Angst vor Nähe – wie überwinde ich Bindungsangst und lasse Nähe zu?
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Im Gespräch mit Steffi schildert Karo ihre ausgeprägte Angst vor emotionaler und körperlicher Nähe, die dazu führt, dass sie Beziehungen von vornherein vermeidet. Sobald Interesse von anderen Personen erkennbar wird, reagiert ihr Körper automatisch mit starker Anspannung, einem Gefühl der Überforderung und dem Drang zur Flucht oder Erstarrung (Freeze). Diese unwillkürlichen körperlichen Reaktionen deuten klar auf eine Traumatisierung hin, bei der das Gehirn Gegenwart und vergangene Bedrohungen verwechselt. Karo kann sich zwar nicht an konkrete traumatische Ereignisse aus der frühen Kindheit erinnern, beschreibt jedoch eine emotionale Distanz in ihrer Herkunftsfamilie. Obwohl sie sich nach Verbindung sehnt, verhindert ihr Schutzmechanismus jede Annäherung, was zu Traurigkeit und Frustration führt. Steffi bestätigt, dass es sich um eine ernstzunehmende Trauma-Reaktion handelt, und empfiehlt eine Traumatherapie, um die zugrundeliegenden Ängste zu bearbeiten und zu lernen, zwischen vergangener Bedrohung und gegenwärtiger Sicherheit zu unterscheiden.
Also Traurigkeit ist auf jeden Fall ein Gefühl, was ich sehr gut kenne. Ja. Aber so diese schön geführe, sehr schwieriger. Hallo, herzlich willkommen bei Stahl, aber herzlich, heute ist die Karo bei mir. Und Karo kommt mit einem Thema, mit dem sie bestimmt einige identifizieren können. Und zwar leidet sie unter Binnungsangst, aber in der Art, dass sie Beziehung gar nicht erst angst. Das heißt, sie lässt keinen Menschen, beziehungsweise keinen Mann so nah an sich herankommen, dass überhaupt eine Beziehung startet oder das überhaupt auf körperliche Ebene irgendwas stattfinden kann. Das heißt, sie vermeidet näher, bevor sie überhaupt starten kann. Und was Karo mir erzählt, deutete halt start darauf hin, dass sie traumatisiert ist. Und darauf möchte ich mit ihr ein gemeinsamen Blick werfen. Ja, Hallo, liebe Karo. Schön, dass du da bist, zumindest diesmal Remote zugeschaltet, normalerweise treffen wir uns ja in Trier. Aber diesmal bin ich aus Tenerife zugeschaltet, du aus Berlin. Wir sehen uns hier aber über den Screen. Und ich hoffe, dass technisch alles gut funktioniert. Und ja, über welches Problem möchtest du mir erzählen? Ja, Hallo, Steffi. Also erst mal danke für die Gesprächsmöglichkeit und meine einfache Anreise. Ja, also mein Thema ist angst vor Nähe und auch eben körperliche Nähe, also Intimität. Und dass ich sehr schnell überfordert damit bin. Und deswegen, also ich hatte noch nie eine Beziehung oder auch generell einfach kaum Erfahrung in diesem Liebesthema, weil sobald eben jemand Interesse zeigt. Ja, bin ich da mit sehr schnell überfordert und blöcke ab oder bin abweisend und kann eigentlich mit der Zuneigung gar nicht umgehen. Ja, und ich kann auch sehr schlecht Zuneigung zeigen. Also ich weiß nicht, wie man jemanden so zeigt, dass ich ihnen gerne hab. Und ja, das macht mich dann schon manchmal ein bisschen traurig, weil ich würde eigentlich schon gerne das zulassen. Ohne halt immer direkt angstparnig oder überfordert zu sein. Ja, was passiert denn da eigentlich in deinem Körper? Kannst du das beschreiben? Also ich meine, wenn, also was hast du gesagt, du hast gesagt, du kannst keine Nähe zulassen. Was heißt denn das ganz konkret? Hast du meine konkrete Situation, wo das so passiert ist, die du mir beschreiben kannst? Genau, also wenn jemand eben Interesse zeigt oder auch so körperliche Nähe zeigt, dann merke ich auf jeden Fall, dass ich total angespannt bin. Und dann einfach überhaupt nicht weiß, wie ich reagieren soll. Also, ja, es ist einfach ganz komisch und eigentlich ist das schon immer dann so ein Flucht instinct, dass ich mir so denke. Okay, wie komme ich hier jetzt irgendwie raus? Und dann bin ich eigentlich auch immer die jene Gediefe für so ein bisschen. Ja, das ist dann einfach so ein Un. Also ich sorgt dann für so eine unangenehme Situation, weil die andere Person dann irgendwie auch nicht genau weiß. Okay, hab ich jetzt was total falsch gemacht und ja. Okay, also die Spürs ne starke Amensspannung auf körperlicher Ebene. Ja. Wie spürst du die? Kannst du mir das beschreiben, wo du die spürst? Also wo im Körper ich das spüre? Ja, genau. Ja, gute Frage. Ich weiß gar nicht genau. Ich glaube im ganzen Körper eigentlich, das ist halt so ein ganzes Druck. Okay, ja. Ist das wie so ein Gefühl, du würdest so ein bisschen einfrieren oder? Ja, auch teilweise schon. Ja. Also ja, ein Körper reagiert ganz intensiv, also ganz abwehren. Im Rollen der ganzen Körper signalisiert dir ja was eigentlich, das ist gefährlich oder was würdest du sagen? Ist die Botschaft von einem Körper. Also ich glaube schon, dass das. Also mein Nervensystem ist auf jeden Fall halt ein sehr hohen Schutzmodos. Also das springt sofort halt an. Ja, ich glaube, das ist einfach. Ich bin halt nicht daran gewöhnt, mich irgendwie fein zu lassen oder mich zu öffnen. Und deswegen schaltet dann so der Körper auf Alarm. Also du hast es nicht gelernt, zu vertrauen. Ja oder ja oder mich ja halt verletzlich zu zeigen. Also das fällt mir schon sehr schwer. Und mir wird die Nähe auch einfach sehr schnell zu viel. Also ich habe immer das Gefühl, dass sich manche Menschen nicht so. Also ich bin einfach sehr langsam, was das angeht. Aber bei anderen ist das dann immer so schnell. Und ja, das ist mir dann eben zu viel. Ja, also du fühlst dich. Ist das richtig, aber nicht das so sage, leicht bedroht durch Nähe? Ja, also. Ja, doch. Das heißt ja, das ist ein Körper wahrscheinlich, also mit Sicherheit sogar oder du. Jetzt kannst du Menschen mit allem, was da zugeht, schlechte Erfahrung gemacht hat. Und sozusagen deine Amygdala ganz schnell anspringt und sagt, Gefahren, Gefahren, Gefahren. Nun könntest du es ja fast dabei bewenden lassen. Also wenn man jetzt mal das ganz knalle hat, zu Ende denkt und sagen, okay. Ist gefährlich, du identifiziertst dich damit und sagst gut dann eben nicht. Aber es gibt ja noch eine andere Ebene in dir, die jenseits von deinen körperlichen Reaktionen agiert. Und das ist ja eine Ebene, die offensichtlich sagt, ich will es aber doch. Sonst hätte es ja kein Konflikt. Der Konflikt ist ja, dass es eben auch ein Teil in dir gibt, der sich nach Nähe sehnt und wünscht. Ja, ich glaube, die Sehnsucht ist schon da, aber sie ist sehr unterdrückt. Oder ich kann das nicht so. Also ich stehe auch gar nicht so dahinter. Also ich tue immer so, als würde es mir eigentlich nichts ausmachen. Und ja, das ist sowieso alles so anstrengend, Beziehung und so was. Und ja, aber ich glaube eigentlich ist ja schon eine gewisse Sehnsucht oder ein Bedürfnis danach. Genau, sonst würde es ja wahrscheinlich hier nicht mit mir sprechen. Dann hätte es ja kein Dilemma, dass Dilemma ist ja, dass eine gewisse Sehnsucht danach ist. Aber aufgrund deiner körperlichen Reaktion, das immer wieder verhindert wird. Und das Problem mit körperlichen Reaktionen ist ja, dass die unweltkörlich sind. Mhm. Also es kannst du nicht