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Alphabet platziert 100-jährige Anleihe: Was Anleger wissen müssen / Mercedes-Gewinn halbiert: Wie der Konzern umsteuert

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Alphabet platziert 100-jährige Anleihe: Was Anleger wissen müssen / Mercedes-Gewinn halbiert: Wie der Konzern umsteuert

Die Podcast-Folge behandelt drei Hauptthemen. Zunächst wird die Krise bei Mercedes-Benz analysiert, deren operativer Gewinn im vergangenen Jahr um 57% eingebrochen ist. Gründe sind ein harter Preiswettbewerb in China, US-Zölle sowie hausgemachte Probleme wie eine korrigierte Elektrostrategie. Das Management reagiert mit einer umfangreichen Modelloffensive für 2025-2027, einer angepassten Preispolitik und Kostensenkungen, etwa durch mehr lokale Produktion. Dennoch bleibt der Ausblick verhalten. Zweitens wird die aktuelle Börsenlage besprochen, die stark von Unternehmensberichten geprägt ist. Während Unternehmen wie Siemens von der KI-Nachfrage profitieren und Rekorde feiern, leiden andere wie der Zahlungsabwickler Adyen nach enttäuschenden Prognosen. Der DAX konnte dennoch die Marke von 25.000 Punkten knacken. Drittens wird die Emission einer 100-jährigen Anleihe durch Alphabet thematisiert. Trotz der langen Laufzeit und damit verbundenen Risiken war die Nachfrage groß. Alphabet benötigt die Mittel, um im intensiven Wettbewerb mit Konkurrenten wie Microsoft und Amazon massiv in KI-Infrastruktur und Rechenzentren zu investieren, da der Kapitalbedarf selbst seine hohen Cash-Reserven übersteigt.

