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Arbeit wichtiger als Beziehung? So könnt ihr mit zu vielen Projekten in der Beziehung umgehen!

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Arbeit wichtiger als Beziehung? So könnt ihr mit zu vielen Projekten in der Beziehung umgehen!

In vielen Paaren, besonders in den 30er und 40er Jahren, entstehen Spannungen zwischen Beruf und Beziehung, wenn Projekte wie Hausrenovierungen, Selbstständigkeit oder Familienorganisation zu einem stetigen, überbeanspruchten Lebensrhythmus führen. Diese Prioritätenverschiebung führt oft zu einem Verlust emotionaler Nähe, da kleinere, tägliche Ungleichheiten – wie weniger Reaktion auf private Anfragen – das Vertrauen und die Zuneigung langfristig schädigen. Die Wirkung wird besonders deutlich, wenn Projekte über viele Jahre laufen, wodurch Erschöpfung, Distanz und ein Gefühl der Isolation entstehen. Viele Paare merken erst später, dass sie durch die konstante Arbeit und Projekte Jahre lang als „WG“ gelebt haben, ohne echte Lebensmomente zu erleben. Ein entscheidender Schritt ist der „Öko-Check“, bei dem die Vorteile und Kosten von Projekten im Hinblick auf Beziehung, Familie und persönliche Ressourcen analysiert werden. Dazu gehören klare Prioritäten, regelmäßige Ausgleichszeiten, stimmige Verhaltensweisen und Exit-Pläne, um aus dem Überlastungszustand herauszukommen. Wichtig ist, dass die Beziehung nicht nur funktional, sondern auch emotional lebendig bleibt – durch bewusste Entscheidungen, regelmäßige Reflexion und den Willen, manchmal Projekte zu verlassen, um das Fundament zu stärken. Die Ausrichtung auf eine ausgewogene Lebensweise, in der Beziehung, Familie und Beruf gleichberechtigt Raum haben, ist der Schlüssel, um langfristige Zufriedenheit und Balance im Leben zu erreichen.

