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Beziehung in der Krise? Tipps zum richtigen Umgang mit Höhen und Tiefen

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Beziehung in der Krise? Tipps zum richtigen Umgang mit Höhen und Tiefen

Beziehungen sind inhärent von Höhen und Tiefen geprägt, die durch äußere Ereignisse wie berufliche oder familiäre Schwierigkeiten entstehen. Diese Tiefs sind nicht als negatives Merkmal zu sehen, sondern als notwendige Phase, die Wachstum und Resilienz fördert. Der entscheidende Faktor für eine stabile Beziehung ist ein starker „Wir-Gefühl“ und ein kontinuierlicher, aktiver Austausch, bei dem beide Partner sich gegenseitig verstehen und verbinden. Konflikte entstehen oft durch ungenügende Kommunikation oder durch kleine, übersehenene Dinge im Alltag, die sich schnell eskalieren können. Eine wirksame Lösung liegt nicht in der Vermeidung von Streit, sondern in einer strukturierten, bewussten Arbeit an der Kommunikation – mit klaren Zielen, konkreten Meilensteinen und regelmäßigen gemeinsamen Terminen. Paare lernen, durch Reflektion und gemeinsame Entscheidungen ihre Beziehung zu stärken. Ein wichtiges Element ist die Fähigkeit, Emotionen zu erkennen, zu benennen und verantwortlich zu tragen. Ohne diese Fähigkeiten kann eine Beziehung in Distanz und Enttäuschung geraten. Die Zusammenarbeit mit einem neutralen Dritten oder Coach kann entscheidend sein, um einen klaren Rahmen zu schaffen und die Kommunikation zu stabilisieren. Letztendlich wird die Beziehung nicht durch das Fehlen von Konflikten, sondern durch die Fähigkeit, sie bewusst, ressourcenorientiert und gemeinsam zu durchstehen, gestärkt.

