Der Podcast "Verbrechen der Vergangenheit" beschäftigt sich mit der Frage, wie Adolf Hitler, der in Jugend und jungem Erwachsenenalter als gescheiterter Schüler, Künstler und sozialer Außenseiter galt, zur zentralen Figur des 20. Jahrhunderts aufsteigen konnte. Sein Weg war geprägt von persönlichen Niederlagen, wie der Ablehnung an der Wiener Kunstakademie und dem Leben in Armut, die einen unbändigen Hass und ein übersteigertes Selbstbild in ihm nährten. Der Erste Weltkrieg wurde für ihn zur "schönsten Zeit". Sein politischer Aufstieg nach 1919 war rasant, gipfelnd in der Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar 1933. Die Sendung diskutiert, ob historische Strukturen oder Hitlers einzigartige, fanatische Persönlichkeit für Diktatur, Weltkrieg und Holocaust entscheidend waren. Während sein Weg ohne die Nachkriegsumstände undenkbar gewesen wäre, betonen Historiker wie Ian Kershaw, dass Hitler als handelnde Person nicht austauschbar war und seine spezifischen Entscheidungen die Geschichte formten. Sein radikaler Antisemitismus war früh artikuliert, dennoch wurde ihm die Macht übertragen, die er dann zur Zerstörung der Weimarer Republik und zur Entfesselung unvorstellbaren Leids nutzte.
Er versagt in der Schule, scheitert als Künstler und bringt es auch als Soldat im ersten Weltkrieg nicht weit. Antol Vittler ist ein Träumer und sozialer Außenseiter, dessen Talent zur Rede und Selbstinstinierung eher zufällig entdeckt wird. Erst 1919 findet er seine Lebensaufgabe in der Politik, steigt rasch auf zum Vorsitzenden der nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei. Am 30. Januar 1933 wird er Reichskanzler der Letzte der Weimarer Republik, denn er wird sie zerschlagen. "Verbrechen der Vergangenheit" - ein Crime Podcast von Geoeproche und RTL Plus. Hallo, herzlich willkommen bei "Verbrechen der Vergangenheit" dem Podcast von Geoeproche der Ewordiduncle Seite des Menschen und der Macht berichtet von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert. Ich bin Innsabetge, Redakteuren bei Geoeproche. Mir gegenüber sitzt mein Kollege Joachim Tegenbischer und wir freuen uns, dass Sie zuhören. Schön, dass Sie da bist du, Aram. "Mohin". Joachim, Adolf Hitler. Bei diesem Namen da spah ich mir heute mal die einleitenden Worte. Ich weiß nicht, ob es irgend ein Menschen gibt, über den wir eigentlich dringender bei Verbrechen der Vergangenheit schon mal hätten sprechen sollen als über diesen Mann und trotzdem haben wir das fünf Jahre lang nicht getan. Ich gebe zu, ich habe mich da vor ein wenig gedrückt, denn sich Hitler zonehren den Menschen und Politiker Adolf Hitler dem Diktator. Das heißt, über kurz oder lang, die ganz große Frage zu stellen. Und zwar die Frage an die sich einer der großen schreibenden Nazi-Gegner schon kurz nach Hitler's Tod gewagt hat. "Klausmann" meine ich, der ältste Sohn von Thomasmann, der stellt sie im früher 1945 in einem S.E. und ich zitiere mal, wie war es nur möglich? Diese Frage werden kommende Generationen stellen. Was befehlte diesen neurotischen Klauen dazu, die Kontrolle zu erlangen über das Leben von Millionen? Was war das Geheimnis dieser fantastischen und unheilvollen Karriere? Ja, zunächst mal "Klausmann" hat recht behalten, weil diese Frage die beschäftigt uns noch immer. Es ist ja auch die Frage aller Fragen. Zumindest, was die Geschichte des 20. Jahrhunderts betrifft, denn kein Mensch, das kann man wohl sagen, hat tieferes Spuren hinterlassen als Adolf Hitler. Und deshalb ist die Frage, warum ausgerechnet er die Macht über eine zivilisierte Nation wie Deutschland erlangen konnte und diese Nationen dann in die Barberei führen konnte, die ist legitim und die natürlich auch extrem faszinierend. In einem Punkt muss ich "Klausmann" dann aber doch widersprechen. Also bei der Bewertung von Hitler als neurotischem Klauen, da gehe ich nicht mit. Neurotisch war Hitler sicherlich, er war ein nazistischer Ego-Mane, er hat eine enorme Lehre in seinem Leben verspürt und die hat er eben versucht mit einer unersetzlichen Machtgie zu füllen. Da kommen wir vielleicht gleich noch dazu, aber ein Klauen, also