Akuthilfe: Die emotionale Distanz zerstört euch? Dann reichen oberflächliche Gespräche jetzt nicht mehr aus! #261
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Die Transkription beleuchtet das Problem der emotionalen Distanz in der Partnerschaft, die oft schleichend entsteht und durch kleine, unerkannte Enttäuschungen gefördert wird. Die Gründe liegen in ungelösten Verletzungen aus der Vergangenheit, fehlenden Bedürfnisabgleichen und der Etablierung von Gewohnheiten – etwa durch getrenntes Schlafen oder fehlende Gespräche. Solche Muster werden durch die stetige Suche nach Verbundenheit und die Suche nach Alternativen, wie Telefonate mit der Mutter oder Freunden, verstärkt. Materialer Erfolg oder Investitionen verlieren ihren Wert, wenn die emotionale Verbindung bricht. Standardmaßnahmen wie Date-Nights wirken nur, wenn tiefe Gefühle wie Wut oder Ablehnung gelöst werden. Ein entscheidender Schritt ist die selbstreflexive Aufarbeitung von Bedürfnissen und die gemeinsame Suche nach Ursachen. Die Beziehung verliert nicht sofort an Wert, sondern entwickelt sich langsam zu einem emotionalen Ausnahmezustand. Der Weg aus dieser Krise beginnt mit einer echten, tiefen Kommunikation, einer gemeinsamen Wahrnehmung der Bedürfnisse und dem Schließen von echten, stimmigen Kompromissen – nicht nur im materiellen, sondern im emotionalen Bereich. Eine Rückkehr zur Verbundenheit erfordert jedoch nicht nur Aktionen, sondern ein tiefes Verständnis der eigenen und des Partners' inneren Bedürfnisse.
Was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen Gewohnheit und Liebe?
Ist das eigentlich jetzt nur noch eine Freundschaft und WG?
Und du fragst dich auch, warum fühlt sich unsere Beziehung so leer an, obwohl wir zusammen im selben Haus leben?
Warum spüre ich zu der Person keine Nähe mehr?
Ich habe mich zurückgezogen, damit eben die Verletzungen, die wahrscheinlich noch kommen werden, nicht mehr so stark wirken.
Wir wollen in dieser Folge über ein Thema sprechen, das uns immer wieder begegnet.
Du spürst emotionale Distanz in deiner Beziehung und weißt nicht, wie du reagieren sollst.
Du willst an Nähe, vielleicht Kontakt, ein echtes Miteinander.
Aber alles, was zurückkommt, ist meistens Schweigen, Rückzug, manchmal sogar Gleichgültigkeit.
Manche sprechen davon, dass sie sich ignoriert fühlen.
In den letzten Jahren haben wir hunderte Paare begleitet, die genau an diesem Punkt standen.
Ein Partner zieht sich emotional zurück, der andere kämpft um Verbindung.
Manchmal kämpfen beide, aber gefühlt an verschiedenen Seiten.
Aber irgendwie hat es keine Wirkung, die Verbindung fehlt weiterhin.
Das ist für uns extrem wichtig, weil Systemgesetz 1 ist hier verletzt.
Das ist das Systemgesetz Zugehörigkeit, kein Ausschluss.
Wir wollen uns immer zugehörig, also in Verbindung mit dem Partner fühlen.
Und so fühlt man sich eher alleine und ausgeschlossen.
Das ist man ja als Single gewohnt, da ist es erwartungskonform.
Aber in der Partnerschaft ist das umso schlimmer das Gefühl, wenn man sich innerhalb der Partnerschaft einsam und nicht verbunden fühlt.
Und in dieser Situation passieren oft unüberlegte Dinge.
Man sendet zum Beispiel doppeldeutige Nachrichten.
Du verlangst nach Aufmerksamkeit, ziehst dich dann aus Verletzungen selber wieder zurück,
weil du gemerkt hast, das kommt nicht an, es passiert nicht das, was du dir wünschst.
Und suchst im nächsten Step wieder.
Wir zeigen dir heute, was du akut tun kannst, um aus diesem Zustand herauszukommen
und wieder eine emotionale Verbindung aufzubauen.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein
in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung.
Emotionale Nähe ist, so wie du sagst, immer wieder ein Thema bei uns im Coaching.