Transcription

8737 Words, 52303 Characters

German
Gab es schon mal Phasen in deinem Leben, wo du sagen würdest, dass dir die Arbeit wichtiger war als unsere Beziehung? Das ist eine gute Frage. Ich denke, wenn man mal drauf schaut, also unsere Beziehung stand noch nie auf der Kippe, dann ist das natürlich eine sehr relevante Frage vielleicht. Gerade wenn das so ein Thema wird und das auch so ein Konfliktthema ist. Aber es gibt sicherlich mal Phasen, wo man sagen würde, in dieser Phase stellt man die Beziehung ein bisschen zurück, macht einen Sprint bei der Arbeit oder auch bei anderen Projekten. Aber das ist eher so ein Prioritäten zurückstellen oder dem einen mehr Zeit widmen als dem anderen. Wohlwissentlich, dass wenn man den Fokus ja sehr auf die Arbeit legt, dass man auch insgesamt weniger umsichtig innerhalb der Beziehung ist. Alles wird kürzer und knapper, dann ist halt das Nikolausgeschenk kurz vor knapp und dann hat man eben mehr Ressourcen, wenn man den Fokus wieder mehr auf der Beziehung hat. Aber grundsätzlich würde ich immer aus meiner persönlichen Sicht, aber auch aus dem, wie es im System Empowering für uns gesehen wird, sagen, dass die Beziehung ist ja, gerade wenn man verheiratet ist, Kinder hat, das wichtigste Fundament. Auch in der Arbeit gut performen. Das heißt, es ist häufig ein Automatismus, dass wenn ich die Arbeit zu lange der Beziehung vorziehe und da mein Fokus drauf liegt, dass die Beziehung darunter leidet und dadurch das Fundament instabil wird. Aber das kann natürlich anders sein, wenn man das von vornherein so committed macht und ganz von Anfang sagt, du pass auf, ich bin selbstständig, ich liebe Unternehmer sein und das ist mir das Wichtigste und Sinngebendste im Unternehmen. Ich brauche jemanden, der mich an meiner Seite supportet, aber eben supportet. Das wird immer mein Fokus sein, Stand jetzt. Dann kann das ja auch anders gut gehen. Ich finde, das hängt auch ganz viel davon ab, in welcher Lebenslage man gerade steckt, im Sinne von, wie sehr werde ich privat gebraucht, welche Zeiten kann ich vielleicht als Familie, als Paar auch nicht nachholen. Also wenn ich mich komplett, da denke ich jetzt so an ein paar Coaching-Fälle, aus der Hochzeitsvorbereitung rausziehe, aus den Geburten der Kinder. Das kann ich nicht nachholen. Und wenn es aber natürlich andererseits auch ums Überleben geht, finanziell, und wenn es in dem Moment auch wichtig ist, der Arbeit den nötigen Fokus zu geben, damit alle überleben können, damit man auch was zu essen hat, das ist ja auch nochmal eine ganz andere Lage. Aber bei vielen Paaren ist es leider so, dass man aus diesem Strudel von Prioritäten manchmal nicht mehr herauskommt und dass dann ein Mangelgefühl entsteht. Da kommen wir ja gleich auch nochmal näher drauf zu sprechen. Und dass die Projekte im Leben einen auffressen. Und man von Projekt zu Projekt rast und irgendwann die Partnerschaft nur noch so als Nebenbeiprodukt besteht, wo es sehr funktionell ist, wo das Familienleben läuft, man als Team agiert, aber das Liebespaar ist nicht mehr da. Und dann ist ja vielleicht noch die Frage, was zeigt mir denn, woran mache ich fest, ob mir die Beziehung oder die Arbeit wichtiger sind? Also woran kann ich das festmachen? Was zeigt mir das genau? Das finde ich immer ja höchst individuell. Und meistens sind das ja so Dinge wie eher bei der Arbeit ist jemand zuverlässig und zu Hause eher nicht. Bei der Arbeit, wenn ein Kunde anruft, geht man immer ans Telefon. Zu Hause, wenn die Frau anruft oder der Mann, dann ist man häufig nicht erreichbar. Wenn eine E-Mail vom Kunden am Abend kommt, schreibt man sofort zurück. Die WhatsApp-Nachrichten privat bleiben aber längere Zeit unbeantwortet. Also es sind ja häufig so diese kleinen Dinge, wo man dann sagt, die Beziehung scheint weniger wichtig zu sein als die Arbeit. Und ganz dramatisch wird es natürlich dann, wenn es auf der Kippe steht und man sagt so, die Arbeit, magst du die runterfahren? Also geht das, dass die runtergefahren wird, dass der Fokus verschoben wird? Und da sehen wir schon, dass das häufig schwierig ist. Ja, wenn du an dieser Stelle angekommen bist, bist du im Podcast der Lebensidealisten. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches. Und helfen euch, raus aus der Krise, hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Wir haben viele Paare, die so im Alter zwischen Ende 20 bis Anfang 60, also vor allen Dingen 30ern und 40ern sind. Da sind wir wie wir. Wir haben immer so schön sagen, in der Rushhour des Lebens, da ist ein Projekt nach dem nächsten. Kinder, Hausbau, Hochzeit. Was gibt es noch? Also unendlich viele Projekte, die man machen kann. Man kann irgendwas sanieren, renovieren, reisen, Weiterbildung, Jobwechsel, Führungspositionen, Wiedereinstieg in den Job. Also ganz viele Projekte, die auch viel Kraft kosten und die auch einfach sich sehr ballen in dieser Lebensphase. Und wo es eigentlich häufig darum geht, ist es so ein Gerangel um die Priorisierung und der Bedürfnisse. Also da schiebt sich immer so eine Notfallpriorisierung vor und dann kommt das und dann sind aber die Kinder krank. Wupp, sind die Kinder wieder oben. Ja, aber der Abgabetermin bei der Arbeit, ja, das muss auch gemacht werden. Ist das wieder oben? Und das ist halt so, ja, dass man mal denkt, ich bin nur dabei, meine To-Do-Listen abzuarbeiten, mein Leben zu verwalten. Und eigentlich will ich ja Leichtigkeit. Und eigentlich will ich ja irgendwie Lebensmomente. Und. Eine schöne Partnerschaft, ein harmonisches Familienleben. Ich möchte erfolgreich sein im Beruf. Ich möchte mir mein Zuhause bauen. Und ja, da sind wir wieder bei den ganzen Erwartungen auch. Wie möchte man leben? Wie sind wir das in der Gesellschaft gewohnt? Wie man in den 30ern, 40ern, 50ern lebt? Und das ist eine anstrengende Lebensphase. Ja, und bei Selbstständigen und Unternehmern ist das ja häufig etwas, was so dauerhaft besteht. Ja. Weil man nie Feierabend hat. Es gibt immer genug zu tun. Und viele Selbstständige und Unternehmer haben ja so einen stetigen Wechsel von Akquise-Druck. Ich brauche mehr Kunden. Und dann wiederum einen Abarbeitungsdruck, einen Fulfillment-Druck. Ich habe gerade zu viele Kunden und muss die jetzt erstmal wieder alle abarbeiten, die Projekte. Und wenn die abgearbeitet sind, dann entsteht irgendwie wieder so ein Loch und so ein Akquise-Druck. Und dadurch ist ein stetiges Hin und Her. Und natürlich auch das Thema Personal und die ganzen Themen mit dem Personal. Das ist etwas, was viele da sehr beschäftigt. Das heißt, die haben das häufig auf Dauer. Was dann aber auch viele andere, die nicht selbstständig sind, eben häufig in den 30ern ganz geballt haben. Da fallen mir auch echt viele Beispiele ein, wo ganz viele Projekte zusammenlaufen. Und wo man sich da als Liebespaar verliert. Man nicht mehr genau weiß, wie das um die Gefühle steht. Mangelgefühle entstehen und daraus resultierend Fremdgehen und Affären. Ich hatte gerade letzte Woche ein paar im Coaching im Verlauf jetzt. Und da ging es auch um die Gründe, warum man sich so auseinandergelebt hat. Also warum bei der einen Seite keine Gefühle mehr da sind. Und die eine Seite möchte halt die Trennung, ist aber auch darüber extrem traurig. Und die andere Seite sagt, nee, ich verstehe das nicht. Ich möchte um die Beziehung kämpfen. Und da haben wir so auf die Gründe der Distanz geschaut, also die in der Beziehung so entstanden ist. Und man würde ja immer so auf die großen Dinge schauen. Also wir sind immer auf der Suche nach diesem einen Moment, wo das so passiert ist. Also diesem Puzzlestück, was da in der Geschichte fehlt. Aber auch da hat sich wieder gezeigt, das sind ganz viele kleine Momente gewesen. Ganz viele Zeitfenster, die nicht da waren als Paar. Ganz viele Dinge, die verschoben worden sind. Wir haben gesagt, das machen wir noch. Jetzt ist das mal eine anstrengende Phase. Da gehen wir jetzt zusammen durch. Aber dann aus zusammen ist dann doch wieder alleine geworden. Und irgendwann haben sie sich emotional so verloren, dass es nicht mal mehr ankam bei dem anderen, dass derjenige vermisst wird. Also dass da irgendwie so eine Distanz ist, wo der andere sagt, ich fühle mich nicht mehr wohl in der Beziehung. Das wurde komplett überhört. Also unbewusst auch, gar nicht absichtlich natürlich. Ja, das Problem ist dieses Leben für die Zukunft. Das heißt in der Gegenwart, jetzt bin ich am Strampeln und Machen und Tun. Und in der Zukunft. Da sehe ich dann Leichtigkeit, Ruhe. Und wenn das Projekt vorbei ist, dann können wir entspannen. Aber das tritt ganz häufig nicht ein. Weil dann kommt das nächste Projekt, die nächste Phase. Dann geht es weiter. So ein bisschen wie mit Kindern, wenn sie klein sind. Dann hast du eine Phase beendet und denkst, jetzt klappt das und das hat sich verändert. Dann hast du typischerweise zwei, drei Wochen Ruhe. Und dann kommt die nächste Phase, die auf ihre eigene Art dann vielleicht wieder Herausforderungen und Anstrengungen mit sich bringt. Und wenn man erstmal in so einem Modus drin ist, dass man Projekte macht. Und dann kommt das nächste Projekt, das nächste Projekt. Dann ist das auch schwer zu stoppen, aus diesem aktiven Einprojekt nach dem anderen rauszukommen. Und manche Projekte dauern ja auch einfach ihre Zeit oder verlängern sich durch Umstände. Also ich habe verschiedenste Paare, die mir da einfallen. Das eine Paar, da ist es zum Beispiel so, dass der Mann erstmal das eigene Haus, also das Eigenheim, saniert hat. Das war sehr aufwendig, hat sehr lange gedauert. Und natürlich neben dem Vollzeitjob. Das hat sehr viel Familienzeit und Paarzeit gekostet. Dann hat er noch ein weiteres Haus saniert. Das war eher so für die Altersvorsorge, zur Vermietung. Das hat aber auch. auch selber gemacht. Nochmal ein langes Projekt und häufig ja auch Projekte, das ist jetzt nicht sein Hauptjob zu renovieren. Er ist nicht hauptberuflich Handwerker. Das heißt, die Dinge sind dann ja auch manchmal schwer absehbar, wie lange das dauert. Und ja, wofür macht er das? Für die Familie. Ja. Ist in voller Überzeugung, er tut damit der Familie was Gutes. Die Familie wiederum hat aber Mangelgefühle und vermisst ihn und er wird da gebraucht. Und dann irgendwann ist es auch da, die Distanz da und das matcht nicht mehr. Und dann hat er das Gefühl, er hat sich doch jetzt jahrelang für die Familie aufgeopfert und ist jetzt durch mit den Projekten. Und die Familie sagt ja aber jetzt ist die Familie auch durch. Also wir haben