Blame-Shifting in der Beziehung: So vermeidet ihr Schuldzuweisungen!
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Blameshifting ist ein häufiges und tief verwurzelter Muster in Beziehungen, bei dem eine Person die Schuld für Konflikte auf den anderen oder äußere Umstände schiebt. Dies führt zu einer ständigen Spannung, Wut, Frustration und einem Verlust der emotionalen Verbindung. Die Wurzeln liegen oft in frühen Erfahrungen, wie z. B. einer fehlenden Streitkultur bei Eltern, die sich auf Schuldzuweisungen beschränken. So entsteht ein Spirale von gegenseitigen Vorwürfen, die Verantwortung für Gefühle verhindert und die Kommunikation blockiert. Um aus dieser Spirale zu kommen, ist es entscheidend, gemeinsam die Beziehung zu reflektieren, zu erkennen, wann es mal gut war, und konstruktiv mit Gefühlen umzugehen. Dazu gehören Selbstreflexion, wertschätzende Kommunikation, die Entwicklung von Konfliktlösungsfähigkeiten und gegebenenfalls eine professionelle Paartherapie. Mit klaren Gesprächsrahmen, gemeinsamen Reflexionsmomenten und positiven gemeinsamen Aktivitäten kann das Wir-Gefühl wieder belebt werden. Ziel ist es nicht nur, Konflikte zu lösen, sondern eine lebendige, wertvolle und vertrauensvolle Beziehung aufzubauen, die auch außerhalb von Spannungen Erfolge und Freude kennzeichnet.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Podcast-Folge bei den Lebensidealisten.
In dieser Folge geht es um das Thema Blameshifting in der Beziehung.
So vermeidet ihr Schuldzuweisungen.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Blameshifting, wir starten heute mit einem Begriff aus der Psychologie.
Und das meint das Verhalten einer Person, die versucht, die Verantwortung für ihre eigenen Fehler bzw. für die Fehlhandlung auf eine andere Person oder Umstände zu übertragen.
Das Ziel ist dabei, die Schuld von sich abzuwenden und Konsequenzen für das Fehlverhalten zu vermeiden.
Blameshifting, muss man dazu sagen, geschieht nicht immer bewusst.
Manchmal nimmt man das auch selber gar nicht richtig wahr.
Wir wollen euch deshalb auch in dieser Podcast-Folge einmal zeigen, welche Probleme Schuldzuweisungen mit sich bringen und wie ihr dieses Thema als Liebespaar angehen könnt.
Blameshifting, das hört sich vielleicht erstmal weit weg an und auch so Schuldzuweisungen, das klingt so nach böser Absicht.
Aber ich denke, was dahinter steckt, kann schon sein, dass man eben Systemgesetz 9, was wir haben, dass die eine Komponente nicht so gut funktioniert.
Also es heißt ja aussprechen und anerkennen, was ist.
Und wenn ich Schuld von mir weise, wenn ich sage, Mensch, nee, du hast Schuld oder andere oder Umstände haben Schuld, dann bin ich nicht so in der Verantwortung drin und kann eben nicht anerkennen, was ist.
Wir haben sicherlich gleich bei den ganzen Lösungsansätzen genau diese Dinge drin, dass man an Verantwortung denkt, dass man Verantwortung tragen kann, dass man eben ungern schuldig ist, weil dann, wenn man schuldig ist, kannst du nichts tun, dann bekommst du eine Strafe, die du. Absitzen musst oder was du machen musst, um das wieder gut zu machen.
Und Verantwortung ist etwas, das kann ich übernehmen, tragen und dadurch etwas verändern.
Ich glaube, Schuld ist auch ein Thema, was ganz tief in uns drin steckt.
So Schuld, dass man Schuld an etwas hat, da denke ich auch oftmals an Kindheit und Jugend.
Du bist schuld daran, dass. Da ist es doch etwas, was auch sehr schwer auf einen lastet.
Und ich finde das Wort Blameshifting. Als wir das so rausgeholt haben, also als das so ein Thema geworden ist für den Podcast, habe ich erst gedacht, dass es unwahrscheinlich weit weg ist.
