Beziehungskiller Fußball: Darum schadet zu viel Fußball eurer Beziehung!
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Fußball kann für Paare zu intensiven Konflikten führen, wenn ein Partner es als lebenswichtiges Hobby betrachtet, während der andere davon abgeht. Die hohe Zeitintensität und emotionale Bindung an Spiele wie EM oder WM führen oft zu Zeitkonflikten, mangelndem Austausch und einem Gefühl der Abwesenheit. Derjenige, der Fußball begeistert, fühlt sich häufig als zentral, während der andere Minderwertigkeitsgefühle und Einsamkeit erlebt. Diese emotionale Verletzung wird durch vergangene Konflikte, wie z. B. die Verlängerung von Dauerkarten oder fehlende Teilnahme an Familientermine, verstärkt. Stimmige Lösungen erfordern daher nicht nur den Austausch von Bedürfnissen, sondern auch die Aufarbeitung von Vergangenheitsverletzungen und die Schaffung eines ausgewogenen Alltags, der Familie und Freizeit berücksichtigt. Ohne professionelle Unterstützung wie Paartherapie oder Coaching bleibt das Thema oft in einem unstimmigen, zyklischen Muster gefangen, wodurch Wut, Distanz und Unzufriedenheit zunehmen. Erfolgreiche Beziehungen entstehen dann, wenn beide Partner das Gefühl der Zugehörigkeit und gegenseitige Wertschätzung wiederherstellen und gemeinsame, realistische Alltagsstrukturen entwickeln.
guckst du gerne Fußball?
Naja, du kennst die Antwort.
Aber Zuhörer vielleicht dann nicht.
Nee, ich gucke nicht wirklich Fußball
oder bin daran nicht wirklich interessiert,
wenn es jetzt um die Bundesliga geht.
Bei Europa- und Weltmeisterschaften schaue ich auch sehr gerne.
Das ist wahrscheinlich eher so der Standard, würde ich vermuten.
Wir haben ja mal so bei Statista reingeguckt.
Das interessieren sich doch weniger Menschen für Fußball
im Durchschnitt als gedacht.
Natürlich aber immer noch viele Millionen.
Aber ich bin wahrscheinlich,
also unter denen, die sich nicht für Fußball interessieren,
bin ich wahrscheinlich dann der Standard, die sagen,
aber wenn EM, WM ist, dann schaue ich.
Ja, das ist ja auch der Anlass dann mal so der Folge.
Die EM liegt gerade hinter uns.
Deutschland hat sich gut geschlagen,
aber es hat am Ende doch nicht gereicht.
Und die Gemüter gehen vielleicht auseinander.
Vielleicht ist das ein oder andere Paar ins Fußballfieber geraten
oder vielleicht auch nur der Mann.
Und die Frau ist genervt oder andersrum.
Deswegen wollen wir uns mal heute genauer anschauen,
was das mit Paaren macht,
wenn einer von beiden so extrem fußballbegeistert ist
und der andere eben nicht.
Ja, ich glaube, wenn Julian jetzt der beste Freund von dem Mann
oder der Frau geworden ist durch die EM,
dann ist das auf jeden Fall etwas kritisch.
Aber es ist durchaus eine Zeit, die schwierig ist für viele Paare,
wenn einer so zeitintensiv sich einem Hobby verschreibt.
In mich hat ja gar nicht so sehr der Julian beeindruckt,
sondern eher der Marvin.
Marvin Wildhage.
Da wird es ja super spannend, was bei dem letztendlich passiert.
Hast du es mitbekommen?
Nein.
Der hat sich als Maskottchen beim Spiel eingeschlichen.
Okay.
Als Flitzer?
Nee, am Spielfeldrand.
Aber so als richtiges Maskottchen.
War da direkt am Rand dran.
Hat dafür den Ausweis vom DFB gefälscht.
Krass.
Hat sich so ein Maskottchen,
aus China bestellt, was richtig gut ist.
So ein Kostüm.
So ein Kostüm.
Und hat das dann wirklich da ganz an den Rand geschafft.
Und das ist natürlich auf der einen Seite zwar witzig,
auf der anderen Seite zeigt er natürlich,
wie groß die Sicherheitslücken sind.
Und natürlich das Fälschen so eines Ausweises.
Da war jetzt auch eine Reportage zwischendurch bei Stern TV
und alle berichten darüber.
Das ist meine Schlafzeit wahrscheinlich.
Ja, da wird auch die Polizei befragt.
Und das sind natürlich Straftaten, die jetzt im Raum stehen.
Aber er berichtet ja immer ganz intensiv,
darüber, was dann so anklagemäßig und Co. passiert.
Das ist dann ganz spannend.
Also das finde ich dann fast spannender als die Spiele selbst.
Oh ne.
Ja, ihr seid im Podcast der Lebensidealisten gelandet.
Und wir kümmern uns nicht um die perfekte Fußballstrategie,
sondern darum, wie ihr raus aus der Krise
und hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung kommt.
Ich bin Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches
und helfen euch, wie schon gesagt, raus aus der Krise.
Die EM war jetzt für viele Paare, glaube ich, eine Herausforderung,
wenn einer wirklich ein absoluter Fußballfan ist.
Die Zeiten, wo gespielt worden sind, sind ja immer ein bisschen variabel.