eine Witzfigur war er ganz sicherlich nicht. Auch wenn er uns in der Rückschau manchmal so vorkommt, sein Habitus, die A zu reden und so weiter. Aber Witzfiguren haben nicht das Zeug zum Diktator. Da braucht man andere Qualitäten, um mal ein paar alternative Labels anzubieten. In der Vergangenheit hat man Hitler ganz unterschiedlich charakterisiert. Also mal war er der opportunist, mal der Schwindler, mal der Dämon, mal der Verführer oder die Marionette des Großkapitäts eines war er ganz sicher, er war ein Mensch. Und gerade jetzt dieser Tage ist ja ein guter Zeitpunkt, sich mit diesem Menschen nun doch endlich mal auch hier zu beschäftigen, den versucht zu wagen, zu verstehen, wie aber Hitler gestrickt war. Denn das Jahr, das jetzt noch vor uns liegt, ist ja das Jahr, in dem sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 80s mal jährt und das war zu allererst eben Hitler's Krieg. Ganz genau, wenn sie jetzt diese Folge hören, wenn sie gerade rausgekommen ist, also wenn sie noch frisch ist, dann liegt der 27. Januar nur ein paar Tage zurück und das ist ja der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslager Auschwitz. Und das steht ja wie nichts anderes für das Menschheitsverbrechen der Nationalsozialisten, für den Holocaust. Zum Schrecken, Hitler gehört ja auch, dass Hitler angekündigt hat. Noch vor seinem Machtantritt, was er vorhat, hat er schon in meinen Kampf 1925 geschrieben, dass er die Juden für die Wurzel allen Übels hält und dass sie parasiten sind, zitat, die man ausmerzen muss. Und trotzdem, und das bringt uns jetzt zu einem weiteren Ereignis, dass sich in diesen Tagen er hat, hat hinterreißpräsident Paul von Hindenburg am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt. Ja, und das obwohl der ehemalige Generalfeldmaschall Hindenburg den ehemaligen Gefreiten Hitler ja lange gering geschätzt hat. Historikerin und Historiker, die betonen ja oft das Struktur-Mentalitäten, das langfristige Entwicklungslinien, das die den Lauf der Geschichte stärker bestimmen als die Taten eines Einzelnen. Trifft das dennoch auf Adolf Hitler zu hätte, ist ohne ihn Diktatur, Weltkrieg und Massenmord überhaupt gegeben. Das 20. Jahrhundert ohne Hitler. Das ist auf jeden Fall ein sehr populeres Gedanken-Experiment. Einer meiner absoluten Lieblingsschriftsteller, der Brite Stephen Frye, der hat mal in einem Roman spekuliert, was passiert wäre, wenn irgendjemand Hitler es geburt, verhindert hätte. Geschichte machen, heißt dieses Buch, ist ziemlich satirisch überdreht, aber Frye's Kern-Tese, die ist bitter ernst, weil in dieser Parallelwelt, die er sich da ausmalt, dann nimmt ein anderer Mann Hitlersstelle ein. Und dieser Mann, das ist die Punkte, der errichtet eine fast noch schlimme, weil militärisch erfolgreichere Version des Dritten Reiches. Ja, das ist die Sicht eines Literaten. Jetzt schauen wir mal, wie beurteilen Experten diese Frage. Den, wahrscheinlich bekannt ist es von ihnen, dass es der Hitler-Biograf ihren Körscher hat. Den haben wir ja vor ein paar Jahren schon mal im Rahmen einer Geoepocheveranstaltung treffen können. Ja, und ich erinnere mich gut und gerne daran, dass vertrotz des ersten Themen war es wirklich ein großes Vergnügen. Absolut. Das ist ein fantastischer Mann, kann man nicht anders sagen, toller Wissenschaftler. Und ich habe natürlich auch bei der Vorbereitung für dieses Gespräch hier noch mal in ihren Körscher, monumentale, zweibändige Hitler-Biografie. Die lag bei mir unter Weihnachtsbaum, als ich das Studium anfing. Nicht der schlechteste Staat, da habe ich reingeschaut. Und sein Urteil in dieser Frage, also wie wichtig war Hitler es ziemlich eindeutig, weil er hält es für sehr unwahrscheinlich, dass ein anderer autoritärer Führer einen allgemeinen europäischen Krieg begonnen und auch einen Völkermord befohlen hätte. Ich zitiere ihn mal, Hitler war nicht austauschbar. Ich persönlich finde das gerade die Figur, oder ein fantastisches Beispiel dafür ist, um zu zeigen, wie komplex Geschichte eigentlich ist. Also wie Strukturen, langfristige Trends und Persönlichkeiten zusammenwirken. Weil auf der