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Beidseitige Beinrötung

14m 59s

Beidseitige Beinrötung

In der Podcast-Folge diskutieren die Allgemeinmediziner einen Hausbesuchsfall bei einer 73-jährigen Patientin, die zunächst mit einseitiger Unterschenkelrötung vom Hausarzt telefonisch als Erysipel eingestellt und mit Antibiotika behandelt wurde. Unter dieser Therapie entwickelte sie jedoch eine beidseitige Rötung. Bei der Untersuchung finden sich flächige, nicht überwärmte Rötungen beider Unterschenkel ohne starke Schmerzen, Fieber, vergrößerte Lymphknoten oder eine erkennbare Eintrittspforte für eine Infektion. Die Differenzialdiagnosen wie tiefe Beinvenenthrombose, Erysipel oder allergische Reaktion werden aufgrund des klinischen Bildes und des langsamen, beidseitigen Verlaufs als weniger plausibel eingeschätzt. Unter Berücksichtigung der Vorgeschichte (COPD, systemische Therapie bei Lungenkarzinom, Diuretika-Einnahme) und beidseitiger leichter, eindrückbarer Schwellung kommt der behandelnde Arzt zur Arbeitsdiagnose einer Stauungsdermatitis bei venöser Insuffizienz. Es erfolgt eine symptomatische Therapie mit Hochlagern der Beine, einer entzündungshemmenden Salbe und leichter Erhöhung der Diuretika-Dosis, verbunden mit der dringenden Empfehlung zur zeitnahen Vorstellung beim Hausarzt für weitere Abklärungen. Der Fall illustriert die Herausforderung der Diagnosefindung im Hausbesuch mit limitierten Vorinformationen.

