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85: Biotech braucht Millionen – Thomas Rexer über Kapital und Klartext

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85: Biotech braucht Millionen – Thomas Rexer über Kapital und Klartext

In der Podcastfolge wird Thomas Rexer, Mitgründer des Biotech-Start-ups Everson, interviewt. Er beschreibt seinen unkonventionellen Weg von einer Doktorarbeit über Schiefergas zur Biotechnologie, wo er nun mit seinem Unternehmen komplexe Glykane mittels eines patentierten, zellfreien Enzymverfahrens herstellt. Diese speziellen Zucker haben bedeutende Anwendungen, etwa als wertvolle Zusätze in Babynahrung oder zur Optimierung von Biopharmazeutika. Rexer erläutert die Herausforderungen der Skalierung vom Labor- zum Industriemaßstab. Der Gründungsprozess wurde maßgeblich durch das EXIST-Förderprogramm unterstützt, das nicht nur Finanzierung, sondern auch wertvolle Workshops und Netzwerkmöglichkeiten bot. Rexer betont, wie wichtig frühzeitige Planung und Geduld bei der Investorensuche sind, und teilt die Erfahrung, dass persönliche Kontakte auf (auch kleineren) Branchenevents effektiver waren als das passive Versenden von Unterlagen. Abschließend diskutiert er die komplementäre Rolle von Business Angels, deren Expertise und Netzwerk für ein Start-up wertvoll sind, auch wenn der hohe Kapitalbedarf in der Biotechnologie letztlich Venture Capital erfordert.

