Beziehung nach Geburt stärken: So werdet ihr wieder ein Liebespaar!
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Nach der Geburt entsteht eine intensive Phase, in der das Elternpaar die primäre Rolle übernimmt und das Liebespaar in den Hintergrund gerät. Dies führt zu Herausforderungen wie Schlafmangel, Erschöpfung und unerfüllte Erwartungen, die die emotionale Zuneigung und die Kommunikation beeinträchtigen. Viele Paare verlieren das Gefühl, ein echtes Liebespaar zu sein, und entwickeln Distanz, Konflikte oder Wut. Der Schlafmangel verstärkt die Spannungen, da die Partner weniger achtsam und auf ihre Bedürfnisse achten. Um die Beziehung zu stärken, sollten Paare bewusst auf Zeitmanagement, neue Rituale, gemeinsame Reflexionen und externe Unterstützung achten. Es ist entscheidend, frühzeitig die Rückkehr des Liebespaars zu fördern, indem das Fundament der Beziehung wiederhergestellt wird. Dazu gehören klare Gespräche über Bedürfnisse, gemeinsame Entscheidungen und die Einbindung von Familienmitgliedern oder Freunden. Diese Maßnahmen stärken nicht nur die Beziehung, sondern auch das Wohlbefinden des ganzen Familiengefüges.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebensidealisten.
In dieser Folge geht es um das Thema Beziehung nach Geburt stärken, so werdet ihr wieder ein Liebespaar.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Das erste gemeinsame Kind ist für viele einer der schönsten Lebensmomente.
Für viele erfüllt sich nämlich damit der Traum der eigenen Familie.
Die Phase mit dem Baby ist eine bereichernde, aber auch sehr herausfordernde Zeit.
Man muss erstmal in den Alltag als Familie hineinfinden, es entstehen ganz neue Aufgaben.
Für viele Menschen ist es auch ein ganz neues Gefühl, jetzt eine Familie zu sein.
Was aber auch dazu kommt, ist natürlich,
akuter Schlafmangel, weil das Baby erstmal seinen eigenen Rhythmus finden muss mit Schlaf- und Wachphasen,
viele andere Herausforderungen und natürlich mit der Zeit auch die ersten Diskussionen um Erziehungsfragen.
Die Beziehung rückt nach der Geburt oftmals zuerst in den Hintergrund,
was für einen gewissen Zeitraum natürlich auch völlig in Ordnung ist.
Irgendwann sollte man allerdings das Liebespaar in der Beziehung zurückkehren lassen.
Wir zeigen euch in dieser Folge,
welche Probleme und Fragen,
welche Folgen entstehen, wenn die Zeit für das Liebespaar schwindet
und wie ihr es mit Baby schafft, wieder genug Paarzeit zu etablieren.
Ja, ein sehr spannendes Thema, wie ich finde, denn es ist, glaube ich, das wichtigste Thema bei uns in den Coachings.
Ich würde sagen, die meisten Ursachen, Nebenprägungen aus der Kindheit und vorherigen Themen liegen hier drin begründet, oder?
Ja, das ist sehr häufig so, wenn Kinder vorhanden sind,
dass gerade die ersten drei Jahre mit einem Kind einfach eine sehr anstrengende Phase häufig ist,
die ja sehr herausfordernd ist, weil man ja auch körperlich wirklich gefordert wird.
Nicht nur die Frau, auch der Mann, aber die Frau natürlich, finde ich, in erster Rolle am meisten.
Und das natürlich auch für eine Paarbeziehung einfach eine Belastungsprobe ist.
Vieles, was man vorher so etabliert hat, was man macht, was einem gut tut, gerät erstmal in den Hintergrund.
Und das macht einfach was mit der Paarbeziehung.
Und es ändert sich einfach so viel.
Leichtigkeit, Flexibilität, alles, was vorher so ganz entspannt möglich war.
Beide gehen gleichzeitig unterwegs.
Der eine trifft sich mit Freunden, der andere auch.
Das ist dann jetzt alles so, dass man sich organisieren muss, weil gleichzeitig geht erstmal nicht und es sind viele Dinge dort.
Ich glaube, was erstmal sehr hilfreich ist und was vielen nicht so bewusst ist,
ist diese Unterscheidung zwischen Eltern.
Elternpaar und Liebespaar.
Vielleicht magst du das einmal nochmal definieren.
Denn ich glaube, das hätte vielen unserer Paare in den Coachings schon geholfen.
Einfach nur dieses Bewusstsein darüber, dass man das unterscheidet.
Und natürlich, dass das Liebespaar nicht einfach so automatisch meistens zurückkehrt.
Weil einfach so viele andere Dinge da sind, die vordergründig erscheinen.
Genau, die Unterscheidung zwischen Elternpaar und Liebespaar.
Also Liebespaar ist sozusagen dann vorhanden, wenn zwei Menschen als Paar zusammenkommen.
Dann sind sie ein Liebespaar.
Also häufig die Phase vor den Kindern.
Wenn ein Paar zusammenkommt, wenn es Paarzeit hat, wenn es sich kennenlernt,
dann entsteht immer mehr Tiefe im Liebespaar.
Beim Elternpaar sprechen wir davon, wenn ein Kind mit dazu kommt
und beide Verantwortung für das Kind übernehmen.
Und damit auch Eltern sind.
Und das Elternpaar ist man eigentlich sein Leben lang.
Mindestens bis zum 18. Geburtstag.
Aber man kann eigentlich sagen, das komplette Leben vom Kind ist mein Elternpaar.
Und die Unterscheidung ist einfach Elternpaar, Liebespaar.
Das Liebespaar, wenn man Eltern wird, häufig in den Hintergrund gerät.
Und das Elternpaar erstmal in den Vordergrund gerät.
Und die gemeinsame Fürsorge für das Kind auch verbindend sein kann.
Aber nicht die Basis, die Liebe ist.
Sondern die Verantwortung und die Fürsorge für das Kind.
Das heißt, im Fall einer Trennung trennt sich nur das Liebespaar.
Nur in Anführungsstrichen.
Und das Elternpaar bleibt bestehen.
Und das ist häufig der Außen-Ihr-Glaube.
Genau, die Angst ist immer so, oh Gott, wenn wir uns trennen,
trennt sich die Familie oder geht die Familie kaputt.
Es trennt sich in dem Fall das Liebespaar,
aber nicht das Elternpaar.
Und deswegen kommt es eben bei Trennung auf die Art und Weise an.
Also nicht die Trennung an sich ist dann meistens für Kinder prägend,
sondern die Art und Weise, wie diese Trennung vollzogen wird.
Wenn beiden bewusst ist, wir sind Elternpaar,
wir wollen ein starkes, enges Elternpaar bleiben
und weiterhin die volle Verantwortung und Fürsorge
für die Kinder gemeinsam tragen, aber als Liebespaar getrennt leben,
dann ist das typischerweise für Kinder,
das ist auch völlig in Ordnung.
