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Beziehung auffrischen: So verhindert ihr den Abstieg in die Beziehungskrise!

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Beziehung auffrischen: So verhindert ihr den Abstieg in die Beziehungskrise!

In der Transkription wird das Thema der Langeweile und des Mangelgefühls in der Beziehung beleuchtet. Viele Paare fühlen sich in ihrem Alltag gefangen, da sie oft nur routinierte, alltägliche Aktivitäten ausführen, was zu einem Verlust von Abenteuern und Lebendigkeit führt. Die Autoren zeigen auf, dass es nicht nur um große Ereignisse wie Reisen geht, sondern auch um kleinere, tägliche Mikroabenteuer – wie neue Kochversuche oder besondere Abendessen –, die die Beziehung frischer machen. Ein zentrales Element ist die gemeinsame Reflexion der Wunschbeziehung, um sicherzustellen, dass beide Partner ihre Bedürfnisse erkennen und respektieren. Es wird betont, dass Abenteuer und Spannung unterschiedlich für beide Partner wirken können, weshalb eine gegenseitige Wahrnehmung und ein ausgewogener Mix aus persönlichen und gemeinsamen Aktivitäten notwendig sind. Dazu kommen überraschende Momente und regelmäßige Planung durch Monatsroutinen, die die Integration von Abenteuern in den Alltag erleichtern. Die Beziehung wird nicht durch große zentrale Änderungen, sondern durch kleine, bewusste Entscheidungen aufgefrischt. Das Ziel ist eine dauerhafte Balance zwischen Sicherheit, Nähe und Abenteuern, die beide Partner als lebendig und erfüllt empfinden. Die Autoren betonen, dass die Beziehung aktiv gestaltet und nicht passiv verlaufen soll – eine tägliche Aktion wie „Wollen wir etwas Neues machen?“ ist entscheidend, um das Vertrauen und die Motivation aufrechtzuerhalten.

