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Affäre aufgeflogen - Kontaktabbruch mit der Affäre: Ist das wirklich notwendig?

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Affäre aufgeflogen - Kontaktabbruch mit der Affäre: Ist das wirklich notwendig?

Nach einer Affäre wird die Beziehung extrem belastet, wobei die Betroffenen tiefgreifende Gefühle der Ohnmacht, Zerrissenheit und Enttäuschung erleben. Die Affäre verstößt gegen das grundlegende Systemgesetz der Zugehörigkeit und den Wert der Treue, was zu tiefgreifenden Verletzungen führt. Beide Partner sind oft menschlich enttäuscht und fragen sich, ob ihre Beziehung und ihr Leben noch tragbar sind. In der Praxis zeigt sich, dass ein vollständiger Kontaktabbruch notwendig ist, um Vertrauen wiederherzustellen und ständige Trigger zu vermeiden. Berufliche oder soziale Kontakte mit dem Affärenpartner sind typischerweise ungesund und führen zu Angst, Triggern und einem Gefühl der Unsicherheit. Viele Paare verlieren ihre Beziehung, wenn der Kontakt nicht abgebrochen wird, da das Vertrauen nicht zurückkehrt. Um eine Ausgangsposition zu schaffen, wird empfohlen, emotionale Distanz zu schaffen, gemeinsame Regeln zu vereinbaren und diese stets einzuhalten. Ein entscheidender Faktor ist die frühzeitige professionelle Unterstützung, da die Emotionen zu stark sind, um sie allein zu verarbeiten. Ohne Hilfe bleibt die Beziehung in einem zyklischen Zustand der Konflikte und Enttäuschung gefangen, was langfristig zu einer Zerstörung der Beziehung führt.