Das heißt, man muss ja auch seinen Alltag
oder musste seinen Alltag so ein bisschen anpassen,
damit man die Spiele schauen konnte.
Und da, glaube ich,
fängt das schon an, wenn ein Hobby,
sei es Fußball,
das könnte man letztendlich auch auf andere Sachen übertragen,
wie Handball, EM oder was auch immer,
wenn der Alltag sich nach der Sportleidenschaft richtet.
Ja, bei mir ist das nicht so.
Ich habe den Termin dann für ein Kennenlernen zum Beispiel
am ersten Mittwoch,
das war das zweite Spiel,
Mittwoch 18 Uhr gehabt.
Da war dann genau Start fürs EM-Spiel gegen Ungarn, war das?
Ja.
Und dann kann ich es halt nicht gucken.
Ich habe es geguckt.
Beim Abendbrotessen mit unserem Sohn zusammen ein bisschen.
Ja, ich habe dann die zweite Halbzeit noch gucken können,
aber die erste halt nicht.
Aber es war halt auch nicht so schlimm.
Ich würde jetzt deswegen nicht das Paar kontaktieren und sagen,
lass uns mal unseren Termin verschieben.
Ich fand das ganz spannend.
Ich war, um 17 Uhr war der Judo-Kurs, wo wir waren,
unser Sohn und ich.
Und da habe ich noch gedacht, na, wie voll wird das dann?
Weil ja doch manchmal das eine Uhrzeit ist,
wo auch manche Väter begleiten.
Ob da noch so viel Zeit ist,
wie viele Kinder denn sind.
Weil das ist ja, zum Anpfiff war dann das ja schon zu Ende.
Aber das war genauso voll wie immer.
Nun sind Ereignisse wie EM und WM natürlich Dinge,
die kommen dann alle zwei Jahre vor.
Das ist in ein paar Wochen erledigt.
Wenn eine Mannschaft richtig gut spielt,
dann haben sie sieben Spiele mit drei Vorrundenspiele,
Achtelfinale, Viertel, Halb und Finale.
Und das ist ja überschaubar.
Ich glaube, kritisch wird es,
bis dann, wenn Fußball im gesamten Leben
eine sehr, sehr präsente Rolle eingenommen hat.
Das glaube ich nicht.
Ich glaube auch, dass die andere Variante auch schon schwierig ist.
Weil wenn ich mir jetzt vorstelle,
wenn wir auf die Verletzungen schauen,
ich habe vielleicht die Vorverletzung,
dass ich denke, mein Partner verbringt so wenig Zeit
mit mir, mit den Kindern als Familie.
Und der kriegt das nie hin,
mal rechtzeitig Feierabend zu machen
oder sich mal für die Hobbys der Kinder mal Zeit zu nehmen
oder was auch immer.
Und dann,
kommt die EM
und dann geht das vor einmal.
Sich Zeit zu nehmen, meinst du?
Sich Zeit zu nehmen, umzuschichten,
dass man um 17 Uhr vor einmal Spiele gucken kann,
um 18 Uhr Spiele gucken kann, wie auch immer.
Und ich glaube dann, auch wenn man weiß,
dass es nur ein kurzer Moment ist oder ein paar Wochen,
dann ist das trotzdem ein Thema.
Weil man denkt so, krass, es geht anscheinend ja doch.
Die Priorität kann ja gesetzt werden.
Dann haben wir, glaube ich, zwei Beispiele halt.
Dann haben wir das Beispiel,
dass für jeden,
jemanden so ist, dass man Zeit so knapp sieht
und dann kann man dafür Zeit freimachen.
Und dann haben wir den Fall,
dass jemand grundsätzlich sehr fußballbegeistert ist,
dem sehr hohe Priorität,
damit sehr viel Zeit im Leben einräumt.
Manchmal ja auch begleitet mit eben eigenem,
also nicht nur mit dem Gucken,
das ist ja das eine.
Dann aber auch vielleicht mit eigenem Engagement auf dem Platz.
Wiederum auch vielleicht nachher für die Jugend oder so als Trainer.
Oder auch finanziell, muss man auch sagen.
Wir haben ja auch jemanden in der Familie,
dann hast du da die Dauerkarte,
dann fährst du zu Auswärtsspielen,
vielleicht nochmal eine Übernachtung bei Auswärtsspielen.
Also das kann ja schon durchaus,
wenn du das richtig auslebst, ein Hobby sein,
was auch ein bisschen was kostet.
Und wenn du dann gewinnst, dann feierst du noch.
Dann kommt noch die Feier dazu.
Wenn du im Stadion bist,
möchtest du natürlich auch eine Kleinigkeit essen und trinken.
Das summiert sich,
was dann da zusammenkommt.
Klar, irgendwie müssen ja die Spielergehälter finanziert werden.
Ja.
Ja, wir schauen uns mal ein paar
Alltagssituationen heute an,
bei denen in Beziehungen Probleme entstehen.
Verschiedene Lösungsansätze,
die nicht helfen, welche Folgen das hat,
aber auch wiederum natürlich
Lösungsansätze, die dann wiederum helfen.
Und ich weiß nicht,
begegnet dir das oft im Coaching?
Das Thema, sagen wir mal,
Fußball als Aufhänger,
aber nehmen wir mal an, jemand hat ein ganz intensives Hobby.
