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Aldi: Deutschlands getrennte Discountkönige

24m 16s

Aldi: Deutschlands getrennte Discountkönige

Der Podcast beleuchtet den außergewöhnlichen Erfolg von Aldi, der im Kontrast zum traditionellen deutschen Qualitätsprinzip „Made in Germany“ steht. Gegründet von den Brüdern Karl und Theo Albrecht, revolutionierte das Unternehmen den Einzelhandel durch radikales Discount-Konzept: Selbstbedienung, extrem reduziertes Sortiment, Verzicht auf Werbung und alles, was Kosten verursacht, um die niedrigsten Preise zu garantieren. Diese Strategie ermöglichte eine rasche Expansion. 1961 trennten sich die Brüder aufgrund unterschiedlicher Managementstile und teilten das Unternehmen in Aldi Nord und Aldi Süd auf, was bis heute eine komplexe, getrennte Struktur mit enger Kooperation hinter den Kulissen definiert. Aldi entwickelte sich zu einem globalen Handelskonzern, sieht sich jedoch starkem Wettbewerb durch Lidl ausgesetzt, das das Discount-Prinzip kopierte und weiterentwickelte. Heute stehen die Nachfolgegenerationen der Familie Albrecht vor der Herausforderung, interne Differenzen zu überwinden und die historische Trennung möglicherweise zu überbrücken, während die Unternehmen weiterhin zu den größten der Welt zählen.

