Beziehung retten - Warum eine Beziehungspause allein nichts bringt
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Eine räumliche Beziehungspause wird oft als Lösung für Konflikte angesehen, doch sie rettet die Beziehung nicht, da die zugrundeliegende Ursache nicht behandelt wird. Die Gefühle wie Vermissengefühl oder Befreiungsgefühl sind irreführend und bieten keine dauerhafte Heilung. Stattdessen ist es entscheidend, die Auszeit als Zeit für reflektives Denken zu nutzen – etwa durch Fragen nach eigenen Verhaltensweisen und der Entstehung der Krise. Beide Partner müssen sich selbst beobachten und Verantwortung für ihren Beitrag übernehmen. Ohne eine konstruktive Kommunikation bleibt die Beziehung in der Krise. Ein unabhängiger Dritter wie ein Paartherapeut oder ein Coach kann helfen, neutrale Gespräche zu fördern und die Beziehung auf eine fundierte, verantwortungsvolle Weise zu beleben. Regelmäßige Rückbesprechungen nach der Auszeit sind entscheidend, um Fortschritte zu dokumentieren und gemeinsam voranzugehen. Der Erfolg hängt nicht vom Abstand ab, sondern von der Intention, gemeinsam zu reflektieren und zu handeln. Der Vergleich mit dem Handyakku verdeutlicht, dass ein Urlaub oder eine Auszeit nur kurzfristig eine Entspannung bringt – der Alltag muss aktiv gestaltet werden, um langfristig Wiederbelebung und Stabilität zu erzielen. Eine echte Wiederherstellung erfordert daher nicht nur Abstand, sondern auch bewusste, gemeinsame Arbeit im Tagesalltag.
Herzlich Willkommen in der nächsten Podcast-Folge der Lebensidealisten, mein Name ist Florian,
ich bin Ina und wir beide sind Paartherapeuten, helfen täglich Paaren raus aus der Krise hinein in
eine glückliche Beziehung. Ja, das hört sich schön an. Das hört sich sehr schön an. Genau. So langsam
habe ich den Satz auch drauf, der Podcast funktioniert. Wir haben heute das Thema wieder
Beziehung retten und warum eine Beziehungspause allein nichts bringt. Also warum eine Pause die
Beziehung nicht rettet. Das ist ja so ein typisches Thema, was auch im Coaching immer
wieder vorkommt oder was man aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, wenn Paare, wenn irgendwas
vorgefallen ist oder Paare sich trennen, so als erstes hört. Ich bin erst mal zu meinen Eltern
gefahren oder er ist erst mal zu seinen Eltern gefahren, zu Freunden, Bekannten. Menschen haben,
wenn sie in Konfliktsituationen sind, am gewissen Punkt, je nachdem wie hoch das Leid ist und die
Situation es zulässt, auch den Drang zu gehen, also räumlich zu gehen und erst mal Abstand zu
gewinnen.
Die Frage nun ist, was bringt das? Der erste Gedanke von vielen ist ja, wenn sie Abstand haben,
dass man erst mal zur Ruhe kommt und dass man woanders ist, dass eine räumliche Trennung
irgendwas in Gang setzen soll, einen Gedanken vielleicht hervorbringen soll, wenn man alleine
ist. Aber bringt es wirklich nachhaltig etwas für die Problemlösung?
Ich habe auch häufig erlebt, dass es darum geht, durch die räumliche Trennung einmal herauszufinden,
wie stehe ich denn zu meinem Partner, zu meiner Partnerin? Und häufig wird darauf gewartet,
dass ein Vermissengefühl eintritt. Also das ist für viele so ein Zeichen, wenn man den Partner in
der Auszeit vermisst, dann scheinen da ja noch Gefühle zu sein und dann scheint es der richtige
Weg zu sein, gemeinsam an der Beziehung zu arbeiten. Die Frage ist immer, dieses Vermissengefühl,
tritt das wirklich ein, wenn die Beziehung,
so stark in einer Krise sich befindet, dass man eigentlich das Gefühl hat, so wie es jetzt ist,
so kann es gar nicht weitergehen. Dann kann es auch sein, dass sich in so einer Auszeit,
dass diese sich sehr, sehr gut anfühlt und man das Gefühl hat, das ist sehr befreiend.
