Go back

Bin ich traumatisiert? Wie es sich zeigt und was hilft | Verena König

52m 32s

Bin ich traumatisiert? Wie es sich zeigt und was hilft | Verena König

In diesem Gespräch erläutert Verena König die Grundlagen von Trauma und dessen Auswirkungen. Sie stellt klar, dass der Begriff "Trauma" oft inflationär verwendet wird, aber eigentlich eine Situation beschreibt, die die Bewältigungsfähigkeiten eines Menschen übersteigt und bleibende Gefühle von Ohnmacht und Verunsicherung hinterlässt. Traumafolgen sind diagnostizierbare Störungen, die auf einem breiten Spektrum liegen – von Schocktraumata bis hin zu Entwicklungstraumata aus der Kindheit. König betont, dass nicht jedes Ereignis per se traumatisch ist, sondern die individuelle Resilienz und Unterstützung entscheidend sind. Sie zieht Parallelen zwischen Burnout und Traumafolgen, da beide auf chronischem Hochstress beruhen und ähnliche Symptome wie Handlungsunfähigkeit und Identitätskrisen hervorrufen. Ein zentraler Punkt ist die Unterscheidung zwischen normalen Prägungen und tatsächlichen Traumata: Während Prägungen durch Erziehung entstehen, sind Traumata mit einem grundlegenden Verlust von Sicherheit verbunden. Viele Menschen erkennen ihre Traumata erst spät, wenn sie automatische Verhaltensmuster (z. B. ständige Anpassung) als belastend wahrnehmen, aber nicht ändern können. König sieht in der Trauma-Forschung großes Potenzial, gesellschaftliche Dynamiken und menschliches Verhalten besser zu verstehen.

