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Baer (2010) | Kreativität

20m 31s

Baer (2010) | Kreativität

In dieser Podcast-Folge wird der Artikel "Is Creativity Domain-Specific?" von John Baer vorgestellt, der die Frage behandelt, ob Kreativität ein allgemeines Persönlichkeitsmerkmal oder bereichsspezifisch ist. Die OECD betrachtet Kreativität als einen der 21st-Century-Skills, die für selbstgesteuertes Lernen und zukünftige Berufe relevant sind. Baer zeigt, dass die Forschung uneindeutig ist: Während Expertenbewertungen kreativer Produkte auf Domänenspezifität hindeuten, legen Selbsteinschätzungen und Tests zum divergenten Denken eine Generalisierbarkeit nahe. Dies liegt daran, dass Kreativität mehrdimensional ist: Stabile Persönlichkeitsmerkmale wie Offenheit für neue Erfahrungen sind domänenunabhängig, während spezifisches Wissen und Fähigkeiten für kreative Leistungen in einzelnen Bereichen notwendig sind. Für die Schulpraxis bedeutet dies, dass eine effektive Förderung schwierig ist, da die übergreifenden Merkmale schwer zu beeinflussen sind. Zwar können bestimmte Denkprozesse trainiert werden, doch ob dies zu tatsächlichen kreativen Leistungen im Beruf führt, ist ungewiss. Der Artikel liefert keine konkreten Unterrichtstipps, sondern warnt vor vereinfachenden Annahmen über Kreativität als übertragbaren Skill. Lehrer sollten daher theoretisch fundierte Ansätze wählen und nicht auf intuitive Vorstellungen vertrauen.