Transcription

2631 Words, 16200 Characters

German
* Musik * Hallo und herzlich willkommen zu Allgemeinmedizin konkret, spannende Fälle aus der Sprechstunde. Heute mit Stefan Bösner und Blue Isermüller. Guten Morgen, Luisa. Hi, Stefan. Schön, nicht mal wieder hier zu sehen. Ja, geht mir genau so. Du weißt ja, ich bring immer so 'n Mixmax aus Fällen mit, aus der Praxis, aber auch aus dem Notzinn. Ich hab diesmal einen kleinen Notinstfein mitgebracht. Ach, mal wieder einen Notinstfein. Der praktisch relevant ist, und leid zum Ton betrifft, was uns sowohl in Praxis wie auch Notinst begegnet. Notinst ist ja so ein bisschen das Spezielle. Man kriegt jetzt erst mal nicht so viel Vorabinformation. Man hat den weder anruf meistens krieg ich, aber nur als Sex-Nachricht, dann von der entsprechenden Disbonnenenstelle und dann stehen halb ertakte drauf und mit der Bitte um ein Hausbesuch. Man beruf ich noch bei den Patienten vorher, gerade wenn der Tlänger weg ist und auf den Arsch und ein paar Sachen. Manchmal auch nicht, dann fahr ich gleich hin. Okay. In dem Fall war das jetzt so. Ich hab von der Leidstelle des Ärzlichen Bereitschaftsdienstes, so die Nachricht bekomme ich, sollte so eine Frau fahren, ja, gang 49. Ja, 73, 73 Jahre ungefähr halt. Die hatte als Leid zum Tom, wo ich paar Tage schon einen geröteten Unterschenkel an einer Seite, nämlich der linke Unterschenkel. Und jetzt sei aber der rechte Unterschenkel auch noch rot gewonnen. Das finde ich jetzt auch ein bisschen komisch. Mehr kriegst du mal nicht an Institutionen. Als ich dann angekommen bin, ist dann ein bisschen mehr Licht noch in die Sache gekommen, aber wir wollen jetzt auch ein bisschen höher rennen, hör her. Ein bisschen spannen gestalten. Von daher, du kannst ja gerne auch mal anfangen mit deinen Überlegungen überhaupt mal für die Rötung von einem Unterschenkel. Genau. Und dann kannst du das ja ausweiten, wenn der zweite dazukommen, dann bebiegt du dann einen resonieren, endest. Genau, ich wollte gerade sagen, die einseitige Beinschwellung ist da so ein bisschen klarer zu greifen, weil man da gleich zu zwei Hauptdifferenzialdiagnosen im Kopf hat, natürlich einmal die. Entschuldigung, du bist die grad unterbrechen, weil Schwellung weißt du ja noch gar nicht. Ach so, du hast nur Rötung, aber siehst du da, da war sofort. Die Schwellung, ja, da macht ihr nichts. Ja, mit resonieren, oder das kann ich noch nicht wissen am Telefon. Ja, richtig. Okay, Rötung. Also da kommt es auch so ein bisschen, sag ich mal, auf die Jahreszeit an, weil so einen Mückenstich oder so keine Rötung machen. Eine Verbrennung, wenn die Leute irgendwie die Wärmedecke zu lange anhatten, dann, ja, muss man überlegen. Also Rötung ist ja jetzt die Frage, ist das Flächig? Oder ist das nur so eine Art Fläck? Ja, das wissen wir alles noch nicht. Ja, das ist ja nicht ausgeprägt, davon ist das jetzt nicht im Fall. Das ist nur den Mückenstich, der so. Genau. Ja, die reine Rötung. Siehst du, ich bin gerade so voll auf Rötung und Schwellung fixiert. Da hat das ja nicht Schwellung kombiniert. Ansonsten genau, also wäre das natürlich eine trombose, möglichen, errosiepel, möglich, oder eine wunde per See irgendwie. Aber da würde man ja erst mal erwarten, dass das einseitig ist, zumindest klassisch zu. Eine Herzensofizienz, die jetzt mit einer Schwellung einhergeht, wäre eher Beidseits, die wer nicht unbedingt gerötet. Oder eben eine Wehen insofizienz kann natürlich auch eine Schwellung plus Rötung machen, wenn sie länger besteht. Da kann es ja so Einflutungen geben. Genau, ich finde, dass das doch schon mal eine ganze Menge gute Idee ist. Jetzt bringen wir mal ein bisschen mehr Licht ins Bild, als ich bin da solche Gedanken, habe ich mir auch gemacht. Das finde ich immer das Schönes, einem Fahrdienst, man kann schon ein bisschen vorbereiten, ein Tal und Kognitiv. Und hat dann schon so ein Raster, wenn man der Patientin am Begegen mitbinde in die Wohnung rein. Wollt ihr noch ganz kurz was sagen, genau, weil mir gerade noch mal einfällt. Du hast jetzt nur so eine Information gehabt, die jetzt eine Beschreibung, der der Patientin ist, die aber auch noch mal über eine Ecke ging. Und ich hatte letztens auch so einen Fall, da stand praktisch in der Voranmeldung, irgendwie