einen Seite ist Hitler's Karriere natürlich das Produkt gewaltiger Umweltsung, also vor allem der deutschen Niederlage im ersten Weltkrieg, ohne die, wer er niemals irgendwas geworden, darin kann kein Zweifel bestehen. Auf der anderen Seite ist Hitler aber nicht nur ein bloßes Werkzeug unpersönlicher Kräfte. Er war freien Nachlebeteuster, eben kein Sklave der Geschichte, sondern Hitler hat Geschichte gemacht. Da war in seiner Kindheit lange nichts darauf hingedeutet, dass er mal eine wichtige Rolle in der Politik spielen würde, ist ja irgendwie auch klar, dass das in der Zeit noch nicht abziehbar ist. Aber wo kam Hitler her? Lass uns das mal kurz einmal anschauen. Ich will der Geschichte, die wir gleich noch hören werden, jetzt nicht vorgreifen, aber ein Detail, das wissen, glaube ich, fast alle, Hitler ist in der österreichischen Grenzstadt Braunau im Inn zu Welt gekommen. Sein Vater Aalus, der war ein richtiger Aufsteiger, der hat es vom unehlichen Kind eine armen Markt zum Zollbeamten gebracht. Und übrigens, das ist eine, ja eine, eine ulkige Annektote, Hitler hätte um 1H Schicklgruber geheißen. Weil sein Vater, der hat erst 1876, da war fast 40 Jahre alt, den Namen seines Stiefaters angenommen und sich dann auf die schreibweise Hitler festgelegt, was ungefähr so viel bedeutelt, wie Kleinbauer, also ein Hütler. Hütler, genau ein Bauer, der eine Hütte hat. Das sind die Ektaten, aber abgesehen davon gibt es auch ganz viele Sachen, über die Herkunft und Jugend des späteren sogenannten Führers, die wir nicht wissen. Und ja, diese Lücke, die hat Hitler dann später mit seinen eigenen Legenden gefüllt, die ihm natürlich im seinem politischen Kampf irgendwie nutzen, sollten. Auf der anderen Seite haben aber auch seine politischen Gegner früh Gerüchte gestreut. Ja, hast du dann Beispiel? Ja, zum Beispiel den bekanntesten Mythos über Hitler's Herkunft, der besagt, dass Hitler der radikale Antisemit eigentlich selbst jüdische Vorfahren hatte. Wie bei allen Mütten gibt es einen wahren Kern oder so einen Anknupfungspunkt und das ist das sein Vater, wie schon gesagt, als unehliges Kind zur Welt gekommen ist. Und das hat den Raum für Spekulation geöffnet und schon in den 1920er Jahren, also als Adolf Hitler noch ganz am Anfang stand, da hat man sich in München herum erzählt, dass er einen jüdischen Großvater gehabt haben soll. Später, kurz nach dem Krieg, im Jahr 1946 hat dann Hans Frank NS Anwalt und auch NS Fabrecher kurz vor seiner Hinrichtung diese Legende wo er hat.
er hat nämlich dann erzählt, dass angeblich Hitler ihn im Jahr 1930 zu sich gerufen hat und hat ihm einen Drohbrief von Hitlers Neffen William Patrick Hitler gezeigt. Verming Geschicht ist ein bisschen schwierig und kompliziert bei den Hitlers. Das war der Sohn eines Halbb-Guders, der man mit einer Ieren verherrertet gewesen ist. Und in diesem Schreiben soll eben Hitlers Neffe damit gedroht haben. Ich mache das Publikk lieber Onkel, dass dein wahrer Großvater ein Jude namens Frankenberger aus Graz ist und die Legende ist, dass Hitlers Großmutter in dieser Familie als Köchen gearbeitet hat, daran stimmt garantiert nichts. Also schon allein deshalb nicht, weil zu dieser Zeit also zum Zeitpunkt der Geburt von Hitlers Vater in diesem Teil Österreich überhaupt keine Juden leben durften und man hat auch diese Familie Frankenberger nie identifiziert. Ja, aber eines stimmt ja, meine ich, dass Hitler einen furchtbar schlechter Schüler gewesen ist, dass er seine Lehrer gehasst hat und dass er dann die Schule ohne Abschlussexham verlassen hat. Das stimmt, oder? Ja, stimmt. Mit einer Ausnahme, seinen Geschichtslehrer an der Realschule in Lins hat Hitler sehr verärzt, weil der ihn nämlich für die Heldengeschichten aus der deutschen Vergangenheit begeistert hat, die Folgen sind bekannt. Ich scherze manchmal das Geschichte, ein Gefahren gut ist, dass in den falschen Händen eine brandgefährliche Wirkung entfalten kann, weiß nicht, ob das ein guter Scherz ist oder ein schlechter Scherz ist. Hitler ist dafür auf jeden Fall ein sehr gutes Beispiel. Ja, und dass das auch heute funktioniert, das beweist