Beziehung fühlt sich wie Freundschaft an: Was bedeutet das für eure Zukunft? #276
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Die Transkription diskutiert, wie langdauernde Beziehungen auf ihre emotionale Integrität überprüft werden müssen, wenn sich die Gefühle verändert haben. Viele Paare verlieren bewusst die Wahrnehmung von Liebe, weil sie sich nur auf Gewohnheiten und Routine fokussieren. Der Aufbau einer echten, dauerhaften Liebe erfordert eine tiefe Reflexion: Wie sieht die Wunschbeziehung aus? Welche Werte und Interessen teilen sich beide? Die Verletzungen, die über Jahre hinweg unerkannt bleiben, führen oft zu einer automatischen Distanz. Dazu gehört, dass die Partner offen über ihre Gefühle sprechen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam an Wachstum arbeiten. Ein entscheidender Punkt ist die klare Definition von Paarzeit – nicht nur als Zeit, sondern als emotionale Qualität. Ohne nachhaltige, bewusste Veränderungen, wie bei einem Lifestyle-Wechsel, entsteht ein „Jojo-Effekt“: Gefühle schwinden wieder, Distanz wächst, und die Beziehung verliert ihre Tiefe. Der Rat ist daher, frühzeitig über Veränderungen zu sprechen, gemeinsam neue Muster zu schaffen und eine langfristige Strategie für die Verbindung zu entwickeln. Diese Reflexion ist nicht nur für die aktuelle Beziehung, sondern auch für zukünftige Beziehungen und ein stabiles Elternpaar von hoher Bedeutung.
Ist das zwischen uns jetzt eine freundschaftliche Ebene?
Ist das eine Liebespaar-Ebene?
Sind wir so ein bisschen wie Geschwister unterwegs,
weil wir uns schon so lange und so gut kennen?
Das ist, wenn die Paare 20, 30 Jahre zusammen sind
und man fragt die, wann habt ihr eigentlich das letzte Mal geschaut,
wie eure Wunschbeziehung aussieht?
Und seid darauf eingegangen, dass ihr euch weiterentwickelt habt und verändert habt?
Dann sagen die, das haben wir so bewusst eigentlich noch nie gemacht.
Ich bin ja nicht mehr mit dem Florian zusammen, der in den Zwanzigern ist.
Und ich war auch mit anderen Versionen anteilig ja auch schon zusammen.
Aber dann zu überlegen, wie fühlt sich denn diese Version jetzt an,
in der wir beide jetzt sind?
In der letzten Woche haben wir darüber gesprochen,
wie du damit umgehen kannst, wenn du merkst,
dass du Zweifel an den Gefühlen für deinen Partner hast.
Wir haben darüber gesprochen, woher der Gefühlswandel stammen kann
und woran du festmachen kannst,
ob es für deine Beziehung noch eine Chance gibt
oder ob es eher das Ende der Beziehung bedeutet.
In der heutigen Folge erklären wir in der Tiefe, was zu tun ist,
wenn die Gefühle von emotionalen Verletzungen gedeckelt werden,
also eine Schutzmauer den Weg zu den Guten, den Liebesgefühlen verhindert,
was also auch zur Lösung von diesen emotionalen Verletzungen beiträgt
und woran man dann auch festmachen kann,
dass die Liebe abgebaut ist und man dort wahrscheinlich keinen Weg mehr findet.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein
in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung.
Wir haben es in der letzten Folge schon gesagt,
ein Thema, was uns als Top 2 begegnet.
Super viele Paare kommen zu uns mit genau diesen Zweifeln
und fragen sich, kann die Beziehung noch weitergehen als Liebespaar
oder meistens haben wir Paare bei uns, die eine Familie gegründet haben.
Die Kinder haben und die sich fragen,
oder trennt sich das Liebespaar und das Elternpaar bleibt zurück?
Ich finde die Frage mal ganz spannend,
weil man ja am Anfang einer Beziehung sich das nicht bewusst fragt.
Also man kommt ja zusammen als Liebespaar aufgrund von Gefühlen
und stellt sich ja dann nicht so häufig die Frage,
also ab und zu vielleicht mal, ist das noch Freundschaft oder ist das Liebe,
sondern das ist irgendwie so in so einem Flow.
Aufgrund der Hormone natürlich auch.
Und dann aufgrund bestimmter Bedingungen kommt man halt an einen Punkt,
dass man sagt, okay, ich bin unglücklich
und stellt sich dann so eine fast philosophische Frage und sagt,
ist das zwischen uns jetzt eine freundschaftliche Ebene?
Ist das eine Liebespaarebene?
Sind wir so ein bisschen wie Geschwister unterwegs?
Wir wollen uns schon so lange und so gut kennen
und sucht dann so nach einer Lösung, also wie so ein Test, den man durchläuft.
Okay, ist da noch Liebe vorhanden oder nicht?
Und wie gehe ich denn damit um und wie kann ich wieder dahin zurückkommen?
Ja, weil eigentlich committet man sich ja an einem falschen Zeitpunkt dafür,
dass man eine Partnerschaft miteinander eingeht.
Weil man macht das ja irgendwann so in den ersten Wochen inmitten der Verliebtheit.
Da ist dann jetzt so ein Punkt, wo wir uns, wie in der Kindheit, so die Frage stellen,
wollen wir zusammen sein? Ja, nein, vielleicht.
Und treffen diese Entscheidung mehr oder weniger bewusst
und sprechen mehr oder weniger klar und deutlich darüber,
ob wir eine Beziehung miteinander führen oder nicht.
Aber irgendwann kommt ja schon die Frage auf,
so zwischen zwei Menschen, sind wir eigentlich zusammen richtig oder nicht?
Und dann entscheidet man das.
Aber eigentlich ist ja der wesentlich spannendere Punkt der,
wo die Verliebtheit so nach und nach abklingt
und das in Liebe und mehr Langfristigkeit übergeht.
Da würde ich aber sagen, sprechen die wenigsten Paare darüber und sagen,
du, ich merke, dass die Verliebtheit nachlässt
und wir müssten jetzt mal gucken, ob das denn die letzten neun,
zwölf Monate richtig gut für uns war
und ob wir glauben, dass das eine Zukunft hat.
Genau, man spricht eigentlich ziemlich selten darüber,
dass man sagt, ist das jetzt eine vertraute Liebe?
Sind wir jetzt aus der Verliebtheitsphase raus?
Also in welcher Phase befinden wir uns jetzt?
Können wir das einmal kurz abgleichen?
Das ist ja voll unromantisch, oder?
Ja, genau.
Zu sagen, bei mir ist die Verliebtheit abgeklungen,
das ist ja total unromantisch.
Ja, und es läuft dann halt vor sich hin.
Und ich glaube, dass die größte Schwierigkeit immer in einer Partnerschaft ist,
sich nicht zu verlieren in ganz vielen verschiedenen Partnerschaften,
verschiedenen Punkten,
weil das Leben halt ja nicht eine gerade Linie ist,
sondern ein stetiges Auf und Ab
und immer wieder vor allen Dingen von außen neue Herausforderungen dazukommen.
Manche, die man bewusst trifft,
manche, die man bewusst trifft und dann doch anders sind
oder die einfach auch von außen dazukommen,
wo man von vornherein nicht sagen konnte,
okay, damit konnten wir überhaupt rechnen.
Und dann zu sagen, wie gehen wir als Liebespaar damit um?
Wie schaffen wir es, dass wir zusammen durch diese Lebensphasen gehen,
in Verbundenheit?
