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Angst vor Trennung der Eltern? So vermittelt ihr euren Kindern mehr Stabilität!

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Angst vor Trennung der Eltern? So vermittelt ihr euren Kindern mehr Stabilität!

Kinder entwickeln oft Angst vor der Trennung der Eltern, wenn sie Streitigkeiten beobachten oder von anderen Kindern hören. Diese Angst entsteht besonders im Kindergarten- und Grundschulalter, wenn sich das Bewusstsein für die Umwelt und soziale Vergleiche entwickelt. Eltern, die Streit dramatisch vermitteln oder unachtsam mit Begriffen wie „Trennung“ umgehen, verstärken diese Angst. Kinder fühlen sich dann verantwortlich oder verunsichert und entwickeln körperliche Symptome. Wichtige Schritte sind ein offenes, wertschätzendes Gespräch mit den Kindern, klare und sichere Rituale und Strukturen, die das Gefühl der Sicherheit stärken. Eltern sollten auch über die Gründe für Streit und die Grenzen zwischen Diskussion und Konflikt sprechen, um die Kinder zu entlasten. Die Entwicklung von Sicherheit und Struktur im Familienalltag ist entscheidend, um kindliche Angst zu verringern. Dieses Verständnis zeigt, dass die Elternbeziehung nicht nur eine persönliche Herausforderung, sondern auch ein zentrales Fundament für die emotionale Entwicklung der Kinder ist.