ja, ladin mir Putin, der ja gerne mal Interviews für ausschweifende historische Vorträge nutzt und der ja auch nicht zuletzt versucht sein anderes Krieg in der Ukraine, historisch zu legitimieren. Aber kommen wir jetzt mal zurück zu Hitler. Ab wann zeigt der denn die Charakterzüge, die ihn später dann ausmachen sollten? Also seine Intoleranz, seine totale Rücksichtslosigkeit, seine ja auch manische Energiedian in den Tag gelegt hat und dieser abgrund tiefer Hass. Sehr früh. Also es ist natürlich ein langer Weg, bis er dann zu dem Hitler wird, der dann Anführer der NSDAP ist und die Kator ist und so weiter. Aber man kann schon sagen, dass gewisse wichtige Merkmale schon sehr früh zu Tage treten und umso mehr je mehr Rückschläge und Enttäuschung der junge Hitler einstecken muss und das sind eine ganze Menge. Ja, da lass mal schauen, welche das waren die Ablenung an der Wiener Akademie der bildenden Künste im Oktober 1907, war das glaube ich. Das war ja wahrscheinlich die Wichtigste von allen und ist auch die bekannteste. Ja absolut und ich erwische mich häufig, wenn ich damit zu tun habe, bei dem Gedanken, warum hat diese Prüfungskommission dann nicht einfach augezugedrückt und hat ihn durchgewunken und dann wäre der Welt vieles erspart geblieben. Das natürlich. Humwurk, weil die wussten nicht, wenn sie da vor sich hatten. Das ist das eine, was Hitler aber auch sehr mitgenommen hat. Das war der Tod seiner Mutter Clara im Dezember 1907, Ostkrebs und Körschau sagt, dass er damit den einzigen Menschen verloren hat, den er wirklich geliebt hat und Hitler hat getraut um seine Mutter. Er hat sie auch bis zuletzt gepflegt und danach ist er dann nach Wien gegangen und diese fünf Jahre, die waren wirklich entscheidend für seine Persönlichkeitsentwicklung. Anfangs hat er dann noch einen auf die Gehose gemacht, hat so ein Bohemhaftesleben, der nichts durchreif finanziert, er hatte noch ein bisschen Geld von der Familie, er hat sich in einem Scheinwelt weggeträumt, wo er dann der gefeierte Künstler ist und er hat sogar versucht, eine eigene Opa zu komponieren. Wie lande er schmied, da ist es natürlich nichts geworden, weil Hitler ja noch nicht mal ein Instrument beherrscht hat, aber er hat trotzdem kurzzeitig gedacht, er hätte das Zeug zu einem neuen Richard Wagner, das verrielt schon sehr viel über sein Selbstbild. Als es geht, dann alle folgte dann der Absturz. Ja, und der war total, ich will jetzt der Geschichte nicht froh greifen, aber Hitler, dieser möchte gern Künstler, der endet ganz unten in einem wiener obdachlosen Heim, zumindest zeitweise und für ein junger Mann wie ihn, der sich schon damals etwas besonderes betrachtet hat für so ein Art. Genie im Wartestand, muss diese Erfahrung noch sehr viel härter und verbittern gewesen sein als für seine Leidensgenossen in diesem obdachlosen Asyl und auch wenn es danach dann für ihn wieder aufwärts ging, also er hat dann ja auch dieses Geschäftsmodell mit der Postkartenmalerei gefunden, also auch wenn es danach etwas besser wurde, dieses Gefühl ist geblieben und dieses Gefühl, dass die Welt ihn den genialen Hitler um seinen verdienten Platz in der Gesellschaft betrogen hat und dieses Gefühl, das wurde ja zur Quelle eines unbändigen Hasses, der ihn nie verlassen hat. Ja, also Hitler, den müssen wir uns als wütenden junger Mann vorstellen, gibt ja noch ein anderes Klischee, das oft über ihn verbreitet war, wobei das mit der Wut sicherlich kein Klischee ist, dass ein irgendeiner hinsicht sexuell nicht normal ist da was dran. Darüber kann man viel spekulieren, ist auch schon viel spekuliert worden. Was sich ja stimmt ist, dass Hitler in seinen Wiener Jahren schon fast eine patologische Angst vor körperliche Nähe an den Tag gelegt hat. Das berichtet unter anderem die wichtigste Quelle für diese Zeit, das ist ein Jugendfreund und mitbewohner August Kubi-Check, der musste sich damals irgendwie auch schon die Hitlermonologe anhören und ihren Körscher, der sich natürlich auch auf Kubi-Check beruft, der geht davon aus, dass Hitler keinerlei sexuelle Erfahrung hatte als er dann im 1993 Wien-Inrichtung München