Und da finde ich das nämlich so passend,
das hatte ich dir auch letztens erzählt,
ich bin ja ein großer Podcast-Fan von Nora Imlau,
dass die in einer Folge erwähnt hat,
wo es darum geht, wie es ist, weiter Paar zu bleiben mit Kindern,
dass man ja überlegen könnte,
ob das gut ist im Leben, immer mit einer Person zusammen zu sein.
Das ist ja auch eine Frage, die sich viele Menschen stellen,
die sich sehr jung kennenlernen, zu sagen,
verpasse ich nicht was im Leben?
Wie ist denn das?
Es ist so viel Gewohnheit, wir kennen uns so,
aber wie wäre es jetzt, mit jemand anderem noch mal anzufangen?
Wäre ich denn ein anderer Mensch? Und so weiter.
Und dann auch den Blickwinkel zu haben,
man ist ja nicht immer mit derselben Person zusammen,
weil sich ja auch die Lebensphasen und man selber sich ja auch verändert,
sondern man ist eigentlich, so ein statistischer Wert,
mit vier bis fünf Personen zusammen.
Also ich bin ja nicht mehr mit dem Florian zusammen,
der in den Zwanzigern ist.
Und ich war auch mit anderen Versionen an Teilen,
weil ich ja auch schon zusammen.
Sind wir glücklich, sind wir nicht glücklich?
Woran machen wir glücklich sein fest?
Und woran mache ich meine Gefühle fest?
Ja, das ist nicht nur was, was sich äußerlich bemerkbar macht.
Also wenn wir in 30 Jahren zusammen sind,
dann ist offensichtlich, dass wir wie alte Menschen aussehen
und sozusagen uns anders kennengelernt haben.
Also äußerlich ist klar.
Haben wir letztens ja auch festgestellt,
als wir Bilder von uns gesehen haben, erschrockenerweise.
Also äußerlich ist klar, dass wir heute anders aussehen in Teilen
als vor 20 Jahren.
Aber innerlich passiert es ja genauso.
Und das ist ja in so vielen Bereichen wichtig,
denn dieses Thema stimmig-unstimmig,
also auf seinen inneren Kompass horchen
und zu schauen, wie stelle ich mir eine Beziehung vor?
Was sind Aspekte meiner Wunschbeziehung?
Das ist bei ganz vielen Paaren,
zum Eintritt in diese Beziehung geklärt worden.
Was stellst du dir vor?
Ich würde mir schon ein Haus wünschen,
in einem Dorf.
Ich hätte gern zwei Kinder und du?
Ja, auch mindestens zwei, vielleicht sogar drei.
Ja, cool. Passt. Möchtest du heiraten?
Ja, wünsche ich mir auch für mein Leben.
Und dann ist es so wunderbar,
diese großen Punkte matchen.
Im Kleinen geht das auch.
Man hat über die ersten Monate rausgefunden,
dass die Werte ungefähr gleich sind.
Manche Interessen teilt man, hat Gemeinsamkeiten.
Das ist gut.
Andere Interessen teilt man nicht.
Das ist auch gut, weil darüber kann man sprechen.
Und jeder hat so auch Seins und so weiter.
Und so geht man dann in diese erste Phase hinein.
Aber dabei bleibt das meistens.
Das ist, wenn die Paare 20, 30 Jahre zusammen sind
und man fragt die,
wann habt ihr eigentlich das letzte Mal geschaut,
wie eure Wunschbeziehung aussieht
und seid darauf eingegangen,
dass ihr euch weiterentwickelt habt und verändert habt,
dann sagen die, das haben wir so bewusst eigentlich noch nie gemacht.
Und das ist eben der Punkt,
warum sich dann solche Beziehungen
in Distanz entwickeln können
und man sich so auseinanderlebt,
weil das fern der Kommunikation,
der eigenen Kontrolle einfach irgendwie passiert,
aber nicht bewusst kreativ gestaltet
und miteinander in Einklang gebracht wird.
Deswegen finde ich das immer auch total spannend,
wenn wir immer zwischen Weihnachten und Neujahr
unser Vision Board für das nächste Jahr machen,
auch mal auf die Vision Boards der letzten Jahre zu schauen.
Da wird einem nochmal so ein persönlicher Prozess auch klar.
Also manchmal denkt man,
ja, ja, die Jahre laufen so vor sich hin.
So gerade mit Kindern geht das ja dann, finde ich,
immer noch deutlich schneller.
Und dann aber zu sehen,
okay, welche Themen hatte jeder von uns
oder wir auch als Paar die Jahre zuvor?
Welche Themen haben wir jetzt?
Und was hat sich verändert?
Weil ich finde, bei Gefühlen ist mal diese Gleichzeitigkeit so schwierig.
Also auf der einen Seite wünscht man sich ja
dieses Gefühl von Verliebtsein.
Das ist ja auch so euphorisch und berauschend
und ist ja irgendwie eine ganz besondere Lebensphase,
dieses tiefe Gefühl,
von Verliebtsein.
Aber gleichzeitig freut man sich ja auch,
wenn man jemanden an der Seite hat, der einen kennt.
Und dieses Vertraute, die Geborgenheit, die Gewohnheit,
dieses Ich-kann-mich-auf-dich-verlassen,
Ich-weiß-was-du-magst, Du-weißt-was-ich-mag.
Und das steht manchmal, habe ich das Gefühl,
so im krassen Gegensatz.
Und als wenn es so eine innere Entscheidung ist,
so dieses Müsste-ich-nicht-noch-mehr-von-dem-ersten-Gefühl-haben
in der Lebensphase, wo ich jetzt bin,
ist so ein Gefühl,
zu viel Gewohnheit.
Manchmal können Menschen das auch gar nicht so klar hervorbringen,
habe ich das Gefühl im Coaching.
Dann zu sagen, ja, ich habe das Gefühl,
meine Gefühle sind weg.
Und dann fragt die andere Person, ja, aber wie meinst du das denn konkret?
Noch mal Situation, was ich anders machen kann.
Und dann fällt das ganz vielen Menschen schwer,
zu sagen, das sollst du anders machen.
Sondern zu sagen, ja, das ist so mein Gefühl.
Es sollte zwischen uns anders sein im Gefühl.
Und das ist dann immer so, ja, aber was ist denn das Gefühl?
Und das so zu greifen,
also brauchst du mehr Aufmerksamkeit,
brauchst du mehr Wertschätzung.
Zu sagen, ja, aber ich weiß dann nicht,
ob mein Gefühl sich ändern würde.
Weil das für viele erstmalig die Situation ist, wo man so richtig hinterfragt, was bedeutet denn eigentlich Liebe für mich? Und wie fühle ich denn Liebe? Wie fühlt sich Liebe an? Wie fühlt sich Liebe im Unterschied zur Gewohnheit an? Was macht das aus? Und das sind so Fragen, die die meisten sich erst mit diesen tieferen Zweifeln, die entstanden sind, dann stellen.
Und darauf gibt es ja auch keine Patentantwort, weil das ja super individuell ist, was jemand als Gewohnheit empfindet, im Sinne von positiv und ja, auch wertschätzend oder auch liebend im Gefühl, wo der Nächste sagt, nee, das machst du einfach so.
Wenn man so den Vergleich zieht, Liebe oder Gewohnheit, dann würde man ja davon ausgehen, dass Liebe das Gute ist und Gewohnheit das, was man nicht will.