Oder was eher schon
in Richtung Lebensphilosophie geht,
wo es eher schon auf Sinngebung ist.
Also nicht so, ich habe Lust, ab und zu mal Fußball zu gucken,
sondern das gehört schon irgendwie
zum Sinn des Lebens dazu.
Und man merkt, so stelle ich mir das vor,
man merkt richtig ein Gefühl,
wenn derjenige verliert, gewinnt, man fiebert mit.
Also man ist dann mit im Leid
oder mit in der Freude
und guckt nicht einfach nur aus reinem Entertainment.
Ich muss sagen,
beim Gucken eher weniger.
Also das habe ich nicht so häufig.
Eher Menschen, die selbst
sehr gerne Sport machen,
wo das dann ein Thema ist.
Also Leute, die extrem gerne Rad fahren
oder laufen gehen
oder andere Extremsportarten machen,
wo dann sehr viel Zeit
für drauf geht, die schauen sich das
natürlich auch im Fernsehen an, gar keine Frage,
aber eher das aktiv ausführen.
Und das sozusagen der Effekt ist durch den Sport,
die Zeit, die dafür weggeht.
Gerade wenn das so
wettkampfmäßig ist, es ist ja ähnlich,
da wird auch mitgefiebert, dann hast du
Gruppen, mit denen du zusammen Radtouren machst
und da kann ja viel Geld und viel Zeit
auch raufgehen.
Dann hast du natürlich auf der einen Seite so eine Dauerkarte
und willst die ausnutzen
und auf der anderen Seite gibt es Sportarten,
wo natürlich die Sportler sagen, wenn ich das
nicht mindestens so und so auf die Woche mache,
dann bin ich gar nicht auf dem Level,
wo ich hin möchte, dann macht mir das auch gar keinen Spaß.
Ja, oder sie trainieren für irgendwas hin.
Ich habe auch jemanden im Coaching
mit dem Thema Laufen,
der sagt, okay, er trainiert für
einen Marathon hin und da muss er regelmäßig laufen
oder so ein Triathlon
ist das und das ist natürlich auch
etwas, da schaut er sich Videos
an für, wie andere das machen,
trainiert dann, also
da ist auch so eine Dynamik, so ein bisschen
zwar nicht wie Fußball gucken, dass man einer Mannschaft
zuguckt, aber einfach, wo viel Zeit für aufgeht.
Ja, Zeit ist
dann ja meistens der limitierende Faktor
und das ist ein häufiger
Streitpunkt dann, weil
zu wenig Zeit dann zu haben
eben meistens was mit der Beziehung
macht. Das eine ist nachher die
Priorität, das andere ist,
dass häufig bemängelt wird
oder kritisiert wird, dass Dinge liegen
bleiben. Also Systemgesetz 3
Ausgleich von Geben und Nehmen ist häufig
betroffen. Das nehmen wir
jetzt mal stereotypisch an, der Mann guckt
lieber Fußball
und die Frau eher nicht so.
Ist vielleicht dem Thema Fußball insgesamt
aber gar nicht abgeneigt, aber ist eben nicht so
ergriffen und begeistert.
Mag ab und zu mal mit dabei sein, weil vielleicht auch die Kinder
ja Fußball spielen, um sich das anzugucken.
Dann
wird häufig gesagt, naja, wir haben erstens
weniger Paarzeit.
Jeden Mittwoch, Freitag
ist dann Training, Samstag
teilweise
Also Sonntag sind Spiele und du schaffst deine ganzen Aufgaben nicht.
Ich muss dafür mehr im Haushalt machen und mehr Aufgaben übernehmen,
damit du deinem Hobby Fußball nachgehen kannst in Form von Gucken
und vielleicht auch noch selbst beteiligt sein.
Ich habe ein Paar im Coaching, da war er lange Zeit Trainer für die Jugend.
Dann haben die beiden Söhne angefangen natürlich Fußball zu spielen
und natürlich ist er selber auch, ist ja klar, er würde ja das nicht als Trainer machen,
wenn er davon nicht begeistert wäre.
Entsprechend schaut er natürlich auch gerne als Fan Fußball
und so ist das allgegenwärtig und präsent.
Und Systemgesetz Nummer 1, Zugehörigkeit ist häufig auch noch ein Thema.
Viele sagen so, mit den Kumpels, mit denen du Fußball guckst,
ihr macht euch das nett oder da ist so ein Gemeinschaftsgefühl,
ich bin außen vor, mir erzählst du nichts, was du da erlebst.
Ich würde gerne irgendwie auch ein Teil dessen sein
und das ist natürlich auch eine Verletzung.
Und bei Entscheidungen manchmal.
Also das habe ich jetzt ein paar Mal in Coachings gehabt,
bei verschiedenen Dingen, nämlich zum Beispiel bei der Verlängerung der Dauerkarte,
dass eigentlich abgestimmt war, man verlängert das vielleicht mal nicht,
mal ein bisschen zu pausieren, um auch so einen Ausgleich zu schaffen
oder auch bei Verlängerung des Trainerjobs und so weiter.
Da ist es dann abgestimmt.
Und dann mag jemand nicht Nein sagen oder diese Chance
oder hat dann eben gesagt, ja, ich verlängere nicht.
Aber eigentlich war es unstimmig.
Und wenn dann die Chance da ist, dann doch zu buchen.