Transcription

4013 Words, 26381 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Handelsblatt Today. Wir sprechen bösentäglich über wichtige Nachrichten und ihre Bedeutung für die Finanzwelt. Schön, dass sie wieder dabei sind. Heute sprechen wir über die Krise bei Mercedes-Benz. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern hat sich im vergangenen Jahr mehr als halbiert und auch der Ausblick verhalten. Das Management will mit einer Modelloffensive gegen Steuern. Mehr dazu gleich im Gespräch mit unserem Reporter Michael Schäppin nach dem Marktbericht. Unter Nachsprechen wir noch über die KI-Hundertwette von Elfabat. Der Google-Mutter-Konzern hat am Dienstag eine 100-jährige Anleih auf den Markt gebracht. Warum der Tech-Riese, dem es eigentlich nicht an Cash-Reserven mangelt, jetzt auch noch den Bond-Markt anzapft, das erklärt uns unsere US-Korespondentin Antonia Manweiler. Wir haben Donnerstag den 12. Februar und ich bin Aanes Mejibid. Und wir starten wie immer erst mal mit unserem Markt-Update. Heute mit meiner Kollegin Judith Henke. Hallo Judith. Hallo Aanes. Judith, wir haben ja immer noch Bericht zur Saison. Wie hat das den Aktienmarkt heute beeinflusst? Ja, also die Berichtsersehrsorge, derzeit für eine enorme Zweiteilung am Markt, da die Anleger extrem sensibel auf die kleinsten Details in den Bilanz reagieren. Wir sehen daher auf der einen Seite Echteüberflieger, wie Siemens, die dank des KI-Bums und dank starker Geschäfte mit Datenzentren ihre Prognosen anheben konnten. Ja, gerade Siemens, um da näher drauf einzugehen, hat die Erwartungen der Annalisten deutlich überroffen und die Aktie auf ein neues Rekord hoch von über 275 Euro getrieben. Im ersten Verteil stieg der Umsatz um 8 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro und der Gewinn sogar um 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Und wie gesagt, besonders der KI-Bum beflügelte das Geschäft die Umsätze mit Ausrüstung für Datenzentren wuchsen um Sätze 35 Prozent. Ja und im krassen Gegensatz dazu steht Mercedes, da ist der Gewinn im vergangenen Jahr um 57 Prozent eingebrochen. Darüber redet ihr sicher später gleich noch mal aus Giebig. Genau. Insgesamt stützt die Berichtsersehrsorge aber den breiten Markt der DAX-Konte, dank der starken Siemenszahlen und auch dank der Rekordgewinne bei der deutschen Börse, die psychologisch-wichtige Marker von 25.000 Punkten knacken. Ja, auch die deutsche Telekom gab dem DAX-Rückenwind, nachdem die Ankündigung neuer Tarife, die Aktie deutlich steigen ließ. Es zeigt sich also Unternehmen, die wie Siemensz, zum Beispiel von KI und Digitalisierung profitieren, die führen die aktuelle Markterholung an. Genau. Und es war ja zuletzt auch wieder ein Kopf an Kopfrennen bei der Marktkapitalisierung zwischen Siemens und SAP. Aktuell liegt Siemens wieder vorne. Also, das ist der absolute DAX-Spitzenreiter im Moment bei der Marktkapitalisierung. Für den niederländischen Zahlungsabwickler Adien war die Vöffentlichung der Jahreszahlen hingegen gar kein freudiges Ereignis. Die Kurse sind dramatisch eingebrochen heute. Was ist da konkret passiert? Ja, die Aktien sind zeitweise mehr als 20 Prozent eingebrochen. Das ist der tiefste Stand seit über zwei Jahren. Ja, der Grund war vor allem die gekürzte Umsatzprognose, die schnug die Anleger in die Flucht. Das Unternehmen rechnet Währungsbereinigt nur noch mit einem Plus von 22-22 Prozent. Es ist eigentlich gar nicht schlecht, aber man hat bisher ein Wachstum von rund einem Viertel in Aussicht gestellt. Hinzu kommt, dass die Marge stagniert und das Umsatzwachstum bereits im Viertenguertal 2025 spürbar nachgelassen hat. Das hat sogar einige analisten weniger gute Zahlen erwartet, hatten schon gereicht, um die Aktie einbrechen zu lassen. Man kann ja sagen, gestern herstellend insgesamt eher eine schlechtstimmung an den Börsen ist die Lage heute ein bisschen besser? Ja, das ist rausgehört. Beim DAX zumindest da sieht die Welt etwas freundlicher aus. Gestern schlossen die US-Börsen eher unverändert. Da hatten vor allem die überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten für eine schlechte Stimmung gesorgt. Das ist erstmal ein bisschen kontraintuativ, aber durch diese guten Arbeitsmarktdaten wird wiederum die Hoffnung auf baldige Zinsenkungen der Fett, die wiederum Aktienkäufe anregen würden. Diese Hoffnung wurde gedämpft. Mal sehen, was der heutige Tag so bringt, heute kommen die US-Erstanträge auf arbeitslosen Hilfe. Morgen kommt dann der Infektionsbericht. Die US-Indicis öffneten heute leicht im Plus. Mal sehen, was der Tag bringt. Ja, schauen wir mal. Judith, vielen Dank für das Markt-Abdät. Und an dieser Stelle wie immer auch der wichtige Hinweis an sie. Alle Inhalte dieses Podcasts sind keine Anlage-Imfellung, sondern den lediglich ihrer Information. Wir übernehmen für mögliche Verluste keine Haftung und werden auch an möglichen Gewinn nicht beteiligt. Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter. Bleiben Sie dran. Wie sieht die Zukunft der Staatindustrie aus? Finden Sie Antworten am 18. und 19. März in Essen auf der Handelsblatt-Jahres-Tagung Zukunftstahl. Tauschen Sie sich mit Branchenführern aus und diskutieren Sie über die hohen Energiekosten, neue Geschäftsfelder und die Notwendigkeit zur Dekabonisierung. Sicheren Sie sich Ihre Teilnahme jetzt auf Handelsblatt- Zukunft-Stahlpunkt.de. Mit dem Vorteilscode Podcast26, sparen Sie 15%. * Musik * V. 140 Jahren hat Karl Bens sein Patent für ein Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb beim keiserlichen Patentamt in Berlin angemeldet. Das Dokument gilt als Geburtsokunde des modernen Automobils und war gleichzeitig der Startschuss für den kommetenhaften Aufstieg der deutschen Autoindustrie. Der DAX-Konzern Mercedes-Benz, der aus Bens damaligem Unternehmen hervorgegangen ist, dürfte sich aktuell eine ähnlich zünden der Idee wünschen. Denn der stuttgarte Autobauer steckt tief in der Krise. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern ist dem vergangenen Jahr um 57% eingebrochen, wie heute bekannt wurde. Woran das liegt und wie das Management darauf reagieren will, erklärt uns jetzt unser Reporter Michael Schäppe, der die Präsentation der Zahlen in Stuttgart mitverfolgt hat. Hallo Michael, Hallo Annez. Den Gewinn einbruch habe ich ja schon erwähnt. Gibt es noch mehr böse Überraschungen in der Jahresbilanz von Mercedes-Benz. Das kann man kurz machen, Annez, alles singen. Den Gewinn hast du erwähnt, -57% der Absatz ist gesunken, -10% der Umsatz ist gesunken, auch ungefähr -10% und dann noch für Anleger eine wichtige Kennzahl ist die Marge. Die Breinigte Marge in der Autosparte, das ist der wichtigste Teil von Mercedes, es gibt es ja noch ein paar Wands und eine kleinere Finanzsparte. Und auch der liegt nur noch bei 5% - also Mercedes macht mit seinen Autos nur noch 500 Euro bleiben, nur 5% übrig. Das war innerhalb der niedrigen Erwartungen, aber letztes Jahr waren es 8% davor, fast 13% - also das zeigt, wie schlecht es gerade um die Schwaben steht. Was sind denn die größten Probleme, mit denen es Mercedes gerade zu tun hat? Ich glaube, da gibt es so zwei Kategorien, einmal so externe Einflussfaktoren und Hausgemachte Probleme. Die externen Bedingungen, wo darunter alle Autobauer auch VW und BMW leiden, ist ein Maschiner, das ist ja der größte Automarkt. Der Welt da gibt es gerade aber über 100 Marken und ein ruhi nösen Preiswettbewerb und kaum jemand verdient da irgendwas. Und gerade im Luxustigmen, der nehmen ja Mercedes-Tätig ist, fragen die Kunden gerade wenig Fahrzeuge nach, wegen der Immobilienkrise und der hohen Arbeitslosigkeit. Dass das eine Problem, das zweite sind die US-Zölle, weil viele Fahrzeuge exportiert, mehr zählt es ja von Europa in die USA. Und die Zölle haben allein eine Milliarde Euro Gewinn geschmälert letztes Jahr. Und dieses Jahr rechnet der Konzern sogar noch mit einer höheren Zahl, weil die Zölle ja für das gesamte Jahr anfallen. So, das sind die externen Faktoren, es gibt aber Hausgemachte Probleme, Mercedes-Chef oder Klinios. Der hat sich zu früh auf seine Elektro-Strategie fokussiert. Der Wolltherr bis Ende des Jahrzehens seine gesamte Neuwagen, Flotte sozusagen unter Strom setzen. Das hat er wieder kassiert, dieses Ziel, wie andere Konzerne ja auch. Das heißt jetzt aber das bisherige Verbrenner-Modelle oder Modelle, die gar nicht mehr als Verbrenner entstehen sollte, jetzt umfangreich ertüchtigt werden, optisch und technisch und das kostet eben viel Geld. Und dann gibt es auch die Luxus-Strategie, Klinios, Wolltherr vor allen Dingen mit teuren Oberklassefahrzeugen, wie der S-Klasse zum Beispiel wachsen. Das hat sich jetzt aber auch nicht so erfüllt. Auch wenn Mercedes-Künftig weiter auf Oberklassefahrzeug setzen soll, diese S-Klasse AMG-Sportwagen, die sollen überproportional wachsen, nämlich ungefähr um 15 Prozent. Das ist aber nicht alles, sondern heute hat Mercedes nochmal bestätigt, dass es ein Einstiegsmodell geben soll, nämlich ein Nachfolger von der A-Klasse, eigentlich sollte der