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638: Clickbait im Tagebuch

31m 32s

638: Clickbait im Tagebuch

In der Episode diskutieren Manuel und Kari über aktuelle Themen aus dem Alltag. Ein zentrales Thema ist die Diskussion in Berlin über glattes Eis auf Straßen und Radwegen, bei der die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer kritisiert wird. Es entsteht eine klare Debatte über die Notwendigkeit eines umfassenden Streu- und Salz-Einsatzes, wobei vor allem die fehlende Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer kritisiert wird. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der sprachliche Ausdruck „haut raus das Geld ich muss reisen“, der als umgangssprachliche Form des Geldausgabens oder Loslassens interpretiert wird, um zu betonen, dass Erfahrung und Reise für den Lebenswert wichtiger sind als Finanzen. Der Gesprächsabschnitt zeigt, dass Manuel eine langfristige Weltreise plant, bei der er bewusst weniger Orte besucht und länger an einem Ort bleibt, um Ruhe und tiefe Erfahrungen zu gewinnen. Es wird auch das Gefühl von „FOMO“ (Fear of Missing Out) thematisiert und mit dem Konzept „Onnesom“ – dem Bewusstsein, wie wenig man von der Welt erleben wird – verknüpft. Dieses Gefühl wird als schmerzhaft, aber auch befreiend beschrieben, da es zeigt, dass jeder Mensch nur durchreist und nicht alles sehen kann. Außerdem wird die Initiative „Berlin autofrei“ im S-Bahn-Ring thematisiert, bei der die Reduktion des Autoverkehrs im zentralen Stadtteil gefordert wird. Obwohl die Forderung radikal klingt, wird sie als wirksames politisches Mittel angesehen, das zu einer Verbesserung der Sicherheit und des Lebensqualitäts führen könnte. Als Abschluss wird ein Dokumentarfilm über den Podcast-Boom vorgestellt, der bekannte deutsche Podcast-Hosts und Trends thematisiert, ohne jedoch große Neuigkeiten zu bieten. Die beiden berichten zudem über ihre kalte, graue Reise nach Australien und die Bedeutung von persönlicher Ruhe und langsamem Reisen. Die Episode schließt mit einer Ankündigung einer Gastepisode und der Erklärung des Kalenders ab.

