Go back

Case 328: Kirsty Jones

73m 48s

Case 328: Kirsty Jones

Tupac Shakur wird am 7. September 1996 in Las Vegas erschossen, nachdem er im Rahmen eines Autokonvois in der Nähe der Kreuzung Flamingo Road und Cowell Lane von einem weißen Cadillac angegriffen wurde. Die Tat folgt auf eine öffentliche Schlägerei im MGM Grand, bei der Tupac von Mitgliedern der Gangs „Southside Compton Cribs“ angegriffen wurde. In der gangbasierten Welt wird eine öffentliche Demütigung als unverzeihlich angesehen, was eine Vergeltung erfordert. Der Angeklagte Dwayne Davis, Onkel von einem der Beteiligten, wird als Organisator der Vergeltungsschläge beschuldigt. Er soll eine Glocke vom Kaliber 40 beschafft und die Waffe den Männern im Cadillac übergeben haben. Obwohl Davis nie selbst geschossen hat, wird er für die Organisation und Vorbereitung des Terrors verantwortlich gemacht. Der Prozess findet fast 30 Jahre nach dem Mord statt und stellt eine der intensivsten kriminellen Auseinandersetzungen im amerikanischen Musikumfeld dar. Die Verteidigung behauptet, dass Davis seine Erzählungen über den Mord erfunden oder übertrieben habe, um Aufmerksamkeit und Geld zu generieren. In Deutschland wäre eine solche Aussage aus einem Buch oder Interview nicht ausreicht, um eine Verurteilung wegen Mordes zu begründen – eine echte Anklage erfordert konkrete Beweise wie Tatwaffen oder DNA. Ein Gericht würde die Aussage als nur einen Teil von vielen bewerten und alle anderen möglichen Erklärungen ausschließen müssen. Die Verurteilung hängt daher entscheidend von einer kompletten Beweiskette ab, nicht von einzelnen Erzählungen.