Transcription

4179 Words, 26439 Characters

German
* Musik * Der Erfolg von Ali ist total untypisch für die deutsche Wirtschaft. Das Geschäftsprinzip ist das absolute Gegenteil von allem, für was Met in Germany steht. Moin und herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer zu unserem Spezial von "Das Thema". Sie wundern sich heute meine Stimme zu hören, denn eigentlich haben Sie hier jede Woche meine Kollegin Isabel Hülsen am Ua, aber heute bekommen Sie es mal wieder mit mir zu tun. Ich bin Simone Salden, stellvertrehende Chefredakteurin des Manager-Magazins. Wir schauen heute noch einmal auf die Superreichen in unserem Land. Anlass ist unsere Liste der 500 reichsten Deutschen, die wir vor kurzem veröffentlicht haben. Im Studio ist deshalb bei mir zu Gast mein Kollege Christoph Nesshöfer, der die Liste erstellt und sich wie kaum jemand anders mit den Milliardären und Millionären in unserem Land auskennt. Moin Christoph. "Mäun sie moine." Ich würde ja behaupten, es gibt keine Hörerinnen und Kaisen, die die Geschäfte der Familie über die wir heute sprechen, nicht von ihnen kennt. Denn heute reden wir über die Albrecht, die Familien hinter dem Discounter Ali. Sie stehen bei uns auf Platz 3 und auf Platz 10 der reichsten Liste. Ich hatte ja jeder hier im Land seine persönliche All die Story. Manche haben in ersten PC bei all die gekauft, damals in 90ern als sich die PC langsam ausbreiteten. Gabs bei all die immer mal wieder so super billige Geräte. Ich glaube, sie haben sogar mal einen C64 verkauft. Da standen die Menschen schlanger, wie heute für das neueste iPhone oder für eine Labubufigur. Ich habe sogar gelesen, dass der All die Computer, der Medion PC, der kommt jetzt ins Museum. Uns war ins Haustelgeschichte in Bonn. Ich glaube, das passt ganz gut. Das ist ein Stück deutsche Geschichte. Was ist denn deine persönliche All die Story? Ich glaube, mein Eindrucklichst, dass all die Erlebnis, das stammt aus meiner Teenagerzeit. Ich komme, wie man unschwer hören kann aus Süddeutschland. All die, das ist für mich eigentlich all die Süd und war ein ganz normaler Supermarkt, wo man auch als Kind mit Einkaufen gegangen ist. Wie bei Hit oder Rehe, da gab es eigentlich gar keinen Unterschied. Aber dann war ich mit meiner Familie auf Städtoren Hamburg und ich erinnere mich daran, wie ich das erste Mal in einer Filiale von All die Nord war. Das war ein richtiger Kultur-Shock, denn das war superbasics, Chevy würde man heute sagen. Da standen gefühlt nur ein paar Paletten rum und die Produkte, das war super simpel, alles und schrecklich ungemütlich. Und alles war so ein bisschen schäbig und super billig. Und da habe ich das erste Mal richtig verstanden, dass es zwei All die es gibt. Warum die so unterschiedlich sind dazu kommen wir gleich noch. Meine persönliche All historie dreht sich eigentlich um eine Konservendose. Okay, da will ich noch ein bisschen mehr hören. Als ich studiert habe, so Mitte der 90er-Jahre war schon ein bisschen her. Da gab es bei All die Süd, ich war im Alli-Süd-Territorium-Student, eine Dosen-Subin namens Feuerzauber-Texas. Das war so ein Topf mit Chili-Bohnen und anderen Kram. Und das kostet, glaube ich, weniger als eine Mark. Und das Budget war ja als Studierender begrenzt. Und wenn es gegen Ende des Monats knapp wurde, dann saß ich oft mit Kumpel zusammen, bei dem in der Suttererwohnung und wir haben eine Dose-Fahrerzauber-Texas aufgewärmt, bevor wir dann wieder rausgegangen sind. Das so sozusagen der Geschmack in einer Studentenjahre. Aber leider hat Alli-Süd-Fahrerzauber-Texas irgendwann aus dem Sortiment genommen. Das tut mir leid für mich, aber deine All die Story im Kleinen, die passt natürlich zu ganz großen All die Story. Denn All die hat sich über die Jahrzehnte immer wieder neuer Funden und neuer finden müssen. Ja, stimmt. Aber der Erfolg von Alli ist eigentlich total untypisch für die deutsche Wirtschaft. Das Geschäftsprinzip ist eigentlich das absolute Gegenteil von allem für was in Germany steht. Also für so ein Qualitätsziege? Genau. Also für das Prinzip das große Teile der deutschen Wirtschaft zum Erfuchsmodell gemacht haben und das eben auch dessen Macheren und Macherinnen zu riesigen Vermögen verholfen hat. Wie meinst du das genau? Ja, die großen Vermögen sind hier zudan der meisten Entstanden, weil deutsche Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihren Produkten zum Besten auf der Welt