Aber Schuldzuweisung, muss ich sagen, wenn ich jetzt auf meine Coachings gucke, ist eine Sache, die sehr häufig vorkommt.
Im Alltag vor allen Dingen.
Also dass jeder sagt, ja, aber du, ich habe ja nur das und das gemacht, aber dann hast du das und das gemacht.
Also diese Schuldzuweisung ist schon sehr aktuell.
Wir können ja mal auf die Probleme sonst einmal schauen.
Ja, was ich noch kurz ergänzen wollte, ist, dass ich finde, dass das eben genau die Dynamik beschreibt, wenn man in der Konfliktspirale angekommen ist.
Weil wir da ja auch sagen, wenn man am Ende der Konfliktspirale ist und hat immer mehr Konflikte, die Emotionen werden immer stärker und man möchte da an der Stelle etwas lösen.
Dann passiert genau dieses Blameshifting sozusagen, dass man sagt, ja, hättest du vor zwei Wochen nicht, hätte ich heute nicht und hättest du damals nicht.
Das heißt, man kommt in gegenseitige Schuldzuweisungen, Vorwürfe hinein, aber nicht dazu, das eigentliche Thema zu lösen.
Deswegen sind wir schon gleich bei der Lösung, wann war es mal gut.
Ja, aber da kommen wir ja noch zu. Jetzt sind wir ja noch beim Problem.
Ich beschäftige mich lieber mit Lösungen.
Ja, ich merke das schon.
Also das Problem ist halt, dass es ständige Spannung gibt, weil natürlich dieses Blameshifting zu regelmäßigen Konflikten führt und zu Streitigkeiten zwischen Partnern.
Weil halt einmal einer versucht, die Schuld auf den anderen zu schieben und das macht halt eine angespannte Atmosphäre und es ist einfach unangenehm.
Das Gefühl, ich habe Schuld oder du bist im Recht und ich habe Schuld.
Und dann entsteht ja auch schnell so eine Dynamik von so einem Pingpong-Spiel und irgendwie so ein Gegeneinander.
Beide fahren so die Ellenbogen aus und jeder ist im Verteidigungsmodus.
Und eigentlich geht es nur darum, das von sich wegzukriegen.
Am besten zu dem anderen zu schieben und zu sagen, ja, aber ich bin ja frei von.
Kleinen Anteil habe ich vielleicht auch, aber eigentlich haltest du das Problem.
Aber man merkt gleich, wie so ein spannendes Muster auftritt.
Du sagst es gerade, ich habe Recht.
Also man merkt eben, Schuldzuweisung hat auch was mit Recht haben zu tun.
Es hat was mit richtig, falsch, wahr oder unwahr zu tun.
Und das sind eben schwierige Dinge.
Da kommt man eben nicht voran.
Also ständige Spannung, ja.
Und auch sich potenzierende Spannung, weil man eben nichts gelöst bekommt.
Und das merkt man auch in der Kommunikation im Alltag natürlich.
Die wird total zur Herausforderung, weil eher.
Ja, nur alles angespannt ist.
Ich habe ja nicht mehr das Gefühl, ich kann Wünsche äußern.
Ich kann meine Gedanken und Gefühle oder auch Bedenken irgendwie aussprechen.
Ich bin vielleicht wütend, ängstlich, bin traurig und auch hilflos,
weil wir immer mehr Verletzungen aufbauen.
Sodass viele Menschen das auch so beschreiben,
dass sie gar nicht mehr wissen, wie es dem anderen überhaupt geht,
weil man dauerhaft in so einer Atmosphäre ist,
dass man das Gefühl hat, man muss sich erklären, man muss sich rechtfertigen.
Das beschreiben ja auch viele.
Ich habe immer das Gefühl, ich muss mich von dir rechtfertigen.
Und dieses liebevolle Miteinander,
diese emotionale Verbundenheit nicht mehr da ist.