verlassen hat. Schwärme reingab es wohl schon, also es gibt da eine Episode um eine junge Frau von Jungs Mädchen, namens Stefanie, die hat Hitler beim Spaziergang in Lins mit ihrer Mutter gesehen, die ging natürlich nicht alleine vor die Tür, aber er hat sie nie angesprochen, hat aber trotzdem sich da so reingesteiger, hat er ja architektonische Ambitionen auch, hat schon eine Villa für sie entworfen, wie gesagt, daraus ist nie was geworden, weil Hitler hat damals auch in einer richtigen Scheinwelt gelebt. Ja, aber im Sommer 1914, da erschütterte dann der Ausbruch des ersten Weltkrieges auch das Leben des jungen Adolf Hitlers. Wie hatte denn darauf reagiert auf dieses Ereignis? Er hat sich enorm gefreut, also er hat gejubelt, für ihn war das das beste, was passieren konnte. Es gibt ein ganz berühmtes Foto, das hat Heinrich Hoffmann gemacht. Das zeigt, die jubelnde Menschenmänge auf der München-Audeonsplatz am 2. August 1914, also kurz nach der deutschen Kriegserklärung an Russland. Heinrich Hoffmann, der war später dann so etwas wie der Hoffotograf von Adolf Hitler. Hoffmann hat sich dann später dieses Bild angeguckt. Hitler hatte ihm gesagt, ich war auch da, ich habe da mitgejubelt und tatsächlich er hat ihn gefunden. Und wenn man sich dieses Bild anschaut, dann sieht man da den 25-Jährigen Hitler, wer sich freut, wer den Krieg begrüßt. Und diese brutalen vier Jahre, also die Familien von Menschen auf der ganzen Welt, zu Hölle auf Erden, werden sollten, die waren für ihn die schönste Zeit seines Lebens. Und es war auch das Ereignis, dem er seinen Aufstieg zu Macht verdankt hat. Und was dazu noch beitrug, das Adolf Hitler dann eben am 30. Januar 1933 als Reiskanzler diese Macht gewann. Warum und wie er zum Zentralgestern des deutschen Nationalsozialismus aufsteigen konnte, das hören wir jetzt. Kanzler und Diktator, eine historische Repatage von Matthias Mieseneiler, es ließt Peter Kämpfe. Der gewaltige Fackelzug hat eben das Brandenburger Tor hinter sich gelassen, als er am Abend des 30. Januar 1933 in die Wilhelmstraße einbeigt, in das berliner Regierungsviertel. Eine Kapelle spielt einen Marsch. Schau lustige Drennen sich im Feuerschein an die tausenden Männer in braunen Hämten und Tosen, die die Marschkolonne bilden, die Sturmabteilungen der NSDAP. Nach einigen 100 Metern in der Wilhelmstraße erklingen aus dem Zug hochrufe. In seiner Wohnung ist Reichspräsident Paul von Hindenburg an einem Fenster zu sehen. Wenige Meter weiter aber bricht die Menge in Jubel aus, denn am geöffneten Fenster seines Arbeitszimmers steht der neue Reichskanzler. Ihr Idol, der Mann von dem sie alles erhoffen, ihr Führer, Adolf Hitler. Neben und hinter dem Kanzler zeigen sich Mitglieder seiner Regierung, die Hindenburg ein paar Stunden zuvor vereidigt hat, dann wieder steht Hitler allein in dem Fensterrahmen mit dem Wehenden Vorhang, angestrahlt von einem einzelnen Suchscheinwerfer, die Huldigung gilt ihm und nur ihm allein. Stunden lang nimmt er sie entgegen, oft ernsthaft gefasst, zum meist strahlend vorglück. Weit, beugt er sich vor, als Veräre über einen Ander klettern, um ihm in mehreren Metern Höhe eine Rose zu reichen, immer wieder reckt er den Arm zum fascistischen Groß. Kolonne um Kolonne zieht mit Fackeln, Hakenkreuzfahnen, Marschmusik vorbei, immer wieder wird das Deutschlandlied gesungen oder das Horst Wessellied die Partei Hömne der NSDAP. Hitler gibt sich seinem Triumph hin, dem Gefühl von einem ganzen Volk als Retter begrüßt zu werden. Doch anderen Ortswenden passanten den Blick ab, verschwinden eilig in Haus eingängen, wenn die braun uniformierten Verbeisträumen. Der Malermax Liebermann, dessen Haus direkt neben dem Brandenburger Tor liegt, kommentiert angeblich er könne gar nicht so viel fressen wie er kotzen möchte. Für die meisten Berliner, in dess ist an diesem kalten 30. Januar nur ein weiterer Reichskanzler ernannt worden, das 21. Kabinett in 14 Jahren Republik. Sie verbringen den Abend im Schaum.