Transcription

9868 Words, 58594 Characters

German
Würdest du sagen, dass es bei uns in der Ehe, in der Beziehung Höhen und Tiefen gab? Ich würde sagen, es gibt keine Ehe, die nicht Höhen und Tiefen hat und unsere natürlich genauso. Die Frage ist, wie tief sind die tief und wie hoch sind die hochs und wie kommt man aus den Tiefs wieder raus? Kommt man aus den Tiefs mit einem Wir-Gefühl raus und arbeitet gemeinsam dran, dass man sich da rausarbeitet zusammen und wodurch entstehen die Tiefs? Das ist auch im Coaching immer spannend und ist natürlich bei uns dann genauso, dass man häufig schaut, was ist mal gut, guckt dann zurück und dann werden so Dinge genannt, die vom Außen auf einen Zug haben. Wenn man sagt, das war eine doofe Phase, da ging es uns nicht gut, weil da ist irgendetwas im Außen passiert. Wenn man dann sagt, was ist zum Beispiel blöde Phase mit dem Arbeitgeber, total doof gelaufen alles und total viel Stress bei der Arbeit, Stress mit dem Vorgesetzten, mit dem Arbeitgeber. Mit Kunden, wo man sagt, Mensch, da habe ich ein halbes Jahr richtig viel Stress bei der Arbeit gehabt, habe mich ganz unwohl gefühlt und dann habe ich den Job gewechselt. Das war aber eine ganz blöde Phase für uns und da habe ich auch ganz viel Stress mit nach Hause gebracht und so weiter. Und das ist dann ja so, von außen kommt das auf einen hinzu und das ist etwas, was ja auch einen Tief ausmachen kann. Und ich würde sagen, die Tiefs, die wir hatten, die sind eher vom Außen gekommen, wo man sagte, da haben wir eine Phase, wo wir jetzt gemeinsam durch so einen Tief durchmüssen. Wo wir sagen, okay, da müssen wir jetzt gemeinsam was verarbeiten, was durchstehen, was überstehen. Und dann ist immer die Frage, wie passiert das? Passiert das im Wir-Gefühl oder im Ich-Du und man fängt an, sich Dinge vorzuwerfen, weil man an seine Ressourcengrenzen kommt und so weiter. Und das führt ja dazu, dass man auch als Paar resilienter wird, also eine Paar-Resilienz für äußere Umstände bekommt, dass man die gemeinsam gut bewältigt bekommt. Da hatte ich gerade auf unserer Weihnachtsfeier mit unserer Coachin Anne drüber gesprochen. Weil sie mich gefragt hat, wie das ist bei uns, wie wir unsere Konflikte lösen, ob wir viele Konflikte haben. Und da so ein bisschen auch so die Frage mitkam, habt ihr überhaupt Konflikte? Wo ich sage, ja klar, wir haben auch Konflikte und dass ich eigentlich da auch sagte, dass das Besondere an unserer Beziehung ist, dass wir einfach auch schon vieles zusammen durchgemacht haben. Also viele Sachen, die von außen kamen, Herausforderungen, familiäre Herausforderungen. Und Krankheiten, die einfach uns in relativ kurzer Zeit einmal das Leben sehr stark durchgerüttelt haben, auf den Kopf gestellt haben und wir als Paar schon oftmals da standen und gesagt haben, okay, das war jetzt der Plan. Ab jetzt ist es aber anders. Und wir das natürlich auch erstmal im Nachhinein immer verarbeiten mussten. Dass das eine große Kraftanstrengung war, wenig Zeit zusammen, immer temporär zwar, aber das fand ich schon manchmal eine große Herausforderung. Jetzt haben wir aber eine Sache reflektiert, die es uns besonders einfach macht in diesen Phasen und die sicherlich nochmal anders ist als bei vielen Paaren, die zuhören. Und ich wüsste jetzt spontan auch gar nicht genau, was die Ursache ist oder wie man das für andere genauso herstellen könnte. Nämlich, dass wir eine stimmige Entscheidung treffen für einen Weg und ungefähr zum gleichen Zeitpunkt in Unstimmigkeit geraten und beide das Gefühl haben, wir ändern uns. Wir ändern unseren Weg. Aber auch radikal manchmal, ne? Manchmal auch radikal, aber dass wir beide eben zum gleichen Zeitpunkt in dieses Gefühl von, oh, der Weg wird unstimmig kommen und wir wollen einen neuen Weg machen und wir uns häufig letztendlich darüber austauschen, reflektieren und sagen, das ist ja mal wieder verrückt, dass wir zum gleichen Zeitpunkt die gleiche Idee haben und das gleiche Gefühl entwickelt haben. Und ich glaube, das ist etwas, was, also ich weiß aktuell nicht, wie man das auf andere adaptieren soll. Ich weiß auch nicht, warum wir das haben, ehrlich gesagt. Also, was jetzt bei uns so der Auslöser ist, wir können ja mal ein Beispiel nennen. Ich finde das irgendwie total abgefahren, wenn man das jetzt erzählt und kein Beispiel dazu nennt. Also sowas wie, dass wir jahrelang das Gefühl hatten, okay, wir möchten gerne zum Beispiel in einer Wohnung wohnen bleiben mit Flexibilität und allem drum und dran, was das halt so mit sich bringt. Und auch viele Vorteile einfach in dieser Wohnungssession gesehen haben, obwohl viele von uns aus dem Freundeskreis so auf dem Häusermarkt dann aktiv wurden und wir so ein bisschen die Letzten sind, die jetzt, sag ich mal, nicht da eingestiegen sind. Und weil uns beiden so ein bisschen im letzten halben Jahr das Gefühl kam, das könnten wir uns irgendwie gut vorstellen. Ja, da war auch so ein Wechsel dann in der Stimmigkeit, ne? Ja, und da könnte man ja eigentlich denken, okay, der eine hängt jetzt noch an dem alten fest und sagt, ja, aber du hattest doch gesagt und wir hatten uns darauf committed, aber bei uns ist das dann irgendwie sehr gleichzeitig, ne? Ich glaube, wenn ich das auf irgendetwas zurückführen würde aktuell, so spontan, wir gehen nochmal genauer in uns. Vielleicht können wir was ändern. Vielleicht können wir was entwickeln, was wir anderen mitgeben können daraus. Aber ich glaube, es liegt am Wir-Gefühl und dem regen Austausch zwischen uns. Wenn du längere Zeit im Ich-Du bleibst und nicht so aktiven Austausch hast, dann kann es sein, dass einer von beiden sich in eine Richtung entwickelt und auf einmal so diesen Wunsch nach einem Haus und dann vielleicht schon länger da mal am Gucken ist und vielleicht einfach mal so zwischendurch bei den einschlägigen Portalen guckt und sucht und sich schon Gedanken macht. Und das schon formt und hat dann schon so seine Vorstellung, das soll so und so aussehen, so und so groß sein und kommt irgendwann dann vielleicht mal mit dieser ziemlich genauen Vorstellung und hat schon recherchiert auf den anderen zu und dann fühlt er sich nicht mitgenommen und nicht abgeholt, weil der noch eben in der Wohnung in Gedanken ist und kommt dann auf einmal, bekommt auf einmal so etwas Fertiges präsentiert, was sich schon so durchdacht und wie eine Entscheidung quasi anfühlt und wo derjenige dann das Gefühl hat, dass er sich nicht mitgenommen und nicht abgeholt. Da bin ich jetzt nicht mitgenommen worden, das ist ein Ausschluss und das macht es dann vielleicht schwierig und das ist glaube ich, wenn ich das jetzt spontan auf etwas zurückführen sollte, würde ich sagen, es ist der ständige aktive Austausch schon im Brainstorming Zustand. Ich glaube auch ganz viel unbewusst, also vielleicht geben wir uns auch unbewusst so Zwischentöne, sei es so bei, was weiß ich, irgendwelchen Nebenbeigesprächen im Auto, wo wir jetzt nicht gesagt haben, so wir reden jetzt aber mal über unsere Wohnsituation. Man nimmt das denn so unbewusst auf und stimmt sich denn irgendwie miteinander ein? Ich habe ein Paar im Coaching, da ist es so, dass er das immer sieht wie eine Präsentation, dass er sagt, das ist so ein bisschen wie im Business, er überlegt sich etwas und er ist jemand, der das dann schon sehr adäquat durchdenkt und sehr vielfältig durchdenkt und dann quasi auf seine Frau zugeht und dann in so einen Verkaufsmodus hineinkommt. Und er möchte für alle Fragen, die dem entgegenstehen könnten, schon gewattend sein. Perfekte Vertriebler, mäßig. Dass wir im Coaching gesagt haben, wir brauchen diesen Brainstorming-Zustand, dass man eine Idee in den Raum wirft, die aufgekommen ist und da schon den anderen mitnimmt und gemeinsam diese Vision entwickelt, dass das eine gemeinsame Vision in dem Fall bei uns vom Haus wird, dass wir gemeinsam die Vision entwickeln und nicht, dass einer etwas entwickelt und der andere kommt dann mit dazu quasi. Dann wird es zu meinem Hausprojekt, dem du zustimmen kannst oder nicht. Und wenn du nicht zustimmst, fühle ich mich doof und wenn du zustimmst, bleibt es aber irgendwie mein Projekt. Also es ist dann irgendwann ab einem gewissen Punkt schwierig, das zu deinem Projekt noch mitzumachen, dass es unser Projekt wird. Jetzt wäre etwas vom Weg abgekommen, aber das beschreibt vielleicht ganz gut, wie man weniger Hochs und Tiefs haben kann, weil man möchte ja am liebsten so Hochs haben und da so eine kleine Welle. Und wie kommt man dahin, indem man halt sehr viel im Wir-Gefühl und in Stimmigkeit ist? Das mal so vorweg gegriffen, bevor wir zur Lösung nachher kommen. Wenn du an dieser Stelle angekommen bist, dann bist du im Lebensidealisten-Podcast. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. In Verlauf einer Beziehung gibt es, wie du schon sagtest, immer Höhen und Tiefen. Wie man die definiert, ist natürlich eine andere Sache. Für jeden ist das anders, was ein Hoch, was ein Tief ist. Und das ist aber vollkommen normal. Da finde ich immer passt so dieses Bild von dem Leben. Das Leben ist nicht so eine gerade Linie, sondern es ist eine Auf und Ab. Und wir brauchen beides. Wir brauchen beide Seiten. Wir brauchen das Positive. Wir brauchen auch das Leid, damit wir beide Sachen auch ausleben können und auch das Gefühl dazu haben können. Und wenn wir nur eine gerade Linie hätten, dann wären wir tot. Das ist ja so die letzte Linie, die es denn gibt im Leben. Ich sehe schon die Kommentare bei YouTube. Wer braucht denn Leid im Leben? Ich finde aus jedem Leid, da muss ich an unseren Ausbilder, an Mann Dieter denken, der gesagt hat, auch mal aus jeder Krise nimmt man auch etwas mit. Auch wenn man das in dem Moment nicht sehen kann, was einen stärkt. Und sei es, man sieht es 15, 15 Jahre später. und ich finde, das stimmt wirklich. Wenn man ehrlich, wenn man Sachen natürlich verarbeitet hat, ehrlich auf Situationen zurückschaut und sagt, okay, das war total beschissen, da hatte ich das echt schwer im Leben. Aber ein kleines Learning nehme ich daraus mit. Naja, meistens ja sogar ein großes Learning. Also die richtig großen Veränderungen im Leben entstehen ja dann, wenn ich in der Krise bin. Wenn ich tief im Leid bin, wenn irgendein Unfall passiert, wenn irgendwer im familiären oder Freundeskreis verstirbt oder auch da einen großen Unfall hat oder irgendetwas. Also immer, wenn irgendwas Dramatisches passiert, wo um uns herum oder wir selbst in ein Tief geraten, das ist der Punkt, wo wir ins tiefere Nachdenken kommen, reflektieren, Dinge überlegen, Learnings haben und Dinge nochmal anpacken zu verändern. Das passt immer ja dieser Glückskekspruch so ein bisschen. Dieses, wenn es ruckelig wird im Leben, dann schaltet das Leben einen Gang runter und dann wird es erstmal ein bisschen schwieriger, aber dann geht es mit vollem Schub voraus. Ja, das gilt natürlich, das Yin-Yang-Prinzip. Wir brauchen letztendlich, um Licht zu haben, Schatten. Wir brauchen, um Freude zu erleben, brauchen wir Leid. Leider gehört immer, immer die Kehrseite sind immer alles so zwei Pole, die zusammengehören. Ohne das eine können wir das andere nicht empfinden. Wenn man nur Freude empfindet, dann stumpft die irgendwann ab und dann gibt es irgendwann auch keinen Effekt mehr. Den gibt es nur dadurch, dass man auch das Leid empfindet, dadurch wird Freude eben ja so wertvoll. Das ist manchmal wie Urlaub. Man freut sich so sehr auf den Urlaub, vielleicht am Strand, wenn man das gern mag und hat dann so die große Vorfreude, aber wenn du am Strand lebst, dann wird das irgendwann Normalität und dann hast du und dann hättest du diese Vorfreude nicht mehr in einen Urlaubsort zu fliegen, wo dann ein Strand ist, weil du sagen wirst, das habe ich doch jeden Tag zu Hause. Dann magst du vielleicht lieber wieder die Berge und so wechselt das dann. Von vielen Paaren ist es ja immer das Ziel auch zu sagen, wir möchten nicht mehr in dies tief reingehen, wir wollen keine Konflikte, wir möchten gerne Harmonie, wir möchten ein tiefes Gefühl von Nähe haben, dass wir nie wieder uns verlieren und das finde ich immer sehr spannend, weil das hört sich natürlich sehr schön an, das als Ziele zu haben und ich kann das auch auf der einen Seite verstehen, dass man sagt, wir möchten jetzt Harmonie haben, gerade wenn man aus einer Krise oder gerade wenn man in einer Krise drin ist schon sehr lange, dann sehnt man sich natürlich nach Harmonie und nach dem Gefühl von Leichtigkeit. Aber so ist nicht das Leben. Also das Ziel zu haben, wir werden nie wieder miteinander streiten oder ein Tief haben, das ist nicht erfüllbar. Ja, wir können nur das Level verändern. Ja, weil du bist nicht so wie ich, ich bin nicht so wie du. Wir werden immer wieder in Situationen im Leben aneinander geraten, dass wir unterschiedlicher Meinung sind, eine unterschiedliche Wahrnehmung haben und dann würden wir ja auch immer am Leid sein, weil wir sagen würden, wann kommt denn der Moment, wo wir nicht mehr streiten? Ja, das ist ja auch nicht der Punkt, um den es bei uns zum Beispiel im Coaching geht oder worum es eben bei den Paaren gehen sollte, sondern die Art und Weise, wie wir dann miteinander umgehen. Das ist ja das Entscheidende, also dass man anderer Meinung ist, andere Erinnerungen hat, dass man andere Fakten vorliegen hat und glaubt, das ist die Wahrheit, das ist die Wahrheit. Das sind ja alles Dinge, die passieren immer wieder und das ist auch völlig in Ordnung. Die Frage ist, wie gehen wir damit um? Verletzt uns das? Streiten wir? Geraten wir in Beschimpfungen und schreien uns an? Oder stellen wir erstmal so ganz nüchtern fest, okay, du hast eine andere Erinnerung als ich und dann mal gucken, macht das bei einem von uns beiden ein Gefühl? Welche Auswirkungen hat das? Wie gehen wir damit um? Aber letztendlich. Das passiert häufig. Bei uns ja vorhin zum Beispiel auch passiert. Da ging es um heute Abend. Essen gehen? Ja? Nein? Da hatten wir eine komplett unterschiedliche Erinnerung, wie wir darüber gesprochen haben, was der eine mitgenommen hat, was der andere mitgenommen hat. Das ist normal. So ist das Leben. Man hat ja auch noch andere Sachen, die man da legen muss im Leben und hat nicht nur die Kommunikation in der Partnerschaft und da hört man vielleicht auch nur mal halb hin, weil man gerade irgendwas anderes zu tun hatte. Ja, oder man hat dann andere Erwartungen, weil wir haben ja eigentlich festgestellt im Verlauf des Gesprächs, dass wir dass du dich doch wieder daran erinnern konntest, dass wir es besprochen haben, aber da wir gestern überlegt haben, das Essen vorzuziehen und zum Entschluss gekommen sind, dass wir nicht essen gehen, weil es unserem Sohn noch nicht so gut geht, hast du impliziert, dass wir heute das auch nicht machen werden? Ja. Und ich nicht. Für mich stand das für heute wieder neu offen. Und dadurch habe ich das heute wieder neu ins Gespräch gebracht. Aber darüber kannst du dich jetzt streiten und kannst in einen Konflikt kommen, gerade wenn entsprechende Vorerfahrungen irgendwie da sind. Oder eben reflektierst das. Wie kommen die unterschiedlichen Erinnerungen zustande? Was macht das mit uns? Und ja, kannst dann einfach eine Lösung finden und dann auf heute jetzt gucken und sagen, okay, jetzt haben wir das unterschiedlich erinnert. Ist ja nicht schlimm. Trotzdem stehen wir vor der Frage, gehen wir heute essen? Ja, nein. Und entscheiden uns dann wieder für nein, das geht ihm immer noch nicht so gut, also passt das wieder. Wir verschieben es um eine Woche und haben damit Stimmigkeit hergestellt. Ist für beide stimmig, passt. Und das ist ja das Ziel. Dieses Wir-Gefühl entsteht ja ganz häufig eben aus dem, das ist für uns beide stimmig. Wir haben gemeinsam entschieden, dass wir das nicht machen. Würden wir gemeinsam entscheiden, dass wir heute essen gehen und das geht schief. Und er geht aus dem Restaurant raus mit mega Mauchkrämpfen, muss gleich spucken, dann würde keiner von uns dem anderen sagen können, habe ich doch gleich gesagt, dass das schief geht. Dann würden wir sagen, wir als Paar, als Eltern haben uns falsch entschieden. Das hätten wir mit dem Wissen jetzt, worauf das hinausläuft, lieber nicht tun sollen. Wir hätten eine Woche warten sollen. Und darum geht es ja immer, dieses Wir-Gefühl zu erzeugen und diese gemeinsame Stimmigkeit, gemeinsame Verantwortung. Aber gerade ja diese Kleinigkeiten im Alltag führen bei vielen Paaren, die bei uns im Coaching sind, wenn sie darüber berichten, denn zu einem Tiefpunkt. Also, dass der Auslöser manchmal, sag ich mal, banal ist, etwas im Alltag, ein Missverständnis häufig oder irgendetwas, was der eine anders macht, als der andere gedacht hatte. Und dass man dann in so einen eskalativen Streit kommt oder es dann zu einem runden Umschlag kommt und man sagt, okay, das war jetzt nur, wir haben uns da irgendwie missverstanden, der Auslöser zwar, aber das ist nicht so wirklich die Ursache, warum wir jetzt in so eine Tiefe gehen, manche dann zwei, drei Tage nicht miteinander sprechen oder es dazu kommt, dass man da so eine Wut hochkommt und ich in einem Verteidigungsmodus so stark gehen muss zum Beispiel, ne? Also, diese Tiefs, von denen vielen dann berichten, entstehen aus meiner Erfahrung immer auch relativ spontan. Also, dass die immer wieder neu aktiviert werden, dass man zwar schon so im Grundtief drin ist, dann kommen wir wieder so ein bisschen hoch, aber dann passiert wieder eine Sache oder so und dann geht es wieder richtig tief relativ schnell. Also, ich habe auch einige Paare im Coaching, die haben so ein ganz starkes Auf und Ab. Die haben also quasi eine gleichförmigere Wellenbewegung, die so ein bisschen flacher verläuft, so eine ganz krasse Steigung und dann flacht das so ganz steil auch wieder ab und die haben dann auch, wenn das so hoch geht, schon Angst und Sorge davor, dass in wenigen Tagen das auch wieder drastisch runtergeht, weil das dann so die Erfahrung ist. Die haben aber wirklich so eine ganz tiefe Verbundenheit, so ein ganz tolles Wir-Gefühl, schon fast wie Schmetterlinge im Bauch und dann kracht das aber wieder so runter und das ist dann für die Paare natürlich auch sehr dramatisch, wenn das dieses sehr deutliche Auf und Ab ist, ja. Ich finde, ressourcenmäßig ist es auch sehr anstrengend, wenn du innerlich fährst du ja schon so ein bisschen nach angezogener Handbremse, denkst, oh, da könnte jetzt da gleich ein Tief kommen und diese Tiefs sind ja auch so anstrengend. Also, viele berichten ja auch, wenn sie so einem Beziehungstief dann drin sind durch Konflikte, dass sie es ja auch körperlich wieder sehr stark merken, dass sie sagen, wenn wir zwei, drei Tage nicht miteinander sprechen, dann kann ich nichts essen, dann mache ich innerlich schon wieder meinen Notfallplan, schreibe To-Do-Listen, was ich tun sollte im Falle einer Trennung, habe das Gefühl, ich kann nachts gar nicht mehr schlafen, weil ich musste irgendwie jetzt nach einer Lösung suchen, also das ist alles im Ausnahmezustand, ne? Ja, die Paare haben meistens einen eskalativen Streit, da entlädt sich ganz viel Wut, dann fühlt sich dieses Entladen erstmal ganz gut an, wenn das dann durch ist, also nicht in dem Moment, aber danach fühlt sich das dann so entladen an, dann kommen beide in so ein Wohlverhalten, weil sie dann realisieren, oh Mann, das war jetzt echt heftig und dann wird es auf einmal gut und dann kommt so eine gute Phase, die ganz starkes Deckeln voraussetzt, also in der Phase wird ganz stark gedeckelt und die Gefühle unterdrückt, da wird so Harmonie erzwungen und dadurch fühlt sich das total gut an