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Darum muss Europa das »Antiamerika« werden

58m 55s

Darum muss Europa das »Antiamerika« werden

In dieser Podcast-Episode wird das Buch "Americanismus" von Marvin T. Neumann besprochen. Das Werk analysiert die ideologischen Grundlagen der Vereinigten Staaten und argumentiert, dass der gegenwärtige kulturelle Konflikt, oft als "Wokeness" bezeichnet, keine abrupte Neuentwicklung, sondern im liberalen und idealistischen Gründungsnarrativ des Landes angelegt sei. Dieser fundamentale Widerspruch bestehe zwischen dem universellen, weltbürgerlichen Anspruch der Nation und ihrer historisch spezifischen angelsächsisch-protestantischen demografischen und kulturellen Prägung. Die Diskussion verfolgt die historische Entwicklung, bei der die weiße angelsächsisch-protestantische Elite (WASPs) durch die Befürwortung liberaler Assimilations- und Bürgerrechtsideale letztlich ihre eigene hegemoniale Stellung unterminierte. Diese Dynamiken hätten im 20. Jahrhundert strategische Wendungen ausgelöst, die zum heutigen Kulturkampf führten. Abschließend wird der erhebliche Einfluss dieser amerikanischen ideologischen Exporte – wie universalisierte Schuldkonzepte und Re-Education – auf Deutschland und Europa betont, wobei "Americanismus" als ein Schlüsselbegriff zum Verständnis dieser transnationalen Phänomene eingeführt wird.