Das habe ich jetzt schon ein paar Mal in Coachings gehabt.
Das mit der Dauerkarte, das hatte ich auch mal als Verletzung,
wenn du es erzählst, weil die hat ein gemeinsames Konto.
Und da ist es ganz schön teuer geworden,
dass die Dauerkarte, die Auswärtsspiele und so weiter.
Und die haben ihre Hobbys auch von diesem gemeinsamen Geld bezahlt.
Aber die Dauerkarten werden ja auch von Jahr zu Jahr teurer.
Und irgendwann hat sich das für sie nicht mehr stimmig angefühlt,
dass sie gesagt hat, okay, dein Hobby wird immer teurer
und meine Sportkurse, die ich irgendwie im Fitnessstudio habe,
einmaliger Betrag bleibt immer gleich, ist dagegen so klein.
Und dann hatten sie auch darüber gesprochen,
ob er die Dauerkarte verlängert oder nicht.
Und das war auch wirklich schwierig, weil er den Gedanken,
also diese Zugehörigkeit, das ist ja nicht nur ein Sport,
wie er sagt, das ist so ein Lebensgefühl.
Ja.
Das ist, glaube ich, das Große, was dahinter steckt.
Das emotionale Mitfiebern, diese Verbundenheit, wenn ein Tor fällt.
Also das macht es so vielen aus.
Und das ist dann natürlich für jemanden, der das nicht fühlt,
nicht nachvollziehbar.
Also ich verbinde da kein Lebensgefühl mit.
Von daher ist dieses Mitfiebern für mich nicht schlüssig
und kann das eben nicht greifen.
Von daher würde ich natürlich dazu zuneigen, zu sagen,
Mensch, lass dich doch jetzt nicht runterziehen,
nur weil die verloren haben.
Du kannst doch mal ein Spiel ausfallen lassen.
Aber für den anderen ist das eben ein Lebensgefühl
auf Werte-Sinngebungsebene verankert.
In der Folge, wenn das natürlich auch bei beiden unterschiedlich ist,
ist das ein prädestiniertes Thema für dauerhafte, unstimmige Kompromisse,
die man schließt, wo gesagt wird, ja, ist okay,
geh noch mal zum Fußball, aber ist es eigentlich nicht.
Und ja, du kannst gucken, aber ist es eigentlich nicht.
Oder die Küche ist noch nicht nach dem Essen fertig,
aber der eine geht schon mal aufs Sofa und macht den Fernseher an
und will Fußball gucken.
Ist nicht okay, selbst wenn der mithilft, die Küche aufzuräumen,
so ist wieder Fußball nebenbei präsent und läuft
und man kann sich währenddessen nicht unterhalten,
weil man ja hören und teilweise mal hinblinzeln will,
was da passiert.
Und das sind alles so Dinge,
das hat eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit
für unstimmige Kompromisse.
Und wie wir ja schon oft berichtet haben,
ist es ja auch so, dass sich das auf andere Lebensbereiche dann ausweitet.
Also wenn ich verletzt bin und denke so,
boah, die Priorität ist sehr krass beim Fußball,
dann achte ich in anderen Lebensbereichen halt noch genauer drauf.
Also dann fange ich an, mehr aufzurechnen,
weil ich im unstimmigen Bereich bin.
Und das macht es meistens dann ja gerade so schwierig,
dass so eigentlich das Thema Fußball an sich so ganz klein ist,
aber dass es dadurch durch diese Verletzung immer größer und größer wird.
Ja, weil wenn es wirklich dann so ein Dauerthema ist
und du hast dann vielleicht zweimal die Woche selber Fußball
oder hast dann eben den Trainerjob,
hast am Wochenende noch ein eigenes Spiel,
was du als Trainer begleitest oder Kinder,
die du noch auf dem Fußballfeld begleitest,
die ja auch natürlich sehr begeistert sind
und das Thema immer wieder hervorbringen
und dann noch selber Fußball schauen.
Es ist dann quasi omnipräsent, das Thema in der Familie.
Und das macht dann natürlich auch omnipräsente Verletzungen.
Und das zieht Energie.
Ja, wenn du schon einige Folgen von unserem Podcast gehört hast,
dann freuen wir uns sehr,
wenn du uns eine Bewertung da lässt bei Spotify
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oder fragen möchtest.
Ja, was würdest du sagen,
das sind so typische Lösungsansätze,
die Paare dann versuchen,
die aber erst mal keine Wirkung machen.
Also das braucht man eigentlich nicht probieren,
wenn man an diesem Punkt steht.
Ein Weg ist häufig, dass Paare denken,
wir ignorieren das erst mal.
Also so unterm Teppich kehren.
Man regt sich mal kurz drüber auf.
Aber man sagt, na ja,
irgendwann ist die Saison auch zu Ende.
Das ist jetzt auch nur die EM, das ist ja nur die WM.
Also man versucht das sozusagen runterzuspielen
und zu ignorieren.
Aber die Wut und die Traurigkeit,
die als Verletzung aufgekommen ist,
die ist natürlich nicht weg.
Und die geht ja auch nicht weg,
nur weil wir sagen, ja, es ist jetzt auch bald vorbei.
Das wird ja nicht dadurch gelöscht.
Ein anderes Thema, was versucht wird,
ist natürlich dann schwarz oder weiß, das Ultimatum.
