In dieser Folge des Easy German Podcasts übernehmen Janusz und Cari die Moderation, da Manuel abwesend ist. Sie begrüßen die Zuhörer mit einem lockeren Gespräch über die sogenannte „Gurkensaison“ und das „Sommerloch“. Janusz erzählt begeistert von einem besonderen Vater-Sohn-Tag, den Manuel als Geburtstagsgeschenk organisiert hatte – mit Essen, Musik im Proberaum und einer Comedyshow. Er gesteht, dass er sich beschämt fühlte, weil er selbst kein Geschenk vorbereitet hatte, und lernte, dass Zeit und Erlebnisse wertvoller sind als materielle Dinge. Cari berichtet von ihrer Fahrradreise durch Dänemark und Schweden, wo sie vor allem die breiten, sicheren Fahrradwege beeindruckten – ein Kontrast zu den engen Radwegen in Berlin. Die beiden erklären außerdem Redewendungen wie „Wink mit dem Zaunpfahl“ und „Halsabschneider“, wobei sie humorvoll über teure Preise in Kopenhagen klagen. Ein weiteres Thema ist ihr ungewöhnliches Zusammenleben: Obwohl sie verheiratet sind, haben sie getrennte Kühlschrankfächer und essen oft alleine – eine bewusste Entscheidung für Freiheit und Ruhe. Zum Schluss werben sie für die Mitgliedschaft bei Easy German und laden zu Kommentaren ein. Die Episode endet mit einem Ausblick auf die Aftershow, in der sie über die Anarchie im Eisfach sprechen wollen.
Ui, what's this? Arme, arme, arme Manuel. Die feindliche Übernahme.
Herzlich willkommen zurück im Easy German Podcast. Ihr hört es schon, Manuel ist nicht
da. Und wenn die Katze aus dem Haus ist, dann spielen die Mäuse. Dann tanzen die Mäuse
auf den Tischen, so sagt man in der deutschen Sprache, wenn man sagen möchte, dass man
alleine ist und außer Kontrolle. Janusz, hast du unser Intro vermisst? Sehr sogar.
Sollen wir unser Intro nochmal spielen? Bitte, ja. Okay, jetzt geht's richtig los.
Jetzt du, Janusz. Es regnet draußen.
Wir sind wieder da, aber heute mit
einem ganz anderen Setup. Janusz, hast du die Episode letzte Woche gehört?
Oh, leider nein.
Da waren Manuel, Erik und Lisa zusammen.
Oh, wie schade.
Es war wunderschön zuzuhören und heute Janusz und Kari. Das sind ja wechselnde Wochen hier
bei Easy German. Was ist los?
Ja, sogenannte Gurkensaison oder so.
Was?
Gurkensaison.
Was ist denn eigentlich?
Das bedeutet, alle haben Urlaub und die Zeitungen drücken alle möglichen Scheiße, die sie
drücken können. Und das nennt man die Gurkensaison. Zumindest im Polnischen. Ich weiß nicht,
ob ich das nicht aus dem Polnischen. Okay, ich denke, im Deutschen ist die Gurkensaison doch wirklich wörtlich das, was es ist. Nämlich
die Zeit, wenn die Gurken reif sind. In Deutschland oder in der deutschen Sprache nennt man das
das Sommerloch, wenn man nicht weiß, worüber man berichten soll. Das ist bei uns nicht
so. Wir haben dieses Jahr keine Sommerpause. Wir wechseln uns einfach ab. Ich war letzte
Woche. Sir Lord, wir haben auch immer was zu berichten.
Wir haben immer was zu berichten. Ich war letzte Woche im Urlaub. Da gab es eine wunderschöne
Episode mit Lisa und Erik und Manuel. Manuel ist heute für einen Tag im Urlaub. Ich weiß
gar nicht, wo er ist. Weißt du das?
Nein.
Nee.
Er erzählt mir nie was.
Der sagt uns gar nichts.
Alles, was ich von ihm weiß, ist vom Podcast.
Nein, das stimmt nicht.
Das stimmt nicht.
Ihr hattet letztens doch einen tollen Vater-Sohn-Tag.
Der war richtig absolut toll.
Ihr habt einen Vater-Sohn-Tag gemacht und du kamst nach Hause und hast gesagt, das wäre
der schönste Tag deines Lebens.
Absolut.
Absolut.
Und Manuel hat mich. Ich bin ein bisschen auch beschämt, kann man das so sagen, weil ich kurz davor war sein
Geburtstag und ich habe gesagt, Manuel, alles Gute und alles, was du dir wünschst, aber
ich habe kein Geschenk an dich, weil ich habe mich umgeschaut. Ich habe nicht was gefunden
und ich dachte, es ist egal, es ist besser, ich verzichte darauf. Einfach, als wenn ich
dir jetzt eine Katze mit dem wackelnden. Fußgaufe oder so, ja. Und Manuel war total einverstanden damit. Wir sind sehr ähnlich
dabei. Aber ich wollte, ich dachte so ein bisschen oder ich denke so ein bisschen,
er wollte mir einfach vorführen, dass man so ein bisschen einfallsreicher sein kann.
