Go back

Aus dem Archiv: Emma Herwegh - Der harte Kampf für ein geeintes Europa

54m 40s

Aus dem Archiv: Emma Herwegh - Der harte Kampf für ein geeintes Europa

In dieser wiederholten Folge des Geschichtspodcasts wird die Revolution von 1848/49 thematisiert, mit besonderem Fokus auf die Revolutionärin Emma Herweg. Die Moderatoren Joachim Taelkenbischer und Niels Minkma erklären, dass die Folge aufgrund des Starts ihrer ersten Live-Tour mit 10 Stationen wiederholt wird. Sie betonen die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, insbesondere wie die Kämpfe für Demokratie, Freiheit und ein geeintes Europa die heutige Welt prägten. Emma Herweg, geboren 1817 in Berlin, wuchs in einer wohlhabenden, königstreuen Familie auf. Trotz der restriktiven Biedermeier-Zeit, die politische Unterdrückung und traditionelle Geschlechterrollen förderte, entwickelte sie freiheitliche Ideale durch intensive Lektüre, unter anderem über die Französische Revolution. Sie lehnte die ihr angebotenen Ehemänner ab und verliebte sich stattdessen in den revolutionären Dichter Georg Herweg, dessen verbotene Gedichte sie inspirierten. Nach einer Korrespondenz trafen sie sich 1842 und verlobten sich schnell. Die Revolution von 1848/49, die in ganz Europa ausbrach, forderte Verfassungen, politische Teilhabe und nationale Einheit. Emma und Georg Herweg kämpften aktiv für diese Ziele. In einer dramatischen Szene im April 1848 waren sie auf der Flucht, umstellt von Soldaten, die ein Kopfgeld auf Georg ausgesetzt hatten. Ein Bauer versteckte sie auf einem Dachboden. Als Georg versehentlich einen Fassboden zertrümmerte, brachen beide in ein befreiendes Gelächter aus, das die Soldaten nicht hörten. Sie überlebten, und Emma schrieb ihre Erlebnisse auf, im Glauben an ein zukünftiges demokratisches Deutschland und freies Europa. Die Folge würdigt Emma Herweg als mutige, fast vergessene Kämpferin für Freiheit und Demokratie.