Genau, es ist natürlich trotzdem schwer, muss man sagen.
Es löst trotzdem Gefühle aus.
Es ist jetzt nicht etwas, was leicht ist,
aber es ist nicht so schwer, wie wir Erwachsenen häufig denken,
wenn es halt unter gewissen Voraussetzungen geschieht.
Ja, vor allem meine ich, es geht um diese Prägung halt,
dass es eben eher weniger dann Prägungen auslöst,
wie Verlustängste und Co., wo man dann später im Coaching jetzt,
wenn wir Erwachsene bei uns haben, zurückguckt und sagt,
dass sich Erwachsene nicht mehr aus einer Beziehung trennen können,
weil sie halt Verlustängste haben,
die zum Beispiel rund um diese Zeit entstanden sind.
Okay.
Jetzt ist das Besondere ja, dass das Elternpaar,
wenn ein Kind, gerade das erste Kind natürlich, auf die Welt kommt
und man das erste Mal Eltern ist,
dass das Elternpaar gerade entsteht oder entstanden ist
und man ja auch keinerlei Erfahrung erst macht mit der Rolle als Elternpaar.
Ich finde, da passt auch immer halt der Spruch ganz gut,
es wird nicht nur ein Kind geboren,
sondern es wird auch eine Mutter und ein Vater geboren.
In dem Moment, es kommen also auch ganz neue Herausforderungen auf ihn zu,
die sich komplett von denen auch unterscheiden,
die man als Liebespaar vorher hatte.
Und das ist häufig auch der Grund oder ein Problem,
warum es erst mal am Anfang so ein bisschen schwieriger ist.
Weil ganz neue Herausforderungen wie Schlafmangel, Erschöpfung,
neue Rollen und Verantwortlichkeiten,
die sich erst mal einfinden müssen,
unterschiedliche Erziehungsvorstellungen können aufkommen.
Meistens, muss man ehrlich sagen, aber erst später,
so die ersten Monate, gerade die Säuglingsphase,
da spricht man noch nicht wirklich über Erziehung.
Klar kommen auch manchmal so ein paar Hinweise
oder schlaue Ratschläge von außen vielleicht rein,
wenn das Kind schreit, dass man nicht sofort hingehen sollte.
So eine ganz alten Sachen kommen einem manchmal dann schon so
als Erziehungsratschläge hervor.
Aber zwischen den Erziehungspartnern,
zwischen dem Elternpaar, ist das eher selten der Fall, so früh.
Was aber häufig auch ein Punkt ist,
sind die unerfüllten Erwartungen im Alltag.
Weil man sich das vielleicht ganz anders vorgestellt hat.
Weil man gedacht hat, dass man die Herausforderungen
wie Schlafmangel und Erschöpfung anders verkraftet.
Und sich deshalb auch Dynamiken entwickeln,
wie zum Beispiel, dass die Intimität und die Zeit für sich als Paar
auch ganz anders laufen, wie man sich das vorher erhofft hat.
Ja, wir sagen ja durchaus in den Coachings auch immer,
dass man so sechs bis zwölf Monate das Liebespaar eigentlich pausiert.
Genau aufgrund dieser ganzen Thematiken.
Und weil in dieser Zeit man sich da erstmal
als Elternpaar zurechtfinden muss.
Und der ganze Fokus eigentlich darauf liegt.
Und dann sollte sich das nach und nach wieder verändern dürfen.
Genau, der ganze Alltag wird natürlich eben
auf die Bedürfnisse des Babys ausgerichtet.
Denn Bedürfnisse werden vernachlässigt.
Was ja auch ganz natürlich ist.
Das Baby kann sich keinerlei Bedürfnisse selbst erfüllen.
Wir müssen halt dafür eintreten.
Und wir selber können halt viele Bedürfnisse wie Hunger mal zurückstellen.
Wir können ein bisschen länger warten, mit auf Toilette gehen.
Wir können ein bisschen unsere Ruhephasen ausreizen
und nochmal ein bisschen overpasten.
Also wir können ja ganz anders mit unseren Bedürfnissen und Co umgehen.
Nur dann wird es eben
schwierig, wenn unerwartete Dinge eintreten.
Und wir waren nächtelang wach.
Nächtelang 18 Monate.
Ja, genau.
Wir waren nächtelang wach.
Weil er dann nachts 2-3 Stunden
wach war, teilweise geschrien hat.
Dann hast du die Kombination
aus Müdigkeit und Lautstärke.
Und wenn du dann denkst,
naja, dann wird er ja dafür
morgens länger schlafen,
wenn er nachts 2-3 Stunden wach ist.
Und er dann pünktlich morgens zwischen 5 und 6 Uhr
vollkommen wach ist
und bereit ist,
dann hast du gar keine andere Wahl mehr,
als jede Möglichkeit, die dein Kind schläft,
auch zum Schlafen zu nutzen
und jeden
Powernap mitzunehmen.
Ich glaube, das Problem ist, dass man immer versucht,
eine Berechenbarkeit in diese Sache
mit den Kindern reinzukriegen.
Also, wenn die Schwangerschaft
so und so ist, dann wird
das bestimmt auch ein entspanntes Kind.
Oder
ich habe gut geschlafen als Kind, du hast gut geschlafen,
schlafen als Kind, wir kriegen bestimmt einen ganz
entspannten Schläfer. Und so
Sätze, die ja auch gern von außen herangetragen
werden, machen halt was mit
einem. Und wenn das denn nicht so eintritt
oder wenn das Kind Herausforderungen mit
sich bringt, wo man sagt, okay, das hatten wir
im Freundes- und Bekanntenkreis noch nicht
vorher, dann wird es
natürlich schwierig. Weil beide
Erwartungen hatten vielleicht an die
Zeit, weil man muss auch ehrlich gesagt sagen, die Zeit
wird auch sehr romantisch
gesehen in unserer Gesellschaft.
Das wird sehr schön beschrieben,
so die erste Kennenlernphase,
seine Kuschelzeit,
das kann so sein und das ist
vielleicht auch anteilig so,
aber es kann einfach auch wahnsinnig anstrengend sein.
Nö, also
wir haben es ja so erlebt, dass sich die
wenigsten direkt so äußern,
sondern auch selber eben
sagen, alles gut und ist gerade
alles schön und so. Und wenn man dann
selber sagt, nee, bei uns nicht so schön,
also wir haben schon sehr große
Schlafprobleme und
zwei, drei Sachen klappen nicht so gut und wir sind
auch ziemlich erschöpft gerade, dann die
anderen sagen, ja, ja, wir eigentlich auch.
Also das heißt, man
bekommt eigentlich so diese Wahrheiten
häufig nur mitgeteilt, wenn man sich
selber dann öffnet und dann andere
sagen, uns geht es auch so. Also irgendwie
versuchen auch viele dieses romantische
Bild eben aufrecht zu erhalten.