Transcription

4468 Words, 26634 Characters

German
Hallo und liebe Grüße heute aus Sydney in Australien mit einem Niesar von Januscha Merski im Hintergrund. Hallo Kari und hier aus dem winterlichen grauen kalten matchigen Berlin berichtet für euch Manuel das bin ich. Manuel wie war denn dein Wochenende? Kalt und grau und match ich. Ah, ihr habt es genau richtig gemacht euch in diesem Monat an die ans andere Ende der Welt zu begeben denn der bekannte graue Winter für den Berlin so berühmt ist. Der ist jetzt gerade hier. Ja, das ist ich guck manchmal die Nachrichten in Berlin und sehe dann der Flughafen war gesperrt wegen Eis und ich denk support. Ich kann es mir jetzt schon nicht mehr vorstellen wie der Winter in Berlin ist. Ich weiß gar nicht ob ihr das mitbekommt aber es gibt so eine richtige Debatte in ganz Deutschland gerade aber vor allem auch in Berlin denn es gab jetzt mehrere Tage lang jetzt ist es im Moment nicht mehr so aber es gab mehrere Tage lang in weiten teilen Deutschlands gefährliches glatt Eis also es war richtig richtig glatt auf den Straßen aber vor allem auf den Bürgersteigen und auf den Radwegen weil zum Beispiel die Stadt Berlin zwar die Straßen räumt also das Eis weg macht oder auftaut mit Salz oder anderen Mitteln aber die Gewege und die Radwege zu großen teilen sind einfach glatt geblieben und dann sind so viele Leute ausgerutscht und ins Krankenhaus gekommen dass sich sehr viele Leute wirklich aufregen darüber dass nur für die Autos Sicherheit geschaffen wird aber nicht für die Fußgänger und Fahrradfahrer. Ja und es gibt eine riesen Diskussion über Streu-Salz-Einsatz das wurde glaube ich war erst verboten dann wieder erlaubt dann wieder verboten ja manel ich schick dir nochmal grüße von Janusch guck mal Janusch kommt gerade vorbei sag mal hallo an unsere zuhörerinnen. Hallo ich bin nicht ganz gesund deshalb die stimmen. Ja weißt du letzte Woche war ich erkrank jetzt ist Janusch krank ja es ist auch nicht einfach wenn man um die Welt reißt aber ich sag mal dazu lieber krank im Sommer in Australien als gesund im Winter in Deutschland Prioritäten aus Druck der Woche manual weißt du was ich heute in mein Tagebuch geschrieben habe du hast wahrscheinlich geschrieben lebes Tagebuch es ist unser sächster Tag in Australien und die Sonne scheint. So ungefähr ich versuche mal möglichst poetische Titel für meine Tagebuch einträge zu finden und der Titel heute von meinem Tagebuch eintrag war haut raus das Geld ich muss reisen da kommt die YouTuberin in dir raus du suchst immer den besten Titel ein bisschen klickbait muss sogar im Tagebuch sein bei dir. Genau das lese nur ich aber trotzdem freue ich mich immer wenn ich dann die alten einträge durchgehe und ich irgendwas lustiges geschrieben habe. Ja manel ich dachte das ist doch ein interessanter ausdruck. How raus das Geld was bedeutet das? Ja das sind ja erst mal zwei Wörter in einem wie nennt man das komposita oder so. Raushauen ist das ist ja erstmal eigentlich ein trennbares Verb es ist im infinitiv ist es ein Wort raushauen aber wenn man es konjugiert also jetzt im imperativ in der aufforderungsform dann sind es zwei Wörter hau raus oder eher haut das Geld raus. Genau also stecken zwei Wörter mit drin in diesem Verb nämlich hauen hauen ist ja eigentlich erstmal schlagen wenn ich dich haue dann sagst du auf mich zu hauen und raus man kann raus gehen aus dem Haus man kann alle das ist ja eine Bewegung von wenn etwas von innen nach außen geht dann geht es raus richtig und raushauen bedeutet aber umgangsprachlich so viel wie weggeben ausgeben loslassen also ich kann zum beispiel witzeraushauen mein partnerskind fragt mich immer hast du witze dann muss ich ihn leider meistens enttäuschen aber wenn ich jetzt ganz viele witzere hätte dann könnte ich sagen kein problem ich haue zehn witzere hintereinander raus. Genau also alles was man es ist ein umgangsprachliches Verb für etwas geben etwas los werden etwas ja man kann auch Sachen gratis raushauen bei uns am nehmenden bro eröffnet ja bald so eine neue dünner kette die hauen den dünner für einen cent raus als eröffnungsangebrot ja oder wir kare wir hauen zwei videos und zwei podcast-episoden pro monat pro woche raus ja und ich dachte das ist ein schöner ausdruck was habe ich gemeint was denkst du wenn ich in mein tagebuch schreibe how raus das geld ich muss reisen was mein ich damit du meinst damit geld sparen ist nicht so wichtig wie erfahrungen sammeln