Die Hamburger Künstlerin Dörte Eisfeld, eine wichtige Figur in der experimentellen Fotografie, wird in dem Podcast interviewt. Ihre Ausstellung "Archipelago" zeigt einen Querschnitt ihres vielschichtigen Werkes. Eisfeld schildert ihren künstlerischen Werdegang: Nach anfänglichem Interesse an Malerei wechselte sie zum Film und schließlich zur Fotografie, da sie ein stärker in der Realität verankertes Medium suchte. Entscheidend für ihre Arbeit sind der Zufall und der experimentelle Prozess, sowohl bei der Aufnahme als auch in der Dunkelkammer. Sie betont die Einzigartigkeit jedes handgefertigten Abzugs als Interpretation des Negativs. Die Ausstellungskurator Boas Levin wählte mit ihr gemeinsam Werke aus, darunter auch neu entdeckte Arbeiten aus ihrem Archiv. Wiederkehrende Motive wie Wasser und Wellen, die sie über Jahre verfolgte, sowie Arbeiten wie "Schneeball" werden thematisiert. Der Titel "Archipelago" (Archipel) spielt auf die inselhafte Präsentation ihrer Werke in Vitrinen an und unterstreicht die Vielschichtigkeit ihres Œuvres.
mit der Eisfeld. Ein Podcast von "Ceobalien und Bite FM". Hallo zusammen und herzlich willkommen zu einer neuen Folge "Ceobalien & Tracks". Ich bin Leoni Möhring und habe mich für diese Ausgabe mit der Hamburger Künstlerin der Hörter Eisfeld unterhalten. Sie ist mit ihrer Ausstellung Archipelago vom 7. Februar bis zum 10. Juni bei "Ceobalien" zu sehen und präsentiert dort Einblicke in ihr viel schichtiges Werk, das sie zu einer der bedeutendsten Fatträter in der Experimentellen-Fotografie in Deutschland macht. Wieso sie einst nach ihrem Studium der Malerei den Rückenkerte, weshalb sie eine Zeit lang als Wellenjägerin unterwegs war und was genau in der Ausstellung gezeigt wird, das auf hart in der kommenden Halbenstunde. Hallo, dörte schön, dass du die Zeit gefunden hast, heute mit mir zu sprechen. Und bevor wir uns ganz konkret der Ausstellung zuwenden, würde ich gern zuvor noch mal in wenig, ich sag mal, in deiner Wita rumkramm. Und wenn man sich die anschauen sieht man schnell, irgendwie schien der Kompast da schon immer in Richtung Kunst zu zeigen. Wie kam denn das zustande? Ich hatte einen tollen Lehrer. Vor ein Jahr jedenfalls, da war ich keine Ahnung, 14, sowas um den Dreh. Und für ein Jahr gab es den und da durfte ich dann auch mit zum Mal nachmittag, ich hab einfach gemalt immer. Und das hat mich halt sehr gefläscht und ich wollte dann, ach, ich hab dann sogar einen Schwerpunkt. Also damals war er gar noch nicht diese Leistungskurse, aber es gab Schwerpunktklassen und Schwerpunkt Gymnasien. Und da hab ich den musischen Suche mit Schwerpunkt Kunst gewählt. Und dann war ich auf der, mit 18 auf der Dokumentar und das hat mich wahnsinnig beeindruckt, du geh immer da 68, hab vor Drach einer Hochschule drüber geholt. Und ja, und dann war klar der Sicht Kunststudier und eine Freundin, die ein Jahr älter war, war schon eine Ahnung, die konnte ich schon besuchen und wollte eigentlich ein paar Rissstudien, aber die Liebe hat mich dann in Hamburg gelassen. Also in Hamburg gehalten und die war dann nachher sowieso zu Ende, aber so ist es halt. Und ich bin in Hamburg auch aufgenommen worden in einer Prüfung und in einer Aufnahmeprüfung. Und bin dann, hab dann in Hamburg irgendwie angefangen, fand das aber voll langweilig in der Grundklasse, wo ich war und bin dann zu denen ein Semester höher gewechselt, die, wenn man so viel so eine Art Selbststudium gemacht hat. Ich war eine sehr politische Zeit, die 1970 und nah, 68 Mai, Paris und dann die Warteentwicklung. Das heißt, ich habe praktisch gar nicht Kunststudier, sondern politischer Arbeit, Selbstorganisation, alles. Hab dann noch kurz ein Kurses in Malerei gemacht, hab auch noch ein Kasper dafür Friedrich kopiert in klassischer Ölmalerei, in der Kunsthalle, also in Wanderer über Nebel mehr. Und bin dann aber ins individuelle Kommunikation gewechselt, weil ich das voll spannend fand, film, Video und Video war neues Medium, war damals noch Bender und Schwarz-Weiß. Und damit hab ich dann auch mein Examen gemacht. Und du hattest es bereits schon angeressen, du hast dich recht schnell