Gerade wenn der Konflikt schon länger da ist, dass man täglich damit konfrontiert ist,
dann kann das für viele auch befreiend wirken, wenn der andere nicht mehr im Alltag ist,
mal teilnimmt und man nicht täglich streitet. Für viele ist es ja auch so, wenn einer räumlich
sich trennt, das ist ja so das gesellschaftliche Bild, dann ist es wirklich schlimm. Also es ist
ja auch immer so ein Zeichen, finde ich, so eine räumliche Trennung ist schon was anderes,
als ein Streit innerhalb der Beziehung zu Hause stattfindet. Ich finde nur beide Gefühle auch
relativ trügerisch. Also je nachdem, was eintritt, also dieses Befreiungsgefühl, aber auch das
Vermissengefühl, weil das Befreiungsgefühl sogar,
vielleicht, dass eine Trennung das Richtige wäre und das Vermissengefühl, das Zusammenbleiben das
Richtige wäre. Aber letztendlich ist ja die Ursache gar nicht gelöst. Man hat sich die
Ursache gar nicht angeschaut. Das heißt, in beiden Fällen weiß man ja gar nicht,
ob man es vielleicht hinbekommen kann, dass die Beziehung wieder harmonischer wird und
dann sozusagen dieses Befreiungsgefühl gar nicht mehr gebraucht werden würde. Oder andersrum,
wenn dieses Vermissengefühl da ist, dann kommt man vielleicht wieder zusammen,
nach der Auszeit und sagt, Mensch, ich habe dich so vermisst und das hat mir gezeigt, dass ich ja
wirklich noch Gefühle für dich habe und ich liebe dich so und lass uns umarmen, lass uns die Situation
vergessen, alles ist wieder gut. Das hält dann meistens für ein paar Wochen und dann merkt das
Paar, dass doch nicht wieder alles gut ist, nur weil man sich vermisst hat, gemerkt hat, dass Gefühle
da sind, ist die Ursache halt nicht behoben. Also ich finde, beide Gefühle sind schwierig in der
Interpretation und was man daraus macht.
Genau. Ja, also was kann man tun, damit sozusagen man aktiv in den Prozess kommt und nicht eine
Auszeit einfach nimmt und Gras drüber wächst? Da ist es natürlich wichtig, in die Kommunikation
zu gehen. Also die räumliche Trennung heißt für viele auch erstmal ein Kontaktabbruch. Und da ist
es natürlich als nächsten Schritt dann wichtig, mit den anderen ins Gespräch zu kommen,
über die Gefühle zu sprechen, die vielleicht, wenn eine Auszeit dabei jetzt
aufgetreten sind und dann noch zu besprechen, wie kommen wir in die Lösung rein?
Also was fehlt uns? Das ist glaube ich der Punkt, also die Lösung, was fehlt
uns? Und dafür braucht jeder in der Auszeit
Zeit für sich, um für sich selbst zu reflektieren,
was brauche ich überhaupt? Ja. Ich glaube, das ist so der entscheidende Punkt. Die Auszeit als
Zeit zu nutzen. Kurzzeitige Pause vielleicht, ne? Klar, zur Ruhe kommen, Pause. Was ja auch wichtig
ist, um neue Gedanken kommen zu lassen. Wenn man jetzt voll in der Situation drin steckt,
dann ist das schwierig. Wenn man eine Auszeit hat, dann kann man halt von außen besser auf
die Situation schauen, aus der entspannten Haltung heraus. Und dann kann man sich einige
Fragen stellen. Zum Beispiel, was läuft denn gerade schief bei uns? Oder woran liegt es,
dass wir uns in dieser Situation nicht mehr so gut fühlen? Oder woran liegt es, dass wir uns in dieser
Situation befinden? Also wann hat das angefangen, dass wir so in diese Situation
hineingeraten sind? Und dann auch das eigene Verhalten zu reflektieren und zu schauen,
wie hat mein eigenes Verhalten, mein Handeln die Beziehung negativ beeinflusst? Und was ist
mein Anteil an der Krise? Denn wir machen immer wieder die Erfahrung, dass jeder auf den anderen
schaut. Gerade wenn sich das so verhärtet hat. Dann schaut jeder auf den anderen und sieht, was der
