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Auseinanderleben als Paar - Ursachen, Tipps & unsere Coaching-Erfahrungen

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Auseinanderleben als Paar - Ursachen, Tipps & unsere Coaching-Erfahrungen

Das Thema „Auseinandergelebt“ ist häufig bei Paaren im Alter von 35 bis 55 Jahren zu finden, besonders nach langjähriger Elternzeit und familiärer Ressourcenverteilung. Die Ursachen sind vielfältig: eine langweilige Alltagsroutine, mangelnde Kommunikation, unterschiedliche Lebensstrukturen, persönliches Wachstum und fehlende gemeinsame Entwicklung. Diese Faktoren führen zu einem Gefühl der Distanz, einem Verlust des "Wir-Gefühls" und einer zunehmenden Abwesenheit emotionaler Nähe. Im Coaching werden die Ursachen analysiert, emotionale Verletzungen aufgelöst und praktische Strategien entwickelt, um eine stärkere Verbundenheit wiederherzustellen. Dabei spielt das Bewusstsein für persönliche Veränderungen eine zentrale Rolle – es ist entscheidend, dass beide Partner auf demselben Weg sind. Bei Trennungen wird besonderes Augenmerk auf die Kinder gelegt, um sie möglichst wenig zu verletzen und ein stabiles Elternpaar-Verhältnis aufzubauen. Coaching ist nicht nur eine Retterlösung für die Beziehung, sondern ein Prozess der Selbstreflexion, der es ermöglicht, Werte, Ziele und Bindungen neu zu definieren. Der Erfolg liegt nicht nur in der Beziehungserhaltung, sondern auch in der Klarheit, die beide Partner im Prozess finden – unabhängig davon, ob sie zusammenbleiben oder sich trennen.