Spiel oder in der Operette. Sehen im Kino den Bergsteiger Louis Tracker als der Rebell, füllen die Halle an Kaiser dann zum Reittonier. Pfeifen bei einem Boxkampf in Friedrichsein den Ringrechter aus oder sitzen hungrig zu Hause, weil sie zu den Millionen arbeitslosen gehören, die sich nichts leisten können. Das in Deutschland einen Umsturz begonnen hat, daran glauben an diesem Abend wohl nur die Nationalsozialisten selbst. Hitler's propaganda Chef Joseph Göbbels erreicht, dass der Rundfunk das Programm ändert und direkt aus der Wilhelmstraße überträgt. Im Interview feiert Göbbels den Taumel von Jubel und Begeisterung und fügt hinzu, man kann mit Fug und Rechtsagen Deutschland ist im Erwachen. Als nachmittern nach die letzten Entrupps abziehen, mag mancher sich fragen, ob er Hitler und dessen Bewegungen nicht unterschätzt hat und wie so etwas überhaupt geschehen konnte, das ein gescheiterte österreichischer Kunstmale, ein von den linken Gehaster, von den konservativen verachteter Radaupolitiker Kanzler des Deutschen Reiches wird. Wie kommt es? Dass eine Anhänger in Hitler einen nationalen Messias erblicken? Wer ist dieser Mann, der Deutschland ohne größeren Widerstand aus der Bevölkerung in seine dunkelsten Jahre führen wird? Adolf Hitler wird am 20. April 1889 im österreichischen Brau-Nau am Ingeboren. Der Vater, Aluis, ist das uneheliche Kind einer kleinen Bäuerin und hat lange den Namen seiner Mutter getragen Schicklgrube. Erst als Erwachsener nimmt er den seines vermeintlichen Vaters an. Eine Namen dessen Schreibweise zu jener Zeiten noch zwischen Hitler, Hütler und anderen Varianten schwankt. Der Pfarrer setzt ins Kirchenregister Hitler. 1885, mit 46 Jahren, heiratet Aluis Hitler die 23 Jahre jüngere Clara Pölzel. Es ist seine dritte Ehe, er bringt einen Sohn und eine Tochter in die Verbindung ein. Drei Kinder des barres Sterben bald nach der Geburt dann folgen Adolf, fünf Jahre später Edmund, 1896 Paula. Aluis Hitler, keiserlich Königlich Herr Zollbeamter ist kein einfacher Mann, bfordend, jezornig, ein überkorrechter herrische Aufsteiger. Stolz auf seine Weg vom Bauernkind zum Staatsdiener mit Uniform und Ponsions ansprechen. Clara behandelt er wie ein Dienstmädchen. Adolf und sein Stiefbruder kriegen mehr Prügel als unerhienüblich. Im Alter von 14 Jahren läuft der ältere Adolfs Stiefbruder aus dem Elternhaus fort. Umso größere Fürsorge lässt Clara den verbliebenen Kindern zukommen ihren Liebling Adolf verhetschelt sie geradezu. Eine Fügsame, überängstliche dabei warmherzige Frau. 1898 lässt die Familie sich in Leonding nieder einem Dorf im Umland des Oberösterreichischen Lins. Adolf Hitler ist ein lebhafter Junge, der ordentliche Notenschreibt mit den anderen Dorfjungen Krieg spielt und eine Leidenschaft für die Abenteuergeschichten Karl Mays entwickelt. Nur legt er einen wütenden Trotz an den Tag, wenn er seinen Willen nicht bekommt. Mit elf Jahren wandert Adolf jeden Morgen eine gute Stunde nach Lins zur Oberschule. Und bricht völlig unerwartet ein. Bereits das erste Jahr muss er wiederholen. Nicht genügend in Mathematik und Naturgeschichte. Auch in den folgenden Klassen ist selten einmal eine Note besser als ausreichend für Betragen und namentlich Fleiß erhält er Tabel. Dabei scheint der Schüle nicht unbegabt, jedoch außerstande konzentriert zu arbeiten. Er wirkt unreif. Zugleich aufsässig und träumeisch ganz seinem Lieblingsschriftsteller Karl May verfallen. Während der Stiefbuder sich dem fäterlichen Machtgebaren durch Flucht entzogen hat, richtet der Jüngere sich in einer Fantasiewelt ein. Hitler selbst wird seinen Schulversagen später in eine legendisch Jugendlichen aufbegehrensgegen bornierte, beamten ideale Kleiden. Der wahre Grund dürfte weniger heroisch sein, ein eher weicher Junge. Von der Mutter früh daran gewöhnt etwas besonderes zu sein. Andererseits vom Vater regelmäßig gedemütigt, statt eines stabilen Selbstwertgefühls entwickelt Adolf Hitler eine Mischung aus Selbsthass und Hybris. Der erste, vielleicht bereits entscheidende Riss in dieser Biografie. Anfang 1903 bricht Allois Hitler im Wirtzhaus über seinem Frühschoppen tot zusammen. Für den 13-jährigen Adolf muss es eine Befreiung sein, die sich in dessen nicht in seinen Noten niederschlägt. Im