und dann geht es wieder runter, weil der nächste Streit entsteht und dann entsteht aber erstmal eine schlechte Phase, weil dieser nächste Streit, der ist jetzt nicht so eskalativ, sondern dann kommen aber die ganzen Sachen erstmal raus dann gibt es eine Streitphase und dann kommt nochmal ein so ein Streit wieder, wo sich alles entlädt und dann gibt es wieder hoch und das ist so dieses, warum diese Aufs und Abs dann da so stark entstehen, die so hoch sind, tief so deutlich sind. Das ist natürlich auch gerade für Paare mit Kindern schwierig, weil du kannst ja, wenn du Kinder hast, gar nicht so stark auch dieses tief ausleben, zulassen, weil du musst ja weiter funktionieren, du fährst dann vielleicht deine Kommunikation so runter ins minimale, organisatorische, aber die Stimmung zu Hause ist ja trotzdem mies und Kinder merken das. Die haben ja feine Athen, die gucken dann immer die Eltern dann an und denken so, okay, was ist da los? Versuchen dann besonders lustig zu sein, das ist ja auch mal gerne so was, dass die dann so anfangs Quatsch machen und Mama und Papa zum Lachen zu bringen oder was auch häufig ist, dass die ja auch die Wut dann übernehmen, also diese schlechte Stimmung und das denn on top die Kinder auch noch eskalativ unterwegs sind und wütend sind und sagen, ich räume nicht mal einen Teller weg, du hast mir gar nichts zu sagen, ich habe doch keinen Bock. drauf, ich mach gar nichts mehr. Und man denkt so, oh nö, was ist denn jetzt los? Warum sind die denn auch noch so? Weil, ne, Spiegelneuronen, dann sagen die natürlich auch, es ist anstrengend mit euch, ihr seid anstrengend, ich spüre auch diese Anstrengung, ich spiegel das zurück. Und dann ist das meistens eine Konfliktspirale mit einem Abwärtstrend, sodass das Ganze immer drastischer wird. Also es gibt Zeit nachher die Streits, die werden eskalativer, die Auslöser werden immer kleiner, weil letztendlich nachher kleinste Trigger reichen, die alten Gefühle auszulösen und so geht es natürlich dann auch in immer mehr Hochs und Tiefs. Also wenn wir uns das Bild von so einer Konfliktspirale anschauen, wie wir sie immer zeichnen, dann sieht man eben, wie es am Anfang so kleine Zacken sind, die erstmal noch viel Abstand haben und irgendwann wird die Linie immer drastischer, dann geht es immer höher und immer enger aneinander und das ist eben dieses Auf und Ab, weil dann gibt es einen Streit, dann ist es wieder gut, Streit, wieder gut, bis es dann irgendwann an den Punkt kommen kann, wo es nie wieder gut ist, wo man die ganze Zeit in diesen Tief eigentlich verweilt. Ja, wo wir keine Hochs und Tiefs haben, ist die Konstanz in unseren Podcast-Folgen. Jede Woche kommt eine neue Folge raus. Wenn du fleißig bei uns reinhörst und die eine oder andere Folge dir oder auch euch als Paar schon weitergeholfen haben, dann hinterlass doch sehr gerne eine Bewertung bei Apple Podcasts, oder bei Spotify und bei YouTube freuen wir uns natürlich sehr, wenn du unserem Kanal folgst oder auch einen Kommentar hinterlässt. Es gibt ja Lösungsansätze, die viele Paare versuchen, wenn sie in so einen Tief geraten, gerade aus einem schönen Hoch heraus, die versucht werden, die aber nicht wirklich helfen und über die wollen wir jetzt mal genauer sprechen. Ja, schön ist Versöhnung zu probieren, ohne etwas zu verändern, dass man aufeinander zugeht, aber die Situation nicht reflektiert, also die Gefühle nicht löst, die Situation nicht reflektiert und daraus auch dann keine Veränderung im Verhalten erfolgt. Also so eine oberflächliche Harmonie, die erstmal erfolgt, wo man dann aber merkt, dass es nicht nachhaltig ist. Ja, ich hatte das im WhatsApp-Support vorhin, eine Situation, wo ein Streit war und dann einer von beiden sagte, Mensch, ich bin jetzt auf den anderen zugegangen nach dem Streit und wollte ihn umarmen. Und der andere dann sagte, das geht nicht. Und das dann ganz unverständlich war, weil er sagt, Mensch, das ist doch sogar deine Sprache der Liebe, wenn ich dir damit signalisieren will, dass ich dich liebe, aber in dem Moment, wo Wut da ist, geht das nicht. Also ich kann mich schwer einfach wieder versöhnen, durch so eine Geste wie eine Umarmung, wenn Wut da ist. Das kann gehen, wenn Traurigkeit entstanden ist, dann mag man ganz gerne zusammen traurig sein, aber Wut unterbindet das normalerweise und dann geht das nicht. Dann muss erst die Wut gelöst werden, bevor man dann überhaupt wieder in dieses Gefühl kommen mag, den anderen zu berühren. Ein weiterer Punkt ist auch, dass man den Wunsch nach Veränderung hat, aber keinen konkreten Plan. Also dieses, wir müssen das jetzt mal anders machen, wir brauchen eine andere Streitkultur, so kann das nicht weitergehen. Ja, kann man sonst auch sehen, wenn man abends mal DZDF und Co. einschaltet und Politik-Sendungen sich anguckt. So Politik-Talks laufen genauso, so ab. Alle haben einen Wunsch nach Veränderung, aber keiner hat konkrete Maßnahmen und weiß, wie es funktioniert. Das ist traurig, ja. Genau, aber es ist ja so, es ist immer sehr oberflächlich allgemein dann gehalten und wo der anderen auch zustimmt und sagt, ja, das stimmt, das müssen wir wirklich mal angehen, das Thema. Habe ich im Radio zur Silvesterzeit gehört und zwar hat eine Psychologin einen Kommentar dazu hinterlassen, warum Neujahrsvorsätze nicht funktionieren und ein Punkt war, dass diese zu oberflächlich beschrieben werden. Dass man einfach nur sowas ganz Oberflächliches nennt, wie auch nächstes Jahr soll gesünder sein. Ich würde schon nächstes Jahr gerne auf Gesundheit achten. Und das ist so unspezifisch, überhaupt nicht messbar und da ist null Plan drin, sodass das alles über nichts bedeuten könnte und dem können wir nicht folgen. Das heißt, auch hier brauchen wir für die Veränderung einen ganz konkreten Plan mit Meilensteinen, wo man sagt, das sind die Schritte, die verschiedenen Stufen, was sind konkret die Ziele, finde ich auch, damit man auch den Prozess überprüfen kann. Deswegen starte ich auch mal sehr gerne dann am Anfang mit, was sind konkret wirklich die Ziele ganz praktisch. Das kann ja auch unterschiedlich sein, deswegen mache ich das mit jedem auch mal gerne einzeln, damit man am Ende auch überprüfen kann und sagen kann, hat sich dieser Punkt für dich verändert? Wenn ja, ist ja schön, wenn nicht oder wenn nur zur Hälfte bisher, dass man da nochmal nachschaut. Ja, wenn man immer das Gleiche tut, kann man kein anderes Ergebnis erwarten. Und ich brauche auch häufig bei so etwas einfach einen roten Faden. Also ich brauche irgendwie so etwas, woran ich mich langhangeln kann, damit ich das Gefühl habe, ich mache mich wirklich auf dem Weg und das ist nicht so eine Sache, die so als Hintergrundprogramm läuft. Wenn andere Sachen sich dann vorschieben, gerät das als erstes in Vergessenheit. Ja, und ich finde eben die Meilensteine, diese Stufen auch ganz wichtig, denn ansonsten fühlt man sich ja nur glücklich, wenn man das Ziel erreicht hat. Aber das ist ja nur ein ganz kurzer Moment. Dann ist das Ziel erreicht und dem folgt normalerweise ein neues Ziel. Dem folgt ja ein neues Projekt meistens. Das heißt, man genießt ja diese Zielerreichung meistens nur sehr kurz, während der Weg dann sich eher schwierig anfühlt. Aber wenn man auf dem Weg viele kleine Meilensteine definiert, dann kann man ganz oft kleine Erfolge feiern, wo man immer wieder in so ein gutes Gefühl kommt, dass man wieder einen Schritt geschafft hat. Aber diese Meilensteine, die muss man eben sichtbar machen. Ein weiterer Lösungsansatz ist auch gerne das bewusste Vermeiden von schwierigen Gesprächen. Also dieses, ich möchte mit dir nicht mehr drüber reden, ist jetzt auch gut. Wir haben da doch jetzt auch schon genug drüber gesprochen. Wir müssen es jetzt auch nicht zerreden. Wir tun jetzt einfach so, ab heute, mit dem Blick in die Zukunft, wird es anders und gut. Sagte mal jemand im Coaching seiner Partnerin, das ist alles eine Mindset-Sache. Wenn du dich heute entscheidest, es anders zu machen, dann wird das gut. Sagt sie, ja, aber das geht nicht, weil ich weiß nicht, wie ich es anders machen soll. Wenn das so einfach wäre, dann hätte ich das doch schon früher machen können. Ja, du brauchst doch schon viel Willenskraft, selbst wenn du es weißt. Und brauchst natürlich dann auch sehr viel innere Stabilität für dich selbst, damit du so einfach etwas verändern kannst. Aber wie du schon sagst, wir brauchen natürlich auch da wieder, wenn ich sage, ich möchte es anders machen und diese Entscheidung treffen, brauche ich etwas ganz klares, definiertes, wo ich sage, das ist die Regel oder das ist meine Verhaltensänderung. Genauso soll die aussehen, so greifbar wie nur möglich. Wenn man ein visueller Mensch ist, dann sehr bildhaft dargestellt. Wie ändere ich das ganz genau? Wie sieht das aus? Eine Vermeidung ist ja nie der Weg. Also Vermeidung von einem Problem ist ja nur ein Wegschieben. Also ein Vermeiden halt. Vermeidung von einem Problem ist ein Vermeiden. Ich finde das immer schwierig, wenn jemand sagt, ja, wenn wir darüber nicht mehr sprechen, dann ist es doch gut. Der Konflikt entsteht meistens nicht durchs Sprechen. Das Thema entsteht in uns, wenn das Gefühl entsteht. Und das kann ich nicht so einfach vermeiden. Das kann ich, wenn es aufgekommen ist, verdrängen. Aber je mehr Gefühle ich verdränge, desto schwieriger wird es irgendwann. Meine Zündschnur wird kürzer und es platzt irgendwann aus mir heraus. Also ich werde durch Vermeidung des Gesprächs ja nicht die Basis stärken, sondern werde nur eine oberflächliche Harmonie erzeugen, die in der Tiefe aber nicht da ist. Vor allem im Umkehrschluss, wenn wir jetzt ein starkes Fundament haben, dann kann ich auch schwierige Gespräche führen. Und ich möchte ja auch eine Partnerschaft haben, oder viele möchten jedenfalls