[Musik]
Alle Anfang ist manchmal schwer, manchmal leichter, aber immer interessant.
Und womit fangen wir heute an?
Heute Nora würde ich gern mit dir über Selbstständigkeit sprechen.
Na dann legen wir los.
Diese Folge wird unterstützt von FamilyLab.
Mehr über das Weiterbildungsinstitut
und die Weiterbildung Familienberatung erfahrt ihr am Ende dieser Folge.
Hallo Nora.
Hallo Oliver.
Vielleicht kurze Begriffsklärung,
aber wir reden nicht über die berufliche Situation der Selbstständigkeit.
Heute, sondern darüber, wie wird so ein junger Mensch denn?
Stück für Stück Selbstständiker.
Was steckt da so in dieser Entwicklung drin?
Und welche Rolle spielen da so wie Eltern?
Und überall schwebt natürlich es bei Jul.
[Lachen]
Der hat mal von Leitwölfen gesprochen.
Ja, davon ist das Kinder sozusagen Leitwölfe brauchen.
Die so ein bisschen die Richtung vorgeben,
der man hinterher laufen kann, bis man sozusagen weit genug ist,
von seiner Entwicklung um selber weiter zu laufen
und irgendwann vielleicht selbst Leitwölf zu werden.
Und dieses Leitwölfbild von Jul,
das sollte eben auch ein neues Bild sein,
das eben nicht dieses autoritäre Bild eines Herrschers
und eines beherrschten sozusagen bedient.
Also, so diese Idee in der Familie,
es gibt quasi die, die ihr sagen haben.
Und sozusagen die Fußleute, die Folgen müssen,
das sind dann die Kinder.
Sondern er hat da versucht, so ein bisschen ein friedlicheres.
Und gewisserweise auch ein sozusagen natürlicheres Bild zu schaffen.
Im Sinne von, das ist sozusagen die natürliche Ordnung,
dass eben die Erwachsenen die Leitwölfe sind und vorangehen.
Und die Kinder haben auch den inneren Drangen,
ihnen zu folgen, also Kinder sehen sich nach Orientierung,
nach Halt, nach einer gewissen Form von Führung.
Und gleichzeitig haben Kinder in sich den Drangen angelegt,
selbstständig zu werden und immer mehr Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen.
So, ne? Das ist so diese Idee des Leitwölfgedanken.
Das heißt, aber auch in relativ vielen Jahren unserer Äternschaft
gerade so am Anfang müssen wir als Erwachsene
irgendwie diese Balance halten, einerseits Leitwölf zu sein.
Wenn man dieses Bild bemühen will und auf der anderen Seite
unseren Kindern aber zu sehen, es eben auch mehr Selbstständigkeit zuzugestehen
und auch eigene Entscheidungen zuzugestehen,
auch welche, die wir vielleicht selber nicht gut finden,
da das auch auszuhalten, dass unsere Kinder ihren eigenen Weg gehen.
Und gerade wenn man eben mit einem modernen Kinderbild
ans Eltern sein rangeht, dann ist es ja schon so,
dass man auch davon ausgeht, dass Kinder von Anfang an,
auch schon als Babys und Kleinkinder ein eigener Mensch sind mit eigenen Bedürfnissen,
mit eigenen Willen und das als auch unsere Aufgabe ist,
diese Kinder zu respektieren in ihrem Selbst von Anfang an.
Dass wir also Leitwölfe sein dürfen, aber das heißt nicht,
die ersten zehn Jahre bestimmen wir oder die ersten drei Jahre bestimmen wir.
Oder so sind dann irgendwie die Kinder von Anfang an mitbestimmen,
aber eben auch im Rahmen ihrer Möglichkeiten.
Und das ist finde ich oft ein ganz schön komplexes Anforderungsprofil,
was sich dann da so stellt.
Dass viele Eltern auch bei meinen Vorträgen oder so sagen,
"Ja, aber wie soll ich ihn das jetzt machen?"
Also einerseits soll ich mal kind um Erlaubnis fragen,
bevor ich eine neue Windel dran mache und andererseits soll ich aber in die Führung gehen,
wenn es um Straßenverkehr medizinische Maßnahmen, Kindergartenauswahl,
was auch immer geht.
Aber es gibt ja eine Milliarde Situation im Alltag,
die sich irgendwo zwischen, es ist quasi egal.
Und es ist lebensdotwendig bewegen.
Und wer hat dann da wie die Führung?
Und wie lange darf ich diesen Führungsanspruch beanspruch,
ne Wurran?
Merklich, dass mein Kind dann auch langsam reif ist, selber zu entscheiden.
Und so, also das ist ein ziemlich großes Feld.
Ja, also wenn man es so aufspannt, auf jeden Fall.
Ich rette mich jetzt mal ins individuelle.
Ich bin Anfang sagen, ich glaube, dass das krass unterschiedlich ist,
was da in jedem Kind, ich sag jetzt mal, angelegt ist,
zu dem, wenn irgendwelche Formen der Beeinträchtigung,
der besonderen Eigenschaften der Behinderungen dazukommen,
dann stellen sich daher noch individuelle Fragen.
Und schon so aus der eigenen, quasi wie sagt man,
dann Familienbiografie glaube ich berichten zu können,
dass das sehr, sehr unterschiedliche Wege nehmen kann,
wann ein Kind beschließt,
wie eigenständig will ich bestimmte Dinge machen.
Also, als du wenn wir so auf das schauen,
was dem, keine Ahnung, dem prototypischen 3-jährigen,
7-jährigen, 17-jährigen so möglich ist.
Ja.
Also das finde ich immer hilfreicher, sozusagen,
willst du die Schule selber anziehen oder nicht,
verstehst du das denn so, die Themen oder bist du dir sicher,
dass du jetzt noch auf dem Donnerstag auf diese Party gehen willst,
dass da schon ganz viel auch immer eigentlich
vom Kind schon auch ein klare Signal kommt, was es eigentlich will.
Mhm.
Du meinst, man kann sich da auch ein bisschen vom Kind leiten lassen
in der Selbstständigkeitsentwicklung haben.
So davon, ich zeig dir,
dafür bin ich jetzt bereit.
Ja, weil also unter der Prämisse,
dass du ja vorhin gesagt hast,
das Lebensbedrohliche, das Gefährliche und das offensichtlich dumme nehmen,
haben wir als Eltern schon bei Seite geräumt.
Mhm.
Ja.
Also natürlich Fahrradhelme und natürlich Licht am Fahrrad
und natürlich Tätternusimpfung und all diese Dinge.
Ja, ja.
Ich verstehe, was du meinst und ich finde,
das ist eine gute, ein guter Hinweis zu sagen,
Kinder sind in ihrer Entwicklung ja super auf verschiedenen,
nicht nur in ihrer motorischen Entwicklung,
sondern auch in ihrer Selbstständigkeitsentwicklung
und oft zeigen uns Kinder selbst auch an.
Ich bin bereit für den nächsten Schritt.
Also bei so einem Thema zum Beispiel wie Allein zur Schule laufen
oder Allein zur Schule fahren mit dem Fahrrad oder so.
Da gibt's oft diesen Moment,
wo ein Kind dann irgendwie so sagt.
Jetzt.
Voll.
Ja.
Ich lache so, weil die Jungs erlebt, genau.
Ja.
Plötzlich.
Chalka-Kau.
Nee, nee, meine alleine.
Ja.
Und gleichzeitig gibt's natürlich auch in Bezug auf Selbstständigkeit
in unserer Gesellschaft super viele Glaubenssätze
und auch super viel Druck oft.
Das Eltern des Gefühl haben bestimmte Selbstständigkeitsschritte
müssen aber zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht werden.
Und da fehlt dann auch manchmal diese innere Geduld
und Gelassenheit einfach mal zu warten,
bis das Kind von selber sagt.
Ich werde an jetzt soweit.
Wir haben in unserer Gesellschaft schon auch ein bisschen
so einen Selbstständigkeitsfetisch gerade bei den kleinen Kindern,
dass wir oft wollen, dass die bestimmte Dinge
in den bestimmten Alter dann auch wirklich alleine können.
Und da hängt dieser ganze große Glaubenssatz dran,
dass man so zu einem keine Kindergroß ziehen will,
die sozusagen am Rock-Zipfel hängen,
die unselbstständig bleiben.
Und da ist dann unselbstständig oft auch so ein bisschen mit
nicht lebenszüchtig konvertiert.
Und was ich oft so schwierig finde,
das fällt mir gerade auf, wo wir darüber sprechen,
ist, dass dieser Begriff der Selbstständigkeit viele Facetten hat,
aber auch ganz grob, so zwei Elemente hat.
Das eine ist, so dieses aus dem Kind selbst kommende im Sinne von,
ich kann das jetzt, so dieses ganz selbstwirksame.
Ich will mein Leben selbst in die Hand nehmen.
Und ich will jetzt bei meinem Freund übernachten, oder?
Ich will jetzt in die Schule radeln, oder so.
Und dann gibt es aber auch noch diese Selbstständigkeit,
die ich quasi im Gegensatz steht zu
Bedürftigkeit, Abhängigkeit.
Ich kann das noch nicht alleine.
Ich brauche dich noch dafür.
Und was in der pädagogischen Tradition sozusagen,
wenn wir uns die Erziehungsgeschichte angucken,
ein großes Problem ist,
dass wir sozusagen über Jahrzehnte einerseits supergehorsame Kindergroß ziehen wollten.
Also autoritäre Erziehung war das Gebot der Stunde.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowieso,
aber auch noch weiten Teilen des 20. Jahrhunderts.
Und man wollte sozusagen Kinder, die eigentlich tun,
was man ihnen sagt.
Und in derhin sich sozusagen sehr wenig selbstständig denken.
Und auf der anderen Seite sollten Kinder möglichst früh selbstständig
sein im Sinne von wenig brauchen.
Also diese Fokus darauf zu sagen,
ein kleines Baby soll von Anfang an lernen,
alleine einzuschlafen.