auf reisen und deswegen haust du dein ganzes geld raus statt es zu sparen oder statt ist für schöne klamotten auszugeben haust du es für reisen raus genau genau du hast schon erfasst du kennst mich ja auch gut war und ich muss sagen ich habe lange ich habe immer skeptes vor solchen langen reisen vor allem wenn sie viel geld kosten und vielleicht unnötigerweise ans andere ende der welt führen und das hatte ich auch vor dieser reise dass ich mich wirklich gefragt habe muss das sein muss man jetzt bis nach australien und neuseeland fliegen es kostet so viel geld und jetzt bin ich eine woche hier und ich muss mich wirklich manchmal bei solchen reisen aktiv überwinden weil ich weiß kari in der zukunft wird mir danken und jetzt habe ich das genau so in mein tagebuch geschrieben ich habe geschrieben es lohnt sich immer zu reisen und man darf nie traurig sein um das geld weil die erfahrung die man gewinnt ist so viel mehr wert als das geld auf dem konton und genau deswegen habe ich als erinnerung an mich selbst wenn ich später diesen tagebuch eintrag noch mal leser geschrieben hau raus das geld ich muss reisen hey chase hier die neue digital bank okay noch so eine bank überrascht ich nicht aber unsere vier prozent zinsen aus tages geld auf bis zu 500.000 euro für die erste viermonatte oder unsere überraschend intrative app mit persönlichen support entdecke was dein banking kann chase 18 plus Wohnsitz und Steueransässigkeit in deutschland weitere infos auf chase.de das nerft kommen wir zu einem weiteren reise thema manuel vielleicht kannst du das nachvollziehen ich dachte ich erzähl dir mal davon weil du hast ja eine weltreise gemacht wie lange ist das her das ist schon ein paar jirchen her ich bin 2017 auf der reise gegangen wenn ich mich richtig erinnere echt ist das so lange her stimmt uns 2018 haben wir dich zwei mal besucht ja da haben wir auch schon gedacht hau raus das geld da sind wir erst nach wir nammen gekommen und dann nach japan ganz schön verrückt ne ja das ist lange her bald zehn Jahre ja und wie hast du das damals gemacht wie viel zeit hast du immer an einem ort verbracht also ich hatte das priviläkter sich lange unterwegs sein konnte fast zwei Jahre insgesamt und mir war es es ist ja wichtig bei allen projekten und dazu würde ich so eine weltreise zählen dass man sich vorher prioritäten setzt das man kann ja nicht alles haben im leben und meine priorität war nicht alles zu sehen ich wollte nicht alle länder der welt sehen nicht mal alle kontinente der welt sehen mir war es wichtig langsam zu reisen oder in meinem tempo und an jedem ort so kurz oder so lange zu bleiben wie ich das möchte und ich war an sich war eigentlich in keinem land unter zwei wochen und zwei wochen war wirklich sehr sehr selten für ganz kleine länder oder wo es besonders teuer war vielleicht und in manchenländern war ich auch zwei monatier ich bin fast zwei monatier durch hina gereist fast zwei monatier durch indien also sind ja riesige länder wenn man damit dem zug unterwegs ist so habe ich das gemacht schlau vielleicht ist die lösung für mein problem auch dass ich einfach noch länger reisen muss wir sind ja jetzt sieben wochen unterwegs und wir haben unsere reise eigentlich auch schon so geplant dass wir viel zeit haben weil ich weiß das aus meinen letzten reisen und auch aus den tagebuch einträgen wenn ich so eine reise plane leese ich mir mittlerweile dann meine tagebuch einträge von der letzten reise durch um zu lernen oder das besser zu machen was ich letzte mal falsch geplant habe und auf unserer letzten siebenwöchigen reise die wir ja zum und das ist ein ganz schönes Problem. Großteil zusammenbegangen haben in die USA und nach Mexiko. Da hatten wir Momente, wo wir so ein bisschen so 'n Reisebördenaut hatten, wo wir einfach zu viel uns vorgenommen hatten, zu viele Ortswechsel und dann auch zu wenig Zeit zum Rundarkommen. Wenn man nur einen Tag in San Francisco hat und denen am Hotel verbringt, das ist ja irgendwie doof. Und ich hab mir aber deshalb diesmal vorgenommen, weniger Orte und mehr Tage, wo wir auch nichts machen, weil ich brauche die Zeit. Ich weiß, dass ich die Zeit brauche, um Erlebnisse zu verarbeiten, um auch einfach für mich zu sein und auch um zu arbeiten, weil ich bin ja hier nicht sieben Wochen im Urlaub, ich muss ja auch noch arbeiten zwischen durch. Und das mache ich jetzt eigentlich sehr gut. Ich glaube, ich hab gut gelernt und hab mir wirklich freie Tage