gehörten. Das ist eben Made in Germany und meist auch zum Teuersten. Denken wir an BMW, Porsche, Mercedes, die Autos. Denken wir an die Maschinenbauer, den Namen kann man alle gar nicht nennen, die High-Tech in viele Fabriken weltweit gebracht haben. Denken wir auch an Adidas, global, wohl der erfolgreichste deutsche Konsumgüter-Market. Auch eher teuer als Billig. Und da gibt es SAP. Hatte von Anfang an den Anspruch mit der Software, State of the Art zu sein. Also auch Made in Germany, was natürlich alles auch immer seinen Preis hatte, hat und auch haben soll. Ich ahne worauf du hinaus willst und dieses typische Made in Germany ist ja die Antiteße zum billigen Discount-Prinzip im Discount geht's vor allem darum auf alles wesentliche und unnötige zu verzichten. Wichtigste Prinzip ist der billige Preis und ein superüberschaubarer, sehr simples Angebot. Obwohl, wie gesagt, stichwort nochmal all die Süd- und Alli-Nord. So sehen die viele Jahlen heute eigentlich ja nicht mehr aus. Aber auch das Discount-Prinzip hat sich über die Jahrzehnte erheblich gewandelt. Aber als du damals bei Alli-Nord warst, das war noch eine andere Zeit. Da kommen wir noch zu Beginn. War das eine Revolution im Einzelhandel. Also hier zur Lande gestartet und ausgerollt haben diese Revolution eben Karl und Theoalbrecht die beiden Brüder aus Essen. Und für die lokalkundigen Fans, die uns heute zuhören, geboren wurden die beiden in der Huststraße 89 in Essen Sonnebeck. Da war auch die erste Filiale der Eltern. Die haben nämlich, wie man früher sagte, oder heute auch noch sagte, Tante Emma-Laden gehabt. So ein richtigen Kremeladen. Und das fängt schon an mit einer typischen Unternehmerqualität, die Gründung war eigentlich aus einer Notlage geboren. Der Vater war eigentlich Bäcker, eine Karl-Alli-Brecht-Histe. Der konnte aber nicht mal als Bäcker arbeiten, weil er Bäcker erst mal hatte. Und die mussten sich irgendwas anders überlegen. Und sich dann in schwierigen Zeiten neu zu erfinden. Das ist den Alli-Brecht später noch ein paar Mal gelungen. Und das auf jeden Fall wiederum vereinzehmen mit all den großen Unternehmerpersonen nicht auf unserer reisten Liste. Da sind sie sozusagen auch Made in Germany. Ja, also mit einem Tante Emma-Laden fing alles an. Da gab es wahrscheinlich noch eine Bedienung. Und die Waren wurden aus großen Sekken und Portionen abgepackt und abgefüllt. Was man heute so unverpackt laden nennen würde. Das muss ja eigentlich so eine recht schöne entspannte Zeit zum Einkaufen gewesen sein. Ohne Gedudel im Hintergrund. Die Inleten machen das heute wieder so, wie es früher war. Wir sind da jetzt so zeitlich in den 1920er, 30er, 40er Jahren. Aber nach dem Krieg beschleunigten die Albrechtzahl des Tempoen machten ganz viel anders. Die haben 1945, die beiden Brüder den Laden der Eltern übernommen. Der Vater war schon verstorben. Und sie stellten um auf Selbstbedienung. Und das war schon unerhört. Und dass die Kunden sich selber die Sachen aus dem Regalen nehmen konnten. Dann haben sie das Sortiment massiv reduziert. Sie wollten die Preise drücken oder senken. Und sie hatten das Ziel, die wollten billiger als alle anderen im Umkreis sein. Ihre Werbung war der Preis. Und sie haben ganz schnell expandiert. Nach 10 Jahren hatten die 100 Filialen in Nordrhein-Westfalen die beiden Brüder. Aber kaum hatte der Aufstieg so richtig angefangen. Drohte er auch schon wieder zu scheitern. Warum, was war denn passiert? Da kam zwei Dinge zusammen. Einmal der Markt, der sich veränderte und die Brüder selbst. Da war nicht, was du vorweg nehmen willst. Denn die Brüder haben sich getrennt statt gemeinsam weiter zu machen. Das war 1961, glaube ich. Und genau deshalb gibt es heute Aldi Süd und Aldi Nord. Die Haltrecht sind sozusagen die einzigen Unternehmen, die die neuen geografischen Begriff eingeführt haben oder eine neue geografische Trellen des Landes. Den sogenannten Aldi Equator. Eine virtuelle Grenze, die sich von Ost nach West einmal querlos landzieht. Ich habe ja auch selbst lange über den Handel berichtet und weiß deshalb, dass zum Beispiel gummarsbach und siegen im. Ja, all die Währsum zwei ganz, ganz besondere Städte sind. Also die einzigen beiden Städte im Land, also größeren Städte im Land, bei dem ersten Osten von NRW, in denen es Filialen von Aldi Süd und von Aldi Nord gibt. Also je nachdem, wo man da gerade einkommt, man hat die Artivale. Das liegt daran, weil der Aldi Equator teilweise an Land in der Autobahn 45 verläuft und die liegt an beiden Städten. Über Geschwisterzwister haben wir ja auch schon auf der reichstenliste immer mal wieder gesprochen. Und da jedem Dach ein Ach. Nachdem Motto "Warum haben sich den Karl und Theo eigentlich getrennt, die waren ja unglaublich erfolgreich zusammen". 