von der Malerei aber verabschiedet und hast dich dem Film beziehungsweise dann der Fotografie zu gewandt, weil ein bisschen abgewandeltes Zitat, deine Arbeit immer auch etwas mehr in der Welt verankert sein sollte. Weißt du noch wann dieser Moment war, indem du dachteest, ja, mal eine reiche Linke gut, aber das wird's irgendwie nicht. Ich brauche diese Fragmente der Wirklichkeit in meiner Arbeit. Ja, das ging ganz schnell. Also das war im Grunde gleich im ersten Jahr, wenn du so willst. Ich kam eigentlich schon an die Hochschule und dachte, die mag lassen, die sind so verstorbt. Das fand ich unspannt und im Film war was los in der Filmklasse. Und ich hab dann eben noch diesen einen Schein gemacht in Malerei, wollte auch die Technik einmal lernen, hatte ich irgendwie eine Ehrgelt. Und dann habe ich das, was ich ja erzählt habe, ich habe Videoexamen gemacht mit einem Film gegen oder zum Paragrafen 118. Da war ich schon schwanger, aber ich habe dafür, den man es wert, Wunschkind dazu haben. Und es war auch ein Wunschkind. Und hab dann, als ich das exam fertig hatte, erstens hatte ich ein Baby und zweitens habe ich gemerkt, das interessiert mich gar nicht so. Dieses, dieses immer so schnell dieses zeitbasierte Medium, wo man nicht in Ruhe gucken kann. Und außerdem war es damals noch schwarz-weiß und sehr grau und schwammig und ich wollte Bilder mit Bildern arbeiten. Oder ich hatte ein Bedürfnis nach Bildern. Und hab dann in dieser allerersten Zeit angefangen, Ach schon während des Referanderiats, genau. Da musste man so ein Leerprobe machen und musste ich ja darauf vorbereiten auf ein Thema. Und da habe ich dann das Thema Fotografie gewählt. So hatte ich dann vorwarn, dafür zu arbeiten und gleichzeitig mich in die Fotografie einzuarbeiten. Ganz alleine über Bücher, was auch immer. Und hab dann die Leerproben in Fotografie gemacht und ja, bin so reingekommen und das war auch etwas, das ich ohne Team machen konnte. Fotografie kannst du alleine machen. Und das liegt mir auch mehr alleine zu arbeiten und nicht im Team. Hab mich auch entschieden, nicht Fotografie zu studieren und nicht Film einer DFB, was ich auch mal dachte, das gut wäre. Sondern hab gesagt, ich gehe jetzt mein Weg als dilettanten Amatören, was auch immer. Was ja vor diesem Wissen mit diesem Film Background ganz spannend ist, finde ich, ist ja, dass deine Fotografien auch nur selten reine Fotografien sind. Also nur ein Dimensional. Die haben ja sehr auf deine große Vielschichtigkeit, wozu ja auch gewissermaßen wieder der Titel der Ausstellung und einen Text auszug aus dem Programm passt. Und dem ist heißt, Fotos sind wie Wale, die ganze Insel tragen können. Und als du dich, also der Fotografie zugewandest, war doch sicherlich ein ganz wichtiger Ort, damals dann die Dunkelkammer. Oder also, weißt du noch, wann du da das erste Mal dringestanden hast und wie du dich vielleicht auch gefühlt hast? Also was war das Faszinierende daran? Oder ist es mit unterjahr noch Fotos auf diese Art und Weise zum Leben zerwecken? Noch ist es süß. Noch sagst du jetzt aus der Perspektive von heute. Da war es, war das die einzige, der einzige Weg, wenn man es nicht wech gab und ganz entwickeln dies. Nee, ich weiß, ich weiß, dass ich zu Anfang voll langweilig fand mit 18. Der hatte irgendwie Nachbar Junge, hat deine Dunkelkammer und ich hab da auch mal was gemacht und fand das überhaupt nicht spannend. Und ja, das hat erst nach dem Studium zu Hause nicht in der Dunkelkammer, sondern im Wadezimmer angefangen. Irgendwie für mich interessant zu werden, wo ich alleine rumgeworstelt hab und wo ich dann die Dunkelkammer also auch so umgekommen habe. Die Dunkelkammer, also auch wenn ich große Sachen gemacht hab in dem Raum, in dem ich aber auch geschlafen hab und wir wohnten in der Wohngemeinschaft und jeder hatte ein Zimmer und nachgewässert wurde in der Badewanne nachher, aber das hab ich dann da gemacht, hab das alles verdunkelt und so. Verrückt, ich hab ja in der Grundschule mal Fotos auf analogue Art und Weise gemacht und dann auch selbst so richtig entwickelt und fand das ja total spannend. Was mir damals auch schon