Transcription

8309 Words, 51739 Characters

German
Liebe Hörerinnen und Hörer, die WBG-Ultras unter euch, wie ihr euch ja manchmal selbst gerne nennt, was uns übrigens sehr gut gefällt. Die werden es schon bemerkt haben, heute gibt es keine neue Folge, sondern eine Wiederholung. Das liegt daran, dass diese Woche unsere allererste Tour startet und wir uns sehr auf unser Live-Programm konzentriert haben und ja auch fleißig für die nächsten Wochen vorproduziert haben. Das ist unsere Tournee umfasst ja 10 Stationen, aber wir werden jetzt nicht die ganze Zeit durch Wiederholungen bringen, aber haben schon viel Neues in Petto. Heute allerdings kommen wir mit einer Folge, die auch ein engen Bezug hat zu unserem Tourprogramm jedenfalls zeitlich mehr sein, noch nicht verraten. Ich sage noch eine Sache, es geht in die brudelnden Zeiten des Vormärts. 19. Spannende Zeit. März mit L. Nils, wir machen ja hier ein Geschichtspodcast, aber trotzdem schauen wir immer, weil wir wieder in die Gegenwart, weil wir wollen ja aufzeigen, wie die Vergangenheit und unsere Welt von heute zusammenhängen. Das schätzen viele Hörerinnen und Hörer. Wir bekommen ja viele Zuschriften von euch und lesen die gerne und es freut uns wirklich sehr, dass ihr da so mitfiebert und ja, dass ihr das Prinzip des Podcasts auch so gut findet. Und bei dieser Folge werden wir uns das ganz besonders zu Herzen nehmen. Es geht nämlich um ein Thema, das ja besonders wichtig ist für unsere Gegenwart. Es geht um Europa. Europa in Frieden und Freiheit, um Demokratie, um Republik, das alles ist nicht vom Himmel gefallen, sondern dass wir zu schön im Alltag das genießen können und unser Leben so gestalten können, ohne noch über solche Themen nachzudenken. In der Regel, das hat eine lange historische Tradition, eine Vorgeschichte und ist das Ergebnis von ganz vielen Kämpfen von Personen, die zum Teil heute vergessen sind. Ja, und eine Person stellen wir euch heute vor, dass ist die deutsche Emma Herweg. Ihr Mann Georg, der hat auch eine wichtige Rolle gespielt. Und diese Emma Herweg, die hat Kopf und Kragen riskiert für die Freiheit, für die Demokratie, für den europäischen Gedanken. Und ich kann verraten, manchmal war es richtig knapp. Immer fühlt ihr ein langes Leben, aber in keiner Szene schürzt sich das Drama so sehr wie in jener im April 1848, wo man merkt, dass ihr Leben wirklich ein Film war. Emma Herweg und ihr Mann Georg sind auf der Flucht. Sie werden gesucht als revolutionäre, steckbrieflich gesucht. Auf Georg ist ein Kopfgeld von 4.000 Gulden ausgesetzt. Dafür muss ein Heizer auf der Eisenbahn zehn Jahre lang arbeiten, also schon eine gehörige Summe und eine ganze Armee ist hinter ihnen her. Die erste Kompanie des sechsten Würdenbergischen Regiments. Und die haben ein Bauernhaus umstellt. Enkommen ist unmöglich. Emma und Georg Herweg wurden dort von einem Bauern versteckt, den letzter Minute da irgendwo auf den Dachboden geschmuggelt. Aber die Soldaten gruppieren sich schon um alles. Und offensichtlich ein sehr anständiger Bauern, weil der hat die 4.000 Gulden nicht genommen. Auch das ist in diesen Szenen immer wichtig zu schauen. Wer hat sich wie verhalten damals? Ich weiß ganz zurecht darauf hin, auf diese Hilfe. Wir kennen nicht seinen Namen, aber in der Tat ein ganz, ganz wichtige Figur in dieser Zeit, diese vielen namelosen Helfer. Und im Versteck hören Emma und Georg Herweg was die Soldaten sagen. Der Kommandant richtet Worte an diesen Bauern, die ihn auf diesem Dachboden da das Blut in den Ardern gefrieren lassen. Dann der Kommandant sagt, wenn ihr den Herweg und sein verfluchtes Weib, dass sie mit Männerkleidern folgt, bei euch versteckt. Und wer finden sie, so werden sie auf der Stelle massacriert. Und euch geht die Drohungen an weiter. Euch zünden wir das Haus über dem Kopf an. Harte Wort. Ja, und keine Lehrendrohungen. Wir wissen, dass diese Truppen angerichtet haben. Emma und Georg verziehen sich in den letzten Winkel dieses Dachbodens, machen keinen Mucks. Und da geschieht das Missgeschick Georg Herweg mit seiner immense Körpergröße tritt auf so einen alten vertrockneten Fassboden. Und das Ding zerspringt in tausend Teilen mit einem Höllenlärm. Emma denkt, das war's Georg, das war's. Aber statt jetzt zu verzweifeln aufzugeben, weh zu klagen, was brechen sie in ein befreiendes Glechter aus. Die ganze Spannung löst sich in einen kompletten Lachflasch aus. Ist der denkbar schlechteste Moment, um einen Lachflasch zu haben. Absucht. Und das Wunder, die Soldaten hören nichts, ziehen ab. Und immer überlebt, um das aufzuschreiben. Und so müssten wir ja gar nichts mehr davon. Aber für wen schreibt sie es? Und das ist das zweite Wunder, Emma Herweg weiß, sie spürt es. Das ist eines Tages ein anderes, ein gerechteres und demokratisches Deutschland in einem freien Europa, gegenwürt. Also eine sehr mutige Frau, aber auch eine Optimistin, was ja hilft, wenn man Revolution machen will. Es geht hier natürlich um die Revolution von 1848, 49. Das ist die einzige, wirklich gesamteuropäische Revolution. Und diese Revolution bricht an ganz vielen unterschiedlichen Orten aus, also von Sizilien über Paris, Berlin, Wien, Bucharest und ganz grob gesagt, auf der einen Seite stehen die Monarchen, die Fürsten, die Könige, die Kaiser, die alten Mächte und auf der anderen Seite verarmte Bauern, Arbeiter, die ein besseres Leben haben wollen, auf der anderen Seite aber auch Bürgerinnen, Bürger, intellektuelle, Künstlerinnen und Künstler, die mehr Freiheit haben wollen, mehr politische Teilhabe, die von einer Verfassung träumen und in Deutschland, was ja damals noch in viele Einzelstaaten zersplittert ist, kommt noch eine andere Forderung dazu, natürlich die Forderung nach einem Nationalstaat. So, das ist so, der Rahmen, in dem sich diese Geschichte bewegt und die ganz viel über unsere Zeit verriert, der wir heute leben. Weil damals entsteht wirklich der Traum von einer parlamentarischen Demokratie, von Europäischer Zusammenarbeit, alles Dinge, die sehr wichtig für uns heute sind. Für vieles M&H-Rig vergessen und darum schauen wir heute zurück, auf das Leben von M&H-Rig um zu verstehen, wie wir heute leben. Mein Name ist Joachim Taelkenbischer. Mein Name ist Niels Minkma. Und das ist, was bisher geschah von Wundry. Immer herweg war revolutionären, autoren, politikerin, ehefrau, geliebte und Mutter auch, wofür hat sie genau gekämpft. Und was waren das generell für Menschen, die damals diesen Aufstand gewagt haben? Und was waren ihre Ideale? Und warum ist der Erinnerung nur so verdammt ungerecht, dass wir ihren Namen heute kaum kennen, das allerhöchste Zeit das zu ändern? [Musik] Niels, wir haben ja in diesem Podcast schon so einige bedeutende Figuren der Weltgeschichte kennengelernt. Und bei manchen von denen hat sich ihre spätere Bedeutung ja auch angekündigt durch oben oder vorzeichen, ich denke da vor allem an Jinkis Kahn, der ja angeblich mit einem Blutklumpen in der Hand zur Welt gekommen ist, so als Zeichen seines späteren Machthungers, hat sich bei M&H-Herweg ihre spätere Rolle als revolutionären schon früh abgezeichnet? Nein, ganz im Gegenteil. Sie kommt in einer sehr königsträuen Familie zur Welt und dazu noch als Mädchen, das heißt, eine öffentliche Rolle ist ja schon mal verwert in dieser Form. Ihr Vater ist hoffentlich verrand für Seidensströmpfe. Das war ja damals die Mode, jeder Mann, der was auf sich hielt, brauchte dieses ganz ganz langen Weißen. Seidensströmpfe, um am Hof zu erscheinen, damit machte ihr Vater sein Vermögen. Das Haus stand in unmittelbarer Nähe zum preußischen Königsschloss in Berlin, das heißt sie wuchs behütet auf, aber völlig im Einklang mit der damaligen Welt jedenfalls äußerlich. Wann genau ist die zur Welt gekommen? Zähnen mal 1817, kommt die zur Welt, also zwei Jahre nach der Niederlage von Napoleon in Wartaloo, allerdings in der Welt, die noch völlig unterschocksteht durch die französische Revolution und die Napoleonischen Kriege und wo man gerade in Berlin auf jeden Fall zu ruhigen Verhältnissen zurückmächte. Das war ja der Zeit, wo man die Uhr zurückgebret hat. Also du hast Napoleon erwähnt, hat unglaublich viele Dinge auf den Kopf gestellt. Also zum Beispiel nach ungefähr 1.000 Jahren wurde ja das Heilige römische Reich, deutscher Nation, wie es am Ende hieß, abgeschafft, aufgelöst, er hat aber auch die Errungenschaften der französischen Revolution teilweise nach Deutschland gebracht. Also zum Beispiel die Zivilähe eingeführt und nach seiner Niederlage haben ja die alten Mächte versucht die Uhr zurückzudrehen. Es wie beim Monopoly gehen Sie zurück auf Los, möglichst viel wieder herzustellen, wie es früher