Transcription

4340 Words, 27509 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu Folge Nummer 85 von Adding Value Early. Ich bin wie immer Anna Spreutigam, einer der Mitgründe von Edit Value, das ist eine Business Angel und Fundraising Plattform und heute, mit mir im Gespräch, ist Thomas Rexer. Er ist einer der Mitgründe von Everson, einem Biotechnurgisdata, über das wir gleich in der tiefe sprechen werden, weil das natürlich für außen stehende gar nicht so einfach ist. Thomas, herzlich willkommen hier und schön, dass wir heute sprechen. Du hast mir erzählt, obwohl nun Biotechnurgisdata passt, hatte deine Doktorarbeit überhaupt nichts mit dem Thema zu tun, sondern ging um was ganz anderes. Wie passt das denn zusammen bei So Deeptech? Ja, hallo erstmal, vielen einfach die Einladung zum Podcast hier. Genau, ich habe meine Doktorarbeit eigentlich in einem ganz anderen Bereich geschrieben, damals ging es um Schälgars, das ist eher was, was in Bereich Chemie, Geologie, einen gesiedelt ist und ich bin dann über Umweltgebirge zurück in die Biotechnologie gekommen, Biotechnologie. Das hat mich eigentlich schon immer interessiert, aber die ersten Berührungspunkte werden meine Bachelorarbeit waren nicht so erfolgreich und habe mich dann eben anders umgekuckt und ja, bin dann an die Doktorarbeit gekommen, im Bereich einem Schiefergas und dann gab es eine rassende Postdoc-Stelle im Bereich Biotechnologie, am Max-Bang-Instituten-Marktipburg und hier ging es eigentlich eher um die Modellierung, es war gar nicht angedacht, dass ich in Slaporgi oder Mnapor was mache, aber über verschiedene Umstände ist es dann dazu gekommen und ja, haben mich dann dann reingefugst und ja, heute haben wir das Start-Up im Bereich Biotechnologie, wo wir Biotechnologisch verschiedene hochwertige Pluppte herstellen. Okay, wunderbar, also nach deinem Studium hast du inklusive Doktorarbeit und Postdoc, glaube ich, locker 10, 13, 14 Jahre oder sowas in der Wissenschaft verbracht? Genau, ja, so insgesamt auf jeden Fall 15 Jahre und genau. Und cool, dann lassen wir uns ja mal auf jeden Fall heute noch weiter eintauchen, denn ever sin, vielleicht einfach für alle, die es noch nicht gehört haben, erklären mal in möglichst einfachen Worten, was macht ihr und wofür ist das gut? Wir stellen hochwertige Zucker oder auch glückane Herr, das lässt sich über andere Methoden nur schwer herstellen. Es gibt zum Beispiel chemische Verfahren oder Vermittationsverfahren, wo man bei Vermittationsverfahren eben bakterielle Produktionssysteme verwendet, aber beides nicht so gut geeignert, um wirklich diese komplexen Zucker herzustellen und der Unterschied zu uns, wir machen das über zellfreie Verfahren, das heißt, wir haben Kaskaden aus Entzügen, diese Kaskaden stellen wir ebenfalls im bakteriellen Produktionssystem her, die isolieren diese Kaskaden dann und machen dann eine zellfreie Reaktion, was man damit herstellen können, sind wie gesagt diese komplexen Glückane, aber auch die Bausteine für so komplexe Glückane, das muss man sich vorstellen wie Lego-Bausteine, wir können einmal sozusagen die Lego-Bausteine selbst herstellen, da kann man dann sich selbst komplexe Glückane basteln oder wir können auch diese komplexen Glückane, also sozusagen das fertige Legoschiff sozusagen selbst herstellen. Okay, beim Legoschiff verstehe ich, was man damit macht, was macht man mit Glückanen, welche Industrie, welche Hersteller brauchen die, und wofür? Also, Gluko-Biologie, das ist ja erstmal ein sehr, sehr weites Feld, Glückane spielen, überall, in der menschlichen Gesundheit, eigentlich nennt man eine wichtige Rolle, konkret fällt auf, die wir abzielen, das einmal Ernährung, wir wissen, dass diese komplexen Glückane einen großen Mehrwert haben können, wenn man die zum Beispiel so Babynahrung oder anderen Amnahrungsmitteln hinzufügt, dann ist es auch so, dass zum Beispiel zehn, da zwanzig meist verkauften Bioformatzeutiker sind Glückoproteine, was heißt das, ein Glückoproteine, das ist ein Protein mit einer Glückanehöhle und wir wissen, dass diese Glückanehöhle, diese Bioformatzeutiker, am kurz gesagt, wesentlich beeinflussen kann, zum Beispiel die Effektivität steigern. Und hierfür, hier liefen wir die Technologie, die ich im angesprochen habe, diese Lego-Bau-Steine, wo man dann sein Bioformatzeutiker nehmen kann und praktisch diese Glückane, die wir her haben, aufbauen kann, erweitern kann, umbauen kann, um das Bioformatzeutiker noch noch noch die Effektivität sozusagen oder die Funktion zu erhöhen. Okay, und wenn du sagst, hier stellt dir her und ihr habt diesen Prozess erfunden, entwickelt, vermutlich auch irgendwie patentiert oder geschützt, wie rein räumlich optisch die mensionalstech mehr, das v.a. ist das ein kleines Gerät auf dem Tisch und ihr produziert dann noch grambeise, sind das riesige Käse und ihr macht das tonnenweise, in welche Dimension muss man da ein? Ja, das ist ein guter Punkt, als momentan machen wir das bei uns noch im Labor, in Bioreaktoren, von so mehreren Litern, sage ich mal, aber wir haben ganz klar das Ziel, das wird es sehr schnell, auch einen größeren Maßstäben herstellen können, das ist dann sehr wahrscheinlich was, was, wenn ich mal selbst machen können, sondern wo wir auch so auftragsherstellern hergehen und den Aufträge geben, dass sie das dann wirklich im Kilo-Gramps-Multiton in einem Maßstab herstellen. Und die Herausforderungen sozusagen von der jetzigen Dimension um ins große zu kommen, was würdest du sagen, ist das, was ist das für euch, was, was fehlt dann noch um diese Schritte mal anzugüllen? Genau, also wenn wir das im Labor macht, dann kann man das auf unterschiedliche Arten und Weißen machen, aber so beidigt das in große