Transcription

5933 Words, 36767 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Podcast-Folge bei den Lebensidealisten. In dieser Folge geht es um das Thema Auseinandergelebt als Paar, Ursachen, Tipps und unsere Coaching-Erfahrung. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Das Gefühl, sich auseinandergelebt zu haben, ist ein Grund, der häufig bei uns im Coaching vorkommt, wo viele Paare sich gerne Unterstützung wünschen. Und wir zeigen euch heute einmal, wie es dazu kommt, dass man sich auseinander wegbewegt hat und welche Probleme durch das Auseinanderleben in der Beziehung entstehen können. Es betrifft häufig Paare, die in unseren Kernstilgruppen sind, zwischen 35 und 55, die langjährig zusammen sind und die irgendwann das Gefühl haben, dass das nicht mehr so der Match ist wie damals, dass gewisse Lebensumstände passiert sind, die zum Beispiel Werte, Ziele verändert haben oder auch ganz häufig ja im Zusammenhang mit dem Älterwerden der Kinder, dann ist so das Thema vielleicht Haus abgeschlossen, Karriere ist einigermaßen entwickelt und dann sind die Kinder vielleicht in einem Alter so zwischen das Jüngste vielleicht fünf und dann noch Ältere dazu. Oder vielleicht manchmal noch älter, manchmal zehn aufwärts und dann merken die Paare, dass sie wieder mehr Zeit für sich haben und fragen sich, ja, jetzt haben wir irgendwie fünf Jahre, zehn Jahre, manchmal länger, waren wir Elternpaar, haben sehr viel uns um die Kinder gekümmert, hatten vielleicht eine klare Rollentrennung und jetzt ist die Frage, was verbindet uns eigentlich noch, wer sind wir eigentlich? Wir können ja einmal konkreter auf die Probleme schauen. Also was die Probleme konkret sind, als ersten Punkt haben wir da, dass halt der Alltag sich für viele Paare, die sich auseinandergelebt haben, langweilig anfühlt. Also sie berichten davon, dass sich viele Routinen eingespielt haben, es wenig Abwechslung geht, dass man als Team nur noch funktioniert, man aber immer das Gleiche in einer bestimmten Wiederholung erlebt und man auch gefühlt wie Geschwister, wie Freunde nebenher lebt. Das ist das Wichtigste. Das ist das Problem der Dreißiger meistens und der Jahre, die danach kommen, wenn man nicht aufpasst, dass man sich sehr stark um die Sicherheit kümmert, dafür sorgt, dass man das Nest baut mit dem Haus oder der Wohnung und dann dafür sorgt, dass man Rücklagen vielleicht bildet, um sicher zu sein, alle versorgen zu können und in der Phase geht dann das Abenteuer manchmal ein Stück weit unter und deswegen tritt dann diese Langeweile ein. Dann verschlechtert sich bei vielen Paaren im Laufe der Zeit die Kommunikation. Das liegt daran, dass so eine Konfliktspirale, die sich langsam aufbaut und man immer mehr kleinere Konflikte, kleinere unstimmige Kompromisse, also gar nicht große Dinge, sondern Kleinigkeiten in sich aufstaut, die dazu führen, dass die Kommunikation eben angespannter wird, reduziert wird. Es entstehen Brillen, man hat das Gefühl, manche Themen mag ich gar nicht mehr so richtig ansprechen. Da weiß ich eh schon, dass der andere so und so reagiert. Dann gibt es vielleicht auch aber auf das Zusammen Dinge unternehmen, gewisse Brillen, die entstehen. Zum Beispiel, ich brauche gar nicht fragen, ob wir eine Runde spazieren gehen, da hat mein Mann eh keine Lust zu. Oder ich brauche gar nicht fragen, ob meine Frau mit mir eine Fahrradtour macht, da hat sie eh keine Lust zu. Und dann entstehen da auch dann so gewisse Dynamiken, wo man den anderen aufgrund dieser Brille gar nicht mehr fragt. Allgemein kann auch ein Grund sein. Wenig gemeinsame Zeit zu haben. Also jeder hat vielleicht sein Arbeitspensum, es gibt Kinder zu versorgen, man hat Hobbys, es gibt den Haushalt, der gemacht werden muss. Und es kommt nicht mehr wirklich dazu, dass man die Paarzeit aktiv nutzt, sondern andere Sachen als Priorität dann da vorgeschoben werden. Es kann auch sein, dass man unterschiedliche Arbeitszeiten hat und deshalb auch unterschiedliche Alltagsstrukturen und man eh schon wenig in Kontakt ist, weil der eine nach Hause kommt von der Arbeit, wenn der andere gerade zur Arbeit geht. Also man nur noch so ganz kurze gemeinsame Ankerpunkte hat. Dann passiert das so, dass Rituale und Routinen immer weiter runtergefahren werden, die vorher eine emotionale Verbundenheit noch ausgemacht haben, wie eine Begrüßung oder ein Gute-Nacht-Kurs, sodass auch die körperliche Nähe wenig vorhanden ist dann. Wir haben sehr häufig entsprechende Berufsgruppen ja auch bei uns im Coaching. Also hochrangige Ärzte in Krankenhäusern, die natürlich entsprechend belastet sind durch Schichtdienste, die dann vielleicht auch, wenn sie in der Chirurgie tätig sind, nicht mal eben kurz absagen können, dass jetzt die OP ansteht, die dann vielleicht Termine ausfallen lassen müssen, keine geregelten Arbeitszeiten haben, weil sie nicht wissen, wie lange die OP dauert. Wir haben häufig bei uns Vertriebler, die dann entsprechend natürlich auch im Pensum fahren, wo es um Provisionen geht, wo es darum geht, Abendveranstaltungen zu besuchen. Um letztendlich den Vertrieb voranzutreiben, häufig auch Selbstständige und Unternehmer, die auch typischerweise in gewissen Phasen ein sehr hohes Pensum fahren und entsprechend wenig Zeit dann da bleibt und eben diese Trennung dort sehr häufig eben in diesen Berufsfeldern vorliegt, weil es ist eher untypisch, dass beide einen sehr herausfordernden Job parallel machen, ist auch manchmal der Fall. Wir haben auch Pärchen. Wo beide Ärzte sind und beide extreme Herausforderungen haben oder beide selbstständig sind, aber ganz häufig ist bei diesen Paaren ja auch eine recht klare Trennung zwischen den Rollen. Der eine kümmert sich eben dann um das Berufliche und die Karriere oder das Unternehmen und der andere ist dann tendenziell mehr für das Soziale, die Kinder und den Haushalt da, also eine eher klassische Rolle, weil häufig dieses Pensum der Berufe das gar nicht, sich anders zulässt, wenn man noch parallel eine Familie gründen möchte. Ja, der letzte Punkt ist persönliches Wachstum, also dass man sich natürlich ständig verändert. Also das ist völlig