Transcription

8130 Words, 52354 Characters

German
* Musik * Auf meinen heutigen Gast freue ich mich besonders. Es ist Verena König und Verena ist Traumaterapolten Autorin, Seminaleiterin und Podcasterin. Seit über 20 Jahren beschäftigt sie sich mit folgender Frage, wie kriegen unsere Vergangenheit und unsere frühen Erfahrungen, wer wir heute sind in unseren Beziehungen, in unserem Verhalten und in unserem Körper? Ihr Buch Trauma und Beziehung stand auf Platz 1 der Spiegel-Bestellerliste in ihrem Podcast "Kreative Transformation". Er erklärt sich jede Woche wissenschaftlich fundiert und nahe, was Trauma wirklich ist. Warum dieses Wissen, wie sie sagt, die Kraft hat, die Welt zu verändern? Auch so schön Media wird das Trauma oft inflationär benutzt. Gleichzeitig wissen die wenigsten von uns, was es bedeutet, wie es sich zeigt und was man dagegen oder damit tun kann. Genau das wollen wir heute rausfinden. Liebe Verena, herzlich willkommen bei "Fast in Curious". Wir hinnacken für die Einladung. Ich freue mich sehr auf unser Gespräch. Ich auch, wie schön, dass du da bist. Und ich würde gerne erst mal rausfinden, wenn man sich so lange mit einem Thema beschäftigt und den ganzen verschiedenen Herfasetten und Tiefen und Arten und Weisen, wie sich so ein Thema zeigen kann, über 20 Jahre lang bist du schon Trauma-Therapeuten. Warum? Was hat dich an diesem Thema so fasziniert oder tut es bis heute, dass du sagst, das lässt mich nicht los? Das ist eine sehr schöne Frage. Ich bin nicht zur Klarstellung, weil ich da gerne ganz, ganz korrekt bin. Ich bin seit 15 Jahren Trauma-Therapeuten, seit 20 Jahren bin ich im beratenden und im terapäutischen Kontext unterwegs und vor 15 Jahren zum ersten Mal in Kontakt gekommen, mit Trauma und Trauma-Dynamiken. Und seitdem bin ich quasi on fire für dieses Thema. Und ich beschäftige mich so ungebrochenleidenschaftlich und neugierig mit dem Themenfeld, weil es für mich ganz, ganz viele Erklärungen bietet für sehr viele Verhaltnismuster, auch in Leidensempfindungen die Menschen tragen und auch für Dynamiken, die wir in Beziehungen und auch kollektiv also auch gesellschaftlich sehen können. Das heißt, Trauma und Trauma-Dynamiken zu verstehen, hat mir viele Antworten geliefert, die mit der Menschheit an sich sozusagen, mit den Fragen zur Menschheit an sich zusammenhängen. Warum handeln Menschen, wie sie handeln? Warum lassen sie Dinge, die man eigentlich tun müsste? Wie können wir so blind sein gegenüber Missständen oder Leid? Was ist eigentlich das mit der Empathie und was ist das mit der Bösartigkeit? Lauter solche Fragen, die mit Trauma und Traumatischen Erfahrungen so eng zusammenhängen? Und was noch dazu kommt ist, dass dieses Themenfeld noch ein recht junges Feld ist in der Psychotherapie und Psychologie und auch in der Medizin. Und dass deswegen sich da einfach wahnsinnig viel tut, viele Erkenntnisse und Methoden entstehen, und das finde ich einfach auch sehr, sehr spannend. Ja, das ist es total. Ich habe auch das Gefühl, jetzt ist meine Mutter Psychologin um Psychotherapeuten und hat auch als diese gearbeitet. Mein Vater hat Psychologie studiert. Also, ich komme erst mal aus dem Haushalt, wo ich wahrscheinlich früh mit dem Begriff konfrontiert wurde, einfach durch die Arbeit von meiner Eltern wahrscheinlich. Und gleichzeitig habe ich genau das selbe Gefühl, wie du das ist in den letzten fünf Jahren irgendwie ganz stark aufgekommen ist. Das Thema Trauma auch in den sozialen Medien. Auch das Thema kollektives Trauma habe ich uns erst mal so gelesen. Und bei mir schlagen da irgendwie so zwei gegensätzliche, vielleicht Ideenkonzepte in meinem Herzen. Und deswegen wollte ich dich jetzt als Expertin fragen, dass eine ist. Man liest mehr Übertrauma hört mehr. Menschen sprechen mehr Übertrauma, was sehr, sehr positiv ist. Und gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass es teilweise inflationär benutzt wird. Also alles ist irgendwie gleich traumatisch. So, ich mal mit der Grundhaltung bin ich dann selber in meiner Therapie gestartet und habe gesagt, ich hatte eine wundervolle Kindheit. Also, ich hatte kein Trauma. Und dann sind wir in alle möglichen Themen reingegangen. Und dann, die Therapie, dann sind, ja, das ist wahrscheinlich schon eine Trauma. Das ist eine dramatische Erfahrung gewesen. Und ich meine, ich so, nicht, glaube ich nicht, weil ich habe jetzt nicht diese klassischen Traumata, die man sich vorstellen, wenn man übertrauma nachdenkt. Ja, und ich glaube, so geht's fehlen. Also zum einen ist es was Wundervolles, dass wir da mehrere Versprechen, dass eine Offenheit hat, dass es da sein darf, dass besprechbar ist, dass wir darüber lernen können. Und zum anderen hat man, glaube ich, eine Aversion dagegen, wenn alles so überspitzt wird und alles in den selben Topf geschmissen wird. Das heißt, ab wann, also, wie definiert man Trauma? Und ab wann ist denn jemand traumatisiert? Ja, das ist nur eine wichtige Frage, heutzutage. Weil genau das, was du beschreibst, ich natürlich auch beobachte, seit vielen Jahren, seit einigen Jahren, sehr intensiv, dass der Begriff Trauma sehr in den Volksmund, darüber geht sozusagen, und dementsprechend auch etwas an, differenziertheit und Klarheit verliert. Und deswegen ist deine Frage so berechtigt. Ich geh erst mal nicht dann auf die ein, und dann würde ich gerne noch was hinzufügen, zu dem, was du von dir gerade beschrieben hast und aus deiner Wahrnehmung. Also der Begriff Trauma, der ist ja erst mal beschreiben für das Geschehen, beziehungsweise für die Verwundung, die ein Mensch erfährt. Und wenn wir von Trauma folgensprechen, dann sprechen wir von dem, was man diagnostizieren kann. Also Trauma folgen oder Trauma folgestörungen, sind ganz klar auch per Diagnose Schlüssel klassifiziert. Da gibt es dann auch verschiedene Evaluationsbögen, Diagnose, Techniken, mit denen man gewisse Traumafolgestörungen auch diagnostizieren kann. Die haben sich allerdings auch schon im Laufe der letzten Jahre verändert, eben weil dieses Feld so jung ist. Also das erst mal zur Differenzierung der Begriff Trauma, umschreibt eigentlich, dass Geschehnis oder die Dynamik, in die ein Mensch gerät und Trauma folgen oder Trauma folgestörungen sind das, was man diagnostizieren kann. Ein traumatisches Ereignis oder eine traumatische Lebensphase, es muss nicht immer nur ein einzelnes Ereignis sein, sondern es kann auch eine ganze Lebensphase oder eine längere Strecke sein. Zeichnet sich dadurch aus, dass die Person, die das erlebt, sich auf allen Ebenen ihres Erlebens überfordert fühlt. Also dass die Bewältigungsstrategien, die man so mitbringt für Stress der einem so geschehen kann, für Herausforderungen, die einem das Leben bietet, dass die Bewältigungsstrategien, die wir dafür zur Verfügung haben, einfach nicht reichen für das, was wir erleben. Das führt dann zu einem inneren Zustand, der sich wie Überforderungen, Hilflosigkeit und Ohnmacht anfühlt, und der sich auch nicht löst. Also der nachdem die Situation oder die Phase überstanden ist, nicht sich entspannt oder so, wie man so schön sagt, dass man verarbeitet und verstoffwechselt wird, sondern es bleibt etwas zurück, was sich anfühlt, wie nichts ist mehr, wie es vorher war. Ich fühle mich nicht mehr sicher in dieser Welt. Ich habe kein Vertrauen mehr in Menschen. Ich habe Ängste, die ich vorher nicht kannte. Ich fühle mich in mir tief verunsichert. Also Trauma folgen, entstehen dann, wenn wir Situationen nicht verarbeiten konnten, also auch unsere Verarbeitungsmöglichkeiten überstiegen werden. Das ist vielleicht eine ganz grobe und übergeordnete Definition von Trauma und Trauma folgen. Und das Ganze wird so interessant und auch ein bisschen schwammig, beziehungsweise es läuft, Gefahr schnell schwammig zu werden, weil Trauma folgen auf einem riesigen Spektrum liegen, wo wir vielleicht noch ein bisschen drauf eingekommen. Es betrifft dann sehr viele Ebenen des Lebens und deswegen wird das auch manchmal etwas unklar formuliert. Und wenn du jetzt nämlich so von Trauma sprehst und die Definition so auslegst, dann hat sie ja nicht die Einschränkung so wichtig jetzt verstehe, dass das unbedingt in der Kindheit passiert sein muss. Ja, es gibt verschiedene Arten von Traumatisierung, die man unterscheidet. Auch da gibt es im therapeutischen Sprachgebrauch mehr, als bereits klassifiziert sind. Also es gibt zum Beispiel den Überbegriff Kindheitstrauma oder frühe Strauma. Es gibt Begriffe wie Bindungstrauma oder Entwicklungstrauma. Und das sind alles verschiedene Beschreibungen, oder wie du schon sagt, das kollektives Trauma, wenn eine ganze Bevölkerungsgruppe oder eine große Gruppe an Menschen, traumatisches Affährt, oder dann eben auch so etwas wie eine klare Unterscheidung zwischen Schocktrauma, einem einzelnen Geschehen und einer sequenziellen Traumatisierung, die über längere Zeit und auch in kleineren Dosen sozusagen passiert. Das heißt, der Traumat