bewussteuern. Ja, genau, das passiert eigentlich sehr schnell immer automatisch. Ja, und das deutet ja stark darauf hin, dass du wahrscheinlich traumatische Bindungserfahrungen gemacht hast. Weil das ist ja im Grunde eine Traumereaktion, wenn der Körper so schnell reagiert, das heißt, die amückterlar schlägt an und schreit alarmalarm und dein autonomes Nervensystem ist auf Flucht geschaltet oder eben auf Freeze. Das sind ja zwei der Reaktionen. Wir haben ja nur drei Kampfflüchten oder einfrieren und dein Körper reagiert eben sehr schnell. Und ohne dass du's steuern kannst, entweder auf Flight oder Freeze bzw. eben so eine Mischung aus Beiben und höchst dann so aus bei dir. Und dein Kopf her, vom Kopf her, also der Hypochampus, der so für Orientierung zuständig, der Hypochampus, sagt uns, wo wir uns gerade befinden, zeige dich räumlich und so weiter. Der ist auch ein bisschen beeinträchtigt, weil der sortiert immer die Gegenwart und die Vergangenheit falsch, das heißt, der reagiert in der Gegenwart auf eine Situation, die eigentlich in der Vergangenheit stattgefunden hat. Und deswegen, wenn ich dich jetzt einfach mal so fragen darf, welche Schlimmrennerung hast du denn an dir, dass da so eine starke Angstreaktion in dir abgespeichert ist oder so eine starke Apferreaktion? Ja, da habe ich eigentlich keine Antwort drauf, weil ich mich nicht daran erinnern kann, also das einzige, was ich für mich so herausgefunden habe, ist, dass meine Eltern an sich eher emotional distanziert sind. Also, das ist jetzt nicht so liebevoll. Ich sage, mein Eltern auch nicht irgendwas mit, ich habe euch lieb oder ich habe euch gern, das ist ganz komisch, also ja, oder auch so generell die Umarmung sind eher freundschaftlich, also auch heutzutage noch. Also, ist halt einfach so eine emotionale Distanz, aber ansonsten so wirklich von der frühen Kindheit her, also weiß ich nichts, also weiß ich nicht. Ob da irgendwas passiert oder so, hast du überhaupt viele Erinnerungen an früher? Nee, also kommt drauf an, welches Alter, aber jetzt, ja, ich glaube so unter sechs Jahre weiß ich nicht. Inwieweit hast du dich denn selbst schon damit beschäftigt, was das bei dir sein könnte? Also, inwieweit bringst du dafür dich so eigene Theorien oder so ein bisschen Vorbildung mit oder eben auch gar nicht? Doch eigentlich schon viel, ich glaube tatsächlich, durch dich habe ich angefangen eben diese Podcast zu hören, auch zu Bindungs, Angst und so weiter. Das war da vor mir gar kein Begriff und dann habe ich immer mehr angefangen mich damit zu beschäftigen und dann habe ich so gemerkt, okay, mit manchen Sachen kann ich mich schon identifizieren. Und ich glaube ich habe sogar auch diese eine Trauma, also Folge von Jill gehört. Mit der Berena Königst? Ja, genau, Trauma-Beziehung. Das fand ich auch ganz interessant, weil da habe ich auch mich in einigen Sachen wieder gefunden und war so, so reagier ich ja irgendwie auch. Ja, und ich denke wir sind auch in diesem Bereich, weil alles andere wird jetzt auf der psychologischen und neuropsychologischen Ebene eigentlich wenig Sinn machen. Weil es ist für mich ganz klar, dass du eine eigentlich eine Trauma-Reaktion hast, gerade dieses unwelkürliche Sprich dafür, also dieses nicht verstehbare und dieses schnelle und unabhängige von deinem Verstand. Also dein Körper reagiert, ohne dass dein Verstand, das im Grunde im so wirklich einsortieren können, das ist alles blitzschnell und dein Körper übernimmt eigentlich komplett die Führung. Richtig? Ja. Ja, die Karo berichtet hier einige Dinge, die darauf schließen lassen, dass sie traumatisiert ist. Das erste ist vor allem ihre starke körperliche Reaktion, die in keinem Zusammenhang mit ihrem rationalen Denken steht. Also sozusagen der Körper macht, was er will und es passiert ja einfach. Und was da passiert ist, dass die am Mykthala, also der Sitz, der Gefühle und vor einigen auch der Sitzengehörn für Anstreaktion sehr, sehr stark anschlägt und potenzielle Gefahr signalisiert. Das heißt, ihr gehören und damit auch ihr ganzes System, ihr ganzes Körper geht sofort in einen Alarm, Modus. Und was dann eben auch passiert im Gehirn ist, dass der Hypokampus, der Hypokampus ist sozusagen der Kontextgeber im Gehirn, der sortiert die Dinge ein, der sorgt für Orientierung gar nicht präzise arbeiten kann. Das heißt, durch den starken Alarm, durch die traumatische Erlebnis in der Vergangenheit oder viele Traum, die sind der Vergangenheit erlebt, hat die wahrscheinlich in Richtung einer starken Verlassenheit gehen, werden vom Hypokampus gar nicht richtig ein sortiert, sondern ihr ganzes Gehirn ist quasi wieder in der Vergangenheit. Und das hängt auch damit zusammen, dass wir beim Trauma sehr fragmentierte Körperinnerung haben. Das heißt, das Trauma wird nicht wirklich sprachlich abgespeichert im Sinne von Erinnerung, sondern vor allem körperlich, auf der körperlichen Sensorischen Ebene. Das heißt, der Körper rennt sich, nähe ist gefährlich oder nähe bedeutet, ich kann auch ganz, ganz krass verlassen werden, während der Verstand im Grunde genommen sagt, ich möchte nähe. Und das heißt, das autonomen Nervensystem fährt dann automatisch auf Rückzug, erstagen oder in die innere oder äußere Flucht. Und das sind alle so Reaktionen, die Karo beschreibt, eben diese starken körperliche Reaktionen von Anspannung. In Kombination eben auch damit, dass sie sich eigentlich kaum an ihre Kindheit so richtig erinnert oder an früher Kindheit sah. Das haben wir häufig bei Traumatisierung, dass es nicht gut abgespeichert ist, sondern dass ganz, ganz viel verdrängt und abgespeiten ist. Also Menschen, die eine glückliche Kindheit zum Beispiel haben, die haben viele Kindheitserinnerungen, weil das Kürren hat keinen Grund, etwas zu verdrängen oder abzuspalten, was schön war, was sich geborgen und sicher angefühlt hat. Und ganz viel, was die Karo erzählt, dautet eben eindeutig darauf hin, dass sie diese Sicherheit und diese Geborgenheit eben als Kind nicht erlebt hat. Und deswegen ist es da ganz, ganz wichtig, auch im Weiterenverlauf des Gesprächs, dass die Karo vor allem ein Verschländnis dafür bekommt, dass sie traumatisiert ist und was das eben auch auf körperlicher Ebene für sie bedeutet. Und wie finde ich dann heraus, also was genau das dann ausgelöst hat, dieses Trauma oder werde ich das eigentlich nie erfahren. Also, ich denke, das werden wir hier wahrscheinlich in dieser Sitzung nicht herausfinden, ich denke, für dich wäre es wichtig, da einfach auch eine Trauma Therapie zu beginnen. Das ist dann etwas längerer Prozess und ich denke, man kann sogar auch die Reaktionen verändern, selbst wenn du nicht auf die genauen Auslöser kommst. Weil am Ende des Tages kommt es ja nur auf eine Sache an, dass deinen Gehirn lernst und unterscheiden, was es heute und was war gestern. Das ist ja das Problem. Das Problem ist, dass aufgrund der Tief abgespeicherten Angst, die du indieträgst, nämlich diese Angst vor Verletzung. Und das, ich geh jetzt mal von der körperlichen Ebenwerke, ich red das mal vom Schattenkind, weil diese körperliche Ebene finde ich