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Beziehung am Ende: Gemeinsamer Neuanfang oder getrennte Wege

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Beziehung am Ende: Gemeinsamer Neuanfang oder getrennte Wege

Die Gesprächssequenz zeigt, dass Trennungsbegleitung bei Paaren mit Kindern eine wichtige Rolle spielt, da sie nicht nur auf die Beziehung fokussiert, sondern auch auf die emotionale und familiäre Weiterentwicklung abzielt. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Klarheit: Paare werden nicht sofort auf eine Beziehungswiederherstellung oder Trennung hingewiesen, sondern zunächst gefragt, was sie wirklich wollen und was ihnen wichtig ist. Dieser Prozess wird durch die Aufarbeitung verletzter Kommunikation, Vertrauensprobleme und Konfliktspiralen gestützt. Dabei wird deutlich, dass Kommunikation und emotionale Nähe im Laufe der Zeit verlorengehen, wenn keine Lösungen gefunden werden. Der Trennungsprozess wird nicht als Ende, sondern als Chance verstanden – ein Weg, um ein stabiles Elternpaar zu sein und die Kinder so wenig wie möglich zu belasten. Die Arbeit ist individuell und nicht vorgegeben; sie zielt darauf ab, gemeinsam Lösungen zu finden, die für das Paar praktikabel und nachhaltig sind. Es wird betont, dass Paare nicht immer die Lösung durch eine Wiederherstellung finden, sondern oft auf eine Trennung zurückgreifen, wenn die Verletzungen zu groß sind. Ein entscheidender Punkt ist, dass die Entscheidung für eine Trennung nicht auf Hoffnungslosigkeit basiert, sondern auf dem Gefühl, dass das Leid in der Beziehung größer ist als das durch die Trennung. Die Begleitung erfolgt durch drei Sitzungen, wobei die Dauer und Inhalte individuell angepasst werden. Die beiden Fallbeispiele zeigen, wie Kommunikationsverluste durch Jobwechsel, Fahrzeit oder Alltagsstress entstehen und wie Verletzungen aufgelöst und echte Ziele gefunden werden können. Dabei wird betont, dass die Methode und die Nähe des Therapeuten entscheidend sind – eine unangemessene, emotional verknüpfte Therapie kann den Prozess verzögern oder verhindern. Die Botschaft ist klar: Trennungsbegleitung ist ein respektvoller, strukturierter und individueller Weg, um eine gesunde Entwicklung für alle Beteiligten zu gewährleisten.