Transcription

6168 Words, 37144 Characters

German
Ich weiß nicht, ob ich das jetzt hier erwähnen sollte, aber der Punkt fehlt mir auch noch. Und zack ist die Liste von den Zielen, von dem, was im Mangelgefühl gefühlt worden ist, war immer sehr lang. Und die Beziehung, wo man innerlich gesagt hat, ja, die ist okay, fühlt sich natürlich in dem Moment erstmal so ein bisschen schwer an. Da wird geheiratet, dann bekommt man zwei Kinder, man baut das Haus und baut die Karriere groß aus und alles parallel und wundert sich dann, wo Lebendigkeit und Abenteuer hin ist. Dann läuft der Laden, ist es aber immer das Gleiche, jede Woche geht vorbei, man denkt wieder, oh Gott, schon wieder Freitag. Was machen wir am Wochenende? Ja, das, was wir immer machen. Fallen dir Momente in deinem Leben ein, wo du sagst, da war es langweilig in deinem Leben, in deiner Beziehung? Da hast du dir mal ein Abenteuer gewünscht, mehr Spannung? Nee, wir hatten ja in der Beziehung zwei spannende Momente. Nur zwei? Nur zwei. Zwei spannende Momente, finde ich, wo wir beide da saßen und sagten, okay, was machen wir jetzt? Und da sind jetzt nicht so die kleinen Sachen zwischendurch, das sind jetzt größere Dinge. Aber beim ersten Mal haben wir so gemerkt, irgendwie sind wir jetzt in unserer Beziehung so weit fortgeschritten, es wird gerade ein bisschen langweilig. Irgendwie bräuchten wir wie so eine Art, was Neues zu tun, was Neues, mit dem wir uns auch so intensiv beschäftigen können. Und das war so der Moment, wo uns irgendwie klar wurde, es wird Zeit, dass wir ein Kind bekommen. Wir haben irgendwie so vieles abgeschlossen sozusagen, Hochzeit, viele andere Dinge, auf die man so hinarbeitet, schöne Wohnungen und so weiter. Und dann gesagt, so jetzt ist eigentlich Zeit dafür. Und dann das zweite Mal, das ist jetzt ja drei, vier Jahre her, wo wir auch sagten, Mensch, was machen wir jetzt? Das alles läuft ganz gut, Lebensirrlisten laufen, zu Hause läuft es gut. Irgendwie ist man so ein bisschen im Alltagstod drin. Irgendwie braucht man mal so eine große Veränderung, mal so ein Shift. Und dann haben wir ja entschlossen, dass wir ein Jahr durch die Welt reisen und so ein bisschen die Welt entdecken. Dass Reisen eigentlich das ist, was uns gerade voll anzieht und so Spannung und Abenteuer erzeugt. Dann haben wir ja auch angefangen, die Coachings umzustellen. Komplett von Hybrid, also es gab Paare, die vor Ort waren, es gab Paare, die online waren, hinzu nur noch online. Damit wir auch während des Reisens weiter coachen können und die Paare dann keine Unterbrechung haben, wenn wir mal ein paar Wochen weg sind. Und das hat sehr gut geklappt. Und das waren die beiden letzten Momente oder die beiden größten Momente, die mir sofort einfallen, wenn ich daran denke, im Leben oder in der Beziehung ist so eine Langeweile entstanden. Du bist mitten im Podcast der Lebensirrlisten gelandet. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung. Wir sind Paartherapeuten und Coaches. den Ball immer notgedrungen eigentlich zurückwirft, aber eigentlich interpretiere ich zumindest, sieht man, dass er dort eben auf der Liege in der Sonne in Ruhe liegen wollte und er ja auch mehrfach aufgefordert wurde, lass uns Ball spielen. Und er es immer wie so abgelehnt hat und sagt, nee, ich kann ein bisschen zurückwerfen, mehr nicht. Und da merkt man eben dann auch, wie die Bedürfnisse eben in diesem Urlaub so auseinander gehen. Der Vater, der dann Ruhe möchte, Entspannung und die Kinder in dem Fall, die Action wollen, haben auch mal den Papa 24-7 bei sich und so weiter und wollen dann natürlich Zeit miteinander verbringen und spielen. Diese Gleichzeitigkeit im Leben, finde ich, macht es manchmal so schwer. Auf der einen Seite dieses Gefühl von es ist ja schön, jetzt habe ich meine kleine Familie, jetzt ist alles, fühlt sich ja auch so emotional und fällt auch für viele Menschen ja so rund an. Und auf der anderen Seite, wo ist meine Lebendigkeit, wo ist meine eigene Freiheit und Autonomie und wie soll ich dann irgendwie noch die Leidenschaft und meine eigenen Bedürfnisse hervorbringen? Wir hängen hier so fest, das ist alles so ein festes Konstrukt. Ja, das sind so die Dinge, die man sicherlich zusammenfassen kann. Also Fremdbestimmung, Autonomie geht ein bisschen verloren in dieser Phase, Spannung geht ein bisschen verloren. Man kommt manchmal in so ein WG-Team-Gefühl, Alltagstrott und merkt einfach, es fehlt so ein bisschen die Lebendigkeit, es ist alles so gleich. Ja, was ist der Unterschied zwischen die Beziehung auffrischen und die Beziehung retten? Wann mache ich was und worum kümmere ich mich wie? Also Beziehung retten ist ja eher, wir sind in einer Krise. Es geht eher um das Gefühl, ich brauche erstmal Klarheit, ob das überhaupt mit uns noch gehen kann. Ich habe da schon erste Trennungsgedanken, uns geht es echt nicht gut miteinander. Man merkt, wie sich diese Krise auch hochschaukelt, die Konflikte immer stärker werden. Die Beziehung auffrischen ist dann sinnvoll, wenn das Fundament, grundsätzlich, eine gewisse Stabilität hat. Es ist eine gewisse Sicherheit vorhanden. Also man hat nicht so ein richtiges Krisengefühl, sondern eher das Gefühl, irgendwie ist mein Leben, meine Beziehung ein bisschen langweilig. Da muss mehr gehen. Genau. Man hat innerlich so einen Kompass ausgerichtet, der denkt, ja, es ist okay. Oftmals spielen ja auch so Sätze mit rein wie, ich sollte doch dankbar sein, darf ich überhaupt diesen Gedanken haben, verlange ich vielleicht zu viel. Ganz viel sind wir aber auch bei diesem Gedanken, für Auffrischung, und das ist mir gerade in den letzten anderthalb Jahren stark aufgefallen, durch Social Media geleitet. Weil wir das Leben der anderen Menschen sehen, was für tolle Dinge die machen, was die sich alles ausdenken, wie Date Nights aussehen. Und dann denke ich mir so, ja, und wie ist es bei uns? Wir machen ein Date aus, da kommt irgendwie ein Babysitter und man geht schnell mal anderthalb Stunden was essen. Da schmeißt sich keiner so in Schale, wie auf Social Media das gemacht ist. Da ist nicht das Knister an einem Abend, sondern es ist alles so ein bisschen, lass uns mal einen netten Abend machen, aber wir müssen