Und das ist ja genau das, was eine Partnerschaft ja auch ausmacht.
Also viele beschreiben das ja auch.
Als Wir-Gefühl, als ein besonderes Band, was zwischen zwei Menschen ist.
Dieses Gefühl Wir gegen die Welt.
Wir wissen voneinander, was der andere denkt.
Wir kennen die Vorlieben.
Wir wissen, was wir als nächstes im Leben zusammen machen wollen.
Also emotional sind wir eng miteinander verbunden.
Und das ist ja auch etwas, was total schön ist und was ja auch das Leben ausmacht.
Diese Lebendigkeit in einer Beziehung, das Emotionale.
Und umso belastender ist es natürlich, wenn man vielleicht nach vielen Jahren
merkt, dass diese emotionale Verbindung nicht mehr so ist wie am Anfang.
Oder vielleicht auch nie so wirklich da war, wie man sich das im Leben gewünscht hat.
Ist auch ganz häufig der Anstoß für ganz viele Folgen, die daraus resultieren.
Das Erste ist dann, dass man sich fragt,
was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen Gewohnheit und Liebe?
Also solche Fragen stellen sich irgendwann.
Da kommen auch manche in tiefe Gründige.
Und dann haben wir natürlich auch diese Reflexion, was heißt denn überhaupt Liebe für mich?
Und dann haben wir daraus natürlich Folgen wie Fremdgehen, Affäre, Fremdverlieben,
die daraus resultieren können, nicht müssten, aber können.
Weil wenn diese Verbindung fehlt in unserer monogamen Ehe,
dann kann es passieren, dass ich mich innerlich dafür öffne.
Wir sagen immer, es wird ein Puzzlestück.
Und jemand anderes dockt an und schafft diese Verbindung durch Lob, Anerkennung,
Geschenke, die man vielleicht in der Partnerschaft vergisst und so weiter.
Das sind alles so Folgen, die entstehen können.
Deswegen ist diese Aufrechterhalten, diese emotionalen Verbindungen so wichtig.
Und eine ganz wichtige Grundvoraussetzung dafür ist ja ein stabiles Fundament miteinander.
Also möglichst frei zu sein von Verletzungen und Konflikten,
die eher in uns abgelagert sind und verdrängt, als wirklich miteinander als Paar verarbeitet.
Und viele gehen ja gerade durch Lebensphasen, die einfach sehr fordernd sind.
Die Kinder sind vielleicht klein oder man hat im Job große Herausforderungen.
Und das sind einfach auch Phasen im Leben, die sehr anfällig dafür sind,
dass wir die Verbindung zu uns selber, aber auch in der Partnerschaft verlieren.
Weil man halt zu viel zu tun hat, weil man so erschöpft ist,
weil man das Gefühl hat, man kann sich ja nicht um jeden kümmern.
Man selber hat doch kaum noch Zeit für sich selber.
Wie soll ich mich noch um die Emotionen von anderen Menschen kümmern?
Noch von den Kindern vielleicht?
Klar, da die Gefühle begleiten.
Aber dass einfach so vieles sehr routiniert ist, alles seinen Ablauf hat.
Und man sich dann auch so fragt, ist das jetzt nur bei uns so?
Haben wir uns da so verloren?
Aber gefühlt geht das doch vielen anderen Freunden oder Paaren, die man so kennt, auch so.
Die haben doch auch so alle ihren Ablauf, verwalten ihr Leben.
Ist das vielleicht normal?
Sollte ich viel dankbarer sein für das, was ich habe?
Also da kommen ja ganz viele Fragen hoch.
Und ich kann das auch durchaus verstehen.
Wir beide sind ja auch in einer Lebensphase, die einfach sehr fordert ist,
immer wieder investieren muss und immer wieder schauen muss,
okay, wie können wir in Verbindung kommen?
Wo können wir nochmal andocken?
Auch in ganz kleinen Momenten.
Es gibt neben der Beziehung auch noch so viele andere Lebensbereiche und Dinge,
die uns so wichtig sind.
Und wir streben heutzutage ja nach 110 Prozent in jedem Lebensbereich.
Wir wollen ja mental perfekt aufgestellt sein.
Wir wollen uns perfekt ernähren, einen super Körper haben,
regelmäßig Sport treiben.
Wir wollen uns um Longevity kümmern, dass wir möglichst lange leben.