Transcription

6405 Words, 38319 Characters

German
Wir hatten die Situation vor ein paar Wochen. Es war abends, es wurde langsam ruhig in der Wohnung und ich war alleine mit unserem Sohn. Und vor einmal merkte ich, er saß auf der Couch, dass irgendwas nicht stimmte, dass irgendetwas in ihm drin war, was ihn beschäftigt, was er nicht gleich ausgesprochen hat. Und dann habe ich mich dazugesetzt und gesagt, Mensch, erzähl mal, was ist denn los? Und dann sah ich, dass die Augen so feucht wurden. Dann habe ich gemerkt, okay, ich habe ein Schwarzer getroffen, irgendwas ist nicht in Ordnung. Da sagt er, Mama, in der Schule haben wir über Trennung der Eltern gesprochen. Die Lehrerin hat gefragt, wo die Eltern noch zusammen sind, ob es Kinder gibt, wo die Eltern getrennt sind. Also es lief wohl in einem sehr wertschätzenden Rahmen auch ab. Und mich hat das beschäftigt, weil ich habe jetzt auch Angst, dass ihr euch trennen könntet. Es gab halt einige Kinder, die da saßen, die dann erzählten, Mama und Papa sind getrennt. Und da er ja auch sehr sensibel ist, hat er auch die Emotionen natürlich dazu wahrgenommen, teilweise auch traurig geguckt haben. Oder halt einfach erzählten, wie der neue Alltag jetzt ist, wenn Mama und Papa nicht mehr zusammen sind. Und da kam bei ihm der Gedanke dann auf, wie könnte es dann mit meinen Eltern sich trennen? Vor allen Dingen, weil man dann natürlich raushört, die haben sich vielleicht vorher gestritten und das passte nicht mehr. Und dann ist natürlich so aus der Kinderperspektive die Frage, was ist denn genau ein Streit? Wann ist das eine Diskussion? Wann ein Streit? Wie viel muss man denn streiten, damit man sich trennt? Reicht ein kleiner Konflikt und man trennt sich schon? Also das ist ja total diffus. Ich habe ihn dann auch gefragt, wie kommst du denn darauf, weil ich in dem Moment, an dem Abend jetzt nicht das Gefühl hatte, es war jetzt nicht ein Abend, wo wir irgendwie im Streit auseinandergegangen sind oder es einen Konflikt gibt gerade. Und dann sagte er. Und dann natürlich bekommt er mit, dass es bei uns sehr viel um Paare geht, beruflich bedingt. Das bekommt er natürlich schon mit. Und dann sagte er, ja, weil wir vor ein paar Tagen uns über ein Thema etwas genauer unterhalten hätten. Also wir haben, ich wusste erst gar nicht, warum es ging oder ich weiß es bis heute eigentlich nicht mehr so wirklich, aber wir haben da wohl sehr diskutiert zusammen am Essenstisch. Ganz undramatisch. Aber das hat er auf die Situation bezogen, weil ein Kind wohl gesagt hat, ja, das fing bei denen so an, dass Mama und Papa immer mehr. Lauter wurden, sich nicht ausreden lassen haben und dann immer mehr gestritten hätten. Ja, und das ist natürlich dann schwer zu unterscheiden von einer Diskussion oder einer Meinungsverschiedenheit, weil auch das kann natürlich dazu führen, dass man vielleicht daran denkt, wenn sich die Eltern mal uneinig sind oder eine andere Meinung erstmal vertreten und darüber diskutieren, das ist ja die Frage. Ist das schon ein Streit? Ist das ein Konflikt? Geht es beiden damit gut? Ändert das was an der Liebe? Und so weiter und so weiter. Das sind ja alles so Fragen, die man sich erstmal stellt, vielleicht als Kind, gerade wenn man das von den anderen ja auch nur in so einer abgeschwächten Form hört, weil da stellt sich ja auch kein Kind hin oder kein anderer Erwachsener und bespricht im Detail, was zu Hause gewesen ist und wie das genau war. Man wird da ja auch nur so oberflächliche Infos kriegen. Ich war in dem Moment auch ein bisschen überrascht, dass dieses Thema jetzt hervorkommt an dem Abend. Darauf war ich nicht vorbereitet. Wir haben das dann ganz gut geklärt und ich habe das nochmal erklärt, was gerade bei uns in der Familie so die Themen sind, also welche Werte wir haben, welche Ziele wir auch verfolgen. Und dann war es auch in Ordnung. Aber ich war sehr überrascht, dass der Switch zwischen ich habe was in der Schule gehört und ich nehme das emotional so mit, weil ich das Gefühl habe, oh, ich habe irgendwie Bauchschmerzen, mir schießen Tränen in die Augen, mir könnte das auch passieren, dass das so intensiv bei ihm war. Wir haben, glaube ich, ein paar Tage später. Und da ging es darum, nochmal aufzuzeigen, auch jetzt anhand der Paare, die bei uns sind, wie lange sind denn Paare in der Krise vorher richtig, wie laufen denn so Streitigkeiten ab, um einfach mal zu sehen, was so der Unterschied auch ist zwischen uns, wenn wir jetzt diskutieren und eine andere Meinung haben, oder zwischen dann einem Paar, was sich dann schon seit drei, vier, fünf, sechs Jahren streitet, wo es immer eskalativer wird. Die fangen auch manchmal an, sich zu beschimpfen, sich zu beleidigen und so weiter, um da einfach nochmal auch so diese Abstufung innerlich zu haben, zu wissen, was sind denn nachher gefährliche Streits und Konflikte und was sind denn eher ganz normale Meinungsverschiedenheiten, wo man dann gemeinsam einen Konsens findet. Du bist mitten im Podcast der Lebensidealisten. Mein Name ist Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise. Wir gehen jetzt mal hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Bei Kindern entstehen aufgrund ihrer Entwicklung mit der Zeit häufiger mal Ängste. Man kennt das vielleicht noch selber aus seiner Erinnerung. Es gibt verschiedene Ängste, wie zum Beispiel die Angst. Dass der Monster unterm Bett ist, aber auch die Angst, ob Mama oder Papa wiederkommen. Das sind halt Ängste, die manche Kinder halt über Jahre teilweise verfolgen. Aber es gibt auch Unsicherheiten und Ängste, die halt im Familienumfeld entstehen können, durch zum Beispiel häufige Streitigkeiten bei den Eltern und damit auch schlechter Stimmung zu Hause, dass man halt die Angst entwickelt, dass die Eltern sich vielleicht trennen können. Bei den Kindern sorgt das für Instabilität. Und natürlich fühlt sich die Lebenssituation bedroht an. Das kann auch schon, wenn man eben, so wie wir von unserem Sohn erzählten, das einfach so von irgendwo her mitbekommt, auch schon bei kleineren Meinungsverschiedenheiten sein oder anderen Dingen, wo das Gefühl ist, oh, da sind die beiden ein bisschen energischer unterwegs. Weil das, was wir so im Kopf haben und vielleicht diese ganzen Dinge differenzieren und definieren können, Meinungsverschiedenheit. Konflikt, Streit, eskalativer Streit und so weiter. Diese Range, die ist ja beim Kind manchmal noch gar nicht da, je nach Alter. Oder auch das Verständnis dafür, dass man Ewigkeit braucht, meistens ja einige Jahre, bis dann man überhaupt innerlich an eine Trennung denkt. Das macht