Und in dieser gegenseitigen Dynamik kann auch der Partner oder die Partnerin
ebenfalls keine Verantwortung mehr für Gefühle übernehmen,
weil demjenigen dann ja Schuld aufgeladen wird.
Das macht typischerweise Wut.
Und wenn ich wütend bin auf jemanden,
dann mag ich keine Verantwortung für dessen Gefühle übernehmen,
selbst wenn ich die verursacht habe.
Und die Gefahr ist dann eben, dass man als Liebespaar
in genau diese Konflikte kommt.
Und in diese Konfliktspirale hineingerät,
die sich immer weiter verschärft.
Und Verantwortung zu übernehmen
und aufkommende Streitthemen nachhaltig zu lösen,
ist dann eben kaum noch möglich.
Und es wächst die Frustration, damit Unzufriedenheit
und auch Hilflosigkeit, weil es eben nicht mehr vorangeht,
zumindest in keine positive Richtung.
Was sind die Folgen?
Zum ersten Punkt Streitigkeiten werden zum Alltagsbestandteil.
Es kommt zu so Endlosigkeit.
Es kommt zu so Endlosen-Auseinandersetzungen,
dass man das Gefühl hat, die Themen kommen immer und immer wieder auf den Tisch.
Es kommt zu Beschuldigungen.
Ganz häufig auch werden alte Beschuldigungen immer wieder aufgewärmt.
Also du hast ja vor fünf Jahren der Paartherapie nicht zugestimmt.
Und jetzt kannst du ja mal gucken, an welchem Punkt wir jetzt stehen.
Das ist ja alles deine Schuld.
Du oder andere sagt so, oh, jetzt weiß ich,
jetzt kommen wieder die Sachen, die ich vor ein paar Jahren
alles falsch gemacht habe.
Ich mache ja sowieso alles falsch.
Nichts mache ich richtig.
Ich fühle mich überhaupt nicht mehr gesehen und wertgeschätzt.
Wozu brauchst du mich denn eigentlich noch?
Das sind so die Fragen, die dann aufkommen.
Eine weitere Folge ist,
dass es zu erheblicher emotionaler Belastung führt,
wenn beide Partner sich regelmäßig verletzt fühlen,
wütend, frustriert, aber auch entmutigt.
Und diese unguten Gefühle im Alltag
oder auch vielleicht bei größeren Situationen
bleiben ungelöst und staunen sich an.
Und dadurch werden andere Lebensbereiche beeinflusst.
Wenn ich keine Energie mehr habe,
weil sich in mir so viele Konflikte und damit ungute Gefühle anstauen,
dann habe ich auch nicht die gleiche Performance bei der Arbeit.
Dann mache ich vielleicht nicht mehr so gerne Sport.
Also Familie, Partnerschaft ist ein sehr wichtiges Fundament
und wirkt sich sehr, sehr intensiv auf die anderen Lebensbereiche aus.
Es gibt allgemein Schwierigkeiten bei der Konfliktlösung,
weil halt immer diese Schulzuweisung im Vordergrund steht.
Also man erreicht eigentlich gar nicht eine Nachhaltigkeit,
sondern man hat eine nachhaltige Lösung,
weil man in diesem Modus der Schulzuweisung bleibt
und kommt dann natürlich auch nicht weiter voran.
Man dreht sich dann immer mehr im Kreis
und das sieht man halt dann auch wieder als Folge einer Kommunikation,
dass beide halt wieder nicht ihre Gedanken aussprechen,
Gefühle aussprechen,
dass manchmal auch schon eine Art Angst vor Gesprächen sich entwickelt,
dass man sagt, ich weiß, ich möchte mich eigentlich gar nicht mit dir auseinandersetzen,
abends auf der Couch ein Gespräch anfangen,
oder ich möchte nicht essen gehen,
weil ich weiß, es kommt wieder das Thema der Schulzuweisung,
was alles schlecht ist, was alles schief läuft davor
und das zieht so viel Energie, das macht mich so traurig,
das möchte ich nicht mehr.