Ist natürlich
eben schwierig, wenn du dann noch
keine Elternpaar bist
und so in die Planung gehst, du kannst
dich eben nicht so realistisch darauf
vorbereiten, weil keiner dir so ein
echtes Bild verrät. Und wenn man
selber dann später zurückguckt, dann
hat man eben auch viele schwierige
Zeiten
verarbeitet und guckt eher so auf die
süßen Babybilder zurück und
hat dann eben auch ein anderes Bild, was ja
auch schön ist, dass man
anders zurückblicken kann und nicht nur
das Negative sieht und die
Herausforderungen und die anstrengenden
Zeiten.
Aber es ist eben ein Bild,
was man nach außen vermittelt, was
nicht so alle Facetten zeichnet.
Ja.
Es entstehen in so einer Situation eben
viele ungute Gefühle,
wenn die Bedürfnisse
eben zu lange zurückgestellt werden.
Das ist eben das Hauptproblem
meistens, dass man eben
nicht innerhalb von sechs bis zwölf
Monaten aktiv sich
ranmacht und sagt, wir holen
uns jetzt das Liebespaar wieder zurück
und sorgen dafür,
sondern, dass viele
das eben einfach so laufen
lassen, weil das ging
ja damals, als man sich ineinander verliebt
hat, auch alles automatisch
und es kamen die ganzen inneren Impulse
hoch, dass man sich umarmt
und küsst und Lust hat,
miteinander zu schlafen und sich Zeit
nimmt füreinander und all die ganzen
Dinge. Das muss ja jetzt auch wieder
alles automatisch als Impuls
wiederkehren und das kann so
sein, gerade wenn
das vielleicht mit dem
Baby in Leichtigkeit
funktioniert und dort viele
Dinge sind, wo man sagt, wow, habe
ich echt Glück gehabt, schläfe früh durch
und das klappt mit dem Stillen
alles wie geplant und
viele Dinge klappen einfach gut,
dann kann das auch sein, dass
der Raum da ist, dass das automatisch
zurückkehrt.
Bei den Paaren, die zu uns ins Coaching
kommen, erleben wir es eben anders,
dass es nicht automatisch
zurückgekehrt ist und das
dann Jahre später
zur Krise dann eben auch führt.
Gefühle sind
Angst, dass man eben als
Liebespaar nicht mehr zusammenfindet,
Wut manchmal, weil
der Alltag so herausfordernd ist,
aber auch Traurigkeit
darüber, dass sich das gemeinsame
Leben so stark verändert hat
und eben das Elternsein
so viel Raum einnimmt, während
die Paarzeit und das
Liebespaarsein so stark in den
Hintergrund geraten ist
und damit auch gefühlt so diese
Harmonie zurückgeht.
Viele sehen sich dann irgendwann,
wenn alles gut läuft, noch als
Team und sagen, Mensch, wir
kriegen unser Alltag, unser Leben gut
gemeistert, aber haben
nicht mehr das Gefühl, ein echtes
Liebespaar zu sein.
Die Folgen, wenn man sich weiter als
Liebespaar distanziert,
dass halt auch die
emotionale Distanz immer weiter zunimmt.
Also der Verlust
von dem Gefühl, emotional miteinander
verbunden zu sein.
Man hat vielleicht das Gefühl, dass
man aneinander so ein bisschen vorbeilebt,
was gerade ja auch so ein bisschen
anfällig ist, dafür die ersten
drei Jahre vorzukommen, weil man ja häufig
da noch so ein bisschen die Trennung hat
von einer geht arbeiten, einer ist bei dem
Kind zu Hause. Dann ist man so in
zwei Welten unterwegs.
Das Kind verbindet
einen zwar, aber diese
innere Verbundenheit lässt nach.
Weil man vielleicht auch alte Routinen
und Rituale nicht mehr hat, die man
vorher zusammen als Liebespaar hatte
und sich keine neuen aufbaut,
die vielleicht mit Kind möglich wären.
Es kann das allgemeine
Wohlbefinden oder die
Lebenszufriedenheit dadurch beeinträchtigt
werden. Das wäre eine Möglichkeit.
Es entsteht Unzufriedenheit
und die unguten Gefühle
und auch Systemgesetzverletzungen
untereinander werden zum täglichen
Begleiter. Da muss man eben ganz
klar sagen, dass der Schlafmangel hier eine
wichtige Rolle spielt, denn der macht
die Zündschnur einfach deutlich
kürzer. Wir sind weniger achtsam
mit uns, mit dem Partner,
und das sorgt
dafür, dass eben schneller man
streitet, man vielleicht auch
schneller hochkocht.
Es kann passieren, dass wenn der
Schlafmangel zum Beispiel wirklich sehr intensiv
ist, dass jeder nun auch sehr
stark auf sich gucken kann und so
gerade eben seine Bedürfnisse erfüllt
bekommt, für sich selbst aber eben
keinen Blick mehr hat auf den anderen.
Es kann
dann eine Negativspirale eben führen,
wo beide um
ihre eigenen Bedürfnisse kämpfen
und so das Gefühl entsteht, nachher innerlich
ich kämpfe ums Überleben,
wenn das eben mit dem Schlafmangel und anderen
Themen sehr, sehr stark und
intensiv ist. Das passt auch
zu dem Punkt, dass man halt einfach ein erhöhtes
Konfliktpotenzial hat. Also es fällt
einem schwer, Kompromisse zu finden oder
Entscheidungen zu treffen
und man hat allgemein eine
Anspannung in der Beziehung, die immer
weiter zunimmt. Und das
kann auch vom Kind wahrgenommen werden,
sodass auch das Kind sozusagen
das zurückspiegelt, was
die ganze Situation natürlich
nicht einfacher macht.
Es ist auch eine Phase,
in der
vielleicht ein Mangel an
Liebe und Zuneigung
aus der Kindheit sich
reaktivieren und triggern kann,
weil eben das
vom Liebespaar her nicht mehr so gegeben
wird. Also auch leider
eine Phase, muss man sagen,
in der fremdgehende
Affären gar nicht selten
gestartet werden.
Ja, natürlich in der Phase typischerweise
eher vom Mann, weil die Frau,
wie du schon sagst, heute ja immer noch
fokussierter eigentlich auf das Kind
ist, die Elternzeit meistens
nimmt, da enger dabei ist,
während häufiger dann
bei uns in den Coachings
das eine Phase sein kann, in der
dann der Mann so relativ
stark auf einmal wieder
diesen Mangel spürt
und dadurch dann
sich das woanders suchen könnte.
Selten ganz aktiv,
also ab und zu hat man das
auch mal, dass jemand tatsächlich eine
Dating-App installiert, aber ganz, ganz
selten. Eher so, dass auf einmal
Gelegenheiten, die man früher
abgelehnt hat, dann auf
einmal wahrgenommen werden und
derjenige sich fragt, oh, wie ist das
denn jetzt passiert?