Transcription

4494 Words, 29201 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen, liebe Zuhörer zu einer neuen Episode von Hechtz-Gelesen, dem rechten Kultur, Literatur und Szene-Podcast des Jung-Europa-Falax. Heute bei uns zu Gast ist der Jung-Europa-Auto- und Amerika-Experte, Marvin T. Neumann. Hallo, Marvin. Du lachst gleich, wenn ich Amerika-Experte sage. Der Titel ist ja für Nils Weg nach vorne. Alles klar. Und ebenfalls am Mikrofon, ihr habt es schon gehört, ist der Jung-Europa-Roman-Auto-Folker-Ziecke. Hallo, Volker. Und meine Wenigkeit der Verlachsleiter Philipp Stein. Marvin, vielen Dank, dass wir heute hier bei dir sein dürfen, um diese Podcast-Ebisode aufzunehmen. Und wir wollen natürlich sprechen über dein erstlingswerk, über Americanismus, den Fundamenteband, der vor wenigen Wochen bei uns im Jung-Europa-Falag erschienen ist. Vielleicht fangen wir mal so ein bisschen in Anführungszeichen mit der Werkhistorie, annommen, einen sehr großen Begriff zu nutzen. Viele unserer Zuhörer und auch Leser warten ja sehnsüchtig auf ein Buch, das wir schon mehrfach angekündigt haben, nämlich einen ziemlich umfassenden Weltzer von dir. Und jetzt ist aber Americanismus erschien. Dieser kurze Band mit ungefähr, ich glaube, es sind 132 Seiten, wurde eine oder andere sich gefragt hat, was ist denn das jetzt eigentlich? Wie kommt es dazu, dass wir jetzt gemeinsam als allererstes diesen kurzen Band veröffentlicht haben? Also es ist natürlich richtig, ich arbeite, oder ich habe über die letzten und euch weiß nicht, zwei Jahre oder so, wo das ganze Thema Umrugnis noch stark den Diskurs bestimmt hat, vor allem auf der rechten, mich mal drangesetzt, eine umfangliche Analyse, Genealogie und so weiter zu diesem Phänomen anzubelegen, vor allem weil schnell aus auch diesen liberal konservativen News nahens wären, dann schon Bücher zu den Begriff kamen, die das Ganze meiner Meinung nach völlig falsch darstellen und natürlich so eine anti-liberale, ein anti-liberales Phänomen darin zu sehen. Mein, ich glaube, Ulf Porscher hat das irgendwie mal, also mit einem spießbürgerlichen Konservatismus gleichgesetzt, der sich jetzt unter neunbürgerlichen, einer neunbürgerlichen Fassade da wieder barren bricht. Aber das Ganze ist natürlich ein bisschen überholt worden von den Ereignissen. 2023, der siebte Oktober, Hamas und so weiter und die innen wie gewisse Maßen außenpolitische Wände der Amerikaner und das, was dann so als Weibschiff, als Phänomen bezeichnet wird, was letztendlich heißt, dass die ganzen Konzerne, Medien, Häuser und so weiter angefangen haben, also nicht mehr über irgendwelche Genderfluidenthesen zu faseln und die Regenbogenflage zu glorifizieren, sondern auf einmal diesen, das, was unter dem Begriff Mager, also Melka Gradigan, fährt, weil sich wird das nicht mal als Konservatismus unbedingt bezeichnet, da kommen wir schon darauf zu sprechen, was es damit auf sich hat, aber es gibt auf jeden Fall so eine strategische Wände da drüben und in dem Werk, das dann hoffentlich veröffentlicht wird, ist es so, dass nicht nur dem Phänomenenwochen ist, sondern auch diesen Phänomenen, das wird jetzt dort sehen, diesen Versuch einer Wände, dass das insgesamt ergründet wird, also eine gewisse Dialektik, die da stattfindet, um jetzt nicht so seienst thematisch oder abzurutschen. Ja, ich wollte jetzt noch nicht so viel auf die Tese des Buchs eingehen, das wird schon knallig sein, also wenn wir das darauf verlassen. Genau, das ist ja im Grunde genommen, du hast ja einen ersten Entwurf schon vorgelegt und wir haben es ja damit einen Werk zu tun in der Tat, das können sich die Leser und die Hörer vielleicht so ein bisschen abschätzen, sich so ungefähr in der dicke von den Westen brechen, von der Leute Benoar bewegt, so ein Etwa, also schon einen ernst zu nebendes Werk im Sinne vom Umfang. Und das, was wir jetzt hier gemacht haben, das war ja glaube ich im Abend einen Vorschlag von dir, nicht wir haben effektiv einen Teil aus diesem Buch, der ja relativ aktuell war, haben wir extra hier, bzw. du hast den extra hier, das ist eigentlich einen Kapitel oder Teil dieses Werkstgewesen, den hast du rausgegriffen, überarbeitet und praktisch jetzt als Fundamenteband zur Verfügung gestellt, so ein Etwa ist es gewesen. Genau, aus dem Grund, aus verschiedenen Gründen schieben wir das sinnvoll zum einen, spielte Amerikanismus eine Rolle, natürlich auch wenn man überwoknis spricht, und dieses ganze Thema, das ich in dem dickeren Band bearbeite, also es ist für meine, ich denke, das ist gut, wenn die Leute von vorne rein schon mal wissen, worum es da geht, dass man das nicht auch alles noch mal dann da durch die Klinien muss und so weiter. Und zum anderen ist mir auch aufgefallen, dass die meisten Leute also allgemein, aber auch auf der rechten von diesen Begriff des Amerikanismus irgendwie, das können sie es nicht darunter vorstellen. Also der Anti-Amerikanismus ist so als Begriff gesetzt, das ist halt irgendwie so eine angeblich