Also die letzten Folgen, die eintreten können,
sind Vertrauensverlust, aber auch besonders negative Auswirkungen
in Bezug auf die Selbstachtung oder auch auf Selbstwertgefühl.
Wenn man so diese Schuld aufgeladen bekommt,
dass man sich eben schuldig fühlt,
nicht gut genug zu sein,
nicht wertvoll zu sein,
dem anderen zur Last zu fallen,
das sind so Dinge, die dann vielleicht auch gerade bei jemandem,
der kein besonders ausgeprägtes Selbstbewusstsein mitbringt,
besonders negative Auswirkungen haben,
bis hin, dass Trennungsgedanken eine Rolle spielen
und einer oder beide überlegen, die Beziehung zu beenden.
Wir haben wie immer einen Blogartikel auch zu diesem Thema geschrieben,
also wenn ihr nochmal die wichtigsten Aspekte nachlesen wollt,
dann schaut in unserem Blog vorbei.
Wenn euch dieses Thema betrifft und ihr das Gefühl habt,
ihr steckt in so einer Spirale von gegenseitigen Schuldzuweisungen drin
und kommt gar nicht so in diesen Moment hinein,
Verantwortung für verletzte Gefühle zu übernehmen
und diese nachhaltig zu lösen,
merkt vielleicht, Mensch, wie kommt man denn an den Punkt,
dann war es mal gut und in die wertschätzende Haltung hinein,
irgendwie könnten wir da Unterstützung bei gebrauchen,
dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch an.
Wir schauen dann gemeinsam, ob das thematisch bei uns reinpasst,
was euch betrifft und wenn ja,
dann könnt ihr in die Kommentare schreiben.
ein Kennenlerngespräch mit einem von uns
oder unserer vier Coaches, die wir an Bord haben, gehen und schauen,
ob das für euch von der Sympathie, von der Kompetenz, vom Methodikausblick her passend ist
und ihr ganz gerne in eines unserer Coachings starten möchtet.
Kommen wir einmal zu den Lösungsansätzen.
Und das ist ja auch der Anteil, wo du die ganze Zeit unbedingt hin möchtest.
Absolut.
Also wir haben mal fünf Tipps zusammengestellt, um Schuldzuweisungen zu vermeiden.
Tipp 1. Fördert eure Selbstreflexion und Selbstverantwortung.
Dadurch könnt ihr über aufkeimende Themen anders sprechen, also den Blickwinkel zu verändern
und mal zu schauen, was ist denn mein Anteil daran.
Denn es ist in einer Beziehung eher untypisch, dass einer von beiden die Schuld für etwas alleine trägt.
Es wäre eher typisch, wenn beide einen Anteil daran tragen und man erstmal für sich schaut,
was ist denn mein Anteil überhaupt?
Und dann eben schaut auch, was ist denn mein Anteil?
Und dann schaut auch, was ist denn mein Anteil überhaupt?
Und dann schaut auch, was ist denn mein gefühlter Anteil des anderen?
Und mit diesem Standpunkt in ein Gespräch zu gehen, um das zu lösen, das wird schon mal deutlich helfen.
Denn wenn ich für etwas sozusagen 100% Gefühle oder Schuld abbekomme, 100% Wut,
wo ich eigentlich das Gefühl habe, das verteilt sich zwischen uns eher 50-50, 60-40,
aber auf jeden Fall hat der andere auch Anteile daran, dass die Situation so entstanden ist
und die Gefühle so entstanden sind, dann werde ich das von mir weisen
und es geht mir nicht um die Schuld.
Es geht in dieses Pingpong-Spiel.
Wenn ich aber merke, dass der andere seinen Anteil sehen kann
und bei mir gerade nur Verantwortung für den Anteil anfordert, den ich verursacht habe,
dann habe ich dort eine ganz andere Bereitschaft.
Hier natürlich auch zu berücksichtigen, dass man eben wie in unserer Methodik vorgegeben
an den Punkt geht, wann war es mal gut und dann wirklich die Ursachen findet.
Wofür ist das verantwortlich?
Das kann natürlich in eurer Beziehung liegen.