Transcription

2248 Words, 16854 Characters

German
Psychologie fürs Klassenzimmer Forschung zur Schule und Unterricht, die jede Lererin und jeder Lererkennen sollte. Ein Podcast mit Benedikt Wismärski Herzlich willkommen zum Podcast Psychologie fürs Klassenzimmer, Folge 15. Eine amerikanische Non-Profit-Organisation definierte Anfang der 2000 Jahre ein Framework vor 21.00 Learning, ein Rahmenwerk für das Lernen im 21.00. Das von der Wirtschaftsorganisation OECD im Folgen, als eine Art Leitlinie für schulisches Lernen übernommen wurde. Dieses Framework enthält sogenannte Skills, die für das selbstgesteuerte Lernen und Prozesse der Adaption für relevant gehalten werden, die Arbeitszettigkeiten im 21.00. aus folgswirtschaftlicher Sicht erfordern. Der für die OECD als PISA-Kordinator tätige Andreas Schleicher begrendete Wichtigkeit dieses Skills damit, dass zukünftige Berufsprofile weniger das verfügen über Wissen erfordern werden, als die Fähigkeit und Motivation wissen zu identifizieren, zu verstehen, zu interpretieren, zu kommunizieren und zu kreieren. Die 21.00. Centriestkills sind im Bildungsdiskurs inzwischen allgegenwertig und es schießt eine Vielzahl von Publikationen zur didaktischen Umsetzung dieser färmlich aus dem Boden. Zu den sogenannten Skills gehören Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität. Und bei letzterer wird besonders deutlich, dass die psychologische Forschung in Hinblick auf die pedagogischen Implikationen zwar einige Fragen beantworten kann, aber in erster Linie einige wesentliche Fragen aufwirft. Worum geht es in dieser Folge? In dieser Folge möchte ich Ihnen den Artikel "Is Creativity Domain-Specific" von John Bear, einem Professor für pedagogische Psychologie vorstellen. Der Artikel erschien im Jahr 2010 als Kapitel im Cambridge Handbook auf Creativity. Der Artikel ist wie immer in der Folgenbeschreibung verlinkt. Er gibt einen Überblick über die jahrzehnte alte Forschung zur Frage, ob es sich bei Kreativität um ein generisches Merkmal handelt, also eines über das Menschen unabhängig von verschiedenen Disziplinen oder Bereichen verfügen oder als ein Domain-Specifices Merkmal, das sich speziell auf einen Gegenstand eine Disziplin oder einen Fachbereich bezieht. Kurz gesagt, sind Menschen allgemein kreativ oder sind Menschen in bestimmten Bereichen kreativ? Bear stellt verschiedene Forschungsperspektiven zu dieser Frage relativ neutral gegenüber. Relativ deswegen, weil Bear in anderen Texten selbst die Annahme der Domainenspezifität vertritt. Den Begriff der Domäne kennen Sie übrigens vielleicht schon aus Folge 1, als einen spezifischen Problembereich oder einen Gegenstandsbereich. Zu der Frage, ob Kreativität als Domainenspezifisch oder generisch aufgepasst werden sollte, gibt es einen langjährigen wissenschaftlichen Diskurs, für dessen zwei unterschiedliche Sichtweisen stellvertretend eben schon Bear auf der einen Seite und der Psychologieprofessor Jonathan Placker auf der anderen Seite stehen. Beide haben bereits im Jahr 1998 jeweils einen Artikel veröffentlicht, in dem sie ihre Sichtweise ausführlich begründen. Beide Texte verlänke ich Ihnen ebenfalls. Brin sich Bear und Placker aber absolut einig sind, dass es sich bei Kreativität um ein mehrdimensionales Konstrukt handelt. Dies bedeutet, dass Kreativität aus Persönlichkeits- Eigenschaften, Talenten, Wissen, Fähigkeiten, Motivationen und Neigungen besteht. Definitionen von Kreativität enthalten sehr unterschiedliche Geterien, ruhigereinstimmung herrscht aber bezüglich zweier Merkmale. Neuheit und Nützlichkeit bzw. Wert. Egal, welche Disziplin oder welches Thema kreative Ideen betreffen, sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie etwas vorher nicht da gewesen ist enthalten, das gleichzeitig in irgendeiner Form einen Wert hat oder einen Nutzen darstellt. Häufig wird kreativität mit einer bestimmten Form des Denkens in Verbindung gebracht, nämlich mit der das Divergänden denken. Hiermit ist die Fähigkeit gemeint, mehrere verschiedene Ideen oder Lösungen zu einem Problem zu generieren. Die Vergänthes Denken ist offen, explorativ und zielter auf ab viele mögliche Lösungen zu einem Problem zu finden. Es kann zu kreativen Ergebnissen führen und es ist eine