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Community-Frage: Welche Therapieform passt zu mir?

27m 1s

Community-Frage: Welche Therapieform passt zu mir?

Die Folge des Psychologie-Podcasts „Die Lösung“ beantwortet die häufige Frage: Welche Therapieform ist für mich richtig? Dabei wird erklärt, dass es vier staatlich bezahlte Therapieformen gibt: tiefen psychologisch fundierte Psychotherapie, analytische Therapie, kognitive Verhaltenstherapie und systemische Therapie. Die tiefen psychologische Therapie untersucht unbewusste Verhaltensmuster, während die analytische Therapie intensiv und langfristig ist und oft mit Liegen arbeitet. Die kognitive Verhaltenstherapie konzentriert sich auf konkrete Verhaltensweisen wie Procrastinieren oder negativen Gedankenmuster und fördert neue, gesunde Muster. Die systemische Therapie betrachtet psychische Probleme als Ausdruck sozialer Systeme, wie Familie oder Schule, und bezieht damit diese Beziehungen ein. Obwohl die Therapieform wichtig ist, wird betont, dass die therapeutische Beziehung der entscheidende Erfolgsfaktor ist – ein vertrauensvoller, fachlich fundierter und menschlicher Austausch. Eine erste Sprechstunde wird empfohlen, um verschiedene Ansätze kennenzulernen und eine passende Beziehung zu finden. Die Folge betont, dass es keine „perfekte“ Therapieform gibt, sondern dass die richtige Wahl durch persönliche Passung und Vertrauen erfolgt.