Transcription

11189 Words, 71469 Characters

German
Der Jubel in der MGM Grand Garden Arena ist noch nicht verklungen, als Tupac Shakur und seinen Gefolge die Halle verlassen. Es ist der 7. September 1996, 20.35 Uhr. Das Weg ist an diesem Wochenende ein Magnet für prominente Sportler und Medienvertreter. Und mitten drin, Tupac Shakur. Mit gerade einmal 25 Jahren befindet sich der Rapper auf dem Hörpunkt seiner Karriere. Seine Album "All Eyes on Me" dominiert die Charts, seine Filme laufen erfolgreich in den Kinos und längst ist Tupac bald mehr als nur ein Musiker. Er ist eines der bekanntesten Gesichter des amerikanischen Rapp. Später am Abend soll er im Club 662 auftreten, also zieht er sich noch einmal im Hotel um. Sein Leiplechter red ihm, eine kugelsichere Wester anzulegen. Doch Tupac lind ab. In der Wüstennacht sei es ihm dafür schlicht zu heiß. Eine Entscheidung, die nur wenige Stunden später eine tragische Bedeutung bekommen wird. Gegen 22.45 Uhr setzt sich der Tross schließlich im Bewegung. Zugnight, der massige Chef des Musiklabels "Death Row Records", sitzt am Steuer eine schwarzen BMW. Tupac nimmt auf dem Beifahrersatzplatz. Der BMW ist Teil eines Konvoys aus etwa 15 Fahrzeugen, aus denen laute Musik trült. Dann geht es hinaus auf den Las Vegas-Trip. Überall leuchten ihre Klametafeln der Casinos und auf den Straßenherstichter Verkehr. Gegen 23.15 verlässt der Konvoi, samt der schwarzen BMWs schließlich den Strip und bieg nach Osten auf die Flamingo-Road-Up. An der Kreuzung zur "Cowell Lane" springt die Ampel auf rot. Zugnight hält an. Plötzlich taucht ein weißer Cadileg auf. Der Wagen nähert sich langsam von hinten und zieht an die Beifahrerseite des BMW heran. Genau dort, wo Tupac sitzt. Augenzeugen sehen ein schwarzen Arm, der sich aus einem Fenster das Cadileg streckt. In der Hand hält die unbekannte Person eine Pistole. Dann fallen Schüsse. Der Schütze feuert auf die Beifahrerseite des BMW. Die Projektile schlagen in die Karosserie ein, durchdringen Türen und Scheiben. Im Inneren versucht Tupac noch, sich nach unten in den Fußraum zu retten. Doch der 25-Jährige hat keine Chance. Vier Kugeln treffen den Rapper. Kaum sind die letzten Schüsse gefallen, beschleunigt der weiße Cadileg. Der Wagen rast nach Süden in die "Cowell Lane" und verschwindet in der Nacht. Die Schüsse an der Kreuzung von Flamingo Road und "Cowell Lane" markieren den Beginn eines Kriminalfalls, der fast drei Jahrzehnte lang von Gerüchten, Schweigen und immer neuen Theorien begleitet werden soll. Doch dann fast 30 Jahre später sitzt plötzlich ein Mann auf der Anklagebank und in Las Vegas beginnt ein Prozess, auf dem die ganze Welt blickt. Diese Woche ist ein Urteil gefallen. Was bewegt die Welt des Verbrechens, fessende News, laufende Fälle, aktuelle Updates? Wir sind "Cowell Lane Candler" und "Jule Girls Dorf" und sprechen über die Schlagzeilen der vergangenen Tage. Das hier ist dein True Crime Briefing. Hallo, hallo und da sind wir wieder und heute beginnen wir unser Briefing mal mit Musik. Ich bin Cowell Lane Candler und ich jule Girls Dorf. Genau, wir schauen nämlich auf den Rapper Tupac und da musste ich ehrlich gesagt mal kurz checken, welche Songs waren das noch mal? Hier ist ein kleiner Reminder für euch. Als ehrlich gesagt, Tupac hat mir natürlich was gesagt und ich weiß auch, wie ihr aussieht. Aber ich hätte jetzt auch auf Anhieb nicht die Songs auf Lager gehabt. Aber wenn man das so hört, dann fällt es ein natürlich schon wieder ein und die Lieder, die kenn ich dann auch natürlich. Jetzt wisst ihr, von dem wir hier reden. Und wir können uns ja auch mal zwei Fotos von ihm anschauen. Und man muss ja sagen, in dieser Zeit, in den 90ern, da waren ja diese "Bandanas" eins der prägendsten Access Wars und Tupac hat seinen Look damit auch wirklich ikonisch gemacht. Genau, ja. So stellt man ihn sich auch direkt vor, ne? Also er hat hier auf diesem Einfoto das "Bandana" so um den Kopf gewickelt, also so schmal zusammengefaltet und dann den Knoten quasi so vorne auf der Stirn und dann trägt er ein Jeanshand mit so einer Hegelwester drüber und einem Goldkettchen und sie damit schon echt außergewöhnlich aus. Und ziemlich besonders, das trägt er übrigens auch auf seinem zweiten Foto hier oder auf dem zweiten Foto, dass du uns mitgebracht hast, da ist ja Oberkörper frei. Er ist relativ stark tätowiert, hat eine weite Jeanshose an und man sieht so die Unterhose rausgucken. Also er sieht ziemlich lässig aus, wie man sich den Rapper vorstellt und da hatte auch dieses "Bandana" so um den Kopf gewickelt. Ja, das war ja so die typische amerikanische Street und Hip-Hop ist tätig der 90er und diese "Bandanas", die hatten ja teilweise sogar so eine Gang zu Ordnung. Aber sie wurden eben auch einfach schlicht als Mode getragen. Aber jedenfalls wurde Tupac ja 1996 erschossen und das war ja lange eines der bekanntesten, ungelösten Verbrechen der USA. Und erst jetzt fast 30 Jahre später gab es den Prozess gegen Keefe the Davis, der den Mord in Auftrag gegeben haben soll, aus Rache. Anfang der Woche erst, das das Urteil gefallen und wir schauen uns jetzt mal die ganze Geschichte an. Am Abend der 7. September 1996 herrscht in der MGM Grand Garden Arena in Las Vegas Ausnahmezustand. Mehr als 16.000 Zuschauer sind gekommen, um den mit Spannung erwarteten Schwergewichtskampf zwischen Mike Tyson und Bruce Helden zu sehen. Auch zahlreiche Prominente fiebern dem Kampf entgegen. Unter ihnen befindet sich auch Tupac Schakur. Resitz in der ersten Reihe begleitet von "Sugnight", dem Chef von "The Throw Records", und einer großen Entourage. Und hier kannst du dir die beiden mal auf dem Foto anschauen. Also der "Sugnight" ist auf jeden Fall eine Erscheinung, kann man sagen. Ich glaube, der hat so richtig, richtig, richtig breite Schultern, fast so aus. Er sei ja doppelt so breit wie Tupac, der daneben im Städt und der "Sugnight" er trägt so ein weiner rotes Sacko, eine Goldkette um den halzen schwarzes T-Shirt darunter und trägt so ein Hut und guckt relativ grimmig in die Kamera, hat so ein 5-Tage-Bad, so ein leichten Schnor-Bad und trägt auch noch so ein O-Ring. Also schon so ein bisschen wie man sich im Klischee so ein Chef von einem Label vorstellt. Und Tupac ist, wie gesagt, deutlich kleiner, deutlich schmaler. Der trägt einen schwarzen Anzug, hatten weiß es Hemd runter und wie nennt man das da oben, wie der da den Kragungs ist ja keine Fliege, ne? Nee, das weiß ich auch nicht, wie man das zählt. Er hat so ein Band um den Kragen mit vorne so einem goldenen Knopf oder so trägt halt auch eine Kette und hat die Haare abrasiert, hat aber auch so ein rasierten Bad, sage ich mal, der guckt deutlich freundlicher ist der andere auf diesen Bild und die beiden sind da halt offensichtlich gerade so. Ich weiß nicht, ob sie in ihrer Reihe stehen, aber es sieht so aus, da ist zumindest noch so Publikum hinter denen und da gucken sie wahrscheinlich gerade diesen Boxkampf an. Genau, ja, aber auf diesen Kampf, auf denen sich tausende Menschen so lange gefreut haben, ist beinahe so schnell vorbei, wie er begonnen hat. Gerade einmal 190 Kunden braucht Mike Tyson, um Bruce Helden durch ein technisches K.O. zu besiegen. Tupac ist außer sich vor Begeisterung. Tyson ist nämlich ein Eger Freund von ihm. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie der Rapper aufgedreht über den Sieg spricht. Gegen 20,35 verlässt die Gruppe dann schließlich ihre Plätze. Gemeinsam schieben sich Tupac, Zugneid und die Männer aus ihrem Gefolge durch die Menge in Richtung Lobby. Als die Gruppe durch das vor jedes MGM Grand läuft, entdeckt Treven Lane, ein Mitglied aus Zugneidsumfeld und Angehöriger der Gang Mob Parobluts in der Nähe der Aufzüge ein jung Mann, der dort allein steht. Es ist Orlando Anderson, ein Mitglied der Straßenbandes Southside Compton Cribs. Treven Lane erkennt ihn sofort. Wenige Monate zuvor kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen den verfeinderten Gang Mitgliedern. Dabei hatten die Männer Tradden von Lane seine der Throhaltskette mit dem auffälligen Meter Jahr geraubt. Einer der Männer, die an diesem Angriff beteiligt gewesen war, ist Orlando Anderson. Und jetzt steht er nur wenige Meter entfernt. Treven Lane geht zu Tupac und flüstert ihm etwas ins Ohr. Offenbar erzählt er ihm, wie er gerade entdeckt hat. Tupac zögert nicht. Noch immer aufgeputzt vom Boxkampf stürzer sich auf Anderson und schlägt zu. Mit einer schnellen Rechtslinkskommination trifft Tupac Anderson und bringt ihn zu Boden. Anschließend sprich Tupac davon ihn, so zitat richtig Mike Tyson mäßig erwischt zu haben. Innerhalb weniger Sekunden stürmen weitere Männer aus der der Thro-Gruppe heran. Die Überwachungskamera ist das MGM-Grant zeichnen auf, wie Sug-Night und mehrere Begleiter, den bereits am Bodenliegenden Anderson schlagen und treten. Und das können wir uns hier nochmal in dem Video anschauen. Das haben wir euch ja auch schon hochgeladen. Auf Sisters & Crime.podcast könnt ihr also auch mal angucken. Und auf dem Video, da sieht man jetzt, eben genau diesen Bereich des Hotels, wo das ganze stattfindet, das ist so hinter so einer Infosäule mit so einem Bildschirm davor. Und dann sieht man halt, wie diese Gang der so heranläuft, sich auf den Typen stürzt, der dann sofort am Boden landet und einer dritt dann auf ihn ein, ein anderer schlägt. Das ist so ein richtig großes Handgemenge. Und das geht aber alles relativ schnell und später sieht man dann noch über die verschiedenen Überwachungskameras, wie die Gang halt abhaut, zwischen all diesen Leuten, die da in dem Hotel sind. Das ist natürlich super, super voll, deswegen dieses Boxkampf ist auch, also das ist wirklich, fast schon wie an so einer Bahnhofstation oder so, da sind wirklich überall Menschen. Ja, und mitten in diesem Durchananda reist das Medaillor von Tupac's Halskette ab und fällt zu Boden. Er bückt sich um es auf zu heben. Tupac's Leibwächter, nutzt die Gelegenheit und greift ein. Er packt Tupac jetzt und drückt ihn gegen eine Wand, um ihn aus dem Handgemenge herauszuziehen. Herr dann greifen auch die Sicherheitskräfte des Hotels irgendwann ein und trennen diese restlichen Männer voneinander. Also nicht mal eine Minute dauert diese gesamte Auseinandersetzung. Tupac's Zugnight und der Rest der Gruppe verlassen kurz darauf, das MGM Grand und fahren zum Luxorhotel. Orlando Andersen hingegen der bleibt zurück. Das Sicherheitspersonal befragt ihn zu dem Angriff und bietet ihm medizinische Hilfe an. Doch Andersen lehnt ab. Auch Anzeige will er nicht erstatten. Damit scheint die Sache zunächst beendet. Doch in der Welt der Straßengänges von Los Angeles gelten andere Regeln. Tupac ist zwar selbst kein Gang mit Lied, wird durch seine enge Verbindung zu Zugnight und Deswell Records jedoch öffentlich mit den Mob Piro Bluts in Verbindung gebracht. Orlando Andersen wiederum gehört zu deren Rivalen, den Sauszeit kommten Crips. Das ein weltberühmter Rapper wie Andersen vor zahlreichen Zeugen mitten in einem der bekanntesten Hotels von das Wegers zu Boden geschlagen wird und anschließend auch noch Männer aus dem Umfeld der Blutz auf ihn einsreden. Das ist natürlich deshalb weit mehr als eine gewöhnliche Schlägerhei. Es ist eine öffentliche Demütigung und eine, auf die nach den Regeln der Straße eine Antwort folgen muss. Dwayne Davis, Orlando Andersen, Onkel und selbst eine einflussreiche Figur im Umfeld der Sauszeit kommten Crips, bezeichnet den Angriff als das ultimative grüne Licht für Vergeltung. Eigentlich beginnt das Ganze also nur mit einer Schlägerhei die nicht mal eine Minute dauert und nur wenige Stunden später wird auf Tupac geschossen. Tupac sitzt auf dem Beifahrer sitzt eines schwarzen BMW 750 EL. Zugnight sitzt hinter dem Steuer. Sie sind Teil eines größeren Cornwall und auf dem Weg in den Club 662 wo Tupac später noch auftreten sollen. Und hier siehst du die beiden auch mal in dem Auto. Ja, also hier sehen wir diesen schwarzen BMW von