Beziehung vorbei: So kommst du raus aus dem Liebeskummer!
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Beziehungsbeendigungen führen häufig zu tiefem Liebeskummer, besonders wenn die Trennung unerwartet oder nach langjähriger Bindung erfolgt. Emotionale Reaktionen wie Wut, Trauer oder Antriebslosigkeit sind typisch, wobei auch extreme Verhaltensweisen wie Aktionismus oder Kontrolle auftreten können. Ein wesentlicher Faktor ist die Unfähigkeit, offene Fragen zu klären, was das Verarbeiten der Emotionen verhindert. Um voranzukommen, ist es notwendig, die Ursachen der Trennung kognitiv und emotional zu verstehen, Verletzungen zu lösen und einen emotionalen Abstand zu finden – besonders bei toxischen oder konfliktschweren Beziehungen. Unterstützungsnetzwerke, wie Freunde, Familie oder Coaching, helfen, das Leid zu tragen und Wiederherstellung zu erreichen. Ein entscheidender Schritt ist die Selbstreflexion: Man muss klären, wer man ist, was man möchte und wie man für sich selbst leben möchte. Dabei helfen kleine, tägliche Ritualien, wie die „Tut-mir-gut-Liste“, durch die eine gewohnte, zufriedene und erfüllte Lebenswelt entsteht. Diese Elemente ermöglichen nicht nur die Bewältigung des Kummerzustands, sondern auch die Rückkehr zu einer stabilen, selbstbestimmten Lebensweise und der Bereitschaft für neue Beziehungen.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser Folge bei den Lebensidealisten.
Heute geht es nicht mehr darum, eine Beziehung noch zu retten und eine harmonische und glückliche Beziehung daraus zu formen, was wir sonst immer tun.
Zu uns kommen auch Menschen ins Coaching, deren Beziehung vorbei ist und die rauskommen wollen aus dem Liebeskummer
und sich bereit machen wollen für erstmal eine freiheitliche Single-Zeit und dann wieder beziehungsready werden wollen für die nächste Beziehung.
Das heißt, unser Titel heute ist Beziehung ist vorbei, so kommst du raus aus dem Liebeskummer.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung
oder aber helfen euch, euren Liebeskummer zu verarbeiten.
Hier ist euer Story, lasst uns beginnen.
Die Wälder sind gut, komm, reingehen.
Der Zukunft ist hier, es ist vor euren Augen.
Hängt noch sehr an der alten Beziehung, an alten Gemeinsamkeiten, Routinen, Abläufen im Alltag.
Man kann sich das gar nicht vorstellen, dass der andere vielleicht schon, wenn er ausgezogen ist oder nicht mehr da ist,
wie das Leben ohne die Person laufen soll.
Und deswegen haben wir jetzt einmal eine Folge zum Thema Liebeskummer aufgenommen,
weil Liebeskummer ja auch mit der Liebe zu tun hat und das sozusagen ja die Folge von einer Beziehung sein kann,
die nicht sein muss, aber sein kann.
Und es da einfach auch methodisch viele Dinge gibt, die man tun kann,
damit die Phase des Verlustes und des Leids nicht allzu lang ist,
sondern nur so lang, wie man braucht es zu verarbeiten,
aber um dann auch wieder kraftvoll nach vorne zu schauen.
Das sind auch so die zwei Fälle, die ja dann so zu uns kommen.
Also eigentlich kann man sagen, wenn jemand so stark ins Liebeskummer hineinstürzt, akut,
dass das schwer auszuhalten ist.
Oder aber, wenn jemand schon sehr lange Zeit im Liebeskummer ist
und irgendwie nach Monaten da immer noch nicht rausgekommen ist.
Das sind ja häufig dann die, die zu uns ins Coaching kommen und sagen,
ich will mich da jetzt irgendwie mal draus lösen.
Ja, weil die Trennung gerade nach so einer Langzeitbeziehung bringt halt viele verschiedene Probleme mit sich.
Oftmals ist es ja gerade frisch nach einer Trennung, dass bei vielen Menschen noch die Liebe da ist,
weil Liebe geht ja nicht innerhalb von Sekunden, Stunden, Tagen einfach so weg.
Gerade wenn das eine Liebe war, die sich über Jahre aufgebaut hat.
Aber man halt vom Partner, von der Partnerin getrennt ist.