Und dann hat er den Vater-Sohn-Tag zu seinem Geburtstag organisiert.
Genau, genau.
Es war nicht in seinem Geburtstag, es war später. Und ich glaube, es war so ein bisschen
die Reaktion. Er hat mir mit dem Zaunenstock, wie sagt man auf Deutsch?
Ein Wink mit dem Zaunpfahl.
Zaunlatte oder Zaunpfahl?
Zaunpfahl. Boah, wir haben heute nur, du versuchst dich an Ausdrücken, die es. Da sieht man, wie schwierig das ist, diese deutschen Redewendungen zu lernen.
Ja, aber wie wichtig sie auch sind. Also, wenn man Deutsch. Wenn man Deutsch spricht und wenn man etwas erzählt, dann kommen sie sehr oft.
Und deshalb lohnt es sich, die auch zu kennen.
Auf jeden Fall, auf jeden Fall. Also warte, ich muss das nur kurz erklären. Der Wink mit dem Zaunpfahl ist eine deutsche Redewendung.
Und sie sagt, es ist ein sehr deutliches, unübersehbarer Hinweis auf etwas.
So habe ich das ein bisschen. Also wörtlich ist der Zaunpfahl. Also es gibt einen Zaun, der besteht zum Beispiel aus Holz.
Und das sind dann so Holzpfähle oder Latten.
Genau. Also ein Zaun besteht aus mehreren Holzstücken und den nennt man. Das einzelne Stück ist der Zaunpfahl. Der ist also groß.
Wenn man sagt, man winkt mit einem Zaunpfahl, dann heißt das, es ist unübersehbar.
Genau. Ich glaube, dahinter steckt auch das Wissen, dass auf den Dörfern kommen diese Zaunlatten.
Ja, Zaunpfähle.
Pfähle sind die großen Pfähle, aber die Latten sind die dazwischen.
Okay, die dünneren?
Die dünneren. Und es passiert schon. Oder früher, heute ist alles anders, aber früher kam es schon manchmal unter den Bauern zum Streit.
Und dann war man schnell dabei, sich so eine Latte herauszureißen aus einem Zaun.
Bitte was?
Ja, vielleicht sind das wieder meine polnischen Erinnerungen.
Aber daraus wurde dann eine. Waffe sozusagen, ja. Und ich habe das immer verstanden, dieser Wink mit dem Zaunpfahl oder Latte, dass es darauf angespielt hat.
Okay, also ich gucke es jetzt mal nach bei Wikipedia, woher das wirklich kommt.
Eine sprichwörtliche Redensart, der Wink mit dem Zaunpfahl.
Es ist schwierig auszusprechen, ihr werdet das aber vielleicht mal hören im Deutschen.
Anzunehmen ist, dass das Winken ursprünglich ironisch gemeint war, denn aus dem Mittelalter sind zwei ähnliche Redewendungen, allerdings mit Steinen bzw. Stangen belegt.
So heißt es im Willeheim Wolfgangs von Eschenbach, einem Werk aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts.
Mit einem Steine soll ju gewinket werden. Mit einem Steine soll euch gewinkt werden.
Ja, und das ist die Gewaltandrohung, oder?
Ist das eine Gewaltandrohung? Lass mich mal ausreden hier.
Ja, das ist eine Gewaltandrohung. Ja, und in einem anderen heißt es, ihm wird gewinket mit der Stange. Ihm wird mit der Stange gewinkt.
Hier ist eher der Aspekt betont, dass mit Stein und Stange jemandem eine Tracht Prügel angedroht wird.
Ja, das meine ich doch die ganze Zeit.
Okay, also man hebt eine Waffe nach oben und möchte sagen…
Und verpasst dem anderen eine und dann ist der andere direkt vernünftiger.
Okay, so gibt es auch heute noch im Sächsischen die Redensart, der Hortmer mit dem Zaunstecken gewinkt.
Ja.
Das habe ich jetzt eher bayerisch ausgesprochen.
Was er hat mir Schläge gedroht bedeutet.
Ja.
Dann gibt es auch noch mit dem Laternenpfahl winken, mit dem Scheunentor winken. Boah, schwierig.
Also unser Beispiel heißt, er hat dir etwas ganz Deutliches gezeigt.
Genau.
Das war keine Androhung.
Das war durch die Blumen.
Nein, ich will nicht noch eine Redewendung erklären müssen.