eingebaut. Und trotzdem habe ich dieses Gefühl von FOMO. Ich hab das Gefühl, ich sitze jetzt hier in Australien und hab einen ganzen Tag zu Hause gesessen und nur einen Spaziergang gemacht, obwohl ich das so geplant hatte. Und ich weiß, dass ich das brauche, habe ich FOMO. Was machen wir jetzt damit? - Ja. Was ist überhaupt FOMO? - FOMO, das ist die "Fear of Missing Out". Die meisten Leute kennen das Konzept und auch das Gefühl. Ich kenne ein anderes Konzept oder habe ein anderes Wort, also kennengelernt vor einiger Zeit. Ich lese gerade ein Buch, das heißt "The Dictionary of Obscure Sorrows". Und da sind Essays drin, über seltsame, schmerzliche Gefühle, die man so haben kann. Das gibt's übrigens auch als YouTube-Channel. Also für alle, die vielleicht nicht so gerne lesen, man kann sich die meisten oder viele dieser Essays auch als Video anhören auf YouTube. Unter anderem, den Essays über Onnesom. Hast du dieses Wort schon mal gehört? Onnesom? Noch nie, aber ich habe das Video schon geguckt, was du in unserer Sendungsvorbereitung gestellt hast. Genau, also Onnesom ist die Awareness, also das Bewusstsein, wie wenig man von dieser Welt erleben wird in seinem Leben. Also, wir alle haben eine begrenzte Zeit auf dieser Erde. Die Welt ist riesig, die Erfahrungen, die es gibt, sind unendlich. Die Länder sind Hunderte. Es gibt so viele Dinge, die wir alle machen könnten, bereisen könnten, Hobbys, die wir ausprobieren könnten, Filme, die wir schauen könnten, Bücher, die wir lesen könnten, und niemand kann alles schaffen. Und das, diese Realisation, ist schmerzlich. Also, es hat was mit Formo zu tun. Ich würde sagen, sie sind verwandt, diese Konzepte, oder sie sind vielleicht Geschwister. Und in diesem Essay gibt es so einen Satz, den finde ich sehr schön. Also, da wird am Ende gefragt, was würdest du sagen, wenn dich jemand fragt, wie war das Leben auf dieser Erde? Und die Antwort kann eigentlich nur sein, ich weiß es nicht, ich bin nur durchgereist. Also, man ist ja nur durchreisen da in diesem Leben. Und das ist zwar die Beschreibung eines schmerzlichen Konzepts, aber irgendwie finde ich, das auch total schön und befreiend zu wissen, dass es uns ja allen so geht. Also, für mich heilt das diese Formo so ein bisschen, denn es zeigt eigentlich diese Formo, die du spürst, dass du sagst, jetzt bin ich schon bis nach Australien gereist, und trotzdem kann ich nicht alles sehen. Und trotzdem brauche ich da und time. Und trotzdem muss ich auch mal einen Tag zu Hause verbringen, das geht halt allen Menschen so. Und wenn man das versuchen würde mit Gewalt irgendwie zu durchbrechen und dann einfach gar nicht mehr zu schlafen und gar nicht mehr zu essen und einfach nur alles so viel wie möglich zu besichtigen, das wäre ja deprimierend und ungesund. Also, das ist ja keine Alternative. Ja, das stimmt. Wobei das ja auch extreme sind. Also, ich muss sagen, das Gefühl, dass ich am Ende meines Lebens nicht erklären kann, was die Erde ist, das habe ich irgendwie nicht. Ich habe schon das Gefühl, dass ich wahnsinnig viel gesehen habe, überdurchschnittlich viel von der Welt und auch überdurchschnittlich viel verstanden habe, wenn ich das mit anderen Menschen vergleiche, die nicht so viel Zeit und so ein Privileg haben zu reisen, wie ich. Also, eigentlich kann ich ja schon froh sein. Aber die haben vielleicht andere Erfahrungen, als du gemacht, die du dann verpasst hast. Also, die Menschen, die vielleicht nicht so viel und die Welt gereist sind, haben vielleicht andere Erfahrungen gehabt, die du niemals haben wirst. Und das ist ja auch. also, da kann man ja auch Formo. Ja, ja, klar. für alles Mögliche. Andere Berufe gehabt, andere Lebensläufe. Haus gebaut, Kinder gehabt. Ja. Wobei ich nur Formo beim Reisen empfinde. * Lachen * Weil ich gerne noch mehr reisen möchte. Ah, Mann, schönes Gespräch. Ich wusste, dass ich mich mit dir darüber unterhalten kann. Mein Learning ist, glaube ich, dass ich den nichts noch länger an einzelnen Orten bleibe, sodass ich einfach die Ruhe habe. Das ist immer gut. Es ist immer besser, länger, etwas länger und mit Ruhe zu machen als kurz und hektisch. Lieber weniger Dinge machen, sehen, besichtigen. Aber richtig, als versuchen alles abzuklappern. Ja. Werbung. Karri, Manuel. Zu einem Leben auf dieser Erde, wo man so viele Dinge machen kann, machen muss ja auch, wir haben alle volle Tudulisten. Gerade jetzt wieder am Anfang des Jahres ist es schwierig, noch das Sprachenlernen