Akuthilfe: Emotional ausgelaugt? Tipps, um sofort wieder Stabilität zu spüren #290
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In der Folge wird das Thema emotionale Erschöpfung und Überlastung in Paaren ausführlich behandelt. Viele Paare, besonders mit Kindern und beruflichen Verpflichtungen, fühlen sich in einem funktionellen, aber leblosen Alltag gefangen. Der Alltag wird als „abgehakt“ beschrieben, wobei die Lebendigkeit und Nähe verloren gehen. Ein zentrales Problem ist die ungleiche Verantwortungsvorstellung: Frauen spüren oft Überforderung und Isolation, Männer fühlen sich hingegen ausgeschlossen und übersehen. Die Wahrnehmung der Krise ist oft unterschiedlich – ein Indikator für einen tiefen, schleichenden Prozess. Lösungen beinhalten bewusste Zeitblockierungen, gemeinsame Pausen mit klarem Inhalt, wie z. B. Spaziergänge oder Wohlfühlrituale, sowie die Einbeziehung von Gefühlen und Reflexionen. Ein entscheidender Schritt ist die Erstellung einer AVKK-Liste, um Aufgaben transparent zu vermitteln und zu überblicken, wo Outsourcing oder Umverteilung sinnvoll ist. Zudem wird betont, dass echte Veränderung nicht durch Nebensächlichkeiten wie Urlaube erfolgt, sondern durch tägliche, bewusste Rituale und gemeinsame Reflexion. Die Folge fordert Paare auf, offen über ihre Gefühle zu sprechen, die Verantwortung zu überprüfen und gemeinsam, schrittweise, nachhaltige Wege zu finden, um das Gefühl der Erschöpfung zu überwinden und eine dauerhafte Nähe und Lebensfreude wiederherzustellen.
Vielleicht kennst du das, du fühlst dich ausgelaugt, leer, hast das Gefühl, alles läuft nur noch im Autopilot.
Manchmal denkst du, unsere gemeinsame Zeit fühlt sich nur noch anstrengend an.
Beide Seiten sind frustriert häufig und sagen, irgendwie hat unsere Zeit miteinander als Familie,
aber auch natürlich als Liebespaar so eine Schwere bekommen und auch so eine Frustration,
dass man sagt, warum sind wir in so einen Modus gekommen, obwohl wir uns so viele schöne Sachen im Leben aufgebaut haben.
Wir haben ein Haus, wir haben Kinder, eigentlich sollten wir so dankbar und glücklich sein.
Haben wir das Gefühl, wir verwalten nur noch unser Leben.
Die Jahre ziehen so dran vorbei und man ist eigentlich immer froh, abends wieder auf der Couch zu sitzen.
Der Tag ist geschafft, bald ist wieder Wochenende.
Wir beschreiben dann ihren Alltag, ihr Leben als funktional.
Also wir funktionieren und schaffen das, die ganzen Themen, die gebraucht werden, auch wirklich zu erledigen.
Aber irgendwie fehlt uns darin die Lebendigkeit.
In dieser Folge sprechen wir darüber, wie du mit dem Gefühl der emotionalen Erschöpfung umgehen kannst.
Manchmal denkst du, ich kann nicht mehr oder unsere gemeinsame Zeit fühlt sich nur noch anstrengend an.
Typische Gedanken sind dann, wann ist es eigentlich soweit gekommen, liegt das an mir?
Wenn das so weitergeht, dann ist es dann nicht mehr so.
Wenn es nicht mehr so weitergeht, halte ich das nicht mehr aus.
Man fühlt also die gesamte Verantwortung und Aufgabenlast eher bei sich.
Wir haben in den letzten Jahren hunderte Paare begleitet, die genau an diesem Punkt standen.
Managerpaare mit Kindern, selbstständige Unternehmer, Akademiker oder Akademikerinnen.
In stressigen Phasen vereint alle das Gefühl, nicht mehr aneinander ranzukommen oder den Alltag kaum noch bewältigen zu können.
Wobei das inzwischen vollkommen unabhängig von den Berufen ist.
Oder ob beide arbeiten, ob einer arbeitet.
Dieses Gefühl, Mental Load, Überlastung, das trifft uns eigentlich fast alle gleichermaßen inzwischen.
Du bist im Podcast der Lebensiderlisten gelandet.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung.
Stellen wir uns einmal folgende Situation vor.
Ein Paar, Martina, 39 Jahre alt, Marketingleiterin und Felix, 41, Geschäftsführer.
Wohnen gemeinsam mit ihren zwei Kindern, sechs und neun Jahre alt, in einem Einfamilienhaus.
Beide sind in Führungspositionen und der Alltag ist natürlich oft sehr stressig.