oberflächliche und begründete Ablehnung, amerikanischer Kultur oder politischer Einflüsse meint und vom Riss in den Immorgang getrieben sei, oder sowas. Aber wenn es ein Wissen ist, also der Amerikanismus selbst ist halt auch ein feststehender Begriff, es ist keine Fremdszuschreibung, sondern es ist tatsächlich eine eigene Tradition in den USA. Und das ist vor allem im Kontrast zu diesem Begriff des sogenannten Kulturmachsismus, der eine Regel verwendet wird, um dieses Phänomen des Wogenes und diesem ganzen längst liberalen Kulturwahren zu erklären. Der Begriff ist aber eine Fremdszuschreibung, also es gibt keine kulturmachsistische Denkschule, die sich auch irgendwie so bezeichnen würde. Meine Meinung nach, das wird in diesen kleinen Bandlein dann ja auch gestreif, vor allem in den letzten Kapiteln haben wir es auch bei diesem Phänomen weniger mit der überwältigen Macht, Marxistischer, so fersiver Denker zu tun, sondern eher einen amerikanisch strategischen Wandel, der in der Mitte des letzten Jahrhunderts stattgefunden hat. Und um das mal irgendwie zu skizzieren, damit die Leute vielleicht schon mal wissen, okay, darum wird es ja auch gehen, aber einfach schon mal vorzugreifen, diesen Begriff zu setzen und die Leute auch begrifflich zu machen, dass wir uns schon mit dem Westling hier gewohnt mehr beschäftigen müssen, als mit dem Phantom der Sowjetunion. Ja, bleiben wir vielleicht mal gleich in den USA, bevor wir vielleicht später auch dann noch mal über den Einfluss der Amerikaner auf die Bundesrepublik Deutschland sprechen und auf den deutschen Wähler und Bürger. Also es ist ja eine furchtbar spannende Geschichte. Ich habe dann bekannten beispielsweise der S-Krad in den USA, völlig unbedarfter und politischer Mensch, der da gerade einen Rundflug macht über den Grand Canyon und so, was man halt als Tourist irgendwie so macht. Und wie alle, du bist ja auch ungefähr unser Baujahr, Kind der 90er, kennen ja die Amerikaner im Grunde genommen innen auswendig über ihren Kultur-Export. Also Stichwort, da kann man natürlich über sowas sprechen, wie Tour nach Half-Man als Sendung, oder was auch immer, da sprechen wir aber auch über sowas wie das A-Team. Also diesen ganzen Kultur-Export-Musik natürlich ganz klar. Oder Amerika ist ja im Kopf vieler deutscher, glaube ich, gerade aus der älteren Generation, also älter noch als Bier, eigentlich verhaftet als ein patriotisches Land. Also im Sinne von, da fahren die Leute in irgendwelchen Pickups rum und dürfen Waffen tragen und sind irgendwie so einigermaßen selbstbestimmt und überall hängt eine amerikanische Flagge und zu jeder Gelegenheit wird die Nationalhimmende gesungen. Ist ja sicherlich auch kein Bild der USA, was jetzt zu 100 Prozent falsch ist. Gleichzeitig erleben viele Bundesbürger, die Hörer unseres Podcasts gehören vermutlich eher nicht so dazu, aber der klassische Wähler, beispielsweise auch der AfD, überhaupt nicht, dass es in den USA im Grunde genommen seit Jahrzehnten eine Bewegung gibt. George Floyd war so ein kleiner Höhepunkt vielleicht sogar in der medialen Berichterstattung. Hin zu dem Phänomen, was du jetzt dann auch in dem großen Buch, was du schreibst als Walkness betitelt hast. Und ja, das ist im Grunde genommen dort einen wahnsinnigen Kulturkampf gibt zwischen verschiedenen Kräften. Das ist ja auch Thema dieses Bandesamerikanismus, zumindest teilweise. Und darauf würde ich gerne mal zu sprechen, komm, du stellst ja gewissermaßen in diesem Band die Teese auf, so will ich es mal nennen, dass ja diese Woche Agenda angelegt ist, eigentlich schon im Gründungsaktor USA, weitesten Sinne. Und dass wir es hier nicht zu tun haben, so wie viele in Anführungszeichen Boomer vielleicht sagen würden, mit zu einer jüngsten Entwicklung der USA, so eine so einer falschen Abzwägung, hin vom, ja, weiß ich nicht, weißen patriotischen Arbeiteramerika, zu einem schwarzen, transsexuellen, was weiß ich, sondern du sagst und das ist ja praktisch die harte These dieses Buches. Nein, das ist eigentlich ein Stück weit das Amerika, was schon im Gründungsakt mitschwingt. Kann man das so sagen, ist es eine steile These? Ja, absolut, also das würde ich absolut unterschreiben. Zum einen lustigerweise das Amerikabel, das so im Anfang skizziert, das ist ja historisiert. Ja, das ist ja das Amerikaner 80er und frühen 90er. Genau, ja. Ja, das zum einen schon falsch ist, also die 90er waren eigentlich geprägt von Rassen unruhen. Ja, dann auch denken die Leute an Fresh Prince of Bel Air und denken, ja, da haben sich alle Lieb gehabt und das war und jetzt sehen die Leute alle Farbe und früher war es nicht so, ist verliegerunfug. Die amerikanische Rechte, jetzt nicht unbedingt die GOP-Rechte, die sich dessen auch bewusst, aber viele haben für den USA absoluten Überholtesbild. Ich habe tatsächlich Verwandtschaft in den USA in Kalifornien, dadurch habe ich das schon immer so ein bisschen eher mitbekommen, das sind Kalifornien auch nicht überall so schönes immer. Also