Borreliose: Symptome, Serologie und Liquor richtig deuten
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In dieser Podcast-Folge spricht Philipp Winghard mit Professor Sebastian Rauer, einem Experten für Neuroborreliose am Uniklinikum Freiburg, über die Lyme-Borreliose. Rauer erklärt zunächst, dass Borrelien spiralförmige Bakterien sind, die sich langsam vermehren und durch Zeckenstiche übertragen werden – meist erst nach mehreren Stunden Saugzeit. Die Krankheit zeigt sich in verschiedenen Manifestationen: Das häufigste Frühzeichen ist das Erythema migrans, eine sich ausbreitende Hautrötung, die als Blickdiagnose gilt und ohne Serologie behandelt werden kann. Weitere Frühformen sind die Lymphadenosis cutis benigna, bei der eine Serologie sinnvoll ist. Spätstadien betreffen vor allem Nerven, Gelenke oder die Haut (z. B. Akrodermatitis chronica atrophicans), sind aber selten. Rauer betont, dass die Diagnostik der Borreliose nicht schwer ist, wenn man die Symptome richtig einordnet – eine Serologie ist nur bei unklaren Fällen nötig. Nach einem Zeckenstich ohne Symptome sollte man abwarten, nicht sofort testen. Kritisch äußert er sich zum sogenannten Post-Treatment-Lyme-Disease-Syndrom (PTLDS), das oft mit Fehlinformationen verbunden ist; er warnt vor Behandlungen ohne positive Serologie und empfiehlt, sich an evidenzbasierte Leitlinien zu halten. Insgesamt zielt die Folge darauf ab, Ärzten Sicherheit in Diagnostik und Therapie zu geben und Patienten vor unnötigen oder schädlichen Maßnahmen zu schützen.
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Von Amboss, der Wissensplattform Praxisrelevant, Leitliniengerecht und unabhängig. Heute mit einer Folge zum Thema Borillose am Mikrofon ist für euch Philipp Winghard, Arzt aus der Amboss Redaktion. Vorgang nicht allzu langer Zeit, im März dieses Jahres nach unserem Podcast zur FSME, da gingen einige Zuschriften bei uns ein, in denen ihr euch gewünscht habt, Mensch macht auch meine Folge zur Borillose. Und das fanden wir eine ziemlich gute Idee, weil die Borillose ist ja eine diese Erkrankungen, die sich auf ganz verschiedene Weise manifestieren können und solche Krankheiten, die machen ja für gewöhnlich, die Diagnostik schwer. Aber die Diagnostik der Borillose ist überhaupt nicht schwer. Das sagt zumindest unser heutiger Experte, Professor Sebastian Rauer, er ist Leitender Ober als Synorologie am Uniklinikum Freiburg und außerdem federführender Autor der Dgn Leitlinie Neuroborellose. Er erklärt uns heute, wie man Symptome korrekt einordnert und welche Untersuchungen dann die Diagnose auf feste Beine stellen. Und außerdem sprechen wir über das sogenannte PLDS das Post Treatment LeimDCs Syndrome. Das ist ein umstrittenes Krankheitsbild über das einige Fehlinformationen im Netz korrieren und da sind sehr viele Menschen verunsichert und suchen Hilfe außerhalb der Schulmedizin. Auch darüber sprechen wir heute, wie kann man da vertrauen zurückgewinnen. Professor Rauer, unser Publikum kennt sie aber reiz aus dem Podcast zur FSME. Vielen Dank, dass sie heute noch mal zu Gast im Amboz Podcast sind. Ja, schön und tach sehr gerne. Borilia, Burgdorferi, Borillose können Sie uns da vielleicht einen kurzen Steckprief geben. Was sind das für Erreger und was ist das für eine Krankheit? Ja, das ist ein Erreger, sein Bakterium, ein spiralförmiges Bakterium, gehört zu den Spiruchhieten. Und das Besondere an diesen Erregern ist, dass die sich sehr langsam teilen. Also die haben eine Generationshundzeit von ungefähr 24 Stunden. Und dass sie auch extrem hohe Ansprüche an das Medium stellen, indem die leben. Also dass sie so einfach in der Umgebung überleben. Das ist von deren Ansprüchen gar nicht möglich. Und deshalb ist auch der Übertragungsweg komplex. Sie werden eben durch Zeckenstiche übertragen. Und entsprechend diesem langsamen Generationstücklos ist es so, dass auch die Symptome sich in der Regel über Tage entwickeln. Also es ist ebenso, dass auch die Inkubationszeit Tage dauert. Das ist also eine Krankheit, die so eine gewisse, klinische Träkeit an den Tag legt. Also eine Zecken übertragene Erkrankung bei der FSME, da war es der Holzbock-Xo-Dessert-Ritzenus. Wie sieht das bei den Borillien aus? Genau, das ist der gleiche Wektor. Es ist eine Europa auch der Holzbock-Xo-Dessert-Ritzenus, der die Borillien überträgt. Im Unterschied zu FSME, die ja sehr schnell nach dem Zeckenstich übertragen werden kann, ist es bei der Borillieuse so, dass die Zecken viele Stunden saugen müssen. Man geht ging früher von 24 Stunden, minimal saugdauer aus, um die Borillien zu übertragen. Heute spricht man eher von 16 Stunden. Aber dieser Unterschied zu FSME-Bilden haltet auch die Chance, dass man sich absucht nach dem Aufenthalt im Grünen in der Natur. Und die Zecken findet auch, wenn die dann schon gestochen haben, hat man eine sehr, sehr gute Chance, eine Infektion mit den Borillien dadurch zu verhindern. Wir hatten es ja bei der FSME schon kurz gehört, die FSME, wie ihren, die sind direkt in den Speicheltrüsen der Zäcke und die Borillien, die leben woanders in der Zäcke, erst mal. Im Enddarm der Zäcke und des dauernen Zeit lang, die sozusagen transportiert werden und tatsächlich dann in den Wirt übertragen werden. Jetzt nehmen wir mal an, wir haben es nicht sofort gemerkt. Und die Borillien, die Spiruchäten übertragen sich auf den Menschen, was geschieht dann im Körper, sobald die Erreger übertragen sind. Gut, die Erreger infizieren, gewebe. Die haben eine Affinität, besonders zu haut, dann auch geringer in geringeren Maße zu Gelenks, Gewebe oder Knobbelgewebe und auf zu den Nerven. Und dort können die sich vermehren und können dann das Gewebe durch ihre Invasion schädigen und indem sie auch Entzündungsmidiatoren frei sitzen, indem sie das Immunsystem lokal aktivieren. Oft kommen ja ein großer Teil der Symptome durch die Infektabwehr dann des Immunsystems zustande. Also die sind dann erst mal in der Haut? Genau, in der Haut dringen sie ein. Und die Haut ist im Grunde das Organ, was am häufigsten durch die Leimboreliose betroffen ist. Also man kann sagen, 90 bis 95 Prozent aller Infektionen betreffen die Haut. Das ist dann die Wanderöte oder das Errethema Miganz. Das ist diese sich heissförmig ausbreitende Hautrötung. Wie ein ruder Ring der in der Mitte dann langsam abblasst. Und das ist dann das charakteristische Zeichen und mit Abstand die häufigste Manifestation der Boreliose. Wie viele von denen die gestochen werden, zeigen dann überhaupt Infektionssyptome? Guter gibt es unterschiedliche Schätzungen und das ist gar nicht so einfach zu sagen. Das man jetzt sagen kann, das statistische Risiko ist 1 auf 100 oder 1 auf 20, weil das extrem stark davon abhängig ist, wie die durch Säuchung der Zecken ist. Und das ist auch wieder lokal sehr unterschiedlich liegt eben an der Vegetation oder auch an den Tieren. Und da sehen wir sehr große Schmankungen. Also es gab Schätzungen, die gesagt haben, es kommt 1 auf 20 bis 1 auf 100 zur Infektion. Aber das ist extrem grob und am Ende unzuverlässig. Das erklärt also die Weiten Ranges. Wir haben jetzt bei uns im Amoscapital 1,5 bis 6 Prozent drinstehen als Infektionsrate. Jetzt würde mich interessieren von denen, die dann eine Infektion entwickeln. Wie viele von denen zeigen dann wirklich Zeichen einer Limbo-Rillose? Ja, das ist dann die Manifestationsrate, die man hier nennt. Auch da sind wieder sehr große Schwankungen, man sagt so bis zu einem Drittel, die sich dann klinisch manifestieren. Aber auch da denke ich, das sind auch wieder sehr grob Schätzungen, von denen ich nicht so viele halte. Man muss sich auch überlegen, wie man das methodisch erheben will. Das hat ja nach Zeckensstichen Serokonversionstudien gemacht. Und darauf beruhnd dann sozusagen die sogenannten Infektionsraten. Und natürlich ist die Manifestationsrate da noch mal deutlich bis zu einem Drittel drunter. Aber noch mal, also das sind zum Teil lokal durchgeführte Studien. Und wir haben die unterschiedlichen Saugdauern. Also das ist mit so viel Unsicherheiten behaftet, dass ich selber nicht so ein großer Freund davon bin, das zu sehr in dem Vordergrund zu stellen. Also das finde ich nicht so hilfreich. Alles klar, was man aber natürlich feststellen kann und auch sicher feststellen kann, ist die Inzidenz. Ist denn die burilose eine häufiger Krankung? Ja, wenn Sie die Inzidenz ansprechen, dann sehen Sie genau das, was ich eben gesagt habe. Die wird in Deutschland angegeben zwischen 0,5 und 138 auf 100.000. Also das sind die Erhebung. Da sehen Sie jetzt ein so großen Rengen, damit können Sie jetzt erkennen, mit welchen Sicherheiten die Zahlen behaftet sind, was Infektionsraten und Manifestationsraten nach Zecknungsstichen angeht. Es ist sogar so, dass die Fallzahlen strittig sind. Da gibt es sehr breite Schätzungen, weil die burilose ist ja im Unterschied zu FSME, nicht in allen Bundesländern meldepflichtig. Und so gibt es Schätzungen von Fallzahlen, die von 60.000 Fällen in Deutschland pro Jahr ausgehen. Im Vergleich zu anderen Schätzungen, die von ungefähr 200.000 Fällen ausgehen. Auch da haben Sie wieder eine große Spanne, die diese ganzen epidemiologischen Fragen beleuchten oder auch die Unsicherheiten hier darstellen. Aber ich glaube, so zwischen 60.000 und 200.000, also da irgendwo dazwischen wird's liegen. Ich denke eher am unteren Rand dieser Schätzungen. Es gab eine ältere Publikation, die sich auf Krankenkassen daten berufen hat. Da kam man auf eine Million Fälle pro Jahr, das halte ich für sehr unwahrscheinlich.