Das soll selbstständig ins Bett gehen können
und selbstständig durch die Nacht kommen.
Und das soll wirklich wenig bedürftig sein.
Das steckt da ja auch immer mit drin.
Also ich. Ah ja, klar, okay.
Das ist uns also möglichst wenig zur Lastfalle.
Genau.
Bei der Erreichen unserer erwachsenen Ziele.
Also diese Verwöhnangst,
dieses, das man Eltern sagt,
du darf sein Kind nicht verwöhnen.
Ja.
Da steckt ja auch immer diese Drohungen drin.
Das Kind wird sonst unselbstständig.
Wenn das sich nicht von Anfang an dran gewöhnt,
dass es manche Dinge alleine machen muss
und alleine schaffen muss,
dann kriegt man das nie wieder hin,
sozusagen, dass das Kind für sich stehen kann.
Und ich glaube, das sind so zwei unterschiedliche Facetten
von Selbstständigkeiten.
Und vielleicht müsste wir diese
und ein bisschen voneinander trennen.
Ich guck da natürlich auch gerade so als Babymutter drauf.
Mit einem superbedürftigen kleinen Menschen,
der quasi ohne mich nicht überleben kann.
Und wo wir immer wieder so von wildfremden Leuten,
ja, so gesagt wird,
wenn ich dann mit Baby im Trage-Tuch unterwegs bin
oder irgendwie so dieses. Na, ob das dann überhaupt mal laufen lernen will,
wenn das immer herumgeschleppt wird.
In die Zeit, ja.
Das ist wirklich diese bescheuerten Unterstellungen.
Man würde das Kind quasi
an seiner Selbstständigkeitsentwicklung hindern
durch Führsorge, durch Bemuttern,
durch. Kümmern letztlich, ne?
Wenn in mich ein Kind tröstet,
Das weint, dann heißt das, ja, dann wird es immer zu Mama rennen, dann wird es nie lernen,
sich selbst zu beruhigen, wenn du immer springst, und da ist es mir noch mal wichtig, Herbert
Transposter zu zitieren, der in seinem tollen Buch Kinder verstehen, diesen Satz geschrieben
hat, der Weg in die echte Selbstständigkeit führt über die erlaubte Unselbstständigkeit.
Ich zieht jetzt aus dem Gedächtnis, es steht nicht genau wörtlich so drin, aber das ist
so dieser Kernsatz zu sagen, wenn Kinder als kleine Kinder nicht unselbstständig sein dürfen,
im Sinne von abhängig, bedürftig, klein, finden Sie nicht diese innere Kraft später wirklich
selbstständig zu sein, sondern Sie lernen so eine Art Brüchegeselbstständigkeit, also Sie
lernen, als kleine Kinder alleine einzuschlafen und niemanden zu brauchen und nicht zu weinen
und sich selber zu beruhigen, aber das ist keine Selbstständigkeit, die aus einer inneren
Stärke erweckt, sondern es ist eine Selbstständigkeit, die aus einer Resignation und aus einer gewissen
Not erwachsen ist im Sinne von, ich habe mich halt von Anfang an gewöhnt, dass ich allein
klar kommen muss und jetzt komme ich auch allein klar, aber nicht aus einer inneren Stärke,
sondern aus einer Erfahrung von, ist halt auch keiner da, der sich um mich kümmert und um
das einmal kurz sozusagen zu Ende zu führen, uns wird ja oft auch als sozusagen liebevolle
zugewandte Eltern vorgeworfen, wir würden quasi unselbstständige Kinder heranziehen und das wird zum
Beispiel, das habe ich gerade vor wenigen Tagen erst noch mal in einem Gespräch gehört von
manchen Lehrkräften dann zum Beispiel oder auch von anderen Menschen damit so begründet zu sagen,
heutzutage sind die Kinder viel komplizierter, was woanders übernachten angeht, früher konnte man
mit Drittklässern prima auf klassenfahrt fahren und jetzt gibt es immer drei, die abgeholt werden müssen,
das ist und dann wird das quasi als negativ Beispiel gewählt, diese moderne weiche Erziehung,
die bringt an diese unselbstständigen Kinder hervor, die ohne Mama und Papa nicht einschlafen können.
Und das ist natürlich eine Lesart, die unselbstständigen Kinder und umgekehrt kann man natürlich auch sagen,
ist das eine echte Selbstständigkeit, wenn lauter Drittklässler sich lieber vor Angst ins Hemd machen als
zu sagen, ich will heim und ist vielleicht das auch einfach eine seltsame Erwartung von Selbstständigkeit,
dass lauter neunjährige in der Lage sei, soll irgendwo in irgendeiner Hütte ohne Eltern zu übernachten,
oder so, also ist das wirklich das, woran man jetzt ablesen kann, ob jemand später gut durchs Leben kommt,
aber was ich eben merke beim Thema Selbstständigkeit ist, dass ich von vielen Eltern mitbekommen,
dass sie sich liebevoll und fürsocklich um ihr Kind kümmern, sich auch am Tempo des Kindes orientieren
und oft den Vorwurf bekommen, das Kind damit zu verzerteln und seine Selbstständigkeitsentwicklung quasi zu verzögern,
wenn ich gar zu verhindern. Und das führt auch zu realen Ängsten, dass dann Eltern auf einmal Angst haben,
schade ich meinem Kind, indem ich dem Nachgebe, wenn mein Kind sagt, ich trau mich noch nicht allein zur Schule zu laufen.
Ich möchte, dass du noch mitkommst, auch in der zweiten oder dritten Klasse, oder ich möchte, dass ich abends noch nicht allein einschlafen muss,
ich möchte noch nicht allein mal den Großvatern übernachten, ich trau mich noch nicht allein mit der U-Bahn zu fahren.
Also ist das was, wo man sagen darf, okay, da nicht, oder muss man quasi gegenhalten im Namen der Selbstständigkeitsentwicklung?
Ich glaube, das ist ein der wichtigsten Themen, überhaupt, dass wir da so aufgemacht haben. Also zu Beginn der heutigen Folge war ich mehr so in der Empowerment-Ecke.
Also, ich sag dir ja, sinngemäß gibt euer Kind die Zeit, dass es braucht, denn jedes Kind ist da unterschiedlich und ich verspreche euch am Ende wird es so selbstständig sein, wie es halt sein kann.
Genau, wie es in seinem Entwicklungsrahmen auch vorgesehen ist. Und jetzt hast du ja zurecht diese ganze gesellschaftlichen Sekundeertugen, oder was auch immer das dann ist, Selbstständigkeit aufgemacht,
weil dazwischen dachte ich noch, naja, und außerdem kommen ja dann irgendwann die außerhäuslichen Betreuungseinrichtungen aller Arten und Güte, wo ja wieder mal diese Tese habe ich ja schon öfters vertreten.
Die so wahnsinnig viel verlangt wird von dem Kind mitzumachen, sich zusammenzureisen, sich an Regeln zu halten und die Schuhe selber und das Sportzeug und dann wo ist die Trinkflasche und wieder still ist, also ich denke, also selbstständiger kann man ja eigentlich gar nicht sein als mit 30-Fremden den ganzen Tag irgendwo in einem Raumschiff so ungefähr.
Und jetzt kommst du aber, sagst du noch ja, wie gesagt, wir haben da eigentlich noch ein ganz anderes Thema dahinter.
Also, den Zahn müssen wir jetzt glaube ich am schnellsten oder am dringendsten ziehen, weil das und noch so ein Schachtelsatz von Oliver entschuldigt heute bitte, aber vielleicht ist es auch jetzt die längere Arbeit mit aller Anfang, aber mich nerven immer mehr diese Artikel, was die wahrscheinlich seit 20 Jahren schon nerft.
Also, wenn du wieder so ein Expert in den Interview liest, wo wieder irgendwie erklärt wird, dass die Kinder von heute und dass die für euch jede Bedürfnis wird, ihnen von den Lippen abgelesen und alles nur tyrann und die können sie überhaupt nicht mehr zusammen reißen und so und ich denke, oder so, ne, es ist halt nicht so, stimmt halt nicht.
Also ich nehme es wirklich, eigentlich würde da gerne mal, also ich glaube, langweils dich bei dem Thema ich schon geklärt habe.
Ich habe einfach einen 20-jahren aufgebauten Leidensdruck bei dem Thema. Es ist wirklich so fahrt, wenn man immer mit den gleichen Argumentationskette ließ uns zu sagen, warum soll denn ein Kind das sagt, ich will nicht auf der Klassenfahrt übernachten oder ich habe es jetzt zwei Tage lang geschafft, ich habe das ausgehalten, dass ich in einem stinkerten 6er Zimmer mit zu dünner oder zu dicker Bettdecke und so weiter und so fort habe ich gemacht.
Und jetzt sind einfach meine Ressourcen, ob ihr braucht für die Woche, "I would prefer not to".
Und wenn ich halt natürlich weiß, dass ich ein unquarschenes fauleseltern Paar habe, wo einer zu Hause sitzt, am Laptop und erwartet, dass man ihn anruft,
ja natürlich versuche ich dann da mich abholen zu lassen. Ich werde auch blöd, wenn nicht. Also besser, so können wir das mal so von diesem Partessockler runterholen.
Ich höre es mal auf das Rand, aber ich finde es so ent. Ich finde es sehr sympathisch, dass du dich ja aufregst, weil ich etwas Gefühl bin, ich bin darüber aufregelst und schnell, der verdacht da, dass ich nur sozusagen meine Bücher oder meine Arbeit verteidigen will.
Und dabei geht es mir eigentlich gar nicht. Ich ärgern mich einfach auch so sehr, dass ich denke, wir haben wirklich immer noch eine Gesellschaft in der so, so viele Kinder in ihren Bedürfnissen nicht gesehen werden,
wo so viel alltägliche Gewalt und Diskriminierung stattfindet. Aber es wird immer hoher und runtergeschrieben.
Das größte Problem sind die viel zu netten Eltern heutzutage, die in Kindern keine Frustration mehr zu muten.
