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Das Boeing-Desaster

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Das Boeing-Desaster

In der ersten Folge der achten Staffel des Podcasts "Macht und Millionen" von Business Insider wird die Problematik um Boeing und insbesondere die Boeing 737 Max diskutiert. Boeing kämpft mit Qualitätsproblemen, Produktionsmängeln und Führungschaos, während die Konkurrenz durch Airbus wächst. Die Übernahme von McDonnell Douglas hat die Unternehmenskultur von Boeing verändert, da vermehrt auf Profit und Aktienkurs geachtet wurde. Die Boeing 737 Max hatte Sicherheitsprobleme aufgrund des MCAS-Systems, das dazu diente, das Flugzeug automatisch zu stabilisieren. Die Software führte jedoch zu schwerwiegenden Problemen. Diese Entwicklungen haben dazu geführt, dass Boeing seinen Ruf als Luftfahrt-Riese teilweise eingebüßt hat und sich in einer Krise befindet.

Transcription

9386 Words, 58380 Characters

* Musik * Macht und Millionen. Der Podcast über echte Wirtschaftskrimis. Hallo und herzlich willkommen bei Macht und Millionen, dem "True Crime" und "Investigativ Podcasts von Business Insider". Ich bin euer Host. Keine Ostgins, Chefredakteur von Business Insider und es ist soweit. Die kurze Sommerpause, die ist schon wieder vorbei. Wir sind in der nunmehr achten Staffel. Wir haben natürlich schon einige tolle Folgen vorbereitet und in der ersten Folge. Das sitzt mir im Podcaststudio gegenüber Lars Petersen, der Investigativchef von Business Insider. Hallo, Lars. Hallo, Kayan. So, Lars, wie ist dein Sommer? Bisher grandiose. Ja, meiner auch. Und es geht heute vor allen Dingen um Sommer und es geht um Urlaub und es geht ums Fliegen. Weil du hast nämlich die Idee zu der ersten Folge der achten Staffel gehabt und da geht es ums Fliegen und es geht um ein Krimi rund ums Fliegen. Erzähl doch mal, warum es heute geht. Genau, also ich fand das ja total toll schon immer zu fliegen. Weil dieser Moment, wenn du über die Startbahn rollst, abhebst und dann durch die Wolkendecke fliegst und dann durch die Wolkendecke stichst mit dem Flugzeug und dann die Sonne siehst. Das ist immer etwas gewesen, was ich total toll fand. Und deswegen habe ich gesagt, Mensch, lass uns noch mal was zum Fliegen machen. Und was bietet sich da besonders an aus meiner Sicht das Thema Boeing? Ja, das ist super aktuell. Boeing, ihr habt es ja mitgekriegt in den letzten Wochen und Monaten. Da haben sie ja die Ereignisse teilweise überschlagen. Boeing ist ja quasi der Stolz der amerikanischen Ingenieurskunds. Ein riesiger Luftfahrt-Riese 100.000 Mitarbeiter. Ein riesen Tradition. Aber wirklich seit Wochen und Monaten. Wir haben eigentlich schon seit Jahren in Krisenturbulenzen. Es gab diese erschütternden Abstürze, dramatischen Abstürze mit über 300 Toten vor einigen Jahren. Dann anfangen das Jahres einen Beinarabsturz und vor allen Dingen immer wieder Qualitätsprobleme, Produktionsmengel, zwei tote Wisselblor, über die wir heute auch reden. Ein Chaos in der Führung. Und wir wollen heute mal einsteigen in diese Boeingwelt. Genau, das ist macht- und-Million-Pur aus meiner Sicht. So jetzt gehen wir gleich mit einer dramatischen Szene rein. Ihr kennt wahrscheinlich diese Bilder. Also es ist der fünfte Januar. Diesen Jahres. Flug Nummer 1, 2, 2, 2 der Alaska Airlines hebt. Vom Flughafen in Portland, in Amerika ab. Es soll in Richtung California gehen. Dann nach wenigen Minuten erreicht die Maschine knapp 5000 Meter Flughöhe und plötzlich. Plötzlich gibt es einen lauten Knall. Und eine Tür knallt plötzlich raus aus dem Rumpf. Es kommt eiskalte Luft in die Maschine rein. Panik unter den Leuten. Telefone, Kleidungsstücke, Teile von Sitzen. Fliegen durch die Luft die Sauerstoff-Masken gehen runter. Und dann können wirklich diese Menschen, die dort anbord sind. Ihr Glück kaum fassen, weil die Crew schafft es. Nach 22 Minuten wieder eine Notlandung hinzubekommen, wieder auf dem Flughafen in Portland. Und dieser Flug, da waren 177 Passagiere an Bord. Und da wo die Tür weggeflogen ist, ganz plötzlich. Ausgerechnet auf diesen beiden Sitzen hat keiner gesessen. Und dadurch ist diese Maschine und auch durch den Einsatz der Kapitänen natürlich einer Riesenkatastrophe entgangen. Und diese Bilder von dem Rumpf mit dem Loch. Und dieser dramatik vom Januar diesen Jahres ist natürlich um die Welt gegangen. Total. Ich finde, das sind ein wahnsinn Horror. Ich glaube, ich habe keine Fluggangs, weiß nicht, wie es bei dir ist. Ich habe auch keine Flugangst. Aber ich bring jetzt auch nicht derjenige, der sich auf jeden Flug freut. Ich muss wirklich sagen, das wäre das schlimmste. Das muss ich sagen, wenn man vor allem noch den Boden sieht, wenn man sich dann vorstellt, was wäre, wenn. Das ist furchtbar. Also, wir müssen ja einmal vorher sagen, bevor wir uns jetzt hier mit diesen ganzen Katastrophen und Fliegen und so weiter und Flugzeugen auseinandersetzen, die Wahrscheinlichkeit. Dass du ums Leben kommst aufgrund eines Flugzeugabstorts, ist dies natürlich deutlich kleiner als wenn du im Autoverkehr zum Beispiel ums Leben kommst. Genau. Deswegen keine Sorge vom Sommerurlaub. Nein, also, es gibt ja diese Zahlen, diese Wahrscheinlichkeitsrechnung. Trotzdem ist es halt so gewesen bei dieser Geschichte im Januar, dass es wieder eine Boeing 737 Max war, die betroffen ist. Und das war genau dieses Chaos-Flugzeug, was wenige Jahre vorher für zwei dramatische Absturze. Wo 346 Menschen bei zwei Abstürzen ums Leben gekommen sind. Und wenige Jahre später kommt es zu dieser Beinahe Katastrophe. Und diese Krise, die ist momentan sowas von aktuell, weil natürlich jetzt auch plötzlich ganz viele Wisselblower rauskommen. Also Mitarbeiter, die bei Boeing gearbeitet haben, die gesagt haben, das war abzusehen aufgrund bestimmter Tendenzen, dass man sich weniger um die Produktion und mehr um die Finanzen gekümmert hat. Da steigen wir natürlich gleich in diese Hintergründe. Groß eine, das ist eigentlich das spannende. Was steckt hinter diesem Absturz, welche System-Probleme gibt es da? Und da gehen wir jetzt mal rein. Erst mal in die, ja, ich finde schon sehr spannende Geschichte von Boeing. Wo kann Boeing her? Boeing ist ein bekanntermaßen US-Unternehmen. wurde 1916 von William E. Boeing in Seattle gegründet. Deutsch, der mich übrigens genau, ist der Sohn einer deutscher Einwanderer aus Hagen gewesen. Und Boeing war ein Unternehmen, was total geprägt war von, wollte ich das fast schon sagen, "Deutscher Antonias Kunz", aber sag mal, von Ingenios Kunz. Das war ein Unternehmen, wo die Flugzeugbauer wirklich das Sagen hatten und wahnsinnig spannende Entwicklungen eigentlich gemacht. Dann waren aber zu dem Zeitpunkt natürlich noch total klein, logisch. Und haben erst dann viel später eigentlich eine rasante Entwicklung genommen. Der William Boeing hat mit einem Wasserflugzeug angefangen. Dann hat Boeing, also die Firma, total vom ersten und vor allen Dingen vom zweiten Weltkrieg profitiert. Ja, Boeing hatte damals 1935 die B-17, die Flying Fortress entwickelt. Die nannte sich fliegende Festung auf Deutsch. War dann später das bekannteste Flugzeug. Der bekannteste Bomber, der Luftstreitkräfte, der US-Luftstreitkräfte im zweiten Weltkrieg. Und es war auch auf seiner Größe, seiner ganzen Stabilität bekannter für das, dass es eben auch trotz großer Schäden Flugfähig war. Die Besatzung bestand aus zehn Leuten. Also es war auch schon ziemlich großes Ding. Und Boeing hat, wie auch viele andere Unternehmen ja auch sehr stark, dann auch von den damaligen Entwicklungen im Rahmen des Wein-Weltkriegs auch profitiert. In dem dann eben technische Dinge auch auf die Zivil-Luftfahrt übertragen werden konnten, in die Sparte rein übertragen konnte. Und das konnte man sehen, denn die Flugzeuge wurden ja dann auch schließlich immer größer und immer größer. Auch bei Boeing. Nach dem zweiten Weltkrieg hat sich dann natürlich auch das Reiseverhalten ein Stück geändert. Und damals sind die Menschen von Europa nach USA mit dem Ozean-Dampfer gefahren. Und irgendwann kam natürlich die Passagierflugzeuge. Und das ganze Thema Fliegen hat natürlich dann in den 50er und 60er Jahren massiv an Fahrt gewonnen. Und Boeing war natürlich damals die große Nummer. Und dann gab es die ersten, ja, bis heute eigentlich die Klassiker. Insbesondere die sieben, drei, sieben und die sieben, vier, sieben. Das sind ja die in den 60er Jahren ihre ersten Flüge gemacht haben und die dann ja immer weiterentwickelt worden sind. Joe Satter war der große Ingenieur von Boeing, der Joe Satter. Joe