Begriff ist auch ein Überbegriff für viele verschiedene Formen von Hochstress erleben. Und nach der Erklärung, die ich zuvor gegeben habe, kann man daran auch ableiten, dass man nicht eine Situation als solche als Trauma definieren kann, sondern dass das zusammenhängt mit Umständen, mit der Resilienz, die ein Menschen mitbringen, mit der Form von Unterstützung, die vorher währenddessen oder nachher auch da ist. Also eine Situation oder eine Erfahrung in meinem Leben geteilt, um sozusagen nochmal diese Definition zu verstehen. Und was heißt Traumatisch und was nicht? Hat ich auch hier im Podcast hab ich das irgendwann mal dann 5 Jahre später, glaube ich, erst mal ich erzählt, dass ich so eine Burnout-Erfahrung hatte und zwar wirklich mit all den Symptomen, die du beschreibst. Und das sage ich auch deswegen immer, Noch dazu, weil es mir total wieder strebt, dass Burnout so was fast schon positives ist. Ich bin so ein harte Hund und habe mich überarbeitet. Und das ist irgendwie as cooles, sozusagen, seltschaftliche Metallweise erfahren hat. Weil wenn man selber erlebt hat, dann hat das überhaupt gar nichts cooles. Dann ist eine absolute Ausnahmesituation und fast aber engstigend eine absolute Überforderung und ganz dramatisch für einen Selbst in dem Gefühl. Und ich hab das, würde ich sagen, früh genug erkannt durch eine Diagnose. Also würde mir sozusagen geholfen, hat mir dann auch helfen lassen, ein Tagesklinik. Und es war wahrscheinlich mit einer der wichtigsten Erfahrung für mein Leben, weil ich da so viel darüber gelernt habe, wie ich da reingekommen bin und auch, wie ich das schaffen kann, da nicht noch mal rein zu geraten. Und ich würde sagen, jetzt im Nachhinein war es eine sehr positive Erfahrung, auch weil Obwohl's drin unglaublich schrecklich war, aber sozusagen, weil ich's bewältigt habe. Und gleichzeitig ist nichts mehr so, wie es vorher war. Also ich bin nicht mehr die Person, die ich da vor war. Ich gehe anders mit Dingen um mein Leben für ich anders. Ich treffe anders Entscheidungen. Das hat eine ganze, sag ich mal, Sequenz an neuen Entscheidungen mit sich gebracht. Ich würde sagen, die Situation hat sich für mich auf jeden Vertraumatisch angefühlt. Aber es ist jetzt auch nicht so, dass ich sagen würde, mein Leben hat jetzt eine schlechte Wendung genommen dadurch oder so. Also im Gegenteil, es hat eine extreme Wendung genommen, aber für mich eine sehr positive Konstrukte. Ist also ein Burnout in dieser Art und Weise dann ein Trauma? Oder ist das nicht? Mhm. Das ist eine interessante Frage aus einer so diagnostischen Sicht. Und ich werde es jetzt mal als Traumaterapäute beantworten, mit meinem Wissen über neuere Biologie und über unser Nervensystem. Und man kann sagen, dass sowohl Traumafolge, Störungen oder Traumafolge Symptome als auch ein Burnout im Grunde stressfolge Erkrankungen sind. Also hochstress erleben es hier bei beiden, so genannten Erkrankungen. Ja, sind ja klassifizierte Diagnosen. Das Wort Erkrankung ist immer ein bisschen. Ja, kann behaftet werden. Behaftet werden. Aber weil es alles im Grunde normale Reaktionen sind, auf unnormale Umstände deswegen finde ich den Krankheitsbegriff manchmal etwas irreleitend, aber mit diesem Rahmen, den ich gerade gesetzt habe, können wir ja verwenden. Also beides sind Reaktionen auf Hochstress erleben, was zur Überforderung und zur Unmachtsempfindungen geführt hat. Und ein Burnout zeigt sich dann in der Symptomatik auf der Nervensystemebene mit ganz, ganz vielen Paralleelen, beziehungsweise Überschneidungen zu Traumafolgen. Also wir geraten in einen so dauerhaften Hochstresszustand, dass unser Nervensystem und damit unser gesamter Organismus nicht mehr in der Lage ist zu regenerieren, nicht mehr in der Lage ist, sich zu entwickeln, also in irgendeiner Art und Weise flexibel zu schwingen, sondern es wird immer mehr Stress, die Überladung mit Stresssymptomen wird immer stärker. Der Stoffwechsel kippt in eine Akute und dann dauerhaft, also chronische Stoffwechsellage. Und all das kostet uns dann letztendlich, alle Ressourcen und die Möglichkeit, noch Veränderung, vorbei zu führen. Das heißt, die Gemeinsamkeit ist, dass wir als Betroffene des Gefühlhaben, wir sind unserem eigenen Biologie, unserem eigenen Inneren komplett unterlegen. Unsere Gedanken, unser Wille, unser Verstand können nichts mehr ausrichten gegen das, was da passiert. Und man würde medizinisch gesehen Trauma und Burnout unterscheiden, weil die auslösenden Faktoren hier unterschiedlich bewertet werden. Also bei einer traumatischen Reaktion und bei einer Traumafolge, da geht man davon aus, dass eben so etwas wie Lebensbetrungen empfunden wird, dass etwas wie absolute existenzielle Betrungen empfunden wird und bei einem Burnout spricht man nicht von diesem Kriterium, der Lebensbetrungen, aber wenn man sich die Empfindung und die Beschreibung von Betroffenen anhört, dann ist es genauso existenziell. Es ist gekoppelt an massive Zukunftsängste, an Versagungsängste, an Verlustängste, an eine Art Selbstbildebene. Also wer bin ich, wenn ich scheitere oder wenn ich das nicht schaffe, es ist eine sehr starke Existenz und manchmal auch Identitätskrise mit einem Burnout verbunden, und das erlebt man auch bei Trauma. Und ich würde so gerne noch hinzu, weil ich dir so mit ganz viel Neugierde gelauist habe, dass du sagst, das war eine positive Erfahrung rückblickend, ist ein Ausdruck davon, dass du die Erfahrung wirklich integriert hast. Also dass du aus dem ganz negativen, hochbetrohliche, und wie du auch sagtest, dramatischem, was du erlebt und empfunden hast, letztlich für dich ganz, ganz klare Entscheidungen, Botschaften, andere Haltung entwickeln konnte, dass also dein Leben heute zwar anders ist als davor, aber dass du das positiv mit positiven Attributen belegen kannst. Das ist ein Zeichen für gelungene Verarbeitung und daraus folgendes persönliches Wachstum. Wir haben alle Menschen, die wir leben, herausfordernde Situationen. Da kann sich ja niemand rausnehmen, egal, wie privilegiert man aufwächst. Hat man einfach Dinge, die einen konfrontieren mit denen man umgehen muss. Woran erkennt man? Und ich würde sagen, ein Burnout ist ja jetzt, wie bei mir das war, das war mir total klar, dass das jetzt gerade out of the ordinary is, dass da irgendwas in Anführungszeichen kaputt ist, dass ich irgendwo reingeraden bin, genau wie du es sagst, dass mein Kopf nichts mehr tun kann, dass mein Ratio nichts mehr tun kann, mein Wille nichts mehr tun kann, mein Wunsch nichts mehr tun kann, sondern wo ich sozusagen externe Hilfe brauche, weil es so starke, so klare Symptome hat. Bei Trauma ist es ja anders. Du kannst in der Kindheit ein Trauma erlebt haben und die, sag ich mal, Folgeerkrankungen, wie du es genannt hast, dein ganzes Leben lang in ein bestimmten Kontext immer wieder spüren. Woran merkt man denn überhaupt, dass man, also das vielleicht ein unverarbeitetes Trauma einem bestimmten Empfinden zugrunde liegt? Weil man ja nicht, weil es kann auch sein, man erlebt viele unschöne Dinge, auch so. Also sozusagen, woher weiß ich, das ist vielleicht ein Hinweis, dass es gar nicht um die aktuelle Situation geht, sondern um etwas, was in der Vergangenheit passiert ist. Ja. Also der große Unterschied, den im Grundeansprich zwischen Prägung oder schwerwiegende Erfahrung und traumatische Erfahrung, der ist für viele ein großes Fragezeichen. Auch weil eben viele Menschen erst mal sagen, beispielsweise ich hatte eine sichere oder eine schöne Kindheit und wenn man genauer hinschaut, dann merkt man, das ist nicht wirklich Sicherheit, sondern das ist eine Art von Scheinensicherheit, die man sich gebaut hat, sage ich mal ein bisschen, bildlich, um eben mit der fehlenden Sicherheit irgendwie klarzukommen. Dann werde ich jetzt kurz versuchen, klar drauf einzukähen. Wenn wir Trauma in der Kindheit erleben, dann ist das vor allem dadurch gekennzeichnet, dass ein Kind, das auf Menschen, die sich um das Kind kümmern, die dem Kind Geborgenheit und Sicherheit schenken, genau das nicht zuverlässig geben können. Das ist also ein Kind, mit vielschichtigen manchmal subtilen, manchmal ganz offensichtlichen Empfindungen aufwächst, nicht wirklich sicher zu sein, nicht wirklich in Sicherheit zu sein. Und das ist ein ganz großer, ganz großer Überbegriff für sehr viele mögliche Empfindungen, zum Beispiel um das Konkret zu machen. Ich bin nicht sicher, wenn ich meine Bedürfnisse und Wünsche äußere, wäre eine Prägung, die man erhalten kann, wenn man beispielsweise bestraft wurde, wenn man intensive Gefühle gezeigt hat oder ignoriert wurde, oder wenn einem gesagt wurde, dass das falsch und unangemessen ist, was man fühlt oder wenn man das Vermittelt bekommen hat. Man könnte zum Beispiel das Gefühl entwickeln, als Kind, ich bin nicht sicher, wenn ich mich nicht um andere Kümere. Das wäre auch eine Prägung, die Kinder dann spüren und erhalten, wenn ihre Bezugspersonen selbst geschwächt