Transcription

4424 Words, 27719 Characters

German
Die Lösung, der Psychologie-Podcast des Bayerischen Rundfunks, mit Verena Fiebiger und Marin Wichers. Hey zur Lösung und zu einer unserer Community Folgen. Mein Name ist Verena Fiebiger. Ich bin eure Fragen sammlerin. Ihr schickt uns, was wir euch beantworten sollen. Und wir versuchen, das dann so teid wie möglich zu tun. Das bete heute nicht einfach, aber Marin hilft mir dabei, Dr. Marin Wichers, Verhaltenstherapeutin und die psychologische Experten hier in der Lösung. Hallo, schön, dass ihr zuhört, schön, dass du da bist, Fiebiger. Also, Haus der Lösung, Journalistin und Moderatorin. Wir haben diese Frage reinbekommen. Welche Therapieform ist für mich die richtige? Die Frage, die sofort in meinem Kopf dazu aufploppt ist, wie kriege ich überhaupt einen Therapieplatz? Und als wir diese Folge jetzt so vorbereetzt haben, haben wir gemerkt, wir müssen eine Folge auch dazu machen, wie finde ich überhaupt einen Therapieplatz, die wird also noch kommen. Wir sind uns diesem Thema und dieser Problematik sehr bewusst, aber heute beantworten wir eine Frage, die auch viele von euch interessiert, nämlich welche Art von Psychotherapie wäre für mich richtig, bzw. wie man es auch sagen könnte, wie finde ich den richtigen Therapäuten oder die richtige Therapäuten für mich? Warum das durchaus auch zusammen gehört, das wollen wir heute klären. So für all diejenigen von euch, die sich gerade überlegen, eine Therapie zu machen. Die kann ich nur sagen, eigentlich finde ich ja, es ist offensichtlich, aber ich habe es, glaube ich, in der Lösung noch nie erwähnt. Ich habe auch schon eine Therapie gemacht. Die Marin liegt so ganz freundlich lächelt, das gefällt dir gut. Ganz bedechtig, weil es ist eine Sache, darüber zu sprechen. Ja, ich 5 Jahre habe ich es vermieden, 5 Jahre gibt es die Lösung und jetzt denke ich, mir kommt es große Outing. Also mich hat es damals ehrlich gesagt gar nicht interessiert, was für eine Art von Therapie. Ich war einfach verzweifelt. Und ich glaube, so geht es vielen. Also es ist eigentlich total überfordern, sich erst mal über Therapiearten einzulesen. Hast du dann irgendwann nachgefragt, was ihr da eigentlich macht für eine Form vom Psychotherapie? Ich wusste das wirklich lange gar nicht. Ich war bei so einer Erstberatungsstelle, das hatte mir ein Freund genannt und die haben mir nach so paar Sitzungen flyer in die Hand gedrückt von den Ausbildungsinstituten in der Stadt. Das ist sehr häufig so, dass man da erst niemanden bekommt und ich habe dann da so diese Namen durch telefoniert. Und ich habe auch ein bisschen recherchiert, weil ich schon eine Präferenz hatte und zwar ich wollte unbedingt eine Frau. Das ist sehr individuelle, aber auch. Also da muss man auch gar keine Präferenz haben dafür und ich will jemand älteren. Also ich will so eine Doktorfreut mit Orensessel, Dickesbücheregal und die habe ich auch gekriegt. Und der Raum ist dann so leicht verraucht sozusagen. Genau, das ist ja nicht, aber war schon ein bisschen angegibt und irgendwann auf so eine Abrechnung habe ich dann gesehen, dass ich eine tiefen psychologisch fundierte Psychotherapie mache. Und es stand dann auch, ich habe irgendwann mal diese Homepage gegugelt, da stand dann ein Problem orientierte tiefen psychologische Psychotherapie und ich dachte mir nur so, das klingt also ein bisschen sperrig. Es klingt so wie Psychotherapie Psychotherapie. Also die Klingens und also verklauseliert diese Therapie-Formen. Ich weiß, was du meinst und man müsste sich erst mal in so eine ganze Schule, die dahinter steckt, die einlesen. Dann lass uns das jetzt machen. Also wir lesen uns nicht gemeinsam ein, sondern wir erklären für euch vielleicht mal. Also du bist sagt, sag mal, in diese Haupttherapie-Formen, die es gibt. Ja, das machen wir. Davon gibt es nämlich vier. Das sind vier sogenannte Richtlinienverfahren in Deutschland. Bei diesen Richtlinienverfahren da werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkasten übernommen, was für viele von uns einfach relevant ist. Lass uns mal mit der tiefen psychologischen fundierten Psychotherapie beginnen. Das ist das, was du gemacht hast, Phoebe. Also die ist eines dieser vier Richtlinienverfahren und die tiefen psychologisch fundierte Psychotherapie ist eine Therapie, die basiert auf sogenannten psychodynamischen Grundlagen. Das bedeutet, im Mittelpunkt dieser Therapie steht schon die Erforschung von eher unbewussten Prozessen. Also man geht in der Therapie der Frage nach, wie so diese eigene unbewusste Psychodynamik unser aktuelles Leben beeinflusst. Also wir schauen aktuelle Herausforderungen, Konflikte Probleme, die ich habe. Wie werden die so von meinen unbewussten Verhaltensmustern und Denkmustern geprägt? Ich habe das damals so empfunden, wie ein, so hin und her switchen zwischen der Vergangenheit und dem, was jetzt