Beziehung retten: Diese Alarmsignale solltet ihr nicht ignorieren!
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Eine gesunde Beziehung erfordert ständige Wahrnehmung und emotionale Zusammenarbeit. In der Transkription wird aufgezeigt, wie Beziehungsprobleme frühzeitig erkannt und verhindert werden können. Häufige Alarmsignale wie mangelnde gemeinsame Zeit, veränderte Kommunikation, abnehmendes Interesse und eine fehlende Wertschätzung zeigen bereits, dass eine Abwärtsspirale beginnt. Oft ist einer der Partner emotional entfremdet und spürt das Unbehagen nicht, während der andere es nicht versteht oder ignoriert. Es wird betont, dass die natürliche Konsequenz – also das Entfernen aus der Beziehung, wenn Unzufriedenheit nicht vermittelt wird – nur dann wirksam ist, wenn sie ernsthaft und ehrlich kommuniziert wird und nicht nur androht oder vorhergesagt wird. Kurzfristige, künstliche Verhaltensänderungen führen oft zu einem Jojo-Effekt und sind nachhaltig wirkungslos. Stattdessen ist es entscheidend, regelmäßige Reflexionen und gemeinsame Gespräche einzubauen, um emotionale Abstände zu vermeiden. Die Entwicklung eines stärkeren „Wir-Gefühls“ und die Reduzierung des Einzelkämpfer-Modus sind entscheidend für eine dauerhafte Beziehung. Kleine, täglich ungelöste Konflikte summieren sich über die Zeit und führen zu einer totalen Beziehungskrise – ein Effekt, der wie ein Zinseszinseffekt wächst. Daher ist es wichtig, frühzeitig auf Signale zu achten, offen über Bedürfnisse und Gefühle zu sprechen und bei Bedarf professionelle Unterstützung zu suchen, um eine gesunde, harmonische Beziehung langfristig zu erhalten.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten.
In dieser Folge geht es darum, Beziehung retten.
Diese Alarmsignale solltet ihr nicht ignorieren.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise,
hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
In einer Beziehung kann es dazu kommen, dass es Probleme gibt und man den Alltag als Paar,
als Familie nicht mehr wirklich genießen kann.
Häufig gibt es vielleicht Streit, es gibt Vertrauensprobleme, man hinterfragt vieles,
Erwartungen werden nicht erfüllt.
Und dann stellt man sich manchmal die Frage, ob man die eigene Beziehung noch retten kann.
Manchmal ist es nicht leicht zu erkennen, ob man bereits Maßnahmen ergreifen muss,
um die Beziehung zu retten.
Und wir zeigen, wann ihr hellhörig werden solltet und wie ihr mit Signalen umgehen könnt.
Sehr, sehr regelmäßiges Thema in den Coachings.
Ein Partner von beiden hat nicht erkannt, dass die Beziehung in eine Abwärtsspirale gekommen ist
und der die andere sagt, habe ich doch schon ganz oft gesagt.
Das ist wirklich ein sehr häufiger Ausgangspunkt.
Bei den Erstgesprächen, also das gesagt wird, wenn man fragt,
so erzählt man, wie ist euer Leben aufgebaut, was so die Problematik,
dass da gar nicht selten ein Paar sitzt und auch dann in dem Moment immer noch überrascht wirkt,
wenn der andere die Probleme oder die ganze Problematik eigentlich mal zusammenfasst.
Und dann eigentlich klar wird, dass man auf einer ganz unterschiedlichen Ebene vom Gefühl ist,
wie es um die Beziehung steht.
Und da auch ganz schnell, aber vielleicht greife ich dem jetzt schon zuvor,
auch ganz viel Hilflosigkeit, finde ich, immer mitschwingt.
Weil ein Part eigentlich hilflos ist, weil er sagt, das habe ich dir doch schon,
sag doch bitte nicht, dass du nicht davon weißt, ich habe dir das schon so oft gesagt,
wenn du jetzt nicht überrascht und der andere Part auch hilflos ist, weil er sagt,
du, ganz ehrlich, das hat mich jetzt das Gespräch letztens total überrollt,
aber da habe ich überhaupt nicht gerechnet.
Und das finde ich immer so, ja, berührend, dass anscheinend etwas passiert ist in der Beziehung,
dass die Menschen sich irgendwann emotional verloren haben.
Also, dass es den Punkt gab, wo der Sender und der Empfänger sehr weit auseinandergegangen sind.
Und das Gefühl ja wirklich bei einer Person ist, ich habe es vorher nicht gespürt, nicht so gemerkt.
