Aufgeklärt unterrichten: Sexualbildung in der Schule | Sina Krüger
28m 47s
Sina Grüger, eine Biologie- und Sportlehrerin aus Berlin, spricht im Podcast über die Herausforderungen und Chancen zeitgemäßer Sexualbildung an Schulen. Sie betont, dass die Umsetzung stark vom Bundesland abhängt, da Bildung Ländersache ist, und dass viele Lehrkräfte sich unsicher fühlen, weil sie in ihrer Ausbildung nicht ausreichend darauf vorbereitet wurden. Ihre eigene Masterarbeit zeigte, dass Schulbücher fachliche Fehler und eine reduzierte Darstellung weiblicher Genitalien aufweisen, etwa bei Klitoris oder Schamlippen, was zu falschen Vorstellungen führt. Sie arbeitete mit Verlagen zusammen, um bessere Materialien zu entwickeln, wie das Buch „Vielfältig lieben“. Im Unterricht legt sie Wert auf klare Regeln, etwa dass niemand persönliche Erfahrungen teilen muss, und behandelt Themen wie Anatomie, Pornografie-Kompetenz und Konsens. Sie kritisiert, dass Sexualbildung oft in Projektwochen verdrängt wird, und fordert mehr Zeit und bessere Ausbildung für Lehrkräfte. Jugendliche halten sich zwar für aufgeklärt, wissen aber oft wenig über weibliche Lust oder Konsens – hier sieht sie einen wichtigen Bildungsauftrag der Schule. Ihr Tipp an Kolleginnen und Kollegen ist, zunächst die eigene pädagogische Haltung zu reflektieren, bevor man das Thema unterrichtet.
Ich glaube, dass das Thema häufig hinten unterfällt, weil Lehrkräfte sich wahrscheinlich auch nicht kompetent genug fühlen und selbst eine bestimmte Schamgrenze haben, das zu unterrichten. Was sie total verstehen kann, wenn man nicht gut darin ausgebildet wurde, dann scheut man sich wahrscheinlich auch das zu unterrichten. Aber ich glaube, es braucht mehr Zeit für Lehrkräfte, aber auch für Schülerinnen, um sich zur Allbildung durchzuführen. Zeugnis Zukunft. Der Bildungspot-Cast des Ernst-Kletverlags. Hier sprechen interessante Menschen darüber, wie Schulen in Zukunft besser werden können. Aber warum ist sie das so richtig? Wie gehen sie mit Problemen um? Und welche Lösungen fallen in allen? Maximieren Schuljogg, der Geschäftsführer des Ernst-Kletverlags, redet mit ihnen. Er gesteitet Schule und Unterricht seit vielen Jahren mit. Eine Banane, Kondome und ein Klassenzimmer voller Gekichere. So sah Sexualkunde für viele von uns aus. Aber wie sieht es eigentlich heute aus an den Schulen? In Zeiten von Social Media und Auflehrung weit über Dr. Sommer hinaus hat Schule vielleicht sogar noch einen viel wichtigeren Bildungsauftrag aus früher. Wie moderne und verantwortungsvolle Sexualbildung gelingen kann, zeigt uns Sina Grüger, sie ist Sport und Biologie-Lerin aus Berlin. Und sie setzt sich für einen Zeitgemessen Unterricht ein und hat dafür gesorgt, dass so manches Schulbuch heute anders aussieht als früher. Lieber Sina, herzlich willkommen, bei "Zwang ist Zukunft". Hi, Dankeschön. Wie offen würdest du sagen, wir treuten in der Schule über Sexualität gesprochen? Oh, ich würde sagen, dass das ganz toll abhängig ist von Bundesland. Bildung ist ja immer noch Ländersache von dem Alter und der Zugänglichkeit der Schüler in und von der Lehrperson. Ich glaube, da ist die Spanne von bis sehr, sehr groß. Da muss ich jetzt direkt mal rein, greetschen und nochmal nachfangen. Du sagst, das ist unterschiedlich. Je nachdem, in welchem Bundesland, ist das wirklich so unterschiedlich? Also, redet man in Bayern anders über Sexualität als in Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen? Also, wenn es um schulische Bildung geht, um schulische Sexualbildung, dann würde ich das schon sagen. Denn Bildung ist ja immer noch Ländersache. Es gibt von dem kurtes Ministerkonferenz die Beschlüsse zur sexuellen Bildung. Und da steht "Verpflichtens Sexualbildung und Diversity" als ein verpflichtendes Themenfeld für alle Schulen in ganz Deutschland. Aber jedes Bundesland hat ja nochmal eigene Rahmenlehrpläne, eigene Ausführungsvorschriften, eigene zusätzliche Dokumente. Und da ist da nochmal detailierter geregelt, welche Themen, welche Methoden, welche Inhalte da dran kommen. Und ich glaube schon, dass das nochmal vom Bundesland zu Bundesland sich unterscheidet, wenn man jetzt die schulische Aspekt anschaut. Wie war das eigentlich in deiner Schulzeit, wie das du selbst Sexualkunde unterrichtet lebt? Oh, ich habe an meiner eigene Schulzeit, ehrlich gesagt, relativ wenig Erinnerung, was die Sexualbildung angeht. Ich erinnere mich da nicht mehr groß an Inhalte, was ja auch schon für sich spricht, denke ich. Ich habe in der Vorbeitung ein bisschen darüber nachgedacht, wie das bei mir war. Ich war in einer katholischen Pravarschule an sich in der sehr, sehr gute Schule. Bei dem Thema hat man dann doch einiges ausgespart. Also wir haben gar nicht so richtig Sexualkunde unterricht gehabt. Man hat einmal den Versuch, unternahm man die Buben und die Mädchen zu trennen und das getrennt, vonainander zu machen. Macht das aus deiner Sicht ziehen? Ich