Aber eigentlich sind Gewohnheiten ja ein großer Teil.
Weil diese Gewohnheiten ja auch eine entsprechende Vertrautheit und Verbundenheit, Sicherheit und Verlässlichkeit ausmachen.
Also ich weiß, was ich habe.
Ich weiß, was ich erwarten kann.
Und Dinge sind gewohnt und dadurch sicher und in Stabilität.
Aber das ist jetzt dann ja spannend zu überlegen.
Ich glaube, es ist mal gut, wenn man ein konkretes Beispiel hat.
Also wenn du mir jetzt zum Beispiel etwas mitbringst vom Einkaufen, dann ist die Frage,
machst du das aus Gewohnheit?
Also fällst du zum Regal, schmeißt das in den Wagen und sagst du, ja, bringe ich immer mit?
Oder machst du das aus einem Gefühl, dass du denkst, ach Mensch, bringe ich gerne was mit?
Das finde ich schön, ich habe an sie gedacht.
Und das ist natürlich ganz schwierig zu beantworten, weil es kann ja auch eine Mischung von beiden sein.
Und wie du schon sagst, die Wertung ist natürlich auch schwierig, zu sagen, das eine ist total schlecht und das andere ist super gut.
Und genauso ist es ja auch mit der Aussage.
Ich liebe dich.
Da sagen viele Menschen ja auch, das sagst du nur aus Gewohnheit.
Das fühlst du gar nicht mehr.
Ist ja auch eine krasse Unterstellung, muss man einfach auch sagen und Interpretation, dass du fühlst es nicht mehr.
Oder zu sagen, ja, das sagt jemand aus dem Gefühl heraus.
Da kann man sich natürlich im Alltag auch sehr gut beobachten und reflektieren und auf seine Gefühle achten.
Nehmen wir ein Beispiel von uns.
Ich habe dir zur Hochzeit eine Kette geschenkt.
Mit einem Schlüssel dran.
Und das war Teil der Rede.
Das war alles inszeniert und Teil der Rede.
Und diese Kette, die hattest du bis vor kurzem und sie ist verschwunden.
Jetzt haben wir versucht, die Kette wiederzubekommen, weil das eigentlich so ein Klassiker ist, den es schon sehr, sehr lange gibt.
Aber die Kette ist überall ausverkauft.
Jetzt haben wir uns online eingetragen oder ich habe online eingetragen, dass wenn diese Kette wieder verfügbar wird,
was alle als sehr unwahrscheinlich benannt haben, ich eine E-Mail bekomme.
Und jetzt kam, glaube ich, vorgestern, kam die E-Mail, dass die Kette wieder verfügbar ist.
Da habe ich sie dann direkt bestellt.
Kann sich jetzt zusammen angucken, die ist minimal anders, ob sie denn so passend ist und das Gefühl auslöst.
Und man sagt, ja, schön, dann ist jetzt so die Kette wieder da.
Und jetzt kann man natürlich für sich reflektieren, wenn man so etwas macht.
Aufgabe, also ist das nur etwas auf meiner To-Do-Liste, dass ich sage, nur weil die E-Mail aufgeploppt ist,
ist es der Mechanismus, diese zu bestellen, weil das ist der abgesprochene Plan sozusagen.
Oder ist das etwas, was man aus einem anderen Gefühl heraus, von Verbundenheit, Wir-Gefühl, Zuneigung, Liebe, Anziehung gerne macht,
weil es auch gleichzeitig ein Symbol der Hochzeit ist, woran man sich gerne zurückerinnern möchte.
Etwas ist, wo man sagt, mache ich als Aufgabe.
Genauso wie ich letzte Woche irgendwie einen neuen Pulli bestellt habe.
Dann kann man anfangen, sich zu hinterfragen und gucken, erst mal nur, warum ist das so?
Woran liegt das?
Es könnte jetzt sein, dass es dann einfach zum Ergebnis kommt und sagt,
ich habe das einfach während der Arbeitszeit zwischen Tür und Angel gemacht
und habe dem gar keinen Raum gegeben, mich da gedanklich hineinzugehen und merkt so,
ah, ich durchfliege eigentlich nur meinen Alltag und mache diese ganzen Sachen.
Ich mache diese ganzen Dinge nur nebenbei.
Ich gebe diesen positiven Dingen gar keinen Raum.
Das war am Anfang der Beziehung ganz anders.
Da haben wir uns bewusst gedatet, getroffen, haben uns Zeit genommen.
Man hat immer wieder an anderen gedacht und Impulse bekommen.
Das habe ich mir als negative Gewohnheit abtrainiert.
Diese Gewohnheit, an den anderen zu denken, ihm Gutes tun zu wollen, ist gar nicht mehr da.
Also auch Gewohnheiten können in dem Sinne dagegen streben, dass man sich solche positiven Gedanken macht.
Wir sind ja gerade so an dem Punkt.
Vielleicht auch, wann spricht man das aus?
In der letzten Folge hatten wir ja als einen der Tipps auch, das dem Partner natürlich mitzuteilen,
wenn man dort merkt, im Gefühl verändert sich was oder man bemerkt Zweifel.
Da habe ich gesagt, da gibt es zwei Fragestellungen, die sofort aufploppen.
Die eine ist, wann ist denn der richtige Zeitpunkt?
Also wenn ich so ein bisschen Zweifel habe und merke so, fühlt sich anders an als vor zwei Jahren,
reiche ich das schon aus oder warte ich ab, ob das eine Phase ist?
Was würdest du sagen, wann spricht man das aus?
Ich würde immer sagen, sofort aussprechen, wenn der Impuls hochkommt.
Also natürlich vielleicht erst mal im ersten Schritt das selber für sich reflektieren und sagen,
okay, ich spüre erst mal in mich selber rein, zu sagen, warum ist der Impuls gerade da?
Ist etwas vorgefallen? Gab es einen Streit, dass mich das gerade sozusagen so mitgenommen hat
und ich deswegen etwas in Frage stelle vielleicht oder daran Zweifel habe?
Ist das etwas, was ich aber schon länger habe?
Oder was mir vielleicht bis jetzt nicht so ganz bewusst war?
Und jetzt ist der Impuls da, zu sagen, okay, jetzt wird es eine Belastung,
weil es ist ja nicht von heute auf morgen eine Belastung, sondern es ist ja meistens so ein Prozess
und irgendwann wird es ja schon so, dass sich die Frage stellt, okay, möchte ich das aussprechen oder nicht?
Und das ist natürlich mit Scham auch belastet.
Man möchte den anderen ja gar nicht verletzen.
Man hat vielleicht auch Angst, ein großes Fass aufzumachen,
weil es könnte ja auch sein, dass die andere Person das auch spürt.
Was macht das denn wiederum mit mir?
Größer wird dieser Berg.
Und je mehr kommen wir auch in Interpretation.
Also wir werden dann typischerweise, so wie es im Leben ist,
dann mit so einer Brille rumlaufen und alle Situationen, die darauf folgen, sehr genau anschauen.
Und sehr genau merken, okay, da ist es wieder passiert, da ist es wieder passiert.
Also wieso auf so ein Konto dann immer einzahlen, aber nicht in die Veränderung kommen?
Und wir geben dann mit dem anderen ja auch gar nicht die Chance,
selber in Veränderung zu kommen und etwas zu verändern, weil die Person davon nichts,
was sie weiß.
Und ich finde das immer eine schwierige Situation, auch häufig im Coaching,
wenn jemand sagt, warum hast du denn nicht damals schon was gesagt?