Gründen, ne?
Vielleicht habe ich mir die Priorität nicht genommen, dir richtig zuzuhören, was auch immer, ne?
Ja, das erfordert natürlich ein Stück weit Empathie, aber auch in der Partnerschaft das Verständnis davon,
dass die Beziehung dann gut funktioniert und gut läuft, wenn es beiden gut geht.
Und ich glaube, dass sich da manche,
eben zu spät oder gar nicht, zu selten, auf die Sicht des Anderen und die Gefühle des Anderen einlässt
und dort aktiv zuhört und auch Bereitschaft hat, etwas zu verändern, obwohl man selber sagt, es ist alles gut.
Und sobald man selber sagt, es ist alles gut, entweder dem Anderen vielleicht nicht so aufmerksam zuhört
oder vielleicht sagt, naja, mir geht es ja gut, also liegt es vielleicht bei dir eher daran,
dass deine Arbeit nicht so gut läuft, gerade aber nicht an der Beziehung.
Also eher so Gründe dann im Außen sucht, weil man selber das eben nicht spürt
oder einfach sagt, da ich ja kein Problem habe und es mir gut geht, liegt das Problem ja in dir,
also musst du irgendwas tun. Das ist, glaube ich, so etwas, was häufig vorkommt.
Oder dass man das Problem relativiert und sagt, ja, das geht ja vielen so.
Viele Eltern sind abends gestresst oder auch im Freundeskreis ist das so,
dass viele Frauen oder Männer viel arbeiten, also dass man sozusagen Sachen sagt
und sucht, dass man sagt, das hätte ich ja auch nicht sehen können, weil das ja so und so ist.
Ja, genau, also durch dieses Vergleichen auch, oder auch dann gerne andere zu suchen,
denen es noch schlechter geht, sodass man sagt, ja, Mensch, du weißt du was,
wir streiten nur dreimal die Woche, guck mal nebendran, habe ich letztens gesehen,
die haben sich da geprügelt, mit uns geht es doch super.
Ja, klar.
Ja, also dann ist das relativiert, aber das hilft der eigenen Beziehung eben nicht.
Die läuft dann trotzdem in die Konfliktspirale hinein und dann kommt es eben dazu,
dass man. Relativ plötzlich vor diesem Punkt steht, wo die Beziehung gerettet werden muss.
Also das bahnt sich ja lange Zeit an und auf einmal ist man plötzlich vor dem Punkt,
dass wir bei kurz vor zwölf, kurz nach zwölf sind und sagen, okay, es ist jetzt höchste Eisenbahn
und so rufen auch eben ganz viele Paare ja auch bei uns an, auch in dem Punkt zu sagen,
ich brauche eigentlich in den nächsten zwei, drei Tagen Termin, wenn es geht,
das ist hier kurz vor knapp und jetzt gerade explodiert und ich weiß nicht, was ich tun soll
und das ist eben ein Punkt, wo man eigentlich. Nicht hinkommen möchte, sondern. Häufig ja auch so der Punkt ist, dass die eine Person ja in der eigenen Wahrnehmung
dann ja viele Signale gesendet hat und dann oftmals sagt, ja, was sollte ich denn noch
sagen?
Ich muss dir das jetzt so knallhart sagen, weil sonst verstehst du das nicht, sonst nimmst
du mich nicht ernst.
Und das natürlich für den anderen ganz häufig so ist, die Bemessungsgrundlage finde ich
auch ganz spannend, hatte ich letztens auch ein paar oder ich habe häufig Paare, die
bei mir sind und sagen, also wir hassen uns jetzt nicht, wir sind eigentlich ein perfekt
funktionierendes Team, aber wir sind kein Liebespaar eigentlich mehr und die Frau oder
der Mann, das ist eigentlich egal, hat ganz viele Signale immer gesendet und hat gesagt
so irgendwie, wir sind wie eine Wohngemeinschaft, mir fehlt was und der andere hat immer gedacht,
naja, aber der Alltag läuft doch, wir essen zusammen, wir versorgen die Kinder, jeder
macht seinen Job.
Feiertage laufen und im Außen wirkt das nicht so und der andere irgendwann da sitzt und
sagt, ja, natürlich sitzt hier keiner und ist total verzweifelt, vielleicht ganz offensichtlich,
aber trotzdem geht es mir nicht gut.