war, also auf die politische Landkarte verändert und das war dann auch eine Zeit, ja das stillstands, der Stagnation, weil eben diese alten Mächte, also die Kaiser Königengefürsten, ja auch einen Polizeistart errichtet haben. Genau, die haben sich angeschaut, was fühlte zur französischen Revolution? Auf jeden Fall die Cafés, die politischen Clubs und Versammlungen, das alle immer draußen waren, demonstriert haben, sich ausgetauscht haben, alles immer publiziert haben, also so eine Medienrevolution gerade in den großen Städten und da haben sie wirklich ein Deckel draufgelegt und gesagt, sowas wollen wir eigentlich nicht nochmal erleben, sondern wir wollen mit Militär, mit der Kirche und dem Adel eigentlich unsere schönen alten Verhältnisse wieder herstellen. Und ja, Deutschland ist zu dieser Zeit ja auch gar nicht geeint, sondern zersplittert in über 40 Einzelstaaten. Also einige kennen wir noch, äh, Päusen, Bayern, Sachsen, Hamburg ist auch ein Stadtstaat, aber auch ganz viele Zwerg, Gebilde, die heute niemand mehr kennt. Und die sind nur ganz los verbunden, worin sie sich einig sind, ist, ähm, allen Wandel zu unterdrücken. Gibt's nicht so was wie politische Freiheit oder auch Versammlungsfreiheit. Also das ist eine ziemlich sticke, ja, ähm, atmosphere politisch gesehen und später hat man das dann auch die Biedermeier-Epoche genannt. Also Biedermeier als Inbegriff der Spießigkeit, wo sozusagen das Bürgertum vor allem sich ins private zurückgezogen hat, also in die eigenen vier Wände, wo man so bisschen sich in der Natur auch verloren hat, aber es ging nicht um die Politik. Und das ist dann diese Zeit in der MMR-Herwik heranwächst. Für eine freie, liebende Person, jetzt nicht die besten Bedingung. Ja, Preußen ist eben eine Militärmacht, aber sonst ist da eben wenig los. Es ist unheimlich viel Landwirtschaft, Industrie gibt's noch nicht. Es gibt noch keine, keine richtige Eisenbahn, das alles ist, es steht noch in den Stern, das heißt, es waren sich langweilige Zeit in die, in die MMA geboren wird. MMA fehlt es an nichts und ihren Geschwistern, sie genoss jede Menge an zeitgenössischer Bildung, also musische Bildung, sie erlernte viele Sprachen, französisch, italienisch, polnisch und wurde, wo es ging, gefördert. Sie geht reiten, sie badet, also ich versuche, zu schon ein modernes Leben zu führen, indem sie sich freiheit nimmt, Eltern sehen, dass irgendwie noch alles noch im Rahmen. Aber sie wird zunehmend, beselt von diesem Freiheitsgedanken, weil sie auch sehr viel liest und sich mit der französischen Revolution beschäftigt und merkt, so wie sie da jetzt lebt in Berlin, so sollte das eigentlich nicht immer bleiben. Und ihre Gedanken werden eigentlich von Jahr zu Jahr wilder, also in dem Augenblick, wo andere junge Frauen ihre Teenager ja vielleicht hinter sich haben. Und dann daran gehen, so war das damals eine Familie zu gründen, denkt immer ganz anders und hat immer kühne Revisionen, von dem, wie das Leben auf Erden eigentlich von Stappen gehen sollte. Du hast die französische Revolution angesprochen, das ist ganz wichtig, dass man sagt, wir befinden uns zwar in dieser Zeit der Repression, der Stagnation, so sein, die alten Mächte sind wieder an der Macht, haben die Uhr zurückgedreht. Aber gleichzeitig gibt es eben diese Erinnerung an den Aufbruch der französischen Revolution, so vielleicht 30, 40 Jahre zuvor. Und man hat eben schon gesehen, dass die Dinge auch anders sein können, dass z.B. die Menschen gleich behandelt werden, dass die privilegien des Adels abgeschafft werden, dass man sich in Zeitungen frei äußern kann, dass man sich versammeln kann. Also das ist ganz wichtig, es gibt diese Erinnerung und eine andere Welt ist möglich und das hat ja wahrscheinlich dann immer herweg auch ganz stark geprägt. Ja, auch die politischen Rollen von Frauen, dass man dem rausgehen kann, ich immer zu Hause rum sitzen muss und warten, bis man den idealen Ehren man findet und dann für Heim und Kinder zuständig ist, sondern tatsächlich schreiben kann, agitieren kann, demonstrieren kann, wie die die großen Frauen der französischen Revolution, "Lempt to Gusion". Viele andere es vorgelebt haben, aber in der Zeit von Emma ist das irgendwie schon wieder das Pendel zurückgeschlagen. Man sagt, okay, wenn du was Vorhasteln erhält, dann gibt es dafür exakt einen Weg, nämlich über Ehe und Familie. Ja, Biedermeier, eben. Absolut, dass verbinden wir heute mit Biedermeier und Emma beschreibt uns aber, wie sich das angefühlt hat. Das heißt, man muss dies konkret vorstellen, die Eltern werden ihr nette Junge meiner Vorgestellt haben, reizende Junge Männer, die sie vielleicht heiraten könnte und sie muss dann links oder rechtswischen. Das heißt, das findet alles im Hause der Sigmundsstadt. Kinder in Berlin. Kinder in Berlin, absolut. Sie war mit der Auswahl nicht so ganz einverstanden. Sie beschreibt sie, wie folgt in ihrem Tagebuch, Beamtenseelen, Menschenware, Niedertrechtige Gesellschaft, Schufte, Filester, liberales Pack, Schöngeister, Windbeutel, Esel, Entmarkte, Gesellen, Höflinge, Speichellecker. Also sie war uns zufrieden und hat dann gesagt, okay, dann bleibe ich Single. Single in Berlin. Single in Berlin und Missfile nicht nur die Auswahl, der Männer, die sie treffen konnte, sondern auch die Rolle, die man ihr dazu gedacht hat, das kann ja nicht sein, dass die Männer denken, die Männer die Welt regieren und denken, Zitat. Wir werden nur in der Welt zum Vergnügen für sie. Das ist der Punkt, der mich rasend machen könnte. Das sind starke Worte, aber die passen zu der M.A. Herweg, die wir ja jetzt schon ein bisschen kennengelernt haben, das ist eine junge Freiheitsliebende Frau aus gutem Hause, die aber sich nicht unterordnen will, eine Feministin, die ja auch schon sich politische Gedanken gemacht, von einer freieren Welt träumt. Also eine Frau, die nicht so richtig in ihre Zeit passt, sondern vielleicht eher in unsere. Jetzt hat sie die ganzen Männer, die sie dazu Auswahl hat gedist, hat da konsequent nach links gesweibt, würde man sagen, aber sie verliebt sich ja am Ende doch. Sie bleibt nicht Single, sie kommt zu ihren Eltern und sagt, ich habe mein Traum an gefunden, ich habe meine Seele gefunden, ich weiß wenig Heil ratten möchte, die Eltern werden begeistert gewesen sein, schauen sich um und sehen niemanden und immer halt eine Buch in die Höhe und sage hier, liebe Eltern. Ganz ich den Schock dieser Menschen vorstellen, denn immer kommt mit einem verbotenen Buch daher und hat sich verliebt, rein durch Lektüre, Schock verliebt, durch Gedichte in Georg Herweg. Ja, es wäre ja als würde man, und das ist dann man 60er-Jahren, eine Frau aus gutem Hause gesagt, ich habe mich in Bob Dillen verliebt oder ist ja John Lenn, das wird mein nächster Ehemann. Da gab es bestimmt einige. Ja, das gab es einige, aber nicht so durchschicht, sonst kraft wie Emma, denn sie ist damals 24. Wer ist der Mann? Wer ist der Mann, in denen sie sich verliebt Georg Herweg, der damals literarische Superstar im ganzen Reich bekannt als ein, umstrittener Aufrüger aus Stuttgart, der aber gleich in die Schweiz immigrieren musste, um nicht eingezogen zu werden. Und es berühmt für eben sehr aufregische, sehr klare Gedichte. Schreibt zum Beispiel, dass man kurz zitieren, da geht es immer um Politik und Revolution. Wenn alle Welt den Mut verloren, die Fäde zu beginnen, tritt du mein Volk, den Völkern vor, lasst du dein Herzblut drinnen. Gibt uns den Mann, der das Panier, der neuen Zeit erfasse und durch Europa brechen wir der Freiheit eine Gasse. Das sind so Slow, ich habe eigentlich da Freiheit eine Gasse. Das sind so die Refrires und die Slow, das könnte man heute auch so gut als Graphite sich vorstellen. Da Freiheit eine Gasse. Und das sind die Worte, die das Herz von Emarsiegmund entflammen. Und da verstehe ich natürlich auch sofort, warum dieses Buch verboten ist, weil das wirklich die Antiteße ist von dem Zeitgeist in diesem Biedermayer Europa. Alle Freiheit ist somit das schlimmste, mit dem man den mächtigen kommen kann. Irgendwann musste ihn ja getroffen haben, diesen heißblütigen Georg Herweg, diesen Dichter. Ja, es ist damals einfach und kompliziert zugleich, dann schreibt hier mein Brief, das wird dann über eine Freundin. Auch ihm zugestellt, sie beginne lange Korrespondenz. Irgendwann steht er dann vor dem Haus der Familie Siegmund und zwar am 6. November 1842. Er kommt ein bisschen zu früh, sind alle rausgeflogen, aber gut dann ergibt sich das Zusammentreffen zwischen Georg und Emar Herweg und keine zwei Wochen später sind sie verlobt. Er schreibt dann später, das Mädchen ist noch Rabjate als ich und ein Republikaner