dich so lange nicht gesehen. Und dann noch das Thema der Erschöpfung. Ja. Das heißt, das wären ja gerade Phasen, wo wir viele Projekte haben, wo wir eigentlich noch mehr Kommunikation und Austausch brauchen. Denn da ist natürlich die Zündschnur kürzer. Es gibt schnell Missverständnisse und so weiter. Und gerade da wird die Kommunikation immer weiter eingestellt. Eben auch, weil man sagt, oh Mensch, du weißt was, ich war acht Stunden bei der Arbeit. Eine Stunde bin ich mit dem Auto durch die Gegend gefahren. Dann war ich im Haus. Da habe ich noch drei Stunden Vollgas gegeben mit deinem Vater und habe hier renoviert, renoviert. Und jetzt ist das 21.30 Uhr. Ich will nur noch einmal kurz duschen und dann schlafen. Ich kann nichts mehr. Und der andere steht da und sagt, ja, ich kann nicht von dem Tag berichten. Mit den zwei Kindern war es schwierig. Die Lehrerin hat eine böse E-Mail geschrieben. Und ich habe auch selber noch ein Thema, denn ich habe dich drei Wochen lang eigentlich gar nicht gesehen und brauche irgendwie auch mal wieder Aufmerksamkeit. Und das sind die Momente, wo eben das Beziehungsfundament anfängt zu bröckeln. Das ist auch so ein typischer Fall, wenn irgendwas so saniert, renoviert wird. Das kann ich auch mal total sehen. Was ich immer auch sehr bemerkenswert finde, was mir auch so im letzten anderthalb Jahr mehr aufgefallen sind, sind auch Paare, die so ganz viel kleine Projekte so als Projektmagnet anziehen. Also wenn die dann berichten in den ersten Gespräch, was sie so machen, wie ihr Leben so aufgebaut ist, dann denke ich immer, ich bin bei dieser Show, wie wir mal gesagt haben. Schlag den Rab müsste es gewesen sein. Ja, das kann sein. Da haben wir früher mal reingeguckt und dann war das doch so, dass am Anfang drei Leute oder so vorgestellt wurden und dann hat das Publikum, glaube ich, per Anruf gewählt, wer in der Show teilnehmen darf. Und die haben sich vorgestellt und es war immer unfassbar, was die alles leisten. Die sind dann Arzt und arbeiten jeden Tag gefühlt dann neun Stunden. Dann zeigen sie, was sie alles mit ihrer Familie machen und der Partnerschaft und dann hier und dann zeigen sie, wie die mit ihren Kindern spielen und dann macht er noch Sport und natürlich nicht eine Sportart, sondern sieben verschiedene. Davon drei auf Leistungsniveau. Und natürlich ist er ehrenamtlich in der Gemeinde engagiert. Und du fragst dich nur, wie soll das nur gehen? Ja, und das denke ich dann manchmal auch, wenn ich dann so die Berichte höre und jeder so nur mal so sein Leben erzählt. Also so typischerweise so ein Fall ist ja, dass der Mann sagt, okay, ich habe eine Führungsposition, ich arbeite 60 Stunden die Woche, er ist extrem anstellt, das und das Projekt habe ich die und die Verantwortung für. Das ist dieses Jahr besonders anstrengend bei Umstrukturierung im Unternehmen. Früher habe ich mal Fußball gespielt, früher habe ich noch mal das und das Hobby gehabt und jetzt bin ich noch beim Vogelschießen dabei in der Gemeinde, das war's. Und dann kommt die Frau und sagt, ja, wir haben auch noch zwei Kinder, die gehen in den Kindergarten und ich arbeite Teilzeit und ich bin noch und dann geht das los. Elternvertreterin, Sportgruppenleiterin, das und das und gemeinsam mit den Kindern suchen wir auch noch Spenden für das und das und da sitzt du da und denkst so, okay, krass. Und dann brauchst du eigentlich schon gar nichts mehr fragen. Weil nur diese beiden Zeitkonten ermöglichen das schon gar nicht, dass da ja noch Paarzeit oder Familienzeit zu viert in der Kombination eigentlich bestehen kann. Wobei ich auch inzwischen ganz viele habe, wo das nicht so ist, sondern wo einer von beiden sagt, ich bin selbstständig und hat dann eben die Zeit und der andere sagt, ich arbeite in Teilzeit 80 Prozent. Ja, und dann ist das Thema durch. Weil dann hast du noch den Haushalt, zwei Kinder, die wollen auch zu Sport Vereine und Co. gefahren werden und dann ist die Woche eigentlich soweit durch. Weil wenn du dann diese Kombination hast, dann bleibt dir auch kaum noch Zeit für Hobbys. Manchmal ist noch ein bisschen Zeit drin, aber ja, typischerweise die Paare in den 40ern stellen sich eigentlich fast immer ohne Hobby vor. Die Paare in den 30ern haben tendenziell noch ein bisschen mehr. Kommt drauf an, wie alt die Kinder sind. Wenn noch keine Kinder da sind, dann gibt es Freizeit noch. Ja. Wobei ich auch tatsächlich, ich habe einen Unternehmer gerade im Coaching, wo die Vermutung auch im Raum steht, er könne ADHS haben. Ja. Und der wirklich ein sehr großes Unternehmen hat. Und der tatsächlich schafft es noch nebenbei mit Freunden zu reisen. Aber haben die Kinder? Weil ich finde die coolen Reise. Okay. Mehrere. Okay. Auf beiden Seiten. Okay, krass. Weil die coolen Reisegeschichten sind meistens auch eher die Paare ohne Kinder. Und dann gibt es noch intensive Hobbys. Also die, die er auch wirklich auslebt und so weiter. Also der. Wahnsinn. ist auch ordentlich am Gas geben und feuern. Und ja, der ist auch Ü50. Gut, das ist glaube ich für eine andere Altersspanne oder eine andere Altersphase. Wobei sie sich auch noch sehr aktiv um die Kinder kümmern. Okay. Und die Kinder sind nicht alle Erwachsenen, sondern die sind tendenziell alle im pubertierenden Alter. Also nicht einfach. Ja gut, das wird es dann die dritte Autonomie-Phase, ne? Wie man so schön sagt, aber. Ja. Aber was immer so ein bisschen prägt, sind ja das häufig, wenn wir so viele Projekte haben, so viele Themen haben, so eine große Belastung haben, dass die Beziehung funktionaler wird. Und diese liebevolle Art, wie du es vorhin beschrieben hast, diese kleinen Momente, die Ressourcen für die extra Meile in der Beziehung, wo man sagt, oh, da hat er sich Mühe gegeben. Die ist dann meist nicht mehr da. Und das ist nicht nur einmal so, sondern häufig am Stück. Und viele Paare, finde ich, sitzen bei uns und sagen, wir sind jetzt nicht mega krass zerstritten in dem Sinne. Also unser Alltag läuft, wir können noch kommunizieren, was so das oberflächliche Niveau angeht. So organisatorische Dinge, über die Kinder sprechen, wer geht einkaufen, wer holt das und das da ab. Aber diese tiefere Ebene vom Liebespaar, die wurde dann schon teilweise wirklich seit mehreren Jahren dann schon verlassen. Genau, wobei ich gerade sagen wollte, viele, die dann da sind, die kommen eben auf dieser WG-Team-Ebene gut zurecht. Und auch häufig in Bezug auf die Kinder und die Organisation. Aber wie du sagst, wenn es dann um die Beziehung geht. Genau, also sie kommen zurecht. Und damit vielleicht noch ganz wichtig, sie kommen zurecht im Sinne von, es funktioniert. Aber sie sind nicht glücklich. Also für viele finde ich, in den 30, 40ern hatte ich jetzt diese Woche auch die Diskussion, ist es nicht so, dass man sagt, das ist ein Lebensmodell, wo ich bleiben möchte als WG. Also so Zweckgemeinschaft ploppt bei vielen Menschen auf, dass man sagt, wenn wir uns trennen oder wir bleiben jetzt einfach so, wie es ist, die Unzufriedenheit ist schon da. Ja, man schleift sich so durch die Woche, weil man am Anfang weiß, wie die Woche aussehen wird und muss das halt so durchlaufen, um irgendwie zurecht zu kommen. Aber wie du schon sagst, die Liebespaarmomente fehlen. Und das ist ja auch das, was wir bei uns im Beziehungstraining, was wir begleitend zur Paartherapie haben, mit drin haben, das Modul Komplexität im Leben reduzieren, wo man genau darauf schaut, wie kann man es weniger komplex machen, wie kann man aber die Dinge, die sein müssen, effizienter und effektiver gestalten, mit dem Ziel, Paarzeit rauszuholen oder Familienzeit oder sogar noch MeTime obendrauf, wenn das möglich ist. Wie kriegen wir diese Zeiten hergestellt, dass man eben dann sich auch wieder als Liebespaar fühlt und nicht nur als Team oder WG. Wenn ihr schon mehrere von unseren Folgen gehört habt und das Gefühl habt, dass wir euch spannende Impulse liefern, die eurer Beziehung weiterhelfen oder einfach auch schon mal Klarheit bringen und ihr Zusammenhänge besser verstehen könnt, was wir auch sehr häufig hören, ist, dass viele sich schon mal verbunden fühlen und sehen, dass es auch andere Paare anscheinend gibt, die exakt die gleichen oder sehr, sehr ähnlich gelagerte Probleme haben, womit sich viele schon mal nicht so alleine und besonders fühlen, weil ohne das fühlt man sich manchmal so, als würde es allen gut gehen, nur man selber kriegt es nicht auf die Reihe. Wenn ihr auch schon mal dieses Gefühl hattet oder wie gesagt, unser Podcast euch gut weiterhilft, dann hinterlasst doch mal eine Bewertung bei Apple, Spotify oder super gerne ein Abo oder auch einen Kommentar bei YouTube, das würde uns sehr freuen. Kommen wir einmal so zu Lösungsansätzen, die probiert werden, aber nicht helfen. Da hast du der erste Punkt, dass überlegt wird, wir müssen die Last nochmal aufteilen. Also wir brauchen irgendwie eine neue Aufgabenaufteilung, einzelne Aufgaben, das vielleicht nochmal auseinanderlegen. Wir brauchen irgendwie eine klare Priorisierung. Da wird aber meistens nicht auf die Stimmigkeit geachtet. Also das ist so was ganz Funktionelles, dass man mal Sachen aufschreibt und sagt, okay, das machst du, das mach ich, das machst du wieder, das mach ich wieder. Aber da wird nicht drauf geguckt, in der Tiefe ist das wirklich Also möchte jemand wirklich die Aufgabe überlegen, Kann derjenige wirklich die Aufgabe übernehmen? Und deswegen ist es auch meistens so, dass die Aufgabenverteilung nicht lange anhält, weil da eine Unstimmigkeit ist, weil das ein fauler Kompromiss ist, der eingegangen wird, weil gesagt wird, ja, es muss sich ja irgendwas verändern, dann lass uns das halt nochmal aufteilen. Das sind immer so die Pläne, von denen die Paare berichten und sagen, ja, da hatten wir schon mal einen Plan zu, hat nicht funktioniert. Wobei es tendenziell ja gar nicht so schlecht ist, wenn wir jetzt an den Haushalt zum Beispiel denken oder allgemein an die Aufgaben, dass man auch transparent dem anderen dadurch mal einen Überblick gibt, was man denn alles so macht und wie viel Zeit das auch beansprucht. Denn das ist häufig dem anderen in der Tiefe gar nicht so bewusst. Und deswegen glaubt jeder, und das ist eben etwas, warum das meistens scheitert, jeder fühlt sich dann für sich überlastet und voll, aber hat das Gefühl, weil ich ja nicht sehe, was der andere macht. Dass der noch Kapazitäten haben müsste, denn wir unterschätzen ja meistens, wie viel Zeit die Aufgaben des anderen wirklich, wirklich kosten. Also wenn