Transcription

7729 Words, 46552 Characters

German
Du bist ja quasi unsere Trennungsexpertin, auch wenn man natürlich bei Paartherapeuten immer hofft, dass sie möglichst nie dazu führen, dass jemand sich trennen muss. Aber warum bist du unsere Trennungsexpertin? Ich glaube, das liegt daran, weil ich auch viele Paare mit Kindern betreue und ich auch diesen Schwerpunkt habe, wie sagt man es den Kindern? Und tendenziell daran, sich mit den Jahren entwickelt hat, auch immer so die Frage war, kannst du uns auch in der Trennung begleiten? Also jetzt haben wir das mit den Kindern geklärt, aber kannst du uns auch noch bei anderen Themen begleiten? Also wir haben jetzt zusätzlich zu diesem sehr großen und verantwortungsvollen Thema aber auch noch sowas wie, wie machen wir es jetzt mit dem Haus oder welche Themen kommen jetzt noch dazu zu einer Trennung, die wir vielleicht nicht bedacht haben? Und da hat sich unter anderem der Schwerpunkt der Trennungsbegleitung bei mir entwickelt. Ich glaube, das würde ich sagen, ist so der Ursprung gewesen. Was ja auch häufig der Anlass ist, wenn man sich auch schon entschieden hat, dass man sich trennen möchte. Trotzdem in einer Art Paartherapie, wir nennen es dann eher Trennungsbegleitung zu gehen, ist meistens Anlass, dass man eben Kinder hat und sich fragt, wie können wir es den Kindern mitteilen, sodass es möglichst wenig Prägungen entstehen lässt und die Kinder so gut wie nur möglich damit umgehen können. Und da haben sich ja ganz verschiedene Dinge einfach ergeben und aufgrund deiner Ausbildung als Erzieherin und studierte Pädagogin, macht es ja Sinn, das dann auch zu dir zu geben. Genau, die anderen Coaches machen das auch. Also das ist jetzt nicht ein alleiniger Schwerpunkt nur von mir, aber ich würde sagen, ich habe so die Hauptschwerpunkte, muss ich sagen, die sich so gerade so im letzten anderthalb Jahren entwickelt haben, schon das Thema rund um Fremdgehen, Affäre so ein bisschen und halt die Trennungsbegleitung und alles, was halt rund um das Thema für mir so entsteht. Ja, falls ihr hier zuhört und seid vielleicht das erste Mal dabei, wir sind die Lebensirrlisten, Paartherapeuten und Coaches. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Und wir helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Und das ist natürlich sehr häufig die aktuelle Beziehung, die man sehr gerne retten möchte, was wir dann auch häufig hinbekommen. Aber manchmal stellt sich eben im Laufe der Paartherapie heraus, dass eine Trennung doch der beste ist. Oder manche Paare kommen auch schon zu uns und sagen, wir haben uns schon entschieden, dass wir uns trennen werden, möchten dabei aber begleitet werden. Deswegen passt unser, wenn man jetzt so interpretiert, das ist manchmal auch überraschend für Paare oder für insbesondere die Männer, das finde ich manchmal überraschend, dass man sagt, ihr fragt nach dem Ziel. Ich dachte, das Ziel als Paartherapeut ist immer zwingend, dass man Paare wieder in die Beziehung führt. Dass die Beziehung gerettet wird. Das ist aber gar nicht immer das Ziel. Das Ziel, das geben ja die Paare vor. Absolut. Und das ist ja auch komplett individuell. Also ganz, ganz häufig finde ich im Coaching ist es eigentlich auch so, dass einer vielleicht das Ziel hat, ich würde gerne die Beziehung retten. Und der andere sagt, auf das Ziel kann ich mich jetzt gar nicht so 100 Prozent committen. Das macht so ein bisschen Bauchschmerzen. Und dann kommen wir ja auch mit unserer Erfahrung so ein bisschen ins Spiel und sagen, okay, halt stopp, es soll jetzt kein Ziel festgelegt werden, was Bauchschmerzen macht, weil das wäre total unstimmig. Sondern. Wie sieht es denn aus mit Klarheit finden darüber erstmal? Und das fühlt sich dann für viele sehr erleichternd an, zu sagen, ja klar, Klarheit finden. Weil das, darum geht es ja so ein bisschen, ne? Das Thema, was wir heute haben, wenn die Beziehung so weit in der Krise ist und sich die Frage stellt, gehen oder bleiben, was sind so die nächsten Schritte? Oder was passiert, wenn ich in der Beziehung bleiben möchte? Also ich brauche jetzt mal Klarheit. Und das ist auch ein wichtiger Punkt, dass Klarheit eben ein vernünftiges Ziel auch ist. Welches man im Rahmen der Paartherapie als erstes Zwischenziel auch erreicht. Das heißt, es muss nicht so sein, dass man, bevor man sich für eine Paartherapie entscheidet, man sagt, ich muss erstmal Klarheit darüber finden, was ich denn überhaupt will. Also man startet nicht unbedingt erst dann die Paartherapie, wenn man sich sicher ist, ich möchte die Beziehung retten. Sondern das erste Zwischenziel kann dann eben Klarheit finden sein. Und wenn man die Klarheit gefunden hat, dann schaut man, in welche Richtung geht es. Und Klarheit finden kann ja heißen, dass wir die Trennung begleiten oder dass wir jetzt gemeinsam die Beziehung retten, aber jetzt sich beide eben auch voll drauf committen können, die Beziehung zu retten und sich dann natürlich entsprechend motiviert einbringen. Denn solange Unklarheit da ist, fehlt natürlich auch der Drive, die Motivation da richtig Gas zu geben und die Beziehung zu retten. Absolut, klar. Und in der Folge wollen wir so ein bisschen drauf schauen, was sind die Gründe dafür, dass sich diese Frage überhaupt stellt. Also was sind die Gründe dafür, warum man sagt, soll man gehen oder bleiben? Und dann erzählst du zwei Beispiele aus deinen Trennungsbegleitungen, Coaching-Fälle, wo man mal sieht, wie läuft das ab, was ist da passiert. Das ist für jeden, der da unsicher ist und vielleicht dann doch mehr Richtung Trennung tendiert, wahrscheinlich sehr spannend, da mal reinzuhören, wie sowas ablaufen kann. Auch ohne, dass Anwälte sich zerfetzen, die Kinder entsprechend zum Instrument der Trennung gemacht werden und unter Druck gesetzt werden. Oder der Partner, die Partnerin unter Druck gesetzt werden mit Hilfe der Kinder. Es kann ganz andere harmonische Trennungswege geben, denn am Ende soll man ja eigentlich ein stimmiges Elternpaar bleiben, weil das Liebespaar sich ja trennt, aber das Elternpaar den Weg weitergeht, wenn man eben Kinder hat. Ja, es ist wirklich eine ganz schwierige Situation. Also Trennungsbegleitung, muss ich sagen, ist auch etwas, was mir irgendwie so ein bisschen ans Herz gewachsen ist, weil es geht da, obwohl die Beziehung zu Ende ist und obwohl da zwei Menschen sitzen, die zwar sagen so, okay, als Liebespaar, nee, wollen wir nicht mehr, aber es geht trotzdem noch um so viel. Man könnte ja denken, dass man sagt, oh, Trennungsbegleitung, brauche ich das jetzt eigentlich noch? Oder ist das nicht irgendwie so ein bisschen langweilig? Aber ich finde das eigentlich sehr spannend und auch eine sehr bereichernde Arbeit, weil man nochmal so ganz neu gestalten kann. Und viele Paare auch sehr überrascht sind, welche Wege und Möglichkeiten es gibt. Wir haben gerade so im ganz, ganz erweiterten Bekanntenkreis, würde ich sagen, auch einen Fall, wo es jetzt zu einer Trennung gekommen ist und da war das auch so, dass sich das Paar, der jetzt komplett zerstritten hat, leider, es da nicht die Möglichkeit gibt zu unterstützen, aber man halt auch sieht die Auswirkung von einer schlechten Trennung. Und das ist halt für die Kinder immer wirklich, wirklich schwer, wenn das nur noch über Anwälte läuft, wenn das Jugendamt nachher mit drin hängt. Das ist wirklich eine Situation, da kannst du jahrelang mit verbringen, dir das Leben schwer zu machen und die eigene Lebenszeit ist dann ja erstmal weg. Du bist ja nur in Frustration, im Ärger drin. Das brauchst du vielen Menschen ja auch eigentlich gar nicht erzählen. Weil ganz viele haben das ja selber erlebt, wenn sich die eigenen Eltern getrennt haben, haben sich scheiden lassen, dann wissen sie ja aus eigener Erfahrung, wie es dann ist und sollten dann die Möglichkeit nutzen, das besser zu machen. Vor allen Dingen, da so eine Trennungsbegleitung ja auch nicht ewig dauert. Also bei uns ist das das Paket mit drei Terminen. Das heißt, man macht drei Termine, jeweils zwei