der Seite. Man sieht aber nur das Fenster und so ein kleines bisschen die Frontscheibe. Zugnight ist das glaube ich, der da am Steuer sitzt. Der am Steuer sitzt genau. Den sieht man so im Profil. Also er scheint da gerade zu fahren und Tupac sitzt auf dem Beifahrer sitzt. Er zieht die Augenbranche ein bisschen hoch. So als wollte er sagen, es ist irgendwas. So als hätte ihn das jetzt alles gerade gar nicht so richtig berührt. Er trägt ein armfreies Oberteil. Ich kann das gar nicht so genau erkennen. Das sieht aus wie ein T-Shirt oder so was die Arme irgendwie frei legt. Er trägt einen fettenbrillie im Ohr und sieht so aus als wenn sie gerade fahren und werden so im vorbei fahren fotografiert worden. Ja, genauso ist das auch. Das Foto schießt nämlich einen späterer Filme-Macher und der kennt Tupac noch aus Uni-Zeiten und entdeckt ihn dazu fällig im Stockendenverkehr im Auto neben sich. Dann ruf er ihn an, dann machen sie die Fenster runter und quatschen kurz so durchs Fenster miteinander und er fragt dann, ob er ein Foto machen darf und dabei ist dann dieses Foto entstanden. Ja, und kurz darauf gehört man dann die Schüsse. Aber man fragt sich ja schon, wie kann so eine Situation in so kurzer Zeit der Art eskalieren? Also welche Rolle spielen dabei diese Gangkultur, der Wunsch nach Vergeltung und vielleicht eben auch so der Druck innerhalb einer Gruppe, dann auch so eine öffentliche Demütigung reagieren zu müssen und das sagt unser Kriminologe Manuel Heinemann dazu. Eine spontane Schlägerei kann ja trotz allem der Kränkung sein. Wir haben verhalten, dass eine andere Person vielleicht kränkt und daraus kann durchaus auch in relativ kurzer Zeit der starke Gedanke entwickelt werden, jemand anderen töten zu wollen als Rache oder oder aus diesem Statusverlust aus dieser Kränkung heraus. Das kann schon durchaus einen Punkt sein und vor allem gerade in dieser Gangkultur ist es ja durchaus so, wenn mich eine herausfordert und ich reagiere da nicht darauf in Anführungszeichen, dann gelte ich ja als Schwach und deshalb kann das natürlich eine ganz große Rolle spielen, eben nicht als Schwach da stehen zu wollen. Und deswegen kann das durchaus sein, dass ihr solche in Anführungszeichen Eskalationsdynamik eine Rolle gespielt haben. Das sind solche Thematiken, da führt es relativ kurzer Zeit zu einer Ausübung der zielgedichteten Gewalt. Nachdem die Schüsse auf Tupac gefallen sind und während ein weißer Cadillector von Rast setzt zugneid den schwerbeschädigten BMW wieder in Bewegung. Er vollzieht auf der Flamingo Road eine riskante kehrt Wende um zurück zum belebten Strip zu fahren. Allerdings kommt der BMW nur noch langsam voran, die beschädigten Reda schramen über den Asphalt. Schließlich geht nichts mehr. Auf den Mittelsstreifen des Las Vegas Boulevard auf Höhe der Hanen Avenue bleibt der Wagen stehen. Innerhalb kürzester Zeit sind die ersten Polizisten vor Ort. Innen bietet sich ein Bild völliger Zerstörung. Der schwarze BMW ist von Einschusslöchern überseht. Das kannst du hier auch nochmal angucken. Es ist jetzt allerdings hinterher, weil da ist es ja schon markiert, aber man sieht halt wie viele das sind, ja, ja, hier ist auch jetzt niemand mehr im Auto zum Glück, aber man sieht trotzdem was ein bisschen Blutschbritze auf dem Boden und wie du sagst, die Einschusslöcher sind markiert und das ist ungefähr ja ein ähnliches Ausschnitt, also der BMW, wo jetzt nochmal von dieser Seite fotografiert. Man sieht jetzt aber fast die ganze Rechte, Seite, also auch die Hinterseite, die Hintersitze. Und das sind wahnsinnig viele Schüsse, also wahrscheinlich so zehn oder so was. Die Scheiben sind, so wie ich das hier sehr entweder nicht getroffen worden oder sie waren runter gekurbelt oder die Scheibe ist kaputt. Wahrscheinlich wurde ja auch durch die Scheibe durchgeschossen, aber das muss richtig, also ja, das war nicht nur ein Schuss, sondern das war ein richtiges Schussfeuerwerk, so wie es hier aussieht. Und ja, die Reifen sind glaube ich auch platt, also dass er nicht mehr weiterfahren konnte. Das ist hier auf den Sichtläch. Nee, um dem zufolge sind die Sitze im Innenraum Blut getränkt, Zugneid ist bereits aus dem Wagen ausgestiegen, als die Beamten zur Hilfe eilen. Blut läuft über seinen Kopf, aufgebracht, läuft der um das Auto herum und schreit sie Polizisten an, dass sie sich um Tupac kümmern sollen. Der Rapper sitzt noch immer auf dem Beifahrersitz. Er ist schwer verletzt und kaum mehr bei Bewusstsein. Vier Kugeln haben ihn getroffen. Eine Kugelt steckt in seinem Arm, eine weitere in seinem Oberschenkel. Zwei Projektile sind in seiner Brust eingeschlagen. Eine davon hat seinen rechten Lungflögel durch Bord. Als die Sanitete eintreffen, bekommen sie die beschädigte Beifahrer Tür zunächst nicht auf. Zugneid hilft ihn schließlich dabei, sie mit Gewalt aufzubrechen. Vorsichtig ziehen die Rettungskräfte Tupac aus dem Wagen. Er rinkt nach Luft. Ich kann nicht Atmen flüstert er. Noch im Krankenwagen versucht ein Polizist herauszufinden, wer auf ihn geschossen hat. Aber Tupac nennt keinen Namen. Er röchelt nur, wie regeln das schon. Mit zwei Notoperationen versuchen die Ärzte, das University Medical Centers Tupac zu stabilisieren. Sein rechter Lungflögel ist so schwer beschädigt, dass er entfernt werden muss. Schließlich versetzen die Mediziner den Rapper in ein künstliches Koma. Familie, Freunde und Millionen Fans auf der ganzen Welt hoffen in den folgenden Tagen auf ein Wunder. Aber Tupac Schakur macht nicht mehr auf. Sechs Tage nach den Schüssen, am 13. September 1996, um 16.03, erklären die Ärzte ihn für Tod. Schon einen Tag nach seinem Tod wird Tupac's Leichnam eingeschaut. Damit gibt es später natürlich keine Möglichkeit mehr, sein Körper noch mal zu untersuchen. Wir haben uns gefragt, was bedeutet so eine frühe Einerscherung für die Ermittlungen in einem so lang-ungeklärten Modfall? Also welche forensischen Spuren können dadurch im Zweifel verloren gegangen sein? Und das hat unsere Rechtsmedizinerin Dr. Vereena Kolbe beantwortet. Dass Tupac so zeitnah nach der Obduktion eingeschaut worden ist, das ist in der Tat eher ungewöhnlich, aber aus rechtsmedizinischer Sicht eigentlich unproblematisch im Rahmen von gerichtlichen Sektionen werden ganz groß zügig Spurengesicher. Also neben einer umfassenden Foto-Dokumentation, die entweder durch die Rechtsmedizin oder durch die Kriminaltechnik erfolgen kann, Sicherheitmann, Blut und Urin und andere Körperflüssigkeiten sowie Organproben für toxikologische Zusatzuntersuchung. Das heißt, man kann dann auch im Nachgang noch auf bestimmte Substanzen die Alkoholdrogen oder Medikamenteuntersuchung, man nimmt Pum für den eranalytische Untersuchung. Also das ist alles dann im Nachhinein auch möglich. Jetzt ist es im Fall von Tupac aber so gewesen, dass er erst sechs Tage nach der Schussbeibringung verstorben ist, er ist noch intensiv medizinisch betreut worden, er ist operiert worden, man hat ihn die Lunge entfernt zu, dass davon auszugehen ist, dass natürlich durch die lebensrettenden Maßnahmen und die in jedem Fall vor haben vor forensischen Aspekten. Der Körper sowieso schon so weit verändert worden ist, dass eine Spurenssicherung natürlich immer schwieriger wird. Wenn man sich das Vorschalt intraoperativ, der Körper wird natürlich das infiziert, er wird aufgeschnitten, er wird danach natürlich Pfleger geschversorgt. Da wird es für aus kriminalistischer Sicht immer schwieriger noch Spuren zu sichern, deshalb ist es umso wichtiger, wenn zeitnah zu einem Vorfall, z.B. Lut abgenommen wurde, dass das dann auch für forensische Zwecke noch gesichert wird. Tupac Shakur wird nur 25 Jahre alt. Und doch liegt hinter ihm zu diesem Zeitpunkt bereits ein Leben voller Widersprüche. Politischer Aktivismus und Straßengewalt, große Verletzlichkeit und unbändige Wut. Armut und schließlich weltweiter Ruhe. Und zu verstehen, wie aus einem sensiblen Jungen schließlich eine der Schülernsten und zugleich um strittendsten Figuren des amerikanischen Rap-Wirt, muss man weit zurückgehen. In einer Zeit vor, der "Throw Records", Gang-Rivalitäten und den Schüssen von Las Vegas. Tupac Amarus Shakur kommt am 16. Juni, 1971 in East Harlem, New York City, zu Welt. Doch die Geschichte seines Lebens beginnt eigentlich schon vor seiner Geburt. Seine Mutter, Affinischer Kurm gehört der Bürgerrechtsbewegung Black Panther Party an und kämpft gegen Rassismus, soziale Ungerechtigkeit und Polizeigewalt. Und hier kannst du dir auch mal ein Foto dämmer mal anschauen. Ja, das ist ein richtig cooles Foto irgendwie. Sie hat ganz kurz geschworen Haare und trägt eine fette schwarze Brille. Also mit so richtig so einem dicken, schwarzen Rand und sie lacht so in die Kamera, guckt so ein bisschen die Kamera, guckt so ein bisschen von oben auf sie runter und sie trägt so ein rosa, fabenden Rolli und so eine Goldkette. Da drüber trägt so ganz kleine O-Ringe und ich finde sie guckt so richtig sympathisch in die Kamera. Ja und während sie mit Tupacurschwanger ist, steht sie selbst vor Gericht. Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Black Panther's wird ihr unter anderem vorgeworfen, Anschläge auf Polizeistation geplant zu haben. Affenig über einem Teile ihrer Verteidigung selbst und wird schließlich in mehr als 150 Anklagepunkten freigesprochen. Nur wenige Wochen später bringt sie ihren Sohn zur Welt. Zunächst trägt er den Namen Lesain Parish Crux. Doch dann beschließt Affenig, dass sie ihren Sohn eine Namen geben will, der für etwas steht. Als er etwa ein Jahr alt ist, benenzt sie ihn deshalb in Tupac Amaro um nach Tupac Amaro dem zweiten. Jenem Indigen Rebellen, der im 18. Jahrhundert ein Aufstand gegen die spanische Kolonial Herrschaft in Peru einführte. Für Affenig ist der Name eine Botschaft. Ihr Sohn soll wissen, dass es Menschen gegeben hat, die sich gegen Unterdrückung auflehnen. Wiederstand ist damit von Beginn an Teil von Tupacs Identität. Tupacs Kindheit ist alles andere als behütet. Die Familie hat kaum Geld. Zeitweise lebt sie in optaglosen Unterkünften. Immer wieder ziehen Affenig und ihre Kinder um. Alleinen Tupacs frühen Lebensjahren wechselt die Familie 18 mal den Wohnort. Beständigkeit ist für Tupac also ein Fremdwort. In Zukunft das politische Umfeld seiner Familie. Menschen, die für Tupac Bezugspersonen sind, geraten immer wieder in das Visier der Behörden. Sein Stiefater, Motuluscher Kurm, ein führendes Mitglied der Bürgerrechtsbewegung "Black Liberation Army" wird vom FBI gesucht und steht zeitweise sogar auf der Liste der zehn meist gesuchten Flüchtigen des Landes. 