Landschaftlich vielleicht schon, aber gesellschaftlich nicht unbedingt. Aber es ist nicht absolut richtig, also die Vereinigten Staaten sind eigentlich ein einzigartiges Projekt. Also das will ich schon unterschreiben, auch wenn amerikaner sich da immer stolz ruppziehen. Ob man darauf stolz sein muss, ist dann die andere Frage vor allem als Europäisch-Stammige Amerikaner. Aber es ist eine koloniale Gründung der Briten nicht ursprünglich als Nation vorhergesehen. Das kommerziellig ging dort auch immer in der Nationen-Werdung voraus. Die amerikanische Revolution war eine bürgerliche Revolution. Da ging es nicht um höhere nationale Ideale unbedingt. Aber sie berufen sich auf eben diese frühneuzeitlichen Ideen des Liberalismus, der Perfektionierung des Menschen und der Freiheit für alle Menschen, einer Abkehr vom irgendwie katholischen Abendland, also von so einem regressiven Europa, wo immer auch die dispotischen Monarchen herrschen. Da floss ganz viel Optimismus mit rein, dass sich dann vor allem im 19. Jahrhundert auch deutlicher dann herauskristallisiert hat. Und vor allem stellt es von vornherein im Kultur-Widerspruch da, dass sich unter dieser Verheißung amerikas einerseits idealistisch diese Weltbürger-Nationen entfalten sollte und Leute wie Thomas Payne sind auch schon recht explizit. Also wenn Leute meinen, da haben die nicht drüber gesprochen. Im späten 18. Jahrhundert doch haben einige. Also da ging es darum, dass Menschen alle Nationalität daher kommen sollen, die von ihrem Gemüt aufgeklärt sind und so weiter. Und dort sollen sie dann eine neue Zivilisation begründen. Und zu gleich ist es aber natürlich so demografisch, sind die vorigen Staaten eine angesextische oder eine englische Nation gewesen. Die Puritana sind da ganz, ganz wichtig. Das erste Great Awakening stellt so eine Ausbruch-Puritalische Reliciosität da, wo die verschiedenen Kolonien noch mal zusammengeschmolzen sind, gewisse machen zu einer einheitlichen angroamerikanischen Kultur überhaupt. Also man darf wirklich nicht vergessen, das waren halt eben Kolonien. Das war eben nicht wie in Europa über Jahrhunderte verschiedene Kämpfe angestammte Volks-Thema, sondern eigentlich eine ziemlich kurzfristige Angelegenheit. Und dadurch, dass die amerikanische Nation einerseits eben hauptsächlich progetanisch protestantisch britisch war, aber sich unter diesem Begriff Amerika ist eigentlich so eine inklusive aufgeklädte Weltbürger-Zivilisation entfalten sollte, bestandte eben vom vornhereinem Widerspruch, der eben dann erst im spät 19. und Anfang 20. und 20. und so wirklich reflektiert wurde. Und diese Brücke, die da bestand wurde, dann eben von dieser amerikanistischen Kultur-Ideologie überbrückt. Und dazu gehört zuerst die Überwindungen des angelsachsen Thums, des progetanischen angelsachsen Thums und im weiteren Schritt dann in der Mitte des 20. auch eines Euroamerikanentums, also der europäischen, man könnte sagen, weißen Identität Amerikas. Du flückst das ja sehr gut auseinander in dem Buch, dass es ja auch in den USA verschiedene Strömungen gab, die ja auch ganz offensiv auch mit der Religion ihrer Herkunft zusammenhängt. Also zentraler Begriff ist ja der, das warst, das weißen angelsächsischen Protestanten. Aber schon innerhalb dieses Protestantentum gibt es ja verschiedene Strömungen, du hast kategoritarner angesprochen, die da prägend waren, kann man sagen. Das ist ja immer in so einer Adwellenform verlaufen, kann man sagen, das ist das mal, das ist zirkele in die eine Richtung ausschlägt mal in die andere. Was ja glaube ich auch viele Leute heute eben dazu bringt, gerade nach dieser era George W. Bush, die ja wir auch intensiv mitbekommen haben, wo man gedacht hat, ja, Amerika ist ja eigentlich so und dann kam halt Barack Obama und dann dachte man, ja, gut, es sind alle liberal und trainet plötzlich durch und gibt es in diese liberale Phase und jetzt kommt Donald Trump und jetzt so alles wieder gut zu sagen. Jetzt kennen sich das wieder ein, aber tatsächlich ist das ja auch nur eine Fortsetzung dieser Schwingung, aber interessant wäre ja auch rauszustellen, wie dieses Selbstverständnis von diesen Warps, die ja immer noch eine demografische relevante Gruppe in USA sind, wie die sich eigentlich zu diesem Amerikanismus verhalten. Und weil ja das ist ja glaube ich ein Vorwurf sozusagen, dass die Rechte an dieses Buch haben könnten, nämlich dass ja Amerika durchaus immer noch eine weiße Nation ist und deswegen nicht mit so Feinzehlichkeit belegt werden sollte wie in diesem Buch. Also du hast zum einen hast du recht, es ist tatsächlich so, dass ich viele Entwicklung in den USA auch im 19. Jahrhundert sehr, diejenigen, was wir heute sehen, es gab immer wieder das Einwanderungswellen kam, dass sich dann die Native ist, also eben diese angesächsischen weißen Amerikaner, später ist ja auch ein Produkt dieser Entwicklung, dann gibt es immer wieder eine Phase, wo das irgendwie alles abklingt. Wir haben im späten 19. Jahrhundert haben