Transcription

6232 Words, 37923 Characters

German
Also hattest du schon mal ein Paar im Coaching, bei dem die Affäre nicht abgebrochen wurde, der Kontakt weiterhin bestand und das für die Beziehung funktionierte? Also ich hatte schon viele Paare im Coaching, wo der Kontakt zu der Affäre weiterhin bestand. Funktioniert fällt mir keins ein. Was ist mit dem einen Paar, wo er sogar mit im Coaching war? Ja, aber da war die Affäre beendet. Stimmt, ich hatte mal ein Paar im Coaching und das ist schon so lang her. Das ist schon bestimmt anderthalb Jahre her. Das war auch ein ganz besonderer Fall. Da hatte sie eine Affäre und das war ein sehr guter Freund von ihr. Genau, und das war auch eine Besonderheit, weil wir das im Coaching mit der Affäre sogar nochmal, dass die Männer untereinander die Verletzung geklärt haben. Und da war der Wunsch, dass weiterhin die Freundschaft erhalten wird. Stimmt, das Paar. Das ist auch das einzige Paar. Und bei Nike haben wir das gerade im Coaching. Okay, das kann sein. Das weiß ich nämlich. Da gab es nämlich Verwirrung im CRM-System. Da gibt es ein Paar, da ist sie einzeln gestartet, um Klarheit zu bekommen. Dann ist bei ihr der Mann mit dazugekommen und die Affäre ist auch noch im Einzelcoaching bei uns. Das gibt es dann auch. Das ist natürlich mit mehreren Coaches immer ganz gut. Man kann das ein bisschen aufteilen und verteilen. Und auf Stimmigkeit prüfen. Aber ja, das sind Einzelfälle. Absolut. Man muss sagen, viele, viele, viele Paare, die wir sonst zu dem Thema betreuen, da wird der Kontaktabbruch ganz klar gebraucht. Schön, dass du da bist im Podcast der Lebensidealisten. Ich bin Florian. Ich bin Ina. Wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen euch raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Here's your story, let's begin the war is fine, come on. Come on, dive in, the future's here, it's right before your eyes. Wenn eine Affäre auffliegt, dann belastet das natürlich die Beziehung extrem stark. Also nach einer ausgesprochenen Trennung ist eigentlich das Aufkommen der Affäre einer mit der stärksten Verletzung. Manche berichten ja auch, dass sie sagen, dass die Welt zusammengebrochen ist. Also wenn man erfährt, dass der Partner und die Partnerin eine Affäre hat, dass in dem Moment Gefühle wie. Wie Ohnmacht, wie Zerrissenheit, sich das so anfühlt, als wenn der Boden einen unter den Füßen weggerissen wird, dass die ganze Existenz sozusagen in Frage gestellt wird, dass das als Gefühl so präsent ist und man sich so stark verletzt fühlt. Da kommen drei Dinge ja zusammen. Das eine ist, dass Systemgesetz 1, also das wichtigste Systemgesetz, ganz stark verletzt ist. Zugehörigkeit, kein Ausschluss. Und die Affäre ist ja letztendlich der stärkste Ausschluss. Oder eigentlich gehen, wenn man einseitig die Trennung ausspricht. Aber ansonsten ist die Affäre, das Fremdgehen, der stärkste Ausschluss. Dann wird bei den meisten gegen einen sehr wichtigen Wert in der Beziehung verstoßen, den Wert der Treue. Und dann hadern wir noch mit unserem Glaubenssatz, dass wenn der andere fremdgeht, wir uns auf jeden Fall trennen. Und auf einmal merken, warte mal, so ganz klar und einfach ist es doch nicht, einfach zu sagen, alles klar, Affäre, ich trenne mich sofort. Sondern. Gibt es Zweifel, Wünsche, die Beziehung zu retten? Vielleicht entstehen auf einmal tiefgründige Gespräche und man überlegt, kann ich das vielleicht doch noch verzeihen? Und so hat man viele Punkte, mit denen man dann zu kämpfen hat. Einen Punkt möchte ich noch ergänzen. Der Punkt, dass man menschlich von dem anderen so enttäuscht ist. Ich habe ja sehr viele Paare im Coaching, wo das Thema Affäre passiert ist. Und da geht es auch ganz viel darum, dass man sagt, wir sind 10, 20 Jahre zusammen. Ich dachte, ich kenne dich als Menschen. Wie kannst du mir sowas antun? Wie kannst du uns das so antun? Meistens ja auch mit Kindern häufig. Und ich bin von dir menschlich so enttäuscht und stelle jetzt mein ganzes Leben aufgrund dieser Handlung in Frage. Den letzten Urlaub, all das, was du zu mir gesagt hast. Warst du jemals ehrlich zu mir? Also da werden die ganz großen Gewissensfragen neu gestellt. Naja, manchmal ja sogar die ganze Beziehungslinie, die ganze Beziehung hinterfragt. Weil da geht natürlich ein Verheimlichen mit einher. Und dann fragt man sich, was wurde denn noch so verheimlicht? Was war denn jetzt real in der Beziehung? Und auch häufig erlebe ich, dass die Person, die fremdgegangen ist, auch von sich menschlich sehr enttäuscht ist. Das ist ja nichts, worauf man stolz ist. Sondern dass die Person häufig auch sagt, eigentlich bin ich gar nicht der Typ dafür. Und ich bin menschlich von mir total enttäuscht, weil mein Wert Treue eigentlich vorhanden ist. Und ich auch ein treuer Mensch bin. Ich würde auf Identitätsebene immer noch sagen, ich bin ein treuer Mensch. Auch wenn mir natürlich total bewusst ist, ich habe an Affären gefangen und ich bin fremdgegangen. Also da stehen sich zwei verletzte Menschen gegenüber. Und das ist eine Ausnahmesituation. Das ist ein wichtiger Punkt, diese Ausnahmesituation. Deswegen haben wir ja auch bei uns im Coaching ein wichtiges Modul mit drin. Nämlich das Modul Akuthilfe, wo wir die wichtigsten Fragen alle erläutern. Mit die man sich stellt, wenn die Affäre ausgesprochen wurde oder aufgeflogen ist. Magst du aus deinen Coaching-Erfahrungen mal zwei Beispiele hernehmen, die zeigen, warum ein Kontaktabbruch eigentlich notwendig ist? Häufig finden Affären ja auch im beruflichen Kontext statt. Also die Arbeitskollegin oder der Arbeitskollege ist denn der Affärenpartner oder Affärenpartnerin. Und so war das auch bei dem Beispiel jetzt, was ich bringe. Er hatte eine Affäre mit seiner Arbeitskollegin drei Wochen lang und dass das dann rausgekommen ist. Und seine Frau konnte die Nähe zu ihm, als das rausgekommen ist, nicht aushalten. Sie kam ins Coaching und sie sagte, ich brauche jetzt erstmal ganz akut schnell eine Lösung. Wir beide in diesem Haus, das halte ich nicht aus. Ich kann dich nicht riechen, ich kann das nicht ab, wenn du dich um mich herum bewegst. Wenn ich dein Lachen oder dein Sprechen höre, du musst hier erstmal weg. Ist natürlich immer so eine Sache, wenn man noch Kinder hat. Aber das war einfach ihr ganz starkes Bedürfnisabstand. Dann gab es eine kurzfristige räumliche