unterzubekommen, unterzukriegen. Aber mit unserem Sponsor, Lingoda, geht das wirklich total flexibel. Egal, wo man ist, rund um die Uhr und nach dem eigenen persönlichen Rhythmus. Genau, das geht mit dem Programm Lingoda-Flex. Lingoda ist eine Online-Sprachschule und ihr könnt dort eigentlich, wie in eine normale Schule gehen, aber mit der vollen Flexibilität, dass ihr online jederzeit lernen könnt. Wie funktioniert das? Ihr könnt euch selber euren eigenen Stundenplan zusammestellen. Ihr könnt entscheiden, wie viel Stunden ihr pro Woche macht. Ihr könnt euch Themen und Urzeiten aussuchen, das Ganze in kleinen Gruppen mit Lehrer*innen auf muttersprachlichen Niveau. Also da gibt's eigentlich keine Ausrede mehr. Warum man nicht die Zeit haben sollte, einen ordentlichen Sprachgurs zu machen, Manuel. Genau. Und jetzt ist wirklich der beste Moment, um damit zu starten, egal ob ihr irgendwo draußen in der Sonne sitzt, so wie Kari oder im winterlichen Deutschland seid. Denn im Moment gibt es einen Winter-Sale bei Lingoda, wenn ihr jetzt Lingoda-Flex-Pakete kauft, bekommt ihr mit unserem Code Easy-Fab. Also das Wort Easy und dann F-E-B, bis zu 30% Rabatt auf die Lingoda-Flex-Pakete. Ihr könnt also richtig Geld sparen und dann innerhalb der nächsten Wochen und Monate ganz flexibel nach euren persönlichen Rhythmus Deutschunterricht nehmen oder auchunterricht in einer anderen Sprache. Dieses Angebot gilt nur bis zum 24. Februar, 2026, also nicht zu lange warten. Und den Code und den Link findet ihr in unseren Show-Nots und auf unserer Website. So überredet Deutschland. Manuel, Deutschland redet mal wieder über vieles, aber ein Thema über das redet vor allem Berlin. Und zwar das Thema Berlin-Balt-Auto-Frei-Frage-Zeichen. Ich glaube, ich habe das hier schon mal im Podcast erwähnt. Oder diese Initiative Berlin-Auto-Frei, erinnerst du dich? Ja, ich glaube, da hast du schon vor vielen Monaten drüber geredet. Erklär noch mal, worum es geht bei dieser Berlin-Initiative. Genau, Auto-Frei, das Wort verstehen wahrscheinlich alle. Es gibt viele Autos in Berlin und viele Menschen wünschen sich, aber weniger Autos oder sogar noch Radikala. Ein Berlin, das frei von Autos ist, also wo es möglicherweise gar keine Autos mehr gibt. Und diese Initiative, die gibt es schon lange und die arbeiten jetzt auf einen Volksentscheid hin. Was ist ein Volksentscheid, Manuel? Man kennt das aus der Schweiz. Die Schweiz hat ja eine sehr direkte Demokratie. Da werden ganz viele Dinge ganz direkt vom Volk entschieden. Also da gibt es dann Abstimmungen, wo die Leute direkt abstimmen, soll es dieses Gesetz geben. Ja, oder nein. Und dann wird das so umgesetzt. Deutschland ist da eine etwas indirektere Demokratie. Wir machen das meistens nicht, dass wir direkt über ein Gesetz abstimmen, sondern in der Regel stimmen wir für Parteien ab und die machen dann die Gesetze. Aber auf lokaler Ebene, z.B. in einer Stadt gibt es dieses Instrument Volksentscheid. Und da wird jetzt auch in der Regel nicht direkt ein Gesetz entschieden. Aber da können wir zumindest erzwingen als Bürger*innen dieser Stadt, das über eine bestimmte Idee. Abgestimmt wird oder gesprochen wird, also wir können sozusagen Themen einbringen, die dann von den Parteienpolitikern von der Regierung zumindest behandelt werden muss. Hab ich das richtig zusammengefasst? Ich bin kein Politik-Experte. Ja, ich auch nicht, aber so in etwa ist es. Also, ein Volksentscheid ist nicht, glaube ich, politisch bindend. Also, wenn jetzt sich Berlin entscheiden würde, wir wollen, dass Berlin autofrei wird. Heißt das nicht, dass das dann umgesetzt werden muss? Aber es ist natürlich ein starkes politisches Druckmittel. Wenn wir jetzt mal annehmen, dass 60 Prozent oder noch mehr Leute sich dafür entscheiden, dann weiß die Politik, okay, die Mehrheit möchte das. Und es wäre gut, wenn wir danach handeln. Es ist natürlich immer fraglich, wer entscheidet so was und wie viele Leute machen überhaupt mit. Das ist ja auch immer das Problem bei Volksentscheiden oder bei Demokratie generell. Ich habe mal so einen kleinen Ausschnitt mitgebracht aus der Tagesschau. Und die haben gerade darüber berichtet, vielleicht spielen wir mal ein bisschen davon ab. Guten Tag, habt ihr es vielleicht Lust für weniger Autoverkehr in Berlin zu unterschreiben? Ja, wir sind eine Initiative, die Unterschriften sammelt, für ein auto reduzierten S-Bahnring, damit wir sichere Straßen und mehr Platz für alle