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B2 - Interview mit Oskar - Wie fühlt es sich an, Abitur in Deutschland abzulegen?

from Nemčina naslovíčko

34m 57s

B2 - Interview mit Oskar - Wie fühlt es sich an, Abitur in Deutschland abzulegen?

Oscar, ein 19-jähriger aus Polen, teilt seine Erfahrungen mit dem deutschen Schulsystem und dem Abitur. Er beschreibt, wie die Bildungspfade von der Grundschule bis zum Abitur strukturiert sind, mit klaren Niveaus wie Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Die Entscheidung über den Bildungsweg erfolgt früh, oft durch Eltern- und Lehrerberatung. Der Schulalltag variiert stark zwischen Schule und Schüler, insbesondere in der Oberstufe, wo die Stundenplanung flexibel ist. Der Unterricht, besonders in Fächern wie Ethik oder Physik, fördert Diskussionen und eigene Meinungen, wobei die Lehrer als begleitende, nicht autoritäre Personen fungieren. Oscar betont, dass er besonders von seiner Physiklehrerin Dr. Euler beeinflusst wurde, die ihn an seine Grenzen heranführte und ihm Selbstvertrauen und Wachstum vermittelte. Seine Lieblingsfächer waren Mathematik und Physik, während Deutsch und Naturwissenschaften schwieriger waren, da er in der Mittelstufe unterfordert war. Die Abiturprüfungen sind lange Klausuren, die intensiv vorbereitet werden müssen – mindestens sechs bis zwölf Monate vorher. Für Oscar ist die Entscheidung nach dem Abitur nicht schwer, da er bereits das Studium gewählt hat, doch viele Jugendliche erleben Unsicherheit und Verwirrung. Oscar betont, dass das Abitur zwar eine wichtige Prüfung ist, aber keine Garantie für Erfolg oder das Ende der Welt. Es ist vielmehr eine Herausforderung, die zur persönlichen Weiterentwicklung führt. Er rät jungen Schülern, sich mit Lernen auseinanderzusetzen, neugierig zu bleiben und stets hinterfragend zu sein.