Und ist selber verwundert.
Was manchmal auch halt das
Phänomen ist, das hatte ich auch so
sehr häufig im Coaching,
was bei Frauen häufig auftritt,
ist, dass Frauen sich so
ein bisschen durch die
Säuglings- und Babyphase,
man nennt das so, overtouched
fühlen. Also wenn man das
den ganzen Tag jemanden auf dem Arm
hat, in der Trage hat,
in den Schlaf begleitet,
also sehr eng auch körperlich hat,
dass sich
das nicht gut anfühlt,
wenn man das Baby zum Beispiel
zum Schlafen bekommen hat, gerade das Gefühl,
ich hab mich ja mal für mich alleine
auf der Couch, ich hab
niemanden, der mich irgendwie anfällt,
heißt, oder bei mir ist und dann
zum Beispiel der Mann die Nähe sucht,
dass die Frau das nicht aushalten kann, also die
einfach sagt, ich muss das zurückweisen,
weil ich hab das Gefühl, es macht mich innerlich
wahnsinnig.
Und das natürlich auch eine ganz neue
Erfahrung in der Beziehung ist,
dass man jemanden
aktiv vielleicht das erste Mal zurückweist und
sagt, ich möchte gerade keine körperliche Nähe, ich möchte
einfach auch nicht, dass du dich an mich
kuschelst, also es muss gar nicht
auf Sex hinauslaufen, sondern das Gefühl
zu haben, ich möchte einfach,
gar nicht, dass jemand mich anfasst
und das macht auch was mit einem
Liebespaar, wo der Mann sagt, okay,
ich darf hier gerade noch neben dir
sitzen und atmen oder dir
was zu trinken und zu essen holen,
aber ich darf dich gar nicht berühren.
Ja, ist für viele dann natürlich auch eine Art Steigerung,
während man vorher so dieses
Liebespaar pausierte,
so bekommt man jetzt eine richtige Zurückweisung
und die wirkt dann eben auf
Systemgesetz Ebene 1,
das ist wie ein Ausschluss und das
wirkt besonders stark.
Und in der Folge dieser ganzen Dinge
kann es natürlich dann auch zu Trennung
und Scheidungsgedanken kommen, wenn
eben das Liebespaar dauerhaft nicht
zurückkehrt und man
im Elternpaar bleibt,
dann kann es halt irgendwann für
die Beziehung schwierig werden.
Wir haben das Ganze für euch
nochmal in einem Blogartikel
detailliert zusammengetragen
und die wichtigsten Aspekte
zusammengefasst und auch die
fünf Lösungsansätze, die wir
jetzt gleich für euch haben, findet
findet ihr nochmal bei uns im Blog zum Nachlesen.
Wenn ihr selber mitten in dieser Phase seid oder auch nach der Phase seid und merkt, stimmt, das trifft genau bei uns auf den Punkt, wir sind irgendwie Elternpaar geworden und geblieben, aber haben irgendwie nicht zum Liebespaar zurückgefunden.
Wir dachten, das passiert automatisch, aber das passierte leider nicht und wir kommen da gar nicht mehr so richtig raus und haben zu viele Konflikte aufgebaut, unser Fundament ist nicht mehr stabil genug, um darüber sprechen zu können.
Das artet immer in Konflikten und Vorwürfen aus, dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch und wir gehen gemeinsam mit euch ins Coaching, um das Fundament wieder herzustellen und damit wieder dafür zu sorgen,
dass ihr vernetzt.
Nünftig und konstruktiv über Themen sprechen könnt und sich die Beziehung wieder weiterentwickeln kann.
Was sind die fünf Lösungsansätze, die wir jetzt zusammengetragen haben?
Ja, wir kommen zu unserem Lieblings-Evergreen, aufgekommene Konfliktthemen und Systemgesetzverletzungen lösen, also das Fundament wiederherstellen.
Geht gemeinsam an den Punkt, wann war es mal gut?
Wann war es gut in der Beziehung?
Wann gab es diese aktuellen Konfliktthemen noch nicht?
Und arbeitet die gemeinsam auf?
Beispiel kann sein, eine Enttäuschung, weil man selbst nachts immer aufsteht, der Partner, die Partnerin aber nicht oder das nicht aktiv angeboten hat.
Es gibt genug Situationen in dieser Zeit, in der es dazu kommen kann, dass eine Erwartung enttäuscht wird und viele, viele andere.
Es gibt auch andere kleine Uneinigkeiten und Situationen.
Geht an die Zeit, bevor ihr das erste Kind bekommen habt und schaut mal, war es da alles gut oder gab es da schon erste Themen, die gelöst werden sollen,
sodass ihr das Fundament mit der System-Empowering-Methode wiederherstellt.
Und die Schritte sind eigentlich immer, wann war es mal gut?
Also die erste Verletzung finden, denn bei den Verletzungen heute dreht man sich im Kreis, da kommt man zu keiner Lösung.
Das Gefühl zeigen, was entstanden ist, derjenige, der das Gefühl verursacht hat, übernimmt Verantwortung, sagt, es tut mir leid, das war nicht meine Absicht, diese Gefühle bei dir auszulösen.
Auch hier ganz wichtig, wir entschuldigen uns für die Gefühle, die wir bei anderen erzeugt haben, nicht für unser Verhalten, denn Verhalten findet immer in positiver Absicht statt.
Und dann schauen wir drauf mit dem Wissen von heute.
Wie hätten wir einzeln oder als Paar anders handeln können, damit dieses Gefühl nicht entstanden wäre?
Und diese Kombination löst nachhaltig die Systemgesetzverletzungen auf und sorgt dafür, dass ihr euch besser zueinander fühlt und das Fundament sich wieder stabilisiert.
Punkt Nummer zwei, das Zeitmanagement optimieren.
Das ist, glaube ich, ein Punkt, den man sehr individuell sehen muss, weil jeder andere Voraussetzungen hat.
Wie er optimieren kann.
Worum es da grundsätzlich geht, ist mehr Raum für die Paarzeit und die individuelle Zeit, also die Zeit für sich mal einzuräumen.
Um mal von außen drauf zu schauen, was ist möglich, was können wir machen, mit welchen Voraussetzungen.
Das hängt natürlich einmal von dem Kind ab, wie ist gerade der Status beim Kind, was ist möglich, welche Trennungsphasen sind schon möglich, wird noch gestillt, wird nicht mehr gestillt.
Was für ein Netzwerk hat man sich aufgebaut vielleicht durch andere Personen, dass Paarzeit und Zeit für sich möglich ist.
Wichtig ist auch da wieder im Wir-Gefühl mal raufzuschauen, also als Paar zu überlegen, wann haben wir die Möglichkeit, uns mal einen Termin gemeinsam zu machen, wo wir ganz bewusst miteinander Zeit verbringen.
Ist es vielleicht abends möglich, sich aktiver auszutauschen?
Wann hat jeder mal Zeit für sich?