auch nachher gucken, wir kommen ja auch wieder nach Hause. Und das fand ich so spannend, das hatte ich letzte Woche im Coaching, da sagte eine Frau, sie findet das Gefühl von Lebendigkeit ist so unterschiedlich in der Empfindung, wann man sich lebendig fühlt im Leben. Für den einen ist die Lebendigkeit so, oh, ich gehe abends raus, normalerweise wäre ich zu Hause, und jetzt bin ich unterwegs, und ich treffe mich vielleicht mit ein, zwei Leuten bei denen zu Hause, da fühle ich mich lebendig. Bei der nächsten Person ist es so, dass man sagt, ja, ich würde gerne ins Kino gehen, oder ich würde gerne auch mal wieder auf eine Party gehen, ich würde auch das Gefühl haben, ich lasse mich mal treiben, ich gehe irgendwo hin, wo ich noch nicht weiß, wann ich nach Hause komme. Da ist ja jeder anders. Aber das kann halt auch innerhalb der Partnerschaft sein, und das kann dann auch ein Problem werden, wenn wir über das Thema Auffrischung sprechen, was für eine Definition gibt es darüber in der Partnerschaft? Wie bei den meisten Themen gehen wir davon aus, dass der andere so fühlt wie wir selbst. Das ist ja wie bei den Sprachen der Liebe. So müsste man, ich weiß gar nicht, ob es das gibt, sonst müssten wir das selber vielleicht mal erfinden, die Sprachen der Lebendigkeit. Nämlich die Frage, was braucht es, damit ich mich lebendig fühle? Wie du schon sagst, das kann für beide anders sein. Und nur, weil wir Dinge tun, bei denen ich mich lebendig fühle, heißt das nicht, dass es dir genauso geht, und das muss man in Einklang bringen. Das heißt, das wäre so die erste wichtige Frage. Fühlt man sich lebendig? Was braucht es, um sich lebendig zu fühlen? Mit dem können sich beide beschäftigen. Wir haben inzwischen sehr, sehr viele Paare in der Paartherapie begleitet und haben ihnen aus der Krise rausgeholfen und immer wieder gesehen, was sind Ursachen, die in Krisen hineinführen. Seit einer gewissen Zeit machen wir bei uns immer eine Kombination aus Paartherapie und Beziehungstraining. Das Beziehungstraining begleitet die Paartherapie, sorgt aber auch für die Nachhaltigkeit und bringt eben viele Dinge, genau in diesen Themenbereich eigentlich mit hinein. Beziehung auffrischen, Wunschbeziehung definieren, wie kann der Alltag weniger komplex sein, sodass ich dann mehr Paarzeit rausholen kann, dass ich am Wochenende, am Sonntag nicht nur einen Haken dran mache, wir haben die Woche überlebt, sondern wir haben auch eine gute Zeit zusammen gehabt. Das bieten wir jetzt auch in der Form an, dass man das Beziehungstraining machen kann, wenn man eben das Gefühl hat, das Fundament ist ausreichend stabil, ausreichend Sicherheit ist da. Bei uns geht es eher darum, wir haben eine ganz gute Beziehung, wir wollen mehr rausholen, mehr Leichtigkeit, mehr Zufriedenheit, mehr Abenteuer, noch mehr Sicherheit in Konflikten und wollen dafür sorgen, dass so die ersten kleineren Konflikte, die man ja durchaus vielleicht schon hat, gar nicht in die Krise münden oder auch die ersten kleinen Distanzen, die man mal hier und da erlebt, auch gar nicht in die Krise münden. Und sollte man dafür sich merken, dass doch schon erste Themen da sind, die größer sind, als man dachte, was man dann dadurch rausfindet, wo man sich wünscht, man hätte Unterstützung, dann können wir sie anbieten. Die ist aber nicht sofort dabei. Das heißt, man ist nicht sofort in diesem Coaching drin und macht eine Paartherapie, sondern das ist dann optional, wenn es denn doch gebraucht wird. Eben das, was man in vielen Kursen und Trainings, die man online so findet, eben nicht dabei hat. Wenn man dort merkt, der Deckel fliegt weg und da ist ein Thema, was mich jetzt voll triggert und ich merke, oh Mann, das habe ich verdrängt, das war mir gar nicht so bewusst und ich bin jetzt hier in einer Ausnahmesituation, mit meinem Partner geraten, dann ist dort selten jemand da, der richtig weiß, wie er es handelt, weil er eben eher nicht sich mit diesen Krisen so viel beschäftigt hat. Wir wissen genau, wie man jemanden dort wieder rausholt und können sofort helfen, wenn man sich dann an uns wendet und das ist eben auch da bei uns die Möglichkeit. Das heißt, wenn man in unserem Beziehungstraining ist, kann man mit sehr viel Sicherheit in der Beziehung arbeiten, denn sollte doch mal der Deckel wegfliegen und ein Thema aufkommen, was man alleine nicht gehandelt bekommt, sind wir da und unterstützen. In meinem Gefühl gibt es viele Beziehungen, die den Status ganz okay tragen und wo man sagen kann, da gibt es mindestens eine Person, wenn man die genauer fragen würde, dass sie sagen würde, mir fehlt etwas in der Beziehung innerlich. Ich starte im ersten Gespräch beim Coaching Start immer mit den Zielen, also was ist das Ziel des Paares, wo soll es hingehen? Und am Anfang tun sich die Menschen manchmal ein bisschen schwer damit, weil erstmal so die ganz großen Krisenziele da sind, also Vertrauen aufbauen, die Kommunikation verbessern und wenn wir dann in die Tiefe einsteigen und wirklich mal so explizit auf die kleinteilige Ebene von Zielen gehen, dann berichten ganz viele Menschen, dass sie sagen, ja innerlich fehlt mir aber eigentlich auch der und der Punkt. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt hier erwähnen sollte, aber der Punkt fehlt mir auch noch und zack ist die Liste von den Zielen, von dem, was im Mangelgefühl gefühlt worden ist, war immer sehr lang. Und die Beziehung, wo man innerlich gesagt hat, ja, die ist okay, fühlt sich natürlich in dem Moment erstmal so ein bisschen schwer an, aber viele Paare sagen dann auch am Ende, es tat so gut, auch mal wirklich alles auszusprechen und auch mal wirklich zu sagen, was mir fehlt, weil mir ist bewusst geworden durch diese Krise häufig, was mir wirklich fehlt. Die wenigsten wollen ja genau die Beziehung führen wie vor der Krise, weil vor der Krise ja die ganzen Ursachen da waren, die in die Krise hineinführten. Das heißt, die meisten brauchen eben auch eine neue Beziehung miteinander, die Beziehung 2.0, wo man anders miteinander umgeht, sich anders verhält, Dinge anders macht, damit es eben erfüllender und zufriedenstellender verläuft. Ein anderes Problem ist das Gefühl von Alleinsein in der