Jahr darauf muss er die Schule wechseln, mit Mühe erlangt er schließlich 1905 ein Abschlusszeugnis. Er wohnt bei seiner nach Lins übergesiedelten Mutter, die Familie lebt von ihrer Wittfempension und dem Verkaufserlös des Hauses in Leonding. Den Vorschlag einer Arbeit oder Lehre aufzunehmen, weiß der junge Mann Brüsk zurück, er hat etwas besseres vor, er will künstler werden, etwas Besonderes. Morgen schlifte aus, den Tag verbringt er mit Zeichnen, malen, lesen, geht spazieren. Abends besucht er das Theater Konzerte die Oper. Vor allem die dramatischen Kompositionen, Richard Wageners, versetzen ihn in extertische Begeisterung. Bald sieht er in Wagener das künstlerische Genie schlecht hin, ein Vorbild. Aufgeschossen, schmächtig, bleicht dabei, steht sorgfältig gekleidet, einen Spazierstock mit Elfen, bei ein Knauf schwingend wandelt Hitler durch eine Traumwelt, in der er sich als Genie im Wartestand sieht. Hält gegenüber einem Freund, dem einzigen recht haberische Monologe über jedes denkbare Thema. Nach zwei Jahren nichts tun, beschließt er seine Karriere zu beginnen. Er reist im September 1907 nach Wien, meldet sich bei der Akademie für bildende Künste zur Aufnahmeprüfung und wird zum zweitägigen Probezeichnen am 1. und 2. Oktober zugelassen, das Urteil ungenügend. Hitler's Fantasien sind mit der Realität kollidiert. Fassungslos verlässt der 18-Jährige den Prunkbaum mit seinen Antiken Statuen und Reulen. Die habe eine glamoröse Welt der Kunst zu der er einem selbstverständliches Zutrittsrecht zu haben meinte. Eine der Professoren red eben noch, es in der Architektur zu versuchen, doch dazu fehlt Hitler das Abitur. Er fährt heim nach Lins, die Mutter legt im Sterben. Adolf kümmert sich um sie, den Fehlschlag an der Akademie verschweigt er. Am 23. Dezember 1907 wird klarer Hitler beigesetzt. Der Hausarzt sagt später, er habe nie einen Menschen so schmerzgebrochen gesehen wie ihren hilflos weinenden Sohn. Ohne hin zu Einzelgangerei und selbst mitleid neigend empfindet Adolf Hitler sich ab diesen Moment als völlig allein auf der Welt. Wenige Wochen später kehrt er zurück nach Wien. Die Stadt an der Donau prunkende Residenz der Habsburger mit zwei Millionen Einwohnern sechs größte Metropole der Welt. Hier verdichten sich die politischen und kulturellen Trends des gerade vergangenen und des neuen Jahrhunderts reiben an einander und erzeugen ein besonders hitziges überspanntes Klima. Künstler und intellektuelle brechen radikal mit jedem herkommen, prägen Geist und Kultur der moderne Stärke als selbst die Kollegen in Paris oder Berlin. Wie einer anderen Zeit zugehörig wirken, dagegen der Traditionsbewusste Hochadel, das Pompöse ceremoniell der Hofgesellschaft. Der Mittelpunkt bildet ein Greis, Kaiser Franz Josef, seit mehr als einem halben Jahrhundert regent der Vielfölkermunarchie längst zum Müters erstart. Abseits von Prunk aber liegen in Wien einige der ehlensten Viertel des Kontinents, Industriearbeiter, Dienstboten, Zuwanderer aus allen Winkeln des Imperiumshausen dicht gedrängt in winzigen übertreuerten Wohnungen, oft ohne Fließendes Wasser, ohne Strom. Unter den Stadtbahnen mögen nächigen Obdachlose auch in den wärmenden Misthaufen von Gärtnerei. Hunger, umgeziefer, Prostitution und Kriminalität sind allgegenwärtig und Hass, Hass auf die Hausbesitzer, deren Willkühe und Gehe kein Recht bildet.
schränkt. Klassen hast allgemein, auch unter den eingesessenen Ladenbesitzern und Handwerker auf die verachteten, oft Marxistisch revolutionär bewegten Armen ebenso, wie auf die Herren der Warenhäuse und Fabriken die ihre Existenz bedrohen. Alles aber überlagert der nationale Hass. Die nicht-deutschen Völker des Reichsfordern Mitsprache, die Deutschen dagegen fühlen sich bereits von den zugeständen Bedroh, die der Kaiser gemacht hat. In Wien rechte sich ihre Wut vor allem auf die zahlreich zuwandenden Tschechen und die Juden. Seit Ende der 1860er Jahre gewährt eine liberale Verfassung Juden die gleichen Rechte wie Christen. Oftmals Bildungsbewusster, flexibler und eher geiziger als stikatorische Mehrheit stellen sie überdurchschnittlich viele