Akuthilfe: Dein Partner lügt und verheimlicht dir etwas? Dann steht euer Vertrauen auf der Kippe! #263
0m 0s
In dieser Episode wird das schwierige Thema des Vertrauensbruchs durch Lügen und die daraus resultierende Misstrauen behandelt. Es wird klar, dass bloße Kontrollmaßnahmen wie Geotracking oder kleine Versuche der Transparenz nur kurzfristige Entlastung bringen und keine nachhaltige Lösung bieten. Das zentrale Problem ist nicht die Lüge selbst, sondern die tief verwurzelte Angst vor weiteren Betrug und die resultierenden emotionalen Verletzungen wie Unsicherheit, Wut oder Selbstzweifel. Um echtes Vertrauen wieder aufzubauen, müssen Paare nicht nur die Tatsachen klären, sondern auch ihre tiefen Gefühle erkunden und verstehen, warum ein Lügenverhalten entstanden ist. Diese Emotionale Tiefe wird durch die Systemempowering-Methode erreicht, die auf die Ursachen der Verletzungen abzielt – oft sind Lügen Symptome von Mangelgefühlen oder unerfüllten Beziehungswünschen. Es wird betont, dass eine Langzeitbehandlung notwendig ist, da Misstrauen sich im Laufe der Zeit verstärkt, wenn nicht direkt bewusst und empathisch verarbeitet. Eine dauerhafte Heilung erfordert, dass beide Partner die eigenen Gefühle verstehen, die Angst vor weiteren Verletzungen erkennen und gemeinsam neue, vertrauensbasierte Muster schaffen. Nur so kann eine wiederaufgebauter emotionale Nähe und echte Verbundenheit erreicht werden.
Und solange Misstrauen da ist, lässt sich eben durch neues Verhalten kein neues Vertrauen aufbauen.
Das heißt, man dreht da im Hamsterrad immer so seine Runden, um Vertrauen wiederherzustellen,
merkt aber, dass das keinen wirklichen nachhaltigen Effekt hat.
Da ist noch etwas, das du nicht wissen sollst, das dir verschwiegen wird.
Es könnte sein, dass die nächste Lüge bald aufliegt. War da vielleicht doch noch mehr?
Aber wenn es darum geht, Vertrauen zurückzugewinnen, ist es eben äußerst schädlich,
wenn ich einen Fakt nenne und einen bewusst zurückhalte und der dann aber später erzählt wird oder sogar auffliegt.
In dieser Folge sprechen wir über ein Thema, das uns in den Paartherapien und Sprechstunden immer wieder begegnet.
Du weißt, dein Partner hat dich angelogen und dir nicht die ganze Wahrheit gesagt.
Vielleicht hast du vorab schon gespürt, dass etwas verheimlicht wird.
Hattest ein schlechtes Bauchgefühl, hast Widersprüche entdeckt und jetzt, wo die Lügen aufgeflogen sind
und dein Bauchgefühl bestätigt wurde, entsteht Misstrauen und vielleicht sogar so ein Stigma.
Der Partner ist ein Lügner, sodass das auf Identitätsebene des anderen angekommen ist,
was das eben auch besonders schwerwiegend macht und sich der Partner auch intensiv dagegen wehrt,
ein genereller Lügner zu sein.
Was du dir wünschst, ist Ehrlichkeit, Transparenz und ein Gefühl von Sicherheit.
Wir haben in den letzten Jahren hunderte Paare begleitet, die genau an diesem Punkt standen.
Also ein Partner lügt, die Lüge fliegt auf, eine andere Person ist tief verletzt.
Und das Problem ist, dass der tiefe Wert von Vertrauen massiv verletzt worden ist.
In dieser Situation entstehen oft schwierige und anstrengende Dynamiken.
Du fängst an zu kontrollieren, zu bohren, stellst immer wieder dieselben Fragen, es kommt zu schwierigen Gesprächen.
Der Partner weicht vielleicht nur noch aus.
Und man merkt, dieses Thema Lüge drängt sich immer mehr in den Vordergrund.
Wir zeigen dir, was du akut tun kannst, um aus dieser Vertrauenskrise herauszukommen und die Lügen zu überwinden.
Du bist im Podcast der Lebensirrlisten gelandet.