Nach einem vollen Arbeitstag, die Kinder wurden abgeholt, gab es ein schnelles Abendessen.
Martina zieht sich direkt zurück aufs Sofa, Start aufs Handy.
Felix fühlt sich alleingelassen, fragt sich, warum Martina kaum noch spricht.
Und Martina denkt, ich muss einfach mal abschalten.
Felix versteht das nicht.
Mich braucht ständig jemand.
Findet schon wieder keine Nähe.
Funktionieren wir nur noch?
Was ist eigentlich aus uns geworden?
Martina spürt Überforderung, Gereiztheit, Schuld gegenüber den Kindern, gegenüber Felix, gegenüber sich selbst, aber auch Wut über die Situation.
Felix fühlt sich auf seiner Seite ausgegrenzt.
Und es kränkt ihn auch, dass Martina die Distanz sucht.
Er sorgt sich.
Trennen wir uns irgendwann?
Beide grübeln.
Wir haben uns so viel gemeinsam aufgebaut.
Und jetzt fühlt sich das zwischen uns nur noch schwer an.
Eine Geschichte, die bei uns tatsächlich alltäglich ist, in den Erstgesprächen und auch immer wieder Teil ist, wenn wir uns über Themen und Ziele dann genauer und detaillierter unterhalten.
Das Thema Verantwortungsverteilung, Ausgleich von Geben und Nehmen.
Wer hat die Verantwortung für die Kinder, den Haushalt, die ganzen Themen, die so außenrum anliegen, neben den beruflichen To-Dos und Verpflichtungen.
Und da ist es doch immer noch so, dass er. einseitig gefühlt wird und wenig Paare das so richtig stimmig im Ausgleich empfinden.
Zumindest nicht die Paare, die sich bei uns melden, sondern dort das Gefühl besteht, dass meistens die Frau sagt,
ich habe irgendwie viel zu viel auf meiner To-Do- und Verantwortungsliste.
Ich fühle mich damit alleingelassen, überfordert.
Und der Mann aber wiederum häufig sagt, aber ich mache doch schon so viel.
Ich lasse dich doch gar nicht alleine. Ich bin doch dabei.
Und das ist der. der Konflikt, der dann so im Raum steht.
Beide Seiten sind frustriert häufig und sagen, irgendwie hat unsere Zeit miteinander als Familie, aber auch natürlich als Liebespaar,
so eine schwere, wie ich eben schon sagte, bekommen und auch so eine Frustration, dass man sagt,
warum sind wir in so einen Modus gekommen, obwohl wir uns so viele schöne Sachen im Leben aufgebaut haben.
Wir haben ein Haus, wir haben Kinder. Eigentlich sollten wir so dankbar und glücklich sein.
Die Jahre ziehen so dran vorbei und man ist. ich immer froh, abends wieder auf der Couch zu sitzen.
Der Tag ist geschafft. Bald ist wieder Wochenende.
Und wenn Sie dann häufig so zurückdenken, man muss sagen, ehrlicherweise häufig an die Zeit vor den Kindern,
weil einfach mit Kindern viele Routinen und Rituale und immer gleiches Leben auch dazukommen.
Sagen, wir waren auch irgendwie noch die, die mit Rucksäcken in Vietnam waren und in Leichtigkeit gelebt haben.
Und jetzt ist das so, hast du das schon überwiesen?
Hast du dich darum schon gekümmert? Hast du den Rucksack gepackt für den nächsten Tag?
Also es fühlt sich alles nur an wie abgehakt.
Abgehakt, aber nicht mehr so ein Glücklich-Sein-Gefühl.
Ja, viele beschreiben dann ihren Alltag, ihr Leben als funktional.
Viele sagen, wir sind da gut drin, wir kriegen das so abgewickelt, aber irgendwie fehlt uns darin die Lebendigkeit.
Genau, manche sagen aber auch, wir sind funktional und schaffen das, aber gut fühlen wir uns damit nicht.
Wir sind beide einfach total erschöpft.
Und das ist häufig auch ein Zeichen schon in der Kommunikation.
Wenn man wenig Ressourcen hat, dann wird die Kommunikation immer kürzer und eher so ein leichter Befehlston herrscht dann.
Dass die Zündschnur dann kürzer ist, merkt man halt auch, dass man eher so Tür- und Angelgespräche führt.
Und das fehlt häufig beiden.
Dass beiden sagen, wir haben einfach hier nur noch so oberflächlich Organisatorisches, aber es gibt gar nicht mehr diese Tiefe.
Oder dieses Gefühl von, jemand sagte mal im Coaching, dieses Gefühl im Leben von richtig fit sein.