ist. Also es war immer so ein Wechsel. Wann bringt so eine Therapie? Was würdest du sagen? So eine Therapie kann dann hilfreich sein, wenn ihr den Wunsch habt, euch wirklich in der Tiefe mit euch auseinanderzusetzen oder wenn ihr im hier und jetzt immer wieder in die selbe Situation rein rasselt und nicht ganz versteht, warum euch immer wieder dasselbe passiert oder auch, woher es kommt. Also du hast es gemacht, Phoebe. War das denn rückblickend für dich die richtige Therapieform? Also das ist eine total schwierige Frage, weil du weißt nicht, wie eine andere Therapie für dich gewesen wäre? Also grundsätzlich, ich hinterfrage die Entscheidung gar nicht von damals. Also für mich war alles richtig so und ich bin wirklich dankbar, dass ich diese Person getroffen habe. Also ich würde sagen, ich hätte ein anderes Leben sonst. Mein Leben heute wäre anders verlaufen. Deswegen würde ich sagen, ja, es war die richtige Therapieform. Was ich daran so spannend fand, weil wenn man so eine lange Therapie macht, dann hörst du irgendwann die Stimme vom Therapäuten oder von der Therapäutin im Kopf, die dir sagt, was du gerade tun kannst oder was du gerade machst schon wieder, auch wenn du nicht da bist und irgendwann wird es deine eigene Stimme. Also irgendwann kannst du dir das selber sagen und du brauchst die Person dann nicht mehr in schwierigen Momenten. Das ist auch was, was ich faszinieren fand damals, dass man lange hingeht, irgendwann denkt ich kann nicht mehr ohne die Person, so wie soll ich denn mein Leben auf die Reihe kriegen, ohne meinen Ratgeber und eine gute Therapie schafft aber genau, dass dann die löst dich dann wieder raus. Das ist auch nicht besonders, ich sag mal extrem weh tut auf zu hören, sondern das wird so vorbereitet dann und ja, also ich habe das so im Funden, dass es eine gute Sache war, vielleicht nicht, ich mache alles nur zusammen. Das glaube ich nicht. Ich finde da zwei Sachen so waren, sind nicht spannend dran. Also ich meine so, wie du es erzählt, da denke ich, wieder so es ist einfach so wichtig, diese Passung zwischen Patient und Therapäut, weil du sagst, ohne diese Person, wenn man leben anders verlaufen und was du aber auch sagst ist, das ist schon eine Zeit in der Therapie gehabt, wo du vielleicht auch dachte, ich kann ohne die Therapie gar nicht sein und das ist dann so gut begleitet wird und das ist ja schon eine Angst, die viele auch kennen, so die Angst vom Therapäuten der Therapäuten abhängig zu sein. Aber wie du sagst, eine gute Therapie, die unterstützt einen eben gerade darin, dass das nicht passiert, beziehungsweise recht ist es so am Anfang, dass die Therapie ganz, ganz wesentlich ist, aber dass man dann auch mit Hilfe der Therapie das Selbstbewusstsein entwickelt, den Weg dann irgendwann alleine weiterzugehen. Und ich kann nicht sagen, wie verbreitet das noch ist, es gibt ja Menschen, die finden das immer noch unheimlich psychotherapie oder lenen, es ab oder können sie es für sich nicht vorstellen. Und auch immer dieser Vorwurf, so das ist ja gehören Wäsche. Und da würde ich sagen, ja, das ist es natürlich, weil du gehst ja nicht hin, weil es dir gut geht einfach, sondern deine Gedanken, deine Gefühle, das belastet dich und es geht ja darum, anders zu denken und vielleicht Gefühle benennen zu können oder zu analysieren, dass du sie so gar nicht mehr fühlst. Ja, natürlich ist es eine Veränderung des Gehirns und das habe ich auch dadurch festgestellt, dass es wirklich so, du sagst immer die Autobahn, der Trampelpferde, der kann anders gelegt werden und das keine schlechte Sache, was genau darum gehts. Ja, wo ich mich jetzt heute ein bisschen besser mit diesen Rahmenbedingungen aus kenne, was ich dich fragen wollte, ich bin zeitweise viel gelegen, aber das ist eigentlich gar nicht üblich für die tiefen Psychologische Psychotherapie, ne? Ja, das ist dann mehr eine Option auf die zurückgegriffen wird, aber im Kern ist es eine andere Therapieform, auch eines dieser vier Richtlinienverfahren, nämlich die analytische Therapie, die wird auch von den gesetzlichen Krankenkassen hier in Deutschland gezahlt. Da liegt man dann. Da liegt man dann so im ganz klassischen Setting, also die Analyse, die analytische Therapie ist so die Wurzel der tiefen Psychologie und so ein bisschen die Großmutter, vielleicht der Psychotherapie überhaupt. Da wird eben standardmäßig gelegen, beide Ansätze, also die Analyse und die tiefen Psychologische Psychotherapie betonen so diese unbewussten Prozesse. Die analytische Psychotherapie, die tendiert dazu noch intensiver und noch länger zu sein und es liegen, also dass man auch gar kein Blickkontakt zur Therapeutin oder zum Therapeutin hat, gehört zu diesem Setting häufig dazu. Das war das bei mir auch so ein bisschen für meine Doktorfreut, die mich formen. Also weil ich wirklich viel gelegen bin, vielleicht für die von euch, die sich