Alles wird teurer - und jetzt steigen auch noch die Bauzinsen!
11m 29s
Der Podcast diskutiert die aktuell steigenden Bauzinsen und ihre weitreichenden Folgen. Ausgelöst wird die Entwicklung durch die hohe Inflation, die unter anderem auf den Iran-Krieg und gestörte Rohstofflieferketten zurückzuführen ist. Die Europäische Zentralbank reagiert darauf mit einer restriktiven Geldpolitik, was der Markt bereits antizipiert. Die Zinserhöhungen wirken sich nicht nur direkt auf Bauherren und Käufer aus, die deutlich höhere Finanzierungskosten tragen müssen, sondern indirekt auf die gesamte Bevölkerung. Denn wenn sich weniger Menschen Eigentum leisten können, verbleiben sie im Mietmarkt, was die Nachfrage und damit die Mieten weiter erhöht. Zudem lohnen sich Investitionen in Neubauten für Investoren weniger, was das Angebot an Wohnraum verknappt. Besitzer bestehender Immobilien mit bald auslaufenden Niedrigzinskrediten stehen vor der Herausforderung einer möglichen Verdreifachung ihrer Zinskosten und sollten frühzeitig mit ihrer Bank reden. Obwohl die Kaufpreise für Bestandsimmobilien leicht sinken und die Bautätigkeit zuletzt zunahm, bleibt der Wohnraummangel insbesondere in Städten enorm. Politische Initiativen wie der "Bau-Turbo" werden als kein "Game-Changer" eingeschätzt, da sie auf praktische Hürden und Widerstände stoßen.
ARD Sounds Erinnert ihr euch noch an Monopoli-Runden, wo die Spielfiguren wütend vom Brett geschläudert wurden, weil am Ende doch wieder die Bank gewonnen hat, weil ihr Würfelpech hattet und euch verschuldet um Mieten und Co zu zahlen? Ja, das passiert mir eigentlich immer wenn ich das spiele. Und auch im echten Leben sind Zinsen etwas, an dem die Bank ziemlich gut verdient. Wer schon mal einen Immobilienkredit abgeschlossen hat, der weiß, wo vor nicht rede und auch, dass die Höhe der Zinsen entscheidend ist. Und die sind gerade gestiegen. Was das schon wieder mit dem Iran kriegt zu tun hat und wie so das nicht nur für Heuslekäufer und schon Besitzer relevant ist, sondern für uns alle, das erklärt uns jetzt mein Kollege Nicolas Lieben. Falls ihr uns häufiger hört, wisst ihr, dass es der, der sich die Zinsentscheidungen der US-Lutenbank fett, zu Hause mit Popcorn anguckt. Alles, was ihr wissen müsst, gibt es in dieser Folge 10 Minuten Wirtschaft, eurem gutverdaulichen Wirtschafts-Update in ID, Sounds und Co. Heute mit mir Astrid Kühn. Schön, dass ihr dabei seid. Heine, Nicolas. Heine, grüß dich, Astrid. Bau Zinsen, das dürfte bei vielen nicht das erste sein, woran sie denken bei Iran-Krieg steigenden Preisen an der Tank, Säule, etc. P.P. Und es klingt ja auch erstmal weit weg, für alle, die sich gerade nicht mit Immobilien beschäftigen. Aber du hast mir gesagt, dass das Thema eigentlich für alle wichtig ist. Und nicht nur für die, die gerade bauen wollen. Warum? Genau, das denkt man ja immer, dass das nur für die wenigen wichtig ist, die irgendwie in ein Familienhaus bauen oder kaufen wollen oder eine Eigentumswohnung. Und das liegt ja natürlich auch auf der Hand. Aber das hat immer Auswirkungen auch auf den Mietmarkt und zwar deswegen, weil diejenigen, die sich kein Eigentum leisten können, die das vielleicht plan und gespart haben und so weiter, die bleiben dann halt doch in ihrer Mietwohnung oder brauchen vielleicht auch noch eine größere Mietwohnung, weil sie vorher vielleicht mit einem Haus gerechnet haben und jetzt die größere Familie haben und so weiter. Also die bleiben dem Mietmarkt erhalten, wie es dann so schön heißt. Und er wührendinnend so sieht es aus. Und das andere ist natürlich, dass die Investoren, wenn es sehr teuer wird, dann