Mein Name ist Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch heraus aus der Krise hinein in eine dauerhaft glückliche und harmonische Beziehung.
Stell dir einmal folgende Situation vor.
Wir beamen uns einmal dahin.
Heute ist Montagabend.
Du sitzt allein auf dem Sofa.
Im Fernsehen läuft ein Krimi.
Du nimmst davon nichts bewusst wahr.
Die Pizza, die du dir von einer Stunde bestellt hast, ist halb gegessen.
Der Rest wird kalt.
Es waren lange Arbeitstag, Meetings, Deadlines, ständiger Druck.
Jetzt wärst du eigentlich bereit für Ruhe.
Du wünschst dir Nähe, jemanden, der dich fragt, wie war dein Tag.
Dein Partner ist aber im Schlafzimmer.
Seit einer Stunde hat er sich gesagt, dass er sich erholen möchte von seiner Arbeit und sich etwas hinlegen wollte.
Vorhin war wieder dieser Moment.
Du hast gefragt, was er, was sie heute gemacht hat.
Die Antwort war ausweichen, schnell, so ein bisschen vage.
Und da hat dein Bauchgefühl wieder Alarm geschlagen.
Vor einer Woche hast du nämlich erfahren, dass dein Partner sich mit einer anderen Person heimlich getroffen hat.
Und du spürst es noch genauso heute.
Da ist noch etwas, das du nicht wissen sollst.
Das dir verschwiegen wird.
Früher war das alles anders.
Da habt ihr euch alles erzählt.
Und seit einer Woche gibt es nur noch diese Halbsätze.
Dieses Schweigen oder dieses Genervte.
Ach, du übertreibst jetzt ja wieder.
Du fragst ja dauernd nach.
Wer schon in der Situation ist, der sagt, dass er nicht mehr in der Lage ist, sich zu verhalten.
Wer schon in der Situation ist, der sagt, dass er sich nicht mehr in der Lage ist, sich zu verhalten.
Wer schon in der Situation war, dem entstehen jetzt sicherlich ungute Basisgefühle.
Und selbst wer nicht in der Situation war, der kann das bestimmt empathisch sehr gut nachempfinden.
Diese Vorstellung ist dann noch mehr, wenn Instabilität und Unsicherheit, Misstrauen entsteht.
In unserer Arbeit mit Paaren sehen wir genau das recht oft.
Nicht nur die Lüge an sich ist dann eben eine große Herausforderung, sondern eben auch die ganzen Verletzungen außenrum.
Der Ausschluss.
Von den Gefühlen, Wünschen, Gedanken des Anderen.
Das Gefühl nicht mehr die wichtigste Person zu sein.
Da weiß jetzt jemand was über meinen Partner, was ich selber nicht weiß.
Das macht Zweifel, Ängste vielleicht auch um die Beziehung.
Und es fängt natürlich auch an bei so größeren Lügen, die auch sehr an Werte und Haltung vielleicht der Person rütteln.
Weil man sagt, naja, da ist doch eigentlich Treue ein wichtiger Wert gewesen.
Ehrlichkeit.
Ehrlichkeit, Transparenz entstehen auch ganz gerne dann natürlich tiefere Zweifel rund um die Beziehung.
Da entsteht nicht selten auch ein weiterer Rückblick in die Beziehung und die Frage, was war denn alles echt?
Gibt es noch andere Dinge, die ich wissen sollte?
Und in der Phase helfen Ablenkung, Kontrolle oder Schönreden eben nicht.
Das sind Dinge, die uns helfen, das zu deckeln, zu verdrängen.
Darin sind wir sehr gut.
Aber wir merken eben.
Dass sich dann auch nichts verändert.
Wir haben Stillstand oder sogar Verschlechterung des Misstrauens, der Unsicherheit.
Das heißt, hier ist jetzt die echte Aufarbeitung notwendig, eine echte Lösung zu schaffen.
Bei diesen großen Lügen.
Aber es gibt natürlich auch die Situation, dass jemand immer mal wieder so kleinere Notlügen nur nutzt.
Zum Beispiel, um nicht in Diskussionen und Konflikte zu geraten.
Die aber natürlich in Summe nachher genauer.
Genauso am Vertrauen rütteln, wie so größere existenzielle Lügen.