du sagst, du hast ein Geschenk besorgt, dann kann das natürlich heißen, dass du eh gerade unterwegs warst und hast das nebenbei mitbesorgt und das hat für dich fast keinen Aufwand bedeutet. Oder du bist durch drei verschiedene Geschäfte gegangen und hast immer noch keins gefunden und musstest nochmal losgehen oder losfahren woanders hin und das ganze Ding hat irgendwie zwei, drei Stunden gedauert. Dieses Geschenk zu bekommen, das weiß ich ja so gar nicht, wenn du nur sagst, ja, ich habe wie vereinbart für unseren Sohn das Geschenk besorgt. Und deswegen fehlt da manchmal so diese Transparenz. Und wenn das Fundament eh instabil ist, vielleicht auch Ausgleich von Geben und Nehmen sich schon verletzt anfühlt, dann müsste man ja erstmal Verletzungen lösen, bevor wir jetzt sachlich darüber sprechen können, wie wir eigentlich die Aufgaben verteilen. Und mein Eindruck ist auch häufig, wenn das zu viele Aufgaben irgendwann sind, also wenn die Liste gefühlt endlos ist an Aufgaben. Und man das dann aufteilt, dass man ja dann auch ins Overpasten kommt. Also dass man eigentlich nach Aufgabe 5, meistens spiegelt sich das ja auch der andere auch, sagt so, okay, jetzt reicht es auch. Aber hat man noch 15 weitere Aufgaben und dann sagt man, ja, dann nehme ich das jetzt auch noch. Ja, nee, ja, dann schreibt das noch bei mir hin. Eigentlich ist das schon so eine Umstimmigkeit und man müsste nochmal, wie du vorhin sagtest, auf die Komplexität schauen. Also bevor wir aufteilen, wo können wir vielleicht wirklich nochmal streichen? Weil sonst haben wir nachher auf jeder Seite so viel stehen. Und das ist gar nicht zu schaffen. Ja, und dann kommen wir zu einem Impuls, dass wir vielleicht mehr Zeit brauchen, um dann noch schneller durchzukommen. Wenn wir jetzt einfach mehr Gas geben, dann sind wir auch schneller am Ende und können uns dann entspannen und kommen schneller aus dieser Phase raus. Das ist natürlich eine gute Absicht, dass man eben schnell aus dieser stressigen Phase rauskommt. Aber die Kehrseite ist natürlich noch mehr Erschöpfung, noch weniger gemeinsame Erholung. Und zunehmende Distanz. Und das in Kombination mit der Länge, denn für den Sprint kann man das ja alles mal machen. Nur dieser Sprint wird ja bei vielen zu einem Marathon und dann wird es eben schwierig. Viele Menschen haben dann ja auch Probleme, sich Unterstützung und Hilfe zu holen. Also dieses Gefühl zu haben, wir müssen da jetzt auch alleine durch und wir müssen uns mal ein bisschen zusammenreißen, ein bisschen bemühen, dann wird das auch hier besser klappen. Und gerade wenn das auch so etwas ist mit einer sozialen Verpflichtung. Also dass man sagt, ja, aber ich muss das jetzt im Beruf machen. Da hängen auch noch andere mit im Team, die jetzt auf meine Leistung angewiesen sind oder bei dem und dem Hobby, die zählen auf mich. Dann ist es natürlich auch ganz schwierig, da auf die Stimmigkeit zu achten. Und dann deckelt man so eine bestehende Belastung und sagt dann, das ist jetzt mal so. Andere haben das auch nicht weniger und besser. Wir müssen auch mal dankbar sein. Dafür sind wir doch gesund und uns geht es doch gut. Also da gibt es ja ganz viele Glaubenssätze, die so aufploppen, die das dann sozusagen klein machen. Sollen, damit man das aushält, obwohl die Unzufriedenheit ja dennoch da ist. Und man merkt das dann häufig an so einer kurzen Zündschnur, sodass man sehr, ja, teilweise schon aggressiv unterwegs ist und immer denkt, so die Menschen wollen mich ärgern. Das ist alles so anstrengend, das Leben. Das war ja klar, dass das jetzt wieder schief geht. Und ja, man fühlt sich einfach so überlastet, dass man auch schneller in Konflikte natürlich reinläuft, weil man ja auch in so einem Verteidigungsmodus ist, weil man will ja was weg haben von sich. Ich will ja nicht mehr haben. Und die anderen sollen auch dann weggehen. Ja, und dann wollen wir ja eigentlich aussprechen, was ist und anerkennen. Und wenn ich aber merke, dass da immer wieder Konflikte entstehen und mein Gefühl kann vielleicht gar nicht so richtig anerkannt werden, weil der andere sagt dann, ja, ich hatte auch einen total stressigen Tag. Bei mir war auch, ich habe auch keine Ressourcen mehr. Und das wird dann so ein Schlagabtausch, wer gerade weniger Ressourcen hat. Dann kann das dazu führen, dass man die Themen meidet. Und dass ein innerer, manchmal bewusster, häufig auch unbewusster Lösungsansatz ist, dass man diese Themen nicht mehr ausspricht. Und dann sind wir wieder in der Spirale drin für weniger Kommunikation, mehr Distanz. Und es entwickelt sich immer mehr so ein Einzelkämpfer-Modus. Wir entwickeln dann immer mehr Ich-Du statt Wir und mit den entsprechenden Folgen, die das Ganze dann hat. Abschließend kann man natürlich auch noch versuchen, sich mit regelmäßigen Belohnungen. Darüber hinweg zu helfen, dass man sich dann vielleicht zwischendurch mal was gönnt, dafür, dass man Vollgas gibt. Ist natürlich etwas, was der Beziehung nicht groß weiterhilft. Kurzzeitiger Dopaminkick, ne? Ja, also das kennt man ja von Urlauben, auch so von Wochenend-Kurztrips. Die sind total gut und sinnvoll. Aber wenn ich auf einem maximalen Stresslevel bin und dann gehe ich kurz mal in ein Wellness-Wochenende und habe mal drei Tage Auszeit, dann habe ich in den drei Tagen noch nicht mal es geschafft, ganz runterzufahren. Und wenn ich dann am Montag wieder loslege, dann bin ich ja innerhalb von ein, zwei Tagen sofort wieder auf dem inneren gleichen Level wie vorher. Das heißt, das ist mal eine nette kleine Pause. Das ist auch alles gut, aber das ist nicht das, was der Beziehung richtig weiterhilft. Ja, weil das ja auch so eine eigene Blase ist, in der man sich dann da bewegt. Das ist ja nicht der Alltag. Und gerade der Alltag ist ja das, was die Unzufriedenheit dann macht. Das ist gut, sich da mal kurz rauszukriegen. Also eine Pause zu haben, den Akku mal kurz aufzuladen. Aber es ist eben nichts, was so wirklich nachhaltig der Beziehungssituation hilft. Wenn man jetzt merkt, das ist echt schon so in einem kritischen Zustand, in Ich-Du-Geraten, Distanz ist da. Das ist eher etwas, wenn man jetzt merkt, wir haben so ein Acht-Wochen-Projekt und wir planen vielleicht vor, dass wir sagen, Mensch, lass uns mal nach vier Wochen so ein Wellness-Wochenende, so eine Pause einplanen, wo wir nochmal so drei, vier Tage wegfahren, den Akku aufladen, um uns für die zweiten, zweite Hälfte vorzubereiten. Das kann man machen. Dann ist das bestimmt total hilfreich. Das ist gut. Aber wenn das Projekt sowieso über acht Wochen hinausgeht, landen wir sowieso in Zeiten, wo häufig einer anfängt, sich einsamer zu fühlen, erste Unglücklichkeitsgefühle aufkommen und so weiter. Haben wir bei ganz vielen Paaren schon beobachtet und auch bei uns selbst. Wenn so ein Sprint über sechs bis acht Wochen hinausgeht, wo man sehr stark fokussiert etwas macht und wenig Raum hat, für Familie, Paarzeit, Freunde und so weiter, dann ist so sechs bis acht Wochen ein Zeitraum, wo das viele einigermaßen gut aushalten. Und ab dann fängt das an, ungute Gefühle zu machen. Und dann kann es irgendwann passieren, dass man bereut, die Projekte alle angegangen zu sein. Und zwar ist man auf der einen Seite zufrieden, was man alles geschafft hat, hat vielleicht auch in dieser Phase Anerkennung von außen bekommen. Wir sind ja durchaus bei uns sehr leistungsorientiert sozialisiert. Das heißt, wenn wir erstmal erzählen, was wir alles für Projekte gerade stemmen, dann kriegen wir schon Anerkennung. Krasser Typ, was du alles machst, super. Und deine Frau zieht mit, ja geil und so. Das würde ich mir auch manchmal wünschen, dass wir so krass durchziehen könnten. Seid ihr gar nicht müde und so. Dann kriegst du da viel Zustimmung und Anerkennung. Und ja, da hatte ich ein Paar im Coaching. Da haben sie beide gerade an ihrer Karriere gefeilt. In der Form, dass einer von beiden sein Studium abgeschlossen hat. Der andere hat die Doktorarbeit geschrieben. Und dann haben sie noch gemeinsam eine Wohnung saniert. Und das war in Summe zu viel. Die Kommunikation ist zurückgegangen. In den Momenten, wo sie Zeit füreinander gefunden haben, waren sie aber einerseits erschöpft. Andererseits entsteht natürlich in diesen Bereichen auch Frust. Also eine Wohnung sanieren klappt nicht immer wie gewünscht. Eine Masterarbeit zu schreiben oder eine Doktorarbeit zu schreiben, klappt nicht immer wie gewünscht. Da gibt es Rückschläge. Und dieser ganze Druck, diese kurze Zündschnur führte dann eben, zu immer mehr Konflikten. Ja, und dann haben sie sich auf dem Weg dann verloren. Das Gefühl ist weggegangen bei einem von beiden. Es gab jemand anderen, wo dann das Gefühl entstanden ist. Und so sind sie dann zu uns gekommen. Und man eben dann gemerkt hat, diese ganzen Projekte parallel durchzuführen. Da haben sie jetzt beide zwar für sich einen Abschluss, haben eine sehr schöne Wohnung, aber das Beziehungsfundament ist nicht mehr gut. Und dann ging es jetzt darum, Klarheit zu finden. Und da bei einem von beiden schon sehr viele Gefühle für jemand anderen entstanden sind, gab es am Ende die Klarheit, dass die Trennung der Weg ist. Wodurch dann jetzt auch das Ergebnis ist, dass sie diese Wohnung, die sie mit sehr viel Fleiß, Energie und sicherlich auch Geld aufwendig saniert haben, jetzt gar nicht von beiden gemeinsam benutzt wird. Das heißt, das Projekt ist fertig. Aber sie können damit zusammen zumindest gar nichts mehr anfangen. Was dann ja sehr schade ist. Hätten sie die Projekte gestreckt und hätten vielleicht gesagt, pass auf, dann startest du damit, danach mache ich vielleicht das. für sich ist ja anstrengend. Ich hatte auch mal ein paar im Coaching, die auch wirklich traurig waren, so als sie die Erkenntnis hatten, dass sie durch die andauernden Projekte sich distanziert haben. Und sagen wir mal, mit dem Wissen von heute, wenn wir jetzt drauf schauen, sind wir echt traurig, dass wir so viele Jahre in den Projekten und in der Verwaltung unseres Lebens verbracht haben und damit auch ein paar Jahre als Familie gar nicht so bewusst gelebt haben. Wir sind so durch diese Zeit gerast und wir können die Zeit jetzt nicht mehr rückgängig machen. Wir haben zwar von außen betrachtet viel aufgebaut, aber so von innen, er sagte das so passend, das Haus von außen sieht schön aus, aber von innen sieht es anders aus. Und das ist natürlich auch eine Erkenntnis, die sehr traurig macht. Was ja auch dieses Vergleichen-Problem ist, dass von außen sieht das gut aus, aber innen