Transcription

3785 Words, 23445 Characters

German
Das war bei mir persönlich die größte Herausforderung und auch der größte Fehler in diesem Fall. Aber sie hat mich wirklich an meine absoluten Grenzen gebracht. Es ist weder das Ende der Welt, aber auch nicht das Tor zum Erfolg. Nehmt China, na so wird es kommen. Hallo, ich habe heute einen ganz besonderen Gast bei mir, Oscar. Er hat gerade sein Abitur in Deutschland gemacht und steht damit an einem spannenden Punkt in seinem Leben. Zwischen Schule, Zukunftsplänen und dem nächsten großen Schritt. Ich freue mich sehr, heute mit ihm darüber zu sprechen, wie Schule in Deutschland wirklich aussieht, nicht aus der Sicht von Lehrern oder Experten, sondern aus der Perspektive eines jungen Menschen, der dieses Schulsystem selbst erlebt hat. Wir werden darüber sprechen, wie der Schulalltag aussieht, wie das Abitur abläuft, welche Herausforderungen Schüler in Deutschland erleben und was junge Menschen nach der Schule beschäftigt. Liebe Oscar, herzlich willkommen. Schön, dass du heute bei mir bist. Stell dich bitte kurz vor, weil bist du, woher kommst du und was machst du gerade nach deinem Abitur? Hallo liebe Zuhörer und Hallo Lukka. Ich bin Oscar. Ich bin 19 Jahre alt. Ich bin ursprünglich geboren in Polen, in allen Stein und bin dann mit vier Jahren nach Deutschland gezogen. Ich wohne seitdem in Frankfurt am Main und mache mich für das Studium bereit. Also ich flese mich in die Studienordnung, Modulhandbücher durch und so weiter und so fort. Okay, du hast gerade dein Abitur gemacht, wie fühlt sich dieser Moment für dich an? Ist es eher Erleichterung, fühlst du dich stolz oder ist es seine Freude? Oder vielleicht auch ein bisschen Unsicherheit, weil ein neuer Lebensabschnitt beginnt? Ja, also ich fühle mich schon recht gestresst, weil ich weiß, dass das Leben jetzt nur noch schwieriger wird mit der Zeit. Aber ich bin schon recht glücklich erleichtert und auch stolz darauf, dass ich das Abitur hinter mir habe, aber ich weiß halt, dass das Studium auf jeden Fall viel schwieriger sein wird. Und da gibt es schon eine gewisse Unsicherheit, die auch schon eine gewisse Angst respekt. Aber so ist es halt. Wenn du an deine gesamte Schulzeit zurückdenkst, welche Erinnerungen kommen dir als erstes in den Kopf? Mit Bezug auf die gesamte Schulzeit, das müsste einmal die Einschulung sein, da ich da noch ein paar Fotos auf einer alten Kamera gefunden habe. Und sie auf mein Handy abgespeichert habe, dann noch der Matte Wettbewerb in der achten Klasse. Da hatte ich das Beste Ergebnis und habe den Wettbewerb gewonnen. Irgendwas. Er hat das Erasmus-Programm mit des Lorweikei, welches meine Schule hatte und mein Physikabitur, weil ich in Physik viel besser abgeschlossen habe als ich gedacht habe, dass ich abschließend werde. Darauf bin ich sehr stolz. Nimm uns einmal mit durch deinen Bildungsweg. Wie sieht der typische Weg eines Schülers in Deutschland bis zum Abitur aus? Ja, der typische Weg zum Abitur oder eines typischen Schülers sieht recht unterschiedlich aus. Es fängt nämlich schon in der Grundschule an. Die Grundschule hat insgesamt vier Klassen und am Ende der vierten Klasse findet ein Gespräch der Lehrkraft mit den Eltern statt. Und dort wird darüber beraten, auf was für einen Niveau die Lehrkraft das Kind einschätzt. Interessant. Die Niveau, die wir hier haben in Deutschland, sind zum einen die Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Die Hauptschule ist sozusagen das niedrigste Niveau, die Realschule ist sozusagen das mittlere und das Gymnasium ist das höchste. Nachdem die Lehrkraft dann eine Einschätzung abgibt, entscheiden die Eltern am Ende selbst, ob die Kinder oder ob das Kind auf einer Hauptschule, Realschule oder Gymnasium gehen sollte. Jedoch hat dieses Gespräch bzw. diese Beratung schon eine gewisse Rolle dabei, die Eltern zu beeinflussen. Ja, die Lehrkräfte kennen das Kind ja am besten, wenn es um die Bildung geht und daher findet dieses Gespräch statt. Und wie lange dauert die Schulzeit? In der Sekundarstufe 1 bzw. Mittelstufe geht es dann weiter mit der Klasse 5 bis Klasse 10 und dort finden zum einen