61 hatten ja schon 300 Geschäfte, die waren längst milionäre. Warum, die sich wirklich getrennt haben, da wird seit langerem drüber gerätselt. Weil die eben sehr verschwiegen waren und es eigentlich niemandem erzählt haben, bis zu ihrem Tod, warum das denn kam. Also mich hat am meisten immer die Teese überzeugt, dass den Brüdern klar geworden ist, dass ihre Managementstile nicht zusammenpassen. Der Karl, der Galt-Arzt-Stratege, der hat ganz früh im Tagesgeschäft die Verantwortung an Manager abgegeben und sich nur noch um die großen Fragen gekümmert, Expansionen und Strategie und so weiter. Und der Theo, allbrecht der war eher ein Mikro-Manager, man immer wieder lesen können, der sich um alles möglich selbst kümmerte. Das sind übrigens Charakterzüge, wenn man mit Managerin heute spricht von all die beiden Unternehmen bis heute prägen. Ja, so haben Karl und Theo allbrecht durch ihre Trennung wahrscheinlich einen größeren Krach verhindert, der die Firma vielleicht sogar hätte implodieren lassen können. Nicht wenige Unternehmer-Familien fügen sich selbstjähr großen Schaden zu, indem sie sich streiten, etwa die Basis oder die Tiles. Aber du sagst ja auch, der Markt hätte sich gegen die Allbrechts gefahren, wie meinst du das? Das erste Konzept mit den sehr, sehr kleinen Filialen, das war relativ schnell obsolet. Die waren so klein, dass man die damals sogar stubenleden nannte, z.B. Quadratmeter, Verkauffläche, mehr nicht. Selbstbedingung setzte sich damals mehr und mehr durch. Und die Super-Markte kam auf, die gab es 155 auch noch nicht. Die hatten ein größeres Sortiment, waren riesig und die Allbrechts-Märken plötzlich oder ganz schnell, dass ihr umsetz stagnierte. Also ist das ein bisschen. Es ging nicht mehr voran. Sie haben es dann selber versucht mit dem Supermarkt. Konzepten haben dann relativ schnell Zeit und es sind Supermärkte im Ruhrgebiet aufgemacht. Aber das hat nicht funktioniert. Das haben die ganz schnell gemerkt. Da waren Edeka und Rewe, waren damals schon relativ groß, die waren ihm voraus. Da waren sie so spät. Aber dann hatten sie unter Druck aus der Not heraus, die brillante Idee, die sie nicht nur zum Billiardär machen würde, sondern zur Innerwahn zweiter größten Handelskonzerne der Welt heute. Sie haben die Supermärkte nicht kopiert. Sie haben sie angegriffen. Das war vor allem Billig, Billig, Billig. Aber viel größer als je zuvor. Der Knif steckt schon im Markt. All die, also allbrecht Discount. Discount, du hast das schon gesagt. Im Vergleich zu den Supermärkten, alles Mögliche weglassen. Keine großen Sortimente. Keine Preischille an den Produkten. Die hängen ja oben drüber. Ich war ein Arbeitskraftverband. Ich habe alles einzelne Auszeiten. Weil die Mitarbeiter nicht überall draufkleben müssen. Keine mühsam ausgepackten und einsortierten waren. Macht der Kunde selber. Da braucht auch Arbeitszeit. Arbeitskosten. Keine teuren Regale. Stapliert auf Europaletten. Hast du auch schon gesagt. Keine Deko, keine Werbung. Der Karl-Ellerwächter hat unsere billigen Preise sind unsere Werbung. Da muss er nix bezahlen. Wenn alle wissen, bei all den gibt es das Billigste. Das kommt uns heute banal vor, weil wir in der Zeit leben, die von diesen ständigen Preiskämpfen total dominiert ist. Aber Anfang der 60er war das eine Revolution im Einzelhandel. Das funktioniert so gut, dass die Bruder ruckstuck eine Fügel nach der anderen eröffnet haben. Sohst du einen Führungspot-Cast, der zu dir passt. In dem es nicht nur darum geht, wie erfolgreich stark oder ambitioniert du bist. Dann bist du bei mir richtig. Mein Name ist Antonia Göttsch und ich bin Chefredakteurin des Harvard Business Manager. In meinem Podcast spreche ich mit Managerin und Experten darüber, wie Führung sein sollte. Und wie es im Alltag wirklich ist. Wegen guter Führung gibt es jeden zweiten Dienstag über dort, wo es Podcast gibt. Aber da haben die sich sicherlich erst mal so einiges an Schulden aufgehäuft, oder? Nee, gar nicht. Die haben bei alle in ersten Allys im Sortiment auf die sogenannten "Schnelltraher"-Gesetz. Das war die Inhalt von