drin könnte es anders sein. Aber es gibt auch andere Beispiele. Ich hatte jetzt ein paar im Coaching, da gab es ein Projekt, nämlich im Haus, wo jeden Samstag dann nochmal renoviert wurde und das hat Stress gemacht. Stimmige Kompromisse waren noch nicht so gut möglich und verschiedene Erwartungshaltungen und das hat so viel Akku gezogen, dass wir im Coaching überlegt haben, muss das gerade sein? Gibt es die Möglichkeit, das mal eine Zeit lang ausfallen zu lassen und erstmal den Akku aufzuladen, bevor das so ein Thema wird, was immer wieder auch den Akku für Gespräche, Reflexionsgespräche, Weiterentwicklung als Paar rausziehen? Und dann haben wir drauf geguckt und gesehen, es gibt noch einen Termin, der muss gemacht werden, das ist sinnvoll, aber dann hören wir mal auf damit. Dann lassen wir das mal eine Zeit lang ruhen und fokussieren uns auf die Beziehung. Was haben die gemacht? Und kamen dann wieder in den nächsten Termin. Das war schon ganz schon weit fortgeschritten im Prozess. Auch deswegen lagen da ausnahmsweise mal vier Wochen zwischen, um auch mal zu gucken, was macht das mit denen auch im Alltag? Und die vier Wochen waren gut und harmonisch. Das hat dann wirklich funktioniert und jetzt haben wir dann besprochen, mit dem Akkustand, der jetzt so da ist, mit der Energie, jetzt können wir anfangen, in Reflexionsgespräche zu gehen, die beiden, um dann zu schauen, dass sie auch Weiterentwicklungsschritte in der Beziehung machen und diese Zeit jetzt förderlich nutzen und dann kann man ja, wenn man an einem guten Punkt ist, in ein paar Monaten die Renovierungsarbeiten fortsetzen. Weil auch da ist es gleich, es würde ja gar nicht helfen, am Ende hast du im Haus alles schön, das Haus ist, glaube ich, so was ich immer mal so im Hintergrund gesehen habe, ist das alles schön, das sind immer noch so Feinheiten und Extras und so weiter, aber da hat man am Ende das Haus schön, aber auch da dann die Gefahr, dass die Beziehung nicht mehr weitergeht. Ja, wenn ihr euch gerade angesprochen fühlt und merkt, stimmt, bei uns ist diese Kombination aus Unternehmen und Familie schwierig, oder ihr merkt, ah, wir hatten das auch so viele Projekte gleichzeitig und merken auch gerade, dass Distanz zwischen uns entstanden ist und wir eine Zeit hatten, wo wir einige emotionale Verletzungen aufgebaut haben, die wir lösen sollten, dann meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch und wir schauen gemeinsam, wie wir euch am besten unterstützen können. Schauen wir mal auf mögliche Lösungen, wenn man also das Gefühl hat, boah, wir haben so viele Projekte, das könnte uns sogar unsere Beziehung kosten. Kommen wir zu unserem Evergreen. Zuerst gilt es zu prüfen, ist das Fundament stabil, sind durch diese Phase bereits Systemgesetzverletzungen entstanden und vielleicht auch Brillen auf den anderen, also Brille heißt so ein Vorurteil, ein Schubladendenken, dass ich zum Beispiel so eine Vorahnung habe, dann sagt der andere, ja, ich werde heute um 17 Uhr zu Hause sein und innerlich weiß ich schon, hat er schon siebenmal gesagt, 17 Uhr heißt 19 Uhr, da wird bestimmt noch irgendwas dazwischen kommen und wenn solche Mechanismen schon da sind, dann wird es Zeit, das Fundament aufzuräumen und gemeinsam zurückzugehen an den Punkt, weil war es mal gut und von da ab dann die emotionalen Verletzungen, die entstanden sind, zu lösen, indem man die Zeitlinie vorangeht und nach und nach jedes Gefühl, was so aufploppt, dann gemeinsam löst. Das ist natürlich ein wichtiger Schritt im Lösen, dass man draufschaut und reflektiert mit dem Wissen von heute, was diese Projekte mit unserem Gefühl, mit unserer Beziehung machen, würde ich anders handeln, also was kann ich tun, lernen, verändern, damit dieses ungute Gefühl nicht entstanden wäre und hier brauchen wir natürlich dann, nachdem wir uns ums Gefühl gekümmert haben, sachliche Lösungsansätze, wie wir nun anders damit umgegangen wären und diese implizieren natürlich dann auch das Verhalten für die Zukunft. Also, dass jemand denn sagt, wie er in Zukunft anders handeln würde, wir nennen das ja auch die korrigierten Verhaltensweisen und dann braucht es ein bisschen Zeit und natürlich auch einfach die Umsetzung, damit es auch wirken kann, also damit man wieder vertrauen und wie du sagtest, eine neue Brille langsam aufbauen kann. Und da muss man auch manchmal schauen, wo stehen wir in der Beziehung. Manche Projekte können nicht sofort beendet werden oder nur sehr schwierig oder mit hohen Konsequenzen, aber wenn ich jetzt in der Beziehung stehe an dem Punkt, wo ich merke, das tut uns nicht so ganz gut und denke, aber ich hätte noch Ressourcen und Energie und es wird Zeit, dass eine Umstellung kommt, dann kann man die besprechen, Meilensteine besprechen und nach und nach schauen, dass man sich da auf den Weg macht. Wenn ich merke, unser Fundament ist richtig instabil, wir haben eskalative Konflikte, die Beziehung steht richtig auf der Kippe und die Kinder haben auch schon Sachen mitbekommen, dann brauche ich manchmal auch radikalere Entscheidungen und Schritte und muss mir überlegen, welcher Preis ist höher. Ist es schlimmer im Unternehmen dann mal auf ein paar tausend Euro zu verzichten, auf ein paar zehntausend Euro zu verzichten, wenn das möglich ist, weil das in der Gewinnmarge drin steckt, aber da habe ich die Möglichkeit, die Beziehung zu retten und da wieder in Stabilität zu kommen, was zu verändern? Oder habe ich die Möglichkeit, meine Masterarbeit nochmal zu verschieben, nochmal irgendeinen Grund einzutragen, dass ich sage, ich kann es einen Monat hinaus zögern, also kann ich in den Projekten irgendetwas machen, um nochmal den Dreh zu kriegen, um Zeit für die Beziehung rauszuholen und Fokus daran zu arbeiten, um zumindest das Fundament soweit stabil genug zu machen, dass ich an dem Projekt weiterarbeite. Wenn es irgendwie unbedingt sein muss. Also was kann ich da für Dinge unternehmen? Und im Zweifelsfall, wenn ich zum Beispiel angestellt bin, Führungskraft, dann muss ich vielleicht auch mal mit dem Vorgesetzten sprechen und sagen, das Pensum, wie es hier gerade läuft, dass ich spontan Montag erfahre, dass ich morgen für zwei Wochen wegfliegen muss, das kann ich nicht mehr mitmachen. Du weißt, ich bin ein sehr guter Arbeitnehmer, ich mache meinen Job sehr gewiss, ich bin sehr wissenhaft, ich bringe euch viele Gewinne ein, sorgt bitte dafür, wir brauchen eine Lösung, das kann ich so nicht mehr mit meinem Privatleben in Einklang bringen. Ich brauche da ein anderes Umfeld, wie können wir das hinbekommen? Der nächste Schritt wäre dann ja mal auf die Projekte genauer zu schauen und zu überlegen, kann man die stimmiger strukturieren? Und da sagtest du eben ja auch schon einen Punkt, also die Vereinbarkeit natürlich, und wenn ich an einem gewissen Punkt bin und das so zu viel ist, dann ist es natürlich auch schwierig, das immer besser und besser und besser zu strukturieren, weil irgendwann, wenn ich keine Zeit habe, habe ich keine Zeit mehr. Also ich brauche ein gewisses, eine gewisse Flexibilität ja auch, um auf Stimmigkeit achten zu können. Und da geht es auch immer wieder darum, im Leben Prioritäten zu setzen. Ich kann nicht in jedem Lebensbereich 100% geben. Das ist schön und das ist auch bei Social Media häufig etwas, was man gerne sieht, dass immer alles super ist, sind super erfolgreich, was ihr Berufsleben angeht. Die Familie ist super glücklich, die Kinder sind absolute Selbstläufer. Es läuft einfach und man soll nur noch dankbar sein. Dann kommt das auch alles wieder zurück. Aber so ist das Leben nicht. Und der Anspruch ist auch enorm hoch, finde ich, von vielen Familien, was das Leben angeht. Und das macht auch eine Unzufriedenheit. Das heißt, einmal zu schauen, welche Projekte sind stimmig, von welchen Projekten darf ich mich auch verabschieden? Warum mache ich manche Sachen vielleicht auch im Leben? Was steckt da wirklich hinter? Ist das wirklich mein eigenes Bedürfnis? Oder ist das etwas, weil ich anderen Menschen damit gefallen möchte oder einen Gefallen tue? Aber eigentlich ist es unstimmig und das zieht mir Energie und Ressourcen umso mehr, weil ich halt im unstimmigen Bereich bin. Und dann nochmal ganz neu Zeitpläne zu gestalten. Also ohne Verletzungen mit meinem Partner oder meiner Partnerin. Wir haben ein starkes Fundament, nochmal neue Prioritäten zu setzen, neue Zeitpläne zu gestalten und dann auch wirklich sich ein Commitment zusammenzusetzen, zu sagen, wir bleiben jetzt hier eng im Austausch, wir wollen das anders. Wir wollen, dass wir wie so ein stimmiges Paar- und Familienleben haben. Wir möchten Lebensmomente, wir möchten Leichtigkeit, das ist uns wichtig und da legen wir jetzt auch ganz bewusst im nächsten Jahr unser Fokus drauf. Das ist egal, ob wir jetzt noch die Megaposition bei der Arbeit angeboten bekommen. Uns ist jetzt gerade dieser Aspekt im Leben der wichtigste. Normalerweise müsste man ganz anders vorgehen und sich im Vorfeld ganz anders Gedanken machen und Paarzeit, Familienzeit eher als festgesetzte Zeit haben, so wie man Zeit hat, wo man sich fertig macht, duscht, Zähne putzt, wo man sich Zeit nimmt zum Essen, so müsste dann auch das eine festgesetzte Zeit sein, wo man sagt, so viel Zeit pro Woche brauchen wir für Stimmigkeit und dann kann man schauen, wie viel Zeit habe ich denn dann überhaupt noch für extra Projekte zur Verfügung, wenn ich eben noch arbeite, Haushalt, mich um Kinder kümmere, denn wenn keine Zeit bei den meisten für Hobbys da ist, im normalen Alltagsleben, dann ist eigentlich auch keine Zeit für solche Sonderprojekte da, dann muss man sich das ganz genau überlegen und prüfen, wie kriegt man das gestaltet, wir stellen uns häufig bei Dingen natürlich so die Preisfrage, aber eher aus finanzieller Sicht und schauen selten auf den emotionalen Preis, was macht das mit mir, wie fühlt sich das vielleicht auch für mich erstmal ganz privat an, ohne die anderen, für mich alleine, wenn ich jetzt anderthalb Jahre ein Haus ernähre und eigentlich mein komplettes Umfeld eigentlich vernachlässigen muss, nicht mehr so richtig das zum Sport schaffe, mich schlecht ernähre, den Draht zu meinen Kindern verliere, ich meine anderthalb Jahre zum Beispiel, das ist ja nicht so, das ist ja nicht so, das ist so ein Projekt mal nehmen und anderthalb Jahre bei einem Dreijährigen, dann ist der viereinhalb, das ist ein halbes Leben gewesen, was ich dann irgendwie kaum begleite und nicht sehe. Bisheriges halbes Leben. Ja, aber bisher, das meine