Also durchaus auch in der epidemologiener Erkrankung, die sich im Graubereich gerne bewegt. Das ist ja in der Klinik ganz genauso. Die macht es nicht so ganz leicht und zeigt viele verschiedene Symptome zu verschiedenen Zeitpunkten. Da gibt es ja drei verschiedene Stadien, die sich abgrenzen lassen. Bevor wir in die Fallbeispiele reinkommen, was sind das denn für verschiedene Stadien, die wir im Verlauf der Borillose sehen? Ja, also vorhin weckt man sich sagen, dass die Stadien-Einteilung letztendlich eher in
zwischen einen akademischen Charakter hat, weil sie für die klinische Praxis oder die allgemeine Praxis kann noch eine Rolle spielt, dass kaum Patienten gibt, die drei Stadien durchlaufen. Prinzipiell gibt es solche Stadien, aber nochmal in der Praxis sehen wir die praktisch nicht, dass ein Patient solche Stadien durchläuft. Deshalb haben wir im Grunde auch die Einteilung geändert. Wir sprechen jetzt nicht mehr von Stadion 1, 2 oder 3 in der Klinik, sondern wir sprechen von den Frühstadien und von den Spädenstadien der Borillose. Und haben in dem Kontext, weil das immer sehr viel zu Missverständnischen geführt hat, auch den begreffkronische Borillose zumindest, was die Neuro Borillose angeht, verlassen. Dennoch kann man die Stadien beschreiben, also es gibt das Frühstadium oder Stadion 1. Das bildet sich Lukal in der Haut, die Infektion aus, da wo gestochen wurde, eben durch die wandanter Röte, die sich da kreisförmlich von der Einstichstelle ausbreitet. Und das ist ein patoknomenisches Bild im Grunde. Da haben wir oft noch gar keine systemische Im Wunand, wo also keine Antikörperbildung. Dann gibt es das Stadion 2, das ist das Stadion der frühen Dissimination. Hier kommt die Neuro Borillose oftens Spiel, weil sich die Erreger schon ausgebreitet haben, im Körper und eben eventuell das Nervensystem befallen haben. Da kann es dann zu einer Nervenwurzelentzündung kommen. Es gibt aber auch eine Ausbreitung im Körper, das es dann zu multiplen, ihre Themen kommt. Also zu vielen Errehtemen, die dann an verschiedenen Stellen des Körpers aufgetreten sind, durch eine Ausbreitung des Erreger sind das dann nicht ganz viele Zeckmstiche. Gewesen auch in dem staden kann es zu einer Gelenksenzündung bereit kommen. Und dann gibt es das dritte Stadion, das ist das Spätstadion früher auch oft chronisch genannt. Die Nervensystem ist das typischerweise Entzündung oder Manifestation im Bereich des Rückenmarks, also eine Müllitis oder eine Endsephaditis. Also da kann es zu all den Manifestationen kommen, die sozusagen an diesen Endorgan entstehen können oder auch eine chronische oder langverlaufenden Atritis kann es auch kommen. Oder eben zu der sogenannten Akrodermatitis-Kronika-Atrophikanz. Das ist so eine gewide Hautverfärbung mit einer Hautatrophie, also tropische Störung, die charakteristisch ist und auch zu lang anhaltenden Schäden führt. Und das charakteristische an dem Spätstadion ist, dass das eben über viele Monate sehr, sehr langsam schleichend progeriert verlorgt. Das sind die drei Staden. Wir gehen da auch gleich noch ran anhand von Fallbeispielen. Vielleicht jetzt noch eine Frage. Da vor sie haben gesagt, man hat das ja jetzt klinisch so ein bisschen verlassen. Wie ist das denn aufgeteilt? Und jetzt Stadion 1, die lokale Frühmanifestation, die Frühdiesemination, früh und Stadion 3 dann spät? Oder wie gehen diese ehemals drei Stadien jetzt in diesen zwei Unterscheidungskriterien auf? Ja, es ist so. Wir subsomieren jetzt in Stadion 1 und 2 im Wesentlichen in die Frühleimboreliose und das Stadion 3 in die späte Leimboreliose. Das ist so die gängige Erklärung und mit Abstand ist die Frühleimboreliose. Die heufigere Manifestation mit sehr, sehr großem Abstand. Also wir sprechen hier von 95 Prozent der Fälle, wir vergegen über maximal 5 oder sogar vielleicht noch darunter der späten Leimboreliose. Um jetzt diese Fülle an Symptomen, die sie schon geschildert haben und Manifestationsmöglichkeiten ganz gut einordnen zu können, würde ich vorschlagen, halten wir uns jetzt für den Podcast an diese akademische Einteilung, an diese drei Stadien und würden da vielleicht direkt mal einen Fallbeispel hineingehen. Wir sagen, wir sind Hausarzt, waren Sie aber am letzten Mal schon bei der FSME und bei Ihnen stellt sich eine Patientin vor. Ich wurde von der Zecke gestochen, sagen wir 34 Jahre alt. Wie würde die sich jetzt in diesem Stadion 1 in dieser Frühmanifestationsform vorstellen? Was hätten wir da für eine Patientin vor uns? Ja, die hätte ein Zeckenstich gehabt, hätte gesagt, sie hat die Zecke entfernt. Wie lange die Saugdauer war, kann sie nicht genau sagen, weil sie nicht genau weiß, wann die Zecke begonnen hat zu saugen, aber irgendwann hat sie die bemerkt dann entfernt, dann war gar nichts, dann ging es sehr gut. Und nach mehreren Tagen, sagen wir 34 Tagen, hat sie eine Rötung bemerkt im Bereich des Zeckenstiches und diese Rötung war relativ unspektakulär und hat sich über weitere, mehrere Tage langsam ausgebreitet. Also da hast du jetzt so noch unter Fleck, hat dukal etwas gejugt, aber nicht sehr dramatisch und hat sich in den Daraufurgen Tagen dann weiterhin ausgebreitet und fängt in der Mitte an etwas abzublassen. Und das wäre sozusagen eine ganz typische Geschichte von eines Eritämmen Migranten. Aber Fieber oder ehrlich, es hat dir da jetzt noch gar nicht in der Situation? Nee, es gibt schon auch allgemein Beschwerden, die sind aber sehr undramatisch. Häufig fehlen die aber auch. Wenn allgemein Beschwerden aufträgen müssen wir davon ausgehen, dass sozusagen der Prozess schon so ganz bisschen systemisch geworden ist. Aber das ist sehr, sehr unspektakulär. Wir haben natürlich bei uns im Ambois Kapitel auch einige Bilder von dem Eritämmen Migranten sehr da reinschauen will, link in den Show notes. Ja, das gilt auf jeden Fall, wenn man sich so ein paar Bilder anguckt und wenn man da mehrere charakteristische Bilder gesehen hat, ist man gut ausgerüstet um sozusagen da, die zukünftig zu erkennen. Kriegen aber nicht alle, ne? Nee, das Eritämmen Migranten. Nein, vollkommen richtig. Da sind wir wieder bei der Stadion ein Teil und dass viele Patienten kriegen eine Neuroborilose, also die wir in der Regel zum Stadion zwei zählen, also nicht zur lokalisierten Prü-Infektion. Und es ist so, dass rund nur 35 bis knapp die Hälfte der Patienten mit der Neuroborilose in den Erhebung überhaupt eine Eritämmen Migranten in der Vorgeschichte hatten. Entweder wurde es nicht gesehen, aber meistens wird das Erkannt das Eritämmen Migranten und da kommt es dann wahrscheinlich über eine exonale Wanderung an den Nerven entlang gar nicht zur Hautinfektion, sondern zum direkten Nervenbefall. Mhm. Okay, da kommen wir ja gleich noch drauf zu sprechen. Wenn wir jetzt aber erst mal in diesem Frühstadium nur das Eritämmen Migranten sehen, dann ist die Diagnose eigentlich schon gestellt, ne? Ist ja eine Blickdiagnose. Das ist richtig. Das Eritämmen Migranten gilt als Patugnomonisch, wenn es charakteristisch ist. Und da brauche ich keine weitere Diagnostik, da brauche ich auch keine Antikörper-Testung, also keine Serologie veranlassen, sondern hier muss ich einfach antibiontisch gezielt behandeln. Dann geht das auch wieder weg. Das heißt, die würden jetzt hier gar keine Serologie starten. Ja. Weil es hat keine Konsequenz, ne? Wenn die Serologie negativ ist, behandelt ich trotzdem antibiontisch. Die Serologie kann in diesem Stadion jetzt negativ sein. Ja. Ja, das gibt es. Und man würde sagen, das ist einfach zu früh dann, es ist zu lokalisiert. Und dann würde man auf jeden Fall auch antibiontisch behandeln. Insofern brauchen Sie beim Eritämmen Migranten nichts, wegen der Serologie machen. Okay, alles klar. Also bei Eritämmen Migranten ist die Sache eigentlich total klar. Was geben Sie davon Antibiotikung? Toxitiklin. Man kann aber auch sehr