aufgefallen ist, wenn man so Fotos macht, beziehungsweise sie eben auch selbst entwickelt, muss man ja schon ein Recht, ich sag mal, Freundschaftlichen Ungarn mit dem Zufall haben, oder? Gerade du bist ja auch sehr offen und experimentell mit unter unterwegs. Wusstest du denn immer was am Ende dabei herauskommt oder hat es dich auch vielleicht oft selbst überrascht? Ja, Zufall in jeder Hinsicht, das kostbarste was es gibt, der Moment und in jeder Hinsicht, also wohl von der Aufnahme hier, also von dem was passiert und wieder in die Bilder entstehen und dass sie sich genau und das war ja die Neue, das ist ja dann auch der Ansporn, dann zu gucken, was das gibt und was da ist und wie sich das auch verändert im Bild. Was man dann vor sich hat oder wie ich selbst das Steuern kann, wie das, das entweder das, was ich im Kopf hatte oder etwas Neues weiterentwickeln kann. Das war eigentlich von Anfang an so ein Motor und so eine Faszination, die mich dann immer weiter getrieben hat oder weiter beflügelt oder befeuert hat. Das kann ich mir gut vorstellen. Ich weiß allerdings nicht, ob ich da persönlich jetzt immer so gelassen wäre und die Kontrolle abgeben könnte, aber es ist natürlich auch total toll, genau damit auch zu arbeiten.
Du saß Kontrolle, das hat mich, das ist für mich keine, die Kontrolle eigentlich über das, was ich erlebt habe oder über das, dass das Bild nachher eine Wirkung hat. Also mich berührt oder andere berühren kann, erst mal mich natürlich. Das ist das viel, viel stärkere als die Kontrolle. Und ich hab dann irgendwann, denn hatte ich eine bestimmte Vorstellung, oder dann habe ich mich abgemöht, die irgendwie auch umzusetzen. Dann hab ich da rumgepuzzelt und hab dann irgendwann gemerkt, "Verdamm, mach mal, das bin ich nicht." Da will ich, das können andere besser, das muss ich nicht, damit muss ich mich nicht abmühen. Das ist ja auch, also das Moment von Zufall kommt ja raus einmalerei und aus dem Film, also aus dem Dokumentar-Fell, dass du immer in dem Moment reagieren musst. Also du machst einen setzen Strich auf dem Bild, auf dem, und das erfordert dann den nächsten Strich. Das heißt, du reagierst immer auf etwas, was da ist. Und also nimmst das sozusagen mit als Geschenk oder als Teil deiner Produktion. Und im Film ist es genauso, das etwas passiert und du musst sehen, kannst du es anfangen, willst du es anfangen und musst ganz schnell reagieren. Also der Zufall ist immer schon in all den Medien eigentlich, in meinen Augen oder so, wie ich die vergenutzt hab, immer sehr kostbar und sehr wichtig. Komm mir mal konkret zur Ausstellung. Da würde ich mit dir gerne zuerst mal über den Titelsprechen, Archibel Lago. Ich kenne es nur von so einer Art, ich glaube, Stockholmer Scherengarten, aber sonst eigentlich nicht so viel dazu gefunden. Vielleicht kannst du mir einmal etwas zu diesem Wort beziehungsweise dem Titel der Ausstellung erzählen. Ja, das ist ein Wort von Boas, Boas Leben, dem Kurator. Und es ging so, dass ich mir gewünscht hab, viele wir trinken, also viele Bücher, Heftes, Gizzen zeigen zu können in Vitrien. Das mag ich schon sehr lange und oder das wollte ich schon sehr lange. Es gab nie eine Gelegenheit und wir sah jetzt plötzlich mal die Gelegenheit. Und er fand das auch schön, die Idee. Ich hab das glaube ich es letzte Mal so richtig, 85, "Hallo, wie viel Jahre 30, ne?" Okay, und er gemacht und das wollte ich gerne. Und dann sprach er davon, "Oh ja, schön, so ein Archipelago von Vitrien." Und ich dachte, das ist ein Wort, ein englisches Wort, ein Begriff, ein fertiger, kannte den nicht, fand ihn aber der Klang sehr schön. Und dann ging es um Titelsüro und so und irgendwie schwäbte mir dieses Wort, weil es eben schön klingt und so im Kopf rum und ich hab auch versucht zu googeln, ich hab dann auch noch Archipel. Okay, Insel, was weiß ich, Konner Loemarrat oder Inselgruppe und Archipel, ich finde ich blöd und irgendwie hat Archipelago beides, hat also ein bisschen was von diesem Inselhaften und zum anderen klingt es schön und ist einfach ein schönes Wort, ein Name. Das stimmt. Und was wird denn da genau gezeigt? Die Rede ist ja unter