eine Partnerschaft haben, wo auch schwierige Gespräche möglich sind. Also weg von diesem oberflächlichen wir tun so, als ob alles in Ordnung wäre, wirklich ja hin zu dieser, wir möchten Nähe und Tiefe haben und dafür brauche ich dann ein starkes Fundament. Ja, und da kommen wir gleich zu einem Lösungsansatz, den ich mal vorziehe. Das entfällt einem ja später. Um über die großen tiefgründigen Dinge wertschätzend miteinander zu sprechen, oder um die großen Konflikte zu lösen, große Kompromisse, die unser ganzes Leben beeinflussen, zu schließen, brauche ich Training, in dem ich die Kleinigkeiten angehe. Und das ist etwas, was viele nicht so richtig verstehen, und wo viele sich schwer mit tun, wenn sie immer wieder sagen, ja, das ist doch eine Kleinigkeit, das lohnt sich nicht, das auszusprechen. Das ist ja übertrieben, da muss ich den anderen nicht mehr belästigen, doch. Diese kleinen Dinge, die geben uns immer wieder Zuversicht, ah, okay, ich kann ein Thema ansprechen, wir kriegen es gelöst. Immer wieder, mit Kleinigkeiten. Und ich trainiere immer, wie es ist, über mein Gefühl zu sprechen, wie es ist, mit dir eine Lösung zu finden, einen stimmigen Kompromiss zu schließen, um dann bei den großen Dingen, dafür startklar zu sein. Das wäre ja so, als wenn ein Sportler zum Wettkampf geht und sagt, vorher trainieren brauche ich nicht, weil das sind ja quasi die kleinen Sachen, das macht ja keinen Sinn, entweder komme ich hier gleich zum großen Wettkampf, oder ich mache gar nicht mit. Und das ist letztendlich im Kommunizieren genauso. Warum sollen wir bei einem echt krassen Thema eine Lösung finden können, oder einen Kompromiss schließen können, wenn wir das bei kleinen Themen nicht üben vorher? Ich glaube, das liegt vielleicht, da sind wir jetzt so ein bisschen, vielleicht im philosophischen Keine Ahnung. An diesem Suchen. immer diesen einen großen Hebel. Ja. Also wir suchen die eine große Sache. Was kann ich denn jetzt tun, um diese Sache zu verändern? Wir wollen nicht von anderen zehn Kleinigkeiten hören. Ich möchte von dir den einen nachhaltigen Hebel. Und das habe ich auch häufig im Coaching gerade von Menschen, die eher rational geprägt sind, dass sie sagen, ja, aber was ist jetzt der Game Changer? Ich brauche jetzt die eine Sache. Wenn ich das ändere, dann lösen sich alle Probleme vor einmal auf. Ja. Habe ich gefunden letztes Jahr im Business, habe ich den Game Changer, den einen großen Hebel gefunden. Der eine große, und das ist für Beziehungen genau das Gleiche. Habe ich gefunden, dass der eine große Hebel die Summe von ganz vielen Kleinigkeiten ist. Ja. Das ist der große Hebel. Aber das vielleicht anstrengt ja auch, ne? Ja, aber so ist es. Du brauchst nicht suchen nach dem einen großen Hebel. Den gibt es leider nicht. Hatte ich letztens auch im Coaching, dass jemand nochmal nach diesem einen großen Hebel fragte, was du auch sagst. Und ich habe gesagt, das gibt dir nicht. Es gibt immer eine Summe von vielen kleinen Dingen bei dem einen sind das fünf Sachen, bei dem anderen 30. Aber es ist immer eine Summe. Genauso wie auch das Fundament nicht durch eine Verletzung instabil wird und auch nicht die eine große Verletzung in der Vergangenheit war. Da ist vielleicht eine, die größer erscheint, die man präsenter hat. Aber im Kern ist es immer eine Summe von vielen Verletzungen, die dann irgendwann in Summe dazu führt, dass das Fundament instabil wird. Ja, wenn man da keine Lösung für die Hochs und Tiefs findet, und wenn man probiert, das zu lösen, aber findet dann nicht so richtig den Weg für sich, dann hat das irgendwann Folgen für die Beziehung. Oder natürlich auch, wenn man sich dem gar nicht widmet und einfach das ganze Thema ignoriert, dann hat das auch entsprechende Folgen. Eine Folge ist auf jeden Fall die Distanz. Also dass Distanz in der Partnerschaft weiter ausgebaut wird. Dass man das Gefühl hat, man verbringt nicht mehr gerne gemeinsam Zeit zusammen. Das fühlt sich irgendwie belastend oder komisch an. Man ist schon so, ja, vorsichtig in dem, was man ausspricht und freut sich vielleicht auch gar nicht so auf die gemeinsame Zeit mehr. Dann hat man nur noch eine bestimmte Auswahl an Themen, die man ansprechen kann. Eine starke Limitierung, weil man genau überlegt, wenn ich das Thema jetzt anspreche, könnten wir gleich wieder in einen Tief geraten. Dann könnte es Streit geben. Das lasse ich mal lieber. Und da bleibt man natürlich meistens auch recht oberflächlich. Viele Paare berichten ja auch, okay, Ina, wir reden noch über die Verwaltung unseres Lebens, wer was macht, wer einkaufen geht, was wir essen und über die Kinderthemen. Und wenn wir alleine sind, wenn die Kinder dann irgendwie betreut werden und wir im schönen Restaurant sitzen, dauert es ungefähr eineinhalb Minuten und wir sind eigentlich komplett in dem Kinderthema drin. Ja, und was du schon sagtest mit dieser Vorahnung, dass da nichts Schönes auf einen wartet. Viele beschreiben das auch als schwere. Haben auch das Ziel, eine Erleichtigkeit wieder zu fühlen, weil dieses Überlegen, was kann ich denn sagen, was kann ich denn tun, ohne dass gleich ein Streit entsteht, das macht schwere. Weil manche sich dann wie in so einem Minenfeld fühlen und überlegen, was kann ich denn tun, was auf keinen Fall aneckt. Da muss ich an unser letztes Erlebnis denken, an unseren letzten Paarabend. Da waren wir in Hamburg unterwegs zu einem Candlelight Konzert in einer Kirche. Und da, wo wir saßen, gab es ja diese Tickets für ein Freigetränk. Dann bin ich ja losgegangen, hab jetzt Getränke geholt und da war ein Paar hinter mir und die Frau war sehr ja, aufgebracht darüber, dass die kein Ticket bekommen haben für die Getränke und dass sie weiter hinten sitzen und hatte ihnen gefragt, wieso haben wir denn kein Freigetränk und sagte, nee, wir haben eine andere Ticketkategorie, wir sitzen weiter hinten, da gibt es das nicht dazu, naja und so weiter. Und man merkte, sie ist immer weiter hochgefahren und hochgefahren und hat gesagt, ja, okay, also sitzen wir hier hinten, haben keine Freigetränke und hat noch ein paar andere Sachen zugefügt und sagt er, ja, das hast du passend jetzt zusammengefasst, aber jetzt nicht schon wieder, fang jetzt nicht schon wieder an. Und da hab ich noch gedacht so, oh ja, das ist jetzt so der Ersatz, der zeigt, okay, wir können jetzt hier gleich wieder in so einen Konflikt abdriften, der den Abend kaputt macht. Ja, und das kann so ein Auf und Ab oder ein Hoch und Tief dann auch beschreiben, ne, das ist dann vielleicht so ein Hochgefühl, ne, hey, cool, Candlelight-Konzert, wir machen was als Paar, kommst dann da rein und dann entstehen die Konflikte. Ja, und du hast dann genau diese Gespräche miteinander und gehst am Ende mit einem schlechten Gefühl vielleicht raus, weil du dich über diese Dinge gestritten hast und wie schon das ganz andere Paare noch, das heißt, du siehst vielleicht noch vermeintlich so viele andere glückliche Menschen, die da sitzen, ne, und du selber denkst du, ja, uns passiert das immer wieder, wir buchen falsch und du verstehst mich nicht und ich hätte das so nicht gebucht und so in die Reihe und ich sehe gar nichts und so geht es dann los, ne. Ja, und dann sind wir bei der nächsten Folge, da sieht man es ja auch schon, Stress und Frustration steigen zunehmend, das wird immer wieder schwierig. Also viele sagen auch, ich bin so enttäuscht von dem anderen, ich bin so frustriert, ich habe schon resigniert. Genau, Resignation ganz oft. Ich bin schon gar nicht mehr wütend und traurig, ich erwarte schon gar nichts mehr. Das ist irgendwann eine ganz drastische Folge, wenn man irgendwann sagt, ich habe mir jetzt angewöhnt, nichts mehr zu erwarten, dann kann ich auch nicht mehr enttäuscht werden. Ja, bin ich aber auch gefühlslos, ne? Ist man auch gefühlslos, dann ist die Distanz sehr groß und ich glaube, einige unterschätzen, dass man eben nicht nur die schlechten Gefühle abschalten kann und dass man sagen kann, ich verdränge mal das ganze schlechte Wut, Ärger, Angst, Traurigkeit, schiebe ich alles weg, ich versuche da nicht so drauf zu achten und keine Erwartungen mehr und so weiter, sondern dass dann auch eben die positiven Gefühle, Liebe, Freude, Zuneigung, Wir-Gefühl, alles weggeht und die Impulse, die Hand zu greifen, sich zu umarmen und so, wird auch alles immer weniger. Das heißt, dieser Deckel, diese Schutzmauer, die da entsteht, das ist keine Einbahnstraße, die betrifft immer beide Seiten. Und das merken wir auch gar nicht selten mal in Anfragen, dass Leute schreiben, mein Mann, meine Frau hat mir gerade mitgeteilt oder am Wochenende mitgeteilt, sie oder er hat keine Gefühle mehr, was kann ich tun, können Gefühle wiederkommen, also das ist auch eine große Thematik bei uns. Ja, auch gerade Enttäuschung, haben wir gerade vorhin darüber gesprochen, dass unsere Folge durch Enttäuschung Gefühle weg in den letzten Monaten eine der erfolgreichsten mit waren, weil das anscheinend wirklich viele betrifft, dieses Gefühl von Enttäuschung, was dann in Folge Verletzungen macht, die man deckelt und dadurch die Gefühle dann weggehen. Als Folge stellt sich auch mal gern der Glaubenssatz ein, dass man die Beziehung nicht mehr verändern kann. Weil man so viele Versuche schon hinter sich hatte. Genau. An dem Punkt waren wir schon so häufig, du hast gesagt, du änderst dich, jetzt hat sich letztendlich doch nichts geändert. Was soll sich denn diesmal ändern? Was ist denn jetzt vor einmal deine Erkenntnis, dass du es jetzt vor einmal machen kannst? Dann ist da Wut, jetzt kannst du es vor einmal machen, warum konntest du es vorher nicht machen? Das wird dir sowieso nicht halten. Genau, dann gibt es aber auch Glaubenssätze, die auch schon mal sehr traurig sind, dieses, bei anderen ist es ja nicht besser, es