Dann wiederum möchten wir auch finanziell sehr erfolgreich sein,
Karriereleitern nach oben gehen.
Wir bekommen ständig in Social Media gesagt, zumindest in meiner Bubble,
dass mit 10.000 im Monat man ja nichts ist.
Und das ist dann etwas, das sind alles Dinge, die uns antriggern
und uns manchmal vielleicht auch in Dinge hineinstürzen lassen,
was auch die folgende Geschichte gleich erzählt.
In Dinge hineinstürzen lassen, die wiederum dann die Beziehung so aus dem Fokus rücken.
Man sich dort umso eher verliert, obwohl man vielleicht sogar das Gefühl hat,
man macht diese Dinge ja für die Familie.
Gerade der Mann hat immer noch häufig das Gefühl,
wenn er sich in Projekte und in Arbeit stürzt, er macht das ja für die Familie,
die dann aber häufig da sitzt und sagt, wir brauchen all diesen Luxus gar nicht.
Wir wollen eigentlich dich als Mensch und deine Zeit.
Stellen wir uns folgende Situation vor.
Du sitzt am Steuer deines Porsches und fährst mit 150 kmh über die Autobahn.
Die Sonne scheint richtig knackig auf das Autodach, Klimaanlage läuft,
ein Kaffee ist im Getränkebehälter.
Der nächste Kundentermin steht an und du hast richtig los,
einen großen Auftrag heute noch einzuholen.
Während du fährst, kreisen deine Gedanken zwar um den nächsten Termin,
aber du wirst immer wieder rausgerissen
und du wirst immer wieder rausgerissen und du wirst immer wieder rausgerissen
und du wirst abgelenkt und bist bei den Gedanken immer wieder bei deinem Partner.
Du denkst an die Mauer, die du gerade so empfindest zwischen euch
und die sich aufgebaut hat.
Im Radio laufen währenddessen bekannte Lieder,
die Bäume ziehen an dir vorbei, du fährst immer weiter geradeaus,
der Motor schnurrt und eigentlich hast du das Gefühl,
dass du dein Leben gut im Griff hast, abgesehen von deiner Beziehung.
Das belastet dich, es macht dich müde, es fehlt dir der Antrieb, weiterzumachen.
Eine eher typische Geschichte für Paare, die bei uns im Coaching sind.
Sicherlich nicht immer der Porsche,
sondern häufig auch der Mercedes, Audi, BMW oder was anderes.
Aber das ist ja das, wo viele von uns hinstreben,
also unsere Bilder im Kopf haben,
aber ja häufig dann eher, wenn wir uns in die Zukunft stellen,
eher mit der Familie zusammen.
Also wir haben uns ja zum Beispiel mal einen Porsche ausgeliehen
für ein Wochenende, da warst du schwanger
und dann sind wir mit dem Porsche Cabrio an die Ostsee gefahren.
Und das so ein Bild.
Aber da ging es jetzt primär nicht um das Materielle, den Porsche,
sondern eher, es hätte auch ein anderes Cabrio einfach sein können,
dieses Feeling, du fährst offen, als Paar, harmonisch und glücklich
an die Ostsee.
Und das ist eben der Switch, wo das Materielle dann irgendwann keinen Wert mehr hat.
Das merken sicherlich auch viele,
dass irgendwann das große Haus, Autos, Uhren,
woran auch immer man sich erfreut,
dann den Wert verliert.
Genauso wie ein Urlaub kannst du ein noch so luxuriöses Hotel buchen,
wenn einfach die Beziehung gerade nicht stabil ist
und total am Kippeln und man so eine Mauer spürt,
dann ist der Urlaub nicht so gut.
Der Wert dieses Luxus-Urlaubs ist viel, viel geringer für einen persönlich,
als wenn man eine richtig gute gemeinsame Zeit dort verbringen kann,
weil man Verbindung miteinander spürt.
Das ist ein Prozess, der normalerweise nicht plötzlich,
sondern eher schleichend entsteht.
Das heißt, wenn wir zurückgehen, wann war es mal gut,
dann sagt jetzt keiner, ja, vor dreieinhalb Jahren,
da gab es diesen einen Moment, da ist die emotionale Verbindung verloren gegangen.
Sondern da sagen die meisten, das war ein schleichender Prozess.