Satter, ja. Ja, kennst du nicht, ne? Nee, kenn ich nicht. Und du wirst ja auch hier der Experte. Joe Satter war der Chef-Ingenieur der sieben, drei, sieben. Die ja übrigens dann später dann auch mal bei der Lufthansa auch dann zum Einsatz kam als Erstlieferant und so weiter. Und Boeing hat tatsächlich in diesen 60er, 70ern einfach einen Wahnsinnsaustieg gehabt. Wenn es nicht Boeing ist, dann fliege ich es gar nicht. Und deswegen waren Boeing wirklich eine Riesenhausnummer auch. Wieso im Prinzip dann eigentlich so mal so anfangen Mitte der 90er plötzlich eine ganz andere Entwicklung genommen haben? Ja, das ist ganz spannend. Also es kam dann ja irgendwann, das müssen wir sagen, so in den 80er vor allen Dingen und dann verstärkt in den 90er Jahren die Konkurrenz dar. Mit Airbus, weil die Europäer sich gedacht haben, okay, wir müssen jetzt mal was Gegenhalten gegen Boeing, weil Boeing war natürlich der absolute Weltmarktführer. Und dann hatten sie aber noch einen Konkurrenten innerhalb von Amerika. Das war McDonald Douglas. Und das ist jetzt eine ganz besondere Geschichte, weil 1997 hat Boeing eigentlich McDonald Douglas übernommen. Und das wirkt eigentlich bis heute nach und das finde ich total spannend, dass sich die Unternehmenskultur von Boeing geändert hat. Weil die McDonald Douglas Leute, das waren natürlich auch Ingenieure, aber da war vor allen Dingen der Profit. Gedanke dahinter, da ging es auch um den Aktienkurs. Und das hat sich eigentlich durch die McDonald Douglas Leute sehr starke ändert. Das man gesagt hat, okay, die Top Manager waren dann plötzlich auch bei Boeing von der übernommenen Firma da. Und die haben gesagt, okay, super, dass wir so tolle Flugzeuge bauen. Aber wir müssen jetzt auf den Profit achten und wir müssen vor allen Dingen den Aktienkurs des Unternehmens nach oben treiben. Und diese Strategie, die hat eigentlich seit den 90er-Jahren, also seit Ende der 90er-Jahre, ist die immer weiter fortgeführt worden. Und es gibt so eine schöne Geschichte, dass Joe's hat da, nämlich bei der Entwicklung seines großen Flugzeuges. Da plötzlich irgendwann mal in den Vorstand gerufen worden ist und sollte eigentlich jetzt mal einen Vorschlag machen, wir den Hunderte Ingenieure endlassen sollte. Und ausgegangen ist er mit noch mehr Leuten, warum, weil Boeing ihm dann vertraut, dann gesagt, ja, wollen, okay, wir glauben an deine Idee, wir glauben an das Machbare. Und es ist dann hinterher auch zu einem Riesenkassenschlager geworden. Also das sozusagen, das war das alte Boeing. Und dann kam plötzlich das neue Boeing. Und das neue Boeing war eben getrieben von Betriebswirken, von denen, die wirklich gesagt haben, sie wollen auf den Profit gehen. Man muss ja zum Beispiel mal wissen, so eine Entwicklung eines Flugzeuges kostet ungefähr 15 Milliarden Dollar. Eine Wahnsinn zum 15 Milliarden, um ein neues Flugzeug zu entwickeln, also neues Passagierflugzeug darüber reden wir jetzt hier. Und jetzt haben wir mal den Vergleich, weil wir jetzt eben gerade gesagt haben, in den letzten Jahren oder in den letzten Jahrzehnten ist es eher in Sachen Profit und Aktienkurs gegangen. Da gibt es auch spannende Zahlen. Also 15 Milliarden kostet die Neuentwicklung eines Passagierflugzeuges und dem ging überstehen 40 Milliarden US Dollar. Die Boeing in den letzten zehn Jahren, in den Rückkauf von eigenen Aktien investiert hat. Dazu kommen noch 22 Milliarden Dollar für dividenden, die ein Aktionäre ausgeschüttet worden sind. Und warum hat man diese 40 Milliarden für diesen Rückkauf der Aktien investiert, vor allen Dingen, um eine Kurspflege zu machen? Weil es doch klar, wenn du das man hier viele Unternehmen übrigen, dass die eigene Aktien aufkaufen. Weil damit häufig der preisste Aktie steigt, weil natürlich das Angebot begrenzter ist und diese Summen, die sind vor allen Dingen an die Aktionäre ausgeschüttet worden, in die Aktie investiert worden, statt in das Produkt. Genau, da sieht man auch, dass das tatsächlich dann eben auch ein anderer Fokus ist, den man dann auch dahin gelegt hat. Und das geht natürlich nur dann, wenn man eben auch auf die Kostenseite schaut. Und die Kostenseite bedeutete, dass man natürlich zum Beispiel auch die Kosten bei den Zulieferern versucht hat, total zu drücken. Man hat sie zum Beispiel auch an der Entwicklung beteiligt, logischerweise auch mit dem Risiko der Entwicklung beteiligt. Und die waren natürlich total überfordert dann an der Stelle, weil sie das waren sicherlich auch nicht gewohnt. Und gerade die älteren Mitarbeiter von Boeing, die da wirklich schon die Jahrzehnte lang dabei sind, die haben dann gesagt, dass sich wirklich auch die Unternehmenskultur total geändert hat. Das ist vorher, sonst auch schon ein bisschen familiäre ist, man muss sich das ja so vorstellen. Gerade bei Flugzeugen, da gibt es eine große Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Wir haben ja vor langen Hamburg gelebt und kennen daher die Situation von Airbus in Finkenwerder. Das ist ein riesen Airbuswerk direkt an der Elbe. Und das ist natürlich schon faszinierend, dort allein diesen Werkzeilen zu sein, wie groß das da ist. Das sind ja gigantische Ausmaße dieser Werkzeilen und die Mitarbeiter dort von Airbus. Und das ist auch ähnlich so wie bei Boeing, die sind sehr stolz auf ihr Produkt, weil das ist ja schon was Besonderes. Sie verkaufen ja nicht irgendwelche Versicherungsverträge. Also jetzt will ich natürlich den Versicherungsvertreter nicht so nahe treten. Aber das ist natürlich schon so ein sehr handfestes Produkt, was ja auch eine große Faszination ausübt. Und ich kann mir noch gut daran erinnern, als dann dieser Riesenflieger A380 in Hamburg zum ersten Mal geflogen ist, über Hamburg da standen wirklich 10.000 Menschen in Hamburg da und haben das bestaue. Also es hat ja so eine ganz besondere Faszination und die haben auch einen großen Stolz und jetzt die Boeing mitarbeit auf die zurückzukommen, die haben dann plötzlich gemerkt, okay, das ist nicht mehr unser altes Unternehmen. Hier ist ein ganz anderer finanzieller Druck da und dann war es halt auch so, dass Airbus nach großen Anfangschwierigkeiten, das muss man auch sagen. Das ist ja vor allen Dingen eine deutsch-französische Kombination und da gab es viele Intriegen und Kämpfe zwischen den deutschen und Franzosen. Aber dann, so in den Nuller Jahren haben sie dann doch deutlich besser Fuß gefasst. Schon in den 90er Jahren waren sie bei den Neubestellungen an Boeing herangrückt und dann haben sie 2010 ein neues Flugzeug rausgebracht, was wirklich große Folgen für die ganze Entwicklung auch von Boeing hatte. Und zwar war das der A320 Neo. Was ist das für Flugzeug lassen? Das ist ein nagel neues Flugzeug. Wir haben uns schon sagen, also diese Faszination, das kann ich an no teilen. Also ich habe auch die Videos gesehen übrigens von Finkenwerder mit dem Flugzeug, was eigentlich sehr dieses mit diesem Defien. Ja, der ist aber nicht so ein Verkaufschlager geworden. Aber trotzdem sah es toll aus. Genau, und das hatte Airbus mit dem A320 im Prinzip, wenn es willst, ein mehrter weniger neues Flugzeug, wo sie auch vor allem neue Trip-Verkretungen machen. Das muss man ja mal sagen, das fliegen ja auch zunehmend darauf wertgelegt wird, dass es nicht nur preiswert ist für die Leute, sondern eben auch klimaneutral ist, dass es nicht so laut ist. Und das hat tatsächlich Airbus halt mit dieser Entwicklung geschafft. Die haben 15 Prozent an Treibstoff eingesperrt durch die neuen Tripwerke in dem A320 Neo. Genau, sie haben übrigens noch was mehr. Das habe ich jetzt auf der ILA gesehen, dann können wir ja nachher vielleicht noch mal drüber sprechen. Das ist schon sehr beeindruckend, wie da die Unterschiede auch inzwischen sind. Und dann hat plötzlich der Boeing Chef 2010/2011 ein Anruf gekriegt von dem CEO von American Airline. Also die amerikanische Vorzeigefluggesellschaft. Und der hat dann plötzlich gesagt, übrigens, ich bestelle jetzt meine Passagierflugzeuge bei Airbus mit dem A320 Neo und nicht mehr die Boeing 737. Das ist ja das Vergleichsmodell dazu. Und da ist für den Boeing Chef eine Welt zusammengebrochen. Und da hat er sich natürlich gesagt, okay, wir müssen jetzt gegen dieses neue Modell von Airbus gegenhalten. Und dann haben sie kein neues Flugzeug entwickelt, sondern sie haben ein altes Flugzeug, ja, ein Endeffekt weiter entwickelt. Sie haben eine alte Boeing genommen, haben am Ende eigentlich weitgehend alles so weit belassen und haben gedacht, noch mit ein bisschen Software können wir ja dann auch noch die entsprechenden Steuerung