anderem von Schlüsselwerken, wovon habt ihr denn die Arbeiten ausgewählt, die da letztlich jetzt zu sehen sind? Ja, das sind zwei Wege. Einmal bin ich seit, seit längerem schon, damit beschäftigt. Also ich hab ja 25 Jahre gelehrt und bin jetzt seit knapp zehn Jahren raus und kann mich um meine eigene Arbeit kümmern. Und hab eben angefangen in den letzten Jahren, man Archiv oder meine eigene Arbeit wieder zu entdecken und neu zu sichten, neu zu überprüfen, billerprüfen, man nannte Stefan Siegel das mal. Und das ist ein hoch spannender Prozess, wenn man bedenkt, dass ich hab so lange während der Lehre musste, ich mich mit beschäftigen, mit den Arbeiten oder den Köpfen, was in den Köpfen der anderen, der Studierenden ist. Und jetzt, das macht ja auch eine Erfahrung. Dann kommt in dieser Zeit, war der Wechsel, das Switch zur digitalen Fotografie. Das heißt, man hat es viel mehr jetzt mit digitalen Bildern, sich abgemüht oder sich beschäftigt. Und so war das natürlich hochspannt und neu für mich, mich wieder mit den alten Materialien, die noch die Patina haben von der analogen Prozesses und also die wirklich Objekte sind, zu beschäftigen. Und damit hab ich auch schon letztes Jahr eine Ausstellung, eine ganz kurze Ausstellung in Hamburg gemacht, mit ein paar dieser Bilder, mit meinen Liebling. Und als ich dann Boas Levin traf, das erste Mal hab ich ihn gleich gesagt, es gibt ein Bild, das möchte ich unbedingt in eine Ausstellung haben. Das war sozusagen mein Test oder mein Start, das war die einzige, also neben den Skitzen und wie trin von den Bildern das einzige, wo ich gesagt hab, das muss sein. Und das hab ich ihm als erstes gezeigt, als er mich im Adeliebe sucht hatte und er war sofort voll darauf eingestehen und einverstanden. Dann merkte ich, okay, das klappt super. Wir beiden können sehr schön zusammenarbeiten. Und dann hab ich im Grunde, gegen das Pink-Pom, also er hat ein Wort gesagt, dann hab ich was rausgeruhelt und so entstand das ganz schnell. Und ich dann hab ich dies gezeigt und dann fühle mir das dazu ein und dann hatte er eine Idee, also so wie man sich das nur wünschen kann im Dialog oder im Austausch. Und welches ist dieses erste Werk, dass du da sofort im Kopf hattest? Das ist Drach und Blut 2 und das ist sicherweise eine Arbeit, weil das ist das Schöne ist. Ich hab gestern gerade Kollegen getroffen bei einer Öffnung und das Sprachen, wenn er von ja manche Bilder haben erst ihre Zeit. Also da ist die Zeit noch nicht reif gewesen, wenn man so will und jetzt ist die Reif. Und ich hab technik oder trix oder verfahren oder wie man das auch immer entwickelt, dass ich geschafft hab, dieses Silber, was in jedem Analygenfoto Papier ist und in diesem besonders viel, das heißt auch Agenta, die Firma, das Silber sichtbar zu machen. Also nicht nur als oxidiertes in Schwarz, sondern als Silber. Und das erscheint dann fast wie so ein gold, so ein schimmendes Gold wie auf den alten Deguritipin. Und ja und das daran ist dieses Bild sehr reich und das interessante ist deswegen heißt es Drach und Blut 2. Ich hab 89 eine Serie gemacht, die ist Drach und Blut, die ist auch immer im damaligen Körterlohn drin und die gefällt mir jetzt nicht mehr. Die habe ich sozusagen, hat aktar geliegt, das gehört auch zum Bilderprüf, dass es arbeiten gibt, die ich nicht mehr zeigen möchte, die ich sogar zum Teil zerstören oder zu schneide, die werden dann zu neuen Bilder oder auch nicht. Also verschieden. Und dieses ist jetzt das Bild, was gönne ich ist. Genau, das hätte ich sich eigentlich auch noch gefragt, ob ja, wenn man da so durch sein Archiv geht, man auch mal Sachen findet, die man gar nicht mehr auf dem Schirm hatte oder bei denen man vielleicht auch denkt, finde ich irgendwie gar kein Zugang mehr oder vielleicht eben anders, rum Sachen zu finden, bei denen man sich fragt, ach guck, wie solang das eigentlich so lange versteckt in der Schublade. Genau, das ist tolle und auch vergessen. Also, ne? Also ich mache laufend immer noch Entdeckungen. Also jetzt sind auch hier Bilder, die sind im Grunde während dieses der Vorbereitung dieser Arbeit, dieser Ausstellung erst