Ja.
Fußball oder ich.
Das ist dann irgendwann ja schon die Notlösung eigentlich,
wenn man sagt, da ist schon so viel Verletzung passiert.
Es gibt da irgendwie keinen Weg der Besserung.
Man merkt, man kommt nicht zusammen.
Dann hat man irgendwann vielleicht die Idee,
so ein Ultimatum zu stellen.
Das wird normalerweise auch nicht zu einer Lösung führen,
weil wahrscheinlich selbst, wenn derjenige sagen würde,
ja, dann Fußball.
Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich dann wirklich trennt,
würde ich sagen, ist nicht sehr groß.
Auf der anderen Seite, wenn man sagt, na ja, dann natürlich du.
Das ist auch unstimmig.
Dann wird ein Mangelgefühl erzeugt,
gerade wenn das wirklich so ein Lebensgefühl ist.
Das funktioniert nicht.
Dann ist der andere Teil, der sich dann auch nicht mehr verletzt.
Dann ist der andere auf einmal im Leid.
Dann ist er in einem dauerhaft unstimmigen Kompromiss sozusagen,
weil er nicht mehr Fußball so schauen kann und keine Teilhabe mehr hat.
Das wird nicht gut gehen.
Eine andere Variante ist sozusagen,
ein passiver Mitzuschauer zu werden.
Also, dass die Person, die sich dafür nicht begeistert,
ein Denkgefühl, krass Motivation aufbringt und sagt,
ich ziehe das jetzt durch.
Ich komme jetzt mit zu den Spielen.
Ich schaue mir das jetzt mit an.
Ich nehme meine Chipstüte und setze mich daneben
und habe daran Gedanken.
Ich habe keinen Spaß.
Dass man zumindest aber so beieinander ist, meinst du?
Genau. Ich bin körperlich anwesend,
zeige aber durch meinen Gesichtsausdruck
sehr deutlich wahrscheinlich auch unbewusst,
dass ich nicht begeistert bin.
Und das ist, muss man ehrlich gesagt sagen,
ist ja auch oftmals nicht die Variante,
die für die Person, die begeistert ist, wirklich toll ist.
Dann hast du eine Person im Schlepptau,
siehst es im Gesicht,
dass da vielleicht der Spaß so ein bisschen erzwungen ist
oder dass da unten auf die Uhr geguckt wird
und oh Gott, dann jetzt noch die Verlängerung.
Wollen wir jetzt nicht schon früher gehen?
Lass mal früher aus dem Stadion raus,
weil dann ist gleich der Stau nicht so weit,
der Stau nicht so lang.
Und innerlich denkt man so, ich kann doch jetzt nicht gehen.
Es geht hier um alles und nichts und du willst jetzt schon gehen.
Aber na ja, aber du warst jetzt auch schon so lange mit dabei
und es regnet auch und es ist nicht wirklich schön.
Daraus resultieren dann verschiedene Folgen für die Beziehung,
die wir auch teilweise eben schon mitgenannt haben.
Aber dieses Gefühl der Priorität ist für viele ganz wichtig.
Also normalerweise möchte man ja bei seinem Partner,
bei seiner Partnerin auf der ersten Priorität sein.
Und dann kommen nachher weitere Dinge,
die man dann auch durchaus besprechen kann,
die durchaus auch unterschiedlich sein dürfen.
Aber auf Prio 1 möchte man häufig selbst
als Partner, Partnerin beim anderen stehen.
Und wenn da dieses Gefühl entsteht,
dass Fußball wichtiger ist oder eben das Hobby,
das macht immer ein ungutes Gefühl und sorgt natürlich auch
für entsprechende Konflikte, Brillen,
also Glaubenssätze, die man über den anderen hat.
Man fühlt sich immer zurückgesetzt, unwichtig, nicht genug sein.
Das habe ich auch schon ganz häufig im Coaching gehabt.
So eine Sätze wie, du würdest auch zum Spiel fahren,
wenn ich hochschwanger das Kind bekomme jetzt gerade.
Da wärst du nicht da oder würdest im Trikot
noch in der letzten Sekunde reingelaufen kommen.
Das ist nicht nur, also ich hatte das im Coaching
nicht nur hypothetisch, sondern wirklich.
Ja, dass jemand hochschwanger war,
und dann hätte jederzeit das Baby kommen können
und er geht entspannt zum Fußball
und ist auch nicht greifbar.
Also dann auch wirklich, wo man sagt,
hat ja auch zu tun in dem Moment.
Erreichte nicht, bis der da ist, das ist nicht gut.
Ja, also da sind ja schon viele Sätze.
Also das Krasseste habe ich noch im Kopf.
Da sagte mal die Frau, also selbst egal, was kommen würde,
vom Fußballplatz kriegen wir ihn nicht weg.
Der im Stadion ist es am Stadion.
Da kann das Haus abbrennen.
Da kann ein Trauerfeier in der Familie sein.
Nach 90 Minuten ist er wieder da.
Bis dahin können wir ihn erst mal vergessen.
Und das ist natürlich im tiefen Gefühl krass, dass man sagt,
okay, die Zugehörigkeit, das Wir-Gefühl fährt runter auf null.
Und man sagt sozusagen zu dem anderen,
dir ist es alles egal, was in der Zeit passiert.