Aber das kennen alle. Das musst du nicht erklären.
Also du sagst, Manuel wollte dir eigentlich mit dem Vater-Sohn.
Den er organisiert hat, zeigen, wie man es richtig macht.
Nicht nur vielleicht, aber diesen Verdacht hatte ich.
Ich fühlte mich ein bisschen verschämt.
Beschämt.
Beschämt, ja.
Weil ich geplagt war von dem schlechten Gewissen, dass ich meinem Sohn kein wunderschönes Geschenk organisiert habe.
Das muss man nicht kaufen.
Man kann zum Beispiel…
Zeit schenken.
Zeit schenken, genau.
Schönes Erlebnis schenken.
Und er hat gesagt, guck mal, so macht man das.
Und dann haben wir durch einen Zufall so richtig…
Was habt ihr gemacht?
Wir sind grundsätzlich erst mal zum Essen gegangen.
Und bei dem Essen haben wir uns fantastisch unterhalten über die Thesen, die ich in meinem Buch verarbeite, an dem ich arbeite.
Es ist ein Witz an sich, aber das werden wir nicht klären.
Dann sind wir in einen Proberaum gegangen und dann hat Manuel Schlagzeug gespielt, aber auch Gitarre und Manuel hat auch gesungen.
Dann habe ich auch gesungen und ich nutzte die Möglichkeit, um das aufzunehmen, sodass ich dann später auch dazu quasi spielen könnte, weißt du.
Und ich war voll, voll glücklich, voll energized.
Voll so, wow, das war toll.
Energetisch, ja.
Und dann wart ihr abends noch bei einer Comedyshow.
Genau, und das ist quasi in dieser unglaublichen, an diesem unglaublichen Tag war das dann nochmal eine unglaubliche Geschichte mit dieser Comedyshow, ja, weil schon wieder.
Ich gehe nie irgendwo alleine irgendwas gucken.
Toll, Janusz, was hast du daraus gelernt?
Was wirst du dann nächstes Mal an Manuels Geburtstag machen?
Ich werde mich nächstes Mal viel intensiver zu GPT befragen.
Ja, und mich mit der GPT beraten und ich werde bestimmt was Tolles machen.
Womöglich nochmal Proberaum, Proberaum ist geil, aber vielleicht lade ich jemanden ein, damit wir uns…
Ja, jetzt nicht zu viel verraten. Manuel hört unter Umständen diese Episode.
Also, du hast jetzt den Ansporn, nächstes Mal zu Manuels Geburtstag oder auch vielleicht vorher an einem zufälligen Tag etwas Schönes zu organisieren.
Auf jeden Fall.
Wir freuen uns auf ein Follow-up.
Janusz, ich war letzte Woche, oder eigentlich bis vorgestern, in Dänemark und Schweden.
Ah ja, und ich habe das jeden Tag verfolgt am…
Am Handy?
Am Handy, ja.
Genau, ich war unterwegs. Warum warst du nicht mit mir im Urlaub, könnte man sich fragen?
Ich brauchte diese Zeit für mich etwas.
Und habe mich gefreut, diese acht Tage alleine abzuhängen.
Und das war ein richtiger Urlaub für mich, weil ich hatte in dieser Zeit auch kaum irgendwelche Termine.
Ich hatte richtig ganze Tage frei, total frei und total alleine. Ich habe das sehr genossen.
Allerdings, kann ich gleich nacherzählen, es ist alles wirklich schief gegangen bei mir.
Ich war kurz davor oder direkt davor war ich krank.
Und dann aus der Reihen…
Aus meiner Freude, dass ich jetzt meinen Urlaub habe und meine Ruhe und meine Einsamkeit,
habe ich mir angeredet, ich bin schon gesund, ich war aber nicht gesund.
Und dann habe ich die ersten Tage mir abends so ein bisschen mit dem Bier nachgeholfen.
Nicht viel, aber so ein bisschen, so ein bisschen Energie rein.
Ja.
Und ja, und letztendlich hatte ich bis zum Ende so ein bisschen…
Ich fand die Energie nicht, ich war die ganze Zeit krank und jämmerlich.
Während Janusz jämmerlich in Berlin saß, bin ich mit dem Fahrrad durch Dänemark und Südschweden gedüst.
Und ich muss sagen, es war wunderschön. Eine der schönsten Reisen überhaupt.
Und wir machen ja viele schöne Reisen.
Und vor allem ist es mir einfach aufgefallen, wie schön diese Länder sind.
Und eine Sache ist mir besonders aufgefallen.
Und zwar die Fahrradwege, Janusz.
Ja, kann ich mir vorstellen.
Also ich war schon immer, schon in Polen, schon als Kind hatte ich ein Faible für skandinavische Länder.