glaube schon, dass es Sinn macht für die Schüler in einen Raum zu schaffen, indem sie frei sich entfalten können und frei Fragen stellen können, ohne Angst und ohne Charme und ohne Scheu vor Verurteilung. Ich habe an meiner Schule beobachtet, dass das zum Beispiel gar nicht so sehr nach Geschlecht getrennt sein muss. Dann kommt man auch schnell in die Betrülte, dass man vielleicht nicht nur noch zwei Geschlechtern trennt, sondern Schülerinnen auch andere Geschlechter haben. Sondern dass die Schüler in sich eher nach Jahrgang auf Thänbolten, wir sind unterrichten Jahrgangsheterogen, also siebte bis neunte Klasse in einer Lerngruppe. Und die 90s wollten gerne zusammen ihre Fragen stellen. Das war aber nicht wichtig, nach Geschlechtnummern differenziert, aufgeteilt zu werden. Du bist das Selbstsport und Biologie-Lerin und hast dich schon sehr früh während einem Studium mit dem Thema Sexualkunde beschäftigt, auch in deiner Masterarbeit. Wie bist du zu dem Thema gekommen? War das Zufall oder gab es Ihnen eine Auslösung dafür? Tatsächlich habe ich in meinem Masterstudium an der Humboldt-Universität in Berlin, das Seminasexualbildung belegt. Dort wurde uns eine Masterarbeit vorgestellt, die sich mit Pornografie-Kompetenz in der Schule beschäftigt hat. Und da ging es viel um die Repräsentationen, die Vierfall von Wulven. Ich fand sowohl das Seminar, als auch die Arbeit wahnsinnig spannend. Ich dachte, das wäre etwas, was ich provokant, interessant, leereich, modern, innovativ finde. Das waren alles Zugänge, die mich interessiert haben, wo ich gedacht habe, ich möchte auch was in die Richtung machen. Auf der Masterarbeit kann man dann noch kurz zu sprechen. Jetzt wollte ich noch mal zurück zu deiner Lehrerausbildung durch das Seminar belegt, welche Rolle spielt denn das Thema sexuelle Bildung in Lehramtstudium? Hast du dich gut vorbereitet gefühlt? Also, auch hier würde ich sagen, ist es sehr wahrscheinlich von Universität zu Universität noch mal unterschiedlich. An sich ist die Sexualbildung, also Akzeptanz von Vierfall und Diversity und wirklich auch sexuelle Bildungen, Querschnittsthema, was alle Fächer machen müssen. Der Biologie wird es nur ganz gerne noch zu beschrieben, weil es dazu sich noch ein Inhalts-Themenfeld ist. Von daher fände ich eigentlich wichtig, dass alle Angenen der Kräfte darauf vorbereitet und dafür ausgebildet sind. Dem ist, glaube ich, nicht so. Ich persönlich habe mich gut ausgebildet gefühlt, weil ich, wie gesagt, dieses Seminar belegt habe und dann weiterführend noch einen Interesse-Literatur gesichtet habe, Sachen gelesen habe, meine Masterarbeit dann dazu beschrieben habe. Allerdings muss ich auch sagen, dass das Seminar damals nicht verpflichten war, sondern man konnte wählen aus verschiedenen Themen schwer punkten. Einerseits irgendwie gut, wenn man eine Interesse wählen konnte. Andererseits macht es das unmöglich, auf alles vorbereitet zu sein. In deiner Masterarbeit hast du dich mit der Darstellung des weiblichen, genitalberechs in Schulbüchern beschäftigt. Was ist dabei aufgefallen und was war es denn, das ist problematisch? Ich habe mir vor allem drei Strukturen angeguckt, einmal die Entanführungsstrichen Schamlippen, also die Wohlwahlippen, dann die sogenannte auch hier Entanführungsstrichen Jungfanheutien, was man auch als wagenale Corona oder Hümen bezeichnen kann, wenn man das Sprachsensibel machen möchte. Und ich habe mir die Klettores angeschaut, also diese drei Strukturen. Und dann habe ich mir noch drei Kriterien quasi angeschaut, einmal, wie Sprachsensibel während die Strukturen behandelt und dargestellt in den Schulbüchern. Wie viel fältig sind die Abbildung und das vermeintlich basalzte sind sie fachlich korrekt. Und dabei ist mir aufgefallen, dass Sprachsensibilität leider keine große Rolle spielt, aber das, ich würde sagen, gravierendste war, dass fachliche Fehler oder eben die dackte Reduktion vorzufinden waren, die dann eben zur falschen Vorstellung und falschen Inhalten geführt haben. Du bist ja damit den Ergebnissen, der Masterarbeit auf uns und auf andere Flagge zugekommen. Wir greifen immer noch sehr gerne auf deine Unterstützung dazu, was hat sich denn da verändert? Wie haben sich Lehrmaterialien weiterentwickelt? Auch dank der Nenexpertise. Also ich war mit allen drei Verlagen in Kontakt und alle Verlage haben unterschiedlich darauf reagiert. Manche haben einen kurzen Videokorn mit mir gehabt und so ein bisschen gefragt, was sie an Verbesserungen einarbeiten könnten. Mit anderen habe ich ein bisschen Mehlkontakt gehabt. Mit dem Kletverlag war der Kontakt tatsächlich am, ich sag mal, in Nächsten und am Intensivsten. Hier habe ich noch viel weiter als Beraterin und Autoren gearbeitet und wir konnten jetzt zuletzt ein neues Produkt darauf dem Markt bringen, das heißt viel fältig lieben. Wobei das I eingeklammert ist, dass man kann es auch als viel fältig lieben lesen. Und dort haben wir