Zusammengefasst so ein ständiges Minderwertigkeitsgefühl,
Fußball ist wichtiger als ich.
Ja, dann kann natürlich ein Einsamkeitsgefühl entstehen,
dass man sich alleine in der Beziehung fühlt,
weil der andere ständig Termine hat, unterwegs ist,
was mit seinen Freunden macht und so weiter.
Und man selber dann vielleicht nicht so viel um die Ohren hat,
auch das vielleicht gar nicht mag, so viel unterwegs zu sein.
Oder man hat auch einfach nicht so viel Möglichkeit,
mal Zeit alleine zu verbringen.
Ja, gerade mit Kindern.
Die Me-Time fällt dann ja auch weg,
wenn der eine schon so einen großen Anteil hat.
Ja, oder auch mit Kindern halt.
Wenn der eine halt dann seine Termine so hat,
dann ist ja zwangsläufig der andere der Babysitter.
Genau.
Und das kann dann natürlich auch dazu führen,
dass das nicht ausgeglichen ist, man sich alleine fühlt,
man sich alleine in der Verantwortung für viele Dinge dann fühlt.
Und ja, dann schafft das natürlich Distanz.
Wenn bei euch Fußball oder ein anderes intensives Hobby
immer wieder zu Konflikten führt,
ihr keine stimmigen Kompromisse herstellen könnt,
ihr das Gefühl habt, dass es mindestens ein Anteil daran,
dass ihr in einem Krisengefühl seid
oder euch eben nicht ganz zufrieden fühlt,
dann meldet euch sehr gerne bei uns
für das Telefonische Erstgespräch.
Wir besprechen mit euch dann,
welche Möglichkeiten es bei uns,
im Coaching gibt,
euch dabei zu unterstützen,
dass der eine sein Hobby,
den Fußball genießen kann
und es dem anderen dabei auch gut geht,
sodass ihr insgesamt
ein stimmiges Gefühl dabei habt.
Ja, und das ist bei den Lösungsansätzen
sicherlich sehr wichtig.
Es geht ja gar nicht darum,
entweder den Fußball schlecht zu reden,
zu verbieten, zu sagen,
das geht so nicht.
Also wenn jemand dort so ein
Bestandteil auf Sinngebung hat
und das so eine Lebensphilosophie ist,
dann ist das schon wichtig,
dass man das integriert bekommt.
Aber es muss eben auf eine stimmige Art und Weise sein,
dass eben die ganze Familie
sich damit wohlfühlt.
Grundsätzlich ist es ja wichtig,
wenn wir ein Problem in der Partnerschaft haben,
dass wir das hervorbringen.
Und dafür brauchen wir eine stimmige
Kommunikationsgrundlage.
Also wenn da irgendwie das Gefühl ist,
zum Beispiel beim Thema Fußball,
das fühlt sich nicht gut an,
ich habe das Gefühl, ich bin genervt,
von dem Thema oder aus der von Geben und Nehmen Priorität,
alles, was wir schon angesprochen haben,
ist ein Thema,
ist es wichtig, darüber zu sprechen.
Und bei der Kommunikationsgrundlage
ist es wichtig, dass der richtige Moment gesucht wird.
Also dass wir schauen,
können wir jetzt gerade gut sprechen?
Haben wir Zeit?
Haben wir keine Kinder,
die vielleicht uns unterbrechen können?
Können wir wirklich mal in die Tiefe einsteigen beim Gespräch?
Oder ist es irgendwie jetzt nur ein Tür-und-Angel-Gespräch
und es kommt mit großer Wahrscheinlichkeit
jetzt gleich zum Konflikt?
Sondern wir wollen ja eine stimmige Atmosphäre haben,
damit offen und ehrlich über das Thema gesprochen werden kann,
ein Austausch stattfinden kann.
Und da ist die Grundlage,
eine gute Gesprächsatmosphäre erstmal zu schaffen.
Und das ist natürlich besonders dann wichtig,
wenn man schon eine gewisse Konflikthistorie
zu diesem Thema aufgebaut hat.
Dann ist der Punkt,
wann war es mal gut, nicht im Heute.
Das heißt, ich kann gar nicht wirklich
einen stimmigen Kompromiss dafür finden,
weil durch die Vorverletzungen,
die da sind, wird man
typischerweise mehr fordern,
einen Ausgleich für die unguten Gefühle
irgendwie fordern,
was einem aber selber noch unbewusst ist.
Und der andere wird das ablehnen.
Das heißt, man fordert typischerweise
mit noch bestehenden Verletzungen
mehr, als man eigentlich fordern würde
und was man eigentlich auch selber
als fair empfinden würde,
wenn diese nicht da wären.
Das heißt, wichtig ist die Systemgesetzverletzung,
wie wir sie nennen, also emotionale Verletzungen,
die schon in der Vergangenheit
zu diesem Thema passierten,
gemeinsam zu lösen.
Ja, sonst kommt das zu so einem
Verteidigungsmodus, ne?
Dann kommt das nämlich gar nicht an,
weil dann fühlt der andere sich so angegriffen,
weil die Forderung so groß ist,
dass man sofort zurückschlägt.
Also verbal.
Und ja auch häufig dann schon so Druck mitbringt.
Genau.
Und dann hat der andere durch den Druck das Gefühl,
dass es eben wieder um Schwarz-Weiß geht
und dass man sagt, du willst mir das ja nur wegnehmen
und der andere sagt, nee, will ich doch gar nicht.