zehn Tagen meistens weiter verkauft werden. Die Lieferanten mussten sie aber erst nach 30 Tagen bezahlen. Das heißt, 20 Tage blieb das Geld in der Firma. Wir hatten immer jede Menge Geld und das stecken sie in die Expansion. Die brauchten keine Banken. Das ist ganz typisch deutscher Mittelstand. Der Banken traditionell zu tiefst misstrought und wenn es irgendein geht, alles selber finanziert. Ja, und also mit dieser Strategie haben sie dann den Raketen aufstieg zu einem der größten Handelskonzerne der Welt geschafft. Und der Welt ist das nächste Stichwort, der die Bruder haben sie ja nicht nur Deutschland aufgeteilt. Ja, sondern auch den Rest des Buchs. Ja, auch im Weltweithandel darauf geachtet, dass sie ja nicht in die Quere kamen. All die Nord ist in Frankreich, USA, Spanien, aktiv, groß. All die Süd in Großbritannien aus drei in Österreich. Nur Beispiele. Wenn man jetzt mal aus den 60ern einen Zeitsprung machen ins heute, dann war 2023, dass die letzte offiziellen Zahlen, die es gibt, rangierten die beiden Albrechtskonzernen zusammengerechnet auf Platz 7 unter den größten Handelskonzernen der Welt. Gesamtum Satz 123,6 Milliarden Dollar. Und es geht aus einer Wranglist, der vor, die die Überratungsfirma die Leute aufgestellt hat und regelmäßig aufstellt. Aber ein deutscher Händler mit ebenfalls nur vier Buchstaben im Markenheim steht da noch vorall die. Ich ahne um was, das geht, ich schätze mal, da müssen wir auch gern Süden gucken. L, I, D, L, also Liedel, den Discount-Riesen in Dieter Schwarz, unsere Nummer eins auf der reichsten Liste aus Halbron aufs Gebaut hat. Genau, der hat nämlich 2023, 50 Milliarden Dollar umsatzend mehr als all die geschafft und war damit weltweit auf Platz 4, also drei Schmerzhafteplätze vorall die. Und das, obwohl Liedel, das doch ich ünere unternehmen ist, weil der Dieter Schwarz hat erst 1968 angefangen mit seinem Konzept, waren schon vorher im Handel, aber den ersten richtigen Liedel gab es erst 1968, also sieben Jahre nach den Albrechts. Aus dem ersten Aldie. Absolut, die Aldie sind wirklich die Erfinder des Discounts in Deutschland und die erstaunliche Geschichte von Liedel aber und den Aufstieg von Dieter Schwarz. Die haben wir schon in einer Podcast folge gemeinsam analysiert, die kann man immer noch nachhören, hier nur kurz erwähnt. Aber Konkurrenz belebte bekanntlich ja das Geschäft, das treibt oft dann alle Markteilenehmer zur Höchstleistung an und die Kundinnen und Kunden profitieren davon am Ende. Klar, alle drei, also Liedel und die beiden, Aldie, sind sich über die Jahre und Jahrzehnte immer wieder gegenseitig angetrieben. Grundsätzlich kann man schon sagen, dass Liedel das Aldi Konzept kopiert hat. Aber über die Jahre änderten sich die Einkaufsgewohnheiten und die Discount haben alles Mögliche ausprobiert, um die Kunden immer wieder in ihre Läden zu holen. Die haben angefangen, Markenartikel anzubieten, am Anfang für die Albrechts und denkbar, sie haben ihre Läden aufgemotzt. Dass die heute nicht mehr so schäbse aus wie du es erlebt hast damals. Die haben Backautomaten aufgestellt, sie verkaufen, Handy, Tarif, Schnittblumen, alles mögliche an Aktionswaren mittlerweile sind. Ich glaube, Aldie ist mittlerweile eine der größten Textilhändler der Republik, weil die regelmäßig immer diese Aktionswaren eine Woche lang verkaufen von Kinderklamotten, Matschosen bis hin zu Garten, Ausrüstung usw. Und vom Aldie PC haben wir ja auch schon gesprochen. Das ist ein ständiges Rennen zwischen diesen zwei Ärzri-Wahlen, aber man muss aussagen, Liedel war in viel im Schneller und erfolgreicher als die beiden Aldi. Deshalb konnte der Dieter Schwarz die Konkurrenz aus dem Rohgebiet auch doch nicht abhängen. Vielleicht kamen da ja auch zum Tragen, dass man eben so gespalten war, dass es Abstimmungsbedarf gab oder Liedel sehr vereint auftreten konnte, auch mit der ganzen Einkaufskraft, die es dann hatte. Und das hat die Dinge, glaube ich, vor allem nicht unbedingt leichter gemacht. Die Scheidung hat zu vollen gesagt, der beiden Brüder war 1961. Und damals war sie wahrscheinlich klug, hat einen großen Streit vermieten, aber irgendwann war es wie so ein Bummer-Rang, oder? Ja, in gewisser Weise stimmt das. Also, Formal, muss es nun differenzieren. Formal sind all die Süden, all die Nord getrennt. Und das führt natürlich zu vielen Doppelungen und höheren Kosten im Vergleichs Liedel, wenn man die beiden zusammennimmt. Aber