Beziehung, dass sich die Gespräche immer mehr um alltägliche Dinge drehen, gerade organisatorisches, Themen rund um die Kinder, Schule, alles, was halt so anfällt und man hat weniger Zeit für Gespräche mit richtigem Tiefgang. Ja, so Tür- und Angelgespräche sind jetzt nicht gerade die Gespräche, wo man sagt so, wow, was für eine Lebendigkeit haben wir in der Beziehung, das fühlt sich richtig gut an, das sind ja meistens so Blabla-Gespräche, ne? Ja, die auch sich viel um Orga drehen, also so ein Mix aus Orga und Smalltalk ist dann da, aber weniger so tiefgehende Gespräche. Genauso wie natürlich dann die ganzen festen Abläufe und Routinen, in denen man so feststeckt, in seinen Gewohnheiten, dafür sorgen, dass überraschende Momente oder unerwartete Momente eher die Ausnahme sind. Die meisten sind dann ja doch in ihrem Alltag so hochgelevelt an To-Dos und strukturiert, dass man sagt, na, alles Unerwartete kann ich eigentlich gar nicht gebrauchen. Ich habe keine Zeit für Überraschungen, das muss. hier richtig straight durchlaufen. Und da, finde ich, gibt es immer so ein Missverständnis häufig, dass viele Paare, wenn sie bestimmt lebensfaden sind, sagen so, oh, ich wünsche mir einfach ein entspanntes Leben. Viele wollen immer Entspannung und Entspannung, aber es ist gar nicht immer die Entspannung, die den Menschen fehlt, sondern ganz häufig das Abenteuer. Dass sie zwar im Gefühl angestrengt sind, müde sind, K.O. sind und sagen, okay, abends, wenn die Kinder schlafen, geht bei uns nichts mehr, im Gefühl. Aber sie wünschen sich meistens nur auf körperlicher Ebene die Entspannung, aber auf geistiger Ebene manchmal auch eher das Abenteuer. Sind aber dann nicht in der Lage, selber das Abenteuer zu kreieren, weil sie ja so müde sind. Naja, Abenteuer würde ja bedeuten Anspannung. Genau. Deswegen ja Entspannung, aber die Entspannung, die viele brauchen, die kommt eben durch die Anspannung von Job und Leben, dass man alles so organisiert und wir bräuchten eigentlich eben mehr Anspannung durch Abenteuer. Genau. Dass wir uns von manchen Abenteuern entspannen und das ist eine ganz andere Art und Weise, der Anspannung und Entspannung, wenn das durch ein Abenteuer geschieht. Und viele schauen dann ja auch eher auf den anderen und sagen, ja, meine Beziehung oder unsere Beziehung ist irgendwie langweilig geworden, wir machen immer das Gleiche. Ich habe das Gefühl, ich bin so im Hamsterrad drin, es fühlt sich irgendwie so an, als wenn ich schon so ein Rentnerleben manchmal führe. Was kannst du denn jetzt mal tun, damit es mir besser geht? Ich habe ja das und das und das gemacht, aber du machst ja gar nichts. Und dann fühlt sich die andere Person natürlich erstmal so ein bisschen angegriffen und sagt, ja, also du hast einen Stegreif. Was meinst du denn? Also was ist denn jetzt los häufig? Und dann sag ich, ja, aber irgendwie findest du das nicht auch, dass das alles langweilig ist und dass sich das alles wiederholt und früher war das doch anders und jetzt sitzen wir Samstagabend hier wieder auf der Couch. Das ist gar nicht selten, dass dann die andere Person sagt, ja, wo würdest du denn jetzt sonst sitzen? Also wir haben Kinder, die schlafen, wir können jetzt nicht hier raus. Was wünschst du dir? Und da verabschieden sich meistens so die Wege dann innerlich, was so schade ist, weil eigentlich hält man sich ja das Mangelgefühl so ein bisschen vor auf unterschiedlichen Ebenen, aber die Parteien sind gar nicht so weit auseinander eigentlich. Und es gibt noch so ein bisschen Unterschiede, aber auch zwischen Mann und Frau, so die ich typischerweise beobachte. Also die bei Frauen ist ja viel, dass diese Gespräche mit Tiefgang sehr wichtig sind, diese verbundenen halt auf Werte-Ebene und bei den Männern reicht das ja auch durchaus mal aus und ist schön, wenn man mal eine Runde Billard spielen geht. So und auch mit Freunden und deswegen würde ich auch sagen, fehlt Frauen und Männern da auch häufig ein bisschen was unterschiedliches. Ja, das merke ich immer, wenn wir zum Beispiel abends mal unterwegs sind und wir überlegen, okay, was können wir machen? Ploppen bei dir andere Dinge auf als bei mir. Zum Beispiel ploppt bei dir eher auf, wollen wir mal gucken, was im Kino läuft? Und ich denke so, Kino? Dann sitzen wir nur im Kino. Da passiert ja nichts. Also ich kann das versehen und ich bin auch manchmal offen und denke so, ja okay, wir können ja mal gucken, aber es ist nichts, was ich selber vorschlagen würde, weil das für mich zu passiv wäre und ich mich da nicht so lebendig fühlen würde. Und häufig schlagen Frauen auch sehr gerne dann dieses mit Freunden dann was machen vor, weil dann dieses im sozialen Umfeld zu sein, gemeinsame Gespräche führen, da fühlen sich Frauen halt meistens deutlich verbundener. Deswegen ist das eben auch nochmal sehr wichtig zu unterscheiden, wann fühlt sich wer lebendig, weil es eben wirklich ganz, ganz unterschiedlich sein kann und wann fühlt sich das wirklich als Abenteuer an, damit nicht jeder nur einfach sein Ding macht, sondern, dass man da auch eben diese Verbundenheit darin findet. Ansonsten gibt es eben auch da dieses Auseinanderdriften, die Frau macht mit ihren Freundinnen was zusammen, hat tiefgründige Gespräche und lagert das dahin aus. Der Mann trifft sich zum Kinobillard und Co. mit seinen Freunden und macht dann noch seinen Sport und die Frau ist dann, der Mann eher so alleine oder mit seinem Sportfreund so, vielleicht dann im Fitnessstudio oder mit seinem Tennispartner. Die Frau, die geht dann in der Gruppe zum Yoga und in der Gruppe zum Platz. Also auch da ist häufig dann so diese Unterschiede zu erkennen. Ist jetzt sehr stereotypisch, sehr platt, aber so ist es tatsächlich in ganz vielen Gesprächen, die wir führen. Und das Ziel ist es auf jeden Fall ja auch nicht, dass man sich klonen sollte. Also es darf ja auch unterschiedlich sein. Also es wäre ja auch langweilig, wenn wir immer gleich wären. Man muss halt nur den kleinsten gemeinsamen Nenner finden, damit beide kein Mangelgefühl haben. Ja, beziehungsweise auch wenn wir die Wunschbeziehung ja uns anschauen, auch im Beziehungstraining, dann wollen wir ja auch gar nicht so eine maximale Überschneidung haben. Das