längst eingestellt sein, die A-Klasse. Doch es ist ja ein Golf-Konkurrent, der es bei Händlern und Kunden besonders in Europa beliebt, und es kommt 20/28 also in zwei Jahren ein Nachfolger auf den Markt und bis dahin wird auch die aktuelle Version weiter produziert. Und das soll vor allen Dingen jüngere Kunden in Europa ansprechen. Und eine A-Klasse ist nun alles andere als Luxus, sondern eben ein Fahrzeug aus dem Einstiegs. Du bist ja gerade in Stuttgart, wie ist denn die Atmosphäre vor Ort? Spürt man den Frust bei den Mercedes-Manager angesichts der schlechten Zahlen? Nein, ich bin jedes Mal überrascht, aber ein Stück weit erstaunend. Es gibt ja gerade viele Modellvorstellungen. Jedes Mal ist das Management sehr optimistisch. Auch heute hat sich Konzernchef Kylinius wieder kämpferisch gegeben. Wir wollen Profitabel wachsen, hat der gesagt. Auch andere Manager der Vertriebschef war hier der China-Forstand. Da spürt man kein Frusten- und eher eine Aufbruchsstimmung. Natürlich muss man in so einer Situation, wo der Gewinn umfasst, 60 % zurückgegangen ist. Auch ein gewissen Optimismus verbreiten. Es gibt zum Nissen eine große Hoffnung hier. In Stuttgart ist die Modelloffensive. Mercedes bringt mehrere Dutzende neue und überarbeitete Fahrzeuge. Fast 40 Stück auf den Markt. Und zwar zwischen 2025 und 2027. Damit will Mercedes auch ein Angebot an Elektroautos deutlich verbreitern. Letztes Jahr um einen Fahrzeug zu nennen, ist der GLC auf den Markt gekommen. Das ist der Bestseller von Mercedes. Im Moment liegt der, wenn man den Konzern glauben schenken darf, über den Erwartungen, weil es so viele Vorbestellungen gibt. Deshalb ist das Management optimistisch. Vielleicht noch zur Einschätzung. Diese Modelloffensive dürfte sich erst nächstes Jahr in der Bilanz bemerkbar machen. Also nicht schon dieses Jahr. Das liegt daran, weil der Produktionshochlauf ist. Da müssen die Kunden, die natürlich erst mal kaufen. Dann kommen die auf die Straße. Es kommen auch noch viele neue Modelle erstes. Es werden sich diese Effekte quasi erst in den kommenden Jahr auf die Bilanz auswirken. Aber trotzdem spielt man hier ein gewissen Optimismus. Ja, dann lass uns zum Schluss vielleicht noch über die Mercedes-Benz-Aktzies sprechen. Die gehörte heute zu den DAX-Verlierern und notierte zeitweise mehr als 5% im Minus. Jetzt muss man fairerweise sagen, das war heute vormittag. Inzwischen hat sich die Aktzie erholt, notiert in Anführungszeichen nur noch bei -0,7%. Wie sieht denn der Ausblick für die Anleger aus? Der Ausblick ist, und das erklärt die Reaktion an den Börsen auch eher zurückhalten. Mercedes geht nämlich nicht davon aus, dass dieses Jahr wieder alles wächst, sondern wegen der Zölle in den USA und der Situation in China. Ich habe sehr eben erklärt mit dem großen Wettbewerb. Gehen die nur von einem Umsatz auf vor Jahresniveau aus. Und der Gewinn soll zumindest wieder deutlich steigen. Wenn wir auf die Verkaufszahlen gucken, soll das auch nur auf vor Jahresniveau sein. In China rechnen Mercedes sogar mit dem Rückgang. Der wird aber oder soll ausgeglichen werden durch Wachstum in Europa und China. Das ist sozusagen der kurzfristige Ausblick. Dann gibt es die Mittelfristile. Das sind ungefähr die Jahre 28-29. Auch da hat Mercedes eine Ziele gekappt. In der Autosparte der großen sollte eine Marge von über 10 Prozent erreicht werden. Jetzt geht man nur noch zwischen 8 und 10 Prozent Marge aus. Das liegt eben an den US-Zöllen. Die wirken mittelfristig ist noch ein weiteres Ziel. Will Mercedes wieder zwei Millionen PKW verkaufen. Das ist auch unter den früheren Ambitionen. Aber über den 1,8 Millionen Autos, die Mercedes eben in den letzten Jahr ausgeliefert hat. Wie soll das gelingen? Das fand ich ganz interessant. Es gibt eine veränderte Preispolitik. Wissenland war es so, dass Mercedes gesagt hat, wir verzichten eher auf Absatz als den Preis zu stark zu senken. Jetzt sollen aber durch Rabatte erst mal Umsätze und Verkaufszahlen zumindest kurzfristig stabilisiert werden. Der Mercedes könnte etwas günstiger werden, damit eben die Verkaufszahlen und damit die Umsätze steigen. Mittelfristig. Das hat der Finanzchef aber auch gesagt. Sollen die Preise wieder steigen. Vielleicht noch zwei, drei Sätze zu den Maßnahmen. Der Konzern will seinen Spark-Hus verschärfen. Das gelingt unter anderem dadurch, dass die globale Produktionskapazität reduziert wird. Nur noch 2,2 Millionen Fahrzeuge sollen. Demnächst produziert werden von ein paar Jahren, waren es noch 2,5. Das soll dann