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Antyukraiński festiwal trwa. Imielski i Sadura komentują

29m 54s

Antyukraiński festiwal trwa. Imielski i Sadura komentują

Die Sendung beleuchtet das Schaffen des bayerischen Schauspielers Karl Obermeier, der vor allem durch seine Rolle als Manni Kopfek in der Serie „Monaco Franze“ bekannt wurde. Der Autor Roland Ernst zeichnet Obermeiers Karriere nach, die weit über diese populäre Figur hinausgeht. Als Meilenstein gilt seine Darstellung des trunksüchtigen und amoralischen Bauern Ruhb im gleichnamigen Fernseh-Zweiteiler von 1979. Obermeier verkörpert diesen Charakter mit großer Wucht und sprachlicher Authentizität, basierend auf Ludwig Thomas Roman. Im selben Jahr übernahm er eine Nebenrolle in Norbert Kückelmanns preisgekröntem Film „Die letzten Jahre der Kindheit“, der die gescheiterte Jugendhilfe thematisiert. Am Münchner Residenztheater unter Kurt Meisel spielte Obermeier 1979 in Marie-Louise Fleissers Stück „Der starke Stamm“, einer Gesellschaftskritik der Nachkriegszeit. Zudem arbeitete er häufig mit Autor Georg Lohmeier zusammen, der ihm Rollen im „Komödien-Stadl“ verschaffte und sich für die Wiedereinführung der Monarchie in Bayern einsetzte. Lohmeiers düsterer Film „Die Überführung“ zeigt Obermeier als kriegsversehrten Martl, der gemeinsam mit einem Freund im Alkohol Trost sucht. Die Sendung macht deutlich, dass Obermeiers schauspielerisches Können weit über Komödien hinausreicht und er zu den großen bayerischen Charakterdarstellern seiner Zeit zählt.