Also mental fit, körperlich.
Nicht körperlich fit, sondern es ist immer irgendwas, was das so schwer macht.
Das kannst du, wenn du hier zuhörst, bestimmt nachvollziehen.
Schreib gerne mal in die Kommentare, wie das bei dir aussieht.
Schafft ihr einen guten Alltag, wo ihr abends auch noch fit seid und agil und noch richtig Dinge unternehmen könnt?
Oder fallt ihr abends eher kaputt aufs Sofa und macht am Sonntag so einen Haken dran?
Wir haben die Woche überlebt.
Schön, dass es uns noch gibt und wir haben die meisten To-Dos geschafft.
Wie geht es euch damit?
Ja, wir haben uns wieder ein paar Tipps rausgesucht.
Im Internet findet und wollen die Relevanten, die auch hilfreich sind, einmal vorstellen.
Aber auch dann ein wenig bewerten, ob das dann so aus unserer Sicht stimmig und hilfreich ist.
Oder wo man dann wirklich ansetzt, wenn man eine tiefe Veränderung haben möchte.
Was erstmal sinnvoll erscheint, ist sich gemeinsam Zeit zu zweit zu blocken und sich bewusst auch Pausen zu nehmen.
Das finde ich grundsätzlich gut.
Es ist immer die Frage, ob das so einfach geht.
Weil wenn die Zeit jetzt gut gefüllt ist, dann ist ja erstmal. Die Überlegung, was davon ist denn vielleicht unwichtig, kann ich weglassen?
Oder was kann ich irgendwie effizienter, effektiver gestalten von meinen ganzen Aufgaben oder outsourcen,
damit ich diese freie Zeit habe?
Denn typischerweise ist die ja nicht vorhanden, sondern unser Alltag ist ja sehr voll.
Man kann natürlich auch nochmal gucken, ob man Zeit umgebaut bekommt,
wo man vielleicht dann zu viel Social Media und Streaming-Angebote nutzt,
die man mehr Richtung gemeinsamer Zeit. Zeit befördert.
Aber auch die werden ja häufig genutzt, weil wir mental meistens leer sind
und aller Willenskraft und Co. aufgebraucht ist und wir nur noch entspannen wollen.
Häufig ist es ja auch ein Thema, dass man innerlich erstmal Platz machen muss,
dass man sich davon frei macht, dass man immer 100% beibehalten kann in allen Lebensbereichen.
Also wenn ich mich dafür entscheide, ich möchte mehr Zeit in der Partnerschaft haben
und ich habe keine Zeit, dann heißt es ja im Umkehrschluss, ich muss jetzt irgendwo Zeit herholen
und muss vielleicht in bestimmten Lebensbereichen von meinen 100% runtergehen auf 70%,
damit ich die 30% darüber ziehen kann.
Und das ist manchmal auch ein Prozess, der auch schmerzhaft sein kann,
wenn man sagt, oh, ist das denn wirklich stimmig?
Und das ist eine Sache von wirklich Priorität dann auch, zu sagen, ja gut,
dann mache ich jetzt mal sechs Monate das Ehrenamt da nicht mit und sage,
Leute, ich bin raus, ich brauche gerade ein bisschen Zeit für die Partnerschaft und probiere das mal aus
und gucke halt.
Welche Effekte dann eintreten, aber es braucht halt immer eine Veränderung.
Und das ist meistens ein Prozess, der gerne auch von beiden Seiten stattfinden darf,
wo nicht nur eine Seite dann sagt, ja, ich bin bereit dazu, ein bisschen was frei zu machen,
sondern dass beide bemüht sind, dieses Zeitfenster zu finden.
Da wir typischerweise alle eine Liste von unerledigten Aufgaben entweder innerlich führen
oder irgendwo verschriftlicht haben, braucht diese gemeinsame Zeit zu zweit
oder die Pausen, die man sich blockt, brauchen einen Inhalt und einen Sinn.
Weil ansonsten nehmen diese ganzen To-Dos ganz schnell wieder Raum ein.
Also es ist ja schön, wenn man sich Zeit zu zweit blockt, aber wenn man da sitzt und sich anguckt und fragt,
was machen wir nun?
Dann überlegt man ein bisschen und irgendwann kommt, naja, wir wollten noch diesen Papierstapel noch unbedingt wegsortieren.
Lass uns den mal zusammen sortieren.
Und schon ist man wieder in To-Dos drin.
Das heißt, man braucht dann auch gemeinsam sinnvolle Inhalte, wie man das füllt,
beziehungsweise auch ein gemeinsames Bild davon, wie man eine Pause bewusst nutzt.
macht man in dieser Pause? Geht man spazieren? Geht man
Zum Sport gemeinsam, weil typischerweise sind wir alle mental so belastet, dass eine Pause häufig gut ist, wenn wir körperlich irgendwie was in Bewegung machen.