eben zu einer besseren Auslastung der Fabriken führen und vielleicht noch ein Wort zu den USA und ein Wort zu China. In China wird Mercedes verstärkt vor Ort produzieren und auch entwickeln und auch Materialien einkaufen, um sozusagen die Kosten zu drücken und dann mit der lokalen Konkurrenz mithalten zu können. Und in den USA fand ich auch noch ganz interessant, um die Zollauswirkungen abzumildern. Wir die nächste Generation des GLC, das der SUV-Best-Zeller eben im US-Werk, vom Band laufen und nicht mehr aus Deutschland verschift werden, um dann eben die Zollbelastungen zu reduzieren. Du siehst an, dass Mercedes-Management hatten Plan mal schauen, ob es das wird. Aber das erklärt vielleicht so ein bisschen den Optimismus, den man hier in Stuttgart heute verbreiten möchte. Ja, viel zu tun noch in Stuttgart. Michael, vielen Dank für das Gespräch. Ich danke dir an es. Ein Artikel zum Thema, den verlinken wir Ihnen auch in den Show Notes zu heutigen Folge. Bleiben Sie dran. Disruptive Zeiten verlangen klare Entscheidungen. Auch 2026 stehen Unternehmen massiv unter Druck. Restrukturerung ist längst mehr als Krisenmanagement. Sie wird zum strategischen Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsicherung. Diskutieren Sie mit führenden Entscheidern und Entscheidern. Wie sichern wir die Zukunftdeutscher Unternehmen? Und zu welchem Preis? Melden Sie sich jetzt an unter Handelsplatt-Restrukturerung.de und sparen Sie 15% mit dem Code Podcast 26. [Musik] Der Google-Mutter-Konzern Alphabet hat diese Woche eine 100-jährige Anleier auf den Markt gebracht. Solche Emissionen sind eine Seltenheit, vor allem wegen der besonderen Risiken bei Anleihen mit einer derart langen Laufzeit. Trotzdem war das Interesse der Investoren extrem hoch. Das Order-Buch war fast 10fach überzeugnet. Was sie zum Century-Bond von Alphabet wissen müssen, das erklärt uns jetzt unsere US-Koresponentin Antonia Manweiler. Hallo Antonia. Hi, Hans. Vielleicht kannst du uns zunächst einmal erklären, was das Besondere an einer 100-jährigen Anleier ist. Das Besondere daran ist eigentlich tatsächlich, dass sie so selten vorkommt. Und dass es solche Century-Bonds eigentlich kaum gibt. Und das liegt schlicht an dem massiven Faktor der Unsicherheit. Und da wir gibt es eigentlich zwei große Gründe oder zwei Hauptgründe. Zum einen sind solche langlaufenden Anleihen immer extrem sensibel gegenüber Zinsveränderungen. Also der Hebel ist hier einfach ziemlich stark. Also wenn die Markzinsen nur minimal steigen, damit die Festverzinsanleie über so lange Restlaufzeit im Vergleich gegenüber neuen Anleihen, ja sofort unattraktiv, der Kurs der Anleie stürzt dann massiv ab, weil die Anleger ihr Geld woanders über 100 Jahre dann besser anlegen könnten. Und der zweite Grund ist vielleicht auch noch ein bisschen greifbarer. Es gibt auch eine massive Unsicherheit, bezüglich der langfristigen Entwicklung von Branchen und Technologien und natürlich auch aus dem regulatorischen Umfeld. Also gibt es dann was Unternehmen noch oder wird es vielleicht zum Beispiel zerschlagen. Also wissen wir heute, wie die Welt in 100 Jahren aussieht, sehr schwer einzuschätzen. Und Motorola ist dafür eigentlich ein ziemlich gutes Beispiel. Das ist nämlich das letzte große Tech-Unternehmen gewesen, dass eine solche 100-jährige Anleie emittiert hat. Und das war 1997, also zeigt nochmal, wie selten das ist und vielleicht zur Erinnerung. Damals stand Elton Johns, candle in the wind, wochenlang auf Platz 1 der Charts. Also so lang ist das schon her. Und seitdem hat sich natürlich super viel verändert. Also Ende der 90er war Motorola noch eines der wertvollsten Unternehmen der Welt. Und heute spielt das Unternehmen älterweise keine Rolle mehr in der ersten Liga, der Tech-Brauge. Und deshalb hat sich auch der bekannte Big Short Investor Michael Burry of X ziemlich skeptisch gegenüber der neuen Elferbetanlei geäußert und geschrieben, das eben das letzte Mal, das das geschah 1997 bei Motorola war. Und das ist das letzte Jahr bei dem Motorola als großes Unternehmen galt. Also da eben durchaus die Angst davor, dass Unternehmen genau an ihrem absoluten Höhepunkt solche Anleihen evtieren können. Und Investoren sind dann natürlich vorsichtig, ihr Kapital in Geschäftsmodelle zu stecken, wie es in, ja, sagen wir mal 50 Jahren gar nicht mehr gibt. Und wir wissen es, Motorola wurde dann von Nokia eingeholt und dann von der Einführung bis smartphones überrollt. Also in der Regel können sich nur emittenten mit ne absolut guten Bonität solche