hinter den Kulisten haben die schon immer sehr eng korporiert. Und die Kooperation ist so eng, dass das Bundeskartellamt die beiden Unternehmens, längst als ein Unternehmen betrachtet. Also, wenn die jetzt sagen würden, wir fusionieren, dann kommen wir vielleicht noch drauf, dann würde das bei uns kantan und sagen, ja, es ist schon eine Form, hat sich ja nichts geändert. Also seit zehn Jahren verhandeln die da drüber, Süd und Nord. Ja, das geht schon ewig, das Gerücht, das ist jetzt endlich soweit sein. Ganz genau, zusammenzugehen, also zumindest einst den Unternehmensbereich jetzt zusammenzulegen, um Kosten zu sparen. Da ist auch was passiert. Ich glaube, Werbung mittlerweile machen die zum Beispiel gemeinsam, aber weil das machen sie heute nicht wie früher, dass man keine Werbung mehr gemacht hat, dann kann die jetzt überall sehen. Aber eine komplette Fusion gibt es immer noch nicht. Und ich vermute, das wird es auch so bald nicht geben. Grund dafür ist die wirklich büzantinische Unternehmestruktur. Damit mal wieder die Liebe Familie genauer gesagt, die neue Generationen, weil Karl und Theo, die beiden Gründer sind ja verstorben. Ja, auch das ist ja sehr typisch für viele erfolgreiche Unternehmer-Familien, die Patriarchien, weil ich mal sehen, sind es auch die Matriarchienen, bauen was großes auf und dann kommt die nächste Generation. Die ist sich oft nicht mehr so einig, schon weil sie aus mehr als einer Person besteht oder aus Zweihen. Und manchmal gibt es sogar viele Familienstämme, dann wird es oft richtig kompliziert. Keine klaren Entscheidungstrukturen mehr, alle wollen irgendwie mitmischen und ihren Part respectiert wissen. Wie ist das denn bei den Allbrechts? Also was auch bei den Allbrechts. Theo Allbrecht ist 2010 gestorben, sein guter Karl 2014, also vier Jahre später und dagegen dann die Verantwortung an ihre Kinder über. Dazu kamen wir noch ein weiterer Sticktsatzschlag, der so von dem Theo, der bertholte, vielleicht so der Unternehmerechste war, der sehr viele auch schon in der Firma gemacht hat. Der ist 2012 schon verstorben, also sehr früh und dann wurde es immer deutlicher, dass die beiden Familien einander nicht grün waren, auch die Familien innerhalb der Stämme sich nicht grün waren. Und das kann ganz schnell ans Licht. So zog etwa die Witwe von Berthold-Albrecht, die Barbett-Albrecht-Jahrelang gegen ihre eigene Familie vorgericht. Die Familie ihres Schwagars Theo Allbrecht-Unior ist gegen natürlich Duans des, um die Macht, aber es ging auch um viel Geld. Barbett-Albrecht hat fünf Kinder, die will sie goffen, war ganz gut versorgt sehen. Wie im Einzelnen ist die Macht, denn bei all die verteilt auf welche Familienstämme und welche Strukturen gibt es denn da, wie die Familie mit spielt? Da können wir jetzt eine eigene Podcastfolge darüber machen, wie es in Stiftungsunternehmen so zugeht, weil es echt kompliziert. Die Gründer, Karl und Theo haben jede ihrer Firmen in mehrere Stiftungen gepackt. Da sind, glaube ich, insgesamt fünf Stiftungen, die diese zwei Unternehmen kontrollieren, unterschiedlichen Anteilen, unterschiedlichen Einflussesphären und die Stiftungen alimentieren die Familien aus den Gewinn von Aldi. Also, das heißt, die Führen, die Unternehmen uns noch dafür zuständig, dass die Familien ein Teil vom Kuchen abbekommen. Weil operativ ist ja kein einziger Allbrecht mehr im Unternehmtätig momentan, ne? Nee, sobald ich weiß, es ist ja keiner mehr drinnen, denn das ist eine Stiftung. Es ist natürlich operativ, dadurch, dass die Stiftungen gefragt werden müssen bei großen Investitionen, kannst du jetzt sagen, ist das operativ oder nicht operativ, wenn du mitentscheidest. Also im Prinzip sind die auf jeden Fall mit den Geschicken des Unternehmens immer noch sehr eng befasst. Auch wenn sie das Tagesgeschäft natürlich nicht führen. Aber dieses Stiftungskonzept klingt nicht so ganz nach na sehr modernen Unternehmenskultur. Das klingt halt alles sehr langsam vonstatten. Weder bei Aldi Nord noch bei Aldi Süd gibt es eigentlich eine moderne Unternehmenskultur, das den Discount an ermöglicht, sich schnell auf einen sich so schnell ändern in den Markt anzupassen. Und ich meine, Niergenwoh hat der Online-Handel, wie im klassischen Handelsgeschäft alles komplett verändert. Amazon ist mittlerweile der 2. größte Handelskonzern der Welt, weit vor Aldi und auch noch Liede. Der größte als Amazon ist nur noch Walmart in den