aufgetaucht. Und dann habe ich die Boas gezeigt. Und ja, und so Bums sind hier an der Wand. Das ist wirklich toll. Ja, das ist und das Befeuheit mich natürlich auch irgendwie. Meine Arbeit im Moment ist dieses Ansehen von Bildern, die Hauptarbeit, ja, weil es immer neue Entdeckungen gibt. Und ein Bild, das ich gesehen habe, ist auch eine der Wellen, wo wir schon wieder beim Wasserland dieses Motiv zieht, sieht sich ja auch so ein wenig durch deinen Werk, habe ich das Gefühl. Und diese Wellen sind ja super beeindruckend. Also in deinen Bildern strahlen dir eine ungeheure Kraft aus. Und so wie ich das weiß, hat dich genau, dass ja auch eine ganz schöne Zeit lang gar nicht so richtig losgelassen. Also du warst, könnte man vielleicht sagen, eine ganz schöne Wellenjägerin für einige Zeit. Ja, ich habe das über zehn Jahre verfolgt. Und in die Wasser, also gut, ich bin auch eine Schwimmerin immer. Also auch, ne, ja, so in der Jugend, dann. Wettkampfschwebe, wenn uns so was gewesen, also da ist schon das Wasser und bin seit ich neun bin fast jedes Jahr am Meer. Und dann noch ein paar Mal.
das spielt auch eine Rolle. Und ich glaube, wenn ich jünger gewesen wäre, wäre ich saferin gewesen. Das kam aber damals, war das noch gab es noch kein Neoprenezüge. Und ja, für mich ist dieses Veränderliche. Da haben wir auch wieder den zu voll. Und wie du sagst, jegerin, ich war eine Zeit lang auf der Nacht, nach der absoluten Welle, die es nicht gibt, die es gar nicht geben kann. Aber ich habe das verfolgt. Ich habe ja über zehn Jahre die unterschiedlichsten Dellenbilder gemacht und das ist auch im Grunde immer noch ein Thema. Und wo würdest du aber sagen, Hand aufs Herz, da gibt es sie die zumindest annähren perfekte Welle? Ja, Kunil. Also die heißen, diese Serie heißt sogar Kunil. Das ist inzwischen von Serfern ein, vor allem allerdings Windserfer, ein Hotspot, da unten, begibralter Richtung Porto-Gaul, der Atlantik und wählen sonst zum gucken, sollte. Immer noch. Oder ja, Atlantikküste unten, wäre es, bzw. die ganze Atlantikküste von Frankreich. Oh ja. Um mal weil Wasser zu bleiben, Wasser in anderer Kontestins ist ja auch Eis oder Schnee, wo ich natürlich super garland bei einem dänne bekanntesten Büller gelandet bin, der Schneeball. Der wird ja auch in der Ausstellung gezeigt, bzw. eine Version davon. Es ist ja soweit ich weiß ne ganze Reihe. Welchen bekommen wir denn in der Ausstellung zu sehen? Ah, nicht, der nicht im Buchlein ist, den ich es später wieder gefunden habe und ja eigentlich der letzte, der mir bleibt. Also die anderen sind alle mehr oder weniger unterwegs. Einer ist noch in der Galerie und das war es dann. Wann sind sie alle weg? Ah, nee, ich behalte noch ein, noch ich behalte ein negativ, also ein Schwarzness gibt ja welche, wo ich das umgekehrt habe, wo ich den positive Prozess umgedreht habe, so dass der Schneeball schwarz ist wie ein Glutball. Davon behalte ich ein und ein weiß und der weiß es eben ein Funtstück. Nee, die sind beide Funtstück, also sind beide A und B, die im Grunde, ja die erst hinterher wieder auftauchten. Und kannst du nochmal was vielleicht zur Entwicklung sagen, also gerade für so Leute wie mich die überhaupt keine Ahnung haben, das ist dann auch wieder so ein sogenannter Silvergillantin abzug, richtig? Ja, anerlich. Silvergillantin ist nichts weiter als die korrekte Bezeichnung für den analogen, abzudografischen Prozess und so die bekannteste Arbeit, also das ist mir manchmal schon lustig, aber es ist die Arbeit mit der ich eben gesagt habe, so ich behaupte, jeder abzure ist ein anderer, egal, wenn man selbst einen handwerklich, sehr ausgebuchter Mensch abzüge macht, jeder abzure ist einfach ein anderer, es ist ein anderes Objekt und wenn schon denn schon dann dann, dann könnt ihr auch unterschiedlich aussehen und eben jeder abzure ist eine Interpretation des negatifs und ich habe einen bestimmte Matrix, wenn man so will, ich weiß nicht ob das Wort geregt ist dafür, aber ich glaube schon und ich interpretiere die und ich habe halt gemerkt bei den abzügen, dass ich das jeder abzure, dass jedes Bild, was ich dann hergestellt habe, nur