manchmal auch, ist mir manchmal einfach zu technisch. Ich meine klar, ist das der körper daran detaillig, aber ich wechsel jetzt mal die Ebene. Also, dass dann Schattenkind irgendwie sehr früh gelernt hat, näher ist bedrohlich und will mit allen Mitteln vermeiden, dass dir wie getan wird. Also im Golan steckt da hinterher eine ganz, ganz starke Schutzfunktion und wie das immer so ist mit Schutzfunktionen und Schattenkindern. Weil die Prinzipien sind ja immer dieselben, ob wir jetzt im Bereich Trauma sind oder leichteren Schädigungen oder Verletzungen, die man aus der Kindheit mitgenommen hat. Das Prinzip, das wir Prinzip ist immer dasselbe, dass das Gehirn die Gegenwart mit der Vergangenheit verwechselt. Das heißt, du kannst dich richtig unterscheiden, weil dein Schattenkind kann ich richtig unterscheiden, was es heute, was vergessen, um wie kann ich Vertrauen in die Gegenwart herstellen. Okay. Und. Also, deswegen bin ich dann quasi so gehemmt und verschlossen. Ja, ich glaube es für dich, heute ganz wichtig ist. Also jetzt in diesem Gespräch ist dieser Schritt und dieses Verstehen wichtig auch ja stimmt. Ich habe ein Trauma. Also, dass das irgendwie validiert wird, dass du weißt, woran du bist in Golan, was passiert da eigentlich? Und du weißt es ja schon, aber dass das nochmal so vielleicht wirklich validiert wird, dass du sagst, okay, jetzt schnelle ich was damit mir passiert. Und jetzt habe ich auch nie Ideen, welche Richtung ich weitergehen kann. Mhm. Ja, ich glaube, das stimmt, dass mir immer schwer gefallen hat. Ich habe das ja auch immer hinaus gezögert, auch zur Therapie zu gehen, weil mir das immer super doll unangenehm irgendwie über dieses Thema überhaupt zu sprechen. Weil ich immer mir so dachte, es gibt ja andere Probleme, ja, die irgendwie schlimmer sind. Ach, jetzt sprichst du wirklich was Großes an. Das ist so eine komische Sorge, die manche Leute haben und ich finde, was du da hast, das ist auch wirklich ein ganz, ganz ernst zu nehmen, das Problem, was alle, alle Berechtigung gehabt, deswegen in Therapie zu gehen, da kommen Menschen wegen ganz anderer Sachen. Und ich finde, jeder hat eine Berechtigung, über sich nachzudenken und tiefer zu tauchen und sich zu reflektieren und sein Leben zu verbessern. Aber was du da hast, das ist wirklich ein schwerer Respektion und genau dafür sind Psychotherapeuten ja auch in jedem Fall da. Mhm. Und deswegen darfst du da ganz offen sein. Aber ich glaube, es ist vielleicht noch eine andere Ebene, mit der sich vielleicht auch viele Menschen identifizieren können, die da eventuell mitschwingt. Oder ich da so ein bisschen raushör und das ist die Folgen, die Ebene. Mein Gott, alle anderen kriegen das doch so leicht hin und mir stimmt irgendwas nicht. Und das sieht das auch ein bisschen peinlich. So, man schiebt sich ja immer so schnell für Probleme, das kennt jeder, Mensch, jeder kennt das, wenn er irgendein ernst zu nehmen, das Problem hat, ist die Charme sofort mit dem Boot. Ich vermute, das schwingte auch damit, oder? Ja, das ist auf jeden Fall, so ich sehe in meinem Freundesumkreis oder auch generell so in meiner Altersgruppe. Ja, das ist ja ein großes Thema mit Partnerschaft und Beziehung und so weiter. Und darüber wird der auch ständig immer geredet und dafür ich mich eigentlich immer direkt ausgeschlossen. Oder ich merke dann, okay, ja, ich mache da schon wieder direkt zu und mich nervt, dass dann direkt. Also es, ja, oder es triggered mich dann auch einfach manchmal, wenn es immer nur darum geht. Ja, oder mach dich nicht, da ist das auch wütend, ist dann ja auch so ein riesen Frust von wegen, oder dieser Scheiß und drehen wieder darüber. Und ich bin irgendwie draußen, also es ist ja so ein Gefühl, steh ich mal vor, wie wenn man so am Spielplatz steht und alle spielen und man selber guckt nur so vom Zaun auszu, oder? Ja, wütend, aber es macht mich immer auch traurig, weil ich so merke, ja, ich laufe eigentlich vor, was weg, was ja eigentlich was Schönes ist. Und ich hab Angst davor und viele können das zulasten oder wollen das, und bei mir ist es halt eher so, nee, ich will das halt irgendwie nicht, aber ich will es ja doch, ja. Ja, ja, ja, ja, ja, aber ich glaube, also erstmal, ganz großen Dank, dir, dass du hier in diesem Podcast offen darüber sprichst, weil ich glaube, da draußen gibt es viele, die zuhören und sagen, oh krass, endlich mal jemand, dem es auch so geht wie mir. Denn wir kriegen auch öfter Zuschriften von Menschen, die die gleiche Problematik haben und haben deswegen jetzt auch mal ausgewählt, genau darüber zu sprechen. Und das ist schon mal ein ganz, ganz wichtiger Schritt, raus aus diesem Muster zu kommen. Und du bist auch noch sehr jung, also du hast noch ganz, ganz viel Zukunft vor dir, insofern kannst du, denke ich, da sehr optimistisch sein. Es wird zwar schon weg, vor dir legen, aber der, der ist bewältigbar, zufern, du beschließst ihn einfach mal zu beschreiten. Aber wie gehst du denn, wenn du jetzt unter Leuten bist, also unter Freunden bist, wie gehst du denn damit um? Sagst du das offen oder ziehst du dich zurück oder machst du irgendein Blöden kommentar oder wie, wie ist dann dein Hände legen, wenn du so merkst, oh, die reden wieder darüber und ich fühle mich gerade im Tag unwohl. Ich glaube schon, dass ich eher sehr still werde, also eher nur so passiv angesprich, mich beteilige, eigentlich gar nichts, so richtig sage. Und dann kommt's natürlich darauf an, ob das Enge Freunde sind, da kann ich schon sehr offen drüber reden, also die meisten von meinen Freunden wissen das auch schon, dass ich da ein bisschen anders ticke. Aber wenn das natürlich fremde Leute sind, oder z.B. auch bei einer Party, wenn da mal Trinkspiele sind, da gehe ich lieber weg, weil ich dann nicht damit konfrontiert werden will. Und ich kenne das auch schon massenhaft, dass mir dann immer die Frage gestellt wurde, was, du warst noch nie in der Beziehung, warum nicht. Und dann muss man sich immer so erklären, was erklärst du denn dann? Na, ich sag dann einfach, ja, es gab noch nie so eine Person, wo ich mich wohl gefühlt habe oder dass es mich nicht interessiert, so was sag ich dann auch einfach damit das Thema dann so schnell vom Töschers. Also ich finde es ganz ganz schnell. Ja, genau, du musst ja auch nicht mit jedem drüber reden, aber ich finde es ganz wichtig und richtig gut, dass Enge Freunde eingeweiht sind. Also dass du nicht so völlig allein bist mit dem Thema. Das ist ganz, ganz wichtig, weil sonst kommt ja wirklich so ein starkes Gefühl der Isolation und noch Einsamkeit auf, wenn man sich so mit gar keinem austauschen kann. Nee, ich habe auf jeden Fall Freunde mit denen ich darüber reden kann und die auch versuchen mich zu verstehen und ja versucht es dann auch immer zu erklären, wie ich da irgendwie funktioniere. Ja, das ist gut, weil das ist ja auch wiederum eine heilsame Beziehungserfahrung für dich, dass es Menschen gibt, denen du vertrauen kannst. Also in Form von Freunden, das ist wichtig, dass dich raus aus der Isolation und rein in die Verbundenheit zumindest mit Freunden und lehrt dich okay, daraus gibt es Menschen, die nicht vertrauen können. Ich würde jetzt gerne mal auf das Problem als solches eingehen. Hast du eine wahre Ahnung davon, was du meinst, wenn du sagst, dass du ja sehr am Anfang erwähnt, ich schütze mich vor Verletzung, welche Art der Verletzung du meinst, was in dir kann so verletzt werden. Also hast du irgendeine wahre Vorstellung davon, wovon du an die Sprichst, wenn du sagst, ich will nicht verletzt werden. Ja, also ich glaube auf jeden Fall, dass ich eine sehr sensible Person bin und das ist auch einfach, wenn ich mich einmal öffne oder ich glaube auch mein Herz öffne, dann mache ich das auch. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll, aber ich würde einfach, ich bin sehr echt, was das angeht, also ich meinst dann wirklich auch ernst. Ich glaube, ich habe einfach Angst davor, dass eine andere Person ist dann eben nicht so ernst meint und mich dann einfach fein lässt und ich bin aber dann schon sehr tief drinnen. Okay, das ist so richtig, richtig enttäuscht. Ja, und im Gorham, dass du verlassen wirst. Also eigentlich ist das eine ganz tiefe verlassen als Angst. Ja, oder dass ich eigentlich nicht verstanden werde. Ich glaube, dass es auch so ein Thema bei mir, dass, ja, dass man eben, also dass ich halt nicht gesehen werde. Ich meine, so wie du eben deine Eltern so beschrieben hast, meine beschrieben hast schon fast so viel gesagt, du hast ja einfach nur so festgestellt, sie sind distanziert. Und das lässt ja so die Vorstellung zu, wenn sie das heute sind, waren sie es auch früher, so dass du als Kind irgendwie einfach nicht genügend Verbundenheit gespürt hast. Und wenn ein Kind sich nicht verbunden fühlt, fühlt es sich ja auch nicht verstanden. Denn ein Kind, was ich gesehen fühlt und verbunden fühlt, mit den Eltern fühlt sich in einem auch verstanden. Das gehört zu eng zusammen, weil das Kind hat ja diesen ganz, ganz tiefen Binnungswunsch und alle Möglichkeiten und alle Bereitschaft sich zu binden, bringt es damit auf die Welt. Und wenn das für den Eltern nicht richtig beantwortet wird, dann fühlt es ja das Kind nicht nur unverbunden, sondern auch völlig missverstanden. Ja, ich war auf jeden Fall auch sehr viel alleine in der Kindheit. Also ich musste mich viel mit mir selbst beschäftigen, wenn meine Eltern eigentlich immer gearbeitet haben. Ich wurde auch sehr früh eingeschult, also schon mit 4 und war dann auf so einer ganz tage Schule. Und dann war ich später auch auf einem Internat. Das klingt ja irgendwie so traurig. Also es weiß es, es klingt ja irgendwie so im tiefsten Inneren, wie Mama und Papa war ich eigentlich zu viel. Ja, also sie hatten auf jeden Fall Freiraum, dadurch, dass ich ja nicht da war. Ja, also vor allem während der Gymnasialzeit die 8 Jahre, da war ich nur immer mal am Wochenende dann halt zu Hause. Aber sonst unter der Woche mussten sie sich quasi nicht um mich kümmern. Ja, hast du mal in dich hineingespürt, welche Tiefen in einen Glaubenssätze da, so in die abgespeichert sind? Nein, also jetzt gerade fällt mir das ein bisschen schwer. Hast du noch nicht vorher mal gemacht? Welche Glaubenssätze ich habe? Ja, du musst jetzt nicht zwanghaft überlegen, was mir jetzt nur auffällt ist. Dass du dich damit noch nicht so befasst hast, weil du ja sagst, du hattest dich mit meinen Podcasts befasst und so weiter. Und dann ist ja meistens das, was am nächsten liegt und die Leute als erstes eintauen sich zu fragen, welche Tiefen in einen Glaubenssätze habe ich denn. Und wenn du das bisher nicht getan hast, stellt sich so für mich die Frage, dann hat das ja wahrscheinlich auch einen Grund. Also ich habe jetzt einfach mal so liefern da sie und spreche sie mal aus und du kannst mal spüren, ob das stimmig sein könnte für dich. Das ist ja auch ein ganz tiefer Schmerz in dir ist. Und dass du da auch eigentlich gerne völlig verständlicherweise in Bogen darum machst und dir vielleicht bisher noch nicht getraut hast, dir so einzugestehen. Wie verlassen sich das in dir drin vielleicht wirklich auch anfühlt? Also ich kenne auf jeden Fall paar Glaubenssätze, aber mir fällt das Schwer da immer mich da so rein zu spüren, beziehungsweise auch so dahinter zu stehen. Also ich weiß natürlich, es gibt diesen nicht, ich bin nicht gut genug, ich bin nicht liebenswert, aber ich spreche die dann aus. Und ich würde da jetzt nicht sagen, dass ich da irgendwie eine starke Resonanz habe, das ist für mich halt einfach so ein Satz. Aber mir fällt es einfach schwer, mich da so rein zu spüren. Ja, ich kann mir ja auch vorstellen, dass so auch Glaubenssätze hast, die noch stärker sind. Also noch mehr als ich bin ich gut genug, sondern die einfach in noch stärkere Richtung gehen, wie ich bin zu viel. Ich bin ja würdensch oder sowas. Und dass du die nicht spüren kannst, denke ich, ist ein Selbstschutzmechanismus, der ja auch sinnvoll ist. Also der sich wahrscheinlich sehr früh etabliert hat, weil auch als Kind du musstest ja irgendwie klarkommen, du warst alleine, du musstest irgendwie funktionieren. Und wahrscheinlich hast du sehr früh gelernt, solche Schmerzen einfach auch bei Seite zu schieben. Und dann nicht, also die einfach nicht so zu spüren, weil das wäre überwältigend gewesen. Ja, also Gefühle unterdrücken, das mache ich auf jeden Fall. Beziehungsweise ich kann sehr schlecht irgendwie fühlen oder die Gefühle benennen. Außer, also Traurigkeit ist auf jeden Fall ein Gefühl, was ich sehr gut kenne. Aber so diese schön gefühle, sehr schwieriger. Traurigkeit, ja, ich denke, das ist eine Grundstimmung, aber ich vermute auch, dass eine tiefe Angst oder so eine tiefe Ohnachtsgefühl, die auch jetzt nicht so verfügbar ist oder als Gefühl. Also jetzt bezogen auf das Thema, ja überhaupt, also ja auch auf das Thema lieber, also ich vermute das so einige Gefühle bei dir, war dir einfach gepackt. Ja, das stimmt. Ja, und das war ein absolut sinnvoller Überlebensmechanismus früher. Als er diverse sonst verloren gewesen zu sehen, also ich meine deine Eltern lassen dich immer wieder allein belassen dich dir selbstern. Denke sie sind tiefe Gefühle von Verlassenheit, von Einsamkeit, von ja so richtiges Verlassen als Drama und du hast gelernt dich da irgendwie zu beschützen in dem du sie nicht so gefühlst und du hast gelernt oder dein Körper, dein Schattenkinder haben gelernt. Alles im hier und jetzt so abzuwehren, dass du dich nie wieder nie wieder so verlassen fühlst, für die ich schon verlassen gefühlt hast, dass das nie wieder passiert in deinem Leben. Das denke ich ist das Programm. Und da ist halt ganz, ganz, ganz viel Schutz und das ist auch nix, was man jetzt in einem Gespräch aufbrechen kann. Das braucht eine längere Therapie, aber was wir hier können ist für dich eine Klarheit schaffen, was passiert da eigentlich? So dass du ein bisschen was handfestiges hast und nicht so näblich so ein bisschen weißt du was, was soll das eigentlich, was ist damit mir los? Also erst mal muss ich das ja selbst verstehen, bevor ich dann quasi. Daten kann oder so, weil sonst bring ich das ja. Ich weiß schon