lohnt sich es oft nicht, nochmal ein mehr Familienhaus zu bauen oder eins zu kaufen und zu sanieren. Und wenn doch, dann sind die Mieten halt entsprechend hoch. Und das kennen wir auch. Wenn Mieten für Neugebeute steigen, dann zieht das sehr häufig auch die Bestandsmieten mit nach oben. Und da gibt es dann immer diese ortsübliche Vergleichsmiete, da gibt es bestimmte Vorgaben. Und da machen eben neue Vermietungen, haben ein ganz großes Gewicht und wie gesagt wirken sich dann auch auf die Mieten aus bei den Wohnungen, die schon lange gibt. Okay, also sind wir doch alle in einem Boot und nun dauert der Iran Krieg seit fast 7 Wochen. Ich habe es eben nochmal nachgeschaut. 7 Wochen, echt schon eine Weile. Aber sind die Zinsen auch schon so stark gestiegen? Also ging das auch recht schnell da? Ja, also wenn man sich jetzt nicht tagtäglich damit befasst und mal hin und wieder hinkuckt, dann sagt man immer, wenn es sieht, das ist gar nicht so dramatisch aus. Sie sieht wie die Stelle hinter dem Kommar da geht es ein bisschen rauf und runter und schwankt auch so mehr. Ja, stimmt alles. Aber wenn man so eine Finanzierung angucken, 10 Jahre Laufzeit, das ist so ein typischer Kredit, der sehr häufig vergeben wird. Also gibt ja auch andere Laufzeiten, 15, 20 Jahre und so weiter. Aber 10 ist schon recht häufig. Vor dem Iran Krieg hatten wir Zinsen, die lagen so um 3,5 Prozent ungefähr. Das liegen wir bei knapp 4. 0,5 Prozentpunkte. Okay, bei jetzt ehrlich gesagt, doch mein erster Eindruck hört sich erst mal nicht so dramatisch an. Genau, hört sich erst mal nicht so dramatisch an. Das ist vollkommen recht. Man muss es immer umrechnen auf die Kredithöhe und vor allen Dingen auch auf die Laufzeit. Also mal das Beispiel. Ich nehme Kredit auf die Be400000 Euro, dann zahl ich zurzeit alleine Zinsen von ungefähr 1300 Euro im Monat nach dem Beispiel. Und wer jetzt sagt, 160 Euro mehr, dann kriegen wir das hin. Ja, aber jetzt rechne ich mal hoch. Also 160 Euro pro Monat, 10 Jahre lang. Dann landen wir am Ende bei 20.000 Euro. Das ist schon toll. Und da hast du jetzt nicht irgendwas leckeres ins Haus gebaut. Oder eine tolle Küche, oder was weiß ich, sondern es sind Zinsen übertreiben. Aber das zahlst ein bisschen für nix. Also kleinste Schwankung haben einfach da sehr, sehr große Auswirkungen. Ja, ist ja so. Und diese 1300 Euro, das sind ja nur die Zinsen. Das heißt, meine Kreditzome von der komme ich ja nicht runter. Das wird dadurch ja nicht weniger. So sieht es aus. Das kommt ja immer noch dazu. Das nennt man einen Tilgung oder Abtrag. Noch mal 1 Prozentpunkt. Je nachdem, wie man das auch immer gestalten mag, aber so ein Bau kostet dann für so ein Haushalt um die 2000 Euro. So ganz grob plus minus und da sprechen wir über kalt. Und da sprechen wir über Konditionen, die der zurzeit bekommst. Wenn du das mitbrings, was die Banken gerne wollen, nehme ich 20 Prozent Eigenkapital. Das muss man auch erstmal haben und auch das entsprechende Einkommen. Und wenn das nicht so ist, dann gibt es auch Tabellen, kann man auch einsehen. Dann steigt der Zinsatz doch nochmal beträchtlich. Ja, manch ganz schön fies und ich meine die Lage ist eh total angespannt. Es ist schwierig, bezahlbare Häuser zu finden. Es ist schwierig, bezahlbare Wohnungen zu finden. Nikolaus sagt doch nochmal ganz genau, wo ist der Zusammenhang zwischen dem Iran Krieg und den Banken, die jetzt relativ zügig reagiert und die Zinsen nach oben gedreht haben für mich? Ist das irgendwie weit weg und ein bisschen ungerecht? Ich kann es jetzt ganz kompliziert machen. Ich kann es auch ganz einfach machen. Ja, also ganz stark vereinfacht