auch Rötung oder so was, das Bein ist. Jetzt endlich waren das so kleine Einflutungen, so pädigere Einflutungen. Und letztendlich hat die Anamnese dann ergeben, dass es davon kam, dass die Patientin die Beine irgendwie den ganzen Tag übereinander geschlagen hat. Und die hatte unheimlich feine Haut und auch überall so kleine Varizen. Und so so Besenreiserchen. Und deswegen war meine Vermutung, das war einfach nur durch den Druck. Ich hatte so ein bisschen eingeblut, deswegen ist immer so ganz spannend. Man hat so eine bestimmte Erwartung, kommt dahin und sieht, "Oh, okay, ich habe was ganz anderes erwartet mit dem, was ich bekommen habe." Deswegen bin ich gespannt, was du jetzt sagst, wenn du da die Wohnung betriegst. Nein, es wurde insofern ein bisschen klar, ich bin damit ernst gespräch bekommen, es war jetzt folgendes. Also noch bevor ich sie jetzt überhaupt untersucht habe, wobei wir hatte schon das beide Beine so nach oben gekrembelt. Man konnte auch sehen, beide unter Schengel waren gerötet, aber erst mal parallel vor Abinformation. Das Finger hat sich gesagt mit einer Rötung am linken unter Schengel an, vor drei, vier Tagen. Und die hatte dann mit ihrem Haus als Telefoniert. Der hatte im Debenfall, da kann man sicherlich auch darüber diskutieren. Ich schuld das einfach so rissbar. Er hat jetzt aus welchem Grundab immer keinen Haus besucht gemacht, sondern hat praktisch telefonisch die Diagnose verdacht auf eine Rötepel gestellt. Und hat ihren Antibiotikern zukommen, lassen, beif ich jetzt gar nicht, wie ob das eine Angehörige dann in der Praxis abgerollt hat. Und der Ehrezept, das so ist ja auch egal auf jeden Fall. Die Patientin war so, "Flege bedürf ich, dass sie nicht hätte in die Praxis kommen können?" Aber ich war immer auf die Fläge, bedürfte ich nicht, die war schon eingeschreckt, ob die es noch in dem Haus als er bei dem Land. Den Kontext kann ich nicht sagen, musste einfach damit leben. Fakt ist, sie hat eine Rötung links gehabt, damit kannst du jetzt arbeiten, sie nimmt seit drei Tagen in Antibiotik, und da hat er noch Sizilien bekommen, was jetzt wirken würde. Auch gegen den Rissepel normalerweise. Nicht erst dabei wäre aber. Ja gut. Und dann hat sie jetzt unter der Therapie, jetzt auch noch eine Rötung an dem anderen Unterschengel entwickeln. Und jetzt komme ich ins Spiel. Ja. Und jetzt musst du mir bitte mal beschreiben, wie die Rötung aussieht. Das sind flächige Rötungen schon gewesen, als ich das gar nicht lebt. Konflugiert? Und die Rötung, du gesagt hast, ja, das ist jetzt auch nicht konflieren würde ich gar nicht sagen. Einfach flächig, der Unterschengel jeweils gerötet ist, unter das Knie. Es war jetzt nicht so zungenartige Auslaufen, wie man das manchmal beim Rissepel hat. Das war schon eine relativ homogene, vielleicht bisschen unregelnmäßige Rötung. Jetzt auch nicht massiv, wo es waren keine Einblutungen, da kann die auch noch sagen, als ich überhaupt drauf gedrückt, es war ein Ritem. Das wäre ja dann keine Petechen mehr, sondern eine Kymose, wirklich, die fährt auch keine blutungsverdünnende Medikation genommen. Und wie gesagt, die war auf beiden Beinen eigentlich relativ leicht. Die Beine waren auch beide leicht gespäulen. Das war auch eindrückbar. Also, weil es aber kein Unterschied von dem, von dem Umfang und Beinen, ich kann da auch gerne die Vortrageneose noch sagen, wir als Vorkang mit COPD bekannt, hat ja auch einen Lungenkart-Sinomprich, kommt da gerade eine, also, wo ich halt, da sind um eine Antikörpertherapie, hat es mir gelackt, das ist genauer Medikament, wo es sich nicht weil das in der Klinik verabreicht wurde. Ich habe da auch keine Arztbriefe, sie jetzt daheim einsehen können. Und, ja. Also ich habe gerade noch einen Gedanken gehabt, bevor du das mit der Chemotherapie schon gesagt hast, wie sich das angefühlt hat, war das irgendwie Schuppig oder leicht erhaben. Also diese Rötung, weil ich jetzt gerade an dem Pilz gedacht habe, ob das nicht auch so gut ist. Nee, das war ein hinderföniges. Hat er auch keine Ahnung, denn Rannball hat ja auch keine Statilitten-Lationen, auch von der Ausbeggung her jetzt am beiden Dein Nö, also was wirklich empuniert hat, letztendlich hatte sie schon, wie du es da weiter auch eine gewisse, winöhe