fragen, warum liegt man eigentlich. Es ist so, wenn man halt sitzt und dabei die andere Person anschaut, den Therapeutin Therapeutin, dann kann es sein, dass mit Direktionen, das gegenüber ist immer so checkt und sich dann selbst kontrolliert. Also es ist schwer, es loszulassen und ich glaube, dass es für viele Weinen unter so einer Selbstkontrolle nicht möglich ist oder Das ist, da kann es mich auch korrigieren, dass man im Liegen diese rational kritischen Anteile der Persönlichkeit eben, die immer alles checken, runterfährt und mal Sachen zulässt. Also, ich kann mir das total vorstellen. Ich hab ja auch schon im Rahmen meiner Ausbildung und in meinem Leben einfach verschiedene Therapieformen so kennengelernt, sozusagen bei mir. Gelegen bin ich jetzt noch nie und ich find's krass. Also, wie war das für dich? Weil, du kriegst ja keinerlei Feedback über das, was du sagst, einfach weil du die andere Person nicht siehst. Ja, es ist schon ein Eintauchen, eben in. Ich glaub, wir haben ja sowas sagen, es ist, da ging es schon auch ums Assoziieren, es ist natürlich ein Eintauchen in die Kindheit. Und es läuft einem dann viel Wasser in die Ohren. (lacht) Auf viel, und ab und zu mit einem dann von hinten Eintaschen zu gereicht. Und dann wusste ich immer, okay, sie ist nicht eingeschlafen. Sie hat mir das hier noch mitgegeregt, was los ist. Genau, es gibt erst mal kein Feedback. Und das hat sich dann aber auch wieder geändert. Also, es wurde dann. - Du darfst ja immer wieder sitzen. Ja, und dann waren auch, war es auch mehr gespräch als ein, ich monologisiere über irgendwas. - Ganz spannend. Also, ich finde das schon nochmal wichtig, das nochmal kurz so zu benennen, der Sinn, warum dort gelegen wird, ist wirklich, dass solche Tendenzen, die wir alle in uns haben, wie mich zurück zu versichern, zu gucken, wie reagiert die andere Person, viel verkopfter im Gespräch zu sein, dass sowas eher wegfällt, damit wir dann diese ganz basalen Verhaltensmuster eher zeigen, die ist dann in der Therapie aufzulösen gilt. Ich hab das damals schon als echtes Kommitment empfunden. Also von beiden Seiten, diese Länge auch, diese ist dranbleiben, und das ist zum Beispiel auch möglich, war um sieben um morgens erscheinen zu können. Das ist so, ob den diesen Tag passt. Jetzt hätten wir diese psychodynamischen Verfahren grob mal beackert. Es gibt aber noch zwei weitere Therapieverfahren in Deutschland, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden, das, was du anbietest, gehört dir auch dazu. Wenn ihr Lust auf Wissenschaft habt, dann müsst ihr unbedingt in IQ, Wissenschaft und Forschung reinhören. Das ist der Wissenschaftspodcast des Bayerischen Rundfonds. Da bekommt ihr vier Mal pro Woche ausführliche Hintergründe zu aktuellen wissenschaftlichen Themen. Die Kolleginnen hinterfragen in jeder Folge aktuelle Entwicklungen. Von neuen Medikamenten bis zu künstlicher Intelligenz, von Vulkanen bis zu den erstaunlichen Fähigkeiten der Tiere. Und bei IQ, Wissenschaft und Forschung sind auch immer wieder Psychologie-Schwerpunkte dabei. Zum Beispiel über die Macht der Berührung, ein sehr schönes Thema. Die IQ, Wissenschaft und Forschung, gibt's in der ARD-Audiothek und natürlich über ersonst, wo ihr eure Podcast hört. Ja, genau, ich bin Kognitive-Verhaltenstherapäutin. Das ist auch ein der Richtlinien-Verfahren hier in Deutschland. Und die Verhaltenstherapäutinnen, die gehen davon aus. Also wir gehen davon aus, dass wir alle in unserem Leben Dinge lernen oder uns Dinge aneignen, die für unsere psychische Gesundheit jetzt nicht so ganz zuträglich sind. Also wir lernen zum Beispiel, eigene Bedürfnisse zurückzustellen, um selbst irgendwie ständig zu kritisieren oder anzutreiben. Und Ziel der Verhaltenstherapie ist es, neue Verhaltensweisen zu lernen und schon auch hilfreichere Denkmustellen, uns zu etablieren. Kleiner Fernfekt und ich empfehle euch an dieser Stelle unsere Lösungsfolge zum Thema zu spät kommen. Das war auch lange Thema in meiner Therapie. Warum ich konstant 10-15 Minuten zu spät bin? Und lange Zeit war immer am Anfang die Frage, warum wollen sie nicht kommen? Und witzigerweise hat mir schon in der Schulzeit eine Lehrerin, genau diese Frage auch gestellt. Und ich hab immer wieder gesagt, ich will kommen, mein Zeitmanagement ist einfach schlecht. Und dann hat sie auf VT umgeschaltet. Cool, hat mir so Sachen an die Hand gegeben, die bis heute funktionieren. Mhm. Super, also hat da so integrativ gearbeitet, ne? Das nennt man so, wenn die so verfahren sich vermischen. Nicht wahrlos vermischen, sondern wenn der Therapäut wirklich gezielt, dann verschiedene Methoden integriert. Genau. Ja, in der Verhaltenstherapie, da geht es meistens umrecht konkrete Verhaltensweisen. Zum Beispiel procrastinieren, Dinge vermeiden. Aber auch so, was wie so ein negativer Self-Talk oder Grübeln. Das klassifizieren wir Verhaltenstherapäuten