ist ja auch langweilig. Das ist doof, wenn beide so nebeneinander stehen und man hat keine Schnittmenge. Das ist doof, weil dann hat man sich auseinander gelebt. Wenn man komplett symbiotisch übereinander liegt, ist auch total langweilig, weil man alles gleich empfindet. Das hat man zum Beispiel sehr gerne auch so bei Paaren, die zusammen im Homeoffice arbeiten, vielleicht sogar am gleichen Startup oder in der gleichen Firma, die dann sagen, wir machen 24-7 alles zusammen. Das ist echt öde. Wir haben uns auch nichts mehr zu erzählen abends, weil wir sehen uns ja den ganzen Tag schon. Und deswegen brauchen wir diesen gesunden Mix, wir brauchen eine Schnittmenge, wo man sagt, das verbindet uns beide Freude dran. Wir brauchen aber auch Dinge, die jeder einzeln mag und der andere vielleicht ein bisschen interessant findet, aber auf jeden Fall toleriert, wo man sich von erzählen kann und wo man drüber redet und zumindest wieder so ein bisschen Grundinteresse dann da ist, aber eben nicht das, wo man sagt, da zieht es mich auch hin. Wie zum Beispiel Kino, wo man sagt, das ist auf meinem Interessensbereich, mache ich eher mit Freunden, kann die aber davon erzählen, wenn das ein spannender Film war oder so. Oder wenn jemand Tennis spielt, und der andere nicht, dass der zumindest davon erzählen kann, dass der andere auch fragt, hey, wie war dein Training, wie war das Spiel, wenn man jetzt Punktspiele macht, hast du gewonnen, hast du dich gut gefühlt und dass man zumindest davon erzählen kann und auch Interesse zeigt. Wir wollen jetzt zu einigen Tipps kommen, wie ihr eure Beziehung auffrischen könnt, was natürlich dann besonders hilfreich ist und sinnvoll ist, wenn, wie schon eingangs erwähnt, euer Fundament grundsätzlich sich stabil anfühlt, wenn ihr eine solide Vertrauensbasis habt und wenn es wirklich darum geht, eine Beziehung, die sich okay anfühlt, auf ein neues Level zu bringen, wenn ihr merkt, dass ihr Konflikte miteinander habt, größere Streitigkeiten, Themen, die ihr schon gar nicht mehr richtig miteinander besprechen könnt, ihr Dinge meidet, wie vorhin das Beispiel mit den Wandern, dass ihr Dinge meidet, weil ihr merkt, das mag ich eigentlich, aber mit meiner Frau, mit meinem Mann gerate ich da in Konflikte, dann ist doch eher eine Paartherapie sinnvoll, dann sind diese Tipps eher wenig hilfreich beziehungsweise auch ein Beziehungstraining ohne Paartherapie reicht dann meistens nicht aus. Und beides findet ihr bei uns auf der Website www.lebensirrlisten.de Dort findet ihr die Paartherapie, dort findet ihr das Beziehungstraining und könnt euch dort für das telefonische Erstgespräch mit uns anmelden, könnt dort anklicken Paartherapie, Beziehungstraining, wofür euch interessiert und dann schauen wir mit euch gemeinsam, ob das für euch wirklich stimmig passend ist. Also da prüfen wir, wie ist es denn in der Beziehung, stellen euch ein paar Fragen und schauen, ob zum Beispiel ein Beziehungstraining der richtige Weg für euch sein kann, um eure Beziehung lebendiger, frischer zu machen. Was kann man also jetzt tun, um die eigene Beziehung ein bisschen aufzufrischen, um mehr emotionale Nähe zu bekommen, um mehr Lebensmomente wieder miteinander zu genießen? Ja, wir haben es ein paar Mal erwähnt, mehr Abenteuer in die Beziehung bringen und da entsprechend Prioritäten auch neu zu setzen, denn typischerweise ist die Beziehung so ein bisschen hintendran und das heißt, dort wirklich zu schauen, was kann man denn tun, um auch Abenteuer ins Leben zu bringen. Abenteuer ist jetzt vielleicht erstmal so ein bisschen was Größeres, sagen wir vielleicht Wochenendtrips, Konzerte, Theater, was man so mag, Veranstaltungen besuchen. Da ist es sehr hilfreich, dass man sich so eine Monatsroutine schafft. Einmal im Monat ploppt in meiner To-Do-App auf Monatsroutine und da ist eben ein Baustein zu sagen, was könnte man mal machen, was könnte anstehen und ich schaue zum Beispiel da ganz gerne mal bei diesen Gutschein-Plattformen rein. Es gibt ja zwei große, Jochen Schweitzer und MyDays und da findet man jede Menge Abenteuer. Die muss man ja nicht dort buchen, aber die sind perfekt zur Inspiration und zu gucken, was gibt es denn hier bei uns in der Nähe noch oder mit ein bisschen Entfernung, worauf man mal Lust hat. Aber es müssen ja auch nicht immer die großen Sachen sein. Es ist natürlich cool, auf ein Konzert zu gehen, Wochenende wegzufahren. Ist natürlich auch ein bisschen aufwendiger, muss man ganz klar sagen, weil dann brauchst du wieder, wenn du Kinder hast, einen Babysitter, musst das organisieren. Ist ein bisschen ein großes Ding manchmal. Es gibt ja auch die Mikro-Abenteuer. Und die Mikro-Abenteuer bringen ja auch wieder mehr Lebendigkeit, mehr Abenteuer zurück. Das kann zum Beispiel sein, dass man zu Hause etwas Neues ausprobiert. Ein paar von mir hat jetzt angefangen, sich mal regelmäßig außergewöhnliche Kochboxen zu bestellen und hat dann gesagt, okay, wir können nicht los, das kriegen wir organisatorisch nicht hin. Wir nehmen uns das Abenteuer mit nach Hause und kochen zusammen nach diesen Kochboxen. Oder was man tun könnte, dass man sich besondere Abende zu Hause macht. Das eine ist, ich mache heute Abend für uns einen besonderen Abend. Das wird ein Abenteuer, ich sage dir nicht, was passiert. Was ich so vorbereite, dass man so das geführt, okay, auch in unserem Zuhause, auch in diesem kleinen Rahmen ist es möglich, dass dass wir was Neues erleben. Grundsätzlich eigentlich immer, wenn man auch sagt, man macht was. neu ist, also etwas anders als sonst. Eine neue Wanderroute, die man bisher nicht gegangen ist, mal ein neues Hobby ausprobieren, einen Kochkurs, also irgendwas Neues. Es gibt dafür auch ein schönes Buch. Das, was inspirierend ist, können wir auch mal in den Shownotes verlinken. Da gibt es ein schönes Buch mit ganz vielen Inspirationen für Mikroabenteuer. Und dann gibt es noch mal eine Stufe vielleicht da drunter. Das ist ja unsere Tut-mir-gut-Liste, die es auch in unserem kostenfreien Videokurs auf der Website gibt. Wo man sich überlegt, was sind denn so Dinge, die so klein im Alltag sind, dass ich davon locker zwei, drei am Tag unterbringen kann, die mir gut tun. Und sich