Das kann aber natürlich auch in eurer Beziehung liegen.
Das kann natürlich auch durchaus sein, dass einer oder beide bestimmte Prägungen aus der Vergangenheit,
also aus vorherigen Beziehungen oder aus der Kindheit mitbringen
oder auch vielleicht in der Beziehung der Eltern das so erlebt haben
und deswegen dazu neigen, eben dem anderen Schuld zuzuweisen,
anstatt Verantwortung übernehmen zu können.
Also so mal ganz praktisch, wenn man vielleicht als Kind erlebt hat,
dass die Eltern keine wirkliche Streitkultur hatten,
außer sich gegenseitig immer die Schuld zuzuschieben,
könnte es sein, weil ich das ja so gelernt habe, dass man so streitet,
dass ich, wenn ich ein ähnliches Muster tappe,
weil meine Partnerin oder mein Partner vielleicht das mal macht,
auch automatisch dazu neige, dann Schuldzuweisung zurückzugeben
und nicht konstruktiv zu streiten.
Und das manchmal sogar, obwohl mir das bewusst ist
und ich sage, ich möchte es anders machen als meine Eltern
und weil ich dann aber eben nicht die richtigen Schritte gemacht habe
und nicht an mir vielleicht so gearbeitet habe,
dass es wirklich funktioniert, passiert es trotzdem.
Und dann merkt man, dass da eben so eine Prägung in einem wirkt
und dann geht es darum, diese Prägung zu lösen,
was wir mit unserer Methodik ja auch regelmäßig machen
und einer der wichtigsten Hebel in vielen Paartherapien tatsächlich auch ist.
Zu der Methodik kommen wir gleich nochmal bei Tipp Nummer 3.
Nummer 2 ist erstmal aktiv daran arbeiten,
die Kommunikation in der Partnerschaft zu verbessern.
Die Kommunikation sollte immer so geprägt sein,
dass Wertschätzung, Anerkennung und Respekt vorhanden ist.
Also, dass man das Gefühl hat, man kann Sachen aussprechen,
man kann seine Wünsche und seine Gedanken äußern,
ohne dass der andere das bewertet oder verurteilt.
Aber das ist häufig schwierig,
wenn man eine andere Kommunikation das mal gewohnt ist.
Deswegen haben wir mal so ein paar kleine Zwischentipps so entwickelt,
die man in die Richtung kommen kann,
was natürlich häufig eine einfach auch starke Übungssache ist.
Erster Punkt ist, es ist einfacher,
in einer wohltuenden Atmosphäre zu sprechen.
Und wohltuend muss nicht unbedingt zu Hause sein auf der Couch abends,
sondern das kann auch sehr gut bei einem Spaziergang sein
oder wenn man mal in einem Café sitzt
oder meinetwegen auch beim Autofahren.
Also irgendwas, wo man sagt, man fühlt sich wohl, man fühlt sich sicher,
man hat das Gefühl, das ist nicht irgendwie unangenehm.
Der Vorteil beim Spazierengehen,
das haben wir ja in anderen Folgen auch schon gesagt,
ist einfach, dass man sich nicht dauerhaft angucken muss.
Also es tut manchmal auch gut, dass man nebeneinander geht
und nicht dauerhaft einen Blickkontakt hat,
weil die Atmosphäre dann auch ein bisschen aufgelockert ist.
Man ist in Bewegung.
Wenn dann Redepausen entstehen, ist das nicht so komisch.
Man kann sich noch mal ein bisschen mit dem Außen beschäftigen,
wo man langläuft, was noch so sonst so passiert.
Als wenn man so eine starre Atmosphäre zu Hause hat.
Dann ist es wichtig,
dass man den Termin vorher vereinbart für das Gespräch.
Das hört sich immer so ein bisschen unromantisch
und auch irgendwie arbeitstechnisch an.
Das ist aber ganz wichtig,
damit beide sich auch darauf einlassen können,
auf das, was passiert, also auf das, was kommt.
Damit jeder weiß,
wie viel Energie brauche ich vielleicht für das Gespräch?