wieder nicht, wie ich das formulieren soll, aber sonst wird das ja eher schwierig in so einer kennlernen Phase. Also so im Moment ist das fast so möglich, weil dein Körper so stark reagiert, dass es gar nicht möglich ist, du kristus ja von verstand ja nicht gesteuert. Und deswegen ist ganz klar, also sucht ja eine Traumatherapie, wir können auch gleich noch mal darüber reden, kurz wie man das am besten macht, um diese Programme amählich amählich zu deinstallieren. Wichtig im Moment ist, dass du verstehst, dass du sehr starke Schutzmechanismen hast, dass du nicht verletzt wirst. Und worum geht es da eigentlich im Wesentlichen? Das Hauptprinzip ist Kontrolle. Es geht um Kontrolle, und das ist wichtig, dass du das verstehst. Das, was du früher erlebt hast, war das Gegenteil von Kontrolle, das war totaler Ohrenmacht und ausgeliefert sein. Du guckst so, dass ich schon sehe, dass du es gar nicht so richtig nachvollziehen kannst. Weil ich, was wir eben gesagt haben, dass du gar nicht so in dieses Gefühl reingehen kannst, oder ich gar nicht so verbinde. Das ist jetzt sehr theoretisch, das ist mir klar, es ist auch okay so, dass es uns theoretisch lassen. Wir müssen jetzt nicht jerdlich in die tießen Gefühle reingehen, das wäre zu viel bei dem. Aber natürlich deine Eltern sind weggegangen, die haben dich irgendwo hingestellt, die haben dich irgendwo weisse so abgestellt, sind weg, wie fühlt sich ein Kind ausgeliefert, geht ja gar nicht anders. Und ich denke, dass in der Leben ist er auch schon in ganz früher Kindheit, schon in ersten zwei Lebensjahren, dass sie nicht zu viel allein gelassen haben. So, wie fühlt sich eine einjährigste, ein paar Monate altes Kind, ein paar Wochen altes Kind, wenn keiner da ist, abgrund tiefer lassen. Was ist eine abgrund tiefer unmacht? Und irgendwann gewöhnt man sich ab, die Nähe überhaupt noch haben zu wollen, weil dann wird man ja jedes Mal wieder frustriert und nochmal frustriert und nochmal frustriert. Irgendwann der Wunsch nach Nähe auch eingestellt, auch das ist ein wahnsinnig sinnvoller Selbstschutzmechanismus. Und alles dient ja Kontrolle. Weil, was du als kleines Kind ja tun musstest, muss es Kontrolle, irgendwie Kontrolle über deine Gefühle gewinnen und über die Situation gewinnen. Und das ging ja nur, indem du innerlich dafür gesorgt hast, dass dir die Dinge nicht mehr so weht, hunn. Also, für mich liegt es auf der Hand, dass die Karo sehr, sehr viele schlimme und dramatische Erfahrungen gemacht hat mit dem Gefühl der Verlassenheit und des Ausgeliefernseins und damit einhergehend eines ganz, ganz starken Kontrollverlust. Und ihr Gehirn hat für sie abgespeichert diese Erfahrung, dieses schlimme Verlassenheitsgefühl, dieses Ohnachtsgefühl. Die starken, tiefen Verletzungen, die damit einhergehend und ist darauf programmiert, dass das einfach nie wieder passieren darf. Und es ist total auf Selbstschutz programmiert, was auch ganz, ganz vernünftig ist und ein lebenswichtiger Selbstschutzmechanismus für sie war in der frühen Kindheit, um sich diesen Gefühlen halt auch nicht immer so stark wieder auszusetzen, dass die Gefühle abgespalten und vermieden werden. Und Vermeidung ist heute noch ihre stärkste Schutzstrategie. In der Psychologie kennen wir ja eigentlich nur zwei Richtungen, in die wir uns bewegen können, entweder Anhährung oder Vermeidung. Und gerade Menschen, die traumatisiert sind oder sehr viel mit Ängsten zu tun haben, mit der Angst verletzt zu werden, zurückgewiesen zu werden, gehen in die Vermeidung. Das heißt, sie tun umbewusst alles dafür, um zu vermeiden, dass sie noch einmal solche Schmerzen erleiden. Und das Problem mit Vermeidungsmotiven ist, dass man eigentlich nie zum Ziel kommt, denn kaum ist eine potenzielle Drohungssituation abgewehrt, taucht die nächster schon wieder auf. Das heißt, im Grunde genommen ist das mal kurzfristig beschützend. Ich habe mich mal wieder bewahrt, davor, dass mir jemand zu nahe Tritt in Chaosfall, aber langfristig ist das überhaupt nicht zielführend. Und deswegen ist es so wichtig, dass Karol lernt und begreift, dass sie Kontrolle herstellen kann, ohne zu vermeiden. Das heißt, dass sie im Grunde genommen lernen, dass sie auch, wenn sie jemand nahe ist, nicht völlig ausgeliefert ist. Und das ist ja das, was ganz kleine Kinder lernen, die gute Beschützende Eltern haben. Die lernen schon von klein auf. Neo und Beziehung ist nichts, dem ich einfach ausgeliefert bin, sondern dass ich mitgestalten kann. Das fängt schon an, wenn ein Säugling schreit und die Eltern kommen, dann kriegt das Kind schon die Botschaft "Hey, auf mich wird reagiert. Ich habe Kontrolle und setzt sich fort, in dem die Eltern immer wieder reagieren auf das Kind, dass das Kind sich verstanden fühlt, dass das Kind sich angenommen fühlt. Das sind alles auch Kontrollerfahrung, nicht nur Bindungserfahrung, sondern auch Kontrollerfahrung. Und Kinder, die diese Erfahrungen nicht machen, die haben ganz tief in sich abgespeichert. Beziehung ist etwas, dem ich ausgeliefert, aber ich kann keinen Einfluss draufnehmen. Und das wird jetzt der Weg für Kau sein, zu lernen, dass sie auch in der Nähe Kontrolle ausüben kann, dass sie in der Nähe einfluss hat, dass sie nicht einfach nur ausgeliefert ist. Und dann wird sie nach und nach ihr hohes Vermeidungsmotiv reduzieren und abbauen können. Ja, versteh ich, also macht Sinn. Ich würde auch generell sagen, dass ich schon ein sehr kontrolierender Mensch bin. Also ja, mir fällt es, wie gesagt, das mach ich ja schon, mir fällt es einfach schwer, mich irgendwie fein zu lassen und so Sachen auf mich zukommen zu lassen. Also ich muss immer irgendwie vorbereitet sein. Ja, oder die Sachen schon im Kopf durchgehen. Ich denke auch eben sehr viel. Also ich denke und denke und es her denke. Also das nervt mich auch manchmal, weil ich will einfach nicht so viel denken, aber ich kann es dann halt nicht lassen. Und dann ratig auch manchmal eben in so eine Gedankenspirale und dann. Ja, ja, das sind alles Kontrollversuche, vor dem Gehirn, um die Zukunft berechenbar zu machen. Ja, weil du hast sehr viel umberechenbar kalt erlebt und deswegen kann dein ganzes inneres System sich ganz schlecht entspannen, weil das immer in Hubachtstellung ist, was als nächstes Schlimmes passieren kann. Und das muss abgewährt werden, das Schlimme, das Gefahrenpotenzial. Ich sage auch immer ganz oft, ich wünsche mir mehr Leichtigkeit. Also dass du der Druck einfach abfällt und dass, ja, dass sich das einfach alles ein bisschen leicht anführt und nicht immer so. Ja, und hat Druck halt. Genau, genau. Und jetzt ist ja die Frage, wie kannst du vielleicht schon durch kleine Alltagsübung so ein bisschen mehr Kontrolle auch wieder herstellen. Also ohne dich in Gedanken schleifen zu verlieren oder ohne dich zu zergrübeln. Und ich denke, da könntest du dir helfen, Sachen bewusst zu mentalisieren. Also bewusst, die einfach im Grunde im Bewusst zu machen. Zum Beispiel jetzt in dem Raum, indem du sitzt. Wenn du dich da mal ganz bewusst umkuckst und einfach mal um dich herum ein paar Dinge ganz bewusst