damit zu beschäftigen und die bewusst in den Alltag einzubauen, das kann man für sich selber machen. Aber wenn man sozusagen die Liste des Anderen kennt, dann kann man das ja auch wunderbar für den Anderen machen. Und das sind so die drei Stufen schon mal, die man gehen kann. Richtige Abenteuer, Mikroabenteuer, Tut-mir-gut-Liste. Wenn man das kombiniert und aus allem immer so ein bisschen wählt und das gut verteilt, dann hat man da schon viel Lebendigkeit reingebracht. Genau, es geht ja auch bei Lebendigkeit nicht immer darum, etwas Neues zu machen. Also wenn wir jetzt auf die Tut-mir-gut-Liste schauen, das muss ja nicht immer sein, dass da etwas Neues steht. Sondern einfach ja auch, dass ich mir Gedanken um den Anderen mache und damit auch der Beziehung eine neue Nähe verleihe. Weil ich sage, ich bin aufmerksam, ich bin liebevoll, ich mache mir Gedanken um dich, ich weiß, was dir gut tut. Und das kann ja schon auch ein Schritt sein, der mehr Verbundenheit schafft. Ja, und vielleicht nochmal so zur Erklärung, warum auch diese gemeinsamen Abenteuer und aber auch was Neues zu machen so gut für die Beziehung ist. Denn ich bring da immer so unser Beispiel, dass wir vor einiger Zeit das erste Mal richtig Skifahren gewesen sind. Vorher waren wir ja nur mal in der Halle, aber jetzt auf einem richtigen Berg. So, jetzt stehst du da oben, hast einen kleinen Kurs gemacht, um schon mal so minimale Sicherheit zu haben, aber jetzt stehst du das erste Mal zu zweit auf der roten Piste und guckst da runter und siehst, boah, wenn man so aus der Halle kommt und jetzt mal nur so ein bisschen den Kurs dann gemacht hat, das ist steil. Da sind echt krasse Sachen dabei. Und dann bekommt man die Basis Gefühle, die tiefer liegenden Gefühle wie in der Verliebtheitsphase. Zittrige Knie, Kribbeln im Bauch, schwitzige Hände. Das sind alles normalerweise Basisgefühle, die man auch in der Verliebtheit miteinander hatte. Und jetzt stehst du da nebeneinander und machst das gemeinsam und kommst unten an und freust dich, dass du überlebt hast. Und das ist genau das, was diese Verbundenheit macht und was diese Gefühle zurückholt. Deswegen sind diese gemeinsamen Abenteuer was Neues, erleben eben Momente, die für so eine Lebendigkeit sorgen, aber auch eine tiefere Verbundenheit schaffen und ein wenig zurückerinnern an diese Verliebtheitsphase. Und deswegen, aufgrund der Erinnerung an diese Verliebtheitsphase, frischt das eben die Beziehung so schön auf. Ja, da erinnere ich mich an eine Wanderung, die wir mal in Österreich hatten. Als unser Sohn noch klein war und in der Trage war, da hatte ich alle diese Symptome, die du sagtest, weil ich gedacht habe, soll ich jetzt nicht hier an diesem Hang nach unten gucken? Und wie waren wir aber froh und was für eine Erinnerung ist das gewesen für uns, spontan, wie wir waren, diesen Weg zu gehen und das so in der Lebendigkeit auch abzuspeichern, ne? Naja, spontan, ne? Also wir haben ein bisschen blauäugig da auf die Rezeptionistin gehört, die Österreicherin, für die natürlich sagte ich, ja, eine easy Route für Anfänger, könnt ihr da hochgehen? Ja. Und wir dann da anfingen hochzulaufen und merkten, okay, also das ist für die easy, aber für uns ist das schon echt krass. Vor allen Dingen noch mit einem Baby in der Trage. Ein Baby in der Trage hatten und wir zwei, dreimal überlegten, umzukehren und wieder runter zu laufen, sind dann zwei, drei Meter zurückgegangen und merkten, das fühlt sich noch viel schlimmer an, weil man auch die ganze Zeit dabei runterguckt und das Gefühl hat, jetzt stürzt man wirklich ab. Nee, lass uns lieber hochgehen. Und da, als wir oben angekommen sind, da haben wir auch alle nochmal ordentlich durchgeatmet und haben uns dann ein schönes Getränk auf der Alm genommen. Und dann noch mit meiner Mutter zusammen, die auch sehr froh war, dass sie überlebte, aber die auch sehr regelmäßig davon erzählt, wie krass diese Route auf einmal war. Und da fühlt man sich gemeinsam natürlich absolut lebendig. Auch wenn der Moment erstmal kritisch erscheint, ist es danach auch etwas, was ja auch so einen Lebensmoment, so eine besondere Erinnerung erschafft, an die man sich immer und immer wieder zurückerinnert. Ja, da sind wir auch schon beim nächsten Thema. Überraschungen einbauen, da hat die Rezeptionistin uns jetzt eine schöne Überraschung eingebaut. Das kann man natürlich auch anders machen. Jeder müsste diese Date Nights kennen, wo man einfach sich was für den Partner überlegt und ihn überrascht. Das können natürlich auch andere Überraschungen sein. Das muss nicht teuer sein, nicht groß sein. Auch Kleinigkeiten können viel verändern. Frühstück am Bett, wie gesagt, die Date Nights, ein kleiner Zettel für den Partner, ein Ausflug, dass man da eben aus seinen Gewohnheiten, aus dem Alltagstrott rauskommt und auch da entsteht ja wieder etwas Spannung, auch da entsteht Vorfreude und dieses Gefühl, der andere tut etwas für mich, der organisiert was für mich. Ich hatte gerade ein Coaching, da sagte die Frau, ja, wir fliegen jetzt morgen weg und, aber ich habe so viel zu tun heute. Das war mein Geburtstagsgeschenk. Und das ist ja auch dieses typische Phänomen, was viel so ist, wenn die Frau dem Mann was schenkt, so ein Abenteuer, dann organisiert die Frau auch ganz viel außenrum, dass das läuft. Der Mann, wenn der der Frau was schenkt, schenkt er der Frau genau das, aber trotzdem muss die Frau außenrum alles organisieren. Und das ist häufig etwas, was sich dann irgendwie unstimmig anfühlt. Und da auch wirklich dann zu schauen, dass man bei diesen Date Nights, bei diesen Abenteuern, aber auch bei größeren Sachen, die man schenkt, wenn man Lebensmomente schenkt, dass auch der Mann nochmal darauf achtet, die Dinge auch so umzuorganisieren. Der Babysitter ist schon organisiert. Es ist alles gebucht. Er beteiligt sich intensiv mit, den Tag vorher den Haushalt klarzumachen, Koffer zu packen. All diese ganzen Dinge, dass das mit dabei ist, das muss Teil des Geschenks sein. Dann fühlt sich die Frau da auch typischerweise voll abgeholt, entlastet und sagt nicht im Nachhinein, naja, ich habe schon vorher und danach echt viel Arbeit, damit wir mein Geburtstagsgeschenk erleben