als ein problematisches Verhalten. Das ist zu ändern gilt oder das wir bearbeiten möchten. Und jetzt ist es aber auch so, dass natürlich Menschen höchstwahrscheinlich nicht wegen Grübeln oder zu spät kommen oder procrastinieren. Eine Therapie anfangen, vielleicht gehen sie zu einer Beratungsstelle, wenn es ganz starke Probleme macht, aber meistens ist es ja so ein komplex aus Dingen. Und diese problematischen Verhaltensweisen treten dann auch noch auf. Genau, also das sind dann einzelne Dinge, die wir uns rausgreifen und die oft miteinander zusammenhängen. Also mein negativer Selbstwertgefühl führt vielleicht überhaupt erst dazu, dass ich Dinge aufschiebe oder Situationen vermeide. Und ihr seid ja die mit den Werkzeugen. Also wirklich, ihr macht konkrete Dinge. Jetzt ist aber auch ein beliebter Kritikpunkt an der kognitiven Verhaltenstherapie, das ist grads doch alles nur in der Oberfläche. Also wir müssen auch in die Tiefe das Problem ausmerzen. Ja, auch wenn ich schon Artikel gelesen habe oder Studien gibt, dass man sagt, ne, ne, überhaupt nicht in die Tiefe gehen, nicht Problem ausmerzen. Bringt ihr nichts. - Plus nix aus, Graben. Das ist schon ein Kritikpunkt, der manchmal kommt und gute Verhaltenstherapotten, die gehen in die Tiefe. Also wir schauen natürlich, woher kommt es, welche prägenden Erfahrungen stehen dahinter? Was war diese prägenden Lernerfahrungen, die ich da gemacht habe und die bearbeiten wir dann auch? Aber ja, der Fokus liegt schon im Stag hier und jetzt und es gibt manchmal Patienten, die machen erst eine kognitive Verhaltenstherapie und merken dann im Anschluss, es reicht mir noch nicht. Ich mache jetzt noch was tieferes oder auch andersrum. Das Patienten sagen, ich mache erst eine tiefen Psychologie und nachdem ich das alles beagert habe, brauche ich jetzt aber noch mal ein paar konkrete Sachen für sie und jetzt und für den Alltag. Ich finde es interessant, dass das gar nicht so unüblich ist, dass man auch zwischen Therapieansätzen dann mal zwitscht, um auch noch die Auslächende Gerechtigkeit zu bedienen, was mit dem psychodynamischen Ansetzen oft vorgeworfen. Das ist alles so lang dauert, es im Vergleich vielleicht gar nicht mehr bringt als eine VT und die Patienten und Patientinnen weniger mündig mitgestalten können. Also, dass es vielleicht weniger strukturiert ist und dass ihnen auch nicht gesagt wird. Wir machen übrigens das und das und den und den Gründen. Das finde ich bei mir auch so witzig, dass ich einfach, ich bin da einfach hingegangen. Wie es ist vorbei war, bin ich da einfach hingegangen, aber ich habe das nicht so hinterfragt. Ja, das stimmt, also die Verhaltenstherapie rühmt sich sehr damit sehr transparent zu sein, also jede Übung, jede, jede Intervention, die wir machen, da wird vorher immer sehr transparent besprochen, warum man das jetzt tut. Das ist bei der tiefen Psychologie und der Analyse nicht so der Fall. Aber ich muss sagen, ich finde ja diesen Vorwurf auch schwierig, dass die Patienten in der Analyse nicht mündig sind oder nicht wissen, was mit ihnen geschieht. Und dass die VT auf Augenhöhe ist, weil ich muss sagen, psychotherapie ist generell nie ganz auf Augenhöhe, weil die Therapäuten, was mehr, aber die Patientinnen als umgekehrt, die Redeanteile sind aber auch unterschiedlich hoch. Und natürlich ist die eine Person, die mit der Ausbildung zu der man geht, um Dinge im Leben zu verändern, es ist keine Freundschaft. Also, das ist etwas, was eine gute Therapie auszeichnet. Also, vielleicht haben Menschen von euch auch schon die Erfahrung gemacht, entklammern. Ja, ich hab sie auch schon gemacht, dass man sich immer von geht, ja. Und die Person ist vielleicht nicht so ausgebildet und ist zu freundschaftlich, ist zu nett, ist zu sehr auf Augenhöhe. Und dann fängt man nämlich an den Leuten, plötzlich Dinge übel zu nehmen. Es ist auf einer komischen Ebene. Und das war auch der Grund, wie so, ich mir damals dachte, nee, ich will jemanden, den ich nicht total nett finde. Ich will nicht jemanden, der mich umarmt. Ja, das fühlt sich am Anfang manchmal so ganz toller an und man fühlt sich so ganz angekommen und gesehen, aber es ist nicht zuträglich für den Therapieverlauf langfristig. Jetzt haben wir schon drei Therapieformen, aber eine fehlt noch im Quartett der Kassenleistungen. Die ist neu dabei, die systemische Therapie. Und die rückt, meines Wissens, den Schwerpunkt auf das soziale System. Ja, genau, die ist seit 2020-Grichlinienverfahren. Und man geht davon aus in dieser systemischen Therapie. Das psychische Symptome nehmen wir zum Beispiel eine Essstörung oder ein Kind, dass die Schule verweigert, Ausdruck von einem nicht gesunden System sind. Das kann das Familiensystem sein, das kann das Schulsystem sein, das kann ein System in der Arbeit sein. Diese Therapie ist dann besonders hilfreich. Wenn wir davon ausgehen, dass die