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Chance oder Unsinn: Wann macht eine Paartherapie noch Sinn?

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Chance oder Unsinn: Wann macht eine Paartherapie noch Sinn?

Eine Paartherapie ist in den meisten Fällen sinnvoll, besonders wenn Konflikte frühzeitig erkannt und behandelt werden. Viele Paare warten zu lange, weil sie denken, dass die Therapie der letzte Ausweg sei oder aus Scham oder finanziellen Gründen vermeiden. Der frühe Start erhöht die Chancen, die Beziehung zu stabilisieren und emotionale Leid zu vermeiden. Wichtige Voraussetzungen sind ein gemeinsames Ziel, gegenseitige Offenheit und das Verständnis, dass beide Partner Verantwortung tragen. Besonders hilfreich sind Fälle von fremdverliebten Paaren oder unsicheren Beziehungen, bei denen Klarheit gewonnen werden kann. Einige Paare lehnen Therapie ab, wenn sie denken, sie seien nicht therapierbar oder wenn nur einer Schuld zukommt. Die Sympathie zur Methode und das persönliche Wohlbefinden im Coaching-Prozess sind entscheidend. Ein kostenloses Kennenlerngespräch ermöglicht eine fundierte Entscheidung, ohne Risiko. Die ersten 90 Minuten bieten eine entspannte, reflektierende Betrachtung emotionaler Konflikte und deren Entstehung. Letztendlich führt ein früher Einstieg zu weniger Termine, geringerem Leid und einer besseren Beziehung. Es ist daher wichtig, sich frühzeitig zu informieren und offen über Unsicherheiten zu sprechen, um eine erfolgreiche Therapie zu initiieren.