Stunden. Außer man möchte das in der Tiefe aufarbeiten. Genau, was wird gemacht? Man arbeitet eigentlich so die größten Baustellen ab. So die größten Verletzungen, findet Lösungen für Kinder, Vermögen, Wechselmodelle oder nicht. Das ist ja die typische Frage. Also in drei Terminen muss man sagen, das ist ein bisschen individuell zu gestalten. Einmal ist die Frage, sagt man es den Kindern, da braucht man so gut ein bis zwei Termine für, je nachdem wie kompliziert das ist. Und dann ist die Frage, sind da noch Verletzungen, da bräuchte man natürlich ein paar mehr Termine, wenn jemand jetzt wirklich nachhaltig die Beziehung aufarbeiten will. Aber dann eins. Ein Termin oder kürzeren Termin, so einen halben Termin nochmal dafür, wie sind die Modelle, wie soll das neue Leben aufgebaut sein, wie soll die Umgebung neu gestaltet werden, genau. Und da kann man einfach auch ganz selber individuell Schwerpunkte setzen. Wir geben da nichts vor. Wir nehmen sozusagen das an, was ihr bringt und arbeiten dann das ab. Lasst uns mal schauen, was sind so die typischen Probleme, die in Beziehungen bestehen, die in eine Trennung hineinführen. Die sind natürlich sehr vielfältig. Wir haben jetzt mal so ein paar grobe Strukturen hergenommen. Das erste ist natürlich der Evergreen. Den habe ich damals schon im Deutschunterricht. Das erste, was wir immer machen konnten, wenn eine Interpretation anstand, sofort die Hand heben, die Kommunikation ist gestört. Das war das erste, das passte pauschal immer, weil irgendetwas gab es immer, wo eine gestörte Kommunikation da ist. Und das ist eben auch ein sehr. Häufiger mit Grund einer Trennung, dass es eben Kommunikationsprobleme gibt. Man weiß nicht, wie man Bedürfnisse ausspricht, Wünsche formuliert, Wertschätzen, Feedback gibt. Wie man emotionale Verletzungen wirklich nachhaltig löst. Wie man sein eigenes Gefühl so ausspricht, dass es beim anderen ankommt, der es ernst nimmt. Das sind alles Dinge, die wir typischerweise eher nicht genau wissen, wie es funktioniert. Und deswegen entsprechend in Kommunikationsprobleme, Konflikte. Die Streit unlösbar hineinlaufen. Genau, meistens ist ja so eine Dynamik da, dass man gar nicht mehr etwas äußern kann, dass der andere das sofort als Vorwurf empfindet. Also wenn man sagt, ja, können wir das so und so machen? Der andere sagt, ja, aber das machst du ja nur weil. Also es ist schon so verkantet, dass man sagt, okay, wir schaffen es gar nicht miteinander zu sprechen, weil der andere darin gleich einen Angriff sieht. Das ist so eine typische Situation. Und dadurch entsteht natürlich das nächste Problem, dass das Vertrauen darunter leidet. Wenn ich das Gefühl habe. Ich kann gar nicht mehr sagen, was ich denke oder ich kann meine Bedürfnisse nicht aussprechen dem anderen. ist es vielleicht egal, im eigenen Gefühl habe ich auch meistens kein Vertrauen mehr zu dem anderen. Und dann natürlich diverse Auslöser, Fremdgehen, Fremdverlieben, Affäre, da entstehen Vertrauensprobleme, Zuverlässigkeit, Vertrauensproblem, wenn jemand nicht zuverlässig ist, also nicht das einhält, was er sagt, natürlich auch die Wahrheit verschweigen, also Lügen oder Dinge bewusst weglassen, alles Dinge, die sich negativ aufs Vertrauen einzahlen. Ja, und wie du schon sagst, wenn man etwas einzahlt in negativer Form, entwickelt sich auch schnell eine Distanz. Also, dass es keine emotionale Basis mehr gibt. Man kann nicht sagen, Mensch, wir haben ja noch so eine Nähe von früher irgendwie, da waren wir ja zusammen als Paar, darauf können wir bauen, sondern da hat sich in der Beziehung meist schon eine Distanz entwickelt, sodass man dann dasteht und sagt, ja, ich merke, wir beiden, da ist gar kein Wir-Gefühl mehr. Wir können hier irgendwie auch keine Entscheidung treffen, selbst für unsere Kinder können wir keine Entscheidung treffen, weil wir so als Einzelkämpfer unterwegs sind, wo wir jetzt ja zusammen noch wichtige Dinge entscheiden müssten. Und in Kombination mit der emotionalen Distanz eben auch die körperliche Distanz, dass immer weniger Nähe da ist. Ob das nun einfach nur das Umarmen, Händchen halten, küssen, nebeneinander kuscheln oder auch die Sexualität ist, das nimmt alles ab und ist für einen oder beide eben unbefriedigend und sorgt dafür, dass man da auch so ein Mangelgefühl empfindet und sich eben nicht mehr so verbunden fühlt. In Summe muss man sagen, findet meistens dann daraus aber so eine Art Spirale statt, dass das im Kleinen beginnt und dann wird das Stufe für Stufe immer mehr. Manchmal, dass man unbewusst rückverletzt und dann baut sich sowas auf und man kann das in der Beziehung beobachten, dass die Streitigkeiten, Konflikte, Probleme zeitlich enger getaktet werden und die Eskalationsstufen größer werden. Während man vielleicht irgendwann mal so alle drei, vier Monate immer so einen Streit hatte, merkt man auf einmal alle ein, zwei Monate, alle drei, vier Wochen und jedes Mal wird es so ein bisschen heftiger. Die Auslöser sind auch vielleicht immer trivialer, wo man sagt, Mensch, was soll denn das? Wir haben uns früher nie wegen Socken gestritten und jetzt explodieren wir deswegen. Und daran merkt man, dass man sich in einer Konfliktspirale befindet. Und ich finde, man merkt das vor allem daran, dass alte Sachen aufgewärmt werden. Also, dass irgendwann jemand wieder so die diesen Joker zieht und sagt, ja und vor drei Jahren hast du sowas ähnliches gemacht, da war das aber so und so und so und dann sagt der andere, oh nein, jetzt kommst du wieder mit dem Punkt, da habe ich mich schon fünfmal für entschuldigt. Also man vermischt sozusagen tief in der Vergangenheit mit der Gegenwart, wenn man so verletzt ist und weil da natürlich noch alte Verletzungen drin hängen, dass der andere einfach nur noch frustriert ist im Streit und sagt, ja, jetzt sind wir wieder an dem Punkt, jetzt eskaliert es wieder total. Das ist dann der sogenannte Rundumschlag. Ja, wunderschön. Der nochmal so. Alles beinhaltet und das habe ich jetzt gerade in den letzten Kennenlerngesprächen immer wieder gehabt, dass jemand sagte, da warst du jetzt mehrmals der Mann, da sagst du, ja, eigentlich führen wir so eine harmonische Beziehung, aber so alle vier, fünf Wochen da habe ich so einen Wutanfall. Da drehe ich einmal durch. Da sage ich, ja, das liegt dann daran, dass du zwischen diesen Wutanfällen eben nichts aussprichst, das anstausst und dann entlädt sich das einmal, dann fühlt sich das danach wieder so ein Stück besser, von dem Moment an, weil man sich eben entladen hat. Das ist quasi wie so ein kleiner Mini-Urlaub, wo man dann aber sehr, sehr schnell merkt, dass die Themen ja nicht gelöst sind und sich in kürzester Zeit das wieder aufstaut und man wieder in einem alten Gefühl drin ist, weil dieses Entladen, das löst ja nichts. Doch das Einzige, was es löst, ist so eine akute Anspannung. Die geht einmal so von einem, aber das in der Tiefe bleibt halt da. Naja, und der andere bekommt das halt ab und entwickelt ja auch, wie wir sagen, so Brille, so einen Filter auf die andere Person, sagt, na, wann ist es wieder soweit, wann explodiert er, ne? Und dann explodiert es meistens ja noch mehr, weil es irgendwann ja auch einen wütend macht, wenn man weiß, da kommt ganz lange nichts und dann gibt es so einen Megastreit, ne? Also es gibt ja immer in der Beziehung zwei Seiten, der eine, der es dann so hat und der andere, der es dann ja auch miterlebt, ne? Das hat sehr viele negative weitere Konsequenzen. Das erste ist, man hat sich, wenn man so explodiert, nicht unter Kontrolle. Das Basisgefühl, wie wir es ja nennen, das nimmt überhand, über das Denken, ne? Und man kann nicht mehr so klar kommunizieren, wie man es gerne würde. Da kommen dann Sätze bei raus, die man später bereut, dass man sie gesagt hat. Dann wiederum kann man meistens nicht den Rahmen in den Griff bekommen, weil das passiert dann ja plötzlich. Das heißt, die Kinder stehen auf einmal daneben und du explodierst. Und die sehen das und sehen auch, dass es keine Lösung gibt. Lernen dann eben, dass