von der ersten Sorte, schönen Grüße an den Nachbarn im Präsischen König. November 1842. Da sind wir immer noch in dieser Phase, die man später vor März genannt hat, zu zeigen, in der Zeit vor der Revolution, die im März 1848 dann ausricht. Also die Uhr tickt, ich weiß nicht, ob die beiden das schon gespürt haben, aber das ist eine Zeit, in der sich Konflikte verschärfen. Es gibt auch wirtschaftliche Probleme, Verarmung, weiter Teile der Bevölkerung. Also das ist eine Zeit, in der es gert und in der die alten Mächte nicht mehr so richtig hinbekommen, den Deckel auf dem Port zu halten, da gert es. Genau, du hast die Bevölkerung wext, aber die Wirtschaft überhaupt nicht entsprechend, das heißt, das wird überhaupt nichts erwirtschaftet, um die Menschen irgendwie in no-n-brot zu bekommen. Arbeitshosekeit sind riesen Thema, das angesprochen. Jede missernte führt dazu, dass die Leute verhungern mit Europa. Das heißt, die Diskrepanz zwischen dieser Welt, in der die einen mit weißen Seiten strumpfen, um her stolzieren und palieren und den Straßen und den Quartieren für die Leute verhungern. Das schockiert auch gerade die damalige Jugend und Georg und Emma Herwig. Georg Herwig, unser Star hat dann auch in der Nachbarschaft beim Prostchen König eine Audienz. Er wird empfangen und der König versucht, erstmal diesen Jugendschwarm da, um eine Bar zu gehen und sagt, ich bin immer interessiert auch an einer guten Opposition und wollen wir doch ehrlich miteinander umgehen und so weiter. Georg Herwig sagt gleich, nein, nein, nein. Also mit so einem Prost wie ihn kann ich niemals dien, also mit so was kann er gar nichts anfangen. Gut, die sind eine seiner berühmten Zahlen, die immer auch. auch fasziniert ist auch, weil man ja immer sagt, die Liebe des Untertarns zum König, alle müssen mal den König lieben. Und Georg Herveck sagt, wir haben lang genug geliebt, wir wollen endlich hassen. Auch dieser präußische König, das müsste Friedrich Wilhelm IV sein, der ist auch ein ganz besonderes Kaliber, der ist also ja ein ziemlich verträumter König, also der hat so ganz einmal altbackende Vorstellung, wie so ein König zurigieren hat, da träumt sich eher so ein bisschen weg ins Mittelalter oder wie er sich das vorstellt, wie es damals war. Also der ist wirklich denkbar ungeeignet für das Zeitalter, das da heraufzieht. Ja, man vergesst, dass du eine beeinflusbare, auch romantische Seele hier und da, also er könnte sich vorstellen bestimmt von den Emma und Georg Herveck seiner Zeit auch geliebt zu werden und die zu lieben, aber die sind natürlich ganz anders. Unter uns gesagt, diese präußchen Könige waren auch nicht alle die hellsten Leuchten, die hellsten Kerzen am Leuchter. Ja, also da habe ich schon die Frage, ob die nicht einfach auch ein bisschen dumm waren. In denfalls reichts dem König irgendwann, dann sagt der liebe Leute, ich habe das Buch verboten, jetzt kommt der mir auch noch so frech und der Georg Herveck muss Deutschland verlassen. Und auch das scheigert nur seinen Rum, der dichter vor dem Selbst der König zittert. Ja, schlechte Publisity ist auch Publisity und für so ein anständigen Dissidenten gehört es sich ja fast, auch mal ins Exil geschickt zu werden. Das macht natürlich eine Sache sehr schwierig. Die Hyra, verlobt sind sie ja schon. Das kriegen sie dann aber doch hin, wahrscheinlich in der Schweiz. Ganz genau, er geht schon mal vor. Emma kann ihm einige Wochen später nachfolgen und am 8. März 1843 ist es so weit, dann Hyraten sie eine wildromantische Angelegenheit in einem verschneiten Berkdorf, Emma trägt ein von ihrer schwester geflochten Blumenkranz und Trauzhörger ist der saagumwobene russischer machist Michael Bakunin über 2 m großer Mann, ganz ganz beeindruckend, der später der Babysitter der Familie Herveck sein wird und einen Anarchisten zum Babysitter machen. Das ist eine denkbar schlechte Idee für die Kinder bestimmt sehr lustig. Aber sie bleiben nicht lange in der Schweiz, sie ziehen dann weiter, wohin wo die Äktzchen ist in die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts nach Paris. Ich habe noch eine Vorbereitung für diese Folge ein bisschen gesucht, ob ich O-Töne von Emma Herveck finde und ich habe auch einen aufgetan und zwar stammt er wirklich aus der Zeit, kurz nach der Hochzeit und da sagt sie, wir wollen vereint die Blitze in die Welt schleudern. Ach und ich will ihnen beweisen, was eine Frau tun kann. Ich finde ich ein sehr schön Trausspruch. Ja, es ist nicht zu viel versprochen, denn in Paris erleben sie eine ganze Menge und unter anderen dann später auch das, wo von sie oft geträumt haben, was sie nie zu hoffen gewagt hatten, nämlich eine Revolution. Und die macht dann Emma Herveck zur Revolutionären. Wir befinden uns jetzt im Jahr 1843 in Paris beim Ehepaar Herveck, die haben mittlerweile auch ein Kind und wir wissen, es sind nur noch fünf Jahre bis zum Ausbruch der Revolution. Davon aaren die beiden natürlich noch nichts. Aber vielleicht erspüren sie, dass die Zeichen schon auf Umbruch stehen. Ich will noch mal ganz kurz erklären, warum die in Paris sind. Also Paris ist damals die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts, die Hauptstadt Europas. Rom ist ja damals noch vom Papst beherrscht, fällt also weg. Berlin ist ein ziemlich spießiges Provinznest. London ist eine Metropole, aber gehört ehrlich gesagt nicht so richtig zu Europa, die gucken eher in die Welt hinaus. Und Paris ist gerade auch, weil es so ein Anziehungspunkt ist für viele Oppositionelle, auch eine große deutsche Stadt. Also es ist sogar die neun größte deutsche Stadt. So viele exzellanten Leben dort haben sich an der Senden niedergelassen, weil man eben in Deutschland seine Meinung damals nicht frei äußern kann. Und ja, in diese Atmosphäre, diese interessante Stadt sind die Herwuchs gezogen und da versuchen sie ihr Glück zu machen. Ja, sie halten auch, wie man früher sagt, ein offenes Haus. Das heißt, alle deutschen Exzellanten sind dort willkommen. Prinzipiell, sie planpolitische Aktionen, sie diskutieren, wie es weitergehen soll, entwerfen Kühnepläne für die Zukunft. Die unter anderem auch das beinhalten, wie wir heute leben, nämlich ein geeintes Europa, in Freiheit. Damals ein Kühnerrevolutionstraum. Aber heute, heute unser Alltag, der berühmteste Deutsche damals, ist Heinrich Heine, der Dichter, aber es kommen noch viele andere interessante Menschen dahin aus Deutschland. Unter anderem aus Trier, ein gewisser Karl Marx mit seiner Frau Jenny, Jenny von Westhallen, wir werden Nachbarn der Herwuchs. Das finde ich auch eine fantastische Vorstellung. Also, dass man an einem Ort so viele Geistesgrößen, so viele große Namen der Geschichte treffen kann. Ganz wichtig ist aber, dass Karl Marx damals noch nicht dieser graubärtige Pionier des Communismus ist, ist noch ein ganz junger Mann, Mitte Ende 20, hast du immer gegugelt als junger Mann. Nee. Solltest du tun, ist mein Tipp, weil er wirklich überraschend aussieht. Ich finde er sieht ein bisschen aus wie der junge Jimmy Hendrix. Karl Marx ist damals auch ganz der Kritiker und Analythiker seiner Zeit und noch nicht der Prophet, der sagt, wie die Geschichte als Resultat von Klassenkämpfen sich weiter entwickeln wird und weiter entwickeln soll, sondern es kann noch ganz in der Analyse und beeinflusbar und bleibt in diesem Rahmen der Republikanischen auseinandersetzung mit der Zeit. Und da trifft er eben noch die Herricks. Und er hat eine Tee, so ein Leitsatz, hat aber schon formuliert und er ist so wichtig für ihn, dass man ihn später in seinen Grab mal eingemeiselt hat. Lämlich die Philosophen haben die Welten nur verschieden interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern. Und da die Veränderung, die Sehnsucht nach Wandel da, denke ich jetzt, das ist etwas, was er auch mit den Herrwicks gemeinsam hat. Genau, das sind seine Nachbarn ganz auf seiner Linie. Georg Harvek hat auch eigene Ideen, die er gerne umsetzen möchte, nämlich dem Gran-Universum von Charles Fouronier. Heute, er vergessenen Theoretiker, der unter anderem, die Idee einer Fahrlangs hatte. Sagts, sagt ihr das was? Ja, bei Fahrlangs denkt man natürlich, erst mal an das Antike Griechenland, an diese Schlachtordnung. Ich habe aber bei Christopher Clarke, der ja auch in Pugüberg 1848 geschrieben hat, von Charles Fouronier gelesen und dieser Fouronier ist ein Pionier der freien Liebe und eine Fahrlangs- so nennt er eine offene Beziehung. Er geht noch weiter. Er hat auch so Liebeshöfe entwickelt. Also das war die Idee. So ein Art Wohngemeinschaft mit regelmäßigen Orgien nicht im Dunkeln, sondern bei Tagesdicht, damit das alles schön transparent und nachvollziehbar