1986 wird er schließlich festgenommen und zu einer Jahrzehnte langhaftstrafe verurteilt. Für Tupac bedeutet das schon als Kind erlebt er die Polizei und andere staatliche Institutionen nicht als etwas das Sicherheit vermittelt. In seiner Welt sind sie häufig diejenigen, die Familie mit jeder Überwachung, Verfolgen und Verhaften. Dieses Gefühlen beobachtet und bedroht zu werden, wird in Zeit seines Lebens begleiten. Mitte der 1980er Jahre scheint Tupac für kurze Zeit ein Ort zu finden, an dem man nicht ständig kämpfen muss. 1986 wird er an der renommierten "Beldymausgul" vor der Arzt aufgenommen und dort zeigt sich eine Seite von ihm, die mit dem späteren Bild des etwas aggressiven Gangstaubappers kaum zusammenzupassen scheint. Tupac studiert Schauspiel und Poesie beschäftigt sich mit Jazz und Tanzballett. In einer Aufführung des Nussknackers übernimmt er sogar die Rolle des Mäusekönigs. Besonders William Shakespeare fasziniert ihn. Tupac erkennt in dessen Jahrhunderte Altendramen etwas, das ihm erstaunlich vertraut vorkommt. Machtkämpfe, Fahrrad, Gewalt, verfeindete Gruppen und junge Männer, die durch Stolz und Loyalität in Konflikte hineingezogen werden, die am Ende niemand mehr kontrollieren kann. Sein Lehrer und Mentor erlebt in diesen Jahren einen hochsensiblen, intelligenten Jugendlichen mit außergewöhnlicher Ausstrahlung. An der Kunstschule muss Tupac nicht ständig beweisen, wie harte ist. Er darf einfach erselbst sein. Theaterspielen, Gedichte schreiben, tanzen und diskutieren. Doch ausgerechnet diese vergleichsweise stabile Zeit endet 1988. Mutter Affenie zieht mit ihrer Familie nach Kalifornien. Der 17-jährige Tupac muss die Kunstschule verlassen und landet in Marin City. Drogen, Armut und Gewalt gehören hier zum Alltag. Mittlerweile hat die Crack Epidemie ganze Viertel fest im Griff. Auch Mutter Affenie verfällt der Droge. Für ihren Sohn bricht damit eine der wenigen verlässlichen Konstanten seines Lebens weg. Der Jugendliche, der Shakespeare liest, Gedichte schreibt und Ballett tanzt, entwickelt zunehmend eine härtere Fassade. In der Gangsterkultur findet er etwas, das ihm in seinem bisherigen Leben immer wieder gefehlt hat. Schutz, Zugehörigkeit und Anerkennung. Bei späteren Begegnungen wirkt die Härte auf seinen ehemaligen Lehrer wie eine Rolle. Als Müsse Tupac ein bestimmtes Bild von sich erschaffen, um in der Welt in der sich nun bewegt bestehen zu können. Und genau dieser Gegensatz ist bei Tupac ziemlich auffällig. Auf der einen Seite ist der dieser sensible kreative Typ, der Gedichte schreibt, Shakespeare liest und Ballett tanzt. Und auf der anderen Seite nickt er sich eben immer mehr dieses Härte Gangster-Image zu. Wie passt das psychologisch zusammen? Ist diese harte Rolle für Tupac vielleicht auch so eine Art Schutz gewesen? Dazu hat uns unser Psychologe Christian Dütke mal eine Einschätzung gegeben. Das ist kein echter Widerspruch. Große Sensibilität bedeutet auch große Verletzbarkeit. Die harte Persona kann wie eine Rüstung funktionieren. Sie verwandelt Angst in Wut, Ohn macht in Kontrolle und hält mögliche Angreife auf Abstand. Gefährlich wird es, wenn ein Mensch mit dieser Rolle verschmilzt und Rückzug oder Verletzlichkeiten nicht mehr als Möglichkeiten erlebt. Tupac selbst beschreibt seinen inneren Konflikbemerkenswert offen. Ich bin nicht so wie ich mich zeige, aber ich muss mich schützen und darf keine Schwäche zeigen. Wenn man sich Tupac's Kindheit anschaut, dann fällt auf, wie wenig Stabilität er eigentlich hatte. Die Familie hatte kaum Geld, sie zog ständig um und gleichzeitig wuchs Tupac mit der Vorstellung auf, dass er für etwas stehen und sich irgendwie gegen Ungerechtigkeit wehren muss. Was macht das mit so einem jungen Menschen? Also wie sehr kann das dann auch die eigene Identität prägen? Das könnte ja vielleicht auch erklären, warum es Tupac dann später trotz seines Erfolges so schwer viel sich wirklich von Gewalt und Gengkultur zu lösen. Das hat Christian dazu. Tupac könnte früh gelernt haben, dass Identität mit Kampf, Loyalität und Widerstand verbunden ist. Das gab im Sinn und Stärke ließ aber wenig Raum für Unsicherheit. Später wurde die harte Rolle durch Umfeld, Publikum und Erfolg belohnt. Deshalb war Gengkultur für ihn möglicherweise nicht nur ein Milieu, sondern zu Gehörigkeit, Selbstbild und eine Art Echtheitsbeweis. Erfolg macht ihn äußerlich frei, innerlich aber nicht automatisch unabhängig von alten Überlebensregeln. Ja, dabei sieht sich Tupac selbst, keineswegs als einfachen Gangster. Er versteht sich viel mehr als politischen Künstler, als eine Art Gerierautor, der denjenigen eine Stimme geben will, die in der amerikanischen Gesellschaft kaum gehört werden. Dieses Selbstverständnis verdichtet er in zwei Worten, die irgendwann untrennbar mit seiner Person verbunden sind. Sack Life. Tupac lässt sich den Schriftzug groß auf den Bauchtitouvieren. Doch für ihn bedeutet der Begriff mehr als ein kriminelles Leben auf der Straße. Er macht daraus ein Akronü. "The Hate You Give Little Infants Facts Everybody", also zu Deutsch etwa "Der Hass, den ihr kleinen Kindern entgegenbringt", figt am Ende jeden. Dahinter steckt seine Überzeugung, dass Kinder, die mit Armut, Rassismus und ohne echte Chancen auffachsen, diese Erfahrungen später an die Gesellschaft zurückgeben. Tupac will genau für jene Menschen sprechen, die von außen schnell als krimineller abgestammelt werden. Doch daraus entsteht dann erneut an Widerspruch, denn je erfolgreicher erwürt, desto weiter entfernt sich seine eigenen Lebensweise von denen Menschen über die Erwreckt. Gleichzeitig glaubt Tupac, ihre Lebensrealität weiterhin teilen zu müssen, um glaubwürdig zu bleiben. Erfolg alleine genügt ihm nicht. Er will weiterhin, als jemand wahrgenommen werden, der von der Straße kommt und ihre Regeln versteht. Während und seine Karriere ihn immer steiler nachher. oben führt, wird sein Privatleben zunehmend chaotischer. Wegen verschiedener Gewaltdelikte und Waffenverstöße steht er mehrfach vor Gerichts und wird zu kurzzeitigen Haftstrafen verurteilt. Und dann kommt der 3. November 1994. An diesem Abend betritt Tupac die Quart Recording Studios in Manhattan. Nachbevor er das eigentliche Studio erreicht, wird er in der Lobby überfallen. Es fallen Schüsse. Tupac wird fünfmal getroffen, aber er überlebt. Körperlich erholt er sich, psychisch verändert dieser Abend jedoch etwas Grundlegendes in ihm, denn Tupac glaubt nicht an einen zuverlegen Raub überfallen. Der Anschlag verstärkt sein ohne hintiefes Mist Traum noch einmal massiv. Tupac ist davon überzeugt, dass Menschen aus seinem eigenen Umfeld von dem geplanten Angriff gewusst haben müssen. Beweise dafür hat er nicht, doch für Tupac spielt das keine Rolle. Er beginnt selbst, die Loyalität seiner engsten Freunde in Frage zu stellen. 1995 schließt Tupac sich dem Musiklabel "The Throw Records" an. Ab da beginnt die wohl intensivste Phase seiner Karriere. Er arbeitet bei einer ohne Pause. In den Studios von "The Throw" nimmt der teilweise bis zu drei Songs an einem einzigen Tag auf. Es wirkt, als wolle er ein möglichst kurzer Zeit, so viel Musik hinterlassen wie möglich. Ein Thema taucht dabei immer wieder an seinen Texten, Interviews und Videos auf. Sein eigener Tod. Tupac spricht auf, fallen häufig darüber Jung zu sterben. Er verarbeitet seine Sterblichkeit in Songs und inszeniert sogar seinen eigenen Tod in einem Promo Video. Fast scheint es als rechene Erlängst damit, dass ihm nicht viel Zeit bleibt. Vielleicht ist es Fatalismus, vielleicht die folgende Gewalt, die ihn seit seiner Kindheit begleiten. Vielleicht auch das wissen darum, wie viele Feinde er sich inzwischen gemacht hat. Was auch immer dahinter steckt. Der rapper lebt in seinen letzten Monaten mit einer Intensität, als müsse alles sofort geschehen. Tupac scheint also irgendwann regelrecht damit zu rechnen, dass er nicht besonders alt wird. Gleichzeitig wächst nach dem Anschlag von 1994 sein Misstrauen gegenüber den Menschen um ihn herum immer weiter. Ja, aber was macht so was mit einem Menschen? Also kann diese ständige Angst vor dem eigenen Tod dazu führen, dass man Gefahren irgendwann möglicherweise anders wahrnimmt und vielleicht sogar immer größere Risiken angeht, also zum Beispiel bei der Schlägerei im NGM Brand am Abend seines Todes. Ja, auch dazu kann unser Psychologe kassendet gewassen. Wiederholte Bedrohung kannst du dauerhafte Alarmbereitschaft und Misstrauen führen. Dann werden Situationen schneller als Angriff gelesen und Entscheidungen impulsiver. Die ständige Nähe zum Tod kann außerdem Schicksals bedingt wirken. Wenn Gefahr als unvermeidlicher Lebt wird, verliert sie ihren abschränkenden Charakter. Das erklärt die Eskalation nicht abschließend, aber verständlich, warum Status und sofortige Loyalität in diesem Moment wichtiger erscheinen konnten als langfristige Sicherheit. Fast Wirktopaks leben im Rückblick wie einer Jena Shakes Betragödin, die ihn schon als Jugendlichen ein Baltimore so faszinieren. Ein außergewöhnlich begabter junger Mann geprägt von den Konflikten seiner Umwelt, hin und hergerissen zwischen Sensibilität und Herde. Der immer tiefer in eine Spirale aus Stolz, Loyalität, Misstrauen und Gewalt gerät. Und am Ende wird ausgerechnet jene Welt gegen die er sich sein Leben lang behaupten will, zu der Welt die ihn einholt. In der Nacht zum 8. September 1996 schläft Detective Brand-Backer bereits tief und fest, als gegen 0.30 sein Telefon klingelt. Am anderen Ende der Leitung meldet sich einer seiner Kollegen. Er informiert Bäcker darüber, dass auf einen prominenten Rapper geschossen wurde. Nur etwa eine halbe Stunde später trifft Bäcker am Las Vegas Boulevard ein. Tupark befindet sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Krankenhaus. Darunter um die Hermann Avenue herrscht noch immer Chaos. Polizisten sperren den Bereich ab, während die ersten Ermittler versuchen, Ordnung in ihr Ereignisse dieser Nacht zu bringen. Die eigentliche Spuren suche vor Konzentriert sich zunächst auf die Kreuzung Flamingo Road und Covilane. Dort sich an die Beamten Patronenhülsen vom Kaliber 40. Gleichzeitig untersucht die Spuren-Sicherung, den durch Löcherten BMW. Doch schon in diesen ersten Stunden zeigt sich ein Problem, dass die Ermittlungen noch über Jahre verfolgen wird. Es gibt zahlreiche Zeugen, aber kaum jemand will etwas gesehen haben. Bäcker und seine Kollegen stoßen auf ein Hindernis, dass sich mit klassischen Ermittlungsmethoden kaum bei Seite schaffen lässt. Die Mauer der Schweigens. Im Umfeld der Straßengängs von Los Angeles gilt die Zusammenarbeit mit der Polizei als Verrat. Wer redet, bringt nicht nur sich selbst in Gefahr. Und so speigen die Menschen, die möglicherweise ganz genau wissen, wer in dem weißen Cadillexas. Dabei gibt es in dieser Nacht eigentlich jede Menge Menschen, die etwas gesehen haben könnten. Trotzdem kommen die Ermittler kaum weiter, weil fast niemand mit ihnen reden will. Auch Zugneid scheint den Ermittler nicht weiterhelfen zu wollen. Drei Tage nach den Schüssen erscheint der Dethrochef im Polizeipräsidium. Gleich drei Anwälte begleiten ihn. Auf Bäcker wirkt der Auftritt ungewöhnlich kontrolliert. Der sonst so lautstärke und dominante Musikmogul antwortet nur zügerlich. Und obwohl er während des Anschlags nur wenige Zentimeter von Tupac entfernt gesessen hatte, will er nichts entscheidendes gesehen haben. Der Wahlbeginn sich im Kalifornischen kommten, 100 km von Las Vegas entfernt, die Lage zwischen den verfeinenden Gengs weiter zuzuspitzen. Innerhalb von nur zehn Tagen kommt es zu einem regelrechten Krieg zwischen den Blads und den Crips mit drei Toten und zehn Mordversuchen. Für die Ermittler in Las Vegas führt damit eine immerdeutliche Respore nach Kalifornien. Unterstützung bei ihren Nachforschungen erhalten sie vom kommten Polistipatement. Die Kollegen liefern einen entscheidenden Hinweis, sie identifizieren Orlando Andersen als jenen Mann von den Selfside-Komten Crips, den Tupac nur wenige Stunden vor den Schüssen in der Lobby das MGM Grand angegriffen hatte. Erstmal steht ein mögliches Motiv im Raum. Vergeltung. Doch selbst die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Polizeibehörden ist von Misthauen geprägt. Bäcker steht den Kollegen aus Kondens skeptisch gegenüber und vermutet Korruption innerhalb der dortigen Polizei. Und tatsächlich im Jahr 2000 wird das kommten Polistipatement nach schweren internen Problemen schließlich aufgelöst. Doch auch innerhalb des Las Vegas Metropolitan Polistipatement wächst Bäckers unbehagen. Irgendwann beginnt er seine Unterlagen zum Tupac Fall in seinem Schreibtisch einzuschließen. Zuvor hat er bemerkt, dass Dokumente auf seinem Schreibtisch offenbar bewegt worden sind. Berichte sind plötzlich nicht mehr aufwindbar. Besonders redselhaft ist das Verschwinden eines Geräts, mit dem ein und ausgehender Telefonnummern erfasst werden können und das mit einem verdächtigen Namensbrugs in Verbindung steht. Bäcker weiß nicht mehr, wie man trauen kann. Und dann geschieht etwas, dass sein Misthauen weiter wachsen lässt. Nach Tupac's Tod gelangt ein Polaroidfoto seines Leichnams auf dem Obduktionstisch an die Öffentlichkeit. Das Bild soll von Mitarbeitern der Polizei an die Presse verkauft worden sein. Unter dessen geraten die Ermittlungen zunehmend entstocken. Als Detektiv Dan Long den Fall