verdorsprinige geben. Toxitiklin 200 Milligramm am Tag ist eine sehr gute Option. Jetzt mal angenommen, dass Eritämmen Migranten zeigt sich nicht. Und die Patientinnen berichtet von einem Zeckenbiss. Starten Sie dann eine Serologie? Nein. Also, die hat keine Beschwerden sozusagen und hat den Zeckenstich. Ja, dann ist es auch einfach. Also, wenn jemanden ein Zeckenstich hatte und kommt dann aus Sorge zum Arzt, weil Angst hat, dass er sich mit irgendwas infiziert haben, dann würde ich sagen, wir beobachten das Ganze. Also da würde ich definitiv nichts unternehmen. Und was dann noch auftreten kann in diesem frühen Stadium des lokalen. Falls das sind so rötlich, bleuliche Knoten, meistens solitär selten aber auch disseminiert und zwar an ganz speziellen Stellen, zum Beispiel an Orleppchen oder an den Mammeln und da handelt sich es um die sogenannte Lymphadenosis Kutis Benignar. Eine weitere Manifestationsform der Borelien in diesem frühen lokal Manifestationsstadium. Was hat es damit auf sich? Ja, das ist ja oft auch associiert mit den Nähe zum Zeckenstich sozusagen. Das kann man oft finden. Hier würde ich dann aber auch eine Serologie machen, weil das eben nicht vom Bild her von der Morphologie hier nicht so eindeutig ist, wie das Erjetienmermigern. Da gibt es andere Differenzial-Diagnosen und je nachdem, das zeitlich mit dem Zeckenstich oder auch örtlich associiert ist, könnte man aber auf Verdacht schon eine antibiotika Behandlung beginnen oder umgekehrt sagen, ich will da mehr Sicherheit, ich mache erstmal die Serologie, aber wenn ich keine gute andere Erklärung habe, dann würde man beginnen. Und das kann eben auch noch eine frühe lokalen Infektionen sein und die Serologie noch nicht eindeutig ist, dann würde man hier nach vier Wochen eine Verlaufserologie machen, um da mehr Sicherheit zu erlangen. Okay, also nur, dass ich noch mal richtig verstanden habe. Also wir sehen jetzt diese rotbleulichen Knoten, diese Lymphadenosis. Und machen die Serologie. Wenn die dann positiv ist, legen wir los mit der Antibiotika-Therapie. Wenn die Serologie nicht positiv ist, EGM und EG-Negativ. Ja, dann muss man nicht unbedingt gleich behandeln, sondern dann könnte man auch sagen, wir beobachten das Ganze, machen die Differenzial-Diagnosen.
diagnostik und wiederholen die serologie nach vier wochen und wenn sich dann da keine serokonversion einstellt dann ist es was anderes das jetzt auch keine Erkrankung die sozusagen frengefährlich ist oder so oder wo sie unter Zeitdruck stehen und jetzt gehen wir mal davon aus bei unserer patiante ist i.g. schon positiv sie hat diese lymph adenosis das eritema migranz ist nicht da gewesen sonst hätten wir keine serologie gemacht aber wir haben jetzt diesen positiven i.g.m. wert kann ich den als verlaufsparer miternutzen um dann zu schauen wie gut die antibiotikatherapie anschlägt das wird generell nicht empfuhlen dass man die borellien serologie als verlaufsparer mit er nimmt wenn die serologie zum klinischen verlauf passt dann kann man sie nehmen nur wenn sie nicht passt dann ist es schwierig mit der serologie das problem ist nämlich es gibt je nach erhebung schätzung dass die egm antikörper auch persistieren können auch langfristig über viele Jahre und die egm antikörper auch nach ausgehalt der borelluse jetzt egal wo sie sich manifestiert hat eben auch sehr sehr lange persistieren können also die serologie bei der borelluse ist generell nicht geeignet um den terapieverlauf zu monitoren und sie ist auch nicht geeignet um klinisch und typische manifestation der leimborelluse als manifestation zu belegen dass liegt daran wir haben in der gesunden Bevölkerung eine hohe zahl von sogenannten seroprivalenten antikörper befunden also je nach erhebungsmethode oder auch regional unterschiedlich haben wir bei drei bis 20 prozent der gesunden Bevölkerung sogenannte seroprivalente antikörper im blut die können wir feststellen das ist auch einer der grunde warum manchmal gesagt wird die diagnostik der borelluse sei schwierig dem möchte ich übrigens widersprechen ganz deutlich sicher schon mal eine der heutigen take home messages so viel für den moment zu dieser lokalen frühen manifestationsform stadium 1 wir merken uns ihre thema mekrans lymph adenosis kutis beniegnah die können da lokal auftreten stadium 2 das wäre jetzt die frühe disseminierte infektion da sind wir nicht mehr lokal sondern da geht es dann wirklich den ganzen körper betreffend das z then es kann betroffen sein akute neuroborellose aber auch beispielsweise herzgewebel die leimkaditis auch die kann in diesem frühen disseminierten stadium der infektion diesem stadium 2 auftreten was für eine paciente hätten wir da vor uns setzen nehmen wir an bei der hat sich frühe lokal nichts gezeigt ja im stadium 2 ist mit einer gewissen häufigkeit an eine neuroborelluse zu denken und eine sehr häufige manifestation ist die fahrzialesparäse die perifere fahrzialesparäse die auch in einem relevanten anzahl doppelseitig auftritt und bei der doppelseitigen perifiren fahrzialesparäse da kann man sagen ist die neuroborelluse als ursache eine extrem wahrscheinliche diagnorose das sehen wir bei der idiopathischen fahrzialesparäse in der regel nicht und da ist zwingend eine liqueur untersuchung indiziert also aus meiner Sicht ist bei jeder perifiren fahrzialesparäse eine liqueur untersuchung indiziert um eben eine neuroborelluse abzugrenzen geht das schnell diese fahrzialesparäse wie schnell entwickelt sich die die entwickelt sich auch innerhalb von wenigen Tagen also schnell geht bei den meisten berämen in Fiktionen eigentlich gar nichts also doppelseitige perifere fahrzialesparäse starker hinweis auf eine akute neuroborelluse was können noch für Symptome auftreten ja analog zum nervos fahrziales können auch spinalnerven betroffen sein also es kommt dann zu einer radikuditis und da können im grunde auch oft in typografischer nähe zum zeckenstich also im armenbereich oder auch im reich der unteren extremitäten aber auch im stammbereich kann es eben zu ein dieser nerven wurzelenzündung der sogenannten radikuditis kommen dann sprechen wir vom klassischen bandwart syndrome und das ist dadurch charakterisiert dass diese pacienten in der regel nächtliche schmerzen haben die segmental so ähnlich über der gürtelroße austrahlen also in die segmente der betroffenen nerven wurzeln und diese manifestationen kann man im grunde auch relativ gut durch die an am nese erkennen weil die schmerzen eine sehr deutliche nächtliche betonung zeigen und die pacienten die nachts im bett und winten sich vor schmerzen zum teil laufen die auf die straße weil das nicht auszuhalten ist und die herkommlichen also die perifiren schmerzmittel aspirin paracetamol metamizul ibuprofen die chufinak die helfen in diesen situation nur sehr sehr gering und die werfen da genug von ein interessanterweise weil das ganze so ein bisschen nach wirbelsäule kling gehen solche pacienten sehr oft zunächst zum otopäden und dann werden bilder gemacht und bei vielen Leuten findet man ja auch so leichte degenerative veränderung und man dann nicht sicher ist hier tatsächlich eine mechanische irritation der nerven wortsel die ursache der beschwerden und das sind pacient die manchmal tatsächlich auch relativ lange oder sehen hinter sich haben weil sie mehrere wochen diese nächtlich betonten schmerzen haben und wenn man aber dieses krankheitsbild kennt kann man sehr schnell auf die radikulite kommen und da macht man dann die liekum untersuchen da kann man dann die entsprechende zeltzahl erhöhungen und die antikörper im liekhof stellen und dann ist es so dass die beschwerden recht rasch auf die antibiotische terapie ansprechen also die schmerzen werden rasch besser typischerweise ist es so dass die schmerzen am tach eben viel geringer ausgeprägt sind und wenn sich die pacienten bewegen also in bewegen sind