übernehmen. Das ist alles ein bisschen moderner wird. Also da muss ich jetzt mal als Flugexperte einspringen. Also sie haben die 737 Max entwickelt aus der normalen 737 und da sind die Trebwerke rangesetzt worden. Und es war halt so, dass diese Trebwerke aber dafür gesorgt haben, dass das Gleichgewicht des Flugzeuges anders ist. Und dann haben sie eine Software um das Gegend zu steuern. Also jetzt übernimmst du wieder, du bist das Flugexperte. Das war das rausgesprungen oder alles war weder. Also tatsächlich hatten sie ein Software, weil die 737 hatte den Hang dazu, dass die Nase in bestimmten Fluglagen zu weit nach oben geht. Und dieses Software hat jetzt vereinfacht gesagt, die Nase wieder nach unten gedrückt. Das Problem war nur, dass man dann festgestellt hat, die drückt halt ein bisschen sehr weit die Nase unten. Und du müsstest eigentlich als Pilot händester Gegensteuern. Das ist ja diese Software MKS. Bevor wir auf die Probleme vom MKS kommen, hören wir einmal kurz rein in einen Imagefilm von Boeing, die den damals bei der Präsentation der 737 Max präsentiert haben. Welcome to the first flight of the Boeing 737 Max 8, the first new airplane of Boeing's second century. Not the greatest day, it's rainy, it's cold, but look at all the excited faces. We have thousands of employees who are joining us today for this historic first flight. It's a real testament to our entire team and all the hard work that everybody puts into these kinds of things. We're all standing out in the rain because this is such a spectacular event. They don't happen very often and when they do, they're really, really special. So this was also at this presentation, really thousands of people and have this new aircraft. I also have information about the A380 in Hamburg, Finken, Werder, have these new 737 Max. Was that something special? Yes, and then you have to look at it first. For example, in the ELA, in this year, I was. The ELA is what? The International Luft und Raumfahrt aufstellungen. Alle zwei Jahre in Berlin, am Flughafen, Schönefeld. Nee, in Tempelhof, dachte ich. Nein, das ist deutlich, deutlich. In Schönefeld, also beim BR, ist das jetzt? Ja, das ist am BR. Ah, okay. Und dann haben die, das war wirklich wirklich beeindruckend. Ich fahre mit Motorroller dann dahin. Und dann war ich wirklich schon auf dem Land irgendwie gefühlt 3 km vorher, standen die ganzen Spotter da. Und tatsächlich mit riesen, ellenlang professionellen Kameras haben dann gewartet, bis die verschiedenen Flugzeuge, in dem Fall waren es dann tatsächlich Kamflugzeuge. Also Eurofighter, Tornado und 35. Und haben da alle fotografiert. Und ich hab dann mal in der Pressebereich mal mit einem gesprochen, weil ich das dann auch so mittelkriegt hatte. Und die können ja nun wirklich alles bis ins Kleinsdeteil sagen. Und das ist so eine ganz kleine Versch. Oder kleine mittlerweile sogar eine recht große. Die haben am Flughafen mehrere Hundert in einer eigenen Kartei, wo die dann tatsächlich die Leute anrufen, wenn jetzt zum Beispiel mal ein spezielles Flugzeug käme. Und dann haben die diese Leute dann auch anrufen und gesagt dann, dann wie in so so und so für Uhr sind dann auch die großen Maschinen da. Und die können ja wirklich alles erzählen. Das ist wirklich beeindruckend. So zurück zu bohlen, zur 737 Max, die ist dann vorgestellt worden, die ist 2007 auf den Markt gekommen. Was war jetzt das besondere noch mal bei diesem MCAS-System? Genau, das MCAS-System hat versucht, das Flugzeug automatisch zu stabilisieren. Das heißt, also diese Nase, die die 737 recht oft dann im bestimmten Fluglagen zu hoch hat, das hat die Software versucht gegenzustellen und sie noch unten zu drücken. Und das Problem eben ist, dass das MCAS-System, weil es eben doch offensichtlich nicht ausreichend entwickelt worden war, hat das sehr stark nach unten gedrückt. Und damit natürlich hat das Flugzeug an Höhe verloren und teilweise eben drastisch an Höhe verloren. Und das ist ja erstmal per See gar nicht so schlimm, wenn der Pilot irgendwas machen kann, wo er dann dagegen steuert. Nur das Problem war, dass eben in diesem MCAS-System die Piloten überhaupt gar keine Schulung bekommen haben, weil das war viel zu teuer am Ende. Oder die haben dann teilweise im Kleingedruckten in diesem Dessentjahr teilweise riesengroß und dick diese Bücher. Dann haben sie irgendwann um Kleingedruckten, wie das dann da zu handeln ist, gelesen und am Ende vom Lied war natürlich so, dass die dann gegen den Absturz gereizter machen können. Das kam dann zu zwei wirklich dramatischen Abstürzen. Beim Absturz des Indonesischen Billigfliegers Leyen er in der Oktober kam 189 Menschen ums Leben. Aus dem vorläufigen Ermittlungsbericht geht jetzt hervor, dass die Boeing 737 MAX bereits bei einem Flug am Vortag nicht Flugtüchtig gewesen sei und deshalb nicht mehr hätte starten dürfen. Die Absturzstelle des Flugs AT302, der Iphiopian Airlines in Etiopien. Mit Arbeiter des roten Kreuzes suchen nach den sterblichen Überresten der 157 verunglückten Menschen an Bord. Nun wird Kritik an Flugzeughersteller Boeing laut, denn es ist bereits der zweite Unfall einer Maschine des Typ 737 MAX 8 innerhalb weniger Monate. Der erste eragnte sich im Oktober 2018. Das war der Leyen-Airflug JT-610. Und da startete die Maschine in Jakarta. Es sollte eigentlich ein relativ kurzer Flug sein. Und dann plötzlich ging das Flugzeug nach unten, weil dieses MK-System aktiviert worden ist. Und die Piloten wussten gar nicht, was da los ist und haben versucht, gegenzusteuern. Und haben es aber nicht geschafft, diese Maschine wieder nach oben zu bekommen. Und dann ist diese Maschine wirklich ins Meer gestürzt. Und nur 500 später der zweite dramatische Absturz. Diesmal mit der Etiopischen Airlines Flug 302. Ebenfalls kurz nach dem Start. Die Maschine geht nach unten, die Nase nach unten. Die Kapitäne versuchen, gegenzusteilen. Es gelingt nicht insgesamt sterben bei zwei Abstürzen. Innerhalb von fünf Monaten, 346 Menschen. Und kurz danach kommt heraus, dass es an diesem MK-System gelegen hat, dass die Piloten gar nicht kannten. Weil die Ideweier von Boeing, das sie gesagt haben, wir machen jetzt ganz schnelle Konkurrenz gegen den A320 in Neo. Und diese Schulungen des Dauerd lange, das ist teuer und so weiter. Darauf verzichten wir mal. Und das hatte wirklich diese dramatische Konsequenzen. Man muss darauf ganz klar machen. Airbus hatte sich von Anfang an auf kurz und mittelstreckenflugzeuge spezialisiert und Boeing vor allem sehr stark auf Langstrecke gesetzt. Die Nachfrage war aber nicht so hoch. Weil Langstreckenflugzeuge logischerweise zwar vielleicht sehr teuer sind, weil sie sehr groß sind, aber du bestätzt natürlich nicht so wahnsinnig viele. Und das haben sie nicht gemerkt. Da haben sie gemerkt, dass Airbus eben an ihn vorbei zieht. Und eben bevor sie jetzt ein neues Flugzeug entwickeln würden, Stichwort, 15 Milliarden Euro, neue Entwicklungskosten, haben sie gedacht, wir können das ja irgendwie alles abkürzen, weil wir brauchen ja auch entsprechend die Zeit. Und das haben wir nicht, also Randa und wir verändern das ein bisschen und machen das über eine Softwarelösung. Und das war natürlich dramatisch. Und dann war es wirklich so, dass die jetzt jetzt sozusagen Stück für Stück auch immer mehr rausgekommen ist, was da vorher schief gelaufen ist. Und die US Luftfahrtbehörde FAA, die muss man auch so ehrlicherweise sagen, auch lange Zeit nicht so genau hingeguckt hat, der wurden dann auch froh gemacht. Die hat aber auf jeden Fall jetzt ein weltweites Flugverbot. Der 737 Max verhängt und zwar für fast zwei Jahre. Das hat es vorher noch nie gegeben. Das heißt, die Produktion wurde gestoppt. Natürlich die Fluggesellschaften haben ihre Bestellungen storniert. Also Boeing, die ja vorher wirklich den Aktienkurs nach oben getrieben haben, Milliarden Gewinne eingefahren haben, sind abgestürzt ohne Ende in einem Jahr. Haben sie zum Beispiel 11 Milliarden Dollar verlust gemacht. Also eine super dramatische Situation für die Ikone der US-Industrie. Find so ein Unternehmen. Ist das wirklich das denkbar schlimmste Szenario, was passieren kann. Aber man sieht natürlich auch ein bisschen wieder. Schust er bleibt bei deinen Leisten. Ingenieurskunst, das war ja da. Und dann haben sie aber gedacht, sie können jetzt wegen des schnellen Geldes mal eben kurz alles abkürzen. Und man sieht jetzt am Ende bringt sowas halt gar nichts. Das ist jetzt halt so Stück für Stück rausgekommen. Aber erst mal war auch das Krisenmanagement. Der Boeing Führung, wirklich