andere falsch macht und ist bestrebt, Schuld von sich zu weisen. Die Auszeit, wenn ihr die dafür
nutzt, um zu sagen, ich reflektiere mein Verhalten. Welchen Anteil habe ich daran, dass wir in der Krise
sind? Und mit dem Ergebnis, was mein Anteil ist, gehe ich dann wieder auf den Partner zu und übernehme
meinen Anteil. Wenn das jeder macht, dann kommt ihr in einer ganz anderen Haltung aufeinander zu. Denn
jeder von euch beiden sagt dann, ich habe gesehen, was meine Anteile sind. Ich möchte dafür
Verantwortung übernehmen. Das tut mir leid, wenn mein Verhalten schlechte Gefühle gemacht hat. Das
war gar nicht meine Absicht. Der andere macht das Gleiche. Habt ihr eine ganz andere Haltung, als
vorher in der Haltung zu sein. Der andere hat Schuld. Der andere macht dies, das und jenes falsch. Also
da auf sich zu gucken. Aber das ist, glaube ich, häufig auch einfach die Schwierigkeit. Das ist
jetzt ein super Prozess, den du beschreibst. Aber ich glaube, das können halt einige Paare nicht, weil
man ja verletzt ist und weil man in seiner eigenen Wahrnehmung feststeckt. Und das ist der Punkt, wo
wir denn ins Spiel mitkommen, wo viele Paare auch sagen, wir brauchen einen unabhängigen Dritten. Wir
brauchen einen Rahmen, also einen Ort, wo wir zusammen hinfahren, wo eine bestimmte Atmosphäre ist, wo wir miteinander sprechen.
Wo jemand uns in einen Prozess bringt, wo wir nicht uns gegenseitig nur Vorwürfe machen, wo wir dazu
gebracht werden, uns selber zu reflektieren, unseren Anteil sehen zu können. Und das ist auch der Grund,
warum viele Menschen sich dann in so einer Situation für eine Paartherapie, für ein Paarcoaching entscheiden, weil sie
gerne diese Begleitung haben möchten, um sich dann auf den anderen wieder einzulassen. Ja, das ist wahrscheinlich
ein wichtiger Anteil der Selbstreflexion. Zu schauen, kann ich den Blickwinkel verändern? Also
kann ich mir zum Beispiel die Frage stellen, wenn ich bei einer Situation oder in manchen Situationen
das Gefühl habe, der andere hat Schuld, kann ich mir die Frage stellen, kann das auch anders sein?
Schwierig manchmal. Das ist die positive Absicht dahinter. Also warum verhält er sich so? Und das ist, glaube ich, so die Prüfung auch.
Und in der Auszeit dann, wenn man ein Stück weit runtergekommen ist, sich ein Stück weit von der Situation entfernt hat,
zu sagen, kann ich diese Dinge sehen? Was ist der positive Anteil? Oder was ist die positive Absicht des anderen gewesen?
Was habe ich interpretiert daraus? Kann es auch anders sein? Und was ist mein Anteil daran, dass wir jetzt in der Situation sind?
Wenn das geht und jeder von euch das schafft, so auf die Beziehung zu schauen,
dann ist das, glaube ich, ein sehr guter Weg und guter Ansatz, selbst da aus der Krise rauszukommen.
Und um auch diese Auszeit sehr sinnvoll zu nutzen. Und ich glaube, genau das, was du vorhin sagtest,
dass man dann aber auch sagt, man kommuniziert regelmäßig miteinander, kommt regelmäßig zusammen und bespricht seine Reflexion,
um einmal zu schauen, wo stehe ich gerade? Was sind meine Ideen und Gedanken dazu? Und wofür übernehme ich jetzt Verantwortung?
Und der andere genauso. Dann ist das, glaube ich, ein sehr guter Weg.
Wenn das nicht geht und man merkt, ich kann mich von diesen negativen Gedanken, von dem Schuldsuchen nicht lösen,
Dann ist sicherlich die Paartherapie oder auch das Coaching ein sehr sinnvoller Weg, um einfach von außen neutrale und unabhängige Impulse zu bekommen und einer fundierten Methodik, einem fundierten Prozess zu folgen, die aufgetretenen Themen zu lösen.