körperliche Symptome, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, manchmal Verdauungsprobleme, gerade kleinere Kinder, da ist ja immer noch alles so Bauchschmerzen, alles passiert so im Bauch. Und da drauf zu achten, das ist halt besonders wichtig. Manche Kinder geben sich auch manchmal selbst die Schuld. Also, dass sie sagen, Mama und Papa streiten jetzt so viel und daran bin ich bestimmt schuld, weil ich so anstrengt bin oder weil ich irgendwie Probleme mache. Oder manchmal auch wegen Kleinigkeiten, dass sie dann denken, okay, weil ich irgendwie meinen Rucksack nicht weggeräumt habe und jetzt mögen die sich deshalb nicht mehr. Ja. Ja. Und ja, das ist manchmal sehr irrational der Gedanke und wir Erwachsenen würden sagen so, ja, wie kann man denn von der einen Sache auf die andere Sache kommen, aber bei Kindern ist das halt so. Und weil das immer häufiger mal ein Thema ist in Coachings, auch bei uns, haben wir uns überlegt, dass wir dieses Thema gerne einmal mit in den Podcast nehmen wollen. Und dann erklären wollen, in welchen Situationen, Momenten entsteht Angst vor Trennung der Eltern bei den Kindern und wie kann man den Kindern wieder mehr Sicherheit geben. Ängste treten ja besonders im Kindergarten- und Grundschulalter auf. Das ist so die Zeit, wo das Thema Angst gar nicht selten ist. Das ist eine Zeit, wo es ein stärkeres Bewusstsein gibt für die Umgebung und wo auch soziale Vergleiche so langsam anfangen. So dieses Typische in der Schule, andere erzählen. Also, wenn ich mich so ein bisschen mal in den Vergleich bringe mit anderen Kindern, mit anderen Familien, dann kann es halt ein Gefühl machen, dass ich denke so, oh. Ja. So wie die das erzählen, das könnte mir auch passieren. Manche Kinder sind ja auch besonders sensibel und verbinden dann natürlich die beiden Sachen. Die Sache zu Hause, dass da eine bestimmte Stimmung gerade ist und die Geschichte aus der Schule, die vielleicht bei einem ganz anderen Kind in einer ganz anderen Familie passiert ist, aber die verbinden die dann miteinander. Und eine der Ängste ist dann eben, dass die Eltern sich trennen könnten und das entsteht aus verschiedenen Gründen heraus. Beispielsweise. Kann es passieren, dass Kinder im Umfeld entweder Trennung erleben oder davon erzählt bekommen? Oder, was natürlich auch heute schnell mal sein kann, dass das Kind alleine am Tablet ist oder am Fernseher, schaltet durch YouTube und kommt dann irgendwie auf solche Infos. Oder der, den sie da gerne schauen, der erzählt, dass sich die Eltern getrennt und geschieden haben. Oder, was weiß ich, wenn das jemand ist, die meist. Ein YouTuber erzählt das vielleicht mal, dass er auch ein Schadungskind ist. Ja, oder dass er sich gerade selber trennt. Das wird ja auch häufig dann gemacht. Hey, ihr wundert euch bestimmt, warum meine Freundin schon so lange nicht mehr auf dem Kanal mitzusehen war. Ich muss euch leider sagen, wir haben uns getrennt. Wir haben häufiger Meinungsverschiedenheiten gehabt. Und jetzt kommt man damit raus als Kind mit dem Gedanken und sagt, oh, die hatten Meinungsverschiedenheiten und haben sich getrennt. Warte mal, meine Eltern haben letztens am Küchentisch auch eine ganz verschiedene Meinung zu dem Thema gehabt. Oman trennt sich auch. Und das kann eine Ursache sein. Ein weiterer möglicher Punkt ist. ist ein, ich will mal sagen, unachtsamer Umgang mit dem Wort Trennung. Das kann natürlich durchaus mal passieren, was wir ja auch häufig in den Coachings erleben, dass in Konfliktsituationen vielleicht sowas gesagt wird wie, dann wäre es vielleicht besser, wenn wir uns trennen. Ja, oder auch mit Scherzen, so Sarkasmus. Dann kann deine Mutter ja mal schauen, ob sie nochmal einen besseren Mann findet irgendwo. Das hatte ich letztens im Coaching, das hat bei dem Kind ganz viel Angst gemacht. Das meinte der Mann gar nicht so, das war eher aus einem Scherz heraus. Hat bei dem Kind aber Angst gemacht. Wieso muss Mama jetzt gucken, ob noch woanders ein besserer Mann ist? Das könnte ich überhaupt nicht verstanden. War neun Jahre alt und Sarkasmus war gar nicht angekommen. Und schwierig ist es natürlich aber auch, wenn das Kind das Gefühl hat, Streit und Konflikte sind so was ganz Besonderes und das ist nichts für Kinder und die werden da so abgeschirmt. Also da liegt dann über das Thema Streit, Konflikt, da liegt irgendwas so drüber. Was Gefährliches, wie so ein böses Geheimnis. So, ich komme in einen Raum rein und Mama und Papa habe ich noch gehört, weil, genau, mehr Riesenohren, irgendwie oben aus dem ersten Stock und dann gehe ich runter in die Küche und ich komme rein und alles verstummt. Wenn man startet ein Gespräch, merkt, dass man doch unterschiedlicher Meinung ist dazu und sagt dann, Mensch, du, das besprechen wir nachher, wenn die Kinder im Bett sind. Ja. So und dann auch wieder eben, genau, dieses Geheimnis und. Das würde unseren Sohn sehr antriggern, habe ich gerade gedacht. Wenn wir sagen würden, das klären wir nachher, wenn du im Bett bist, ich glaube, dann würde ich so gelöchert werden. Danach immer so, was wollte ich denn klären? Was willst du denn sagen? Was glaubst du, würde Papa dazu sagen? Bist du böse auf Papa? Ist Papa traurig? Oh, so eine Endlosschleife eigentlich. Ja, vor allem muss man da ja dann auch wieder entscheiden, warum macht man das? Weil es jetzt einfach gerade nicht der passende Rahmen ist, weil man nicht die Zeiten hat und sagt, später hat man Zeit. Dann müsste man das eigentlich anders ausdrücken und nicht sagen, wenn die Kinder im Bett sind, sondern das besprechen wir später, wenn wir Zeit haben. Oder liegt es jetzt wirklich daran, dass man merkt, oh, da geraten wir jetzt in einen richtigen Streit hinein, wenn wir weitermachen und auch in einen Streit, den die Kinder nicht mehr mitbekommen sollten. Denn solange man wertschätzend miteinander bleibt und eine Lösung findet oder dort zuversichtlich ist, eine Lösung zu finden, dann macht es durchaus mal Sinn, dass die Kinder je nach Alter. Je nach Thema. im Streit, je nach Alter und Thema, einen Streit mitbekommen. Aber wenn man merkt, wir können die wertschätzende Haltung nicht mehr bewahren oder es wird schwer, eine Lösung jetzt zu finden, dann ist der Rahmen eben gar nicht passend. Ja, und dann ist eben diese fehlende Rückversicherung oder Bestätigung etwas, was dann nochmal so sein Übriges tut, dass man eben nicht sagt, hey, du hast nichts zu tun damit oder dass man sagt, uns geht es gut miteinander, wir klären das nur deswegen später oder am nächsten Tag eben sagt, hey, wir haben es gestern Abend noch geklärt und uns geht es