Ich kann dir jetzt kein konkretes Ereignis nennen.
nennen, das ist eher eine Summe von vielen kleinen Enttäuschungen, die dahin führten.
Das fängt häufig auch damit an, dass kleine Bedürfnisse und Gefühle nicht mehr geteilt
werden, dass man immer mehr interpretiert als zu sprechen und dass man immer weniger
Zeit als Liebespaar miteinander verbringt und die Beziehung eher funktionaler wird.
Wenn dann so eine Konfliktspirale erstmal im Gang gesetzt wird und immer weiter voranschaut,
verbreitet, dann kommen irgendwann so Punkte, wo es gebraucht wird, dass man sich selber
schützt und das nennen viele auch eben seine Schutzmauer.
Ich habe mich zurückgezogen, damit eben die Verletzungen, die wahrscheinlich noch kommen
werden, nicht mehr so stark wirken, weil je stärker die Verbindung und die Liebe da ist,
desto verletzlicher bin ich eben auch und bekomme dann diese Enttäuschung viel mehr
zu spüren, also versuche ich mich von diesen emotionalen Verletzungen, von diesen Gefühlen
abzubauen.
Durch diese Mauer, diese Mauer, die stört eben auch die guten Gefühle und so kommt
man dann eben in einen irgendwann emotionalen Ausnahmezustand, in die Krise hinein, wo das
einfach kein temporäres Beziehungstief mehr ist und man merkt, oh, das ist so ein dauerhaftes
Tief, wir bekommen gar keinen Aufschwung mehr hin.
Und viele beschreiben das ja auch in einer Partnerschaft so, dass sie sagen, dieses Alleine-Sein
in einer Partnerschaft.
Das ist so schwierig.
Manche sagen auch, dass sie sich daran gewöhnt haben schon, also dass sie so über den Punkt
sind, also ich bin es ja gewöhnt, alleine mit den Kindern Ausflüge zu machen, ich bin
es ja gewöhnt, alleine zum Geburtstag zu gehen oder ich habe mir schon gedacht, dass
du mich in dem Punkt nicht unterstützt und ich habe schon andere Leute gesucht, die mir
helfen, das ist ja alles so ein Zeichen dafür, dass man schon sogar einen Schritt weiter
ist und sagt, ich bin schon eigentlich so weit weg von dir, dass ich mit dir innerlich
gar nicht mehr rechne.
Das sind ja auch letztendlich Schutzmauern und Hilfestellungen unseres Denkens ans tieferliegende
Gefühl, dass wenn wir uns arrangieren, uns das erklären, der ist halt so, uns erklären,
ja, aber bei den Nachbarn, bei den Freunden ist das auch so, also wir haben ganz viele
Erklärungen, warum unser Bedürfnis nach mehr Nähe nicht erfüllt ist und das auch in Ordnung
sein soll, aber trotzdem geht es immer weiter in Distanz.
Was ja auch damit zusammenhängt, dass wir alle in Verbindung sein wollen, also jeder
möchte ja irgendwie seine Leute an der Seite haben, wo man sagt, da kann ich mich emotional
mit verbinden und das sollte natürlich in erster Linie in einer Partnerschaft passieren,
das kann auch unter Geschwistern sein, besten Freunden sein, mit den Eltern sein, aber was
halt häufig auch passiert, was ich im Coaching immer merke, ist, dass diese Ersatzperson für
den Partner oder die Partnerin viele Jahre, die Partnerin, die Partnerin, die Partnerin,
diesen Platz richtig einnehmen, also gar nicht in böser Absicht, sondern dass es nachher normal
ist, abends mit der Mutter zu telefonieren, anstatt mit dem Partner zu sprechen oder dass
es normal ist, immer die Freundin als erstes anzurufen und dass nachher die Variante im
Kopf gar nicht mehr da ist und der andere Part häufig auch sagt, ja, deshalb fahre
ich eh erst an dritter Stelle, das hat sie schon mit den und den Leuten vorher besprochen
und diese emotionale Verbindung, da einfach nochmal so deutlich wird, dass die so kaputt
ist.