Vielleicht hing das damit zusammen auch, dass ich mein erstes Buch, das ich mit Begeisterung gelesen habe, war Kinder von Bullerby.
Okay, Astrid Lindgren, ja.
Genau.
Und dann auch viele…
Viele andere Bücher, glaube ich. Ich könnte jetzt die Titel nicht sagen.
Okay, Janusz, aber es ist ja jetzt auch hier mein Segment, in dem ich was berichten möchte.
Okay.
Warst du schon mal in Dänemark und Schweden?
In Dänemark war ich kurz einmal und in Schweden war ich länger, ja.
Okay. Ich zeige dir mal zum Beispiel, wie so ein Fahrradweg aussieht. Vielleicht kannst du den mal beschreiben.
Ich habe nämlich Fotos gemacht in der Stadt. Schau mal hier.
Wie schön.
Ich bin hier auf dem Fahrradweg. Was siehst du?
Ja.
Der Fahrradweg ist ein Traum von Carly. Der ist breiter als die Straße für die Autos. Und dann triumphiert Carly. Yeah, endlich.
Also ich muss sagen, ich habe schon vorher gehört, dass vor allem Kopenhagen ja eine Traumstadt ist zum Fahrradfahren.
Und das wurde jetzt nochmal bestätigt. Man kann in Kopenhagen zu dritt nebeneinander auf einem Fahrradweg fahren.
Warum?
Warum nicht? Guck mal hier zum Beispiel. Da fahren die Leute nach Hause, nach der Arbeit.
Ja, aber ich kann mir vorstellen, dass in den Stoßzeiten braucht man das auch.
Genau das. Ich folge nämlich tatsächlich jemandem, der dort in Kopenhagen mitverantwortlich ist für die Stadtentwicklung. Und der teilt das manchmal. In Kopenhagen fahren tatsächlich die meisten Leute Fahrrad.
Ja, warum nicht? Das ist das Angenehmste ever.
Und ich muss sagen, das ist genau das, was ich in Berlin vermisse. In Berlin manchmal zähle ich mit. Ich stehe an der Ampel mit 25 Fahrrädern.
Und wir haben eine schmale Spur. Da passen gerade zwei Fahrräder nebeneinander und das ist schon gefährlich.
Zum Beispiel die Schönhauser Allee, die wir abends immer rausfahren, wenn wir nach Hause, nach Pankow fahren.
Und auf der Straße sind zwei Spuren, die beide breiter sind als der Fahrradweg und es gibt aber nur zwei Autos.
Und wieso haben diese zwei Autos mit zwei Personen mehr als doppelt so viel Platz als die 25 Fahrradfahrer?
Ja, ich würde wetten, dass das nicht so…
…so einfach ist, wie du das schilderst. Also da gibt es auch Stoßzeiten.
Und man muss den Autoverkehr auch respektieren. Man kann das jetzt nicht wegschieben in so eine kleine Ecke. Das ist ein bisschen träumerisch von dir. Aber…
Ach Janusz, ist es doch einfach. Ich wollte mal berichten, dass es in anderen Ländern auch schön sein kann.
Entschuldigung.
Ich fand es einfach wunderschön zu sehen, wie groß die Fahrradwege sind.
Wie sicher man sich fühlt als Fahrradfahrer und auch einfach, ich finde es einfach gerecht.
Also Fahrradfahrer sind genauso Verkehrsteilnehmer wie Autos. Wieso sollen die nicht genauso sicher und genauso bequem fahren können?
Und vor allen Dingen, ich habe noch keinen Menschen getroffen, der gesagt hätte, ja Kopenhagen oder Stockholm ist hässlich.
Alle sind begeistert von den skandinavischen Städten. Und das kommt nicht von ungefähr.
Richtig.
Das ist nicht nur der breite Fahrradweg, aber das sind auch die…
Kostenlosen Toiletten, die sauber sind.
Zum Beispiel, ja. Das sind die Cafés, das sind die entspannten Menschen. Das ist einfach, einfach das ganze Bild.
Genau. Ich muss sagen, ich war zum ersten Mal in Kopenhagen und es ist wirklich eine Traumstadt. Der Rest war auch schön. Wir waren noch in anderen Städten und vor allem auf dem Land in Dänemark, in Südschweden, in Malmö, in Lund.
Wo waren wir noch?
Auch Landskrona. Es war überall richtig, richtig toll. Und ich muss sagen, ich bin jetzt ein richtiger Fan. Und nächstes Jahr wollen wir zurückfahren.
Ich komme mit.
Du kommst mit?
Ja.
Das ist schön. Ja, Janusz, müsst ihr wissen, guckt jetzt und ist selber noch am Zweifeln.