ist halt wie es ist, da muss man vielleicht ruhig. Das ist auch nachher eine Schutzüberlegung, sich zu fragen, gibt es überhaupt Paare und Familien, die glücklich sind und Leichtigkeit empfinden? Vielleicht machen wir uns da was vor und das muss so sein. Man muss diesen Streit, diese Konflikte, diese Schwere, so ist das Leben. Da hatte ich letzte Woche ein Coaching, das fand ich auch sehr beeindruckend, da sagte die Frau, ab einem gewissen Punkt habe ich mir eingeredet, sagte sie, dass wir in dieser Rushhour des Lebens drin sind und dass es einfach 15 Jahre scheiße sind. Und da haben wir dann drüber gesprochen und gesagt, 15 Jahre von einem Leben, das ist keine kurze Zeit. Dann haben wir überlegt, 15 Jahre Kindheit von deren Kindern, wenn man selber sagt, das sind 15 Jahre, die scheiße sind, die man darunter verbucht, was bedeutet das für das Gesamtsystem? Also einmal für die Einzelpersonen, aber auch für das Gesamtsystem. Und ist es denn danach wirklich gut? Da habe ich auch gerade dran gedacht, wenn die 15 Jahre rum sind, da hat man so viel Glaubenssätze, so viele Brillen, so viele Verletzungen, das alles aufzuräumen, um dann wieder in einen positiven Modus zu kommen, weil du wirst ja nach so einer Phase nicht schnipsen und alles wird wieder gut sein und das Hellcool-Phase überstanden, das ist ja nicht an Zeit festgemacht, sondern daran, wie du dich fühlst, wie du dich zum anderen fühlst und da wird dann so viel passiert sein. Auf 15 Jahren hast du zwei Kinder oder ein Kind oder drei Kinder, wie auch immer, die da stehen und sagen, oh, trennt euch doch bitte. Ganz ehrlich, ihr verletzt euch seit Jahren, das ist hier ganz grausam, wir haben zwar ein Haus und das ist hier schön, aber es ist so anstrengend. Jetzt sind wir 15, lasst das doch bitte. Das wäre für uns in Ordnung. Ja, wenn ihr euch in dieser Folge mit den Hochs und Tiefs wiederfindet und habt vielleicht auch schon einige Male probiert, das zu lösen und seid auch schon in der Resignation angekommen, merkt, da haben wir nicht mehr so die Chance, das alleine zu schaffen. Das ist häufig was, wie Paare ja auch im Kennenlernen und Strategiegespräch dann sind, dass sie sagen, wir haben schon vieles probiert und wir haben das Gefühl, wir brauchen jetzt Unterstützung von außen, jemanden Unbefangenen Drittes, der uns da durchleitet, dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch und dann schauen wir gemeinsam, ob und wie wir euch am besten weiterhelfen können. Kommen wir jetzt im letzten Teil zur Lösung. Was kann man also tun, damit damit man die Tiefen nicht mehr so stark hat und die Höhne mehr genießen kann? Nun, wenn man so starke Tiefen hat, dann würden die meisten ja von einer Beziehungskrise sprechen. Und in der Krise geht es ja genau um dieses Auf und Ab, diese Hochs und Tiefs und vielleicht auch den ständigen Wechsel von den Gedanken, hart zusammenbleiben oder doch lieber trennen. Also es ist ja, Krise zeichnet ja genau dieses ambivalente Gefühl, und auch das Ende der Krise zeigt sich ja dadurch, dass man den einen oder anderen Weg nun final einschlägt. Dass man sagt, jetzt geht's in Trennung oder in Beziehung retten, und der Weg wird jetzt dann eingeschlagen und funktioniert dann auch. So kommst du aus der Krise raus. Und das Erste, was normalerweise gebraucht wird, ist diese Situation, wie sie ist, erstmal annehmen. Die meisten haben so einen ganz starken Drang natürlich, da schnellstmöglich rauszukommen, was verständlich ist, und lehnen diese ganzen Gefühle und alles, was gerade passiert, ganz stark ab. Dabei erstmal anzuerkennen, dass man ja gemeinsam als Paar sich da auch hin entwickelt hat, und dann natürlich auch den gemeinsamen Weg daraus braucht, das kann durch etwas passieren, was man in der Psychologie radikale Akzeptanz nennt. Das kann man mit einigen Dingen, ja kennt man das vielleicht schon, es gibt die Menschen, denen fällt sowas sehr schwer, das sind die, die jeden Tag etwas zu meckern finden, also wenn das Wetter gut ist, dann ist es zu heiß und die Sonne blendet, wenn das Wetter schlecht ist, dann ist es zu grau und zu dunkel, wenn es schneit, dann ist es zu kalt und matschig, also das heißt, es gibt nie dieses, dass es mal gut ist, und dann gibt es Menschen, die können einfach akzeptieren, dass sie das Wetter nicht beeinflussen können, und nehmen es, wie es kommt. Und die haben quasi für das Wetter so eine radikale Akzeptanz, weil sie sagen, was soll ich denn tun? Das gehört halt dazu. Hier in Norddeutschland ist das nun mal im Winter grau, und jetzt hat das im Januar geschneit, obwohl wir es gerne Ende Dezember gehabt hätten, aber da sind dann 15 Grad. Da kannst du dich ständig drüber aufregen oder sagen, ja, es ist halt so, gehört halt hier dazu, und so ist es eben mit der Beziehungskrise ein Stück weit auch, da zu sagen, okay, da gehören jetzt Hochs und Tiefs gerade dazu, das ist blöd, das schmerzt, aber das gehört gerade dazu, und was du eingangs sagtest, dieses Leid, dieser Schmerz, wird eben dann auch manchmal gebraucht, um den Drive zu entwickeln, da rauszuwollen, also um die notwendige Weg-von-Motivation zu entwickeln, zu sagen, das ist jetzt so viel Schmerz, ich will weg von diesem Schmerz, und um dann echte Veränderungen herbeizuführen, brauchen wir ein gewisses Maß an Schmerz leider, nicht umsonst melden sich bei uns nur 10 Prozent ungefähr der Paare eher präventiv, während 90 Prozent und mehr der Paare halt mit sehr viel Leid und Schmerz sich bei uns melden und schon sehr lange diese Situation auch ausgehalten haben. Und da wären wir ja auch schon beim nächsten Punkt, gemeinsam an den Themen zu arbeiten, also die Krise zu überwinden funktioniert nicht, wenn man nur darüber spricht, dass man mal was verändern möchte oder sollte, sondern man darf auch in Aktion kommen, man darf auch wirklich etwas dafür tun und schauen, was möchte wir wirklich verändern, da haben wir ja eingangs auch schon drüber gesprochen, wir brauchen einen strukturierten Plan, wir brauchen neben der Bereitschaft einfach einen klar definierten Prozess, wir brauchen Ziele, wir brauchen zeitliche Ressourcen und wir brauchen auch wirklich feste Termine, weil sonst fällt sowas hinten drunter. Das ist häufig auch mal so ein Ding, dass man sagt, ja, lass uns das Thema mal angehen, gerade so Anfang des Jahres kennt man das ja gerne mal, dieses Jahr wollen wir es anders machen, so und dann ist vielleicht im Januar, Februar, alles so ein bisschen Neujahrsanfang, alle grooven sich ein, man hat jetzt nur so kleinere Streitigkeiten, dann im März knallt das richtig und man denkt sich so, das gibt es doch nicht, jetzt ist schon März, wir hatten das eigentlich zwischen den Tagen schon mal besprochen, aber es hat sich noch nichts verändert, weil die Zeit, weil andere Prioritäten schieben sich vor, die Kinder werden krank, bei der Arbeit werden mehr Ressourcen gebraucht und das Fundament, was ja so wichtig ist, die Partnerschaft als Fundament für die Familie, aber auch für sich selber, so eine feste, stabile Beziehung zu haben, um auch selber Energie und Ressourcen zu haben für andere Lebensbereiche, das wird gerne geschoben. Und dem dann halt richtig Fokus und Priorität geben und dann vielleicht auch mal die ein oder andere stärkere bis radikalere Entscheidung zu treffen für die Beziehung, das wird aus meiner Sicht auch gebraucht, also ich finde, Paare sind da manchmal zu zögerlich, dann auch wirklich dem ganzen Fokus und Priorität zu geben. Ich habe immer manchmal das Gefühl, man räumt denen dann so ein bisschen Zeit ein und ich möchte schon, ich möchte, dass sich das deutlich verändert, ich habe ganz große Ziele, aber ich möchte dafür nicht allzu viel tun oder auch zu sagen, ich kann dafür gar nicht so viel tun, weil wir haben ja keine Zeit, aber ich habe zum Beispiel noch nie erlebt, dass mal ein Paar was sagt, nee, wir arbeiten so viel, wir haben keine Zeit, zum Arbeitgeber geht und sagt, hey, bei uns ist gerade im Leben echt viel los und ich sorge, dass ich abdrifte, mögliche Folgen könnten Depressionen, Burnout und Co. sein, ich könnte irgendwann hier mit einer Krankschreibung stehen, ist das stimmig? Und du musst es ja nicht mehr begründen, du könntest auch einfach nur so hingehen und sagen, ich brauche mal eine Phase 80%. Ich nehme mal, ich muss mal einen Tag die Woche, muss ich hier rausnehmen oder ich komme nur noch sechs Stunden am Tag, ich brauche mal Zeit für andere Themen, gerade im Leben, mal temporären, ein halbes Jahr, dann würde ich gerne wieder auf 100% wahrscheinlich zurückkommen, aber ein halbes Jahr brauche ich das. Habe ich noch nie im Coaching erlebt, dass ein Paar solche Entscheidungen trifft, zu sagen, wir gehen da mal, wir räumen dem mal wirklich Zeit ein und sorgen mal dafür, dass wir mal eine Zeit lang, und wir haben dann natürlich bei uns auch viele Paare aus Bereichen, wo das theoretisch ginge, also finanziell geht das bei den meisten, die bei uns im Coaching sind, wenn, dann wäre es eher sowas, dass man vielleicht sagen würde, diese Positionen oder der Job geben das nicht her, weil das einfach per se 100% Stellen sind oder es sind Unternehmer, Selbstständige, wo auch viel Ressource gebraucht wird, aber es fällt vielen doch sehr schwer, zu sagen, wenn wir auf diese verschiedenen Lebensbereiche gucken, ich habe dann irgendwie den Beruf und Finanzen, Beziehungen, aber auch die Beziehung zwischen uns und habe dann vielleicht noch so Körper, also was, wo so Sport, Gesundheit mit zu zählt und den Geist, also meine mentale Gesundheit und wenn ich jetzt super viel Fokus auf dem Job habe, auf dem beruflichen und vielleicht noch ein bisschen auf dem Körper, weil ich noch in meiner Freizeit ein bisschen Sport treibe, weil mir das wichtig ist und merke, dass meine Beziehung darunter aber leidet, weil