Zu kurzfristigen Lösungsansätzen kommen, würde ich nochmal so eine Präventivmaßnahme
einstreuen wollen, denn was ja ganz häufig der Fall ist, wir haben das hier in dem Beispiel
mit dem Porsche jetzt gemacht, wir haben das Beispiel mit einem Haus, in das man investiert,
wo man sagt, so ein Mehrfamilienhaus als Rente und da ist jemand jeden Abend, jedes
Wochenende zum Beispiel am Ausbauen und ist total engagiert.
Wir haben viele andere Bereiche, wo das einfach nicht dazu gekommen ist, dass beide sich ausreichend
ausgetauscht haben.
Es gab keinen Ökocheck, welche negativen Konsequenzen kann das haben, welche Nachteile, welche Risiken,
wenn wir so ein Projekt angehen oder wenn wir materiellen Luxus anstreben, was verlieren
wir dafür auf der anderen Seite, weil es gibt nicht nur Dinge, wo man gewinnt, man
wird auch immer etwas dafür investieren, opfern, verlieren und da nicht nur sein Ding
durchzuziehen, sondern echte Kompromisse zu schließen und zu schauen, welche Wechselwirkung
hat das Ganze.
Das erlebe ich auch regelmäßig dann im Termin, dass meistens der Mann sagt, scheiße, das
habe ich so nicht gewollt und nicht erwartet, ich habe die ganze Zeit gedacht, ich mache
hier mega was für die Familie, bin total gefrustet, weil ich jeden Abend auf die Baustelle
gehe und unser Mehrfamilienhaus für die Rente aufbaue.
Dabei habe ich mir ganz viel Anerkennung und Lob dafür gewünscht und nichts bekommen
und die Frau sagt, ich habe das nicht gewollt.
Und ich habe gesagt, ja, und ich wollte das so nicht.
Ich habe gesagt, hol ein paar Handwerker mit dazu, lass uns dann lieber etwas mehr Geld
als Zeit ausgeben und dann haben wir eben erst drei, vier Jahre später Rendite, aber
lass uns mehr Zeit miteinander verbringen, du fehlst uns.
Genau, die Wahrnehmung ist ja so spannend, dass die Wahrnehmung da auch so auseinander
geht und das ist gar nicht selten so, dass jemand sagt, ja, aber ich dachte, du wolltest
doch den teuren Urlaub haben.
Und die andere Person sagt, ich wollte das gar nicht.
Ich habe dir das auch gesagt, wir brauchen da nicht, müssen nicht drei Wochen wegkommen
oder zwei Wochen.
Eine Woche mit den Kindern, wir hätten auch in die Nähe fahren können oder so, wo man
echt denkt, da sitzen zwei Menschen, die anscheinend sich so verloren haben.
Beide wollen ja nichts Böses, absolut, aber die sich dann gegenseitig angucken und sagen
so, ach so, wie kann das denn sein?
Und deswegen präventiv schaut, dass ihr Öko-Checks macht, dass ihr Kompromisse wirklich
stimmig beieinander schließt.
Das haben wir.
Im kostenlosen Videokurs drinnen, wie diese Dinge funktionieren, könnt ihr euch einfach
anschauen und sind schon ein Riesenhebel beim Treffen von stimmigen Entscheidungen oder
Schließen von echten stimmigen Kompromissen.
Wir haben jetzt einige Tipps.
Wir starten mit Dingen, die du schon gehört hast, wahrscheinlich Standards und kommen
dann zum Game Changer, was wirklich hilft, wenn man in die Tiefe geht und die Standards
nicht mehr helfen.
Denn das ist ja meistens der Grund, warum man diese Podcast-Folge hört oder sich auch
Standardtipps nicht reichen, aber wir wollen sie trotzdem aufführen, zumindest die, die
helfen, weil man findet ja online auch eine Masse von Tipps, aber die Frage ist immer,
welche helfen wirklich?
Ein Standardtipp ist das Thema Gespräche führen, also dass man mal wirklich in der
Tiefe Gespräche führt, ohne Ablenkung, ohne Kinder, die dazwischenlaufen, ohne ein Handy,
was nebenbei noch piept, sondern sich wirklich dafür einen Termin zu machen, zu sagen, wir
beide setzen uns jetzt mal zusammen und sprechen mal ganz in Ruhe, ohne Zeitdruck.
Und um da auch in dem Gespräch mal Dinge ansprechen zu können, aussprechen zu können in Ruhe
und mal wegzukommen vom Tür- und Eingegespräch hin in ein tiefes Gespräch, wo jeder auch
die Bedürfnisse und die Sichtweisen hervorbringen kann.