Genau. Also abschließend kann man sagen, eine Auszeit an sich ist nicht schlecht in dem Sinne, aber man muss sie richtig nutzen für sich.
Also es kann eine kurzzeitige Entspannungsphase vielleicht einsetzen durch eine räumliche Trennung, dass einmal ganz kurz geatmet werden kann, Gedanken geordnet werden, aber auch in dieser Abstandsphase muss etwas passieren.
Wenn man nur auf Abstand geht und den Gedanken hat, okay, die andere kommt zurück und dann gucken wir mal, es wird sich nichts verändern.
Ja, vielleicht, mir fällt gerade noch ein schöner Vergleich an, vielleicht ist das für viele von euch gut nachvollziehbar und das könnt ihr vielleicht gut nachfühlen, weil ich glaube, viele von uns haben einen stressigen Arbeitsalltag oder allgemein einen stressigen Alltag und ich zumindest kenne viele, die so von Urlaub auf Urlaub hinarbeiten und ihren Akku von Urlaub bis zum nächsten Urlaub völlig leer machen.
Das sind immer die, die im Urlaub dann krank werden.
Ja, genau, das sind die.
Die im Urlaub krank werden und dann ist es aber so, dass der Urlaub das meistens nicht schafft, den Akku wieder von Null auf 100% aufzuladen, sondern der Urlaub reicht dann vielleicht von Null bis 30, 40, 50% und man fühlt sich wieder gut, aber viele von euch kennen doch bestimmt Menschen, die aus dem Urlaub kommen, am Montag wieder zur Arbeit gehen und am Dienstag schon sagen, ich bin wieder urlaubsreif und jetzt nicht aus dem Gefühl haben,
wow, der Urlaub war so geil, ich bin da unbedingt dahin, sondern aus dem Gefühl heraus, der Alltag frisst mich schon wieder auf und das ist halt genau der Punkt, also auch da ist die Ursache dafür, dass der Akku sich so schnell entlädt im Urlaub natürlich nicht gelöst, man hat sich davon ein Stück weit entfernt, aber man müsste eigentlich schauen,
die Arbeit wird im Alltag eigentlich gemacht.
Ja, wie kann ich im Alltag dafür sorgen, dass mein Akku sich nicht so stark im Alltag entlädt, also wie kann ich immer wieder im Alltag,
mein Akku ein bisschen aufladen, so wie wir auch den Handyakku jeden Tag ein bisschen aufladen.
Auch ein spannendes Thema für einen weiteren Podcast, wie Paare halt, das ist ja auch ein großes Thema immer, Paare im Urlaub, wenn dann vor allem mal ganz viel Zeit miteinander verbracht wird und im Alltag nicht, aber da schweifen wir jetzt ab, das ist ein anderes Thema, was aber auch sehr spannend ist.
Ja, genau, das nochmal zum Thema Auszeit und wie man da verschiedene Blickwinkel hat.
Wir hoffen, es hat euch gut gefallen und freuen uns über ein Feedback und freuen uns immer über eine Rückmeldung, welche Themen ihr im Podcast noch interessant finden würdet oder wenn ihr noch Fragen habt, wir haben irgendwas vielleicht angeschnitten, aufgegriffen und ihr sagt, okay, da würde ich jetzt gerne nochmal eine Erklärung zu haben oder wie ist das denn wirklich zu sehen, in unserem Fall vielleicht, schreibt uns gerne an und wir antworten sehr gerne.
Ja, mich würden hierzu auch Erfahrungsberichte nochmal sehr interessieren.
Also hattet ihr schon mal eine Auszeit, habt ihr das in einer Beziehung schon mal gemacht und hat das bei euch geholfen, also seid ihr dadurch enger zusammengekommen, konntet ihr wirklich dadurch die Ursache lösen und wie habt ihr diese Auszeit dann so genutzt, dass ihr danach die Beziehung harmonischer gestalten konntet?
Genau.
Super, dann hören wir nächstes Mal voneinander.
Genau, ich hoffe, ihr hattet viel Spaß und konntet Mehrwert für euch mitnehmen und ja, dann wünsche ich euch alles Gute.
Dann wünschen wir euch viel Erfolg auf den Weg zu einer glücklichen und harmonischen Beziehung.
