprichwort noch nie benutzt. Du aber schon. Liegt das daran, dass du so viel gelesen hast, Marianoch? Na, ich weiß es nicht. Wenn du 40 Jahre in einem Land lebst, dann kannst du allen Scheiß im Dunnel. Super. Guckt, das lohnt es sich, doch weiter Deutsch zu lernen. Irgendwann könnt ihr dann Ausdrücke benutzen, die nicht mal Muttersprachler benutzen. Und was ich aber zum Beispiel nicht kenne, aber eine kleise Anung habe ich. Ja, du musst eine Erzuldigung tun. Da läuft der Hund im Pfeffer? Da liegt der Hase im Pfeffer. Da liegt der Hase im Pfeffer, genau. Das bedeutet das Gleiche, eigentlich. Bedeutet das gar nicht. Es ist unfassbar, wie viele Sprichwörter wir haben, die wir selber, wo wir selber keine Ahnung haben, wo das herkommt. Wir sagen das einfach nur. Und es ist auffallend, wie oft die Leute beim ganz alltäglichen Sprechen, wie oft sie Sprichwörter benutzen. Ständig als Redewendungen. Deswegen erklären wir die hier "pö-up-pö" nach und nach immer als Ausdruck der Woche. Da ist schon wieder ein "pö-up-pö" Manuel. Jetzt wird's ja französisch. Brosse sie sich genau. Little by little "pö-up-pö" Stück für Stück. Erklären wir euch hier die Deutschen. Sprichwörter. Karin, nächste Episode. Mhm. Haben wir ein Video für euch, eine Video-Episode mit Gast. Das heißt, da könnt ihr euch schon drauf freuen. Und die gibt's am Dienstag. Und ihr auf YouTube, schauen oder natürlich hören. Wollen wir nicht sagen, was das ist? Kannst du machen, klar. Wir haben nämlich Rieke zu Gast. Sie ist Psychiaterin in Deutschland. Und wir werden über das Thema mentale Gesundheit sprechen. Die Mitglieder von uns wissen das schon, denn wir haben euch um Fragen gebeten. Und wir werden dann also eure Fragen beantworten, eine ganze Zeit. Sendung lang. - Fantastisch. Bis dann. Bis dann, Manuel. Tschüss. Ciao, Karri.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Manuel ist in Bergen, Norwegen, und berichtet von seiner privaten „Workation“-Reise.
  2. Das Jugendwort des Jahres 2025 wurde vom Langenscheidt-Verlag gewählt
  3. Susanne Daupner, Tagesschau-Sprecherin, präsentiert die Jugendwörter traditionell und sorgt für humorvolle Viral-Momente.
  4. Diskussion über Sprachwandel
  5. Neue Sektion „Was ist ein Geschenk?“
  6. Kulturelle Unterschiede
  7. Hörerfrage von Andrea aus Italien

Summary:

In dieser Podcast-Episode berichtet Manuel zunächst von seinem aktuellen Aufenthalt in Bergen, Norwegen, wo er eine private Reise mit etwas Arbeit verbindet – ein sogenanntes „Workation“. Danach widmen sich Manuel und Karri dem Jugendwort des Jahres 2025, das vom Langenscheidt-Verlag gewählt wurde. Auf Platz 3 landete „Gune“, ein Verb für exzessive Selbstbefriedigung oder Pornokonsum, was die beiden als leicht deprimierend empfinden.

“. Der Sieger ist „Das Crazy“, ein Ausdruck, der „Das ist krass“ bedeutet und als Allzweckwaffe dient, wenn man keine passende Antwort hat. Die Tagesschau-Sprecherin Susanne Daupner präsentiert die Wörter jedes Jahr auf humorvolle Weise, was viral geht.

Die Podcaster diskutieren, wie sich Sprache ständig verändert, und finden diese Entwicklung trotz anfänglicher Skepsis spannend. “ Sie hinterfragen, ob es angemessen ist, Tickets oder Gutscheine zu verschenken und dabei zu erwarten, dass der Beschenkte mit einem selbst hingeht. Karri und Manuel erkennen kulturelle Unterschiede: In Deutschland ist das oft implizit der Fall, in den USA eher nicht.

Sie betonen, dass ein Geschenk eigentlich ohne Zwang sein sollte. Zum Schluss beantworten sie eine Hörerfrage von Andrea aus Italien, die überlegt, ins Ausland zu gehen. Beide raten ihr, die Komfortzone zu verlassen und die Erfahrung als Experiment zu sehen, da sie persönliches Wachstum fördert.

FAQs

Das Jugendwort des Jahres 2025 ist "Das Crazy". Es wird verwendet, um zu verdeutlichen, dass etwas krass ist, und kann als Allzweckwaffe dienen, wenn man keine passende Antwort hat.

"Gune" bedeutet exzessive lange Selbstbefriedigung oder das obsessive Anschauen von Pornos. Es belegte Platz drei beim Jugendwort des Jahres.

"Checkst du" ist eine verkürzte Form von "Checkst du das" und wird am Ende eines Satzes verwendet, um zu fragen, ob jemand etwas versteht. Es belegte Platz zwei beim Jugendwort des Jahres.

Susanne Daupner ist eine Sprecherin der Tagesschau, einer bekannten deutschen Nachrichtensendung. Sie präsentiert das Jugendwort jährlich, weil ihre förmliche Art im Kontrast zu den Jugendwörtern humorvoll wirkt und viral ging.

Es wird diskutiert, ob es als Geschenk gilt, wenn man jemandem Tickets oder Gutscheine schenkt, aber erwartet, dass man selbst mitkommt. In Deutschland ist es oft üblich, dass solche Geschenke als gemeinsame Aktivität gedacht sind, während dies in den USA weniger verbreitet ist.

Eine "Workation" ist eine Kombination aus Arbeit und Urlaub, bei der man während einer Reise arbeitet. Im Podcast wird sie als privater Aufenthalt beschrieben, bei dem man zwischendurch arbeitet.

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