Du gönnst mir gar nichts.
Und dann, genau, das läuft dann
im Ping-Pong hin und her, man verletzt sich noch mehr
und sieht nur,
okay, bei diesem Thema finden wir wirklich
keine Lösung.
Also das heißt, das ist nicht der Weg,
sondern man schaut auf der Zeitlinie,
wann war es mal gut, wie war der Anfang,
wann ist Fußball zu einem Thema geworden,
wie lange war es stimmig,
wann wurde es unstimmig,
wann gab es dazu die erste Verletzung.
Und dann kann man das aufarbeiten und diese Gefühle lösen,
indem man Verantwortung dafür übernimmt,
für das Gefühl, was man beim anderen erzeugt hat,
und wenn das passiert ist und man somit die Zeitlinie aufgearbeitet hat
und die Gefühle rund um das Thema Fußball
und die Streitigkeiten, die damit einhergingen, gelöst hat,
dann ist der Punkt gekommen,
wo man über einen stimmigen Kompromiss nachdenken kann.
Und bei dem Punkt ist es auch wichtig,
dass man die Bedürfnisse wirklich klar ausspricht.
Also, dass man dem anderen ganz praktisch einmal zeigt,
was man erwartet, also was einfach gebraucht wird.
Weil sonst finde ich das auch schwer,
schwierig für die Umsetzung, also konkret Vorschläge zu machen.
Also, ich würde mir wünschen,
dass wir am Wochenende mehr Zeit mit den Kindern verbringen,
dass wir vielleicht mal zusammen Eis essen gehen,
auf den Spielplatz gehen,
dass wir den Tag, wenn zum Beispiel ein Auswärtsspiel ist
oder wenn abends Fußball ist,
dass wir morgens zusammen frühstücken.
Also, dass man das praktisch auch noch bei dem anderen zeigt,
was man als Ausgleich braucht,
damit dieser Kompromiss stimmig ist
und man beide Welten so vereint.
Vielleicht auch nochmal aufzeigen,
wie man sich als Spieler,
wie eben die Gefühle auf beiden Seiten sind.
Also, welches Gefühl macht das,
wenn man durch das zeitintensive Hobby des anderen
eben in diesem Mangelgefühl ist
und eben nicht ausreichend Zeit für sich und die Familie sieht
oder auch die Aufgaben, die so zusammen anfallen.
Wiederum, wenn man nicht nachvollziehen kann,
wie sich das für den anderen anfühlt,
so stark an diesem Hobby interessiert zu sein,
so ein Lebensgefühl dazu haben,
auch da mal zu zeigen, was macht das im Bauch,
was macht das für ein Basisgefühl mit einem,
wie fühlt sich das an
und dann dadurch einen Weg zu finden,
wie man eben sich da Alltagsroutinen bauen kann,
die beides wunderbar vereinen
und man dort aufeinander sich zubewegt.
Wahrscheinlich darf man dann auch nochmal den ganzen Alltag beleuchten.
Also, wir haben ja vorhin gesagt,
Systemgesetz Nummer 3, Ausgleich von Geben und Nehmen.
Also, auch mal zu schauen, wie ist unser Alltag aufgebaut,
welchen Ausgleich brauche ich,
welche Verletzung liegt eigentlich schon,
unabhängig vom Fußball vor, dass das schon unstimmig ist
und was dürfte nochmal neu aufgeteilt werden.
Und dabei kann es eben sein, dass das Maß auch begrenzt wird.
Man sagt, ich muss mich da irgendwie auf den anderen zubewegen
und man eben innerhalb seines Hobbys Fußball dann priorisiert.
Was von diesen ganzen Dingen, die ich so mache und konsumiere,
brauche ich wirklich?
Und gibt es auch Phasen, wo man wirklich sagt,
da steht jetzt die Familie im Vordergrund beim Abendessen,
dann hat man nicht nebenher noch das Radio laufen,
wo dann eben die Spielkommentare kommen,
sondern ist dann fokussiert.
Also, da gibt es sicherlich viele Dinge,
die man gemeinsam dann finden kann,
wenn die Vorverletzungen wirklich gelöst sind.
Und wenn man dann natürlich merkt, man dreht sich im Kreis
und das sind noch ganz viele weitere Themen,
die eigentlich mit reinspielen,
also nicht nur das Thema Fußball,
sondern da sind noch ganz viele weitere Verletzungen im Fundament,
wie wir immer sagen,
die so die Risse erzeugen,
dann ist es auch ein Moment,
wo man sich gerne Unterstützung holen darf.
Damit man nicht ewig in Gesprächen festhängt
und keine Kompromisse weiterschließen kann,
sondern sich Unterstützung an die Seite holt,
Gedanken ordnet, Bedürfnisse nochmal klarer bekommt.
Und da ist natürlich so etwas wie eine Paartherapie oder ein Coaching
ein Weg, den man suchen kann.
Gerade wenn das schon langjährig eigentlich ein Thema ist,
sich wie schon das andere Dinge aufgestaut haben,
man das vielleicht auch gar nicht mehr auseinander sortiert bekommt
und selbst das Gefühl,
das Gefühl hat,
das ist alles schon sehr komplex bei uns und schwierig.