Und wir haben ja schon mal eine Folge gemacht, mit dem zu viel das Guten, mit dieser Idee natürlich gibt es in einer anderen Situation auch, so was wie eine Überbehütung, die dann auch Entwicklung verhindern kann.
Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Und manchmal müssen wir uns selber so ein bisschen nochmal von außen kritisch betrachten und schauen, passt das, was wir vor ein, zwei, drei, vier Jahren in dieser Familie eingeführt haben.
Immer noch zur Entwicklung statt unter uns Kinder, sondern da müssen wir unsere Routine mal so ein bisschen abdaten und das Kind kann sich vielleicht sein Brot selber schmieren oder was auch immer.
Aber andererseits auch immer wieder sich klar zu machen, es muss nicht alles, was es kann und Selbstständigkeit ist kein Selbstzweck und manchmal ist versorgt werden und liebevoll behandelt werden und nicht alles allein machen müssen.
Einfach auch eine ganz wichtige Form mit einer Inverbindung zu kommen, diese Liebessprache, wenn man diesen Begriff so verwenden will, den wir unter Erwachsenen ganz selbstverständlich auch verwenden, dass irgendwie man sich gegenseitig ein Kaffee bringt oder ein T-Cocht oder sagt, ich hab für dich schon mal so, ja.
Und da würde keiner sagen, oh, du hast eine Frau, aber wirklich voll verwöhnt, dass sie sich jetzt nicht selber ein Kaffee kochen musste oder so und bei Kindern hat man oft dieses, warum macht es das nicht selber, warum nimmst du ihm oder ihr das ab?
Warum darf dieses Kind hier so eine Bedürftigkeit zeigen und um das einfach noch mal ganz klar zu machen zum Thema Selbstständigkeitsentwicklung und da meine ich jetzt wirklich Selbstständigkeit im Sinne von, kann ein Mensch später selbst gut im Leben stehen und für sich selbst Verantwortung übernehmen.
Und als Alters angemessenerweise, da gibt es aus der Entwicklung psychologischen Forschung wirklich viele Hinweise darauf, dass die Selbstständigkeitsentwicklung dann am besten gelingt, wenn Kinder nicht in der frühen Kindheit schon mit einer nicht Altersgerechten Selbstständigkeitserwartung überfordert werden sozusagen.
Also ein kleines Kind, das zu Mama und Papa ins Bett kriechen darf, wenn es Angst hat, lernt Emotionalesicherheit, lernt Regulationsstrategien, lernt Geborgenheit zu suchen und zu finden und wird dann nicht mit 30, die Nähe der Eltern suchen müssen umschlafen zu können.
Und dann hat dann für sich sozusagen diese innere Sicherheit getankt, um zu sagen, wie komme ich jetzt gut durch die Nacht und viele Kinder, die mit relativ viel emotionaler Herze groß werden, den früh viele Bedürfnisse auch abtrenniert werden, die haben oft eher Schwierigkeiten als Erwachsene mit einer guten Selbstregulation und mit einer echten Selbstständigkeit, die eben nicht so brüchig ist, dass sie sofort zusammenkracht, so bald sozusagen eine Belastung da irgendwie um drauf kommt.
Und mir bricht das wirklich das Herz, man kann das Kindern ansehen, also kleine Kinder, wirklich ein zweierige Kinder, lernen sehr früh in dem familiären System, in dem sie leben, ob es sicher ist, Schwäche zu zeigen und Trost zu brauchen und man kann sehen, dass Kinder, die nicht getrüstet werden von ihren Eltern.
Oft immer noch kleine Jungs auch, im Namen der Selbstständigkeitsentwicklung, der muss mal Taffer Mann werden, der soll hier nicht so eine Sohelsuse sein.
Das können Kleinstkinder schon lernen.
Weinen bringt nichts.
Und dann sieht man teilweise Kinder,
die sind 15 Monate alt und stoßen sich an und tun sich weh.
Und man sieht, dass es denen weh tut.
Und dann ziehen die einmal die Nase hoch und drecken sich so ein bisschen und gehen weiter.
Weil die gelernt haben, weinen ist nicht.
Trost gibt es auch nicht.
Das ist auch nichts, was ich erwarten darf.
Und das bricht mir das Herz,
wenn ich das sehe, weil ich weiß,
dass das sozusagen diese Jungs und Männer dann später oft werden,
die überhaupt nicht mitgefühlen umgehen können.
Und den das super schwer fällt, mal zu weinen Traurigkeit zu zeigen,
Trost anzunehmen, Verbindung zu suchen in einem schwierigen Moment.
Und deswegen ist dieser Selbstständigkeitsfetisch nicht nur unsupertisch,
sondern wirklich auch nicht gesund für Kinder.
Das ist nicht gut für die kindliche Entwicklung.
Wenn man ihnen ihr Altersgerechtes verhalten,
und es ist Altersgerecht für kleine Kinder, andere Menschen zu brauchen,
insbesondere, wenn sie sich weh getan haben oder Angst haben oder müde sind
oder so, das so abzutrainieren.
Und dieser Stolz, den manchmal dann auch so,
manche Eltern vor sich hertageln sich von unser Kind,
braucht uns quasi gar nicht mehr.
Das ist zwei und das ist schon so selbstständig.
Da müssen wir eigentlich nix machen.
Das ist kein wahnsinnig gut begründeter Stolz.
Klar, es gibt auch Temperamentunterschiede.
Und natürlich dürfen Kinder auch gut mit sich selbst sein.
Es ist total okay zu sagen.
Unser Kind kann voll mit sich im Spiel versinken und braucht niemand zweiten.
Alles gut.
Aber so dieses, wir sind so stolz.
Unser Kind ist überhaupt nicht bedürftig.
Da würde ich aufhorchen, sag ich mal.
Das ist nicht der Flex, für den es manche halten.
Und ungekehrt, wenn Kinder sozusagen unselbstständig sind.
Und praktisch ihre Eltern für Sorge brauchen,
ist das eben kein Erziehungsfehler.
Kein, ja, ja, ihr habt das Kind auch verwöhnt.
Ihr hätte den mal beibringen müssen.
Sondern dass es auch einfach ein Zeichen dafür,
dass das Kind spürt, was es braucht.
Und auch die Erfahrung gemachte,
dass es sich ja zum Ausdruck bringen kann.
Ja, ja.
Also ich finde es wirklich wichtig,
da nochmal darüber nachzudenken,
für eine kurze Sekunde über dieses reizierte Wunschselbstständigkeit.
Weil die wirklich schon so ein Drehe und Angelpunkt ist,
wie wir so auf unser Kind gucken.
Und es ist jetzt vielleicht mal ein bisschen beispielhafter zu machen,
dass man das an das Thema so hinpiegst.
Ich glaube, das ist im Eltern seien ja so angelegt.
Irgendwann war der eins meiner Kinder.
Wir waren im Freibad, kann ich in Eis haben.
Und dann habe ich ihm halt zwar auch in die Hand gedrückt.
Ich bin gesagt, dahinten ist der Kiosk.
Und das war dann so okay.
Also ich glaube, in dem Moment ist ja schon okay,
schaffe ich das jetzt, trau ich mich jetzt.
Ja, so, lass es auch das Alter weg,
weil es ja bei jedem da irgendwie unterschiedlich ist.
Und man kann ja im geschützten Rahmen, sag ich mal,
solohafteres verhalten oder oder oder oder oder oder tun.
Kann man ja testen.
Aber ich bin sehr entschiedener Gegner von Überforderungen.
Also, wenn du dein Kind des ersten mal zu Hause lässt
und alleine mit mir, du gehst einkaufen
und lässt dein Kind sagst du, ich geh kurz einkaufen
und ich bin bei der Nachbarin und wie auch immer.
Irgendwann muss man hier mit damit anfangen.
Ja.
Und ich fände es halt nur wahnsinnig wichtig,
dann nicht länger weg zu bleiben als besprochen.
Und das Kind verstehen kann, wie was eine 5-Stunde ist.
Und nicht so, ja, das mit da muss er jetzt durch.
Ja.
Da muss er jetzt durch, ist fast immer den Entschuldigung
von schlechtem Eltern verhalten.
So.
Ja.
Ja, also gerade bei diesem Thema allein zu Hause bleiben.
Da hatten wir mal so eine Situation mit einem meiner Kinder.
Da war das noch relativ jung und wollte Part 2 nicht mit.
Wir mussten zu Fahrrad laden und mussten irgendwie Fahrrad abholen,
dass wir sozusagen die Reparatur gegeben hatten
und dieses Kind wollte Part 2 nicht mit.
Und hat sich so auf die Hinterbeine geschätzt und war so,
dass es ich kann auch allein zu Hause bleiben.
Und ich hab gesagt, ich glaube wirklich,
dass das keine gute Idee ist.
Und ich war so ein bisschen innerlich in so einem Kampf,
weil ich einerseits dachte,
entweder ich kann jetzt mal Kind packen und einfach mitnehmen
und so in diese Entscheidung gehen zu sagen,
dass kannst du nicht selbst entscheiden.
Du kannst doch nicht allein zu Hause bleiben.
Oder ich traue es ihm zu,
weil dies das kein Stand an das.
Also weil ich es auch immer so ganz wenig klein
und sagte, ich schaffe das.
Jetzt glaub mir das halt so.
Und dann hab ich gedacht,
okay, einmal zum Fahrrad laden und zurück.
Das ist eine 4-Stunde.
Das, okay, dann mache ich das jetzt halt so.
Und hab dann wirklich das Kind zu Hause gelassen,
weil eben auch das so diese große Überzeugungskraft
so im Raum schon dieses doch macht das Mama.
Und hab ich gedacht, okay.
Und dann sind wir zu diesem Fahrrad laden hin.
Dann hat es ein bisschen länger gedauert als ich dachte.
Aber nicht viel länger.
Aber wir waren ja in so einer 25-Minuten, würde ich sagen, zurück.
Und ich traue auf dem völlig aufgelöstes Kind,
dass da weinte und sagt, das war so schlimm.