Transcription

3906 Words, 26298 Characters

German
[Musik] BR Heimat lesen Willkommen am Sonntagabend bei Heimat lesen. Auch heute geht es um einen ganz großen in der Riege der namhaften bayerischen Schauspieler, Karl Obermeier. Als Manni Kopfek in der Serie Monaco Franze hat er sich an der Seite von Helmut Fischer in die Herzen der Fernsehzuschauer gespielt. Doch es wäre falsch, ihn darauf zu reduzieren. Mit feinen Niosen in seiner Darstellungskunst, mit spaßamen Gisten und seiner altbeirischen Sprache hat er seine Figuren unnacharmlich charakterisiert. Mit den großen Schauspielern seinerzeit muss er in einem Atemzug genannt werden. Gustal Bayerhammer, Rudd Rexl, Toni Berger, Fritz Strassner Den Lebensweg Karl Obermeieres nachgezeichnet hat der Autor Journalist und Biograph Roland Ernst. Mehr als 50 Stunden Filmmaterial hat er durchwörstet und Zeitzeugen und Kollegen befragt und ein vielseitiges Portrait dieses bayerischen ausnahmische Ausspielers geschrieben. Hier in Heimat lesen, haben sie die Gelegenheit, dem Phänomen Karl Obermeier genauer nachzuspüren. Es liest Christian Jungwirt. Der Ruhb Im Fernsehen war Karl Obermeier auch während der Jahre seines Kamerspielangerschmaß 1975 bis 1979 ein gern gesehener längst etablierter Schauspieler. Viel mehr als ein gut gebuchter Nebendarsteller war er allerdings nicht. Das sollte sich 1979 ändern. Regisseur Kurt Wilhelm hat in diesem Jahr in einer Fernsehproduktion des bayerischen Rundfungs eine große Rolle für ihn, die Karl Obermeier später selbst als die wichtigste Filmrolle seines Lebensansah. Der Ruhb Erzähltet die Geschichte des Bauern Ruhb, eines versoffenen, durch und durch amoralischen Mannes der rücksichtslos seine eigenen Interessen durchsetzt. Das Wirtsaus ist sein Himmelreich, Bier und Schnap sein Manner. Sein Ende scheint durch die eigene Ignoranz vorbestimmt zu sein. Der Zuschauer wird hautnah in diese Privatabokalypse hineingezogen, auf die Erzielstrebung zusteuert. Vorlage des Films war der gleichname Geroman von Ludwig Thoma geschrieben 1921 im Jahr seines Todes. Wir reagiert ein Mensch unter dem diabolischen Eindruck, dass er wirklich nur ein Mensch ist und bleibt, mit grotesquer, zerterselbst wahrnehmung und dem egomanischen Hang immer das Richtige zu tun. Ludwig Thoma war ein Spezialist für menschlichen Zwiespalt, für Widersprüche und Abgründe. Zumal gegen Ende seines nicht allzu langen Lebens, als Thoma den Ruhb-Schrieb waren diese Untiefen der bevorzugte Ort seines eigenen Daseins. Als satirischer Revolutzer und Freigreist hatte er seine Schriftstellerlaufbahn begonnen und wurde schließlich zum Hass erfüllten Antisemiten, der anonym 1921 eine Vielzahl von Hetzartikeln gegen Juden und Demokraten im missbacher Anzeiger veröffentlichte. Thoma's Tod am 26. August 1921 machte wohl der Bestrebung ein Ende, Mitglied der noch jungen NSDAP zu werden. Ein unausgefüllter Aufnahmeantrag hat sich im Nachlass gefunden. Im Kollektivgedächtes des 21. Jahrhunderts ist Ludwig Thoma meist als der ironische Märchenunkel der Lausbubengeschichten präsent. Dabei war er über Weite strecken seine Schriftstellerlebens ein exakter und enthühlen der Chronist des Bauern und Kleinbürgerlebens seiner Zeit. Mit dem Roman der Ruhb ist die mein fulminantes letzte Stück Großbrosa gelungen, das von seiner Kraft und der sprachlichen Detailbesessenheit in der Dialogen her an jenen Ludwig Thoma erinnerte, der er in der Zeit vor dem ersten Weg war. Es verwundert nicht, dass die Ruhbuchautornische Surgurt Wilhelm Weite strecken der wörtlichen Rede aus dem Romanstrengen einst zu einzübernahmen. Aber dass diese auch wirkungsvoll ins Zähne gesetzt wurde, verdankte er einem anderen. Ich habe das große Glück, dass Karl-Ubermeier der ganzen Abstammung nach genau aus dieser Gegend von diesen Bauern kommt, der Dachauer Gegend, dass er diese Sprache perfekt als seine Muttersprache beherrscht, bekannte er in einem Fernsehbeitrag während der Dreharbeiten. Was bis heute, mehr als 40 Jahre später, an diesem 1979 ausgestrahlten Fernsehzweiteiler Sobe eindruckt, ist die authentische Direktheit dieses groß angelegten Charakterepos, in dem Karl-Ubermeier die ganze Kunst seines Könnens auszuspielen vermachte. Aber auch andere, heute nicht mehr so bekannte Darsteller wie beispielsweise die große Franziska Liebing, die die alte quasi zur Familie gehörende Marktlonie spielte, die dem Ruhb 1 Geld geburgt hat, weil er wieder einmal sein Salier verplast hatte. Für Ruhb's Tochter Leni, Traudelbogenhauser und die beiden Söhne Kasper, Werner Rom und Michael, Michael Lärchenberg, ist