Maßstäben machen, möchte ich sehr effektive Prozesse und auch sehr Prozesse, die sich eben gut skalieren lassen. Und daran arbeiten wir gerade intensiv, dass wir nicht nur das im Labor machen, sondern dass wir einen wirklichen Prozess haben, den man dann auch ein sehr großen Maßstab überführen kann. Das ist so die Herausforderung, mit der wir uns momentan sehr intensiv beschäftigen. Und beim Max-Planck-Institut hast du als Wissenschaftler auch schon an diesem Thema gearbeitet, daran gesagt, komm, lass uns das mal ausgehen? Genau, ja, wir haben uns sehr früh mit dem Thema Ausgründung beschäftigt, wir hatten einen sehr schönen Vorlauf, das hat uns die Möglichkeit gegeben, auch erst mal natürlich dieses technologisch sehr offwendige Verfahren, erst mal etablieren und sehr weit voranzutreiben, aber auch natürlich schon erste Patente einzureichen und das Patenverfahren möglichst weit durchzuführen. Und das ist so was wir in den ersten Jahren gemacht haben und dann im Endeffekt über ein Exist-Forschungstransfer dann ausgegründet und genau, noch heute sind wir als Firma am Markt aktiv. Wie war das so innerhalb des Max-Planck-Instituts, als Wissenschaftler diesen Entrepreneurship-Track gehen zu wollen? Also ist man da eher noch ein Sonderling und die anderen gucken sich psychomisch an oder auch eher fürchtig an oder ist das da mittlerweile ganz normal? Also ich frag mich das immer kürze ich habe ich mit einem Frauenhofer-Innovationsmanager gesprochen, der genau das sozusagen macht, die Wissenschaftler mit der Wirtschaft zu verbinden, wie ist das bei Max-Planck? Also ich denke, dass ich dann der letzten Jahren sehr viel getan hat, ich glaube die Max-Planck-Gesellschaft ist sehr bemüht und leistet auch hervorragende Unterstützung, dass eben Ausgründung vereinfacht werden. Es gibt da verschiedene Initiativen und Programme, einmal von Max-Planck-Generation und der Max-Planck-Fatterstiftung und ich denke, das ist zu und ich merke auch die jüngeren Leute, wo jetzt Doktor-Arbeiten schreiben, dass die auch ein Gestiker das Interesse haben zum Vergleich, wo als ich ans Institut gekommen bin. Also ich glaube, das geht sehr stark in die richtige Richtung und genau die Unterstützung könnte eigentlich heutzutage nicht besser sein, muss ich, muss ich sagen. Also man erhält davon Anfang an Bekleidung, Unterstützung, es wird auch kleine Beträge investiert werden um zum Beispiel mal einen Konzaltenex-Patter anzuwerben, der einen dann berät, dann aus der frühen Phase, also die Unterstützung ist wirklich toll. Also die Unterstützung ist da und manche jüngere jüngeren Leute sind auch tatsächlich von Anfang an motiviert, wenn dann wahrscheinlich trotzdem ein paar Jahre Hardcore eintauchen müssen in die Wissenschaft, aber um die Ergebniz, sozusagen den Notwendigen zu erarbeiten, aber dann steht der Weg, sozusagen offen für eine privatwirtschaftliche Laubbahn mit in entsprechenden Früchten. Genau. Fantastisch, cool. Und bei dir war dann mit dem Exist-Stipendium quasi die nächste Phase eingeleutet, was hat das Exist-Stipendium genau für euch gebracht? Also für die, die es mich kennen, vielleicht erklärst du mal ganz kurz, was ihr davon hattet vom Geld bis zur sonstigen Vorteil. Ja, genau, also das Exist-Programm ist auch, was, was ich sehr empfehlen kann, muss dann ein bisschen unterscheiden. Es gibt einmal das Exist-Stipendium, das ist, was wenn man jetzt glaube ich nicht aus der Forschung kommt, sondern einfach so eine gute Idee hat. Und dann gibt's aber auch den Exist-Forschungs-Transfer. Und das ist eine Förderung, die ein rechtlich das Institut erhält. Aber das Ziel ist hier dann wirklich die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die man eben gewonnen hat, in Unternehmen, also dann Start-Up zu überführen. Und das ist das Ziel von diesem Exist-Programm. Man hält einmal natürlich die Mittel, um das Programm durchzuführen, aber auch dann es gibt regelmäßig Workshops zum Thema, zum Beispiel Leute einstellen, wie finde ich eine Finanzierung, wie schütze ich meine Erkenntnisse und diese Workshops, die sind so jedes halbe Jahr und das sind eigentlich auch sehr gut organisiert und man hält das sehr viel input. Also jedem, der aus der Wissenschaft kommt und über eine Ausgründung nachdenkt, würde ich sehr empfehlen, sich dieses Programm anzugucken, es zieht auch nicht auf eine spezifische Branche ab, es ist Branchen offen und ein weiterer Vorteil ist natürlich bei diesen Events, kann man natürlich auch sehr gut Netzwerken lernt, andere Start-ups kennen, man hört ganz die Erfahrerung von denen anhören, was hat geklappt, was haben wir nicht so gut geklappt, man hält Tipps. Genau, also ich denke, das ist wirklich aus, wir machen mit Investoren gesprochen aus anderen Ländern und die man eben also sowas wie Exist haben wir nicht, die gucken da auch ein bisschen nädisch drauf, also es ist eine super Sache in Deutschland, was wir dieses Programm haben und das schöne daran ist, dass es nicht nur diese Exist 1 Phase gibt, es gibt es dann auch ein Exist 2 Phase, bei der Exist 2 Phase ist es so, dass die Förderung dann direkt ans Unternehmen geht, man muss zwar einen Eigenanteil schon bringen, aber man erhält dann diese Förderung und hat dann mal die erst mal Mittel, die zum Beispiel bei uns die ersten Monaten gereicht haben, wenn man gerade in den Zug zügen ist, noch eine Venture-Capital-Finanzierung auf die Beine zu stellen, hat es uns wirklich geholfen sozusagen die ersten Monate zu überbrücken, das Programm wird auch hervorragend betreut vom PT-Jod, haben da sehr viel Unterstützung erfahren, also es ist wirklich eine super Sache, die man empfehlen kann. Ja, also das heißt der Übergang von der Wissen vom reinen Wissenschaftler mit