wieder gut miteinander. Das Thema ist jetzt geklärt. Eine Meinung und so weiter. Also dieses Rückversichern oder diese Sicherheit reingeben, dass auch das Kind weiß, dass der Status passt. Das ist eben wichtig. Oder auch grundsätzlich mal ins Gespräch zu gehen und zu sagen, übrigens, wenn wir mal verschiedene Meinungen haben, das ist ganz normal, ändert aber nichts an dem Gefühl der Verbundenheit und Liebe. Und dafür braucht es nachher eine ganz andere Dimension von Streit miteinander. Grundsätzlich sage ich in Coachings immer den Satz gerne, wenn Eltern in der Krise sind, sind Kinder auch in der Krise. Weil man als System zu Hause zusammenlebt und weil Kinder ab einem gewissen Alter natürlich, aber einfach auch dann ihre Eltern lesen können. Also Kinder brauchen ja ihren Eltern nur nie ins Gesicht schauen und die wissen doch in dem Moment, Mama hat schlechte Laune, Papa ist genervt oder Papa ist traurig. Also das können die schon spüren und sehen. Und ich habe immer so ein bisschen das Gefühl, dass es Eltern, vielleicht auch aus Selbstschutz natürlich, kann ich sehen, schwerfällt, das so anzunehmen manchmal, dass Kinder doch so sehr daran beteiligt sind oder dass sie so viel mitbekommen. Obwohl, wenn wir dann im Coaching mal weiter auf die Reaktion schauen von Kindern, also es gibt ja verschiedene Reaktionen, wenn Kinder gestresst sind durch die Krise, also eine allgemeine Stressreaktion, diese körperlichen Beschwerden, wie du sagtest, aber auch natürlich kann sich das in Emotionen zeigen, wie zum Beispiel Wut, Traurigkeit, Rückzug, Schlafstörung ist auch was Typisches. Also dieses ganz eng sein. Manche Kinder entwickeln auch ganz neue Charaktereigenschaften, so ein bisschen wie, wenn sie in diese Vermittlerrolle dann reinkommen, also dass sie das Gefühl haben, Mama und Papa müssen mal wieder dichter beieinander sein, dann wird es hier wieder besser zu Hause und Kinder sind da echt kreativ. Also was ich da an Beispielen schon gehört habe, von wegen beim Einkaufen wurde dann zu Papa gesagt, Papa, guck mal, da vorne sind so schöne Blumen, willst du die Mama nicht mal kaufen? Mama wird sich bestimmt drüber freuen. Denn die Kinder, die Eltern nebeneinander stellen und sagen so, jetzt nehmt euch doch mal einen Arm. Mama, gebt doch Papa mal einen Kuss. Also so richtig aktiv dann eingreifen und sagen so, ihr müsst das jetzt mal machen. Das wäre doch ein Vorschlag. Klar, die Kinder können das natürlich nicht verbalisieren, aber es geht um die eigene Sicherheit. Und die eigene Sicherheit ist am allergrößten, wenn Papa und Mama ein echtes, ein Team sind und an einem Strang ziehen. Und auch wenn sie es nicht bewusst wissen, so versuchen sie unbewusst natürlich alles dafür zu tun, was in ihrer so kleinen Macht dann steckt, dafür zu sorgen, dass die Eltern irgendwie wieder auf Kurs kommen. Aber es ist natürlich eine Verantwortung, die dann auf einmal beim Kind liegt, die nicht hingehört. Und genau das ist eine Last, die man da den Kindern überträgt. Und ich denke auch, wie du sagst, das ist natürlich Selbstschutz. Man schützt sich selbst dadurch, wenn man sagt, die Kinder bekommen gar nicht so viel, die Kinder bekommen nicht so viel mit. Und das andere ist, dass man vielleicht auch selbst nochmal an seine eigene Kindheit zurückdenkt. Und da wir ja häufig dann auch die Zeit rückblickend einiges vergessen, einiges verdrängen, einiges romantisieren, sorgt das sicherlich dafür, dass der ein oder andere zurückblickt und sagt, ja, meine Eltern haben sich auch gestritten, aber so richtig geschadet hat es mir ja nicht. Oder auf heute blickt und sagt, na ja, aber heute geht es mir ja auch gut so weit. Ich bin ja auch erwachsen. Und das sind vielleicht auch so Dinge, die dafür sorgen, dass man denkt, na ja, so doll scheint es bei den Kindern nicht durchzukommen. Was manchmal auch passieren kann, ist, dass ein Kind oder Kinder sich innerlich sozusagen gezwungen fühlen, Partei zu ergreifen für einen Elternteil. Also wenn sie das Gefühl haben, dass Ungerechtigkeit, dann zu sagen, ja, nee, Mama, und das ist ja wieder typisch für Papa, das sehe ich auch. Das ist auch so, das ist total doof. Ich kann nicht auch verstehen. Also diese Verbundenheit herzustellen, auch dann häufig ja so über das Muster halt, jemanden zu trösten. Und das ist halt auch schwierig. Also dass die Lücke, die zwischen dem Paar in dem Moment ist, durch das Kind gefüllt wird, weil das Kind, wie wir es nennen, hochrutscht und dann eine Rolle einnimmt als Gesprächspartner, als jemand, der tröstet, der Verständnis hat. Wie ein Freund oder eine Freundin manchmal. Das erlebt man ja gerade auch nachher, wenn die Kinder erwachsen sind, dass die auch ganz gerne mal Mediator sind und zwischen ihren Eltern bei manchen Themen anfangen zu vermitteln. Was natürlich als Kind vielleicht mit sechs, sieben, acht, neun nicht geht. Aber wenn du vielleicht 20, 25 bist, dann kannst du auch mal bei dem einen oder anderen Konflikt auf einmal zum Mediator werden. Da muss man eben immer nur gut überlegen, übernehme ich hier einfach nur eine optionale Aufgabe oder gerate ich in ein innerliches Verantwortungsgefühl, die Ehe der Eltern retten zu wollen oder die Konflikte der Eltern. Ähm, lösen zu wollen. Wenn du jetzt diese Folge hörst und merkst, dass euch das betrifft und ihr durchaus Konflikte habt, die eure Beziehung instabil machen, die sich vielleicht auch auf eure Kinder auswirken und ihr möchtet dort gerne Veränderungen herbeiführen, meldet euch sehr gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch. Dann schauen wir gemeinsam, wie wir euch optimal unterstützen können. Ja, wir haben wieder eine Folge mit Coaching-Einblicken von dir. Und wollen uns wieder zwei Paare anschauen, ja, die dieses Thema betroffen haben und wo wir schauen wollen, was war denn deren eigentliches Thema? Wie habt ihr das im Coaching gelöst, um dadurch eine Vorlage zu bieten, von der vielleicht andere, die hier zuhören, lernen können, wie man mit manchen Situationen etwas besser umgehen kann beziehungsweise wieder Sicherheit bei den Kindern herstellen kann. Wie immer in diesen Folgen haben wir die Namen und die Lebensgeschichten verändert, die Situation verändert, sodass sich kein Paar wiedererkennt. Denn Diskretion ist natürlich eine wichtige Grundvoraussetzung, um sich im Coaching zu öffnen. Also werden sich hier Tina und Thomas sowie Frauke und Tim nicht wiedererkennen. Ja, erzähl mal, wer sind Tina und Thomas? Ja, ich war wieder sehr kreativ. Genau, bei den Namen. Ich bin letztens auf ein fiktives Paar angesprochen worden, dass jemand im Coaching