Teilweise ist es ja auch unerwartet oder spontan so eine Trennung, die man dann erfährt.
Wir haben das gar nicht so selten im Coaching, dass Leute berichten, dass sie sagen,
okay, dann hat er oder sie sich von mir getrennt oder die Trennung ausgesprochen.
Und ich hatte das Gefühl, dass der Boden unter meinen Füßen weggezogen worden ist,
weil ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass das mir passieren wird oder dass das auskommt.
Oder dass das ausgesprochen wird.
Mir war das vielleicht schon klar, dass es schlecht läuft, dass wir unsere Probleme haben,
dass wir in einer Krise sind, aber so den letzten Schritt, eine Trennung auszusprechen,
war dann doch noch gefühlt weiter entfernt.
Und wenn das dann geschieht und wenn man dann gerade an einen Partner, eine Partnerin geraten ist,
die sehr konsequent das zeitnah auch umsetzt, also gar nicht mehr so in der Unsicherheit ist,
sondern das für klare Verhältnisse danach auch schnell sorgt, kommt man sich manchmal so vor,
so wird uns berichtet wie in einem Film.
Der an einem vorbeizieht, wo man denkt, okay, warte mal, kann ich nochmal kurz zurückspulen?
Ich habe das jetzt gerade nicht so verstanden.
Ja, darum geht es ja auch, da kommen wir später noch darauf zu sprechen, um das zu verstehen.
Aber was natürlich die erste Folge nach einer Trennung ist, sind emotionale Verletzungen,
ungute Gefühle wie Wut, Angst, Traurigkeit, die entstehen.
Häufig auch Wut darüber, dass man keine Chance mehr hat.
Ja, diese Endgültigkeit.
Ja, diese Endgültigkeit, ne?
Gerade in der Konstellation, wenn jemand das,
entweder verdrängt hat die Probleme und das irgendwann so dieser Kochtopf überkocht
und man dann sagt, das ist jetzt so viel, ich muss mich jetzt trennen,
dann ist das halt so spontan überraschend.
Oder wenn derjenige schon innerlich immer darüber nachdenkt,
sich innerlich immer weiter von dem Partner verabschiedet,
die Trennung quasi emotional innerlich alleine vorbereitet und dann sich schon gelöst hat.
Das sind natürlich Dinge, die beim anderen sehr viel Wut produzieren,
weil eben immer das Gefühl da ist,
hättest du früher mit mir geredet,
hätten wir früher über uns Probleme gesprochen oder was du fühlst,
hätten wir das noch verändern können und jetzt habe ich keine Chance mehr.
Ja, aber manchmal ist es ja auch so,
dass der Partner vielleicht auch die Sachen schon angesprochen hat,
aber man selber einfach das auch nicht so wahrgenommen hat.
Wurde nicht anerkannt.
Genau, dass man gesagt hat, ja, der hat ja gesagt,
das habe ich auch, muss ich auch ehrlich gesagt sagen, ist mir auch aufgefallen,
aber ich habe jetzt nicht gedacht, dass das jetzt so schlimm ist und so,
dass ja auch mal die verschiedene Wahrnehmung,
so ein Konflikt.
Ja, Liebeskummer löst bei vielen Menschen weitere Gefühle aus,
wie Antriebslosigkeit, Demotivation, Schlaflosigkeit.
Also ist bei manchen Menschen mit einer depressiven Verstimmung
oder depressiven Phase fast leicht zu setzen von den Gefühlen,
die es auslösen kann.
Bei manchen wiederum geht es auch anders.
Die verfallen dann in so einen extremen Aktionismus
und sind sofort total am Funktionieren,
funktionieren, machen dies, machen das,
kümmern sich um alles und sind total aktionistisch
und powern sich quasi darin aus.
Teilweise auch in unsinnigen Aktionen.
Hauptsache in Bewegung bleiben, was tun und nicht darüber nachdenken.
In der Folge entstehen auch noch Unsicherheit,
also soziale Fragen, wie reagiert das Umfeld,
wo finde ich Halt, verliere ich auch die Schwiegereltern,
den Schwager, die Schwägerin, Freunde,
die eher zu meiner Partnerin, zu meinem Partner zugeordnet sind.
Das ist ja durchaus immer so ein bisschen,
dass mehr der eine oder mehr der andere den Draht hat.
Also was passiert da alles noch?
Und was ein wesentliches Problem ist,
warum sich Liebeskummer eben nicht so gut lösen lässt,
sind die offenen Fragen.