wir Republikaner, die schon für Massen, wie gerade so noch es ökonomischen Gründen werben, sich dann auch teilweise eben diesen liberal idealistischen Menschheitsbegriffen da irgendwie den nützlich machen, dann hört das wieder auf, das geht immerhin und her. Und das spitzt sich eigentlich dann im letzten Jahrzehnt dann zu, wo dann Trump, wie gesagt, als Populismus kommt viele Ähnlichkeiten, das ist absolut recht. Also das ist, ich würde behaupten, das ist eben, ich zuletzt auch das Produkt dieses fundamentalen Widerspruch der Vereinigten Staaten oder Amerikas. Und bezüglich der Wasp, das ist sehr interessant. Also ich orientiere mich da stark auch an Eric Kaufmannsbuch von 2003, The Rise and Fall of England America, wo er eigentlich diese Frage schon mal behandelt hat und darstellt, wo historisch eigentlich einmalig ist, dass also eine Elite, die angeseksische Elite gewisse Massen freiwillig platzmacht und sich selbst absägt. Und ich würde behaupten, dass es diese Wasp-Elite heute nicht mehr gibt. Es gibt den weißen Amerikaner, aber diesen destintiven Wasp kaum noch, also nicht als repräsentative Herrscher-Schicht. Das sieht man halt auch daran, dass den Jo Biden war Katholik. Also in der 60er, eine Kennedy, das war eine riesen Sache, dass er jetzt ein Katholik einer auf andere Sachsen macht. Also das fand die rechten damals nicht so toll. Heute Tag ist, glaubt es, kein. Und Jo Biden wird auch eben nicht als, oder wurde ja nicht zurecht, nicht als einen weißer, amerikanischer Präsident wahrgenommen, der auch irgendwie das weiße Amerika repräsentieren wollte. Das war eine ganze Gegenteil. Er hat dann nun, das war die Argumentisation, die diesen woken antivaisen Kram da teilweise institutionalisiert hat. Gut mal sieht, dass sich unter diesen, bei den Wasp vor allem in 1910 und 1920 gern, bei so einem Generationwechsel sich einstellt, dass eben ein Teil sich dieser liberalistischen Ideale verpflichtet fühlt. Begeise dem Modernisten sind, ich glaube, dass eben jetzt mit den Mitteln der technologischen moderne die Menschheit zusammenkommen wird, so einer Einheit, eine globalen Einheit, das Amerika das ankündigt, als kontinentale Asimilative Nationen. Und dort wird dann so diese angelt sächsische, angloamerikanische Identität schon als was regressives wahrgenommen. Und im Prinzip hast du in der Mitte des Jahrhunderts eigentlich die Wasp schon auf ihrem Weg nach draußen. Also ein großes Problem für die ist oder nachher ein Problem ist, dass sie sich vor allem moralisch gerechtfertigt fühlen, fühlten durch den sieht es weinen Weltkriegs. Also wir haben hier die Überschwänglichkeit eines weißen Sendungsbewusstseins der Nazis, das haben wir niedergewaltst. Also wir sind frei auch von jedem Vorwurf, dass wir hier irgendwie es klar haben gehalten haben und irgendwelche anderen Minderheiten schlecht behandelt haben oder schlecht behandeln. Ist aber natürlich ein Widerspruch, man kann sie nicht auch berufen, wirkliche Form von vermeintlicher oder tatsächlicher Diskriminierung und rassischer Unterdrückung überwunden zu haben und zeitgleich das eigentlich im eigenen Staat mehr oder weniger implizit oder explizit aufrecht zu erhalten. Und daran sind die denn letztendlich zur Runde gegangen. Also die haben vieles institutionalisiert, direkt in den 40ern, Anfang der 50er, viele Lobbygruppen, die dann halt auch diese ganze Bürgerrechtsbewegung aufgebaut haben, die letztendlich, man kann es so krass sagen, das Ende des weißen Amerikas auch besiegelt haben. Also diese ganze boke Geschichte baut legalistisch auf diesen Bürgerrechtsbewegungserfolgen auf. Was aber auch zeigt, dass zum Beispiel so deutsche Phänomene wieder sogenannte Schuldkult, kann ich auch nur US am herikernischen Import sind. Gut, davon würde ich sowieso ausgehen. Also das ist unter dem Begriff der Reality Occasion ist das natürlich explizit vorangetrieben worden, zum Teil ja auch zu interessanten Ausmaßen, also vor allem die Amerikaner haben sich auch stark dafür eingesetzt, dass die Außdeutschen vertriebenen schnell in der westlichen BRD-Gesellschaft assimiliert werden sollen, um in dieser westlichen Identität, die da aufgebaut wurde, ja, aufzugehen und nicht irgendwie so ein ausdeutschen nationales Empfinden dort irgendwie als mögliche Opposition aufrechtzuerhalten. Aber es stimmt. Letztendlich wurde die Reality Occasion in diesem Sinne wurde gut koppelt in den Vereinigten Staaten eigentlich im gesamten Westen abstrahiert, universalisiert und dann auf alle Europäische, stemmige Menschen ausgeweitet. Ja, ich glaube, das ist ja wirklich die spannende Tese, dieses kurzen Werkes. Also man darf vielleicht vorweg schicken. Für diejenigen, die es noch nicht gelesen haben, dein Buchgleich auf einer gewissen Art und Weise dem Werk Eigentumonordnung von Bruno Wolters aus einem ganz einfachen Grund gar nicht inhaltlich, sondern als die Leute gelesen haben, Bruno Wolters bekannt vom Konfliktmagazin, der immer auch Artikel geschrieben hat, die in