sie im Laufe der Jahre zu einer Ersatzmutter geworden. Vor allem Michael, der das Gymnasium besuchen muss, weil sein Vater will, dass er geistlicher wird, hängt besonders an ihr. Doch nun ist er bereits das zweite Mal durch die Schulprüfung gefallen. Keines Falles möchte er wieder zurück aufs Gymnasium, er hat weder Lust noch das Talent fahrer zu werden, er möchte lieber eine landwirtschaftliche Schule besuchen. Doch dazu fehlen ihm die finanziellen Mittel und als zweitgebraner Sohn ist es ihm auch verwerten Hof zu übernehmen. Die Todkranke Loni will ihm helfen und ihm ihr letztes Geld schenken, sowie die Schulchäne seines Vaters verärben. Bereits auf dem Sterbebet bittet Loni Michael inständig darum, unbedingt einen Notar zu konsultieren, um einen entsprechendes Testament abfassen zu lassen. Ihre Tage sind gezählt und Loni ist außerdem von der Angst getrieben, dass sie einziger Verwandter, ein krimineller Nefe, sich das Erbe unter den Nagel reißen könnte. Doch Michael noch nicht volljährig ist, soll sein Vater der Rub alles regeln. Doch es ist ernte Zeit. Immer wieder sagte daher die Fahrt in die Stadt ab. Loni verfällt gesundheitlich immer mehr. Der Rubbe fürchte seine Greisemarkt, könne der Kirche Geld verärben. Da sein Jüngster Sonn der Nutzenyser dieses Erbes sein könnte, kommt ihm gar nicht erst in den Sinn. Er spielt daher auf Zeit, was er aber nicht weiß, die Zeit arbeitet gegen ihn. Er glaubt allen Ernstes, die Lage im Griff zu haben. Seine Durchtriebheit macht ihm blind und nach gerade blind links fliehe in ein neues großes Unglück. Denn als der Rubb wieder einmal vom Gerichtsvollzieher besucht wird, macht er sich als letzten Ausblick und doch auf den Weg zum Notar und den Wunschlonis nach einem Testament zu erfüllen. Unterwegs nimmt er einen sogenannten Schmusser mit, der gegen Bezahlung die Heiratsfähigen Bauern-Töchter an unverheiratete Bauernbüschungen vermittelt. Vertellerweise kennt dieser dem Fleiderer, den kriminellen Neffender Alten Loni, was zutragisch den Folgen führen wird. Als die beiden endlich in der Stadt sind, gelingt es dem windigen Schmusser den Rubb ins Wirtzhaus zu locken, mit der Begründung der Notar sei sowieso als dann Nachmittag in seiner Kanzlei anzutreffen. Es kommt, wie es kommen muss, mit zwei weiteren dubiosen Gestalten spielen die beiden Karten. Natürlich wird der Rub betrogen und verliert sein letztes Geld. Also endlich doch beim Notar aufkreuzt muss er feststellen, dass dir nicht mehr in seiner Kanzlei ist. Ein paar Tage darauf ist die alte Loni tot. Ihr Testament konnte sie nicht mehr abfassen lassen. Die Dramatik nimmt ihren Lauf. Vermutlich vom Schmusser ins richtige Bild gesetzt, er hebt der Fleiderer Anspruch auf das Erbe seiner Tante. Es kommt zur Gerichtsverhandlung, bei der der Rub einen Main leistet. So in die Enge getrieben, sieht er für sich keinen anderen Ausweg mehr und erhängt sich. Rubb's Wirtwe übergibt ihrem Sohn Caspar den hochverschuldeten Hof. Michl muss knecht werden und wird es sein Leben lang bleiben. Karl Obermeier konnte in dieser Rolle geradezu explodieren. Die Feinsten nur aus seines vielseitigen Talents kamen zum Tragen. Das zeigte sich in jeder kleinen Szene dieses Zweiteiles. So beispielsweise gleich im ersten Auftritt Obermeier. Der Rubb sitzt betrunken im Gasthaus, eigentlich soll er seinen Sohn Michl vom Bahnhof abholen. Er steigert sich aber in kürzester Zeit in eine aggressivität Somm das gleichen hinein, lamentiert, hardert, etzt und legt sich Händelsuchend mit den Gästen des Wirtsauses an, bis diese sich angewidert abwenden. Man ihn hinauswirft und er im Graben seinen Rausch ausschleift. Eine starkes Szene für Obermeier, in der er mehr als nur einen betrunkenen Klamau gibt, spielt. Wie eine Verachtung des Rubbbauern gegenüber Gott unter Welt und insbesondere gegenüber seinem Nachbarn, den er beschuldigt für seine wirtschaftliche Miserie verantwortlich zu sein, gerade zu hinausspeit. Schauspielkunst vom besten, was Bayern zu bieten hat. Gran Deose eindringlich aufwührendes Zähnen in diesem Film, die Obermeierstalentvollze Entfaltung bringen zeigen, wie unentrinnbar der Strudel aus Alkohol, Hass, Gewalt und Schuldzuweisung den Rubbbauern schließlich in den Abgrund reißt, und seine eigene Familie mit. Als Kontrast zu dieser Urgewalt stehen die sie in Themen, bei nahe, geflüsterten Gespräche zwischen ihm und seine Empfimmzer, brechlich wirken dem E-Fra-Affra. Gespielt von der zu diesem Zeitpunkt bereits an Krebsleitenden Schauspielerin Gertroth Köklmann, die sich kurz nach Endetadria arbeiten das Leben haben. Sie, die langjährige, gelebte Schauspielers Oscar Werner, stürzte sich aus dem Fenster der Wohnung ihres Bruders, das Filme-Macher Snorbert Köklmann, der Karl-Ubermeyer nur wenige Monate nach der Erstaustallung des Röb, am 2. Juni 1979 im Bayerischen Fernsehen eine wichtige Rolle in seinem später preisgegründeten Film die letzten Jahre der Kindheit geben sollte. Die letzten Jahre der Kindheit. Manchmal werden die Zuschauer eines Films zu bedenkenswerten Zeugen, was sie sehen mag er funden sein. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist es aber nicht. Man könnte von einer Fiktion der Realität sprechen oder von einer fiktionalen Dokumentation. Ein solcher Film ist die letzten Jahre der Kindheit von Norbert Köklmann, Drehbuch, Regie, Produktion, ein Film der Schmerzen verursacht. Man kann einer Unmach zuschauen und das gleich aus zwei verschiedenen Perspektiven, aus der der angehörigen des Protagonisten und aus der seines fassungslosen Betreuers. Das ist die Geschichte von Martin Sonntag, gespielt von Gehard Gundel, die auf einer warren Begebenheit beruht. Martin ist 13 Jahre alt und längst auf der Schiefenbahn. Bereits mit sieben Jahren bricht einen Automaten auf, später sind es Bauboden. Er wird gefasst und landet in eine Märzziehung sein. Das ist erst einmal ein Glück, denn ein Betreuer kümmert sich dort intensiv um ihn. Martin vertraut ihm, doch das Jugendamt genehmigt keine weiteren Mittel und der junge Fliedenteuscht aus dem Heim, das für ihn nun ein hortes, kompletten Versagens ist, eine mit mauernd umzogene Auswirklosigkeit. Er wird erneut straffällig, dieses Mal jedoch muss er ins Jugendgefängnis. Noch in der Untersuchungsshaft erhängt er sich. Karl Obermeier ist in der winzigen Rolle von Martin's Vater zu sehen. Sicher, da wäre seitens des Drehbuchs mehr drin gewesen, so ist der Vater leider eine Randfigur. Dennoch, was Obermeier in diesen wenigen Zähnen zeigt, ist Zinswert. Ein Mann, dem der eigene Sohn entglitten ist, der vielleicht auch nie eine Chance hatte, ihm ein Vorbild zu sein. Im Abspannen wird wieder einmal Karl Obermeier's Name falsch geschrieben. Statt Obermeier mit Y und R ist dort Obermeier mit A.I zu lesen. Der preisgegründte Film, in der Erstaustrahlung am 19. September 1979, ist noch heute Sehenswert und löst Beklemmungen aus, gerade auch, weil viele so vorher sie erscheint. Es ist auch eine Geschichte des Scheiterns, sämtlicher therapeutischer Bemühungen, wenn von der Bürokratie erst einmal Subventionen gestrichen werden. Die Botschaft des Films, Therapie vor Strafe bei Jugendlichen zu setzen, ist bis heute eine in der Realität vielfach uneingelöste Absichtserklärung. Am Bayerischen Staatsschauspiel 1979 war nicht nur das internationale Jahreskindes. Es war vor allem ein Jahr der großen weltweiten Umstürze und Umbrüche. Im Persion wurde der Schar gestürzt, in Kampotcha die roten Kmeier vertrieben. Der Koch Eckert Witzigmann erhielt mit seinem Restaurant Obergin als erster Deutscher Dreisterne im Giedenschlag. Und der seit 1972 am Bayerischen Staatsschauspiel spricht der Münchner Residenz Theater am Max Josefplatz, als intendant fungierende Kurt Meisel, Schwiegerson des großen komedianten Tio Lingen, verpflichtete in diesem Jahr Karl Obermeyer fest an das Haus. Diesem großen Theater blieb er bis zu seinem Tod verbunden. Der Österreicher Meisel war ein anerkanter Schauspieler, E eine zweite Karriere als Regisseur und Artete. In München ab 1972 als intendant berufen, gelang es dem Talente Sammler so unterschiedliche Schauspieler und Regisseure, wie Ingmar Bergmann, Walter Schmiedinger, Rita Russik, Rotrexel, Hans Brenner und eben Karl Obermeyer an sein Theater zu binden. Kurt Meisel, vererares Dichterstomas Bernhard, kannte wohl dessen berüchtigtes Bormon aus eigenem, oft sicher qualvollem Erleben. Einen Schauspieler mit Talent findet man so selten wie ein Arschloch im Gesicht. Kurt Meisel setzte am Rhesi vor allem konsequent auf Publikumserfolge. Was er Stück oder Instinierung nicht zog wurde schon nach kurzer Zeit abgesetzt. Es war eine Publikumsorientierte, eher konservative Bühne, die sich dennoch für ihre Verhältnisse den Luxus erlaubte, immer wieder dazwischen auch unkonventionelle Stücke aufzuführen. Davon konnte ein Schauspieler wie Karl Obermeyer nur profitieren und die Stücke in ihren Instinierungen auch von ihm. Denn immerhin war Obermeyer zu dieser Zeit schon ein bekanntes Fernsehgesicht, der zwar ein München noch Tram und Ober benutzte, aber immer öfter auch angesprochen wurde. Man erkannte ihn auf der Straße. Die