irgendwie auch weniger wahrgenommen werden das ist ein sehr sehr charakteristisches bild warum ist das so weiß man das warum ist das vor allem nacht gibt es spekulation ob das was mit den zirkade jahnen tradition rittmus zu tun hat aber das ist letztendlich alle spekulativ spielen vielleicht auch ein bisschen ablenkungsdinge eine Rolle aber typisch eben in bewegen weniger und das ist ja bei neuere otopäde spedinken beschwerden genau umgekehrt ja wenn sie da in verperlliche bewegen ran dann haben sie häufig hier eine zunahme nicht immer aber schon tenenziell häufiger und wenn dieses stadium länger anhält dann kann es im weiternverlauf tatsächlich auch zu radikulärin lehmungen ist dann die muskeln von denen entsprechenden nervenwurzeln versorgt werden gelehmt sind und entsprechend ist tatsächlich auch erhebliche paräsen auftreten erhebliche bindung auftreten also das spät sich aber alles im bereich von wenigen wochen dann dann hätten wir das vollbild das bandwad syndroms wenn wir jetzt auch noch diese paräsen hätten diese extremitäten paräsen und zusätzlich diese radikulären schmerzen die vor allem nachts auftreten und eben hernärfen ausfälle wir haben es ja gehört doppelseitiger nervosfaziales piri fär dann hätten wir alle symptome die zum bandwad syndrom gehören genau es können mehrere nervenwurzeln betroffen sein es gibt auch eine mononur richte es gibt es auch und analog der nervosfaziales ist es im grunde auch eine nervenwurzelentzündung im hier nerven bereich ja und beim faziales ist es so der sind schmerzen eben nicht typisch können sie vielleicht nochmal die red flags für unsere kollegen aus der ordnho zusammenfassen wann sollte man an eine bandwad syndrom an eine neurobokilose denken ja wenn wir diese sehr deutliche nichtliche betonung wir beschwerden haben und wenn wir das schlechte ansprechen auf die sogenannten piri fären schmerzmittel also nicht der idealer antiflogistiker haben also wenn wir dieses bild sehen und die patienden wenn man fragt erzählen es auch oft spontan und wenn man kein eindeutiges korrelat in der bildgebung hat dass die nervenwurzel die man aufgrund der klinik vermutet nicht wirklich ein überzeugendes korrelat hat also ich habe schon eine patiante gesehen die sollte neu scherogisch operiert werden an der nervenwurzel weil man einfach deine verengung im spindem neuroporamen gesehen hat und also die sich dann da gegen entschieden hat und dann hat man den liqueur gemacht aufgrund der passenden klinik und hat ein festbistet oje das ist tatsächlich nicht die neuroporamen ständig also solche solche Sachen kommen drüber zuvor und red flag ist die nächtliche betonung die krass im vordergrund stehenden schmerz nicht durch bewegung triggerbar wenn sowas vorliegt sollte man zumindest mal die berähe in serologie im blut machen wenn die positiv ist zwingende liqueur machen aber wenn die klinik sehr typisch ist auch schon allein aufgrund der klinik in der liqueur untersuchen machen würden sie da auch direkt dann schon bei so einer ganz klaren nächtlichen radikulären schmerz im tomatik mit ne antibiotika terapie starten ohne serologie das ganze wie gesagt spielt sicher alles weniger bis mehrere wochen ab oder zumindest über viele tage also da bin ich der meine hat man immer noch die zeit erst in die kurze machen nachzuschauen weil es gibt auch situation mal wo das nicht stimmt und ich finde eine antibiotika terapie sollte man nicht einfach dann so auf ein verdacht machen wo auch andere differential diagnosen durchaus in frage kommen können alles klar okay also das band war zentrum das haben wir jetzt gerade gehört ist das häufig bei erwachsen bei Kindern steht ja häufiger eher die lymphozutiere meningitis im vordergrund wie präsentiert sich die ja vor allen kopfschmerzen übelkeit das kann auch zu dicht scholkommen aber da sehen wir dann auch durchaus so allgemein symptom wie eben krankheitsgefühl oder auch fieber ist damit assoziiert also im brunde wie eine meningitis aber eben nicht so wie die typische baktielle meningitis durch men
Guckung oder Pneumeporken, die so ein Foderojanten in Stunden verlaufen, das Bild ergibt, sondern auch hier wieder so das Schleichende nicht superakute, sondern eher superkut bis ja latent sich entwickeln zu Bild. Das ist ja dann gar nicht so leicht zu unterscheiden von der FSME, da haben wir gehört, dass die Minigitis bei denen die Symptome zeigen, ja, dann das häufigste Symptome ist. Ja, aber es gibt schon eine Tendenz, die man da sagen kann. Also die FSME-Patienten wirken in aller Regeln deutlich kränker, deutlich akuter erkrank, höheres Fieber, flimmere Kopfschmerzen, also die Fälle, die mir so begegnet sind, so die sagen da ist schon klinisch, deutlich unterschied zu erkennen. Also die Norbo-Riose kommt immer so ein bisschen langsam, schleichend und undramatisch daher. Klar, wenn die nächtlichen Schmerzen sind dann schon dramatisch. Also die Patienten sind gequält, aber auch das ist etwas, die nicht immer sofort ins Krankenhaus geschickt werden. Das sind auch Patienten, die mal 8 bis 10 Wochen eben zu Hause von einem Ambulanztermin zum nächsten überwiesen werden und erst sehr viel später dann in die Klinik kommen. Also wenn wir jetzt eine Sero-Logie machen diagnostisch bei unserer Patientin, sehen wir dann zwingend Antikörper in diesem Stadion. Bei der Faziale-Sparäse sind wir jetzt wieder, ne? Ja, sagen wir, wir haben diese Patientin mit Bandwahrzentrum. In der Regel sehen sie Antikörper bei der Norbo-Riose, Imperifiant-Lud. Und im ganz frühen Stadion, also wenn die sehr früh erst ausgebrochen ist, kann es mal sein, dass das noch so eine Zwischenphase ist und sich die systemische Immun-Reaktion noch nicht so ausgebildet hat, dass sie das im Test erkennen können. Und da müssen sie von der Andermäse ausgehend dann überlegen, ob sie kalkuliert, antibiotisch behandeln. Hier können sie aber nach zwei, drei Wochen auf jeden Fall dann eine Sero-Konversion erkennen. Also sie können das dann sehr genostetieren. Also wenn Antikörper da sind, dann guckt man, ob man eine interaktikale Antikörper sind. Diese hat dies auch zeitabhängig, kann am Anfang auch noch fehlen. Bei einer Zellzahl-Erhöhung und Antikörper im Blut, also im Serum, würde ich auch ohne eine interaktikale Antikörperproduktion im Vikuhr zur Antibiotika-Bahntelung dringend raten, also die ist indiziert. Und die Definition der gesicherten Leimbureliose ist eben passende Klinik, Zellzahl-Erhöhung im Viku in der Regel auch Eiweißerhöhung und interaktikale Antikörperproduktion. Und da sprechen wir von der gesicherten Leimbureliose. Aber auch bei der wahrscheinlich Neuroporeliose, die erfüllt eigentlich dieselben Kriterien, sie haben nur noch nicht die Antikörperproduktion interaktikal im Nervenwasser, nachgewiesen als so Autotone im Nervenwasser. Da würde man auch eine zwingende Bandungsindikation sehen. Jetzt haben Sie den Likforsch schon angesprochen, wann würden Sie den konkret machen? Bei Bandwärtsympthomen oder. - Unbedingend. Also bei allen Symptomen und das sind Bandwärtsympthomen und perifiere Faziadesparäse, würde ich eine Likforschung machen, um eben eine Neuroporeliose entweder nachzuweisen oder abzugrenzen. - Also wir haben eine Pliozutose, haben Sie gesagt? - Ja, eine Zellzahlvermähung im Likforsch. - Genau. Wir haben diese interaktikale Antikörperproduktion. - Ja. - Dann das Gesamtprotein ist erhöht, richtig? - In der Regel, aber das kann auch hinterher hinken. Also wichtig ist die Zellzahl-Erhöhung. - Okay. Und ohne Zellzahl-Erhöhung keine Neuroporeliose? - Ja, auch das muss man relativieren. Auch hier in der ganz frühen Phase. Also Sie haben eine Faziadesparäse, ne? Wie gehen dann von der axonalen Entlangwanderung an den Aktionen der Boreen aus? Und es ist noch nicht eben zur inflamatorischen Likworn fortgekommen. Und da würde man in der Frühphase, wenn jemanden Zecknungsdicht hatte