Und da auch wirklich mit Kleinstmöglichkeiten.
Also mal mit einer Stunde oder meinetwegen auch mit einer halben Stunde.
Es geht darum, dass man dieses Thema der Zeitkonten einfach mal angeht und versucht da ein bisschen die Zeit optimale einzuteilen, damit jeder Raum für sich bekommt.
Weil wenn dauerhaft Bedürfnisse zurückgestellt werden, wirkt sich das halt auf alle Personen aus.
Also ich kann ja nur bewusst auch Paarzeit genießen, wenn ich nicht das Gefühl habe, ich möchte eigentlich selber Zeit für mich haben.
Ja, das mache ich jetzt nur, weil das muss ja so sein, aber eigentlich möchte ich einfach mich mal ins Bett legen und 20 Minuten schlafen.
Aber du hast es gerade auch nochmal gesagt, es wirkt sich auf alle Personen auf.
Da muss man auch gucken auf die Glaubenssätze.
Das wirkt sich nämlich auch negativ auf die Kinder aus.
Die merken das ja auch.
Das heißt, wenn ich selber es hinbekomme, meine Bedürfnisse besser zu erfüllen, zum Liebespaar mit meinem Partner,
mit meiner Partnerin zurückfinde, dann profitiert das Kind davon.
Also diese Zeit, die man sich nimmt und keine Zeit mit dem Kind verbringt, sondern sich um sich selber sorgt,
sorgt dafür, dass man in der Zeit, die man eben mit dem Kind hat, ganz anders fürs Kind da sein kann,
eine andere Aufmerksamkeit und eine andere Energie mitbringt.
Ja, da erinnere ich mich an die Zeit zurück, als unser Sohn noch ganz, ganz klein war und die Zeit sehr herausfordernd war.
Ich weiß nicht, ob du dich auch noch zurückerinnerst, das waren mal so ein paar Monate.
Da haben wir gemerkt, wir müssen so einmal die Woche müssen wir rauskommen, sonst wird es schwierig.
Da sind wir beiden einmal die Woche und da hatten wir mal einen Babysitter aus der Familie,
so für anderthalb Stunden, das war nicht so lange, essen gegangen.
Das war so einmal dieses Rauskommen, einmal zusammen den Ort zu Hause verlassen und einmal essen gehen.
Und das war ganz spannend, wenn man das halt sehr, sehr früh einbringt.
Also er war wirklich nicht alt, was das halt auch bei anderen im Freundes- und Bekanntenkreis erst einmal gemacht hat.
Also dass viele gesagt haben, oh, das könnte ich ja nicht oder dass das so früh schon geht.
Und wir gesagt haben, ja, aber das ist einfach gerade unser ganz starkes Bedürfnis, uns geht es danach so viel besser.
Und es ist, wir sind jederzeit erreichbar, wir sind nur ein paar Minuten entfernt.
Es ist nicht lange, aber dieses Ritual einzuführen und mal mutig zu sein, zu sagen, wir probieren das mal aus.
Wir besprechen das natürlich auch.
Woher mit der Person, die auf das Kind aufpasst.
Wir gucken, dass wir einen optimalen Zeitslog erwischen, wo das auch wirklich gut klappen könnte.
Und es hat noch einen weiteren großen Vorteil, denn dadurch hat er zu diesen zwei Personen aus dem Familienkreis,
die eben schon so früh auf ihn aufgepasst haben, heute auch eine sehr intensive Bindung.
Ja.
Ich habe da auch ein Beispiel aus einem Coaching, was eben auch sehr gut dazu passt,
dass man sein. Sein Zeitmanagement auch mit dem Ziel optimiert, eben Paarzeit und individuelle Zeit für sich herauszuholen.
Die beiden, das war schon beeindruckend, die hatten vier Jobs letztendlich.
Also einen Job davon als sehr hohe Führungskraft mit sehr viel Verantwortung.
Einen Teilzeitjob, eine Selbstständigkeit und Vermietung von Objekten.
Also Ferienvermietung.
Also jetzt nicht so Dauervermietung, dass man eine Wohnung hat und braucht sich kaum darum kümmern,
sondern wirklich Ferienvermietung.
Das haben die zu zweit gemanagt und die waren extrem gut darin, das zu managen.
Und die haben nicht nur ein Kind, sondern ein paar mehr Kinder.
Okay.
Und die haben das extrem gut gemanagt.
Die waren sehr gut strukturiert.
Das war alles perfekt aufeinander aufgebaut, aber eben nicht mit dem Fokus Paarzeit miteinander zu verbringen.
Und das war auch ein Missverständnis am Anfang.
Wo ich irgendwann sagte, Mensch, wir brauchen jetzt einen Orga-Termin.
Wir müssen schauen, dass ihr euch dann einmal die Woche hinsetzt und die nächste Woche plant.
Und da war ich dann erstmal nicht deutlich genug, beziehungsweise hatte ich noch nicht genau verstanden,
dass die schon so durchorganisiert sind.
Und beim nächsten Termin, wir hatten sehr eng getaktete Termine,
sagten sie dann, ja, wir wussten jetzt so gar nicht genau, was wir da anders machen sollten,
weil wir sind ja eigentlich schon so gut strukturiert und geplant.
Und dann haben wir nochmal drauf geguckt und, ja, wir konnten uns jetzt,
jetzt auch noch ein bisschen mehr Zeit freischaufeln, das ging auch.
Aber warum denn eigentlich?
Weil wir sind ja eh gut getaktet.
Und dann sag ich, naja, das Ziel ist ja, euch Paarzeit und individuelle Freizeit freizuschaufeln,
aber vor allen Dingen Paarzeit.
Und da macht es bei den beiden Klick und sagten, ja, stimmt, das haben wir immer vergessen.
Ja, dieses funktionelle Team, weil viele Menschen fühlen sich ja auch sehr wohl in diesem funktionellen Team,
weil dann läuft der Alltag.
Jeder weiß, was er zu tun hat.
Es läuft.
Aber es ist halt, dieses funktionelle Team ist halt schon eine große Unterscheidung zum Liebespaar.
Ein funktionelles Team ist eher Sicherheit, Kontrolle, Routinen, Rituale, wenig Leichtigkeit häufig,
wenig Spontanität, nicht unbedingt entstehen da so die Lebensmomente, wie man sich das als Liebespaar wünscht.
Und ich glaube, das ist so ein bisschen die große Falle, in die man rutschen kann durch den Alltag,
dass man sagt, ja, wir sind gut organisiert.
Wir kriegen. Das mit dem Job gut hin.
Wir haben ein gutes Einkommen.
Wir haben ein schönes Haus.
Den Kindern, denen geht's gut.
Aber das halt nicht mehr das ist, was sich viele eigentlich wünschen.
Das kann mal eine Zeit lang so sein.