wahrnimmst. Und auch fühlst, das kannst du jetzt ruhig machen, guck dich mal um, wo du sitzt. Spür mal den Stuhl unter dir und wo deine Hände sich gerade befinden, ob die gerade auf den Tisch liegen, zum Beispiel. Also nimm einfach mal den ganzen Raum und deine Position im Raum war. Und dann sagt ihr, innerlich, ich bin hier sicher, ich bin hier absolut sicher. Wie fühlt sich das an? Gut, aber ich muss auch sagen, mir fets ein bisschen schwer. Also ich glaube, wenn ich alleine in so einer Situation bin, vielleicht mir so eine Meditation anhöre, dann geht das besser. Aber jetzt kann ich das schon wieder nicht so gut zulassen. Warum? Weil ich mich, glaube ich, doch nicht so sicher fühle. Also ich fühle mich eigentlich nur sicher, wenn ich alleine bin. Ja, genau, weil ich keinen Potenzeller. Kein Potenzellertäter irgendwie in der Nähe ist. Und auch da kannst du so schöne Kontrollexperimente machen im Alltag. Jeder, leider sitzen wir jetzt nicht in einem Raum. Wir sind am Scream. Wir können uns also auch wirklich nicht unmittelbar in die Augen gucken. Aber wenn wir es in einem Raum sitzen würden, würde ich dich zum Beispiel mal aufhör, dann mir einfach mal in die Augen zu gucken. Und dann wieder wegzugucken und ich dann zu fragen, wie war das jetzt? Wie war das jetzt für mich? Also du stets näherher durch Mini in der Vension. Z.B. du guckst jemanden in die Augen oder berührst leicht mal den Arm. Also so Mini, so Mini näher Aktion und fragt sich danach einfach, okay, wie fühle ich mich jetzt? Also wie war das jetzt für mich? D.h. dadurch lernst du wieder, Kontrolle für dich herzustellen. Ich kenne so eine Übung tatsächlich auch. Ich war mal auf einem Festival, da finde ich ja auch manchmal so Workshops statt. Und das war auch, ich weiß jetzt nicht genau, wie das hieß, aber letztendlich ging es auch darum, dass man sich einfach eine fremde Person sucht, das war unter so einem Zelt. Und dann setzt man sich gegenüber, hält sich auch so ein bisschen die Hände und guckt sich eben an. Und das ist mir richtig schwer gefallen. Also da meinte die Partner da dann auch irgendwie so ja, man hat richtig gemerkt, dass du irgendwie gar keine Verbindung willst. Und ich habe das immer gesucht, aber ja, da ist mir Augenkontakt auf jeden Fall auch schwer gefallen, dass ich dann immer irgendwo hin und her geguckt habe. Aber ja, wichtig ist deswegen, dass du die Kontrolle hast. Darauf liegt die Betonung bei diesen kleinen Übungen. Du gehst in kleinen Kontakt, beendet sie ihn auch wieder und fragt sich einfach nur, ja, wie war das jetzt, wie fühlt sich das für mich an? Fühlt sich das sich an? Und du hast die Kontrolle. Und dann immer wieder festzustellen, ach, ja, eigentlich passiert ja gar nicht oder es fühlt sich sich an. Weil es ist so wichtig, dass dann gehören lernen, gegenwart von Vergangenheit zu unterscheiden. Und das kannst du dir auch wirklich auf ne mentalen Ebene immer wieder klar machen und das hilft auch. Auch wenn es erst mal vielleicht nur theoretisch ist und trotzdem hilft, ist weil es neue Verknüpfungen entstehen lässt im gehören. Dass du dir wirklich immer wieder klar machst, komm mal, was damals mit Mama und Papa war. Das war ein ganz großes Unglück, weil meine Eltern waren wahrscheinlich nicht so richtig bindungsfähig. Und dadurch habe ich einen ganz furchtbar verlassenes inneres Kind in mir, Schattenkind, dass alles dafür tut, um nie wieder so einsam und verlassen, sich zu fühlen wie damals. Das war damals so, ja, also das vollumfänglich anzuerkennen. Das Kind auch zu trösten, wie es immer wieder in meinen Büchern auch erkläre, wie das geht, dieses Kind zu trösten, dem ein bisschen hal zu stiften, dem zu zu reden. Ja, das war ganz schlimm damals mit Mama und Papa, sich furchtbar einsam gefühlt und sehr, sehr verlassen gefühlt. Und das war nicht deine Schuld, das ist die wichtigste Botschaft, als Kind denkt man ja immer, ich bin der Fehler. Das Kind denkt und fühlt man ja, ich bin es nicht wert, dass man sich um mich kümmert. Das ist ja das schreckliche, was dann passiert. Dieses Gefühl, ich bin es nicht wert, nicht Mama und Papa haben eine Bindungstörung, sondern ich bin der Fehler. Aber mit diesem verlassenen Kind trösten, also ich verstehe schon das Prinzip dahinter, aber also wie kann ich das denn. Ich weiß nicht, also ich könnte ja dann sagen, die Arme kleine Karo, so, ich wurde immer alleine gelassen und so weiter. Ich komme ja dann schon wieder nicht so richtig in das Gefühl, sondern dann ist das einfach wie als würde ich Schauspielern. Also, so tun. Aber ich verstehe halt nicht, wie ich da wirklich so reinen komme. Ja, du musst dich auch gar nicht so zwingender, sofort reinzukommen. Das reicht schon, man ist ja einfach mal vorstellt, einfach nur so vorstellt und einfach mal so denkst, denkst, oh Jo, das war schon krass. Arme ist kind, bis ganz schön viel alleine gelassen worden. Nun muss das nicht alles direkt so fühlen, sondern einfach mal anerkennen. Und wenn es einfach nur für den Gedanken her ist, krass. Aber ich glaube, ich kenne das ja nur so und deswegen finde ich es vielleicht gar nicht so krass. Ah, weil dir so die Referenz fehlt. Ja, weil du rum sagst, das ist normal. Ja, genau, für mich ist das ja irgendwie normal. Okay, wenn ich jetzt von anderen, aber da kenne ich jetzt eigentlich auch nicht so viele Vergleiche. Ich glaube, dann müsste ich vielleicht mal mehr rumfragen, wie das bei meinen Freunden ist in der Kindheit gewesen und so. Aber ja, für mich glaube ich ist es einfach normal und deswegen weiß ich gar nicht, was genau. Okay, also du weißt im Grunde auch nicht, was du vermisst hast. Ja. Und du weißt, du hast im Grunde auch ein wenig Abbilder von wie eine liebevolle Elternkindbeziehung aussieht. Genau, weil ich das ja nicht kenne. Und du weißt es noch nicht mal theoretisch, auch nicht aus Filmen oder Büchern oder. Ja, gute Frage. Also. Nee? Vielleicht les oder schaue ich nicht unbedingt solche Sachen? Also da ist ein riesiger Schutzwahl, dich nicht mit diesem Thema zu beschäftigen. Okay, dann lassen wir das einfach erstmal so stehen, der hat ja seine Berechtigung. Und trotzdem kannst du dir vielleicht vorstellen, vielleicht kannst du dir das vorstellen, dass das, was deine Eltern dargestellt haben, nicht die ganze Welt repräsentiert. Also kannst du dir vielleicht vorstellen, dass so wie deine Eltern drauf sind, nicht jeder Mensch ist. Ja, das geht. Doch. Also es ist da draußen auch Menschen, die vertrauenswürdig sind. Ja. Und die sehr viel wärmer sind. Ja. Zum Beispiel deine Freundinnen oder so. Da machst du ja andere Beziehungserfahrungen auch. Obwohl ich sagen muss, also ich habe sehr gute tiefgründige Freundschaften, da bin ich auch sehr dankbar für. Aber ich bin trotzdem eher in Freundschaften auch so ein bisschen distanziert. Also ich kann gut reden und so weiter, aber ich kann also ich sage jetzt nicht, nachdem ich mich mit einer Freundin getroffen habe. Ja, ich fand es richtig schön. Also, mit dir oder ich weiß, also ich merke schon, ich bin ja, ich bin eigentlich selbst wie meine Eltern auch immer so ein bisschen