irgendeiner Weise, was weiß ich, auch mal Marxistische Denker mit einbezogen haben oder sozialistische oder in irgendeiner Weise irgendwie nicht typisch rechts waren. Dachte man, der legt jetzt ein Band vor, der heißt Eigentumonordnung und der dreht sich jetzt, das ist ein Manifest. Also das ist praktisch, das sind jetzt 120, 130 Seiten, wo er erklärt, warum zum Beispiel der Rechte vom Eigentumsbegriff lassen muss oder warum er seinen eigenen Begriff davon verändern muss und so weiter und so fort. Am Ende war das Buch aber nur in großen Anführungszeichen, vor allem tatsächlich eine Arbeit, die auf wissenschaftlicher Art und Weise auf einer wissenschaftlichen Basis den Eigentumsbegriff diskutiert hat, den Begriff der Ordnung diskutiert hat und dann in einem abschließenden Kapitel natürlich auch ein eigenes Urteil gefällt hat. Klar, das gehört dazu. Und Americanismus, Ideologie der westlichen moderne, das ist ja der Untertitel des Werkes, ähnelt diesen Buch in der Weise, dass jetzt viele denken würden, die kennen Marvin Neumann, die kennen dich von Twitter, denke ich, da folgen viele dir und lesen deine Hot Takes wieder ein oder andere sagen würde. Das ist ja immer, wie man sagen würde, halbe Buch, was du da schreibst. Und kennen dich vielleicht auch noch als anderen zusammenhängen, beispielsweise auch von Beiträgen von den jungen Europa-Block, da ging es ja auch schon oft ums Thema Amerika. Und die denken jetzt, vielleicht alles klar, der Marvin Neumann hat ja jetzt einen Ding rausgekloppt. Das sind jetzt 132 Seiten reine, anti-amerikanische, ähm, ja, esseistische Power nach vorne und das ist es ja in der Form nicht. Und das meine ich jetzt gar nicht irgendwie negativ. Du hast ja zunächst erstmal tatsächlich und deswegen sprechen wir jetzt ja auch darüber. Auf einmal 100 Seiten dieses Buches wirklich nachgezeichnet, welchen Weg der Amerikanismus als Ideologie der westlichen moderne, deswegen der Untertitel gegangen ist. Also das handelt sich ja zunächst tatsächlich unabhängig davon, dass du viele unbequeme Wahrheiten auch ansprichst und deutlich nänzt, um den Buch, was diese Sache auf wissenschaftlicher Weise sozusagen untersucht. Und im Schlussteil kommst du dann eben zu einer Konklusio. Und das ist vielleicht auch nochmal ganz nett zu wissen. Vor dem Hintergrund dieses Podcasts ist es ja einmal eine Verkaufsänderung, ganz klar. Kauft dieses Buch 14 Euro, jungen Europa.de. Ähm, dass das auch was für Leute ist, die es vielleicht eher mit den USA halten. Das wird den natürlich nicht schmecken, das ist klar. Aber lesen, so blödes Kling, kann das ja zunächst erstmal jeder. Also es ist jetzt nicht so, dass ich die ersten 10, 15 Seiten aufschlage und sage, ah, das ist ja nur an die amerikanische Propaganda. Und das Ding tue ich jetzt zur Seite. Das heißt, kommen wir mal von diesem Bereich. Also das ist glaube ich, für viele schwer zu erfassen, wir haben jetzt über Wasps gesprochen, wir haben andere Begriffe rumgeschleudert. Wir haben explizit gesprochen vom weißen Amerika und seinem Weg, sozusagen von der Gründung der in Anführungszeichen Nation zu heute. Ein Punkt, den ich heute natürlich unbedingt ansprechen wollte, ist Charles Kirk, Charlie Kirk, der ja kürzlich, ob am 10. September war es in Utah erschossen wurde. Ich muss mich outen, viele werden jetzt total ausrasten und sagen, was ist mit dem falsch. Ich kannte denen nur sporadisch. Also ich hatte das Gesicht schon mal gesehen und sicherlich auch schon mal so ein Instagram Video, aber als jetzt Benedikt war das in dem Fall in unsere Verlachskruppe schrieb. Charlie Kirk wurde erschossen, da ist man gesagt, okay, ist das jetzt. Weil ich gar nicht das spektierlich, aber bin jetzt niemand, der sich so sehr damit beschäftigt. Was erleben wir denn, um mal zu aktuellen zu kommen, seit der zweiten Präsidentschaft von Trump? Und jetzt vor allem seit diesem Mord an Charlie Kirk, was erleben wir jetzt in USA? Hast du das Gefühl und das behaupten ja viele, dass sich jetzt zitat plötzlich was tut im weißen Amerika, du hast ja, um nochmal klarzumachen, was ich meine, du schreibst praktisch in deinem relativ kurzen Band. Das, was wir in den USA heute erleben, die Rassenkämpfe, diese allgemeinen Verirrung, der Überbordende, Kapitalismus, diese Massenarbeitslosigkeit, die Trailerparks. All das ist gewissermaßen irgendeiner Art und Weise angelegt in diesem unfassbaren, liberalen Gründungsmütters eigentlich schon der USA. Ja, vereinfacht ausgedrückt. Und jetzt haben ja viele das Gefühl, durch diesen Tod von Charlie Kirk und eben durch Trump zwei sozusagen und vielleicht auch durch J.D. Wands, der ja Trump wohl möglich ablösen wird, gäbe es irgendwie doch noch Hoffnung für das weiße Amerika, für so einen, ja, wie würde man das nennen? Eine Rückkehr zu den alten Idealen wäre es ja nicht, weil nach dir gab es die ja nicht. Aber immer den an dem Punkt in den USA, wo sozusagen das berühmte, fast übergelaufen ist, oder nicht. Und was kann sich da überhaupt tun? Ich würde