sind, wenn sie vielleicht unter Krankheiten leiden, oder unter großem Stress leiden. Darauf hin so was passiert wie eine Parantifizierung. Das Kinder in Eltern rollen, hineinrutschen, um das Familiensystem zu stabilisieren. Mhm. Das ist alles dann gekoppelt an einem Empfinden von elementarem Fällen von Sicherheit, ein Kind in hohen Stress versetzt, der aber nicht aufgefallen werden kann, der sich nicht lösen lässt. Das heißt, das Kind muss mit dem Stress leben, muss mit ihm klarkommen. Und das, was ein menschliches, intelligentes, komplexes Nervensystem dann macht, ist, sich an diesen Stress anzupassen und herauszufinden, welche Verhaltensmuster, welche Gedankenmuster, welche Nervensystem zustände helfen, um damit irgendwie klarzukommen. Und daraus entwickeln sich dann auch auf einer Selbstbild, auf Beziehungs-Ebene, die wir erst mal als normal wahrnehmen, weil wir das in unserer Kindheit gelernt haben. Aber und jetzt, Jetzt kommt dieses Kriterien, was du angesprochen hast. Woran merke ich es denn, wo wir dann später im Leben merken, das ist automatisch, das passiert automatisch in mir. Ich merke inzwischen, dass mir das nicht gut tut, zum Beispiel mich in Beziehungen immer unterzutren und eigene Bedürfnisse zu verschweigen, mich übermäßig anzupassen, dadurch überlastet zu werden. Vielleicht deswegen in den Börnau zu rutschen. Also man merkt, da passiert etwas automatisch in mir, obwohl ich schon ein Bewusstsein dafür habe, dass das mir nicht gut tut und ich das gerne anders machen möchte. Aber ich fühle mich, meine automatischen inneren Reaktion, meiner Muster, meiner Strategien, den gegenüber erlebe ich mich als Handlungsunfähig. Und diese Situation, glaube ich, kennen ich, kennen wahrscheinlich viele, die sich so auch mit Persönlichkeitsentwicklung auseinandersetzen mit Therapie, auseinandersetzen noch ein Coaching gemacht haben und so, dass man sich selber so auf die Schliche kommt, welche automatisierten Autobahnen man hat. Teilweise sogar weiß, warum man diese Strategien aufgebaut hat. Und gleichzeitig, wie Rina, kann es doch so sein, dass ich diese Dinge aufgebaut habe, ohne dass es ein traumatisches Ereignis war oder Erfahrung war, die dem zugunle liegt. Ja, also wir sind als generell als Menschen unglaublich anpassungsfähig und Anpassung ist auch eine Volksrezept, um in schwierigen Situationen Stabilität zu erzeugen, auch wenn das nicht die Trauma-Kriterien erfüllt. Und das ist ein super, super spannender Aspekt unserer Persönlichkeitsentwicklung, also auch in der Entwicklungspsychologie, weil Anpassung etwas natürliches ist und wir auch erst mal über Anpassung lernen. Also wir entwickeln auch über Anpassung nach und nach immer mehr unsere eigene Persönlichkeit, weil wir verschiedene Einflüsse aufnehmen und daraus dann irgendwann ein eigenes "ich" werden. Oder das sozusagen immer mehr zu unserer gefühlten empfundenen Persönlichkeit wird. Und das heißt Anpassung oder auch die Anpassungsleistung zu erbringen, ist per se auch gar nicht etwas negativ ist. Das sollte nicht immer als negativ konnotiert wahrgenommen werden, sondern die kritische, der kritische Punkt ist an der Stelle, ob das Veränderungsoffen ist. Also ob ich in der Lage bin, meine Anpassungsleistungen, meine Muster, die daraus entstanden sind, bewusst zu verändern, oder ob ich da das Gefühl habe, das gelingt mir nicht. Und es gibt ja jetzt so Begriffe wie Trauma-Heilung. Also in meinen Worten jetzt versuchen, das Trauma wahrscheinlich zu verstehen, zu identifizieren, vielleicht auch zu entkernen, für das, was damals passiert ist, warum es auch sinnvoll war, welche Strategien man dann sozusagen angefangen hat, zu nutzen und sozusagen neue Strategien für sich definieren zu können. Du verwendest lieber den Begriff Trauma-Integration. Was verstehst du unter dem Begriff? Und wann ist denn eigentlich ein Trauma wirklich integriert? Ja. Also der Begriff "Heilung" zunächst mal ist ja einer der in der Medizin und auch in der Psychothermathy. Vor allem dadurch definiert es, mal auch ganz altmodisch definiert, ist das Symptome gelindert werden. Und "Heilung" dann sozusagen darin definiert, ist das Symptome weg sind. Das also der Mensch sich sozusagen von einer Krankheit genehsend erlebt, das heißt, sie ist wieder weg, die Krankheit kam, und sie ist wieder weg, man hat sie geheilt. Und das ist eine Sichtweise, die bei solchen Erfahrungen, wie traumatischen Erfahrungen und den Folgen, die daraus entstehen, nicht wirklich das Spektrum aufwenden kann. Hilfreich ist. Der ist nicht hilfreich. Denn es ist nicht das Anliegen der Trauma-Integration, also auch der Trauma-Therapie, ein Zustand zu erreichen, so als wäre das nicht geschehen. Ja. Das ist nicht möglich auch, weil eine traumatische Erfahrung so tief im Nervensystem und in der Persönlichkeit spüren hinterlässt, dass man nur darüber hinweg kommen kann, darüber hinaus wachsen kann, auch so, wie du es aus deiner Burnout Erfahrung beschrieben hast. Man ist danach jemand anderes, und im besten Falle jemand, den man noch mehr als man selbst empfindet oder noch bewusst, oder wie auch immer. Und deswegen ist der Begriff "Integration" mir näher. Und das hat aber auch noch einen zweiten Hintergrund, weil rein der Finitionsgemäß trauma sich dadurch auszeichnet, dass Erfahrungen nicht so verarbeitet wurden, wie Erfahrungen, die nicht den traumatischen Charakter haben. Das heißt, sie sind auf der Gedächtnis eben eine anders abgelegt, als Erinnerungen, die normal verarbeitet und verstoffwechselt werden können. Und man spricht hier auch tatsächlich von der fehlenden Integration dieser Erfahrung und Erinnerung, weil sie abgespalten, in speziellen Bereichen unserer Biologie, bildlich gesprochen, wie abgelegt sind. Und eine Symptomatik verändert sich dann, eine Lebensqualität verändert sich dann, wenn diese fragmentierten Erlebnisinhalte in auch neurobiologisch anders abgelegt werden können, durch Verarbeitung, durch traumere Integrationsprozesse, durch therapeutische Interventionen. Das heißt, der Begriff "Internation" ist nicht nur einer, der eine Haltung ausdrückt oder der was anderes beschreibt, sondern er beschreibt auch ein neurobiologisches Geschehen, was man in der Trauma "Verarbeitung" beobachten kann. Macht für mich sehr viel Sinn, auch vor allem die Differenzierung zur Heilung. Und was du sagst, dieser Teil von Biologie, jetzt gibt es verschiedene Methoden, um mit Trauma umgehen zu lernen, Trauma integrieren zu lernen. Eine, die irgendwann mal in mein Leben gekommen ist, durch irgendwie Freundschaften, Netzwerk, was auch immer, war eine sehr extremer, ich habe das eigentlich nie selber gemacht, aber Freunde von mir, die dann gesagt haben, "Mensch, ich habe jetzt mein Trauma mit Ayahuasca behandelt." Und war da irgendwo bei Schamahn Brasilianischen, Dschungel und hab dann irgendwie da bei Heilen der Pflanzenextrakte zu mir genommen und dann ging es mir ganz schlecht. Und dann ging es mir irgendwann wesentlich besser. Ich hab das Gefühl, das ist so eine der wahrscheinlich extremsten Formen. Und ich weiß noch nicht mal, ob die wirklich nachhaltig ist, aber das muss jemand anders auswerten, wie man mit Trauma umgehen kann. Und dann gibt es natürlich viele, viele andere auch. Was sind die verschiedensten Formen? Und was ist eine, mit der man klassischerweise anfängt, wenn man so zuhört und denkt, also das, was ihr da bespricht, und die musste und die Symptome vor allen Dingen, die ihr so aufzeigt, "Glauben, da ist was bei mir." Also, weil ich finde, das ist auch so, was wenn man meistens aus meiner Erfahrung sind Dinge, die mit einem resonieren, resonieren die aus einem bestimmten Grund. Und man ist nicht sozusagen sinnlos in einem Gedankenstrang oder plötzlich hört man sich ganz viele Trauma-Podcast an. So das passiert nicht zufällig, sondern meistens ist der Körper und der Verstand irgendwie so schlau, dass er denkt, "Ach, da lohnt sich's dran zu bleiben." Man nimmt Thema, da ist irgendwas für mich drin. Was sind also so klassische Methoden, wie man anfängt, wenn man das Gefühl hat, "Ich glaube, da sollte ich mir was angucken, mit Trauma umzugehen." Ja. Also, da versuche ich auch mal ein bisschen in Bogen zu spannen, weil die Frage sehr, sehr viele Aspekte und Zettelgründe an spricht und viele Facetten anklingen lässt. Also zunächst mal ist es so, dass Trauma folgen, ja, auf einem großen Spektrum liegen und die Intensität der Symptomatik auch sehr unterschiedlich sein kann. Also es kann sein, dass Menschen eine so starke und intensive Symptomatik haben, dass sie beispielsweise dauerhaft trufsunfähig sind, dass sie so sehr von ihren Symptomen vereinamt sind, dass ein normales Alltagsleben gar nicht möglich ist. Bei anderen Menschen zeigen sich die Trauma folgen vor allem im zwischenmenschlichen Beziehungserleben, so dass sie ein ganz gutes Alltagsleben gestalten können, aber beispielsweise in Beziehungen immer wieder leiden oder da immer wieder