Katastrophale. Damalige CEO Dennis Müllenburg. Ich hoffe, ich habe ihn richtig ausgesprochen. Der hat das wirklich versucht, dann irgendwie abzufedern, beziehungsweise wegzuwischen. Das ist natürlich massiv unter Druck geraten. Und hat dann im Oktober 2019 vor dem US-Kongress ausgesacht und räumte dort auch Fehler bei der Zertifizierung der 737 Max ein. Ihr hört jetzt Ohrtöne von ihm, die Quelle ist CNBC-Telewischen. Congressman yes, we would have, we have learned, as I mentioned earlier, we made some mistakes. We discovered some things we didn't get right. And we own that. We're responsible for our planes. Any accident with one of our planes is unacceptable. And that's our responsibility. We own it. We're going to fix it. We know what needs to be done. And that's where we're focused going forward. Er hat natürlich gesagt, er hätte Fehler gemacht. Und sie sind auch dafür verantwortlich und wollen, dass jetzt auch in Zukunft alles in Ordnung bringen. Aber das Ganze wirkte auch nicht besonders glaubwürdig und authentisch. Und der Müllenburg ist dann auch immer mehr abgetaucht, hat sich dann auch versteckt. Und erst Monate später kam überhaupt eine Entschuldigung bei den Opfern. Weil das muss man sehr überlegen. Wir reden jetzt über die Auswirkungen verbohring. Aber da sind Menschen ohne Not gestorben, weil Boeing zu schnell ein neues Flugzeug auf den Markt gebracht hat, um im Wettbewerb mit Airbus mithalten zu können. Das ist ja so ein bisschen die Quintessenz aus der ganzen Geschichte. Und der Müllenburg ist da wirklich jetzt nicht, wie derjenige aufgetreten in so einer Situation. Wir erinnern uns doch an diesen einen an den Eurowingsabstorts. Ja, stimmt. Da war der Lufthansa-Cochastenspur. Der hat in dieser Situation, wo er gar nichts dafür konnte. Der gab es da kein technisches Versagen. Aber der hat damals, da kann ich mich noch gut daran erinnern. Der hat eine ja schon eine sehr authentische Rolle. Im Krisenmanagement gespielt. Und das hat die Boeingführung und insbesondere Müllenburg überhaupt nicht gemacht. Das war total katastroph, da kann ich mich total drüber aufringen. Das ist ja das, was die meisten großen Unternehmen ja immer falsch machen. Man kann natürlich Fehler machen, weil alles klar ist. Aber das Grundübel ist ja oft die Krisenkommunikation. Da entscheidet es sich, ob du das Ding abräumst oder nicht. Und sich hier hinzustellen und zu sagen, wir haben ja ein paar Dinge irgendwie herausgefunden, die nicht ganz richtig gelaufen sind. Das ist hier wirklich unterste Kategorie. Und dann hat sich die Boeingführung dann auch einen Machtkampf geliefert. Weil es war klar, dass der CEO dann überfordert war mit der Situation. Und dann gab es einen Aufseher, der im Verwaltungsrat gesessen hat, wie bei uns im Aufsichtsrat. Das war David Calhoun. Und David Calhoun, sein großer Traum war immer Boeing-Chef zu werden. Da war aber noch jemand anderes zwischen ihm. Und dann hat er den Müllenburg quasi beauftragt als Aufseher. Schmeiß noch mal den anderen raus, das wäre sein Konkurrent gewesen. Das hat der Müllenburg auch gemacht. Und kurz danach hat der Calhoun dafür gesorgt, dass der Müllenburg abgesetzt wird. Und dann war David Calhoun plötzlich, der CEO, ist in seinen Traumjob gekommen. Und Müllenburg kann es ja sagen, was er willst. Aber er war immerhin ingenieur. Calhoun, der neue CEO, der war betriebswert. Der hat vorher bei Blackstone gearbeitet, hat bei Journal Electric gearbeitet. Der kommt halt rein von der Management Seite. Und wir haben ja vorhin schon drüber gesprochen, dass sich viel in der Unternehmenskultur geändert hat bei Boeing. Boeing hat ja sein Hauptwerk eigentlich in Seattle. Und dann haben die aber erst in Unternehmens sitzt nach Chicago. Und dann nach Washington verlegt. Übrigens in die Sichtweite von Pentagon. Ja, damit sie da ein bisschen lobbyieren konnten, weil natürlich die US-Regierung total wichtig ist. Es hat aber natürlich auch zu einer Entfremdung. Zwischen dem Management und der Basis geführt. Und dann war es halt so, dass der Calhoun seine beiden Wohnsätze da auch in der Nähe von Washington hatte. Und er hatte ein Privatschät, wo er dann immer hin und her geflogen ist. Und der war halt nicht die Figur. Er ist ja immer noch CEO, aber da kommen wir gleich noch dazu. Der war von Anfang an nicht die Figur, die für glaubwürdig für einen Neuanfang gestanden hat. Weil er natürlich als Mitglied des Verwaltungsrat, als aufseher in diesem Gremium, ja auch alles durchgewunken hat. Die haben ja zum Beispiel auch eine Fabrik gebaut, dann in Charleston, in South Carolina, wo die Arbeitsbedingungen anders waren. Da waren keine Gewerkschaften dabei. Und deswegen waren sie auch günstiger in der Produktion. Aber da gab's da natürlich auch viel mehr Schlampe rein. Ja, klar. Ich meine, das hast du jetzt ja eigentlich fast noch recht nett formuliert. Das war ein Intrigant. Das muss man mal ganz klar sagen. Das war ein Intrigant, der völlig abgelenkt hat von seiner eigenen Verantwortung. Der ja wirklich über Jahre. Und solche Dinge wie neue Entwicklung von Flugzeugen. Wie gehst du mit Sicherheitsdingen um, wie ist die Strategie des Unternehmens? Das geht ja alles durch einen Verwaltungsrat. Also es ist ja nicht so, dass er jetzt irgendwie mal ab und an da informiert worden ist. Und dann hoppler, da sind ein paar Leute jetzt auf einmal gestorben durch zwei Flugzeugabstürze. So ist es ja nicht. Der müsste normalerweise genau gewusst haben, was da abgeht. Und dann, in dem Moment dem CEO zu sagen, schmeißt mal den Chef der zivilen Luftfahrtsparte raus, weil das geht ja gar nicht. Der macht das dann. Und dann seinen Job noch zu kriegen. Also das muss man schon sagen. Also wenn's nicht so moralisch verwerflich, weil man müsste mal ja fast noch Hochachtung haben, wie man so machtsmäßig, dann auch tatsächlich dann da vorwärts gegen kann. Also der Kallon hat sich dann in der Öffentlichkeit als Aufräume präsentiert. Der Versprochen hat, jetzt wird alles besser. Dann war aber auch die Situation so. Also Kallon ist dann Anfang 2020, ist er neuer CEO geworden. Dann kam kurz nach Corona, was natürlich die Flugzeugbranche massiv getroffen hat. Und sie mussten dann natürlich auch Airbus auch. Die mussten ja Mitarbeiter tausende Mitarbeiter erst mal abbauen. Weil natürlich die Aufträge nicht gekommen sind. Na da ein Boeing. Auch unter der Führung von Kallon einen großen Fehler gemacht. Die haben nämlich zu viele erfahrene Mitarbeiter abgebaut. Anders als Airbus, die dann auch schnell wieder die Leute reinguholt haben. Weil es kam ja relativ schnell wieder die Aufträge von den Fluggesellschaften rein. Und die Orderbücher waren dann auch wieder voll. Und Boeing war dann in einer Situation, wo sie halt zu wenig Fachkräfte hatten und unerfahrene Leute reinholen mussten. Und das war natürlich dann auch die Entscheidung von Kallon. Und eine Geld getrieben. Ist ja klar, wenn du deine halt ganz viele Leute raushaus, dann hast du natürlich entsprechend deine Payroll entlastet. Dann hast du nicht so viele Kosten. Aber das ist eben sehr kurzfristig gedacht. Das muss man ja eben sagen. Aber das war zu dem Zeitpunkt halt eben doch bei Boeing wirklich sehr stark. Wir hatten es ja jetzt immer wieder gesagt, dass sie eben extrem darauf geachtet haben, wie die Aktionäre zufrieden zu stellen sind, wie sie die Dividenden bezahlen können. Und haben halt einfach nicht gesehen, dass sie damit eigentlich nur das Gegenteil von dem bewirken, was sie wollen, nämlich ja eigentlich Airbus wieder schlagen wollen. Und sind immer weiter zurückgefallen. Denn Airbus hat halt sie dann auch in dieser Phase dann später auch einfach überholt. Also wenn man mal bedenkt das wirklich von 14 Jahren, oder wenn man die letzten 14 Jahre sich anguckt, 11 Mal Airbus mehr bestellt hat als Boeing, dann sieht man mal, dass eigentlich dieser ganze Kurs völlig falsch war. Boeing geredet natürlich jetzt massiv unter Druck und das interessante ist ja auch, dass jetzt durch diesen finanziellen Druck auch durch den abgestürzten Börsenkurs die Riesenverluste im Endeffekt die Finanzer noch mehr, die Oberhand gewonnen haben und gesagt haben, okay, wir müssen jetzt noch mehr auf die Kosten achten und jetzt treten langsam. Wirklich die ganzen Qualitätsprobleme, die werden jetzt publik. Und zwar geht es jetzt vor allen Dingen um die Rolle der Rüsselblower. Das finde ich bei Boeing halt einen ganz spannenden Aspekt, die dort plötzlich eine ganz große Rolle spielen, weil jetzt melden sich plötzlich diverse Rüsselblower, die erzählen, wie sie seit Jahren intern, davor