Voraussetzung für kreative Leistungen, aber eben nur eine Voraussetzung. In manchen Kreativitätsdefinitionen wird der Aspekt der Persönlichkeits-Eigenschaft betont. In manchen wird kreativität eher als durch viele Faktoren bedingte Fähigkeit aufgefasst. In wieder anderen, als eine Art Denkstil oder Tendenz zu die vergänden Denken, manch mal auch als eine Art von Verhalten. In keine einzigen einschlägigen Definition wird kreativität als KIL, also als durch Lernprozess und Übung erworbenen Fähigkeit aufgefasst. Es gibt bestimmtes KILs, das werde ich Ihnen später zeigen, die mit Kreativität in Verbindung stehen oder von denen man dieses zumindest annehmen kann. Aber dafür, dass es sich bei kreativität selbst um einen Skill handelt, gibt es in der gesamten Vorausschungsliteratur keine Anhaltspunkte. Insofern nimmt die OECD hier eine durchaus interessante Klassifikation vor, um es einmal positiv zu formulieren. Schon Berstext behandelt die Fragen, was kreativität ist und was sie möglicherweise alles nicht ist. Warum sind diese Forschungsergebnisse für Lehrerinnen und Lehrer interessant? Die Frage, ob kreativität generisch oder domainenspezifisch ist, klingt zunächst vielleicht ziemlich theoretisch. Warum sollte gerade diese Frage und die Forschungsergebnisse dazu für Lehrerinnen und Lehrer interessant sein? Aus meiner Sicht ist sie für die Praxis sogar höchst relevant, denn anhand dieser Frage entscheidet sich, wie sinnvolle Förderung von Kreativität in der Schule aussehen kann. Wenn im Unterricht kreativität gefördert werden soll, so muss man wissen, wie dies geschehen kann. Wenn man von falschen Voraussetzungen ausgeht, etwa der genannten, dass es sich bei kreativität um einen Skill handelt, so ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass eine effektive Förderung geschehen kann. Für Schule und Unterricht stellen sich aus meiner Sicht vier zentrale Fragen. Erstens, was möchte man da eigentlich genau fördern? Zweitens, inwieweit ist das, was man fördert, generisch und damit auf andere Bereiche transferierbar? Drittens, inwiefern sagt das, was man im Unterricht fördert, tatsächliche kreative Leistungen vorher? Viertens, welche Maßnahmen sind geeignet, um das, was man fördern möchte, tatsächlich zu fördern? Unige sicher der Erkenntnisse dazu, was kreativität ist oder sogar unter der Voraussetzungen von Vielvorstellungen und ohne gesicherte Erkenntnisse dazu, ob kreative Fähigkeiten übertragbar auf andere Bereiche sind, bleibt kreativitätsförderung das, was sie in der Praxis leider oft ist? Ein Blindflug basierend auf intuitiven Annahmen, von dem niemand weiß, was am Ende herauskommt. Was wurde genau erforscht? Der Artikel von Sean Bear enthält keine neuen Forschungsergebnisse. Es handelt sich nicht um eine Studie, sondern der Autor diskutiert die Frage der Domänen Spezifität versus Domänen Generalisierbarkeit, anhand der vorliegenden theoretischen Einordnungen und empirischen Befunde. Wenn man jemanden als Fähig oder Sachkondigt bezeichnet, beziehungsweise als Experten oder Experten, ist es üblich einen begrenzten Bereich von Fähigkeiten oder Wissen einzugrenzen? Menschen erwarten selten das andere oder sie selbst in allen Bereichen Fähig oder Sachkondig sein. Bei Kreativität ist es anders. Hier gibt es häufig die implizite Annahme, dass kreative Personen über die Fähigkeiten verfügen, kreative Leistungen zu erbringen und zwar unabhängig von bestimmten Bereichen. Kreativität wird eher so verstanden wie die Intelligenz, nämlich als eine allgemeine Fähigkeit, die sich auf Leistungen in fast allen Bereichen auswirkt. Aber stimmt das? John B. geht von folgenden Annahmen aus. Wenn kreativität Domänen spezifisch ist, dann müsste sich dies empirisch daran zeigen, dass sich zwischen kreativen Prozessen oder Leistungen innerhalb verschiedener Domänen niedrige Interkorelationen zeigen. Was heißt das? Sagen wir, wenn wir einen 500 Versuchspersonen und lassen diese jeweils drei kreative Aufgaben in drei verschiedenen Domänen bearbeiten. Zum Beispiel ein Gedichtschreiben, ein Bild malen und ein mathematisches Problem kreativ lösen. Zwischen den Ergebnissen der Personen in den drei Aufgaben sollten sich keinesystematischen Zusammenhänge feststellen lassen. Domänen