in der 9. Klasse die Hauptschule Abschlussprüfungen statt. In anderen Worten in der 9. Klasse findet sozusagen das Abitur für die Hauptschule und in der 10. Klasse das Abitur für die Realschule statt. Der Grund warum ich das sage ist folgender, wenn ein Kind nach der Grundschule auf eine Hauptschule geht, dann endet die Hauptschule in der 9. Klasse mit den Hauptschule Abschlussprüfungen bzw. mit dem Hauptschule Abschluss. Das heißt danach ist die Schule vorbei, wenn aber das Kind oder wenn die Eltern möchten, dass das Kind weiterlernen, dann muss es auf eine Realschule. Das heißt in der 10. Klasse dann auf der Realschule muss dann das Kind die Realschule Abschlussprüfung abschließen. Das heißt, wenn jemand auf einer Hauptschule landet, dann aber am Ende Abitur machen möchte, muss er mehr Arbeit machen als ein Kind, welches nach der Grundschule direkt auf einem Gymnasium landet. Wann entscheidet man über den weiteren Bildungsweg? Mit der Sekundarstufe 2 bzw. umgangssprachlich Oberstufe geht es dann auch weiter mit der Klasse 11 bis 13. Dort findet dann das eigentliche Abitur statt und zwar in der 12. und in der 13. Klasse die 11. Klasse, das ist die A-Phase bzw. die Einführungsphase. Das ist sozusagen eine Vorbereitung auf das Abitur oder mit die Schüler und Schülerinnen ein Gefühl dafür kriegen, wie das Niveau denn überhaupt ist in der Oberstufe. In der 12. und in der 13. Klasse, das ist dann die Qualifikationsphase oder auch Kufase genannt. Dort werden dann Punkte gesammelt. Das Abitur wird am Ende zum einen durch die Punkte berechnet, die man über die beiden Jahre sammelt als auch durch die Abitur prüfernden. Das heißt, man hat die Hälfte des gesamten Abitur ergebnisses oder der Abiturnote ist sozusagen zum einen die Klausuren in der 12. und in der 13. Klasse. Aber dann auch am Ende noch die Abiturprüfungen selbst. Das heißt, Punkte werden ständig gesammelt, was ich damit meine, mit Punkten die Note 1 Plus entspricht 15 Punkte, die Note 1 entspricht 14 Punkte, die Note 1 minus entspricht 13 Punkte. Und so gehen wir dann weiter dieses Punkte-System oder weiter runter. Nach diesen Punkten wird man danach bewertet, umso mehr Punkte man sammelt, umso besser die Note im Grunde genommen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Fachabitur zu machen. Fachabitur ist, ich sag's jetzt einfach mal, so eine andere Form von Abitur, das ist nichts anderes als ein Jahr Schule, ein Jahr Praktikum bei einer Unternehmen, bei einer Firma. Das Fachabitur ist im Grunde genommen ein bisschen leichter, weil man weniger Stoff lernen muss und weil man ein Jahr lang ein Praktikum besuchen muss. Das Abitur und Fachabitur sind nicht gleich, also die sind nicht gleich gewertet, zum Beispiel bei den Universitäten mit einem Abitur. Kann man alles studieren? Jedoch mit einem Fachabitur kann man alles studieren, außer "lehramt", also "lehrer" oder "lehrerin", "medizin" und "jura". Das kann man damit nicht studieren. Das ist der einzige Unterschied zwischen den beiden. Wow, sehr deutlich erklärt, danke. Wie war deine Zeit am Gymnasium persönlich? Was war für dich typisch für diese Jahre? Was für mich typisch war, war, weil ich auf einer kooperativen Gesamtschule war. Kooperative Gesamtschule heißt einfach nur, wir hatten auf der Schule sowohl Hauptschulklassen, Rehalschulklassen und Gymnasialklassen in einem Gebäude. Wir wurden alle unterrichtet, teilweise getrennt, aber teilweise auch hatten wir Unterrichtseinheiten oder Unterricht, wo wir auch mal sich die Niveau überschritten haben. Und typisch war für mich, dass ich nicht oder ich persönlich habe, teilweise nicht sehr her rausgefordert, gefühlt, die Schule oder die Mittelstufe, die Fahrzehr leicht, sehr entspannt, ohne große Schwierigkeiten, was jetzt vielleicht gut klingen mag, auf den ersten Blick, aber dann, wenn man von einer Unterforderung, dann in die Oberstufe, also zu einer Überforderung geht, dann ist das halt nun mal schlecht, weil man halt einfach ins kalte Wasser geworfen wird. Und typisch war aber auch alle möglichen Kulturen und Herkünfte. Also ich hatte Mitschüler zum Beispiel aus Marokko, aus Serbien, Bosnien, aus