Transcription

4025 Words, 24241 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser Podcast-Folge der Lebensirrlisten. In dieser Folge geht es darum, wann macht eine Paartherapie noch Sinn? Also in welcher Lage ist es eine Chance und in welcher vielleicht eher Unsinn? Darum wollen wir uns kümmern. Wir sind Ina und Florian von den Lebensirrlisten, Paartherapeuten und Coaches und bringen Paare raus aus der Krise hinab in eine glückliche und harmonische Beziehung. Ja, eine Paartherapie wird von vielen Paaren meistens erst so im letzten Moment in Erwägung gezogen, wenn häufig einer schon die Trennung ausgesprochen hat oder angedroht hat. Also wenn der Leidensdruck extrem groß ist und man sagt, okay, wir müssen was verändern. Wir halten es so als Paar nicht mehr aus, in diesem Zustand miteinander umzugehen. Das ist keine Lebensqualität mehr. Wir wollen als Familie so nicht leben. Wir wissen gar nicht, wie es weitergehen kann. Dann überlegen viele, was kann ich tun? Und dann wird es interessant. Und viele überlegen in diesem Moment, dann wäre eine Paartherapie nicht noch ein Weg, näher zusammenzukommen. Und wir haben eben schon mal ganz kurz diskutiert. Eigentlich ist es auch ganz spannend zu überlegen, wann eine Paartherapie noch Sinn macht oder nicht. Weil Paare ja häufig, hatten wir ja gesagt, deutlich zu lange warten, bis sie sich entscheiden, Hilfe zu holen. Und es ist häufig, unserer Erfahrung nach, schon deutlich mehr Sinn, Sinn macht, wenn man am Anfang, also wenn die Probleme am Anfang auftauchen, sich dann schon Hilfe zu suchen. Dann sieht man häufig vielleicht noch nicht so den Leidensdruck oder der ist noch nicht so groß. Aber wenn man sich frühzeitig Hilfe holt, ist die Chance halt größer, dass man noch als Paar gut hervorgeht, dass man die Partnerschaft noch eng zusammenhalten kann. Der Einstiegspunkt ist halt häufig sehr, sehr spät. Und das sehen wir ja, wir sagen immer, wir helfen Paaren raus, aus der Familie, aus der Familie, aus der Familie. Aus der Krise, wenn man jetzt die Wikipedia, wenn man jetzt bei Wikipedia schaut, was eine Krise ist und was eine Katastrophe ist, dann sind Paare eigentlich häufig in einer Katastrophe, wenn sie bei uns eintreffen. Das ist also eigentlich noch viel schlimmer als die Krise. Und das ist immer sehr schade, weil deutlich früher hätten wir halt viel mehr und viel einfacher die Dinge angehen können. Aber warum warten die Menschen? Weil das noch so ein Klischee, glaube ich, in vielen drin ist, zu sagen, ja, wir müssen es selber schaffen. Ja, vielleicht auch so ein Schamgefühl, sich Hilfe zu holen bei so ganz persönlichen Themen. Es sind ja schon Themen, die bei uns zur Aussprache kommen, die ja total persönlich und intim sind, weil da halt die größten Probleme drin liegen. Und deshalb abgewartet wird. Oder halt auch natürlich, wie gesagt, der finanzielle Faktor ist einfach noch so ein Grund, was einem zurückhält. Ich glaube, das liegt am Begriff Therapie auch einfach, dass die Menschen, die Paare das als letzten Anliegen, als Ausweg sehen. Also wenn man selber alles probiert hat und einfach nicht mehr weiter weiß, dann ist die Therapie, die Paartherapie der letzte Ausweg. Und das ist halt die Schwierigkeit, dass es eben der letzte Ausweg ist im Mindset. Und es sollte eher viel früher sein. Deswegen haben wir ja auch das Thema Paarcoaching mit bei uns raufgebracht, wo es darum geht, wenn so die ersten Konflikte aufkommen oder auch schon mehr Konflikte da sind, man aber insgesamt noch recht gut miteinander sprechen kann und sich eben noch nicht in der Krise, in der Krise fühlt oder das Gefühl hat, aber wenn das so weitergeht, läuft das auf eine Trennung hinaus. Wenn mehr Paare da kommen würden, würden wir viel mehr Leid ersparen können. Ja, das heißt, so entsteht die Unsicherheit, ob die Paartherapie noch etwas bringt, weil die Menschen zu lange warten. Also wenn du diesen Podcast hörst und das Gefühl hast, irgendwie läuft die Beziehung nicht so richtig rund an einigen Stellen, dann ist davon auszugehen, dass die Konfliktspirale, wenn man das nicht nachlässt, wenn man das nicht nachhaltig löst, dahin führt, dass sich die Themen verstärken, intensiver werden, dass die Emotionen weiter hochkochen, die Zündschnur kürzer wird