einer Idee und einem Wunsch zum Unternehmen, mit Unternehmertum drin wird dadurch vereinfacht, gab es Sachen, die ich vielleicht überrascht haben, positiv wie negativ, was viel schwerer ist als du dachtest oder viel schöner ist als du dachtest. Von diesem Übergang sozusagen, ich krieg meinen Gehalt und Forschern Grundlagen zu, ich muss jetzt ein Produkt bauen, was der Markt will, sonst bin ich schnell wieder tot. Auf jeden Fall, also was mich sehr überrascht hat ist, dann wo z.B. aus der Wissenschaft kommt, man hat eine gute Idee, dann schreibt man Futter antrag und dann wird das genehmlich, das Projekt oder nicht, aber bei Investments ist es eben so, das dauert wesentlich länger als man denkt, also es ist nicht so, dass man Investor redet und Stehrensack-Zubau hier eine Millionen Euro, das ist, man muss wirklich überzeugen, es gibt dann auch noch ein Ludilegians-Prozess, dort auch laufen werden muss, als es dort eigentlich wesentlich länger als man das so denkt, deswegen kann ich nur raten, frühzeitig anzufangen und da wirklich ausreichend Zeit zu planen, von mir irgendwie. Und mal keine Medien mit Förderzeit oder wann ist früh, auch nur wir, genau, auf jeden Fall, haben so früh wie möglich, also während der Förderzeit, ja, da dachte ich, so ein bisschen bei dieser Existförderung ist natürlich aus meiner Erfahrung, es kann natürlich auch sein, dass andere Start-ups ganz andere Erfahrungen gemacht haben, so wirklich Fahrt hat es erst oft genommen, also dann auch wirklich erst ausgegründet haben, weil wir hatten immer, denn Investoren ist immer angekommen, das ist noch ein Projekt am Institut, das noch keine eigene Firma und so richtig Fahrt hat es dann wirklich erst aufgenommen, als die Firma dann gegründet war. Genau, aber die Kontakte, die dann eben konkreter geworden sind, die haben wir alle schon während der Existförderung geknüpft. Und sonst andere Dinge, die ich vielleicht positiv überrascht haben, wo du gesagt hast, das hätte ich gar nicht vorher gedacht, dass das so ist als Gründe. Ja, also es ist so bei so einer Ausgründung, es überrascht mich wie viel ich gelernt habe, selbst wenn das Start-up irgendwann nicht zum Erfolg führt, einfach die Sachen, die man landt, im Bereich Businessplan, wie kommerziell es hier, ich weiß was, das ist ein Gautomarkt, also es ist unglaublich viel wert und ich bin selbst überrascht, wie viel, wie viel man gelernt hat, oder wie viel auch unser Team gelernt hat, welche großen Fortschritte das Team gemacht hat, bei ihm nicht wissenschaftlich denken, sondern wirtschaftlich denken. Ja, absolut, also die Lernphase als Start-up-Gründe ist auf jeden Fall unglaublich komprimiert, muss man und dann freut man sich in jedem Fall, dass man das dann sozusagen jetzt drauf hat. Du hast die Finanzierung schon angedeutet, lassen wir vielleicht vielleicht gleich mal da weitermachen, weil du jetzt auch das Businessplan erstellen und so weiter. Ich war übergangen, wann habt ihr gemerkt, ihr braucht nach Exist noch weiteres Geld, ihr könnt das noch nicht durch Umsatz Wein holen und wie ist diese Entscheidung gereift auf diesen Weg, vor C-Weg, dann einen sozusagen zu gehen? Also es war von uns von Anfang an klar, Bio-Kech ist einfach kapitalintensiv, wir brauchen das Equipment, es ist heuer, Bioreaktoren, Equipment für die Aufreinigung, es war von uns für uns an Anfang an klar, dass wir ein Investment brauchen und die Frage war halt immer wie viel und da braucht man wirklich einen fundierten Businessplan, wo draufsteht, was brauche ich denn überhaupt, wie weit reicht es und was möchte ich damit erreichen? Okay und jetzt seid ihr ja in Halle, glaube ich, gegründet, da gibt es mindestens einen Lokal for C, ich kenne das von vielen anderen Status, die in Sachsen oder Brandenburg oder Berlin, also immer auf jeden Fall mit dem Heitergründer fangen, der ist immer ein super Kandidat für alle, die DeepTech machen und die Lokalen for C sind auch erst meine tolle Anlaufstelle, wo man sich mindestens Informationen einholen kann und man Reality Check bekommt, wie seid ihr sonst an Investoren suche, rangegangen, nachdem euch klar war, okay, wir brauchen niemand, seid ihr, habt ihr mit Hundeleugen gesprochen oder mit 5, wie war das damals und was hast du vielleicht auch für Tipps an Leute in ähnlicher Position? Wir haben in der Tat mit sehr vielen Investoren gesprochen, mein Tipp wäre, also was unsere Erfahrung ist, dass, wo wir auf keine Antwort oder keine Rückmeldung erhalten haben, es werden wir Investoren einfach angeschrieben haben, den pitchteck gesendet haben. Ich weiß auch ausgesprächten mit verschiedenen Investoren, dass die relativ viele pitchte, relativ viele Anfragen erhalten und das ist für die schwer ist es wirklich alles gut anzugucken und ich denke, da waren wir im Endeffekt einfach nicht so überzeugen genug, dass sich da immer zurück gemeldet hat. Die guten Kontakte haben wir alle geknüpft über Events, also über Pitch Events, über Industrie, relevante Events, da haben wir wirklich die Kontakte geknüpft, die uns dann weitergeführt haben und das muss gar nicht so ein super High Level Event sein, also so ein super Riesen Startup Event von den sehr vielen gibt, das waren manchmal auch einfach sehr kleine, sehr lokale Events, wo wir eigentlich nicht große Hoffnung hatten, wo man gedacht hat, okay, warum nicht, wir können da mal hingehen und da sind dann teilweise auch wirklich interessante Kontakte entstand mit Investoren, die uns weitergeführt haben, also ich kann eigentlich aus unserer Sicht nur den Rat geben, wirklich auf Pitch Events zu gehen, die kleinen nicht so vernachlässigen, die lokalen und auf Industrie, relevante Events zu gehen. Was würdest du sagen, ist da oder was für Mut