da nicht genug Fokus, Aufmerksamkeit, zeitliche Ressource hingeht, dann muss ich doch gucken, dass ich das woanders wegnehme und da mal wirklich zu sagen, und was das auch für ein Signal wäre, was für ein Signal an die Partnerin, an den Partner, zu sagen, hey krass, derjenige, der schraubt da ein bisschen von seiner Zeit runter und ist bereit von seinem Job, den er gerne mag, ein bisschen Zeit nochmal extra wegzunehmen, um unsere Beziehung zu retten, weil das ist etwas, was auch gar nicht so selten dem Prozess im Weg steht, dass einer von beiden im Gefühl ist, der andere, der ist nicht voll committed, der gibt nicht alles dafür, dass die Beziehung gerettet werden kann. Aber ich habe auch wirklich gar nicht selten auch Paare, da sitzen wo einer schon mal längere Zeit krankgeschrieben ist. Also wo dieser Punkt, den du sagst, der schön wäre, den man so dann hat, überschritten wird und wir genau dann beim Burnout bei Depressionen sind und einer dann irgendwann gesagt hat, nee, dann ist mir alles um die Ohren geflogen. Da war es mir beruflich zu viel, ich privat war hier nur noch Streit und irgendwann ich musste jetzt raus und dann ist meistens ja der Weg Psychiater, Psychologe, längere Krankschreibung. Genau, also dann ist das so. Da gibt es auch sehr viele, die diesen Punkt überschritten haben und dann, aber leider natürlich zeitlich, mehr Zeit haben, sich um die Beziehung zu kümmern, aber andere negative Konsequenzen da sind. Deswegen ist es auch aus der Arbeitgebersicht schlau, dann diesem Mitarbeiter natürlich seine 80 Prozent zu geben und zu sagen, mach das gerne, werd wieder fit, sorg dich um dein Leben, organisier dich, stabilisier dein Fundament, damit derjenige eben nicht droht auszufallen, denn dann ist das so. Wir haben ja jetzt auch kein Übermaß an Fachkräften, das bedeutet, gerade wenn wir jemanden haben, der längere Zeit im Team ist, der loyal ist, der das Umfeld kennt, der wird unfassbar wertvoll fürs Unternehmen, wenn der irgendwann längere Zeit ausfällt und wir da keinen Ersatz finden können, was häufig schwierig ist, dann hat das ja auch Auswirkungen. Also Fokus, Ressource, gemeinsam die Themen angehen, du sagst, das ist ein Fahrplan machen, und da zählt aus meiner Sicht auch dazu, dass man gemeinsame Termine vereinbart, wann man die Dinge angeht. Und das ist häufig auch der Game Changer, dass viele sagen so, als wir uns auf den Weg gemacht haben, als wir uns zum Beispiel bei euch gemeldet haben, das war schon ein erstes gutes Gefühl, dass man jetzt mal weiß, man hat einen gewissen Rahmen, da ist jemand, der einen unterstützt, da ist ein Fahrplan, das ist auch etwas, was wir als positives Feedback ehrlicherweise auch mal häufig bekommen. Bei uns sind das nicht nur Gespräche, wir haben eine feste Methodik, wir haben einen Fahrplan, wir haben Ziele, Das ist nicht, dass man sich von Gesprächen zu Gespräch hangelt und mal guckt, was so ist, sondern dass wir sehr prozessorientiert arbeiten, dass uns wichtig ist, die Dinge auch wirklich konkret anzugehen. Und wir auch nach einer Methodik arbeiten, die ganz klar die Offenheit auch hat, zu sagen, wir sind jetzt in dem und dem Punkt, das könnt ihr hier daran sehen, wir brauchen zeitlich ungefähr die und die Ressourcen noch. Natürlich können wir es nie zu 100 Prozent sagen, dafür arbeiten wir einfach mit Emotionen, wir sind keine Maschinen, aber dennoch ist es etwas, was, finde ich, in so einer Krisensituation immer sehr gut tut, dass man einen Fahrplan hat und jemanden hat an der Seite, der einen Rahmen gibt. Wenn man das nicht selber so gut schafft, sich diesen Rahmen zu geben oder man schon so weit befangen im Gefühl ist, das Gefühl so stark ist, dass man sagt, wir können nicht mehr im Guten miteinander reden, wir brauchen einen Mediator, jemanden, der es begleitet, jemanden, der unbefangen von außen uns eben durchs Gesprächs leitet, weil wir zu zweit jedes Mal an den gleichen Punkt kommen und keine Lösung finden. Wir haben auch viele Paare, finde ich, merkst du bei mir, die wirklich diesen Termin brauchen, um sich diesen Termin zu nehmen, vom Gefühl her. Wir haben auch viele Paare, die einfach diese Verpflichtung mit jemand Dritten brauchen, weil denen sagen sie nicht ab. Kann ich total auch verstehen, das habe ich ja oder wir ja auch mit Sport. Haben wir mit Sport genauso, aber dass man wirklich sagt, wenn man jetzt zu zweit den Termin nur hätte, dann kommt was dazwischen und das hat ja keine Auswirkung zwischen uns, wenn man den absagt. Wenn man jetzt aber mit uns einen Termin hat und man sagt den Termin ab, dann hat das ja eine Auswirkung, gerade wenn es spontan ist, dann hat das ja Konsequenzen und man schämt sich dafür. Und man fragt sich dann, wenn man jetzt zu zweit den Termin absagt, dann kommt eine WhatsApp und da fragt man, Mensch, was ist denn los bei euch? Wieso macht ihr keine Termine mehr? Also man muss sich dann auch irgendwie dem stellen und jemand Dritten gegenüber so ein bisschen Rechenschaft ablegen, dass man dem Ganzen jetzt nicht seine Aufmerksamkeit widmet. Das führt schon dazu, dass man das sehr ernst nimmt. Und auch viele, glaube ich, gerne diesen Rahmen wirklich nutzen, um diesen Gesprächsrahmen zu halten. Also viele auch berichten, sagen wir. Wir saßen schon ganz häufig abends auf der Couch zusammen, wie Kinder im Bett waren und haben das Thema immer wieder angefangen. Aber nach kurzer Zeit haben wir gemerkt, wir drehen uns im Kreis. Wir können diese wertschätzende Kommunikation nicht halten. Also war einer dann was sagt und der andere sich so angetriggert fühlt und dann geht diese Spirale wieder los. Eigentlich wollen wir das gar nicht. Und dann manchmal gerne einfach jemand gebraucht wird und sagt, halt, stopp, den Weg schlagen wir jetzt nicht ein. Wir bleiben jetzt bei dem Thema, wo wir gerade angefangen haben. Und das für die beiden, die natürlich. Wie du schon sagst, die ja befangen sind in ihren Emotionen, auch erleichtert sein kann. Zu sagen, das sagt jetzt jemand Außenstehendes und der gibt diesen Rahmen jetzt vor und das wird konstruktiver dadurch. Und die Fähigkeiten brauchst du natürlich auch. Wer von uns hat denn bei den Eltern immer so in sich horch gelernt, wie man emotionale Verletzungen und Konflikte nachhaltig löst? Wie man da über sein Gefühl spricht, wie man für ein Gefühl richtig Verantwortung übernimmt? Wir hatten das gelernt letztendlich, die wenigsten von uns. Von daher fehlen uns auch. Wir fehlen uns auch häufig eben die Fähigkeiten und das Bild davon, wie funktioniert denn das genau und wie fühlt sich das genau an? Wie geht denn das? Deswegen haben wir ja bei uns vor dem ersten Coaching immer, dass man den Konfliktlösungs-Crash-Kurs sich anschaut bei uns. Da bekommt man nur Zugang zu, wenn man bei uns im Coaching ist. Und da wird das alles ja nochmal in der Tiefe erklärt, warum entstehen überhaupt emotionale Verletzungen und Konflikte. Was verändern die in uns, wenn das passiert? Und was braucht es, um das nachhaltig zu lösen, damit man da in so ein gemeinsames Verständnis kommt? Und dann muss man natürlich sagen, ist so ein Coaching auch immer wie so eine Art Turbo. Deswegen ist die Paartherapie so einer der Lösungspunkte, die wir natürlich aufgeschrieben haben. Müssen wir als Paartherapeut natürlich auch sagen. Aber es ist natürlich schon so, dass man sich die Dinge natürlich selbst erarbeiten kann. Man könnte natürlich diverse Bücher lesen, selber eine Weiterbildung besuchen und so weiter. Man kann sich ja auch alles aneignen. Aber es dauert eben eine ganze Ecke länger, als sich mit jemandem zusammenzusetzen. Der dieses ganze Wissen schon hat und sich jeden Tag mit Beziehungen beschäftigt. Und dann teilweise sind die Paare ja auch verwundert, wenn sie ihre Geschichte erzählen und eben für manche Dinge sich schämen und sagen, oh, das ist echt unangenehm, das ist so komplex. Und man dann sagt, wir haben schon komplexere und schlimmere Dinge gehört, keine Sorge. Ihr überrascht uns a nicht und b urteilen wir darüber auch nicht. Sondern ihr kommt hierher mit einem Ziel und habt Themen und wir schauen gemeinsam, wie können wir eure Themen bewältigen und das Ziel erreichen. Völlig unabhängig davon, was sonst so noch ist. Fassen wir also nochmal kurz zusammen die Lösung. Einmal die radikale Akzeptanz der Situation, das sagtest du ja. Dann der wichtige Punkt, gemeinsam an den Themen zu arbeiten. Auf verschiedenen Ebenen, die wir ja gerade besprochen haben. Also den Fokus darauf zu haben. Und sich dann als letzten Punkt, wenn es gebraucht wird, um den Turbo einzulegen, sich Hilfe zu holen. Ich überlege gerade, ab welchem Punkt ist es so, dass man eigentlich Tipps, Tricks und wie arbeite ich eigentlich alleine verlassen muss. Und wo man eigentlich sagen müsste, dass nur noch eine Paartherapie oder ein Coaching hilft. Denn jeder vernünftige Therapeut und Coach hat ja diesen Punkt für sich auch, wo er sagt, bis dahin schaffen wir es zu zweit. Und wir haben ja das ganze Wissen und die Erfahrung. Und ab dann. Brauchen auch wir einen dritten Unabhängigen dabei, der uns da durchleitet. Und da muss man eben für sich selber schauen. Denke ich, wie groß sind die eigenen Fähigkeiten? Wie groß sind die schlechten Gefühle schon geworden? Welche Erfahrung hat man in den letzten Runden? Man kann natürlich nochmal mit dem Wissen aus Podcasts versuchen, den Gesprächsrahmen anders aufzubauen. Aber wenn das natürlich auch nicht ausreicht, dann ist natürlich die Paartherapie absolut sinnvoll und empfehlenswert. Um da wieder rauszufinden. Schön, dass ihr wieder dabei wart, bis zum Ende durchgehört habt. Wir freuen uns, wenn ihr bei der nächsten Folge wieder dabei sein werdet. Beim nächsten spannenden Thema. Bis bald. Bis dann. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!