und dann macht es Sinn, so früh wie möglich an die Themen ranzugehen. Darf ich dich kurz unterbrechen? Nein. Ich finde immer, wenn Paare in diesem Modus sind, so einen Rundumschlag zu machen, also wenn man so alte Sachen immer wieder rauskramt oder wenn man das Gefühl hat, jetzt kommt der Dauerbrenner wieder oder der Vorwurf wieder, der andere sagt das, wenn dieses Ping-Pong-Spiel untereinander schon besteht, dann ist es, finde ich, immer schon ein klares Indiz dafür, dass es in die Krise reingeht. Weil sich ja dann wie so ein Berg immer mehr Sachen anstapeln und man immer fleißig oben raufpackt und wenn man den Berg nicht angeht, irgendwann der Berg größer ist, dass man ihn bewältigen kann alleine. Genau, das Problem ist dann halt, dass Unsicherheit bezüglich der Beziehung nachher entsteht. Und dann nämlich die Frage aufkommt, kann die Beziehung überhaupt noch gerettet werden? Und ja, das ist ein bisschen wie in der Medizin. Wenn man zu spät hinkommt, dann sagt das ja, das ist jetzt leider zu spät, sie haben einige Signale überhört oder hätten jetzt auch schon vor einem Jahr damit kommen können, dann hätten wir noch so viel für sie tun können. Und das ist letztendlich in der Paartherapie ähnlich. Wenn man deutlich früher kommt, dann kann man sich viel Leid ersparen und viele Probleme treten gar nicht mehr auf. Das heißt, eigentlich ist der Schmerz und der Start eher so ein Appell daran, viel früher zur Paartherapie zu gehen, als man sich das eigentlich vorstellt. Nämlich vielleicht nicht als letzten Ausweg. Warum muss das überhaupt der letzte Ausweg sein? Wir sind nicht so schlimm. Wir mussten nicht der letzte Ausweg sein. Hier ist es wirklich nicht schlimm. Ja, die Folge, die entsteht, ist halt wirklich die steigende Unzufriedenheit in der Beziehung. Weil letztendlich auch mit immer wieder neuen Ansätzen und Versuchen, weil man etwas in Foren gelesen hat, Tipps bei Facebook bekommen, weil vielleicht Freunde gesagt haben, Mensch, mach mal XY. Du musst nur mal raus. Mach mal eine Woche alleine Urlaub, dann ist schon wieder alles gut. Weil man diverse Dinge probiert hat und die einfach nicht klappen und man immer wieder an neue Konfliktpunkte gerät beziehungsweise die alten Muster immer wieder bleiben und sich verstärken, macht das natürlich immer mehr Wut, Enttäuschung, macht die Menschen traurig, dass die Ansätze nicht funktionieren. Dann liest man den nächsten Ratgeber, hört sich den nächsten schlauen Podcast an, und merkt dann halt, irgendwie wird es trotzdem schlimmer, oder? Es hält halt nur für zwei, drei Wochen, aber dann kommt auch wieder die Enttäuschung. Ja, oder man ist so dauerhaft angetriggert, sieht andere glückliche Paare und denkt so, war es das jetzt schon alles für mich in meinem Leben? Also möchte ich nicht eigentlich auch glücklich sein? Habe ich nicht auch das Recht darauf, eine glückliche Ehebeziehung zu haben? Ja. Genau, und unsere Folge geht es ja darum, um die Frage, macht es noch Sinn, sozusagen eine Paartherapie zu starten? Wir haben jetzt so ein bisschen schon gequatscht darüber, warum Paare so lange warten. Was würdest du sagen, also das ist ja häufig auch so eine Frage am Anfang, wenn Paare kommen, wenn die ihr Problem schildern, so beim Kennenlerngespräch bei uns, oder die fragen dann danach, wie viele Paare schaffen das? Also statistikmäßig, wie ist die Erfolgsquote und so weiter? Ja, was würdest du sagen, wie kann man das so einschätzen? Also als erstes würde ich sagen, dazu haben wir einen sehr spannenden Blogbeitrag geschrieben, also gerne bei uns im Blog vorbeischauen. Das erste Wichtige ist aus meiner Sicht, das Ziel zu finden. Welches Ziel habt ihr denn als Paar? Was wollt ihr erreichen? Und dann zu schauen, findet ihr einen kleinen Weg, den kleinsten gemeinsamen Nenner. Und das ist erstmal so für uns, auch wenn wir bei uns starten, der erste wichtige Punkt, dass wir immer so grob das Thema erschlossen haben, worum es sich bei euch überhaupt dreht, weil das kann ja auch differenzieren, ob man Konflikte hat, ob es zu einer Affäre gekommen ist, also da gibt es ja auch verschiedene Anlässe, warum jemand dazu uns kommt. Und dann erstmal den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, denn im seltensten Fall sitzen beide dort