und entwickelt dann eine Faziadesparäse und kann ihn das so erzählen. Und das ist zeitlich plausiblen intervahlen. Dann würde ich im Zweifel sogar vorübergehend mal ohne nachgewiesene Pliozuzuse oder ohne nachgewiesene Antikörperproduktion oder ohne eben entsprechenden serologischen Befund auch eine kalkulierte Antibiotika gaben. - Alles klar. Und dann gibt's ja noch dieses Chemokin CXCL13. Das ist ja ein Wert, der jetzt vielleicht nicht allen geläufig ist, der aber in der Boreliose Diagnostik eine immerwichtige Rolle spielt. - Ja, ein. Also CXCL13 im Likworn, das ist ein Bezellmarker, also der Repräsentier, die Bezellaktivierung und den kann man tatsächlich bestimmen und der steigt bei der Neuroboreliose enorm hoch an. Und der hilft diagnostisch tatsächlich weiter. Ich bin aber der Meinung, dass man ihn bei den meisten Fällen nicht braucht. Also wenn sie Antikörper haben und eine Pliozuzuzuse und eine passende Klinik brauchen sie kein CXCL13. Wenn sie aber meine untübliche Situation haben, also das Patient eine frühe, ganz frühe, mögliche Neuroboreliose hat und die Zellen sind auch nicht erhöht. Dann kann das natürlich hilfreich sein. Man muss wissen, dass CXCL13 ist nicht spezifisch für die Boreliose. Das kann auch bei anderen Erkrankungen, wo Bezellaktivierung eine Rolle spielen erhöht sein. Also es gibt im Zusammenhang mit der Siphilist, die auch durch Spiruch jeden verursacht wird, kann es erhöht sein, es kann auch bei Lymphoproliferativen Erkrankungen, den Likworn mit Treffen erhöht sein. Also das muss man wissen, es ist hilfreich, aber nach meiner Einschätzung für die meisten Fälle nicht erforderlich. Dann ist ja auch das Herz häufig betroffen, auch in diesem zweiten Stadion die Leimkaditis. Was gibt es dazu wissen? Das ist zum Glück sehr, sehr selten. Und da kann es durch Herzrhythmastörung tatsächlich auch, also das ist eine der wenigen Lebensbedrohlichen Manifestationen, die Leimkaditis aber extrem zum Glück extrem selten. Selten aber gefährlich vielleicht hier noch eine Frage zur Risiko-Einschätzung. Insbesondere wann sollte ich Patienten ins Krankenhaus überweisen? Gehen wir nochmal zurück zu unserer Patientin mit dem Band war zundrom, sagen wir die Sitzitsvorenz, hat diese beizeitige Facialesparise, hat diese heftigen Schmerzen und eben auch noch extremitäten Parisen. Das wäre ja jetzt ein ziemlich krasser Befund, wenn wir die Patientin jetzt so vor uns sitzen, sehen würden, wäre da eine Krankenhauseinweisung zwingend notwendig? Ja, das würde ich davon abhängig machen, wie stark die Betroffen ist. Bei Parisen und die sind ja auch meist so stark Schmerz geprackt zunächst und da muss er auch eine gewisse Differenzialdiagnostik zu Beginn erfolgen, sind das Patient die häufig stationär sind und die wir dann auch zumindest über einige Tage auch stationärantibutisch behandeln. Zwingend ist es nicht, also wenn jemand gut klar kommt, könnte man auch oral das ambulant behandeln. In der Regel wird bei Parisen allerdings stationär behandelt, weil sie dann natürlich auch die Möglichkeit haben, begleitende Füsetherapie zu machen und dann auch eben in der Rehabilitationsbehandlung anzumälen und so weiter. Das ist häufig dann doch ein Verlauf der stationär behandelt wird. Das ist richtig. Wie wichtig ist die Füse bei neuroboreliose? Je nach Krankheitsbild. Wenn sie ausgeprägte Parisen haben, ist es ganz wichtig, dass sie Füsetherapie machen und dann bin ich auf der Fühe, dass sie Leute in der Rehabilitation in Wiedembulant oder stattzunehre auch da wieder je nach Ausprägung der Symptome, weil natürlich das auftrenieren, der geschwächten Muskeln unter eben therapeutischer Anleitung sehr wichtig ist für den weiteren Verlauf. Ich hätte noch eine Rückfrage zur Krankenhaus Einweisung. Jetzt haben wir schon gehört. Bei wann war es in drum? Kann sie erfolgen? Muss aber nicht eine Füse, wer sinnvoll, Parisen sollten abgeklärt werden? Gibt es denn Harte Kriterien, wo sie sagen, wenn das vorliegt, dann muss sich eine betroffene Person ins Krankenhaus überweisen? Ja, bei Schmerzen, die man ambulantisch beherrschen kann. Und das zweite sind eben die Parisen, wenn einer dann eine schwere Gangstörung hat oder eingeschränkt in der Versorgung ist, weil Parisen aufgetreten sind, dann sind das schon Gründe den Patient stationär zu behandeln. Was hilft denn gegen diese starken radikulären Schmerzen? Ja, tatsächlich ist es so, dass die Antibiotika-Behandlung in einer weniger Tage zur ersten Winderung führt und tatsächlich besser ist als Schmerzmittel für diese Patient. Also natürlich gibt man dann auch, wenn es gar nicht mehr auszuhalten ist, Opiate oder auch Nervenmeberan stabilisierende Substanzen wie Gaberpendin oder Priegabalin oder Einzelfällen auch Kabarmer zipin. Das hilft tatsächlich in Einzelfällen besser als die klassischen Schmerzmittel. Aber wie gesagt, meistens, wenn wir mit den Antibiotika dann anfangen, es ist anders als bei der Zosternoregie, die da viel Hardner gesein kann. Sehen wir doch schon innerhalb von einigen Tagen eine Verbesserung der Schmerz-Zentrum. Also, ja, bevor wir jetzt zu spärten, disseminierten Infektionen kommen, können Sie uns eine zeitliche Einordnung geben, was heißt denn überhaupt früher und was heißt spät bei der Borillose? Ein, zwei geht über Tage bis wenige Wochen. Natürlich können Sie auch wenn an Bandwärtsentrum übersehen wird und der Patient jetzt nicht die richtigen Erzeaussucht, die richtige Diagnose stellen, kann sich das auch länger hinziehen. Aber bei Stadion 3 sehen wir eben Verläufe, die sehr, sehr langsam schleichig sind und über Monate und sogar über Jahre gehen können. Und wir vermeiden deshalb den Begriff chronisch, was man früher gesagt hat, chronische Neuroborellose oder auch chronische Leimattritt ist, das vermeiden wir deshalb, weil der Begriff chronisch impliziert ja, dass die Erkrankung nicht mehr zu terapieren ist, also nicht beendet werden kann. Wie bei der mutiblen Sleroze, wenn Sie die Diagnose einmal gestellt haben, dann haben Sie eine chronische Krankheit, die Diagnose werde ich nicht mehr los, ob ich die Krankheit stabil kriege oder nicht. Hier ist es so auch bei den Spätenform der Leimborellose.
Bei den Spätmanifestationen können wir den Erreger ediminieren. Hier kann es aber sein, dass die Krankheit sofort geschritten ist, dass zum Beispiel Nervengewebel, in dem Umfang gesiedigt wurde, dass es hier nicht mehr zu einer Vorstellung erholungen kommt. Das gibt es durchaus. Also das ist eine Rückenmarktsentzündung oder auch eine Gehirnentzündung. Einfach schäden hinterlässt die Residualsyptomfüren, die man so schön sagt. Dann gehen wir rein ins Stadium 3 in diese späte disseminierte Infektion. Auch da haben wir wieder verschiedene Manifestationsformen einmal in den Gelenken, kommt es zur Leimattritis. Dann gibt es eine Hautmanifestation wieder, die Akkodermatitis-Gronika-Atrufikanz auch Herkseimer genannt und die späte Neurobureliose. Die wollen wir uns zuerst anschauen, was sehen wir da für Symptome? Ja, ein charakteristisches Bild ist es in der Rückenmarktsentzündung. Also es hat eine gewisse Inlichkeit, wie die primakronisch-progierende Motivlisteroose. Es geht über Monate die Patienten entwickeln eine Spastik. Die haben jetzt in diesem Spietenstand gar nicht mehr so ausgeprägt und schmerzen. Sondern es kommt zu einer schleichenden Gangverflechterung mit zunehmendens spastischen Parasen, mit Blasenstörungen. Und wenn das Gehirn betroffen ist, kann es auch zu psychiatrischen Symptomen kommen. Es kann zu Hörstörungen kommen, es kann klein hin, also zu Störungen der geordneten Bewegungsabläufe kommen. Es kann sogar zu epileptischen Anfällen kommen. Also es kann dazu eine Vielzahl von Symptomen kommen, wobei diese schleichende, zunehmende, beinbetonende, tetraparieise als Ausdruck der Rückenmarktsentzündung heuchlichen Vordergrund steht. Und das sind eben