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Janusz, was bedeutet dir eigentlich die Unterstützung durch unsere Mitglieder? Was hat das in deinem Leben verändert?
Ja, alles.
Ich habe sehr viele Gedanken darüber gedacht. Aber ja, wir werden unterstützt und wir haben eine Firma aufgebaut mit richtig tollen Menschen. Die Mannschaft bei uns, jeder Mensch ist einfach speziell und toll.
Ja, ne?
Und das könnten wir aufbauen, weil wir die Unterstützung bekommen.
Ganz klar.
Ihr unterstützt uns als Mitglieder. Auf jeden Fall sehr, sehr viele von euch. Und das macht diese Arbeit überhaupt möglich. Vor gar nicht so langer Zeit, vor fünf Jahren noch, sechs Jahren mittlerweile, haben wir beide sehr viel alleine gemacht. Wir haben alle Videos geschnitten.
Ich erzähle sehr oft darüber.
Ja, wir haben die Interviews gemacht, wir haben die Videos geschnitten, wir haben die Untertitel hergestellt. Wir haben alle E-Mails beantwortet.
Wir haben Aufgaben uns ausgedacht zu den Videos.
Das machen wir immer noch.
Mittlerweile haben wir aber ein Team, das das ganz wunderbar macht. Ihr kennt dieses Team auch. Als erstes sind Isi und Manuel dazu gekommen. Manuel hat dann den Podcast hier auch gegründet, den ihr jetzt hört. Und mittlerweile sind da eben aber noch viel mehr Leute, wie zum Beispiel Erik und Lisa, die ihr letzte Woche gehört habt. Pauline, die sich um unsere Community kümmert. Und noch viele, die dahinterstehen.
Und Jonathan vor allem.
Genau. Mittlerweile haben wir sogar ein Team.
Ein Tech-Support-Menschen.
Absolut.
Wir haben viele tolle Mitglieder in unserem Team und das ist alles möglich dank eurer Unterstützung. Also wir machen diesen Podcast und unsere Videos weiterhin seit vielen, vielen Jahren kostenlos. Zwei Episoden pro Woche im Podcast und zwei im Video. Und da wollen wir einfach mal Danke sagen und euch einladen, wenn ihr auch diesen Podcast hört und denkt, wow, der hat mir viel gebracht. Ihr könnt uns gerne unterstützen.
Für einen Monat, für drei Monate oder auch für ein ganzes Jahr. Und ihr bekommt auch viel dafür. Es gibt eine wunderschöne Community, mit der ihr zusammen weiter lernen könnt. Ihr könnt mit uns direkt chatten. Zum Beispiel hier, dieser Podcast wird ganz intensiv diskutiert in unserer Podcast-Discord-Gruppe. Da gibt es auch oft Ideen von unseren ZuhörerInnen und die nehmen wir dann auf in die nächsten Episoden.
Toll.
Janusz, wirst du ein Mitglied? Würdest du ein Mitglied werden?
Bin ich.
Meine Patreon-Liste ist total lang.
Also du hast auch Creator, wo du ein Mitglied bist?
Absolut. Ich spiele Gitarre und ich bin immer auf Schauen, wer kann mir noch was zeigen. Es gibt so tolle Gitarristen. Gibt es gar nicht. Und manche habe ich als Patreon, obwohl ich sie nicht nutze, weil ich nicht dazu komme. Aber ich mag sie einfach.
Schön. Wenn ihr Lust habt, unsere Arbeit zu unterstützen, geht mal auf easygerman.org.
Slash Membership, da gibt es entweder die
die Learner- oder Conversation-Membership, wo ihr dann tatsächlich Lernmaterialien bekommt.
Es gibt aber auch die Supporter-Membership, wo ihr uns einfach mit einem kleinen Betrag jeden Monat unterstützen könnt.
Janusz, obwohl wir gerade schon einige Ausdrücke, die du spontan…
Dann hast du gedacht, jetzt kommt noch mehr.
Jetzt kommt noch mehr.
Jetzt freuen sich die Leute.
Es ist gut. Ihr lernt Deutsch, ihr wollt neue Ausdrücke kennenlernen.
Mein erster Ausdruck ist ein Wort, was ich auch in Dänemark benutzt habe, und zwar das Wort Halsabschneider.
Oh.
Oh, kennst du das Wort?
Wegen den teuren Preisen in Kopenhagen wahrscheinlich.
Genau. Ich war abends essen. Ich war unterwegs mit Jeremy von Seedlang und Judith von Easy French.
Wir sind zusammen durch Dänemark gefahren. Lustige Gruppe, war sehr schön.
Und dann habe ich abends, wir waren an einer ganz, ganz prominenten Straße in Kopenhagen, wirklich im Touristenviertel.
Ich hätte es ja ahnen können, dass es da teuer wird, aber dass es so teuer wird.