Die rütteln nur noch mehr an den Menschen.
Also an den Werten der Haltung.
Ist das der, den ich wirklich kenne?
Das ist natürlich bei Notlügen nicht ganz so intensiv.
Aber trotzdem etwas, was zeigt, dass das Vertrauen nicht stabil ist.
Und jetzt, wo du von echten Lösungen sprichst, wollen wir auch gleich auf die Lösung schauen.
Was kann man in so einer Situation machen?
Und wir haben da immer ein paar Tipps.
Die dir wahrscheinlich schon bekannt sind.
Wir nennen das mal so ein bisschen die Standards.
Wir nennen sie aber gerne immer noch zur Vollständigkeit.
Weil es eine sehr besondere Situation ist.
Und es wichtig ist, dass man die trotzdem noch mal erwähnt.
Auch wenn sie vielleicht bekannt sind.
Gut, das erste ist maximale Transparenz.
Dass man da keine Salami-Taktik, so heißt das ja im Verkauf ganz gerne, nutzt.
Das heißt, dass man immer nur so scheibchenweise Informationen rausnimmt.
Rausgibt, aber immer noch Dinge zurückhält.
Ja, eben meistens in der Hoffnung, dass das nicht gebraucht wird, nicht rauskommt, nicht relevant ist.
Aber wenn es darum geht, Vertrauen zurückzugewinnen, ist es eben äußerst schädlich, wenn ich einen Fakt nenne und einen bewusst zurückhalte.
Und der dann aber später erzählt wird oder sogar auffliegt.
Dann entsteht neben dem, okay, du hast mich angelogen, noch der Fakt, dass wenn du dann die Chance auf Transparenz hast,
Transparenz und Ehrlichkeit und Aufräumen bekommst, sie selbst dann noch nicht nutzt,
dann ist es so, okay, du hast aus der ersten Lüge nichts gelernt irgendwie.
Also es gibt keine Entwicklung.
Deswegen maximale Transparenz, alles aussprechen, keine Salami-Taktik, nichts vorenthalten.
Ein weiterer Punkt ist das Geo-Tracking, also Standortüberprüfung, könnte man auch sagen.
Das ist kurzfristig okay.
Das ist okay, um so eine gewisse Stabilität zurückzugewinnen.
Also dass ich schaue, wo ist mein Partner, wo ist meine Partnerin, ein Gefühl von kurzfristiger Sicherheit zu bekommen.
Es muss dann natürlich einfach bloß klar sein, dass wir können nicht komplett die Kontrolle über das Leben der anderen Person haben.
Also man kann nie im Leben die komplette Kontrolle haben.
Es gibt immer Wege, auch das zu umgehen.
Aber es bringt einigen Paaren kurzfristig erstmal einen positiven Aspekt, dass sie sagen, okay, wir nutzen das,
wir nutzen das beide, wir schalten das frei, um gegenseitig da so ein erstes Vertrauen wieder aufzubauen,
was aber ganz bewusst etwas ist, was nicht langfristig der Weg sein sollte.
Weil das möchte keiner.
Keiner möchte in einer Beziehung sein, wo man dauerhaft getrackt wird, wo geguckt wird,
wo ist man aus dem Grund von Vertrauensverlust.
Also es gibt ja durchaus auch Gründe, wo man sagt, das ist praktisch, man macht das vielleicht,
um zu sehen, wann trifft man sich irgendwo.
Das ist aber ja was ganz anderes.
Sondern aufgrund von Vertrauensverlust zu sagen, man trackt sich, man schaut, wo der andere ist,
das ist keine dauerhafte Lösung.
Geotracking kann ein Zeichen von Vertrauen oder auch von Misstrauen sein.
Sagen, Mensch, wir vertrauen uns und wir haben nichts zu verheimlichen.
Und das ist manchmal in manchen Situationen ganz förderlich.
Wenn man mal schauen kann, hey, wir warten zusammen, dass die Mama nach Hause kommt mit dem Sohn oder so.
Und dann lass mal gucken, wo sie ist.
Ah, guck mal, die fährt schon da im Kino vorbei, die ist gleich da und so weiter.
Alles ganz entspannt.
Oder eben aufgrund des. Und dann ist das ja so eine Verdrängungshilfe oder so ein Kontrollmechanismus,
der einfach dieses Misstrauen versucht, etwas auszugleichen.