Ja, das sind dann die zwei Bestandteile, also wir haben ja quasi, wie werden die Signale
gesendet, dass derjenige, der sich unwohl fühlt, dies auch deutlich hervorbringt und
schaut, ob der andere, ob das da ankommt und derjenige, der sich unwohl fühlt, der sich
signale bekommt, mitgeteilt bekommt, sonst nochmal nachhakt und wirklich auch, ja vielleicht
den Mut braucht, nachzuhaken und zu sagen, was heißt denn das oder was sollen wir denn
machen oder wie fühlst du dich denn genau und wenn jemand, wir weichen jetzt nochmal
so ein kleines bisschen von unserem Fahrplan hier ab, aber wir kommen nämlich gleich zum
Teil nachher, wo wir so die Top 5 Alarmsignale einmal mitteilen, aber ich will doch nochmal
einen kleinen Moment auf die Lösung eingehen davor.
Denn sicherlich, was du eben sagtest, fragen sich viele, was soll ich denn jetzt tun, wenn
der andere, obwohl ich es immer wieder kommuniziere, nicht ernst nimmt und da kommen wir wieder
zu einem Punkt, den wir auch schon häufiger, glaube ich, in den Podcasts angesprochen haben,
dann gilt es, die natürliche Konsequenz auszusprechen.
Die natürliche Konsequenz ist dadurch gekennzeichnet, dass man etwas tun muss, was man nicht tun
will, aber was dann irgendwann durch die Umstände kommen muss.
Und wenn einer von beiden in der Beziehung unzufrieden ist, das immer wieder äußert und das nicht
verändert wird, dann kommt es relativ zwangsläufig dazu, dass irgendwann die Beziehung in der
Krise ist, beziehungsweise bei dem einen sich so viel Leid ansammelt, dass er aus der Beziehung
rausgehen muss, weil dann das Leid, die Beziehung zu verlassen, geringer erscheint, als in der
Beziehung zu bleiben.
Und wenn der Punkt entsteht, dann muss man die Beziehung verlassen, auch wenn man es
eigentlich vielleicht gar nicht will, sondern die Beziehung lieber gerettet hätte.
Wenn wir die Punkte nicht ändern, dann kann es sein, dass wir in zwei Jahren oder dann muss es sein, dass wir in zwei Jahren
uns trennen, auch wenn ich das nicht will.
Ich hoffe, du willst das auch nicht.
Lass uns jetzt daran arbeiten, was verändern, bevor es dahin kommt.
Das ist auch mein Gefühl manchmal, wenn man mit Paaren zusammenarbeitet und jemand hat das ganz klar ausgesprochen
und sagt, ja, ich möchte die Trennung aber.
Und der andere sozusagen in so eine Bittsteller-Position rutscht, dass man alles versucht, damit die Beziehung
aufrecht bleibt und die Person, die aber schon öfters halt in der eigenen Wahrnehmung dann die Signale gesendet hat,
sehr hart wird und sagt so, nö, ich möchte das nicht mehr.
Also ich bin jetzt noch nicht mit hergekommen, weil in meiner Erfahrung nach sucht dann auch eher natürlich die Person,
die überrumpelt worden ist mit dieser Entscheidung, dann nach Hilfe.
Und die andere Person sitzt dann da und sagt, ja, ich bin jetzt noch nicht hergekommen, wir können gerne besprechen.
Ich möchte auch, dass die Kinder da gut bei rauskommen oder dass wir uns gemeinsam bestimmte Sachen kümmern.
Aber ich habe kein Vertrauen.
Das sagst du jetzt alles nur so, weil du möchtest es gern ändern.
Aber ich habe dir ja öfter schon gesagt, was mir nicht gefällt.
Warum solltest du jetzt darauf Rücksicht nehmen?
Ja, da sind nochmal zwei Punkte wichtig drin, glaube ich.
Das eine ist, wenn man die natürliche Konsequenz ausspricht, darf man das nur tun, wenn man wirklich bereit ist, diesen Schritt zu gehen.
Ansonsten macht man sich selber unglaubwürdig und man kann die Trennung irgendwann noch so häufig aussprechen,
vorhersagen, androhen.
Das wird nicht mehr ernst genommen.
Also das heißt, eine natürliche Konsequenz entfaltet auch nur dann ihre Wirkung, wenn man es tut.
Wenn der andere einmal erlebt, dass es nicht durchgezogen wird, dann kann man es auch nicht mehr aussprechen, weil dann kommt es nicht mehr an. Der zweite Bestandteil ist, wie du eben schon gesagt hast, wenn der andere dann sofort zurückguckt, ich ändere alles und so weiter, dann ist das auch nicht richtig.