USA. Übrigens auch ein Familienunternehmen. Genau, aber Aldi nehmen ich als Player im Online-Geschäft, ehrlichweise überhaupt nicht wahr. Oder kaufe ich einfach nur woanders online ein. Nee, Alive im Online-Handel sehr, sehr spät dran. Die haben diesen Rückstand bis heute nicht an Nähern aufgeholt. Das ist da viel weiter. Das kann man schon daran sehen, dass Liedel dabei ist, seine Cloud tochter zu einem Riesengeschäft auszubauen. Das heißt, ein ganz neuen Geschäftszweig ziehen die hoch. Und sehr, sehr groß, sehr erfolgreich mit sehr viel Energie. Und solche cleverer Modelle der diversivizierung sucht man bei Aldi noch vergeblich. Wie läuft es bei den Aldi-Läden? Zusammen kommen die Weltweit, hab ich nachguckt, auf 13.000 Filialen und noch ein paar mehr. Ja, stimmt, unglaublich, wie viele das sind. Aber beide, Alisüt und Aldi Nord, haben in den vergangenen Jahren Milliarden in die Renovierung ihrer Filialen gesteckt. Man kann sagen, Modernisierung. Die hatten einfach keine Wahl. Dieses klassische Discount-Modell, wir haben es angesprochen. Alle beiden raus. Das eigentlich passiert, Leute wollen was anderes. Das haben die auch gemerkt, die Umsätze sangten. Es gab sogar mal ein, zwei Jahre wo die in Deutschland verlust geschrieben haben, die Alishwestern, also es ist schon echt dann sehr dramatisch, wenn man im Heimatmach nichts mehr verdient. Manche bekommen sogar Lade, sollen für E-Autos auf den Parkplatz gestellt. Aber jetzt kommen wir wieder darauf, dass die beiden grundsätzlich waren, weil der Modernisierung ist der Süden deutlich schneller als der Norden. Die hatten viel größeren Rückstand. Das liegt auch daran, weil der Theoalbrecht, der Theo Senior, der Aldi Nord geleitet hat, so ein Fenigfuchser war. Dass der Jahre lang nichts mehr investiert hat. Es gibt Episode, Kammerl-Manager, mit Anliegen zu忍ner Investieren. Dann hat er einfach gesagt, das ist ja nicht ihr Geld. Aber das ist ja auch ein Wahnsinn. Das ist ein Wahnsinn. Das ist ein Umsatzsteigerung, das der im Handel wichtig ist, um die Einkaufsmacht immer weiter hochzufahren. Aldi hat in neuen Ländern startet, die gab es schon seit Jahren nicht mehr. Die haben zwar in und wieder mal kleinere Konkurrenten übernommen. Aber insgesamt ist dann nicht wie passiert. Vor allem Jan ist Aldi Nord aus Dänemark rausgegangen, die haben ihre Filjaren verkauft. Weil die einfach nicht mehr eingefahren ist, wie sie das drehen können, dass es wieder profitabel wird. Da kann man doch irgendwie schon den Schlussstrich ziehen und sagen, so nach knapp 65 Jahren, doch auf ziemlich wackelegen fühlen. Und wie viele andere Familienunternehmen auch müssen sich die Albrechts eine Transformation unterziehen. Wir hatten es vorhin davon eine Modernisierung. Und wenn sie das Erbe ihrer beiden Gründer wirklich erfolgreich in die Zukunft führen wollen. Genau, und die bei anderen Transformationen auch drängt die Zeit, wenn die Albrechts nicht bald unter einen Holbar zurückfallen wollen. Immerhin bleibt ja noch eine Option, der ganz große Wurf, die Wiedervereinigung über den große Fusionen. Weil die Equator hinweg hat, sagen, das Einreißen der deutschen Trennteilung. Die haben auch ein paar Voraussetzungen schon geschaffen. Also, Aldi Süd und Aldi Nord haben vor zwei Jahren so holdingsgegründet. Noch ein Neustruktur über den Stiftungen. Die würden aber ein Zusammenschluss irgendwann erleichtern. Also, dass man einfach gesellschaftsrechtlich Voraussetzungen geschaffen, dass man das irgendwann machen kann. Man soll auch schon vereinbart haben, dass der Süden, der ist ja der einiges erfolgreichere Zweig, dass man auch die Mehrheit an einem voll Aldi bekommen soll. Aber wann es so weit ist, da steht ich noch in die Sternen. Ich würde sagen, das ist ein Thema, wo das Manager Magazin Brand bleibt. Vielen Dank, Christoph, erst mal bis hierhin. Danke, dass ihr im Monat wieder Prost Spaß gemacht habt. Ich hoffe sehr, liebe Hörerinnen und Hörer, dass es ihnen genauso ging. Das war der dritte und letzte Teil unsradisjährigen Podcasts, speziell Serie, über die Milliardäre und Millionen nähere in unserem Land. Hintergrund ist die Liste der 500-reichsten Deutschen. Alle Folgen aus dieser Spezialsehrerie Zumbeilspiel über die Familie Otto oder den Trockaripionier Rosman. Die können sie überall da finden, wo es Podcast gibt. Bis dahin sage ich Tschüss aus Hamburg. Tschüsser von mir. Machen Sie's gut. Wir hören uns. * Musik *