ein Aspekt dieses negatifs zeigte und ich wurde immer neugieriger, was dann noch alles drinsteckt und habe jetzt 11 gemacht und dann immer noch weiter gemacht und bis ich irgendwie das Gefühl hatte, so jetzt ist alles gesagt. Also für mich ist ja dieser ganze Prozess der Fotografie und vor allem der abzüge schon irgendwie etwas magisches wie sie ja gerne einfach bei Sachen so der Fall ist, die man halt nur so halb versteht, bisschen besser auch gar nicht versteht. So ist es auch ein bisschen mit einem anderen Bild von dir, das in der Ausstellung gezeigt wird, das habe ich wirklich von allen Seiten angeschaut und immer wieder gedacht, jetzt habe ich es und dann wieder noch nicht und zwar bei großer Flieger. Das habe ich gedreht und gewendet und ich bin nie so richtig schlauter ausgeworfen, aber das ist ja auch toll, es ist so viel wage und man kann so viel reininterpretieren und weiß nie so richtig was da vor sich geht. Das ist das ist ein sehr wenigen Bild der wo ich eine genaue Vorstellung von hatte und das Witzige ist, dass sie auch bei CO das erste Halsch rum kommuniziert haben und ich sage dann ein anderes Raum, andersrum, weil es auch großer Flieger heißt, da habe ich nämlich dann die Wendung im Titel schon drin ist klar. Ich wollte diesen, ja es hat auch wieder mit dem Wasser zu tun natürlich, nämlich mit diesen Erlebnis, dass der Raum überhaupt der Wasseroberfläche ein völlig anderer ist als der unterhalb der Wasseroberfläche. Wenn du im Wasser bist, ist es ein anderes Element und ich wollte praktisch diesen, diesen Moment des Eintauchens von einem Medium, wie nennt man das dann, von der Luft ins Wasser, um das ganz platz zu sagen. Den wollte ich festhalten und da war in diesem Schwimmbad, war da gerade so ein toller Lichtfleck und ich habe ein Freund, der ist auch Sportler und ihn habe ich gebeten durch zu springen ohne ich wollte, dass der Kopf die Wasseroberfläche berührt und ohne die Kopfsprung mit den Armen vorne das fand ich, es sollte ja nicht in irgendeinem Kunstflieger oder so ein Kunstsprung sein, sondern es sollte so direkt und unmittelbar wie möglich sein und das hat er gemacht und ich habe auch den Moment erwischt und das war gelungen und darum habe ich das dann auch großer Flieger genannt. Aber irgendwie schwand, dass es für dich von Anfang an irgendwie so klar war und für mich auf der anderen Seite so gar nicht. Das würde mich natürlich interessant gehört nicht hierher, aber was du da gesehen oder gedreht hast. Also zuallererst wusste ich schon von Anfang an erst mal überhaupt gar nicht, wie rum es überhaupt richtig ist und dann beim ganz flüchtig drauf gucken habe ich sogar überlegt, ob es sich bei dem jungen Mann dann nicht sogar vielleicht um eine Spiegelung handeln würde. Also dass der da vor dem Sprung ins Wasser irgendwo steht und in einer keine Ahnung Fütze oder so was, sich zum Beispiel da gespielt hat. Es gibt auch bei Kokto. Ich glaube, das ist die Samphoneparate, ich weiß es nicht genau. Ein Film, in dem Film, wo der Mensch durch den Spiegel geht und das ist auch eine Wasseroberfläche und vielleicht jetzt, wo du das sagst, es kann sein, dass mich das beeinflusst hat, weil Kokto hat ja natürlich, das ist schon älter sein Film. Das ist möglich. Dieses konzentrieren von einer eben in die andere. Ja, ich glaube, das spielt eine Rolle. Fuhl. Vielleicht noch eine letzte konkrete Frage zu der Ausstellung und zwar zu der Arbeit Aqua Bovira aus 2011. Auch da habe ich wieder ganz persönlich im ersten Moment gedacht, das sein jetzt zum Beispiel Fotos von Details, irgendeines besonders architektonisch-rafinierten Gebäudes und da besonders tollen Lichtverhältnissen. Das ist ja so plastisch. Und dann habe ich aber gelesen, was es wirklich ist im Prinzip ja altes Gewältes-Foto-Papier. Und da fand ich es total spannend, dass du nicht eben dieses gewelte Papier an sich ausgestellt hast als Plastik zum Beispiel, sondern dich wieder für das vermeintlich eindimensionale Medium-Furografie entschieden hast, um es abzubilden. Interessant, da sind zwei Sachen, spielen dann eine Rolle von der Zeit her. Du hast an die Bibel gedacht, wahrscheinlich