sagen, nein, ich würde für viele ernüchternd, also, Charlie Kirk ist nicht der Horst Wessels, der Magerbewegung, wie einige das tatsächlich schon mal, ich dachte, als Scherz, aber einige haben das glaube ich erst mal, was nicht Horst Wessels. Entschuldigung. Ich war noch ein Scherz. So was käme ich nicht aus. Auf jeden Fall, also, auch Twitter haben viele Leute, die schon den Burger-Krieg herbeigesehen oder darauf gesetzt, dass die vom Gemüt her überspitzt gesagt, nur grillen wollen und konservativ mit ihrem Gewermgarten jetzt sich irgendwie zu Freikoppszusammen schließen. Oder alles Quatsch wird nicht passieren. Es war klar. Wir leben in einer ganz seltsamen Zeit, wo das Internet und diese Hyperiale, wo viele Menschen so eine Parasoziale Beziehungen zu ihren Twitter konnten haben und also, was bin ich da meinen, dass ich zumindest auf der rechten Seite so was gar nicht irgendwie niederschlagen kann in einer Form von Organisierung. Man muss auch dazu sagen, wenn es dazu führen wird, also erst mal Charlie Kirk ist, also der war kein, da war kein, wie man so schön sagt, white nationalist, wie das ähnliche bundesdeutschen Journalisten behaupten, sondern da hat sich immer stark gegen Identitäre, gegen ethno-nazialistische Position, vor allem von Weißen ausgesprochen, hat immer von der inklusive Natur, da man gar nicht nationen gesprochen, die ja natürlich in Essen, dann irgendwie christlich konjunktiert sehen will und nicht unbedingt irgendwie liberalsekular. Aber der war nicht, das für was er teilweise gehalten wird zum einen. Zum anderen ist es so, dass die GOP, die Republikanische Partei und die ganzen Institution drumherum und auch Trump und so weiter, auch die Brandmauer zu jenen Rechten haben, die eben Bezug nehmen auf ein Weisesamerika, ob sie jetzt von den Wasps reden oder mittlerweile wird auch gerne der Begriff der Heritage Amerikaner, das ist eigentlich die Brandmauer bei der GOP. Ja, die spielen jetzt momentan damit, esthetisch und begrefflich deuten die Dinge an, nichts letztes, weil sie rekrutierungsprobleme haben und die alten Militärfamilien in den USA, vor allem nach der Erarbeitung von US-Militär und der US-Politikstaatsführung, nichts mehr wissen wollen. Das ist eigentlich die Brandmauer bei der GOP. Also, da wird esthetisch mit diesen alten GOD-Fashion-American-Bildern und so weiter gearbeitet. Was uns zum Beispiel daran sieht, dass, glaube ich, im Pentagon oder West Point jetzt zum Beispiel diese General Lee Statue wieder eingesetzt wurde, so ganz kleine Dinge. Genau, das ist gesehen hab. Absolut. Also, symbolische Syge, wo dann halt der Twitter noch zu sagen kann, we're so back und glauben jetzt kommt halt eben die nationale Wände. Aber diejenigen, die aufmerksam waren, die wissen eigentlich seit 2018 und 19, das sich um Trump so eine Agenda überhaupt nicht befindet. Er selber vertritt diese Position nicht. Keiner um ihn herum vertritt diese Position. Die haben riesen Problemen, weil sie jetzt endlich eine total disintegrierte Gesellschaft multi-ethnisch, aber auch, wie wir vermutmaßlich auch bei dem Täter von Charlie Kirk sehen, die auch irgendwie psychisch mittlerweile sagen, wie einfach mal im Eimer ist. Also, wie viele junge Menschen da auf Medikamenten sind und so weiter schiit zufrieden, als mögliche. Ich glaube, dass die westliche, dass es spiegelt, sich ja hier zum Teil auch, dass die westlichen Gesellschaften so dysfunctional schon sind, aber vor allem auf Hochturn werben, dass sich da so bürgerkriegst- ähnliche Zustände gar nicht manifestieren können und jegliches Momentum, das zur Organisation führt, die irgendwie explizit pro weiß amerikanisch sind, die werden, da gebe ich euch die Briefung Siegel von der US-Regierung plattgemacht. Also, was auch viele Leute nie wissen und in der ersten Administration Trumps wurden diese ganzen All-Ride-Gruppen plattgemacht. Die wurden nicht unter beiden weggehauen, sondern unter Trump. Was macht Viktor Orban eigentlich so erfolgreich? Es ist die Angst der Liberalen, dass ein Recht der Wahl erfolgt, eine dauerhafte Wende er vorbringen könnte. Viktor Orban hat das geschafft. Wie und warum? Das erfahrt ihr im Buch Nationalerblock. Jetzt auch als Hörbuch verfügbar. Entweder als sofort Donald Trump auf unserer Website oder überall dort.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der Podcast diskutiert Marvin T. Neumanns Buch "Americanismus", das die ideologischen Grundlagen der USA und deren Widersprüche analysiert.
  2. Es wird die These vertreten, dass der aktuelle "Wokeness"-Kulturkampf keine neue Entwicklung, sondern im liberalen Gründungsmythos der USA angelegt ist.
  3. Die historische Rolle der weißen angelsächsischen Protestanten (WASPs) wird erläutert, die durch ihre eigenen liberal-idealistischen Prinzipien letztlich ihre hegemoniale Stellung untergruben.
  4. Der Einfluss amerikanischer Ideen, wie die "Re-Education" und universelle Schuldkonzepte, auf Deutschland und Europa wird als bedeutend hervorgehoben.