ich ja, aber das sehe ich alles nicht und bin nicht dabei. Du kannst es nicht nachholen, also das ist ja auch mal so ein Ding, du wirst diese Lebensphase von deinem Kind nicht nachholen können, weil es ist nur einmal drei oder vier. Ja, also das heißt, dass der nächste Preis dann auch ein Preis wird für dieses Vatersein, Preisbindung zu meinen Kindern, Preis für die Beziehung und das ist eben das, was am Ende im Öko-Check eigentlich mündet, sodass man sich anschaut, was ist das Gute daran, dass wir dieses Projekt aktuell nicht angehen, was habe ich da alles für Vorteile, was kann ich tun, lernen, verändern, damit diese Vorteile erhalten bleiben, auch wenn wir das Projekt starten und dann drehen wir es nochmal so ein bisschen um, welche Konsequenzen, Risiken, Nachteile können eintreten. Wenn wir das Projekt starten und was können wir tun, lernen, verändern, damit diese Risiken nicht eintreten und das ist eigentlich eine sehr gute Überlegung, die man schriftlich dann durchführt, um gemeinsam zu schauen, was ist jetzt gut, was wir nicht mitnehmen können, was dann definitiv vorbei ist, wenn wir das Projekt erstmal starten und welche Konsequenzen treten ein, für die wir keine Lösung haben und dann kann man sich fragen, können wir damit leben? Genau, das ist immer so ein Sinn. Ich habe einen Satz, nämlich alles im Leben hat seinen Preis, was mein Vater früher immer gesagt hat und ich konnte in jüngeren Jahren mit der Aussage nicht so viel anfangen, also man kennt den Spruch ja so, aber je älter ich werde, muss ich sagen, ist da eine richtige Tiefe drin, also bei wirklich alles im Leben, jede Entscheidung, wir sagen ja auch immer im Coaching, jede Entscheidung, die wir treffen, hat negative Konsequenzen, auch wenn die Entscheidung positiv ist, jede Sache hat auch die andere Seite und diese Preisfrage ist oftmals etwas, was wir uns erstellen, wenn das Kind sozusagen schon im Brunnen gefallen ist, natürlich auch so ein bisschen durch Euphorie und durch vielleicht auch so ein bisschen einen Push in dieser Rush Hour des Lebens, aber da sollte mehr Bewusstsein sein. Und wenn ich mir im Vorfeld zum Beispiel mit einem Öko-Check genau diese Gedanken mache, dann mache ich das in der Phase, wo es noch ruhig ist, wo dieser Stresslevel noch nicht maximiert ist und ich mir noch kreativ Gedanken machen kann. Um das dann auch später zu reflektieren und dann kann ich versuchen, stimmige Absprachen zu treffen, zum Beispiel, wie können wir nach Abschluss des Projektes uns mehr Zeit für uns nehmen, wie können wir dann Zeit nutzen, um an Stabilität zu gewinnen, wie können wir zwischendurch Pausen einräumen, müssen wir wirklich sieben Monate durchziehen oder können wir das so gestalten, dass wir alle sechs Wochen auch mal zwei Wochen Pause machen in dem Projekt? Und das gilt ja auch im Großen wie im Kleinen, Ausgleich zu schaffen. Das ist für ein Siebenmonatsprojekt wichtig, für ein Anderthalbjahresprojekt wichtig, aber selbst wenn ich eine Woche kaum Zeit mit unserem Sohn verbringen kann, dann wäre es gut zu schauen, ob ich dann Montag, Dienstag vielleicht frei machen kann, um mehr Zeit mit dem Sohn zu verbringen, um das auszugleichen, weil der dann auch zu wenig Zeit zum Beispiel hat. Oder kann ich dann irgendwie eine Extrazeit gewinnen und irgendwas ausgleichen, weil häufig muss ja auch der andere in der Zeit mehr leisten, weil ja wenn der eine sich rauszieht, um mehr im Job zu machen, mehr im Projekt zu machen, was zu sanieren, dann muss der andere ja dafür vielleicht mehr im Haushalt machen, sich mehr um die Kinder kümmern, hat da mehr Stress und da dann auch vielleicht die Möglichkeit zu haben, da auch einen Ausgleich hinzubekommen, wo man sagt, dann erholen wir uns mal zwei Tage. Dann mache ich ein bisschen was für dich und so weiter, sodass man da so ein bisschen in den Ausgleich auch kommt und dadurch ja auch das Gefühl bleibt, dass die Beziehung Priorität noch hat, dass man wirklich merkt, okay, die Arbeit oder die Projekte, die werden zwar gemacht, aber ich schaue von Anfang an immer auf den Ausgleich, die Auszeiten, Stabilität für die Beziehung und auch vielleicht sogar Exit-Pläne für die Projekte, sich von vornherein zu vermitteln. Wenn wir nicht genau bestimmen können, wie lange das Projekt dauert, an dem Moment mache ich einen Exit, gehe ich da raus. Zum Beispiel, wenn es darum geht, eine Selbstständigkeit zu gründen, dann sind die Tipps und Ratschläge von Stefan Mehrert sehr sinnvoll, der dann sagt, nimm dir eine gewisse Zeit, die du nutzen möchtest, setz dir klare Ziele, die du hart messen kannst und ein klares Budget, dass du meinetwegen sagst, ich nehme ein Jahr 30.000 Euro. Und ab dann muss ich jeden Monat schon mal 8.000 Umsatz machen, wovon vielleicht 3.000-4.000 bei mir landen. Und dann kannst du das Projekt starten. Und wenn das nicht klappt und nach einem Jahr kommt dieser Zeitpunkt und ich habe 30.000 ausgegeben und mache nur 2.000 Umsatz im Monat, dann auch straight zu sagen, jetzt ist Ende. Auch wirklich dann das, oder auch nicht nachzuschießen, das ist auch immer so, kein Geld hinterher zu schießen, sondern zu sagen, 30.000, wenn die weg sind, sind die weg, mehr Geld, mehr geht nicht. Und das auch bei anderen Projekten, das kann man übertragen. Gemeinsam zu sagen, okay, das Projekt muss so und so laufen, die Ressourcen geben wir rein, wir investieren maximal diese Summe, investieren maximal diese Zeit, um das bis da nicht ab. Also Exit-Pläne sich zu überlegen. Wir hatten das ja selber auch gerade, das Thema, dass wir überlegt haben, mit dem Büro umzuziehen. Ja. Das war letzten Monat eine Überlegung, weil hier in der Nähe was frei geworden ist und wo wir beide auch einmal kurz eingecheckt haben und gesagt haben, ne. Das ist cool, ist auch attraktiv, aber gerade ökologisch überhaupt nicht gut, wenn wir jetzt dieses Projekt anfangen würden, weil dann würden wir in so ein Overpasten kommen, weil wir gerade momentan eh sehr viel zu tun haben, ne. Ende des Jahres ist ja auch mal eine Zeit, wo wir sehr viel zu tun haben und wo es natürlich auch jeder Mensch privat viel zu tun hat, ne. Wir kommen Richtung Weihnachten, Geschenke und allen Kram. Und das, glaube ich, ist super, wenn man da auch so eng verbunden ist und sagen kann, also fühlt sich nicht schlecht an. Ich stimme mich an, ist zu viel. Und der andere sagt, ja, nee, hast du recht, ist wirklich zu viel. Und dann kann man das Projekt auch schnell loslassen. Und dann kann man das vielleicht ein bisschen bedauern doch zusammen und sagen, oh, schade. Aber ist sich im Guten davon verabschieden und sagen, mit Zuversicht, es wird zu einem passenden Zeitpunkt was anderes kommen. Ich glaube, was da ein häufiger Punkt ist, ist, dass man sich das Ergebnis vorstellt. Man sieht dieses neue Büro und schaut sich das an und sieht sich das Ergebnis vor. Und sich dann da drinnen richtet das ein und überlegt sich, wow, ja, stimmt, ich habe jetzt gerade einige Nachteile in diesem Büro und da sind die ganzen Vorteile. Das ist cool, das hätte ich alles gerne. Und das ist genau der Grund, warum es den Öko-Check gibt. Man sieht in der Gegenwart Nachteile, warum ich da weg will, warum will ich das Büro nicht mehr haben und sieht in der Zukunft, wenn ich das Ziel erreiche, in dem neuen Büro die ganzen Vorteile, aber vergisst, dass der Weg dahin gebraucht wird. Und der Öko-Check, der dreht das um. Der zeigt, welche Vorteile gibt es eigentlich in der Gegenwart, wenn ich das Projekt nicht starte und macht darauf nochmal aufmerksam, denn es gibt gerade nicht nur Nachteile in diesem Büro, auch Vorteile. Und das neue Büro hat auch nicht nur Vorteile, das wird auch Nachteile haben. Und das dreht der Öko-Check genau in diese Richtung um, sodass man nicht nur das Ziel betrachtet und sich träumerisch vorstellt, wie toll das da sein wird im neuen Büro, sondern man auch den Fokus hat. Und man auch den Fokus mal auf den Weg legt und sich dann fragt, möchte ich den Weg gehen, um dieses Ziel zu erreichen? Welcher Preis? Welcher Preis wird dafür gezahlt? Ich würde immer noch sagen, das Ziel hätte ich immer noch gerne. Also wenn ich jetzt sagen könnte, wir beamen uns rüber, wir machen einmal Schnips und das ist alles drüben und wir haben damit keinerlei zeitlichen Aufwand, dann würde ich sagen, okay, lass das machen. Unrealistisch. Da das nicht geht und auch nicht ohne Umstände geht, weil man muss ja lösen, Lösungen finden, wann coacht man, wie, wo und das Büro. Es sind so viele Sachen, passt das nicht. Ja, also nicht sofort ins nächste Projekt stürzen, sich vorab ausreichend Gedanken machen und manchmal auch traurigen Abschied von einem schönen Projekt nehmen und sagen, das ist noch nicht dran oder das machen wir gar nicht zugunsten der Energie, der Kapazitäten und Ressourcen und dadurch dem achtsamen Umgang mit der Beziehung, dem achtsamen Umgang vielleicht auch mit den Kindern, mit sich selbst, zugunsten auch der langen Zündschnur, dass man auch mal nach links und rechts blicken kann und im Zweifelsfall dann lieber ein Projekt nicht angehen, verschieben, ein Projekt beenden, wenn es sein muss, weil es die Beziehung zu stark gefährdet und auch nochmal vielleicht als letzten Hinweis schauen, es könnten auch noch Dinge kommen, die man nicht auf dem Plan hat. Ich bin ja auch im Coaching jemand, der ein großes Projekt investiert, anderthalb Jahre massiv dadurch in seinem Unternehmen eingebunden ist, mit dem Gedanken, danach ist es ja alles einfacher und dann gibt es Probleme in der Wirtschaftslage und auf einmal muss man wieder ganz viel unternehmen, weil etwas von außen jetzt auf das Unternehmen zukommt und da eben auch berücksichtigen, dass man eben in den Projekten nicht overpastet, weil es ist, es ist äußerst wahrscheinlich, dass auch noch Projekte immer hinzukommen, die man gerade noch gar nicht auf dem Plan hat und für die man eben auch noch Restkapazitäten braucht. Also Pufferzonen behalten. Ja, wieder eine lange Folge. Oh ja. Vielleicht auch mal spannend für diejenigen, die jetzt diese Folge zu Ende geschaut haben, schickt uns doch mal ein Feedback, entweder an podcast.lebensidealisten.de oder bei YouTube per Kommentar. Was gefällt euch besser? Die Folgen, die wir früher hatten, so mit 20, 25, 25 Minuten oder jetzt die ausführlichen Folgen, die dann doch eine Dreiviertelstunde, Stunde manchmal gehen. Was ist euch lieber? Da würden wir uns mal sehr über ein Feedback freuen. Ansonsten bis zur nächsten Folge. Bis dann. Ciao. Untertitelung des ZDF, 2020