Stahren, die hatte auch Zeichen von der, leichten, von der gründischen Winnösen ins offiziellen Sparalleh, das hat in Watz, wenn ich in den Vordiergenosen dabei was wie mir da gezeigt hat oder was ich erfragt habe. Und jetzt, ob sie eine Herzen-Suffizienz-Parallel hatte, war ich nicht. Hatte sie denn schmerzen? Nee, es waren nicht so dolle Schmerzen. Okay. Also, ich würde natürlich, mich würde auch interessieren, ich mein mit der KCNUM-Vorgeschichte, auch mal es könnte ja auch eine Lymphknutenschwälung und Kompressionsentrohmöglicherweise sein, was durchaus einseitig anfangen kann und dann auch auf der anderen Seite sich fortsetzen könnte. Ich glaube vom Gefühl, ja, erst mal nicht, dass es infektiös ist, weil antibiotisch behandelt, darunter quasi prokretient. Auf beiden Seiten ist er unmarsch. Ja. Was würdest du denn der Haushaltsdurchsatz der ist antibiotisch, um vorhanden, hat er jetzt in dem Fall nicht klinisch untersucht? Was wäre denn deine Untersuchung, wenn du erst mal eine RCC-Pel vermuten würdest? Es wäre durchaus eine plausible Diagnote, wenn du jetzt vor paar Tagen da gewesen wärst, wenn das Ganze noch einen seitig war? Genau, erst mal schauen und dann würde ich sofort anfassen, weil ein RCC-Pel ist in der Regel wirklich richtig überwärmt und auch schmerzhaft. Das war es beides nicht, das war wieder groß, also überwärmt noch schwer zu haben. Ich mache immer zusätzlich noch eine Untersuchung, ein paar Toren. Genau, also die Gefäße, bzw. Schöldjungen die Pultstatus würde ich erheben und ich würde eben die Lymphknutenschwurzen tasten, also den Guginal und auch publiert halt. Also ich sag's mal so, und ich hab ja die englischen Lymphknuten getaste, die waren nicht vergrößert, das waren keine Leiddruckspätts, würde ich mal einfach mal ja oft so ein Liedtätz schreckten immer mal einen Gang, da unterschenkel es gerötet. Und dann würde man glaube ich auch, also zumindest zu reagieren. Das würde reagieren und die Hand zumindest, auch wenn man das nicht riesen vergrößert haste, den Lymphknuten haben da eigentlich ein Schmerz, wenn das eine RCC-Pel ist in der Regel, tastet man die aber auch vergrößert, den Vergleich zur Gegenseitet. Ja und eine Patient, senden dir jetzt erstmal so keine vorbekannte Polynore partiert, würde durchaus ja auch Schmerzen haben. Also hätte ja schon so Infekt zeichen, vielleicht auch Fieber oder was auch immer noch mit dazu. Und da fahrt's ja auch nicht. Das hatte ich eben noch mal dezidiert gefragt und auch gemessen. Es war kein Schlüssel, vorst kein Fieber in der anderen Nähe so nach aktuell hatte sie auch kein Fieber. Wie sah denn. -. körper Temperatur. Wie sah denn die Haut aus? Also war sie sehr gepflegt oder waren da durchaus stellen, man sagen könnte, da könnte eine Eintrittsforte sein. Da waren die weitere gute Frage, da habe ich natürlich genau nacheckert. Ich habe ihr alle zehn gespreitzt, wenn man vorher sagen, wenn man das macht, weil das bei sich eine sehr unangenehlebe sie denkt, dann macht jetzt gerade den Hygienertcheck. Das war nicht der feiner, aber genau das sind guter Punkte. Ich habe geguckt nach Ragaden zwischen zehn Räumen nach sonstigen Wund. Man kann ja auch mal bei einer Wendelsoffizienz, wenn die ausgeprägte, es ist wirklich auch ein Ulkusskurs, zum Beispiel haben. Oder manchmal sehr dünne Pergamentartige Haut, die eben eingrissen ist. Das war alles nicht der Fall. Ich habe keine Eintrittsforte gefunden. Gut jetzt wissen wir, das kann auch mal so sein, aber sie sind auch wieder vom Plausibilitätcheck, dann unwahrscheinlich habe ich mir auch die Nähe genau angeguckt, dann kann man keine Anhalte gefunden für eine Unnüchermekose, die auch mal mit dem Risikofaktor sein kann, auch wieder bemehrt. Man hat da keine Migrat darüber eintringen können, dann bei zehn Nägel sich ausbreiten, das war nicht der Fall. Aber ich mein, mit dem Hintergrund wissen, was da sonst noch so alles läuft, finde ich jetzt die Trombose gerade so mit am Plausibelsten. Möglicherweise durch das Chemotherapäutikum, ob das eine erhöhte Trombose-Neigung macht. Gut, das wusste ich jetzt nicht. Das war jetzt eine Antikörpertherapie. Also jetzt, die kriegt sie auch noch immer so fasenweise, da ich das Medikament, ich wusste, konntest nicht nachgucken auf