Ich hab so Angst gehabt und so weiter.
Und dann hab ich so im ersten Moment so Schuldgefühle gehabt.
Ich habe das doch falsch eingeschätzt.
Ich hätte das Kind einfach unter einem Klembo mitnehmen sollen.
So ungefähr.
Und gleichzeitig hab ich aber auch gedacht,
vielleicht ist das manchmal auf dem Weg der Selbstständigkeitsentwicklung
auch so eine Erfahrung, dass man super überzeugt ist.
Ich kann das und ich will das.
Und dann merkt man, okay, mir wird das jetzt zu getraut.
Und dann merkt man selber, war doch noch zu viel.
Und ich hab dann das Kind natürlich getrüstet und nicht gesagt,
ja, du wolltest ja auch.
Also, okay, das war jetzt echt ein bisschen unheimlich.
Und so, ja, das will ich nicht so schnell wieder machen.
Und ich, also ich will das jetzt wieder als muß dabei spielen.
Da sind wir von "Wir haben das perfekt gelöst."
Ich will einfach nur erzählen, diese Selbstständigkeitsentwicklung.
Das ist nichts, was immer so Lehrbuchmäßig perfekt läuft.
So manchmal geht man auch einen Schritt zu weit.
Und dann merkt man wieder, das war doch nichts.
Und das war unter dem Strich eine Situation,
die für mich und mein Kind leerreich war.
Und einfach zu merken, okay, ich hab da drauf vertraut.
Es hat mein Kind auch durchaus beeindruckt,
dass ich dann gedacht, okay, wenn du das sagst, ja.
Und gleichzeitig war dann auch bei meinem Kind so eine Erkenntnis von
manchmal überschätzig mich vielleicht.
Und es gab jetzt, das ist schon ein paar Jahre her,
immer mal wieder auch Situation, wo es sich was zugedacht hat
oder noch mal so diese zweiten Gedanken hatte zu sagen.
Aber ich hab auch schon mal gedacht, ich könnte das vielleicht. Ähm, brauchen wir noch irgendeine Form von Sicherheitsnetz oder so.
Dass ich dich irgendwie anruf, lekarren oder sowas.
Und es war nicht so, dass mein Kind daraus mitgenommen hat.
Ich soll mir nichts zu trauen oder alles, was ich mir zu trau klappt ähnlich.
Aber es ist durchaus diese eine Situation für uns beide,
manchmal so ein Referenzpunkt geworden zu sagen.
Aber weißt es auch, wie das da so war?
Ist das so eine Situation oder ist es eine andere Situation?
Ähm, und das finde ich typisch für Selbstständigkeitsentwicklungsthemen,
dass man eben mit jedem Kind aufs Neue,
je nachdem, wie die so drauf sind, ob Charakter von ihrer Entwicklung und so.
Auch so miteinander einfach diesen Weg ausloten muss von,
wie gut kannst du schon einschätzen, was du selber schaffst?
Wo hast du auch so was wie Notausgang, wenn du dich überschätzt hast?
Und für allem finde ich es halt wichtig,
dass wenn wir als Erwachsener auch merken und unser Kind etwas probiert,
Klassenfahrt, was auch immer.
Und dann klappt es nicht, dass man dann nicht in so ein,
ja, das war ja jetzt natürlich blöd rein geht.
Sondern dass sozusagen man auch diese Anstrengungen ist zu probieren
und Selbstständig zu werden quasi wertschätzt
und gleichzeitig das auch als normalen Teil des Weges.
Mhm.
Weißt du, begleitet das es manchmal halt auch noch nicht so klappt?
Ich seh die Skeptusch gucken.
Ja, ich habe da so ein bisschen.
Also, das klemmert eins.
Ich habe da sicher schon sehr, sehr viele Fehler gemacht.
Das klemmert zwei.
Eins meiner Kinder schickt mir irgendwann mal auf eine SMS-Frage zurück
nur so ein Helikopterbild.
Ja, dass man das kann sein, dass ich da sozusagen dazu neige inzwischen.
Ein Helikopterpapar zu sein.
Also, ich und ich finde, da haben wir glaube ich auch schon mal
in irgendeiner Folge gesprochen.
Das können können mich ruhig so nennen.
Also, aus heutiger Perspektive baue ich immer ein kleines Sicherheitsnetz.
Also bei uns ist es auf dem Festnetz, wenn man die einst drückt,
das ruft Papa an und zwei Mama oder umgekehrt kann.
So hätte ich den Fahrrad laden.
Also aus heutiger Sicht, du hast und ihr seid und euer Kind und euer Fahrradladen.
Ja, ja, ja.
Ich glaube wirklich bitte, ja.
Du willst es nicht einfach so gemacht?
Du hättest an Sicherheitsnetz eingebaut.
Ich glaube, dass das Selbstständigkeitstraining,
weil das ja heute unser Thema ist.
Ja.
Nicht leidet und dann im Sicherheitsnetz.
Nee.
Gelekt hätte.
Und ich verstehe auch, was du gesagt hast.
Das nehmen wir als Referenz.
Ich mache oft genug solche Fehler, wo man den machen und sagt,
wo, ich glaub, das war ein bisschen viel.
Ich glaub, das war ein bisschen lang.
Ich glaub, das war ein bisschen Tumat.
Das war ein bisschen zu viele Leute, diese Feier gegen ein bisschen zu lang.
Oder ich war irgendwann mal irgendwie.
Ja, also wirklich.
Sondern nur, ihr hättet das gleiche haben, können mit Sicherheitsnetz.
Ja.
Jetzt im Minute 24 wird's mir zu viel Mama.
Kann das Kind ja nicht abschätzen.
Und da kommen wir halt leider zu dieser Elternverantwortung.
Ja, ist total.
Einer ist halt zum Fahrradladen gefahren.
Und dann hättest du halt am Telefon gesagt,
ja, jetzt hol dir halt keine Ahnung.
In der Schublade unten sind zwei Kekse, nimmst den Kekse, bin vier Minuten da.
Ja, genau.
Dann weißt du, ich glaub, wir verstehen uns hier.
Ja, ja.
Ja, ja.
Nee, nein, ich verstehe es nicht.
Also, ich erzähle, dass nicht als Rechtfertigung so einfach,
weil es so aus dem echten Leben ist.
Mittlerweile haben wir exakt Sohn Sicherheitsnetz.
Also auch, wie du sagst, Festnetz noch mal.
Und so.
Und damals war die Situation aber so quasi unvorbereitet und überraschend für mich,
dass wir sozusagen noch nichts eingezogen hatten.
allgezogen hatten. Also, weißt du, das wusst du?
auch einmal einrichten und programmieren und so und wir waren noch gar nicht an den Punkt und
und dann war quasi so diese Situation, ich muss jetzt los und mein Kind sagt, ich komme aber
jetzt nicht mit und dann quasi so dieses Gefühl von okay, es wieder du bleibst oder du gehst aber
sozusagen alle also jetzt noch mich hinzusetzen und sagen jetzt okay, dann programmiere ich jetzt noch
den normalen Telefon ein und so das war sozusagen gefühlt, ich kann nicht jetzt so sagen. In dem
Moment da gar keine Option, sondern es war einfach so dieses geht oder bleiben Ding und ich erzähle
das aber deswegen nicht als im Sinne von oh, ich finde das so falsch, sondern einfach manchmal
treffen uns eben solche Selbstständigkeitsthemen auch in Situationen so ein bisschen unvorbereitet oder so.
Also ich merke das ganz doll, wenn sozusagen so was wie eine Klassenfahrt ansteht und man weiß,
es ist ein Thema, dann kann man ja richtig vorher sagen Strategiear, Strategie B was üben,
was wir sprechen wir und so und ab und zu mal gibt es aber ja so Momente, wo auf einmal weißt du,
so dass nächste Level frei geschaltet wird ohne dass wir das groß vorbereitet haben oder auf einmal
entsteht eine Situation, die wir nicht antizipiert haben, wo unser Kind in der Weise selbstständig sein muss,
die wir gerade gar nicht wollten, aber es kommt ja noch einfach so ist. Also aus jüngstem Leben,
meiner Familie, nur so als Payback, wir besuchten Verwandte in einem uns völlig unbekannten
Stadtteil von München. Das Kind, unser Kind ist da noch nie gewesen und irgendwie zog sich so
ein bisschen fahrt und dann kam das Kind zu mir und sagte, du Papa, ich geh ne Runde raus, ich geh ne
Runde spazieren und ich war kurz so und du bist zu abgelenkt Verwandtschaftlölle und war ich
kurz so okay und dann habe ich aber gesagt, aber nicht mein Handy mit, dann können wir dich mit,
weißte Mama, sie haben die, kannst du anrufen, wenn und so, halbe Stunde verging, wo ist eigentlich
das Kind, ja, der ist spazieren, was ist spazieren? Ja, ruf ihn doch einfach mal an und dann kein Empfang.