ist, dass der Grund sein könnte, liegt es daran, dass man da schon die menschliche Komponente mit drin hat und sozusagen mitkriegt, Mensch, der hat ja richtig Energie oder sowas oder dass sie nicht weg können, nicht im Deck, im E-Mail-Post-Fach kann man einfach nösschen mit, wenn man mir jetzt butschen, dann muss ich dazu, also was ist der Grund, weil eigentlich ist doch top, die Investoren sagen, laht hier dein Deck hoch und entantworten sie nicht auch irgendwie komisch. Genau, ich denke, es ist wirklich der persönliche Kontakt, man kann ein Frageantwortspiel durchführen, man kann kritische Fragen gleich beantworten, das ist, denke ich, wirklich der große Vorteil. Ich möchte, also das ist unsere Erfahrung, ich möchte nicht sagen, dass das gar nichts bringt, pitchtex rauszuschicken, wenn man vielleicht etwas überzeugener hat als unser, das ist wirklich gut, das ist sehr gut herausstückt, heraussticht, nützt es vielleicht auch was, aber für uns war eben der Vorteil einfach, persönliche Kontakt, Frageantwort, hat das hat uns weitergebracht. Ja, und Biotechnologie, wie du gesagt hast, hat einen großen Kapitalbedarf, deswegen assoziierten, man das häufig mit VCs, habt ihr jemals auch über Business Angels nachgedacht, mit denen auch gesprochen, haben die anders reagiert oder habt ihr gesagt, nee, nach ein paar Gesprächen ist klar, viel zu klein, viel zu unpassend, wie denkt ihr über Business Angels? Also wir haben selber und Business Angels mit an Bot, ich denke, das ist ein großer Vorteil, Business Angels mit an Bot zu haben, da die ja vielleicht nicht so viel Kapital geben können, aber auf jene Vererfahrung einbringen können, Kontakt der einbringen können, dasselchter als großen Vorteil an und wir haben von Anfang an endlich gezielt nach VCs Investoren gesucht, einfach weil der Kapitalbedarf so hoch ist, wenn der Kapital am Anfang nicht so hoch ist, wenn man vielleicht auch mal eine kleinere Prisidrunde macht, um den Business Keys weiter zu verfeinern, da würde ich auf jeden Fall sehr stark auf Business Angels gucken, insbesondere natürlich, die die Erfahrungen Netzwert mit einbringen können. Super, und jetzt, du Investoren hast inklusion im Business Angel, der Erfahrung Netzwerk hat, hast du ein paar Gedanken dazu, wie man mit denen nach dem Investment gut zusammenarbeitet und diese Zusatzleistung sag ich mal am besten abruft, also schreibst du einfach in die Runde, kennt jemand dort, wie den sprichst du direkt an und ruchst da an und sagt, hey, weil sie mich Business Angel, kannst du mir geholte dabei helfen, bieten die sich proaktiv an, oder wie funktioniert eine gute Zusammenarbeit, damit du sozusagen das Optimum rausholst für dein Start-up und natürlich dann auch für das Investment. Also, ich glaube nicht, dass es dann Masterplan gibt, ich denke, das hängt sehr stark vom Business Angel ab, unserer es ist sehr proaktiv, kommt auch mit Vorschläge auf uns zu, insgesamt haben wir mit unseren Investoren mindestens, wir haben festes monatliche Meeting, aber wir telefonieren auch so unter der Woche ab und zu mal, wenn es konkrete Anlässe gibt und stehen da wirklich im Austausch und das funktioniert für uns sehr gut, muss ich sagen. Klingt super, dann lass uns doch jetzt nur noch mal anschauen, das Thema go to market oder wie ihr euer Produkt nachdem es jetzt zumindest im kleinen Masterabb entwickelt, wurde wir auch den Investoren beweist, dass ihr damit ein Business habt, nicht nur eine Technologie, wann in dieser Zeit spannende Zwischen exist und heute habt ihr das erste Mal quasi umsatz gemacht und magst mir ein bisschen die Story davon erzählen. Genau, wir haben mehrere Geschäftsfelder eingeschäftsfällt, sind in dieser Lego-Bausteine sozusagen, die wir anbieten für Forschungsentwicklungsanwendungen, das sind Produkte, die wir von Anfang an verkauft haben, zwar über unsere eigene Website, sobald es unternehmen, ausgeründet war, haben wir mit dem Vokauf angefangen, das ist was, was wir während der Exist-Fase noch nicht machen konnten, weil wir noch kein Unternehmen waren und damit erzählen wir jetzt schon einen Umsatz und es ist in orta zu, also allein diese Produkte anzubieten reicht nicht, man muss wirklich lernen haben, wie man das kommerzialisiert, für uns funktioniert es relativ gut auf Messen und Ausstellungen zu gehen, auch auf wissenschaftliche Konferenzen, wo wir eben aufträten Kontakte knüpfen und den Leuten erklären können, was wir haben, was wir damit machen kann und das ist auch noch was, wo wir in Zukunft noch mehr investieren müssen, in das Marketing, in das Ausgehen, in die Kundenakrise. Genau, das ist so unser, unser Geschichte bisher, in dem Bereich. Und diese Kunden sind das eher öffentliche Institutionen, Universitäten und so was, oder sind das private Forschungslaborer von, was als ich Bayer oder irgendeinem Lebensmittelhersteller, oder ist das beides? Das ist eine bunte Mischung, also wir haben sowohl Universitäten und zwar weltweit, wie auch im Unternehmen weltweit her. Das ist wirklich eine bunte Mischung, so den einen Kundenkreis gibt es nicht. Und rein praktisch, also ich denke jetzt immer an kleinere Mengen, das heißt haben die dann eine Check-Out-Seite wie bei einem Online-Shop und eben macht dann das Bäckchen offen verschickt ist oder wie funktioniert das in eurem ganz konkrete Fall. Genau, wir verdreiben das über die eigene Webseite, man kann das bestellen über einen Warenkorb, meistens wollen die Leute aber erst mal anangebot haben, weil das eben auch hochpreisige Chemikalienzen, dann schicken wir einen Angebot raus und dann wird das in der Regel auch akzeptiert und dann ist für uns auch wichtig, dass wir die Chemikalien sofort verschicken, das ist auch was, was wir mit wir