Das bedarf als Voraussetzung einer Selbstreflexion, dass man seine unerfüllten Bedürfnisse reflektiert,
diese auch zulässt und nicht dann gleich durchs Denken weg argumentiert, warum es okay ist, dass diese
Bedürfnisse unerfüllt bleiben, sondern diese wirklich hervorheben, Erwartungen konkretisieren.
Häufiges Problem sind unausgesprochene Erwartungen und somit das Gefühl der Distanz besser greifbar
machen, indem man dann wiederum in diesem Gespräch miteinander versteht, was sind denn die Puzzlestücke,
was ist genau das, wo es beim anderen gerade mangelt und nicht zu interpretieren, nicht interpretieren,
ich glaube, die würde gut tun.
Sondern fragen, was würde dir denn gut tun, was kann ich tun, damit du dich wohlfühlst, verbunden fühlst,
was braucht es für dich, denn da sind ganz häufig die Signale andere.
Somit kommt man erstmal in Klarheit, kann schon mal überhaupt sehen, was ist denn da los, warum ist die Distanz da
und dann geht es darum, das nun nachhaltiger aufzuarbeiten, jetzt geht es um die eigentliche Ursache.
Also kommen wir mal von den Standardtipps in eine andere Ebene, wie wir auch sagen, so ein bisschen zu einem Game Changer.
Nämlich zu der Frage, was hält einen zurück und sorgt dafür, dass man aus dem Ist-Zustand gerade nicht herauskommt.
Also wenn emotionale Distanz entstanden ist, ist das nicht immer sofort der Grund dafür, dass eine Beziehung beendet werden muss.
Sondern man sollte sich erstmal fragen und tiefer in die Analyse einsteigen und zu sagen, aber was ist denn jetzt der Grund dafür?
Weil oftmals sehen wir ja immer nur so die Symptome gerade, aber schauen nicht auf die Ursache.
Man kann natürlich jetzt auf der oberen Ebene, wie wir sagen, jetzt ganz viel umstellen, Rituale, Routinen, Date Nights und so weiter.
Das ist auch gut, dass man sowas macht, aber es ist eigentlich viel interessanter zu schauen, wie lange ist das schon
und warum kommen wir da gerade aus dem Ist-Zustand nicht raus. Also was hält uns dann zurück?
Brauchen Sie uns drei Sachen. Das eine sind emotionale Verletzungen aus der Vergangenheit, die gelöst werden sollten.
Denn das ist schön, wenn man Date Nights miteinander vereinbart oder miteinander vereinbart, hey, lass uns spazieren und dabei wieder Händchen halten.
Wenn man dabei aber ein unstimmiges Gefühl hat und irgendwie merkt, ich möchte das gar nicht, das fühlt sich irgendwie gar nicht gut an,
weil da irgendwie vielleicht noch Wut zwischen uns steckt, dann funktionieren diese Dinge nicht.
Dann verpufft die Wirkung dieser schönen Dinge und man kommt dann vielleicht sogar noch zu falschen Schlüssen,
nämlich weil man dann sagt
wir halten jetzt miteinander
der Händchen und macht eine Date-Night und
merkt, dass trotzdem so ein ablehnendes
Gefühl da ist, dass dann die
Schlussfolgerung sein muss, dann kann man es nicht mehr retten.
Selbst wenn wir Händchen halten
und Date-Nights vereinbaren, dann
macht das keine Wirkung. Dabei
liegen dann noch ungute
Gefühle dazwischen, die dafür
sorgen, dass so eine innere
Ablehnung, Schutzmauer noch da ist, die zuerst
gelöst werden wollen. Und das sind natürlich
bei den Paaren ganz unterschiedliche
emotionale Verletzungen, die in der Vergangenheit
sich aufgestaut haben. Da müsste
man gemeinsam schauen, welche waren das
und die entsprechend lösen
Verantwortung nehmen. Und da sind wir
auch genau bei diesem schleichenden Prozess,
was du vorhin sagtest, dass es
jetzt sehr selten so ist, dass man
von heute auf morgen sagt,
jetzt ist die emotionale Nähe nicht mehr da, sondern
genau, wie du gerade beschrieben
hast, dass es sich etwas
angestaut hat, dass das viele Kleinigkeiten sind,
die die Summe nachher ausmacht.