Du hast das eben schon angeteasert.
Es geht darum, erst mal dieses kognitive Verstehen,
warum ist das so passiert?
Denn das wird meistens,
meistens gebraucht, um die Emotionen nachhaltig verarbeiten zu können.
Klar, ich muss ja erst mal verstehen, warum mir das passiert ist,
damit ich auch ein bisschen damit abschließen kann,
beziehungsweise mich damit auseinandersetzen kann.
Und ich finde, das ist auch immer so ein Gedankenkarussell,
was oftmals dann entsteht, dass jemand immer sagt,
ja, ich weiß, ich sollte jetzt was Gutes für mich tun,
ich sollte jetzt mich mit Freunden treffen, mich ablenken,
was auch immer einem da immer gesagt wird von der Gesellschaft,
was man tun sollte bei so einer Trennung.
Aber ich weiß immer noch nicht, warum hat er denn sich getrennt?
Oder warum ist das so und so passiert?
Warum hat er mir das nicht beim letzten Treffen schon gesagt?
Oder, na, also das sind ja immer so, so finde ich, so Fragen,
die einen immer wieder so die Gedanken im Kreis drehen lassen
und mit denen man auch nicht abschließen kann.
Gerade wenn das auch eine Sache ist,
wenn da auch Kinder mit bei sind, wo man sagt,
okay, hat derjenige sich das wirklich gut überlegt?
Wie soll ich denn jetzt agieren?
Wie hat er sich das denn vorgestellt?
Wie das jetzt weitergehen soll?
Also auch einfach so diese Klarheit zu haben,
was soll ich jetzt tun, ne?
Und dann kommen wir im nächsten Schritt auch schon zu den Folgen.
Die Folgen sind bei vielen Menschen erstmal das Ängste hervortreten, ne?
Also wie soll es weitergehen, wie wir schon gesagt haben eben.
Manchmal auch die Verlustangst oder Angst, allein zu sein,
aber auch die Angst, einfach klarzukommen.
Also wie, wer soll jetzt hier in dieser Wohnung,
in unserer Wohnung wohnen bleiben, in unserem Haus?
Wie soll das finanziell alles aussehen?
Wie wollen wir das unseren Kindern sagen?
Soll ich das unseren Kindern sagen?
Sagt er das?
Wie soll jetzt überhaupt ein Ablauf als Familie jetzt noch bestehen?
Manchmal, das hatte ich auch im Coaching,
so eine Frage wie, wie ist es mit Haustieren?
Wenn man einen gemeinsamen Hund hat zum Beispiel,
wer kümmert sich jetzt um den Hund,
wenn beide tagsüber arbeiten und man sonst das geregelt hat,
dass einer mittags nach Hause fährt, sich um den Hund kümmert?
Also so ganz wie Kleinigkeiten.
Wo man erstmal sagt, ich komme jetzt irgendwie gerade nicht klar,
weil ich weiß nicht, wie es weitergehen soll.
Vielleicht auch ein Urlaub, den man schon zusammen gebucht hat,
was auch immer.
Und das ist so die Masse an Geschehnissen,
die auf einen so hereinprasseln,
wo man sich schnell überfordert fühlt.
Bindungsangst kann in der Folge entstehen.
Gerade wenn Fragen unbeantwortet bleiben,
habe ich vielleicht eine Bindungsangst,
habe eine Schutzmauer,
die Gefühle nicht mehr so stark zulassen,
damit ich nicht nochmal so stark verletzt werde,
wenn eben das Dahinterstehende nicht aufgelöst wird.
Und dann die fehlende Identität,
die vielleicht zu Tage kommt.
Wer bin ich? Was wünsche ich mir?
Sich erstmal wieder mit sich selbst auseinandersetzen zu müssen.
Oder zu dürfen, je nachdem.
Oder zu dürfen.
Das Gefühl, dass man ohne den Partner nichts ist.
Also wenn vorher diese starke Bindung an den Partner war,
man vielleicht sogar sein eigenes Glück
an den Partner gekoppelt hat oder die Partnerin.
Das macht natürlich ganz viel mit einem selbst.
Und es ist für viele auch sehr ungewohnt,
alleine dazustehen.