und haben exakt das gleiche Ziel. Der häufigste Fall ist eigentlich, dass einer von beiden unsicher ist, ob die Beziehung so noch Sinn macht und will erstmal im ersten Step Klarheit darüber, ob Trennung ja oder nein. Und der andere, der ist meistens da, weil er sagt, ja, ich möchte die Beziehung auf jeden Fall retten oder auch unsicher. Das ist so die meiste Konstellation. Aber da diesen kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden und dann auch zu sagen, dass das okay ist. Also manche sind ganz entsetzt, dass der andere sagt, ich bin mir unsicher, ich brauche erstmal Klarheit und gar nicht in der Paartherapie jetzt mit dabei ist, weil er auf jeden Fall die Beziehung retten möchte. Also das ist für uns ein ganz wichtiger Punkt. Wenn man dieses gemeinsame Ziel findet, auch wenn es erstmal nur den kleinsten gemeinsamen Nenner gibt, dann macht es auf jeden Fall Sinn, da in die Paartherapie zu starten, wenn das mit der Kombination verbunden ist, dass ihr für diese Dinge selbst keine Lösung findet. Dann macht es halt Sinn, dort von außen drauf schauen zu lassen, nochmal zu schauen, neue Methodiken kennenzulernen und so weiter. Ja, ich glaube auch, dieses jemand Drittes ins Boot zu holen, hat ja so mehrere Effekte, die dann entstehen. Viele sagen ja auch, man hat jetzt einen festen Termin, den man sich als Paar nimmt, wo man die Probleme wirklich angeht. Vor Ort den geschützten Rahmen, sag ich mal. Man kommt von zu Hause raus, fährt irgendwo hin, nimmt sich bewusst Zeit, über die Problematik zu sprechen. Es sind vielleicht keine Kinder, die da rumwuseln oder Arbeitsstress. Online natürlich, natürlich einfach auch, dass man sich diesen Zeitraum blockt und Zeit dafür nimmt, ohne mal das Gefühl zu haben, dass jemand, der ohne ein Vorher zu kennen, also ohne parteiisch zu sein, ohne irgendwie Vorurteil zu haben, sich das einmal anhört und die Gedanken vielleicht ordnet. Häufig, wenn man in einer Krise ist, ist es ja auch so ein Gedankendurcheinander, dass man selber die Situation als ganz schlimm empfindet natürlich und das manchmal gut tut, zu jemandem zu haben, okay, und der das nochmal ordnet, der das nochmal aufbaut, der nochmal die Blickwinkel zusammenbringt, weil meiner Erfahrung nach sind die Paare manchmal gar nicht so weit voneinander entfernt, die möchten eigentlich das Gleiche, also sehen das Problem schon irgendwie gleich, haben aber das Gefühl, sind total weit auseinander. Und wenn man das dann ordnet und sagt, ah, guck mal, das ist das Ziel von dir, das ist das Ziel von dir, ganz überraschend manchmal sind, ach, das wünschst du dir auch, das möchtest du auch, dass das wiederkommt, ich dachte jetzt nicht, dass dir die körperliche Nähe zum Beispiel fehlt oder ich dachte dir nicht, dass dir der gute Nachtkuss fehlt, hast du ja auch nie gesagt, ne? Und das ist, glaube ich, so diese Aha-Momente auch zu haben, okay, wir haben hier so einen geschützten Rahmen, der bringt uns schon allein deswegen auch voran, ne? Absolut. Was auch, finde ich, so ein besonderer Fall ist, ist dieses Thema Fremdverlieben. Also wenn Paare zu uns kommen und die Frage stellen, macht das noch Sinn? Weil wenn man sagt, okay, wenn derjenige sich doch fremdverliebt hat, macht das überhaupt noch Sinn, das jetzt hier zu machen? Weil wenn da Gefühle für jemand anderen da sind, das finde ich auch nochmal einen spannenden Fall, haben wir auch gar nicht so selten. Das ist so ein typischer Fall, wo halt erstmal Klarheit geschaffen werden muss. Warum ist das so entstanden? Weil häufig hat das doch irgendwie eine Ursache, dass man bereit dafür geworden ist, sich halt fremd zu verlieben. Und, ja, genau, das ist so ein typischer Fall. Das ist so ein typisches Ding, wo halt erstmal Klarheit gebraucht wird. Das, was auch ein sehr, also wo auf jeden Fall das Sinn macht, ist, wenn sich beide über ihre Gefühle noch klar sind. Wenn beide sagen, wir lieben uns, aber wir haben irgendwie dauernd Konflikte, die uns stören, wir streiten uns dauernd und wir wissen gar nicht, warum wir da nicht rauskommen, das stört uns. Aber wir sind uns sicher, wir lieben uns, wir wollen zusammenbleiben. Das ist auf jeden Fall etwas, wo eine Paartherapie Sinn macht. In diesen ganzen unsicheren Zwischensituationen, wo halt