normal, wenn man das Gefühl hat, nach 20 Jahren Beziehung, Mensch, du bist ja gar nicht mehr der Mensch, den ich kennengelernt habe, stimmt man selber auch nicht für den anderen, denn man entwickelt sich einfach im Laufe seines Lebens entweder aktiv und bewusst. Weil man vielleicht Seminare macht, weil man neue Jobs annimmt, weil man neue Hobbys macht, weil man neue Menschen kennenlernt, weil man viele Bücher liest, kann man sich bewusst und aktiv weiterentwickeln oder einfach unbewusst, weil man natürlich nicht drumherum kommt, in den verschiedenen Phasen der Kinder sich mitzuentwickeln, in vielleicht verschiedenen Berufsphasen sich zu entwickeln. Es passiert einfach eine ständige Entwicklung. Und in dieser Phase können natürlich Ziele und Werte in verschiedene Richtungen wandern. Und dann entsteht auch das Gefühl, sich auseinandergelebt zu haben. Und das ist eben ein ganz wichtiger Punkt, auch vom Glaubenssatz her, dass man eben weiß, man entwickelt sich immer weiter und es ist eben wichtig, den Partner oder die Partnerin mitzunehmen auf dieser Reise. Ich hatte mal ein Paar im Coaching, die haben das ganz schön gesagt. Da war die Frau sehr, sehr interessiert an Persönlichkeitsentwicklung, hat sehr viele Seminare besucht, hat selber sich selbstständig gemacht im Laufe. Der Beziehung hat dafür entsprechende Vertriebstrainings gemacht, Trainings für Selbstständige und hat in dem Umfeld natürlich auch neue, also andere Selbstständige kennengelernt, also auch neue Leute kennengelernt. Und die sagte irgendwann, dass ihr Partner, der mochte sein Leben total gerne, wie es schon immer war, und der ist ein sehr beständiger Typ, für den ist das nichts, sich irgendwie ständig neue Dinge zu suchen. Der hatte halt so sein Bötchen und damit fuhr er so ein bisschen durch die Gegend am Freizeit und Angeln. Der war total tiefenentspannt und zufrieden mit dem, was er gemacht hat. Und ihr Gefühl war aber, sie ist irgendwann, also die haben sich irgendwann zusammen auf die Parkbank gesetzt und sie ist irgendwann aufgestanden und losgegangen zu neuen Zielen, neuen Dingen. Und er ist halt sitzen geblieben, weil er das mochte auf der Parkbank. Das war so ihr Bild, was sie beschrieben hat. Und das kann natürlich passieren, wenn man aufsteht, dann sollte man eben überlegen, warte mal, da sitzt ja noch mein Partner. Und ich muss dem mitteilen, dass ich mich verändern möchte und fragen, möchtest du mit, ihn an die Hand nehmen und sagen, komm mit auf diesem Veränderungsweg. Und wenn er sagt, nee, der Weg ist unstimmig für mich, dann muss man genau in sich gehen, ob der andere dann auch diesen Weg geht, weil man eben Gefahr läuft, dass dann die Partnerschaft nicht mehr funktioniert. Was häufig aber auch eine Folge ist, dass es ein schleichender Prozess ist. Also bei so etwas matcht das natürlich, wenn man jemandem sagt, ich mache was Neues, also einen Jobwechsel oder sowas ähnliches. Aber wenn das auch ein schleichender Prozess ist, ist es ja gar nicht immer so klar, dass da eine Distanz ist, die immer größer wird. Ja, gerade bei der persönlichen Entwicklung, da ist das natürlich im Nachhinein gut reflektiert, zu sagen, ich bin irgendwann aufgestanden. Aber wahrscheinlich hat man in dem Moment, als man von der Parkbank aufgestanden ist, das gar nicht so gemerkt, dass das passiert. Das ist natürlich schöner, wenn man da dann eben in der Selbstreflektion ist als Paar, regelmäßig reflektionsgespräch. Gespräche führt, um das eben zu sehen und auch vielleicht anzunehmen, wenn da Partner sagt, Mensch, du veränderst dich da irgendwie, das auch dann zu sagen, ja, nicht nur zu sagen, ja klar, verändere ich mich, ich mache ja auch Kurse, sondern auch zu überlegen, okay, was heißt das denn für dich, dass ich mich verändere, wie fühlt sich das für dich an, fühlst du dich abgeholt, mitgenommen, entspricht das deinen Werten und Zielen? War ja auch so ein Warnhinweis in der Coaching-Ausbildung. Wenn dort jemand alleine in die Coaching-Ausbildung geht, die auch verknüpft ist mit vielen Coachings für sich selbst und man ist in einer Partnerschaft, war immer der Warnhinweis in der Ausbildung, dass die Partnerschaft eben negativ beeinflussen kann, wenn einer von beiden sich coachen lässt, auch die Weiterentwicklung geht, für sich Themen und Prägungen klärt und der andere das nicht tut, dann kann eben genau dieses Parkbank-Bild entstehen, weil man ja eben wie Puzzlestücke voreinander matchte und das Coaching kann eben, wenn man das nur alleine macht, dazu führen, dass man sein Puzzlestück verändert und dann eben nicht mehr auf das Puzzlestück des anderen matcht. Und wenn es dann halt nicht mehr matcht, entsteht die zweite Folge sozusagen, weniger Lust auf Zeit zu zweit. Also man stimmt sich noch weniger ab bei der Tagesplanung, hat nicht mehr so das Interesse an gemeinsamen Unternehmungen, man braucht eher so einen Antrieb, nochmal gemeinsam was zu machen und geht dem sonst eher vielleicht auch unbewusst ein bisschen auseinander und dadurch bekommt man natürlich immer weniger auch vom anderen mit. Man weiß vielleicht gar nicht mehr wirklich, was bei dem anderen passiert oder warum der andere wie handelt und das ist dann natürlich der Weg immer mehr ins Auseinandergehen. Und dieses Auseinandergehen führt dann wiederum dazu, dass die Konflikte sich weiter häufen, denn wenn Distanz spürbar ist, dann können wir natürlich noch eher Konflikte eingehen, wenn dieses Gefühl von Zugehörigkeit, Verbundenheit, Wir-Gefühl reduziert wird, dann ist man natürlich nochmal anfälliger für Streit, weil dann die Harmonie vielleicht nicht mehr ganz im Vordergrund steht. Und das verstärkt dann gewisse Basisgefühle in der Folge. Zum Beispiel die Angst, wie es weitergeht. Geht es noch gemeinsam? Gibt es noch eine Zukunft? Passt man noch zusammen? Vielleicht auch Verlustängste, auch häufig Sorgen um die Kinder. Gerade wenn jemand selber erlebt hat, dass sich Eltern getrennt haben, dann ist das immer auch für die Paare eine große Sorge, was mit den Kindern passiert, dass die Kinder davon entsprechende Trägung abbekommen, weil man selber das sehr schwierig fand, diese Phase, als die