psychischen Symptome nicht weggehen, sondern entweder bleiben oder auch nur ihre Ausdrucksform verändern, wenn nicht eine Veränderung im System passiert. Also die psychische Erkrankung, die wird nicht isoliert betrachtet, sondern die wird von den systemischen Theraputen immer in Beziehung zu den Beziehungen gesehen, in die die Person eingebunden ist. Und je nach Unterform dieser systemischen Therapie ist es dann auch so, dass Mitglieder vom System, also zum Beispiel die Eltern, Geschwister, etc. mal mit in die Behandlung einbezogen werden. Also es geht immer um die Frage, was brauchst du als Patient, um in deinem System gut leben zu können? Und was muss sich in deinem System auch ändern, damit es dir als Mitglied gut geht? Das macht meines Erachtens totalfüßen. Also, dass man die Eltern, die Partner in der Nik-Schwister mit einbezieht, ein Problem sehe ich ja immer, was ist, wenn das System sich nicht mit einbeziehen lässt? Sondern man geht halt stellvertretend. für Systementerapie. Du meinst, dass man dann zum Beispiel die Familienaufstellung macht, wo aber die einzelnen Stühle jetzt Vater, Mutter, Geschwister repräsentieren und eigentlich nicht da sind. Ich weiß, man kann das auch mit Kissen machen, die Menschen müssen gar nicht anwesend sein, eine Familienaufstellung kann auch belasten. Also man macht man es besser ohne oder man nimmt so, in der Systemischen nimmt man doch auch so Figurchen. Genau. Das wird alles auch so dargestellt, bildlich. Ja, das sind dann so Stellvertreter, mit denen gearbeitet wird, weil's eben nicht immer möglich ist, die Mitglieder herzubringen. Die Therapieresistenten Mitglieder entklammern, die nicht wollen. Das ist gut, aber darin ist auch, wenn ich ein Stellvertreter nehme, also ein Lernstuhl oder eine Figur, ich fühle mich danach vielleicht trotzdem anders. Ich bin für mich klarer, ich bin abgegrenzter oder ich habe auch ein besseres Verständnis für den, weiß ich nicht, 75 Jahre alten Eltern teil, der sich vielleicht nicht mehr ändern wird. Schon spannend. Ja, ich finde es auch ein ganz tolles Verfahren. Das waren jetzt die vier von der Kasse übernommenen, nachrichtlinien Verfahren von uns erklärten Therapieverfahren, systemische Therapie, die Kognitive Verhaltenstherapie, die analytische Therapie und die tiefen Psychologisch fundierte Psychotherapie. Ja, es gibt noch weitere hochinteressante Therapieansätze, wie zum Beispiel Hypnotherapie, Emotionsfokussierte Therapie, EMDR, Cutter, Thymus, Bilderleben, Schema Therapie. Wir haben es nicht voll umfassend behandelt. Aber auf Wunsch schreibt uns gerne, dann gehen wir vielleicht auf die eine oder andere Therapieform noch mal genauer ein. Ja, gerne. Ja, kurzfolge. Was ich mich zum Ende hin noch frage machen. Hab ich als Leih wirklich die Skills, weil das war ja die Frage dieser Folge, welche Therapieform ist für mich die richtige? Hab ich die Skills noch dazu in einem angeschlagenen Moment, in dem ich in der Regel eine Therapie beginne, das selbst entscheiden. Kann ich das überhaupt selbst entscheiden? Wir haben es ja auch schon angesprochen, es gibt ja gar nicht die Auswahl an Therapieplätzen, wo man jetzt entspannt wählen könnte. So jetzt gehe ich erst mal zum Faltenstherapäuten, attack mir nicht, dann schaue ich mir die Analytikerin an, es ist ja eher so ein Hängen- und Würigen ein Platz zu bekommen. Ja, du meinst, ob man einfach so das nehmen muss, was man kriegt. So glaube ich ist es in der Realität. Ja, also mal so ein bisschen Steppe ist Steppe. Also es kann hilfreich sein, sich erst mal um eine sogenannte psychotherapeutische Sprechstunde zu bemühen. Die kann man direkt bei dem Psychotherapie-Praxen in weder Anfragen oder es gibt in Deutschland auch die Nummer 11/16/17, um sich dort eine Sprechstunde zu buchen und in so einer Sprechstunde kann man dann erst mal schauen, was in die Schwierigkeiten und welche Form von Therapie könnte jetzt die richtige sein. Und man kann natürlich auch generell noch mehr Hinweise und Tipps geben, wie ich einen Therapieplatz kommen kann und dazu machen wir noch eine Folge. Das machen wir genau. Ich möchte noch was sagen, was mir noch wichtig ist bei dem Thema. Es ist tatsächlich so, nicht die Therapieform an sich ist der entscheidende Faktor, wie erfolgreich eine Therapie wird, sondern der entscheidende Faktor ist die therapeutische Beziehung. Das ist für uns der beste Prediktor für das Therapie-Outcome. Also, wenn ich einen Therapäuten oder eine Therapäut entfinde, bei dem ich mich wohl fühle, die fachlich und fundiert, aber auch menschlich ist, die auf meine Bedürfnisse eingeht, auf meine Gefühle, aber die auch meine Grenzen wart. Jetzt suchen wir so ein bisschen die eierlegende Wäume. Ich sauge, also klingt das jetzt, aber die sich auch mal persönlich öffnet, aber gleichzeitig nicht unkontrolliert von sich selbst erzählt, die immer noch weiß, was vor drei Sitzungen