erstmal Klarheit gebraucht wird, macht das auch Sinn. Ich habe zum Beispiel jetzt ein Paar, die sind auch nicht so lange zusammen. Da sind wir jetzt erstmal, bin ich mit ihm erstmal drei Sitzungen im Einzelcoaching, um überhaupt rauszufinden, warum ist sein Gefühl weggegangen. Da ist das Gefühl weggegangen und er weiß nicht, warum. Weil eigentlich für ihn alles passt, alles gut ist, aber das Gefühl ist irgendwie auf einmal verschwunden. Und das finden wir jetzt raus, woran das liegt. Und dann sehen wir, ob es in der Paartherapie weitergeht. Im Paarcoaching oder eben halt nicht. Weil er dann weiß, ob seine Gefühle vielleicht nur gedeckelt sind, weil er sich schützen muss für irgendetwas, weil alte Muster reaktiviert worden sind. Da haben wir viele verschiedene Optionen gefunden, die wir gemeinsam durchgehen und wo so Parallelen sind. Oder eben, ob das Gefühl wirklich weggegangen ist. Und das finden wir gerade heraus und dann geht es weiter. Also das ist halt wieder so ein typischer Fall, wo erstmal die Klarheit gebraucht wird, in welche Richtung läuft das. Also gibt es einen Fall, wo du sagen würdest, der dir spontan super schnell einfallen würde, wo man sagt, das ist Unsinn, eine Paartherapie zu machen? Ja, wenn einer von beiden den Glaubenssatz hat, ich bin nicht therapierbar oder eine Paartherapie hilft sowieso nicht. Ja, ich möchte keine Veränderung eigentlich oder ich lehne eigentlich alles schon so ab. Genau. Schwierig ist auch, wenn einer von beiden der festen Überzeugung ist, nur der andere hat Schuld. Ich selber bin lupenrein, bei mir ist nichts los. Ich habe auch keine Prägung, keine Themen. Eigentlich müsste der andere nur alleine kommen. Genau, also wo quasi man sagt, man schickt den anderen. Das ist schwierig, weil die Erfahrung ist, dass nie einer alleine die Verantwortung trägt. Jeder trägt einen Teil der Verantwortung. Jeder hat einen Teil der Verantwortung dafür, wie es gerade ist. Und das ist immer sehr schwierig, wenn man sagt, das ist unsere Beziehung, aber nur du hast Schuld. Deswegen musst auch nur du hingehen. Ja, das ist ja die gemeinsame Beziehung. Zur Hochzeit sagt man ja auch nicht, du hast mehr Bock auf die Hochzeit, geh mal alleine hin. Also es ist ja irgendwie Quatsch. Das ist ein schwieriger Fall. Und auch wenn innerhalb der Paartherapie ist das ein Problem, wenn wir an gewisse Grenzen stoßen, weil Prägungen aus der Vergangenheit in die Beziehung hineinspielen und einer von beiden sagt, nee, ich möchte auf keinen Fall in ein Einzelcoaching gehen. Und das, was die Beziehung belastet, in diesem Einzelcoaching sozusagen lösen, wenn dieser Zusammenhang ausgeschlossen wird, das ist auch immer schwierig. Schwierig, da dann irgendwie rauszukommen. Und dann macht eine Paartherapie keinen Sinn. Dann gibt es vielleicht noch natürlich spezifische Gründe, warum man sagen kann, bei einem speziellen Paartherapeuten macht es keinen Sinn. Wenn jemand zum Beispiel überhaupt keinen Bock hat auf irgendwelche Übungen und Vertrauensübungen und all diese ganzen Sachen, dann gibt es vielleicht Paartherapeuten, wo es gar keinen Sinn macht. Wenn jemand sagt, ich kann mir nicht vorstellen, dass hier die zwei jungen Typen von Lebensjahrlisten, dass die mit Mitte 30 schon wissen, die Beziehungen vernünftig laufen, da muss man noch Mitte 50 sein, um die Erfahrung gesammelt zu haben. Wenn das so ein Glaubenssatz ist, dann ist man bei uns vielleicht nicht genau richtig. Und dann gibt es wiederum andere, die sagen, hey cool, die sind Mitte 30, die stehen voll im Leben, die haben auch ein Kind und bauen Unternehmen auf, haben ähnliche Themen wie wir. Da passt das vielleicht noch vom Lebenslauf. Man sagt, hey, Ida hat studiert, Florian nicht, der hat ein Unternehmen gegründet und so weiter. Dann ist das eher so, dass man sagt, vielleicht da matcht das. Und da muss man halt auch gucken, dann schließt sich vielleicht der ein oder andere Paartherapeut oder die eine oder andere Methodik auf. Das muss ja auch von der Sympathie passen. Und deswegen wollen wir auch mal gerne, oder es ist uns ja auch sehr wichtig, so ein Kennenlerngespräch zu haben. Ja, also es gibt Gründe, also Gründe, warum sich eine Paartherapie auf jeden Fall noch lohnt. Aber es gibt einfach auch Situationen, wo