Trennung. Und ihr ist aber auch ziemlich schnell klar geworden, was für sie wichtig ist. Also dass es gebraucht wird, dass der Kontakt zu der Arbeitskollegin eingestellt wird. Was natürlich in der Konsequenz heißt, dass er nicht mehr mit ihr zusammenarbeitet. Das war jetzt aber so, dass es eine kleine Firma war und es jetzt nicht mega viele Abteilungen gibt, wo er hin wechseln könnte, so spontan. Das war aber ihre Forderung, dass sie gesagt hat, wenn das mit uns beiden noch klappen soll, wenn wir wieder Vertrauen aufbauen, wenn wir die Beziehung festhalten wollen, dann wird es gebraucht, dass du den Kontakt zu der Frau löst. Und das war leider auch dann der Grund für die Trennung. Weil er gesagt hat, er kann sich das nicht vorstellen, den Kontakt zu lösen. Also er möchte wenigstens beruflich das noch so beibehalten. Er möchte nicht den Job wechseln, er möchte auch nicht das Team wechseln. Und daraufhin hat sie gesagt, okay, wenn das deine Entscheidung ist, dann kann ich mir aber nicht vorstellen, an der Beziehung festzuhalten. Weil ich möchte nicht jeden Tag angetriggert sein. Wenn du zur Arbeit gehst, zu Hause sitzen und denken so, ah, jetzt ist gleich ein Meeting, gehen Sie danach noch einen Kaffee trinken. Sie hat gesagt, ich habe gar keine Kontrolle in E-Mails. Ich will dich ja nicht die gesamte Zeit kontrollieren. Und das geht natürlich auch gar nicht bei der Arbeit, weil da ja auch Daten ausgetauscht werden, die sie nichts angehen. Aber ich habe das Gefühl, da könnte eine Parallelwelt weiterhin vorhanden bleiben. Und deswegen ist das so. Das ist nicht stimmig. Das zeigt ja auch, dass eine Affäre häufig das Resultat einer vorangegangenen Krise ist. Ob bewusst oder unbewusst. Denn letztendlich, wenn das vorher bei denen gut gewesen wäre, wäre natürlich die Affäre nicht entstanden. Aber dann hätte er natürlich auch nicht so einfach gesagt, hey, ich will in einem Job bleiben und beruflich mit ihr weiterhin zu tun haben. Sondern wenn vorher alles gut gewesen wäre, dann hätte er wahrscheinlich gesagt, natürlich wechsle ich jetzt den Job. Ich will ja mit dir zusammenbleiben. Und ich muss dazu sagen, sie war auch sehr enttäuscht, dass er nicht sofort den Kontakt abgebrochen hat oder da nicht für bereit war. Und hatte dann auch gleich gesagt, okay, wenn die Priorität dir so schwer fällt, dass du eigentlich schon gar nicht ja sagst im ersten Schritt sofort, sondern er hatte mal kurzzeitig überlegt, aber eigentlich war da keine Offenheit. Dann hat sie gesagt, die Priorität muss ganz klar auf der Partnerschaft, auf der Familie liegen. Und wenn du das nicht leisten kannst, dann ist es vorbei. Ist aber selten, dass das passiert. Also ich würde für mich sagen, in den Coachings, die ich mache, dass die meisten die Konsequenz in Kauf nehmen. Also dass die meisten sagen, okay, wenn das die Konsequenz aus meinem Handeln ist, dann gehe ich diesen Weg. Beruflich manchmal schwierig. Also wenn das in Freizeit, Bekanntenkreis, Nachbarn, was auch immer, da sind viele dazu bereit. Aber beruflich, gerade für Männer, muss ich sagen, aus meiner Erfahrung raus, ist das schwer, weil die sich eine gewisse Position, ja, erarbeitet haben und viele sich nicht einfach vorstellen können, das Unternehmen zu wechseln oder vielleicht auch in eine andere Abteilung zu wechseln, weil das Fachwissen dann nicht mitgenommen werden kann. Also Männer sind ja auch rationaler im Denken und sagen, wieso, ich kann das klar trennen. Das ist für mich ja kein Problem. Und wenn ich dir das sage, dass da kein Kontakt mehr besteht oder nur noch beruflich über E-Mail oder Meeting, brauchst du dir keine Gedanken machen. Ja, das ist, wie du schon sagst, mit dem Triggern und der Vorstellung Kopfkino, ist das kaum. haltbar und vor allem macht Fängt ja auch an, das haben wir ja auch häufig in Coachings, dass dann gesagt wird, okay, wie machen wir es jetzt bei Firmenfeiern, bei der Weihnachtsfeier, bei Messen. Da brauchen wir jetzt ja immer wieder Sonderregelungen. Es ist natürlich nicht stimmig, dass mit der Affäre zusammen Kontakt mit Übernachtung bei einer Messe besteht, bei einer Weihnachtsfeier. Aber man kann sich auch nicht immer ausklinken. Erstens ist es beruflich nicht möglich. Man kann nicht bei jeder Messe oder bei jeder Veranstaltung sagen, ich bin nicht dabei. Da wird der Chef oder die Chefin vielleicht auch sagen, ist nicht stimmig. Und man möchte vielleicht auch sich aus dem Team mit den anderen Kollegen ja auch nicht so rausziehen, dass man sagt, ich bin jetzt bei keiner Weihnachtsfeier mehr dabei, bei keinem Teammeeting oder so. Weil man ja auch schnell ins Gefühl kommt, mir wird das ja verboten. Ja, kleiner Hinweis am Rande auch. Wenn man den Anreiz hat, innerhalb der Firma eine Affäre einzugehen, sollte man das sich wirklich mehrfach überlegen. Denn was ja auch durchaus passieren kann, ist, dass man sozusagen von der Affäre erpresst wird. Hatten wir auch schon. Das haben wir nämlich auch schon mehrmals gehabt, dass gesagt wird, pass auf, du bleibst jetzt mit mir zusammen oder das und das passiert, ich werde befördert, was auch immer. Es werden Nachrichten und Fotos weitergeleitet. Weil man kann natürlich das auffliegen lassen, besonders dramatisch natürlich auch, wenn man das als Unternehmensinhaber oder Geschäftsführer macht. Führungskraft allgemein. Und da erlebt man verschiedene Dinge. Es werden Briefe in die Firma ans Backoffice geschickt, die die Affäre auffliegen lassen und so weiter und so weiter. Also da passieren die verrücktesten Sachen. Also man muss sich da wirklich intensiv Gedanken machen, welche Konsequenzen entstehen. Es ist wesentlich, also viel, viel entspannter, seiner Frau oder seinem Mann zu sagen, hey, du mal ganz ehrlich, unsere Beziehung läuft scheiße, wir müssen daran arbeiten. Ich bin so krass im Mangel, ich habe schon Lust, mit einer Arbeitskollegin eine Affäre anzufangen. Dann echt lieber das raushauen. Ja, weil man muss ja sagen, einfach mal so heutzutage den Arbeitsplatz wechseln, wenn man sich jahrelang was aufgebaut hat, kann schon ein krasser Rückschritt sein. Aber seine Frau, sein Mann und auch natürlich ein Teil einer Familienvision, die man sich aufgebaut hat, wie man sich als Familie sieht, zu verlieren, ist auch heftig. Lass uns mal zum zweiten, sehr typischen Beispiel kommen. Nämlich das Thema Affäre in der