es normal ist, dass man hin und wieder explodiert. Man wundert sich, warum die Kinder immer wieder explodieren. Und die können natürlich später auch keine gesunde Beziehung führen. Das heißt, es ist ganz wichtig, dieses Aussprechen zwischendurch, das ist eine Folge, diese Wutausbrüche, dieser Rundumschlag, diese Extremeskalationen, das ist eine Auswirkung so einer Konfliktspirale. Und das verschärft natürlich dann wiederum alles Weitere. Also wenn man jetzt mal so auf die Folgen guckt, dann kann man einfach sagen, im Laufe der Beziehung verschärft sich alles. Es wird immer weniger emotionale Nähe, also die Distanz nimmt immer mehr zu, die Konfliktspirale steigt, immer mehr Unwohlsein miteinander, das schlägt sich natürlich auch auf andere Lebensbereiche nieder, dass man insgesamt vielleicht mehr K.O. ist, weniger motiviert bei der Arbeit ist, vielleicht auch mehr arbeitet, weil man sich freut, gar nicht zu Hause sein zu müssen. Also gibt es die diversen Ausprägungen, was daraus dann so resultiert. Und vielen Frauen, so höre ich das in den Coachings immer, fehlt halt diese emotionale Verbundenheit immer sehr. Also diese Entfremdung, diese Distanz, die sich mit der Zeit im Prozess der Konfliktspirale so ein bisschen aufbaut, das ist bei vielen Frauen immer so ein Thema. Die Männer sehen das eher so ein bisschen rational von außen, die können das auch klar benennen und sagen so, ja, finde ich auch so, dass wir beide, wir können nicht gut miteinander reden oder da ist keine körperliche Nähe mehr. Also die haben so die Punkte, wie auf so einer To-Do-Liste dann. Aber die Frauen, die sind immer so zwischen den Zeilen häufig. So dieses, ja, bei mir fehlt dieser Aspekt noch und das ist genau das, was mir fehlt. Und oft meint es, es ist halt schwierig, dass der andere das noch so hören kann, weil diese Kommunikation so gestört ist, dass es gar nicht selten ist, dass im Coaching, gerade am Anfang, wenn wir in den Prozess einsteigen, über Ziele sprechen und so weiter, dass der andere so ein bisschen überrascht ist. Sagt, okay, das war mir gar nicht so klar, dass dieses für den Mann oft ganz kleine Unterziel, dass es jetzt so wichtig ist. Ja, oder dass man in so einer Art Zwickmühle-Double-Bein sich befindet. Dass man, habe ich jetzt gerade im Coaching gesagt, dass man sich in so einer Art Zwickmühle-Double-Bein den Fall, dass ihm die körperliche Nähe fehlt, ihr die emotionale Nähe fehlt. Und sie kann nur mit ihm schlafen durch emotionale Nähe. Er möchte mit ihr schlafen, um wieder mehr emotionale Nähe zu spüren. Und wer muss jetzt über seinen Schatten springen, damit der eine, wo fängt es an? Ja, das ist jetzt ganz schwierig, das dann zu lösen. Aber klar, es ist natürlich einfacher, erstmal mehr emotionale Nähe wieder aufzubauen, die Kommunikation zu verändern. Das ist natürlich eine andere Art, als wenn sie sich jetzt überwinden. Genau, Freiwilligkeit. Das macht nicht so wirklich viel Sinn. Also setzt man da natürlich an, dass er wertschätzender kommuniziert, die beiden erstmal wieder auf anderen Ebenen mehr Wir-Gefühl aufbauen. Aber er muss natürlich ein bisschen durchhalten. Warum kommt es dann zur Trennung? Meistens, weil keine Lösung in Sicht erscheint. Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Dass man sich innerlich, so finde ich immer, die Frage dann stellt, wie möchte ich in den nächsten fünf bis zehn Jahren noch so leben? Also möchte ich das jetzt so weitermachen? Ist das noch das, was ich mir so vorgestellt habe? Sehen wir eine realistische Chance, dass sich das verändern kann? Sind unsere Ziele und Werte noch gleich? Oder haben wir genug Übereinstimmung, sodass wir sagen können, wir können unsere Wunschbeziehung miteinander führen? Wie ist das da? Findet man in Gesprächen gemeinsam eine Lösung für Themen, die man gerade hat? Oder merkt man immer mehr, dass man nicht zur Lösung kommt? Und natürlich das Gefühl der Liebe, ganz wichtig, haben wir ja auch immer mal wieder, dass einer von beiden sich unsicher ist, ob er überhaupt noch das Gefühl von Liebe in sich hat für den anderen. Wenn man dann so die Klarheit findet, dass das nicht mehr da ist oder nicht mehr für eine Liebesbeziehung ausreicht, ist das natürlich auch ein legitimer Trennungsgrund. Die Frage ist halt immer, was ist vorgefallen? Und ich erlebe das auch immer bei den Themen Fremdgehen, Affäre, dass danach immer sehr, sehr gute Gespräche häufig im ersten Schritt alleine geführt werden zu Hause. Aber man dann an so einem bestimmten Punkt kommt, dass man sagt, ja, wir können darüber ganz gut sprechen. Wir sind uns sogar wieder näher gekommen. Aber wir können das Problem nicht lösen. Wir sitzen sozusagen vor den Trümmern und sagen, ja, das ist es, aber wir wissen, es kann nicht einfach so weitergehen. Und es steht auch ja irgendwie so mit im Raum, sollte man sich trennen, sollte man zusammenbleiben. Aber wir möchten es gerne vielleicht doch noch mal versuchen oder uns informieren, was gibt es denn für Möglichkeiten? Kann man sowas verzeihen? Und so weiter. Und da ist halt eine dritte Person einfach auch sehr sinnvoll. Ja, die dann ja häufig auch berichten, dass sie sich im Kreis drehen. Das ist das Gefühl. Die Gespräche sind tiefgründiger als zuvor, aber man fängt an, sich im Kreis zu drehen. Und so die finale Trennung, das ist vielleicht noch mal so wichtig, wann ist so der Punkt angekommen? Bei vielen ja dann diese finale Entscheidung für eine Trennung. Wenn man das Gefühl hat, dass das Leid in der Beziehung zu bleiben größer ist als das vorgestellte Leid durch die Trennung. Weil eine Trennung verursacht ja immer Leid und Schmerz und Traurigkeit, aber wenn das in der Vorstellung nicht so schwerwiegend ist, wie in der Beziehung zu bleiben, weil das mehr Leid erzeugt, dann ist das eben auch häufig ein Schritt, warum man sich so aus Konflikten, Streit und Co. heraus dann trennt. Weil man sagt, ich leide jeden Tag unter der Beziehung, weil wir haben Konflikte, wir haben Streit, wir haben keine Nähe, statt Wir-Gefühl haben wir Du und Ich und Vorwürfe und mir geht es damit jeden Tag schlecht. Und irgendwann ist eben der Punkt gekommen, wo man sagt, so jetzt muss ich aussteigen, ich will das eigentlich gar nicht, aber ich muss aussteigen, um mich selbst, meine Gefühle zu schützen und dafür zu sorgen zu können, dass ich wieder irgendwie auf einen gesunden Weg für mich kommen kann. Ja. Wenn euch das betrifft und ihr das Gefühl habt, ihr seid so an dem Punkt, dass ihr eine Entscheidung treffen wollt, Trennung ja, nein, Beziehung ja, nein, ihr möchtet dort Klarheit für euch finden, dann meldet euch gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch und wir schauen gemeinsam, ob wir euch gut unterstützen können. Genauso könnt ihr euch natürlich melden, wenn ihr sicher seid, welcher Weg für euch der richtige sein soll. Wenn ihr sagt, ihr möchtet die Beziehung auf jeden Fall retten oder wenn ihr sagt, ihr möchtet eine Beziehung. Wenn ihr sagt, ihr möchtet die Begleitung bei der Trennung haben, weil ihr zum Beispiel ein stabiles Elternpaar sein wollt, weil ihr die Dinge für euch so harmonisch wie möglich regeln wollt, dann könnt ihr euch natürlich auch sehr, sehr gerne bei uns melden. Aber jetzt wollen wir erstmal schauen, was sind denn die beiden Coaching-Fälle, die du uns heute mitgebracht hast, wo du dir Gedanken gemacht hast, vielleicht startest du einfach mal mit dem ersten, wer sind die beiden, was ist passiert und dann können wir mal schauen, wie hast du den beiden geholfen. Oder welche Unterstützung konntest du anbieten. Vielleicht an der Stelle nochmal wichtig für euch zu wissen, die Fälle sind zusammengewürfelt aus verschiedenen Fällen, sodass kein Paar sich bei uns wiederfindet. Das können auch Dinge hinzugedichtet oder weggenommen sein. Im Kern ist die Botschaft immer noch die, die gebraucht wird, damit ihr es gut verstehen könnt und nachvollziehen könnt und für euch Learnings draus ziehen könnt. Aber wir achten natürlich sehr auf die Privatsphäre. Und schauen drauf, dass sich