man sagt, okay, schwierig. Also da sollte man das gut überdenken. Was ich aber auf jeden Fall auch interessant finde, ist einmal die Frage, die mir jemand gestellt hat beim Kennenlerngespräch, ob ich auch klar sagen würde, als Rückmeldung, wenn ich jetzt das Gefühl hätte, es würde sich bei dir nicht lohnen. Also ob wir auch Paare ablehnen, sozusagen sagen würden, ja, nee, lohnt sich bei euch eh nicht oder so. Hätte ich auch mal. Also so eine Prognose, ne? Ja, machen wir. Nur ein bisschen anders, als man sich das vorstellt. Sondern in der Form, dass wir sagen, aus unserer Sicht, und auch wie wir vorgehen in unserer Methodik, haben wir einen Punkt erreicht, wo wir als Paar gerade nicht weiterkommen, wo es gebraucht wird, dass einer oder beide etwas im Einzelcoaching lösen, um an der Stelle weiter voranzukommen. Genau, aber wenn beide jetzt erstmal sagen, also wir würden sozusagen einmal so die Grundlagen erklären, was wichtig wäre, auf was sie sich einlassen müssten, um sozusagen mit uns zu starten. Aber wenn das erfolgt, und wenn sie sagen, okay, die sind offen dafür, würden wir keinen ablehnen, weil wir von vornherein uns ein Urteil nach 30 Minuten wagen würden zu geben und zu sagen, ja, wir urteilen über eure Beziehung. Das machen wir auf jeden Fall nicht. Nee, das passiert eher so im Coaching-Prozess. Genau, das ist ein Prozess. Also einfach, wenn jemand an gewissen Steps nicht weitermachen möchte, was dann ja okay ist, aber dann kommen wir halt irgendwann vielleicht nicht weiter. Genau. Und das ist dann okay, das ist ja eine Entscheidungssache. Dann passt vielleicht unsere Methodik nicht, das kann ja sein. Oder man findet nochmal andere Wege. Oder man wird auch offen dafür. Das gibt verschiedene Varianten. Das Wichtige ist, denke ich, dass ihr Unsicherheiten offen aussprecht. Wenn ihr halt unsicher seid, ob eine Paartherapie Sinn macht oder nicht. Oder da halt Gefühle, wie Ina gesagt hat, wie Scham dahinter stecken oder andere, dass ihr das offen versucht, miteinander zu kommunizieren und dafür eine Lösung findet. Denn was halt auch ein Punkt ist, dass sehr viele, viele schon darüber sprechen und das dann abgeblockt wird und dann aber ein, zwei Jahre später der Punkt kommt, wo das dann losgeht. Und das ist auch immer so ein doofer Moment, wenn dann jemand da sitzt und sagt, ja, endlich machst du das. Und vor zwei Jahren habe ich schon gesagt, wir hätten das machen sollen. Wir hätten uns das die letzten zwei Jahre ersparen können. Vor allen Dingen, wenn wir dann starten und dann, wie du schon sagst, die Methodik erklären, wenn wir so in die Tiefen gehen, wie so eine Konfliktspirale entsteht, was die verändert, wie man die löst, wo dann viele sagen, scheiße, wären wir früher da gewesen, wir hätten uns so viel ersparen können. Dann kommt nochmal so ein Vorwurf, ja, und hättest du dich zwei Jahre früher darauf eingelassen, dann wären wir auch schon früher hier gewesen. Ich habe es doch gesagt, dass wir das brauchen. So, das entsteht. Und dann einfach die Initiative ergreifen, Erstgespräch nutzen. Das ist bei vielen Paratherapeuten, wie bei uns auch, kostenfrei. Man kann uns kennenlernen. Man kann Lukas und Nike, die bei uns mitcoachen, kennenlernen je nachdem, wer gerade zur Verfügung steht und Zeit hat, kann man den jeweiligen Coach und die Coachin kennenlernen, schauen, wie Ina sagt, matcht das mit der Sympathie, passt das mit der Methodik, fühle ich mich hier im Raum wohl oder fühle ich mich im Online-Coaching-Setting wohl, in dem ich gerade bin und möchte ich einfach starten. Und in den 30 Minuten bekommt man eigentlich ein sehr gutes Gefühl dafür, ob das matcht oder nicht. Und dann ist ja bei uns auch der Start immer noch ziemlich entspannt, und dann ist ja bei uns auch der Start immer noch ziemlich entspannt, weil wir eigentlich bei uns ja so einen Popcorn-Kinostart machen. Die erste Stunde ist eigentlich davon geprägt, dass wir euch im Detail teilzeigen, wie entstehen emotionale Verletzungen und Konflikte, was verändern die in euch, warum entsteht das, dass ihr später bei Kleinigkeiten emotional werdet und hochgeht und wie könnt ihr das Ganze nachhaltig lösen, wo ganz viele Impulse und Aha-Momente entstehen und ihr eigentlich erstmal dabei seid und euch selbst