Und da ist uns allen ja auch kognitiv bewusst, dass all diese Mechanismen umgangen werden können, wenn man es will.
Na klar.
Dass das nur eine Pseudosicherheit ist, aber auch diese Pseudosicherheit hilft übergangsweise.
Das muss nur beiden klar sein, auch dem, der dann das Geotracking freischaltet,
dass das eben nur. Weil keiner möchte dauerhaft sein Geotracking für den. anderen freischalten, weil der andere
Misstrauen hat und mich kontrollieren will.
Dann fühle ich mich meiner Freiheit eingeschränkt,
weil ich möchte das freiwillig
aus einem guten Aspekt heraus vielleicht tun,
aber nicht aus diesem Aspekt. Deswegen
da immer der Disclaimer, das
muss freiwillig sein oder es sollte nur
temporär sein. Das
letzte ist Gedanken aufschreiben.
Aufschreiben ist ja sowieso
immer etwas, was man nennen kann.
Gerade
unsere Generation und älter
tut sich sehr, sehr gut daran, das auch
handschriftlich zu tun,
weil wir da noch mehr Affinität zu
haben. Das hat mehr Wert.
Das ist nicht irgendwo im
Handy oder im Computer
verschwunden und wir haben
einfach nochmal andere
Teile des Gehirns, die wir beim
Schreiben aktivieren, wenn wir handschriftlich
schreiben, gegenüber dem, wenn wir
nur tippen. Aufschreiben,
Trigger, Impulse, Notieren
und da dann eben auch
immer wieder die Frage reinbringen, was macht man jetzt
damit? Also, wie
kann man daran gezielt arbeiten?
Wie du schon sagtest, diese Strategien führen
nicht zu einem langfristigen
Erfolg von
Vertrauen oder Nähe, sondern
maximal zu so einer kurzfristigen
Entlastung. Was auch
manchen Situationen vollkommen in Ordnung ist, auch das
braucht man manchmal, man braucht mal eine kurzfristige Entlastung,
aber wir wollen ja gerne etwas
Nachhaltiges, was auch in die Tiefe geht.
Und da sind wir schon bei dem
eigentlichen Game Changer,
den wir natürlich euch auch nicht
vorenthalten wollen.
Nun ist das Problem ja nicht
die eigentliche Verletzung
aus der Lüge heraus,
die macht ja auch schon was,
sondern die Folge, nämlich
die Angst vor erneuter
Lüge, die Angst vor
ist da noch mehr, was
verheimlicht ist, das heißt, es ist eine Angst
entstanden, die eben
Misstrauen dann an der Stelle genannt wird
und das ist die eigentliche
Problematik,
dieser Vertrauensbruch.
Das Wichtige ist also, diese emotionale
Verletzung, die entstanden ist, zu lösen.
Also was hat die Lüge an sich erstmal
für Verletzungen gemacht?
War es eher Wut, Traurigkeit,
Ärger, Unverlust,
Selbstverständnis, Unsicherheit,
was sind so die emotionalen Verletzungen,
die entstanden sind, die zu lösen
und dann eben danach noch
in die Angst hineinzugehen
und die auch dann gezielt anzusprechen,
wovor ist Angst entstanden
und abzusichern,
welches neue Verhalten
stellt sicher,
dass das nicht wieder passiert.
Also ganz bewusst
Misstrauen erst abzubauen
und dann in den Vertrauensaufbau
einzusteigen.
Aber wie du schon sagst, sonst dreht man sich immer wieder im Kreis,
immer wieder im Kreis, weil man wundert sich auch
sonst, wieso kann ich denn kein Vertrauen
aufbauen? Weil da natürlich
auch Misstrauen ist. Also Misstrauen ist ja auch
etwas ganz Normales, was sich durch eine Verletzung
aufbaut. Es wäre ja
schlimm, es hat ja auch eine gewisse Schutzfunktion,
wenn wir einfach so weitermachen
würden, sondern es ist ja auch ein Schutz, zu sagen,
ich gucke es mal,
aber daran muss gearbeitet werden. Und dafür
müssen wir in die Tiefe gehen und können
nicht so mit kleinen Tools arbeiten, dass wir
sagen, oh, hier noch ein bisschen, da noch ein bisschen, sondern wir
müssen auch wirklich in das Gefühl mal reingehen
und schauen, was ist denn da entstanden?