Wir haben auch,
regelmäßig Paare bei uns,
wo dann die Trennung dann ansteht
und solche Ängste eben zum Vorschein treten,
wo jemand sagt,
ich habe 20 Jahre nicht alleine gelebt
oder vielleicht ich habe 20 Jahre nicht alleine gelebt.
bin mit 23 bei meinen Eltern ausgezogen
und sofort mit meiner jetzigen Frau zusammengezogen.
Ich weiß gar nicht, wie das alleine ist, ob ich das kann.
Ich habe das nie alleine irgendwie gemacht.
Und solche Sachen entstehen dann.
Da kommen dann ja auch so Situationen oder Reaktionen manchmal,
wo dann ein Partner vorschlägt und sagt,
ja, wir bleiben noch zusammen wohnen wegen der Kinder.
So Zweckgemeinschaft, WG-mäßig.
Um sozusagen noch so ein bisschen die Stabilität
für einen selber auch zu haben.
Und zu sagen, okay, das bricht nicht alles weg.
Was häufig aber schwierig ist, spätestens an dem Punkt,
wo man sagt, ja, einer lernt jemand Neues kennen.
Also das ist manchmal eher so eine Lösung aus der Verzweiflung,
finde ich, die als erstes gemacht wird.
Weil das ist der nächste Punkt,
dass diese fehlende Sinngebung ja auch wegfällt.
Also die Sinngebung für die Zukunft.
Also wenn wir jetzt Paar zusammengekommen sind
und vielleicht schon Gedanken gemacht haben über Familie, Kinder.
Will man ein Haus kaufen, ein Haus bauen?
Welche Reisen will man noch machen?
Man hat sozusagen sich die Zukunft
zusammen ausgemalt.
Und dann ist es so auf Reset.
Und dann muss man vor allem überlegen,
okay, das waren jetzt unsere gemeinsamen Ziele.
Was möchte ich jetzt eigentlich?
Manche Sachen sagt man auch, okay, will ich gar nicht alleine.
Dann entferne ich mich
oder kann ich nicht alleine.
Vielleicht auch Thema Familie.
Was bei vielen Frauen oder Männern ja auch so ein Punkt ist,
gerade in gewissen Altersstufen,
dass man sagt, okay, wenn ich jetzt wieder
von vorne anfange,
weiß ich nicht, ob ich das noch,
finde ich jetzt die nächsten fünf Jahre ein Partner?
Ist das Thema Kinder dann schon
vielleicht für mich dann erledigt?
Also auch so ganz viele Druckthemen,
die häufig dabei sind.
Was ja häufig eben
Dinge sind, die daraus entstehen
als Folge,
dass ich Verletzungen nicht gelöst habe
und im Liebeskummer drin hänge.
Das verändert sich ja in dem Moment,
wo ich eben diese Verletzungen
gelöst bekomme und mich auch
aus dem Liebeskummer lösen kann.
Und ansonsten
kann es auch zu Kurzschlussreaktionen kommen,
im Liebeskummer entstehen
unüberlegte Handlungen,
die man später vielleicht dann entsprechend bereut.
Ich habe gerade jemanden im Erstgespräch
gehabt, da hat er
durch sein Liebeskummer
angefangen, sie zu überwachen und hat Kameras
aufgestellt und so.
Und das sind natürlich Situationen,
da denkt man immer, das findet nur im Fernsehen statt.
Aber nee, wenn jemand so tief im Leid drin steckt
und so viel Liebeskummer hat und noch
so sehr an seiner Frau hängt oder
auch an seinem Mann hängt, dann können
tatsächlich unüberlegte Handlungen
entstehen, die
einfach durch dieses große Leid
hervortreten. Das Denkgefühl
setzt aus, also das rationale Denken
und man ist so tief in der Emotion drin,
wie Wut, Angst, Trauer,
dass man ganz anders
handelt, wie man sonst handeln würde.
Und nicht ohne Grund
ist es ja auch so, dass man ähnlich
wie bei einem Zustand, wenn man frisch verliebt
ist, durch die Hormone da sozusagen
beflügelt wird und sich auch ganz anders
verhält, ist es ja auch in Trauerphasen
einfach so, dass man
in einem Ausnahmezustand ist.
Man ist erschüttert.
Deswegen finde ich, passt ja auch manchmal das Wort
enttäuscht. Man muss sozusagen
mit, ja,
man wird ja nicht mehr getäuscht,
man ist ja enttäuscht dann, aber damit
muss man ja auch erstmal klarkommen.