ähnliche Muster erfahren. Also es gibt so viel unterschiedliches auf diesem großen Spektrum, dass man auch erst mal unterscheiden muss, welche Methode der Traumatherapie oder der Trauma-Integration ist, wo angemessen und wo hilfreich. Und da kann man vielleicht auch ganz grundlegend sagen, dass es zum einen Methoden gibt, die mit Trauma-Konfrontation arbeiten, also wo man intensiv in die Konfrontation mit dem geschehenden, überwältigenden, überfordern, in die Verarbeitung geht. Das sind Methoden, die der Traumatherapie vollständig vorbehalten sind. Das kann man nicht in Trauma-Coachings oder in irgendwelchen, nicht klinischen oder nicht terapäutischen Zettings machen. Da braucht es auch spezielle Technik- und Fähigkeiten dafür. Und diese aufdeckenden und konfrontativen Methoden sind besonders wichtig, wenn die Symptomatik eben sehr stark ausgeprägt ist und Menschen auch so etwas haben wie wiederal Leben. Also dass sie Flashbacks haben, dass sie immer wieder mit Bildern und Inhalten konfrontiert sind. Und dann gibt es einen ganz großen, anderen Raum, in dem ganz viele Methoden und Möglichkeiten versammelt sind, die nicht konfrontativ sind. Und die eher mit dem Nervensystem arbeiten, mal ganz übergeordnet, gesagt und die versuchen mit den Phänomenen und Symptomen, die da sind umzugehen und die dadurch darauf abziehen, sozusagen eine größere Kapazität, eine stärkere Resilienz zu entwickeln, eine Form. der Selbstbegegnung zu kultivieren, dies ermöglicht mit intensiven Erregungszuständen, ängstlichen Zuständen oder auch gedämpften Zuständen umzugehen und dadurch Integration zu ermöglichen, ohne dass man konfrontiert mit dem Erlebnten. Und diese Methoden, die haben auch Platz im Trauma Sensiblen Coaching in der Trauma-Informierten Begleitung, in der Trauma-Pädagogik und in all diesen Feldern. Und das also als Vorrede für die Frage, womit fange ich dann jetzt an, wenn ich das gefühlt habe, irgendwas resoniert da in mir und irgendwie, könnte sein, dass da was für mich dabei ist. Ich glaube, ein erster guter Schritt ist tatsächlich, das erst mal anzuerkennen und ernst zu nehmen und zu bemerken, okay, mein inneres signalisiert mir gerade hier eine Richtung, in die ich mal ein bisschen forschen und erkunden könnte. Und da ist es meiner Erfahrung nach sehr der Hilfe euch, wenn wir Informationen bekommen, die uns erstmal auf der Verstandes-Ebene sowas wie einen Rahmen geben, etwas Orientierung geben, also beispielsweise Bücher zu lesen, Podcasts in dem Bereich zu hören, die wissenschaftlich fundiert sind und die in Zugang schaffen. Und dann bekommt man sowas wie eine Idee, etwas mehr Klarheit, was vielleicht in der eigenen Biografie und im eigenen Erlebn Trauma associiert sein könnte. Und da wird sich dann herausstellen, kann ich schon etwas auch alleine für mich tun oder brauche ich Unterstützung. Ich pläde immer dafür sich frühstmöglich Unterstützung zu holen, auch wenn man sie vielleicht nicht lange braucht oder vielleicht nur punktuell braucht. Aber wir sind viel zu sehr darauf, fokussiert, Dinge allein zu schaffen und zu funktionieren, um ihnen zu brauchen. Stömmen, leider. Und das ist gerade bei Trauma absolut unsinnig, Dinge möglichst lange alleine zu versuchen. Und dann kann man zum Beispiel auch beginnen, sich mit Nervensystemregulationen ein bisschen zu befassen, mal ein Trauma sind, die Bliskotching aufzusuchen, mit jemandem, der eben Trauma wissen hat. Und dann dort auch rauszufinden, brauche ich vielleicht eine therapeutische Unterstützung oder kann ich auf diesem Wege mit mehr Achtsamkeit und mit einem guten Wissen dann verschiedenen Dinge auch für mich etablieren die gut tun. Und was ist dein Plädoyer, warum es sich lohnt? Weil natürlich schon dieser Teil des Beschäftigens damit auch die Dinge wieder hervorholen kann und man wahrscheinlich teilweise Gefühle und Emotionen wieder erlebt oder erleben kann zumindest, je nachdem, welche Methode man dann nutzt und wie weit man da auch reingehen möchte und so. So warum lohnt es sich oder was ist sozusagen der Gewinn von einer, sag ich mal, funktionierenden Trauma-Interaktion? Ja, also ich halte gerne gleich ein flammendes Plädoyer, weil es sich wirklich so sehr lohnt und möchte kurz noch was herholen, was sonst untergeht, was so wichtig war in deiner Frage. Dieser Hinweis auf diese krassen Methoden wie ayahuasca sessions, irgendwelche Zeromonien mit Psychedelika, auch so was wie micro dosing und sonst die Dinge, die gerade auch hier herum in die anderen in dem Trauma-Well hier vormöchte, ich grundlegend eindrücklich wahrnernen. Alles womit wir unser Bewusstsein manipulieren. Also wir, die auch von unserem unterbewusstsein aufgestellten Barrieren der Dissociation, also der schützenden Abspaltung von Erlebnisinhalten überall da, wo wir das mit Substanzen einreisen oder runterfahren, laufen wir große Gefahr der Retraumatisierung. Das muss einfach so klar ausgesprochen werden. Bei vielen Menschen läuft es einigermaßen gut. Ich kenne unglaublich viele bei denen, das gar nicht gut läuft und die wirklich Therapie bedürftig werden, nach solchen Sessions, nach allem was kathatisch ist oder wo man im Grunde wirklich seine Steuerungsfähigkeit an der Substanz abgibt. Das ist ungefährlich. Und es gibt Forschung zu psychedelischer Therapie, es gibt auch klinische Settings und auch Indikationen für die PTBS, also die posttraumatische Belastungsstörung und für Depression beispielsweise mit Ketamin oder mit MDA. Und da gibt es klinische Settings in denen, dass in Deutschland noch selten, aber in den USA beispielsweise beforst und durchgeführt wird und nur in solchen Settings sollte so was stattfinden und nicht auf eigene Verhuste. Es gibt so viele Gefahren, die da lauern. Also das ist mein Plädige für das, was man nicht so sehr wichtig glaube ich. Ich bin leider auch wirklich, weil es so ein Wald und Miesen und Kraut gewirks gibt. Na ja vor einigen ich glaube, das schwieriger an diesen Form ist, dass es so diese schnelle Heilung verspricht. Ja, ich glaube dadurch, dadurch ist es so attraktiv, dass einfach man denkt von außen, wie gesagt, ich habe da keine Erfahrung mit, aber man denkt von außen, Ach Mensch, da bist du dann zwei Tage im Dschungel, meine wegen bei der Form und dann kommst du wieder und die Sachen sind gelöst. Und wie du sagst, ja ich glaube, es gibt sicherlich, also alles hilft irgendjemandem und gleichzeitig, wenn man jetzt selber, wie ich jetzt auch, ja, habe ich irgendwie eine langjährige Therapie gemacht, vor allem irgendwie nach Drennung, von ein paar meiner Kinder und zur Unternehmen verkauft und so weiter. Das ist natürlich, ich in Anfungszeichen langweiliger, es ist in Anfusszeichen langsamer, ja, es ist auch nicht jedes Mal exciting, es ist relativ viel Aufwand und wirkt, also es dauert, bis diese Wirkung sozusagen einsetzt und ich finde auch jetzt aus meinem eigenen Erleben, man geht immer wieder zurück auch und weiß zwei Schritte vor ein zurück und denkt, wieder, auch, meine Güte, das hatte ich doch schon mal und jetzt mach ich es wieder und es nervt ein selber, über ein selbst und also diese ganzen Sachen und das verstehe ich, dass man nicht im Menschen dann denken, auch gibt es dann nicht in den Schnellen weg, irgendwie effektiver, funktioniert und gleichzeitig finde ich es absolut richtig, dass du das einmal abgrenzt und auch klar sozusagen die aktuelle Einschätzung da teilst und trotzdem was ist drin in der Beschäftigung mit dem Trauma und in einer Methode, die sinnvoll für ein funktionieren kann, wenn man sie dann macht und wenn man es schaffen kann, das Trauma wirklich zu integrieren. Ja, also zu der Frage und zu dem Pledogiasus. Ja, also Trauma Integration, das heißt, das integrieren und verarbeiten von der Eignissen, die unsere Biografie geprägt haben, ist eine intensive Prozessarbeit. Es gibt meine Erfahrungen nach keine Abkürzungen für diesen super vielschichtigen und komplexen Prozels. Es gibt manches, was Symptome lindern kann oder was manchmal den Weg erleichtern kann, dazu können auch mal Medikamente gehören oder vielleicht auch etwas experimentellere Methoden, wenn sie eben sicher eingesetzt werden. Grundlegend ist es aber so, dass wir Trauma Integration als ein Weg begreifen können, der letztlich so etwas ist wie eine ganz, ganz aufrichtige und sehr, sehr integre Hinwendung zu uns selbst und zwar zu dem Selbst, was jenseits der Anpassungsleistungen, der Prägungen, die wir erfahren haben, wirklich uns ausmacht. Und damit das sozusagen auch das plädoyer, was wir da eigentlich machen, es geht nicht nur darum, Symptome loszuwerden oder eine andere Lebensqualität zu erreichen oder etwas nicht weiterzugeben an unsere Kinder und die folgenden Generation, sondern es geht auch darum, zu sich zu kommen und in ein Erleben von Inigkeit oder Verbundenheit mit sich selbst zu gelangen, was letztlich dann eine Lebensqualität ganz stark verändert. Und es lohnt sich also auf dem Sinne auch dann