Eltern sich getrennt haben. Bei manchen macht es auch Wut, dass man sich wünscht, dass es besser wird und vielleicht auch gemeinsame Gespräche führt, aber die Strategien, die Situation zu verbessern und damit sein Problem zu lösen, wieder zueinander zu finden, die fehlen und man dreht sich im Kreis. Und bei manchen natürlich dann auch Traurigkeit, über die Entwicklung der Beziehung, die Veränderung, mit Rückblick auf die Phase, wo es gut war, wo die Gefühle sicher waren, wo die Verbundenheit da war. Bei vielen ist es, glaube ich, auch das Gefühl, selber so überrascht zu sein. Also viele berichten dann auch, ich hätte nicht gedacht, dass das uns passiert, wir fühlten uns am Anfang der Beziehung sehr eng miteinander verbunden und jetzt sind wir an dem Punkt, da sind wir so weit auseinander. Also man ist ja auch so ein bisschen in seinem Menschenbild über den anderen vielleicht erschüttert, weil man dachte, okay, ich habe da gute Menschenkenntnis, das passt so weit am Anfang, ich gehe in die Beziehung ein. Ich würde jetzt nicht vermuten, dass wir in 20, 15 Jahren, wie auch immer, da am Tisch sitzen und sagen, okay, wir sind in unseren Werten, in unseren Zielen vor allem mal so auseinander. Wir werden gleich zu den Lösungen kommen und euch dann auch drei Beispielpaare nennen, die Ina im Coaching hatte und was deren Themen waren, wie das gelöst wurde, sodass ihr vielleicht an diesen ganz praktischen Beispielen für euch Erkenntnisse und Impulse mitnehmen könnt, die ihr auf eure Beziehung anwenden dürft. Wie immer, wenn wir Coaching-Einblicke geben, werden wir anonymisiert über die Paare sprechen, das heißt, Namen, die ihr hört, wurden verändert und Geschichten, die wir erzählen, sind bewusst immer in einigen Punkten leicht verändert, sodass normalerweise nicht mal das Paar selber sich noch wiedererkennt wenn es das hört, denn uns ist immer ganz wichtig, dass jedes Paar, was zu uns kommt, absolut im Vertrauen mit uns arbeitet und nichts nach außen dringt. Deswegen gibt es bei uns ja auch niemanden, der Informationen anfordern kann und so weiter. Also selbst, wenn da ein Trennungsfall entsteht und im Ablauf das darum geht, wie man mit den Kindern handhabt und man vor Gericht geht, dann haben wir, glaube ich, bisher zweimal so eine Anforderung auch bekommen und da fragen wir immer bei euch beiden nach, um die Erlaubnis darüber sprechen zu dürfen. Also das gibt nie, dass wir dort einseitig Partei ergreifen oder dass wir irgendwelche Details aus eurer Beziehung nach außen geben. Das ist ja insbesondere immer bei selbstständigen Unternehmern oder auch prominenten Personen ganz, ganz wichtig, dass man dort möglichst verschlossen ist und natürlich nichts nach außen dringt. Das heißt auch, niemand im Umfeld weiß, wer bei uns im Coaching ist und so weiter. Das ist immer alles, alles anonymisiert und so, dass keiner weiß, über wen sprechen wir hier eigentlich. Also eigentlich sind wir sehr für Transparenz. Wir versuchen alles Transparenz mit euch zu machen. Aber das ist der einzige Punkt, wo es eine Null-Transparenz-Toleranz gibt. Damit das wirklich sicher ist. Wenn ihr gerade diesen Podcast hört und überlegt, bei uns ins Coaching zu gehen, geht gerne bei uns auf die Website. Schaut euch um, wie die Abläufe bei uns sind, mit dem Kennenlerngespräch, dem Telefonat, vorab und tragt euch dann fürs telefonische Erstgespräch bei uns ein. Gerne schauen wir dann gemeinsam, was euer Thema ist, was euer Ziel ist und wie wir euch am besten auf dem Weg unterstützen können. Kommen wir zu den Coaching-Einblicken. Das Paar Nummer 1, Christian und Lisa. Vielleicht magst du erst mal erzählen, was waren die Gründe, warum sind die ins Coaching gekommen, welches Ziel war da und wie habt ihr das Ganze im Coaching dann gelöst? Christian und Lisa haben sich bei uns gemeldet und als Grund damals angegeben, dass sie das Gefühl haben, dass sie weit voneinander entfernt sind, sich auseinander gelebt haben und nicht mehr wissen, ob sie an der Beziehung festhalten möchten, weil sie im Streit gemerkt haben halt, dass sie sehr weit auseinander stehen und so eine emotionale Verbundenheit, wie wir das immer nennen, sie sagten damals, dass wir ihr Gefühl nicht mehr gespürt haben. Im Kennenlerngespräch haben wir so ein bisschen dann mal konkret gesprochen, was bei denen so passiert ist in der Beziehung, dass sie so jetzt an dem Punkt stehen, wo sie sind. Sie erzählten von einem Lebenswandel, dass sie sich kennengelernt haben, es gab verschiedene Lebensereignisse, auch positive Lebensereignisse, die sie aber natürlich beeinflusst haben. Es sind Kinder dazugekommen, es gab häufig einen Jobwechsel auf seiner Seite und dann entstanden so zwei unterschiedliche Leben, wie sie erklärten. Einmal das Leben für ihn bei der Arbeit, wo er seine Aufgaben hatte, seine Ziele hatte und einmal das Leben, was auch am Anfang nicht so leicht war für sie, mit den Kindern zu Hause. Beide fühlten sich nicht anerkannt und wertgeschätzt und auch letztendlich im Prozess nicht mitgenommen voneinander. Also sie hatte das Gefühl, dass er nicht so viel von der Arbeit erzählt, nur so ganz kurz immer Angaben macht, wie der Tag war. Er hatte das Gefühl, dass sie mit den Kindern recht überfordert teilweise wirkte. Die Kinder waren auch noch in einem kurzen Altersabstand auf die Welt gekommen und fühlte sich da auch nur so ein bisschen nebenbei mitgenommen, nicht so als Teil der Familie und als Konsequenz daraus haben beide gesagt, sind natürlich die Gefühle auch ein wenig verloren gegangen. Beide wollten aber als Ziel an der Beziehung festhalten und da haben wir halt angesetzt. Also wir haben erstmal auf die Ziele geguckt, was soll sich konkret ändern, was ist der Wunsch und dann haben wir angefangen zu arbeiten, da wieder unser Vorgehen wie immer, wann war es mal gut, wir sind zurückgekehrt an den Punkt, wo war es mal gut, das war am Anfang der Beziehung und haben mal geschaut, wie hat sich dieser Berg aufgebaut, also was ist alles konkret in der Beziehung passiert und wo ist der Moment entstanden, dass das allererste Mal sich jemand aus diesem Wir-Gefühl verabschiedet hat innerlich. Und