Das zweite ist dann ein fehlender
Abgleich der Bedürfnisse und
Wünsche.
Dass man nur noch interpretiert,
statt zu sprechen. Dass man
dann einfach Dinge tut, die einem selber
gut tun für den anderen, aber das
bei dem anderen gar keine Wirkung macht, weil der was
ganz anderes bräuchte, um sich verbunden
zu fühlen. Und das letzte,
was dann hinzukommt, sind
Gewohnheiten.
Zum Beispiel ist ein großer
Anstoßgeber für Gewohnheiten
in Richtung Distanz,
wenn man Kinder bekommt.
Wenn man zum Elternpaar wird,
dann wird für viele gebraucht,
dass das Liebespaar ein halbes Jahr,
dreiviertel Jahr, Jahr pausiert wird,
weil die Bedürfnisse des Kindes
so wichtig sind und erstmal im Vordergrund
stehen und man sich
selber ja auch erstmal als Elternpaar findet.
Man ist mit ganz neuen Themen
konfrontiert und braucht ganz
neue Lösungen, verliert sich ein
bisschen im Liebespaar,
Spontanität ist nicht mehr so einfach möglich
und da etabliert sich so eine gewohnte
Distanz. Manche
schlafen dann immer noch getrennt, weil
das dann in der Zeit besser war.
Der eine hatte intensive Meetings
und sagt, ich muss dringend schlafen.
Alles klar, ich schlafe im Gästezimmer oder schlafe mit
im Kinderzimmer und dann sind die Kinder
sieben, acht und das ist immer noch so,
weil die Dinge Gewohnheit geworden sind
und man hat diesen Modus einfach nicht mehr
verlassen.
Also das Dritte, wo man häufig hingucken
kann, sind Gewohnheiten.
Das soweit für heute. In der nächsten Woche
werden wir dieses ganze Thema nochmal
vertiefen. Also wenn
diese Folge gerade rausgekommen ist,
dann warte bis zum nächsten Dienstag.
Dann kommt die nächste Folge raus,
wo wir genau auf dieses Thema
noch tiefer eingehen werden.
Und wenn die Folgen schon längere Zeit
veröffentlicht sind, dann switch einfach
direkt in die nächste Woche und hör's
dir an. Wenn du da nicht
warten willst, dann haben wir auch
andere Folgen, die schon in
diesen Themenbereich hineingehen, die
man sich wunderbar bei uns mal raussuchen kann.
Zwei davon heißen zum Beispiel
Für die Liebe kämpfen. Wann lohnt
es sich wirklich? Wo wir erklären,
wann eure Beziehung noch eine Chance
hat. Oder auch
Beziehung am Ende, gemeinsamer Neuanfang
oder getrennte Wege.
Da geben wir euch eine Entscheidungshilfe
mit, um in der aktuell herausfordernden
Situation den richtigen Weg
einzuschlagen.
Das ist ein Punkt, den sich keiner freiwillig wünscht
und wo man sich natürlich nicht bewusst hinentwickelt
hat, sondern was einfach
in der Beziehung so seinen Lauf genommen
hat und wo jetzt die Chance besteht,
das zu wenden.
Und zu sagen, wir möchten ganz gerne
eine Beziehung 2.0
formen. Wir hinterfragen
unsere Wunschbeziehung, vielleicht auch
an dem Punkt, wo viele Dinge schnappgehackt
sind. Hochzeit, Haus,
die Anzahl der Wunschkinder sind
da, man hat seine Karriere
ausgebaut. Eher so ein Punkt,
wo man sich fragt, wie geht es jetzt eigentlich
im Leben und der Beziehung weiter?
Und das kann man jetzt wunderbar nutzen,
um das dann direkt mit der richtigen
Verbindung auszubauen.
Wir hoffen, ihr habt ein paar Impulse mitgenommen und
freuen uns, euch in der nächsten Folge wieder
begrüßen zu dürfen. Bis bald.
Bis bald.
Podcast Summary
Key Points:
Emotionale Distanz in der Partnerschaft entsteht schleichend durch kleine, unerkannte Enttäuschungen und wird durch Schutzmauern verstärkt.
Die Wurzel liegt oft in ungelösten emotionalen Verletzungen aus der Vergangenheit, die eine tiefe innere Ablehnung und Abwehr fördern.