Du hast mir ja gar keine Chance gegeben.
Und das ist der Punkt, warum das auch so wichtig ist, eine Chance zu geben.
Ich finde den Vergleich immer mit dem Körper ganz gut,
weil Psyche ist für viele immer nicht so ganz greifbar.
Aber beim Körper haben wir ja auch, dass wir sagen,
je früher wir etwas diagnostizieren können, desto höher sind die Heilungschancen.
Und das ist mit der Psyche ähnlich.
Je früher ich merke, dass mit meinem Gefühl irgendwas sich verändert
und ich das ausspreche, desto mehr Chance besteht für beide,
daran zu arbeiten und zu gucken, was hat denn das ausgelöst
und was können wir tun, lernen, verändern, damit die Verbundenheit wieder voll da ist.
Je weiter das fortschreitet, desto schwieriger wird es.
Und desto höher ist natürlich auch die Wahrscheinlichkeit,
dass sich schon Distanz gebildet hat, die auch für den anderen
bewusst oder unbewusst spürbar ist und eher ähnlich sich entwickelt.
Die zweite Frage, die aufkam, war, was mache ich denn, wenn ich das ausspreche und sage,
hey, ich merke, in meinem Gefühl verändert sich was,
ich fühle mich in unserer Beziehung nicht mehr so glücklich.
Und der Partner darauf nicht eingeht, sondern das eher beiseite wischt und sagt,
ich glaube, da bist du auch wirklich anspruchsvoll.
Schau mal meine Nachbarn und die Freunde.
Also uns geht es echt gut miteinander und guck mal, was wir finanziell alles uns aufgebaut haben.
Ja, das ist auch eine Situation, die gar nicht selten auftritt, die wir auch immer wieder erleben.
Als erstes ist es da wichtig zu schauen, ist der Gesprächsrahmen gerade stimmig?
Also spreche ich die Person in einem Moment an, wo auch wirklich Offenheit ist?
Weil dieses Wegwischen ist häufig ein Anzeichen für,
ich will mich mit dem Thema gerade nicht beschäftigen.
Ich habe da keine Ressourcen für.
Auch diese Bewertung, du übertreibst, sag mal dankbarer,
das ist ja häufig erst so dieses, ja,
ja, ist es auch mal gut.
Und das ist häufig der Grund, wenn jemand, ja, gerade sich nicht gut fühlt,
in ein Gespräch zu gehen, da nicht die Offenheit hat.
Das heißt, so ein Gespräch, was ja auch schon sehr wichtig und sehr groß sein kann für eine Beziehung,
dafür braucht es den passenden Rahmen.
Ja, ich bin immer mal ganz gerne ironisch und sarkastisch unterwegs, so als Spaß.
Man kann sich das wieder sehr gut vorstellen.
Nehmen wir mal jetzt so die Konstellation bei uns.
Im Unternehmen oder in dem vorigen Unternehmen, was ich aufgebaut habe,
wenn ich durch den Raum durchlaufe und jemand hat eine Kleinigkeit nicht gut gemacht
und ich sage, war nicht so gut, kriegst eine Abmahnung dafür,
dann weiß der typischerweise, ich laufe so durch den Raum,
dass das eher jetzt ironisch, sarkastisch gemeint ist.
Das heißt, wenn ich das in dem Moment aber tot ernst meinte,
dass der wirklich eine Abmahnung kriegen soll,
dann wird der böse überrascht werden, wenn der Brief bei ihm eingeht.
Ja.
hat und dachte, das ist doch zwischen
Türen, das war doch bestimmt sarkastisch gemeint
oder ironisch gemeint.
So wie immer.
Wenn ich jetzt aber mit dem Mitarbeiter schnappe und sage,
hey, wir brauchen ein Gespräch.
Da hast du was Ernstes vorgefallen.
Komm in mein Büro.
Habe ich sofort einen ganz anderen Rahmen.
Ich hole ihn in mein Büro.
Ich sage, du hast was Ernstes vorgefallen.
Ich erläutere, was passiert ist, welches Gefühl es gemacht hat.
Und die Konsequenz wird eine Abmahnung sein.
Dann weiß der, das ist gerade ernst.
Das geht um was.
Und das ist in der Beziehung auch so.
Wenn ich zwischen Tür und Angel mal kurz raushaue,
dass ich unglücklich bin,
dann hat der andere natürlich auch so, ja, klar.
Aber wenn ich jetzt sage, hey,
wir müssen uns mal richtig zusammensetzen
und müssen uns mal zwei, drei Stunden Zeit nehmen,
intensiv zu reflektieren.
Ich merke, da stimmt was mit meinen Gefühlen zu dir nicht.
Haben wir einen ganz anderen Rahmen.
Und dann geht es natürlich häufig darum,
echte Basisgefühle mitzuteilen.
Ja, und auch im letzten Schritt
die negativen Konsequenzen noch mitzuteilen.
Negative Konsequenzen sind ja so gemeint,
dass man sagt, ich möchte nicht eigentlich,
dass es eintritt,
aber es lässt mir aufgrund meiner Werte,
meinem Gefühl keine andere Wahl.
Und da ist auch wichtig zu sagen,
Mensch, wenn du das jetzt nicht ernst nimmst,
was ich sage, dass sich meine Gefühle verändert haben,
dass ich merke irgendwie,
da baut sich gerade eine Distanz auf.
Ich fühle mich von dir nicht geliebt.
Und du sagst, ja, Ina muss noch mal dankbarer sein.
Sagen, ja, okay, ich habe es dir jetzt mitgeteilt
und habe mir das auch lange überlegt,
ob ich dir das sage.
Und wenn du das jetzt nicht ernst nimmst,
kann das sein, dass es immer weiter auseinander geht bei uns.
Genau, das ist dann die natürliche Konsequenz.
Also eine Konsequenz,
die wir schon sagst,
dann aufgrund der Nichtentwicklung nicht annehmen.
Weil wir haben ja Systemgesetz 9,
aussprechen was ist und annehmen was ist.
Also es ist toll, wenn du das aussprichst,
aber wenn ich das abblocke und nicht annehme,
kriegen wir zu zweit auch keine Entwicklung hin.
Alleine Christus nicht entwickelt.
Das heißt, dann ist die natürliche Konsequenz,
dass mehr Distanz,
mehr Abbau von Gefühlen
sehr wahrscheinlich eintritt,
wenn wir das nicht entwickeln.
Und wenn wir das nicht entwickeln,
dann ist das natürliche Konsequenz,
dass mehr Distanz, mehr Abbau von Gefühlen sehr wahrscheinlich eintritt,
muss, obwohl man das gar nicht will.
Obwohl man eigentlich möchte,
dass man an einer Beziehung arbeitet,
sich die Ursachen anguckt
und gemeinsam schaut,
dass man wieder mehr Verbundenheit miteinander erleben kann.
Was jetzt sonst passieren würde,
wenn du jetzt sagst,
darauf spielen wir das mal weiter
und du sagst,
ja okay,
jetzt auch mal gut für heute mit dem Gespräch,
wir kommen alle mal ein Stückchen runter,
wir können ja später nochmal drüber sprechen,
jetzt bist du es erstmal losgeworden,
lass uns doch trotzdem mal einen schönen Tag machen,
das ist alles so negativ hier.
Ich bringe jetzt mal gerne Sachen rein,
die ich aufgrund der Coaching schon häufig gehört habe.