da gab es dann ganz viele kleine und größere Stationen und Verletzungen, wo das passiert ist und das haben wir dann aufgeführt, aufgelöst nach unserer Methodik, haben halt Dynamiken und Gründe festgehalten, weil es ja auch nachhaltig wirken soll, damit es in Zukunft, wenn man in ähnliche Situationen kommt, nicht nochmal passiert und haben das Fundament neu aufgebaut, gleichzeitig Strategien aufgebaut, die auch präventiv wirken, also haben nochmal geschaut, wie kann man mehr Verbundenheit im Alltag herstellen, wie kann man den Austausch nochmal deutlich verbessern, damit nicht mehr diese zwei Welten existieren, sondern es eine Welt wird. So sind wir vorangekommen und auch auf ein, finde ich, sehr schönes Ergebnis gekommen, nämlich, dass beide am Ende gesagt haben, sie haben das erste Mal wieder das Gefühl, den anderen wirklich an der Seite zu spüren und zu kennen. Ja, schön, dass beide auch das Ziel hatten, dass sie an der Beziehung festhalten wollen. Das ist ja auch gar nicht so häufig in der Situation, sondern regelmäßig in der Situation ist es ja, dass mindestens einer von beiden sagt, ich brauche erstmal Klarheit, ich weiß gar nicht, ob ich ob ich die Beziehung überhaupt noch möchte. Also auch das ist eins, Was wir sehr häufig im Coaching haben, ein Zwischenziel, sag ich mal, dass man erstmal Klarheit finden möchte. Das wird dann in den ersten Coachings hergestellt, sodass man dann weiß, läuft es jetzt in den nächsten Schritten weiter in Richtung Beziehung retten oder eher in Richtung Trennungsbegleitung. Das ist dann immer ganz unterschiedlich. Also ihr habt ja die für uns ja in solchen Situationen drei typischen Schritte gemacht. Also ihr habt die Ursachen gefunden, ihr habt die emotionalen Verletzungen dahinter gelöst und ihr habt durch neue Strategien für die Zukunft Vertrauen aufgebaut, sodass man eben weiß, was man tun kann, damit man nicht wieder sein Wir-Gefühl, seine Zugehörigkeit im Laufe der Beziehung verliert. Weil das ist ja auch etwas, wovor viele Angst haben, wieder in diese alten Routinen zurückzufallen und zu sagen, ja jetzt ist das dann mal für Sex. Sex, Wochen, drei Monate, vier Monate gut und dann geht es wieder von vorne los, sondern dass man dann eben auch entsprechende Strategien hat und weiß, wie man sich so verhält und die Beziehung so reflektiert, dass man nicht wieder in diesen alten Trott hinein gerät. Genau, also wir haben das jetzt natürlich hier, machen wir es immer so ein bisschen im Schnelldurchlauf, die Coaching-Einblicke. Da steckt natürlich immer noch im Detail mehr hinter. Also da ist das Thema sprachende Liebe noch dabei gewesen, Alltagsstrukturen. Wir haben geschaut, wie kann man im Alltag kleine Möglichkeiten, zur emotionalen Verbundenheit wieder aufbauen. Wir haben nochmal ein bisschen auf das Gesamtsystem geguckt, Umgang mit den Kindern, damit er auch nicht mehr das Gefühl hat, das sind so Frontenbildungen, wie kann man ihn einbinden. Da steckt natürlich ganz viel noch mehr hinter, was auch sehr individuell ist und was glaube ich auch gerade ein Coaching bei uns ausmacht, dass wir mal auf das Gesamtsystem gucken und dass wir sehr individuelle Strategien finden, die genau auf die Familie, auf das Paar passt. Dann haben wir ein zweites Paar, Marie und Finn. Die haben sich ein bisschen anders so von der Lösungsfähigkeit erfahren, weil hier ist es nun so, dass beide ein Päckchen mitbringen. Vielleicht magst du auch wieder erzählen, was waren die Gründe dafür, dass sie sich gemeldet haben, was das Ziel und wie habt ihr auch hier im Coaching das für beide lösen können? Genau, mal ein ganz anderer Fall im Gegensatz zum ersten. Marie und Finn, beide haben sich bei uns gemeldet, haben erzählt, sie haben sich sehr jung kennengelernt, also unter 20. Sind dann ins Studium gestartet, es gab dann auch im Studium schon ansatzweise eine Fernbeziehung. Nach dem Studium gab es dann noch die Fernbeziehung sozusagen in der Verlängerung, dann kamen die ersten Jobs, wo natürlich auch eine starke Priorität drauf lag, ins Arbeitsleben einzusteigen. Haben aber gemerkt, okay, irgendwie so eine Fernbeziehung auf Dauer ist nicht so unseres, haben dann gemeinsam eine Wohnung bezogen und nach weiteren fünf Jahren haben sie das Gefühl, sie haben sich so ein bisschen verloren und waren ganz überrascht, weil sie gesagt haben, wir haben ja eine Fernbeziehung schon ausgehalten und jetzt wohnen wir zusammen und jetzt haben wir das Gefühl, uns verloren zu haben. Relativ schnell hat sich dabei herausgestellt, beziehungsweise das haben beide auch berichtet, dass sie glauben, dass das auch ein Punkt sein könnte, ist, dass sie schwer kommunizieren können. Also sie können schwer miteinander sprechen, besonders in der Tiefe, also können sich über Gespräche schwer emotional verbinden. Und das war am Anfang halt nicht so das Thema, wenn man sich jung kennenlernt, sie waren halt viel unterwegs, in Gruppen, im Freundeskreis, im Studium, haben sich halt aufs Wochenende gefreut in der Fernbeziehung und jetzt, wo, wie sie sagten, so langsam die ernsten Themen ins Leben gekommen sind, die ersten haben Kinder bekommen, Freundeskreis, haben eine Immobilie gekauft oder, oder, oder, sie gemerkt haben, okay, das sind Themen, darüber müssten wir uns auch mal Gedanken machen, aber wir können darüber gar nicht sprechen. Wir können diese Themen nicht sprechen. Wir können diese Tiefe von Werte und Zielen irgendwie nicht erreichen und kommen relativ schnell dann auch in eine Art von Streit, weil wir enttäuscht darüber sind. Da haben wir dann nochmal ganz intensiv drauf geschaut, haben als allerersten Schritt wieder erstmal die Verletzungen aufgelöst, um auch eine wertschätzende Haltung einzunehmen, um auch zu schauen, gab es Verletzungen, die das ausgelöst haben, dass die Kommunikation so schwierig zwischen den beiden ist, haben dann festgestellt, es war in dem Punkt noch nie gut zwischen den beiden. Also es gab nie eine gute Kommunikation und haben dann sogar festgestellt, dass beide sozusagen auch ein Päckchen mitbringen, also dass beide ein Thema schon in vorherigen Beziehungen mit der Kommunikation hatten und