allen Ebenen unseres Seins. Wir werden die früchte Ernten in der Beziehung zu uns selbst, in der Haltung zum Leben, in der Beziehung mit anderen, in der Sicht auf die Zukunft und auf die Vergangenheit. Das ist so vielschichtig und viel dimensional, dass man es eigentlich gar nicht wirklich in Worte fassen kann, was eine traurige Integration alles an Geschenken mit sich bringen kann, während sie gleichzeitig strecken, weil so wirklich harte Arbeit ist und einen aufs Äußerste herausfordert. Und trotzdem, also das kann ich nach über 15 Jahren intensiver Erfahrung in der Praxis sagen, es lohnt sich so sehr, es ist wirklich, es ist goldwert, wenn man Schritt für Schritt weitergeht. Ja, kann ich ganz viel mit anfangen, weil jetzt in meiner eigenen Therapie-Erfahrung einfach bleiben, weil ich mir gar nicht anmaßen möchte, da drüber hinweg zu sprechen, aber was ich da total merke, ist einfach eine Möglichkeit, andere Entscheidungen zu treffen, als ich sie vorher getroffen hätte, weil plötzlich die Wege frei sind dafür. Auch mehr, ehrlicher, dass die Freiheit und Freiheit mir die Wege von anderen interessierter anzukucken, also weil die eigene Bewertung weniger da ist, die teilweise auch Angst getrieben war, oder durch die eigenen Erfahrungen ganz, ganz stark geprägt ist und dadurch kann man das auch gar nicht sehen, ja, ist so ein bisschen auch mehr Lernbereitschaft fast schon, weil es ja auch so ein offenerer Blick ist, weil man, weil man weniger Angst gesteuert ist wahrscheinlich, äh, ich habe also bei mir auch ganz viel Freude, also ich fand es so schön, wie du es gerade gesagt hast, dass dieses Aufrichtige zu sich selbst hinwenden, das ist ja genau das spannende eigentlich, das ist in der Arbeit mit einem selber. nicht darum geht, irgendwas nach außen zu zeigen oder irgendwas Lehrhaft ist, daraus erzählen zu können oder irgendwie anders wirken zu können oder so. Sondern aufrichtig, sich selber kennenzulernen, weil es auch spannend ist. Weil man sich selber so auf die Schliche kommt, weil man selber plötzlich andere Wege gehen kann, die vorher verschlossen waren. Weil man dadurch dann auch wieder mehr Freude, mehr Freiheit, mehr Fröhlichkeit, mehr alles Mögliche empfinden kann, weil man bestimmte Erdinge ablegen konnte und bestimmte Glaubensätze, die man vielleicht sich angeeignet hat durch Erfahrungen. Und all das, also kann ich 100% unterstützen, das ist eine total schöne Erfahrung. Und ich glaube, gleichzeitig muss man halt die Zeit, die es braucht, einfach mitbringen. Weil das leider dir keiner sagen kann. In einem halben Jahr bis zu damit fertig. Nach der Tretung, ich hatte das Gefühl, ich brauch vielleicht ein Jahr, drei hat es gedauert, bis ich das Gefühl hatte, jetzt bin ich gut damit. Jetzt klappt es. Und trotzdem würde ich es überhaupt nicht müssen wollen. Jetzt gibt es ja viele Menschen, die teilweise natürlich auch durch den Mangel an Möglichkeiten mit Teraporten zu sprechen, durch einfach zu wenig Plätze und Schwierigkeiten, dass bei der Krankenkasse bezahlen zu lassen, ETT, ETT, die auch teilweise für Traumata KI nutzen. Was ist so dein Blick auf KI als Coach als Teraport? Ja, leer, es gibt Aufgaben im Business, die machen richtig viel Spaß und dann gibt es noch Steuern. Und bestimmt Menschen, die das toll finden, ich gehöre nicht dazu. Gerade als selbstständige Kosten, die oft so viel Zeit und Nerven und viel mehr als einem lieb ist. Und deswegen liebe ich Taxfix. Taxfix ist für selbstständige eine All-in-One-Lösung, die Buchhaltung, Rechnung und Steuererklärung an einem Ort zusammenbringt. Und was wir so daran mögen ist, du wirst Schritt für Schritt durch den Prozess geführt. Alles ist verständlich erklärt. Vor dem Absenden wird noch mal alles geprüft und egal, also ob ihr Kleinunternehmer oder Unternehmerin seid oder Umsatzsteuerpflichtig arbeitet, Taxfix bietet für beides die passende Lösung. Und wenn es kompliziert wird, gibt es Unterstützung von echten unabhängigen Steuerberater*innen und falls ihr Kleinunternehmer seid, denkt daran, die nächste Frist steht schon wieder am 31. Juli an. Wenn ihr also eure Steuern diesmal und zukünftig einfacher organisieren wollt, dann schaut auf Taxfix.de vorbei. Und mit dem Code "Fast26" fasst alles Groß geschrieben. Bekommt ihr als Neukund in 15% Rabatt als Kleinunternehmer oder ihr startet als Umsatzpflichtige, Umsatzpflichtiger, kostenlos und erhalten den zweiten Monat zum Halbenpreis. Der Code ist bis zum 30.29.26 einzulösen und alle Infos und den Link findet ihr wie immer im Linktree in unseren Show Notes. Ja, das ist ein Riesen-Thema und eine ganz große Herausforderung, die wir noch nicht mal irgendwie ansatzweise um reißen können, wieder auf uns zukommt. Weil der Einsatz von KI in, ich sag mal ganz in Team und persönlichen Bereich, wo es um Lebensgeschichte, um Symptome, um innere Zustände geht, den erleben viele betroffenen erst mal als super hilfreich. Ja, sie haben das Gefühl, da ist was zugänglich, das ist verfügbar, die KI, die mit einem Interagiert hört zu scheinbar. Sie gibt ein Gefühl von empathischen zuhören sogar, dass das emotionale Spiegelung drin ist und sie bringt auch die gute Fragen und gute Einordnungen, wo man das Gefühl hat. Das hatte ich jetzt in Gespräch mit meiner Freundin im KFW oder in einer Stunde abends, während die Kinder und so weiter. Hätte ich gar nicht geschafft, so tief einzusteigen. Und was ich immer so erschreckend finde, muss ich sagen, was dieses Sogutkern für nicht KI ist dieses Validieren. Also Validieren von deinem Erlebnis in einer wohlwollenden Form für dich erst mal. Das ist ja weiß, was du bei aktivem Zuhause haben wir jetzt im Coaching aus Bündung gemacht, das ist die manchen Coaching. Haben wir da zum Beispiel ganz viel Geübt, fand ich total spannend, ganz einfache Übung, aber wahnsinnig kraftvoll, weil man merkt, was die alles bereithält für einen und wie schwer das ist so aktiv zu zu hören. Und das macht die KI halt phänomenal, dass sie erst mal dir das validiert, was du ihr sagst und du dich so verstanden fühlst dadurch, das ist echt erschreckend. Also teilweise sagt die dann Sätze, wo ich selber denke, Mensch, das hätte ich so gerne an den anderen Personen, so gesagt. Also das hätte aus meinem Mund kommen sollen, das ist wunderschön. Ja genau so und das ist ja so positiv betrachtet, etwas, wo wir auch was lernen können. Also es wäre eigentlich ein gutes Training gegenüber und schwierig ist es eben dann, wenn jemand der Hilfe such, darin das Gefühl hat, erst mal so was, wie validierung und Sicherheit zu finden, die wo anders nicht verfügbar ist. Da ist der erste Knackpunkt, dass dann eben auch Abhängigkeiten entstehen können, beziehungsweise, dass die Hürde sich jemandem anzuvertrauen, größer wird, auch weil das sich so super diskret anfühlt. Und weil eben überhaupt keine Bewertung oder kritische Spiegelung kommt. Also das hat potenzial für gewisse, würde ich sagen, positive Effekte, dass die Selbstreflexion angestossen wird, dass man vielleicht ein bisschen so was bekommt, wie auch Orientierung. Natürlich aber vollkommen abhängig von den Modellen, mit dem man interagiert, das kann genauso gut vollkommen destruktiv wirken, wenn die KI oder ein anderes eingerichtet ist. Und es hat natürlich ganz, ganz massive und sehr klare Grenzen, wie weit eine solche Unterstützung gehen kann. Nämlich die KI ist eben kein Mensch oder gegenüber mit einem Körper, der oder die wirklich hilfsbereit und unterstützen zur Seite stehen kann. Eine KI kommt nicht mit ins Krankenhaus, ans Bett oder an ein Sterbebett oder auf eine Beerdigung oder in eine hoch herausfordernde Situation, sondern sie ist nicht wirklich da. Und das, was wir als Menschen tatsächlich brauchen, um voranzukommen, um wirklich auch Veränderungen oder Erkenntnisse zu integrieren und zu verkörpern ist, das gegen über, mit dem wir interagieren. Und wo zwei Nervensysteme miteinander, das klingt nicht, so nicht esoterisch klingen, sondern rein biologisch gemeint, miteinander schwingen. Also resonieren und miteinander Sicherheit und Verbindung sozusagen aushandeln. Das fehlt dann vollkommen. Und da sind die Grenzen und da habe ich Sorge, wieder es sich auswirken wird, wenn die KI nach und nach dem Platz einnimmt, den fehlende Freundschaften, fehlende Therapieplätze und so weiter halt eben hinterlassen. Ja, kann ich total mit kind, ich glaube, es ist ganz sinnvoll. Und ich freu mich immer so, so was würde ich meinen Kindern erlauben. Und da sollte auch die eigene Grenze liegen. Also bei meinen Kindern wäre ich, ja, wesentlich vorsichtiger, weil ich weiß, oder ich nicht weiß, was ich nicht weiß, also ich weiß nicht, was Tätagen hat genau. Eingeben und wahrscheinlich sollte man für sich selber so einnlicher in die Regen festlegen. Wenn man jetzt die zuhört und so das Gefühl hat, Mensch, irgendwie viele Themen resonieren, damit mir und ich erkenne, muss da, wo ich das Gefühl habe, dass es nicht selbst gewählt, sondern