Man stellt ja auch vielleicht
auch manche
Lebensansätze oder Denkweisen
über die Menschheit, wenn man es mal ganz groß machen will,
in Frage, wo man sagt, okay,
hätte ich jetzt nie gedacht, meine Menschen könnten das mal
eine ganz andere, also man ist schon ganz schön,
kann ganz schön erschüttert sein, ne?
Wir wollen gleich dazu kommen,
wie du mit Liebeskummer
umgehen kannst, wie du den verarbeiten kannst,
welche Tipps wir dir mitgeben wollen.
Vorher möchte ich kurz
auf unseren Blogbeitrag aufmerksam machen.
Die sechs Liebeskummerphasen,
diese Tipps geben Liebeskummer
helfen dir. Da haben wir nochmal ein
weiteres Modell hinzugezogen,
was eben sechs Phasen des Liebeskummers
beschreibt und darauf nochmal
spezifische Tipps gegeben.
Solltest du bereits längere Zeit
im Liebeskummer hängen und dadurch nicht bereit werden
für neue Beziehungen und
eben dich aus dem Leid nicht lösen können,
kannst du dich gerne bei uns melden
und im Coaching
helfen wir dir, den Schmerz
zu verarbeiten, Abstand zu finden
und dich auf eine neue Beziehung
vorzubereiten oder aber
leiten dich darin an,
wie du erstmal für dich selbst
wieder zu einer neuen Identität und Sinngebung
für dich alleine
kommst und auch letztendlich
lernst, wie du das alles für dich
umsetzen kannst.
Genau, kommen wir zu den Lösungen und zu den
Tipps gegen Liebeskummer. Als erstes hatten wir
darüber gesprochen, ist es sehr schwer, wenn
offene Fragen noch bestehen.
Das heißt, es geht darum, Fragen zu klären.
Also einmal
zu überlegen, was für Fragen hast du
an deinem Ex-Partner, an deine Ex-Partnerin
und da auch
zu sagen, welche Fragen sind wirklich wichtig
für dich. Also welche Fragen
bringen einen nur ins Leid und sind nur
Nebeninformationen, aber welche Fragen
sind einfach wichtig, weil sie auch dein,
dein Leben in Zukunft bestimmen
werden oder du Entscheidungen treffen musst
auf Basis
der Antwort, die dann kommen wird.
Und da geht es
darum, dieses Verstehen,
den Zustand des Verstehens
zu haben, also zu sagen, okay,
ich möchte das geklärt haben, ich möchte
nochmal ein abschließendes Gespräch haben.
Das kann man
erfragen von dem Partner, von der Partnerin,
aber wenn das natürlich
nicht angenommen wird, wenn der andere
sagt, den möchte ich nicht, muss man es letztendlich
auch,
auch versuchen, einen Weg zu finden, das zu akzeptieren.
Was aber immer wichtig ist, natürlich
auch für den anderen sind organisatorische Dinge
zu klären und das kann man ja auch ganz klar kommunizieren
und zu sagen, okay, aber wir müssen hier ja trotzdem
klären, wie wir das mit der Wohnung
regeln, wie wir das mit dem Haus regeln,
vor allen Dingen, wie wir das mit den Kindern regeln,
sollten Kinder bestehen.
Also es geht ja auch nicht so, dass einer
vor allem sagt, okay, ist vorbei, ich gehe.
Das war es jetzt.
So einfach ist es ja nun nicht mehr wie irgendwie
mit Anfang 20, wo man nochmal kurz seinen Pulli
tauscht, den man bei dem anderen liegen gelassen hat und
dann war es das.
Und da hilft es aber, finde ich, manchmal auch
sich gut auf so ein Gespräch vorzubereiten,
um auch von Emotionen nicht allzu
hoch zu kochen, sondern das auch zu versuchen
auf wirklich der Grundlage
vom Verstehen zu führen.
Sollte das nicht möglich sein,
dass derjenige eben für ein Gespräch
nicht mehr greifbar ist,
nicht mehr bereit ist, das durchzuführen,
dann kann es
auch da wieder helfen, das
Ganze mit einem Sparringspartner,
wie einem Sparringspartner,
mit einem Coach zu machen
und zu schauen, dass man gemeinsam
die Beziehung nochmal reflektiert
aus der Erzählung heraus und wir
aus unserer Erfahrung mitgeben, was
mögliche Ursachen sind
und dann eben den Abgleich
zwischen Denkgefühl und Basisgefühl
nutzen, um zu
gucken, ob das stimmig ist als
Ursache oder nicht und darauf vertrauen.