gewarnt haben, dass es diese Qualitätsprobleme gibt in den Werken, dass es die Produktionsmenge gibt, dass immer weniger Wert darauf gelegt wird, wie qualitativ hochwertig die Flugzeuge an den Kunden ausgeliefert werden, und dass die im Endeffekt schnell durch die Fabrik durchgeschläust werden. Und da spielen jetzt verschiedene Rüsselblower eine Rolle. Unter anderem ist es der. At Pearson, der ehemalige Seniormanager bei Boeing, der wie es ja dann wirklich auf erhebliche Produktionsmenge und Sicherheitsbedenken dann auch hin, unter anderem wir dann eben auch vor dem US-Kongress 2019. Und da haben wir jetzt euch einen Auton von Edward Pearson vor dem US-Kongress 2019 mitgebracht, die Quelle ist AP. Also der Piessen, der berichtete von chaotischen Produktionsbedingungen in der Rantland-Fabrik, wo die 737 Max montiert wurde und meldete Probleme wie Überlastung der Belegschaft und Qualitätsmenge. Und andere Rüsselblower, die wiesen auch auf uns zu reichende Tests und Sicherheitsprüfungen hin, die Boeing durchführte um den engen Zeitplan einzuhalten und Kosten zu sparen. Und dann gab es vor allen Dingen etwas, was natürlich dann auch zu sehr vielen, ja man muss schon sagen, ja, Verschwörungstheorien geführt hat, zwei Rüsselblower. Also insgesamt sprechen wir über eine Anzahl mittlerweile von etwa 40 Hinweisgebern von Boeing, die sich immer wieder gemeldet haben. Und da müssen wir übrigens noch mal ganz klar sagen, wie wichtig auch Rüsselblower hast. Absolut. Absolut. Absolut. Das ist jetzt natürlich kein Werbeblock. Aber für Rüsselblower, aber man muss wirklich sagen, man hätte ja bis zur Demenzeitpunkt immer noch sagen können, ja gut, das sind zwei Maschinen abgestürzt, ist alles ein bisschen bedauerlich. Das ist ja das, was der Mühlenburg ja quasi versucht hat, deutlich zu machen. Aber erst durch die Rüsselblower ist ja dann auch deutlich geworden, eben, dass es ein strukturelles Problem ist. Und es melden sich jetzt halt immer mehr, die auch gesagt haben, dass sie über Jahre diese Hinweise gegeben haben. Und vor allen Dingen, dass Boeing ihnen auch immer wieder gesagt hat, ihr sollt mal den Mund halten. Die haben auch gesagt, dass sie dann Ärger hatten intern, dass sie nicht befördert worden sind, dass sie versetzt worden sind, dass sie unter Druck gesetzt worden sind, von Anwälten. Ja, typisch ist falsch. Das haben wir ja ganz oft auch bei Recherchen, ja auch mal erlebt, wenn wir mit Bussblowern arbeiten. Diese erzählen ja quasi das gleiche, wenn sie da auf dem Schirm geraten sind, dann haben sie wirklich ein Problem gehabt. Also, der bekannteste Rüsselblower von Boeing ist ja John Barnett, der auch immer wieder vor diesen Problemen gewarnt hat, auch unter Druck gesetzt worden ist. Und nach dem Vorfall der Lesker Airlines im Januar 2024 sagte er noch, er habe gesehen, wie die Flugzeuge gebaut worden sein oder würde dort nicht einsteigen und erkritisiert. Auch die Kultur bei Boeing in der es vor allen Umschnelligkeit ging. Und da haben wir euch jetzt einen O-Tone von Barnett mitgebracht. Die Quelle ist ABC News Australia. Und das besondere jetzt, Lars, ist, dass der Barnett ja wenige Wochen nach diesem O-Tone plötzlich tot war. Genau, wir müssen jetzt natürlich echt sagen, das lässt natürlich wirklich Raum für viele Spekulationen, so wie es eben dann auch gemacht worden ist. Das ist irgendetwas, um das gleich mal vorweg zu sagen, dass es irgendetwas mit Boeing zu tun hat. Dafür gibt es keinerlei in irgendeiner Weise, keinerlei Beweise. Die Behörden gehen von einem Suizid aus. Genau, und da muss man aber sagen, das ist trotzdem natürlich schon irgendwie schräg. Also ich habe noch nie gehört, muss ja ehrlich sagen. Sonst habe ich jetzt trotzdem etwas verschwürosch klingen mag, aber es ist schon wirklich ein Fall. Den habe ich so noch nie erlebt, das wirklich zwei whistleblower, zwei wichtige whistleblower. Gibt es sich innerhalb von kurzer Zeit dann sterben? Du hast jetzt den zweiten schon vorweg genommen. Der zweite war Qualitätsmanager bei Spirit Arrow Systems. Das war der wichtige Zulieferor für Boeing. Und der hatte auch vor massiven Problemen in der Produktion immer wieder gewarnt. Er ist dann von Spirit Arrow Systems im April 2023 entlassen worden. So weil er also als Nervensegen im Kiruland gealt, wie übrigens viele dieser whistleblower. Und Boeing hat dann aber später gesagt, ja, das, was dieser whistleblower gesagt hat, das stimmt. Und der ist dann wenige Wochen nach John Barnett auch gestorben. Im Krankenhaus nach einer bakteriellen Infektion. Da gibt es, muss man auch ehrlicherweise sagen, keine Hinweise für einen anderen Hintergrund. Und es gibt da wirklich viele Verschwörungstheorien im Internet. Es ist alles sehr merkwürdig, aber es gibt keine Belege dafür, dass Boeing da irgendetwas damit zu tun haben können. Das muss man auch einfach mal ganz klar sagen. Trotzdem ist es auffällig. Also sowas haben wir sicherlich extrem selten, wenn überhaupt. Aber ja, auf jeden Fall muss man ganz klar sagen, dass diese whistleblower auch wirklich dazu geführt haben, dass überhaupt jetzt dieses ganze Thema wirklich mit einer weit aus größeren Wucht behandelt worden ist in der Öffentlichkeit. Und dann eben auch von den Behörden behandelt worden ist, als es wahrscheinlich ohne sie gar nicht stattgefunden hätte. Und das führte eben dazu, dass dann auch tatsächlich der US-Synat ermittelt hat, dass die Behörden ermittelt haben. Und da kamen in der Tat ja dann auch in der Folge weit aus größere Sachen und strukturelle Probleme einher. Z.B. haben sie ja dann teilweise Bauteile nicht richtig verschraubt, die dann nicht aufeinander gepasst haben. Und so wurde ja echt denkst, oh Gott, wenn man sich mal in so eine Maschine dann setzt, dann denkt man sich, oh, oh, oh, oh, oh, oh. Das ist ja schon sowieso fasziniert, wie schwer die dann sind und dass sie überhaupt abfliegen. Aber wenn ich mir jetzt vorstellen, dass da irgendwelche Schrauben dann auf zwei Platne richtig zusammen gepasst haben. Das ist schon echt krass. Das war ja auch dann im Nachhinein das Problem bei dem Flug von Alaska Airlines Anfang des Jahres, wo die Menschen wirklich wie durch ein Wunder überlebt haben, vier Schrauben waren nicht richtig festgeschraubt. Also jetzt vereinfacht ausgedrückt, natürlich in der Flugzeitsprache alles noch ein bisschen komplizierter. Aber die Entmontage war das Problem und auch die Zertifizierung der Bauteile. Es kam auch von diesem Zulieferer Spirit Aerosystems. Und das war es auch ein Bussebleuer dann auch sagte, dass eben genau diese Kontrolle des Baunes. Also wenn du, ne, ist ja immer vier Augenprinzip klassisch so. Und das, wenn das vier Augenprinzip auch nicht funktioniert, dann ist natürlich dramatisch. Und dann passiert das halt geben ganz schnell. Man muss ja überlegen, da sind ja auch ziemliche Kräfte da oben. Da sind gibt es so Sicherheitschecks, die da unterschrieben werden müssen dokumentiert werden müssen. Die sind wohl zum Teil auch gefälscht worden. Und die erste Geschichte im Zusammenhang mit diesen Qualitätsmängeln fand ich, war die Geschichte rund um die Air Force One, den Regierungsflieger der Amerikaner. Da hat man nämlich dann im Rumpf irgendwie ganz unten, so hat man Tequila Flaschen gefunden. Und das hängt wohl damit zusammen, dass die Mitarbeiter, also die Boeing-Mitarbeiter, angeblich Tequila bei der Produktion getrunken haben sollen. Ist ehrlicherweise nicht richtig belegt, aber es ist schon komisch, wenn Tequila Flaschen in der Regierungsmaschine auftauchen. Und dann noch an der Stelle. Also woanders könnte ich mir auch ab und an vorstellen, aber an der Stelle glaub ich es auch nicht. Also für Boeing war das natürlich alles auch ein finanzielles Desaster. Der Stopp der 737 Max hat den Konzern Roundabout 20 Milliarden Dollar gekostet, weil natürlich die konnten die Flieger nicht ausliefern. Es sind keine neuen bestellt worden. Es ist natürlich auch so, dass dann Strafen gezahlt worden sind. Also bevor die Luftfahrtbehörde FLA das Verbot aufgehoben hat, hat Boeing erst mal natürlich dann Milliarden Summen gezahlt, auch an die Opfer und als Strafzahlung an die US-Regierung. Ja, das Schlimmste ist ja glaube ich wirklich dieser Vertrauensverlust, den du ja auch hast. Das muss man ja auch mal klar sagen. Also der Vertrauensverlust in ein Flugzeug, in ein Traditionsunternehmen, in ein Weltmarktführer. Ich glaube, der ist gar nicht in Geld irgendwo aufzuwiegen. Und man sieht halt hier tatsächlich eben das, was ja auch zwischenzeitlich schon mal gesagt haben, dass die Strategie Erbuss möglichst