erste Instinierung in der Karl Obermeyer im Herbst 1979, am Residenz Theater Mitspielte, war genau ein Stück nach seinem Geschmack. In ihm kam alles zusammen, was den Schauspieler Karl Obermeyer besonders zu interessieren schien, der diabolische, untergrund heimartlicher Gefilde genauso wie eben anfassbare, echte Charaktere, die erkannte und genauer zu erkennen vermuchte. Nichts weiter als ein starker Stamm. Nichts ist so unheimlich wie die eigene Heimat. Er stimmt wohl, die größten Gefahren lauern bekanntlich im Bekannten. Wer verlauter Bäume nicht den Wald sieht, übersieht selbst den stärksten Stamm. Die eigenen Erfahrungen ihres künstlerischen Scheiterns machte die dramatikerin Marie-Louise Fleisser in ihrem späten Stück der starke Stamm zum Thema. Aber niemals geitet der Stück ins vordergründig autobiografische Ab. Diese zahle Kälte der deutschen Nachkriegszeit mit ihrem erbarungslosen Streben nach wirtschaftlicher Prosperität steht für eine Gesellschaftskritik, der man sich auch heute noch nur schwer entziehen kann. Das Vollstück von Marie-Louise Fleisser ist daher zu Recht ein Klassiker der Bönen Literatur geworden. 1950 in den Kammer spielen Uraufgeführt wurde es nach der Zeit mit Karl Obermeyer erst am 23. Januar 2020 wieder im Münchner Residenz Theater inszeniert. Erzählt werden die Würden und Niedertrechtigkeiten der Familie bitter wohl beim Leichen Schmaus. Man schaue halt um Habseligkeiten, die Sprache der Figuren ist entlarfender Kunstierlekt, die Worte der Gierigen und doch seelisch vereinsamten. In der Instinierung von Dita G. Sing seine zweite Arbeit der Residenz Theater nach den Geschichten aus dem Wienerwald 1978 traten alle jene Schauspieler auf, die im kritischen Volksdeater Rang und Namen hatten. Hans Brenner als Atlas Meister Leonhard Bitterwolf. Rud Drexler seine Geldgierige Schwegerin, Ball Bina Puhlheller und Karl Obermeyer als Bitterwolf Schwaher, über den der Münchner Merkel schreibt. Aus dem Schwaher macht Karl Obermeyer das grimmige Praetree einer abgeheifterten Machtperson. Darüber hinaus die junge Gundie Elhard als erotisch angehauchte Markt-Anerl. Der knarzige Ludwig Wür, altmeister Pepo Brem und der wunderbare Schauspieler Toni Berger als hinterlistiger Metzgerjacke. 10 Jahre später sollten Rud Drexler es wird in Pauler und Toni Berger als Metzger Komitensepp in Franz Xafer Buchner Sphernse Serie zur Freiheit wieder ein schlitzuriges Pärchen abgeben. Und Hans Jürgen Buchner von Heindlingen, Sandatso als Urworm resumierend, Paula, Paula. Es ist zwar trauriger, aber es ist wahr, dass einzig was wirklich Zeit auf der Welt für die ist Geld. Der Münchner Merkel erteile nach der Premiere vom starken Stamm am 24. November 1979 in den Kammer spielen Euphorisch und sprach von einem Durchbruch des Bühnenbeiern. Mächtiger Applauswellen für die Schauspieler und den Risches Söhr. Man sollte einen Stadtteil nach ihm benennen. Das dürfte Dieter Giesin gefreut haben. Die Überführung Immer wieder hatte Karl Obermeyer Rollen im Komüdien-Stadl übernommen. Autor der Stücke war oft geuerglumeier gewesen. Durch die von ihm geschriebenen Serie, königlich Bayrisches Amtsgericht, hatte er für sich den Status eines Leisure gesinnten Monarchisten erarbeitet. Diese Positionierung in der Riege bundesweit bekannter Bayern baut die Lomaer kontinuierlich aus. 1974 gründete er den Bund Bayrischer Patrioten, der die Rückkehr Bayerns zur Monarchie forderte. In einer Zeit, in der der Freistaat sich Welt offen und liberal gab, war Lomaer durchaus ein verfechter eines freundlichen, gütigen Absolutismus, der freilich nie ganz ohne selbst Irronie war. Wie jeder Bayrische Autor der Kaparatist, hatte der Weg zur Kunst auch bei Georglomaer den Umweg über ein kirchliches Amt genommen. Er hatte sogar aus Priesterseemilien Freising, Obermeyers Geburtstad besucht und sich dort mit Josef Ratzinger, dem späteren Papst benedigtem 16. angefreundet. Allerdings endete die Theologische Karriere Geoglomeria sehr schnell. Schulterran war natürlich eine Frau. Wer wie er von der Theologie vor allem den Bereich der Wunder und Gleichnisse in sein wuchtiges Proätenherz geschlossen hatte, studierte danach selbstverständlich Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte. Ganz nach Thomas Bern hat's dick dumm, dass Dorf hatte Kirche, die Stadt das Theater. Diese Form der Ästhetik ließ er auch bei seiner Forderung nach der Wieder einförung der Monarchie mitschwingen. Die Heimat säuft's nach einem schönen König, nicht weil wir unbedingt einen brauchen, sondern weil es schöner wäre. Durch Lomaers