Was dann häufig passiert ist,
genau der Punkt, den du auch in der letzten Folge gesagt hast,
dass manchmal es sein kann,
dass jemand dann innerlich anfängt zu kündigen.
Und dass es dann in so einen Einzelkämpfer-Modus geht,
zu sagen,
okay, ich hab's dir gesagt,
es hat anscheinend hier nicht auf Gehör getroffen,
gut, dann mach ich jetzt mein Ding alleine.
Dann wirst du mal sehen,
dann wirst du jetzt noch die Leitvariante hier zu Hause bekommen
und ich werd mich jetzt mehr um mich kümmern,
ich werd mich mehr verabreden,
ich werd jetzt Ausgleich von Geben und Nehmen
da mal ganz genau drauf schauen,
weil ich geh jetzt keine extra Meile mehr,
weil ich fühl mich hier nicht wertgeschätzt und wahrgenommen,
dann schauen wir uns doch mal diese Variante an.
Und das ist leider auch der Moment,
wo Monate, Jahre später
manchmal sich die Paare bei uns melden,
weil der Mann sagt,
irgendwie hab ich das Gefühl,
wir sind jetzt beide auch unglücklich
und du hast ja auch schon jetzt im Streit mit der Trennung gedroht
und ich weiß gar nicht warum, was ist denn los,
das ist doch total übertrieben,
wo die Frau dann, man muss sagen,
die Frau sehr häufig da sitzt und sagt,
weißt du, an dem Punkt, wo du jetzt bist,
da war ich vor ein paar Jahren
und da bist du nicht drauf eingegangen
und jetzt bist du sauer darüber,
dass ich dir keine Chance mehr gebe
und da sitzt dann meistens eine Frau,
die schon sehr innerlich sicher ist.
Zu dieser Phase ist natürlich hinzuzufügen,
dass wenn diese Entscheidung so getroffen wird,
ich mach mein Ding alleine,
nehm ich ja Erwartungen raus.
Dadurch gehen Konflikte zurück,
und der andere erlebt das Ganze harmonischer.
Wir haben normalerweise eine aufbauende Konfliktspirale
oder Distanzspirale bis zu dem Punkt,
wo diese Entscheidung getroffen wird
und dann ist es auf einmal wieder gut.
Oder besser, ne?
Es fühlt sich oberflächlich auf jeden Fall besser oder gut an.
Und dadurch ist der andere natürlich deutlich überraschter,
weil er eben das Gefühl hatte,
wir haben doch vor einiger Zeit so ein Gespräch gehabt,
vielleicht kann er sich nicht mal mehr erinnern,
aber dann war es wieder gut.
Gleichzeitig müssen wir auch noch bedenken,
weil du hast gerade gesagt, dann spricht man das so aus
und dann trifft man so eine Entscheidung und zieht sich zurück.
Das ist typischerweise nichts,
was nach dem ersten Gespräch meistens entsteht.
Also es gibt schon eine Phase
und die meisten, die zu uns kommen, sagen,
ich habe das mehrmals versucht anzusprechen,
immer wieder über einen Verlauf von ein, zwei, drei Jahren hinweg
und wurde immer wieder nicht gehört
oder es wurde immer wieder mein Gefühl nicht anerkannt,
kleingeredet, wegargumentiert
oder aber auch zwar anerkannt,
aber es ist keine Veränderung eingetreten,
sodass ich irgendwann die Hoffnung auf Veränderung verloren habe,
was dann so in diesen Weg hineinführt.
Also da sind schon einige Schritte, bis das so passiert.
Nichtsdestotrotz bleibt dann immer die Frage,
ob das Gefühl wirklich abgebaut wurde und die Entscheidung steht
oder ob dahinter noch was ist.
Dieser Prozess, das in der Paartherapie sich genauer anzusehen,
zum Beispiel, ist immer wertvoll,
denn diese Erkenntnisse, die man daraus gewinnt,
sind für beide sehr wertvoll,
entweder für die eigene Beziehung
oder für eine potenziell später neue Beziehung.
Und gleichzeitig geht es ja auch darum,
dass man aus diesem ganzen Thema jetzt richtig gut im besten Fall rauskommt,
damit man ein stabiles Elternpaar für die Kinder da sein kann.
Und auch wenn die Frauen manchmal fest entschlossen wirken,
in dem Moment ist es ja dennoch so,
dass sie sich sehr, sehr häufig,
muss man sagen, zum Glück, auf den Prozess einlassen.
Und diese Härte und diese Klarheit
am Anfang oft nur ein Schutzmechanismus ist,
aufgrund einer tiefen Verletzung.
Oder Mut.
Das ist auch diesen Mut repräsentiert,
das jetzt durchzuziehen
und das mal in dieser Klarheit dann auch zu sagen.
War ja auch immer so der Punkt,
wie deutlich kann ich und muss ich jetzt noch werden?
Also wie kann ich den anderen noch berühren
und damit klar machen, dass das jetzt die letzte Chance ist?
Und im Coaching erleben wir es ja sehr häufig,
dass wenn wir gerade,
da sind wir ja schon gleich so ein bisschen auch bei den Lösungen,
wenn wir an den Punkt zurückgehen,
wann war es mal gut
und das wirklich in der Tiefe mal aufarbeiten
und auch die Frau die Möglichkeit hat,
alle ihre Verletzungen mal hervorzubringen
und den Rahmen hat,
dass das gehört und wertgeschätzt und anerkannt wird,
dass sich dann gar nicht selten auch denn das Gefühl so verändert,
dass da wieder mehr weiche Seiten,
weiche Art wieder hervorkommt.
Wir haben viele Schritte aus dem Lösungsbereich schon skizziert.
Wir können das gleich nochmal durchgehen,
um da auch vielleicht so einen roten Faden reinzubringen.
Zunächst noch der Hinweis,
wenn dich oder euch dieses Thema betrifft
und ihr schon einige Schleifen gedreht habt,
aber merkt, ihr landet immer wieder bei den gleichen Punkten,
ihr macht keine Fortschritte mehr,
dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch
und wir schauen gemeinsam,
dass wir eure Beziehung reflektieren,
schauen, ob noch ein Gefühl da ist,
was wir weiterentwickeln können
und ihr die Beziehung fortführen könnt
oder ob die Klarheit eher in Richtung Trennung steht
und wir dann, wenn ihr das möchtet,
euch bei einer Trennung begleiten.
Auf unserer Website www.lebensidealisten.de
findet ihr den Link zum telefonischen Erstgespräch
und könnt dann mit uns in Kontakt treten.
Wenn wir jetzt also auf die Lösungsschritte mal schauen,
wie du schon sagst, wir haben viele schon kurz angesprochen,
wäre der erste Schritt auf jeden Fall,
den Punkt zu finden, an dem es mal gut war.
Weil das, was wir jetzt ja wieder sehen,
wenn sich die Paare bei uns melden
oder wenn ihr das jetzt gerade hört
und selber den Punkt seid, das ist ja nicht die Ursache,
sondern das ist ja das Ende der ganzen Kette
und jetzt voll mit ganz vielen Symptomen,
die extrem belastend, verletzend sind.
Aber wir wollen wissen, warum ist etwas passiert?
Was ist die Ursache?
An welchem Punkt haben sich zwei Menschen innerlich
gegenseitig verlassen sozusagen?
Also wann ist da diese,
diese Distanz entstanden?
Und dafür gibt es ja Gründe.
Es ist ja nicht so, dass man wach wird
und vor allem mal sagt, okay, heute ist es anders.