im Jahr 2000 Füber nimmt, sind das bereits fast acht Jahre, die vergangen sind. Er wird die Ermittlungen bis 2007 begleiten und stößt immer wieder auf die selbe Hörde wie seine Vorgänger. Das Problem ist nämlich nicht unbedingt, dass die Polizei keine verdächtigen hat. Orlando Andersen ist den Ermittlern schon kurz nach der Tat bekannt. Ebenso taucht der Name seines Onkels Drain Davis auf, das Problem ist, dass sich kaum jemand findet, der bereit ist, das Wissen vor Gericht zu wiederholen. Es fehlen, wie die Ermittler es ausdrücken, lebende Zeugen. Und so entwickelt sich ein Mordanschlag, der sich mitten auf einer belebten Kreuzung in das Wiga seignete, zu einem der berühmtesten, ungelösten Verbrechen der amerikanischen Kriminalgeschichte. Der Wald wird die Tupac-Akte sogar innerhalb der Polizei immer mehr abgeschottet. Schließlich erhält der Fall sogar eine neue Vorgangsnummer, eine ungewöhnliche Maßnahme, die verhindern sollen, das unbefugte auf die sensiblen Ermittlungsunterlagen zu greifen können. Im Jahr 2008 bekommt die Mauer des Schweigens, an der die Ermittler im Mordfall Tupac-Schakur mehr als ein Jahrzehnt lang gescheitert sind, erstmals tiefer Risse. Der Schauplatz ist diesmal keine nächtliche Kreuzung in Las Vegas, sondern ein stereeles Büro in Los Angeles. Dort sitzt Dwayne Davis, mirein Bundesagent, einer Taskforce gegenüber. Und hier siehst du ihn. Also Dwayne Davis guckt relativ flächt gelaunt in die Kamera. Also hat so richtig so die Augen ein bisschen zusammen gekniffen und so eine Rundselfhalte zwischen den Augenbrauen und hat komplett abrasierte Haare, hat so ein fünf Tagebart, der schon so ein bisschen grau geworden ist und hat eine relativ große So nah, so sehr engstehende Augen drin. und er guckt wirklich einigermaßen grimmig. Ja, eigentlich untersucht die Task Force den Mod an Christopher Wallace, im Zuge ihrer Entmittlungen, gelingt es den Beamten jedoch, Davis bei einem groß angelegten Drogengeschäft mit einem verdeckten Ermittler zu überführen. ihm droht nun eine lebenslange Haftstrafe wegen Drogenhandels. Davis braucht einen Ausweg und den bieten ihm die Ermittler. In einem so genannten Prof. Interview darf Davis erzählen, was er weiß. Dabei gilt unter bestimmten Bedingungen, was er in diesem Gespräch sagt, darf nicht direkt gegen ihn verwendet werden. Also beginnt er zu reden. Zu dem Mod an Christopher Wallace könne er nicht sagen behauptet Davis, doch zu einem anderen der berühmtesten, ungelöstens verbrechen der amerikanischen Musikgeschichte, hat er sehr wohl etwas zu erzählen. Davis beginnt seine Geschichte mit der Schlägerei im MGM Grand, als er erfährt, das Tupac und Männer aus dem Umfeld von Zugnight, seinem Neffen Orlando Andersen öffentlich angegriffen haben, reagiert er sauer. Für Davis geht es nicht allein darum, dass Andersen geschlagen worden ist. Es geht um Respekt, um Ansehen und um die Regeln einer Welt, in der eine öffentliche Demütigung nicht unbeantwortet bleiben darf. Davis schildert den Ermittlern, wie er sofort die Vergeltungsektion organisiert. Er trifft sich mit Eric Martin, einem New Yorker Drogenhändler, mit Verbindungen zu Bad Boy Entertainment. Von ihm erhält er nach eigener Aussage eine Glockpistole vom Caliber 40. Dann versammelt Davis seine Männer. Zunächst fahren sie zum Club 662. Dort soll Tupac später am Abend gemeinsam mit Zugnight auftauchen. Etwa 20 Minuten warten die Männer vergeblich, doch Tupac kommt nicht. Schließlich geben sie auf. Die Gruppe fährt zu einem Schnapsladen, besorgt Alke Hull und macht sich anschließend auf den Weg zum Las Vegas-Trip. Eigentlich, so schildert es Davis, wollten sie dort nur noch feiern. Doch dann entdecken sie Tupac's convoy, der sich vor ihnen durch den Verkehr schiebt. Von diesem Moment an geht alles ganz schnell. Der Cadillac wendet und folgt dem BMW auf die Flamingo-Road. Schließlich schiebt sich der Wagen an dessen Beifahrerseite. Keine Worte wurden gewechselt, die Zeit zum Reden war vorbei, erinnert sich Davis. In seinen Händen befindet sich nach eigener Aussage die Glock. Davis sitzt vorne auf dem Beifahrer-Sitz. Tupac befindet sich jedoch auf der anderen Seite des Cadillacs, so dass Davis selbst keinen freien Schusswinkel hat. Während sie auf meiner Seite des Autos gewesen, hätte ich sie selbst abgeknallt, erklärt er den Ermittlern. Stattdessen reist er die Pistole nach hinten. Auf der Rückbank sitzen laut Davis zwei Männer. Die Andrews Smith und seinen Neffe Orlando Andersen. Also ausgerechnet jeder Mann, den Tupac nur wenige Stunden zuvor im MGM Grand zu Boden geschlagen hat. Davis behauptet, Smith habe zunächst gezögert. Barofin habe Andersen nach der Waffe gegriffen. Sekunden später fallen die Schüsse. Fast zwölf Jahre nach Tupac's Tod hat Dwayne Davis den Ermittlern damit eine Geschichte erzählt, die viele der losen Enden des Fals miteinander verbindet. Er nennt ein Motiv, beschreibt die Beschaffung der Waffe, benennt die Innsassen des Cadillacs und schildert den Ablauf des Anschlags aus unmittelbar an ihr. Doch öffentlich erfährt zunächst niemand davon. Das Gespräch bleibt unter Verschluss. Davis Aussage sind durch die Bedingungen seines Propheties geschützt. Das ändert sich erst drei Jahre später. 2011 veröffentlicht der ehemalige Taskforce ein Mittler Greg Cading, sein Buch Murder Wrap. Darin macht er Details aus dem Geheimenverhör einfach öffentlich. Spätestens jetzt ist klar, was David den Ermittlern Jahre zuvor erzählt hat, ist kein Geheimnis mehr. Doch statt zu schweigen, entscheidet Davis sich für das genaue Gegenteil. Er beginnt selbst darüber zu sprechen, immer und immer wieder. In Dokumentationen und Interviews erzählt er ausführlich über Tupax Tod. 2019 veröffentlicht er schließlich seine memoiren "Comptance Treat Legend". Hier siehst du das Cover. Hier sieht man einen sparzen Mann mit Sonnenbrilleur mit einem Trucker-Bard. Ich glaube, einer Seite so abrasiert und vorne am Kind und über der Lippe dieser Bard stehen gelassen. Der Titel ist "Comptance Treat Legend" als Autor steht "Kiffy D" mit Yusuf J. Ja, und da wird es wahrscheinlich genau um diesen Mord gehen. Genau in dem Buch schildert Davis auch den entscheidenden Moment an der Ampel. Nach seiner Version soll Tupac plötzlich eine hektische Bewegung gemacht und unter seinen Sitzgegriffen haben. Davis behauptet, der Rapper habe nach einer Waffe gekriffen und den Männern im Cadillac damit den Eindruck vermittelt, selbst schießen zu wollen. Das Tupac tatsächlich bewaffnet war, ist jedoch eher unwahrscheinlich. Eine Augenzeugin beschreibt ihnen unmittelbar vor den Schüssen als völlig entspannt. Vor allem gibt es bis heute keinen physischen Beweis für Davis Behauptung. Weder bei Tupac noch im BMW wurde nach dem Anschlag eine Waffe gefunden. Ob Tupac tatsächlich nach einer Waffe gekriffen hat, lässt sich also nicht belegen. Aber vielleicht können ja seine Verletzungen zumindest etwas darüber verraten, wie er sich in diesem Moment immer Auto bewegt hat. Also was können dann Schusskanäle oder Eintrittswinkel vielleicht darüber sagen, in welcher Körperhaltung Tupac war, als auf ihn geschossen wurde? Also lässt sich da wirklich erkennen, ob er ganz normal auf dem Beifahrer Sitz saß oder ob er sich tatsächlich nach vorne oder nach unten gebeugt hatte. Das haben wir unsere Rechtsmedizinerin Verena auch mal gefragt. Zu rekonstruieren, in welcher Körperhaltung bzw. Körperposition eine Person erschossen wurde, ist nicht ziemlich knifelige Angelegenheit. Wir versuchen da verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Zuerst einmal schauen wir, was ist die überhaupt die Eintrittswunde und was ist die Ausschussverletzung? Das kann man anhand verschiedene morphologische Charakteristiker einigermaßen gut unterscheiden. Dann schauen wir natürlich, wie ist der Schussverlauf, also welche Gewebe und Organe wurden durchschossen? Dazu hilft es häufig, auch ein CT zu machen, also eine Schnittbilduntersuchung. Das ist auch hilfreich um zu gucken, wo es dann ein Projekt tätigerweise liegen geblieben, wenn es nur ein Schuss aber gar kein Ausschuss gegeben hat. Dann schauen wir uns an, wie der Eintrittswinkel aussieht. Also wenn jetzt ein Geschoss tangenzial auf den Körper eintrifft, dann würden wir eine Schürfung zum Beispiel an der einen Hälfte der Einschussverletzung sehen können. Aber das alles gibt uns nur Rückschlüsse über die relative Position von Waffel und Körper zueinander, also ob die Waffel in einer Ebene Oberhalb des Körpers war oder ob der Körper sich Oberhalb der schießenden Personen gefunden hat. Die Frage, ob eine Person dabei gesessen, gestanden oder gelegen hat, lässt sich damit aber nicht sicher beantworten. Jetzt im vorliegenden Fall kommt es natürlich auch noch darauf an, was das für ein Auto war, die groß Tupac war im Vergleich zu den Fenstern, welche Strukturen des Fahrzeuges geschossen wurden sind. Also da gibt es ganz, ganz viele Punkte, die man berücksichtigen muss. Und am Ende muss man ehrlicherweise aber auch sagen, dass der selbeschusskanal mit verschiedenen Körperpositionen grundsätzlich vereinbar ist. Das heißt, wir versuchen, am Ende uns ein Gesamtbild zu verschaffen aus dem Eintrittswinkel und der Eintrittsposition am Körper, dem Schussverlauf, der Austrittsverletzung, möglichen Schmaukspuren am Körper und der Umgebung und natürlich auch die Blutspuren muss da. Und versuchen, dann Theorien zu bilden, was ist hier die wahrscheinliche Position gewesen und welche Körperposition kommt eher nicht in Betracht. Davis wiegt sich trotz seiner offenen Worte in Sicherheit. Schließlich schützt die damalige Vereinbarung seiner Aussagen. Zudem sind die anderen Männer, die nach seiner Darstellung im Cadillac saßen, inzwischen längst tot. Und so entwickelt sich Davis mit den Jahren vom schweigenden Ganganführer zu einem Mann, der seine Nähe zu einem der berühmtesten Mordfälle der amerikanischen Kriminalgeschichte regelrecht vermarktet. Er bezeichnet sich als Schottkohler, also als Anführer und spricht verlaufenden Kameras über seinen Wissen zu einem Fall, der die Polizei von Las Vegas seit 1996 verfolgt. Was Davis aber dabei offenbar unterschätzt, der Schutz seines damaligen Diels bedeutet nicht zwangsläufig, dass er über alle sprechen kann, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Denn nun sind das nicht mehr nur vertrauliche Aussagen gegenüber Ermittlern, es sind seine eigenen öffentlichen Worte. Davis glaubt offenbar, die Vergangenheit hinter sich gelassen zu haben. Doch mit jedem Mal, dass er vor einer Kamera über jene Nacht spricht, trägt er selbst dazu bei, dass sie ihn wieder einholt. Und so setzt sich die Ermittlungsmaschine in Las Vegas fast drei Jahrzehnte nach den Schüssen auf Tupac Shakur erneut im Bewegung. Am Morgen des 29. September 2023 schlendert der mittlerweile 60-jährige "Drain Davis" durch ein Vorort von Las Vegas, bis sich im mehrere Beamte das Las Vegas Metropolitan Police Department nähern. Einer der Polizisten ruft ihm zu. Davis bleibt stehen. Er wirkt wieder überrascht, noch verängstigt. Als die Polizisten ihn auch fordern, sein Handy und seine Wasserflasche abzulegen, folgt er den Anweisungen ohne zu zügern. Selbst als die Handschälen einrasten, bleibt er auffallend ruhig. Fast beileufig beschwerter sich nur darüber, dass er duerst habe. Wenig später sitzt Davis auf der Rückbank eine Streifenwagens. Auch jetzt scheint er, die tragweite dessen, was gerade geschieht, kaum an sich heranzulassen. anzulassen. Vielleicht liegt es daran, dass eben diese Abläufe aus seiner kriminellen Vergangenheit und seiner Zeit im Bundesgefängnis nur allzu vertraut sind. "Ich bin ein Profikumpel, ich habe es im Griff", sagt er zu einem der Beamten. Auf dem Weg ins Gefängnis schärzt er sogar. Kurz nach Davis Festnahme tritt Sheriff Kevin MacMail vor die Öffentlichkeit. Fast drei Jahrzehnte habe Tupax Familie auf diesen Moment warten müssen. Nun, so erklärter, gebe es endlich die Aussicht auf Gerechtigkeit. Eine Grand Jury klagt Davis