langfristigen Anleihen leisten. Und in den 90ern waren das eben so nahm wie Coca-Cola, IBM oder World Disney. Ja, Antonia, jetzt erst mal vielen Dank direkt für zwei Orwürmer, der eine ist Hello Motor und der andere kändelende Wind von Elten John, wobei man bei dem Lied auch sagen muss, da denken ja viele an Prinzessin Diana, die 1997 bei einem Auto und Falums Leben gekommen ist. Man muss ja wissen, Elten John war ein guter Freund von ihr und hat dieses Lied, was er ja schon Jahre vorher geschrieben hatte für sie ungetextet. Aber das wollen wir jetzt an der Stelle auch nicht weiter vertiefen, sondern kommen jetzt zurück zu Elfabett, was ja eigentlich ein Unternehmen mit sehr hohen Cash-Reserven ist. Warum zapft es jetzt trotzdem den Bondmarkt an? Ja, dass ihr so viel Kapital brauchen, das liegt an dem crazy KI-BOOM, der aktuell am Markt erstaunt. Um diese Technologie weiter zu entwickeln und auch diese Produkte global anbieten zu können, ist es einfach immer mehr und immer stärkere Rechenleistung nötig. Und Elfabett will mit dem Geld eigentlich vor allem neue Datenzentren bauen und konkurriert da auch mit anderen ziemlich finanzstarken Unternehmen wie Microsoft oder Amazon, um eben die gleichen knappen Ressourcen, also Flächenchips, Stromversorgung, Junet. Und Elfabett will ja bis zu 185 Milliarden Dollar, alleine in diesem Jahr für Investitionen ausgeben. Das ist nochmal eine Verdoppelung im Vergleich zum Feuer und eigentlich ein neuer Rekord. Also nur Amazon plant mit 200 Milliarden Dollar noch höhere Ausgaben. Also Elfabett muss mit dem Geld zu sein. weil diese enorme Kapitalbedarf selbst für ein Unternehmen wie Elfer wird, mit ziemlich hohen Cash-Reserben einfach zu groß ist, um ihn aus der Portokasse zu zahlen. Ein Gesprächspartner von mir, Martin Geister, hat da einen interessanten Vergleich gezogen. Und zwar zu den Zeiten des großen Eisenbahnbaus in den USA, in 19. Jahrhundert. Wir erleben gerade den Aufbau einer komplett neuen Infrastruktur. Die Dimensionen dafür sind ziemlich groß oder gewaltig. Allein am Dienstag hat Elfer wird innerhalb von 24 Stunden anleihen, wird von 32 Milliarden Dollar ausgegeben. Und das Unternehmen geht dabei auch ein bisschen strategisch vor. Es gab nicht nur diese 100-jährige Anleie, sondern es gab sieben Tronschen, also mit mehreren Laufzeiten von 13, 30, 50 Jahren und eben auch 100 Jahren. Und damit verteilt Elferbed auch so in gewisser Weise seine Rückzahlungsverpflichtungen über ein ganzes Jahrhundert. Ja, wenn 185 Milliarden US-Dollar Investitionsvolumen nicht ausreichen, das sind natürlich diese neuen Dimensionen. Und ein Fakt, der mich so ein bisschen stutzig gemacht hat, ist, dass die 100-jährige Anleie von Elferbed in britischen Pfund notiert und nicht nur US-Dollar, was ist da der Grund? Der Grund da ist, dass er eine bestimmte Investorengruppe zieht. Also die Anleie wurde ganz bewusst im Pfund aufgelegt, weil die Nachfrage nach diesen extrem langen Laufzeiten in Großbritannien weltweit bei einer einzigartiges, es gibt dort eine ziemlich ausgeprägte Kultur von Passionsfonds und Lebensversicherer und die Verpflichtungen haben, die erst in vielen Jahrzehnten verleg werden. Also wenn die heutigen Arbeitnehmer zum Beispiel in Rente gehen, und die sind Investoren suchen, händering nach sicheren Anlagen, die ebenfalls so lange Laufzeiten haben und sich eben auch mit diesen Verpflichtungen decken. Und es gab eben auch schon in der Vergangenheit dort erfolgreich platzierte 100-jährige Anleihen. Und deswegen hat man eben auch die Sandleien von da ausgegeben. Genau. Also das heißt, an dem Umkehrschluss, das Papier richtet sich nur an institutionelle Investoren, weil ich hab mir heute auch den Spaß erlaubt und die Wertpapierkennummer dieser Anleier in die Ordermaske beim Meinbroker eingegeben und darauf in eine Meldung erhalten, in der es heißt, für dieses Produkt ist der Handel nicht möglich, da es nicht für Privatkunden zu gelassen ist. Ja, das absolut recht. Also das Papier richtet sich eigentlich fast ausschließlich an professionelle Großinvestoren. Und solche Anleihen werden ja im Rahmen von so einer so genannten Roadshow erst mal auf dem Primärmarkt platziert. Das heißt, den ersten Zugrück darauf haben eigentlich nur große institutionelle Player, eben die Versicherung oder Pensionsfonds. Wichtig ist da natürlich, dass die Papiere auch nicht bis zum bitteren Ende halten müssen und können die Anleihen natürlich jederzeit weiter verkaufen, wenn es strategisch passt. Und dann könnten sie auf dem