Heute habe ich weniger Gefühle
und ich weiß gar nicht, wieso.
Es ist einfach so.
Nee, was anders ist, ist, dass durch das Aussprechen
sofort allen jetzt klar ist, dass das eine Krise ist.
Denn das ist wie bei Affären und Fremdgehen.
Die Affäre und das Fremdgehen löst typischerweise
nicht die Krise aus, sondern ist ein Symptom,
ein Folgesymptom einer Krise, die schon da war.
Dass die Gefühle gerade irgendwie weg sind
oder weg zu sein scheinen,
das ist nicht der Auslöser der Krise,
sondern das ist eigentlich ein Symptom
von einer langjährigen Krise zuvor meistens.
Das heißt, da wird sie nur ganz bewusst
und da ist sofort auch die Intensität der Krise
beiden klar.
Man kann nicht mehr drumherum,
also dass die Gefühle nicht mehr da sind
oder zum Beispiel eine Affäre passiert ist,
das kriege ich nicht mehr verdrängt.
Ja.
Das ist zu viel, um das irgendwie beiseite zu schieben.
Das heißt, ab dem Moment ist klar,
wir müssen da ran.
Und wann war es mal gut?
Heißt in diesem Kontext,
wann waren sich beide ihrer Gefühle sehr sicher?
Also wo würden beide sagen,
bis wohin war Sicherheit, Stabilität in den Gefühlen,
Verbundenheit, Wirrgefühl da,
Vertrautheit, wo man sagte, da war es noch gut.
Wo war emotionale Nähe da, tiefgründige Gespräche?
Wo war körperliche Nähe da und erfüllend?
Und gar nicht selten ist es so in dem Prozess,
dass man dann auch merkt, okay, da sind jetzt. Jetzt ganz viele Verletzungen gerade, die hervorgebracht werden, dem ist sich die andere Person gar nicht bewusst.
Also okay, das wusste ich gar nicht, dass dich das damals so verletzt hat.
Darüber hattest du ja auch gar nicht damals gesprochen und das ist jetzt schon zehn Jahre her.
Okay, krass, ja.
Und an die Sache kann ich mich auch gar nicht mehr erinnern, die du gerade hervorbringst.
Finde ich schon schlimm, dass mein Gehirn das anscheinend nicht gespeichert hat,
aber du das jetzt so hervorbringen konntest und es kann auch alles so sein, wie du das gesagt hast.
Aber ich kann mich daran nicht erinnern, aber es tut mir total leid.
Und jetzt ist das Spannende, nämlich in dem Moment, wenn jemand sagt,
und jetzt macht es auch irgendwie so ein bisschen Sinn,
jetzt kann ich auch verstehen, warum du mir den und den Vorwurf in der Gegenwart machst,
weil ich sehe selber so den roten Faden, das Muster,
was in deiner Verletzung jetzt vorliegt, warum du mich als Mensch so betrachtest.
Ein Satz, den man da sehr, sehr häufig hört, ist,
ich habe mich mit Situation XY arrangiert.
Also das heißt, wir erleben gerade bei Paaren, wo auch das Gefühl sich auseinanderentwickelt
oder nicht mehr so da ist, eine Reihe von faulen Kompromissen.
Man hat sich mit Situationen, die eigentlich unstimmig sind, aber arrangiert.
Der zweite Schritt ist, dass man diese emotionalen Verletzungen löst
und damit das Fundament stabilisiert.
Geht darum, in verschiedenen Schritten das zu durchlaufen.
Das haben wir schon mehrfach thematisiert.
Dass die verletzte Person erstmal die objektive Wahrnehmung der Situation schildert,
die Basisgefühle beschreibt, also die tiefer liegenden Gefühle, was hat das ausgelöst
und dass die verursachende Person dann sich sprachlich richtig entschuldigt,
also Verantwortung übernimmt für das Gefühl und natürlich mitgibt,
wie hätte derjenige mit dem Wissen von heute damals gehandelt,
damit diese Verletzung nicht entstanden wäre.
So kann man natürlich Entscheidungen korrigieren,
faule Kompromisse in stimmige Kompromisse wandeln
und somit auch immer wieder daraus mitnehmen,
wie man im Heute und der Zukunft handelt,
sodass es sich stimmig und erfüllend anfühlt.
Vor zwei Wochen haben wir dazu auch eine spezielle Folge veröffentlicht,
wo wir auf die Besonderheiten unserer Methodik eingehen,
wo wir auch dieses Thema natürlich in der Tiefe,
nochmal haben, also das Thema Systemgesetzverletzungen lösen,
wie wir es nennen, dass wir da tiefer drauf eingehen.
Der dritte Schritt ist dann, die Wunschbeziehung gemeinsam zu definieren,
also da auch ganz konkret zu werden.
Es ist halt nicht ausreichend, dass man jetzt einfach normal weitermacht
und kurzfristige Veränderungen anstrebt und sagt,
okay, ich gehe jetzt mal kurz diesen Weg und mal schauen,
wie lange wir das durchhalten.
Das kennen doch alle schon.
Genau.
Dieses mal was verändern, was zwei Wochen hält,
dass normalerweise jedes Paar kennt das zu Genüge,
diese Versuche, wo nach zwei, drei Wochen,
dass das wieder beim Alten war.
Genau, weil es sind immer so kurzfristige Lösungen,
die erstmal ganz gut klingen, wo das Gespräch abgehakt ist,
aber wo man weiß, okay, das können wir nicht halten.
Und da ist es jetzt wichtig, mal zu schauen, in die Tiefe zu gehen.
Was heißt das denn konkret für dich?
Wie stellst du dir denn wirklich eine Wunschbeziehung vor?
Also was sind denn deine Werte da drin?
Was sind denn deine Werte?
Was sind deine wirklichen Interessen?
Da sind wir bei den Sprachen der Liebe.
Was sind deine Lebensziele?
Warum handelst du so in unserer Beziehung,
wenn du zum Beispiel bestimmte Ziele in deinem Leben verfolgst?
Was ist der Sinn für dich in bestimmten Entscheidungen?
Und da wird es, finde ich, eigentlich auch eher spannend.
Also, weil man ja auch dazu neigt,
wenn man sich darüber nicht unterhält,
sehr stark zu interpretieren.
Weil man ja denkt, man kennt sich ja schon so viele Jahre.
Sagen, ja, das macht er ja aus den und den Gründen.
Ja, das macht er ja, weil die Arbeit ihm sehr wichtig ist.
Und das ist eine Interpretation.
Und häufig, und muss man wirklich sagen, häufig ist es so,
dass wir damit nicht immer richtig liegen.
Und spannend ist jetzt mal, das Feld neu aufzurollen,
zu schauen, was ist denn wirklich in unserem Fundament drinne?
Und wie matcht das miteinander?
Ich finde das Beispiel mit dem Abnehmen und dem Lifestyle und Diäten,
eigentlich da immer sehr treffend, das ist mit der Beziehung ähnlich.
Also, das Verhalten einfach so zu verändern,
das ist meistens schwierig, weil wir es schwer halten können.
Das ist bei einer Diät quasi genauso.
Wenn ich jetzt mir vornehme, ich möchte 5 Kilo abnehmen
und mache dafür eine Diät, dann ist das sehr schwer, die durchzuhalten.
Und wir alle kennen dann den Jojo-Effekt, der eintritt.
Weil eigentlich, damit das wirklich funktioniert,
brauchen wir eine Reflexion unseres Ernährungs-Lifestyles
und auch unseres Bewegungs-Lifestyles.