besprochen wurde, aber auch flexibel ist, was mich aktuell belastet. Also, das ist das, was die Therapie sehr wirksam werden lässt. Und wenn ich so jemanden finde, das würde ich immer über die Frage stellen, welche Therapieform ist das gerade, was wir da tun. Ich nix, du, und denkst dir, meine Doktorfreut war so, das war die beste, das ist voll gemeinge, dass ich die Doktorfreut gefunden habe. Ich glaube, es war einfach auch ein bisschen Glück und es war nicht meine erste Suche in meinem Leben, sagen wir so. Ich habe auch ein paar Mal daneben gegriffen. Ja, es geht ums nicht aufgeben. Es ist gut meine Meinung. Ich glaube, Therapeuten und Therapeutinnen können viel richtig machen, aber auch viele Dinge falsch und ich als Patient oder Patientin muss das Gefühl haben, ich bin in guten Händen. Und da geht's meines Erachtens auch nicht um Sympathie. Also, es muss nicht die Person sein, die meine beste Freundin wird und mit dem ich einen Trinken gehen will, sondern es geht mehr um dieses, kann ich vertrauen. Und ich glaube, da könnt ihr schon auf euer Gefühl hören. Und habe ich das Gefühl, diese Person bringt mich in meinem Leben weiter. Ich fast noch mal für uns zusammen. Gernstens. Also, wir sind heute der Frage nachgegangen, wie wir für uns die passende Therapieform finden. Wir haben über die analytische Therapie gesprochen, eine umfangreiche Therapie, dies uns aber auch ermöglicht uns wirklich in der Tiefe kennenzulernen und selbst besser zu verstehen und nicht immer wieder in die selben Stolper fallen im Leben zu tappen. Und dann gibt es noch diese jüngere Schwester sozusagen der Analyse, nämlich die tiefen psychologische Therapie, in der es auch um unbewusste Muster geht. Aber der Therapäut ist ja ein bisschen aktiver, es wird in der Regel nicht gelegen. Dann haben wir die kognitive Verhaltenstherapie, in der es darum geht, wenig hilfreiches Verhaltensweisen oder Denkmuster durch hilfreichere zu ersetzen. Also, das Neulernen von Verhaltensmustern und Gedankengängen steht hier im Vordergrund. Und dann haben wir noch die systemische Therapie besprochen, in der geht es darum, dass wir den Blick mal auf das System lenken, indem wir leben und in dem diese psychischen Probleme entstanden sind oder auch persistieren. Genau, das sind die vier großen Schulas und bleiben persistieren bleiben. Und schließlich sagst du, Marin, das wichtigste für eine gelingene Therapie ist die therapeutische Beziehung. Das ist auch eine schöne Botschaft zum Schluss. Man kann bei der Wahl der Form gar nicht so viel falsch machen, die Beziehung zum Therapeuten zu Therapeuten, da dürft ihr draufschauen, da dürfte ihr darauf legen. Danke dir, Marin. Und allen von euch die gerade suchen, ich wünsche euch ganz viel Kraft, durchhalte Vermögen und auch Glück. Das braucht man auch im Leben. Ja, das wünsche ich auch, schön was wieder mit euch. Danke dir Phoebe und danke euch fürs zuhören. Wenn ihr eine Frage habt, die wir für euch beantworten sollen, schreibt uns an die.luesung@brde oder schickt uns eine Sprachnachricht im Messenger-Eurer-Wahl an die 0173-4522-100. Und wenn ihr auch die nächste Folge hören möchtet, dann abonniert unbedingt die Lösung. Wir freuen uns auch über Bewertungen in der Podcast-App-Eurer-Wahl. Es gibt nicht die Lösung, aber jeder schritt zählt. Die Redaktion hatte Nermin, Ismail, Produktion, Anja, Bäisterin, Sound Design, Benedict Wiesmeier und Erno Rangnick.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Es gibt vier Haupttherapieformen, die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden: tiefen psychologisch fundierte Psychotherapie, analytische Therapie, kognitive Verhaltenstherapie und systemische Therapie.
  2. Die tiefen psychologisch fundierte Psychotherapie konzentriert sich auf unbewusste Prozesse und ermöglicht ein tieferes Verständnis der eigenen Lebenssituationen.
  3. Die analytische Therapie ist ein klassisches Verfahren, das langfristig und intensiv ist und oft mit Liegen und einem geringen Blickkontakt arbeitet, um tiefere Verhaltensmuster zu erkunden.
  4. Die kognitive Verhaltenstherapie zielt auf konkrete Verhaltensweisen wie Procrastinieren oder negativen Self-Talk ab und fördert hilfreiche Denkmuster.
  5. Die systemische Therapie betrachtet psychische Symptome als Ausdruck sozialer Systeme und integriert Familien- oder Arbeitsbeziehungen in die Behandlung.
  6. Der entscheidende Faktor für eine erfolgreiche Therapie ist die therapeutische Beziehung, nicht die Therapieform – eine sichere, menschliche und fachlich fundierte Beziehung ist entscheidend.
  7. Viele Menschen haben Schwierigkeiten, einen Therapieplatz zu finden, und es ist oft nicht möglich, eine eigene Wahl zu treffen, da Plätze begrenzt sind.
  8. Eine erste Sprechstunde bei einer Psychotherapeutenpraxis ist empfehlenswert, um verschiedene Ansätze kennenzulernen und eine passende Beziehung zu finden.