Das war genau die Situation, die du jetzt sehr quasi beschrieben hast, wo man einfach sagt so,
ja und jetzt, das Kind ist also spazierende und dann völlig fremden Gegend von München und das
funktioniert gerade nicht das Handy. Und damit, ja, dann tauchte er wirklich ein wenig noch
die später wieder auf, also ich wollte ihn doch mal auch wordreich sagen, passiert mit den besten
Absichten und jede Entscheidung, ja, also was sind wir hatten schon so Sachen wie Kindert trauen sich
zu, alleine mit dem ICE zu den Großarttern zu fahren, man buchten durch gegen Zug und gibt ihnen
Handy mit und denkt okay, alles ist super und dann geht so ungefähr alles schief, was schiefgehen kann,
Zug wird irgendwo angehalten, Eva-Kuh-Irung auf freier Strecke, Kinder müssen da raus klettert
und in irgendeinen Bus und alles und so, da können die Tee zwar per Handy schon schreiben, wir werden
jetzt gerade Eva-Kuh-Irish, aber du bist halt trotzdem nicht dabei, so, ne? Und auch wenn man
wird da viel mehr Selbstständigkeit erwartet, als ich sitze auf meinem reservierten Platz,
müsste ich die Oh-Meine Empfang-Film so, ne? Das sind so Sachen passieren, nein. Tee-Se, kann es sein,
dass wir unser schlechtes Gewissen, das wir haben, also in so einer Situation, weil ich nicht
du, aber ich habe dann brutal schlechtes Gewissen, ja, so, oh Gott, was habe ich da gemacht. Und vielleicht
kommt dieses ganze Selbstständigkeitsgeräte daher, dass man sagt, du quasi, du musst kein schlechtes
Gewissen haben, da im Kind mit einer Zug Eva-Kuh-Irung zu überfordern, weil es ist bestimmt gut für
seine Selbstständigkeits-Setzten, oder so was, weißt du? Vielleicht retten wir uns mal wieder
nur so aus einem Elternschlamatel mit einem Pseudopädagogischen Konzept. Also ich erlebe es
einfach oft, dass Eltern viel Scham haben rund um das Thema Selbstständigkeit und zwar wie so oft
in beide Richtungen. Ich kenne Eltern, die sich fast rechtfertigen darüber, wie selbstständig
ihre Kinder teilweise sind oder sein müssen. Das erlebe ich vor allem auch bei alleine
erzählen in Eltern manchmal, die dann einfach auch brauchen, dass ihr Kind bestimmte Dinge
allein geregelt bekommt, weil sie sind noch bei der Arbeit. Und das Kind muss allein klarkommen
und es muss einen eigenen Schlüssel haben und es muss sich selber einen Mittagessen machen,
oder so. Und dann ist manchmal in solchen Elternbappels oder viele Eltern sind die sagen, also ich
warte immer auf dem Waldkiente und ich hole, dass natürlich, und so lange ist das Braucht
oder eine Schule ab. Oder so, bis da manchmal dann auch so eine gewisse, ich kann mir das nicht
leisten, eine Rechtfertigung dazu sagen. Also meine Kinder, ganz ehrlich, die müssen auch
eine gewisse Selbstständigkeit haben, sonst funktioniert unser Alltag nicht. Ist das Selbstständigkeit?
Wie bitte? Frage ich jetzt harschbalterisch. Also wenn ein Grundschulkent
zum Beispiel, nach der Schule selbstständig nach Hause geht, vielleicht auch in der Stadt,
wo es dann erfordert. Also ich weiß jetzt, also bei uns ist das jetzt keine große Leistung nach
Hause zu gehen, weil du gehst halt durchs Dorf irgendwie. Und das ganze Dorf ist eine 30er-Zone,
und es gibt eigentlich keine Gefahrenstellen. Aber wenn du jetzt irgendwie so wie bei euch,
vielleicht nicht direkt ums Eck in die Schule gehst oder so, du musst wegbus fahren, vielleicht
U-Bahn fahren, vielleicht irgendwas Radfahren im Straßenverkehr, was auch immer. Und dann kommst du
als Kind nach Hause mit deinem Schlüssel, schließt auf, macht dir selber Essen, würde ich schon sagen,
dass das eine Form von Selbstständigkeit auch ist, das so bewerkstelligen zu können. Also sowohl
organisatorisch und von den Sachen, die du da machen musst. Aber auch so ein bisschen emotional,
du musst ja quasi wirklich dann auch die Verantwortung für dich und dein Wohler gehen in so einer Zeit
allein tragen. Und ich sag das ganz wertfrei, ein Kind, das von der Schule sozusagen abgeholt wird,
und wo ab dem Moment Mama oder Papa so die Verantwortung trägt für wie kommen wir jetzt nach Hause essen,
so da da da da da. Und ich kann das Kind einfach meine weniger so abschalten und mich so ein bisschen
durch den Alltag erschleusend lassen, das erfordert in dem Moment weniger Selbstständigkeit von mir
als Kind. Das heißt nicht, dass ich als Kind als Mensch unselbstständiger bin, aber ich muss in
dem Moment weniger Selbstständigkeit aufbieten, oder? Genau, also ich weiß glaube ich so ein bisschen
am Wort glauben, beziehungsweise merkt dich, dass es wahrscheinlich noch eine Ebene von Selbstständigkeit
gibt, dass das Kind, was du jetzt beschrieben hast, es erbringt eine Riesenleistung. Und natürlich
kann es aufgrund von transferer Leistungen, viele andere Dinge besser bewältigen, als dass von dir
andere zitierte Prototypische wird immer abgeholt, Kind. Aber ist es deswegen selbstständiger oder?
Ich bin jetzt irgendwie so, ich bin jetzt glaube ich zu tief so im Duden in der Wortklaube rei, ob.
Na was würdest du sagen? Also gibt es einen anderen Begriff, der das für dich besser beschreibt.
Das es kann halt einfach was, was ein anderes Kind nicht kann. Oder was was das andere Kind könnte,
aber vielleicht gerade einfach nicht braucht, also nicht anwenden. Genau, also sozusagen jetzt ganz blöd
verglichen mit einer komplexen Sportart oder einem, verstehst du, ich versuche irgendwie zu unterscheiden,
ob was ist sozusagen, ich führe dich dazu heran oder es kommt aus dir heraus, für dich selbst gut
zu sorgen und im Leben zu stehen, wenn wir auf die größeren Kinder gucken. Und du hast aufgrund deiner Situation,
aber auch deiner vielleicht deine Anlagen, Begabungen oder schlicht deine Familie in Settings früh gelernt,
dies oder jenes zu tun. Ich verstehe was so weiß, ich finde es voll spannend. Ich glaube,
ich finde es so interessant, ich glaube Selbstständigkeit begreifen wir auf der einen Seite,
auf so was wie eine Eigenschaft, was das jemand hat, jemand ist ein selbstständiger Mensch,
und es andere ist aber auch Selbstständigkeit so ein bisschen als Skill. Also jemanden beibringen,
du kannst selbstständig Kuchenbacken oder du kannst dich selbstständig anziehen oder so, das ist einfach auch Fähigkeiten,
die jemanden erlernen und trainieren kann. Und wenn es darum geht, Eltern sollen sozusagen die Selbstständigkeit
ihres Kindes fördern, dann geht es ja oft auch genau um solche Dinge. Im Sinne von bringen sie im Kind,
dass ich sich selbstständig die Schuhe zubinden kann oder bringen sie im Kind,
dass es selbstständig auf Toilette sich abwischen und die Hände waschen kann oder so. Und oft wird das dann aber verknüpft.
Also diese Fähigkeiten sozusagen mit der Eigenschaft, also das macht das dann zu einem selbstständigen Menschen.
Und der moralischen Überhöhung, die aber gleichzeitig manchmal nur dazudient,
dass du in einem Kinderrat lauter Kinder hast, die sich die Schuhe binden können,
wenn sie noch Schnursenkel haben und sich den Hintern abwischen können.
Ja, oder Matchhosen anziehen können. Aber das ist eigentlich sozusagen halt die Vorgabe der Einrichtung.
Aber das ist nochmal ein anderes Thema, ja.
Und das ist eine ganz wichtige Frage, du aufwärfs, weil wenn man sozusagen von außen nur drauf guckt und sagt,
kann ein Kind sich selbstständig eine Matchhose anziehen, kann ein Kind mit dem Schlüssel alleine nach Hause kommen,
kann ein Kind sich in Mittagessen wahrmachen oder so, dann fragt man natürlich nach der Fähigkeit,
hat das dem Kind jemand beigebracht, kann das Kind das umsetzen, sind die exekutiven Funktionen
so weit ausgereift, dass das Kind das machen kann. Aber man fragt dann auch nicht danach,
wie geht's dem Kind damit? Macht das Kind das gerne oder macht das Kind das unter Druck?
Macht das Kind das voller Angst, aber aus alternativlosigkeit oder macht das Kind das mit so einem gewissen Stolz
und so einer gewissen Selbstwirksamkeit? Ich hab mal einen Artikel gelesen,
ich komme leider nicht mehr darauf, wie den geschrieben hatte, der hat eine Autorin beschrieben,
aus ihrer Kindheit in der ehemaligen DDR, dass ihre Eltern jeden Morgen sehr sehr früh schon in die Arbeit gegangen sind,
also schon sehr früh in die Fabrik gegangen sind und dass ihre frühe Kindheitserinnerung ist,
das sieht quasi jeden Morgen alleine in der Wohnung als Kindergartenkind am Frühstückstischstas und Radio gehört hat
und dass ihre Eltern ihr beigebracht haben, wenn diese und jede Melodie im Radio kommt,
ist für dich der Zeitpunkt zum Kindergarten loszugehen und dass sie dann praktisch mit drei, vier Jahren,
dann praktisch da sah es, alleine am Tisch, Radio gehört hat und dann kam irgendwann die Süsse de de de de de de.
Okay, jetzt muss ich bei den Kindergarten. Tasche nehmen und allein zum Kindergarten laufen.
Und sie hat das beschrieben und das war ganz interessant.
Innerweise, dass man beim ersten Lesen so, erstmal so dachte, das klingt ja fast so
ein bisschen niedlich.
So ein Kind sitzt da am Tisch mit seinem Kakao, hört Radio, ja.
Und dann kam sozusagen die gleiche Geschichte noch mal erzählt, so ein bisschen eher so diese
Innendarstellung.
Dieses Du sitzt da völlig allein draus, das ist noch dunkel.
Eine Eltern sind irgendwo hin, verschwunden in der Chat und Du hast total Angst, dieses
eine Geräusch zu verpassen, dass dir sagt, was das egal ist, dass Du in Kindergarten
gehen sollst.
Und Du willst nicht aufs Klo gehen.
Auch wenn Du musst, weil was, wenn Du auf Toilette bist und dann kommt das Geräusch
und dann weißt Du nicht, wo Du hin musst und Du hast keinerlei anderen Orientierungswerte
kannst und nicht die Uhr lesen, Du kannst die Matten anrufen.