Generalität könnte dagegen empirisch darin gezeigt werden, dass zwischen den drei Aufgaben eben hohe Interkorelationen auftreten. Personen, die kreative Gedichtschreiben, wären dann auch gut darin, ein mathematisches Problem kreativ zu lösen und ein kreatives Bild zu malen. Zowall zu gut, kompliziert wird es an der Stelle, an der man kreativität, realiabel und valide messen möchte. Meist geschieht dies in Untersuchungen auf indirekten Weg in Form von Beobachtungen oder Einschätzungen von Verhaltensweisen oder Eigenschaften, die theoretisch mit kreativität in Verbindung gebracht werden. Sehr häufig dient als solche indirekte Variable, dass die vergente Denken. Ein bekannte Test für die Messung die vergenden Denkens ist "The Torrance Test of Creative Thinking". Bei diesem müssen die probandenden und probanten Aufgaben lösen, in denen sie Strategien wie das Bilden von Hypothesen, die Verwendung unüblicher Methoden oder das Stellen unüblicher Fragen anwenden. Eine andere Methode, um dem Messproblem zu begegnen, ist die sogenannte "Concentres Assessment Technique" kurz "CAT". Entwickelt von der Psychologin Theresa Amabili. Hierbei erfolgt eine Evaluation tatsächlich akreativer Produkte durch Experten und Experten auf einem bestimmten Gebiet. Bei der Medikine, der Medikine, erklärt in seinem Artikel die Frage der Domainenspezifität, wer so es Generalisierbarkeit anhand von Untersuchungen, die entweder indirekte Messverfahren in Form von Test, das die vergenden Denkens untersuchten oder solchen "The CATs" verwendeten und erprüft anhand der Ergebnisse dieser Untersuchungen, ob interkorelationen zwischen verschiedenen Kreativitätsbereichen beobachtbar sind. Was sind die zentralen Ergebnisse? Die Zusammenfassung der vorliegenden Forschungsbefunde liefert Argumente sowohl für die Domainenspezifität als auch für die Generalisierbarkeit der Kreativität. Für Domainenspezifität spricht, dass es insgesamt und in sämtlichen Untersuchungen sehr niedrige Interkorelationen zwischen CAT Ergebnissen von Personen über verschiedene Domainen hinweg gab. Für Domainen Generalität spricht, dass sich relativ hohe Interkorelationen zeigten, wenn man als Grundlage der Kreativitätsmessung "Tests zur Selbsteinschätzung" oder "Instrumente" wie den Torrance-Test verwendete. Man könnte folglich sagen, dass sich die Frage nach der Domainenspezifität versus Domainengeneralisierbarkeit vor allem daran entscheidet, was man misst. Werden kreative Leistungen als Kreativierum verwendet, die von Experten und Experten eingeschätzt werden, zeigt sich Domainenspezifität. Werden Selbsteinschätzungen oder "Tests zum die vergenden Denken" verwendet, zeigt sich Domainengeneralisierbarkeit. Wie ist dies nun zu erklären? Ich habe am Anfang gesagt, dass es sich bei Kreativität um ein mehrdimensionales Konstrukt als Persönlichkeits-Eigenschaften, Talenten, Wissen, Fähigkeiten, Motivationen und Neigungen handelt. Und während das für kreative Leistungen erforderliche Wissen und die erforderlichen Fähigkeiten, sich für einzelne Domainen eingrenzen lassen, gibt es Persönlichkeits-Eigenschaften und Motivationskomponenten, die generalisierbar sind. Kreative Menschen haben tendenziell höhere Werte bezüglich der Persönlichkeitsmerkmale Offenheit für neue Erfahrungen und niedrigere auf der Dimensionengewissenhaftigkeit. Und all dies unabhängig von bestimmten Domainen. Aber kreative Leistungen setzen und das Bezeichnet bear als die verlässlichste Einzelerkennung ist der Kreativitätsforschung, lange Zeit der Vorbereitung, vor allem bewusste Übung und die Erarbeitung von Expertise voraus. Kurz gesagt, kreative Produkte liefern Hinweise auf Domainenspezifität, Persönlichkeitsprofile liefern Hinweise auf Domainen generalisierbarkeit. Domainen relevantes Wissen und Domainen relevantes Skills werden als Basisfertigkeiten aufgefasst, die kreative Leistungen in einem Bereich ermöglichen und Persönlichkeits-Eigenschaften oder auch ein divergenter Denkstil werden als die eher stabilen Merkmale der Person aufgefasst, die kreative Prozesse be günstigen. Es gibt also Domainen unabhängige Ausgangsvoraussetzungen und Domainenspezifische Fertigkeiten der Kreativität. Was bedeuten die Ergebnisse für Schule und Unterricht? Wahrscheinlich gibt es