Denn das ist der Start,
den viele bei uns letztendlich haben,
die sich bei uns melden,
dass sie im Kennenlernen sagen,
wir sind ein ganz komplexer Fall.
Und dann ist immer die Antwort,
ja, natürlich fühlt ihr das so,
dass ihr ein ganz komplexer Fall seid.
Ansonsten wärt ihr ja nicht hier.
Wenn das für euch ganz einfach wäre,
dann würdet ihr die Dinge ja einfach selbst auch lösen.
In dem Sinne,
meldet euch gerne,
wenn das bei euch ein Thema ist
und ihr euch da Unterstützung wünscht.
Ansonsten freuen wir uns sehr,
dass ihr in dieser Folge
zugehört habt
und wenn ihr in der nächsten Folge
dann wieder dabei seid.
Bis bald.
Bis dann.
Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Fußball gilt für viele Paare als intensives Hobby, das zeitintensiv und emotional präsent ist, besonders bei Welt- und Europameisterschaften.
Ein extrem fußballbegeistertes Mitglied im Paar führt oft zu Zeitkonflikten, da das Hobby Priorität übernimmt und Alltagseinheiten wie Familientermine oder gemeinsame Aktivitäten beeinträchtigt.
Die emotionale Bindung an Fußball – als Lebensgefühl – verursacht für den anderen Partner oft ein Minderwertigkeitsgefühl und führt zu Verletzungen und Distanzierung.
Verletzungen aus der Vergangenheit, wie z. B. bei Verlängerung von Dauerkarten oder Abwesenheit bei wichtigen Familienereignissen, können Kompromisse und Konflikte in der Beziehung verstärken.
Stimmige Lösungen erfordern zunächst die Aufarbeitung von Verletzungen, eine klare Kommunikation über Bedürfnisse und die Schaffung eines ausgewogenen Alltags, der beide Lebensbereiche berücksichtigt.
Passive Mitwirkung oder Ignorieren der Konflikte führt zu weiterer Verletzung und verstärkt ungesunde Muster wie Schwarz-Weiß-Entscheidungen.
Paare, die über lange Zeit mit dem Thema Fußball zu Konflikten kommen, benötigen oft professionelle Unterstützung, um ausgleichende Beziehungen zu entwickeln.
Die Lösung basiert auf der Wahrnehmung von Gefühlen, der Klärung von Bedürfnissen und dem Wiederherstellen eines gegenseitigen Zugehörigkeitsgefühls.
Summary:
Fußball kann für Paare zu intensiven Konflikten führen, wenn ein Partner es als lebenswichtiges Hobby betrachtet, während der andere davon abgeht. Die hohe Zeitintensität und emotionale Bindung an Spiele wie EM oder WM führen oft zu Zeitkonflikten, mangelndem Austausch und einem Gefühl der Abwesenheit. Derjenige, der Fußball begeistert, fühlt sich häufig als zentral, während der andere Minderwertigkeitsgefühle und Einsamkeit erlebt.
Diese emotionale Verletzung wird durch vergangene Konflikte, wie z. B. die Verlängerung von Dauerkarten oder fehlende Teilnahme an Familientermine, verstärkt.
Stimmige Lösungen erfordern daher nicht nur den Austausch von Bedürfnissen, sondern auch die Aufarbeitung von Vergangenheitsverletzungen und die Schaffung eines ausgewogenen Alltags, der Familie und Freizeit berücksichtigt. Ohne professionelle Unterstützung wie Paartherapie oder Coaching bleibt das Thema oft in einem unstimmigen, zyklischen Muster gefangen, wodurch Wut, Distanz und Unzufriedenheit zunehmen. Erfolgreiche Beziehungen entstehen dann, wenn beide Partner das Gefühl der Zugehörigkeit und gegenseitige Wertschätzung wiederherstellen und gemeinsame, realistische Alltagsstrukturen entwickeln.
FAQs
Weil das Hobby viel Zeit und Aufmerksamkeit verlangt, was zu einem Mangel an gemeinsamer Zeit und einem Gefühl von Ungleichheit führt. Der Partner, der nicht begeistert ist, fühlt sich oft zurückgewiesen oder unwert.
Wenn ein Partner Fußball als Lebensgefühl sieht, wird es zu einer echten Priorität, die über den Alltag hinausgeht. Dies führt zu einem Gefühl, dass das Hobby wichtiger ist als die Beziehung oder andere familiäre Verpflichtungen.
Ja, durch die Aufarbeitung von Vergangenheitsverletzungen und die Schaffung eines gemeinsamen Verständnisses über Geben und Nehmen, wobei beide ihre Bedürfnisse klar kommunizieren.
Weil der andere Partner das Gefühl hat, er werde erzwungen, und es entsteht ein Mangel an echtem Mitfieber. Dies führt zu Spannungen und kann das Vertrauen zwischen den Partnern schwächen.
Durch regelmäßige Gespräche über Bedürfnisse, die Aufarbeitung von Vergangenheitsverletzungen und die klare Definition von gemeinsamen Alltagsszenarien, die beide Akzeptanz schaffen.
Weil es eine Sicherheitslücke aufzeigt und zeigt, wie leicht die Grenzen zwischen Realität und Spiel verletzt werden können. Dies kann als symbolische Ausdrucksweise für die ungezügelte Hingabe an das Hobby verstanden werden.
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