kein Paar wiederfindet, beziehungsweise erst recht keiner aus eurem Umfeld merkt, oh, die sprechen ja gerade über die, die wir kennen. Ich habe einmal das Paar Iris und Marc, beide sind jetzt schon acht Jahre zusammen, haben keine Kinder, sind Mitte 30 und beide voll berufstätig. Und da gab es halt die Probleme, dass immer mehr die Kommunikation sehr stark eingeschränkt war, sie konnten irgendwie gar nicht mehr. Es gab viele Vorwürfe, es gab viele Verletzungen in der Kommunikation, Bedürfnisse konnten nicht richtig ausgesprochen werden. Es gab viele Missverständnisse untereinander und es gab einfach ein sehr großes Gefühl von Unzufriedenheit. Und da stellten sich beide so die Frage, wie wir vorhin schon sagten, wollen wir das noch oder sagen wir, es matcht zwischen uns beiden einfach nicht. Wir geraten immer wieder aneinander, wir finden auch keine Lösung, sodass bestimmte Themen immer und immer wiederkehren. Und dann war die Frage, Trennung ja oder nein. Das heißt, die beiden waren unsicher, ob sie sich trennen sollen oder nicht, ob sie ihre Beziehung retten wollen oder nicht. Das war ganz spannend, weil wir ins Coaching gestartet sind und sie eigentlich erstmal abgecheckt haben, ist das normal, dass man so streitet? In der Häufigkeit, in der Intensivität, wie ist das bei anderen Paaren? Also sie waren sich komplett unsicher, ob sie sozusagen normal wären in ihrem Streitverhalten. Quasi einfach so hinnehmen müssten, weil alle so sind. Ja, genau. Oder ob sie sagen, okay, unser Gefühl ist, dass wir uns einfach total unzufrieden fühlen, ist in Ordnung und da darf man jetzt eine Entscheidung treffen. Und das Ziel, was wir am Anfang dann entwickelt haben, zusammen war Klarheit. Also Klarheit darüber, ob man sich trennen sollte, ja oder nein. Mit ganz vielen Unterzielen noch und so weiter. Aber dann haben wir uns in den Prozess gemacht, sind zurückgekehrt an den Punkt, wo war es? Mal gut, also der Schwerpunkt des Prozesses war, die Verletzung aufzuarbeiten und dann zu schauen, was verändert sich. Also sind wir zurückgegangen an den Punkt, wann war es mal gut in deren Kennenlernphase, haben da besonders auf den Schwerpunkt Kommunikation geachtet. Das war so das größte Verletzungsfeld bei denen und haben geguckt, wie war es am Anfang mit der Kommunikation bei den beiden? Also konnten sie am Anfang in der Kennenlernphase, die ersten Monate, Jahre, gab es da gute Gespräche? Konnten die miteinander sprechen? Und da haben sie beide gesagt, ja, oder haben sich im Prozess herausgestellt, ja, das war okay. Sie würden nicht sagen, dass es eine gute Kommunikation gab. Also gemessen an den Zielen, die sie jetzt haben, muss man sagen, man entwickelt sich jetzt ein paar Jahre auch, acht Jahre später, würden sie sagen, war die Kommunikation nicht mega gut, aber sie war okay. Aber okay heißt für die beiden oder hieß für die beiden damals nicht, so sollte es sein wie früher. Aber es war noch nicht so schlimm. Nicht so schlimm wie heute. Als wir dann in der Beziehungslinie weiter fortgeschritten sind, haben wir halt gemerkt, dass die Kommunikation aber immer schlechter geworden ist. Das lag unter anderem an einem Jobwechsel von ihm und er ist dann noch mehr gefahren, also mehr Fahrzeit kam hinzu, dadurch weniger Paarzeit, dadurch die Kommunikation noch schlechter geworden. Dann sind wir 2020 angekommen, 2020, Corona-Jahr, und da hat sich festgestellt, da ist es bei den beiden aber erstmal besser geworden. Weil natürlich dieser Aspekt der Fahrzeit zum größten Teil weggefallen ist, weil er viel Homeoffice machen konnte und die kamen öfters ins Gespräch, sie war auch öfters zu Hause, es gab Homeoffice. Da hat sich das so ein bisschen wieder entspannt, aber dann nach Corona hielt es noch kurz an und dann ist es aber wieder kontinuierlich schlechter und schlechter geworden. Jetzt noch die Frage, mehr Fahrzeit gleich schlechtere Kommunikation oder einfach nur gleich weniger Kommunikation? Nee, auch schlechter, also gereizter. Gereizt durch die Fahrzeit, muss man dazu sagen auch. Okay, also war eigentlich diese Fahrzeit unstimmig für ihn? Eigentlich schon, ja, rückblickend. In dem Moment hatte der neue Job viele Vorteile, mehr Geld, mehr Aufstiegsmöglichkeit, dann wieder sowas wie, ja, jeder muss ja mal ein bisschen fahren, also viel das Denkgefühl drin, aber rückblickend für deren Beziehung, auf diesen Lebensbereich gesehen, war es eher nachteilig. Also hier steckt ja jetzt eigentlich ein wichtiges Learning drin, nämlich genau was du sagtest, dass wir häufig im Denkgefühl… Argumente dafür suchen, warum der Job jetzt genau der richtige ist, obwohl unser Basisgefühl innerlich, unser tiefer gehendes Gefühl meldet, nee, das ist nicht gut, mach das nicht, das ist nicht der richtige Job, du wirst dich an der Fahrzeit stören und so weiter und dann sagt man, ja, ja, die Fahrzeit, die haben ja andere auch und so weiter, dann argumentiert man sein Basisgefühl weg, anstelle dem zu folgen und zu sagen, was könnte ich denn tun, lernen, verändern, damit es wirklich stimmt. Ja, es waren jeden Tag pro Strecke eineinhalb Stunden fahren. Ja. Und das sind natürlich, davor hast du ja 20 Minuten gefahren, das ist schon ganz schön viel Zeit, weil es einfach an Lebenszeit pro Tag weggefallen ist und gerade zum Abend hin war natürlich auch nochmal so ein bisschen Feierabendverkehr, da warst du manchmal eine Stunde 45. Da bleibt nicht mehr viel übrig, dann hast du acht Stunden Arbeitszeit, hast noch eine Stunde Pause zwischendurch. Genau. Dann bist du neun, zwölf, zwölfeinhalb Stunden unterwegs. Ja, und dann war natürlich gereizt, als er nach Hause kam, Kommunikation war einfach… Das war einfach dann auch schon schwierig, ja. Und das war den beiden gar nicht so ganz bewusst, also als wir diese Beziehungslinie aufgearbeitet haben, war den beiden das gar nicht so bewusst, dass das so die Auswirkung hatte und dass auch Corona, dass sich gerade durch Corona das ja nochmal so stark verändert hatte und dann als Corona vorbei war, die Kommunikation nur so kurz noch besser blieb, weil da war ja nicht gleich von 0 auf 100 wieder im Büro, aber dann waren nachher beide, mussten beruflich bedingt das Homeoffice sehr stark zurückfahren wieder und dann wurde die Kommunikation so als ein Teil aus der Kommunikation. Und das war dann auch so ein Aspekt, auf den wir jetzt hier erstmal gucken, deutlich schlechter. Gut, nun seid ihr durchgegangen. Genau. Habt die Verletzungen gelöst und habt damit ja den Punkt, wann war es mal gut, ins Heute geschoben. Das ist ja immer so das Ziel, dass es sich im Heute wieder besser anfühlt, dass wir die Verletzungen lösen und dann kommt es ja dann zu dem Punkt, wo man sagt, wie ist es denn nun, könnt ihr nun eine bessere Entscheidung für euch treffen. Wie haben die beiden sich denn entschieden? Ja, jetzt wird es spannend. Wir haben noch ganz viel über Bedürfnisse dazu gesprochen, muss man sagen. Wie stellt man sich das Leben vor, also über Ziele, die die beiden noch haben und auch über Erwartungen, die unausgesprochen waren. Und als Resümee ergab es dann, dass einiges im Alltag umgestellt werden muss, damit man der Beziehung nochmal eine Chance geben könnte. Also sie haben gemerkt, dass durch das Verletzungen auflösen wieder mehr, ja, weiche Art von beiden, weil das Liebevolle ist wieder mehr zurückgekommen. Aber sie hatten ja trotzdem die Probleme, dass sie wussten, ja, wir haben ja unseren Alltag. Wir haben ja unseren Alltag, so wie er ist. Und das würde das, ja, nicht nachhaltig sozusagen halten können, sondern eher wieder zerstören. Und deswegen haben wir über ganz viel über den Alltag gesprochen. Nochmal genau über den Punkt, über den du vorhin nochmal, den du aufgegriffen hast mit, ist das stimmig, so einen Job zu machen. Haben darüber gesprochen, welche Alltagsstrukturen halt umgestellt werden müssten, was ein starkes Fundament ausmacht. Und die beiden haben das dann auch so umgesetzt. Wir hatten dann noch einige Reflektionstermine in längeren Abständen. Also einmal alle drei