distanziert. Was es angeht. Also ich sage auch nie Komplimente zu Freunden, was eigentlich ein bisschen schade ist. Du hast voll das schöne Outfit an oder, ja, ich schätze das und das an dir. Also ich sage einfach nichts. Ich glaube ich zeig einfach nur, dass ich die Leute mag, indem ich mit den Zeit verbringe. Ja. Und Gleichwohl hast du ja durch deine Freundin die Erfahrung, hey, daraus gibt es auch Menschen, die man durchaus vertrauen kann. Auch wenn ich trotzdem noch ein bisschen in der Kontrolle bleibe und ein bisschen distanziert, vielleicht manchmal bin. Also ganz, ganz wichtig ist, dass du deinem Gehirn immer wieder erklärst, dass die Erfahrung, die du mit Mama und Papa gemacht hast, nicht repräsentativ sind für alle Menschen. Und dass es damals in der Vergangenheit war und dass so ja in hier und jetzt lebst, das ist mit die wichtige Botschaft. Also dein Gehirn berechnet ja alle Erfahrungen, die es mit deinen Eltern gemacht hat, auch für die Zukunft. Verstehst du dein Gehirn? Es ist die einzige Berechnungsgrundlage, die es hat. Weil es von deinen Eltern enttäuscht, würde ich auch nicht Zukunft enttäuscht. Aber mir ist gerade doch im direkter Vergleich eingefallen, mit irgendwie liebevollen Eltern und so weiter. Mein Halbbruder, der hat auch zwei Kinder und die, mit denen habe ich auch nicht so viel Kontakt. Aber ich sehe schon, wie er und seine Frau mit den Kindern umgehen und dann verwundert mich da schon manchmal, dass ich so bin. Ja, okay, die werden irgendwie jetzt gerade in Arm genommen oder auf die wird richtig geachtet, so die sehen sofort, dass das Kind zum Beispiel ein Bühne ist. Und dann ja, und dann, ja, bin ich immer so ein bisschen. Oh, okay, das kenne ich irgendwie gar nicht so wirklich. Und welches Gefühl nehmen das so? Also welches Gefühl? Stößt das so in dir an? Ja, auch, ich glaube, ich ist Gefühl, vielleicht auch wieder so ein bisschen Überforderung oder vielleicht auch etwas anderes. Ich frage mich, ob ich das manche auch so ein bisschen traurig macht. Mhm, bestimmt auch. Weil ich meine, die zeigen dir ja, was du im Grunde so vermisst hast, auch als Kind. Ja, und ich merke auch, dass mit meinen Neffen zum Beispiel, weil ich manchmal auch gar nicht genau, was ich mit den machen. Also, ich rede dann halt irgendwie mit den, also ja, wie geht's dir, aber ich gehe da jetzt nicht irgendwie in den Spielmodus oder. Rangel, damit den Rumbo da so, da weiß ich schon, ja, dass auch wieder, wo ich nicht weiß, was ich dann machen soll. Ja, du hast das ja einfach nicht gelernt. So, und da ist dann eine ganz, so eine große Hilflosigkeit auch. Also, ich halte mal fest, ganz wichtig, immer wieder festzustellen. Ich bin hier an Jets und hier bin ich sicher. Immer wieder in Jets vor Ordnung, hier bin ich sicher. Immer wieder näher herzustellen, innerhalb deiner Kontrolle rauszugehen, sich zu fragen, wie fühlt sich das jetzt an? Also, einfach mal kurz zu sagen, okay, wir geht's mir jetzt damit. Und dann vielleicht, aus so kleine Übungen mal zu machen, eben doch der Freundin mal, was nicht ist zu sagen. Mhm, das ist einfach mal zu tun. Du kannst ja auch mit einem komischen Gefühl, mal, was nicht ist sagen. Ja, das wollte ich grad sagen, weil ich glaube, das ist echt immer so ein kleines komisches Gefühl, dann für mich, weil ich, ja, dann einfach so eine Überwindung, das zu sagen. Was ist denn da das komische Gefühl? Also was steckt denn da? Ja, ich glaube, ich bin generell dafür bekannt, eher so nach außen hin sehr stark zu wirken. Und dann, wenn ich irgendwie sowas liebes Nettes sag, dann merke ich schon, dass auch Freunde so ein bisschen verwundert sind. Und dann, ja, dann fühle ich mich aber direkt schon wieder so beschämt. Ja, beschämt oder er tappt oder so, ja, okay, das ist schon ein bisschen komisch, dass ich das jetzt sagen. Also sozusagen, du stolperst ein bisschen über das Image, was du dir selber aufgebaut hast. Ja, ich verstehe. Aber ich denke, man kann viele Sachen auch rüberbringen, ohne dass das was mit Schwäche zu tun hat, einfach zu sorgen, hey, das waren superabend heute. Ja, das geht ja noch. Ja, geiles Kleid heute hast du da an, das sieht super aus. Mach doch mal, fang doch einfach mal damit an. Ja, paar Komplimente verteilen, mache ich mich gleich beliebter. Der Punkt ist ja auch der, und das vergisst man immer, wenn man selbst in so einer Schutzstrategie gefangen ist. Du machst ja ganz viel dafür, damit du nicht abgelehnt wirst und damit du nicht verletzt wirst. Nur indem du dann selber so zurückhalten bist, fühlen Sie ja vielleicht andere manchmal ein bisschen abgelehnt, die sich vielleicht auch hoffen, dass du jetzt sagst, hey, das war total net heute Abend, dann kommt aber nichts und denken her. Ich finde, die mich jetzt nicht so leid weißt, also ganz oft bewirken wir ja mit unseren Schutzstrategien, dass wir den anderen was zufügen, was wir selber nicht spüren wollen, nämlich so eine gefühle Ablehnung. Ja, und vielleicht hilft dir auch dieser Gedanke, da dieser Angst vor eigener Verletzung ein bisschen zu überwinden, indem du sagst, ja, okay, ich kann mich ja nicht immer nur selbst vor Verletzung beschützen und vielleicht damit auch andere manchmal verletzten. Dann kann ich einfach mal so darüber schaden zu springen, dass ich dann den ersten Schritt quasi mache. Dass du einfach mal genau das machst, was sie ein bisschen schwer fällt, ein bisschen noch offener und ein bisschen freundlicher auf andere Menschen zu zu gehen. Ja, und macht dir immer klar, ist es in deiner Kontrolle. Das ist ganz wichtig bei dir, dass du kannst das ja selber düseeren, macht dir das bewusst. Ja, mir tut es tatsächlich auch leid, also wenn zum Beispiel jetzt irgendwie Jungs oder Männerintresse hatten und die ja auch eigentlich wirklich sehr lieb waren, dann tut mir das eigentlich auch immer ein bisschen leid, dass ich da direkt so gemein, also ich bin wirklich auch teilweise gemein. Also, ja, da denke ich mir immer so, das ist eigentlich nicht so schön, dass ich so reagiere, weil wenn jemand so mir gegenüber reagieren würde, dann wäre ich ja auch wieder richtig doll verletzt. Aber das fällt mir dann immer im Nachhinein erst auf, also in dem Moment selbst ist ja dieses automatische, wo ich dann erst mal erleichtert bin, dass es weg ist. Und dann im Nachhinein, ja, aber viel zu spät eben im Nachhinein merke ich so, ja, das war jetzt irgendwie doof. Ja, wie ich mich fange. Genau, weil du so stark in deine eigenen Selbstschutzstrategie gefangen bist, dass du gar nicht merkst, dass du da nicht andere verletzt. Das ist immer so, das, wo man sich selber beschützt, fühlt man unbewusst in anderen zu. Ja, das ist eigentlich traurbar. Du willst keine Ablehnung und lehnst dafür andere ab und die kriegen dann genau das gefühle Ablehnung, vor dem du dich eigentlich beschützen willst. Okay, Karo, ich glaube wir haben jetzt einiges gesprochen, also mir war jetzt in diesem Gespräch der wichtigste Punkte eigentlich für dich nochmal klar zu kriegen. Was passiert da eigentlich, damit du noch besser weißt, woran du bist und bisschen mehr Klarheit für