Krankheitsbilder, die dann auch, weil sie eben nicht mehr so dieses verbreitete, klinische Bild, dass man mit der Neurobore die Use assoziiert entsprechen, sondern eine ganz große Zahl von Differenzialdiagnosen. Die häufigsten Differenzialdiagnosen, weitere Menschen ist sicher die cervicalkanalste Nose, also wenn jetzt kein enzerverletisches Bild dabei ist. Und bei jüngeren Menschen ist es auch die primakronisch-pugeliente MS. Und da habe ich schon Fälle in aller Richtung gesehen, dass das verwechselt wurde. Und zum Glück kann man hier noch sagen, die Diagnose ist auch in diesen Fällen eindeutig zu stellen. Also im Nervenwasser finde ich eindeutige Zeichen mit Pliozytose. Wenn das Nervenwasser normal ist, dann haben sie keine späteneure Berührung vorliegen. Das kann man so deutlich sagen, so kategorisch sagen. Also sie haben deutlich infiziertes Nervenwasser mit einer sehr deutlichen Antikörper, Produktion im Nervenwasser, eine Pliozytose, die gar nicht mehr so ganz ausgeprägt sein muss. Aber sie erkennen das im Sofondes sofort. Und auch die gute Nachricht ist, auch in diesem Stadium ist eine dreiwöchige Antibiotika-Behandling in der Regel ausreichend, um die Infektion zu stoppen, die Erreger zu eliminieren. Und es kann eben jetzt sein, dass hier Defekte vorliegen, die nicht mehr reversibel sind. Und dann kommt die Krankheit zum Stillstand. Aber die Patienten erhoben sich nicht vollständig. Und das ist natürlich ein gravierende Erkrankung, die mit dauerhaften Behinderung einhergehen kann und extrem ernst zu nehmen ist. Und im Stadium der frühen Neure Infektion, da haben wir noch gute Ergebnisse. Da können sich die. Ja, also da haben wir residuelle Ästierungen so sehr, sehr selten. Oder selten, ich sag mal selten. Viel häufiger ist ja die Leimattritis und dann diese Akro-Dermatitis-Kronika-Atrophikanz. Könnten Sie uns da noch mal kurz erklären, wie sieht das aus, wie häufig ist das? Also die gesamten spätmanifestation der Leimboreluse sind zum Glück selten. Und werden nach meinem Eindruck auch immer selten, weil das Wissen über die Leimboreluse zum Glück immer mehr verbreitet ist, die Erfahrung, mit der Erkrankung immer größer werden und dadurch auch frühzeitig die richtigen Bandlung stattfinden. Also wir sprechen hier von 3 bis maximal 5 Prozent aller Leimboreluse-Manifestation, die spätische Aterien betreffen und da kann natürlich auch das Gelenk, also die Atritis-Gemeinsein, also die Kanna auftreten, also eine Leimattritis, das bedeutet, dass das Gelenk geschrollen ist, schmerzt typischerweise nicht gerötet ist. Das ist ein ganz charakteristisches Bild und hier bin ich auch der Meinung, eine Leimattritis sollte fachärztlicherseits durch ein Räumertologen behandelt werden, weil sie auch autoimmunerkrankung zu inlichen Bilder führen können. Also das ist sicher keine Blickdiagnose und wie gesagt ist aus meiner Sicht eine fachärztliche Einschätzung. Notwendig, dass selbe gilt für die späte Hautmanifestation, die Akkoder-Mattitiskronika-Atrofikanz, die eben zu einer ja atrophische Störung der Haut, die Wiedenverfärbung, per gamentartige Veränderung der Haut führt, die auch über viele, viele Monate oder Jahre sich entwickeln kann. Und auch hier bei den Hautmanifestationen sehen sie nicht typischerweise eine komplette Remission nach Behandlung. Für beide Erkrankungen geht natürlich, dass sie den Verlauf stoppen können. Auch da haben wir schöne Bilder bei uns im Amboßkapitel unter anderem einen MRT-Befund, einer Synovialitis-Semkniegelenk bei Borillose. Und wir haben auch ein Foto dieser fibrouiden Knoten, die man im Rahmen einer Akkoder-Mattitiskronika-Atrofikanz sehen kann. In diesem Fall bei uns ist das am Elbowengelenk hier auch ein Link in den Show Notes. Jetzt noch eine Frage zur Therapie. Was mache ich wieder? Antibiotika, doxicyclin, Zheftreaktion? Mach ich das oral oder IV? Wir haben also keine Hinweise, dass die orale Behandlung schlechter ist als die intravenuose Behandlung. Wobei es die Studien, die es dazu gibt, sich allein schon aufgrund von Häufigkeiten, auf meistens auf die frühe Leinboreliose beziehen. Das muss man gerechterweise dazu sagen. Also, gerade die spieden Fälle ist es so, dass wir meistens eine ausgeprägte Klinika haben, die Patienten sowieso stationär sind, weil ein komplex krankheitsbild abgeklärt werden sollte, dass wir die dann eine Zeit lang zumindest IV behandeln. Und dann auch diese Behandlung zum Beispiel, wenn jemand eine schwere spastische Parise hatte, auch in der Reha fortsetzen. Wenn man dann terapiert, antibiotisch ist ja die jahre Schärkseimeraaktion beschrieben, also eine Entzündungsreaktion, eine akute systemische Entzündungsreaktion nach Antibiotika gab, weil eben das Antibiotikum funktioniert und dann durch den Zerfall der Bakterien endotoxine freigesetzt werden. Im großen Maße, und es dann eben zu dieser wirklich heftigen Komplikation, kommen kann mit Schüttelfrost, Fieber, Tarrika, die Blutrug anstieg manchmal auch zirepralen. Krampfanfällen, wie relevant ist das für die Therapie bei Limerulose? Ich habe die noch nie gesehen. Ich war in meiner Assistenten immer so ein bisschen davor, aber ich habe es noch nicht gesehen. Okay, weil in der Literatur sind ja Zahlen bis 8 Prozent bei Therapie der Limerulose beschrieben, dann deckt sich das also jetzt zumindest nicht mit ihren klinischen Erfahrungen. Ich hatte noch eine Frage und zwar zum Ptlds zum Post Treatment, Limedesis Syndrome auf Deutsch auch auf Post Borillose-Syndrom genannt. Wenn man das mal eingebt im Internet in der Suchmaschine, dann stößt man auf ganz verschiedene Informationen. Könnten Sie dieses Syndrome für uns einmal einordnen bitte? Ja, das ist tatsächlich ein schwieriges Thema, weil wir sprechen hier von einer Erkrankung, die sich klinisch manifestiert durch sehr sehr unspezifisch beschwerden. Gelenkschmerzen aber nicht jetzt in einem Gelenk fokussiert mit Schwellungen, sondern an verschiedenen Gelenken. Das ist chronische Erschöpfung, also Chronic Fatigsyndrom, das sind Konzentrationenstörungen, Kopfschmerzenneigung, Fibromualgiartige Beschwerden, Abgeschlagenheit, auch Stimmungsbeinträchtigungen kommen damit rein. Also ein sehr sehr bundes Bild, das von seiner klinischen Konstellation nicht gut definiert ist. Es ist sozusagen als Begriff mal definiert worden, indem man sagt, es muss eine gesicherte Borillose vorgelegen haben, die muss Leitlinien gerecht, auch an die Biodistirapiert worden sein und es muss sozusagen noch sechs Monate nach der ausgehalten Borillose bestehen. Und die Differenzialdiagnostik muss ausreichend sozusagen keine andere Ursache für die Beschwerden erbracht haben. Das bedeutet aber letztendlich, dass dadurch natürlich nicht garantiert ist, dass es wirklich durch die Borillose kommt. Das ist ein ganz umstrittenes Krankheitsbild, in einer einzelnen Fällen Markis, das geben in der Häufigkeit der Beachtungen zwischen so ein bisschen durch das Post-Covid-Syndrom abgelöst. Es gibt auch Leute, die sagen, da gibt es doch parallel in Irgendwann, dass es irgendwo was im Immunsystem im Gang gesetzt hat und zusammenhang mit der Abwehr der spiritierten Entstanden ist und was jetzt da so ein schweren Prozess hervorherruft. Wir müssen sagen, dass sowohl epidemiologische Studie und auch patrophysiologische Überlegung bisher hier keine eindeutige Entität oder auch keinen gesicherten, noch nicht man gesicherten, zusammenhang herstellen konnten. Man sollte trotzdem natürlich die Möglichkeit jetzt nicht von vorne rein außer Acht lassen, dass es sowas geben könnte, aber aus meiner Sicht wird das weit auszuhäufig diagnostiziert, dass es nach meinem Eindruck der Realität entspricht, die Räufigkeiten nach einer Borillose werden mit 6-20% nach einer Neuroborellose sogar mit 5-50% angegeben, das sind sicher zahlende Diäme umbereichen, weit auszuhoch angesiedelt sind. Was aber das Wichtigste?