Initiative wurden viele König Ludwig für einige gründet. Das ist die eine Seite des Autos, der durch seine Stücke Karl-Ubermeier immer wieder kleine und auch größere Rollen verschaffte. Wer bei Lomaer das Fernsegerät einschaltete, wusste, was sie erwartete. Alles, was aus der Federer Lomaers kam, war deftig, irgendwie immer monarchistisch und so peirisch, wie Bayern niemals war. Aber dann gab es 1979 einen Film, der alles, was man von Georg Lomaer bis dahin gesehen hatte, infrage stellen musste. Die Überführung hatte reingarnichts von einer Kommüdie. Der Film war düster und erinnert aus heutiger Sicht viel mehr an einen Netflix oder HBO-Serie, als er einen Fernsehfilm eines AID sendt. Einen Monat vor der Premieren aufführung des starken Stammes, am Dessidenz Theater konnte man Karl-Ubermeier in diesem starken Stück bayerischer Literatur sehen, das Autor Georg Lomaer im Untertitel, die feuchte Ballade einer Freundschaft aus den Jahren nach dem ersten Weltkrieg nennt. Die Überführung spielte nie dabei an und ist die düster skurilige Geschichte der Freundschaft zwischen den Kriegsversierten Martel, Karl-Ubermeier, die mein Arm fehlt und dem Schicksbräu der vorwerter ein Auge verloren hat, Toni Berger. Trost finden die beiden im Soof. Sie sind verschrien. Der erste Weltkrieg hatte Leben ruiniert. Sie haben die Grabenkämpfe erlebt und sind als schwergezeichnete wiedergekommen. Nur ihre Heimat hat sich nicht verändert. Dieser Riss zwischen Realität und der Sicht, wie die beiden diese Wirklichkeit wahrnehmen, immer mit den drei Augen der Kriegs-Tramatisierten, ist die unaufhaltbare Tragödie, in der sie halt für ihre beiden Verungrückten Existenzen suchen. Dieser Krieg war für sie auch eine religiöse Hölnfahrt. Dieser Scheißgröck, vier Jollern, dieser Teifesgröck, klagt Martel gleich in der Auftaktszene und der Faller Winterzone. Martel es gibt, könnt Teife, kommt er der Schicksbräu. Da kann unser hochwertiger Faranoso scharf predigen, es gibt nicht. Der Teife ist im Wald von Anorngkurs verreckt. In Kraftvollen, an Öden von Hörwerte innen Diologen und eindringlichen Langen bis ins Absurde abgleiten ins Zehnen, arbeitet Georg Lomaier in seinem Drehbuch Stück für Stück dem psychischen und physischen Verfall von zwei Jugendfronten aus, die zwar der Kriegshörle entkommen sind, aber bis zum bitteren Ende unter ihr Leiden werden. Das Leid wird vor allem von einem Gelübte, dass sie vor Werder gegeben haben, dominiert. Wenn sie leben, dass dieser Hölnke kämen, wollen sie einmal jährlich nach alt-öting-Wallfahren und nie wieder im Leben arbeiten, um das Leben zu genießen. Doch letzteres gelingt nicht recht, denn Martel hat ein Magenleiden. Er verträgt kaum noch Bier. Dieses Bauch wie ist wohl auch der Schmerz, den er empfinden muss, wenn er die Welt sieht, die ohne ihn nahe zu wieder in alten Bahnen weiterläuft, während er alle Hoffnungen beraubt ist. Karl Obermaier reduziert sein Spiel auf wenige Bewegungen, oft stehter einfach nur ins Leere, eine Leere, die das Kriegs-Grauen hinterlassen hat. Wie so oft ist es genau dieses reduzierte Spiel Obermaier's, das vollendet die ganze Hoffnungslosigkeit und trage dieser Figur wiedergebt. Vielleicht weiß Martel, dass er sterben wird. Er sagt es aber nicht. Stattdessen sucht er auf Anraten der Brennberger Lies, die von der Grandiosen Maria Stadler gespielt wird, eine Jungfraustumgebung auf, die allein ihn von seinem Leiden befreien kann. So macht er sich zusammen mit seinem Freund auf den Weg zu einer Walfahrtstätte. Immer wieder tauchen dabei, wie ein beständiges Memento-Mori, die unerträglichen Bilder der Schlacht von Werder auf. Regisseur Kurt Wilhelm betet hier kunstvoll Originalaufnahmen aus dem ersten Weltkrieg, in die Szenerie einer apokalyptischen Winterlandschaft ein, die sich ja nicht ohne Grund an die winterlichen Gemälde eines Peter Breuge, Hendrik Avacamp oder Otto Dick Seinert. Das Ganze wird von einer Musikuntermalt, die den Vergleich mit Arnold Schönbergs verkleert danach nicht zu scheuenbraucht. Komponiert hat sie Räufelhelm, der Bruder des Regisseurs, der in dieser Zeit auch die Musik für immer Bergmanns das Leben der Marionetten-Schrieb. Ein Treifen genügt oftmals, wenn der Martl unter Schacksbräum mit ihrem Pferdeschlitten durch die Vermont-Vahl und Schämenhaft der Leuchte der Landschaft fahren. Und schon haben sie Werder wieder veraugen. Diese Schreckensbilder gehen den beiden nur im so vollständig aus dem Kopf. Sie suchen verzweifelt für Martl eine Jungfrau. Der Pfarrer versucht ihm den Alkohol als Teufelszeug auszureten. Angestachelt