der anderen Seite. Die Beidseitigkeit fand ich dann wieder erst mal unwahrscheinlicher. Und das habe ich dir jetzt noch vorenthalten. Sie war auch zusätzlich noch antikorrolliert. Ja, okay. Dann macht es das wieder durch, ich habe immer wahrscheinlich noch nicht erwähnt. Das ist von daher, du hast aber rechtig, ich habe selber schon Patienten gehabt, auch in der Praxis, die Unterkämontarapie eine baldseitige Beine. Genau, also bei Sova, das finde ich kann das schon mal baldseitig sein. Aber okay, also was haben wir jetzt? Das steh ich immer noch ein bisschen im Nähe. Du hast eine baldseitige Rötung, die erst mal nicht bin, er ist die Pee, imponiert, die zudem auch langsam aufgetreten ist. Das ist ja nicht schlagartiger, vom zeitlichen Verlauf. Das hat sich eben lang beim anderen Beinen, über die Tage entwickelt, über der auch erst mal von dem entwickeln hergegeben. Du hast eine gewisse Staum in Beibenbein. Sie hat auch in der Medikation auch noch eine Dioretik gehabt. Und genau dann begleiten diese Rötung. Das hat mich letztendlich auch, wenn ich mal schlagwalt Staum da, dann zu meiner Arbeitsdiagnose geführt. Ja, wenn du sie insofizienst. Und dann begleiten die Staums, da man titt ist, das wär erst mal meine. Was ich gerade noch überlegt hatte, diese Immuntherapien, die sehr jetzt nicht bekommen hatten, aber die haben ja auch ganz viele Nebenwirkungen. So was könnte natürlich mal vielleicht ein Ursache für eine Haut erscheinen, wo seine Hautrötung sein. Aber genau, das klingt erstmal plausibel, so eine Benuse insofizienz. Für mich war jetzt auch erst mal die Entscheidung, ist das jetzt irgendwie also Notfall, in dem ich ins Krankenhaus eingebaut habe. Ich habe jetzt die Diagnose von der beizahedigen tiefen Beinwindrumbose mit den ganzen Fakten ich jetzt geschildert habe, sehr unwahrscheinlich halt jetzt auch nicht komplett ausschließen kann. Ich habe da noch angebunden, weil der ist mal keine weitere Abklampe. Wie gesagt, sie soll sich schon Zeit in jedem Fall in den Ausatzen. Der muss dann am nächsten Tag ein Hausbesuch machen, also da habe ich schon Sicherheit nicht so ausgespannt. Weil er einfach auch die komplette Medikation hat, der weiß, was er da bekommen hat. Aber ich kann das nochmal nachgucken, habe ja auch nochmal Sie über Red Flacks aufgeklärt, weil ich das doch verschlimmere. Aber ich habe jetzt da erst mal die für mich wahrscheinlich der Arbeitsdiagnose gewählt mit den Unsicherheiten, die der Fall sicherlich noch beinhaltet. Aber das ist einfach mit der langen Samenentwicklung, mit der Beinseitigkeit im fehlenden Fieber, fehlende Infektsymptomatik, fehlender Lymphknoten, Druckdolenz, der Beidseitenstarm habe ich mich doch erst mal für eine Starmstermatitis und entschieden habe, dass er aber auch mit Verdacht auf einfach aufgeschriebenen Notins können. Wenn ich immer klare Diagnosen stelle, ich habe erst mal die Thorasemidoses ein bisschen erhöht, sie beine hochlachen, lassen mir Echoralfetzseibe verschrieben und ja aber auch dann jetzt Zeitnahe wieder Vorstellungen ans Herz gelegt. Könntest du damit leben, der hat sich auch viel viel zu tun. Da könntest du damit leben, schließlich mich an. Vielen Dank. Gerne. Das war allgemein medizin konkret, spannende Fälle aus der Sprechstunde. Wir hoffen, du hast neue Erkenntnisse und Ideen für dein Studium oder den Praxisalltag mitnehmen können. Weitere Erklärungen und Quellen findest du in den Show notes. Viel Spaß beim recherchieren und auf ein Wiederhören zur nächsten Folge.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Eine 73-jährige Patientin mit beidseitiger Rötung der Unterschenkel wird im Hausbesuch vorgestellt, nachdem sie unter Antibiotika-Therapie bei Verdacht auf einseitiges Erysipel eine Rötung auch am zweiten Bein entwickelt hat.
  2. Die klinische Untersuchung zeigt flächige, nicht überwärmte Rötungen ohne starke Schmerzen, Fieber, Lymphknotenschwellung oder eindeutige Eintrittspforte, was ein infektiöses Geschehen unwahrscheinlich macht.
  3. Unter Berücksichtigung der Vorgeschichte (COPD, Chemotherapie, Diuretika-Einnahme) und beidseitiger leichter Schwellung wird als Arbeitsdiagnose eine Stauungsdermatitis bei venöser Insuffizienz gestellt, mit Empfehlung zur weiteren Abklärung durch den Hausarzt.