da werde ich eher getrieben. Es gibt Themenbereiche, die ich vielleicht vermeider, weil sie mit unangenehmen Gefühlen von vergangenen Situationen zu tun haben und so weiter und so fort. Gibt es, dass ich mal Alltagstrategie ohne, dass man jetzt in Therapie ist, wo man schon anfangen kann, mit diesen Dingen umzugehen. Ja, also um die Frage nachvollziehbar zu beantworten, gebe ich noch einen kleinen Kontext, damit das was ich gleich sage, Sinn ergeben kann. Die Symptome, die wir haben, nach traumatischen Erfahrungen oder durch chronischen Stress, das sind im Grunde vor allem Symptome, die sich auch auf unser, oder die auch durch unser dysreguliertes Nervensystem begründet sind. Also ein dauerhafter Stresszustand, der führt zu einem Zustand unseres Nervensystems, der eben dann zu einer dauer Anspannung führt mit entsprechender Stoffwechsellage, wie vorhin schon angedeutet. Wenn unser Nervensystem reguliert, her wird, wenn wir also wieder mehr in Ballaus kommen, dann erleben wir genau das, was du vorhin beschrieben hast, mehr Freude, mehr Optionen, mehr Handlungsoptionen, denkoptionen, die Veränderung von Glaubens setzen. In einem Nervensystem Zustand, der angespannt ist, dauerhafter, gestresst ist oder der so erschöpft ist, dass wir dauerhafter in so einer Art Dämpfung sind, entgeht uns all das. Also wir haben dazu keinen Zugang. Das heißt, und das ist meine Antwort auf deine Frage, wir können einen gewissen Anfang machen, indem wir versuchen Nervensystem orientiert und Nervensystem gerecht, unseren Alltag etwas umzugestalten. Also mit beispielsweise Achtsamkeit in unseren Alltag zu starten, in den Tag zu starten, die Zustände unseres Nervensystems zu erkennen und dann zu versuchen, etwas liebevoll ganz klein schrittig entgegen zu setzen. Dazu gibt es jede Menge Informationen, sogenannte Nervensystem-Regulationsübungen, kann man machen. Dazu ist auch ein bisschen Hintergrund, wissen sehr hilfreich, damit man eben Dinge erkennen kann und einordnen kann. Aber dann kann man sehr viel tun, indem man eben versucht, statt dem Zustand immer nachzulaufen und nur nachzulaufen. zu reagieren, tatsächlich den Zustand zu erkennen und mehr zu agieren. Also nicht mehr so getrieben zu sein und nur zu versuchen, es irgendwie aufzufangen, sondern mehr bewusst zu tun, was einen positiven Effekt haben kann und das zu kultivieren. Und da könnte ich jetzt beispiele nennen, wie etwa, dass man sich angewöhnt zwischen drin, vielleicht auch mit Hilfe eines Handy-Wekters oder so kurz innezuhalten und sich mal zu orientieren, wo man ist, die Sinne mehr auch ins hier und jetzt zu bringen, vielleicht dabei noch bewusst, mal ein bisschen auszuatmen, also im Körper etwas anzukommen und dadurch schon die Tür zu öffnen, dafür, dass die Selbstregulation stattfinden kann, die in uns angelegt ist, statt, dass wir dauerhaft dysreguliert, irgendwie versuchen durchzuhalten und zu funktionieren. Ja, vielen, vielen Dank, also es war nicht ganz schön, ganz anfassbar, kann ich viel mit anfangen. Ich hatte selber auch so einen Termin in der Klinik, wo die so alles durchgecheckt haben und wo genau das rauskam, der Parasimpartikus oder der Simpartikus funktioniert super, der Parasimpartikus gar nicht so toll bei mir, also der Teil von Entspannung und genau die zwei Seiten des Nervensystems, dann habe ich gesagt, okay, was kann ich da machen? Und dann sagt die Terapolge, na ja, anfangen zu atmen, aktiver sind im Raum, länger ausatmen als ein. Und dann habe ich gesagt, okay, dann mache ich mir einen Termin, dann hat sie gesagt, nee, nee, nicht den nächsten Termin, nicht den Hist-Workshop, nicht gleich irgendwie, BreathWorksessions und so weiter, das führt dann eher zu mehr Stress, sondern wirklich ganz kleinen Anfang, länger ausatmen, mehr ankommen, von mir macht auch so, dass der im Raum ankommen, erstmal alle vier Ecken des Raumes anschaut. Genau, die Orientierung abklopft, genau solche Sachen. Ja, das ist alles so, ich habe das früher so abgetan, weil ich sie dachte, das sind alles so kleine Sachen, aber man merkt, weil das, wenn man diese ganzen vielen kleinen Sachen macht, dass man in der Tat eine Beruhigung merkt und irgendwie das Nervensystem aufatmet und hoffentlich dann der Parasimpartikus auch wieder mehr anspringen kann und mehr mitmacht und man so zu einer wert, zu so einer ausgeglichenen Haltung kommt. Wir reden viel, vielen Dank, also ich meine, wir hatten gar nicht den Anspruch annähern, dieses Thema hier zu lösen, innerhalb nicht hundere, im Gegenteil, sondern eigentlich wollten wir es aufmachen, weil ich so wichtig finde, ich meine fast ein Kiosk ist, als Business Podcast gestartet und es ist es auch bis heute noch. Und gleichzeitig ist das ein Thema, was Menschen im Business, im privaten, im überall, im ganzen Leben betrifft. Und wo man einfach merkt, wenn man sich damit beschäftigt, ob es gräsuniert oder nicht. Und ich glaube, bei dir kann man ja Buch lesen, deine Podcastkreative, Transformation hören. Du warst bei Wärtserhälscher, auch den kann man sich anhören, da war ganz, ganz toll fand ich, findet einfach ein sehr wenig schweren Umgang, glaube ich, mit dem Thema. Ich habe das Gefühl, das haben viele. So ein bisschen die Sorge, dass das Thema allein schon trau, wie es heißt und was man damit verbindet, noch mehr schwere ins Leben bringt, wenn man vielleicht eh in der Phase ist, wo man den Tuyuyuy ist gar nicht so einfach gerade. Und das ist ein Teil des Play-Doyers, eigentlich so ein bisschen die Tür aufzumachen und zu sagen, Ach, da gibt's auch ein ganz ruhigen und langsam Umgang mit, der dann auf jeden Fall dazu führt, dass man wieder mehr Türen aufmachen kann und wieder die Fenster öffnet und mehr Durchatmen kann und da mehr Entscheidungsspielraum wieder verhanden ist. Deswegen vielen Dank, dass du da warst, es war sehr schön mit dir darüber zu sprechen, mich werte ich auf jeden Fall nochmal anpengen und wieder einladen. Oh, schön, das freut mich sehr. Es war ein ganz schönes Gespräch, vielen Dank dafür. Kurze Werbeunterbrechung für unseren Partner Scalibel. Wir sprechen hier im Podcast ja so oft darüber, wie man vermögenlangfristig aufbaut, warum ist so wichtig ist und warum dabei eine diversifikation unerlässlich ist. Und was viele gar nicht wissen, rund 85 Prozent der Unternehmen sind in privater Hand, also nur 15 Prozent sind an der Börse gelistet und in die könnt ihr dann easy am Aktienmarkt investieren und alle anderen nicht. Und genau deshalb war Private Equity, also das Eigenkapital, was in diese 85 Prozent der privaten Unternehmen reingeht, für Privatanleger lange kaum zugänglich und das jetzt Scalibel jetzt genau vor einem Jahr geändert und diesen Markt für Privatanleger geöffnet und nun gibt es zum ersten Geburtstag jetzt eine Jubiläumsaktion. Ihr bekommt ein Prozent Bonus auf euer nächstes Private Equity Investment und wir finden vor allem den diversifikationsgedanken dabei spannend. Genau, weil was ist immer wichtig, dass man seine Investments im Idealfall global sträut, verschiedene Zukunftsbereiche abdeckt wie Technologie oder Healthcare und aus, dann beteiligt ihr euch an Unternehmen, die viele von euch aus ihrem Alltag oder aus den Schlagzeilen kennen, wie zum Beispiel OpenAI, WinTit oder K-Glass. Und so könnt ihr einfach eine zusätzliche Säule für euer Portfolio aufbauen, abseits der Börse und wenn ihr euch jetzt diesen 1 Prozent Bonus zum Jubiläum sichern möchtet, dann müsst ihr bis zum 31. August entweder erstmals über Scalibel in Private Equity investieren oder eure bestehende Position aufstocken, beides ist möglich. Also nutzt das Jubiläum, klickt auf den Link in den Show Notes und schaut euch das Angebot direkt in der Scalibel app an. Es gelten Teilnahmebedingungen, Kapitalanlagenbergen Risiken, es bestehen Liquiditätsbeschränkungen, bitte beachtet die spezifischen Produkteinformation.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Verena König ist seit 15 Jahren Traumatherapeutin und beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Trauma, insbesondere mit den Auswirkungen auf Beziehungen, Verhalten und den Körper.
  2. Sie definiert Trauma als ein Ereignis oder eine Lebensphase, das die Bewältigungsstrategien einer Person übersteigt, zu Ohnmacht und Hilflosigkeit führt und bleibende Veränderungen im Sicherheitsgefühl hinterlässt.
  3. Es wird zwischen dem Begriff "Trauma" (dem Geschehnis) und "Traumafolgen" (diagnostizierbaren Störungen) unterschieden, wobei Traumafolgen auf einem breiten Spektrum liegen.
  4. Trauma kann verschiedene Formen annehmen
  5. Ein Burnout weist ähnliche Symptome wie Traumafolgen auf (Überforderung, Ohnmacht, Nervensystem-Dysregulation), wird jedoch medizinisch anders bewertet.
  6. Kindheitstrauma äußert sich oft durch früh erlernte, automatisierte Verhaltensmuster (z. B. Unterordnung), die später als belastend erkannt werden, aber schwer veränderbar sind, da sie tief im Nervensystem verankert sind.