reflektiert und zuhört, vielleicht mal die ein oder andere Frage stellt. Das heißt, wenn man das mal so zusammenfasst, habt ihr die ersten 90 Minuten zumindest bei uns ein sehr entspanntes Ankommen und könnt dann sehr fundiert entscheiden nach diesen 90 Minuten, wollt ihr das machen, nach oder nicht, weil ihr bei uns halt zumindest in dem Paartherapie-Kontext keinen festen Rahmen bucht. Ihr macht dann die erste Stunde, habt dann vielleicht eine Summe X dafür bezahlt, aktuell sind das 130 oder 150 Euro, die ihr dann zahlt und danach kennt ihr uns, ihr kennt die Methodik, ist sehr fundiert, wie diese ganzen Sachen entstehen und könnt es super Entscheidungen treffen, ob das zu euch passt oder nicht passt und wenn ja, macht ihr den nächsten Termin und nicht fünf Termine auf einmal oder so, sondern den nächsten Termin und wenn nein, macht ihr keinen neuen Termin und auch mitten im Prozess könnt ihr jederzeit sagen, war ganz nett mit euch, aber irgendwie passt das doch nicht oder die Wege haben sich verändert oder so und könnt dann jederzeit beenden, ihr müsst nicht zehn Termine auf einmal buchen oder irgendetwas, das ist halt ganz entspannt. Genau und die ersten 30 Minuten, um das nochmal so klar vorzunehmen, die ersten 30 Minuten sind ja kostenlos auch vom Kennenlernen, also da geht ja sowieso kein Risiko ein. Ja. Also grundsätzlich, zusammengefasst würde ich sagen, eine Paartherapie macht in den überwiegenden Fällen Sinn, eigentlich ab dem Moment, wo mir das erste Mal das Wort Paartherapie in den Sinn kommt, macht es Sinn, das auch zu tun, denn das ist meistens der Punkt, wo man schon Dinge probiert hat und irgendwie nicht mehr weiter weiß und wenn man, wir sind immer sehr dankbar darüber, wenn Paare zu uns kommen, die sagen, hey, wir kommen zu euch, uns geht's eigentlich ziemlich gut miteinander, aber wir haben so zwei, drei Themen, da hakelt das, die wollen wir ganz gerne lösen, damit das gar nicht erst zu einer größeren Konfliktspirale führt, da können wir eigentlich immer nur applaudieren und sagen, das ist so gut, dass ihr jetzt kommt, in fünf, sechs Jahren wäre das an einem ganz anderen Punkt, denn diese zwei, drei Kleinigkeiten, die ihr jetzt habt, die werden sich steigern in den meisten Fällen. Stein wird ins Rollen gebracht. Und natürlich ist das leider noch nicht so groß an der Stelle, man sieht das vielleicht nicht, vielleicht weiß man auch gar nicht, dass diese Dinge sich dahin entwickeln können und macht es deswegen nicht, aber je früher ihr kommt oder je früher ihr euch dafür entscheidet, desto besser, denn am Ende wird es auch in jedem Fall günstiger, man braucht weniger Termine, man hat weniger Leid, es ist nur gut, das frühzeitig anzugehen. Also wenn ihr bis jetzt immer noch zugehört habt und überlegt, so etwas anzugehen, aber unsicher seid, ob das jetzt in eurem individuellen Fall noch Sinn macht, dann meldet euch einfach gerne bei uns, wir beraten euch da auch gerne, wir schnacken mal drüber, wie die Situation so aussieht und genauer. Ansonsten hören wir uns beim nächsten Podcast wieder. Bis zur nächsten Folge. Tschau.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Eine Paartherapie macht Sinn, wenn Konflikte frühzeitig erkannt und behandelt werden, bevor sie zu einer Krise führen.
  2. Paare warten oft zu lange, weil sie denken, dass Therapie der letzte Ausweg ist oder sich Hilfe wegen persönlicher Scham oder finanzieller Gründe vermeiden.
  3. Der frühe Einstieg in eine Paartherapie erhöht deutlich die Chancen, die Beziehung zu retten und emotionales Leid zu vermeiden.
  4. Ein gemeinsames Ziel und ein kleinerer gemeinsamer Nenner sind entscheidend, um eine erfolgreiche Therapie zu starten.
  5. Bei fremdverliebten Paaren oder unsicheren Beziehungen ist eine Therapie sinnvoll, wenn beide Klarheit über ihre Gefühle und Ziele suchen.
  6. Wenn ein Partner glaubt, er sei nicht therapierbar oder verantwortlich, ist die Therapie oft nur halbwegs erfolgreich.
  7. Die Sympathie zur Therapeutenmethode und das persönliche Wohlbefinden im Coaching-Prozess sind entscheidend für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
  8. Ein kostenloses Kennenlerngespräch ermöglicht es, die Eignung für eine Paartherapie zu überprüfen, ohne Risiko einzugehen.