Also wie nutzen wir so eine Pause, dass uns die nicht wieder entgleitet und wir schon wieder in To-Dos hängen, weil uns gerade nichts Besseres einfällt.
Und auch da vielleicht nochmal der Tipp, dass man den Anspruch an die Zeit auch ein bisschen reduzieren muss.
Manchmal gerade, sag ich mal, wenn man Kinder unter 10, 12 Jahren hat, dann ist das nicht immer möglich, eine Pause zu zweit von zwei Stunden zu finden.
Dann muss man sehr lange suchen, dann muss man wieder einen Babysitter und so weiter haben, sondern zu sagen, okay, wir schaffen gerade nur, und das ist am Anfang ja auch gar nicht schlecht,
zweimal 30 Minuten, dass wir uns mit einem netten Getränk in die Küche setzen und die Kinder mal 30 Minuten irgendwie parken, damit wir so ein bisschen mehr wieder in die Nähe bekommen.
Und statt zu sagen, das ist ja so wenig, das lohnt sich nicht, einfach anzufangen.
Der zweite Punkt ist, offen über Gefühle zu sprechen und Ehrlichkeit zu zeigen.
Also wirklich zu sagen, ich bin überfordert, mir geht es gerade nicht gut, mir ist das zu wenig lebendig, das ist zu funktional geworden.
Also offen über die Gefühle sprechen und auch reflektieren, wie lange ist das schon so, in welchen Phasen fühle ich mich besser, fühle ich mich schlechter, um vielleicht auch ein bisschen der Illusion zu entweichen,
das ist gerade nur eine Phase.
Das wird schon wieder. Das ist meistens nicht das, was reicht, dass es wirklich wieder wird.
Wir müssen aktiv da was für tun und bei vielen Menschen greift dann doch Phase an Phase, Sprint an Sprint, Thema an Thema.
Das heißt, wenn das eine Thema fertig ist und geht, dann kommt ja meistens das nächste, gerade wenn man erstmal in so einem Modus drinsteckt.
Das ist natürlich ein bisschen die Gefahr, finde ich, bei diesem Tipp, dass man dann zusammen sitzt und sich gegenseitig vorhält, wie schwer das Leben ist und sich gerne auch dann gegenseitig Vorwürfe macht.
Und ehrlich gesagt, das ist halt. Darauf hätte ich persönlich nur ein-, zweimal-, dreimal vielleicht noch Lust, dann würde ich sagen, oh nee, schon wieder das Gespräch, weil dann bist du ja nur im Leid.
Also auf der einen Seite die Anerkennung und der Austausch darüber, dass es ist, wie es ist, das finde ich gut, aber was folgt dann?
Ja, dann folgt die Frage und das muss man zu den Tipps halt immer ergänzen, die Frage, was können wir beide tun, lernen, verändern, damit es sich für uns stimmig und gut anfühlt und dann Meilensteine entwickeln.
Das ist ein Kreativmodus, in dem man brainstormt.
Kreativ wird und schaut, was kann man da alles tun, um einen Plan zu entwickeln, der wirklich greifbar, nachvollziehbar, in Anführungsstrichen sogar messbar ist.
Und dann haben wir auch das typische Problem der Neujahrsvorsätze quasi erledigt, weil es ist ja nichts anderes.
Man setzt sich hin, überlegt sich, was war das letzte Jahr nicht gut, was wollen wir nächstes Jahr besser machen vielleicht.
Und das ist ja da genauso, du kannst ja jederzeit reflektieren, was ist gerade in den letzten Wochen nicht gut, was wollen wir anders machen.
Und wenn wir sagen, ja, lass uns mal mehr Pausen machen, mehr Bildung.
Das wird nicht eintreten, das muss konkreter sein, wie viel mehr Pausen, wann genau, wie soll die Bewegung aussehen.
Dann direkt in den Kalender eintragen, was müssen wir dafür blocken, brauchen wir einen Babysitter, müssen wir dafür Aufgaben wegfallen lassen, outsourcen, was muss alles gemacht werden, damit das Setting so aussieht, dass man das wirklich hinbekommen kann.
Also immer die Frage, so kommt man da raus, was können wir beide tun, lernen, verändern, damit es stimmig wird.
Und wenn man dann merkt, dieser Kreativprozess geht.
Aber davon gibt es ja auch einige Paare, die dann merken, das können wir zusammen nicht, wir geraten da in Streit.