Aber wir haben auch viele Paare, also bei mir im Coaching, viele Paare auch,
die. Sagen, wir sind als Paar uns, seitdem die Kinder da sind, manchmal wirklich so fünf, sechs Jahre, eigentlich nicht mehr näher gekommen im Sinne von Zeit.
Also, dass sie sagen, sie haben seit fünf, sechs Jahren keinen Babysitter, machen alles mit den Kindern zusammen.
Und wenn man sich dann überlegt, stell dir mal vor, Essen gehen mit Kindern und Essen gehen ohne Kinder. Das ist ein Unterschied.
Ja, natürlich. Man kann ganz andere Themen besprechen.
Ja, ganz andere Aufmerksamkeit auch.
Da sind wir auch beim Besprechen. Die Kommunikation verbessern ist der dritte Punkt.
Also es geht darum, darauf zu achten, dass man keine wichtigen Entscheidungen ohne den Partner, die Partnerin trifft.
Also trefft Entscheidungen weiterhin gemeinsam. Achtet auf stimmig, unstimmig als inneren Kompass.
Und es gibt natürlich einen gewissen Entscheidungsrahmen.
Wo man sagt, da kann der andere durchaus auch etwas alleine entscheiden.
Dann geht es aber darum, dass ihr euch darüber gegenseitig auch informiert, sodass der andere eben sagen kann, oh, diese Entscheidung war für mich gar nicht so passend.
Das hätte ich, glaube ich, anders entschieden.
Und man sich gemeinsam darüber austauscht und einen gemeinsamen neuen Weg dann findet.
Dann könnten auch Kommunikationsregeln helfen.
Das Smartphone mal weglegen, aussprechen lassen, kein Smartphone am Essenstisch.
Also viele Dinge, die einem auch später sehr zugutekommen, wenn dann die Diskussionen um die Medien losgehen und man selber sagt, Mensch, beim Essen, da gucken wir kein Fern.
Dann wird es schwierig, wenn dann der Sohn oder die Tochter sagt, naja, macht ihr ja auch ständig.
Dann kann man das nicht durchsetzen.
Und auch für eure Kommunikation ist das eben sehr, sehr hilfreich.
Und sprecht aktiv aus, wie es euch geht, damit ihr gemeinsam darauf eingehen könnt, dass ihr wirklich auch merkt, wie fühlt sich der andere, aber auch eben dazu motiviert werdet, selber euch zu reflektieren und über eure Gefühle nachzudenken.
Denn das ist so der zweite Part neben diesen Orga-Gesprächen, den wir dann meistens einführen, die Reflexionsgespräche, dass man zusammen mal die Woche.
Reflektiert und eben nicht nur, ob die Organisation gut gelaufen ist, sondern besonders zu schauen, gab es emotionale Verletzungen zwischen uns, die wir nicht sofort klären und lösen konnten, die wir bis hierhin mitgenommen haben, um sicherzustellen, dass das Fundament Woche für Woche auf jeden Fall gesichert stabil geblieben ist.
Dass man schaut, was sind Dinge, die sind weniger gut gelaufen, aber was sind auch Dinge, die sind letzte Woche positiv gelaufen.
Um dann für nächste Woche schon mal zu schauen, an welchen Stellschrauben können wir noch drehen, wenn wir jetzt zum Beispiel das Zeitmanagement betrachten, wenn wir aufkommende Konfliktthemen betrachten, aber auch wenn wir eben schauen, wie können wir noch harmonischer Zeit miteinander verbringen.
Nächster Punkt ist, den Alltag durch neu geschaffene Rituale zu strukturieren.
Ganz bewusst durch neu geschaffene Rituale, weil meistens die alten Rituale, die man sich aufgebaut hat.
Rituale, die man sich aufgebaut hat.
Rituale, die natürlich nicht mehr so ganz passend sind.
Es geht darum, so ein bisschen den Familienzusammenhalt zu stärken, aber auch Rituale zu finden, die euch als Paar gut tun.
Wir haben gerade schon davon erzählt, dass wir einmal die Woche eine Zeit lang essen gegangen sind.
Da auch wichtig zu schauen, das muss ja nicht euer Leben lang so sein.
Also das darf sich immer wieder verändern, weil sich ja auch die Voraussetzungen immer wieder verändern.
Dann geht das eine Phase lang, dann geht das wieder nicht.
Dann muss man sich vielleicht ein neues Ritual aussuchen oder finden.
Und man kann da ja auch wieder klein anfangen und zu sagen, wir merken diese Zeit am Tag.
Da würden wir das hinbekommen, zu Hause zum Beispiel ein Ritual einzuführen.
Was können wir da machen?
Lass uns mal zusammen kreativ sein.
Wo zählt es du los?
Was wäre gut?
Da auch auf die Grundbedürfnisse zu achten.
Braucht man eher Abenteuer?
Braucht man eher Ruhe?
Braucht man eher was, wo man sagt, man möchte gern was Kreatives mal machen?
Dass man sich da gegenseitig einfach ein bisschen austauscht.
Und man kann das auch so machen.
Man kann natürlich auch schauen, gibt es gemeinsame Aktivitäten, gerade wenn die Kinder kleiner sind,
die gleichzeitig eine gewisse Paarzeit anbieten.
Ich erinnere mich da noch an einen Phasen zurück, wo es ganz angenehm war,
als unser Sohn das Laufrad für sich entdeckt hat, dass wir zusammen spazieren gegangen sind mit dem Laufrad.
Also er ist vorweg gefahren mit dem Laufrad, war erstmal glücklich.
Und wir konnten hinterher gehen und uns dadurch auch ein bisschen unterhalten,
weil er aktiv war, weil er Laufrad gefahren ist.
Und man einfach auch das Gefühl hat, dass er da ist.
Und man konnte auch in der Tiefe, natürlich an der Hauptstraße nicht gerade,
aber auch sich mal so ein bisschen mehr unterhalten, weil da eine Beschäftigung vorhanden war.
Und eigentlich müsste man diesen Punkt nochmal umbenennen und sagen,
strukturiert euren Alltag stetig durch neu geschaffene Rituale neu.
Denn diese Rituale, die müssen sich dann ein Stück weit an die Entwicklungsphasen der Kinder anpassen.
Also die Entwicklungsstufe.
Die Entwicklungsstufe sind ja extrem schnell.
Das ist ja ein stetiger Wechsel.
Und darauf sollten sich die Rituale dann einstimmen, dass sich die verändern.
Zum Beispiel haben wir eine Phase, wo er recht lange wach ist.
Und wir haben abends dann keinerlei Zeit mehr groß für uns.
Neues Ritual für uns.
Wir stehen jetzt früher auf, lassen ihn dann halt entsprechend schlafen
und packen unsere Zeit für uns in die Rituale.
In den frühen Morgen hinein.
Und das sind immer so Dinge, da passen wir uns dann einfach so an,
wie es dann gebraucht wird für unser Familiensystem,
dass die richtige Zeit, das richtige Ritual dabei rauskommt.