Bis dann.
Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Eine räumliche Beziehungspause rettet die Beziehung nicht, da die Ursache der Krise oft nicht gelöst wird.
Vermissengefühl oder Befreiungsgefühl sind irreführende Signale, die nicht die tatsächliche Problemlösung bewirken.
Eine Auszeit kann befreiend wirken, aber nur, wenn sie mit reflektiver Selbstbeobachtung und Kommunikation kombiniert wird.
Wichtige Fragen während der Auszeit sind
Beide Partner müssen eigenverantwortlich auf ihre Verhaltensmuster und Schuldzuschreibungen eingehen.
Eine dritte Person wie Therapeut oder Coach ist oft notwendig, um neutrale und fundierte Gespräche zu ermöglichen.
Regelmäßige Rückbesprechungen nach der Auszeit helfen, Verantwortung zu übernehmen und Fortschritte zu überwachen.
Die Auszeit sollte keine Pause ohne Prozess sein, sondern ein Raum für Selbstreflexion und konstruktive Lösung.
Summary:
Eine räumliche Beziehungspause wird oft als Lösung für Konflikte angesehen, doch sie rettet die Beziehung nicht, da die zugrundeliegende Ursache nicht behandelt wird. Die Gefühle wie Vermissengefühl oder Befreiungsgefühl sind irreführend und bieten keine dauerhafte Heilung. Stattdessen ist es entscheidend, die Auszeit als Zeit für reflektives Denken zu nutzen – etwa durch Fragen nach eigenen Verhaltensweisen und der Entstehung der Krise.
Beide Partner müssen sich selbst beobachten und Verantwortung für ihren Beitrag übernehmen. Ohne eine konstruktive Kommunikation bleibt die Beziehung in der Krise. Ein unabhängiger Dritter wie ein Paartherapeut oder ein Coach kann helfen, neutrale Gespräche zu fördern und die Beziehung auf eine fundierte, verantwortungsvolle Weise zu beleben.
Regelmäßige Rückbesprechungen nach der Auszeit sind entscheidend, um Fortschritte zu dokumentieren und gemeinsam voranzugehen. Der Erfolg hängt nicht vom Abstand ab, sondern von der Intention, gemeinsam zu reflektieren und zu handeln. Der Vergleich mit dem Handyakku verdeutlicht, dass ein Urlaub oder eine Auszeit nur kurzfristig eine Entspannung bringt – der Alltag muss aktiv gestaltet werden, um langfristig Wiederbelebung und Stabilität zu erzielen.
Eine echte Wiederherstellung erfordert daher nicht nur Abstand, sondern auch bewusste, gemeinsame Arbeit im Tagesalltag.
FAQs
Eine räumliche Pause kann das Vermissengefühl oder ein Befreiungsgefühl hervorrufen, aber diese Gefühle sind oft trügerisch und lösen die Ursache der Krise nicht. Die eigentliche Problemlösung fehlt oft, wenn nur Abstand genommen wird.
Das Ziel ist es, Abstand zu gewinnen, um sich zu reflektieren, die eigene Rolle in der Krise zu erkennen und neue, klare Gedanken für die Beziehung zu entwickeln, nicht aber nur auf das Vermissengefühl zu warten.
Eine Auszeit ermöglicht es, aus der Situation aus der Ferne zu schauen, eigene Verhaltensweisen zu überdenken und den eigenen Anteil an der Krise zu erkennen, was eine bewusste, verantwortungsvolle Wiedereinbindung fördert.
Das Vermissengefühl kann als Zeichen für Liebe missverstanden werden, während das Befreiungsgefühl als Beweis für eine Lösung gedeutet wird. Beide können jedoch die Wahrheit über die Ursache der Krise verbergen.
Nach einer Auszeit ist es wichtig, regelmäßig miteinander zu sprechen, um Gedanken, Erfahrungen und Reflexionen auszutauschen und gemeinsam zu erkennen, was der Nachgang der Beziehung verbessern könnte.
Die Selbstreflexion hilft, eigene Handlungen und Gefühle zu analysieren, den eigenen Anteil an der Krise zu erkennen und offen für Veränderung und Verantwortung zu sein, was eine gerechtere und vertrauensvolle Kommunikation fördert.
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