Nachbarschaft. Affäre in der Nachbarschaft. Ich hätte ehrlich gesagt nie gedacht, dass das so häufig vorkommt. Wir haben zum Glück bei uns in der Nachbarschaft nur Rentner. Wir haben nur die Leute mit dem Hackenporsche, da steht das schon so intern bei uns, nochmal so ein Running Gag, unsere Nachbarn, die Rentner. Aber es ist halt häufig ein Thema bei Affären, dass die Nachbarschaft attraktiv ist und da eine Affäre entstehen kann. Auch wenn die Kinder miteinander spielen, wenn man dicht an dicht, Tür an Tür wohnt. Und das ist auch das zweite Beispiel, was ich jetzt hervorbringe, dass halt das Paar mit den Nachbarn befreundet war, die Kinder miteinander befreundet waren und dann halt eine Affäre entstanden ist. Dann war das so, dass das Nachbarspaar sich getrennt hat, also dass sie ausgezogen ist und der Nachbar, der mit der Frau die Affäre hatte, da drin wohnen geblieben ist. Und das war natürlich ein großer Konflikt. Wenn man seiner Affäre sozusagen Tür an Tür gegenüber wohnt. Und das war erstmal natürlich auch ein großer Schock, als das rausgekommen ist, als die Affäre rauskam, dass der Triggerpunkt einem gegenüber sitzt. Also, dass du, wenn du mit deinem Auto auf der Auffahrt rauffährst, dass du das Nebenhaus siehst und damit natürlich auch vielleicht die andere Person sehr stark. Und da war das auch so, dass der Mann, also der Mann von der Frau, die eine Affäre hatte, gesagt hat, ich kann hier nicht mehr wohnen. Ich kann das. Ich kann das nicht ab, wenn ich hier nach Hause komme. Ich habe das Gefühl, ich bin in dauerhaften Konflikt. Ich habe Angst oder habe ein starkes, ungutes Gefühl, ihm über den Weg zu laufen. Ich möchte diesen Kontakt nicht, möchte da nicht immer dran erinnert werden. Und der Mann ist dann erstmal ausgezogen. Die beiden haben dann aber an der Beziehung gearbeitet und haben gesagt, sie möchten eigentlich daran festhalten. Aber es wurde halt gebraucht, dass der Mann erstmal für sich aus dieser räumlichen Situation rausgekommen ist. Und dann ist es so gewesen, wie es so häufig ist, wenn einer auszieht. Also bei dem Paar jetzt gegenüber, wo der Mann jetzt noch wohnen geblieben ist, dass irgendwann der Mann auch ausgezogen ist. Also dass er allein nicht das Haus gehalten hat, sondern gesagt hat, okay, ich ziehe jetzt hier aus. Und dann wurde ja das Haus gegenüber wieder frei. Und dann ist auch der andere Mann, also der Mann von der Frau, die die Affäre hatte, dann zurückgekehrt. Er hat gesagt, okay, der andere Typ wohnt da nicht mehr. Das Haus wird jetzt neu vermietet. Mein Triggerpunkt ist weg. Natürlich ist es komisch, das Haus und man muss auch sagen, die Affären haben auch jeweils. Das Haus und man muss auch sagen, die Affären haben auch jeweils. in den Häusern stattgefunden. Aber das war für ihn etwas anderes, weil da ist ein neues Paar eingezogen mit Kindern. Das war so eine Neustadt, die haben ein bisschen was umgestaltet und so weiter. Und dann ist er zurückgekehrt und sie haben, wie gesagt, die Zeit auch genutzt, der räumlichen Trennung, um an ihrer Beziehung zu arbeiten. Und konnten dann auch ihr Beziehungsfundament dann stabilisieren. Das ist ein ganz relevanter Punkt für viele in der Verarbeitung. Wenn die Affäre den eigenen privaten Raum betrifft oder so typische Ereignisse, also wenn man sagt, unser Ding zu zweit war es immer, in dem und dem Restaurant ein Glas Wein gemütlich zu trinken. Das hat der mit seiner Affäre auch gemacht. Wir waren immer im Skiurlaub, das hat der mit seiner Affäre auch gemacht. Oder eben sogar, wenn das im eigenen Zuhause stattfand. Das sind immer nochmal so ganz besondere Punkte, weil man das Gefühl hat, man teilt dann noch mehr intime Dinge miteinander. Und diese Exklusivität, das ist so unser Ding, das ist auf einmal nicht mehr gegeben. Falls du schon mehrere unserer Folgen hörst, dann ist das so. Und wenn du das Gefühl hast, dass die Folgen dich weiterbringen, dann freuen wir uns sehr, wenn du kurz mal bei Spotify oder Apple in der App uns eine Bewertung hinterlässt. Das freut uns immer sehr, wenn wir auf diese Art und Weise von euch ein Feedback erhalten. Oder wenn ihr diese Folge bei YouTube schaut, dann könnt ihr gerne einen Kommentar hinterlassen oder natürlich auch diesen Kanal abonnieren. Lösungsansätze, die probiert worden sind. Aber nicht geholfen haben. Naja, ein sehr verrückter Lösungsansatz ist letztendlich Unehrlichkeit. Also zu sagen, jo, ich habe das der Affäre gesagt, das ist beendet, wir sehen uns nicht mehr, wir haben keinen Kontakt mehr. Und aber eigentlich besteht der Kontakt noch. Der Gedanke dahinter ist, den Partner oder die Partnerin eben nicht noch mehr zu verletzen. Also das heißt, man hat natürlich eine gute Absicht. Aber die Schwierigkeit ist natürlich, dass dann das Vertrauen noch mehr in den Keller geht. Es entsteht noch mehr Misstrauen, wenn das rauskommt. Und es kommt meistens raus. Genau, und dann wird es natürlich schwierig, weil man dann fast gar keine Grundlage mehr hat. Also viele empfinden ja dieses Klärungsgespräch, wenn das rauskommt, nochmal so als eine Möglichkeit, im Gespräch sich nochmal zu verbinden. Also viele sagen dann ja auch, wie du vorhin schon sagtest, wir führen vor allem mal wieder tiefgründige, gute Gespräche, wir kommen ins Reflektieren, wir sehen unsere Vergangenheit jetzt mit anderen Augen auf. Aber wenn dann natürlich nochmal eine Verletzung in diesem Punkt erfolgt, wird es äußerst schwierig. Was aber viele Menschen sich auch nicht eingestehen ist, dass es halt auch gar nicht so leicht ist, sich von der Affäre einfach so zu lösen. Also im Denkgefühl klingt das total logisch zu sagen, ja klar, ich breche das ab, ich möchte dich nicht weiterhin verletzen. Und viele sind dann selber so überrannt von ihren Gefühlen und denken, ja, aber warum bin ich denn jetzt traurig? Ich entscheide mich doch eigentlich jetzt bewusst für die Beziehung, mit meinem Mann oder mit meiner Frau und möchte gern darin investieren. Aber warum habe ich denn jetzt so Gefühle wie Liebeskummer oder habe trotzdem noch irgendwie ein bisschen Bauchkribbeln, wenn ich meine Affäre sehe? Ich will das ja gar nicht. Aber das ist nicht selten. Und das ist ja auch normal, weil Gefühle gehen ja nicht von einem auf den anderen Tag einfach weg. Das ist ja nur unser Denkgefühl, was das macht, aber ja nicht unser Bauchgefühl, was da