Litauen, Afghanistan, Eritrea, hat sich auch Türkei, Indien, Pakistan, Vietnam, also wirklich alle möglichen Länder waren quasi mit dabei. Es gab es, das war jetzt nicht so homogen, dass es nur Deutsche bei mir auf der Schule gab, bei mir gab es quasi keine Deutsche auf der Schule. So, wie sieht ein typischer Schultag für einen Schüler in Deutschland aus? Waren begehend die Schule, wie viele Stunden hat man normalerweise, gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Schulen? So ein typischer Schulalltag in der Oberstufe, das ist teilweise sehr unterschiedlich, von Schule zu Schule, aber auch von Schüler zu Schüler innerhalb der selben Schule. Denn der Unterricht kann zum Beispiel schon um 7 Uhr anfangen und zum Beispiel um 15 Uhr enten, aber vielleicht auch um 8 Uhr 30 und um 17 Uhr erst enten. Das ist sehr unterschiedlich von Schule zu Schule individuell durch die Oberstufenleitung und durch das Sekretariat besprochen, beziehungsweise der Stundenplan geplant, wie das dann ausfällt, ist dann immer unterschiedlich, aber teilweise haben auch die Schüler, die Optionen, Fächer abzuwählen, man muss aber keine Fächer abwählen. Das heißt, ein Schüler oder Schülerin kann weniger Unterricht in der Woche haben als ein anderer oder eine andere. Das ist sehr unterschiedlich auch von Schüler zu Schüler oder Schülerin zu Schülerin. Bei mir persönlich war ich auf einer Ganztagsschule. Das heißt, ich habe sehr viel Zeit dort teilweise verbracht, teilweise hatte ich Tage, wo ich um 7 Uhr 45 in der Schule sein musste und erst um 17 Uhr 15 offiziell Unterrichtschluss hatte. Das heißt, manchmal habe ich auch Tage, wo ich nur von 10 Uhr bis 30 Uhr 30 Unterricht hatte. Das heißt, jeder Tag kann unterschiedlich sein von Tag zu Tag, aber auch von Schule zu Schule. Das kann sehr unterschiedlich sein. Ja, wie läuft der Unterricht normalerweise ab? Also gibt es viel Diskussion und eigene Meinung, wie viel lernt man selbstständisch, welche Rolle spielen Gruppen, Arbeiten oder Präsentationen? Der Unterricht läuft normalerweise in Fächern wie zum Beispiel Povey oder Ethik. Läuft dann normalerweise mit viel Diskussion und auch viel eigene Meinung, denn das sind eher solche Pro-Contra-Fächern. Da gibt es nicht richtig und falsch, sondern da gibt es Pro-Uncontra. Das heißt, da muss man diskutieren, man muss seine eigene Meinung äußern, nennen und genau das wurde auch von uns gefordert. Wir mussten diskutieren und wir mussten unsere eigene Meinung sagen, damit der Unterricht funktioniert hat. Und dann wurde jetzt nicht irgendwie ausgeschlossen oder ein Punkt weniger gegeben, wenn man eine Meinung gesagt hat, die jetzt nicht allen gefallen hat. Also es wurde alles toleriert, solange es nichts irgendwie rassistisches oder antisemitisches war. Da muss ich mich sehr an meine Povey-Lärkräfte bedanken, dass sie halt so was erlaubt haben und mit Bezug auf das selbstständige Lernen. Das ist so etwas, was man einem nicht beigebracht bekommt. Das ist etwas, was man selber lernen muss. Ich persönlich habe zum Beispiel mit der Lernmethode Blöding nennt sich, die habe ich zum Beispiel gelernt. Aber auch ich persönlich finde, wenn man etwas wirklich lernen möchte oder lernen will, dann muss man tiefgründig verstehen, um was genau geht es denn. Warum passiert das, wie passiert das und so weiter und so fort, einfach wirklich tiefgründig verstehen und vielleicht auch irgendwelche Lernmethode benutzen? Wie zum Beispiel das Blöding, aber man kann auch andere Lernmethode benutzen, wenn man welche findet. Und die Rolle von Gruppenarbeiten oder Präsentationen fand ich immer persönlich nervig, weil ich immer das Gefühl hatte, dass meine Note runtergezogen hat. Aber am Ende des Tages wird es später im Leben trotzdem irgendwelche gewisse Gruppenarbeiten geben oder auch Präsentationen geben. Und umso mehr Präsentationen in der Schule schon gemacht hat, umso besser weiß man, wie das abläuft, umso besser kann man sich darauf vorbereiten und man kriegt auch die Übungen. Also man kriegt diese Übung, dass man zum Beispiel vor der Klasse etwas präsentiert oder mit der Gruppe etwas besprechen muss und