Das funktioniert nämlich nicht nachhaltig, sondern dann immer nur für zwei, drei, vier, fünf Wochen und dann geht es wieder zurück ins alte Verhalten. Das heißt, es geht schon darum, sein Verhalten gemeinsam zu besprechen, nachhaltig zu verarbeiten, zu reflektieren, zu verändern und auch gemeinsam da diesen Prozess einzusteigen.
Das ist ein Stück weit wie, in dem Moment verfallen manche Menschen sozusagen wie in so einer Radikaldiät und wollen sozusagen von heute auf morgen ihr Essverhalten verändern.
Und keine Süßigkeiten mehr, kein Fleisch mehr, kein dies mehr und ich nehme ganz schnell ab und dann kommt der Jojo-Effekt. Und das passiert eben in so einer Situation auch. Das heißt, es geht darum…
Gerne mit Haushaltsding, finde ich. So ein Dauerbrenner. Dass jemand dann vor einmal anfängt, im Haushalt mega mitzuhelfen, früher von der Arbeit kommt. Und dass das Verhalten häufig so künstlich empfunden wird, dass das schon fast negativ der Person ausgelegt wird.
Das heißt, wir brauchen wirklich neue Routinen.
Routinen, Reflexionen und so weiter, um das langfristig und nachhaltig zu verändern. Damit es eben nicht wie in der Ernährung zu diesem Jojo-Effekt kommt und man nach vier bis sechs Wochen wieder vor dem gleichen Punkt steht.
Also das mal so ein bisschen ausgeführt, anders als wir es uns jetzt erstmal vermerkt haben. Genau das Grundproblem, nochmal kurz zusammengefasst ist, die Beziehung muss gerettet werden, aber einer von beiden meistens erkennt es nicht.
Manchmal erkennt es auch beide nicht, aber im Regelfall ist es eher einer von beiden, der die Signale nicht sieht, der sich vielleicht noch weitestgehend zufrieden fühlt und deswegen keinen Handlungsbedarf sieht.
Es gibt häufig ein paar Probleme, die fallen aber nicht zu sehr ins Gewicht. Was du sagtest, gutes Team, aber ansonsten gibt es einige Sachen, die nicht funktionieren und man fokussiert sich vielleicht nur auf die positiven Dinge und kümmert sich nicht darum, das, was einen stört, zu verändern.
Das kleinste ungute Gefühl, was es gibt, ist Unsteuer.
Unstimmig, sobald etwas unstimmig ist, heißt es, man darf sich darum kümmern.
Und ansonsten hat es eben die Folge, dass eine Konfliktspirale entsteht, entweder wirklich mit offen ausgetragenen Konflikten, was dann Streitigkeiten, Eskalationsstufen und so weiter betrifft, mit sozusagen verdeckten, nicht offenen Konflikten, die man in sich hineinfrisst und aufstaut, gibt es ja auch häufig, dass einer von beiden, beide nie aussprechen, was los ist.
Und dadurch sich die Beziehung oberflächlich sehr harmonisch anfühlt, aber es bei beiden oder einem von beiden im Untergrund brodelt und dadurch entsteht eine längere Verdrängung, das staut sich auf und irgendwann explodiert das Ganze dann.
Wie immer haben wir dazu auch einen Blogbeitrag geschrieben, schaut einfach mal bei uns in den Blog www.lebensidealisten.de.
Ja, welche fünf Alarmsignale haben wir rausgesucht? Magst du mit einem starten?
Das erste Alarmsignal ist, dass der Partner oder die Partnerin anspricht, dass es Probleme gibt.
Das ist so ein typisches Alarmsignal, was man erstmal wahrnehmen sollte, also den anderen zuhören sollte, dass eine Unstimmigkeit ist, dass ein ungutes Gefühl ist, dass eine Verletzung da ist.
Und da sollte man natürlich nicht das einfach herunterreden oder den anderen so ein Tür- und Angelgespräch anbieten, sondern zuhören und eine Veränderung anstreben.
Also genau zuhören.
Zuhören, was ist denn das Problem? Was stört den anderen denn wirklich? Was ist das Bedürfnis, was der andere hat?
Und dann im besten Fall zusammen zu überlegen, wie können wir das ändern? Was ist mein Anteil an der Veränderung?
Wie kann man das so gestalten im Alltag, dass der andere sich wieder wohlfühlt?
Und für denjenigen, der das ansprechen möchte, vielleicht nochmal so als Tipp, du sagtest eben Tür- und Angelgespräch und so weiter, den richtigen Rahmen schaffen, damit die Tragweite,
klar ist oder auch bewusst wird, dass das wichtig ist, dass die Wichtigkeit rüberkommt, wenn man immer wieder nur im Vorbeilaufen kurze, schnippische Sätze reinbringt, Sarkasmus und das ist nicht das, was ankommt.