Welche Momente sind da passiert?
Das Einsteigen eben in diese
Gefühlsebene ist besonders wichtig,
damit derjenige, der sich verletzt
fühlte, das Gefühl
hat, dem anderen das empathisch
transportieren zu können,
welche emotionalen Auswirkungen
das wirklich hatte, weil
das eben typischerweise dann auch
den anderen aufweckt
und dazu motiviert, zu
sagen, ich möchte
diese Gefühle in dir so
nicht mehr auslösen und
dadurch entsteht die Motivation, nicht mehr
zu lügen.
Mit der Systemempowering-Methode,
die wir nutzen, kommen wir da eben an die
Tiefe der Emotionen ran und damit eben auch
an die wahren Ursachen. Warum ist das überhaupt
im Gefühl des anderen notwendig
gewesen, zu lügen? Warum hat sich das da
überhaupt hin entwickelt? Denn
typischerweise ist das ja eher
ein Symptom, was am
Ende der Kette von
anderen Verletzungen, Mangelgefühlen
und Themen innerhalb der Beziehung
entstanden ist.
In der nächsten Folge, die nächste
Woche rauskommt, gehen wir dann
noch weiter in die Tiefe und
erklären, warum Lügen die Beziehung massiv
beeinträchtigen und wann es
eine Chance geben kann, das
zu verarbeiten und was man eben auch
dann tun kann. Wir haben jetzt ja
einen kleinen Einstieg, würde ich sagen,
mal gemacht, aber da gehen wir nochmal in die Tiefe
und schauen uns das deutlich
länger an. Das ist eine deutlich längere
Folge, die zweite, die wir oben draufsetzen.
Wer nicht so lange warten kann, findet in den
Shownotes unsere Podcast-Playlist zum
Thema Konflikte lösen und
da geht es um Themen zum Beispiel, wie
Verzeihen lernen. Sollte man alles vergeben
und verzeihen oder gibt es da auch
andere Varianten oder
Limits, wo man sagt, da macht das keinen Sinn mehr
oder Beziehungskonflikte mit einer
durchdachten Methode lösen, so funktioniert
es. Da könnt ihr euch schon mal
intensiver mit dem Thema
Konflikte, emotionale Verletzungen
lösen, Vertrauen wieder aufbauen.
Beschäftigen.
Ihr steht natürlich jetzt gerade
in eurer Beziehung an einem Punkt,
wenn euch das Thema betrifft,
den sich niemand freiwillig wünscht.
Dieses Gefühl von
ich weiß nicht, was noch auf mich zukommt
vielleicht, von Misstrauen,
von Gefühl, ich weiß nicht, wie es mit
uns in der Beziehung weitergeht. Das Vertrauen
ist zerstört gerade, eure
Beziehung steht auf der Kippe.
Wenn ihr jetzt aber motiviert seid
und sagt, wir möchten gerne in der Tiefe
einmal auf unsere Probleme schauen,
und wir wollen in der Tiefe einmal verstehen,
wie sind wir in diesen Kreislauf reingekommen und warum
ist das Thema Lüge bei uns in der Beziehung überhaupt
ein Thema, dann gibt es
eine Chance für die Beziehung
wieder emotionale Nähe herzustellen,
wenn man sich damit auseinandersetzt und
auch wieder Verbundenheit zu spüren.
Wichtig ist, nie
im Stillstand zu verharren, weil die Lügen
sonst mit der Zeit immer dominanter werden,
im Alltag auch,
und die Trennung dann häufig für sehr
viele Paare unausweichlich
erscheint.
Da gehen wir in der nächsten Folge
tiefer drauf ein. Wir freuen uns, wenn ihr wieder
dabei seid. Bis zum nächsten Mal. Bis dann!
Podcast Summary
Key Points:
Misstrauen kann nicht durch einfaches neues Verhalten oder Kontrolle behoben werden, sondern erfordert tiefgreifende emotionale Aufarbeitung.
Die Wirkung von Lügen ist nicht nur die direkte Verletzung, sondern vor allem die entstehende Angst vor erneuten Lügen und Misstrauen.