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Arbeit kann in bestimmten Phasen eine höhere Priorität als die Beziehung haben, aber langfristig gefährdet dies das Beziehungsfundament.
  2. Viele Paare verlieren dadurch emotionale Verbindungen, weil wichtige Momente wie Paarzeit oder Familie verschoben oder vernachlässigt werden.
  3. Kleine, tägliche Ungleichheiten – wie schnelle Reaktionen auf berufliche Anfragen und verpasste privates Kontakt – zeigen schon früh, dass die Beziehung unter Druck steht.
  4. Projekte, die sich über mehrere Jahre erstrecken, führen oft zu Erschöpfung, Distanz und einem Verlust der emotionalen Nähe.
  5. Der „Öko-Check“ hilft, die negativen und positiven Auswirkungen von Projekten auf Beziehung und Familie zu analysieren und klare Entscheidungen zu treffen.
  6. Ein Wiederherstellung des Beziehungsgefühls erfordert bewusste Priorisierung, Ausgleich und regelmäßige Reflexion über das eigene Verhalten.
  7. Die Entscheidung, ein Projekt zu beenden oder zu verschieben, ist oft notwendig, um das individuelle und familiäre Wohlbefinden zu schützen.
  8. Die Entwicklung eines stabilen Lebensmodells mit Balance zwischen Beruf, Familie und Persönlichkeitsentfaltung ist entscheidend für eine glückliche Partnerschaft.