Das sind keine Signale, die wirklich dazu führen, dass eine Veränderung herbeigeführt wird, sondern sich zusammensetzen und sagen, hey, wir haben da ein Thema, lass uns mal über einen Punkt sprechen, bei dem sich bei mir gerade eine größere Unzufriedenheit aufgebaut hat.
Ich würde gerne.
Ich würde gerne mit dir gemeinsam schauen, wie wir da für Lösungsansätze finden, denn ich habe Sorge, dass diese Unzufriedenheiten wachsen und sich dadurch Streit und Konflikte zwischen uns entwickeln werden.
Zack, hat man den richtigen Rahmen und das macht man dann eben vielleicht am Abend, wo noch genug Ressourcen da sind, wenn ihr Kinder habt, die Kinder schlafen und so weiter und setzt sich dann zusammen und nimmt sich da dann ein, zwei Stunden Zeit für und reflektiert dieses Thema gemeinsam und dann im besten Fall immer auch mit dem Wir-Gefühl, mit dem Ausblick.
Lass uns gemeinsam schauen, wie wir das machen.
Wie wir das lösen können, bevor das für uns beide zu einem größeren Problem wird.
Zweiter Punkt, man verbringt als Paar zunehmend weniger Zeit gemeinsam.
Das kann man sich auch durchaus näher anschauen und reflektieren.
Ist das Überhand, das Überhand, ist das Verein von beiden unstimmig?
Und da geht es vor allen Dingen auch nochmal zu gucken, weniger Zeit verändert sich auch die Qualität der Zeit.
Also es gibt durchaus viele Paare bei uns.
Wir haben, wir verbringen sehr viel Zeit miteinander und diese Zeit wird dann mit den Streaming-Diensten verbracht, die rauf und runter geschaut werden, aber man ist eben nur nebeneinander und verbringen keine qualitative Zeit miteinander.
Also insbesondere der Austausch über den Alltag, den Job, die Kinder und so weiter und so weiter finden dann immer weniger statt und das ist auch ein typisches Alarmsignal.
Ich glaube auch in diesem Alarmsignal steckt auch so ein bisschen…
Eine mögliche Flucht hinter.
Also wenn man wenig Zeit miteinander verbringt, ist immer die Frage, warum verbringt man vor einmal oder mit der Zeit gesehen immer weniger Zeit.
Ist es, weil der eine mehr arbeitet, weil er sich vor einmal mit Freunden trifft?
Also welches Bedürfnis hat vielleicht die andere Person, was er oder sie nicht hervorbringt, was sozusagen die gemeinsame Zeit gerade ersetzt?
Und es gibt ja immer Lebensphasen, so wie Sprints oder so, dass man mal sagt,
jetzt sind zeitlang ein bisschen weniger Zeit zusammen, aber das ist immer was Bewusstes und es ist immer zeitlich begrenzt.
Aber wenn es sich so in den Alltag einschleicht, dass man das gefühlt, ich sitze jetzt schon wieder abends alleine auf der Couch,
er oder sie kommt wieder später nach Hause, Abmachungen werden nicht eingehalten,
dann ist natürlich die Frage, was könnte das für ein Alarmsignal sein einfach, warum der andere die Priorität so anders setzt.
Dritter Punkt, die Kommunikation verändert sich deutlich.
Man merkt Unterschiede, zum Beispiel es entsteht schneller Streit als vorher.
Negative Emotionen kommen schneller auf als vorher, also man merkt dort, es verändert sich was.
Man merkt innerlich, dass man angespannter ist.
Kürzere Kommunikation.
Kürzere Kommunikation, Missverständnisse entstehen, man redet aneinander vorbei und versteht den anderen völlig falsch.
Man erinnert sich nicht mehr an das, was der andere gesagt hat oder hat das Gefühl,
nee, hast du nie gesagt, aber der andere sagt, doch, habe ich doch gesagt.
Oder man sucht sich andere Gesprächspartner.
Das kann auch ein Alarmsignal sein, finde ich, so in der Kommunikation,
dass man irgendwann sagt, das erzähle ich nicht meinem Partner an erster Stelle,
sondern ich rufe meine Freundin an, erzähle es meinen Eltern und dass sich das mit der Zeit als Routine einschleicht
und der Partner sozusagen gar nicht mehr die Bezugsperson Nummer eins ist,
sondern irgendwann an einer Geschichte nur noch die letzten 20 Prozent immer zu hören bekommt.