werben, deswegen kann kein sehr großer, kein noch kein großer Chemikalien einbieten, wo es dann vielleicht auch mal ein bisschen länger dauern kann, weil das kann ich auf Lager haben, sobald der uns einer bestellt, schicken wir das in der Regel der nächsten Tag auch, oder am gleichen Tag noch los. Okay und jetzt nochmal zu dem Thema, ich wollte euch noch ein bisschen mehr im Marketing besser aufstellen, besser aufstellen, was für Ideen habt ihr da oder was habt ihr vielleicht schon ausprobieren, gut im Nachhinein sagst, das hat nicht so gut funktioniert, da hätten wir gehofft, das wird mehr Kunden gewinnen, aber das ist sozusagen für all die, die das nachmachen wollen, wie es schon mal der Inweis probiert es gar nicht ist. Also was für uns gut funktioniert ist, einfach dadurch, dass wir schon, dass ich schon länger in dem Bereich tätig bin, haben wir schon gewisses Netzwerk, die Leute kennen uns, die vertrauen uns, das waren großer Vorteil, diese Kunden eben dann zu gewinnen, dann ist es auch so, dass auf wissenschaftlichen Konferenzen, das sind oft nicht nur wissenschaftlos und auch manchmal Unternehmen mit denen, die auch interessiert sind, so was richtig große, wo ich sagen kann, das hat jetzt gar nicht funktioniert, das ist total schief gegangen, das gibt es ehrlich gesagt nicht, was ein bisschen schwieriger ist, wo wir den Grund vielleicht mal nicht so genau kennen, sind verschiedene Märkte, wo wir denken, okay, wo wir erwartet hätten, was wir da vielleicht einen höheren Umsatz von Anfang an erzielen können, genau, aber das ist sozusagen ein Work-and-Progress, da kennen wir teilweise die Gründe noch nicht. Verstanden, wenn du jetzt so ein bisschen mal in die Zukunft schaust, zwei, drei, fünf Jahre, wo geht es dann mit euch hin, was jetzt ja schon angedeutet von klein zu groß, aber wie kann ich mir das vorstellen, was für eine Art von Unternehmen seite, wenn alles gut geht in dem Jahr? Genau, dann werden wir an großes Unternehmenszahlen momentan haben wir noch, hoffentlich momentan haben wir noch, wie gesagt, des Labo-Chemikalien, die wir anbieten, wir haben der Pipeline an Produkten, die wir entwickeln, möchten und Plattformtechnologien, die wir entwickeln möchten und die sind dann wirklich nicht mehr vor AMG-Anwendungen, das sind dann Anwendungen, das sind dann Produkte, die in der Ernährung eingesetzt werden können, das sind Technologien, die im Biopharmabereich eingesetzt werden können, aber das ist wirklich im großen Maßstab stattfinden kann, es ist eben erstmal wichtig, dass wir es galieren, dass wir Prozesse haben, die wirklich auch mit den Motoren herstellen kann und natürlich Zulassung. Das ist auch immer ein grob wichtiger Punkt, man kann nicht einfach irgendwas herstellen, es ist eine Nahrungsmittel reinpackt, man braucht auch immer die Zulassung und das dauert auch eine gewisse Zeit, hier arbeiten wir auch mit Expertten zusammen, aber in fünf, sechs Jahren hoffen wir, dass wir am Markt sind mit zwei Produkten für die Ernährung und eine Plattformtechnologie am Start haben, die mit dem Biopharmabseitiger am optimieren kann und zwar nicht im Labormarkt statt, sondern eben auch im Produktionsmarkt statt. Und das würde dir dann wahrscheinlich auch in Halle machen, richtig in Halle mieten und da die Anlagen aufbauen, sagen, hier ist jetzt unsere zentrale Produktion mit einem was dazugört. Genau, genau, richtig. Tur, vielleicht als Abschlussfrage im Blick in die Nähere Zukunft gibt es dieses Jahr noch irgendwelche Highlights, die anstehen oder Dinge, auf die durchaus besonders freust messen, wo du noch hin kannst oder Pläne, die ihr noch habt, die von denen du hier berichten kannst. Ja, stehen noch verschiedene interessante Events an, wo wir noch Pitchendürfen, das ist einmal der Investors Day, der von der Max Planckgesellschaft Helmholtz und Leipnitz Gesellschaft und Fraunhofer Gesellschaft organisiert wird, das im Oktober, ich denke, dass da sehr viele Investoren da sein werden, ich denke, das wird sehr spannend, da ein Netzwerk zu glüpfen und zu erweitern. Und dann gibt es auch noch Black and Blade, das ist auch ein Accelerator, wir haben damals Silicon Valley, wo wir eingeladen, doch zu Pitchen und dürfen jetzt auch in Japan Pitchen, Japan ist ein sehr interessanter Markt für uns und das sind so zwei Highlights, die dieses Jahr noch anstehen, die sind zwei. Das hört sich echt mehr Highlights an, Thomas, ganz herzlichen Dank für deinen Einblicke in euer Unternehmen und unter Entstehungsgeschichte und eure Zukunftspläne, ich wünsche dir und euch natürlich ganz viel Erfolg und bedanke mich für die Aufmerksamkeit bei allen, die zu geschaut und zu gehört haben, wünsche einen schönen Nachmittag und drei Abschiede mich bis zur nächsten Folge. Ciao, ciao.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Thomas Rexer gründete Everson nach einer wissenschaftlichen Laufbahn, obwohl seine Doktorarbeit ursprünglich in einem anderen Fachgebiet (Schiefergas) lag.
  2. Everson stellt mittels zellfreier Biotechnologie komplexe Zucker (Glykane) her, die in der Ernährung (z.B. Babynahrung) und für die Wirkungssteigerung von Biopharmazeutika eingesetzt werden.
  3. Der Übergang von der Forschung zur Unternehmensgründung wurde durch Programme wie EXIST-Forschungstransfer erleichtert, die Finanzierung und Mentoring bieten.
  4. Die Finanzierung ist für das kapitalintensive Biotech-Start-up entscheidend; persönliche Kontakte auf Pitch- und Branchenevents erwiesen sich als erfolgreicher für die Investorensuche als das Versenden von Pitch Decks.
  5. Die Zusammenarbeit mit Business Angels wird als wertvoll für deren Erfahrung und Netzwerk geschätzt, auch wenn der hohe Kapitalbedarf primär Venture Capital erfordert.