von der Architektur hier. Ich weiß nicht auf der Degbauten von ihm schon. Es ist von 2009, habe ich das fotografiert. Ich weiß nicht, ob es da die Bauten schon so bekannt waren. Und das zweite, was du sagst, ist Künstler heute hätten das als Plastik ausgestellt durchaus, aber erst heute. Also Fotokünstler hätten damals gab das noch nicht dieses Interesse an drei Dimensionalität. Das bietet bestimmte Rolle. Und aus dem fand ich gerade, ich fand den Haufen erst in Moment. Das ist ein Haufen von Winterfotoabzügen, die nicht auch in die Betrieb hatten werde, die ich auch bewahrt habe, wo ich auch Fotogramme gemacht habe. Man wird sie also diese Arbeit dreifach sehen.
Das erste Mal, also dieses Fotos sind von 2009 und zwar war diese Haufen einfach, dass man abzüge dich nicht mochte. Die waren irgendwie, ja, wo sich rausgestellt hat, nee, diese Bilder interessieren mich nicht. Und ich habe die über deshalb umgedreht, auf dem Tisch im Adelier liegen lassen und die Sonne schien dabei rein. Und da auf einmal sah das so schön aus, dass ich angefangen habe zu fotografieren, irgendwie mich dich viel. Uns war digital. Und das befeuerte mich dann, weil ich, das war noch in der Zeit, als das für mich noch relativ neu war, weil ich immer gucken konnte sofort das Ergebnis und ich konnte immer weiter machen und immer nochmal und immer, also unbegrenzt. Man musste nicht in neuen Filme einlegen und so und das war eben auch ein Farbe und das war so, ich glaube, das Papier ist jetzt ungefähr fast 100 Jahre alt, würde ich mal heute sagen. Das habe ich damals über Inselrate in der Zeitung, habe ich immer inseriert, ich suche alte Fotopapiere und es ist aus den 30er Jahren letztes Jahr 100 oder letztes Jahr 1000, kann man ja auch so. Und also so ein Chamois Papier und das Roll war sich so stark, weil diese Berit Silverschilantinisch die du ja eben schon erwähnt hattest, halt irgendwie besonders dick war und sich das so geworfen hat und dadurch sah das halt so spannend aus. Und dann habe ich irgendwie wirklich sechs Jahre gebraucht, weil ich am Computer nicht so gut bin und mit den Farben und durch die Lehrer auch immer so wenig Zeit hatte mich damit zu beschäftigen, bis ich das dann endlich ausgestellt habe. 2015 habe ich das dann in Hannover's erste Mal ausgestellt. Also und so lange habe ich an den Farben gedreht, damit wirklich die Nioßen genauso sind, wie ich sie haben will. Und das ist dann das tolle am Computer und an der digitalen Bearbeitung, das war für mich dann auch das Farblerbohl. Endlich, weil so lange war das ja nun immer spazweis, weil Farbe war für mich nicht interessant, weil es da immer so dunkel war im Labor für Farbabzüge, das hat mich irritiert. Ja, Dörter, ich könnte mir jetzt natürlich jedes einzelne Werk der Ausstellung durchgehen, aber das würde hier ein wenig nach abendespringen. Deshalb möchte ich dich zum Abschussbereich noch eine Sache fragen. Du hast es vorhin ja schon so ein bisschen anglegen lassen, wie es für dich jetzt ist seit zehn Jahren dich ausschließlich derner Kunst zu widmen. Du hast ja wirklich in langen Zeitraum auch immer an der Hochschule gearbeitet, was in der Vermittlung, im Austausch mit Studentinnen und so weiter. Und nun machst du aber seit einer Dekane eigentlich nur das, was du willst, deine Kunst. Wie fühlt sich das an? Ja, die Gold-Säventies. Also auf ganz fantastisch, weil ich meine, dass das erste Mal in meinem Leben, dass ich wirklich nur mich damit beschäftigen kann, weil ich jetzt nach 25 Jahren Arbeit auch eine Transion habe, von der ich leben kann. Und vorbevor ich diesen Job hatte, muss ich halt immer sehen, ja, man muss man sich immer kümmern, um irgendwelche Jobs, um irgendwas, um sich über Wasser zu halten und jetzt brauche mich um nichts mehr zu kümmern und das ist fantastisch. Und ja, und ich kann mich komplett meiner Arbeit widmen und das ist ein totaler Luxus. Und ich bin froh, teut, teut, teut, dass ich auch gesund bin und fit bin, das zu tun. Ja, möge das unbedingt so bleiben. Und ja, liebe Dorte, dann war's das jetzt auch schon. Ich danke dir für das tolle Gespräch und deine Zeit. Ja, schön, Leoni. Dann. Hi.