können. Und ganz wichtig ist einfach ja auch, dass man die Wunschbeziehung regelmäßig reflektiert. Also, dass man einfach im Austausch darüber ist, wie definierst du eine Wunschbeziehung? Wie definiere ich eine Wunschbeziehung? Fühlst du dich gerade lebendig? Wie fühle ich mich gerade? Sind wir uns darüber einig, dass wir gerade in einer Phase stecken, wo wir sagen, okay, das kommt jetzt im nächsten Quartal das Thema. Gerade müssen wir überleben hier. Das kann ja auch eine Einigkeit sein, dass man sagt, ja, mir fehlt das und dir fehlt das auch. Jetzt gerade geht es aus verschiedenen Gründen nicht, aber wir wollen das definitiv zusammen bald angehen. Oder ist es auch so, dass man sagt, wir haben da unterschiedliche Wahrnehmungen und da dann in der Tiefe mal einzusteigen und zu sagen, ja, was fehlt dir denn direkt? Und wie lang ist das denn schon so? Wie lang trägst du das denn schon mit dir rum, dass du das im Gefühl hast? Weil dann wird es ja spannend. Wenn sowas kurzfristig ist, ist das meistens kein Problem, dass man mal sagt, ja, das fehlt mir, das würde ich mir wünschen. Das ist noch so locker. Wenn jemand das aber über Monate, in sich schon trägt und dann unzufrieden und immer mehr entwickelt, dann sind wir nachher schon eher in einem anderen Bereich, dann sind wir unterwegs, so langsam in die Krise reinzuschlittern. Und wenn man sich anschaut, wie die meisten ja ihre Beziehung aktuell leben, dann ist der Weg dahin ja auf bestimmte Art und Weise entstanden, aber meistens nicht bewusst, sondern eher so ein bisschen unbewusst. Was bewusst ist, sind häufig so Richtung Wunschbeziehung, Wunschleben, die großen Bausteine. Man klopft am Anfang der Beziehung ab, willst du auch heiraten? Ja. Stellst du dir Kinder vor? Ja, stell ich mir auch wie viele? Ja, auch ungefähr in die Richtung. Okay, passt. Okay, und du willst auch hier in der Nähe wohnen, bleiben, leben und so, dass man diese großen Sachen abstimmt und da ist man jetzt auch drin in diesen ganzen Dingen und alles andere, Interessen, was man unternimmt, das hat man meistens ja gar nicht so direkt besprochen, vielleicht bei den ersten zwei Spaziergängen zusammen, wo man nochmal so ein bisschen sagt, was sind da so deine Lieblingshobbys und das isst du gern und so, da nochmal, aber dann ergibt sich das ja alles. Und da nochmal, das wirklich zu visualisieren und mindestens einmal im Jahr auf den Prüfstand zu stellen, ob das noch aktuell ist, das macht total viel Sinn. Dann merke ich auch ganz früh, wenn ich von der Route abkomme. Das ist wie so ein Navigationssystem. Ja, und man muss auch so hart wie es klingt, auch einfach mal den Hintern hoch kriegen. Deswegen auch so ein bisschen der Spruch, Liebe ist ein Verb, man muss es tun. Man muss halt sich auch engagieren. Eine Beziehung ist Arbeit und man muss halt auch einfach den Hintern hochkriegen und sagen, okay, wollen wir mal wieder essen gehen? Wollen wir mal wieder was machen? Soll ich mal wieder ein Babysitter organisieren? Hättest du Lust? Das. Man kann nicht da sitzen und warten, dass der andere immer mit Ideen kommt, auf einen zukommt, sondern das muss auch im Ausgleich sein und man muss einfach auch dabei die Motivation haben. Man möchte etwas zusammen erreichen. Ja, und was passiert, wenn man den Hintern nicht hochbekommt und seine Wunschbeziehung nicht visualisiert und regelmäßig reflektiert? Typischerweise landen wir dann in der Beziehung unserer Eltern, die wir eigentlich nicht wollten. Die meisten, sprechen das so aus. Es gibt natürlich auch einige, die mit der Beziehung der Eltern zufrieden sind und das genauso machen wollen, aber typischerweise sagen ja eher die meisten, wir wollen eine andere Art Beziehung führen und landen da aber drin, weil wir uns dessen nicht bewusst widmen, sondern glaubten, dass das Aussprechen reichte, zu sagen, wir wollen es anders machen. Deswegen ist es wichtig, die Gewohnheiten zu durchbrechen und dazu kommen wir ja auch in der nächsten Woche. Das wollen wir jetzt nur ganz kurz einmal anteasern, aber das soll ja noch ein Thema in der nächsten Woche werden. Ist aber ein wichtiger Punkt. den wir hier einmal auflisten wollen. Genau. Ja, das ist ein wichtiger Punkt mit den Gewohnheiten. Deswegen widmen wir dem nochmal eine ganz eigene Folge. Denn das ist natürlich auch etwas, was uns häufig zurückhält, dass wir in der aktuell gewohnten Beziehung sind und uns das dann schwerfällt, neue Routinen zu etablieren. Gerade auch, wenn wir uns sehr sicher fühlen, Unsicherheiten, also Abenteuer wieder zuzulassen. Damit wollen wir uns in der nächsten Folge beschäftigen. Also grundsätzlich kann man sagen, wir brauchen einen Mix aus Abenteuern, Mikroabenteuern und Dingen, die mir persönlich gut tun, die man alltäglich unterbringen kann. Es macht sehr viel Sinn, seine Wunschbeziehung visualisiert zu haben und regelmäßig zu reflektieren. Dass man auch frühzeitig merkt, wenn man vom Weg abkommt, man muss sich miteinander austauschen darüber, was auch dieses Lebendigkeitsgefühl macht, weil das typischerweise unterschiedlich ist. Sodass man dann auch die passenden Überraschungen einbringt. Das ist das, was ich in meinem Leben bauen kann. Denn wenn es meine Aufgabe ist, dich zu überraschen, damit wir uns lebendig fühlen und ich nehme nur was, was mir Lebendigkeit bringt, aber dir nicht, z.B. bei uns das Kino, dann bringt das nichts. Dann habe ich was für mich getan, aber eher nicht für die Beziehung für dich. Deswegen muss ich wissen, was bei dir das Lebendigkeitsgefühl auslöst. Dass, wenn ich für die Date Night zuständig bin, ich eben auch etwas raussuche, was auf jeden Fall mindestens bei dir, im besten Fall bei beiden, das Gefühl erzeugt. Und abschließend geht es dann eben darum, das auch wirklich zu etablieren als neue Routine, sich Dinge zu überlegen, wie z.B. bei uns diese Monatsroutine, wo das einmal in der To-Do-App aufploppt, sich damit zu beschäftigen, das entsprechend zu planen und auch wirklich in den Alltag und ins Leben zu integrieren. Wir freuen uns, dass ihr dabei wart und hoffen, ihr habt gute Impulse für euch mitgenommen. In der nächsten Folge sehen wir uns dann wieder, um über Gewohnheiten zu sprechen. Bis dann! Bis bald! Bis bald!