Monate, dann nochmal ein halbes Jahr später, um zu gucken, ob diese Umstrukturierungen im Alltag auch wirklich stimmig immer noch sind, ob das klappt. Und sie sind dann letztendlich als Paar zusammen wiedergekommen oder sind zusammen geblieben. Vielleicht nochmal, also es ist cool, dass das so geklappt hat. Was vielleicht nochmal wichtig ist, weil du sagtest, ihr habt Wege gefunden, wie es sein müsste, dass man nochmal versteht, was das bedeutet. Denn das könnte ja sich so anhören, wenn man jetzt hier so reinhört, dass wir quasi so einen Masterplan vorgeben und sagen, so muss es sein, damit es funktioniert. Aber so ist es ja gar nicht, sondern das ist ja sehr individuell. Das heißt, wir schauen mit den Paaren gemeinsam, dass sie eben stimmige Entscheidungen treffen, stimmige Kompromisse schließen. Und stimmige Entscheidungen und Kompromisse heißt im Sinne des Paares. Das kann sein, dass die Lösungen, die wir für das Paar finden, für uns völlig undenkbar wären. Das wäre überhaupt nicht mein Alltag, aber dann muss es ja auch nicht sein. Aber eben für das Paar. Das ist eben ganz wichtig, dass man weiß, wir haben keine Schablone, die wir irgendwem überstülpen, sondern wir erarbeiten eigene Wege, eigene Ziele, eigene. Kompromisse und Entscheidungen, die individuell für das einzelne Paar stimmig sind. Eigentlich ist es ja so ein Loop sozusagen nach vorne. Also am Anfang gucken wir auf die Ziele. Und da frage ich ja auch ganz bewusst, wie sollte denn eine Beziehung aussehen? Was wäre denn das Ziel? Und da bringen die Paare eigentlich genau das mit, womit wir am Ende einmal überprüfen können. Wie soll es sein? Also dann mache ich auch mit den Switch und wir schauen nochmal auf die Unterlagen mit den Zielen. Das notieren wir ja auch am Anfang auf dem iPad ja auch. Und das können die ja auch dann sehen. Das können wir auch zuschicken. Und da ist ja schon drauf, was sollte sich verändern. Und das haben sie ja individuell mitgebracht, die Ziele. Ganz einzeln ja auch meist ausformuliert. Okay. Dann lass uns aufs zweite Paar schauen. Ja. Vielleicht berichtest du da wieder einmal. Wer sind die beiden? Was machen die? Was ist deren Problem? Und wie habt ihr es gelöst? Das sind einmal Leni und Hendrik. Beide Anfang 40. Beide Anfang 40. Drei Kinder sind schon seit 13 Jahren zusammen. Und die waren sich ganz unsicher im Kennergespräch, ob sie überhaupt ein Coaching möchten oder eine Trennungsbegleitung. Also ob sie sich dafür entscheiden müssten von Anfang an, ob sie Coaching oder Trennungsbegleitung nehmen. Und das nochmal vorab gesagt, das ist komplett egal. Das ist ja nur das Wording. Wir schauen einfach, was wird gebraucht. Und wie man es letztendlich nennt, ist eigentlich erstmal zweitrangig. Naja, beim, findest du? Also bei Coaching oder Paartherapie, ja. Da ist es meist ähnlich. Aber wenn jemand jetzt ganz klar kommt und sagt, ich will eine Trennungsbegleitung. Ja, das wussten sie ja noch nicht, ne? Also genau. Also sie waren sich unsicher, in welche Richtung das geht. Ja. Und wussten nicht, sollen sie jetzt das Coaching buchen oder die Trennungsbegleitung? Weil sie wussten ja nicht, ob sie sich trennen sollen oder zusammenbleiben möchten, ne? Ja gut, dann ist es Coaching, um Klarheit zu finden. Und dann weiß man, was am Ende aber rauskommt. Genau. Spannend ist aber ja, dass es da nicht so eine gleiche Art gab. Also sie wollte vor sieben Jahren gern schon mal eine Paartherapie. Nach dem ersten Kind, also nach der Geburt des ersten Kindes. Und er wollte es aber nicht. Und dann sind die genau in diese Konfliktspirale, von der wir am Anfang berichtet haben, reingeraten. Starke Konflikte. Sie hat das Gefühl, dass die beiden einfach gar kein Wir-Gefühl mehr haben. Und auch, dass sie ihn gar nicht mehr um sich haben möchte. Also sie hat sich ganz doll daran gestört, dass er einfach auch präsent ist. Sie hat schon eine Art. Sie hat ein bisschen Abneigung entwickelt. Dass sowas wie, er atmet so komisch beim Essen oder wie er guckt oder wie er auf dem Stuhl sitzt oder wie er sich bewegt. Also man muss sagen, das ist immer bei Menschen, finde ich, so der Punkt, wenn es drüber ist. Also wenn man so verletzt ist, dass man sich von so vielen Sachen des anderen angetriggert fühlt, dann ist man da so sensibel. Weil Fakt ist ja, er kann nicht aufhören zu atmen. Das wäre tot. Er muss auch was essen. Und wie er geht, sagt er, so ist er schon immer gegangen. Das sind ja auch einfach keine wirklich relevanten Punkte. Wie du schon sagst, das sind ja so besondere Sensibilitäten, die entstehen, weil man schon anfängt, so eine gewisse Abneigung zu entwickeln. Und das vielleicht eben umgeschlagen ist. Dass du Liebe schon in so einer Abneigung noch nicht hast, aber in so einer Abneigung umgeschlagen ist. Zumindest in Form vielleicht den anderen als Liebespartner. Um sich zu haben. Als Freund wäre das vielleicht okay, als Vater der Kinder oder so. Aber vielleicht so als Liebespartner ist das dann schon in die Richtung gegangen. Und er wollte halt gerne die Beziehung retten. Das war einem Anliegen. Und sie war sich sehr unsicher. Deswegen war das für sie, glaube ich, am Anfang auch so wichtig. Vom Wording her ist es ein Coaching oder ist es eine Trennungsbegleitung. Ja, es geht manchmal auch um die Hoffnung, die man vielleicht damit auslöst. Wenn man jetzt sagt, wir machen hier eine Paartherapie, einen Coaching. Und dann, also gerade Frauen haben da häufig Angst, dann ihrem Mann zu viel Hoffnung zu machen. Um ihn dann nachher wieder zu stark zu verletzen. Wenn der eben merkt, naja, es geht doch noch darum, Klarheit zu finden. Oder es kann eine Trennung dabei rauskommen. Das ist eben ein ganz wichtiger Punkt für viele. Da sind natürlich noch die drei Kinder. Und da war das natürlich denen auch wichtig zu sagen, wir möchten ein starkes Elternpaar sein. Wir möchten aber auch die Klarheit gewinnen. Weil so wie der Zustand jetzt ist, ist es so. Es ist für die ganze Familie und für die beiden untereinander einfach auch nicht gut. Und so konnte sie sich auch auf den Prozess einlassen, was wie eben sehr wichtig war, die Verletzung aufzulösen und dann einmal zu schauen, was passiert. Und da sind wir genauso durch den Prozess gegangen. Also wir haben die Verletzung aufgelöst, darüber gesprochen, wie es im Neuen wäre. Und dann ist es aber so gewesen, dass sie einfach gesagt hat, okay, wir haben jetzt die Verletzung aufgelöst. Das tat ihr auch sehr gut. Sie konnte vor allen Dingen viel wutlos werden. Sie hat auch gemerkt, sie konnte ihm wieder mehr. Sie konnte mehr um sich haben. Das war wieder besser auszuhalten, weil sie nicht mehr so verletzt ist. Aber sie wollte trotzdem gerne die Trennung. Und ja, das ist ja auch okay, wie du schon am Anfang gesagt hast. Es ist nicht immer das Ziel, dass ein Paar zusammenbleibt. Und da gilt es einfach darum, wenn einer nicht möchte, muss der andere das akzeptieren. Liebe ist freiwillig. Und das ist sehr schmerzhaft, manchmal die Erfahrung im Leben zu machen, dass man da das Gefühl hat, ich komme an den anderen nicht. Ich kann das Ding nicht mehr umdrehen. Aber nachdem das ein bisschen gesagt ist, hatten wir auch darüber gesprochen, wie er damit klarkommen kann. Er ist dann noch mal ins Einzelcoachen gegangen, hat für sich noch mal die Trennung verarbeitet, weil ich ihm auch so ein bisschen nahegebracht habe, dass es wichtig ist, dass er das für sich gut verarbeitet, weil er ja auch ein starker Elternpaar-Teil sein muss jetzt für die Trennungsphase der Kinder. Und das konnte er dann auch sehen. Das wollte er auch gerne sein. Das war ihm selber auch sehr wichtig. Deswegen das Einzelcoaching, um einfach mit der Entscheidung noch mal von ihr klarzukommen. Ja, noch selber damit besser leben zu können. Absolut. Vielleicht weniger Prägungen mitzunehmen. Auch selber schneller vielleicht dann so wieder an sich zu denken. So eigene Ziele. Was kann ich jetzt alleine mit meiner Zeit anfangen? Wie gestalte ich diese Phase, die jetzt auf mich zukommt? Also, dass man ins Gestalten