dich hast. Und nochmal wichtig herauszuarbeiten diesen Aspekt der Kontrolle, weil Trauma hat immer ganz, ganz viel mit Kontrollverlust zu tun. Und dann sind viele Versuche, die Kontrolle wiederherzustellen. Im hier und jetzt halt des Funktional, beim Rollums gehören ja immer Kontrolle herstellt oder herstellen will, immer eine Situation, die schon gar nicht mehr vorhanden ist. Also es versuchen, die Situation zu kontrollieren, die schon lange, lange in der Vergangenheit liegt und das ist natürlich nicht functional für die Gegenwart. Wie geht es dir mit dem Gespräch? Ja gut, also ich glaube mir sind auf jeden Fall nochmal Sachen klarer geworden, zumindest auch einfach, dass ich das ernst nehmen soll. Und das auch validieren soll, weil das fällt mir tatsächlich immer noch schwer. So ich schiebe das immer noch so ein bisschen weg und denke so, nee, aber ja, ich sollte das auf jeden Fall, wie gesagt, ernst nehmen. Und dann auch auf jeden Fall versuchen, mehr in dieses Spüren und Fühlen reinzukommen, eben auch, wie das für mich als kleines Kind war. Ja, also das habe ich jetzt auf jeden Fall nochmal so mitgenommen. Genau, das ist nämlich wirklich das Wichtigste, weil das ist ganz oft, dass wir uns um Probleme nicht kümmern, weil wir sich doch immer wieder an ran schieben und wieder an ran schieben und wieder an ran schieben. Es gilt für so, so viele Menschen. Und ich habe dir von schon mal angedeutet, wie finde ich einen guten Trauma-Therapeuten, weil das würde ich dir wirklich ans Herz legen. Dass du dich einfach im Internet und wo immer informierst, wo sind adressen und dich einfach auf die Suche machst und ich auch nicht frustrieren lässt, dass manche lange Wartezeiten haben. Sondern du würdest nie einfinden, wenn du dich nicht auf die Suche machst und wenn du einfach losgehst, dann wirst du so einfinden. Das ist eigentlich der Hauptpunkt. Ja. Und einfach, kann bleiben. Ja, ich hoffe, ich finde jemand bestimmt. Gut, dann die Bekarufielen, vielen Dank für deine Offenheit und dass du hier warst und ja, ich wünsche dir wirklich alles Gute, aber ich bin eigentlich ziemlich überzeugt, dass du deine Schritte gehen wirst. Ja, vielen Dank auf jeden Fall für das Gespräch und dass du mir zugehört hast und verstanden hast, worum es bei mir geht. Und ja, also wie gesagt, ich konnte auf jeden Fall was für mich nochmal mitnehmen und versuch dran zu bleiben. Ach ja, und genau, und beschäftigt dich ruhig mal mit Trauma in Beziehung. Also tatsächlich die Verena König hatte auch tolles Buch zu geschrieben, geh ruhig noch näher ran an das Thema, während du noch auf den Trauma-Therapeuten suchst. Das ist auch noch mal ein kleiner Tipp am Ende. Ja, dann danke dir. Ja, danke. Schönen Urlaub dann auch noch. Danke dir. Tschüss. Tschüss. Ja, das war ein sehr, sehr offenes Gespräch für Karo, denke ich auch, denn gerade wenn man in diesem traumatischen Bereich unterwegs ist und Sachen, die für alle anderen scheinbar so einfach sind, Beziehung zu führen, zu knutschen, körpernliche Nähe zu haben, dass selber nicht so hinbekommt, kostet es schon Mut, sich dies bezüglich zu öffnen. Aber Karo ist damit nicht allein und ich denke einige von euch werden sich damit identifizieren können. Und gerade deswegen finde ich es so wichtig, dass wir eben auch diese Themen ansprechen, die eben in einen tieferen traumatischen Bereich gehen. Und natürlich kann ich ihr in diesem Format in einem Gespräch kein Trauma auflösen. Aber ich denke, das wichtigste Outkamen heute für Karo war zu verstehen, wow, stimmt, ich bin wirklich traumatisiert. Denn das ist der feste Boden an selbstverständnis, den sie braucht, um loszugehen und sich weitere Hilfe zu holen. Und ich drücke ihr die Daumen, dass sie ein guter Traumaterapolten oder ein guter Traumaterapolten findet und ihr Trauma nach und nach auflösen kann und dann doch noch zu einer glücklichen Beziehung findet. Ja, danke dir fürs Zuhören und ich hoffe dann bis zum nächsten Mal bei Stahlabe herzlich. Stahlabe herzlich, der Psychotherapie-Podcast mit Stefanie Stahl. Ein Podcast von RTL Plus produziert von auf die Ohren. Produktion, Jonathan Rauer, redaktionelle Leitung an groß.
Podcast Summary
Key Points:
Karo leidet unter Bindungsangst und vermeidet Nähe, bevor Beziehungen entstehen können.
Ihr Körper reagiert mit unwillkürlicher Anspannung und Flucht-/Freeze-Reaktionen auf potenzielle Nähe.
Dies deutet auf ein Trauma hin, möglicherweise aufgrund emotional distanzierter Eltern oder früher Verlassenheitserfahrungen.
Karo spürt eine unterdrückte Sehnsucht nach Verbindung, was einen inneren Konflikt verursacht.
Therapeutische Unterstützung wird als wichtiger Schritt zur Aufarbeitung und Heilung empfohlen.
Summary:
Im Gespräch mit Steffi schildert Karo ihre ausgeprägte Angst vor emotionaler und körperlicher Nähe, die dazu führt, dass sie Beziehungen von vornherein vermeidet. Sobald Interesse von anderen Personen erkennbar wird, reagiert ihr Körper automatisch mit starker Anspannung, einem Gefühl der Überforderung und dem Drang zur Flucht oder Erstarrung (Freeze). Diese unwillkürlichen körperlichen Reaktionen deuten klar auf eine Traumatisierung hin, bei der das Gehirn Gegenwart und vergangene Bedrohungen verwechselt.
Karo kann sich zwar nicht an konkrete traumatische Ereignisse aus der frühen Kindheit erinnern, beschreibt jedoch eine emotionale Distanz in ihrer Herkunftsfamilie. Obwohl sie sich nach Verbindung sehnt, verhindert ihr Schutzmechanismus jede Annäherung, was zu Traurigkeit und Frustration führt. Steffi bestätigt, dass es sich um eine ernstzunehmende Trauma-Reaktion handelt, und empfiehlt eine Traumatherapie, um die zugrundeliegenden Ängste zu bearbeiten und zu lernen, zwischen vergangener Bedrohung und gegenwärtiger Sicherheit zu unterscheiden.
FAQs
Typische Anzeichen sind starke körperliche Anspannung, Vermeidung von Nähe, Flucht- oder Erstarrungsreaktionen bei Annäherungsversuchen und Schwierigkeiten, Zuneigung zu zeigen oder anzunehmen.
Eine Trauma-Reaktion zeigt sich durch unwillkürliche, schnelle körperliche Alarmreaktionen wie Anspannung oder Freeze, die unabhängig vom rationalen Denken ablaufen und oft auf vergangene bedrohliche Erfahrungen hinweisen.
Ja, Bindungsangst kann auch durch emotionale Distanz oder fehlende Sicherheit in der Kindheit entstehen, selbst wenn keine spezifischen traumatischen Ereignisse erinnert werden. Der Körper speichert solche Erfahrungen oft fragmentiert ab.
Das autonome Nervensystem springt bei Bindungsangst schnell in einen Schutzmodus (Alarm, Flucht oder Freeze), was auf eine Traumareaktion hindeutet und die bewusste Steuerung der Reaktionen erschwert.
Es hilft, enge Vertraute über die Problematik zu informieren, um Austausch und Verständnis zu ermöglichen. Solche heilsamen Beziehungserfahrungen können der Isolation entgegenwirken.
Ja, Therapie ist sinnvoll und berechtigt, da Bindungsangst das Leben stark beeinträchtigen kann. Professionelle Unterstützung hilft, Muster zu verstehen und zu verändern, unabhängig vom subjektiven Schweregefühl.
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