durch Kosteneinsparungen wieder sozusagen zu überholen, dass die natürlich totaler hinten losgegangen ist. Dass man im Prinzip jetzt eigentlich vor dem Scherbenhaufen seine eigenen strategischen Überlegungen stand und festgestellt hat, am Ende ist es eigentlich für uns noch alles für für Tor geworden. Als wir es hätten eigentlich uns vermutet und wir wollten. Und mitten in der Krise da steht natürlich David Calhoun, der sogenannte Aufräume als CEO und im US-Synat, wollte sich Calhoun nach diesem Beinah absturz, im Januar diesen Jahres als Geläuter zeigen. Entschuldigt es sich auch gleich zu Beginn bei den Hinterbliebenen. Und wir haben euch jetzt mal einen sehr spannenden Auton mitgebracht. Aus dieser Anhörung beim US-Kongress die Quelle ist das Wall Street Journal. Das ist alles in den 10 Jahren. Das ist nicht so, wie ein paar Transparenzien zu mir. Was ist das für die Komponenten des Telefon? Wir haben uns schon mal einen Schloss mit den Wisselblowers mitgebracht. Wir haben auch schon mal einen Schloss mitgebracht, den Bohnen zu cutten, den Kornen in der Kornen und die Kornen in den Kornen zu kreisieren. Nicht nur in den letzten, aber jetzt. Sie haben gesagt, dass sie in der Qualität der Führerinspektorien und der Führerinspektorien der Führerinspektorien haben. Sie haben gesagt, dass sie in der Qualität der Führerinspektorien und der Führerinspektorien in der Qualität der Führerinspektorien haben. Sie haben ja die Führerinspektorien ausgetragen. Sie haben ja die Führerinspektorien der Führerinspektorien in der Qualität der Führerinspektorien der Führerinspektorien. Was man ja dann tatsächlich dann in den Bildern ganz gut sieht, ist ja auch die Nervosität von Carl Hunn, der auf einem Stuhl sitzt und die Hände unter dem Tisch hat und ganz wild mit den Händen sich sozusagen die Hände knietet. Also das ist ja immer ein Zeichen für extrem eine Nervosität. Also das ging glaube ich schon extrem an die Nerv. Und vor allen Dingen wird er natürlich hier auch ein Stück vorgeführt, weil er kassierte halt 33 Millionen Dollar im Jahr, Jahresgehalt. Und das wird ihm natürlich hier auch vorgehalten, während auf der anderen Seite das Qualitätsbewusstsein überhaupt nicht dazu sein scheint. Wenn man mal bedenkt, 33 Millionen Dollar im Jahr und dafür aber quasi kein Qualitätsbewusstsein, Sachen gefälscht, unterlagen gefälscht, das ist schon ein echt harter Tobak. Also da ist es auch zurecht, so dass er auch massiv in die Kritik geraten ist und ja. Er ist ja jetzt sein Traumjob los, noch ist er CEO, aber er hat jetzt vor einigen Wochen angekündigt, dass er zum Jahresende ausscheiden wird. Er hat gesagt, das war jetzt zu 100 Prozent seine eigene Entscheidung. Genau. Also natürlich. Wie so oft bei solchen Unternehmen. Ja, genau. Weil man hat jetzt gesehen, dass er auch der Aufgabe einfach nicht gewachsen ist und den US-Flugzeughersteller nicht aus der Krise steuern kann. Er hat geschummelt. Der hat geschummelt. Er hat geschummelt. Er hat geschummelt. Er hat den Chef, der tatsächlich, glaube ich, überfordert war, einfach rausgemobbt, hat dann sein Job gemacht, hat da sich fürzlich belohnt mit Privatschätz von einem Haus zum anderen geflogen, hat die Unternehmenskultur zerstört und hat dann am Ende noch gesagt. Also tut mir leid, ist irgendwie ein bisschen blöd gelaufen, Qualitätsdinger ist natürlich ein Teil meines Gehalts, kriegt 33 Millionen Dollar im Jahr und lässt es zu, dass dann Unterlagen gefällt sind. Also der Mann ist für meine Begriffe, ist er wirklich ein Lückner und zurecht, ist er sein Job los. Oh, lasst es jetzt richtig hart. Das ist doch feuer, oder? Lasst es jetzt auch feuer, hat sich hier warm geredet. Nein, aber es ist natürlich schon krass, aber es ist natürlich jetzt auch für bohengeschonz auf einen wirklichen Neuanfang. Weil der Vorteil natürlich für den Konzern ist, die fangen ja nicht bei null an, sondern mittlerweile sind natürlich die Orderbücher wieder total voll. Das liegt natürlich auch vor allem daran, dass in dieser Branche ein sogenanntes Duopol vorherrscht. Also der Kampf, Airbus, Gegen, Boeing, das ist so ein bisschen wie Pepsi gegen Coca-Cola. Also das ist so ein Machtkampf natürlich und die Fluggesellschaften. Lasst, die haben ja auch kein Interesse, dass es nur einen großen gibt. Wenn du zwei Leute hast, kannst du wenigstens über den Preis bestimmen. Das ist ja sozusagen gangengebe und das ist ja auch recht hart. Also ich weiß auf jeden Fall auch so von recherchen im Bereich vor allem der militärischen Luftfahrt. Dass da gerne die Amerikaner und die Europäer und Europäer muss man ja sagen, sind ja vor allem tatsächlich Airbus. In dem Fall stichwort Eurofighter, dass da ganz knallhart auf den Preis auch geguckt wird und die liefern sich wirklich Preis schlachten. Aber in der Tat Boeing muss natürlich jetzt einiges auffohlen. Also die guten Jahre, die sie hatten, das ist mittlerweile durch diese vergleichsweise, wenn man die ganze Geschichte in einem wirklich kurze Zeit dieser Handvoll Jahre der Krise, die sind jetzt alle aufgefressen. Also natürlich haben die am Ende gute Produkte und so, aber ich glaube, dass die Grundsatzherausforderungen, die sie haben, ist wirklich vor allem an ihrer Unternehmenskultur etwas zu verhindern. Und das ist jetzt die Chance für den Neuanfang, der Nachfolger von David Calhoun, der steht noch nicht fest. Es wäre glaube ich ein wichtiges Signal, wenn es kein Betriebswirt, sondern ein Ingenieur wird. Ja, das finde ich auch so. Also es gibt einfach bestimmte Unternehmen. Da bedeutet es ja nicht, dass ein Ingenieur nicht auch Management-Aufgaben machen kann und dass nicht auch ein Manager sozusagen Ingenieurs Verständnis entwickeln kann. Aber es ist entscheidend für eine Unternehmenskultur, dass sich Leute mit ihren Vorgesetzten identifizieren können, dass sie eine gemeinsame Sprache finden, dass sie eine gemeinsame. Ja, Strategikavision vielleicht auch entwickeln. Und da ist es natürlich entscheidend, ob der Chef halt quasi einer von uns ist, so in dem Verständnis oder ob er jemand ist, der halt vor allem nackt auf die Zahlen, sich konzentriert. Und du musst es ja auch verstehen können. Also wenn ich mir zum Beispiel angucke, während der Spitze der großen deutschen Autobauer steht, ob es jetzt Mercedes-BMW, VW oder Audi sind. Das sind alles Ingenieure, die hauptsächlich Maschinenbau studiert haben. Teilweise kommen sie auch aus der gleichen Universität, insbesondere in Aachen. Da sind sehr viele von den Leuten her, die jetzt an der Spitze der Autoindustrie stehen. Und ich weiß noch, als es mal darum ging, bei einem großen Konzern nämlich bei Audi, dass ein nicht Ingenieur an die Spitze sollte. Das fand nämlich der Rupert-Startler, der war betriebswirt und es war echt umstritten, dass er der Audi-Chef wird. Der hat das dann auch ein paar Jahre nach außen jedenfalls gut gemacht. Und dann ist er ja über Dieselgate gestolpert und haben ganz viele danach gesagt, der kannte sich auch so wenig aus mit diesen ganzen technischen Geschichten. Und das darf man ja nicht vergessen, wenn du dann so ein großes Unternehmen auf die Bohlen oder ein Autohersteller leidest, dann musst du diesen technischen Sachverstand auch haben. Ja, wobei man natürlich auch sagen könnte, dafür hast ja auch deine Leute gerade in solchen großen Unternehmen. Aber auf der anderen Seite stimmt schon, ich glaube, du brauchst ein gewisses Grundverständnis, was die dann haben. Also wenn die dann vielleicht von Kapazitäten und dies und das in jenes sprechen, dann musst du natürlich schon irgendwo einen Verständnis dafür haben, was sie damit meinen. Und du musst dann schon irgendwo abwiegen und sagen, ist das, was meine Fachleute da jetzt sagen, wirtschaftlich umsetzbar. Aber in der Tat, wenn du nur guckst, was wirtschaftlich umsetzbar ist, ohne das andere zu verstehen, dann funktioniert es nicht. Also der Weg aus der Krise ist für Bohlen auf jeden Fall machbar, weil auf der einen Seite die Auftragsbücher voll sind, es gibt auch eine sehr große Unterstützung der US-Regierung, weil Bohlen ist natürlich das amerikanische Unternehmen nur wenige andere spielen dort in der Region. Und da ist es dann auch wirklich so, dass es massive Unterstützung von der US-Regierung beispielsweise bei den Militärausgaben. Ja, das stimmt. Und man muss umgekehrt sagen, dass Airbus vielleicht in der zivilen Sparte gerade recht stark ist und auch sicherlich noch vor Bohlen ist, aber eben in der militärischen Sparte extrem Probleme hat. Also ich hatte das ja schon eingangs gesagt, das ganze Thema Eurofighter ist für