Podcast Summary

Key Points:

  1. Aldi's Erfolg basiert auf einem Discount-Prinzip, das im Gegensatz zum typischen "Made in Germany"-Qualitätsansatz steht.
  2. Die Gründung und Expansion von Aldi durch die Brüder Karl und Theo Albrecht war geprägt von Innovationen wie Selbstbedienung, extrem reduziertem Sortiment und radikaler Preisorientierung.
  3. Die Trennung der Brüder 1961 führte zur Aufteilung in Aldi Nord und Aldi Süd, was die Unternehmensstruktur bis heute prägt und Koordination erschwert.
  4. Aldi hat den deutschen Einzelhandel revolutioniert und ist zu einem globalen Handelsriesen geworden, steht aber in intensiver Konkurrenz zu Lidl.
  5. Die Nachfolgegenerationen der Familie Albrecht stehen vor Herausforderungen durch komplexe Familienstrukturen und interne Differenzen, die eine vollständige Fusion der Unternehmen behindern.

Summary:

Der Podcast beleuchtet den außergewöhnlichen Erfolg von Aldi, der im Kontrast zum traditionellen deutschen Qualitätsprinzip „Made in Germany“ steht. Gegründet von den Brüdern Karl und Theo Albrecht, revolutionierte das Unternehmen den Einzelhandel durch radikales Discount-Konzept: Selbstbedienung, extrem reduziertes Sortiment, Verzicht auf Werbung und alles, was Kosten verursacht, um die niedrigsten Preise zu garantieren. Diese Strategie ermöglichte eine rasche Expansion.

1961 trennten sich die Brüder aufgrund unterschiedlicher Managementstile und teilten das Unternehmen in Aldi Nord und Aldi Süd auf, was bis heute eine komplexe, getrennte Struktur mit enger Kooperation hinter den Kulissen definiert. Aldi entwickelte sich zu einem globalen Handelskonzern, sieht sich jedoch starkem Wettbewerb durch Lidl ausgesetzt, das das Discount-Prinzip kopierte und weiterentwickelte. Heute stehen die Nachfolgegenerationen der Familie Albrecht vor der Herausforderung, interne Differenzen zu überwinden und die historische Trennung möglicherweise zu überbrücken, während die Unternehmen weiterhin zu den größten der Welt zählen.

FAQs

Der Aldi-Äquator ist eine virtuelle Grenze in Deutschland, die Aldi Nord und Aldi Süd geografisch trennt. Er verläuft von Ost nach West und bestimmt, in welchen Regionen welche Aldi-Variante Filialen betreibt.

Aldi Nord war historisch durch ein sehr einfaches, schlichtes Ladenkonzept geprägt, während Aldi Süd eher einem normalen Supermarkt ähnelte. Heute haben sich beide Konzepte angeglichen und sind moderner geworden.

Die Brüder trennten sich 1961 aufgrund unterschiedlicher Managementstile. Karl war eher der Stratege, während Theo sich stärker ins Tagesgeschäft einmischte, was zu Unstimmigkeiten führte.

Aldi setzt auf Discount-Prinzipien wie niedrige Preise, reduziertes Sortiment und Verzicht auf unnötige Dienstleistungen. Dies steht im Gegensatz zu vielen deutschen Unternehmen, die für Qualität und höhere Preise stehen.

Aldi hat sein Sortiment erweitert, bietet nun Markenartikel an und hat die Läden modernisiert. Zudem gibt es regelmäßige Aktionswaren wie Textilien oder Elektronik, um Kunden zu binden.

Lidl hat das Aldi-Konzept kopiert und weiterentwickelt, oft mit schnellerer Expansion und Innovation. Heute ist Lidl weltweit größer als Aldi und treibt den Wettbewerb im Discount-Sektor an.

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