kommt und nicht im Ertragen drin hängen bleibt. Ja, da war das einfach auch so. Und das erleben wir auch immer häufig. Dass wenn der Part, der schon ein bisschen. ein bisschen über Trennung nachdenkt oder die Tendenz zur Trennung hat, einfach auch in der Trennungsphase deutlich besser vorbereitet ist. Das heißt, als sie dann gesagt hat, sie möchte die Trennung, hat sie gesagt, ja, was für ein Betreuungsmodell wollen wir denn? Wollen wir das so und so und so machen? Hier ist der Zettel, da kann ich übertrieben sein. Da war sie schon viel weiter, ne? Und das hat ihn total überwältigt, ne? Deswegen sind wir noch mal so ein bisschen zurückgerudert. Wir haben das noch mal vorbereitet. Wie sagt man es den Kindern? Haben auch noch mal ganz in Ruhe über die Betreuungsmodelle gesprochen. Ihm auch noch mal das Wissen gegeben. Weil er fühlte sich da auch so ein bisschen überrascht. Überrumpelt. Weil er sagte, na ja, du sagst gern, du möchtest das Wechselmodell. Was gibt es denn noch für Modelle? Ich kann ja gar nicht entscheiden, wenn ich gar kein Wissen habe. Und ich kann nicht sagen, ja, okay, machen wir so. Und das konnte sie dann auch sehen. Weil sie wollte dann auch schnelle Entscheidungen. Und ja, da sind wir noch mal in die Tiefe gegangen. Und wie war das für die beiden mit dem Aspekt, dass sie ja schon mal deutlich früher eine Paartherapie wollte, die ihr abgelehnt hat? Also, das ist ja so ein Punkt, der dann manchmal auch sehr bereut wird, dass das nicht gemacht wurde, ne? Ja, er hat es sehr bereut. Weil schon, muss man ehrlich gesagt sagen, es an Punkten bei der Aufarbeitung war, wo sie gesagt hat, ja, da hätten wir damals uns Hilfe geholt. Da wäre es gar nicht so weit gekommen. Da hätte ich dem wahrscheinlich jetzt auch noch eine Chance eher gegeben. Aber sie war damals nach der Geburt des ersten Kindes auch so hilflos, weil sie gesagt hat, sie wusste, dass das in keine gute Richtung läuft. Und er hat es einfach vehement abgelehnt. Ja. Also, das ist ein ganz wichtiges Signal. Immer ernst nehmen. Wenn jemand vorschlägt, lass uns eine Paartherapie machen, das macht man nicht zum Spaß. Er hatte so viel Angst vor diesen Klischees, ne? Er hatte so Angst, dass nach dem Schuldigen gesucht wird, dass er da sitzt und er immer nur hört, wie schlecht er ist, was er alles falsch macht. Aber dafür hört man jetzt ja diesen Podcast zum Beispiel. Genau. Und kann entscheiden. Und kann jetzt sagen, nee, mit Ina und Florian ist kacke. Die mag ich nicht. Die Methodik passt nicht. Und dann sucht man sich jemand anderen und hört von jemand anderem einen Podcast, schaut von jemand anderem YouTube-Videos und findet irgendwann den passenden. Oder macht halt Kennenlerngespräche bei irgendwem vor Ort. Aber Hauptsache, man tut dann erst mal was und findet jemanden, der passt. Die Methodik vor allen Dingen, die passend ist. Das ist das Wichtigste. Das erlebe ich auch immer wieder. Also, wir haben ganz häufig, dass jemand zu uns in der zweiten oder dritten Paartherapie landet, der also schon mal zwei, also ein oder zwei woanders, haben die beiden probiert und haben da eben keine Lösung gefunden. Ich habe jetzt gerade ein Paar, die haben bei einem anderen Paartherapeuten 18 Sitzungen gemacht. und sagen, das war okay, es hat in Teilen weitergeholfen, aber das Problem ist nicht gelöst. Wir haben immer noch die Verletzungen, wir haben immer noch kein Vertrauen zueinander auf. Ja, der Alltag ist schon besser, aber die sind nie zum Kern vorgedrungen. Da ging es immer darum, ja, wir müssen ja mal die Ursache, dieses Fremdgehen lösen. Und dann ging es aber immer wieder um Alltagsgeschehnisse. Dann wurden Termine verschoben. Dann lag zwischen den Terminen auf einmal sechs Wochen. Da verpufft die Wirkung natürlich. Und das ist eben ganz wichtig, dass man da jemanden findet, wo die Methodik passt, aber auch vielleicht, wie es so bei uns ist, alle zwei Wochen einen Termin, spätestens alle drei, das ist unser Maximum. Wenn jemand sagt, wir schaffen nicht alle drei Wochen einen Termin, dann macht die Zusammenarbeit keinen Sinn. Dann verpufft irgendwann die Wirkung zwischendurch. Also zusammengefasst kann man sagen, dass man das ernst nehmen sollte, wenn einer von beiden eine Paartherapie vorschlägt. Wenn man sich entscheidet, das erst mal selbst zu probieren, ist das ja in Ordnung. Ich würde empfehlen, dass man sich selber Ziele setzt. Was möchtet ihr beide dann erreichen? Und eine Deadline, bis wann wollen wir es erreichen? Und dann setzt ihr euch spätestens zu dem Zeitpunkt noch mal zusammen. Natürlich am besten zwischendurch auch immer wieder. Aber zu dem Zeitpunkt reflektiert ihr, hat das funktioniert oder nicht funktioniert? Ganz offen und ehrlich. Fühlen sich beide jetzt wohl? Seid ihr an dem Punkt angekommen, den ihr euch vorgestellt habt? Und wenn nein, dann macht eine Paartherapie. Dann lasst euch extern helfen von jemandem, der nicht befangen ist, nicht mit den Emotionen mit drin ist, der das anleiten kann, der sich tagtäglich damit beschäftigt. Und genauso ist es natürlich auch, wenn man merkt, dass man in der aktuellen Paartherapie nicht vorankommt und nicht an den Kern der Sache rankommt, sondern nur gefragt wird, was kann ich denn heute für euch tun? Dann hat der Paartherapeut oder die Therapeutin keinen Fahrplan. Dann guckt die einfach, was so akut mal ansteht und arbeitet so ein bisschen an den oberen Ebenen, an Verhalten und so weiter. Aber löst eben nicht. Dann gibt es eben nichts in der Tiefe. Und dann braucht man Sitzung für Sitzung und Termin für Termin. Aber lernt auch jedes Mal ein bisschen was. So ist es ja nicht. Aber man wundert sich, dass man es trotzdem nicht umgesetzt bekommt. Weil eben diese alten Verletzungen und Brillen, die man so in sich trägt, die bleiben ja. Ja, an dieser Stelle vielen Dank, dass ihr zugehört habt. Wir hoffen, ihr konntet für euch einiges mitnehmen. Und ihr wisst es schon, solltet ihr an dem Punkt sein, dann meldet euch bei uns fürs telefonische Erstgespräch oder bei uns auf der Webseite. Und ihr folgt natürlich auch gerne unseren anderen Kanälen. Inzwischen machen wir den Podcast ja per Video. Das heißt, ihr könnt bei YouTube zuschauen. Dann könnt ihr das Ganze per Video sehen. Ihr könnt bei TikTok mal reinschauen, bei Instagram, bei Facebook, bei Pinterest, auf unserem Blog. Wir sind ja inzwischen irgendwie überall aktiv. Gefühlt ja. Was auch sehr viel Spaß macht. Aber vielleicht findet ihr ja für euch dann den passenden Kanal zusätzlich zum Podcast hören, wenn ihr Lust habt. Ansonsten freuen wir uns natürlich auch extrem, wenn ihr uns eine Bewertung dalasst. Bis bald. Bis dann.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Trennungsbegleitung entstand durch die Erfahrung mit Familien mit Kindern und der Bedürfnis, die Auswirkungen von Trennungen auf die Kinder zu minimieren.
  2. Ein zentraler Aspekt ist die Klarheit, die Paare vor der Entscheidung für eine Trennung oder eine Beziehungswiederherstellung finden müssen, statt sofort auf eine Lösung zu vertrauen.
  3. Kommunikationsprobleme, Vertrauensverlust und die Entwicklung von Konfliktspiralen sind häufige Ursachen für Trennungen, die sich schrittweise verstärken.
  4. Der Fokus liegt nicht auf einer Standardlösung, sondern auf individuellen, gemeinsam erarbeiteten Wegen, die für das jeweilige Paar stimmig und nachhaltig sind.
  5. Trennungsprozesse können harmonisch durch Begleitung erfolgen, ohne Kinder in Spannungen oder unter Druck zu bringen.
  6. Paare, die bereits eine Therapie durchlaufen haben, erkennen oft, dass sie eine passende Methode und einen ausreichend frequenten Kontakt brauchen, um wirklich tiefgreifend voranzukommen.
  7. Die Entscheidung für eine Trennung basiert oft auf dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit und dem Erkennen, dass das Leid durch die Beziehung größer ist als das durch die Trennung.
  8. Die Arbeit umfasst die Verletzungen aufzuarbeiten, die Kommunikation zu verändern und gemeinsam Wege für ein stabiles Elternpaar zu finden.