Summary:

In der Podcastfolge wird Thomas Rexer, Mitgründer des Biotech-Start-ups Everson, interviewt. Er beschreibt seinen unkonventionellen Weg von einer Doktorarbeit über Schiefergas zur Biotechnologie, wo er nun mit seinem Unternehmen komplexe Glykane mittels eines patentierten, zellfreien Enzymverfahrens herstellt. Diese speziellen Zucker haben bedeutende Anwendungen, etwa als wertvolle Zusätze in Babynahrung oder zur Optimierung von Biopharmazeutika. Rexer erläutert die Herausforderungen der Skalierung vom Labor- zum Industriemaßstab.

Der Gründungsprozess wurde maßgeblich durch das EXIST-Förderprogramm unterstützt, das nicht nur Finanzierung, sondern auch wertvolle Workshops und Netzwerkmöglichkeiten bot. Rexer betont, wie wichtig frühzeitige Planung und Geduld bei der Investorensuche sind, und teilt die Erfahrung, dass persönliche Kontakte auf (auch kleineren) Branchenevents effektiver waren als das passive Versenden von Unterlagen. Abschließend diskutiert er die komplementäre Rolle von Business Angels, deren Expertise und Netzwerk für ein Start-up wertvoll sind, auch wenn der hohe Kapitalbedarf in der Biotechnologie letztlich Venture Capital erfordert.