haben. Sie sammeln jede Stimme an diesem Samstag am Wochenmarkt auf dem Boxagener Platz in Berlin. Seit mehr als sechs Jahren will Nina nur mit ihren Mitstreitern durchsetzen, dass die Hauptstadt innerhalb des S-Bahn-Rings weitgehend autofrei wird. Ja, Manuel, da hat man schon gehört, was die zentrale Forderung ist. Berlin autofrei innerhalb des S-Bahn-Rings. Was ist der S-Bahn-Ring? Es gibt eine S-Bahn, also ein regional Zug, der im Kreis fährt, immer um Berlin herum. Also es ist eine Möglichkeit, sich schnell vorzubewegen, wenn man jetzt nicht ins Zentrum muss oder auch doch. Also es gibt jedenfalls diesen Zug, der fährt sozusagen immer um den Kern, die Mitte, den Großteil von Berlin drum rum. Also Berlin hört bei diesem S-Bahnring nicht auf, es geht schon noch weiter. Aber so der Hauptteil der zentrale Teil wird immer umkreist von diesem Zug. Genau. Innerhalb dieses S-Bahn-Rings will diese Initiative den Autoverkehr reduzieren. Also autofrei klingt ja, als sollte es in ganz Berlin gar keine Autos mehr geben dürfen. Aber eigentlich geht es in darum in diesem zentralen Teil, der ja sehr voll auch ist mit Autos und Menschen, dass man da die Zahl der Autos reduziert. Man muss aber sagen, der S-Bahn-Ring in Berlin ist auch sehr groß, ne? Also wenn man sich die Stadtteile anguckt. Klar. Ich sag mal so Kreuzberg, schöne Berg, große Teile von "Oh, da ruft mich feran aus Berlin", und ziehen wir kurz abbrechen. Große Teile von "Schalottenburg", "Willmersdorf", "Morbiet", "Mitte", "Prenzlauerberg", die liegen alle innerhalb des S-Bahn-Rings. Wohnst du innerhalb oder außerhalb des S-Bahn-Rings? Ich wohne ganz knapp außerhalb des S-Bahn-Rings. Also ich bin in ein paar Minuten über der Grenze, aber ich bin tatsächlich schon außerhalb des Rings. Genau. Und ich auch. Und das hießet tatsächlich, also wenn man das jetzt mal weiterdenkt, dass man, also wir dürften quasi noch ein Auto fahren, da wo wir wohnen. Aber wir dürften nicht mit dem Auto zum Brandenburgertor fahren oder nach Kreuzberg oder zu unserem Büro, das liegt ja in Berlin-Mitte. Und das hört sich erstmal relativ radikal an. Oder was denkst du? Ja, aber ich glaube, dass sie das genau richtig machen. Denn so wie sie das Vorschlagen, das es sozusagen fast keine Autos mehr gibt, es soll auch in diesem Vorschlag Ausnahmen geben für natürlich Rettungsfahrzeuge, auch für, zum Beispiel Menschen mit einer Behinderung oder. Ja, alle Lieferfahrzeuge, also so. Lieferfahrzeuge, es gibt jede Menge Ausnahmen, trotzdem klingt es erstmal radikal, gar keine Autos mehr, aber es ist ja immer so bei solchen politischen Vorhaben, dass es am Ende einen Kompromiss gibt und dass es nie die Maximalforderung wird nie durchgesetzt. Und deswegen finde ich es gut, dass sie erstmal viel fordern, denn wenn am Ende dabei rauskommt, dass halt es viel weniger Autos gibt. Aber zum Beispiel von mir auslei Autos noch erlaubt sind oder man dreimal im Jahr für bestimmte Erledigungen sein Auto auch in die Stadt reinfahren darf, dann ist das ja auch okay. Also ich glaube, sie fordern erstmal viel, damit am Ende überhaupt irgendwas dabei rauskommt. Damit überhaupt was dabei rauskommt, ja, das ist eine gute Idee und das wünsche ich mir auch ein bisschen. Also ich freue mich über die Initiative, ich persönlich habe ja auch kein Auto, du auch nicht. Und wir meckern hier sehr oft im Podcast darüber, dass es zu viel Platz für Autos gibt und es auch sehr gefährlich ist, oft mit dem Fahrer zu fahren. Und ich hoffe so ein bisschen, was ich interessant fand, weil ich habe selber auch so ein bisschen das Gefühl, dass es trotzdem, obwohl ich mir das persönlich wünsche, ein bisschen radikal ist. Aber am Ende von diesem Beitrag, den wir euch auch verlinken, wird dann das Beispiel Amstadam gezeigt. Und Amstadam hat auch einen ähnlichen Schritt gemacht, also den Autoverkehr sehr stark eingeschränkt in der Stadt. Und Amstadam ist ja noch mal kleiner und viel enger als Berlin. Und ja, das ist eigentlich recht positiv, was man da aus der Stadt sieht. Das ist nämlich, dann doch natürlich einige Leute sehr stört, nämlich die, die den Auto haben, aber sehr viele Leute dann auch sehr glücklich macht, dass da eben nicht mehr so viele Autos auf den Straßen fahren und man insgesamt auch ein bisschen sicherer unterwegs ist in der Stadt. Total ein anderes Beispiel ist vielleicht noch die Stadt Paris. Paris hatte auch ein unglaubliches Autoproblem, also die ganze Stadt war verstopft und