Es fehlt häufig ein gegenseitiger Abgleich von Bedürfnissen und Wünschen, sodass man nur interpretiert statt offen kommuniziert.
Gewohnheiten wie getrenntes Schlafen oder abwesende Gespräche werden über die Zeit zu einem automatischen Verhaltensmuster.
Der Verlust emotionaler Nähe führt nicht sofort zu einer Beziehungskrise, sondern entwickelt sich schleichend durch eine Summe kleiner Ungereimtheiten.
Materialer Luxus oder Projektinvestitionen verlieren ihren Wert, wenn die emotionale Verbindung bricht.
Die Wirkung von Routineaktivitäten wie Date-Nights ist begrenzt, wenn tiefe Emotionen oder Wut noch hinterliegen.
Es ist entscheidend, gemeinsam die Ursachen zu erkennen und konkrete, nachhaltige Schritte zur Wiederherstellung der Verbindung zu unternehmen.
Summary:
Die Transkription beleuchtet das Problem der emotionalen Distanz in der Partnerschaft, die oft schleichend entsteht und durch kleine, unerkannte Enttäuschungen gefördert wird. Die Gründe liegen in ungelösten Verletzungen aus der Vergangenheit, fehlenden Bedürfnisabgleichen und der Etablierung von Gewohnheiten – etwa durch getrenntes Schlafen oder fehlende Gespräche. Solche Muster werden durch die stetige Suche nach Verbundenheit und die Suche nach Alternativen, wie Telefonate mit der Mutter oder Freunden, verstärkt.
Materialer Erfolg oder Investitionen verlieren ihren Wert, wenn die emotionale Verbindung bricht. Standardmaßnahmen wie Date-Nights wirken nur, wenn tiefe Gefühle wie Wut oder Ablehnung gelöst werden. Ein entscheidender Schritt ist die selbstreflexive Aufarbeitung von Bedürfnissen und die gemeinsame Suche nach Ursachen.
Die Beziehung verliert nicht sofort an Wert, sondern entwickelt sich langsam zu einem emotionalen Ausnahmezustand. Der Weg aus dieser Krise beginnt mit einer echten, tiefen Kommunikation, einer gemeinsamen Wahrnehmung der Bedürfnisse und dem Schließen von echten, stimmigen Kompromissen – nicht nur im materiellen, sondern im emotionalen Bereich. Eine Rückkehr zur Verbundenheit erfordert jedoch nicht nur Aktionen, sondern ein tiefes Verständnis der eigenen und des Partners' inneren Bedürfnisse.
FAQs
Gewohnheiten sind routinierte, automatische Verhaltensmuster, während Liebe ein tiefes, emotional verankertes Gefühl der Zugehörigkeit und Verbindung ist. Beide können sich im Laufe der Zeit verändern, aber Liebe erfordert aktive Wärme, Anerkennung und emotionale Nähe.
Das Gefühl der Emotionenverlust entsteht oft schleichend durch unerfüllte Bedürfnisse, mangelnde Kommunikation oder verdrängte Verletzungen. Es führt zu einer emotionalen Distanz, die sich langsam auf die Beziehung auswirkt.
Eine emotionale Mauer entsteht, wenn jemand sich zurückzieht, um Verletzungen zu vermeiden. Dieser Schutzmechanismus kann sich zu einem dauerhaften Rückzug entwickeln und die emotionale Verbindung beider Personen verhindern.
Ein Gefühl der Einzelhaftigkeit entsteht, wenn die emotionale Verbindung fehlt. In einer Partnerschaft ist es besonders belastend, sich nicht verstanden oder verstanden zu fühlen, was das Zugehörigkeitsgefühl beeinträchtigt.
Durch tiefgreifende Gespräche, Selbstreflexion und die Aufarbeitung verdrängter Emotionen. Es ist wichtig, dass beide Partner ihre Bedürfnisse offen aussprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen, nicht nur auf oberflächliche Maßnahmen wie Date-Nights zu setzen.
Materielle Investitionen können die Zeit und den Fokus auf die Beziehung nehmen. Wenn die Beziehung keine emotionale Verbindung mehr hat, verliert der Wert des Luxus-Urlaubs oder des Hauses, da das Gefühl der Verbindung fehlt.
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