Also, wie?
Wie möchten wir im Alltag uns ernähren und uns bewegen?
Und unser Körper passt sich diesem Lifestyle an.
Das heißt, wenn ich Süßigkeiten und gewisse Gerichte und Co. liebe
und halt nicht gerne Sport treibe,
dann wird sich mein Körper eben genau diesem Lifestyle anpassen.
Ich muss also eigentlich, wenn ich einen schlankeren Körper mir wünsche,
mir Bewegungen suchen, die mir gefallen,
also Sportarten oder andere Dinge, wo ich denke,
da habe ich ausreichend Motivation zu, das durchzuführen
und mag das in mein Leben integrieren.
Genauso wie ich richtig gute Alternativen für Dinge brauche,
wie Süßigkeiten, die greifbar sind.
Zum Beispiel vorbereitete Snacks, gesunde Snacks im Kühlschrank oder so,
die ich ähnlich schnell greifen kann, wie eben auch den Schokoriegel.
Das heißt, ich muss überlegen, welchen Lifestyle brauche ich,
um vielleicht meinen Wunschkörper zu erreichen?
Und ist dieser Lifestyle für mich wirklich stimmig?
Und da würden zum Beispiel die wenigsten dahin kommen,
dass sie sagen, ein Lifestyle, der zum Beispiel einen sichtbaren Sixpack ermöglicht,
ist stimmig, den will ich dauerhaft so leben.
Ist meistens nicht so, aber trotzdem wünscht sich das viele.
Und mit der Beziehung ist das ähnlich.
Da muss jemand an unseren Sohn denken, so ein bisschen,
der, als er mal rausgefunden hat, wie das Sportpensum von Ronaldo ist
und wie er wirklich trainiert und lebt,
gesagt hat zu mir, oh Mann, das habe ich mir ganz anders vorgestellt.
Also zu sagen, okay, hinter dem Erfolg steckt doch mehr, als ich dachte
und doch mehr Disziplin und noch mehr Extramallen und so weiter.
Aber es ist wichtig, dass man dahinter schaut,
weil sonst bleibt es immer oberflächlich.
Und das ist in der Beziehung nämlich die Wunschbeziehung.
Zu skizzieren und visualisieren, wie sieht die Wunschbeziehung aus
und wie fühlt sich dann mein Leben an?
Wie ist unser Lifestyle, wenn wir unsere Wunschbeziehung leben
in Bezug auf viele Dinge?
Gemeinsame Aktivitäten, emotionale Nähe, körperliche Nähe,
tiefkundige Gespräche, gemeinsame Aktivitäten, Abenteuer, die man erlebt.
Wie fühlt sich das an und geht das miteinander konform?
Und wenn das ein gutes Gefühl macht und man dort einen gemeinsamen Weg findet,
dann kann man Stufen auf dem Weg dahin finden,
wie man sich dahin entwickelt.
Ähnlich wie beim Sport, wo man sich dann Stufen überlegt,
wie man sich zu einer Form, die man erreichen möchte,
entwickelt.
Aber dann haben wir auch den richtigen Antrieb.
Also wir müssen unseren Lifestyle verändern.
Und dazu gehören auch häufig andere Lebensbereiche.
Für mich einmal ganz wichtig, denn häufig,
wenn die Liebesbeziehung, zum Beispiel zeitlich gesehen,
wenig Raum noch einnimmt,
dann ist dieser Raum durch andere Dinge gefüllt worden,
die ich vielleicht aufgeben sollte oder verändern muss.
Wenn ich bis jetzt zweimal die Woche zum Tennis gehe
und noch am Sonntag immer fünf Stunden auf dem Golfplatz bin
und ich frage, warum ich keine Zeit für die Beziehung denn finde,
wo soll ich die hernehmen?
Ja, ich habe meine Zeit natürlich anderweitig sinnvoll gefüllt.
Ich sitze ja nicht die ganze Woche da und langweil mich
im Verhältnis zu vorher,
sondern ich habe diese Dinge gefüllt mit anderen Dingen.
Das heißt, wenn ich der Beziehung wieder Raum geben möchte,
wird es wahrscheinlich gebraucht, anderen Dingen Raum zu nehmen.
Wo wir eigentlich beim vierten Punkt wären.
Genau, der vierte Punkt ist dann,
paarzeitbewusst in den Alltag integrieren.
Das ist eine große Herausforderung für ganz viele.
Wenn man überlegt, man möchte eine Beziehung 2.0 führen.
Welche Zeitgestaltung ist stimmig?
Was braucht es denn dafür,
damit unsere Gefühle auch wiederkommen können?
Weil wir müssen ja wegkommen von den Tür- und Angelgesprächen,
von dem, sage ich mal, hart Befehlston und organisatorischen Kram
hin wieder zu mehr Emotionalität und mehr emotionaler Verbundenheit.
Das kann ich aber nur entwickeln
oder viele Menschen können das nur entwickeln,
wenn es dafür auch einen zeitlichen Rahmen gibt.
Kinder sind schön und haben ja auch ihre Berechtigung.
Aber man muss einfach sagen, es ist etwas anderes,
wenn man zu zweit in Ruhe irgendwo essen geht,
einen Satz zu Ende sprechen kann,
niemanden hat, der sagt, so wollen wir, kommen wir nach Hause.
Das ist ein großer Unterschied in der Partnerschaft.
Und dafür brauchen wir in manchen Lebensphasen
halt einen Babysitter oder Unterstützung.
Wir brauchen aber auch den Ansporn,
diese Zeiten zu suchen für uns und dem wieder Raum zu geben
und da den Kompass auch auszurichten.
Und das ist eine Herausforderung.
Und auch der Abgleich darüber,
was wir als Paarzeit zum Beispiel auch interpretieren,
Sprachen der Liebe sind da auch wichtig.
Ich hatte ein Paar, da war für ihn das so,
dass Zeit mit der Familie gleichzeitig auch einzahlt
auf das Konto als Liebespaar.
Und sie sagte, für sie zahlt das nicht in das Liebespaarkonto ein,
für sie ist das das Konto, das sie zahlt.
Das ist das Gefühl, dann ist das Familienzeit.
Aber Liebespaarzeit ist für sie qualitative Zeit zu zweit,
also ohne Freunde.
ohne Familie wirklich
exklusiv zu zweit. Nur dann
zahlt das in diesen Topf bei ihr ein.
Und das muss man in einen Abgleich bringen.
Das sind so typische Missverständnisse,
bei denen der eine die ganze Zeit
sich im Paarzeit befindet und sagt,
das ist doch gut und gar nicht versteht,
was der andere sagt, wenn sie jetzt
in dem Fall sagt, wir haben irgendwie zu wenig Zeit als Liebespaar.
Und ihr Argument
geht an und sagt, nee, wieso, wir haben so viel
Zeit und das musst du anders sehen.
Der letzte Schritt ist das Dranbleiben.
Weil das
Veränderungen herbeiführen ist natürlich
schön. Deswegen sagte ich eben auch dieses
Beispiel mit dem Lifestyle. Wir brauchen einen
anderen Lifestyle, damit wir wirklich
dranbleiben können und
Orga-Gespräche führen,
um unser Pflichtprogramm gut absolvieren
zu können. Einkäufe, Haushalt,
wer fährt die Kinder wohin und so
weiter. Mit dem Ziel,
ausreichend Paarzeit
zu generieren. Also nicht nur durch die
Woche zu kommen, um zu überleben, sondern
auch Paarzeit zu generieren.