sagte, ja, das ist ja bei uns so wie bei Manuela und Frank gewesen in der und der Folge. Und sehr interessant, also auch da war das denen so präsent, die haben sich auch sogar diese fiktiven Namen gemerkt, weil das so sehr mit denen matchte. Ich habe manchmal das Gefühl, mir fallen bald keine Namen mehr ein. Ich lande wirklich mal ein Treffer, weil das ja normale Namen natürlich sind. Ja gut, das macht ja nichts. Also die haben jetzt keinen Treffer gehabt von den Namen. Okay, ja, ja. Das meinte ich nicht, sondern die Geschichte war genau deren Geschichte. Ja, habe ich verstanden. Das waren jetzt neue Hörer. Und die wussten dann eben, weil das so sehr matchte, sogar noch die Namen. Ja, ich habe mal Martina und Thomas mitgebracht. Anfang 40, sie haben zwei Kinder, ein Sohn, der ist sieben Jahre alt und eine Tochter, die ist neun Jahre alt. Sie haben momentan oder hatten viele Themen, bei denen sie in sehr aktive Diskussionen gekommen sind. Die sind mit der Zeit leider immer mehr eskaliert. Also erst war es so eine Meinungsverschiedenheit, dann ist so eine Diskussion gerutscht, dann einen wirklichen Streit und dann nachher auch so ein bisschen in eine Eskalation. Thomas äußerte öfters, dass er sich trennen würde und den Kontakt zu allen aus der Familie dann abbrechen würde und komplett neu im Ausland starten würde. Das hat er aus einer starken Wut herausgesagt. Also von wegen, ich gehe dann komplett hier raus, wenn wir uns trennen, dann könnt ihr euer Ding hier alleine machen, ich bin im Ausland, für mich beginnt das Leben nochmal neu. Und das haben die Kinder mitbekommen. Sie waren nicht direkt beteiligt, an dem Streit natürlich oder an den Streitigkeiten, sondern sie haben es aus ihrem Kinderzimmer heraus gehört, dass der Vater sowas mal geäußert hat. Und beide entwickelten mit der Zeit dann starke Ängste, dass Papa gehen könnte. Ganz häufig hier ja auch eine Last jetzt wieder, die übertragen wird, denn der Papa, in dem Fall Thomas, wenn sowas Drastisches gesagt wird, dann ganz häufig aus einer eigenen Verlustangst heraus, dass man nämlich diese Situation auch sehr dramatisiert. Also sagt, was jetzt vor kommt, dann wird unser Leben hier vorbei sein, alles wird anders sein als zuvor. Ja, man wird nie wieder den Draht, also es wird so ganz, ganz dramatisch, eine ganz dramatische Situation wird skizziert, dass das wirklich das Ende der Familie, der Welt bedeutet, wenn diese Trennung eintritt. Genau, das eigentlich ist da seine Verlustangst hinter gewesen. Ja, also die Angst, wenn das alles auseinander gehen sollte, dann gibt es für mich nur noch die Flucht ins Ausland. Und ja, beide Kinder entwickeln sich, entwickelten mit der Zeit halt starke Ängste, weil sie auch manchmal Angst hatten, wenn wir nach Hause kommen, ist Papa dann noch da? Und er ist ja schon im Ausland. Und sie zeigten es halt auch im Verhalten, dass sie sehr stark die Nähe suchten. Also beide wollten dann wieder bei den Eltern schlafen. Beide wollten einfach ganz viel in dem Raum sein, wo die Eltern sind. Und ja, das hat so ein bisschen das Verschoben in der Familie, das Verhältnis zueinander. Die Eltern haben sich dann gemeldet, um ihre Konflikte zu lösen bei uns. Und ich frage dann ja auch ganz aktiv danach, wer gehört noch zu eurem Leben mit dazu? Beschreibt das mal so ein bisschen, was haben die Kinder mitbekommen bisher? Und beide sagten so, dass sie nicht glaubten, dass die Kinder bisher viel mitbekommen hätten. Aber in Wahrheit, im Verhalten, wären da ein paar Sachen, die auffällig wären seitdem. Und wir haben dann so ein bisschen besprochen, hatten dann im zweiten Coaching, hatte ich dann auch die Aufgabe gegeben, mal mit den Kindern ins Gespräch zu gehen, mal zu fragen, warum sie so handeln. Also was steckt dahinter? Und da kam dann halt halt genau das raus, was ich erzählte, dass sie gesagt haben, sie hatten Angst, dass der Vater dann halt gehen könnte. Und das hat die Eltern sehr überrascht. Also Tina und Thomas waren sehr überrascht darüber, dass das Verhalten der Kinder mit dem Wissen so zusammenhängt, weil sie dachten, sie wissen das gar nicht so. Und das hat bei ihnen wieder eine Last ausgelöst, weil sie sagten, oh Gott, jetzt kommt zu unserem Beziehungsproblem ja auch noch ein bisschen was. Und dann kamen noch Themen mit den Kindern dazu. Und damit auch eine höhere Dramatik, weil ihnen das total leid tat, dass die Kinder jetzt das mitgenommen haben. Das war ja gar nicht die Absicht, natürlich. Aber da war natürlich klar, nicht nur das zwischen ihnen als Paar muss sich verändern, sondern auch natürlich, es muss einen Neustart für die Kinder geben, was das Wissen angeht, was das Gefühl zu den Eltern angeht. Es kann auch für die Motivation sehr wichtig sein, dass man natürlich nochmal sich anschaut, was macht das auch mit den Kindern. Wir haben ja auch manchmal Paare, die schwer ins Umsetzen kommen. Viele setzen sehr, sehr gut um, aber manche, denen fällt das schwerer. Das kann ja auch nochmal eine neue Motivation bringen, dass man sagt, es geht ja nicht nur um uns. Okay, bei den Kindern kommen Ängste an, die kriegen das doch alles mit. Dann lasst uns jetzt wirklich Vollgas geben und hier was verändern, dass wir die Ängste der Kinder nicht mehr triggern und das dann später lösen. Aber erzähl mal, wie habt ihr das denn später gelöst? Ja, wir sind natürlich, erst mal das Fundament der Eltern angegangen. Da gehe ich jetzt nicht drauf ein, weil deshalb machen wir ja bei den ganzen anderen Podcast-Folgen immer, dass wir sagen, wie wir da vorgehen, die Verletzungen zu lösen. Das ist jetzt in dieser Podcast-Folge jetzt nicht so der Schwerpunkt. Wir haben uns nochmal sehr intensiv den Aspekt angeschaut, warum sie dachten, dass ihre Kinder nichts mitbekommen. Also das nochmal zu reflektieren und nochmal in die Situation reinzugehen, wo da Streit war und wo die Kinder waren und wo die Kinder waren und was da passiert ist zu Hause, dass die in diese Wahrnehmung gekommen sind. Und dann haben wir nochmal drüber das Fundament der Kinder gesprochen, welche Werte da drin sind, welche Werte gerade am Wanken sind, dass Sicherheit gebraucht wird, wie man mit der Situation konkret umgehen kann, auch, dass die Kinder Nähe suchen, dass man jetzt Nähe erst mal zulässt, dass man sie nicht zurückstößt, weil da einfach im Fundament gerade so viel los ist. Und natürlich, was es dann ja gehen sollte, ist mit den Kindern ins Krankenhaus, um ins Gespräch zu kommen. Weil wir das Fundament von den Kindern nur durch Kommunikation und Sicherheit wieder beruhigen können. Und in dem Alter von sieben und neun