über 400 Seiten schon Material herausgearbeitet. Was sich nur mit dem Thema Sexualbildung und sämtlichen Facetten und Methoden beschäftigt. Und ich finde, das ist ein ziemlich großer Fortschritt. Es gibt schon einiges auf dem Markt, was Richtung Zusatzmaterial für sexuelle Bildungen geht. Allerdings haben wir hier noch mal ganz andere Methoden, ganz andere Perspektiven und auch ganz andere Inhalte beleuchtet, die man so, ich sag mal selten, in Unterrichtsmaterialien findet. Ich bin eine Vorbereitung gesehen, dass du immer wieder die Erfahrung machst, dass Schülerinnen und Schüler einen Penis Problem, wo's Zeichen in können, beim weiblichen Geschlechtsdellfellendes deutlich schwerer. Wo ranklaubst du liegt das? Das ist eine große Frage, wo ich jetzt sehr lang und breit darauf antworten könnte. Ich mache mal zwei, drei kleine Antworten. Also die eine ist die Repräsentation des männlichen Geschlechtsorganzes allgingwertig. Also Penis zu irgendwo hinkritzeln, das funktioniert schnell, das passiert intuitiv. Das machen Schüler in der Pubertät häufig und gern. Das heißt, es geht einfach um Sichtbarkeit in erster Linie. Dann könnte man es natürlich fragen, warum ist denn das so? Warum fällt es Jugendlichen? Aber auch erwachsenen auch in Workshops, die ich gebe, fällt mir das auch, warum fällt es den schwerer, das weibliche Geschlecht zu zeichnen. Und ich glaube, dass das schon mit patriarchalen Strukturen und mit der Tabulisierung der weiblichen Sexualität zu tun hat. Das weibliche Sexualität selten Lust betun, sondern viel der Fortflanzungs-Eispekt im Fokus stand und selten die Selbstbestimmung, was irgendwie auch Sinn macht, wenn wir uns anschauen, wie Frauen in der Vergangenheit behandelt wurden vom Mittelalter über Wanduften Sie das erste Mal wählen. Über heute gibt es viele feministische Bewegungen. Und ich glaube, wir haben schon ganz, ganz viel erreicht. Aber da gibt es noch viel zu tun. Und ich glaube, dass viele Menschen keine Wohlwarzeichen können, ist immer noch ein Beispiel dafür, dass die sexuelle Gleichberechtigung noch nicht 100 Prozent da ist. Merkst du, dass sich das verändert? Ich merke, dass ich das verändert, welches mit Schüler in Mache die älter sind. Also ich mache Sexualbildung, habe ich früher in der sieben und in der neunten Klasse gemacht. Mittlerweile haben wir das noch fest im Kerncurriculum unserer Elftenklasse verankert. Die machen 13 Jahre Abitur. Das heißt, die haben in der Elftenklasse noch mal so ein Zwischenjahr, wo sie Inhalte aufbauen und wiederholen können. Aber auch noch mal neue Inhalte lernen, damit sie gut auf 12 und 13 vorbereitet sind. Und dort merke ich schon bei den älteren Schüler in, dass sie deutlich häufiger wissen, was eine Wohlwarbeut ist. Also das Wort ist ihnen bekannt. Und dass sie das automatisch auch zeichnet, wenn ich sage, zeichnet eingeschlechtsorgan, aber immer noch eine deutlichen Minderheit. Also der Penis wird immer noch häufiger gezeichnet. Jetzt hast du vorher erzählt, dass du unter anderem auch mit uns gemeinsam viel Unterrichtsmaterial zu dem Thema entwickelt hast. Was setzt du denn selbst im Unterricht ein, was funktioniert, gut um sensibel mit Themen umzugehen? Also ich finde wichtig am Anfang, Regeln relativ klar zu machen zu sagen, was wird hier bewertet und was wird nicht bewertet. Viele Schulen machen es auch so, dass Sexualbild und gar nicht bewertet wird.
finde ich ehrlich gesagt nicht notwendig, weil ich glaube, man kann das Thema aus einer fachlichen Perspektive durchaus beleuchten, ohne dass jemand persönlicher Erfahrung teiln muss. Also Regeln am Anfang, was bewertet, was wird nicht bewertet, bei mir im Unterricht muss niemand irgendetwas sagen. Man kriegt keine schlechte Note, wenn man sich nicht meldet. Trotzdem finde ich, kann man dazu schriftliche Leistungskontrollen durchführen. Das ist das eine. Und das zweite ist, dass das gesagter immer im Raum bleibt und man über sich selbst spricht. Also niemand spricht über andere Personen, sondern man spricht über sein eigenes Wissen und wenn man das möchte, über seine eigenen Erfahrungen, je muss man natürlich gucken, wo man da die Grenze als Lehrperson zieht. Also diese Regeln am Anfang finde ich sehr, sehr wichtig. Und wenn wir dann inhaltlich schauen, was ich bisher immer unterrichtet hab, ist Aufbau und Funktion der Geschlechtsorgane, weil das in jedem Rahmen Lehrpern vorkommt. Und schon zu dem Basics gehört, würde ich sagen, um weiter darauf aufbauen zu verstehen, wo es hier Ungleichberechtigung wie funktioniert sexuelle Lust bei den Geschlechtern. Was weiß ich, was weiß ich denn noch nicht zu den einzelnen, was in meines Dereotypen, die ich im Kopf habe, dass ich glaube auf Aufbau und Funktion der Geschlechtsorgane kann man viel weitere Themen aufbauen. Was ich außerdem immer unterrichtet, ist Pornografie-Kompetenz. Mir ist wichtig, dass die Schüler in Wissen was Pornos sind, dass sie ab 18 zugänglich sind. Aber