Du musst auf Gedei und Verderb dieses Radio haben, weil das ein einziger Orientierungspunkt
ist.
Und so ein super kleines Kind und es darf sozusagen nichts Schiefkennende diesem ganzen
Ablauf.
Du weißt genau, du bist alleine in der Wohnung, wenn Du irgendwas kaputt machst, wenn Du
fällst, wenn Du dich verletzt, dann Liegst Du da bis abends um sechs und bis jemanden
nach Hause kommt.
Also in der Fantasie des Kindes, ja.
Und dann wurde das auf einmal so ein ganz düsteres Bild so und da habe ich so gerade dran
denken müssen, dass man wahrscheinlich einerseits so was erzählen kann als so eine Geschichte
von Selbstständigkeit, oh die Kinder früher, die waren da so selbstständig, die sind selber
zum Kindergarten gelaufen mit vier Jahren und gleichzeitig ist das aber auch eine Geschichte
von Überforderungen, von Angst, von Einsamkeit, von "Ich hätte eigentlich was anderes
gebraucht", aber das war halt da nicht dran und dann haben die Kinder eine fummzudale
Selbstständigkeit gelernt, aber emotional blieb da auch oft ein Mangel, weißt Du?
Ich finde das unglaublich eindrücklich, weil diese Geschichte bringt es sehr auf dem Punkt,
was ich versuchte zu finden, also genau da irgendwo versteckt sich dieses Mantrauf
und der Selbstständigkeit her.
Nein, ich beidene einfach nur, es ist natürlich auch so, dass in der pädagogischen Diskussion
manchmal so getan wird als müssten Eltern einfach nur die Entscheidung treffen.
Also wann soll mein Kind in welche Selbstständigkeit erlernen und Selbstständigkeit gerade wie
in diesem Beispiel, aber auch in anderen Beispielen, er wächst manchmal eben einfach auch
aus Situationen, wo Eltern sich nicht zu helfen wissen.
Also wir wissen, dass zum Beispiel Kinder von suchtkanken Eltern oft überdurchschnittlich
früh, überdurchschnittlich viele Aufgaben übernehmen, nicht weil die Eltern sagen, das ist
unsere pädagogische Entscheidung, dass unser Kind mit fünf die Verantwortung für das Abendessen
übernehmen soll oder für Einkäufe oder so, sondern weil aus einer Notlage in der Familie
dann einfach erweckt, dass die Kinder auch in eine zu früh Selbstständigkeit reinwachsend
die Kind Eltern finden, das auch selber nicht so toll, aber es ist einfach das, was halt
gerade drin ist oder das, was gerade geht und manchmal wird sowas dann auch im Nachhinein
verklärt, so als Lebensschule auch manchmal von Leuten selbst, die relativ harsch groß
geworden sind.
So dieses, aber es hat mir immerhin Selbstständigkeit beigebracht.
Ich erlebe manchmal, dass Menschen, die selbst sehr früh sehr selbstständig werden mussten,
da funktionalen Hinsicht, dass dann auch zu dem Teil ihrer Identität machen, also auch
so einen gewissen Stolz haben, zu sagen, ich bin noch richtig so hart groß geworden und
dann eben auch das schlecht aushalten können zu sehen, wenn andere Kinder sozusagen
so in der süßen Verweichlicht groß werden, also einfach in diesem krassen Kontrast
dann so.
Also ich in dem Alter habe schon, und du kannst noch nicht mal mehr oder wie so, ne?
Und es ist sicherlich auch eine Frage von Privilegien und damit meine ich jetzt nicht
Geld, sondern einfach auch, wie ist die Ressourcenlage in der Familie, wie stark ich einem Kind
ermöglichen kann, sozusagen in seinem eigenen Tempo selbstständig zu werden.
Weißt du, weil, wenn meine Rahmenbedingungen so sind, dass da viel Druck auf dem System ist,
ist es deutlich schwerer, das Kind vor, die es um Selbstständigkeitsdruck zu schützen,
dass wenn die Ressourcen in der Familie so verteilt sind, dass man sagen kann, das Kind
kann sich ruhig Zeit lassen, wir können das auch halten und wir können das auch abfangen.
Vermutlich ja, weil das Kind sich dann mehr aussuchen kann, wo und wann es Selbstständigkeit
Tests unternehmen, das mag es sein.
Aber es ist immer beides.
Es ist die Rahmenbedingungen und es ist aber auch die eigene Entscheidung natürlich, welche
Prägungen und Glaubenssätze gebe ich wie weiter.
Also ich erlebe das auch ganz oft, dass Eltern da einfach sagen, ich steh das einfach nicht
mehr ein.
Mein Kind mit fünf noch in Schlaf zu begleiten, mein Kind mit Neu noch beim Fahrrad fahren
in die Schule zu begleiten, das muss es jetzt langsam mal können.
Und gerne auch in der Pubertät, dann da so harasche Ansagen machen, also das muss jetzt
aber plötzlich irgendwie drin sein.
Ja, ja.
Und was ich halt auch immer wieder spannend finde ist, so dieses Thema zu sagen für eine
gewisse Zeit, übernehmen wir eine gewisse Verantwortung für unsere Kinder und klar, manchmal
strampeln unsere Kinder sich dann so selber frei und sagen, ne?
Papa, du brauchst jetzt nicht mehr mitkommen und manchmal braucht es aber je nach Kind, je
nach für jeden Situation, schon auch so einen kleinen Schubs im Sinne von "Hey, möchtest
das nicht mehr selber oder "Hey", wollen wir das mal verändern oder so.
Und das ist wieder, finde ich, was wo man viel Fingerspitzen gefühlt braucht, weil du hast
vorhin gesagt, du bist erklärtergegter von Überforderung und nicht Kinder in so eine Überforderungssituation
zu packen und ich bin da ganz bei dir und gleichzeitig, ne?
Dieser Unterschied zwischen Wachstumszone und Überforderungszone, sowohl wächst das Kind durch
eine Challenge, eine Herausforderung so ein bisschen über sich hinaus und wo ist es dann
zu viel?
Das ist manchmal auch echt ein schmaler Grad und gerade wenn Kinder dann älter werden und
Jugendliche sind und so Richtung junge Erwachsene gehen, habe ich schon auch selbst erlebt
als Mutter, dass man dann bei manchen Punkten so denkt, auch in Hinblick auf deine Zukunft
und ich war jetzt so nähere Zukunft, wer es jetzt langsam mal günstig, wenn du in diesen
oder jenen Bereichen normal so gewissen Selbstständigkeitsschritt machen würdest, wirklich auch
im Sinne von Empowermenten.
Ich habe keine Lust, mir die Arbeit zu machen, sondern einfach, müsstest du jetzt nicht, dass
du das vielleicht so langsam können, weißt du, was ich meine?
Ja, okay, ich kenne eher dieses, dass ich dann versuche einfach mal ein bisschen die Klappe
zu halten.
Also so Kind hat irgendwie was vor und dann ist irgendwie, bis du mitgefragt, also Kind
will irgendwo hin und werde gerne das, also wenn man dann einfach mal so ein bisschen schweigt
und so fragt, so dieses und wie kommst du da hin?
Statt?
Ja, klar, wann müssen wir losfahren oder so, weißt du, dass man das ja auch so, manchmal
haben wir uns einfach auch Dezenter steuern, aber ich glaube es wahrscheinlich wieder sehr
kommt auch das Kind an, dass wir beide jeweils gerade im Kopf haben, was da Ziefürner
ist.
Ja, ja, ja, ne, klar, also es gibt ja einfach auch Jugendliche, die sind mega organisiert
und sind da voll, wenn die irgendwas wollen, dann gut davor zu sagen, ich will dahin
und ich habe schon das und das und das organisiert und du musst quasi nur noch dein okay geben
oder halt auch nicht.
Aber ich erlebe da schon auch oft so und dieses, dass man halt auch dieses selbstständige
Planen auch manchmal echt üben muss und das ist auch leicht passiert, also das ist auch
so Klassiker oder das so Jugendliche sagen, wir wollen zusammen in Urlaub und dann malen
sie sich ganz viel aus, aber dass man da wirklich auch eine Menge organisieren muss und
dann am Ende, dass das halt auch klappt, wirklich auch, die richtigen Absprache so richtig
Zeit getroffen haben muss so, das ist schon auch so, so spannend und dann ist das immer
finde ich auch im Ballausakt zwischen mal machen lassen und manchmal ist es ja staunlich,
was sie dann auf einmal doch noch Last minutes in kriegen und dann schon auch manchmal so
die Frage, wo und wie greift man da ein und wie rettet man oder rettet man eben auch
nicht, wenn dann irgendwie alles auf einmal nicht geklappt hat, also, ja, ich weiß, was
dir meinen, ich glaube retten, klar, also im engeren Sinne retten würden wir glaube ich
beide immer.
Ja, natürlich, nein, aber ich mache jetzt nicht retten im Sinne von, wir sind irgendwo
gestrandet, sondern wir haben alles irgendwie nicht organisiert bekommen, können wir einfach
euer Auto nehmen, so, weißt du, wo man da schon überlegen muss, ist das jetzt so pädagogisch
wertvoll.
Ja, ja, ja, ich finde, solange man es kein abruptes Ende erklärt, glaube ich, glaube wir
werden unser Leben lang wahrscheinlich als Eltern, dass ja auch immer wieder neu austarieren
müssen, das Thema, also wie viel, wie viel gehen wir, wo rein, wie viel mischen, wie uns
noch, wo ein, wo es unser Rat gefragt oder wo es ist, nur eine Zumotung, dass wir schon
wieder unseren Senf dazu geben.
Also ich glaube, das sind ja letztlich die Themen, die bleiben, wenn wir das achso selbstständige
Kind dann plötzlich ins Leben entlassen, bin gerade noch so auf dem Trip zu sagen, nur
weil dein Kind jetzt keine Ahnung volljährig ist oder irgendein Schulabschluss geschafft hat
oder so, muss er sie selber jetzt klarkommen, mit was auch immer welche Challenge des
Lebens vor hat, da bin ich halt nicht dabei.