ist natürlich so, wenn da Öl und Rohstofflieferketten gestört sind. Das kriegen wir mit, dann steigen hier die Spritpreise. Wenn die Spritpreise steigen, wird der Transportteuer für Lebensmittel zum Beispiel übrigens auch für Baustoffe und so weiter und so weiter, dann steigen die Preise. Wenn die Preise steigen auf breiter Fronten, dann geht es mit der Inflation nach oben so und jetzt Achtung. Jetzt kommt die europäische Zentralbank in Spiel und was macht die? Wenn wir eine hohe Inflation haben, haben wir auch gemerkt in den vergangenen Jahren. Dann geht es mit den Zinsen nach oben. Warum macht die das? Damit die Geldkredite verteuert, damit wir nicht so viel Shoppen gehen und die Preise nach oben treiben. So und so schließt sich letztendlich der Kreis und jetzt werden einige sagen, aber die Zinsen sind dann auch gar nicht gestiegen von der europäischen Zentralbank. Das stimmt, aber der Markt nimmt das einfach vorweg. Also ich habe es versucht, einfach zu erklären, aber du merkst schon, das ist einfach eine Kette. Das baut so auf und wie gesagt, wir haben es versucht. Ja, aber hast du gut gemacht und ich wollte auch auf diesen Punkt. Es wird vom Markt vorweg genommen, das trifft. Also Leute, die direkt die gerade auf der Suche nach einer Immobilie sind zum kaufen oder mieten. Das heißt, es ist jetzt ein schlechter Zeitpunkt, um etwas zu finanzieren. Das ist immer die Frage, was ist der gute Zeitpunkt? Wenn man sich so in der Branche umhört, dann ist das so, dass wenn das natürlich das richtige Objekt gefunden hat. Und sagt, ich möchte hier wohnen, ich möchte hier leben mit meiner Familie oder wie auch immer. Dann macht das natürlich überhaupt keinen Sinn zu warten und es gibt auch einige, die sagen, aber wir hatten doch mal Bauzinsen, die lagen bei einem Prozent. Plus, den aus unserer Ja, stimmt alles, aber wir hatten 2022. Da ging es richtig los mit der Inflation. Die war sehr hoch, da waren die Bauzinsen zum Teil bei gut vier Prozent. Und jetzt sind ja gerade die Prognosen eher so, dass die Wirtschaftsforscher sagen, wir kriegen eine steigende Inflation. Wir kriegen eher steigende Preise und keine schnelle Beruhigung. Von daher ist davon auszugehen. Eher noch, dass die Zinsen noch einen Tick nach oben gehen, aber es ist eine alte Bette. Ja, dann auf die Zukunft. Wo man fair übrigens gar nicht spekulieren kann, das sind diejenigen, die schon Immobilien besitzen. Und für die kann das alles echt noch ein großer Problem werden. Ja, weil die Kreditverträge ja immer festgeschriebenen Zinsetzer haben. Und wenn ich jetzt ganz niedrig abgeschlossen habe vor zehn Jahren, dann kann das jetzt ein Problem werden? Absolut. Und vor allen Dingen, wenn du nicht getilgt hast oder wenig getiliert hast, sagen, dass man so, da hast du vielleicht abgeschlossen für 1,2,1,3,1,4 Prozent. Und jetzt hast du plötzlich viel, also ungefähr das drei Forte. Und damit musste natürlich erst mal zu Recht kommen. Ich kann eigentlich nur den Tipp geben, rechtzeitig das Gespräch zu suchen mit der Bank. Zu gucken, ob man sich vielleicht Zinsen sicher, über so genanntes Vorwahrt darlehnen. Das kann man in der Regel machen, bis zu fünf Jahre, bevor der Kredit ausläuft. Allerdings kostet meistens ein paar Stellen, hinter dem Koma noch mal exter. Ja, aber kann halt trotzdem wichtig sein, weil eine Verdreifachung bei den Zinskosten, die haben das ja immer durchgerechnet. Das können ja hunderte 1.000 Euro im Monat sein. Und da muss man wirklich aufpassen, dass es dann die Sache nicht beim Umschulden um die Ohrenpflicht. So ist es. Okay, jetzt waren wir aber doch wieder stark bei den Eigenheimbesitzern. Was