Also in dem Fall,
dass wir
gewisse Ursachen ermitteln und
sagen, dass das könnte es sein
und
dann du dir das vorstellst,
dass das die Ursache ist und wenn dann
dein Bauch- oder Basisgefühl sagt,
ja, das kann es sein, das macht
ein rundes Gefühl in der Vorstellung und im
Bauchgefühl, dann können wir das als
Ursache auch annehmen,
um diese Frage zu klären.
Das reicht uns als Gewissheit dann auch aus.
Durch diese Herleitung
und dann dieses Stimmig- oder
Unstimmigkeitsgefühl.
Damit können wir Schmerz verarbeiten.
Wenn das erstmal im Denken okay ist
oder wir ein stimmiges
Gefühl erzeugt haben, wenn wir
uns Ursachen überlegt haben,
dann können wir die entsprechenden
Verletzungen lösen, die
stattgefunden haben, die
vielleicht noch andauern, wie zum Beispiel
das Wut da ist, weil
derjenige nicht früher ausgesprochen hat,
dass es ihm in der Beziehung nicht gut geht
und ich jetzt durch die Tretung so überrascht
wurde. Diese Wut
kann man dann innerlich mit
demjenigen lösen, wir brauchen den nicht dabei,
aber darum geht es, diese Wut zu lösen
und aber auch vielleicht dann Ängste zu lösen,
die dadurch entstanden sind,
wie die Angst, dass sowas nochmal auftritt oder so.
Auch hier ist dann nochmal wichtig zu prüfen,
ob es gegebenenfalls
noch vorherige Dinge gibt,
die nicht aus der Beziehung kommen,
die auch nochmal aber
in dieses starke Gefühl des Liebeskommas
mit einwirken.
Das können Mangel an Liebe in der Kindheit
sein, das können vorherige
Beziehungen sein, die vielleicht ebenfalls
zu Liebeskummer geführt haben und
der nie richtig abgeschlossen wurde,
das kann da eben nochmal das ganze Gefühl
verstärken.
Genau, und da ist es natürlich auch im nächsten
Schritt dann wieder dabei,
gegebenenfalls den Abstand zu halten,
also zu schauen, okay,
wie sind wir auseinandergegangen,
tut es mir gut, jetzt da voll
reinzugehen in die Klärung oder würde mir
erstmal Abstand gut tun? Und je nachdem,
wie die Beziehung war, es gibt ja auch
toxische Beziehungen, also Beziehungen, die nicht
ja,
die sozusagen vergiftet sind,
wo man sagt, das tat uns beiden eigentlich
nicht gut, da tut es manchmal auch gut,
einen gewissen Abstand erstmal einzuhalten und
sich auf sich zu besinnen.
Und da ist es halt auch sinnvoll,
um nicht immer mit der Person
konfrontiert zu werden und
es gibt einfach auch Sachen,
die macht man dann zum eigenen
Schutz in dem Moment und sagt, okay, ich halte
erstmal Abstand, ich muss mal für mich in meine
Stärke zurückkommen, bevor ich mich mit dem Thema auseinandersetze.
Oder auch wenn zum Beispiel die
Klärungsgespräche total
schlecht verlaufen, also wenn ich das klären will
und der andere haut mir immer
nur Vorwürfe um die Ohren, führt mich
voll ins Leid und sagt mir nur, was für ein schlechter
Mensch ich bin, dann kriege ich die
Fragen nicht geklärt, die mir helfen.
Deswegen, du hast ja schon gesagt, sich vorher Gedanken
machen, was möchte man genau fragen,
aber wenn man merkt, da kommen nur Vorwürfe
in meine Richtung und ich bin an allem
schuld und all das und ich werde klein
gemacht, dann macht dieses Klärungsgespräch
auch einfach gar keinen Sinn.
Und der letzte Punkt,
Unterstützung holen, Netzwerk aufbauen,
das ist auch ein. Ist nicht der letzte Punkt, wir haben eine zweite Seite.
Oh!
Bei mir war es jetzt hier der letzte Punkt.