Nee, absolut.
Das ist nicht unbedingt eine Ressourcenfrage, natürlich, sag es, natürlich eher mal Druck
auf dem System, da hast du recht, wie viel Belastungen hat man selber, aber das so als,
ja, jetzt ist der Watschenbaum das Selbstständigkeit leider für dich umgefallen, da versuche ich
mich eher von Freifärn zu halten.
Nee, also ich finde das auch total hilfreich und zwar in beide Richtungen, also ich finde
es wichtig Jugendlichen auch schon deutlich vor der Volljährigkeit, viel Selbstständigkeit
zuzugestehen und auch schon im 16-Jährigen zu spiegeln deine Schulbildung und wie du sozusagen
welchen Abschluss du machen willst oder nicht abschluss machen willst oder welche so.
Das ist letztlich auch deine Sache, das ist nichts, was ich jetzt noch für dich entscheiden
oder regeln kann.
beraten ich kann ich begleiten aber die
Du bist noch nicht volljährig, also hast du das nicht so entscheiden.
So, wer halt ich für völligen Quatsch, und wie gesagt, wenn man natürlich losgeht als Leidwollf
und schon bei 1, 2, 3, 4 jährigen Kindern Altersgerecht sagt, deine Meinung ist wichtig.
Und ich will deine Belange hier genauso bedürft, berücksichtigen.
Aber ich muss ab und zu mal hier noch so ein bisschen die großen Bahnen lenken,
weil ich die erwachse Personen, wenn mit der gewissen Weitsicht die Du einfach noch nicht haben kannst.
Dann entwickelt sich das natürlich auch so weiter, dass man dann meinem 10, 11, 12, 13, 14, 15 jährigen Kind
immer mehr und mehr die Verantwortung für Alltagsgestaltung, Ernährung, Kleidung, Hobby, so auch bei den heranwachsenden lässt
und lassen muss und immer wieder auch dieses erst mal sich so ein bisschen auf die Zunge beißen
und nicht bei allem immer schon die Antwort präsentiert, und das geht auf keinen Fall und das geht und so machen muss.
Und ich finde es schon auch wichtig, gerade mit dieser Macht des Verbietens, also die wir ja formal einfach haben.
Wir können natürlich sagen, du darfst nicht auf diese Partie gehen, du darfst nicht dieses Hobby haben.
Du darfst noch nicht in Urlaub fahren mit deinen Freunden oder so.
Damit echt vorsichtig umzugehen, das heißt nicht, dass das alles erlauben müssen.
Und natürlich gibt es eine inneren Checkliste von Sachen, wo wir sagen müssen, da sind wir für Gesundheit und Sicherheit verantwortlich.
Aber ich finde das für mich als Mutter auch von Jugendlichen schon immer wieder auch wichtig, sich klar zu machen,
wenn ich in einem 17-Jährigen irgendwas verbiete, einfach nur weil ich es kann.
Was habe ich dir da noch entgegenzustellen, in dem Moment, wo er halt ein Jahr älter ist und machen kann, was er will sozusagen.
Wenn wir jetzt auf einer Beziehungs- und Verbindungsebene schauen, was ist meine Sorge und wir sprechen darüber und so, dann kann man da vielleicht eine Lösung finden.
Aber so dieses noch, bis du dich volljährig, das trägt halt nicht besonders lang und führt oft dazu, dass dann quasi mit dem 18. Geburtstag.
So dieses Sohn jetzt hast du mir gar nichts mehr zu sagen, den einsetzt.
Und ich glaube diese Beziehung, die wir mit unseren Kindern knüpft, kann die ist dann noch mal besonders wertvoll.
Wenn wir tatsächlich rechtliche und formal echt gar nichts mehr zu sagen haben, und dann eben aber unsere Kindern Jugendlichen manchmal trotzdem sich noch so ein bisschen rad- und Orientierung holen.
Wo man wirklich merkt, das ist dann auch eine gewachsene Verbindung dieses Orpen, aber hast du da eine Idee, wie soll ich das machen oder kannst du mir da helfen oder so.
Und wir sind da jetzt mit unserem volljährigen Kind.
In einem ganz finnlich schönen Prozess auch da immer noch manchmal auch Verantwortung zu übernehmen, auch jetzt noch nicht volle Selbstständigkeit zu erwarten.
Sondern zu sagen, wir sind immer noch deine Eltern, wir werden immer für dich uns verantwortlich fühlen, in dem Maße, wie du es auch braucht und willst.
Und wenn du anrufst, so sagst hier was und Handwerker und ich weiß nicht, was ich machen soll.
Dann finde ich es super wichtig zu sagen, sprechen wir jetzt durch und ich, du bist erwachsen, klär das so, ja. Und gleichzeitig gibt es auch Momente, wo wir so ganz vorsichtig, quasi so ein bisschen versuchen Verantwortung zu übergeben oder auch zurückzugeben.
Weil das manchmal bei manchen Jungen erwachsen, nicht bei allen.
Auch fast so ein Reflex ist, immer so, Mama und Papa fragen, so darf ich diesen Kurs belegen oder dieses und dann sozusagen, weißt du was?
Das darfst du selber entscheiden, also wir hört uns das gerne an und wir sind ja auch gerne in so ein Beschreibungsfinnungsprozess dabei als so eine als Beringpartner.
Aber nee, das ist glaube ich nix, wo du uns noch für brauchst.
Und auch das ist aber finde ich eben immer eine Sache von, wie kommuniziert man so was, geht man da so aus der Beziehung und sagt, nicht mein Problem.
Ja, du wolltest doch erwachsen sein oder sagt man eher auch ein bisschen auf so eine Empowerndeweise durch, trau dir das zu, dass du das selbst entscheidest.
Also mir funkte jetzt nur noch so ein Gedanke von Anfang, vom Anfang nochmal so durch, dass ich dachte, wenn dein Kind eben eine Behinderung oder eine Einschränkung hat, dieses Thema nochmal ganz anders beleuchten, wo einfach Selbstständigkeit nochmal was anderes bedeutet als eigentlich dieser Fortsinn, die wir so hatten.
Aber das ist natürlich nochmal ein anderes Thema.
Ja, aber auch wichtig, ne? Also es gibt einfach auch Familien, da ist sozusagen ein selbstständiges Leben im Sinne von,
ein Leben ohne Unterstützung und Hilfe, einfach nicht das Ziel, das ist auch nicht das, was dann den Endpunkt sozusagen guter Elternschaft bedeutet.
Sondern da bedeutet dann Selbstständigkeit unter Umständen zu sagen, wie kann ich möglichst viel Selbstwirksamkeit und Empowerment erleben?
Im Rahmen meiner Möglichkeiten mit den Unterstützungssystem, mit den Helfern und Helfern, die ich dafür brauche.
Also ich finde das ganz wichtig, Selbstständigkeit eben auch nicht gleichzusetzen mit Unabhängigkeit und niemanden brauchen, sondern Selbstständigkeit kann eben auch eine unterstütztes Selbstständigkeit sein.
Letztlich auch wahrscheinlich, wie wir Eltern unser Kind quasi in sein Selbstständiges ermöglichen des Systemen quasi, so weit erschieben, ne?
Also so ein bisschen. Also kein Mensch gesteigt ja aus seiner Familie aus und ist dann im Luftlernen total 100%igen Selbstständigen raum, sondern relativ viele suchen sich ja dann. Erahnung, Freunde, Partner, Pflegende, Personen je nachdem, was halt sozusagen die Situation ist.
Also keiner geht ja dann als Einzelner Wolf. Also ich, dieses Wolfsbild überhaupt, da müssen wir eigentlich. Können wir mal anders noch mal drüber reden, ich würde sagen für heute.
Man immer du es sagt, das hatte ich immer so dieses, dieses, was ist, was wissen die? Im Kopf ich dachte, ja okay.
Anyhow, liebe Leidwölfinnen und Leidwölfe da draußen, schreibt uns immer gerne an
[email protected]
Und damit kommen wir zu den Sponsoren der aktuellen Folge und es folgt etwas Werbung.
Genau, ich freue mich riesig, dass unsere heutige Folge unterstützt wird von FamilyLab Deutschland. Das ist ein Weiterbildungsinstitut, wo ihr euch als Familienberater innen ausbilden lassen könnt.
Und ich bin selbst Teil des Ausbildnerinnen Teams dort. FamilyLab geht auf Jesper Jules zurück, das den haben wir ja in der heutigen Folge schon zitiert mit seinem Leidwölfbild.
Jesper Jules war ein wunderbarer Visionärer, denischer Familientherapult, der eben nicht nur sich theoretisch damit befasst hat, wie ein Begleiten von Kindern in Gleichwürdigkeit gelingen kann, sondern er hat auch gesagt, wir brauchen,
sozusagen Familienlaborer, wir brauchen eine neue Möglichkeit, auszuprobieren miteinander zu entdecken, wie dieses neue miteinander basierend auf den Grundwerten, Authentizität, Verantwortung, Gleichwürdigkeit und Integrität funktionieren kann.
Und FamilyLab setzt das in die Praxis, um wir wir bilden Familienberater innen aus, die dann entweder in Selbstständigkeit oder auch in Beratungsstellen oder Schulen oder Einrichtungen diese Werte in die erwachsenen Kindbeziehungen tragen und die Familien dabei unterstützen ihre eigene Form von zugewandter liebevoller Respektvoller Elternschaft zu leben.
Ich bin Feuer und Flamme für FamilyLab. Ich arbeite schon ganz, ganz lange mit FamilyLab zusammen.
Die Familienberater innen Ausbildung bei FamilyLab ist eine großartige Weiterbildung für Fachkräfte, die mit Familien und Kindern arbeiten zum Beispiel Lehrerinnen, Erzieherinnen, Terapultinnen, Hebammen.
Aber auch wenn ihr in anderen Bereichen beruflich Erfahrung mit Familien mit Kindern habt, könnt ihr euch um einen Ausbildungsplatz bei uns bewerben.