Summary:

In dieser Podcast-Episode wird das Buch "Americanismus" von Marvin T. Neumann besprochen. Das Werk analysiert die ideologischen Grundlagen der Vereinigten Staaten und argumentiert, dass der gegenwärtige kulturelle Konflikt, oft als "Wokeness" bezeichnet, keine abrupte Neuentwicklung, sondern im liberalen und idealistischen Gründungsnarrativ des Landes angelegt sei. Dieser fundamentale Widerspruch bestehe zwischen dem universellen, weltbürgerlichen Anspruch der Nation und ihrer historisch spezifischen angelsächsisch-protestantischen demografischen und kulturellen Prägung.

Die Diskussion verfolgt die historische Entwicklung, bei der die weiße angelsächsisch-protestantische Elite (WASPs) durch die Befürwortung liberaler Assimilations- und Bürgerrechtsideale letztlich ihre eigene hegemoniale Stellung unterminierte. Diese Dynamiken hätten im 20. Jahrhundert strategische Wendungen ausgelöst, die zum heutigen Kulturkampf führten. Abschließend wird der erhebliche Einfluss dieser amerikanischen ideologischen Exporte – wie universalisierte Schuldkonzepte und Re-Education – auf Deutschland und Europa betont, wobei "Americanismus" als ein Schlüsselbegriff zum Verständnis dieser transnationalen Phänomene eingeführt wird.

FAQs

Amerikanismus ist eine eigene ideologische Tradition in den USA, während Anti-Amerikanismus eine oft oberflächliche Ablehnung amerikanischer Kultur oder Politik beschreibt.

Die WASP bildeten lange die herrschende Elite, haben aber durch innere Widersprüche und liberale Ideale seit Mitte des 20. Jahrhunderts bewusst an Einfluss verloren.

Nein, er wurzelt im Gründungswiderspruch der USA zwischen angelsächsisch-protestantischer Identität und universalistischen Weltbürger-Idealen.

Wokeness wird als strategischer Wandel innerhalb des Amerikanismus verstanden, der auf liberalen Grundideen aufbaut und traditionelle Identitäten überwinden soll.

Sie legalisierte Gleichstellung, besiegelte aber auch das Ende des weißen Amerikas als dominanter Kraft und wurde zum Vorbild für globale Bewegungen.

Ja, Konzepte wie Reeducation wurden in den USA universalisiert und dann auf europäische Gesellschaften übertragen.

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