Also noch ein weiterer Punkt, Unterstützung holen, Netzwerk aufbauen und das ist gerade natürlich in so Belastungssituationen unwahrscheinlich wichtig, also sich ein Dorf umzubauen, zu sagen, okay, wer tut mir gut aus der Familie, wer vom Freundeskreis kann mir eine Stütze sein, wenn ich Kinder habe, was kann ich tun, damit ich in meine Kraft komme, also gibt es die Möglichkeit, einen Babysitter zu engagieren, gibt es die Möglichkeit, mal Freunde zu fragen, zu sagen, kannst du mal eine Stunde aufpassen,
ich möchte mal mir eine Massage gönnen oder ich möchte einfach mal schwimmen gehen oder rausgehen, um einfach auch mal die Möglichkeit zu haben, mir Gedanken zu machen in Ruhe, um nächste Schritte zu gehen und da sollte man sich nicht zurückhalten, um Unterstützung auch wahrzunehmen und manchmal kann es halt auch, wie du sagst, es gut sein, jemanden von ganz außen zu holen, also eine Person, die nicht in der Familie ist oder im Freundeskreis, die zweite Person,
zu der zweiten Person, zum Ex-Partner auch gar keinen Kontakt hat, also jemand komplett von außen, das wäre dann die Möglichkeit, ein Coaching anzufangen.
Du hast die beiden Punkte auf Seite zwei schon angeteasert, automatisch, denn letztendlich, wenn erstmal der Liebeskummer an sich gelöst ist, ist der Weg meistens noch nicht ganz vorbei, denn der nächste Step, um den es häufig geht, ist die Selbstreflexion, sich zu fragen, welche Wünsche, Ziele und Visionen habe ich jetzt für mein Leben?
Meistens neue Wünsche, vorher hat man häufig den Fokus sehr auf die Partnerschaft und die Familie gelegt, was eben Wünsche, Ziele und Visionen anbelangt und jetzt gibt es eine neue Situation, ist es immer gut eigentlich, das für sich selbst sagen zu können, was sind meine Ziele, meine Wünsche, meine Visionen, was sind deine und was formen wir daraus zusammen, doch häufig erleben wir, dass das eben nur noch Paar- und Familienziele, Wünsche und Visionen gibt
und man sich selber da gar nicht mehr so einzeln wahrgenommen hat und sich einzeln gar nicht mehr so reflektiert hat und das ist meistens ein ganz wichtiger Schritt jetzt zu wissen, wer bin ich, was will ich, was sind meine Bedürfnisse und wie möchte ich jetzt für mich einfach leben, um daraus auch formen zu können, wie wünsche ich mir einen Partner und welche Wünsche, Ziele, Visionen sollte der mitbringen, damit er gut in mein Leben passt.
Ja, genau.
Gutes zu tun, neue Rituale zu schaffen und da haben wir zum Beispiel diese Tut-mir-gut-Liste, die wir immer gerne als Tool nutzen, die auch in unserem kostenlosen Videokurs enthalten ist, als kleines Video, wo wir beschreiben, wie wir damit umgehen, denn auch das ist ein ganz wesentlicher Punkt, erstmal Kleinigkeiten zu finden, wovon man so drei, vier, fünf im Alltag machen kann, also wirklich kleine Sachen, die uns aber immer das Gefühl vermitteln,
dass das ein schöner Tag ist, dass es uns gut geht, die immer so ein gewisses Zufriedenheitsgefühl aufbauen und da mangelt es halt eben auch bei Menschen, die sehr stark im Liebeskummer drin waren, diesen Schritt zu gehen, sich so mit Kleinigkeiten Gutes zu erfüllen, denn natürlich kann der tolle Urlaub am Mittelmeer dazu führen, dass ich das irgendwie gerade mal zwei Wochen ausblenden kann, da muss ich mir auch bewusst sein, dass ich mich für zwei Wochen in eine Blase begebe, die Urlaubsblase und irgendwann wieder zurückkomme in den Alltag,
und mich wieder alte Dinge erinnern und anträgern und so weiter, das heißt, das ist mal zum Verschnaufen und Energietanken gut, aber wir brauchen im Alltag die regelmäßige Zufriedenheit, Energie und Dankbarkeit und da kann die Tut-mir-gut-Liste total gut helfen, Tut-mir-gut-Liste hilft gut.
Genau, ja, das war eine Folge zum Thema Liebeskummer, wir hoffen, ihr konntet ein paar Impulse mitnehmen und würden uns sonst das nächste Mal wieder hören.