sind dann sozusagen anders gegangen, also haben Verletzungen aufgelöst und gleichzeitig sind beide ins Einzelcoaching gegangen und haben für sich das Päckchen aufgelöst mit dem Thema Kommunikation, sind dann wieder zusammengekommen und haben dann das Fundament neu aufgebaut. In dem Fall muss man aber sagen, sie haben das Fundament neu aufgebaut, aber haben festgestellt, wir möchten das als Freunde nur haben, also wir möchten einmal unsere Beziehung verarbeiten zusammen, aber wir möchten an dem Punkt getrennte Wege als Liebespaar gehen, aber uns als sehr enge Freunde gern im Leben behalten und so ist eine tiefe Freundschaft, eine Freundschaft, wie sie sagten, die tiefer war als die Beziehung, dann entstanden. Hört sich so ein bisschen immer an wie so eine Love Story am Ende, aber ja, also das kann ja auch so ein Weg sein, also dass man sagt, okay, wir beiden merken auch im Prozess, das matcht zwischen uns nicht, also sie waren auch natürlich traurig, aber sie waren auch irgendwie so froh darüber, das geklärt zu haben und auch glücklich darüber, den anderen nicht an der Seite komplett zu verlieren im Streit und dann zu sagen, ach Mensch, sie kennen sich ja schon so lange, der andere ist dann weg aus dem Leben. Deswegen finde ich immer spannend. Wir haben ja im Erstgespräch gefragt werden, was so die Erfolgsquote ist, da ist mal die Frage, was sieht man so als Erfolg? Ja. Also wir sind jetzt ja nicht die Coaches, die sozusagen immer mit dem Ziel in ein Coaching hineingehen, dass die Beziehung gerettet werden muss, dass man zusammenbleiben muss, sondern das Ziel, das gebt ihr uns ja vor. Und wenn das Ziel ist, die Beziehung zu retten, arbeiten wir mit euch daran, die Beziehung zu retten. Wenn das Ziel ist, erstmal getrennt zu werden. Wenn das Ziel ist, nach Klarheit zu finden, finden wir mit euch Klarheit. Wenn das Ziel ist, eine Trennung durchzuführen, dann führen wir das Ziel durch. Und wenn das Ziel sich zwischendurch wandelt, was ja nach Klarheit finden automatisch der Fall ist, dass wenn man Klarheit gefunden hat, man ein neues Ziel danach hat, was dann eben auch wieder lautet, Beziehung retten oder Trennung verarbeiten, dann gehen wir diese Wege mit euch. Deswegen erreichen wir in sehr, sehr vielen Fällen die Ziele, die gesetzt werden, aber das Ziel ist eben nicht immer die Beziehung zu retten. Genau, also die haben das auch ganz klar formuliert und auch nachgefragt, ob das in Ordnung wäre, wenn man sagt, wir möchten trotzdem gerne das alles aufarbeiten, aber wissen jetzt eigentlich, wir möchten es als Freunde machen. Kommen wir zum dritten Paar, das sind Maik und Nadine. Hier haben wir jetzt zum ersten Fall wie eine Steigerhund drin, weil noch ein Fremdverliebtsein mit hineinkommt und wir hier jetzt auch von vornherein eine Trennungsbegleitung haben. Genau, Maik und Nadine haben sich bei uns gemeldet, zehn Jahre verheiratet, zwei Kinder. Maik hat sich fremdverliebt bei der Arbeit und sagte ganz klar am Anfang, ich habe keine Gefühle mehr für Nadine und wir möchten gerne in dem Punkt eine Trennungsbegleitung haben. Was man aber natürlich gemerkt hat, auch im Kennenlerngespräch, dass er deutlich mehr Klarheit hatte als sie. Also sie hat auch gesagt, dass es für sie in Ordnung ist. Trennung natürlich akzeptiert und bleibt ja in dem Sinne auch nichts anderes übrig, hat gesagt. Aber den Anspruch hat, sie möchte gerne die Gründe für sich verstehen, was passiert ist und an welchem Punkt sie sich sozusagen verloren haben, auseinandergelebt haben, das Wir-Gefühl weg war, dass das passieren konnte. Also die Trennung verarbeiten für beide und natürlich auch eine Lösung, wie bringt man das den Kindern bei. Ja, das funktioniert bei den Frauen häufig dann ganz gut. Dass sie die Trennung akzeptieren und nach den Ursachen auch suchen wollen, lernen wollen, auch für die potenziell nächste Beziehung irgendwann, auch wenn sie daran noch gar nicht denken, entsprechend wissen wollen, woran liegt es, was kann ich tun, lernen, verändern, damit mir das nicht nochmal passiert. Aber ja häufig auch mit dem Blick auf das Thema Elternpaar bleiben, geht es ja in die Trennungsbegleitung. Bei Männern ist das manchmal ein bisschen schwieriger, wenn das für die so plötzlich kommt und die das Gefühl haben, hey Mist. Ich habe dort einige Warnsignale echt nicht gehört und jetzt sagt sie, es ist vorbei und die Trennung wird ausgesprochen. Dann kommen dann doch viele Männer so in diesen Wettkampfmodus und wollen unbedingt das Ding nochmal, das Ruder rumreißen und merken, werden dann richtig wach. Ja, oder wenn auch richtig wütend. Also ganz, ganz häufig der Vorwurf, das ist nicht gemein, du gibst uns jetzt ja gar keine Chance. Und können eben nicht sehen, dass vorher vielleicht schon 20 Chancen gegeben worden sind, die aber gar nicht als Chance wahrgenommen worden sind. Genau, aber das sagt… Das ist ja häufig das Problem, dass derjenige dann sagt, ja, aber das wusste ich dann ja nicht so wie jetzt. Jetzt habe ich ja erst das vollkommene Wissen und jetzt musst du mir doch noch eine Chance geben. In solchen Fällen haben wir dann eben auch immer mal ein Einzelcoaching, damit der Mann diese Abläufe besser versteht, damit er besser versteht, was sind die Ursachen, was sind die Warnsignale, die er nicht so gehört hat und auch dabei hilft, dass derjenige dann wieder so in den Weg findet. abgeschlossen, dann gibt es da eben keinen Weg mehr, außer die Trennung zu akzeptieren. Aber das ist, also, das hatte ich schon gar nicht selten, also häufig auch in der Konstellation, die du so beschreibst gerade, dass jemand sagt, ja, aber wenn ich das nicht will, dann will ich das nicht. Also nach dem Motto, du kannst dich jetzt nicht von mir trennen, ich will das nicht. Und das ist natürlich, also, ist schon so ein bisschen wie so eine gewisse Bockigkeit dabei, in der Verletztheit natürlich, aber ganz klar muss man sagen, nur weil man an dem anderen zieht, wird er nicht mehr wiederkommen. Im Gegenteil, der andere wird dann eher meistens noch härter. Und das hat auch bei dem Paar, von dem wir jetzt gerade sprechen, Mike und Nadine, war das am Anfang so im