gleichzeitig mitzieht. Und was auch nicht funktioniert ist, wenn man sagt, wir haken das, einfach ab, gucken wir nach vorne, machen einen Cut, wir fangen unsere Beziehung einfach nochmal von vorne an, vergessen das Ganze, was passiert ist. Das ist auch so ein typischer Versuch, der ja vielleicht zwei, drei Wochen gut geht. Und dann merkt man, dass einen die Gefühle einholen. Man macht vielleicht Schuldzuweisungen, Vorwürfe, merkt, dass man in Konflikte gerät, dass man getriggert wird, dass man das doch gar nicht loslassen kann. Und ja, das ist etwas, was eben nicht funktioniert. Typische Flashbacks, also dass der andere dann doch wieder mit Verletzungen ankommt und sagt, ja, aber warum hast du das denn gemacht? Also, dass auch Detailfragen sehr präsent werden. Ich brauche doch nochmal das Wissen. Wann hast du dich mit ihr getroffen? Was habt ihr genau gemacht? Haben wir davor miteinander gesprochen? Wie ist das? Du hast mir eine Nachricht geschickt. Wie kann ich das zuordnen? Also, das sind ja alles Anzeichen dafür, dass man halt nicht einfach nach vorne schauen kann, sondern dass da noch Puzzleteile in der Geschichte fehlen, in der Analyse. Und in der Verarbeitung, damit etwas wirklich gut abgeschlossen ist. Was auch nicht funktioniert ist, wenn man sagt, ja, wir haben ja wirklich nur beruflichen Kontakt oder wir sehen uns ja nur sporadisch und naja, wir reden ja auch gar nicht mehr so viel miteinander. Also letztendlich den Kontakt einzuschränken, sich aber noch zu sehen. Das funktioniert für die meisten tatsächlich nicht. Du meinst den Kontakt zu der Affäre einzuschränken. Genau, richtig. Das funktioniert für die meisten eben nicht. Also da bleiben die Trigger meistens erhalten, selbst wenn die emotionalen Fälle nicht so gut sind. Wenn die emotionalen Verletzungen gelöst sind, wenn man dann nochmal in sich geht, merkt man, dass dieses Aufstehen, Aufrechterhalten dieser Situation für 99 Prozent der Fälle unstimmig ist und weitere Träger verursacht. Von daher ist auch dieses Einschränken oder Beschränken auf ein Minimum und kein privater Kontakt mehr, aber noch beruflich oder man sieht sich eben noch den Nachbarn beim Müll rausbringen, das funktioniert meistens leider auch nicht. Ist für viele natürlich wirklich schwierig. Das sind Themen, die man erstmal angehen muss, die auch ein bisschen Zeit braucht. Man kann ja nicht einfach irgendwo ausziehen, gerade wenn du Eigentum gekauft hast, man kann nicht so schnell den Job wechseln, aber die Haltung dazu ist halt wichtig, dass der andere sieht, dass da Veränderung in Zukunft erfolgt. Aber auch das Umsetzen, finde ich, ist nicht nur die Haltung, sondern auch, dass man sich auf den Weg macht und nicht nur sagt, ja, ich werde mir irgendwann einen. neuen Job suchen, sondern auch aktiv anfängt, auch den Partner, die Partnerin mit ins Boot holt und sagt, guck mal hier, das gibt gerade die Stellenanzeige, diese Online-Börse, wo auch immer man guckt, so her, das sind die Dinge, die auf dem Markt sind, schau mal, da passt gerade nichts oder siehst du was Passendes, also mich spricht da gerade nichts an, dann ist das noch was anderes, als wenn man das Gefühl hat, das ist nur ausgesprochen und man signalisiert, ja, ich habe die Haltung, ich mache das. Aber macht das am Ende, ja, setzt das nicht in die Tat um. Das ist eben auch ganz wichtig, dass man hier in dieses Umsetzen kommt, damit der andere wirklich Vertrauen hat. Ja, die Folgen, die das hat, wenn man den Kontakt nicht abbricht, haben wir zwischendurch schon immer wieder benannt. Ständige weitere Trigger, Kopfkino, man kann schwer die Verletzungen lösen, wieder Vertrauen aufbauen, man hat auch die Angst, ja, der andere, also die Affäre, die möchte ja auch nicht so recht loslassen vielleicht, vielleicht hat der oder die sich auch verliebt, ne, und versucht immer nochmal, da wieder reinzugehen und hofft drauf, dass nur wieder so ein kleiner Schwächemoment entsteht, wo der andere dann wieder in die Affäre hineingeht, ne, und das sind natürlich alles Dinge, die Folgen sind, wenn man den Kontakt eben nicht gänzlich abbricht. Ja, und man hat, wie du schon sagtest, auch diese Triggerpunkte und die merken viele Menschen auch körperlich, also dass dann sowas ist, wie man liegt abends im Bett, macht sich dauerhaft Gedanken, man hat, das Gefühl, man ist in Unsicherheit, also man braucht die Kontrolle, manche sagen auch, sie können nichts mehr essen, sie haben Bauchschmerzen, Herzrasen, weil man dauerhaft auch das Gefühl hat, es könnte wieder was passieren, es könnte jetzt wieder was aufkommen, wenn das Handy piept, dann ist man sofort angespannt und fährt irgendwo vorbei, wo die Affäre vielleicht stattgefunden hat, mag nicht mehr die Restaurants besuchen, weil man Angst hat, dass man der Affäre über den Weg laufen kann, wenn da auf der anderen Seite auch Kinder sind, dass man bei gemeinsamen Festen denjenigen gegenübersteht und das macht natürlich was mit einem. Ja, ich habe gerade heute über unseren WhatsApp-Support, den wir immer mit drin haben, eine Nachricht bekommen, wo im Prinzip genau das nochmal geäußert wird, da ist was getriggert worden und dann steht da etwas wie, habe ein angespanntes Gefühl im Brust- und Bauch- und bin voll im Gedankenkarussell und das sind genau die Dinge, die dann entstehen, wenn das nicht vollständig beendet wird und dann rauskommt, dass man doch sich begegnet ist, miteinander gesprochen hat und dann entstehen wieder diese Gefühle. Und wenn da nicht so ein ganz klarer Cut ist, dann fühlen sich auch die gemeinsamen Momente oftmals nicht mehr stimmig an. Also es wurde ja im Fundament der Werttreue verletzt und man möchte natürlich irgendwie wieder Zugehörigkeit haben, aber man braucht so ein ganz starkes Commitment, also ganz viel das Thema Wertschätzung, Aufmerksamkeit wird gebraucht, damit man sich überhaupt wieder auf den anderen einlassen kann. Und wenn ich im Gefühl immer denke, da ist ja doch noch Kontakt, dann bin ich immer im Vergleich selbst, aber kann mich halt auf den anderen nicht einlassen und das macht natürlich bei dem anderen dann wieder eine Verletzung, weil man dann sowas gesagt bekommt wie, ja, aber du hast mir doch verziehen, warum gibst du uns denn jetzt nicht eine Chance, was soll ich denn noch tun, ich habe mich doch entschuldigt oder ich habe doch das eingesehen, dass es