kann man das schon sehr, sehr gut. Da waren sie sehr unsicher, wie sie das Gespräch führen sollten oder können, weil sie natürlich emotional sehr beteiligt sind. Und das haben wir dann sehr intensiv vorbereitet. Also auch nochmal auf jedes Kind einzeln so ein bisschen geachtet, auf die Eigenheiten von den beiden Kindern, wie man ins Gespräch gehen kann, auf wie man Gefühle begleitet, sodass sie, nachdem sie gestärkt waren als Paar, dann als Priorität Nummer zwei dann die Sache mit den Kindern gut angehen konnten. Und das hat auch ziemlich schnell gewirkt. Also die Kinder haben das sehr aufgesaugt. Also diese ganzen Ideen, auch die Stimmung zu Hause. Also es ging wirklich, fand ich beeindruckend schnell, dass die Kinder wieder ins Gute gekommen sind. Dass auch diese sehr starke Nähe, die von den Kindern gesucht worden ist, bei ihren Eltern, nachgelassen hat. Und was würdest du sagen, was ist denn genau das? Also Kommunikation ist dann dieses Gespräch. Aber was ist genau das, wie die Kinder dann wieder in Sicherheit kommen? Die Kinder sind in dem Sinne wieder in Sicherheit gekommen, weil, aussprechen was ist, wie wir schon sagten, dass sie einmal Wissen bekommen haben und auch, dass natürlich die Eltern Verantwortung übernommen haben. Also dass das nicht unter den Teppich gekehrt worden ist und gesagt worden ist, ja, das, habe ich glaube ich so gar nicht gesagt, kann ich mich nicht daran erinnern, sondern, dass da sozusagen auch eine offene Kommunikation war und dass sie auch das Gefühl hatten, dass die Emotionen, die sie gezeigt haben, in Ordnung sind. Also dass jetzt nicht gesagt worden ist, ja, und jetzt hast du die Erklärung und ab morgen schläfst du aber dann wieder in deinem Zimmer. Sondern, dass da auch dieses liebevolle Begleiten war und dass auch immer wieder das Gespräch angeboten worden ist darauf, gesagt, Mensch, wie ist so dein Gefühl jetzt? Findest du das mal irgendwie komisch? Ist da nochmal Gedanke auf? Ist da nochmal Bauchschmerzen gekommen zu dem Thema? Also einfach so dieses aktiv auf die Kinder zugehen, das hat sehr stark das Fundament gestärkt. Weil die Eltern natürlich vorher sehr in ihrem Kosmos waren mit ihren Problemen. Ich habe das letztens ein paar auch noch mitgegeben, da ging es um die Frage darum, bis zu welchem Grad darf man denn sozusagen dann vor den Kindern streiten? Und da habe ich ja vorhin schon was erwähnt, bis zu lange das wertschätzend ist, geht das und man zuversichtlich ist, eine Lösung zu finden. Wenn man glaubt, man findet gemeinsam gar keine Lösung oder man merkt, dass die wertschätzende Haltung abhanden kommt, das sind Momente, wo dann das nicht der passende Rahmen ist. Und dann ging es hier darum, dass ich auch nochmal hier mitgegeben habe, selbst wenn das zwischen euch wertschätzend abläuft, es kann ja trotzdem mal sein, dass man kurz mal nicht wertschätzend ist, das aber wieder auf Kurs bekommt. Grundsätzlich ist es dann empfehlenswert, nach dieser Meinungsverschiedenheit, dem kleinen Konflikt, den man hatte, wo die Kinder dabei waren, die Kinder nochmal zu fragen, hey, wie fühlst du dich denn jetzt damit? Weil das wird dann irgendwie selten gemacht. Dann hat man an die Eltern ihre Meinungsverschiedenheit und dann gerne mal, das hast du glaube ich letztens erzählt, dann sitzt der Sohn mit dem Tablet auf dem Sofa und man merkt, dass immer weiter so derjenige da rein versinkt und so richtig versucht, so ich will hier so zumachen und möchte nicht mehr, möchte nichts mehr sehen, macht vielleicht noch lauter, setzt sich Kopfhörer auf, also versinkt immer mehr da drin und will nichts mehr mitbekommen, um sich irgendwie davon abzuschotten und die Tochter geht dann vielleicht ins Zimmer und spielt und macht die Tür zu und ist da für sich oder fängt laut an zu singen, um nichts mehr zu hören, um dann danach dann aber auch nochmal eben auf die Kinder zuzugehen und nicht einfach nur zu sagen, hey, jetzt ist wieder gut zwischen uns, das ist ja schon mal schön, aber auch zu sagen, wie geht es dir denn eigentlich gerade, was ist denn bei dir gerade passiert, welches Gefühl hattest du denn, um das mit den Kindern auch nochmal zu lösen? Gut, dann lass uns mal zu Frauke und Tim kommen, das zweite Paar, das zweite Beispiel, was wir mitgebracht haben. Frauke und Tim, Ende 30, ein Kind, zehn Jahre alt. Bei den beiden gab es viel Streit, Unzufriedenheit, vor allen Dingen in den Bereichen Geben und Nehmen, also den Ausgleich untereinander zu haben. Frauke spürte keine Liebe mehr und fühlte sich von der ganzen Situation so wahnsinnig angestrengt und ausgelaugt. Und das Kind kam mittags aus der Schule, häufig und weinte viel. Man sagt, es hat Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und am Wochenende war es dann auch deutlich schlimmer. Also innerhalb der Woche war es halt immer so nach der Schule so ein Tief, aber vor allem am Wochenende wurde es halt immer schlimmer. Und es war ganz spannend in dem Fall, weil die beiden sich bei uns ja gemeldet haben, um ihre Beziehungsprobleme zu lösen. Und mit der Zeit kam dann das Thema auf, dass ihre Tochter momentan halt auch sich anders verhält, dass sie das belastet, auch in der Beziehung belastet. Dass Frauke auch sagte, das strengt mich an, ich weiß, jetzt gleich Mittagszeit wieder und gleich kommt die Tochter nach Hause und man muss sich erstmal eine halbe Stunde wieder die Gefühle begleiten. Und wir haben unsere Themen, das ist alles zu viel für mich. Dann war ich innerlich so ein bisschen aufgeweckt und habe gedacht, okay, was ist da los? Und habe gefragt, ist das, seitdem ihr auch die Konflikte habt, das Verhalten? Und haben die beiden lange überlegt und gesagt, ja, das können sie nicht mehr so genau sagen, aber auf jeden Fall ist das schon jetzt ein paar Wochen so. Und die Lehrerin hätte sie auch schon darauf angesprochen, ob alles okay wäre. Und da waren die halt sehr zurückhaltend und haben gesagt, naja, ist gerade nicht so leicht, aber es ist jetzt auch nicht so dramatisch, dass man jetzt jeden Mittag nach Hause kommt und heult. Und es war dann schon so, dass die beiden überlegt hatten, ob das vielleicht an deren Verhalten liegen könnte, weil es am Wochenende schlimmer war. Und nachdem sie abgeklärt hatten, natürlich, dass nichts in der Schule vorgefallen war. Und dann sind wir, nachdem wir die Verletzungen untereinander gelöst hatten, also das Fundament des Paares gesteckt, haben nochmal auf diesen Punkt zurückgekommen und haben mal so ein bisschen analysiert das Verhalten des Mädchens. Schaut, gibt es da Zusammenhänge? Haben wir nochmal geschaut, welches Bedürfnis