ist. In dieser Situation ist, dass man eine sehr sehr ausführliche und genauer Differenzial Diagnostik macht. Dazu gehört für mich auch eine psychosomatisch-purchartische Exploration, wobei man gleich dazu sagen muss, wir wollen die Patienten nicht in diese Ecke stellen und sagen, die haben alle ein nicht organisches Problem oder eine Unterlagerte Depression. Ich habe also in meiner Sprechthunde schon ganz vielfältige andere Ursachen gefunden, wenn man genau hinguckt. Für Patienten, die unspezifische Beschwerden oder Anhaltende Beschwerden gehabt haben, im Zusammenhang mit einer vorausbegangenen Borreliose. Was könnte das dann zum Beispiel sein? Also ich habe schon ein zweimales gesehen, das ist ein ganz frühes Stadion eines Parkinsons, das war jemand, der hatte dann unspezifische Beschwerden und dann macht eine die Borrelenserologie und dann wird überlegt, ob das nicht in Kaussahnen zusammenhang haben könnte. Und wenn sie an die Seroprivenden starten bis zu 20 Prozent denken und in berufsexprungierten Personen gibt es sogar Studien, die Seroprivenden Daten von weit über 50 Prozent gezeigt haben. Also es sind dann Leute wie Landwirt oder Forstwerte, die ich ganz viele Zecknestiche bekommen können. Dann sehen Sie, dass die Wahrscheinlichkeit einer Kausalität in diesem Fällen gering ist. Also wichtigstes Vorgehen beim PTLDS eine sehr, sehr genaue, differenzial diagnostik und wenn dann da nichts rauskommt, also eine gezielte Therapie oder eine Kausaleterapie gibt es nicht, da muss man halt zum Tomatisch behandeln, nach je nachdem, was da im Vordergrund an beschwerden steht. Und die wichtigste Nachricht, und das haben wir jetzt auch in Rahmen der Neuauflage, der Leitlinie Neuroborreliose, noch mal sehr hervorgehoben ist, dass wiederholter Antibiotika gab in diesen Fällen überhaupt nichts helfen. Also es gibt Foren und es gibt auch Gruppen von Personen, die sich mit dieser Materie befassen, die sagen, das sind latente chronische Infektionen, die wir mit unseren Methoden der normalen mikrobiologischen, diagnostik und serologischen, diagnostik und immundiagnostik nicht richtig erfassen können. Und es gibt auch die Möglichkeit, dass die Erreger sich sozusagen in immungeschutzten Bereichen wie Knorpelgewebe oder auch das ZNS ist ja auch im Grunde ein etwas immunabgeschirmter Bereich, das die sich da verstecken können und auch ihre Form veränder können, Sphiroblasten bilden können und dann sich dem Immunsystem entziehen fasenweise und wenn es zur Antibiotika-Behandlung kommt, eben diese überstehen, weil sie in diesen Persisterformen gar kein Stopfaxsel aufweisen und damit auch nicht angreifbar sind. Also das ist alles, kann man sagen, im Grunde wiederlegt. Wir haben auch ein systematische Literaturanalyse vorgenommen für die Leidlinie und da gibt es sehr, sehr gute Studien mit Klasse, eins Aevidens, die gezeigt haben, dass bei Krankheitsbildern wo dieses Post Treatment-Limedicies-Syndrom untersucht wurde, dass da wiederholte Antibiotika gar nichts bringen, sondern gefährlich sind und das Risiko von Nebenwirkungen beinhalten. Also es handelt sich hier nicht um eine chronische Infektion und die Leimborellose, klinisch zu diagnostizieren, ist in den allermeisten Fällen sehr, sehr gut möglich. Und das, was da so an graubereich beschrieben wird und auch zum Teil Ängste bei Patienten entstehen können, das ist die absolute Rarität. Es ist natürlich wichtig, jemand, der eine spiedleinborellose hat, dass die erkannt wird. Und ich will das Ganze nicht bagatellisieren. Also ich kenne eben Fälle, die irreversible Schäden haben und sich davon nicht mehr erholt haben. Aber das ist zum Glück eine ganz, ganz kleine Zahl. Und in den allermeisten Fällen kann man, sowohl in der Dermatologie, als auch in der Räumatologie und in der Neurologie, die Leimborellose eindäude ich erkennen und behandeln und zum Stoppen bringen, damit ist die dann auch vorbei. Also auch die Serologie eigentlich wirklich nur bei einem begründeten klinischen Verdacht? Das ist das Wesentliche, dass sie eine Serologie dann machen, wenn sie eine typische Klinik haben, weil die Wahrscheinlichkeit, dass den positiven Befund erwischen, der mit der Klinik so tun hat, extrem hohe. Sie sagten ja, vorhin ist Gäve einige, die sich mit PTLDS besonders beschäftigen. Das ist ja unter anderem die deutsche boreusegesellschaft EV, die auch eigene Leitlinien herausgibt. Darin werden ja dann zum Teil Antibiotika-Regime von drei Monaten und mehr empfohlen. Wie bewerten Sie die deutsche boreusegesellschaft und ihre Leitlinien? Also ich möchte es nicht die deutsche boreusegesellschaft pauschal bewerten, weil da sicher auch, wahrscheinlich Ärzte, auch drin sind, die vielleicht richtig Sachen machen, dass was sie ansprechen, Langzeit-Antibiotika gab, oder wiederholtte Antibiotika gab, oder auch die Vorstellung, die dort verbreitet wird. Das ist eine Leimboreuse, geben kann ohne positive Syrologie und zwar nicht nur in der Frühphase, wie ich das so inskiziert habe, sondern über längere Verläufe. Das ist Patientengefährdend, das ist abzulänen. Und da müssen wir ganz klar sagen, dass das nicht zu empfehlen ist, ganz im Gegenteil, das richtig schadnern. Teilweise werden ja solche Antibiotika-Therapien auch bei negativen Antikörpertitern im Serum, gegeben, nämlich wenn der Lymphozytentransformationstest, kurz LTT-Positiv ist. Sie haben es ja schon vorhin ein bisschen angerissen. Was ist das für ein Test? Ja, das ist ein Test, wo Sie sozusagen Lymphozytent von Patienten nehmen und diese Lymphozytenten borellen Antigänen aussetzen und dann gucken, wie die reagieren, ob die sozusagen dann in zündlichere Aktivität zeigen. Sie messen dann bestimmte Zutokine, ob die dann entstehen. Oder bestimmte Aktivitäten der Zählen immunologische Aktivität. Und dieser Test ist zur Diagnose eine Leimboreliose nicht geeignet und nicht zu empfehlen und schon gar nicht sollte er verwendet werden, um eine Therapie darauf zu begründen, sondern wir können ganz klar sagen, die Leimboreliose muss anhand der Klinik und ergänzend der Serologie und bei der im Falle der Neubereliose ergänzt durch die Likwore-Untersuchung, die ergnostiziert werden. Also in der Hautklinik spielt dann natürlich bei der ACA, Akro-Dermatitis-Gronika-Atrofikanz, kann natürlich die Haut biopsy noch Rolle spielen, das ist ganz klar. Oder auch bei der Leimattritis, kann zum Beispiel der Erreger-Nachweis-Mittel-PCR, prolimarerase Kettenreaktion im Gelenkpotglart noch Rolle spielen. Also es gibt da schon noch Möglichkeiten im Gewebe, ein deutliches Nachweise zu führen. Aber der Lymphozytentransformations-Test ist zur Diagnose der Leimboreliose nicht geeignet. Sie haben jetzt Internetforen angesprochen, wo sich Menschen austauschen, Menschen, die davon ausgehen, PTLS zu haben. Da ist ja häufig eine großes Gapses gegenüber der Schulmedizin, man geht davon aus, dass dort die Boreliose nicht richtig erkannt und behandelt werden kann, wie gelingt es uns da, Vertrauen zurück zu gewinnen? Ja, ich denke, indem man nicht pauschalisiert, es sind ja Patienten, die haben beschwerden. Und das muss man ernst nehmen. Wir sollten Tularisierung vermeiden und wir sollten da irgendwie ein kategorisches Vorgehnen oder Urteilen, also sollten uns damit zurückhalten. Ich denke, in diesen Fällen muss man den Patienten sagen, es muss wirklich alles getan werden, um Differenzial Diagnostik zu betreiben und sich genau anzugucken, was nicht angeschwerden vor. Und welche Gründe gibt es hier an eine Leimboreliose, oder Leimethologie zu denken, wie ist das begründet, wie ist das untermauert? Und hier aufgrund von irgendwelchen Verdachtsmomenten wiederholt da Antibiotika zu geben, das ist ein Fehler. Und das wüsste auch das Problem dieser Patienten nicht. Und das, was wir gesehen haben oder was ich sehe, ist so vielfältig in der in klinischen Spektrum. Also ich hatte eine Patientin, die ist monatelang wegen einer Leimattritis mit der Antibiotika, wo man hat am Ende Miniskutschaden. Also umgekehrt hatte eine Leimattritis, das zwei Mal im Knie operiert worden. Also man muss einfach wirklich genau hinkucken. Da kommt man nicht rum rum. Und was eben wichtig ist, dass man nicht ungeprüfte medizinische Tests herangibt. Es gibt ja noch eine ganze Reihe von Testverfahren, die vermeintlich eine Leimboreliose, die Diagnose, eine Leimboreliose unterstützen können. Das muss man einfach ganz raser sagen, dass das so immer nicht machen. Haben wir auch eine Liste zu, bei uns im Ambozkapitel, dass ja manchmal gar nicht so leicht den Überblick zu behalten, von denen eigentlich nicht, evidenzversierten Testverfahren, weil die am Jahr manchmal dann gar nicht geläufig sind. Ja und wir haben auch die Liste auch in der Leitlinie, der DGN, da können jeder tatsächlich nachgucken, welche Tests das sind. Die sind da alle aufgeführt und das steht auch genauerin, wann man welchen Test machen kann. Dann setzen wir auch da einen Link in die Show Notes. Ich fasse die wichtigsten Infos des heutigen Podcasts noch mal in den Tech Home-Messages zusammen. Die Boreliose wird durch den Spiruch hätten Borelia Burg Dörferi ausgelöst, der Übertragungsweg läuft über Zecken. Borelien haben insgesamt einen langsamen Generationszüchlus, deswegen verläuft die Erkrankung klinisch träge. Man unterscheidet klinisch eine frühe von einer spärten Krankheitsphase, die akademische Stadieneinteilung spielt dabei klinisch immer weniger eine Rolle, ist aber aus deaktischen Gründen weiterhin praktisch. Im Stadium 1, dem Stadium der lokalen Frühmanifestation, da fällt vor allem das Errütthema.