danach planen muss wie und was genau. Das ist etwas, was man, was halt für mich persönlich nervig war, aber das wird halt einfach immer im Leben so sein, dass in irgendeinen Gruppenarbeit oder Präsentation wiederkommt. Ja klar, wie würdest du die Beziehung zwischen Schülern und Lehren beschreiben? Sind Lehrer eher Autoritätspersonen oder Begleiter? Kann man offen seine Meinung sagen? Und wie bekommt man Feedback? Bei mir auf der Schule war die Beziehung zwischen Schülern und Lehren sehr entspannt. Also ich muss ehrlich sagen, unsere Lehrkräfte waren sehr, sehr entspannt mit uns auf gar kein Fall Autoritäter, auf irgendeine Art und Weise begleiter definitiv. Auch wenn man sich, auch wenn man jemanden einfach nur zum Reden gebraucht hat, wenn man irgendwelche Probleme vielleicht auch zu Hause hatte, dann konnte man das definitiv mit den Lehrkräften auch besprechen. Ich erinnere mich noch an die Frau Dittrich, so hieß sie "povi Lehrkraft", "povi Lehrerin", sie war zum Beispiel eine wirklich sehr nette, sehr herzvolle Person. Sie zum Beispiel könnte man jederzeit mit irgendeinem gewissen Problem ansprechen und sie würde einem auch wirklich helfen, aber ich habe auch gehört von anderen Schulen, dass das auch anders sein kann. Ja, die Lehrer können auch Autoritäter sein, vielleicht auch unfair, nicht nett. Bei mir persönlich auf der Schule war das aber. Mega, wirklich. Muss ich, muss ich, gestehen. Die Lehrer waren wirklich sehr, sehr nett. Ja. Seine Meinung kann man definitiv immer offen und ehrlich sagen, so lange das, wie gesagt, nichts rassistisches oder ähnliches ist. Also seiner Meinung sollte man auch sagen, das wurde auch von uns teilweise gefordert. Und Feedback kann man auf unterschiedliche Art und Weise bekommen zum Beispiel am Ende der Stunde, kann man so zu der Lehrkraft einfach hingehen, fragen, was habe ich gut gemacht, was habe ich schlecht gemacht oder bei mir auf der Schule war das so, dass wir Sprechstunden wuchen konnten. Das heißt nichts anderes als ein Gespräch mit unserer Lehrkraft und dann konnte man über alles mögliche reden, dann konnte man auch nach Feedback fragen oder ähnlichem. Das heißt Feedback kann man auf jeden Fall bekommen. Das ist gar kein Problem. Okay. Welche Fächer waren deine Lieblingsfächer und welche waren besonders schwierig und warum? Meine Lieblingsfächer waren Matte und Physik tatsächlich. Das waren auch meine Leistungskurse. Also eine Leistungskurse heißt in diesem Fall, das ist ein Fach, welches doppelt so viel gewertet wird. Das heißt, wenn ich zum Beispiel eine eins schreiben würde, kriege ich nicht 14 Punkte, aber 28 Punkte. Ich kriege die doppelte Punkte Anzahl für meine Abitur. Man muss zwei Leistungskurse wählen und die beiden waren auch meine Leistungskurse. Wir haben diese Fächer immer Spaß gemacht. Ich fand eh sowieso immer Naturwissenschaften eher passender für mich. Zum Beispiel Deutsch habe ich gehast. Oh nein. Ich fand mich am schwierigsten und auch viele meiner Mitschüler hatten Schwierigkeiten mit den Naturwissenschaften, also wie Matte, Chemie, Physik, Bio. Und der Grund dafür war halt einfach, weil in der Mittelstufe, in der Sekundarstufe 1, gab es halt diese gewisse Unterforderung. Und deswegen gab es dann in der Oberstufe so ein bestimmtes Defizit, dass es der Grund warum sehr viele das Schwierigkeiten hatten. Ich persönlich hatte Schwierigkeiten in Deutsch, weil ich es einfach nie verstanden habe. Zum Beispiel, ich habe das zum Beispiel den zerbrochenen Krug erst verstanden, als ich wirklich angefangen habe für das Abitur zu lernen. Aber vorher habe ich das nie so wirklich verstanden. Deswegen hat mir das immer die größten Schwierigkeiten gemacht. Ja, kommen wir langsam zum Abitur. Wie muss man sich diese Prüfungen vorstellen? Welche Prüfungen gibt es? Wie lange bereitet man sich darauf vor? Und was war für dich die größte Herausforderung? Die Abiturprüfungen kann man sich wie folgt vorstellen. Es ist im Grunde genommen nichts anderes als eine weitere Klausur. Die Prüfungen selbst, also die Abiturprüfung, gibt es in jedem Fach, welches die Schule anbieten kann. Das heißt, wenn es auf der Schule