Bis zum nächsten Mal.
Bis dann.
Ciao.
Podcast Summary
Key Points:
Liebeskummer entsteht oft nach einer Trennung, besonders wenn die Beziehung langdauernd war oder unerwartet endet.
Emotionale Verletzungen wie Wut, Angst, Trauer und Antriebslosigkeit sind häufig, wobei auch extreme Aktionismus oder Verzweiflung auftreten können.
Offene Fragen über die Beziehung und ihre Ende bleiben oft bestehen und verhindern eine tiefe Verarbeitung des Schmerzes.
Es ist wichtig, sich mit den emotionalen und kognitiven Ursachen auseinanderzusetzen, um Verletzungen zu lösen und eine neue Identität zu finden.
Der Abstand zum Ex-Partner kann notwendig sein, vor allem bei toxischen Beziehungen oder schlechten Klärungsgesprächen.
Unterstützung durch Freunde, Familie oder Coaching hilft, das emotionale Leid zu tragen und wieder Kraft zu gewinnen.
Die Selbstreflexion und die Frage nach persönlichen Zielen, Wünschen und Werten sind entscheidend für eine neue Lebensorientierung.
Kleine, tägliche Ritualien wie die „Tut-mir-gut-Liste“ fördern Zufriedenheit, Selbstwirksamkeit und ein tieferes Wohlbefinden.
Summary:
Beziehungsbeendigungen führen häufig zu tiefem Liebeskummer, besonders wenn die Trennung unerwartet oder nach langjähriger Bindung erfolgt. Emotionale Reaktionen wie Wut, Trauer oder Antriebslosigkeit sind typisch, wobei auch extreme Verhaltensweisen wie Aktionismus oder Kontrolle auftreten können. Ein wesentlicher Faktor ist die Unfähigkeit, offene Fragen zu klären, was das Verarbeiten der Emotionen verhindert.
Um voranzukommen, ist es notwendig, die Ursachen der Trennung kognitiv und emotional zu verstehen, Verletzungen zu lösen und einen emotionalen Abstand zu finden – besonders bei toxischen oder konfliktschweren Beziehungen. Unterstützungsnetzwerke, wie Freunde, Familie oder Coaching, helfen, das Leid zu tragen und Wiederherstellung zu erreichen. Ein entscheidender Schritt ist die Selbstreflexion: Man muss klären, wer man ist, was man möchte und wie man für sich selbst leben möchte.
Dabei helfen kleine, tägliche Ritualien, wie die „Tut-mir-gut-Liste“, durch die eine gewohnte, zufriedene und erfüllte Lebenswelt entsteht. Diese Elemente ermöglichen nicht nur die Bewältigung des Kummerzustands, sondern auch die Rückkehr zu einer stabilen, selbstbestimmten Lebensweise und der Bereitschaft für neue Beziehungen.
FAQs
Liebeskummer entsteht, wenn eine Beziehung endet und die betroffene Person mit Emotionen wie Trauer, Wut und Angst zu kämpfen hat. Er entsteht besonders stark, wenn die Liebe über Jahre aufgebaut wurde und der Verlust dieser Bindung tiefgreifend ist.
Die Verletzung entsteht oft, weil man denkt, dass Probleme nicht ausreichend kommuniziert wurden oder dass die Trennung plötzlich und unerwartet erfolgt ist. Dies führt zu einem Gefühl der Enttäuschung und Endgültigkeit.
Offene Fragen wie „Warum ist das passiert?“ helfen, das Verständnis zu vertiefen und emotionale Verletzungen nachhaltig zu verarbeiten. So kann man sich langfristig auf eine neue Lebensphase vorbereiten.
Die Bindungsangst entsteht, weil man Angst vor einer neuen Einsamkeit hat. Die fehlende Identität entsteht, weil man vorher stark an den Partner gebunden war und nun überfragt ist, wer man ohne ihn ist.
Im Liebeskummer können Menschen ungeplant handeln, wie zum Beispiel Kameras zu installieren, weil sie durch Wut oder Angst in einem emotionalen Ausnahmezustand sind und das rationale Denken aufgegeben haben.
Man sollte entscheiden, ob ein klares Gespräch sinnvoll ist oder ob ein Abstand nötig ist, besonders bei toxischen Beziehungen. Ein Abstand hilft, sich zu reflektieren und sich auf sich selbst zu konzentrieren.
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