kaum jemanden, der der Aussage widersprechen würde, dass Schule Kreativität von jungen Menschen fördern soll. Aber wie soll sie das? Vor allem, wenn nicht einmal klar ist, was Unterkreativität verstanden wird. Die Frage, nach der Bereitsspezivität der Kreativität ist für praktische Überlegungen wichtig, weil sie unser Verständnis davon betrifft, wie Kreativität funktioniert und wie sie in verschiedenen Bereichen gefördert werden kann. Wer Kreativität für einen Skill hält, der sich irgendwie einüben und dann auf andere Bereiche übertragen lässt, geht halt einmal von einer Vorstellung aus, die vielleicht plausibel scheinen mag, aber doch Forschungsergebnisse nicht bestätigt wird. John Behr hat gezeigt, dass genau die Ausgangsbereiche der Kreativität, die Domainen übergreifend sind, am schwierigsten zu fördern sind, weil es sich um eher stabile Merkmalle handelt. Wie kann also effektive Kreativitätsförderung in Schulen und Unterricht aussehen? Was sie als Lehrerinnen oder Lehrer offenbar fördern können, sind einzelnes Skills, von denen wir annehmen, dass sie mit Kreativität in Verbindung stehen, nicht die stabilen Ausgangsvoraussetzungen. Aber, welches Skills das genau sind und inwieweit bestimmtes Skills mit Kreativität in Verbindung stehen, wissen wir nicht genau. Inwieweit dieses Skills von einzelnen Bereichen auf andere übertragbar sind, wissen wir nicht genau. Inwieweit eine Förderung, die das Skills tatsächlich zu höheren kreativen Leistungen führt, wissen wir nicht genau. Was wir wissen, ist, dass z.B. das Training die Vagenta-Denk-Operationen die Leistungen in Tests zum divergenten Denken erhöht. Ob die Personen, die so trainiert wurden später, am besten, wie von der OECD gewünscht im beruflichen Kontext, mit höherer Wahrscheinlichkeit kreative Leistungen erbringen, wissen wir nicht. Was sehr plausibel erscheint, ist, dass sich ein Unterricht, in dem verschiedene Perspektiven auf Probleme und unterschiedliche Vorstellungen und Lösungswege gewährt schätzt und verstärkt werden, sich günstig auf kreatives Verhalten von Schülerinnen und Schülern auswirkt. Aber, wenn spezielle pädagogische Konzepte und Programme aufgelegt werden, die explizit den Anspruch haben, Kreativität von Schülerinnen und Schülern zu verbessern, dann sollten diese schon etwas mehr theoretische Fundierung aufweisen als plausibilität. Vor allem aber sollten sie nicht auf Annahmen beruhen, die durch die psychologische Kreativitätsforschung in Frage gestellt oder sogar wiederlegt werden. Gibt es zu dem Thema noch mehr Forschung? Pro Silver James Kaufmann und Sean Pretz konnten in einer Studie aus dem Jahr 2009 zeigen, dass sich Menschen anhand der Beantwortung von Selbsteinschätzungssfrage bögen, bezüglich ihrer Kreativität in drei Gruppen einteilen lassen. Eine sehr großen Gruppe von unkreativen und zwei kleineren Gruppen von Kreativen. Die Autoren interpretieren ihre Ergebnisse als Hinweise für die Domänen Generalisierbarkeit. In einer französischen Studie aus dem Jahr 2016 stellen Baptist-Barbore und Kollegen ein hierarchisches Modell des kreativen Potenzials vor. Bestehend aus den Komponenten generische Denkprozesse, Domänen spezifische Denkprozesse und Aufgabenspezifische Denkprozesse. Sie kommen zu dem Schluss, dass der Beitrag der drei einzelnen Komponenten in hohem Maße von der Art der Aufgabe abhängt und dass der Beitrag der generischen Denkprozesse tendenziell überschätzt wird. Abschließend folgendes. John Bair fast in seinem Artikel die Diskussion darüber zusammen, als was man Kreativität auffassen kann. Der Artikel liefert keine konkreten Hinweise darauf, wie Sie Kreativitätsförderungen in Ihrem Unterricht umsetzen können. Stuttme Leid. Aber er liefert eine differenzierte Auseinandersetzung mit Film, was beim Thema Kreativität und Schule häufig Missverstanden wird. Und deswegen handelt es sich aus meiner Sicht um einen Forschungstext den jede Lehrerin und jeder legt es. ihrer kennen sollte. Vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Podcast. Fanden Sie die Forschungsergebnisse hilfreich? Haben Sie Fragen, Anmerkungen oder Einwände? Dann diskutieren Sie mit auf Twitter unter dem Hashtag, pfk/podcast. Bis zum nächsten Mal bei Psychologie fürs Klassenzimmer. [Gelächter]