Summary:

In diesem Gespräch erläutert Verena König die Grundlagen von Trauma und dessen Auswirkungen. Sie stellt klar, dass der Begriff "Trauma" oft inflationär verwendet wird, aber eigentlich eine Situation beschreibt, die die Bewältigungsfähigkeiten eines Menschen übersteigt und bleibende Gefühle von Ohnmacht und Verunsicherung hinterlässt. Traumafolgen sind diagnostizierbare Störungen, die auf einem breiten Spektrum liegen – von Schocktraumata bis hin zu Entwicklungstraumata aus der Kindheit.

König betont, dass nicht jedes Ereignis per se traumatisch ist, sondern die individuelle Resilienz und Unterstützung entscheidend sind. Sie zieht Parallelen zwischen Burnout und Traumafolgen, da beide auf chronischem Hochstress beruhen und ähnliche Symptome wie Handlungsunfähigkeit und Identitätskrisen hervorrufen. Ein zentraler Punkt ist die Unterscheidung zwischen normalen Prägungen und tatsächlichen Traumata: Während Prägungen durch Erziehung entstehen, sind Traumata mit einem grundlegenden Verlust von Sicherheit verbunden.

Viele Menschen erkennen ihre Traumata erst spät, wenn sie automatische Verhaltensmuster (z. B. ständige Anpassung) als belastend wahrnehmen, aber nicht ändern können.

König sieht in der Trauma-Forschung großes Potenzial, gesellschaftliche Dynamiken und menschliches Verhalten besser zu verstehen.

FAQs

Der Begriff Trauma beschreibt das Geschehen oder die Verwundung, während Traumafolgestörungen das sind, was diagnostiziert werden kann. Trauma entsteht, wenn Bewältigungsstrategien für Stress überfordert sind und ein Gefühl von Ohnmacht zurückbleibt.

Eine Erfahrung ist traumatisch, wenn sie auf allen Ebenen überfordert und die Bewältigungsstrategien nicht ausreichen. Dies hängt von Umständen, Resilienz und Unterstützung ab – nicht allein von der Situation selbst.

Ja, Burnout und Traumafolgen sind beides Stressfolgeerkrankungen mit ähnlichen Symptomen wie Überforderung und Ohnmacht. Medizinisch unterscheidet man sie, weil bei Trauma eine Lebensbedrohung angenommen wird, aber Betroffene erleben beides existenziell.

Ein Hinweis ist, wenn automatische Verhaltensmuster wie Unterordnung oder Bedürfnisunterdrückung trotz Bewusstsein nicht änderbar scheinen. Diese Muster entstehen, wenn Kinder in unsicheren Umgebungen lernen, mit Stress umzugehen.

Prägungen sind Anpassungen an Stress, die als normal empfunden werden, während traumatische Erfahrungen zu einem dauerhaften Gefühl von Unsicherheit und Ohnmacht führen. Bei Trauma bleibt etwas zurück, das sich nicht verarbeitet anfühlt.

Ja, wenn die Erfahrung integriert wird, kann persönliches Wachstum entstehen. Das zeigt sich darin, dass das Leben anders, aber positiv bewertet wird, wie bei einem Burnout, der zu neuen Entscheidungen führt.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.