nicht gut war, aber da ist halt noch so diese, letzte Punkt, der einem das versperrt, man ist sozusagen mit angezwungener Handbremse unterwegs, weil man denkt so, ich passe lieber auf, lasse mich nicht so drauf ein, weil da könnte ja noch was passieren. Und natürlich die wichtigste Folge ist, die daraus resultieren kann, dass man die Beziehung nicht mehr retten kann, weil das Vertrauen nicht zurückkehrt, ständige Trigger da sind, die Situation sich verschärft. Und eben das Leid so groß wird, dass man das nicht mehr gerettet bekommt, das heißt, das ist natürlich eine der wichtigsten Folgen, die man im Blick haben sollte, die entstehen kann, wenn man eben die Affäre nicht sehr zeitnah endgültig beendet. Und da hatte ich auch jetzt vor zwei Monaten gerade einen Coaching-Fall, wo erst versucht worden ist, also das war eine Affäre im beruflichen Kontext und das gesagt worden ist, naja, wir arbeiten ja nicht so eng zusammen, man sieht sich nur auf Messen sozusagen. Und dann auch eher spontan, aber dass es halt dauerhaft ein Thema in der Beziehung dadurch geblieben ist, also dass man so eine dauerhafte Anspannung gespürt hat, weil man gesagt hat, ja, oh, jetzt nächsten Monat ja wieder Messe und das Thema konnte nicht ruhen, es war immer präsent, alles hat sich im Alter darum gedreht, oh, jetzt ist wieder der und der Monat, jetzt ist wieder Messe und die beiden konnten davon oder die betrogene Person konnte davon nicht ablassen, weil sie gesagt hat, so, ich zähle wieder die Tage von Messe zu Messe und warte eigentlich schon immer, auf die Nachricht, seid ihr schon zusammen getroffen, ja, nein, davon hängt dann der Rest des Tages bei M ab im Gefühl, oh gut, die sind jetzt, ich weiß, die Person ist nicht bei der Messe, ich kann jetzt vielleicht alles runter, die Last geht weg, aber diese Abhängigkeit davon, die man verspürt, wie man sich selber fühlt, ob eine Affäre, eine ehemalige Affäre jetzt noch da ist oder nicht, das ist halt auf Dauer nicht gesund. Denn das ist ja weniger eine Folge, die man einfach nur mal so aus Interesse hört, sondern eher, wenn einen selber dieses Thema auch betrifft, dann meldet euch sehr gerne bei uns für das telefonische Erstgespräch, ihr merkt, wir haben schon sehr, sehr viele Paare dabei begleitet, eine Affäre zu verarbeiten und danach in Richtung Wunschbeziehung zu kommen und im Erstgespräch schauen wir dann, ob wir das auch für euch im Coaching möglich machen können mit vielen, vielen Dingen, die euch dabei helfen, das zu begleiten, wir haben es erwähnt, wir haben einen begleitenden Videokurs, in dem gibt es ein Modul, dieses Modul heißt Akuthilfe und da gibt es einen großen Bereich darum, was in Affären die ersten Fragen sind, wenn die auffliegen und wie ihr dann damit umgehen könnt, genauso wie wir zum Beispiel auch einen WhatsApp-Support haben, gerade wenn eine Affäre aufgeflogen ist, man ständig Triggern unterliegt, kann das total gut sein, jemand hat das mal beschrieben, wie seine persönliche Podcast-Folge, weil er dann zwei, drei Fragen gestellt hat, hat darauf hingewiesen, hat darauf Sprachnachrichten von mir bekommen und konnte diese in Triggermomenten anhören und das war natürlich speziell auf ihn und seine Gefühle und Gedanken zugeschnitten, sodass ihn das wieder gut runtergebracht hat, also meldet euch sehr gerne bei uns, wenn euch dieses Thema betrifft und nicht loslässt. Wenn wir jetzt auf die Lösung schauen, also auf die Lösung, was kann man tun, damit man eine Entscheidung treffen kann, Kontaktabbruch, ja oder nein, dann ist es erstmal wichtig, dass man Ruhe bewahrt, also nicht in einem Gespräch von Emotionen sich die Argumente nun herwirft, sondern wirklich eine stimmige Gesprächsatmosphäre findet und in eine wertschätzende Haltung kommt, also Gesprächsbereitschaft hat man ja schon sehr, sehr häufig in den Podcast-Folgen so als Grundlage, also sind beide wirklich gesprächsbereit, ist eine gute Atmosphäre, fühlt sich das so weit erstmal rund an, kann man sich öffnen für so ein Gespräch. Ja und so richtig prüfen, ob das stimmig geht oder nicht, dass da noch ein Kontakt besteht, zum Beispiel im Arbeitskontext, bei Nachbarn, im Freundeskreis, kann man eigentlich erst, wenn die Verletzungen verarbeitet sind, aber viele können trotzdem auch schon vorher für sich da eine Tendenz abgeben, weil für manche ist das so klar, dass das nicht geht, sodass man diese Entscheidung dann letztendlich mit dem Öko-Check nochmal rund machen kann, indem man sich die Frage stellt, die Affäre zu beenden, was sind eben negative Konsequenzen, die eintreten können, was können wir tun, damit diese nicht eintreten, wie können wir das Gute am Jetzt erhalten, also da haben wir vier Fragen, die aufeinander aufbauend dazu führen und das ist auch etwas, was man schriftlich durchführen sollte, sich einer Entscheidung strukturiert anzunähern und auch Gefühle mit zu berücksichtigen, also das ist quasi so die Pro- und Kontraliste Plus, die ich finde, die eigentlich sinnvoller von der Ausgestaltung ist, ihr findet diese bei uns im kostenlosen Videokurs, den wiederum findet ihr bei uns auf der Website, einfach mal ganz unten in den Bereich schauen, da steht dann kostenloser Videokurs, da könnt ihr euch dann für anmelden und dann habt ihr sechs Videos, darunter eben auch dann den Öko-Check. Wenn eine Affäre jetzt aufkommt und natürlich erstmal der Kontakt weiterhin besteht, die nächsten Tage, Wochen, weil das bei der Arbeit zum Beispiel passiert ist, deswegen meine ich ja, man kann das ja nicht immer gleich sofort ändern, manche lassen sich erstmal krank schreiben, damit das erstmal kurz sacken kann, aber man muss ja ehrlich sein, der Alltag geht ja weiter, leider. da ist das Leben ja immer sehr hart, es geht dann ja einfach so weiter, da ist es ganz wichtig, dass man sofort Absprachen trifft, damit die größte Unsicherheit so ein bisschen erstmal in Zaum gehalten wird, weil viele sagen, ich verschwimme hier total, ich kann sonst gar nicht mehr diesen Alltag hier regeln, ich brauche jetzt erstmal so ein bisschen Absprachen. Also die Klarheit, wann trefft ihr aufeinander, wie sieht das aus, was kannst du mir an Sicherheit gewährleisten, also können wir abmachen, dass du zwischendurch mir Nachrichten schickst, können wir das so machen, dass du die Mittagspause bei der Arbeit nicht in diesem Kreis mehr verbringst, kannst