die total wichtig, weil sie in Bayern eine Produktionslinie haben, wo der Eurofighter gebaut wird und die brauchen zwei Jahre vorher, bevor der letzte Eurofighter übers Band geht, brauchen die Sicherheit zu sagen, ob es weiter geht oder nicht, weil diese zwei Jahre eben dazu genutzt werden müssten, krieg ich die entsprechenden Leute und so weiter. Also genau das, was Bohlen ja gemacht hat, alle Leute kannst du nicht rausschmeißen, sondern kriegst du nie wieder die Leute. Und wir hatten ja letztes Jahr auch eine Folge gemacht über den Chaos-Hubschrauber der Bundeswehr, der war ja auch, ob sie nicht von Airbus. Richtig, genau. Also deswegen, man muss wirklich sagen, Airbus ist jetzt wahrlich nicht so, dass jetzt Airbus alles glänzt ist, was da fliegt, aber und vor allem deshalb auch, weil Airbus natürlich auch als europäisches Vorzeigeprojekt, auch politisches Vorzeigeprojekt, momentan halt einfach auch nicht diese Rückendeckung hat, gerade aus Frankreich und Deutschland. Zum Beispiel Deutschland hat ja auch ganz viele Kampfschätze in Amerika gekauft, das haben auch andere gemacht. Man hat jetzt noch so 20 Eurofighter bestellt, aber das ist so die Mindestkoße, das überhaupt dieses Werk noch weiter ausgelastet wird. Also das heißt alles unter dem Strich, Airbus ist, was das angeht, auch nicht gerade besonders brauscht. Also ich habe jetzt, aber bei den Passagierflugzeugen ist es dann halt auch mal so eine bisschen andere Welt, weil ich habe jetzt gelesen, wenn du jetzt als Fluggesellschaft ein Passagierflugzeug bestelltst, dann kannst du froh sein, wenn das vor 20-30 ausgeliefert wird. Also natürlich waren sind Zeiten, die da sind, aber und das kommen wir jetzt mal zu dem Flugzeug-Experten, Lars Petersen, von seinem Besuch auf der ILA, weil das ist ja schon spannend, wo geht die Reise hin beim fliegen? Ich habe ja vorhin erzählt, wie ich den A380, das eines der größten Passagierflugzeugen der Welt gesehen habe in Hamburg, Finkenwerder. Da hat Airbus mittlerweile die Produktion eingestellt, weil die sich nicht verkauft haben. Der Trend geht ja offenbar nicht unbedingt zu den großen Flugzeugen. Das ist eindeutig zu den kleinen Flugzeugen und auf der ILA konnte man das wunderbar sehen. Da hatte Airbus schon eine Weiterentwicklung des besagten A320 Neo, sondern die hatten dort den XLR. Das ist eine neue Variante des Airbus A321 Neo vorgezeigt. Und das war schon beeindruckend, weil ich kannte das natürlich auch, wie laut ungefähr ein klassischer U-Lopsflieger halt ist. Und der ist dann über das Rollfeld geholt, ist dann abgehoben und hat dann über unseren Köpfen am Flughafen seine Runden gedreht. Und ich würde mal sagen, dass sie nicht gar nicht gehört, aber ich würde sagen locker, die Hälfte von einem üblichen Geräuschpegel. Also du hättest dich ganz normal unterhalten können, obwohl der wirklich sehr weit unten war. Du hättest ganz normal deine Dinge tun können, was natürlich gerade für die Anwohner auch von Flughafen ja total wichtig ist, was wir ja auch über Filihara am BR gesehen haben. Und natürlich, dass der A320 XLR eben auch zum Beispiel sehr klimafreundlich, also vergleichsweise natürlich noch ist. Fliegen bleibt ja immer noch eher etwas, was nicht gut fürs Klima ist, aber man hat da technisch schon mittlerweile Entwicklung gemacht, die schon bemerkenswert sind. Du hast davon gesprochen, dass für dich schon eine Faszination ist, im Flugzeug zu sitzen. Wie ist das dieses Jahr im Sommer hoch? Wo fliegt es so hin? Ich fahre. - Du fährst, wie kann das sein? - Ich fahre. Ja, also seitdem ich zwei Kinder habe, haben wir festgestellt, dass Fliegen natürlich total schön ist, aber es ist sautäuer. Also wenn wir hatten vor zwei Jahren, hatten wir einen Flug nach Amerika zu Freunden und angeschaut, haben das dann auch gebucht logischerweise. Da ging ja nichts mit Zug oder so. Wobei Schiffsreise wäre, glaube ich, noch macht bei mir. Und da haben wir wirklich für uns vier und das war, mein Sohn ist zum damaligen Zeitpunkt, war der sechs und meine Tochter war zwei. Da hätten wir über 3000 Euro bezahlt. Wenn wir jetzt irgendwie eine Pauschalereise machen würden, dann sind wir in den Sommerfähnen ganz schnell bei Summ, wo wir dann auch bei Fliegen bei zwischen zwei und 3000 Euro sind. Und da muss ich ehrlich sagen, da kannst du am Ende auch wirklich mit dem Auto irgendwo hinfahren. Das heißt, wir fahren zum Beispiel dieses Jahr nach Südtirol. - Das fliegt man ja auch nicht so gerne hin. Genau, da fliegt man jetzt auch nicht hin. Also selbst das könnte man sogar, aber natürlich machen wir das nicht. Und wie so ist das sautäuer geworden mit dem Fliegen? Also, dass du Flüge jetzt noch irgendwie für 50, 60 Euro kriegst und da irgendwie nach Meiland fliegst, das ist vorbei und das ist auch zurecht vorbei. Denn zum einen hast du schlichtweg diesen Punkt, dass diese Tickets dazu führen, dass natürlich am Flughafen diese ganze Infrastruktur wirklich grenzenlos schlecht geworden ist. Das heißt, du hast wirklich gepeckt Dienstleister, wo man schon manchmal echt fragen muss, wie kann das sein? Auf der anderen Seite ist das einer der härtesten Jobs, die ich kenne und da möchte ich auch nicht tauschen, aber die werden halt einfach total schlecht bezahlt. Zum anderen ist es aber auch so, dass einfach tatsächlich Kerosinpreise, Steuern, Flugabgaben, also z.B. auch Flughafen gebühren und so weiter, dass die alle auch extrem zugenommen haben und auch gesellschaftlich, glaube ich sozusagen positiv besetzt auch zugenommen haben. Ist ja auch politisch gewollt. Es ist fliegen, da ist auch teurer geworden. Genau. Gerade in der Deutsch ist natürlich auch so durch den Wegfall von Erbelin. Da haben wir übrigens auch eine tolle Folge zugemacht. Die Lufthandse einfach die Preise diktieren konnte und ja, ich jetzt verrattig mal zum Schluss noch etwas. Also ja, weil du hast ja gerade darüber gesprochen, ist oft mal so voll am Flughafen und so weiter. Also ich hatte mal im Zusammenhang mit einer Recherche, einen Unternehmer begleitet. Das ist, das sage ich jetzt nicht, aber ich habe dann durfte dann mit ihm, weil das war halt wichtig für die Recherche, bin ich mit in seinem Privatjet geflogen von A nach B. Und das ist natürlich schon, du bist ja in einem ganz anderen Terminal. Du fährst ja quasi direkt vor. Da gibt es keine langen Schlangen und keine großen Sicherheitskontrollen. Das geht alles total schnell. Dann landest du an dem Flughafen bei dem Geschäftsterminal und das steigste Haus. Und da sind wir auch in einem Auto abgeholt worden vom Rollfeld mehr oder weniger. Ja, aber es war halt eine wichtige Recherche und das habe ich auch nur einmal gemacht und das war schon natürlich super komplistabel. Wo hast du ja gelandet? Da bin ich das verrattig ins nicht, wo ich gelandet. Daher gibt es doch irgendwelche Rückschlüsse. Aber also da dachte ich schon so, wow, das ist schon echt irre, wie komfortabel du dann im Privatjet wirklich reisen kannst. Man ist glaube ich, das muss man sagen. Aber vielleicht wird mir dieser Luxus ja auch irgendwann mal für die Recherche total. Aber es ist ja auch so, dass jetzt auch viele Leute schauen mittlerweile, ob Boeing das Flugzeug ist, mit dem ich jetzt wirklich die Gedense exter Internet zeigten. Ich kenne wirklich mehrere Leute, die gucken sich das an, ob sie vorher, das kann man ja machen, ob sie vorher tatsächlich einer Boeing 37 Max 8 oder 9 dann sind. Und dann tatsächlich ausdagen, jetzt mache ich nicht, kann ich tatsächlich. So, jetzt vielen Dank, dass wir diese spannende Boeing Geschichte auch mit den whistlebloweren und dem den Hintergründen zu diesen ganzen Produktionsmengen und abstürzen. Hier besprochen haben und jetzt würde ich sagen, genießt den Sommer weiterhin. Wenn ihr ein Urlaub fahrt, genießt die Zeit, hört Macht und Million, unbedingt und wir hören uns in zwei Wochen wieder. Bis dahin, ciao. Macht und Millionen. Eine Produktion von Business Insider, Redaktion, Kristine Fandenberg und Kayan Öskens. Produktion, Pair Semrao, Titelmusik, Afonelli.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der Podcast "Macht und Millionen" von Business Insider behandelt echte Wirtschaftskrimis.
  2. In der ersten Folge der achten Staffel wird die Problematik rund um Boeing und die Boeing 737 Max thematisiert.
  3. Boeing hat mit Qualitätsproblemen, Produktionsmängeln und Führungschaos zu kämpfen.
  4. Die Boeing 737 Max hatte Sicherheitsprobleme aufgrund des MCAS-Systems.
  5. Die Konkurrenz durch Airbus und die Übernahme von McDonnell Douglas haben die Unternehmenskultur von Boeing verändert.