vor allem, dass sie eine eigene Haltung dazu entwickeln, wie sie Pornografie bewerten. Also, und dann hätt ich davon, ob sie es gucken oder nicht. Sie dürfen es ja noch gar nicht schauen, wenn sie minderjährig sind. Aber wenn ich weiß, was das ist und wie die Produktionsbedingungen sind, oder was ich dafür inhalte sehe, dann kann ich ja für mich abwegen, finde ich das eher etwas, was ich unterstützend werde finde, was ich früher oder später sinnvoll finde, zu schauen. Und da gibt es viele positive Argumente für. Oder sage ich vielleicht, oder die negative Argumente, die wiegen für mich viel mehr auf. Oder sage ich, ich kann es mir vorstellen, sowas früher oder später zu schauen, oder Menschen sollten so auszugänglich gemacht werden, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Also, ich finde diesen Abwägungsprozess, der ist total wichtig. Und die Bewertungskompetenz ist ja auch eine Kompetenz, die in Biologie, eine gleichwertige Kompetenz ist wie alle drei anderen Kompetenzen auch. Und das kann man daran sehr gut machen. Jetzt hast du Pornografie-Kompetenz angesprochen. Jetzt hat sich da ja vieles verändert. Also, zu meiner Schulzeit gab es das Brab und Dr. Sommer. Und das war es dann im Großen und Ganzen. Heute da gespielt natürlich Social Media, Streaming und Pornografie eine ganz andere Rolle. Das gesagt Pornos sind eigentlich erst ab 18 zugänglich. Wir wissen aber, dass es natürlich schon viel früher möglich ist, weil sie eigentlich viel zu leicht zugänglich sind. Welchen Enfus hat monografie auf das Sexualwiesen von jungen Menschen? Also, ich glaube, dadurch, dass pornografische Inhalte überall zu jederzeit immer zugänglich sind, kann schnell so eine Art Scheinwissen entstehen. Also, wir glauben häufig, wir sind aufgeklärt und wir wissen viel über Sexualität. Aber wenn man mit den Jugendlichen nicht darüber spricht, was Pornos denn wirklich sind und dass die eben nicht zeigen, wie konsensueller echter realer Sex funktionieren oder funktionieren kann, dann haben wir ein großes Problem. Deswegen finde ich es umso wichtiger, weil das so zugänglich ist, mit Jugendlichen darüber zu sprechen, wie gut das Sex, das kann für jede Person anders sein, denn funktionieren kann. Denn wenn sie es zurecht, nicht im Pornos lernen, aber auch nicht in der Schule, dann bleiben sie damit relativ allein. Das ist gerade gesagt, wir glauben, dass wir oft und aufgeklärt sind. Auch die große Mehrheit der Jugendlichen in Deutschland hält sich in sexuellen Fragen für gut aufgeklärt. Da gibt es eine Studie, die heißt, Jugendsexualität, Studie von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Was sagen das? Die meisten? Sind Sie das auch tatsächlich aus der Sicht? Also die Statistik, die du gerade angesprochen hast, zeigte auch, dass immer mehr Jugendliche beim ersten Mal verhütten, dass immer mehr Jugendliche früher erstes Mal haben. Also diese Angst vor der Generation Pornos, dies relativ überspitzt. Ich glaube schon, dass Jugendliche, natürlich kann man das nicht pauschal für alle in der ganzen Bundesrepublik Deutschland sagen, aber ich glaube schon, dass Jugendliche durchaus aufgeklärt sind. Allerdings kommst du auf an, welche Themenfelder wir beleuchten. Also diese Studie zeigt, dass zum Thema Verhütung da schon eine positive Tendenz ist. Wenn wir aber zu keine Ahnung, was bedeutet Konsens, die Jugendlichen fragen, oder zu was ist eigentlich Pornografie, oder zu Wusensdeklitoris und warum ist das wichtig, dass ich darüber bescheid weiß, dann glaube ich, sind die Ergebnisse noch mal anders aus. Jetzt hast du gerade Themenfelder angesprochen, welche? Themenfelder sind denn aus deiner Sicht besonders wichtig, gerade so ab Klasse 5 und Klasse 6. Also du heißt, es ist schon über Konsens gesprochen, sexualisierte Gewalt, was sind denn so Themen, die aus deiner Sicht wichtig sind? Ich möchte da ungern eine Hierarchie auf bauen. Ich glaube, dass da ganz, ganz viele Themen wichtig sind. Also die Akzeptanz von Vielfalt und Diversity in jeglichen Bereichen, sei es in Körper, in sexuelle Orientierung, in schlechter Identität. Ich glaube, das wichtigste Überpornus zu sprechen, über Konsens, unbedingt zu sprechen. Ich glaube, dass es nach wie vor wichtig ist, über Geschlechterrollen und Normen, die die Gesellschaft an einen in die Videomstelle zu reden, und auch klar zu machen, dass es gar nicht darum geht, progresiv gegen konservativ auszuspielen, sollen, dass man die Bandbreite an das, was da ist, zeigt, dass man das akzeptiert, dass es gibt, und dass Menschen sich dann aussuchen können, was es denn für mich eine selbstbestimmte Sexualität ist. Und vor allem das kommunizieren, über Sexualität, also eigene Bedürfnisse kommunizieren, eigene Grenzen kommunizieren. Ich glaube, dass es da wichtig ist, Jugendlichen Worte an die Hand zu geben, damit sie überhaupt selbstbestimmt entscheiden können. Zem ihr vorhin schon kurz über diese Jugendsexualitätstualle