heißt das jetzt noch mal alles für den Mietmarkt? Denn der mangeln an bezahlbaren Wohnraum, der ist ja jetzt schon enorm. Genau, also steigende Zinsen, wir haben gerade drüber gesprochen, immer Gift für den Bau und für den Mietmarkt, weil weniger gebaut wird, weil die Preise steigen und so weiter. Es gibt noch zwei gute Nachrichten, habe ich das auch im Gepeck. Du hast die gute Nachricht. Die Bautätigkeit hat angezogen zu Beginn des Jahres. So mal gab es viel öffentliche Investitionen, also das ist erst mal eine gute Nachricht. Und die zweite gute Nachricht ist, dass wir sehen, das Kaufpreise für Bestandseemobilien. So ein bisschen zurückgehen und nachgeben. Das heißt, die Verkäufer müssen im Augenblick so ein bisschen mit dem Preis runtergehen, damit sie überhaupt noch Käufer finden. Jetzt kommt der kleine Haken vor allen Dingen auf dem Land und vor allen Dingen für etwas ältere Gebäude in den Metropolen, in den Großstädten. Da sehen wir es allerdings nicht, weil es da einfach einen zu großen Mangel gibt an Wohnraum und doch eine sehr hohe Nachricht. Und da hast du dann hohe Preise plus hohe Zinsen herzlichen Glückwunsch. Was fällt uns denn dagegen schlaues ein? Also was zum Beispiel hat unsere Bundesregierung im Köcher? Der Bautobo. Ach, der Bautobo. Der Bautobo. Wie sieht es mit dem aus? Da jetzt geht alle schneller. Jetzt wird alle schneller genehmigt. Jetzt wird auch viel schneller gebaut. Na nein. Verdichtung, Aufstockung, also das auf Gebäude, was drauf kommt. Oder dass man irgendwie Büroimmobilien zu Wohnraum macht und so weiter und so weiter. Ha, alles auf die Strecke gebracht. Im Oktober des vergangenen Jahres und wenn wir heute so ein bisschen den Blick weiten und den Bund schauen, dann gibt es auch schon ein paar Projekte, die so angeschoben werden und so was. Was gibt denn in der Zwischenzeit auch wirklich viel Gegenwind in den Gemeinden von Naturschützern? Weil bestimmte Prüfer fahren einfach nicht mehr stattfinden müssen.
Umweltsozialstandards sind eine ganz große Themen, von daher muss man sagen, für ein Fazit ist noch ein Tick zu früh. Allerdings, so der ganz große Game-Changer wird es nicht sein, zeichnet sich wenigstens sich ab. Und hat, muss man auch sagen, ehrelicherweise niemand erwartet. Warten auf den Game-Changer. Mit die Kulurs lieben. Vielen Dank für die ganzen Infos. - Sehr gerne. Wir tun ja schon unser Bestes auch mal was positives zu erzählen in zehn Minuten Wirtschafts. Aber gerade in klassischen Nachrichten stehen ja schon oft eher die Probleme und Schwierigkeiten im Vordergrund. Deshalb habe ich einen Tipp für euch. Hört doch mal rein bei 15 Minuten der Tageschaupotcast am Morgen. Der schaut auch immer mal wieder, wie können wir damit eigentlich umgehen? Was könnten pragmatische Lösungen sein? Und das unterhaltsam und Alltagsnahm mit Beispielen von Menschen, die etwas zum Thema zu sagen haben, weil sie eigene Erfahrungen gemacht haben. Und wenn etwas wichtig ist und großes auf der Welt passiert, dann verpasst ihr das auch nicht. 15 Minuten der Tageschaupotcast am Morgen ist eine gut investierte Viertelstunde, die euch kurzweilig informiert und mit neuen Perspektiven in den Tag bringt. Link ist in den Schonauts. 15 Minuten Tageschaup, 10 Minuten Wirtschaft. Das passt doch eigentlich ganz gut, oder? Damit sage ich, tschüss für heute. Mein Name ist Astrid Kühlen, macht's gut und lasst euch nicht ärgern. [Musik]
Podcast Summary
Key Points:
Steigende Bauzinsen aufgrund von Inflation, die durch den Iran-Krieg und gestörte Lieferketten verstärkt wird, betreffen nicht nur Immobilienkäufer, sondern indirekt alle über den Mietmarkt.