gerade ihrer Meinung nach beim Kind fehlt, was sie denken so mittags oder am Wochenende, was so in der Emotion rauskommt. Was hält geholfen? Was hat geholfen, hat bisher die Emotion zu begleiten und da war halt herausgekommen, dass es Sicherheit war. Sicherheit und Klarheit und dass die beiden als Elternpaar einfach wenig präsent waren. Also die waren so sehr mit ihren Themen beschäftigt, dass das Mädchen, was einfach sehr sensibel ist, irgendwann für sich so die Struktur verloren hat und die Sicherheit in sich. Und die Eltern erzählten dann auch, dass durch die Streitigkeiten und dadurch, dass sie sehr oft. den Ausgleich geachtet haben untereinander, manche Rituale sich verschoben haben und Routinen, weil sie sich die hin und her geschoben haben. Weil sie gesagt haben, dann ja, nee, dann kannst du das doch mal machen, ich will das nicht machen, ja, dann mach ich das jetzt. Und das hat ganz viel Unsicherheit gebracht, weil das Mädchen dann gar nicht mal wusste so, okay, irgendwie, wer isst denn jetzt mit mir Abendbrot, wenn ein anderer nicht da ist? Und wieso, wer kontrolliert jetzt meine Hausaufgaben? Der eine will das nicht, der andere will das nicht. Das war zu viel und das war die Reaktion darauf. Das ist natürlich schon wichtig, dass Kinder dann auch so. nur Änderungen mitgeteilt bekommen. Aber da war selber gar keine Klarheit vorher. Das ist ein Hin und Her dann erst mal, ne? Dann du, dann ich und wie schon gesagt, dann will keiner. Ja, war natürlich auch ein Gefühl gemacht, ne? Und dann fallen vielleicht Dinge spontan aus, weil keiner sich dazu durchringen mag. Und jeder sagt, nö, wenn du das nicht machst, dann mach ich das auch nicht. Und Leidtragende war dann am Ende die beiden Eltern sowieso. Die sind sowieso im Leid, aber auch das Kind bekommt das dann natürlich voll ab, ne? Wir haben dann nochmal auf das Fundament vom Elternpaar geguckt. Welche Werte da drin sind? Und was ihnen wichtig ist, welche Erfahrungen sie bisher mit ihrer Tochter gemacht haben. beim Thema Sicherheit und Struktur. Welche Rituale und Routinen sie vorher hatten, was ehrlicherweise weggefallen ist. Und haben dann auch da wieder, ne, Künd ist zehn Jahre alt, das Kind so ein bisschen mit eingebunden. Haben wir so ein bisschen das Gespräch vorbereitet und nochmal geguckt, dass vor allen Dingen auch die Familienzeit. aber auch die Zeit exklusiv mit einem Kind alleine, dass das wieder mehr zurückkommt. Genau, das hat sehr gut geklappt. Das Kind hat mal gesagt dann, dass sie das als sehr erleichternd empfunden hat. In dem Moment, sie sagte, irgendwann hat hier zu Hause wieder die Sonne geschienen. Und das fand ich vom Bild her so schön. Da sieht man aber einfach auch, dass wenn zu Hause Gewitter und Regen ist, dann ist für alle Gewitter und Regen. Zeigt aber auch an beiden Beispielen, dass das zwar sehr doof ist, dass das so verläuft und die Kinder dann einiges abkriegen. Aber, dass wenn man das hinbekommt. dann muss man auch sein Fundament wieder zu stabilisieren und dann mit den Kindern in offene Gespräche geht. Und je nach Altersklasse dann auch entsprechend kindgerecht mit den Informationen, die man teilt, umgeht. Weil das ist ja auch manchmal eine Schwierigkeit, dass man dann zu viel Information, zu viel Wissen reingibt, was dann auch wieder verunsichert, weil das eben noch gar nicht dem Entwicklungsstand des Kindes entspricht. Aber wenn das dann funktioniert, dann geht das auch wieder relativ schnell, wo die Kinder sich wohlfühlen und das auch sehr schnell aufnehmen, also die sind ja doch dann auch sehr aufnahmebereit und freuen sich und kommen auch recht schnell wieder in ein Sicherheitsgefühl zurück, je nachdem, was natürlich vorgefallen ist. Jetzt haben wir hier natürlich Paare genommen, die sind natürlich in der Krise, die streiten und so weiter. Da geht das dann auch wieder schneller zurück, aber das gibt natürlich auch andere traumatische Erlebnisse, wo das natürlich eine ganz andere Qualität hat und ganz anders braucht. Aber so in solchen Fällen, je nach dem, was da passiert. Je nachdem natürlich auch, was die Kinder mal mitbekommen haben. Wenn sie jetzt zehn ist, dann könnte man sagen, vielleicht streiten die Eltern seit drei, vier, fünf Jahren. Das heißt, da hat sie ja schon mal mitbekommen, dass es zwischen den Eltern auch mal gut war, hat vielleicht die ersten Jahre in einem deutlich besseren Setting erlebt und das Fundament war viel stabiler. Ist ja auch immer eine Frage, wann kriegst du das erste Mal solche Streitigkeiten mit? Hast du die schon ab der Geburt, dass da immer Instabilität herrscht und du kommst nie in so Stabilität? Und auch Babys merken das. Oder bist du halt die ersten paar Jahre Instabilität und merkst dann, jetzt verändert sich was. Und das ist auch ein Riesenunterschied. Ja, da haben wir wieder zwei Beispiele gehabt. Wir hoffen, dass ihr vieles für euch daraus mitnehmen konntet, was das mit euren Kindern vielleicht macht, wenn ihr streitet. Dass das eine durchaus große Motivation sein kann, dadurch auch euer Fundament zu stabilisieren. Denn auch die Kinder profitieren sehr davon, nicht nur in ihrer Kindheit, sondern auch später, wenn sie eigene Beziehungen haben. Denn all diese Dinge nehmen sie natürlich mit. Eure Beziehung ist die erste, die eure Kinder erleben. Das heißt, das kopieren sie, genauso wie sie durch euch laufen lernen, weil sie euch kopieren. Und wenn ihr euch nun motiviert fühlt, an eurer Beziehung zu arbeiten, meldet euch gerne bei uns fürs telefonische Erstgespräch. Bis dann. Bis bald.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Kinder erkennen Ängste vor Trennung der Eltern durch beobachtete Streitigkeiten oder Schule, besonders im Kindergarten- und Grundschulalter.
  2. Die Wahrnehmung von Streit und Konflikten ist für Kinder unklar
  3. Eltern, die Streitigkeiten dramatisch oder extrem beschreiben, übertragen Angst und Verlustgefühle, die die Kinder stark beeinflussen.
  4. Kinder entwickeln körperliche Symptome wie Bauchschmerzen oder Schlafstörungen und fühlen sich oft schuldig, wenn Eltern streiten.
  5. Eine offene, wertschätzende Kommunikation und regelmäßige Rücksprache mit den Kindern stärkt ihre Sicherheit und reduziert Angst.
  6. Eltern sollten klare, sichere Rituale und Strukturen schaffen, um das Kind von Unsicherheit und Verwirrung zu entlasten.
  7. Kinder nehmen die Elternsituationsentwicklung auf und übernehmen oft eine Vermittlerrolle, um die Eltern zu stabilisieren.
  8. Die Stabilität der Elternbeziehung ist entscheidend für die emotionale Entwicklung und das Wohlbefinden der Kinder.