Wie kann ich meinen Tag vorher gestalten,
bis das Gespräch anfängt?
Was wird noch gebraucht einfach,
um in das Gespräch gut zu starten?
Bin ich fit? Bin ich satt?
Das sind ja alles Aspekte,
die auch wichtig sind.
Das geht so um die Bereitschaft.
Dass ich die Bereitschaft habe, ins Gespräch zu gehen.
Und einen Termin braucht man ja typischerweise dann,
wenn das nicht in den typischen Alltag hineinpasst.
Ja, oder wenn auch kleine Kinder dabei sind.
Dann ist es wahrscheinlich auch nicht der richtige Rahmen,
so ein Thema rauszuholen,
wenn man noch fünfmal unterbrochen wird,
weil jemand noch andere Bedürfnisse hat.
Das heißt, da würde man dann eh ja
einen Termin mit einem Babysitter oder so
oder Oma, Opa, wie auch immer vereinbaren
und damit ja auch untereinander einen Termin haben.
Und sicherlich ein sehr wichtiger Tipp an der Stelle,
alle Geräte in den Flugmodus zu befeuern,
damit ihr auch wirklich ungestört seid
und nicht durch irgendwelche Dinge rausgerissen werdet.
Genau, ich kann natürlich nur Verantwortung auch übernehmen,
wenn ich ein aktiver Zuhörer bin
und auch wirklich weiß, was der andere hervorbringt.
Wenn ich abgelenkt bin,
weil noch Mails von der Arbeit reinkommen
oder irgendjemand mir irgendwas fürs Wochenende schreibt,
dann macht das gleich bei dem anderen häufig ein ungutes Gefühl.
Also, der richtige Rahmen ist dann mit geschaffen.
Das ist super.
Jetzt kommen wir quasi dann zu Tipp 3.
Entwickelt geeignete Konfliktlösungsfähigkeiten.
Das heißt, der richtige Rahmen hilft euch natürlich auch nur dann weiter,
wenn ihr wisst, wie ihr Konflikte nachhaltig lösen könnt
oder wie ihr zu einer stimmigen Entscheidung findet
oder wie ihr einen stimmigen Kompromiss schließen könnt.
Also, das sind ja alles Dinge,
die haben wir typischerweise weniger in der Schule gelernt,
die haben wir vielleicht auch zu Hause nicht so richtig gelernt.
Das heißt, da müssen wir uns eigenes Wissen aneignen.
Und da machen wir das ja mit der System-Empowering-Methode.
Das ist eine sehr gute, wirksame Methode,
um emotionale Verletzungen zu reduzieren,
weil man weiß, was den anderen verletzt
und eben entsprechend sein Verhalten anpassen kann.
Hier ganz wichtig, man passt sein Verhalten an.
Man wird nicht auf Identitätsebene ein anderer Mensch,
sondern man verhält sich nur so,
dass man den anderen, gerade den Partner oder die Partnerin,
nicht mehr verletzt.
Und wenn doch Verletzungen passieren,
was eben sich in zwischenmenschlichen Beziehungen
nicht vermeiden lässt, nicht vollkommen vermeiden lässt,
dann hat man die notwendigen Dinge an der Hand,
um das nachhaltig zu lösen.
Denn bei ganz vielen ist nicht der Konflikt selber das Problem,
sondern die Art und Weise, damit umzugehen.
Wenn euch das im Detail interessiert, wie das funktioniert,
haben wir auf der einen Seite die Möglichkeit,
einen Videokurs, in dem das beschrieben wird.
Es gibt in jedem Blogbeitrag oder auch auf unserer Website,
so ganz unten, den Link zum kostenlosen Videokurs.
Da habt ihr erstmal so fünf Videos für den Einstieg,
um mal so ein bisschen reinzuschnuppern.
Und wenn ihr dann unseren großen Videokurs buchen möchtet,
der ist dann halt kostenpflichtig,
da wird das im Detail erklärt.