Zum Ausbildungs-Team neben mir zählen Dr. Nicole Wilhelm, Astrid Draxler, Heidi de Blum und die Inhalte von Herbert Transpolster und Jesper Joule gehören ebenfalls fest zur Ausbildung dazu.
Und die Weiterbildung Familienberatung startet wieder 20/27 und es gibt einen Frühbucherabbat auf den wir euch entweisen dürfen. Der gilt bis einschließlich 30/11/2016, geht doch mal auf FamilyLab.de. Wir packen euch den Link zur Weiterbildung auch in unsere Show notes.
Vielen Dank und damit liebe Nora schauen wir noch in unser Postfach.
Und zwar wollte ich dir einen Auszug einer Mail vorlesen, weil in der Mail waren gleich zwei Fragen und ich habe jetzt einfach mal eine Ausgesucht.
Vielen Liebe Nora, lieber Oliver, vielen Dank für euer tollen Podcast, den ich mir jede Woche anhöhre, wenn ich neben meinen Kindern liege, bis sie schlafen.
Eure empathisch und tiefgehende Art finde ich sehr bereichert und ich konnte schon viel für meinen Alltag von euch mitnehmen.
Dann habe ich noch eine Frage zum Thema Ordnung und Aufräumen. Unsere größere Tochter vierjährig spielt sehr gerne und auch kreativ mit Bügelperlen. Dabei landen natürlich auch viele davon auf dem Fußboden.
Meist muss ich oder mein Mann diese dann alle alleine wieder aufräumen, weil sie sich weigert mitzuhelfen.
Ich habe ihr dann mal gesagt, dass das für mich so nicht geht und ich möchte, dass sie sich beteiligt geholfen hat, das aber nicht viel.
Inwiefern kann man das von einem Kind in diesem Alter bereits erwarten? Mein Auftrag war jeweils sehr klar formuliert, die Pahlen vom Boden aufzuheben oder zusammenzusaugen oder mit Schaufel und Besen zusammenzukehren.
Es löst in mir große Wut aus und ich fühle mich dann zur Putsfrau degradiert, womit ich große Mühe habe. Habt ihr da irgendwelche Gedanken dazu? Liebe Grüße.
Ich habe Gedanken dazu, mehrere.
Danke fürs vorlesen erst mal und ach ja, vierjährige in der Autonomiephase und unsere
eigenen Themen, die dann in uns geweckt werden, wenn die dann so sich verweigern.
Und da steckt so viel drin, in so einer kleinen Handlung.
Natürlich denkt man im ersten Moment, ey, so ein paar Bügepellen auf eben, wie schwer
kann sein. Und gleichzeitig spüren eben gerade Kinder in der Autonomiephase manchmal
ganz stark, ob es uns irgendwie um mehr geht, ob für uns da jetzt ein so ein Prinzip
dranhängt. Und wenn sie das spüren, dann ist oft die intuitive Reaktion von dem Kind
in der Autonomiephase, du hast mir gar nichts zu sagen. Und dann geht es auch nicht
mehr um die Bügepell, sondern es geht um dieses, ich mach das jetzt nicht, weil es dir
so wichtig ist und weil ich spüre, dass du das jetzt unbedingt willst. Und jetzt will
ich mal wissen, was passiert denn dann? Cool, verstehe, da machst du die Tür auf, okay?
Und wie du das schildest, also du, die uns geschrieben hat, ich habe so viel Empathie
dafür, für die Wut, für dieses, muss ich das jetzt auch noch machen und so. Also ich
verstehe das so gut und gleichzeitig gerade, also dieser Satz, ich fühl mich zur Putsfrau
degradiert, der ist so bezeichnet, weil eine vierjährige weiß nicht, was eine Putsfrau
ist und dann ist auch nochmal so eine spannende Frage, warum denken wir denn in Richtung
degradiert ist, dass für uns eine niedere Tätigkeit etwas aufzuräumen, sauber zu machen, zu
putzen, warum soll denn unser Kind diese niedere Tätigkeit gerne machen wollen, vielleicht fühlt
sich das Kind ja auch degradiert, wenn es irgendwas aufräumen soll, kann man wieder
sagen, ja, aber es hat ja selber diese Ordnung gemacht, ne? Das heißt, es hängt da ein Strauß
an Glaubenssetzen auf dran, die sich oft zusammenfassen lassen, in diesem, ich tu schon so viel
für euch und werde ich jetzt diese eine Kleinigkeit von euch will, dann erwarte ich, dass ihr einfach
hört, dass ihr das einfach macht und daran entzündet sich dann oft so ein emotionaler Machtkampf,
inklusive, dann kannst du heute nicht mehr mit Bügelpälen spielen, womit man sich selber
voll jetzt beinsteitet, weil es eigentlich ja was tolles ist, wenn Kind was hat, was es gerne
und austauert und kreativ tut und objektiv betrachtet ist dieses Aufräumen von Bügelpälen
weder für dich, noch für dein Kind, eine große aufwendige Sache, aber es geht euch jetzt
mit dabei beiden ums Prinzip und um die Integrität und dieses ich will, aber ich will aber nicht.
Und man kann sich daran total aufreiben und wie gesagt selbstfragen von Identität damit
verknüpfen, bin ich für meine Tochter etwa nur die Reiligungskraft. Ich selber finde,
es in solchen verherrte Situationen oft wirklich wichtig, erstmal so ein Schritt zurückzutreten
und durchzuatmen und zu sagen, niemand degradiert hier irgendwen. Hier ist ein Kind in der
Autonomiephase, das will gerne spielen, aber nicht aufräumen, was es normal ist auch der Welt
ist und hier ist eine Mutter oder Eltern, die sind so ein bisschen erschöpft und wünschen sich
Hilfe und auch das ist normal. Aber nichts davon ist jetzt ein existenzieller Konflikt. Und dann
kann man wirklich schauen, okay, haben wir ein Baby, das am Boden rumkrabbelt und diese
Bügelpälen essen würde, weshalb die so fort weg sein müssen oder können diese Bügelpälen
moment auch einfach liegen bleiben. Nicht als Lösung für immer so einfach, dass man sieht, okay,
wenn du es nicht machst und ich es nicht machst, dann legen wir jetzt erstmal hier, was machen wir
damit? Es muss nicht immer sofort eine Lösung her. Und dann kann man eben auch schauen, was
gibt es noch für Lösungen? Man kann sagen, okay, dann mache ich dir jetzt für dich weg, das
schenke ich dir, nicht so diese "Rudgy", ich räume das jetzt so ganz wütend weg, sondern okay,
dann gebe ich jetzt nach, ich tu dir gerne mal einen Gefallen, du tu es mir ja auch manchmal
gefallen, und rampt das eher für sich so als Geschenk, ich mach dir das jetzt schön so oder man
kann auch schauen, ob man eben sagt, gibt es irgendwas, womit das, womit dieses aufräumen
Thema sozusagen so ein bisschen gebrochen werden kann. Also wirklich eher so und so davon,
und ich hätte jetzt doch voll Lust mit dir das und das zu machen, lass uns mal eben schnell
diese Bügelpälen zusammen weghören und dann können wir auch, also weg von der Pflicht hinzu,
lass mal eben das fix erledigen oder so. Manchmal kann man auch einfach den Kindern ist unbewusst,
schwer machen, indem man in so viele Optionen gibt und sagt, du kannst es saugen, du kannst es
mit dem Besen verkehren, du kannst dies und das. Und dann hat das Kind umso mehr es gefühlt,
oh, hier scheint es um eine ganze Varianz von Sachen zu gehen, ich kann auch einfach alles
verweigern, wie cool ist das denn so, ja. Manchmal kann man so, so aufeinander zugehen, einer
hältige Schippe, einer fägt, also wir machen das kollaborativ so, dass alle, alle, alle wichtigste ist,
ich klar zu machen, wenn du diese Bügelpälen einfach selber kurz aufkehrst, bricht dir kein
Zacken aus der Krone, du degradierst dich selbst nicht, dein Kind degradiert dich nicht und es wird
auch nicht für immer ein un dankbares Stück sein, ja, dass die ganze Zeit nur Chaos macht und nie
mal selbst aufräumt, so groß ist es nicht, sondern es ist jetzt erstmal eine kleine Situation und
versucht dich im Alltag trotzdem auch darauf zu konzentrieren, an welchen Stellen deine
ferige Tochter überall schon kooperiert, wo sie eben Dinge tut, die du von ihr willst, wo du,
wo sie mitmacht, ne? Und wenn man dann sieht, okay, sie steht auf, obwohl sie noch nicht will,
sie zieht sich gumm, ich stehe viel an, auch wenn sie vielleicht lieber in Hausschuhnblebe,
sie geht in Kindergarten, sie kommt nach Hause, sie wartet vielleicht hier, sie nimmt da,
ist es dann wirklich so erscheint, ob sie jetzt noch diese 20 Bügelpälen aufliest oder nicht,
versucht da aus dieser Wut und dieser Verletztheit so ein bisschen rauszugehen und ein bisschen stärker
dich auf die Beziehung, die Verbindung mit deinem Kind zu konzentrieren, das ist auch hilfreich
für die Jahre, die jetzt noch kommen, weil solche Clash, die werden immer mal wieder passieren und
es ist wichtig und wertvoll, das da zu erkennen und zu sagen, okay, jetzt geht's nicht mehr
um die Bügelpälen, jetzt geht's nicht mehr um die Hausaufgaben, jetzt geht's nicht mehr um das
Pekkin, meine Lezucker, jetzt geht's gerade um was anderes und ich als ja wachsende Person kann
mich jetzt auch entscheiden, ob daraus ein Machtkampf werden soll oder nicht. Super, okay, vielen Dank
Nora, das war's schon wieder für heute und wieder bis zum nächsten Mal. Und denkt immer
dran, alle anfangen, es ist manchmal schwer, manchmal leichter, aber immer interessant.
[Musik]