Und das wandelt sich halt stetig.
Das war vor ein paar Wochen noch ganz anders.
Und dass man darauf eben entsprechend eingeht.
Man führt nicht einmal neue Rituale am Anfang ein, wenn man ein Kind bekommt.
Und die bleiben dann dauerhaft so.
Sondern. Wenn man das aktiv angeht und sich um Paarzeit, individuelle Zeit und Co. kümmern möchte,
sich achtsam um seine eigenen Ressourcen kümmern möchte,
dann braucht es, dass man diese Rituale stetig wandelt, je nach Entwicklungsphase der Kinder.
Genau, man kann das natürlich auch seinem Kind kommunizieren.
Je nach Alter ist das nachher natürlich auch möglich, zu sagen,
du, die nächsten 20 Minuten hörst du das Hörspiel, leg dich schon mal ins Bett.
Du kannst jetzt noch was im Zimmer spielen.
Jetzt haben wir aber gerade unsere Zeit.
Wenn was ist, natürlich was Dringendes, kannst du jederzeit kommen.
Aber ich möchte mich noch kurz über die und die Themen unterhalten.
Das geht nachher auch.
Aber meiner Erfahrung nach ist es immer einfacher, gerade wenn die Kinder noch kleiner sind,
zu sagen, wie kann ich meine Bedürfnisse selbst erfüllen?
Also selber ganz aktiv zu werden, anstatt in den Kampf zu gehen und zu sagen,
okay, jetzt ist der Abend oder jetzt ist. Die und die Zeit, die musst du jetzt alleine verbringen.
Wir brauchen jetzt die Zeit für uns.
Das kann natürlich auch sein, dass man ein Ritual dementsprechend aufbaut mit dem Kind zusammen.
Aber um einfach auch selber schnell das Bedürfnis zu erfüllen,
ist es natürlich auch einfach der Punkt zu sagen, wie kann ich das drumherum bauen.
Kommen wir zum fünften und letzten Punkt.
Das ist eigentlich optimalerweise dein Punkt.
Das Thema Unterstützung, dieses sich ein Dorf bauen, sagst du,
dass man im Umfeld eben schaut, wer bietet sich, so wie wir es eben auch gemacht haben,
frühzeitig an als Betreuungsperson, als weitere Bindungsperson,
Großeltern, Onkel, Tanten, dass man da im Familienumfeld schaut,
wer kann dort Zeiten übernehmen, um entsprechende Zeiten für uns dann wiederum freizuschaufeln.
Das können ja aber auch. Das können ja auch Personen außerhalb der Familie sein.
Also wenn man jetzt nicht die Großeltern hat, die vielleicht so zur Verfügung stehen
oder keine Familie vor Ort ist, dann auch zu sagen, das können auch gute Freunde sein,
die sich anbieten oder natürlich auch einfach der Punkt, dass man sagt, man erkauft sich Zeit.
Also sucht sich einen Babysitter.
Da gibt es auch schon verschiedene Plattformen, wie man das machen kann.
Gerne ja auch wird das genommen bei Erzieherschulen, dass man da mal,
man schaut an der Pinnwand, suchen viele auch Nebenjobs, die das cool finden,
neben der Ausbildung am Wochenende oder auch in der Woche ein paar Stunden zu arbeiten.
Da hat man natürlich den Vorteil, da ist jemand auf jeden Fall, der Lust hat, mit Kindern zu arbeiten,
der schon ein bisschen Erfahrung mitbringt.
Das wäre auch eine Möglichkeit, wenn es natürlich finanziell möglich ist.
Oder was ich auch schon erlebt habe im Coaching, war auch eine coole Idee zu sagen,
man macht so einen Zusammenschluss mit zwei, drei Freunden.
Und im gewissen Alter geht das natürlich, wenn die Kinder auch zu den Freunden,
also zu den anderen Erwachsenen eine Bindung aufgebaut haben,
dass man das rotieren lässt und immer eine Person dann auf zwei, drei Kinder aufpasst
und nächstes Mal dann die andere Person dran ist, die Kinder zu nehmen.
Und vielleicht zu schauen, ab wann ist das stimmig für euch,
dass auch Übernachtungen eingebaut werden.
Also wie frühzeitig ist das für euch einfach stimmig,
dass euer Kind vielleicht bei den Großeltern, Tante, Onkel,
übernachtet. Das ist ja schon etwas,
wo es dann eher schwieriger wird, dass
das passiert bei einer Fremdbetreuung.
Das ist ja schon was, was eher
familiär dann organisiert wird
und sich stimmig anfühlen kann.
Denn so schafft ihr euch eben auch
viele Freiheiten,
um Dinge zu tun, die eben mal
bis spät in die Nacht gehen, Konzertbesuche,
mal feiern gehen, wenn es gebraucht
wird, was auch immer.
Wir sind nun nie feiert gegangen, weil wir immer dachten,
wir brauchen den Schlaf.
Wir sind dann einfach
so unterwegs gewesen, aber
wir haben auch relativ frühzeitig
eingeführt, dass er eben
bei jemandem aus der Familie
schläft. Haben aber später
auch eben wiederum auf seine Bedürfnisse geachtet,
denn er hatte auch eine Phase, wo
er das dann nicht wollte.
Wo er sagte, nee, ich möchte da nicht mehr
schlafen. Ohne dass er etwas vorgefeiert ist.
Ich gehe da gerne nachmittags drei, vier,
fünf Stunden hin, aber schlafen will ich zu Hause.
Und dann kam das
aber wieder. Dann war das auf einmal cool,
weil dann
jetzt ist dann die Phase, da darf man
da so ein bisschen mehr Medien und ein bisschen
mehr Süßigkeiten als zu Hause
und dann wird das wieder cool.
Dann haben sie noch einen anderen Schlafkollegen
da eingeladen sozusagen, dass die jetzt mit
zwei Freunden da schlafen
und dann wird es natürlich auch für ihn cool
und wieder spaßig
und er kennt es halt schon.
Auch wenn er zwischendurch die Phase hatte, wo
er sagte, er möchte das nicht so gerne.
So ist das gewohnt und kennt
das Gefühl von klein auf
und war relativ schnell dann drin.
Und dass es für ihn okay war. Und wir haben dann eben
mal einen kompletten Abend,
eine ganze Nacht für uns, holen beim nächsten
Mittag wieder ab und
haben dann eben mal länger
als nur ein, zwei, drei Stunden
Paarzeit für uns. Ich glaube, wichtig ist
auch immer, dass man der Person,
die diese Verantwortung übernimmt,
klar sagt, was
man erwartet und aber auch die
Möglichkeiten gibt zu sagen, du kannst natürlich jederzeit
anrufen, auch
wenn er sagt, er möchte hier nicht schlafen,
dass wir ihn jederzeit abholen.
Also,
dass man sich da auch einfach die Freiheit nimmt
und das ist bei uns auch vorgekommen, ganz am Anfang.