Dann ist es ja auch wieder eine Erkenntnis, zu sagen, wir sind schon tiefer im Leid drin, dass wir diese Ebene zusammen nicht hinbekommen, dieser Rahmen nicht ausreicht.
Und das wäre der Moment, wo man dann ja auch darüber nachdenken könnte, welcher Rahmen wäre jetzt stimmig, wem brauche ich an meiner Seite, brauche ich Unterstützung, brauche ich Hilfe, um wieder in genau diese Form von Gesprächen auch reinzukommen.
Da bist du schon fast ein bisschen auf unseren letzten Punkt, aber noch nicht ganz.
Das ist schon mal so eine Hinführung.
Wir nehmen nochmal den dritten Tipp, den man online regelmäßig findet.
Ich wollte das nur nochmal sagen, weil es gibt ja durchaus Menschen, die bei uns sich melden und sagen, es hört sich so schön an, ein Podcast, was man machen soll, aber das kriegen wir nicht hin.
Und das ist ja auch okay.
Also das ist gar nicht selten, dass man sagt, ich möchte das gerne, aber wir reden fünf Minuten und dann streiten wir uns darüber, wer jetzt recht hat mit dem nächsten Satz und sind noch gar nicht in der Tiefe.
Aber dafür ist ja auch dann so ein Podcast da.
Im besten Fall hilft einer ganzen Menge von Menschen.
Das ist schon einfach über den Podcast zu verändern.
Und die, die merken, dass sie in der Krise schon zu weit fortgeschritten sind, die können sich melden und sich unterstützen lassen.
Oder die, die sagen, ja, das klingt alles gut, aber wir wollen grundsätzlich Unterstützung haben, weil das ja auch immer wie so eine Art Turbo ist.
Man kann einfach viele Fehler vermeiden.
Man hat diese gesicherten Termine und kann dadurch viel schneller Fortschritte erlangen.
Der dritte Tipp, den man online häufig findet, ist kleine Wohlfühlrituale integrieren.
Zum Beispiel Spaziergänge.
Also das, was wir auch in unserem kleinen Videokurs drin haben.
Da haben wir diese sogenannte Tut-mir-gut-Liste drin, wo man schaut, was tut mir gut.
Das kann jeder für sich erarbeiten und das kann man natürlich dann auch als Paar matchen und schauen, was stimmt überein, was tut uns gut oder was kann ich dem anderen Gutes tun.
Und diese kleinen Wohlfühlrituale, die können natürlich dafür sorgen, dass man einfach zwischendurch mal seinen Akku auflädt und nicht nur da drin ist, To-dos zu erfüllen,
sondern auch tatsächlich mal sich zwischendurch um sich kümmert.
Denn das ist für die meisten unstimmig und hilft nicht, wenn man so einen langen Sprint macht bis zum nächsten Urlaub und dann soll man sich in ein, zwei Wochen vollständig regenerieren.
Die Wahrheit ist doch meistens, dass man nach drei, vier Tagen zurück im Alltag wieder an dem Punkt ist, wo man vor dem Urlaub stand.
Das heißt, wir brauchen auch im normalen Alltag immer unsere Pausen, Wohlfühlmomente und achten darauf, dass es uns gut geht.
Hatte ich gerade letzte Woche im Coaching, da sagte die Frau, ich glaube, wir sollten mal wieder am Wochenende wegfahren.
Und dann kommen wir mit so viel Leichtigkeit wieder und dann habe ich sie auch gefragt, was glaubst du denn, wie lange dauert das so ungefähr, bis dein Akku wieder leer ist?
Und sie meinte, bis Freitag.
Ich sagte, ja, wenn man mit dieser Erwartung losfährt, ist ja okay, dass man ganz bewusst sagt, ich weiß, was mich denn erwartet, wenn ich am Sonntag oder Montag zurückkomme,
dass das so ein kurzweiliger Effekt ist, kann ja auch trotzdem schön sein, aber es ist halt nichts, was auf Dauer einbringt,
weil man kann ja nicht jede Woche fürs Wochenende wegfahren und von daher ist es immer so, für viele Menschen glaube ich,
so dieses Gefühl wegzufahren immer sehr groß und die Hoffnung, man sagt ja auch drei Tage am Meer und helfen mir sozusagen wieder ins Leben zu kommen,
aber das hat halt leider keinen langfristigen Effekt.
Deswegen ist die Erwartung wichtig, dass man das gerne mitnimmt als Lebensmoment und sich darüber freut und auch ein paar Tage davon gut hat,
aber bei den Erinnerungen ja sogar noch viel länger.
Wenn es gute sind, ja.
Aber eben schaut, dass man nicht glaubt, dass einem das jetzt Ewigkeit in den Akku bringt.