ist. Also auch eine unfassbar radikale Zurückweisung dieses Biedermeier-Ideals, also dieser bürgerlichen Familie, eigentlich so radikal, fast schon so radikal für die 60er Jahre. Also faszinierende Zeit. Genau, die Gedanken gehen damals in alle Richtungen und das ist auch das faszinierende an diesem Laboratorium der Ideen, die das Paris des 1910 war, zu sehen, was da alles gedacht wurde, auch an Spinner ein. Mit der Fahrlangs übrigens, das war vielleicht ein Vorschlag von Georg Kavicskam aber nie dazu. Aber Herr Weck hat sich dann doch wenig interessiert gezeigt an Karl Marx, jedenfalls mehr über nachbarschaftlichen, freundschaftlichen Austausch hinaus. Es ist ein offenes Haus und sie sind immer unterwegs, empfangen, immer Besuch und sind unheimlich politisch aktiv in ganz Europa, weil damals brodelt es ja nicht nur in Paris, nicht nur im deutschen Reich, sondern eigentlich von siezielen bis Polen. Überraschend. Wobei man sagen muss, Polen gibt es ja in dem Sinne als Staat nicht. Ja, das späten 18. Jahrhundert haben sich die großen Nachbarnmächte, Preußen, Österreich und Russ dann so lange auf Polen gestürzt und immer ein Teil für sich abgeschnitten, dass nichts mehr übrig geblieben ist, übrigens ein Trauma, dass die polnische Politik noch immer beeinflusst oder das ist die Angst, dass die Großmächte, die in die Kukusen Nachbarn Polen unter sich aufteilen. Und deswegen ist natürlich der polnische Nationalgedank oder die polnische Nationalbewegung auch sehr stark in dieser Zeit. Genau, immer und Georg Kavics sind eigentlich immer da, wo sich was tut, auch wo es wehtut. Und es werden damals im Oktober 1847 werden polnische Freihatskämpfer, in Berlin, inhaftiert, sitzen im Gefängnis. Weil Preußen natürlich auch ein Teil von Polen sozusagen beherrscht. Genau, die lähnen sich auf. Und das ist ein gutes Beispiel, sehen wie wir immer operieren. Die fühlt sich zuständig. Auch für diese Freihatsberidigung in Polen und sagt sie in Berlin, okay, die sitzen im Orbit, da kenne ich viele Leute, da könnt ich vielleicht was machen. Sie spricht ja auch polnisch, also sie macht sich auf die Reise von Paris zurück in die Heimat nach Berlin und schafft es dort über die Verbindung, die Verbindung ihres Vaters vorgelassen zu werden in der Festung Moibie zu diesen polnischen Freihatskämpfern, Interviewziehe, fragt wie die Haftbedingungen sind, was man für sie tun kann, sorgt für Netzwerke, für Gefangene Unterstützung und macht sich die Sache dieser polnisch freizkämpfer zu ihrer eigenen Sache. Das heißt, sie hat eine ganz starke europäische Solidarität und es wird ihr Leben lang so bleiben, überall, wo es eben diese Freihatsbewegung gibt, diese nationalistischen Freihatsbewegung, da es auch immer herweg zur Stelle, die zu fördern, zu protestieren, Einspruch einzulegen, Aufmerksamkeit zu erregen und wie wir heute sagen würden, zu Netzwerken. Ja und das ist kein Widerspruch, ne? Nationalis zu sein, also national bewegt zu sein und pro europäisch. Das ist damals kein Widerspruch im Gegenteil. Also die nationalbewegten Polen, die nationalbewegten Deutschen sind eben auch überzeugte Europäer. Heute ist das ja von uns eher so. Nationalismus ist dann die Antitese zum europäischen Gedanken. Damals ist es nicht so. Und es ist auch ein sehr fortschrittlicher Gedanke. Also national bewegt zu sein, heißt auch fortschrittlich zu sein. Ja, genau weil man kurz gefasst sagt, damals Herrschaft des Adels. Gottes Gnadentums des Königs, die waren ja oft auch multikulturelle Reiche. Damals denkt man Österreich um. Zu sagen, dass die Völker eigentlich, dass Subjekt ihrer Geschichte sind, die entscheiden, die geschickt ihres Staates. Und nicht der König, diese Dünnestin, die übernationalverflochten waren. Das war so kurz gesagt, damals die Gefechtslinie. Aber immer kümmert sich um die Polen, kommt nach Paris zurück. Aber im Frühjahr des folgenden Jahres, 1848, da eignet sich das, wo von sie so lange geträumt haben, was sie sich nie zu hoffen gewagt hatten und völlig überraschend. Nämlich die Geschichte kommen zu Besuch und klappt an. Es ist Revolution in Paris. Ja, ich würde sogar sagen, die Geschichte tritt die Tür ein. Also in Paris geht das so richtig los. Der König muss abdanken, nach England fliehen. Aber was so bemerkenswert an dieser Revolution ist, ist, dass sie auch an ganz anderen Orten in Europa gleichzeitig ausbricht. Also in Sicilian, aber auch in Deutschland, in Rumänien sogar. Und die Forschung weiß bis heute noch nicht so richtig, woran das liegt. Christopher Clarke, der Historiker, der auch einen Buch über 1848 geschrieben hat, hat so eine Idee, entwickelts so eine Teese, das nämlich, dass auch viel mit den Kommunikationsmitteln zu tun hat. Mit der Presse, die Leute lesen unglaublich viel Zeitungen. Es gibt auch viele Zeitungen. Und er zieht so nicht ganz ernst gemeint, den Vergleich zwischen der Revolution von 1848 und dem Arabischen Frühling von 2010, 2011 und sagt so eine ja, die forstische Zeitung, die man damals gelesen hat, dies fast so etwas wie Facebook während des Arabischen Frühlings. Wir sind fast szenierender Gedanke. Wir müssen nur im Kopf behalten, dass diese Revolution sich in Europa verbreitet. Und ich nehme euch einmal mit nach Deutschland. Also im Februar 1848 ist die Revolution in Frankreich. Und im März 1848, also im Monat drauf, geht es auch in Deutschland so richtig los. Vor allem in Berlin. Da gibt es Straßenschlachten zwischen Revolutionären und den Truppen des Königs, die berühmten Barikadenkämpfe. Dauernd mehrere Tage am Ende sind mehr als 300 Menschen tot. Aber es endet mit einem Sieg für die Revolution. Also der König sieht ein, ich kann mich dann nicht gegenstellen. Ich muss jetzt erst mal mit den Kooperieren. Er weiß den Toten seine Ehre. Er sagt, ich setze mich jetzt an die Spitze der Bewegung. Und es scheint so, als habe damit die Revolution auch in Preußen gesiegt und damit ja auch in den deutschen Landen. Und was jetzt passiert ist, in Frankfurt am Main, schön praktisch im Zentrum Deutschlands gelegen, da tritt eine revolutionäre Versammlung zusammen, das sogenannte Vorparlament. Und diese Revolutionäre, die versammeln sich an einem Ort, der heute wie kein Zweiter für die Geschichte der deutschen Demokratie steht, nämlich der Paulskirche. Um unbedingt mal besuchen, wenn mal in der Gegend ist, ist es eines der faszinierendsten Kapitel, finde ich, der ganzen deutschen Geschichte. Bis heute ausgedeute, unheimlich viele Papiere, Verfassungsentwürfe, gelebter Parlamentarismus. Es gab es noch nie in Deutschland. Es dauerte dann auch danach sehr, sehr lange, bis es das wieder gab. Und das wäre natürlich nur eine ganze Reihe von Folgen, über die wir uns unterhalten müssen. Ja. Wir unterhalten uns heute vor allem über Emma Herwig. Aber das ist so die Kulisse, vor der diestraumatische Geschehen, sie habe spielt. Ich werde mich auf die Mindestinformation beschränken und was wir wissen müssen ist, diese Versammlung beginnt jetzt über die nächsten Schritte nachzudenken. Also der erste Triumph ist gefeiert, aber wie soll es jetzt weitergehen mit der Revolution? Und das ist, muss man sich so vorstellen, wie ein Parlament, das sitzen Abgeordnete und debattieren. Und sie treffen eine wichtige Richtungsentscheidung. Sie sagen nämlich die Mehrheit dieser Abgeordneten, sagen wir werden mit den alten Mächten zusammenarbeiten. Also wir werden die Monarchien nicht abschaffen, werden nicht die Fürsten stürzen und die Könige verjagen, so wie die Franzosen das gemacht haben. Sondern wir wollen mit den bestehenden Kräften zusammenarbeiten und uns irgendwie eine neue Verfassung überlegen. Und dafür gibt es ja viele Fubilter in Europa auch. Englern zum Beispiel, ne? Man kann demokratisch und liberal sich auf den Weg machen, ohne den König abzuschaffen. Das wäre die eine Seite des Arguments. Aber dagegen regt sich Widerstand in dieser Versammlung, also unter den Revolutionären, der gibt es eine radikale Minderheit und die sagt, wir müssen die Sache bis zum Ende durchziehen. Revolution heißt Revolution und am Ende muss eine Republik stehen, also ein Staat ohne Monarchie. Und der Anführer dieser Fraktion, das ist ein badischer Rechtsanwalt namens Friedrich Hecker. Und den Namen müssen wir uns merken, weil der wird noch wichtig werden. Auch für Emma und Georg Herweg. Dieser Hecker, das ist ein freuriger Redner, auch ein gut aussehen der Mann, Ende 30. Und der ist auch krasimatisch und der ist eben ein radikaler, der möchte die Revolution bis zum Ende durchfächten. Und das Schicksal von diesem Friedrich Hecker, das wird sich ganz bald mit dem Schicksal von Emma und Georg Herweg verbinden. Die beiden