gesprochen? Die Studie zeigt auch, dass für knapp 70 Prozent der jungen Menschen die Schule ein ganz, ganz wichtiger Ort der Aufklärung ist. Braucht es aus deiner Sicht mehr Sexualbildung im Unterricht? Ja, auf jeden jeden Fall. Im Berlin ist es so, dass es eins von 8 Schwerpunktthemen ist. Und damit eigentlich ein halbes Jahr innerhalb von der siebten bis zur 10. Klasse unterrichtet werden müsste. Allerdings ist es so, dass häufig Schulen, dass in so Projektwochen packen, und dann hat man keine Woche dazu, oder man macht es am Ende kurz vor den Sommerfählen, dann fällt es in Überwalt irgendwie noch Prüfungen sind. Und man hat noch Exkursionen und so. Ich glaube, dass das Thema häufig hinten unterfällt, weil Lehrkräfte sich wahrscheinlich auch nicht kompetent genug fühlen und selbst eine bestimmte Schamgrenze haben, das zu unterrichten, was ich total verstehen kann, wenn man nicht gut darin ausgebildet wurde, dann scheut man sich wahrscheinlich auch das zu unterrichten. Aber ich glaube, es braucht mehr Zeit für Lehrkräfte, aber auch für Schülerinnen, um Sexualbildung durchzuführen. Ist jetzt so was wichtiges angesprochen? Es gibt viele Kolleginnen und Kollegen, die bei dem Thema vielleicht unsicher überfordert. Siehnt hast du da Tipps an deine Kolleginnen, wie man Themen, wie Lust, Geschlechterrollen, Verhütung, all das gerecht und auch sensibel vermitteln kann? Ich würde mir auf jeden Fall als allererstes überlegen, welche pädagogische Haltung habe ich zu diesem Thema? Ich glaube, bevor man wertfreien und offenen Unterricht machen kann, muss man jetzt erst seine eigene pädagogische Haltung hinterfragen. Vielleicht auch in die eigene Biografie mag gehen, wie wird ich eigentlich auch geklärt, was sind meine Materialien, die ich zur Verfügung hatte als Jugendliche, die ich jetzt für mein Unterricht nutzen würde. Einmal so ein bisschen schauen, wie es die eigene Haltung dazu ist. Dann wertfrei und offenen den Unterricht gestalten zu können, sodass alle sich dort wieder finden. Das zweite ist, sich möglichst viel Materialien anschauen. Da kann man bei den Schubofallagen schauen. Da kann man aber auch auf Instagram gucken, es gibt ganz tolle Aufklärungsakons, die ganz, ganz, ganz tolle Arbeit machen. Man kann beim Institut für Sexualpädagogik auf die Website gehen und sich da sämtliche Materialien anschauen. Und auf jeden Fall mit Modellen arbeiten, das würde ich empfehlen. Und ein möglichst vielfältigem Zugang an möglichen. Wie regirst du selbst, wenn bei dem Unterricht in den Bereich in wie Charmen lachen oder auch Widerstände auftreten, von Schülerinnen, aber vielleicht sogar auch von Eltern? Wie gehst du damit um? Das Gute, zu frags, eine Regel habe ich ganz vergessen. Lachen ist erlaubt, auslachen verboten. Es ist noch eine ganz wichtige Regel, die ich am Anfang. Genau, Stelle. Das heißt, man darf auf jeden Fall lachen. Ich steh nämlich meistens auch vor den Jugendlichen und sage, sie werden auf jeden Fall lachen. Sie werden Dinge lustig finden und ich werde auch Dinge lustig finden. Es reicht schon, wenn ich das Wort "Penis" sage, dann werden einige schmunzeln und genau diese Moment schmunzeln, dann auch meistens schon die ersten. Dann sage ich meistens, was zu beweisen war. Und das ist auch total in Ordnung. Es ist ja auch ein Thema, was man sonst nicht so oft ansprichten, was irgendwie die Privatsphäre tangiert, von da ist es toll in Ordnung zu lachen. Mit Eltern hatte ich bisher keinerlei Probleme, deswegen kann ich dazu nicht so viel sagen. Ich bin in einem Einzusgebiet, wo das bisher kein Thema war. Was ich aber sagen kann, ist, dass das Elternhausen die Schule hand in Hand arbeiten sollten. Das heißt, es lohnt sich, die Eltern vorher mit ins Boot zu holen, zu sagen, wir machen jetzt dieses und jedes, das sind unsere Materialien. Wenn sie frei haben, sagen sie doch mal Bescheid, gerne auch die Eltern ermutigen, mit den Kindern vielleicht darüber zu sprechen. Es gibt auch Gerichtsbeschlüsse, dass die Schüler in nicht vom Unterricht befreit werden können, wenn es die Sexualbildung ist. Es ist verpflichtend, dass die daran teilnehmen. Und deswegen ist eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern auf jeden Fall wichtig. Jetzt hast du gesagt, Lachen ist erlaubt, auslachen, verboten. Ich glaube, diese Regel könnte man in ganz, ganz vielen Bereichen des Lebens anwenden. Finde ich gut, nämlich mit. Du hast vorgesagt, du hast im Rahmen deiner Masterarbeit auch das Thema Sprachsensibilität in Unterrichtmaterialien untersucht hast. Jetzt ist es, glaube ich, auch im Unterricht sehr, sehr wichtig, wie gehst du damit um, wie kann man Sprachsensibel vorgehen? Also, erst mal möchte ich sagen, dass ich selber überhaupt nicht perfekt bin. Ich bin auch schon das eine oder andere Sprachsensibilitätsfettnöpfchen, wenn ich es mal getreten habe. Ich habe ein weitliches Geschlechtsorgan vorne an der Tafel gehabt. Das war so ein 3D-Video, was