eine Latein-Lärkraft zum Beispiel gibt, dann kann man sich auch in Latein prüfen lassen im Abitur, also eine Abiturprüfung für das Fach Latein abschließen. Wenn es aber keine Latein-Lärkrafts auf der Schule gibt, dann kann man kein Latein als Abiturprüfungsfach wählen. Die Prüfungen selbst sind ein bisschen komplex. Es wäre sehr viel zu erklären. Ich versuche es kurz zu halten. Ich kann mein Physikabitur als Beispiel nehmen in meinem Physikabitur. Das war wie folgt. Ich habe vier Klausuren bekommen auf einmal. Das heißt, ich habe vier Vorschläge bekommen, so nennt man die. Und ich musste drei von diesen vier Vorschlägen bearbeiten. Dafür hatte ich so ungefähr, wenn ich mich nicht falsch erinnere, 250 bis 300 Minuten ungefähr, irgendwie so plus minus. Und dann sitzt man halt mit den Vorschlägen und bearbeitet diese ganz einfach. Also es ist im Grunde genommen wirklich einfach nur eine Klausur, die halt länger ist oder die halt mehrere Klausuren auf einmal hat. Man bereitet sich am besten schon von Anfang an auf die Abiturprüfungen, aber ich würde sagen, man braucht mindestens um sich gut vorzubereiten sechs Monate bis vielleicht zwölf Monate vor den Prüfungen. Das würde ich persönlich sagen. Und die größte Herausforderung war sich noch mal wirklich den ganzen Stoff der letzten zwei Jahre zu wiederholen. Alles was wir gelernt haben innerhalb dieser zwei Jahre. Also Klasse 12 und Klasse 13. Das mussten wir alles wissen für die Abiturprüfungen. Und das war das Schwierigste bei mir, weil ich habe natürlich nicht sechs oder zwölf Monate vorher eingewangen zu lernen, sondern ich glaube, das war ein Monat vorher. Dann musste ich das halt auf schnelle alles wiederholen. Viele Schüler erleben vor großen Prüfungen Stress. Wie war es bei dir? Wie bist du mit Druck umgegangen und was hat dir geholfen? Mit Druck und Stress bin ich wie folgt umgegangen und zwar ich habe mir die Frage gestellt warum sollte ich denn vor der Prüfung gestresst sein. Und die Antwort darauf ist was wenn ich etwas nicht weiß was wenn jetzt die Klausur unglaublich schwer sein wird. Das Problem ist also dass ich Angst habe etwas nicht zu wissen. Das heißt ich muss mich also besser vorbereiten. Das habe ich mir persönlich gedacht und genau so bin ich dann auch mit Stress und mit Druck umgegangen. Ich habe mich wirklich auf das lernen konzentriert so gut um so viel wie möglich zu lernen um einfach so gut wie möglich auf die Prüfung selbst vorbereitet zu sein und das war auch das was mir am Ende geholfen hat. Danach hatte ich kein Stress oder nicht mehr so viel Stress vor dem Prüfungen. Ja klar. Jetzt nach dem Abitur was kommt aus nächstes für dich? Wie schwierig ist die Entscheidung was man nach der Schule machen möchte? Also möchtest du mit einem Studium anfangen oder möchtest du ein Gebjahr machen das bräute deine Pause möchtest du vielleicht reisen? Für mich persönlich kommt als nächstes das Studium. Die Entscheidung war für mich nicht so schwer. Ich wusste dass ich schon studieren möchte nach dem Abitur aber ich habe auch mit Schüler und mit Schülerin gehabt die nach dem Abitur nicht wissen was sie machen wollen und die Entscheidung für sie kann schwer fallen. Ich habe auch zum Beispiel gehört von einem Freund von mir seine Schwester. Sie hat vor ungefähr wenn ich mich nicht falsch erinnere zwei Jahren ihr Abitur sehr gut bestanden aber seitdem macht sie einfach nichts. Sie ist seitdem zu Hause und macht nichts, keine Arbeit, kein Studium, kein gar nichts. Das heißt die Entscheidung was man nach der Schule machen möchte ob Studium ausbildung oder vielleicht ein Gebjahr kann sehr schwerfallen für manche. Man muss ja erst mal herausfinden was man selbst machen möchte und genau das sind in diesem Fall die Schwierigkeiten. Was glaubst du? Was sind die größten Herausforderungen für junge Menschen in Deutschland nach der Schule? Würde persönlich sagen, dass herausfinden, was man wirklich machen möchte, was für ein Mensch man selbst ist, was man mit seinem Leben machen möchte. Das persönlich denke ich, dass das die größte Schwierigkeit ist, denn es gibt so vieles, was man machen kann, dass man