Reflexionsgespräche
führen, in der Tiefe schauen, wie geht
es uns miteinander. Ist unser Fundament
stabil? Fühlen wir uns wohl?
Verläuft alles erfüllend?
Ein Signaltagebuch führen. Welche
Signale kommen auf mich zu und was bedeuten
diese?
Entscheidend ist hierbei, dass es eben
nachhaltige und dauerhafte Veränderungen
sind, die dazu führen,
dass man wirklich in seiner
Wunschbeziehung bleibt
und dass auch hier nicht
wie bei einer Diät ein Jojo-Effekt entsteht
und man einige Zeit muss ganz
gut läuft und dann
zieht einen der Jojo-Effekt wieder
in die Tiefe zurück, also in Form
von tiefe Verletzungen.
Fundament ist wieder nicht da.
Man merkt, ah scheiße, alles ist
wieder wie vor einigen Wochen.
Und deswegen ist es auch so wichtig, eine Strategie
jetzt zu finden. Also wenn man
glaubt, dass die Gefühle
verborgen sind,
hinter ganz vielen Verletzungen, dann ist es
jetzt ja umso wichtiger, eine Strategie zu haben.
Wie möchte ich in Zukunft
anders miteinander umgehen,
Verletzungen lösen, damit mir
das nicht nochmal passiert? Weil sonst wird
es in ein paar Jahren wieder so sein,
dass wieder Verletzungen da sind und
man wieder merkt, okay, meine Gefühle
bauen sich langsam ab, es baut sich
wieder Distanz auf. Also man muss da auch
in eine neue Routine reinkommen, in der
Kommunikation. Wir nehmen
das Wissen jetzt und die Erkenntnis mit,
was auf unserer Beziehungslinie, wie wir
sagen, passiert ist. Aber
was verändern wir, damit uns das nicht nochmal
passiert? Weil man muss
ja sagen, so dieses erste
Gefühl von, ich merke, meine
Gefühle gehen zurück, da baut sich eine Distanz
auf, da entsteht ja so langsam
eine Lücke. Und wenn wir
über Lücken sprechen, sind wir halt auch
schnell beim Thema Fremdverlieben,
Fremdgehen, Affäre. Das ist
häufig der Schritt, der irgendwann
danach folgt.
Weil wir alle möchten in Verbundenheit sein,
wir alle möchten Wertschätzung,
Anerkennung, Liebe von Menschen bekommen
und wenn wir das in der Partnerschaft nicht
bekommen, ist die Gefahr
ziemlich groß, dass wir in diese Richtung uns
eher bewegen, als in eine Richtung, Richtung
und Beziehung.
Deswegen, wie schon vorhin
erwähnt, wenn ihr an diesem Punkt seid, meldet euch
sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch.
Wenn euch diese Folge geholfen hat,
dann hinterlasst doch gerne eine
Bewertung bei Apple oder Spotify.
Bei YouTube könnt ihr dem Kanal
folgen oder auch einen Kommentar
hinterlassen. Wir werden euch sehr,
sehr gerne antworten. Wir freuen uns,
wenn ihr auch bei der nächsten Folge wieder
dabei seid. Bis bald. Bis dann.
Musik
Podcast Summary
Key Points:
Paare oft nicht bewusst darüber reflektieren, ob ihre Beziehung noch auf der Ebene der Liebe oder der Freundschaft begründet ist.
Die Veränderung von Gefühlen im Laufe der Zeit – insbesondere nach der Verliebtheitsphase – wird häufig ignoriert oder als „nur Gewohnheit“ verstanden.
Die wachsende Distanz in langjährigen Beziehungen entsteht oft durch mangelnde Reflexion und Entwicklung der Wunschbeziehung.
Es ist entscheidend, die emotionale Wurzel von Verletzungen zu identifizieren und die verletzte Person zu hören, um eine wahre Verbundenheit wiederherzustellen.
Die Wunschbeziehung muss gemeinsam definiert werden – nicht nur oberflächlich, sondern aus Werten, Zielen und Lebensstil.
Die Einhaltung eines zeitlichen und emotionalen Rahmens für „Paarzeit“ ist entscheidend, um Verbundenheit und Nähe zu stärken.
Ohne nachhaltige, bewusste Veränderungen – wie bei Diäten – entsteht ein „Jojo-Effekt“, bei dem Gefühle wieder abeben.
Die Kommunikation über Veränderungen muss früh und offen erfolgen, um Distanz und Verletzungen zu verhindern.
Summary:
Die Transkription diskutiert, wie langdauernde Beziehungen auf ihre emotionale Integrität überprüft werden müssen, wenn sich die Gefühle verändert haben. Viele Paare verlieren bewusst die Wahrnehmung von Liebe, weil sie sich nur auf Gewohnheiten und Routine fokussieren. Der Aufbau einer echten, dauerhaften Liebe erfordert eine tiefe Reflexion: Wie sieht die Wunschbeziehung aus?
Welche Werte und Interessen teilen sich beide? Die Verletzungen, die über Jahre hinweg unerkannt bleiben, führen oft zu einer automatischen Distanz. Dazu gehört, dass die Partner offen über ihre Gefühle sprechen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam an Wachstum arbeiten.
Ein entscheidender Punkt ist die klare Definition von Paarzeit – nicht nur als Zeit, sondern als emotionale Qualität. Ohne nachhaltige, bewusste Veränderungen, wie bei einem Lifestyle-Wechsel, entsteht ein „Jojo-Effekt“: Gefühle schwinden wieder, Distanz wächst, und die Beziehung verliert ihre Tiefe. Der Rat ist daher, frühzeitig über Veränderungen zu sprechen, gemeinsam neue Muster zu schaffen und eine langfristige Strategie für die Verbindung zu entwickeln.
Diese Reflexion ist nicht nur für die aktuelle Beziehung, sondern auch für zukünftige Beziehungen und ein stabiles Elternpaar von hoher Bedeutung.
FAQs
Das ist eine häufige Frage, besonders nach vielen Jahren zusammen. Manche Paare merken, dass die Verliebtheit nachlässt und die Beziehung sich in eine vertraute, gewohnte Phase entwickelt. Dies ist kein Zeichen von Misserfolg, sondern ein natürlicher Übergang.
Man kann auf Verlust von Emotionen, Distanz, fehlender Wertschätzung und mangelnder körperlicher oder emotionaler Nähe schließen. Auch eine dauerhafte Abwesenheit von gemeinsamen Werten oder Wunschbeziehungen ist ein Zeichen.
Weil die Veränderung der Gefühle oft ein frühes Zeichen für eine langfristige Krise ist. Frühes Erkennen und Nachfragen verhindert, dass sich Distanz und Verletzungen ständig weiterentwickeln.
Es bedeutet, dass die emotionale Verbindung, die auf Vertrauen, Wertschätzung und gemeinsame Werte basiert, schwächer wird. Das führt oft zu einem Gefühl der Isolation und Abwesenheit von Verbundenheit.
Eine gewohnte Beziehung basiert auf Gewohnheiten, Sicherheit und Routine. Echte Liebe hingegen zeigt sich durch tiefgründige Gespräche, Wunschbeziehungen und ein ständiges Wachstum der Bindung.
Weil sich die Bedürfnisse und Werte der Partner im Laufe der Zeit ändern. Eine regelmäßige Reflexion hilft, die Beziehung auf eine gemeinsame Vision auszurichten und zu stärken.
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