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die OECD definiert 21st-Century-Skills wie Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität als Leitlinien für schulisches Lernen.
  2. Der Artikel von John Baer untersucht, ob Kreativität ein generisches Merkmal oder domänenspezifisch ist.
  3. Kreativität wird mehrdimensional verstanden und umfasst Persönlichkeitsmerkmale, Talente, Wissen, Fähigkeiten, Motivationen und Neigungen.
  4. Forschungsergebnisse zeigen
  5. Kreativität wird in keiner wissenschaftlichen Definition als erlernbarer Skill (KIL) betrachtet, was der OECD-Klassifikation widerspricht.
  6. Für die schulische Praxis ist unklar, welche Skills genau mit Kreativität zusammenhängen, ob sie transferierbar sind und ob Fördermaßnahmen tatsächlich zu kreativen Leistungen führen.

Summary:

" von John Baer vorgestellt, der die Frage behandelt, ob Kreativität ein allgemeines Persönlichkeitsmerkmal oder bereichsspezifisch ist. Die OECD betrachtet Kreativität als einen der 21st-Century-Skills, die für selbstgesteuertes Lernen und zukünftige Berufe relevant sind. Baer zeigt, dass die Forschung uneindeutig ist: Während Expertenbewertungen kreativer Produkte auf Domänenspezifität hindeuten, legen Selbsteinschätzungen und Tests zum divergenten Denken eine Generalisierbarkeit nahe.

Dies liegt daran, dass Kreativität mehrdimensional ist: Stabile Persönlichkeitsmerkmale wie Offenheit für neue Erfahrungen sind domänenunabhängig, während spezifisches Wissen und Fähigkeiten für kreative Leistungen in einzelnen Bereichen notwendig sind. Für die Schulpraxis bedeutet dies, dass eine effektive Förderung schwierig ist, da die übergreifenden Merkmale schwer zu beeinflussen sind. Zwar können bestimmte Denkprozesse trainiert werden, doch ob dies zu tatsächlichen kreativen Leistungen im Beruf führt, ist ungewiss.

Der Artikel liefert keine konkreten Unterrichtstipps, sondern warnt vor vereinfachenden Annahmen über Kreativität als übertragbaren Skill. Lehrer sollten daher theoretisch fundierte Ansätze wählen und nicht auf intuitive Vorstellungen vertrauen.

FAQs

Kreativität wird als eine der 21st Century Skills definiert, die Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität umfasst. Sie bezieht sich auf die Fähigkeit, neuartige und nützliche Ideen oder Lösungen zu generieren.

Die Forschung zeigt, dass Kreativität sowohl generische als auch domänenspezifische Aspekte hat. Kreative Leistungen sind oft domänenspezifisch, während Persönlichkeitsmerkmale wie Offenheit für neue Erfahrungen domänenübergreifend sind.

Kreativität wird indirekt gemessen, z.B. durch Tests zum divergenten Denken wie den Torrance Test of Creative Thinking oder durch die Consensual Assessment Technique, bei der Experten kreative Produkte bewerten.

Sie ist entscheidend für die effektive Förderung von Kreativität im Unterricht. Wenn man von falschen Annahmen ausgeht, z.B. dass Kreativität ein übertragbarer Skill ist, kann die Förderung ineffektiv sein.

Niedrige Interkorrelationen zwischen kreativen Leistungen in verschiedenen Domänen sprechen für Domänenspezifität, während hohe Korrelationen bei Selbsteinschätzungen oder Tests zum divergenten Denken für Generalisierbarkeit sprechen.

Ja, aber die Förderung sollte auf theoretisch fundierten Konzepten basieren. Plausible Annahmen reichen nicht aus, da stabile Persönlichkeitsmerkmale schwer zu beeinflussen sind, während bestimmte Skills wie divergentes Denken trainierbar sind.

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