du dich vielleicht spontan aus bestimmten Meetings ein bisschen zurückziehen, kannst du mehr Homeoffice machen, das sind natürlich alles keine langfristigen Lösungen, das ist absolut klar. Es geht immer nur um so Absprachen, die in dem Moment von dem größten Leid erstmal so ein bisschen Abhilfe schaffen. Also temporäre Lösungen für diese Verarbeitungsphase, damit man diese Trigger ein bisschen im Schach hält, da können auch so Dinge drin sein, wie temporäres Geotracking, ins Handy gucken und so weiter. Sehr, sehr wichtig finde ich ist, dass diese Absprachen, die man für diese Phase trifft, erstmal anerkennt, dass das nur übergangsweise ist, kein Dauerzustand werden wird. Das ist für beide wichtig, auch für denjenigen, der sich an diese ganzen Regeln dann halten wird, denn das kann man nicht auf Dauer so machen. Das ist auch keine gesunde Beziehung, muss man auch ganz klar sagen. Das andere ist, dass das penibel genau eingehalten werden muss, wenn man dagegen verstößt, gegen das, was man gemeinsam als Regel festgesetzt hat, dann wird das sehr ungute Gefühle machen und das Misstrauen deutlich verstärken. Deswegen muss man ja auch gut prüfen, kann man das wirklich halten? Also das hatte ich jetzt auch letzte Woche in einem Fall. Kann ich das wirklich halten, zu sagen, alle zwei Stunden schicke ich eine WhatsApp-Nachricht, wenn ich in einem Meeting bin? Oder wenn ich im Außendienst bin und auf der Autobahn bin? Also das muss ja auch klar sein, dass man nichts verspricht, was man einfach. Ganz realistisch nicht halten kann. Und das ist leider die Problematik. Du sagst, der andere oder die andere achtet da penibelst drauf und die ganze Stimmung, der ganze Tag, alles hängt davon ab, dass das eingehalten wird, weil das ist der letzte Funken Sicherheit. Aber es muss halt auch einfach machbar sein. Deswegen sprecht offen aus, wenn etwas für euch nicht geht, wenn das nicht realisierbar ist, auch wenn der andere in Wut, in Traurigkeit ist, gerade weint, wenn er das wünscht oder fordert, sprecht das lieber aus. Auch wenn das in dem Moment schwierig ist und findet gemeinsam einen anderen Weg, der vielleicht dann doch geht. Aber signalisiert, hey, ich würde das gerne tun, aber ich sehe die große Gefahr, dass ich das nicht exakt einhalten kann und dass damit mehr Misstrauen entsteht als wieder Vertrauen oder Sicherheit. Lasst uns einen anderen Weg zusammenfinden, wie ich dir noch mehr Sicherheit geben kann, wo ich aber auch sicher weiß, dass ich den wirklich einhalte. Und ganz wichtig ist natürlich, dass man die Verletzungen, die untereinander entstanden sind und auch da interessant, nicht nur die Affäre, das rauskommt zum Schluss, sondern wirklich in die Analyse einsteigt, weil es entsteht ja nicht einfach so eine Affäre. Das ist ja nichts, was von außen auf einen hereinbricht, sondern es gibt immer eine Vorgeschichte. Und die ist manchmal klar, aber manchmal auch nicht ganz so klar. Und dass man sich diesen Zeitraum, besonders die letzten zwei Jahre, die vor der Affäre passiert sind in der Beziehung, dass man die ganz genau analysiert, aber natürlich auch die Jahre davor, damit man das Wissen hat, warum sind wir in unserem Wir-Gefühl so weit auseinandergeraten, in unserer emotionalen Verbundenheit, dass jetzt uns sowas passieren konnte. Und das ist ein wichtiger Punkt. Systemgesetzverletzungen lösen, um dann zu schauen, schaffen wir es nochmal zusammen, ein Fundament aufzubauen? Oder ist der Weg eher die Trennung? Das ist immer auch ganz wichtig für das Vertrauen in der Zukunft. Denn wenn man weiß, warum man sich überhaupt für eine Affäre geöffnet hat, dann kann man natürlich auch in Zukunft rechtzeitig eingreifen, wenn man merkt, oh, wir sind da wieder auf einem ähnlichen Pfad unterwegs und ist natürlich auch sensibilisiert für genau diese Signale. Das schafft natürlich sehr viel Vertrauen. Und nochmal eine Sache, die mir sehr am Herzen liegt. Bitte wartet nicht zu lange, damit die Verletzung aufzuarbeiten. Ich hatte gerade so die letzten Wochen zwei Paare, die über ein Vierteljahr damit gerungen haben, sich Hilfe zu holen. Oder sich nicht Hilfe zu holen. Und da in so viel Leid gekommen sind, weil sie immer wieder Gespräche zusammengeführt haben. Und die waren gut, aber dann sind sie wieder gekippt. Und dann haben sie es versucht aus eigener Kraft, aber waren wieder so enttäuscht. Die Kontrolle wurde immer mehr und alles war unstimmig. Alles war nachher in so einer großen Unzufriedenheit. Obwohl der Start, so hart es ist, nach der Affäre erst mal gut war. Also die Gespräche, die sofort waren, waren erst mal gut. Aber dann haben sie den Dreh nicht bekommen. Und die beiden Paare haben rückblickend gesagt, als wir gemerkt haben, die Gespräche sind gut, aber wir kommen da nicht mehr raus. Also wir drehen uns zu einem bestimmten Punkt im Kreis, da hätten wir uns eigentlich Hilfe holen sollen. Und dann hätten wir uns so viel Leid in den letzten zwei Monaten erspart. So viel Frustration auch. Ja. Liest man auch häufig in den Bewertungen, die wir erhalten, dass viele schreiben, hätten wir uns doch bloß viel früher Unterstützung dabei geholt. Denn das ist ja klar, wenn man schon manche viel, viel kleinere Themen nicht gemeinsam gut miteinander geregelt bekommt, wie soll man so einen Ausnahmezustand, in dem beide sich vielleicht existenziell bedroht fühlen, wo beide in so einem Ausnahmezustand sind, ohne Erfahrung darin, wie man Affären löst, das wirklich sinnvoll lösen könnten. Also sehr schwierig. Selbst wir mit unserer ganzen Erfahrung, ich würde, wenn eine Affäre bei uns entstünde und die auffliegt, würde ich mir sofort einen Code dazuholen. Nur alleine aus der eigenen emotionalen Befangenheit heraus wüsste ich, dass wir das nicht gut klären könnten. Sondern jemanden bräuchten, weil einfach die Emotionen bei diesem Thema viel, viel zu stark sind. In diesem Sinne, schön, dass ihr dabei wart. Wenn euch das Thema betrifft, meldet euch sehr gerne bei uns fürs Erstgespräch. Und wir schauen gemeinsam, wie wir das gelöst bekommen. Lieber früher als später. Denn je früher, desto mehr Wahrscheinlichkeit habt ihr, dass ihr das gelöst bekommt. Und desto weniger haben wir auch zu tun beim Leitlösen. Ansonsten freuen wir uns sehr, wenn ihr in der nächsten Folge wieder dabei seid. Bis bald. Bis dann. Untertitelung des ZDF für funk, 2017