Ich glaube, die zweite oder dritte Übernachtung
haben wir in Anruf bekommen, am Abend
und gesagt, okay, das wird heute nicht klappen.
Und dann haben wir ihn wieder abgeholt.
Und dann noch zu schauen,
was ist denn möglich. Ich erinnere mich noch
dran, die Phase, wo er nicht übernachten
wollte, dass wir
dann gefragt haben, ob zum Beispiel
mal aus der Familie, wie gesagt, wir haben die zwei Personen
ja, dass
die Person vielleicht bei uns übernachtet,
damit der Abend schon mal länger
ist,
damit man das Gefühl hat,
man muss
nicht genau auf eine halbe Stunde gucken, wenn man
ihn abholt, weil irgendwann ist das Abholen ja auch
nicht mehr stimmig, wenn das Kind dann auf einen wartet,
weil das dann irgendwann
so spät abends ist.
Und so haben wir uns dann da so rangetastet.
Und auch da auch offen aussprechen,
was ist, das zu sagen,
das ist unser Bedürfnis, dass das eine freie
Entscheidung ist, das soll für alle ein schöner
Abend sein, für uns, aber auch natürlich für unseren
Sohn. Und wenn das gerade nicht. von ihm so das Bedürfnis ist,
woanders zu sein,
haben wir sozusagen die Verantwortung zu schauen,
was können wir tun, damit es uns
trotzdem gut geht.
Ja, das ist eben das, was
ich meinte. Man muss immer je nach
Phase, je nach
Entwicklungsstufe kreativ werden.
Das ist alles nicht in Stein gemeißelt.
Und dafür wird eben das
stabile Fundament
zwischen den Eltern gebraucht.
Und dazu wird eben auch eine sehr gute und intensive
Kommunikation gebraucht, um
genau diese Punkte für sich zu finden.
Ja, wir sind jetzt auch schon am Ende dieser
Folge angekommen. Wir hoffen, dass
diese fünf Lösungsansätze
für euch sehr hilfreich waren und ihr das bei euch
in den Alltag einbauen könnt, sodass
ihr aktiv
am Liebespaar arbeiten könnt und
das Liebespaar für euch
zurückkehrt, wenn es noch nicht passiert ist,
oder noch aktiver
zurückkehrt, wenn es schon begonnen hat.
Wenn ihr merkt, dass ihr dabei Unterstützung
braucht, meldet euch sehr gerne bei uns.
Wir haben dieses Thema
tagtäglich bei uns in den Coachings.
Also haben dort einen sehr intensiven
Erfahrungsschatz und
je früher ihr merkt,
dass das schwierig
für euch ist, zum Liebespaar zurückzufinden,
desto hilfreicher ist
es, sich Unterstützung zu
holen. Denn wenn das
erstmal viele Jahre so gelaufen ist,
dann kann es schwierig werden,
das Liebespaar wieder zu
reaktivieren.
Bis zur nächsten Folge.
Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Die Phase nach der Geburt bringt herausfordernde Herausforderungen wie Schlafmangel, Erschöpfung und neue Rollen, die das Liebespaar in den Hintergrund drängen.
Es ist wichtig, zwischen Elternpaar und Liebespaar zu unterscheiden
Wenn das Liebespaar nicht wieder zurückkehrt, entstehen emotionale Distanz, Konflikte, Wut und Traurigkeit, und das Fundament der Beziehung wird schwach.
Der Schlafmangel verstärkt die Spannungen, da beide Partner weniger achtsam werden und ihre Bedürfnisse vergessen, was zu negativen Spiralen führt.
Die Lösung liegt in bewussten Maßnahmen
Paare, die die Rückkehr des Liebespaars verpassen, riskieren langfristige Krise und Trennungsgedanken, weil die emotionale Bindung verloren geht.
Es ist entscheidend, früher auf die Bedürfnisse der Partner zu achten, um die Beziehung zu stärken und das Fundament wieder zu stabilisieren.
Gemeinsame Rituale und regelmäßige Reflexionsgespräche fördern das emotionale Wohlbefinden und stärken die Verbundenheit im Elternpaar.
Summary:
Nach der Geburt entsteht eine intensive Phase, in der das Elternpaar die primäre Rolle übernimmt und das Liebespaar in den Hintergrund gerät. Dies führt zu Herausforderungen wie Schlafmangel, Erschöpfung und unerfüllte Erwartungen, die die emotionale Zuneigung und die Kommunikation beeinträchtigen. Viele Paare verlieren das Gefühl, ein echtes Liebespaar zu sein, und entwickeln Distanz, Konflikte oder Wut.
Der Schlafmangel verstärkt die Spannungen, da die Partner weniger achtsam und auf ihre Bedürfnisse achten. Um die Beziehung zu stärken, sollten Paare bewusst auf Zeitmanagement, neue Rituale, gemeinsame Reflexionen und externe Unterstützung achten. Es ist entscheidend, frühzeitig die Rückkehr des Liebespaars zu fördern, indem das Fundament der Beziehung wiederhergestellt wird.
Dazu gehören klare Gespräche über Bedürfnisse, gemeinsame Entscheidungen und die Einbindung von Familienmitgliedern oder Freunden. Diese Maßnahmen stärken nicht nur die Beziehung, sondern auch das Wohlbefinden des ganzen Familiengefüges.
FAQs
Nach der Geburt nimmt das Elternpaar den Vordergrund ein, da die Familie und die Verantwortung für das Kind die Hauptaufgabe werden. Das Liebespaar wird dadurch temporär zurückgedrängt, was die emotionale Nähe und die gemeinsame Zeit für sich reduziert.
Das Elternpaar entsteht, wenn ein Kind zur Familie kommt und gemeinsam Verantwortung für das Kind übernehmen. Das Liebespaar ist die emotionale Bindung aus der frühen Beziehung, die vor der Geburt existierte und im Fokus auf Intimität und Nähe stand.
Konflikte entstehen oft durch unerfüllte Erwartungen, Schlafmangel, Erschöpfung und unterschiedliche Erziehungsvorstellungen. Zudem sinkt die Intimität, da beide Partner ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen müssen.
Der Schlafmangel führt zu vermehrter Erschöpfung, einer geringeren Achtsamkeit und erhöhtem Konfliktpotenzial. Beide Partner verlieren die Fähigkeit, sich gegenseitig zu verstehen und zu unterstützen, was zu einer negativen Spirale führt.
Durch bewusstes Zeitmanagement, gemeinsame Rituale, die Wiederherstellung des emotionalen Fundaments und die Erkennung von früheren, guten Beziehungspunkten kann man eine regelmäßige Paarzeit wieder aufbauen.
Der Mann fühlt sich häufig überfordert, da die Frau intensiv mit dem Kind beschäftigt ist. Dieser Mangel an Nähe und emotionalem Kontakt kann zu einem Suchverhalten nach außen führen und zu fremdgehenden Affären führen.
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