Bereits kleine Zinserhöhungen führen über die Laufzeit eines Kredits zu erheblichen Mehrkosten (z.B. 20.000 € bei 0,5 % mehr auf 400.000 € über 10 Jahre).
Bestandsimmobilienbesitzer mit bald auslaufenden Niedrigzinskrediten können vor Problemen stehen und sollten frühzeitig mit ihrer Bank über Umschuldungsoptionen sprechen.
Der angespannte Wohnungsmarkt wird durch hohe Zinsen weiter belastet, da weniger gebaut wird und die Mieten steigen, trotz leicht rückläufiger Kaufpreise für Bestandsimmobilien in einigen Regionen.
Maßnahmen wie der "Bau-Turbo" der Bundesregierung zeigen bisher keine durchschlagende Wirkung, da sie auf lokalen Widerstand stoßen und keine schnelle Lösung für den Wohnraummangel darstellen.
Summary:
Der Podcast diskutiert die aktuell steigenden Bauzinsen und ihre weitreichenden Folgen. Ausgelöst wird die Entwicklung durch die hohe Inflation, die unter anderem auf den Iran-Krieg und gestörte Rohstofflieferketten zurückzuführen ist. Die Europäische Zentralbank reagiert darauf mit einer restriktiven Geldpolitik, was der Markt bereits antizipiert.
Die Zinserhöhungen wirken sich nicht nur direkt auf Bauherren und Käufer aus, die deutlich höhere Finanzierungskosten tragen müssen, sondern indirekt auf die gesamte Bevölkerung. Denn wenn sich weniger Menschen Eigentum leisten können, verbleiben sie im Mietmarkt, was die Nachfrage und damit die Mieten weiter erhöht. Zudem lohnen sich Investitionen in Neubauten für Investoren weniger, was das Angebot an Wohnraum verknappt.
Besitzer bestehender Immobilien mit bald auslaufenden Niedrigzinskrediten stehen vor der Herausforderung einer möglichen Verdreifachung ihrer Zinskosten und sollten frühzeitig mit ihrer Bank reden. Obwohl die Kaufpreise für Bestandsimmobilien leicht sinken und die Bautätigkeit zuletzt zunahm, bleibt der Wohnraummangel insbesondere in Städten enorm. Politische Initiativen wie der "Bau-Turbo" werden als kein "Game-Changer" eingeschätzt, da sie auf praktische Hürden und Widerstände stoßen.
FAQs
Steigende Zinsen beeinflussen auch den Mietmarkt, da potenzielle Käufer bei teurer Finanzierung länger mieten, was die Nachfrage und Mietpreise erhöht. Zudem können Investoren weniger bauen, was das Wohnungsangebot verknappt.
Vor dem Iran-Krieg lagen die Bauzinsen bei etwa 3,5 %, jetzt bei knapp 4 %. Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr, was bei einem typischen Kredit über 10 Jahre erhebliche Mehrkosten bedeutet.
Der Iran-Krieg stört Rohstofflieferketten, was zu höheren Transportkosten und Inflation führt. Die Europäische Zentralbank erhöht dann die Zinsen, um die Inflation zu bremsen, und der Markt nimmt dies oft vorweg.
Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt; wenn das passende Objekt gefunden wird, kann es sinnvoll sein, zuzuschlagen. Prognosen deuten jedoch auf weiter steigende Zinsen hin, daher ist eine individuelle Beratung ratsam.
Besitzer mit alten Niedrigzinskrediten sollten rechtzeitig mit ihrer Bank sprechen, um eine Umschuldung zu planen. Vorwahrdarlehen können helfen, aber eine Verdreifachung der Zinskosten kann hohe finanzielle Belastungen bedeuten.
Steigende Zinsen bremsen den Neubau, was das Angebot an Wohnraum verringert und Mietpreise erhöht. Zudem bleiben mehr Menschen im Mietmarkt, was die Nachfrage weiter steigert.
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