verfolgen das Geschehen aus Paris. Dieser neuen größten deutschen Stadt, natürlich auch in großer Aufregung und alles stehen vor der Frage, was machen wir? Wie nehmen wir an der Revolution? Teil, Sie haben das Gefühl. Jetzt hat die Stunde ihres Lebens geschlagen, jetzt, sie muss es sich beweisen, wie sie in der Lage sind aus ihren Theorien, aus ihren Gedichten. Und sie versammeln sich, die deutschen Exelanten, versammeln sich in Paris, immer dicht verfolgt von einem Netz, von Spitzeln, von der preußischen Geheimpolizei. Die ihren Sitz hat in der heutigen deutschen Botschaft übrigens im Palais Boarne, an der Senn. Und dort sind all diese Spitzel und die Berichten, was sie alle machen, Herweg und Marx und Teinrich Heine. Und Georg Herweg und Emma, sie halten reden. Georg Herweg, die Rede, Emma, schreibt sie mit und sie rufen ihre Landsleute in Paris im Exil auf, nicht zuzusehen, sondern tatkräftig zu helfen, dass das Hecker und seine Leute doch noch schaffen, was das Parlament nicht falsch geschafft hat, nämlich eine neue liberale Ordnung für Deutschland zu errichten. Ich habe ein Zitat für dich. Also in einer dieser Reden, die Georg hält und an der Emma beteiligt ist, heißt es, es lebe die Freiheit, die Gleichheit, die Bruderliebe, es lebe die Demokratie, es lebe die europäische Republik. Die Republik, das haben wir ja schon gehört, ist nicht das, was die Mehrheit der deutschen Revolutionäre im Sinn hat, aber es gibt Friedrich Hecker, der immer noch für die Republik ist. Und was er macht, Mitte April, als er realisiert, das wird nichts, auf dem Wege, über die Pausegirche und diese Versammlung, da wagt er den bewaffneten Aufstand. Also er sammelt ein paar Kämpferum sich und zieht es heute gebar im Wurppenberg und will die Republik dort ausrufen. Und immer und Georg, viele andere, rüchst sich ihm zu helfen und sagen, das schaffen wir auch, wir schaffen auch Taten, wir reden nicht nur. Und sie rüsten etwas, ja das nennt sich die deutsche Legionen. Die deutsche Legionen klingt schon mal sehr mazialisch. Wavol, wenn man sich das anschaut, eine relativ übersichtliche Truppe schlecht ausgerüstet, immer hingegen stellt sich der neuen Zeit und sie geht zum ersten Mal zum Friseur. Verschwiegen Friseur und sagt, alles ab will eine Friseur wie ein Mann, militärischer Kurzhaschnitt, die Ohrenfrei. Friseur Zöger sind sie sicher, weil sie will mitbreiten, sie will Georg auf diesem Felszug begreiten. Die sind dann darum kümmern, einer ihrer Söhne ist schon erkrankt, aber die beiden sagen, ja wir können jetzt nicht, wir können jetzt nicht zu Hause bleiben, sondern Geschichte braucht uns und sie ziehen los bis Strassburg. Und werden schon Empfang von einer Öffentlichkeit auf der anderen Seite des Rheins mit etwas zu heute als Fake News bezeichnen würden, wo sie schon diffamiert werden als verspinnerte revolutionäre Legion, die nappolionischen Truppen dann rüber kommen und alles verwüsten und die gute alte deutsche Ordnung noch mal Grundstürzend verändern wollen. Das heißt, diese die Vermirungen machen ihn schon schaffen bevor sie überhaupt da sind und dann wollen sie mit Hecker zusammenstoßen, aber wie? Ja, das ist sehr schwierig. Also man hat Hecker, der so, ich glaube wahrscheinlich dann aufs Richtung Frankfurt, nach Baden-Württemberg, nach Süden vorstößt und dann haben wir diese deutsche Legionen, die aus Frankreich kommt und sich dazu treffen sich zu verabreden ist in dieser Zeit gar nicht so leicht. Man kann dann nicht den Standort bei WhatsApp teilen und dann läuft man aufeinander zu und deswegen wird das auch ein ziemliches Desaster, weil es wirklich so ist, dass Heckerstruppe auch nicht besonders schlagkräftig ist und noch bevor die Herwuchs in erreichen ist Hecker und seine Truppe von den Preußen und den Wüttenbehangern schon geschlagen worden, also militärisch besiegt worden. Das ist also kein Unterfangen, auf dem ja ein besonderer Segen liegt. Immer lässt sich nicht unterkriegen. Von Strasbourg aus zieht sich wieder um in das Gewand einer deutschen Dame und versucht so, so werde ich für er wahrscheinlich nicht nicht aufgehalten von der Polizei für den Spion. Ich suche mal den Hecker, biete ihm das an, dass wir uns noch vereint zu einer schlagkräftigen Truppe. Hecker selber ist so lauwarm, scheint mir aus ihren Erinnerungen herauslesbar zu sein. Da kriege ich vielleicht mit dieser komischen franzischen Truppe, vielleicht mehr Ärger, als es mir bringt. Militärisch ist das alles ein Flop. Die wüttenbeirischen Truppen gehen professionell und rücksichtslos brutal gegen diese aufständischen Vor. Ganz viele Sterben und alle, die überleben müssen fliehen. Und das ist die Szene, die wir am Anfang gehört haben, wo sie lachen, wo sie umstellt sind, wo sie geschlagen sind, auf der Flucht. Völlig am Ende löst sich auf in dieses revolutionäre Gelächter und den Entschluss, trotz allem irgendwie weiter zu machen, sich militärisch aber halt auf andere Wege. Ja, sie fliehen dann in die Schweiz, da sind sie dann erst mal sicher, aber natürlich können sie da von dort aus politisch nicht wirklich etwas bewirken. Friedrich Hecker, der ja auch noch wichtige Rolle spielt, der flieht in die USA. Und da ist er nicht der einzige. Also es gibt eine ganze Reihe von ja radikalen deutschen revolutionären, die in die USA emigrieren. Und da wiederum auch noch Karriere machen. Also Friedrich Hecker beteiligt sich dann noch politisch. Also viele dieser deutschen revolutionäre gehören zu den Mitgründern der republikanischen Partei. Damals noch nicht so was, wie sie heute ist, sondern eine Vereinigung, die sich gründet, um gegen die Sklappe reizzukämpfen, also auch eine Partei der Freiheit. Und ja, einer dieser deutschen emigranten Karl Schurz, der wird später sogar in Minister der USA. Und auch Hecker stirbt erst in den 1880er Jahren hochverärzt. Es gibt glaube ich immer noch ein Ort in den USA, der nach ihm benannt ist. Also das ist sozusagen das Erbe von 1848 am anderen Ende des Atlantics. Es ist auch eine faszinierende Dimension mit dieser Geschichte. Aber wenn wir jetzt noch mal zu den Herwicks zurückgehen, die jetzt im Schweizer Exil sind, dann ja, die müssen eigentlich denken, das war es jetzt mit der Idee von einem geeinten Europa. Aber weißt, das fennen wir rausfinden. Wir werden es rausfinden. Der Aufstand von Friedrich Hecker ist gescheitert. Emma und Georg Herweg sind in die Schweiz geflogen, haben sich ins Exil abgesetzt. Und damit ist der radikale Teil der Revolution von 1848 zu Ende, ein Fehlschlag. Aber der parlamentarisch gemäßigte, der geht noch bis ins Frühjahr 1849 weiter. Also in der Paulskirche in Frankfurt, da tagen die Abgeordneten noch weiter, die beschließen dann am Ende sogar eine Verfassung für ein Jagge-Anhalt. Aber am Ende setzen sich eben die Kräfte der Reaktion, also die alten Mächte durch. Und ja, am Ende ist diese große Revolution, die mit so viel Enthosiasmos begonnen hat. Ja, ein einziger Fehlschlag. Kann man sagen. Sie kommen mit dem Leben davon, immerhin. Viele andere haben dieses Glück nicht. Aber sie geben ihre Haltung auch nicht auf. Also sie hören nicht auf, bis zu ihrem Lebensende, ein bessere Verhältnisse zu glauben, dafür zu arbeiten. Im Grunde so, wie wir heute leben. Ich finde ein Leiten ist ganz gut der Steckprieftin, damals die Karlsruher Zeitung abdruckt. Wir uns Emma Herweg vorstellen müssen. Und die Zeitung schreibt "Hare Blond". "Gesichtsform, oval". "Gesichtsfarbe, blühnt". "Stirn hoch, Augen, schwarzbraun, Nase, gebogen, Mund klein, Zähne ganz gut, Kin, Spitz". Sie spricht den Berliner Dialekt. Also es wird immer noch nach ihnen gesucht. Also sie können zu diesem Zeitpunkt auch nicht aus der Schweiz raus. Weiß nicht ob ihre Eltern noch leben, aber sie könnte jetzt nicht nach Berlin fahren und sagen, hier bin ich. Aber ich hab euch lang nicht gesehen. Aber wie muss man sich denn das Leben vorstellen, dass sie da im Exil führen? Ja, der Vater Sigmund ist wenig begeistert von der revolutionären Karriere seiner Tochter zu dieser Zeitung. Und das Geld, was sie immer bekam und was auch Georg Herweg hier unterhalt gesichert hat, das versiegt so langsam. Das heißt sie kommen auch wirklich in finanzielle Nöte, in politische Nöte und eins kommen zu anderen. Und das fiech natürlich dann irgendwann auch die Ehe an, bzw. Georg Herweg, unser schwärmerischer Dichter verliebt sich dann auch in die Frau seines. Das damals engsten Freunden des russischen Theoretikers Alexander Herzen, Natalie. Natalie Herzen und mit ihr ist ja dann eine Zeit lang in Genf zusammen, abseits von seiner Familie. Immer lässt sich davon nicht besonders beeindrucken und wartet einfach ab bis sich ihr Abtrinigermann