Sekundärmarkt gehen. Aber das ist ja, also die Wahrscheinlichkeit, das dafür ist relativ gering, dass man das als privater Anleger handeln kann oder in die Hände bekommt. Du hast ja schon so ein paar Risiken angesprochen. Wir haben das Beispiel Motorola gehört, das ja letzten Endes von Nokia und Nokia wiederum von Apple verdrängt wurde. Aber trotzdem haben wir jetzt gesehen bei dieser Elfabit-Anleie, dass das Orderbuch fast zehnfach überzeichnet war, wie es das zu erklären. Ja, diese massive Bezeichnung oder dieses große Interesse, das zeigt so ein bisschen das Investoren im Moment, ja, händringt nach so stabilen Inseln suchenden einer immer unsichereren Welt. Also, ne, geopolitische Spannungen, Saison, Startshaushalt, die Weiterentwicklung von Technologien und Elfabit wird ins Wichen also gewisseermaßen als sichere Hafen angesehen, fast schon vergleichbar mit einem stabilen Start. Also Investoren setzen ein extrem hohes Vertrauen in diese finanzielle Substanz von Elfabit, auch über Jahrzehnte hinweg, ehrlicherweise. Und man muss sich klar machen, dass Elfabit ein ziemlich gutes Rating-Besitz, glaube, AI+ und dass es eine Bonitätsnote von der viele Länder eigentlich noch träumen können. Und Elfabit dürfte damit auch eines der wenigen Unternehmen sein, die behauptanleihen in dieser Laufzeit begeben können, glaubwürdig. Und noch ein Grund ist eben auch gewisse Mangeln an Alternativen, wo bekommt man denn heute noch Zinsen für 100 Jahre von einem Schuldner, der ja so groß und so stabil ist noch. Und der Risiko aufschlägt den Elfabit zahlen muss jetzt im Vergleich zu britischen Staatsanleihen mit der längst möglichen Laufzeit, der es zum Beispiel auch erstaunlich geringen. Und es zeigt auch so ein bisschen, wie sich diese Wahrnehmung der Techbranche auch in den letzten zwei Jahrzehnten gewandelt hat, weg von den volativen, schwangkungsanfälligen, risikoreichen, Wachstumsunternehmen hinzukonzern die stabile Cash-Flows produzieren, ziemlich hohe Cash-Flows produzieren. Und ja, jetzt auch für den Aufbau kritischer Infrastruktur stehen. Aber die große Frage ist natürlich, ob Elfabit oder auch diese anderen Konzerne, die jetzt vielleicht auch solche Lagnaufenden online ausgeben werden, in einigen Jahrzehnt auch noch diese Felssinn der Brandung bleiben können. Und ja, diese Frage kann glaube ich keiner ernsthaft beantworten. Also es ist so ein bisschen eine Wette auf die Zukunft. Ja, wir werden natürlich aufmerksam beobachten, welche Unternehmen sonst noch auf diesen Anleihezug aufspringen und wie sich das Ganze entwickelt. Für den Moment danke ich dir erst mal Antonia für das Gespräch. Vielen Dank. Und ein Artikel zum Thema können Sie auch auf unseren digitalen Kanälen nachlesen, den Link dazu finden Sie in den Show-Nots. Und das war's von uns für heute. Wir freuen uns über Ihr Feedback. Schreiben Sie uns gerne eine Mail an [email protected], kommentieren Sie direkt unter dieser Folge, falls Sie uns gerade auf Spotify hören oder schreiben Sie mir über Instagram oder LinkedIn. Und wenn Ihnen Handelsblatt Today gefällt, dann lassen Sie uns gerne fünf Sterne auf Ihrer Podcast-Plattform da und abonnieren Sie uns. Unsere Daktionsschluss war heute wie immer um 16 Uhr. Vielen Dank an Florian Pape für die Produktion der heutigen Folge und Ihnen vielen Dank fürs Zuhören. Ich wünsche Ihnen jetzt noch einen entspannten Feierabend oder, wenn Sie uns morgen zören, ein guten Start in den Tag. Wie spürt man einen Phantom auf, von dem man nichts kennt, außer einem falschen Namen? Dieser Mann hat uns so viel Leid und so viel Tränen und so viel Kuma bereitet. Seit anderthalb Jahren verfolgen wir vom Handelsblatt einen untergetauchten Serienbetrüger. Seine Spur führt über drei Ländergrenzen zu Gangster-Rappern und drogen die Land in Darknet. Und am Ende werden wir ihn finden. Catching Chris auf der Spur des Millionenbetrügers. Der neue Investigativpodcast vom Handelsblatt.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Mercedes-Benz verzeichnet einen drastischen Gewinneinbruch (-57% operativer Gewinn) und plant eine Modelloffensive mit vielen neuen Fahrzeugen bis 2027, um gegenzusteuern.
  2. Der DAX wird aktuell stark von Unternehmensberichten getrieben, mit klarer Trennung zwischen Gewinnern (z.B. Siemens dank KI-Boom) und Verlierern (z.B. Adyen nach Gewinnwarnung).
  3. Alphabet (Google) emittiert eine seltene 100-jährige Anleihe ("Century Bond"), um massive Investitionen in KI-Infrastruktur und Rechenzentren zu finanzieren, trotz hoher eigener Cash-Reserven.