wegen Mordes mit einer tödlichen Waffe an, begangen mit der Absicht eine kriminelle Banden zu unterstützen. Dass die Festnahme erst nach 27 Jahren erfolgt, liegt nach Darstellung der Ermittler nicht daran, dass ihnen die Namen der mutmaßlichen beteiligten Unbekannt gewesen wären, oder nur Anderson und when Davis tauchten ja bereits früh in den Ermittlungen auf. Was viele waren Beweise, die auch vor Gericht bestand haben. Ausgerechnet der geschwätzige Gangster Davis selbst, tuchschließlich entscheidend dazu bei, dass sich das Änderte. Seine eigenen Worte werden nun zu einem zentralen Bestandteil des Verfahrens gegen ihn. Bis Davis sich tatsächlich vor Gericht verantworten muss, vergehen allerdings noch einmal, fast drei Jahre. Erst am 10. August 2026 beginnt schließlich der Prozess. Davis muss nach Auffassung der Antlage, nicht selbst auf Tupac geschossen haben, um für dessen Tod verantwortlich zu sein. Er soll nach der Schlägerei im MGM Grand, die Vergeldungsaktion organisiert, eine Glock-Pistole vom Kaliber 40 beschafft und die Waffe schließlich im weißen Kali legt nach hinten zu den Männern auf der Rückbank gereicht haben. Und hier siehst du ihn mal vor Gericht. Da guckt er jetzt nicht ganz so cool mehr, wie er sich vorher so verkauft hat, als cooler Gangster, dem alles egal ist. Ich finde, hier sieht er eher ein bisschen erstaunt, fast er trocken aus. Er trägt hier einen blauen Anzug mit einer hellblauen Krawatte und einem hellen Hemd darunter, hat die Haare immer noch apprasiert und hat immer noch so diesen etwas zurechtgestutzten Bart, der immer noch so grau weiß ist. Und ja, wie gesagt, ich finde er guckt hier nicht mehr so glücklich und auch nicht mehr so cool. Davis soll also gar nicht selbst geschossen haben. Trotzdem wird ihm vorgeworfen, für Tupax Tod mit verantwortlich zu sein, weil er die Tat organisiert und die Waffe besorgt haben soll. Aber wie wäre so etwas eigentlich bei uns in Deutschland? Also erwangel jemand, der einen Mord mitplant und vorbereitet als Mitglieder, obwohl am Ende gar nicht selbst abdrückt. Und wann wäre er nur ein Gehilfe? Also macht das bei der Straf einen Unterschied? Die Antwort darauf gibt es von unserer Strafverteidigerin Panthea Farasadi. Ob es um eine Täterschaft oder um eine Beihilfe geht? Es entscheidet sich danach, ob die volle Härte des Gesetzes den eingeklagtem Trift oder eine spürbar mildere Straf. Es kommt quasi nicht darauf an, wer am Ende abdrückt, sondern wer die Tat wirklich in Händen hält, wer sich steuert und kontrolliert. Für eine Mitheterschaft spricht das ein gemeinsamer Plan. Erfolgt ist eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung, darin bestand die Waffe zu besorgen und vor allem, wer während der Tat das sagen hätte. Und jemand, der vor Ort ist und sie jetzt sagt, dass man jetzt loslegt, dass man startet und wann man aufhört, der hat die Tat mitgesteuert, auch wenn er nicht selbst zur Waffe gegriffen hat. Das würde auch dann für eine Mitheterschaft reichen. Es gibt auch Konzellation, wo der Täter selbst überhaupt nicht am Tatort ist, sondern jemand anderen, die eine Magninette benutzt, zum Beispiel durch Zwang oder auch Täuschung. Selbst da wäre man Mitheter auch, wenn man konkret nicht am Tatort ist und jemand anderes unter vortäuschen falscher Tatzachen quasi die Tat begeht. Das ist in dem Fall jetzt nicht so gewesen, aber eine bloße Gehilfentätigkeit wäre, im Gegenteil dazu jemand, der zum Beispiel die Waffe nur besorgt hat, sich dann aber zurückzieht und während der eigentlichen Tat keinen Einfluss mehr hat. Der hilft nur bei einer fremden Tat steuert, aber selber nicht zu tun. Der Unterschied ist bei der Strafe sehr groß. Der Mitheter wird bestraft als hätte er die Tat selbst begangen. Beim Mord heißt das im schlimmsten Verlebenslang erhaft. Beim Gehilfen schreibt das Gesetz dagegen eine automatische Strafmilderung vor und der Strafrahmen wird deutlich niedriger angesetzt. Deshalb ist für die Verteidigung oft der entscheidende Punkt kann ich zeigen, dass man dann zwar mitgehäufend hat, während der eigentlichen Tat aber nichts mehr zu sagen hat und jemanden bei einer anderen Tat gehäufend hat, dann würde man quasi nicht um Freispruch kämpfen, sondern um eine Einstufung als Gehilfen statt einer Einstufung als Mitglied. Und das entscheidet dann am Ende darüber, ob man eine Lebenslange halt Strafe zu befichten hat oder eine Milderung zu erwarten ist. Die Verteidigung hingegen erzählt eine völlig andere Geschichte. Davis Anwalt, Michael Sans, der den Fall Probono übernimmt, beschreitet nicht, dass sein Mann dann jahrelang über Tupax Tod gesprochen hat. Er bestreitet für mehr, dass diese Erzählungen auch tatsächlich wahr sind. Für ihn ist Davis ein Mann, der seine Rolle entweder erfunden oder zumindest massiv ausgeschmückt habe, um Bücher zu verkaufen, Aufmerksamkeit zu bekommen und mit einem der berühmtesten, ungelösten Mordfälle der Welt Geld zu verdienen. Ja, und damit steht eine etwas ungewöhnliche Frage im Raum. Nämlich, was sind solche Aussagen vor Gericht wert? Davis hat schließlich jahrelang eben selbst über seine Rolle gesprochen in Interviews und eben auch in seinem eigenen Buch. Seine Verteidigung sagt jetzt aber, diese Geschichten waren übertrieben oder vielleicht sogar komplett erfunden. Ja, wie würde ein deutsches Gericht mit sowas umgehen? Also könnten diese öffentlichen Selbstbezichtigungen tatsächlich für eine Verurteilung wegen Mordes ausreichen? Auch wenn dann zum Beispiel wichtige Sachbeweise wie die Tatwaffe oder DNA-Spuren fehlen? Das haben wir unsere Strafverteidigerin Panthea auch gefragt. Grundsätzlich gilt in Deutschland die freier Richterliche Beweiswürdigung. Nach § 261 Strafprozessordnung. Das bedeutet, dass ein Richter frei entscheiden darf, wo von der überzeugt ist. Er ist nicht an starre Beweisringeln quasi gebunden, und es könnte theoretisch eine einzig starke Aussage für eine Verurteilung reicht. Aber eine Aussage aus einem Buch oder Interviews richtig teilen Geständnis im engeren Sinne. Ein echtes Geständnis gibt es quasi nur, wenn jemand das am Gerichtsverfahren selber äußert und einen Tat einräumt. Dort steht es erstmal nur ein Baustein oder ein Dietz unter vielen und das muss dann ganz konkret begründet sein. Vielen Tatwaffe oder DNA-Spuren und andere Handfestbeweise muss sich die ganze Verurteilung auf solche Indizien stützen. Da sind die Gerichte sehr streng. Es reicht also nicht, dass die frühere Aussage überzeugen da war, als der spätere Wiederruf das Gericht muss praktisch alle anderen denkbaren Erklärungen ausschließen können, weil sonst zwei verbleiben und die gehen automatisch zu Gunstnis angeklagt. Es gibt dir diesen Spruch und zwei für den Angeklagten. Das ist der Grundsatz. Das heißt, wenn sich das Gericht auf Indizien berufen möchte, müssen alle denkbaren anderen Erklärungen quasi ausgeschlossen werden. Dazu kommt, wenn jemand eine frühere Aussage später als übertrieben oder erfunden bezeichnet, dann muss das Gericht das ganz genau erklären. Warum ist trotzdem die belastende Erstverbindung glauben möchte? Wir sind die Gerichte auch sehr vorsichtig, denn eine Spekulative Geschichte in einem Buch kann auch einfach gutes Marketing gewesen sein und wer ein Buch verkaufen möchte oder sein Image in Zähne sätzende hat quasi auch einen festen Grund zu übertreilt. Ich denke mal auch, dass im Buch irgendwelche Disclaimer waren, dass es quasi auch etwas ganz anderes als eine Aussage bei der Polizei, der der Betroffene, der die Aussage macht, vorher belehrt worden ist, auch über die Aussage Kraft und die Bedeutung seiner Angaben. Kurz gesagt, allein eine Verurteilung aufgrund so einer Indizienlage ist schwierig als verteidigern würde ich hier genau ansetzen. Man müsste nirgenden in der Beweiskette aufzeigen und auch deutlich machen, warum die Buch oder Interviewaussagen nicht einfach überremen zu genommen werden dürfen. Der Prozess jedenfalls findet in Las Vegas statt nicht weit entfernt von dem Ort an dem Tupac erschossen wurde. Die Anklage sagt, Davis steckt hinter dem Mord, die Verteidigung behauptet, seine Aussagen waren nur Lügen, um auf Decke Hose zu machen. Und die Frage ist, glaubt die Jury das oder nicht? In dem zwei wöchigen Prozess sagen Ermittlern aber auch Gangmitglieder aus. Die Jury besteht aus zwölf Geschwohnen und vier Ersatzläuten, sechs Männer und zehn Frauen. Einige sind zur Tatzeit nicht mal geboren. Andere erinnern sich noch an den Hip-Hop der Neuziger. Sie machen sich viele Notizen oder Stellenfragen, so wie das hier in Las Vegas üblich ist. Ein Problem wie auch schon zuvor, viele Leute wollen nicht wirklich reden. Es gibt einen Ehrenkodex auf der Straße, wo nachman nicht mit der Polizei reden soll, sagt ein ehemaliger Gang-Detektisch über die Gangkultur aus. Sonst Rohr als Trafer eine Abreibung oder sogar der Tod. Und dieser Kodex sei auch Jahrzehnte später nicht anders. Ein anderer sagt, diese Situation noch einmal aufzuräulen und wieder zu durchleben. Ich habe jedem Anwalt hier gesagt, der versucht hat mich herzuholen. Ihr solltet mich besser als feinseligen Zeugen behandeln. Ich will Ihnen nicht ins Gefängnis schicken, auch wenn wir uns nicht mögen. Herr die gleiche Haltung hat Zugneid, der damals mit Tupac im Auto sitzt. Er sagt gegenüber ABC, ich werde nicht dafür bezahlt, Mordor aufzuklären. Tatsächlich auf den Zeugenstand zu gehen und mit dem Finger auf jemanden zu zeigen, ist schlimmer als eine Waffe zu nehmen und dem Mann in den Kopf zu schießen. Denn wenn man jemandem in den Kopf schießt, dann stirbt er einmal. Wenn man auf dem Zeugenstand steht und diese Person verpfeift, dann stirbt sie eine Million mal. Lasst mich da raus. Ich mein, ist ja auch schon krass wie die Mauer, ne? Aber gut, das macht natürlich die ganze Sache noch kompliziert dafür sein Prozess. Total. Also die Anklage ruft 25 Zeugen auf. Unter anderem geht es halt um den BMW, diese Schlägerei zwischen Davis Neffen, Orlando Andersen und Tupac's Umfeld im MGM Grand. was wir gesehen haben, eben auch auf diesen Überwachungsaufnahmen und eben geht es auch um die Schüsse. Ein Ex-Mitarbeiter, das Benachbartenhotels sagt aus, er habe die Schüsse gehört und einen weißen Cadillac gesehen. Allerdings gibt es keine Belege dafür, dass Davis wirklich in dem Cadillac gewesen ist, denn diese Behauptung, die beruht nur auf Davis eigene Aussage. Es gibt keine Mietwagenpapiere oder ähnliches. Dann kommt im Prozess eine Gerichtsmedizinerin zu Wort und erläutert die Schussverletzungen und bestätigt auch die Glock 40 als Tatwaffe. Für die Anklage sind aber gar nicht nur die forensischen Spuren wichtig, sondern eben vor allem Davis eigene Worte. Und ein Detektiv sagt aus, Davis habe ihm gegenüber in einer Befragung, in der es um den Mord an Notorious B.I.G. ging, gesagt. Damit habe er nichts zu tun, er soll dann aber gesagt haben, we did the other one. Also wir waren für den anderen verantwortlich und der andere soll Tupac gewesen sein. Ein pensionierter Gang-Ermittler, der erklärt die Hintergründe zu den Gangkriegen und stuf Davis eben als diesen Shot-Caller ein, also eben dieses Mitglied mit höchster Automitätsstufe und er sagt, ohne Davis Erlaubnis hätte niemand auf Tupac geschossen. Die Verteidigung hingegen, die setzt darauf, Davis aussagen, in Interviews und Befragungen als Lügen darzustellen. Er habe finanzielle Motive gehabt, sich öffentlich als Täter darzustellen und es gäbe keine handfesten Beweise für die Tat. Am vergangenen Montag fanden dann die Schlussplädoye statt und die Anklage sagt, es ging im Kern um Vergeltungsaktion durch Gangs und Umrache. Und so hat sich Bino Pallal, der stellvertretende Oberstaatsanwalt geäußert. Er sagt, das war ein Fall von Bandenvergeltungen und Rachen. Vor fast 30 Jahren wurde Orlando Andersen im MGM-Gran geschlagen. Von Tupac Scherkur, Zugnheit und seinen Leuten. Orlando Andersen war jemand von Bedeutung bei den Sauszeit-Crips. Und Dwayne Davis war das Oberhaupt der Krebs und in der Kultur