überwältigt davon ist. Man weiß nicht, was man alles machen möchte, weil am besten würde man alles machen, aber das geht leider nicht. Man muss sich für irgendetwas entscheiden und genau das ist die Schwierigkeit oder vielleicht auch erstmal herausfinden, was man überhaupt machen möchte. Ja klar, wenn du deine Schulzeit mit einem Satz beschreiben möstest, welcher wäre das? Meine Schulzeit war sehr schön, nicht immer perfekt, jedoch hat man immer das Beste draufgemacht. Gab es einen Lehrer oder eine Person in deine Schulzeit, die dich besonders geprägt hat? Was hast du von dieser Person gelernt? Ich hatte in der Klasse 12, also zum Anfang der Kufase, eine neue Physiklerischen. Sie hieß Frau Euler. Sie hieß da, also sie war tatsächlich eine Professoren. Sie war eigentlich Professoren, Dr. Euler. Das wusste ich aber erst später, habe ich zufällig erfahren. Und sie ist auf unsere Schule für ein Jahr gewechselt, weil wir keine Physiklerkraft sonst hätten. Und sie war, sie hat mich zum allerersten Mal so wirklich herausgefordert, sie hat mich wirklich an die Grenzen gebracht. Sie hat wirklich von mir 100 Prozent erwartet und das hatte ich vorher noch nicht, denn vorher war das sehr entspannt der Unterricht immer. Der war nicht so herausfordernd, aber sie hat mich wirklich an meine absoluten Grenzen gebracht, wenn es uns lernen geht. Und das habe ich, muss ich jetzt wirklich schätze ich mir sehr von ihr, dass sie das getan hat, denn sie hat mir wirklich beigepracht, wo denn überhaupt meine Grenzen sind und dass ich an diese Grenzen anstoßen sollte. Wirklich, bis an die Grenzen gehen, sich immer herausfordernd und genau das hat mich sehr geprägt bei ihr. Was würdest du heute einem jüngeren Schüler sagen, der gerade am Anfang seine Schulzeit steht? Befasse dich mit dem Lernen selbst, also Lernen das Lernen, bleibe neugierig und hörni auf zu lernen und hörni auf zu hinterfragen. Wie schön von dir und zum Schluss noch eine persönliche Frage, was hättest du gerne vor dem Abitur gewusst? Ich hätte gerne gewusst, also was heißt gewusst, ich würde das gerne besser wissen, dass das Abitur selbst auch nur eine Prüfung ist, auch nur eine Herausforderung, ja. Aber es ist jetzt nicht die größte Herausforderung, die es gibt und es ist auch definitiv nicht, das Tor zum garantierten Erfolg oder ähnliche, es ist einfach nur eine Prüfung, welche dann ein Zettifikat mehr gibt, beziehungsweise ein Zeugnis, mit welchem ich dann auf zum Beispiel studieren gehen kann oder ähnliche. Es ist weder das Ende der Welt, aber auch nicht das Tor zum Erfolg, bleibe neugierig, hört nie damit auf zu lernen und hört nie damit auf zu hinterfragen. Liebe Oscar, vielen Dank für deine Zeit und für diesen persönlichen Einblick in deine Schulzeit und dein Leben aus Jungermensch in Deutschland. Ich wünsche dir alles Gute für deine nächsten Schritt und viel Erfolg für deine Zukunft.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Oscar, 19 Jahre alt und aus Polen, hat sein Abitur in Deutschland abgeschlossen und sich nun auf das Studium vorbereitet.
  2. Der deutsche Schulweg ist strukturiert in Hauptschule, Realschule und Gymnasium, wobei die Entscheidung frühzeitig durch Lehrer-Eltern-Beratung erfolgt.
  3. Die Abiturprüfung ist eine Klausur, bei der Schüler in verschiedenen Fächern – inklusive Latein – Prüfungen ablegen, wobei die Noten aus Punkte und Prüfungen bestehen.
  4. Die größte Herausforderung für Oscar war die schnelle Wiederholung des ganzen Stoffs in den letzten beiden Schuljahren, da er nur kurz vor dem Abitur begann zu lernen.
  5. Die Beziehung zwischen Schülern und Lehrern ist entspannt, mit offener Meinungsäußerung und regelmäßigen Feedback-Möglichkeiten.
  6. Lieblingsfächer waren Mathematik und Physik, wobei Deutsch und Naturwissenschaften schwierig waren, insbesondere aufgrund von früherer Unterforderung in der Mittelstufe.
  7. Für viele Jugendliche ist die Entscheidung nach dem Abitur sehr schwierig, da sie nicht wissen, was sie wirklich wollen.
  8. Oscar betont, dass das Abitur keine entscheidende Lebensentscheidung ist – es ist weder das Ende der Welt noch das Tor zum Erfolg.