Podcast Summary

Key Points:

  1. Nach einer Affäre ist die Beziehung extrem belastet, wodurch Gefühle der Ohnmacht, Zerrissenheit und Verletzung entstehen.
  2. Die Affäre verletzt das grundlegende Systemgesetz der Zugehörigkeit und verstößt gegen den Wert der Treue.
  3. Beide Partner sind oft menschlich enttäuscht, was zu tiefgreifenden Verletzungsgefühlen und einer Frage nach Lebenswahrheit führt.
  4. Ein Kontaktabbruch ist in der Regel notwendig, um Vertrauen wieder aufzubauen und ständige Trigger zu vermeiden.
  5. Berufliche oder soziale Kontakte mit der Affärepartnerin sind häufig ungesund und führen zu ständigem Triggern und Unsicherheit.
  6. Die meisten Paare verlieren ihre Beziehung, wenn der Kontakt nicht abgebrochen wird, da das Vertrauen nicht wiederhergestellt werden kann.
  7. Es ist entscheidend, emotionale Distanz zu schaffen, gemeinsame Regeln zu vereinbaren und diese stets zu respektieren.
  8. Eine frühzeitige professionelle Unterstützung ist entscheidend, um das Leid zu minimieren und eine nachhaltige Heilung zu ermöglichen.

Summary:

Nach einer Affäre wird die Beziehung extrem belastet, wobei die Betroffenen tiefgreifende Gefühle der Ohnmacht, Zerrissenheit und Enttäuschung erleben. Die Affäre verstößt gegen das grundlegende Systemgesetz der Zugehörigkeit und den Wert der Treue, was zu tiefgreifenden Verletzungen führt. Beide Partner sind oft menschlich enttäuscht und fragen sich, ob ihre Beziehung und ihr Leben noch tragbar sind.

In der Praxis zeigt sich, dass ein vollständiger Kontaktabbruch notwendig ist, um Vertrauen wiederherzustellen und ständige Trigger zu vermeiden. Berufliche oder soziale Kontakte mit dem Affärenpartner sind typischerweise ungesund und führen zu Angst, Triggern und einem Gefühl der Unsicherheit. Viele Paare verlieren ihre Beziehung, wenn der Kontakt nicht abgebrochen wird, da das Vertrauen nicht zurückkehrt.

Um eine Ausgangsposition zu schaffen, wird empfohlen, emotionale Distanz zu schaffen, gemeinsame Regeln zu vereinbaren und diese stets einzuhalten. Ein entscheidender Faktor ist die frühzeitige professionelle Unterstützung, da die Emotionen zu stark sind, um sie allein zu verarbeiten. Ohne Hilfe bleibt die Beziehung in einem zyklischen Zustand der Konflikte und Enttäuschung gefangen, was langfristig zu einer Zerstörung der Beziehung führt.

FAQs

Ein solcher Kontakt kann theoretisch bestehen, aber er ist in der Regel problematisch und führt oft zu weiteren Verletzungen. In den meisten Fällen ist ein vollständiger Kontaktabbruch notwendig, um das Vertrauen in der Beziehung zu heben.

Der Kontakt schafft ständige Trigger und Träger von Angst. Er verhindert die Wiederherstellung von Vertrauen und führt zu einem dauerhaften Gefühl der Unsicherheit und Verletzungen für beide Partner.

Eine Einschränkung führt in der Regel nicht zum Erfolg. Die Gefühle und Triggers bleiben bestehen, und die Beziehung bleibt in Unsicherheit, was zu weiteren Konflikten und emotionalen Belastungen führt.

Durch eine ruhige, wertschätzende Unterhaltung, in der beide ihre Gefühle und Bedürfnisse aussprechen. Ein strukturierter Öko-Check hilft dabei, die Konsequenzen abzuschätzen und eine fundierte Entscheidung zu finden.

Ja, das ist normal. Gefühle gehen nicht sofort weg, besonders wenn es um emotionale Verletzungen geht. Diese Gefühle sind ein Zeichen dafür, dass die Verarbeitung noch nicht abgeschlossen ist.

Solche Trigger aktivieren das Erinnerungssystem und führen zu automatischen Reaktionen. Sie verhindern die Wiederherstellung von Vertrauen und machen es schwierig, die Beziehung langfristig zu stabilisieren.

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