Podcast Summary

Key Points:

  1. Langweilige Alltagssituationen und mangelnde Spannung in der Beziehung führen zu einem Gefühl der Entspannung und Verlust von Lebendigkeit.
  2. Beide Partner spüren oft unterschiedliche Dinge als lebendig, was zu einem Mangel an gemeinsamer Verbindung und Verständnis führt.
  3. Große und kleine Abenteuer – wie Reisen, neue Hobbys oder besondere Abendessen – helfen, Spannung zu schaffen und die Beziehung frischer zu machen.
  4. Die regelmäßige Reflexion der Wunschbeziehung und die klare Definition von gemeinsamen Zielen verhindern, dass die Beziehung unbewusst in eine Routine und eine Elternart zurückfällt.
  5. Mikroabenteuer und kleine, tägliche Überraschungen sind effektiv, um das Mangelgefühl zu reduzieren und eine stärkere emotionale Nähe zu fördern.
  6. Es ist entscheidend, dass beide Partner ihre individuellen Bedürfnisse erkennen und in eine gemeinsame, ausbalancierte Beziehung integrieren.
  7. Abenteuer und Spannung sind nicht nur für die körperliche, sondern auch für die geistige und emotionale Ebene notwendig, um eine lebendige Beziehung zu erhalten.
  8. Die Einführung von Monats- und täglichen Routinen ermöglicht es, Abenteuer strukturiert und nachhaltig in den Alltag zu integrieren.

Summary:

In der Transkription wird das Thema der Langeweile und des Mangelgefühls in der Beziehung beleuchtet. Viele Paare fühlen sich in ihrem Alltag gefangen, da sie oft nur routinierte, alltägliche Aktivitäten ausführen, was zu einem Verlust von Abenteuern und Lebendigkeit führt. Die Autoren zeigen auf, dass es nicht nur um große Ereignisse wie Reisen geht, sondern auch um kleinere, tägliche Mikroabenteuer – wie neue Kochversuche oder besondere Abendessen –, die die Beziehung frischer machen.

Ein zentrales Element ist die gemeinsame Reflexion der Wunschbeziehung, um sicherzustellen, dass beide Partner ihre Bedürfnisse erkennen und respektieren. Es wird betont, dass Abenteuer und Spannung unterschiedlich für beide Partner wirken können, weshalb eine gegenseitige Wahrnehmung und ein ausgewogener Mix aus persönlichen und gemeinsamen Aktivitäten notwendig sind. Dazu kommen überraschende Momente und regelmäßige Planung durch Monatsroutinen, die die Integration von Abenteuern in den Alltag erleichtern.

Die Beziehung wird nicht durch große zentrale Änderungen, sondern durch kleine, bewusste Entscheidungen aufgefrischt. Das Ziel ist eine dauerhafte Balance zwischen Sicherheit, Nähe und Abenteuern, die beide Partner als lebendig und erfüllt empfinden. “ ist entscheidend, um das Vertrauen und die Motivation aufrechtzuerhalten.

FAQs

Beziehung auffrischen bedeutet, dass das Fundament stabil ist und das Ziel ist, mehr Lebendigkeit und Abenteuer zu schaffen. Beziehung retten ist notwendig, wenn die Beziehung in einer Krise ist und das Risiko einer Trennung besteht.

Viele Paare fühlen sich langweilig, weil der Alltag zu routiniert ist und Spannung durch Abenteuer fehlt. Die täglichen Dinge nehmen die Aufmerksamkeit ein, während emotionale und freie Momente verloren gehen.

Ein Mikro-Abenteuer ist ein kleines, täglicheres Ereignis, das Abenteuer und Lebendigkeit in die Beziehung bringt, zum Beispiel ein neues Kochrezept ausprobieren oder einen besonderen Abend zu Hause planen.

Man sollte regelmäßig reflektieren, was eine Wunschbeziehung für beide bedeutet, wie man sich lebendig fühlt und welche gemeinsamen Werte und Interessen bestehen.

Gemeinsame Abenteuer schaffen tiefere Verbundenheit, erinnern an die Verliebtheitsphase und erzeugen emotionale Momente wie Zittern im Bauch oder schwitzende Hände, die die Beziehung lebendiger machen.

Viele Paare suchen nur Entspannung und nicht Abenteuer, was zu einem Alltagstod führt. Abenteuer erzeugt Anspannung, die wiederum Entspannung bringt und die Beziehung belebt.

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