es so aus vier Schienenperspektiven zeigt. Und die einzelnen Bestandteile waren verschiedenen Farben. Orang, Sprauen, Gelb. Die Kliitoris war zum Beispiel in Rosa, die Hanblase in Gelb. Und hab ich gefragt, welche Struktur denn hier in Hautfarbe ist. Das waren dann die Wohlwalipen. Und er hat mich ein Schüler total freundlich darauf aufmerksam gemacht. Frau Krüger Hautfarbe ist irgendwie ein unmünstiger Begriff. Und dann ist mir ein Gefall. Ja, natürlich ist voll der unmünstige Begriff, wenn ich so ein Rosa-B-Schmein, ne? Aber in dem Moment ist mir auch aus Grutsch nicht. Ich hab mich dann bedankt bei dem Schüler, dass er das angesprochen hat. Und das wurde dann auch, dass ich korrigiert, war kein großes Ding. Es war aber total schön, dass das einfach funktioniert hat, dass man mich korrigieren kann. Also Punkt 1, glaube ich, für Fehler offen sein und sagen, dass man Fehler machen darf. Und vielleicht auch die Schüler in amutigen, ihre eigene Sprache zu finden. Also vielleicht als eigenes Vorbild vorangehen, Fehler dürfen gemacht werden. Und ich selbst versuche,
möglichst Sprachsensibel zu agieren, möglichst Diskriminierungsfrei zu sprechen, deswegen gender ich zum Beispiel. Aber ich mache meinen Schülern auch klar, dass ich das nicht erwarte, und dass das niemand muss, sondern jeder und jeden eigenen Weg finden kann. Welche Rolle spielen da eigentlich auch Eltern? Zu Hause, ich habe 12-jährigen Sohn, der ist noch nicht in der Pubertät, aber ich rechne eigentlich täglich damit. Der Skat hat gerade ein sehr angenehmes Alter. Aber auch ich halte mich für den aufgeklärten und offene Menschen. Aber auch wenn das eigene Kind gewisse Fragen stellt, ist das nicht immer einfach damit umzugehen. Hast du auch so ein paar Tipps und Tricks für verhältern? Den ersten Tipp, den man meistens gibt, es gibt nicht das eine aufkläreische Gespräche. Ich glaube, Sexualbildung, sexuelle Bildung, Sexualerziehung, die man es auch nennen möchte, findet alltäglich statt, immer mal wieder im Kleinen und im Großen. Und wenn die Kinder oder Jugendlichen Fragen stellen, dann beantwortet man die und dann kann man auch gerne noch mal nachfragen. Hab ich die Frage richtig beantwortet? Dann hab ich dich falsch verstanden, und dann meistens signalisieren sie ganz gut, ob sie noch mehr Fragen haben oder ob es jetzt fürs Erste reicht. Deswegen würde ich jede kleine Situation dafür nutzen, das machen. Aber dann auch nicht über die Schamgrenze der Schüler oder der Kinder rüberzugehen. Das vielleicht als eine. Und das andere, ich glaube, es gilt genauso für Eltern, wie für Lehrkräfte, man kann noch nicht alles wissen. Man muss auch nicht alles wissen, man kann sich aber selber weiterbilden und eine eigene Haltung entwickeln. Also selber mal überlegen, wie steh ich denn eigentlich zu Pornografie? Warum finde ich Pornos denn gut oder nicht gut? Was daran finde ich gut oder nicht gut? Wie würde ich denn reagieren, wenn das mal passiert? Und ich mein Kind dabei in einem Führksstrichen erwische, wie es Pornografie konsumiert, was es mir dann wichtig zu vermitteln. Also selber sich erstmal fragen, wo kann meine Eingeneitung her? Und was ist meine Eingeneitung? Kann ich eine kleine Tote dazu erzählen, oder gesagt, es gibt nicht mehr dieses eine Aufklärungsgespräch. Ich glaube früher war das schon so irgendwie ein Thema. Und da hatten dann auch irgendwie Eltern den Druck. Es muss dieses Aufklärungsgespräch geben. Also bei einer Schulkollegin von mir war das ganz lustig. Sie hatte damals, ich glaube, in der Sinkengasse, also sind die heißen mit 17. Er hatte damals ein Freund, der Eltern sind weggefahren und irgendwie hat dann die Mutter zum Vater gesagt, er musste dieses Aufklärungsgespräch führen. Und das Gespräch hat genau einen Satz lang gedauert. Der Vater zu dochter gesagt, Männer sind böse. Ist irgendwie spannend, aber glaubst du auch, dass Eltern jetzt, sage ich 20 Jahre später, entspannter mit dem Thema umgehen. Oder ist das immer noch irgendwie ein Tabut? Immer mit den eigenen Kindern über Sexualität zu sprechen. Ja, ich hänge noch gedacht, ich sehr an dem Satz, Männer sind böse, weil es ja auch voll schade ist, dass man da so einen Bild von Männlichkeit vermittelt. Irgendwie, ne? Das ist ja auch nicht Ziel. Also, auch hier will ich keine poor Schale antwort geben. Ich glaube, es kommt wie immer sehr drauf an. Ich kann mir vorstellen, dass es auf jeden Fall ein bisschen offender geworden ist. Allein, wenn wir uns schon anschauen, was man heutzutage thematisiert, da, wo zu man zugängert hat. Also, ich glaube, wir sind offennah damit von sexuellen Themen oder Sexualitätsbezungen inhalten, umgeben zu sein, sei es Entwerbung, in Filmen, in Fernsehen. Aber ich glaube nicht, dass wir deswegen aufgekläter sind und dass deswegen die Aufklingsgespräche besser laufen. Ich glaube, nur wir haben uns mehr an zum Beispiel nackte Haut gewöhnt. Es bedeutet aber nicht, dass man diese