Und es ist natürlich Bestandteil in jedem unserer Coachings,
dass wir so eine kleine theoretische Einführung machen,
um euch da abzuholen,
damit wir das gleiche Wording haben,
wissen, wovon wir sprechen,
wovon wir gemeinsam sprechen.
Und dann geht es nach der kleinen theoretischen Einführung
alle Sessions im Stewing,
dass wir sie aktiv anwenden,
gemeinsam angeleitet,
um dann entsprechend auch zu Hause
die nächsten Steps machen zu können.
Tipp Nummer vier.
Zieht eine Paartherapie oder eine Beziehungsberatung in Betracht.
Ein neutraler Dritter kann halt helfen,
Blameshifting aufzuarbeiten
und halt Ursachen zu finden
und dann auch Auslösungen zu finden.
Auslöser zu finden,
die halt die Schuldzuweisungen in der Beziehung verstärkt haben.
Das ist manchmal sehr hilfreich,
wenn man das Gefühl hat,
dass man sich im Kreis dreht
und man so tief in der Konfliktspirale drinsteckt,
dass man eigentlich nicht wirklich mehr eine Kommunikation hat
und jemanden gerne an der Seite hätte,
der eine gewisse Atmosphäre garantieren kann,
der auch einfach das Wissen vielleicht mitbringt,
wie man eine Kommunikation erstmal wieder neu aufbauen kann,
dass es nicht dauerhaft zu diesen Spielen kommt.
Dass es nicht zu diesen Schuldzuweisungen kommt,
sondern dass das nachhaltig so aufgebaut ist,
dass es in einer angenehmen Atmosphäre stattfindet
und dass man einfach mal drauf schaut,
wann kam der Stein ins Rollen
und warum stehen wir an dem Punkt, wo wir da stehen
und wie kann die Zukunft aussehen.
Und der letzte Tipp, stärkt euch gegenseitig.
Also es ist hier wichtig,
positive Veränderungen in der Beziehung herbeizuführen.
Geht da ins Wir-Gefühl hinein.
Auch da kann man natürlich schauen,
wann war es mal gut, wann war es schlecht.
Wann war es mal gut, wann waren wir im Wir-Gefühl.
Kann Dinge lösen, um da wieder hinzukommen.
Aber eben auch zu sehen,
dass jeder Mensch in guter Absicht handelt,
und ihr euch nicht gegenseitig verletzen wollt, das ist eben etwas, was manchmal zwischenmenschlich passiert
und nehmt euch dann Zeit, zeigt Verständnis, tauscht euch regelmäßig aus, macht Reflexionsgespräche,
verbringt aber auch positive Zeit miteinander, also nicht nur Gespräche führen, in denen es dann etwas zu klären gibt,
sondern eben auch andere Zeit miteinander verbringen, die einem gut tut, wo man Dinge macht, wo man gemeinsam Spaß dran hat
und das Gefühl hat, die Beziehung besteht eben nicht nur noch daraus, irgendwelche Themen und Konflikte zu klären.
Das erleben wir dann auch manchmal, wenn jemand dann so ins Coaching kommt, dass dann schon so eine gewisse Müdigkeit da ist,
über Themen noch zu sprechen, weil man dann das Gefühl hat, wir sprechen seit Wochen und Monaten nur noch,
unsere Beziehung besteht nur noch daraus, jetzt aus dieser Krise rauszukommen, aber es gibt ja keine schönen Elemente mehr.
Man kann je nach Status, den man gerade hat.
Muss man halt so in sich gehen, was stimmig ist, aber durchaus eben auch noch Zeit miteinander verbringen, die positiv ist
und sei es nur, dass man Dinge macht, die vielleicht so wie ins Kino gehen, wo man einfach mal nebeneinander sitzt
und einen Film gemeinsam schaut, danach vielleicht ein bisschen darüber spricht, wie der Film war und das so ein bisschen ungezwungen ist,
aber dass man auch einfach andere Elemente mit der Beziehung hat und nicht nur dieses Konfliktthema anstelle einsteht und nichts anderes mehr vorkommt.