Summary:

Oscar, ein 19-jähriger aus Polen, teilt seine Erfahrungen mit dem deutschen Schulsystem und dem Abitur. Er beschreibt, wie die Bildungspfade von der Grundschule bis zum Abitur strukturiert sind, mit klaren Niveaus wie Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Die Entscheidung über den Bildungsweg erfolgt früh, oft durch Eltern- und Lehrerberatung.

Der Schulalltag variiert stark zwischen Schule und Schüler, insbesondere in der Oberstufe, wo die Stundenplanung flexibel ist. Der Unterricht, besonders in Fächern wie Ethik oder Physik, fördert Diskussionen und eigene Meinungen, wobei die Lehrer als begleitende, nicht autoritäre Personen fungieren. Oscar betont, dass er besonders von seiner Physiklehrerin Dr.

Euler beeinflusst wurde, die ihn an seine Grenzen heranführte und ihm Selbstvertrauen und Wachstum vermittelte. Seine Lieblingsfächer waren Mathematik und Physik, während Deutsch und Naturwissenschaften schwieriger waren, da er in der Mittelstufe unterfordert war. Die Abiturprüfungen sind lange Klausuren, die intensiv vorbereitet werden müssen – mindestens sechs bis zwölf Monate vorher.

Für Oscar ist die Entscheidung nach dem Abitur nicht schwer, da er bereits das Studium gewählt hat, doch viele Jugendliche erleben Unsicherheit und Verwirrung. Oscar betont, dass das Abitur zwar eine wichtige Prüfung ist, aber keine Garantie für Erfolg oder das Ende der Welt. Es ist vielmehr eine Herausforderung, die zur persönlichen Weiterentwicklung führt.

Er rät jungen Schülern, sich mit Lernen auseinanderzusetzen, neugierig zu bleiben und stets hinterfragend zu sein.

FAQs

Die größte Herausforderung ist das Wiederholen des gesamten Stoffs der letzten zwei Jahre, insbesondere kurz vor den Prüfungen, wenn man nur ein Monat vorher mit der Vorbereitung beginnt.

Das Abitur besteht aus Klausuren in den verschiedenen Fächern, wobei die Schüler beide Jahre lang Punkte sammeln und am Ende eine Abiturprüfung absolvieren, die den Gesamtnote entscheidet.

Ja, das Fachabitur ist ein Jahr Schule und ein Jahr Praktikum, ist leichter und erlaubt das Studium aller Fächer außer Lehramt, Medizin und Recht.

Man weiß nicht, was man wirklich möchte, und die Vielfalt der Möglichkeiten führt zu Überwältigung, sodass die Entscheidung, was man nach der Schule machen will, sehr komplex ist.

Der Schultag variiert von Schule zu Schule und kann von 7 Uhr bis 17 Uhr dauern, insbesondere bei Ganztagsschulen, wo die Schule länger läuft.

Ja, in vielen Schulen können Schüler offen ihre Meinungen äußern, solange es keine rassistischen oder antisemitischen Inhalte enthält, und erhalten dabei Feedback durch Sprechstunden oder Gespräche.

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