Summary:

In der ersten Folge der achten Staffel des Podcasts "Macht und Millionen" von Business Insider wird die Problematik um Boeing und insbesondere die Boeing 737 Max diskutiert. Boeing kämpft mit Qualitätsproblemen, Produktionsmängeln und Führungschaos, während die Konkurrenz durch Airbus wächst. Die Übernahme von McDonnell Douglas hat die Unternehmenskultur von Boeing verändert, da vermehrt auf Profit und Aktienkurs geachtet wurde.

Die Boeing 737 Max hatte Sicherheitsprobleme aufgrund des MCAS-Systems, das dazu diente, das Flugzeug automatisch zu stabilisieren. Die Software führte jedoch zu schwerwiegenden Problemen. Diese Entwicklungen haben dazu geführt, dass Boeing seinen Ruf als Luftfahrt-Riese teilweise eingebüßt hat und sich in einer Krise befindet.

FAQs

Der Podcast behandelt echte Wirtschaftskrimis und ist eine Produktion von Business Insider.

Die erste Folge handelt von den Problemen und Krisen des Unternehmens Boeing.

Es wird ein Vorfall mit einer Alaska Airlines Maschine geschildert, bei dem eine Tür während des Fluges herausfiel.

Boeing hatte Probleme mit Abstürzen, Qualitätsmängeln, Führungschaos und Vernachlässigung der Produktion zugunsten der Finanzen.

Die Übernahme von McDonald Douglas führte zu einem stärkeren Fokus auf Profit und Aktienkursen anstelle von Produktqualität und Sicherheit.

Der Erfolg des Airbus A320 Neo führte dazu, dass Kunden wie American Airlines ihre Bestellungen von Boeing auf Airbus umstellten, was Boeing unter Druck setzte.

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