Summary:

In vielen Paaren, besonders in den 30er und 40er Jahren, entstehen Spannungen zwischen Beruf und Beziehung, wenn Projekte wie Hausrenovierungen, Selbstständigkeit oder Familienorganisation zu einem stetigen, überbeanspruchten Lebensrhythmus führen. Diese Prioritätenverschiebung führt oft zu einem Verlust emotionaler Nähe, da kleinere, tägliche Ungleichheiten – wie weniger Reaktion auf private Anfragen – das Vertrauen und die Zuneigung langfristig schädigen. Die Wirkung wird besonders deutlich, wenn Projekte über viele Jahre laufen, wodurch Erschöpfung, Distanz und ein Gefühl der Isolation entstehen.

Viele Paare merken erst später, dass sie durch die konstante Arbeit und Projekte Jahre lang als „WG“ gelebt haben, ohne echte Lebensmomente zu erleben. Ein entscheidender Schritt ist der „Öko-Check“, bei dem die Vorteile und Kosten von Projekten im Hinblick auf Beziehung, Familie und persönliche Ressourcen analysiert werden. Dazu gehören klare Prioritäten, regelmäßige Ausgleichszeiten, stimmige Verhaltensweisen und Exit-Pläne, um aus dem Überlastungszustand herauszukommen.

Wichtig ist, dass die Beziehung nicht nur funktional, sondern auch emotional lebendig bleibt – durch bewusste Entscheidungen, regelmäßige Reflexion und den Willen, manchmal Projekte zu verlassen, um das Fundament zu stärken. Die Ausrichtung auf eine ausgewogene Lebensweise, in der Beziehung, Familie und Beruf gleichberechtigt Raum haben, ist der Schlüssel, um langfristige Zufriedenheit und Balance im Leben zu erreichen.

FAQs

Projekte verbrauchen viel Zeit und Energie, was die Paarzeit reduziert und emotionale Verletzungen fördert. Kleine, tägliche Ignorierungen wie unerwachten Nachrichten zeigen, dass die Beziehung weniger Priorität bekommt.

Durch Verhaltensmerkmale wie ständiges Antworten auf Arbeitsemails, fehlende Reaktionen auf private Nachrichten oder Abwesenheit bei familiären Anlässen wird deutlich, dass die Beziehung untergeordnet ist.

Ja, besonders wenn beide Partner sich bewusst entscheiden, die Beziehung als Fundament zu sehen und gleichzeitig erfolgreich im Beruf zu sein. So bleibt die Beziehung stabil und wird nicht unter Druck gesetzt.

Durch mangelnde Transparenz über die tatsächliche Zeitaufwand und durch ungesunde Kompromisse entsteht ein Gefühl der Überlastung bei beiden Partnern, was zu Konflikten führt.

Ein Öko-Check hilft, die Vorteile und Nachteile eines Projekts zu analysieren, einschließlich dessen Auswirkungen auf die Beziehung, um bewusst Entscheidungen zu treffen, die langfristig für beide Seiten positiv sind.

Langsame, kontinuierliche Projekte führen zu einer ständigen Belastung, wodurch die Ressourcen für die Beziehung verbraucht werden und emotionale Distanz entsteht, die sich schleichend ausbreitet.

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