Wir hoffen, dass euch diese Podcast-Folge gefallen hat und wir einige Impulse euch mitgeben konnten und freuen uns auf die nächste Folge mit euch.
Bis bald.
Ciao.
Musik
Podcast Summary
Key Points:
Blameshifting bezeichnet das Vermeiden von Verantwortung durch Schuldzuweisung auf Partner oder Umstände.
Solche Muster führen zu ständigen Konflikten, emotionaler Belastung und einer abgeschwächten emotionalen Verbundenheit.
Schuldzuweisungen entstehen oft aus frühen Erlebnissen oder unbewussten Prägungen aus der Kindheit oder frühen Beziehungen.
Die Kommunikation wird durch Angst vor Konflikten, Abweisung und Wut beeinträchtigt, sodass Wünsche und Gefühle nicht mehr ausgesprochen werden.
Gegenstand der Lösung ist nicht nur die Schuld, sondern die Aufklärung von konkreten positiven Beispielen, wann es mal gut war.
Tiefgehende Veränderungen erfordern Selbstreflexion, aktive Kommunikation und gezielte Konfliktschulung.
Eine Paartherapie kann helfen, Ursachen aufzuarbeiten und eine nachhaltige, wertschätzende Kommunikation zu etablieren.
Gegenwart und Zukunft der Beziehung werden stärker durch gegenseitige Unterstützung und positive, gemeinsame Erfahrungen gefördert.
Summary:
Blameshifting ist ein häufiges und tief verwurzelter Muster in Beziehungen, bei dem eine Person die Schuld für Konflikte auf den anderen oder äußere Umstände schiebt. Dies führt zu einer ständigen Spannung, Wut, Frustration und einem Verlust der emotionalen Verbindung. Die Wurzeln liegen oft in frühen Erfahrungen, wie z.
B. einer fehlenden Streitkultur bei Eltern, die sich auf Schuldzuweisungen beschränken. So entsteht ein Spirale von gegenseitigen Vorwürfen, die Verantwortung für Gefühle verhindert und die Kommunikation blockiert.
Um aus dieser Spirale zu kommen, ist es entscheidend, gemeinsam die Beziehung zu reflektieren, zu erkennen, wann es mal gut war, und konstruktiv mit Gefühlen umzugehen. Dazu gehören Selbstreflexion, wertschätzende Kommunikation, die Entwicklung von Konfliktlösungsfähigkeiten und gegebenenfalls eine professionelle Paartherapie. Mit klaren Gesprächsrahmen, gemeinsamen Reflexionsmomenten und positiven gemeinsamen Aktivitäten kann das Wir-Gefühl wieder belebt werden.
Ziel ist es nicht nur, Konflikte zu lösen, sondern eine lebendige, wertvolle und vertrauensvolle Beziehung aufzubauen, die auch außerhalb von Spannungen Erfolge und Freude kennzeichnet.
FAQs
Blameshifting bezeichnet das Verhalten, bei dem eine Person die Verantwortung für ihre Fehlhandlungen auf den Partner oder Umstände schiebt, um Schuld zu vermeiden und Konsequenzen zu vermeiden.
Sie führen zu gegenseitigen Vorwürfen, einer konstanten Spannung und einer negativen Kommunikation, die das Gefühl der Wertschätzung und des Vertrauens zerstört.
Verantwortung bedeutet, dass man für eigene Handlungen verantwortlich ist und dadurch gemeinsam Lösungen finden kann, anstatt sich nur auf den anderen zu stützen.
Durch Selbstreflexion, die Wertschätzung in der Kommunikation zu fördern und gemeinsam zu erkennen, dass beide Partner einen Anteil an Konflikten haben.
Ein vorab vereinbarter, ruhiger und ungestörter Termin in einer wohltuenden Atmosphäre, wie beispielsweise beim Spazierengehen oder in einem Café.
Ein neutraler Dritter kann Schuldzuweisungen analysieren, Ursachen finden und gemeinsam nachhaltige Lösungen entwickeln, um die Beziehung zu stärken.
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