Podcast Summary

Key Points:

  1. Beziehungen haben immer Höhen und Tiefen, die durch äußere Umstände und persönliche Erfahrungen entstehen.
  2. Tiefen entstehen oft durch außenwirksame Stressfaktoren, wie berufliche oder familiäre Herausforderungen.
  3. Ein gemeinsames „Wir-Gefühl“ und regelmäßiger Austausch sind entscheidend für Resilienz und eine gemeinsame Bewältigung von Konflikten.
  4. Paare entwickeln durch gemeinsame Reflektion und Strukturierung von Entscheidungen eine stärkere Bindung und stabile Lebensführung.
  5. Kleinigkeiten im Alltag können zu eskalierenden Konflikten führen, wenn die Kommunikation nicht ausreichend ist.
  6. Die Lösung liegt nicht in der Vermeidung von Konflikten, sondern in der bewussten, strukturierten Bearbeitung von Themen.
  7. Einen konkreten Plan mit Meilensteinen ist notwendig, um nachhaltige Veränderungen zu erreichen.
  8. Ein starker, gemeinsamer Fokus auf die Beziehung fördert Wiederherstellung von Nähe und emotionaler Verbindung.

Summary:

Beziehungen sind inhärent von Höhen und Tiefen geprägt, die durch äußere Ereignisse wie berufliche oder familiäre Schwierigkeiten entstehen. Diese Tiefs sind nicht als negatives Merkmal zu sehen, sondern als notwendige Phase, die Wachstum und Resilienz fördert. Der entscheidende Faktor für eine stabile Beziehung ist ein starker „Wir-Gefühl“ und ein kontinuierlicher, aktiver Austausch, bei dem beide Partner sich gegenseitig verstehen und verbinden.

Konflikte entstehen oft durch ungenügende Kommunikation oder durch kleine, übersehenene Dinge im Alltag, die sich schnell eskalieren können. Eine wirksame Lösung liegt nicht in der Vermeidung von Streit, sondern in einer strukturierten, bewussten Arbeit an der Kommunikation – mit klaren Zielen, konkreten Meilensteinen und regelmäßigen gemeinsamen Terminen. Paare lernen, durch Reflektion und gemeinsame Entscheidungen ihre Beziehung zu stärken.

Ein wichtiges Element ist die Fähigkeit, Emotionen zu erkennen, zu benennen und verantwortlich zu tragen. Ohne diese Fähigkeiten kann eine Beziehung in Distanz und Enttäuschung geraten. Die Zusammenarbeit mit einem neutralen Dritten oder Coach kann entscheidend sein, um einen klaren Rahmen zu schaffen und die Kommunikation zu stabilisieren.

Letztendlich wird die Beziehung nicht durch das Fehlen von Konflikten, sondern durch die Fähigkeit, sie bewusst, ressourcenorientiert und gemeinsam zu durchstehen, gestärkt.

FAQs

Ja, in jeder Beziehung gibt es Höhen und Tiefen. Das ist normal und ein Teil des Lebens, wie ein Auf und Ab. Ohne Tiefs wäre das Leben langweilig und fehlt der Kraft, die durch Herausforderungen entsteht.

Tiefpunkte entstehen oft durch äußere Ereignisse wie Stress im Beruf, familiäre Herausforderungen oder gesundheitliche Krise. Diese Faktoren wirken sich auf beide Partner aus und führen zu einem gemeinsamen Leid.

Man kommt aus einem Tief, indem man gemeinsam das Gefühl von 'Wir' entwickelt, sich gegenseitig mitnimmt und gemeinsam verarbeitet, was durchstehen musste. Ein starker Austausch fördert die Resilienz.

Das Wesentliche ist ein starker, aktiver Austausch, bei dem beide Partner im 'Wir-Gefühl' bleiben. Dies verhindert, dass einer sich allein entwickelt und ungesühnt bleibt.

Weil unterschiedliche Erinnerungen, Wahrnehmungen oder Erwartungen entstehen, und die Verletzung nicht sofort reflektiert wird. Das führt zu Wut, Verdrängung und einer Verschiebung der Kommunikation.

Durch konkrete Ziele, gemeinsame Termine und klare Veränderungswünsche. Es ist entscheidend, dass beide Partner aktiv an der Lösung arbeiten, nicht nur oberflächlich versöhnen.

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