Also ich habe bestellt einen Gin Tonic. Was kostet der, wenn der teuer ist?
Sieben Euro.
Ach, die Zeiten sind lang vorbei, Janusz.
Also in Berlin…
In der Kneipe bist du schon zehn bis zwölf Euro.
Oh.
Dann habe ich bestellt einen Minisalat, so einen Beilagensalat. Ich zeige dir mal, wie groß die…
Die Schüssel war ungefähr so groß wie meine Hand, wenn man sie zusammenrollt. Also eine ganz kleine Schüssel. Was könnte der kosten?
27. Was ist die dänische Währung?
Die haben Kronen.
Ja, 27 Kronen.
Genau. Du weißt ja gar nicht, wie viel das ist.
Der hat auch, ich weiß gar nicht, was er gekostet hat. Ich glaube, 15 Euro oder 12 Euro gekostet.
Ja.
Völlig übertrieben. Und dann haben sie uns beim Bestellen gefragt, möchtet ihr gerne Wasser dazu haben?
Und ich habe gesagt ja, weil ich dachte, das wäre umsonst, wenn man das so anbietet.
Ja, wir sind nicht in Amerika.
Es wurde uns eine Wasserflasche mit Leitungswasser gebracht. Es war kein kommerzielles Wasser mit einem Logo drauf, sondern es war so eine Flasche Wasser.
Ja, aber bestimmt lecker.
Weil ich würde wetten, dass die Däner gutes Wasser in den Hähnen haben.
Die Dänen haben gutes Wasser in den Hähnen. Ja, das mag sein, aber es hat einfach auch 3 Euro gekostet pro Glas.
Ja, Alter, man muss leben, ja.
Ja, also ich habe insgesamt für diese drei Sachen 30 Euro ausgegeben und dann bin ich aufgestanden und habe für mich selbst natürlich nicht zu den Leuten gesagt, Halsabschneider.
Wann benutzt man diesen Ausdruck?
Ja, wann?
Wenn man unhöflich ist und unangenehm.
Nein.
Nein, ich war natürlich, wenn man sich betrogen fühlt, wenn man sich ausgenutzt fühlt, wenn man denkt, ey, das ist jetzt aber krass zu viel Geld, ja, verlangt von mir.
Aber ich glaube, das ist eine gewisse Naivität, weil damit war zu rechnen, ja.
Damit war zu rechnen. Ich habe trotzdem den Begriff benutzt, weil ich dachte, ey, für ein Wasser, das mir angeboten wird.
Von dem ich dachte, dass es umsonst ist. 3 Euro und das war ja Leitungswasser. Naja, auf jeden Fall. Ansonsten ist Dänemark wirklich perfekt. Perfektes Land. Es ist halt einfach nur teuer.
Ja, stell dir vor, in Kopenhagen wäre alles billig und die Stadt wäre dann überlaufen von Touristen. Das wollen wir nicht. Wir müssen das ein bisschen…
Die Stadt ist überlaufen von Touristen. Und die lassen auch sehr viel Geld dort.
Das ist gut.
So wie ich.
Das ist interessant.
Janusz, zum Abschied möchte ich noch mit dir über was Interessantes sprechen. Es geht heute um unseren Kühlschrank.
Oh ja, ich bettele schon seit Jahren an, dass wir zwei Kühlschränke haben würden. Bitte, ja.
Okay, fangen wir mal ganz von vorne an. Kannst du mal unseren ZuhörerInnen erklären, wie unser Kühlschrank…
Wie unser Kühlschrank funktioniert. Also wir beide sind verheiratet, für die, die das noch nicht wissen. Wir leben zusammen in einer Wohnung. Wir haben einen Kühlschrank. Und was ist da unsere Regel?
Dieser Kühlschrank.
Dieser Kühlschrank oder der Inhalt von dem, das Innere von dem Kühlschrank wird sauber verteilt.
Getrennt.
Getrennt.
Und ich benutze ungefähr ein Drittel.
Ein Drittel davon und gar nicht zwei Drittel. Und dann finde ich immer noch Sachen manchmal von Cari auf meinem Regal und das geht gar nicht.
Also warte mal. Das müssen wir erstmal feststellen. Wir sind verheiratet und haben trotzdem unterschiedliche Fächer im Kühlschrank.
Weil wir sehr verschieden essen.
Ja, also wir essen manchmal zusammen, aber meistens getrennt. Das heißt, du kaufst deine eigenen Sachen und kochst deine eigenen Sachen.
Und ich kaufe meine eigenen Sachen.
Und bitte darf ich eine kurze Geschichte erzählen, weil das liebe ich.
Ganz kurz, ja.