Dass man nicht nur in den Akku auflädt, sondern das muss schon alltäglich passieren.
Genau, um so ein bisschen aus den Tipps und der Oberflächlichkeit dann rauszukommen,
denn häufig ist es so, dass das eben keine stressige Phase ist, in der man sich gerade nur befindet.
Die meisten, die sich dann reflektieren und auch bei uns im Erstgespräch sind, die sagen,
das ist schon seit Jahren oder immer ein Zustand, der sich durch verschiedene weitere Aspekte, Kinder zum Beispiel, einfach gesteigert hat
und dann ist es noch herausfordernder geworden.
Vor den Kindern konnte man auch nicht so viel lernen.
Man konnte es häufig noch ganz gut handeln.
Jetzt sind die Aufgaben einfach so viel geworden, dass es einfach in Überforderungsgefühle gemündet ist.
Das heißt, es geht darum, jetzt bewusst wahrzunehmen und klar auszusprechen, dass man sich erschöpft fühlt,
aber dass man auch dann versteht, was wirklich dahinter steckt und das gemeinsam dann mal eruiert und prüft,
ist das wirklich nur ein kurzer Sprint, eine Phase oder geht das schon längere Zeit?
Der erste Schritt ist da ja auch ganz spannend, mal die gegenseitige Wahrnehmung zu überprüfen.
Also, wie lange empfindest du das schon so?
Wie lange empfinde ich das?
Wie lange empfinde ich das schon so?
Empfinden das überhaupt beide so?
Genau, genau.
Oder ist das was, was einer gar nicht so empfindet und einer sagt, ich finde es eigentlich ganz entspannt
und der andere sagt, ja, aber ich schon lange nicht.
Weil der Zeitpunkt häufig von, wie fühlt sich das an, die Erschöpfung oder auch die Krise,
ist sehr häufig sehr unterschiedlich und das ist immer so ein großes Erstaunen, finde ich auch,
wenn einer sagt, also, ich habe es gerade überlegt, für mich ist es seit drei Jahren schon so.
Da habe ich schon sehr häufig erlebt, dass da die andere Person, egal ob Mann oder Frau daneben sitzt,
sagt, seit drei Jahren, warte mal, das heißt ja für dich, das ist schon so und so und das und das empfandst du auch schon so.
Für mich ist es erst, ja, du hast mich vor einem halben Jahr erst mal darauf angesprochen, also seitdem ungefähr.
Und dann sagt die andere Person, und du würdest jetzt von dir auch sagen, seit drei Jahren bist du total entspannt im Leben.
Also, man überzieht den ja gern auch, ne?
Und so ein bisschen am Stich immer und sagt, das kann doch nicht sein.
Wie können wir denn in der Wahrnehmung so unterschiedlich sein?
Und dann ist es für viele ja auch ein schleichender Prozess gewesen.
Mhm.
Das heißt, es gibt. Gar nicht so einen entscheidenden Punkt, der alles verändert, sondern wenn man zurückgeht, wann war es mal gut, wann fühlten wir uns wohl,
wo hatten wir das Gefühl von Leichtigkeit, Mental Load war noch nicht so ausgeprägt, wo war dieser Punkt und was sind dann die Aspekte,
die sich verändert haben, sodass sich das immer mehr zuspitzt und immer mehr gesteigert hat.
Häufig ist es halt auch bei Erschöpfung so, dass das durch viele kleine Puzzleteile entsteht, die manchmal natürlich auch unverhofft kommen.
Wenn jemand krank wird.
In der Familie noch, Pflege vielleicht, von den Eltern kurzzeitig dazukommen.
Dass man das alles schafft und dass er auch den Menschen im äußeren Kreis gerne unbewusst auch vermittelt und damit auch dem Partner oder der Partnerin.
Dass man sagt, ja, ich habe einen Plan, wir kriegen das irgendwie hin.
Und dann selber manchmal auch verzögert merkt, wie erschöpft man doch ist.
Und dass man halt immer weiter kürzt.
Und man kürzt halt vor allen Dingen leider auch bei den schönen Dingen.
Bei der Partnerschaft, bei den kleinen Umarmungen.
Und manchmal selber erschrocken darüber ist, wenn man rückblickend schaut und sagt, ja,
wie du schon am Anfang sagtest, wir sind eigentlich so mit so einem Sprint gestartet,
wo wir beide noch motiviert waren und gesagt haben, ja gut, das ist jetzt gerade eine schwierige Phase im Leben und sind interessiert.
in so einem Marathon von Unzufriedenheit und Traurigkeit gelandet.
Ja, und in dieser Rückschau, da versteht man eben das Leben.