Summary:

Die Folge des Psychologie-Podcasts „Die Lösung“ beantwortet die häufige Frage: Welche Therapieform ist für mich richtig? Dabei wird erklärt, dass es vier staatlich bezahlte Therapieformen gibt: tiefen psychologisch fundierte Psychotherapie, analytische Therapie, kognitive Verhaltenstherapie und systemische Therapie. Die tiefen psychologische Therapie untersucht unbewusste Verhaltensmuster, während die analytische Therapie intensiv und langfristig ist und oft mit Liegen arbeitet.

Die kognitive Verhaltenstherapie konzentriert sich auf konkrete Verhaltensweisen wie Procrastinieren oder negativen Gedankenmuster und fördert neue, gesunde Muster. Die systemische Therapie betrachtet psychische Probleme als Ausdruck sozialer Systeme, wie Familie oder Schule, und bezieht damit diese Beziehungen ein. Obwohl die Therapieform wichtig ist, wird betont, dass die therapeutische Beziehung der entscheidende Erfolgsfaktor ist – ein vertrauensvoller, fachlich fundierter und menschlicher Austausch.

Eine erste Sprechstunde wird empfohlen, um verschiedene Ansätze kennenzulernen und eine passende Beziehung zu finden. Die Folge betont, dass es keine „perfekte“ Therapieform gibt, sondern dass die richtige Wahl durch persönliche Passung und Vertrauen erfolgt.

FAQs

Die vier Richtlinienverfahren sind die tiefen psychologisch fundierte Psychotherapie, die analytische Therapie, die kognitive Verhaltenstherapie und die systemische Therapie.

Sie basiert auf psychodynamischen Grundlagen und untersucht unbewusste Prozesse, die das aktuelle Leben beeinflussen. Sie hilft, wenn man häufig in dieselbe Situation gerät und nicht versteht, warum dies wiederholt passiert.

Das ist eine tiefgreifende Therapieform, die als Wurzeldase der tiefen Psychologie gilt. Dabei wird ein langer, intensiver Prozess verfolgt, bei dem oft kein Blickkontakt zwischen Patient und Therapeut besteht.

Sie konzentriert sich auf das Verändern von negativen Denkmustern und Verhaltensweisen wie Procrastinieren oder zu spät kommen. Dabei werden konkrete Übungen und Strategien entwickelt.

Sie betrachtet psychische Symptome als Ausdruck eines sozialen Systems, wie Familie oder Schule. Dabei werden Beziehungen und die Struktur des Systems analysiert, um diese zu verbessern.

Nein, die therapeutische Beziehung ist der entscheidende Faktor. Es ist wichtiger, dass man sich bei dem Therapeuten wohl fühlt, ihn vertraut und sein Vertrauen in die Therapie entwickelt.

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