Summary:

Kinder entwickeln oft Angst vor der Trennung der Eltern, wenn sie Streitigkeiten beobachten oder von anderen Kindern hören. Diese Angst entsteht besonders im Kindergarten- und Grundschulalter, wenn sich das Bewusstsein für die Umwelt und soziale Vergleiche entwickelt. Eltern, die Streit dramatisch vermitteln oder unachtsam mit Begriffen wie „Trennung“ umgehen, verstärken diese Angst.

Kinder fühlen sich dann verantwortlich oder verunsichert und entwickeln körperliche Symptome. Wichtige Schritte sind ein offenes, wertschätzendes Gespräch mit den Kindern, klare und sichere Rituale und Strukturen, die das Gefühl der Sicherheit stärken. Eltern sollten auch über die Gründe für Streit und die Grenzen zwischen Diskussion und Konflikt sprechen, um die Kinder zu entlasten.

Die Entwicklung von Sicherheit und Struktur im Familienalltag ist entscheidend, um kindliche Angst zu verringern. Dieses Verständnis zeigt, dass die Elternbeziehung nicht nur eine persönliche Herausforderung, sondern auch ein zentrales Fundament für die emotionale Entwicklung der Kinder ist.

FAQs

Kinder entwickeln Angst vor der Trennung der Eltern, wenn sie Streitigkeiten hören oder über andere Familien hören, die getrennt sind. Diese Angst wird verstärkt, wenn die Eltern ihre Konflikte verheimlichen oder katastrophalerweise beschreiben, was das Gefühl der Unsicherheit und Instabilität verstärkt.

Kinder erkennen es oft an kleinen Konflikten, wenn sie hören, dass die Eltern oft streiten oder sich nicht ausreden lassen. Sie verbinden diese Beobachtungen mit Informationen aus der Schule oder aus der Welt, was zu der Angst führt, dass die Eltern sich trennen könnten.

Streitigkeiten führen bei Kindern zu körperlichen Symptomen wie Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen, zu Traurigkeit, Wut oder Rückzug. Kinder fühlen sich oft verantwortlich und glauben, dass sie an der Trennung schuld sind.

Offene Kommunikation gibt den Kindern Sicherheit und zeigt ihnen, dass ihre Emotionen verstanden und akzeptiert werden. Es verhindert, dass sie sich isolieren oder verunsichert fühlen, weil sie wissen, dass die Eltern einander respektieren und versuchen, eine Lösung zu finden.

Man kann die Angst reduzieren, indem man mit den Kindern über die Elternsituation spricht, ihnen klare und wertschätzende Nachrichten gibt und regelmäßig Sicherheit und Nähe aufbaut. Auch das Wiederherstellen von Familienroutinen hilft stark.

Eine Meinungsverschiedenheit ist eine Diskussion über eine Frage, die beide Seiten respektieren können. Ein Streit ist ein Konflikt, bei dem die Werte oder die Beziehung gefährdet werden, und oft eskaliert, wobei die wertschätzende Haltung verloren geht.

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