Ja, Ablehnung, darüber kann ich mit dir nicht sprechen.
Ja, du verstehst mich nicht, du möchtest mich gar nicht verstehen.
Habe ich dir schon so oft erzählt.
Ja, dann nicht nur die Kommunikation, die sich verändert, sondern auch das Interesse.
Wir haben eben schon einmal über Zeit gesprochen, aber auch, dass sich die Interessen entsprechend verändern.
Also weniger Unternehmung, weniger Intimität.
Der eine fährt in die eine Richtung, der andere in die andere Richtung.
Und im besten Fall haben Paare, machen sie keinen Urlaub mehr miteinander,
sondern der eine fliegt dahin, der andere dahin und so weiter.
Also da gibt es auch eben eine ganze Reihe von möglichen Signalen, die da entstehen können.
Auch da wieder so die Punkte, das interessiert dich doch sowieso nicht, was ich mache.
Wenn jemand jetzt ein Hobby hat, ich habe dir ja gesagt, du hättest mal mitkommen können,
dich interessiert das sowieso nicht.
Und ich finde auch bei dem Interesse geht es ja auch immer darum,
frage ich nur einfach so oder zeige ich wirkliches tiefes Interesse?
Also wenn ich einfach nur so frage, ja und alles klar, ich bin bei der Arbeit gewesen und der andere sagt,
ja war ein bisschen, ja wollen wir auch gleich essen?
Dann zeige ich dem anderen natürlich kein Interesse.
Und das nimmt derjenige da auch auf und sucht sich dann halt auch da einen Ausgleich.
Naja und wenn die Paare dann wirklich in der Krise sind, dann erleben wir ja auch häufig,
dass eben,
dass Fragen eingestellt wird.
Also das, man hat dann aufgegeben, resigniert und sagt, ich frage schon gar nicht mehr,
weil derjenige hat eh nie Lust.
Zum Beispiel auch, habe ich ganz häufig auch beim Thema Ausflüge und Freizeit gestaltet,
Gerade mit Kindern. Ich finde das immer ein Phänomen, wenn man mal Familien am Wochenende sieht, wie sehr man doch auch Väter und Mütter wirklich komplett alleine sieht. Dass das mal ist, das finde ich ja gar nicht schlimm, aber dass manchmal das auch passiert, dass man denkt, da gibt es kein gemeinsames So, weil man so eine sehr starke Aufteilung ist, wenn man sagt, ach, der hat doch sowieso nicht Lust, mit einem Schwimmbad zu kommen oder in einen Tierpark.
Letzter Punkt, ist ein bisschen allgemeiner gefasst, weniger Achtsamkeit, Wertschätzung und Zweisamkeit. Das merkt man eben auch, da sollte man regelmäßig darauf achten, wie ist so das Gefühl zur Wertschätzung, zum Respekt, wie ist die Zweisamkeit, verändert sich das eben negativ, nimmt das ab, geht man weniger wertschätzend miteinander um.
Dass das ja auch durch äußere Veränderungen entstehen kann, also wenn jemand aus der Mitarbeiterrolle in eine Führungsposition kommt und dort natürlich in der Führungsrolle ein bisschen Forscher sein muss oder möchte oder das einfach so die Rolle dort hergibt, das zu Hause auch mitzunehmen und da verändert sich was und das sind alles, das ist vielleicht noch kein Alarmsignal dafür, dass die Beziehung gerettet werden muss,
aber dafür, dass man an was arbeiten sollte, damit das eben gar nicht dahin kommt. Also es geht ja auch viel darum, bei diesen Alarmsignalen möglichst frühzeitig einzugreifen und was zu verändern, bevor man dann eben in diese muss gerettet werden Situation hineinkommt.
Ein Punkt finde ich auch, den man so nutzen kann, auch selber, um das zu überprüfen, ist so ein bisschen dieser Punkt des Einzelkämpfers. Also habe ich ein starkes Wir-Gefühl mit meinem Partner, meiner Partnerin?
Oder habe ich ein Gefühl, dass ich so im Einzelkämpfer-Modus bin? Dass ich alles alleine regeln kann, dass der andere nett ist, dass der da ist aus Gründen, aber irgendwie kämpfe ich mich da alleine durch.
Und das finde ich ist auch immer so ein Punkt, der gefährlich werden kann, weil Einzelkämpfer macht auch eine gewisse Härte wieder und bringt ja auch wenig Emotionen mit sich.