Ganz kurz. Oft passiert, Cari hat doch diese Freude am Kochen manchmal. Und sie kocht und fragt mich, soll ich für dich auch kochen? Und dann, okay, dann koch auch für mich.
Und dann Cari kocht und kocht und kocht.
Also die meisten Männer wären sehr froh, wenn die Frau für ihn kocht.
Cari kocht und kocht und kocht. Alles vegan und alles laktosenfrei und alles lecker.
Ja und?
Und dann, aber jetzt kommt dieser fantastische Moment. Und wenn sie fertig ist, kommt das Essen auf die Teller und dann jeder von uns nimmt den eigenen Teller und geht auf eigenes Zimmer.
Und ich sehe einfach dieses Entsetzen in den Augen von meiner Mutter oder von meiner Großmutter, die sagen, was macht ihr da?
Ihr seid eine Familie, ihr seid zusammen am Tisch.
Wir sind beide schon in unserer Kindheit, fanden wir das einfach langweilig. Das war so eine langweilige Pflicht. Und jetzt sind wir nicht nur erwachsen, sondern in meinem Fall sogar sehr alt. Und trotzdem genieße ich diese Jugendliche. Lass mich in Ruhe, ich will die Ruhe essen und dabei.
Du hast es perfekt beschrieben. Und es ist so, wir sind, das Tolle am Erwachsensein ist, jetzt dürfen wir uns benehmen wie Kinder und niemand.
Niemand kann uns dabei stoppen.
Absolut.
Genau. Und Janusz und ich, wir sind wie zwei Kinder. Wir essen beide alleine in unserem Zimmer und machen unsere eigenen Sachen.
Und wir lieben es.
Wir lieben es. Manchmal essen wir zusammen, aber das ist dann was Besonderes.
Oder wir gehen sehr gerne zusammen zu einem leckeren Vietnamesen in Berlin und dann genießen wir das auch.
Schmackofatz.
Das ist was anderes, ja.
Ja, jetzt ist es so, ich komme zurück aus acht von acht Tagen Urlaub und plötzlich sehe ich. Anarchie in unserem Kühlschrank.
Das wollte ich doch erzählen. Ich hatte acht Tage frei und das Erste, was ich gemacht habe, ist zum Beispiel,
Cari hält im Kühlschrank immer mindestens fünf Flaschen Mineralwasser, damit sie kalt sind.
Immer kaltes Sprudelwasser.
Genau, aber das nimmt Platz und es würde reichen zwei und dann je nachdem, wie du das Wasser verbrauchst, würdest du dann nachlegen.
Ja.
Aber nein. Du brauchst die Sicherheit, dass immer ein kaltes Wasser da ist, also liegen fünf Flaschen.
Ich habe alles rausgeholt dann aus dem Kühlschrank, was ich in diesen acht Tagen nicht gebraucht hätte und habe mich voll ausgebreitet, so richtig überall.
Ja, und hast du gemerkt, jetzt seitdem ich zurück bin, habe ich einfach auch alles durcheinander gelassen, weil ich dachte, diese Anarchie sollst du jetzt selber erfahren.
Such doch mal deine Butter in meinem Fach.
Ja, und ich dachte schon, du hättest das gelassen, weil das so familiär wäre und so.
Aber auch ein bisschen, weil ich dachte, vielleicht probieren wir einfach mal was Neues aus im Leben.
Vielleicht lieber nicht.
Okay, also das war mein kleines, das ist interessant. Wie organisiert ihr euren Kühlschrank? Als Paar, als WG würde mich total interessieren. Was habt ihr für Regeln?
Ja.
Schreibt uns unbedingt mal einen Kommentar.
Wir frühstücken auch nie zusammen.
Ja, also nicht mal zur gleichen Uhrzeit. Wenn ich frühstücke, schläfst du noch. Meistens frühstückst du auch gar nicht. Du gehst direkt zum Mittagessen.
Genau.
Hast du heute schon was gegessen?
Nein.
Es ist 15 Uhr und Janusz hat noch nichts gegessen.
Ja.
Also, so viel zu Janusz Hamerski.
Und Karima Schmidt.
Genau, und ihr könnt gerne, gerne euren Kommentar hinterlassen. Als Mitglied macht ihr das einfach in unserer Discord-Gruppe. Wir haben dort einen Podcast-Kanal.
Wenn ihr Mitglied seid…
Wenn ihr Mitglied seid und euch noch nicht angemeldet habt, geht mal auf, ich glaube, easygerman.org/discord. Da hat, glaube ich, Manuel ein schönes Video gemacht, wie man sich dort anmeldet.
Und wenn ihr noch kein Mitglied seid, dann werdet gerne ein Mitglied oder geht einfach auf easygerman.fm. Dort könnt ihr auch öffentliche Kommentare zu unserem Podcast hinterlassen, die wir uns gerne angucken.