Maximale Transparenz ist entscheidend, da bewusst zurückgehaltene Informationen das Vertrauen weiter schädigen und zu einem Gefühl der Betrugshaltung führen.
Geotracking kann kurzfristig Sicherheit schaffen, ist aber keine dauerhafte Lösung und spiegelt oft Misstrauen oder Kontrollwahn wider.
Gedanken aufschreiben unterstützt die emotionale Wahrnehmung, aber reicht allein nicht aus, um langfristige Vertrauensentwicklung zu ermöglichen.
Die eigentliche Lösung liegt nicht in kleinen Strategien, sondern in der tieferliegenden Erkundung der emotionalen Verletzungen und ihrer Ursachen.
Lügen sind oft Symptome tiefer verletzter Beziehungsmuster und Mangelgefühle, nicht bloße Fehlversuche.
Nur durch empathisches Verstehen der eigenen Gefühle und gemeinsame Verantwortung für Vertrauensbildung entsteht langfristige Beziehungssicherheit.
Summary:
In dieser Episode wird das schwierige Thema des Vertrauensbruchs durch Lügen und die daraus resultierende Misstrauen behandelt. Es wird klar, dass bloße Kontrollmaßnahmen wie Geotracking oder kleine Versuche der Transparenz nur kurzfristige Entlastung bringen und keine nachhaltige Lösung bieten. Das zentrale Problem ist nicht die Lüge selbst, sondern die tief verwurzelte Angst vor weiteren Betrug und die resultierenden emotionalen Verletzungen wie Unsicherheit, Wut oder Selbstzweifel.
Um echtes Vertrauen wieder aufzubauen, müssen Paare nicht nur die Tatsachen klären, sondern auch ihre tiefen Gefühle erkunden und verstehen, warum ein Lügenverhalten entstanden ist. Diese Emotionale Tiefe wird durch die Systemempowering-Methode erreicht, die auf die Ursachen der Verletzungen abzielt – oft sind Lügen Symptome von Mangelgefühlen oder unerfüllten Beziehungswünschen. Es wird betont, dass eine Langzeitbehandlung notwendig ist, da Misstrauen sich im Laufe der Zeit verstärkt, wenn nicht direkt bewusst und empathisch verarbeitet.
Eine dauerhafte Heilung erfordert, dass beide Partner die eigenen Gefühle verstehen, die Angst vor weiteren Verletzungen erkennen und gemeinsam neue, vertrauensbasierte Muster schaffen. Nur so kann eine wiederaufgebauter emotionale Nähe und echte Verbundenheit erreicht werden.
FAQs
Solange Misstrauen vorhanden ist, führt neues Verhalten oft nur im Hamsterrad zu immer neuen Runden, ohne nachhaltigen Effekt. Das Misstrauen muss zuerst abgebaut werden, bevor Vertrauensaufbau wirklich greifen kann.
Wenn man bewusst Fakten zurückhält und sie später doch herauskommen, entsteht neben der ursprünglichen Lüge der Eindruck, dass aus der ersten Lüge nichts gelernt wurde. Das zerstört die Chance auf Transparenz und Ehrlichkeit zusätzlich.
Nein, Geo-Tracking kann kurzfristig Sicherheit geben, ist aber keine dauerhafte Lösung. Es sollte freiwillig und nur temporär sein, da niemand dauerhaft kontrolliert werden möchte.
Der Game Changer ist, zuerst die emotionale Verletzung durch die Lüge zu lösen und dann gezielt die Angst vor einer erneuten Lüge anzusprechen. Erst danach kann man in den Vertrauensaufbau einsteigen.
Handschriftliches Aufschreiben von Triggern, Impulsen und Gefühlen aktiviert mehr Gehirnareale als Tippen und hilft, gezielt an den Themen zu arbeiten. Es unterstützt dabei, kurzfristige Entlastung in nachhaltige Veränderung zu überführen.
Nur durch das Eintauchen in die Gefühlsebene kann der verletzte Partner dem anderen empathisch vermitteln, welche emotionalen Auswirkungen die Lüge hatte. Das weckt beim anderen oft die Motivation, nicht mehr zu lügen.
Chat with AI
Loading...
Pro features
Go deeper with this episode
Unlock creator-grade tools that turn any transcript into show notes and subtitle files.