Kennenlerngespräch, dass sie gesagt hat, so, ja, ich muss es ja akzeptieren, du willst das ja so. Und das war jetzt natürlich eine schwierige Situation, weil die Kinder von den beiden waren beide unter zehn noch. Das heißt, aber auch nicht so klein, dass sie noch nichts mitbekommen haben haben. Die große Herausforderung war dann ja auch, wie knippt man die Kinder noch mit im Prozess, weil sie ja auch ganz doll Angst hat, sie hat gesagt, du kannst ja nicht den Kindern sagen, dass du dich bei der Arbeit in eine andere Frau verliebt hast. Und wir da auch sehr in kleinen Schritten arbeiten mussten, nochmal geschaut haben halt, ihrem Wunsch nachgegangen sind, also sind so vorgegangen, dass wir die Verletzung gelöst haben, die Klarheit für Nadine geschafft haben, dann an einem starken Elternpaar gearbeitet haben, darüber gesprochen haben, wie sagt man das den Kindern, damit die möglichst wenig Prägung und Verletzung auch mitnehmen aus der Trennung Situation und dann auch zu schauen, was sind die nächsten Schritte konkret, damit der Alltag auch für alle, ja mit möglichst wenig Verletzung weitergehen kann. Es ist ja immer so schwierig, wenn so ein Fremdverlieben vorliegt, der stecken ja auch ganz viele Ängste drin. Also so die Angst, werden die Kinder jetzt die Frau in dem Fall die nächsten Wochen schon kennenlernen? Also man hat ja häufig das Gefühl dann, da läuft mir alles so aus dem Ruder. Ich habe da keine Kontrolle mehr drüber, das bricht alles über mich zusammen. Und da auch wieder so die Stabilität reinzubringen und eine Ordnung der Gedanken reinzubringen, zu sagen, okay, wir gehen die und die Schritte. Wir bauen hier so ein Commitment auf, was jetzt noch kein Thema ist, was wir erst in der zweiten oder dritten Sitzung behandeln, aber damit man sich überhaupt auf den Prozess einlassen kann. Ja, auch ein sehr wichtiges Thema, jetzt hier dieses dritte Beispiel, die Trennungsbegleitung mit Kindern. Also auch da, wenn ihr an dem Punkt steht, dass die Trennung bei euch bevorsteht oder die Trennung schon ausgesprochen wurde und ihr Unterstützung möchtet auf dem Weg, die Trennung zu begleiten, die Ursachen zu verstehen, für die nächste Beziehung zu lernen, aber auch eben zu lernen, wie man ein starkes, ausgeglichenes Elternpaar wird, wie man das den Kindern so mitteilt, dass möglichst wenig Prägungen entstehen, Emotionen begleiten kann, die in dem Moment kommen, wie man auf die richtigen Fragen eingeht. Dann sind wir da gerne eure Ansprechpartner. Das sind Coachings, die sehr, sehr häufig von Ina übernommen werden. Das ist ja genau dein Themenfeld als Erzieherin, Pädagogin, und Coaching, wo alle deine Kompetenzen zusammentreffen und du dann wunderbar dabei helfen kannst, die verschiedenen Altersstufen eingehen kannst, je nachdem, wie alt die Kinder sind, was brauchen die genau an emotionaler Begleitung, was sind typische Dinge, die auf Eltern zukommen, was sind Fragen, die beantwortet werden, machst manchmal Rollenspiele mit den Eltern, um zu gucken, was kommt, können die das begleiten und natürlich müssen beide Eltern vorher die Trennung akzeptiert, angenommen haben, das Thema Elternpaar haben, dass das auch wieder aus einem Elternpaar-Wir-Gefühl entsteht, nicht mehr aus dem Liebespaar- Wir-Gefühl, sondern aus dem Elternpaar- Wir-Gefühl heraus, man sagen kann, wir trennen uns, auch wenn einer das natürlich initiiert hat, aber wir trennen uns, damit eben das Ziel erfüllt wird, möglichst wenig Prägungen und negative Dinge bei den Kindern auszulösen. Ich glaube, was auch ein großer Vorteil ist, ich habe jetzt schon viele Paare, begleitet bei dem Punkt, wie sagt man es den Kindern und jedes Mal gibt es danach noch ein Reflexionsgespräch, also wie haben die Kinder das verkraftet, wie ist es gelaufen und da lerne ich ja auch jedes Mal was von, das heißt, jedes Mal bekomme ich ja auch eine Rückmeldung und lerne auch dadurch ganz viele Familien kennen, ganz viele Kinder kennen, ich glaube, es gab fast keine Reaktion, die es nicht gibt bei Kindern und das ist natürlich spannend, weil man ja diese Erfragen auch wieder weitergeben kann, also ganz viele sagen dann, oh mein Kind, ist ganz sensibel, auch ein ganz ganz sensibles Kind, auch diesen Fall hatte ich schon mal, das macht es natürlich aus, einfach die Erfahrung, aus denen die anderen Menschen dann lernen können, die wir einfach durch die Coachings schon in der Menge, muss man sagen, ja auch schon bekommen haben. Ja, das ist immer dann der Blickwinkel, wenn man sich fragt, warum sind manche Coaches teurer als andere oder warum ist Coaching generell recht teuer, das liegt einfach daran, dass man nicht die Stunde bezahlt, eigentlich für die man das sitzt, sondern man bezahlt eigentlich die tausenden Stunden vorher mit, an Erfahrung, die man gesammelt hat, um in dieser Stunde jetzt eine präzise, sichere Antwort zu geben und genauso unterstützen zu können, wie es gebraucht wird. Also eigentlich zahlt man eben die gesamte Vorerfahrung ja irgendwo mit darin, dass man jetzt auf dem Punkt genau im Coaching da sein kann und die richtige Lösung gemeinsam erarbeitet. Wir hoffen, ihr konntet in dieser Folge einiges Spannendes für euch mitnehmen, auch aus den Coaching-Einblicken heraus. Wir freuen uns sehr, wenn ihr uns abonniert, wenn ihr uns eine schöne Bewertung da lasst, sodass wir motiviert sind, weiterhin entsprechende Podcast-Folgen für euch zu konzipieren und aufzunehmen, denn wir bekommen ja immer nur Signale von wenigen Paaren, die uns eine Mail schreiben, was immer schön ist oder uns so mal kontaktieren und natürlich von Paaren, die in die Coachings gehen, aber logischerweise hört ein sehr großer Anteil einfach um die Podcasts und macht sich damit selbstständig auf den Weg, was super ist, aber da ist es natürlich für uns besonders schön, wenn ihr eine Bewertung hinterlasst, sodass wir einfach wissen, dass euch das Ganze unterstützt hat und gefallen hat und ihr damit an eurer Beziehung arbeiten konntet. Und auch wenn ihr Themenvorschläge habt für zukünftige Podcast-Folgen, freuen wir uns immer über neuen Input. Bis bald. Bis dann. Untertitelung des ZDF für funk, 2017