von Anna, der Frau des Schacksbräu, dargestellt von der wunderbaren Christa Berndel und Agnis der Frau des Martl, verkörpert von einer herrlich naiven Ilse Neubauer, redet der Pfarrer, den mit Moralin saurem Brumton rein halt Olchefske brilliant mient auf die beiden ein. Doch das Leiden hat kein Ende. Erst ein Sanitätsrat, ein alter Freund vom Schacksbräu, findet heraus, dass es sich beim Martl um ein großes Magen geschwürhandelt. Er reden beiden sich sofort nach Altötting zu begeben. Mein Freund, der Dr. Müller in Altötting, das ist ein mutiger Kirurg, der hat das auf 1,2,3. Altötting ist ein angenehm Ort. In der Gegenwart von unserer lieben Frau ist das ein Kinderspiel. Glückz ist es kein Zufall, Glückz nicht, ist es ein schöner Exitus. Die Pfarrt nach Altötting nimmt sich beinahe als fröhliche Reise zu einer Kuh aus. Doch auf der Pfarrt kommen beim Martl die ersten Todesarnungen. Rische Sökort Wilhelm zeigt die düsteren Bilder der Volksframigkeit. Auch hier scheint wieder gemälde für die zähnen Partei gestanden zu haben. Man fühlt sich beispielsweise an Wilhelm Leibes drei Frauen in der Kirche erinnert. Altötting, der berühmte Bayerische Wahlfahrtsort, wird zum Waren Point of No Return. Denn Martl überlebt zwar die Operation, die nächsten Tage erlebt er aber nicht mehr. Auf dem Sterbebett trinkt er mit seinem Spezisch-Exproj ein letztes Bier, das eine Nonne bringt und ihm zum Mund führt. Ergreifen die Szene des Sterbenden. Agnes sagt er und schaut ins Leere und stirbt. Seine Frau sitzt ab hartisch neben dem Bett. Damit ist Obermeyers Rolle in dem Film beendet. Doch für Toni Berger beginnt nun der eigentliche Teil, der im Film seinen Titel gibt. Er hat sich in den Kopf gesetzt, seinen Freund Martl persönlich heimzubringen. Durch die düsteren Schneelandschaft, mitten durchs Faschingstreiben gleitet der Pferdeschlitten dahin. Die Schneelandschaft ist eine Seelenlandschaft. Die Heimat scheint bei Nahe schon das Tod reich zu sein. Kurt Wilhelm zeichnet in großartigen, mütischen Bildern. Doch der Schex-Proj geht in der Jollen den singen in Faschingsgesellschaft unter. Er trinkt, auf der Rückfahrt hatte Visionen von der Schlacht umwer da, wirft sich in den Schnee, hört die Heranahe den feifenden Granaten. Er unterscheidet den nahren in ihren Kostümen nicht mehr von den Heranstümen den feindlichen Soldaten. Er glaubt, es sind die abgesandtes Teufels. Der Teufel würde selbst kommen, um ihm den Toten Freund zu entreißen. Die Beerdigung seines Freundes findet erst in der Nacht statt. Die Träger wundern sich, dass das arg so leicht ist. Der Schex-Proj liegt in dessen unter der Bank des Gasthauses, gefangen in seinem Waren noch vorwer da anzulegen. Firsches Söhr, Autor und Schauspieler war diese Fernsehproduktionen-Wargnis, wenn nicht gerade eine Mutprobe. Den von Anfang an war klar, dass dieser Film exzeptionell werden würde. Lomaers Name garantierte nicht für das, wofür sein Name eigentlich stand. Dieser Film war keine Abendunterhaltung für vom Alltagstress geplatte Zuschauer, die vor dem Bildschirm entspannung suchen. Der Film bleibt am Ende unklar, lässt Fragen offen. War Martelsleichen wirklich nicht im Sarg? Hat sie der Teufel geholt, den es doch gar nicht gibt? Das offene Ende macht den zusätzlichen Reiz dieses dunkle düsteren Films aus. Die Überführung ist, sehr zu unrecht, leider bei nahe ganz in Vergessenheit geraten. Dabei gehört der Zweifels ohne mit ihrem besten Filmen, die je für den Bayerischen Rund von gedritt wurden. Für Karl Obermeier war diese Rolle in der Ritrospektive gesehen ein Meilenstein.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Karl Obermeier war ein herausragender bayerischer Schauspieler, bekannt aus „Monaco Franze“ und vielen weiteren Rollen.
  2. Seine wichtigste Filmrolle war der „Ruhb“ (1979) nach Ludwig Thoma, eine düstere Charakterstudie eines trunksüchtigen Bauern.
  3. Der Film „Der Ruhb“ zeigt Obermeiers authentisches Spiel und seine Beherrschung der altbayerischen Sprache.
  4. 1979 spielte Obermeier auch in Norbert Kückelmanns Film „Die letzten Jahre der Kindheit“ mit, der die gescheiterte Resozialisierung eines Jugendlichen thematisiert.
  5. Am Münchner Residenztheater wirkte Obermeier unter Intendant Kurt Meisel in Marie-Louise Fleissers Stück „Der starke Stamm“ mit.
  6. Autor Georg Lohmeier schrieb für Obermeier Rollen im „Komödien-Stadl“ und setzte sich für die bayerische Monarchie ein.
  7. Lohmeiers Film „Die Überführung“ (1979) schildert die tragische Freundschaft zweier Kriegsversehrter, gespielt von Obermeier und Toni Berger.