Die Emotionen werden ja gebraucht, um sich auch mit dem anderen zu verbinden, eine gewisse Form.
Eine gewisse Form von Wertschätzung, Anerkennung, aber das Gefühl auch des Interesses, des Geliebtsein.
Ja, das waren die Top-Alarmsignale. Es gibt sicherlich noch eine ganze Menge mehr von Alarmsignalen, da muss man nur mal googeln.
Ein wichtiger Gradmesser ist ja einfach auch innerlich stimmig und unstimmig zu überprüfen und zu schauen, ob sich einfach gerade alles für einen rund anfühlt.
Ja, und da. Im besten Fall, wir gehen ja immer im Coaching hin und sagen, macht Reflexionsgespräche, setzt euch regelmäßig zusammen, macht euch notfalls Termine, wenn euch das schwerfällt, das einfach so im Alltag mit einzubauen, regelmäßig, dann macht euch dafür sonst Termine, um einfach sicherzustellen, dass alles gut läuft.
Und dass beide zufrieden sind, denn im Alltagsgeschehen und Alltagsstress kann das auch mal eine Zeit lang untergehen und es schleichen sich Routinen ein.
Aber es wird eben nicht offen ausgesprochen, es gibt keine Reflexionszeiten dafür, man verschwitzt das und zack, hängt man eben in so einer Abwärtsspirade drin und je früher man da eben gegensteuert, desto besser.
Ich glaube auch, dass es einfach auch ein sehr schlimmer emotionaler Moment ist, wenn man so überrollt wird von einer anderen Person, damit das derjenige sich in der Beziehung oder diejenige sich in der Beziehung schon länger verabschiedet hat. Das ist ja so ein bisschen wie dieses innerliche Kündigen, ne?
Dass jemand irgendwann angefangen hat, innerlich zu kündigen und dass man das Bewusstsein immer haben sollte, dass je mehr man investiert in die Beziehung, desto mehr kann man das sozusagen vermeiden.
Genau, das ist ja auch der Punkt, bei dem viele Paare eben bei uns sind. Einer von beiden hat schon, also wenn es zum Beispiel um Trennungsgespräche geht und um Trennung verarbeiten, wir haben in der vorigen Folge über Liebeskummer gesprochen und so weiter.
Dass einer von beiden zwei Jahre lang mehr oder weniger deutliche Signale sendet, die Signale nicht ankommen, sich dadurch innerlich löst und trennt, die Liebe wird abgebaut, es ist auch nach und nach einfach nicht mehr da, dann kommt der Moment, wo diese endgültige Trennung das Schwert gezogen werden kann und die Trennung wirklich jetzt ausgesprochen und auch vollzogen werden soll und erst in dem Moment realisiert der andere, dass das alles sozusagen ernst gemeint wird.
Wichtig war und will dann ins Kämpfen kommen, dann ist es zu spät. Und das ist eben das Ziel mit einer Folge wie dieser, das zu vermeiden und dem einen oder anderen Paar dabei zu helfen, frühzeitiger zu erkennen, dass solche Signale echt wichtig sind.
Denn auch wenn das jetzt in diesem Moment klein erscheint, dann wird daraus irgendwann in der Folge was Großes.
So vergleichbar, ich will gerade sagen, ein Zinses-Zinseffekt.
Irgendwann wird aus kleinen Beträgen mal durch den Zinses-Zinseffekt ein großer, das ist mit den Emotionen auch so.
Oder in der Ernährung denke ich immer an den Snickers, wenn man jeden Tag ein Snickers isst, dann ist das jeden Tag ja nur ein Snickers.
Ich entscheide mich doch nur heute ein Snickers zu essen, aber wenn ich ansonsten meinen Tagesbedarf gedeckt habe, nimmt man innerhalb von einem Jahr trotzdem mehrere Kilo nur durch ein Snickers am Tag, dann halt zu, obwohl das eben nur dieser eine ist.
Und das ist auch wieder in der Beziehung genau das Gleiche.
Jeden Tag ein kleiner, ungelöster Konflikt.
Ein mittlerer, ungelöster Konflikt macht in Summe im Jahr halt 360, 365 ungelöste, kleine Konflikte aus und die Summe, die kommt dann eben nach mehreren Jahren zusammen und dann bricht das System zusammen.
Also von daher frühzeitig auf Signale achten, sich reflektieren und notfalls zu uns ins Coaching kommen, wenn man selber merkt, da brauchen wir Unterstützung bei, da haben sich doch Dinge angesammelt oder wir möchten das Ganze nachhaltiger, sicherer angehen mit Blick von außen.