Summary:

Die Gesprächssequenz zeigt, dass Trennungsbegleitung bei Paaren mit Kindern eine wichtige Rolle spielt, da sie nicht nur auf die Beziehung fokussiert, sondern auch auf die emotionale und familiäre Weiterentwicklung abzielt. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Klarheit: Paare werden nicht sofort auf eine Beziehungswiederherstellung oder Trennung hingewiesen, sondern zunächst gefragt, was sie wirklich wollen und was ihnen wichtig ist. Dieser Prozess wird durch die Aufarbeitung verletzter Kommunikation, Vertrauensprobleme und Konfliktspiralen gestützt.

Dabei wird deutlich, dass Kommunikation und emotionale Nähe im Laufe der Zeit verlorengehen, wenn keine Lösungen gefunden werden. Der Trennungsprozess wird nicht als Ende, sondern als Chance verstanden – ein Weg, um ein stabiles Elternpaar zu sein und die Kinder so wenig wie möglich zu belasten. Die Arbeit ist individuell und nicht vorgegeben; sie zielt darauf ab, gemeinsam Lösungen zu finden, die für das Paar praktikabel und nachhaltig sind.

Es wird betont, dass Paare nicht immer die Lösung durch eine Wiederherstellung finden, sondern oft auf eine Trennung zurückgreifen, wenn die Verletzungen zu groß sind. Ein entscheidender Punkt ist, dass die Entscheidung für eine Trennung nicht auf Hoffnungslosigkeit basiert, sondern auf dem Gefühl, dass das Leid in der Beziehung größer ist als das durch die Trennung. Die Begleitung erfolgt durch drei Sitzungen, wobei die Dauer und Inhalte individuell angepasst werden.

Die beiden Fallbeispiele zeigen, wie Kommunikationsverluste durch Jobwechsel, Fahrzeit oder Alltagsstress entstehen und wie Verletzungen aufgelöst und echte Ziele gefunden werden können. Dabei wird betont, dass die Methode und die Nähe des Therapeuten entscheidend sind – eine unangemessene, emotional verknüpfte Therapie kann den Prozess verzögern oder verhindern. Die Botschaft ist klar: Trennungsbegleitung ist ein respektvoller, strukturierter und individueller Weg, um eine gesunde Entwicklung für alle Beteiligten zu gewährleisten.

FAQs

Ich bin Trennungsexpertin, weil ich viele Paare mit Kindern betreue und einen besonderen Schwerpunkt auf die Begleitung von Trennungsprozessen habe. Dieser Schwerpunkt hat sich im Laufe der Jahre entwickelt, insbesondere durch die Frage, wie man den Kindern die Trennung vermittelt, ohne sie zu verletzen.

Ja, selbst wenn man sich entschieden hat, sich zu trennen, kann man eine Trennungsbegleitung erhalten. Dazu gehören Themen wie die Kommunikation mit den Kindern, das gemeinsame Leben und die Umstrukturierung der täglichen Routine.

Themen wie die Kommunikation mit den Kindern, das Aufarbeiten von Verletzungen, Wechselmodelle, die Vermögensverteilung und die Umgestaltung des Alltags werden abgedeckt. Jeder Prozess wird individuell angegangen.

Der Hintergrund entstand aus der Erfahrung, dass viele Paare mit Kindern die Frage haben, wie sie die Trennung vermitteln können, ohne die Kinder zu belasten. Diese Themen haben sich im Laufe der Zeit zu einem zentralen Schwerpunkt entwickelt.

Ja, bei einer Trennungsbegleitung geht es nicht immer darum, die Beziehung zu retten. Das Ziel wird gemeinsam mit dem Paar gefunden – manchmal ist es, Klarheit zu finden, oder eine faire Trennung zu organisieren.

Klarheit wird durch Gespräche über Werte, Ziele und emotionale Bedürfnisse erreicht. Diese Reflexion hilft, die eigene Entscheidung zu finden, ohne sich durch Angst oder Unsicherheit zu beeinflussen.

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