Juhu.
Janusz, das war es heute mit unserer Episode.
Ja, aber ich freue mich. Ich genieße das.
so sehr, dass
ich mich jetzt auf die Aftershow freue.
Was ist die Aftershow?
Das ist quasi viel weniger
formell. Also wir waren schon
ziemlich wenig formell, aber noch weniger
formell. Ja. Und
wir plaudern dann quasi
noch eine halbe Stunde oder so.
Und das wird dann aber
nur Menschen gezeigt, die
dafür Geld bezahlen. Das ist natürlich
Das ist unser Bonus für
diejenigen, die uns unterstützen.
Ah ja, okay. Genau. So ausgedrückt, ja.
Also in der Aftershow werden wir
jetzt gleich besprechen, wie unser
Eisfach aufgeteilt wird. Ja.
Da ist nämlich auch ganz schön viel
Anarchie unterwegs. Ja.
Ich freue mich darauf, ja. Ich freue mich auch. Danke, dass
ihr zugehört habt und bis zur
nächsten Episode. Tschüss.
Du musst auch Tschüss sagen.
Ah. Tschüss.
Podcast Summary
Key Points:
Manuel fehlt in dieser Episode; Janusz und Cari übernehmen die Moderation und sprechen über wechselnde Sommerbesetzungen.
Janusz erzählt von einem Vater-Sohn-Tag mit Manuel, der als Geburtstagsgeschenk organisiert wurde und ihn sehr beeindruckt hat.
Cari berichtet von ihrer Fahrradreise durch Dänemark und Südschweden, besonders von den breiten Fahrradwegen und der Fahrradfreundlichkeit.
Die beiden erklären deutsche Redewendungen wie „Wink mit dem Zaunpfahl“ und „Halsabschneider“.
Sie diskutieren humorvoll über ihre getrennten Kühlschrankfächer und das gemeinsame Leben als Paar.
Es wird um Mitgliedschaft und Unterstützung für Easy German geworben.
Summary:
In dieser Folge des Easy German Podcasts übernehmen Janusz und Cari die Moderation, da Manuel abwesend ist. Sie begrüßen die Zuhörer mit einem lockeren Gespräch über die sogenannte „Gurkensaison“ und das „Sommerloch“. Janusz erzählt begeistert von einem besonderen Vater-Sohn-Tag, den Manuel als Geburtstagsgeschenk organisiert hatte – mit Essen, Musik im Proberaum und einer Comedyshow.
Er gesteht, dass er sich beschämt fühlte, weil er selbst kein Geschenk vorbereitet hatte, und lernte, dass Zeit und Erlebnisse wertvoller sind als materielle Dinge. Cari berichtet von ihrer Fahrradreise durch Dänemark und Schweden, wo sie vor allem die breiten, sicheren Fahrradwege beeindruckten – ein Kontrast zu den engen Radwegen in Berlin. Die beiden erklären außerdem Redewendungen wie „Wink mit dem Zaunpfahl“ und „Halsabschneider“, wobei sie humorvoll über teure Preise in Kopenhagen klagen.
Ein weiteres Thema ist ihr ungewöhnliches Zusammenleben: Obwohl sie verheiratet sind, haben sie getrennte Kühlschrankfächer und essen oft alleine – eine bewusste Entscheidung für Freiheit und Ruhe. Zum Schluss werben sie für die Mitgliedschaft bei Easy German und laden zu Kommentaren ein. Die Episode endet mit einem Ausblick auf die Aftershow, in der sie über die Anarchie im Eisfach sprechen wollen.
FAQs
Sie bedeutet ein sehr deutlicher, unübersehbarer Hinweis auf etwas. Ursprünglich wurde damit im Mittelalter eine Gewaltandrohung ausgedrückt.
Die Gurkensaison ist eine Zeit, in der alle Urlaub haben und die Zeitungen weniger wichtige Themen behandeln. Im Deutschen nennt man das auch das Sommerloch.
Janusz hat gelernt, dass man keine teuren Geschenke kaufen muss, sondern Zeit und Erlebnisse schenken kann. Manuel organisierte einen Vater-Sohn-Tag als besonderes Geschenk.
Die Fahrradwege sind breiter als die Autospuren und man fühlt sich sicher. Cari findet es gerecht, dass Fahrradfahrer genauso viel Platz haben wie Autos.
Man benutzt ihn, wenn man sich betrogen oder ausgenutzt fühlt, besonders bei zu hohen Preisen. Cari nannte die teuren Preise in Kopenhagen so.
Sie haben getrennte Fächer im Kühlschrank, weil sie unterschiedlich essen. Jeder kauft und kocht seine eigenen Sachen, und sie essen meistens alleine in ihren Zimmern.
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