Summary:

Die Sendung beleuchtet das Schaffen des bayerischen Schauspielers Karl Obermeier, der vor allem durch seine Rolle als Manni Kopfek in der Serie „Monaco Franze“ bekannt wurde. Der Autor Roland Ernst zeichnet Obermeiers Karriere nach, die weit über diese populäre Figur hinausgeht. Als Meilenstein gilt seine Darstellung des trunksüchtigen und amoralischen Bauern Ruhb im gleichnamigen Fernseh-Zweiteiler von 1979.

Obermeier verkörpert diesen Charakter mit großer Wucht und sprachlicher Authentizität, basierend auf Ludwig Thomas Roman. Im selben Jahr übernahm er eine Nebenrolle in Norbert Kückelmanns preisgekröntem Film „Die letzten Jahre der Kindheit“, der die gescheiterte Jugendhilfe thematisiert. Am Münchner Residenztheater unter Kurt Meisel spielte Obermeier 1979 in Marie-Louise Fleissers Stück „Der starke Stamm“, einer Gesellschaftskritik der Nachkriegszeit.

Zudem arbeitete er häufig mit Autor Georg Lohmeier zusammen, der ihm Rollen im „Komödien-Stadl“ verschaffte und sich für die Wiedereinführung der Monarchie in Bayern einsetzte. Lohmeiers düsterer Film „Die Überführung“ zeigt Obermeier als kriegsversehrten Martl, der gemeinsam mit einem Freund im Alkohol Trost sucht. Die Sendung macht deutlich, dass Obermeiers schauspielerisches Können weit über Komödien hinausreicht und er zu den großen bayerischen Charakterdarstellern seiner Zeit zählt.

FAQs

Karl Obermeier war ein namhafter bayerischer Schauspieler, der durch die Rolle des Manni Kopfek in der Serie 'Monaco Franze' an der Seite von Helmut Fischer bekannt wurde. Er zeichnete sich durch feine Nuancen in seiner Darstellungskunst und seine altbairische Sprache aus.

Im Fernsehfilm 'Der Ruhb' von 1979 spielte Karl Obermeier die Hauptrolle des Bauern Ruhb, eines versoffenen und amoralischen Mannes, der rücksichtslos seine eigenen Interessen durchsetzt. Diese Rolle sah er selbst als die wichtigste seines Lebens an.

Der Film erzählt die Geschichte des Bauern Ruhb, der durch Alkohol, Hass und Schuldzuweisungen seine Familie und sich selbst in den Abgrund reißt. Nach dem Tod der alten Loni und einer Gerichtsverhandlung erhängt er sich, und sein Hof bleibt hochverschuldet.

In diesem preisgekrönten Film von Norbert Kückelmann spielte Karl Obermeier die winzige Rolle des Vaters von Martin Sonntag, einem 13-jährigen Jungen, der im Jugendgefängnis Selbstmord begeht. Die Rolle zeigt einen Mann, dem der eigene Sohn entglitten ist.

1979 wurde Karl Obermeier fest an das Münchner Residenztheater verpflichtet, wo er bis zu seinem Tod blieb. Er spielte dort unter Intendant Kurt Meisel in Stücken wie 'Der starke Stamm' von Marie-Louise Fleißer.

In 'Die Überführung' von Georg Lohmeier spielte Karl Obermeier die Hauptrolle des kriegsversehrten Martel. Der Film ist eine düstere, skurrile Geschichte über die Freundschaft zweier Kriegsversehrter und zeigt eine ganz andere Seite von Lohmeiers Werk.

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