Podcast Summary
Key Points:
Dörte Eisfeld ist eine bedeutende experimentelle Fotografin, deren Werke in der Ausstellung "Archipelago" gezeigt werden.
Ihr künstlerischer Weg führte von der Malerei über Film/Video zur Fotografie, wobei der Zufall und das Experiment zentrale Rollen spielen.
Die Ausstellung präsentiert Schlüsselwerke, darunter neu entdeckte Archivarbeiten, und thematisiert Motive wie Wasser, Wellen und Eis.
Eisfelds Arbeitsprozess ist geprägt von analoger Technik, manueller Entwicklung und der Überzeugung, dass jeder Abzug ein einzigartiges Objekt ist.
Summary:
Die Hamburger Künstlerin Dörte Eisfeld, eine wichtige Figur in der experimentellen Fotografie, wird in dem Podcast interviewt. Ihre Ausstellung "Archipelago" zeigt einen Querschnitt ihres vielschichtigen Werkes. Eisfeld schildert ihren künstlerischen Werdegang: Nach anfänglichem Interesse an Malerei wechselte sie zum Film und schließlich zur Fotografie, da sie ein stärker in der Realität verankertes Medium suchte.
Entscheidend für ihre Arbeit sind der Zufall und der experimentelle Prozess, sowohl bei der Aufnahme als auch in der Dunkelkammer. Sie betont die Einzigartigkeit jedes handgefertigten Abzugs als Interpretation des Negativs. Die Ausstellungskurator Boas Levin wählte mit ihr gemeinsam Werke aus, darunter auch neu entdeckte Arbeiten aus ihrem Archiv.
Wiederkehrende Motive wie Wasser und Wellen, die sie über Jahre verfolgte, sowie Arbeiten wie "Schneeball" werden thematisiert. Der Titel "Archipelago" (Archipel) spielt auf die inselhafte Präsentation ihrer Werke in Vitrinen an und unterstreicht die Vielschichtigkeit ihres Œuvres.
FAQs
Dörte Eisfeld ist eine Hamburger Künstlerin und eine der bedeutendsten Figuren in der experimentellen Fotografie in Deutschland. Ihre vielschichtigen Werke sind in der Ausstellung 'Archipelago' vom 7. Februar bis 10. Juni bei 'Ceobalien' zu sehen.
Ihr Interesse an Kunst wurde durch einen Lehrer in ihrer Jugend geweckt. Sie wählte den musischen Zweig mit Schwerpunkt Kunst und studierte später, wobei sie von Malerei zu Film und schließlich zur Fotografie wechselte.
Sie fand die Malerei zu Beginn ihres Studiums 'unspannend' und wandte sich dem Film zu, da dort mehr los war. Später zog es sie zur Fotografie, da sie allein arbeiten konnte und ein Bedürfnis nach Bildern hatte, die in der Welt verankert sind.
Der Zufall ist ein kostbares Element in ihrem Schaffensprozess. Er treibt die Entstehung der Bilder an und ermöglicht Überraschungen, was sie als Motor und Faszination beschreibt, die sie stets weiter antreibt.
'Archipelago' ist ein von Kurator Boas Levin geprägter Titel, der auf Englisch 'Inselgruppe' bedeutet. Er bezieht sich auf die Vitrinen mit Büchern und Heften, die wie eine Inselgruppe angeordnet sind, und klang für Eisfeld besonders schön.
Das Werk 'Drach und Blut 2' ist ihr besonders wichtig. Es nutzt ein spezielles Verfahren, um das Silber im Fotopapier sichtbar zu machen, was einen goldschimmernden Effekt erzeugt, und repräsentiert eine Weiterentwicklung ihrer früheren Serie.
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