Gespräche nicht noch fühlen muss. Ab welcher Klasse oder welchen Alters sollte man deine Meinung nach damit eigentlich anfangen? Wir sind sexuelle Wesen mit dem Moment, mit dem wir im Bleib der Mutter aufwachsen, in der Gebirr Mutter. Es gibt Studien, z.B. dass noch nicht geborene Kinder, Babys schon im Mutterleib in Erektion haben. Z.B. das funktioniert. Das hat wenig mit sexuell Erregung zu tun, sondern vor allem damit, dass getestet wird in Anführungsstrichen, ob z.B. die Klite-Riss- oder der Penis, ob die Schwellkörper funktionieren. Da finden schon erste Versuche sozusagen. Statt jetzt nicht das Lebewesen bewusst steuert, sondern es ist einfach ein Funktionscheck. Kleinkinder masturbieren schon im Kindergarten. Was ich sagen will, ist, ich glaube, es gibt selten ein zu früh, es gibt aber ein nicht Altersgerecht. Also, ich glaube, drei Jährigen von Vergewaltigung zu erzemen, z.B. ist auf jeden Fall ein Fehler. Da jährigen zu sagen, schau mal, das ist dein Körper, und du darfst entscheiden, wer den anfässt und wer nicht. Es gibt Bereiche in deinem Körper, die darf niemand anfassen, außer du und wenn das erlaubst wir, als Eltern, das ist auf jeden verwichtig. Das heißt, man kann eigentlich nicht zu früh damit anfangen, dass das entscheidende Isobs-Altersgerecht ist oder nicht. Das wäre jetzt so meine Vermutung. Und natürlich, ob es oft zum Kind passt. Also, wenn das Kind gar kein Interesse daran zeigt, dann muss man vielleicht auch schauen, dass man das nicht mit Informationen überfrachtet. Wenn es viele Fragen hat, dann hat man hoffentlich auch viele Antworten. Also, spätestens dann, wenn die Fragen kommen, sollte man Antworten geben. Das ist auf jeden Fall, genau. Zum Abschluss habe ich noch drei kurze Fragen, dich mit sehr gespannt auf deine Antworten. Was war denn eigentlich die ungewöhnlichste oder überraschendste Frage, die du von einem Schüler, der einer Schülerin im Rahmen des Sexualkunden unterrichtsgestellt bekommen hast? Das war irgendwie niedlich, weil das mit neuen Klässler*innen waren. Und weil das gar nicht so eine sehr sexuelle Frage war, sondern so eine niedliche, wie funktioniert ein Zunkurs? Und das war irgendwie, also ich war auf ganz viele Fragen gefasst und auf ganz viel mit Penis und Geschlechtskrankheiten und Stellungen. Und ich war so total ready für, sie wollen sämtliche Origami-Stellungen wissen. Und was weiß ich, weil das war auch alles dabei. Aber dann so eine sehr anfähigere, freundliche Frage, wie funktioniert ein Zunkurs? Das hat mich dann irgendwie überrascht. Und ich habe auch wirklich darüber nachgedacht, wie erklärt man das denn jetzt? Wie funktioniert ein Zunkurs? Na ja, lippen berühren sich, wenn man möchten berühmt sich zungen und dann findet man, wenn man will, sein Tempo. Es gibt im Bereich das Sexualität ganz viele Tabus. Es gibt End-Apubo, du sagst, das müssen wir dringend hinter uns lassen. Also welches Tabu würdest du gerne sofort abschaffen? Bevor ich das beantwortet, würde ich gerne noch mal sagen, finde, dass es einen Unterschied gibt zwischen so Tabus, dies gibt, weil es Scham gibt, die gesund ist. Also, Scham sollte ja nicht abgeschafft werden. Ich finde, es ist wichtig, dass ich Menschen für was schämen, ist ja ein Gefühl, was irgendwie dafür da ist, Gesellschaften auch zusammenzuhalten. Deswegen finde ich, Scham schon an manchen Stellen sinnvoll. Und ich finde, seine eigene Privatsphäre schützen und nicht über alles sprechen wollen, finde ich auch wahnsinnig sinnvoll. Also, ich bin schon für Grenzetzung und für Tabus in dem Sinne. Aber ich bin nicht dafür, wenn das dazu führt, dass wir Angst haben vor etwas, sobald wir irgendwo Angst haben und deswegen schweigen, weil wir unsicher sind und Angst haben vor Verurteilung, dann finde ich es, was Negatives. Und deswegen finde ich, kann man aus einer fachlichen Perspektive eigentlich übernahe zu alles sprechen, man muss halt nicht ins persönliche und private reingehen. Und gibt es dann trotzdem End-Apubo, wo du sagst, das ist jetzt vielleicht kein gerechtfertigt, dass du da Bouto gerne abschaffen würdest? Ich glaube, weil es mein zentrales Thema ist, die weibliche Sexualität und die weibliche Lust, also alles rund um Kliteris und Masturbationen von Menschen mit Kliterissen Wohlwa. Und als letzte Frage, welches Buch kann in diesen Zusammenhang sein oder auch in einem ganz anderen hat, dich zuletzt inspiriert? Also, sehr inspiriert, hat mich und weil kein anderes daran kommen, würde ich das nennen, dass es klippt die aufregende Geschichte der Kliteris von Luisa Lorenz. Die hat ganz toll, da drin erklärt, wie Geschlechtsanertomie und gesellschaftliche Debatten und die Entwicklung von Gesellschaft und die Perspektive auf Sexualität zusammenhängen können. Und ich fand das sehr, sehr erheld, gerade auch, weil sie im Kledoider für ausgesprochen hat, nicht so sehr auf die Vierfalt und die Diversität immer zu achten. Natürlich müssen wir das