voll mit Autos. Und dort ist die Stadt jetzt auch nicht autofrei, aber sie ist viel freundlicher geworden für Fahrradfahrerinnen, Fußgängerinnen. Und das macht eine Stadt, letztlich für alle, einfach Lebenswerter. Und das würde ich mir für Berlin auch wünschen. Wir verlinken mal die Website von diesem Verkehrsentscheid, Volksentscheid und da kann man sich auf verschiedenen Wegen engagieren. Und wenn es nur ist, dass man unterschreibt, wenn man seinen Wohnsitz in Berlin hat. Genau, das ist vielleicht noch wichtig zu erklären. Sie sammeln jetzt Unterschriften, damit ein Volksentscheid zustande kommt. Da brauchen wir erst mal ganz viele Unterschriften. Und da kann gerade jeder, der in Berlin wohnt, mit unterschreiben. Und danach erst gibt es die Abstimmung. Karri, du wirst es kaum glauben. Ich habe eine Doku geschaut. Das Lustige ist Manuel, ich habe die Doku auch schon geschaut. Das ist keine Doku. Die Doku, die ich noch nicht kenne. Okay, also dann wirst du mir vielleicht zustimmen. Das ist jetzt keine Doku, die euch vom Hocker hauen wird, die euch komplett flaschen wird, die euch total begeistern wird. Es ist jetzt nicht irgendwie was total besonderes. Aber ich dachte, ich empfehle sie mal. Denn wir werden ja ganz oft gefragt, welche deutschsprachigen Podcasts könnt ihr noch empfehlen. Wir haben auch mal in einer Episode alle Podcasts, die wir so hören erwähnt oder empfohlen. Der Episode kann ich auch noch mal raus suchen und verlinken. Aber in dieser Doku geht es um den Podcast Boom. Also um Podcasts und unter anderem werden da natürlich auch viele deutschsprachige Podcasts erwähnt. Richtig. Unter anderem auch mein Lieblingspodcast ist auch da drin. Es ist ganz unterhaltsam. Der Grund, warum ich die Doku nicht in unsere Empfehlungen gepackt habe, ist, dass ich dann doch dachte, okay, es gibt zu wenig Neuigkeit in der Doku. Und diese Doku gibt es auch auf YouTube. Und wenn man sich da die Kommentare durchließt, das ist sehr lustig. Weil die Leute da schreiben, schöne Doku kommt ungefähr fünf Jahre zu spät. Das stimmt wirklich. Also es sind keine großen neuen Infos da drin. Ihr wisst alle, was ein Podcast ist und dass das Medium Podcast mittlerweile sehr erfolgreich ist und ihr kennt alle diese True Crime Podcasts, die sehr erfolgreich sind. Also ja, und dann am Ende geht es noch kurz um die USA und welche Rolle Podcasts und da hatten jetzt auch in den aktuellen politischen Entwicklungen und so weiter. Alles wahrscheinlich nichts Neues für euch, aber vielleicht trotzdem ganz interessant. Es gibt auch zum Beispiel ein Interview mit dem Tim Prittler, das ist so ein Podcast da aus Deutschland, der schon seit 20 Jahren Podcasts macht. Und dessen Podcasts, ich auch ganz gerne höre. Insofern vielleicht ein paar gute Empfehlungen sind dabei. Ja, es sind auf jeden Fall sehr viele bekannte deutsche Podcast Hosts in dem Video drin und das ist dann doch sehr interessant zu gucken. Karri, du bist auch ein bekannte deutscher Podcast Host, allerdings in der nächsten Episode nicht zu hören. Das kündigen wir uns schon mal an, denn ihr macht auch jetzt, glaube ich, mal ein bisschen Urlaub, oder? Ja, du musst es gar nicht, dass diese Woche schon. Der Fall ist Manuel. Was hören wir denn in der nächsten Episode? Das ist eine Überraschung. Ich hab mir da einen Gast eingeladen. Hmm, okay. Spannend. Aber wir nehmen doch diese Woche noch eine Episode auf. Ach stimmt, Moment, ich hab mich vertan im Kalender. Die Gastepisode kommt erst am Dienstag. Nicht stimmt, wir hören uns noch am Samstag. Na danke, dass du mich daran erinnerst, hätte ich jetzt fast Fatsch erzählt. Finde ich doch gut. Aber nächsten Montag nehmen wir auch eine Episode auf. Nee, nächsten Montag nehmen wir keine Episode auf. Da ist wahrscheinlich unser Kalender kaputt. Hmm, na gut. Wenn ihr noch mehr darüber erfahren wollt, wie unsere Kalender aufgebaut sind, dann hört unsere Aftershow als Easy German Mitglied. Quatschen wir, mach ich mal noch so 10 bis 20 Minuten weiter. Nach jeder Episode und oft geht es darum, wie wir unseren Alltag-Managen und unsere Kalender koordinieren. Genau, Manuel, da werden wir das jetzt gleich mal exklusiv aufklären. Wann wir noch aufnehmen und wann eine Episode mit Gast kommt. Podcasts sind vor allem sehr viel Planung und Koordination. Natürlich. Das hat vielleicht noch gefehlt in der Doku. Schön, Manuel, war wieder eine schöne Episode mit dir und bis bald, ne? Bis bald, Karri. Ciao. * Musik *