Summary:

Die Podcast-Folge behandelt drei Hauptthemen. Zunächst wird die Krise bei Mercedes-Benz analysiert, deren operativer Gewinn im vergangenen Jahr um 57% eingebrochen ist. Gründe sind ein harter Preiswettbewerb in China, US-Zölle sowie hausgemachte Probleme wie eine korrigierte Elektrostrategie. Das Management reagiert mit einer umfangreichen Modelloffensive für 2025-2027, einer angepassten Preispolitik und Kostensenkungen, etwa durch mehr lokale Produktion. Dennoch bleibt der Ausblick verhalten.

Zweitens wird die aktuelle Börsenlage besprochen, die stark von Unternehmensberichten geprägt ist. Während Unternehmen wie Siemens von der KI-Nachfrage profitieren und Rekorde feiern, leiden andere wie der Zahlungsabwickler Adyen nach enttäuschenden Prognosen. Der DAX konnte dennoch die Marke von 25.000 Punkten knacken.

Drittens wird die Emission einer 100-jährigen Anleihe durch Alphabet thematisiert. Trotz der langen Laufzeit und damit verbundenen Risiken war die Nachfrage groß. Alphabet benötigt die Mittel, um im intensiven Wettbewerb mit Konkurrenten wie Microsoft und Amazon massiv in KI-Infrastruktur und Rechenzentren zu investieren, da der Kapitalbedarf selbst seine hohen Cash-Reserven übersteigt.

FAQs

Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern ist um 57 Prozent eingebrochen, was auf externe Faktoren wie den schwierigen chinesischen Markt und US-Zölle sowie hausgemachte Probleme zurückzuführen ist.

Mercedes startet eine Modelloffensive mit fast 40 neuen oder überarbeiteten Fahrzeugen bis 2027, will die Produktionskapazitäten reduzieren und setzt kurzfristig auf Rabatte, um Absatz und Umsatz zu stabilisieren.

Alphabet benötigt enorme Mittel für Investitionen in KI-Infrastruktur wie Rechenzentren, da der Kapitalbedarf selbst für das finanzstarke Unternehmen zu hoch ist, um ihn aus eigenen Reserven zu decken.

Solche Anleihen sind extrem sensibel gegenüber Zinsänderungen und unterliegen großen Unsicherheiten bezüglich der langfristigen Entwicklung von Branchen, Technologien und der Bonität des Emittenten über einen so langen Zeitraum.

Siemens hat dank des KI-Booms und starker Geschäfte mit Rechenzentren die Erwartungen übertroffen, den Umsatz und Gewinn gesteigert und die Aktie auf ein Rekordhoch getrieben, während Mercedes mit Gewinneinbrüchen kämpft.

Die US-Zölle haben den Gewinn von Mercedes im vergangenen Jahr um eine Milliarde Euro geschmälert, und für dieses Jahr wird mit noch höheren Belastungen gerechnet, da die Zölle für das gesamte Jahr anfallen.

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