respektieren, aber auch mal zu schauen, was haben wir eigentlich alle gemeinsam. Und wenn man sich die Geschlechtsorgane anschaut, dann bestehen wir alle aus den gleichen Teilen nur unterschiedlich zusammengesetzt. Und das fand ich irgendwie einen sehr schönen eindem Gedanken. Dann danke für die Buchumfählung. Wir werden den Link in die Schonauts zum Podcast hängen. Vielen Dank, Siehner, für deine Offenheit und die spannenden Einblicke, die du uns gegeben hast. Wir haben heute vieles gelernt und haben gehört, warum sexuell Bildung viel mehr ist, als Kontome über eine Banane zu ziehen. Es geht um Sicherheit und Diversität, um den Mut, auch Dinge wie Lust, Kronzenz und schwierige Themen, wie sexualisierte Gewalt anzusprechen. Und es geht darum, Jugendlichenorientierung zu geben in einer Welt, die zwar volles von Informationen, aber durchaus auch voll von Missverständnissen. Deine Arbeit zeigt, wie wichtig es ist, das Lehrkräfte nicht nur gutes Material haben, um Sexualkundeunterricht zu machen, sondern auch die Haltung und das Selbstvertrauen entwickeln, diese Themen, in Gassenzimmer auch wirklich anzusprechen. Liebe Siehner, danke fürs dabei sein. Hat mich sehr gefreut. Danke, dass ich hier sein dürfte. Vielen Dank. Danke. - Ciao. Wenn euch diese Folge gefallen hat, empfehle dem Podcast gerne weiter. Ihr könnt dem Podcast auch abonnieren und gerne bewerten. Die nächste Folge gibt's irgendwie gewohnt in drei Wochen wieder. Danke fürs dabei sein und bis zum nächsten Mal. Zeig das zu können. Die Beziehungspot-Cast, das Ansket für Lachs.
Podcast Summary
Key Points:
Sexuelle Bildung in Deutschland variiert stark je nach Bundesland, obwohl die Kultusministerkonferenz sie als verpflichtendes Thema für alle Schulen festgelegt hat.
Viele Lehrkräfte fühlen sich unzureichend ausgebildet und haben eigene Schamgrenzen, was dazu führt, dass das Thema oft vernachlässigt wird.
Schulbücher weisen fachliche Fehler und mangelnde Sprachsensibilität bei der Darstellung weiblicher Genitalien auf, was zu falschen Vorstellungen führt.
Pornografie ist für Jugendliche leicht zugänglich und erzeugt ein „Scheinwissen“, das durch schulische Aufklärung korrigiert werden muss.
Themen wie Konsens, Diversität, Geschlechterrollen und Kommunikation über sexuelle Bedürfnisse sind zentral für eine moderne Sexualbildung.
Summary:
Sina Grüger, eine Biologie- und Sportlehrerin aus Berlin, spricht im Podcast über die Herausforderungen und Chancen zeitgemäßer Sexualbildung an Schulen. Sie betont, dass die Umsetzung stark vom Bundesland abhängt, da Bildung Ländersache ist, und dass viele Lehrkräfte sich unsicher fühlen, weil sie in ihrer Ausbildung nicht ausreichend darauf vorbereitet wurden. Ihre eigene Masterarbeit zeigte, dass Schulbücher fachliche Fehler und eine reduzierte Darstellung weiblicher Genitalien aufweisen, etwa bei Klitoris oder Schamlippen, was zu falschen Vorstellungen führt.
Sie arbeitete mit Verlagen zusammen, um bessere Materialien zu entwickeln, wie das Buch „Vielfältig lieben“. Im Unterricht legt sie Wert auf klare Regeln, etwa dass niemand persönliche Erfahrungen teilen muss, und behandelt Themen wie Anatomie, Pornografie-Kompetenz und Konsens. Sie kritisiert, dass Sexualbildung oft in Projektwochen verdrängt wird, und fordert mehr Zeit und bessere Ausbildung für Lehrkräfte.
Jugendliche halten sich zwar für aufgeklärt, wissen aber oft wenig über weibliche Lust oder Konsens – hier sieht sie einen wichtigen Bildungsauftrag der Schule. Ihr Tipp an Kolleginnen und Kollegen ist, zunächst die eigene pädagogische Haltung zu reflektieren, bevor man das Thema unterrichtet.
FAQs
Sexualerziehung ist Ländersache, daher gibt es Unterschiede zwischen den Bundesländern. Die Kultusministerkonferenz hat jedoch verbindliche Beschlüsse zur sexuellen Bildung und Diversity als Themenfeld für alle Schulen in Deutschland festgelegt.
Es gibt oft fachliche Fehler oder eine Reduktion auf bestimmte Strukturen. Die Darstellung ist häufig nicht sprachsensibel und es fehlt an Vielfalt, was zu falschen Vorstellungen führen kann.
Das liegt an der geringeren Sichtbarkeit und der Tabuisierung der weiblichen Sexualität in patriarchalen Strukturen. Der Fokus lag oft auf Fortpflanzung statt auf Selbstbestimmung und Lust.
Zu Beginn sollten klare Regeln aufgestellt werden, z.B. was bewertet wird und dass niemand persönliche Erfahrungen teilen muss. Man spricht über sein eigenes Wissen und nicht über andere Personen.
Wichtig sind Akzeptanz von Vielfalt, Konsens, Geschlechterrollen und Normen. Auch die Kommunikation über eigene Bedürfnisse und Grenzen sollte vermittelt werden.
Durch den leichten Zugang kann ein Scheinwissen entstehen, das nicht der Realität entspricht. Es ist wichtig, mit Jugendlichen darüber zu sprechen, dass Pornos nicht zeigen, wie konsensueller Sex funktioniert.
Chat with AI
Loading...
Pro features
Go deeper with this episode
Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.