Podcast Summary

Key Points:

  1. Manuel und Kari diskutieren über die Gefahren des glatten Eis auf Bürgersteigen und Radwegen in Deutschland, besonders in Berlin, wo die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer nicht ausreichend gewährleistet ist.
  2. Der Begriff „haut raus das Geld ich muss reisen“ wird erklärt als umgangssprachliches Verb für das Loslassen oder Ausgeben von Geld, um Erfahrungen auf Reisen zu sammeln, was zeigt, dass persönliche Werte und Lebenserfahrungen wichtiger sind als finanzielle Einsparungen.
  3. Bei der Planung einer Weltreise wird betont, dass langsame, ruhige und dauerhafte Aufenthalte besser sind als viele kurze Ortswechsel, um Erfahrungen zu verarbeiten, die eigene Zeit zu nutzen und emotional und geistig ausgewogen zu bleiben.

Summary:

In der Episode diskutieren Manuel und Kari über aktuelle Themen aus dem Alltag. Ein zentrales Thema ist die Diskussion in Berlin über glattes Eis auf Straßen und Radwegen, bei der die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer kritisiert wird. Es entsteht eine klare Debatte über die Notwendigkeit eines umfassenden Streu- und Salz-Einsatzes, wobei vor allem die fehlende Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer kritisiert wird.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der sprachliche Ausdruck „haut raus das Geld ich muss reisen“, der als umgangssprachliche Form des Geldausgabens oder Loslassens interpretiert wird, um zu betonen, dass Erfahrung und Reise für den Lebenswert wichtiger sind als Finanzen. Der Gesprächsabschnitt zeigt, dass Manuel eine langfristige Weltreise plant, bei der er bewusst weniger Orte besucht und länger an einem Ort bleibt, um Ruhe und tiefe Erfahrungen zu gewinnen. Es wird auch das Gefühl von „FOMO“ (Fear of Missing Out) thematisiert und mit dem Konzept „Onnesom“ – dem Bewusstsein, wie wenig man von der Welt erleben wird – verknüpft.

Dieses Gefühl wird als schmerzhaft, aber auch befreiend beschrieben, da es zeigt, dass jeder Mensch nur durchreist und nicht alles sehen kann. Außerdem wird die Initiative „Berlin autofrei“ im S-Bahn-Ring thematisiert, bei der die Reduktion des Autoverkehrs im zentralen Stadtteil gefordert wird. Obwohl die Forderung radikal klingt, wird sie als wirksames politisches Mittel angesehen, das zu einer Verbesserung der Sicherheit und des Lebensqualitäts führen könnte.

Als Abschluss wird ein Dokumentarfilm über den Podcast-Boom vorgestellt, der bekannte deutsche Podcast-Hosts und Trends thematisiert, ohne jedoch große Neuigkeiten zu bieten. Die beiden berichten zudem über ihre kalte, graue Reise nach Australien und die Bedeutung von persönlicher Ruhe und langsamem Reisen. Die Episode schließt mit einer Ankündigung einer Gastepisode und der Erklärung des Kalenders ab.

FAQs

Der Ausdruck ist ein umgangssprachliches Verb, das für 'etwas losgeben oder aufgeben' steht. Es bedeutet, dass man sein Geld für eine Reise ausgibt, anstatt es zu sparen, und betont die Wertigkeit von Erfahrungen gegenüber Geld.

Janusch reist in Australien, um sich von dem kalten Winter in Deutschland zu entfremden und die Werte der Reise, wie Erfahrung und Freiheit, zu erleben. Sie betont, dass Reisen das Leben bereichern können.

FOMO steht für 'Fear of Missing Out' und beschreibt das Gefühl, etwas Wichtiges zu verpassen. Reisende fühlen es, wenn sie sich fragen, ob sie nicht mehr Orte sehen können, obwohl sie bereits viel erlebt haben.

Das Ziel ist, den Autoverkehr innerhalb des S-Bahn-Rings in Berlin zu reduzieren, um sicherere Straßen für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen und den Stadtraum für andere Nutzungsmöglichkeiten freizugeben.

Ein Volksentscheid ist eine direkte Abstimmung der Bevölkerung über eine bestimmte Frage oder Initiative. In Berlin wird er genutzt, um z. B. den Autoverkehr zu reduzieren, und kann die Politik zwingen, diese Frage zu behandeln.

Der S-Bahn-Ring umgibt den zentralen Teil von Berlin und ist ein wichtiger Verkehrsweg. Die Initiative zielt darauf ab, den Autoverkehr in diesem Bereich zu reduzieren, um die Sicherheit und Lebensqualität der Bürger zu verbessern.

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