Das wird ja vorwärts gelebt, rückwärts verstanden.
Das heißt, in der Rückschau verstehen wir das,
können uns anschauen, was sind Ursachen dafür,
dass wir uns heute so fühlen.
Wenn emotionale Verletzungen stattgefunden haben,
zwischen euch als Paar könnt ihr die entsprechend miteinander lösen,
in Verantwortung gehen.
Und man kann ins Verständnis und in die Anerkennung kommen,
indem man durch dieses chronologische Vorgehen dann auch sieht,
ah, okay, da hat sich was für dich verändert.
Das war für mich ja ganz anders.
Aber auch dann eben zu sehen,
wie oft hat man vielleicht was nicht ausgesprochen oder so ausgesprochen,
dass es beim anderen keine Wirkung gemacht hat,
dass es beim anderen nicht angekommen ist.
Und das gemeinsam aufzuarbeiten
und jeder für sich auch nochmal reflektieren kann,
was war mein Anteil daran,
dass sich das in diese Richtung bewegt hat,
was kann ich an meinem Anteil verändern,
um dann letztendlich,
ja, so die Basis zu haben,
zu sagen, lass uns mal aufschreiben,
was aktuell in der Gegenwart
denn alles so an To-Dos und Themenprojekten da sind.
Vielleicht auch mit der Wochenzeit,
wie viel Aufwand bedeutet das für mich und so weiter und so weiter,
um dann mal zu gucken,
wie können wir denn mit dieser Liste der Aufgaben umgehen,
wie man es im Unternehmen halt häufig auch macht.
Dann nennen wir es AVKK-Liste,
Aufgabe, Verantwortung, Kompetenz, Konsequenz.
Und dann kann man auch sagen,
ja, und schreiben das auf,
nehmen dann auch die Aufwände mit dazu
und gerade heute schaut man im Unternehmen dann,
kann das ein Automatismus, eine KI übernehmen,
kann ich das outsourcen,
ist alles dafür da, dass das geht,
sind das zu viele Aufgaben,
wodurch jemand überfordert ist,
kann man die umverteilen und so weiter.
Und das kann man eben im Privatleben auch machen,
mal gucken, wie ist denn das gewichtet,
um das wirklich mal transparent miteinander zu haben
und dann zu prüfen, was macht man damit.
Brauchen wir,
Unterstützung im Haushalt,
brauchen wir ein Babysitter dazu,
können wir irgendwas anderes abgeben,
ein Unternehmen, was Fensterputz dazu holen,
können wir statt einkaufen zu gehen,
vielleicht online bestellen.
Ich weiß nicht, ob bei uns,
hier gibt es Picknick,
ich weiß nicht, ob das deutschlandweit ist,
da könnte man sich dann zum Beispiel
die Einkäufe liefern lassen.
Also einfach da auch wieder kreativ werden
und brainstormen,
was kann man denn alles tun, lernen, verändern,
um diese Pflichtaufgaben zu reduzieren,
um mehr,
um mehr Freiheiten zu bekommen.
Und dann ja wieder hinzukommen,
von diesem funktionellen Modus wegzukommen sozusagen,
zu mehr Wir-Gefühl,
mehr Nähe,
mehr Liebespaar,
dass das wieder mehr Raum hat.
Und genau da wollen wir in der nächsten Folge eingehen.
Wir gehen nochmal in die Tiefe.
Wie können wir Mental Load reduzieren?
Wie können wir Ausgleich von Gehen und Nehmen herstellen,
dass auch auf der Gefühlsseite
das wieder stimmig mit beiden wird
und man auch anerkennen kann,
wenn jemand sich Mühe gibt,
weil das so die nächste Herausforderung nun fängt,
einer von beiden an,
sich immer mehr Mühe zu geben
oder vielleicht beide,
aber kann das gesehen anerkannt werden,
wenn das Fundament da erstmal Risse hat,
da Verletzungen, Enttäuschungen da waren,
erstmal so ein zurückgehaltenes
naja, gucken wir mal,
wie lange das Anhältgefühl da ist,
dann verpufft auch die Wirkung und die Motivation.
Da gehen wir in der nächsten Folge drauf ein.
Wenn du nicht so lange warten kannst,
dann findest du in den Shownotes
weitere Podcast-Playlists
mit ähnlichen Episoden zum Thema Beziehung retten.
Schau gerne direkt,
dass du ins Handeln kommst
und schau dir das an.
Und wenn du mit dieser Folge
vielleicht was verändern kannst,
ihr in Gespräche miteinander geht
und wenn ihr merkt,
dass die Basis nicht mehr da ist,
ihr nicht mehr so wertschätzend
miteinander kommunizieren könnt,
um echte Lösungen miteinander herzustellen,
dann hört euch einerseits die nächste Folge an
und schaut, ob das euch nochmal hilft.