wieder beruhigt. Ich stellen mir das so vor, ein revolutionär im Exil ist ein bisschen wie ein Tiger im Käfig. Der kann ja eigentlich sein wahres Wesen gar nicht ausdrücken. Ja, die sind ja die Jahre der Reaktion, aber irgendwo ist auch damals immer irgendwo eine Revolution und Emma hat dafür feine Antennen und kümmert sich, gar nicht auch gut italienisch um die italienische Revolution und kümmert sich besonders um Fedicche, auch Sinni, ganz ganz interessanter, schillerender italienischer Revolutionär. Kann ich auch vorstellen, dass der vielleicht auch nur mehr war als eine revolutionäre Kollegen schafft. Der auf jeden Fall ist das eine sehr intensive Beziehung mit Or Sinni und es eingekarkt und sie darf ihm aber Bücher bringen. Und sie schafft es aber zwischen die Seiten der Bücher Eisenfallen zu schmuggeln und auch etwas Opium, mit dem er die Werte betäuben kann. Das heißt, sie stattet ihn aus mit zur Revolutionärung, Revolutionärung ausbrecher besteck und das klappt auch und Sinni kann ausbrechen. Das heißt, Emma lässt sich nicht unterkriegen in ihrem Revolutionären bestreben, trotz dieser Flops und diese Rückschläge in der damaligen Zeit. Also, wer immer herwie kennt, den wird geholfen und dann ändert sich das Klima doch nochmal. Wir werden jetzt Vorspulen und in die 1860er Jahre springen, also da ist dann die Revolution so eine knappe Generation vorbei. Und da wird ja eine Amnesty erlassen und dann dürfen wahrscheinlich auch die Herwuchs zurück nach Deutschland. Ja, ganz genau. Und das kommt ja die zweite Revolution, die industrielle Revolution. Das heißt, Deutschland wird plötzlich irgendwie wohlhabend und saturierter und das sind eben auch die ersten politischen Jahre von Otto von Biss. Das heißt, man hat ein ganz anderes politisches Klima, die Herwuchs können zurück und ziehen in die Nähe von Baden-Baden. Und damals gibt es auch ein schönes Gedicht über diese neue Zeit von Georg Herwig. Das kommt aus dem Jahr 1873, dann ist das schon dabei, in Deutschland 25 Jahrestag der März Revolution. Und das schreibt der 1873 Reich der Reichen. Das stehst du, juhai. Aber wir arm und verkauft und verraten, denken der Poletariataten. Noch sind nicht alle Märze vorbei. 1873. Ja, bei dem Reim auf juhai, den ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher, da war glaube ich nicht in Topform, aber den Geist der dahinter steckt den Verstech natürlich. Wir sind jetzt zwei Jahre nach der Gründung des deutschen Reiches. Das hat ja sozusagen Otto von Bissmark als Revolution von oben irgendwie durchgedrückt. Aber Herr Weg, der alte Revolutionär träumt immer noch von neuen Märzen. Und damit ist ja der März 1848 gemeint. Also diese Wochen, in der die Revolution zu siegen erschienen. Ja, und ja, seid euch nicht zu selbst sicher. Ja, es würde nicht immer so bleiben. Jetzt im Moment wählen die euch da reich und unbesiegbar und auch militärisch erstarkt. Und so weiter beginn dann ja die großen Zeit, der großen Kriege, aber die Herwächsplicken weit über diesen Horizont hinaus. Im Grunde ein bisschen unsere Zeit und sagen, das bleibt nicht so. Die Unterdrückung, diese Sozialungleichheiten und so weiter. Und da schreibt noch ein anderes Gedicht. 1863 ist das etwas vorher. Da nervt ihnen so ein Freund von ihm, Ferdinand Lasal, der so ein Arbeitervereingegründetag historiker Heuchin auf. Ja, historiker Heuchin, der wird noch wichtig werden. Herwäch schreibt ja auch Gebrauchslyric. Muss man sagen, politische Gebrauchslyric und zu sagen, komm, Mama, Mann, Text für meinen Arbeitervereinen hier. Und Gehökherwettdichtet die Zahlen, die vielleicht von ihm heute die Einzigen, sie sind noch halbwegs bekannt sind und verdichtet der Mann der Arbeit aufgewacht und erkennen deine Macht. Alle Räder stehen still, wenn dein starke Arme es will. Ja, einige von euch haben diese Sätze vielleicht schon mal gehört. Das ist so die Quintissens der Slogen der Arbeiterbewegung. Wenn man die Arbeiter, wenn die sich einig sind und ihre Kräfte vereinen, dann haben sie unglaublich gemacht. Lasal, ich habe gesagt, der wird wichtig werden, weil nämlich sein allgemeiner deutsche Arbeiterverein der Vorgänger, der SPD ist, der sozialdemokratischen Partei Deutschland und die ist über 160 Jahre alt, glaube ich. Und immer noch bei uns stellt gerade den Bundeskanzler und ist auch so eine Folge aus diesen Jahren und Jahrzehnten. Aber zurück zu "Emma und". Georg Herwig in ihrer Zeit Georg Herwig stürp dann mit 58 Jahren an einer Lungentzündung. Emma kehr zurück nach Paris in die Stadt ihrer größten Abenteuer und die gehen auch weiter. Sie arbeitet da als Übersetzerin. Da muss immer gucken, wo das Geld herkommen, weil von ihrem Vater von der deutschen Familie kommt nichts mehr. Sie wurde enterbt. Sie wohnt im Kartilaterner Nachbarschaft ihrer Söhne, Horas und Marcel und Netzwerk weiter. Kümmerzig um intellektuelle Empfängt Besuch, erzählt viel aus ihrem Leben und ist bis zu ihrem Tod. Am 24. März 1904, davon überzeugt, dass eine Zeit kommt in deinem demokratisches Deutschland für die Freiheit Europas mit einstehen kann. Und sie sollte recht behalten. Ja, und das ist für mich persönlich eine der ganz schönen Aspekte dieser Geschichte. Emma Herwig und auch Georg Herwig, die Scheitern natürlich. Sie setzen sich nicht durch. Das führt dazu, dass wir sie ja nicht kennen. Also die meisten von uns nicht kennen, dass andere erinnert werden, also denkmehler werden, anderen Leuten gebaut oder von Bismarck und so weiter. Aber die schöne Ponte ist, dass ihr Traum am Ende wahr wird. Es gibt das geeint, Europa. Wir leben in einer Demokratie und der Traum ist wahr geworden. Und wir profitieren alle davon. Ja, das nervt mich auch manchmal an dem doch so leichten Gemäcker über alle Verhältnisse, die die Politiker, die da oben, wo auch wenn Leute gar nicht zur Wahl gehen. Wenn man sich anschaut, was das für ein langer Kampf war, was Menschen dafür geopfert haben, wie klar man es damals gesehen hat, aber wie mühsam der Weg war und für euch viele Rückschläge. Diese Idee, da man es hat, finde ich, müssen wir es heute auch im Alltag wirklich wertschätzen. Es ist wählen gehen. Ja, uns bewusst machen diese Freiheit auch zu nutzen. Frau Heter Meinungsbildung, der Meinungsäußerung. Das sind alles für dich Aufträge, die wir von Emma und Georg Herwig bekommen haben. Ja, und es ist ja manchmal in der Geschichte so, dass diese Selbstverständlichkeiten, dass wir die gar nicht mehr richtig wertschätzen. Und da hilft es eben, sich an eine Frau und an die Geschichte von Emma Herwig zu erinnern, die sich diese Dinge noch erkämpfen musste und sie am Ende natürlich nicht bekommen hat. Und so vieles, was unseren Alltag prägt und älterweise auch besser macht, also die Demokratie, das Wahlrecht, das geeint Europa, die Möglichkeit sozusagen ohne Grenzkontrollen nach Paris zu fahren. Und die Rollen der Frauen in der Politik? Die hatte ja den Ehrentitel "Fampolitik", damals war eine Seltenheit bekommen. Und heute auch zu den Wahlen jetzt, zu den Europawahlen sind ganz viele Frauen, Kandidatinnen. Durfte natürlich alle wählen und das ist alles ein fernes Erbe von Emma Herwig. Ja, und deswegen sollten wir uns daran erinnern und uns glücklich schätzen, dass wir diese Früchte erden durften. Wir haben sie oft vergessen, du hast das erwähnt, aber sie hat uns nicht vergessen. Also, sie schreibt ihrer Memoan, schreibt sie gar nicht an ihr Publikum. Da hat sie ein bisschen Hoffnung fahren lassen, glaube ich. Aber sie schreibt an uns. Sie schreibt "Ich widme diesen Text gar nicht meiner Gegenwart, sondern dem jungen Deutschland". Und was meint sie? Sie ist mein ein junges Deutschland, das mit der alten Welt und ihren Sünden abgeschlossen hat, dass nicht eher die Waffen nie darlegen wird, bis ganz Europa frei der letzte Karker geöffnet, die letzte Kette gesprängt ist. Diesem Deutschland allein, übergebe ich diese Schrift, denn dies allein hat eine Stätte für jede gute, freie Natur. Das ist sehr schön gesagt. Emma Herwig meint uns damit und all die anderen, die viel berühmteren Männer des 19. Jahrhunderts, du hast schon erwähnt Otto von Bismarck und der König, Friedrich Filhelm, der Führte, die hätten sich ein ganz anderes ein strenges, ein autoritäres Land gewünscht, nur Emma Zwingt uns zu. Und wir zwingen ganz zurück. Das war es mit dieser Folge von "Was Bisseg geschah". Wir sind hier auch im Tellenbücher und Nils Minkmar. Für "One Pot Wonder", "Redaktion", "Luckersam Schreiber", "Sound Design & Video", "Winns Oliver" und "Tim Klykamp", "Online Redaktion", "Milissa Wolf". "Series Producer", "Simoniter Brack", "Executive Producer", "Tim Kiel", "Jessica Redburn" und "Marshall Louis".