Podcast Summary

Key Points:

  1. Paare, die sich auseinandergelebt haben, meistens im Alter von 35 bis 55 Jahren, erleben eine zunehmende Langeweile und Abwesenheit von emotionaler Verbundenheit.
  2. Entwicklung von Kommunikationsproblemen durch kleine, sich häufende Konflikte führt zu einer Verfestigung von Brille und einem Gefühl von Distanz.
  3. Wenige gemeinsame Zeit, unterschiedliche Arbeitszeiten und familiäre Verpflichtungen führen zu einer Abnahme der körperlichen und emotionalen Nähe.
  4. Persönliches Wachstum und Lebensveränderungen – wie Berufswechsel oder neue Hobbys – können zu einem Gefühl der Abweichung und einer ungleichen Entwicklung führen.
  5. Ein schleichender Prozess der Veränderung, bei dem Partner sich ohne Wissen des anderen verändern, kann zu einer zunehmenden Distanz und einem Verlust des "Wir-Gefühls" führen.
  6. Das Auseinandergehen verstärkt Konflikte und führt zu Angst, Verlustängsten, Wut oder Traurigkeit, besonders bei Eltern, die Angst vor dem Einfluss auf die Kinder haben.
  7. Coaching hilft, Ursachen zu erkennen, emotionale Verletzungen zu lösen und gemeinsame Strategien zur Wiederherstellung von Verbundenheit aufzubauen.
  8. In Fällen von Trennungsbegleitung wird besonders auf die emotionalen Bedürfnisse der Kinder und die Wiederherstellung eines stabilen Elternpaar-Verhältnisses geachtet.

Summary:

Das Thema „Auseinandergelebt“ ist häufig bei Paaren im Alter von 35 bis 55 Jahren zu finden, besonders nach langjähriger Elternzeit und familiärer Ressourcenverteilung. Die Ursachen sind vielfältig: eine langweilige Alltagsroutine, mangelnde Kommunikation, unterschiedliche Lebensstrukturen, persönliches Wachstum und fehlende gemeinsame Entwicklung. Diese Faktoren führen zu einem Gefühl der Distanz, einem Verlust des "Wir-Gefühls" und einer zunehmenden Abwesenheit emotionaler Nähe.

Im Coaching werden die Ursachen analysiert, emotionale Verletzungen aufgelöst und praktische Strategien entwickelt, um eine stärkere Verbundenheit wiederherzustellen. Dabei spielt das Bewusstsein für persönliche Veränderungen eine zentrale Rolle – es ist entscheidend, dass beide Partner auf demselben Weg sind. Bei Trennungen wird besonderes Augenmerk auf die Kinder gelegt, um sie möglichst wenig zu verletzen und ein stabiles Elternpaar-Verhältnis aufzubauen.

Coaching ist nicht nur eine Retterlösung für die Beziehung, sondern ein Prozess der Selbstreflexion, der es ermöglicht, Werte, Ziele und Bindungen neu zu definieren. Der Erfolg liegt nicht nur in der Beziehungserhaltung, sondern auch in der Klarheit, die beide Partner im Prozess finden – unabhängig davon, ob sie zusammenbleiben oder sich trennen.

FAQs

Das häufigste Gefühl ist, dass der Alltag langweilig und monoton wird, mit wenig Abwechslung und einem Gefühl der emotionalen Distanz zwischen den Partnern.

Durch persönliche Entwicklung, Veränderungen in den Werten und Zielen, sowie durch Lebensumstände wie das Älterwerden der Kinder oder berufliche Umbrüche, die die Rollen und Prioritäten verändern.

Kleine, sich häufende Konflikte und ungenügende Kommunikation führen zu einem Abbaus der emotionalen Verbindung und zu einer Angst vor emotionalen Aufklärungen.

Durch schrittweise, emotionale Unterstützung, klare Kommunikation mit den Kindern und das Aufbauen eines starken Elternpaar-Gefühls, das auf die Kinder ausgerichtet ist.

Es hilft, das Verständnis für Veränderungen und Verletzungen zu vertiefen und sicherzustellen, dass beide Partner sich gegenseitig unterstützen und das Gefühl der Verbundenheit erhalten.

Ja, wenn nur ein Partner sich coacht und der andere nicht, kann dies zu einer Entfremdung führen, da sich die Rollen und Werte nicht mehr ausgleichen.

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