FAQs

Everson ist ein Biotechnologie-Start-up, das hochwertige, komplexe Zucker (Glukane) mithilfe zellfreier Verfahren herstellt. Diese werden als Bausteine oder fertige Produkte für Anwendungen in der Ernährung und Pharmazie genutzt.

Das zellfreie Verfahren ermöglicht die Produktion komplexer Zucker, die mit chemischen oder fermentativen Methoden schwer herzustellen sind. Es nutzt enzymatische Kaskaden, die präzise und skalierbar sind.

Glukane werden in der Babynahrung und anderen Lebensmitteln eingesetzt, um deren Wert zu steigern. Zudem sind sie wichtig für Biopharmazeutika, da sie die Wirksamkeit von Glykoproteinen erhöhen können.

Das EXIST-Programm bietet finanzielle Förderung, Workshops zu Themen wie Finanzierung und Patentschutz sowie Networking-Möglichkeiten. Es hilft, Forschungsergebnisse in marktfähige Start-ups zu überführen.

Er empfiehlt, persönliche Kontakte auf Pitch-Events und branchenrelevanten Veranstaltungen zu knüpfen, auch auf lokaler Ebene. Direkte Anfragen per E-Mail sind oft weniger erfolgreich als der persönliche Austausch.

Business Angels bringen nicht nur Kapital, sondern auch wertvolle Erfahrung und Netzwerke ein. Sie können besonders in frühen Phasen helfen, den Geschäftsplan zu verfeinern und Kontakte zu vermitteln.

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