der Gang konnte Dwayne Davis das nicht zu stehen lassen. Also was hat er getan? Er hat sich eine Waffe besorgt, trommelte seine Leute zusammen und machte Jagd auf Scherkur und Neid. Sie gingen zum Club 62, dort haben sie die beiden nicht gefunden. Sie gingen zu einem Spiritoosengeschäft neben ein paar Drinks und dann durchzufallen laufen sie Tupac über den Weg. Zugnheit fährt in ein Gegensetzserrichtung auf dem Flamingo. In dem Moment wird eine Entscheidung betroffen, nicht weiterzufahren, sondern um zu drehen, die Waffe nach hinten zu reichen und in Tupac und Zugsauto zu schießen. Tupac Scherkur zu töten. Außerdem betonter Staatsanwalt, dass Davis Informationen hatte, die nicht öffentlich bekannt waren und der Beispielsweise auch sehr detailliert beschrieben hat, wer im Cadillac wo saß oder wie die Übergabe der Waffe von Stacken ging. Und er wirft auch auf, dass es doch gar keinen Sinn für Davis ergeben hätte, sich die ganze Story auszudenken, sich selbst zu Mörder zu machen. Er hätte ja auch einfach behaupten können, nur ein Zeuge des Mordes gewesen zu sein. Was aber natürlich nicht ganz so cool gewesen wäre, in der Gangs scene, wenn er eben nicht gesagt hätte, ich war selber, sondern wenn er einfach nur gesagt hätte, ich habe das beobachtet. Ist natürlich auch ein bisschen lahm. Genau, das stimmt auch wieder. Und das ist ja eben auch die Argumentation der Verteidigung. Und zu diesem Thema sagt Davis Verteidiger folgendes. Warum sind wir hier 30 Jahre später, wenn Dwayne Davis wirklich gestanden hätte? Das ist doch die Frage des Tages, oder? Sie müssen sich doch fragen, was hat er wirklich gestanden, was wirklich stimmt? Er zweifelt den ganzen Gang krieg an und verweist außerdem darauf, dass es keinerlei Beweise gäbe, dass Davis in dieser Nacht überhaupt in das Weg aus gewesen sei. Das sagt Davis Verteidiger, Michael sanft. Welchen Beweis haben Sie zweifelt zwei? Dinge nach dem Besuchen würden, während Überwachungsvideos, die eine Person zeigen, die müsste Davis sein könnte. Wir in seinem Anzug durch das MGM geht. Papierkam, Kvittungen, Dinge, die daraufhin dort würden, dass er vielleicht Sachen in nach Las Vegas gekauft hat. Irgendwas in dieser Art. Telefonaufzeichnungen zusammenhangen mit seinem Zuhause, sein Mobil-Telefon, das Telefon im Hotelzimmer. Was ist mit Fotos? Wenn man zu so einem Kampf geht, dann will man das doch auf Fotos fest sein. Gibt es das von Mr. Davis und die Eintrittskarte richtig. Diese soll ja zu Hause bei Suppenai gefunden worden sein. Das sagt Detective Lett. Das ist das Ticket für den Kampf zwischen Cells und Detailsen für den 7. September 1990. Warum hat er das Ticket? Weil es wichtig ist. Es ist ein Event, du gehst zu diesem Kampf. Und wo findet man solche Beweise nicht? In Mr. Davis Humps. Etwas so einprecksames, wichtiges wurde dort nicht gefunden. Außerdem bezweifelt er, dass Davis, je die Autorität gehabt habe, ein solchen Mord anzuordnen und stellt die Glaubwürdigkeit des Gang-Experten in Frage. Zudem verweist er noch darauf, dass alle anderen, die laut Anklage in dem Cadillac gesessen haben sollen, inzwischen gestorben sein, aber keiner durchrache. Die ist nach so einem Mord, aber hätte geben müssen, wenn die Aussagen des Gang-Experten so stimmen würden. Und darauf schließt er, dass keiner von ihnen je in dem Cadillac gesessen habe. Hier aber wir hat die Jury entschieden. Die Entscheidung, die viel schnell, nach nur drei Stunden Beratungszeit, verkündet die Jury ihr Urteil. Davis ist das Mordes schuldig. ihm droht jetzt eine lebenslange Haftstrafe. Ja, was er noch erreicht hat, fast 30 Jahre nach den tödlichen Schüssen, errückt Tupac Shakur erneut in dem Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit. Und zeigt dabei, wie wenig von seinem Einfluss verloren gegangen ist. Tupac ist längst mehr als ein erfolgreicher Rapper, der 1990er Jahre. Er ist zu einer globalen Ikone geworden. Für viele sogar zu einer Art Mertürer das Gangster-Rap. Tostum erhält er 2023 einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. 2017 wird er als einer der ersten Rapper überhaupt in die Rock 'n' Roll Hall of Fame aufgenommen. Und dort, wo sich die Flamingo-Rot und Cavalain Kreuzen und in der Nacht der 7. September 1996 die tödlichen Schüsse fallen, steht bis heute ein inoffizielles Denkmal. Es ist kein großes Monument, keine brausene Statur und auch keine offizielle Gedenktafel, die hier an den weltberühmten Rapper erinnert, sondern lediglich ein einfacher Versorgungsmast aus Metall. Über die Jahre bedecken Fans ihm mit persönlichen Botschaften. Menschen aus aller Welt hinterlassen Liebeserklärungen und worte das Dankes an den ermordeten Rapper. Noch Jahrzehnte nach Tupax Tod legen Menschen dort immer wieder frische Blumen ab. So wird die Erinnerung an einem Mann lebendig gehalten, dessen Leben gerade einmal 25 Jahre dauert. Dessen Stimme aber auch drei Jahrzehnte später noch nicht verstummt ist. Ja, ich finde ja auch, die Songs kann man ruhig mal wieder hören. Ich fand das echt eine ganz coole Erinnerung, muss ich sagen, als wir am Anfang die Songs noch mal so gehört haben. Denk dann schon dran zurück und denkt, oh ja, der Song war eigentlich ganz cool. Den einen oder anderen hört man auch noch mal auf der Tanzfläche, aber ich hätte das halt nicht Tupac zugeordnet. Ich hätte es einfach nicht gewusst, dass es Tupac ist, aber die Songs waren schon ganz lässig. Ja, ich glaube schon auch, dass er das auf Schienenfall in Auftrag gegeben hat. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass du dir das komplett ausdenkst, nur um einen auf die Gehose zu machen. Ich finde dafür war das ja auch irgendwie zu detaireisch und das ging ja auch irgendwie so ein bisschen aus den Ermittlungen hervor, dass der auch schon so ein paar Details kannte, die halt nicht öffentlich bekannt waren. Und so, dass die Ermittler sich das dann ganz gut zusammen bauen konnten, dass er halt verantwortlich ist. Und es ist halt nur krass, dass wenn einer von den Typen auf der Rückbank geschossen hat, die jetzt alle tot sind, konnte man die halt nicht mehr verurteilen, so dass er jetzt halt dafür lebenslang schuldig gesprochen ist. Aber man sieht halt auch wieder so ein bisschen diesen Größen waren, finde ich. Das ist ja ganz oft so, dass Leute dann doch einfach ihre Klappe nicht halten können. Weil halt auch so viel Zeit wahrscheinlich vergangen ist. Der hat sich wahrscheinlich einfach sicher gefühlt und hat dann irgendwann angefangen so zu denken, okay, ich habe ja eigentlich diesen Deal mit den Behörden und eigentlich dürfen die mehr nix tun. Aber dass dieser Deal halt offensichtlich nicht umfasste, dass er öffentlich damit rausgeht, hat er ja scheinbar nicht bedacht, weil wenn du das natürlich in deinem Buch sozusagen niederschreibst. Ich mein Panthea hat ja auch schon gesagt, dass das natürlich nicht gereicht hätte, dass wenn du irgendwas in deinem Buch schreibst, ich meine, das hatten wir häufiger schon mal in Fällen, dass irgendwelche mutmaßlichen Killer, irgendwelche Killer Fantasien aufgeschrieben haben. Das heißt natürlich nie automatisch, dass das stimmt. Aber ich glaube, es war halt für die Ermittlern guter Hinweis, um noch ein bisschen genauer zu gucken, wo sie halt ermitteln müssen, um dann die Beweise zu finden. Ja, aber da frag ich mich auch wirklich, wie man jetzt darauf kommt, dass man dann diese ganze Geschichte einfach in den Medien und in einem Buch öffentlich breitreten kann. Und dafür nicht belangt wird, also so wie ich das verstanden habe, gab es ja dieses Gespräch. Und das wurde unter Verschluss gehalten. Aber wie kommt man dann darauf, dass man es einfach trotzdem rauspussern kann und dann davon ausgeht, nicht bestraft zu werden? Also das erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht so ganz. Aber gut für uns, gut für alle Tupac Fans, gut für ihn auch am Ende. Weil ich kann mich schon noch dran erinnern, dass ich in meiner Jung, da gab es ja immer diese T-Shirts und diese Fanschirts. Und da hatten total viele T-Shirts von Tupac an. Und dass es immer so diese Headline gab und so diese Frage, die über allem stand. Wer ist Tupax Mörder? Jetzt über die Jahrzehnte hat es sich so ein bisschen abgeflachten. Es ist jetzt nicht mehr meine tägliche Frage, die ich mir stelle, ehrlich gesagt. Und trotzdem finde ich es schön, dass dieser Fall jetzt geklärt wurde und dass es jetzt endlich ein Abschluss gab. Und auch wenn er nicht selbst geschossen hat, wissen wir jetzt auf jeden Fall mehr über diese Nacht, über diesen Abend und über den Moment seines Todes. Und ich finde es auch absolut richtig, dass er jetzt verurteilt wurde. Ja, die Frage ist ja aber jetzt im Nachhinein, vielleicht dann doch noch mal sagt, und es dann zugebt, dass das war. Ich nehme an, dass die Verteidigung überhaupt hat, dass sie quasi damit durchkommen, dass es nicht genug Beweise gibt und dass er deshalb sozusagen dieses Game gespielt hat, zu sagen, das ist alles nur Fiktion, aber ich fand es ja irgendwie auch ehrlich gesagt ganz angemessen, wenn das im Nachhinein noch mal zugeben würde. Und eigentlich wurde es ja auch in seine Strategie passen, weil wenn man nach dieser Gängst das Szene geht, müsste doch die gesamte Szene, dass so ein bisschen Lame finden, dass er sich jetzt dahin stellt und sagt, ich habe vorher gelogen, um auf die Gehuse zu machen und ich war es aber gar nicht. Es ist ja eigentlich, wenn man nach deren Regeln geht, auch ein bisschen peinlich, also eigentlich müsste er ja eher jetzt da zu stehen und jetzt wo er verurteilt ist, könnte dann ja auch im Nachhinein eigentlich sagen, das ist was, wer vielleicht auch noch mal für alle angehörigen und bekannte und Freunde ganz gut zu wissen, wenn er noch mal sagen würde, wer es war, weil es ja dann die Frage war, es wirklich dieser Anderson oder dieser Smith, die saßen laut ihm beide hinten, wäre ja schon auch irgendwie noch ganz interessant, wenn er das noch mal sagen würde. Aber werden wir mal dran bleiben? Ja, absolut. Interessant fand ich übrigens auch, dass er ja so ein Poet war und Ballett getrunzt, das wusste überhaupt nicht, dass wir nicht super spannend und das erwartet man natürlich auch nicht von so einem Gengster-Rapper, aber total faszinierend und schön finde ich, dass wir darüber gesprochen haben. Ja, definitiv. Vor allem auch, dass er so ein Shakespeare-Fan war und so und es stimmt natürlich, aber so dieses rache Vergeltung, Traggödie ist halt wirklich auch schon in den ganzen alten Romanen und bei den ganzen alten Schriftstellern zu finden. Stimmt. Es hat sich nichts geändert, dass es geblieben. Absolut. Gut für uns, aber tragisch natürlich für die Opfer. Ja. Und wenn ihr euch wundert, warum es diese Folge jetzt schon am Donnerstag gibt, wir haben uns entschlossen, diese Woche zwei True Crime-Brivings zu machen, einfach weil wir uns nicht entscheiden konnten. Welchen Fall wir jetzt erzählen, deshalb gibt es heute das True Crime-Briving zu True-Pack. Und morgen gibt es dann noch ein zweites True Crime-Briving und zwar zu JP-Kremer, also ein ganz anderer Fall, aber mit Sicherheit ähnlich, präsent und spannend. Und ja, wenn ihr mögt hört da, morgen auch gerne rein. Ja, das wird bestimmt viele interessieren, weil wir haben es ja schon gemerkt, wenn man sich so ein bisschen in den sozialen Medien rumtreibt, wie viele auch von euch übrigens bei uns schon zum Thema kommentiert haben, aber auch unter diesen öffentlichen Aussagen bei Bilddee und auch im Internet, das wurde ja alles gerepostet, er hat sich ja jetzt öffentlich entschuldigt. Und dann gibt es halt so diese zwei Seiten, das ist halt so krass auch teilweise, dass es halt Leute gibt, die ihn total abfeiern und dann eben ganz ganz viele, die das halt total daneben finden. Und das ist ja so eine Diskussion im Internet und da werden wir morgen dann mal genauer drauf gucken. Genau. Dann habt ihr jetzt erst mal einen schönen Tag und dann hoffentlich bis morgen. Genau. Bis dann. Ciao. Copyright WDR 2020