Migrant auf, die Wanderöte, die sich von der Einstichstelle ausringen, für mich ausbreitet, dieser befundet es patronomonisch und bereits ausreichend, um die Diagnose zu stellen. Hier kann man direkt antibiotisch mit Doxycycline oder Zeptreaktionen behandeln. Außerdem sehen wir im Stadium 1 auch die Lymphardinoses kutes Benignar, rötlich bleuliche Knoten mit lokaler Lymphardinopathie, häufig in der Nähe der Einstichstelle aber auch beispielsweise an den Orläbchen zu finden. Hier machen wir zusätzlich eine Borelien-Serologie, da auch andere Krankheiten so eine Lymphardinoses auslösen könnten. Wichtig, die Seroologie überhaupt immer nur machen, wenn ein begründeter Klinischer Verdacht vorliegt. Bis zu 20% der Bevölkerung haben Sero-Prevalente-Antikörper ohne Klinik sagt uns die Seroologie also wenig. Im Stadium 2, dem Stadium der disseminierten Infektion, kann es neben den Haut befunden auch zu akuten Neurobureliose kommen. Bei Erwachsenen sehen wir da heftige radikuläre Schmerzen, die vor einem Nachtsauftreten, Hirnerfenausfälle wie die beizeitige perifiere Faziales-Parisen und es kann auch zu Extremitäten-Parisen kommen. Diese Symptome fast man dann unter dem Begriff Banvarsyndrom zusammen. Hier machen wir eine Sero-Logie und eine Liquid-Jagnoistik und leiten ebenfalls eine antibiotische Behandlung ein. Bei Kindern ist die Lymphuzutiere meningitisäufiger, die macht sich mit Kopfschmerzen und natürlich meningismus bemerkbar. Außerdem kann es im Stadium 2 zur Leimkaditis kommen, die ist gefährlich, weil da lebensbedrohliche Herzrhythmastörungen auftreten können. Stadium 1 und 2 das sind die frühen Formen, die machen 95% der Fälle aus. Viel Seltener ist die Spärteform, das Stadium 3, in dem wir die Spärte Neurobureliose sehen können. Wir sehen da eine Rückenmarksenzündung, es kommt dadurch zu einer schleichenden Gangverschlechterung mit zunehmender Spastik, das steht häufig im Vordergrund, außerdem sehen wir psychatrische Symptome oder zum Beispiel Blasen, Höhe und Kleinhörnstörungen. Auch hier ist eine Sero-Logie angezeigt und eine Liquid-Jagnoistik und Professor Rauer war da ganz klar, wenn das Nervenwasser normal ist, dann liegt keine spärte Neurobureliose vor. Weitere Manifestationen in diesem spärten disseminierten Stadium sind zum Beispiel die Leimatritis und die Akrodermatitis-Kronika-Atrothikans. Insgesamt sind die aber wie gesagt sehr selten. Das PTLDS, das ja auch noch kurz erwähnt, das ist sehr unspezifisch definiert, hier muss man auf jeden Fall eine breite, differenzial-Diagnostik machen, um mögliche andere Ursachen herauszufischen, außerdem braucht es eine psychatrische psychosomatische Exploration. Langzeit Antibiotika-Gaben oder wiederhulte Antibiotika-Gaben sind gefährlich und abzulehnen, auch da war Professor Rauer sehr klar. So viel zu den Tech Home-Messages, Professor Rauer gibt es ja noch etwas, dass sie unseren Hörerinnen und Hörern mit auf den Weg geben möchten. Ja, Leimbureliose ist eine Krankheit. Ich bin der Meinung, vor der man keine Angst haben muss, weil man sie klinisch erkennen kann und diagnostizieren kann und sehr gut antibutisch behandeln kann. Im Modell sieht so FSME, die kann ich nicht behandeln, deshalb muss man da impfen und es wird derzeit auch ein Impfstoff gegen Leimbureliose untersucht. Wenn der dann mal auf Mark kommt, hat man vielleicht auch die Möglichkeit, sich gegen Leimbureliose zu impfen, das aber derzeit nicht der Fall. Aber letztendlich wird mich wichtig, die Seroologie nur zu machen, wenn die Klinik passt und ansonsten ist das eine Erkrankung, die man gut behandeln kann. Professor Rauer, dann bedanke ich mich ganz herzlich, dass Sie heute zu Gast im Ambozportkast waren. Sehr gerne, ich dann gehend. Und euch zu Hause auch herzlichen Dank fürs Zuhören. Wenn ihr keine Folge mehr verpassen wollt, dann drückt am besten auf abonnieren und außerdem freuen wir uns natürlich sehr, wenn ihr den Ambozportkast weiterempfiehlt. Amboz kann man auch übrigens 5 Tage kostenlos ausprobieren, das läuft dann von alleine. Wieder aus, da muss man sich nirgends abmeldend oder ähnliches und dann habt ihr 5 Tage Zugriff auf unser kompaktes und leitlinien gerechtes Ambozwissen und könnt mal schauen, ob das was für euch ist. Alle Infos dazu, zur Ambozwissensplattform, zu unseren buchbaren Online-Fortbildungen und zum Ambozportkast finden sich wie immer unter go.amboz.com/podcast. Macht es gut bis zum nächsten Mal. Ciao!
Podcast Summary
Key Points:
Der Amboss AI-Mode wurde für medizinische Recherche entwickelt und liefert präzise, evidenzbasierte Antworten; eine unabhängige Studie von Harvard und Stanford sieht ihn auf Platz
Borreliose wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi übertragen, das sich langsam teilt und über Zeckenstiche (meist nach 16–24 Stunden Saugdauer) übertragen wird.
Die Erkrankung wird klinisch in Früh- und Spätstadien unterteilt; das frühe Stadium umfasst meist das Erythema migrans (Wanderröte), das späte Stadium kann Nerven, Gelenke oder Haut betreffen.
Beim typischen Erythema migrans ist keine Serologie nötig – es ist eine Blickdiagnose; Antibiotika (z. B. Doxycyclin) sind die Therapie der Wahl.
Nach einem Zeckenstich ohne Symptome sollte man abwarten und beobachten, nicht sofort testen oder behandeln.
Das Post-Treatment-Lyme-Disease-Syndrom (PTLDS) ist umstritten; Fehlinformationen im Netz führen zu Verunsicherung und außerschulmedizinischer Hilfe.
Summary:
In dieser Podcast-Folge spricht Philipp Winghard mit Professor Sebastian Rauer, einem Experten für Neuroborreliose am Uniklinikum Freiburg, über die Lyme-Borreliose. Rauer erklärt zunächst, dass Borrelien spiralförmige Bakterien sind, die sich langsam vermehren und durch Zeckenstiche übertragen werden – meist erst nach mehreren Stunden Saugzeit. Die Krankheit zeigt sich in verschiedenen Manifestationen: Das häufigste Frühzeichen ist das Erythema migrans, eine sich ausbreitende Hautrötung, die als Blickdiagnose gilt und ohne Serologie behandelt werden kann.
Weitere Frühformen sind die Lymphadenosis cutis benigna, bei der eine Serologie sinnvoll ist. Spätstadien betreffen vor allem Nerven, Gelenke oder die Haut (z. B.
Akrodermatitis chronica atrophicans), sind aber selten. Rauer betont, dass die Diagnostik der Borreliose nicht schwer ist, wenn man die Symptome richtig einordnet – eine Serologie ist nur bei unklaren Fällen nötig. Nach einem Zeckenstich ohne Symptome sollte man abwarten, nicht sofort testen.
Kritisch äußert er sich zum sogenannten Post-Treatment-Lyme-Disease-Syndrom (PTLDS), das oft mit Fehlinformationen verbunden ist; er warnt vor Behandlungen ohne positive Serologie und empfiehlt, sich an evidenzbasierte Leitlinien zu halten. Insgesamt zielt die Folge darauf ab, Ärzten Sicherheit in Diagnostik und Therapie zu geben und Patienten vor unnötigen oder schädlichen Maßnahmen zu schützen.
FAQs
Der Amboss AI-Mode ist ein speziell für die medizinische Recherche entwickelter Chat. Er sucht aus den Amboss-Kapiteln alle relevanten Informationen zu einer konkreten Frage zusammen und präsentiert sie übersichtlich, zugeschnitten auf den Kontext und die Fachrichtung. Er gibt auch an, wenn keine evidenzbasierte Antwort vorliegt.
Die Universitäten Stanford und Harvard haben den Amboss AI-Mode in ihrer unabhängigen No-Harm-Studie zur Sicherheit von KI in der Medizin untersucht. Dabei landete der Amboss AI-Mode auf Platz 1.
Das Erythema migrans ist eine sich ringförmig ausbreitende Hautrötung, die als pathognomonisch für die Frühmanifestation der Borreliose gilt. Es ist eine Blickdiagnose, bei der keine weitere Diagnostik wie Serologie erforderlich ist, sondern direkt antibiotisch behandelt wird.
Im Frühstadium, insbesondere beim Erythema migrans, wird Doxycyclin in einer Dosierung von 200 mg pro Tag eingesetzt. Alternativ kann auch Amoxicillin gegeben werden.
Die Lymphadenosis cutis benigna ist eine frühe lokale Manifestation der Borreliose, die sich als rötlich-bläuliche Knoten, meist solitär, an Orten wie Ohrläppchen oder Brustwarzen zeigt. Im Gegensatz zum Erythema migrans wird hier eine Serologie durchgeführt, da das Bild nicht eindeutig ist.
Das PTLDS ist ein umstrittenes Krankheitsbild, über das viele Fehlinformationen im Netz kursieren. Es wird in der Schulmedizin kritisch gesehen, da es keine evidenzbasierte Grundlage für eine längerfristige Borreliose ohne positive Serologie gibt.
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