Ansonsten meldet euch sehr gerne bei uns
fürs telefonische Erstgespräch
und wir schauen dann gemeinsam,
wie wir euch auf dem Weg begleiten können.
Bis dann.
Bis bald.
Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Paare erleben zunehmend emotionalen Überlastung und funktionellen Alltag, der fehlende Lebensgefühl und Nähe mit sich bringt.
Die Verantwortungsverteilung im Haushalt und Alltag ist oft ungleich, wobei Frauen häufig als überfordert beschrieben und Männer als übermäßig engagiert empfinden.
Das Gefühl der Erschöpfung entsteht schleichend durch verschiedene Lebensereignisse, wie Kinder, Beruf und gesellschaftliche Druck, nicht durch einen plötzlichen Punkt.
Gemeinsame Zeit zu zweit und bewusste Pausen sind entscheidend, um Nähe, Wohlfühlmomente und mentale Ausgleich zu schaffen.
Offene Kommunikation über Gefühle und die Wahrnehmung von Überforderung hilft, die Illusion von „einer Phase“ zu entgleiten und echte Veränderungen voranzutreiben.
Die Umsetzung von Veränderungen erfordert konkrete, messbare Pläne – z. B. durch eine AVKK-Liste (Aufgabe, Verantwortung, Kompetenz, Konsequenz).
Größere Lebensformen wie Urlaube oder Spaziergänge wirken kurzfristig, aber langfristig braucht man täglich wiederkehrende Wohlfühlrituale.
Tiefere Veränderungen erfordern gemeinsame Reflexion, Achtsamkeit und die Bereitschaft, verletzende oder verschwiegenen Erlebnisse aufzuarbeiten.
Summary:
In der Folge wird das Thema emotionale Erschöpfung und Überlastung in Paaren ausführlich behandelt. Viele Paare, besonders mit Kindern und beruflichen Verpflichtungen, fühlen sich in einem funktionellen, aber leblosen Alltag gefangen. Der Alltag wird als „abgehakt“ beschrieben, wobei die Lebendigkeit und Nähe verloren gehen.
Ein zentrales Problem ist die ungleiche Verantwortungsvorstellung: Frauen spüren oft Überforderung und Isolation, Männer fühlen sich hingegen ausgeschlossen und übersehen. Die Wahrnehmung der Krise ist oft unterschiedlich – ein Indikator für einen tiefen, schleichenden Prozess. Lösungen beinhalten bewusste Zeitblockierungen, gemeinsame Pausen mit klarem Inhalt, wie z.
B. Spaziergänge oder Wohlfühlrituale, sowie die Einbeziehung von Gefühlen und Reflexionen. Ein entscheidender Schritt ist die Erstellung einer AVKK-Liste, um Aufgaben transparent zu vermitteln und zu überblicken, wo Outsourcing oder Umverteilung sinnvoll ist.
Zudem wird betont, dass echte Veränderung nicht durch Nebensächlichkeiten wie Urlaube erfolgt, sondern durch tägliche, bewusste Rituale und gemeinsame Reflexion. Die Folge fordert Paare auf, offen über ihre Gefühle zu sprechen, die Verantwortung zu überprüfen und gemeinsam, schrittweise, nachhaltige Wege zu finden, um das Gefühl der Erschöpfung zu überwinden und eine dauerhafte Nähe und Lebensfreude wiederherzustellen.
FAQs
Weil die täglichen Aufgaben und Verantwortungen überlastet sind, die Gespräche flach und oberflächlich werden und die emotionale Nähe verloren geht.
Es beschreibt die ungleiche Verteilung von Aufgaben und Verantwortungen, wobei eine Person oft allein für den Haushalt, die Kinder und den Alltag verantwortlich ist.
Weil sie oft das Gefühl haben, dass sie bereits viel tun, während die andere Seite überzogen wird, und dadurch ein Mangel an gegenseitiger Anerkennung entsteht.
Durch klare Ziele, wie Spaziergänge oder gemeinsame Aktivitäten, und indem man sich bewusst abgrenzt, um nicht wieder in To-Dos zu fallen.
Um Verständnis für die eigene und die Partnerschaftsbelastung zu entwickeln und gemeinsam zu erkennen, wo die Erschöpfung anfängt und wie sie sich entwickelt hat.
Durch gemeinsame Reflexion, eine sichtbare Aufgabenliste mit Aufgabe, Verantwortung, Kompetenz und Konsequenz und bewusste Entscheidungen, was ausgeschlossen oder outsourcen wird.
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