Podcast Summary

Key Points:

  1. Tupac Shakur wird am 7. September 1996 in Las Vegas erschossen, nachdem er im Rahmen eines Konvois mit seinem Leibwächter Zugnight auf der Flamingo Road von einem weißem Cadillac angegriffen wurde.
  2. Die Schlägerei im MGM Grand Garden Arena kurz zuvor hatte eine Wirkung, da Tupac öffentlich angegriffen wurde, was in der Gangkultur als öffentliche Demütigung gilt und eine Vergeltung als notwendig betrachtet wird.
  3. Dwayne Davis, Onkel von Orlando Andersen, wird als Motivator der Vergeltungsschläge angeführt und im Prozess 2026 wegen Organisation eines Mordes und Besorgung einer Waffe beschuldigt.

Summary:

Tupac Shakur wird am 7. September 1996 in Las Vegas erschossen, nachdem er im Rahmen eines Autokonvois in der Nähe der Kreuzung Flamingo Road und Cowell Lane von einem weißen Cadillac angegriffen wurde. Die Tat folgt auf eine öffentliche Schlägerei im MGM Grand, bei der Tupac von Mitgliedern der Gangs „Southside Compton Cribs“ angegriffen wurde.

In der gangbasierten Welt wird eine öffentliche Demütigung als unverzeihlich angesehen, was eine Vergeltung erfordert. Der Angeklagte Dwayne Davis, Onkel von einem der Beteiligten, wird als Organisator der Vergeltungsschläge beschuldigt. Er soll eine Glocke vom Kaliber 40 beschafft und die Waffe den Männern im Cadillac übergeben haben.

Obwohl Davis nie selbst geschossen hat, wird er für die Organisation und Vorbereitung des Terrors verantwortlich gemacht. Der Prozess findet fast 30 Jahre nach dem Mord statt und stellt eine der intensivsten kriminellen Auseinandersetzungen im amerikanischen Musikumfeld dar. Die Verteidigung behauptet, dass Davis seine Erzählungen über den Mord erfunden oder übertrieben habe, um Aufmerksamkeit und Geld zu generieren.

In Deutschland wäre eine solche Aussage aus einem Buch oder Interview nicht ausreicht, um eine Verurteilung wegen Mordes zu begründen – eine echte Anklage erfordert konkrete Beweise wie Tatwaffen oder DNA. Ein Gericht würde die Aussage als nur einen Teil von vielen bewerten und alle anderen möglichen Erklärungen ausschließen müssen. Die Verurteilung hängt daher entscheidend von einer kompletten Beweiskette ab, nicht von einzelnen Erzählungen.

FAQs

Tupac Shakur wurde am 7. September 1996 in Las Vegas, vor der Kreuzung von Flamingo Road und Cowell Lane, erschossen.

Der Mann, der angeklagt wird, heißt Dwayne Davis und wird als Schützender der Verfehlung betrachtet.

Nach dem Prozess wurde festgestellt, dass Dwayne Davis nicht selbst geschossen hat, sondern die Tat organisiert und die Waffe bereitgestellt hat.

Die Ermittlungen wurden für Jahre durch Mangel an Zeugen und eine kulturelle Schweigepartei behindert, weshalb der Fall lange ungelöst blieb.

Er wird beschrieben als Organisator einer Vergeltungshandlung und als Beschaffer einer Waffe, aber nicht als direkter Täter.

In Deutschland würde eine solche Rolle als Beihilfe angesehen werden, was eine automatische Strafmilderung bedeutet, nicht eine lebenslange Haft.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.