Podcast Summary

Key Points:

  1. Der Podcast wiederholt eine Folge, da die erste Live-Tour beginnt, die 10 Stationen umfasst.
  2. Die Folge behandelt die Revolution von 1848/49 im Vormärz und deren Bedeutung für die Gegenwart, insbesondere für Demokratie und Europa.
  3. Im Fokus steht die deutsche Revolutionärin Emma Herweg, die mit ihrem Mann Georg für Freiheit und Demokratie kämpfte.
  4. Emma Herweg wuchs in einer königstreuen Familie auf, entwickelte aber früh freiheitliche Ideale und lehnte die traditionelle Frauenrolle ab.
  5. Sie verliebte sich durch Gedichte in den revolutionären Dichter Georg Herweg, den sie später heiratete.
  6. Die Revolution von 1848/49 war eine gesamteuropäische Erhebung gegen Monarchien für Verfassung, Freiheit und nationale Einheit.
  7. Emma und Georg Herweg waren auf der Flucht, als sie von Soldaten umstellt wurden; ein Bauer versteckte sie, und sie entkamen knapp.
  8. Emma Herweg schrieb ihre Erlebnisse auf, im Vertrauen auf ein zukünftiges demokratisches Deutschland und freies Europa.

Summary:

In dieser wiederholten Folge des Geschichtspodcasts wird die Revolution von 1848/49 thematisiert, mit besonderem Fokus auf die Revolutionärin Emma Herweg. Die Moderatoren Joachim Taelkenbischer und Niels Minkma erklären, dass die Folge aufgrund des Starts ihrer ersten Live-Tour mit 10 Stationen wiederholt wird. Sie betonen die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, insbesondere wie die Kämpfe für Demokratie, Freiheit und ein geeintes Europa die heutige Welt prägten.

Emma Herweg, geboren 1817 in Berlin, wuchs in einer wohlhabenden, königstreuen Familie auf. Trotz der restriktiven Biedermeier-Zeit, die politische Unterdrückung und traditionelle Geschlechterrollen förderte, entwickelte sie freiheitliche Ideale durch intensive Lektüre, unter anderem über die Französische Revolution. Sie lehnte die ihr angebotenen Ehemänner ab und verliebte sich stattdessen in den revolutionären Dichter Georg Herweg, dessen verbotene Gedichte sie inspirierten. Nach einer Korrespondenz trafen sie sich 1842 und verlobten sich schnell.

Die Revolution von 1848/49, die in ganz Europa ausbrach, forderte Verfassungen, politische Teilhabe und nationale Einheit. Emma und Georg Herweg kämpften aktiv für diese Ziele. In einer dramatischen Szene im April 1848 waren sie auf der Flucht, umstellt von Soldaten, die ein Kopfgeld auf Georg ausgesetzt hatten. Ein Bauer versteckte sie auf einem Dachboden. Als Georg versehentlich einen Fassboden zertrümmerte, brachen beide in ein befreiendes Gelächter aus, das die Soldaten nicht hörten. Sie überlebten, und Emma schrieb ihre Erlebnisse auf, im Glauben an ein zukünftiges demokratisches Deutschland und freies Europa. Die Folge würdigt Emma Herweg als mutige, fast vergessene Kämpferin für Freiheit und Demokratie.

FAQs

Emma Herweg war eine deutsche Revolutionärin, Autorin und Politikerin, die im 19. Jahrhundert für Freiheit, Demokratie und ein geeintes Europa kämpfte.

Sie kämpfte für politische Freiheit, Demokratie, die Gleichberechtigung der Frauen und einen europäischen Nationalstaat, inspiriert von der Französischen Revolution.

Sie verliebte sich durch seine verbotenen revolutionären Gedichte und begann eine Korrespondenz, die zu einem Treffen und einer Verlobung nur zwei Wochen später führte.

Sie wurden auf der Flucht vor der Armee in einem Bauernhaus versteckt, wo Soldaten sie suchten. Ein Bauer rettete sie, indem er sie auf dem Dachboden versteckte, und die Soldaten zogen ab, ohne sie zu finden.

Ihr Name ist weitgehend vergessen, obwohl sie mutig für Demokratie und Freiheit kämpfte. Der Podcast möchte dies ändern, indem er ihre Geschichte erzählt.

Es war eine gesamteuropäische Revolution, bei der Bürger, Bauern und Intellektuelle gegen Monarchen für Freiheit, Verfassung und nationale Einheit kämpften.

Chat with AI

Loading...

Pro features

Go deeper with this episode

Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.