Summary:

Eine Paartherapie ist in den meisten Fällen sinnvoll, besonders wenn Konflikte frühzeitig erkannt und behandelt werden. Viele Paare warten zu lange, weil sie denken, dass die Therapie der letzte Ausweg sei oder aus Scham oder finanziellen Gründen vermeiden. Der frühe Start erhöht die Chancen, die Beziehung zu stabilisieren und emotionale Leid zu vermeiden.

Wichtige Voraussetzungen sind ein gemeinsames Ziel, gegenseitige Offenheit und das Verständnis, dass beide Partner Verantwortung tragen. Besonders hilfreich sind Fälle von fremdverliebten Paaren oder unsicheren Beziehungen, bei denen Klarheit gewonnen werden kann. Einige Paare lehnen Therapie ab, wenn sie denken, sie seien nicht therapierbar oder wenn nur einer Schuld zukommt.

Die Sympathie zur Methode und das persönliche Wohlbefinden im Coaching-Prozess sind entscheidend. Ein kostenloses Kennenlerngespräch ermöglicht eine fundierte Entscheidung, ohne Risiko. Die ersten 90 Minuten bieten eine entspannte, reflektierende Betrachtung emotionaler Konflikte und deren Entstehung.

Letztendlich führt ein früher Einstieg zu weniger Termine, geringerem Leid und einer besseren Beziehung. Es ist daher wichtig, sich frühzeitig zu informieren und offen über Unsicherheiten zu sprechen, um eine erfolgreiche Therapie zu initiieren.

FAQs

Eine Paartherapie macht Sinn, wenn Konflikte bereits auftauchen, aber noch nicht zu einer Krise geführt haben. Je früher man Hilfe holt, desto größer ist die Chance, die Beziehung zu retten und langfristig zu stabilisieren.

Viele Paare warten, weil sie das Gefühl haben, selbst mit Lösungen aus dem Alltag auskommen zu können. Es gibt auch Schamgefühl, finanzielle Bedenken und das Klischee, dass Therapie der letzte Ausweg sei.

Ja, besonders wenn ein Ping-Pong-Spiel zwischen den Partnern besteht oder alte Konflikte sich wiederholen. Das zeigt, dass die Beziehung in einer Krise ist und hilft, neue Perspektiven zu finden.

Eine Paartherapie schafft einen geschützten Raum, in dem beide Parteien offen sprechen können. Dabei entstehen oft Aha-Momente, wenn beide erkennen, dass sie ähnliche Wünsche und Bedürfnisse haben.

Ja, es macht Sinn, wenn beide klare Gefühle und Ziele haben. Die Therapie hilft dabei, die Ursachen des Verlustes der Nähe zu erkunden und die Beziehung aufzubauen.

Ja, wenn einer der Partner fest davon überzeugt ist, dass er keine Veränderung braucht oder allein die Schuld des anderen sieht. In solchen Fällen ist die Zusammenarbeit nicht möglich.

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