Dann meldet euch bei uns.
Vielen Dank für's Zuhören.
Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Häufige Alarmsignale in einer Beziehung sind unerkannte Unzufriedenheit, mangelnde gemeinsame Zeit, veränderte Kommunikation und abnehmendes Interesse.
Beide Partner können das Problem nicht erkennen, wobei einer oft emotional verloren geht und die anderen das Gefühl hat, nicht gehört zu werden.
Die natürliche Konsequenz, also die Entscheidung, aus der Beziehung auszugehen, muss ernsthaft und ohne Vorbehalte kommuniziert werden.
Mehrfache, künstliche Verhaltensänderungen wie plötzliche Hilfe im Haushalt führen oft zu einem Jojo-Effekt und sind daher kurzfristig und nicht nachhaltig.
Unreife Kommunikation, wie das Vermeiden von Konflikten oder das Verweigern von Austausch, führt zu einer inneren Verdrängung und später zu einer Explosion der Konflikte.
Die Beziehung kann durch kleine, wöchentliche Reflexionen und gemeinsame Gespräche vorbeugend stabilisiert werden.
Ein starker Einzelkämpfer-Modus im Partnerverhältnis schädigt die emotionale Verbindung und führt zu Mangel an Wertschätzung und Zweisamkeit.
Kleine, täglich ungelöste Konflikte summieren sich über die Zeit und führen schließlich zu einer totalen Beziehungskrise.
Summary:
Eine gesunde Beziehung erfordert ständige Wahrnehmung und emotionale Zusammenarbeit. In der Transkription wird aufgezeigt, wie Beziehungsprobleme frühzeitig erkannt und verhindert werden können. Häufige Alarmsignale wie mangelnde gemeinsame Zeit, veränderte Kommunikation, abnehmendes Interesse und eine fehlende Wertschätzung zeigen bereits, dass eine Abwärtsspirale beginnt.
Oft ist einer der Partner emotional entfremdet und spürt das Unbehagen nicht, während der andere es nicht versteht oder ignoriert. Es wird betont, dass die natürliche Konsequenz – also das Entfernen aus der Beziehung, wenn Unzufriedenheit nicht vermittelt wird – nur dann wirksam ist, wenn sie ernsthaft und ehrlich kommuniziert wird und nicht nur androht oder vorhergesagt wird. Kurzfristige, künstliche Verhaltensänderungen führen oft zu einem Jojo-Effekt und sind nachhaltig wirkungslos.
Stattdessen ist es entscheidend, regelmäßige Reflexionen und gemeinsame Gespräche einzubauen, um emotionale Abstände zu vermeiden. Die Entwicklung eines stärkeren „Wir-Gefühls“ und die Reduzierung des Einzelkämpfer-Modus sind entscheidend für eine dauerhafte Beziehung. Kleine, täglich ungelöste Konflikte summieren sich über die Zeit und führen zu einer totalen Beziehungskrise – ein Effekt, der wie ein Zinseszinseffekt wächst.
Daher ist es wichtig, frühzeitig auf Signale zu achten, offen über Bedürfnisse und Gefühle zu sprechen und bei Bedarf professionelle Unterstützung zu suchen, um eine gesunde, harmonische Beziehung langfristig zu erhalten.
FAQs
Die fünf Alarmsignale sind: der Partner meldet Probleme, gemeinsame Zeit nimmt ab, die Kommunikation verändert sich, das Interesse an der Beziehung sinkt und es fehlt an Achtsamkeit, Wertschätzung und Zweisamkeit.
Es ist wichtig, weil es ein klarer Anlass für Veränderung ist. Wenn Probleme offen kommuniziert werden, kann gemeinsam gearbeitet werden, um die Beziehung zu stärken und Konflikte zu vermeiden.
Die Ignorierung der Signale führt zu einer Abwärtsspirale, in der sich Konflikte verschärfen, die Beziehung verliert an Tiefe und beide Parteien sich emotional verlieren.
Man merkt es an einer mangelnden Zweisamkeit, an abnehmender Kommunikation, an wachsender Unzufriedenheit und an der Tatsache, dass eine Person sich innerlich verabschiedet hat.
Denn es entsteht eine Härte in der Beziehung und es fehlt emotionale Verbindung, Wertschätzung und Interesse, was langfristig zu einer Abkühlung und Trennung führen kann.
Die natürliche Konsequenz ist der Moment, wenn eine Person aus der Beziehung aussteigt, weil sie sich unzufrieden fühlt und die Beziehung nicht mehr trägt, auch wenn sie das nicht will.
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