Summary:

In der Podcast-Folge diskutieren die Allgemeinmediziner einen Hausbesuchsfall bei einer 73-jährigen Patientin, die zunächst mit einseitiger Unterschenkelrötung vom Hausarzt telefonisch als Erysipel eingestellt und mit Antibiotika behandelt wurde. Unter dieser Therapie entwickelte sie jedoch eine beidseitige Rötung. Bei der Untersuchung finden sich flächige, nicht überwärmte Rötungen beider Unterschenkel ohne starke Schmerzen, Fieber, vergrößerte Lymphknoten oder eine erkennbare Eintrittspforte für eine Infektion.

Die Differenzialdiagnosen wie tiefe Beinvenenthrombose, Erysipel oder allergische Reaktion werden aufgrund des klinischen Bildes und des langsamen, beidseitigen Verlaufs als weniger plausibel eingeschätzt. Unter Berücksichtigung der Vorgeschichte (COPD, systemische Therapie bei Lungenkarzinom, Diuretika-Einnahme) und beidseitiger leichter, eindrückbarer Schwellung kommt der behandelnde Arzt zur Arbeitsdiagnose einer Stauungsdermatitis bei venöser Insuffizienz. Es erfolgt eine symptomatische Therapie mit Hochlagern der Beine, einer entzündungshemmenden Salbe und leichter Erhöhung der Diuretika-Dosis, verbunden mit der dringenden Empfehlung zur zeitnahen Vorstellung beim Hausarzt für weitere Abklärungen.

Der Fall illustriert die Herausforderung der Diagnosefindung im Hausbesuch mit limitierten Vorinformationen.

FAQs

Häufige Differentialdiagnosen umfassen Thrombose, Erysipel (Wundrose) oder lokale Infektionen wie eine Phlegmone. Auch Druckstellen oder Insektenstiche können eine Rötung verursachen.

Wichtig sind Inspektion und Palpation auf Überwärmung und Druckschmerz, das Tasten der Leistenlymphknoten auf Vergrößerung und die Überprüfung der peripheren Pulse. Zudem sollten Infektzeichen wie Fieber abgeklärt werden.

Bei Herzinsuffizienz kann es zu beidseitigen Ödemen (Wassereinlagerungen) kommen, die mit einer Stauungsdermatitis und damit verbundener Rötung einhergehen. Dies ist oft von Schwellungen begleitet.

Bestimmte Medikamente wie Chemotherapeutika oder Immuntherapien können Hautreaktionen als Nebenwirkung verursachen. Auch Antikoagulanzien beeinflussen das Blutungsrisiko und müssen berücksichtigt werden.

Eine Thrombose zeigt oft eine einseitige Schwellung mit dumpfem Schmerz, während ein Erysipel typischerweise mit scharf begrenzter Rötung, Überwärmung, starkem Druckschmerz und häufig Fieber einhergeht.

Man sollte sorgfältig nach kleinen Wunden, Ragaden zwischen den Zehen, Ulzerationen oder Hautirritationen suchen, da diese als Eintrittspforte für Erreger wie beim Erysipel dienen können.

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