Juristen und Medizine, machen Karriere im Geistesleben oder als Unternehmer. Zu gleich ziehen aus den Provinzen im Osten Glaubensgenossen zu, die jüdisch-russisch oder polnisch sprechen, mit ihren Kraftanen und schwarzen Hütten, Berten und Schlefen locken im Straßenbild auffallen. Decken die erfolgreichen und asimilierten Night so erregend die strenggleubigen Fremdenangst. Um die Jahrhundertwände bündelt Wienz Oberbürgermeister Karl Lueger, die Ressantemonst der stetischen Kleingbürger zu einem aggressiven Antisemitismus. Der redegewandte Volkstribon macht die Juden für alles verantwortlich, was seine Wähler verunsichert, Kapitalismus und Sozialismus, liberale Presse und moderne Kunst, Handwerkskrise und Frauen im Manzipation. Lueger dient der Antisemitismus als Mittel zum Zweck, Konvertiten akzeptiert er. Radikal folgische Länen ihn daher ab. Das Judentum behaupten sie, sei keine Religion, die sich wechseln lassen, sondern eine Rasse und zwar eine Niederer, die den arischen Deutschen zu Schaden trachte. Überhaupt schwäche die Vermischung mit anderen Nationen die eigene, deshalb fordern etwa die Alldeutschen eine Vereinigung der deutschen Teile der Habsburger Monarchie mit dem deutschen Reich. Ihr Führer ist Georg Ritter von Schönerer. Schönerer ist gefolksleute grüßen sich mit heil, verwenden, germanische Runen, kultivieren vor christliche Kirche, aber seine Bewegung ist zu elitär, in zügen esoterisch, um vergleichbaren Erfolg zu haben wie Lueger. Die meisten Anhänger findet Schönerer in der es unter der Jugend und der Mittelschicht, auch in Lins, wo Hitler die Gedankenwelt der Bewegung bereits als Schüler kennen und schätzen lernte. Anfang 1938 bezieht Hitler in Wien ein Zimmernal am Westbahnhof, Stumpelgasse 31 Hinterhof Kellergeschoss. Wenn er ans Fenster tritt, kann er oberhalb der Kahlen verruhsten Vorderhauswand ein wenig vom Himmel sehen. Die Wände sind veräuchter, in den Ritzenhausen wanzen. Ausgestattet mit einer kleinen weißen Rente, so wie dem Nachlass seiner Mutter, setzt er seinen Linzer Bummelleben fort, er liest viel, doch unsystematisch, eignet sich aber ein stupendes Faktenwissen an, seinen Gedächtnis, ist außergewöhnlich. Abends geht er in die Opa, stehe Paterre, auf der Galerie wäre es noch billiger, doch dort sind Frauen zugelassen, deren Gesellschaft bereitet Hitler unbehagen. Alles geschlechtliche schreckt ihn. Frauen sollen mütter sein, wie die geliebte eigene Männer Käusch, so hält er sich das Problem zunächst vom Leib. Auch sonst ist er geheimt, findet keinen Anschluss. Eine Zeit lang wohnt er mit dem Linzer Jugendvollen zusammen, dem er weiter großspurige Vorträge hält, oft die Nacht hindurch. Ausstatt er seine Visionen ist mehr denn je, rich hat Wagner, mit seiner mühtischen Germanen Welt und außen seit erhelden, die eine Ordnung wiederherstellen, das grandios übersteigerte Partors von Verrat Opfer Tod Erlösung. Zu weilen geht Hitler ins Parlament und verfolgt von der Galerie aus die Sitzungen. Zehn Sprachen sind hier zugelassen, Dolmetscher hingegen fehlen. Die verfeindeten National- und Parteien blockieren ein anderem, die abgeordneten Schreien sich gegenseitig Niede, Pfeifen, Klappern mit den Pultdeckeln selbst zu Handgreiflichkeit kommt es. Das Geschehen versetzt Hitler in fiebriger Erregung. Später wird er behaupten, diese Erlebnisse hätten ihn in einen Feind des Parlamentarismus verwandelt. Versuche einen Broterwerb aufzunehmen oder einen höheren Schulabschluss nachzuholen, um doch noch Architekt werden zu können, macht er nicht. Im Oktober 1908 meldet Hitler sich abermals bei der Akademie zur Aufnahmeprüfung diesmal wird er nicht mal zum Probezeichen entangenommen. Allmählich geht sein müttelliches Erbe zur Neige und bald beginnt ein Abstieg durch immer schäbigere Quartiere, der schließlich im späthärbst 1909 in einem optachlosen Asyl endet. Ausgehung hat, verlaußt, die Füße wundgelaufen, besitzt Hitler nur noch die abgerissenen Kleider, die er am Leib trägt. Ein klein krimineller Landstreicher namens Reinhold Hahnisch nimmt ihn zu Gelegenheitsarbeiten mit, doch körperlich schwach, unbedarf und linkisch, hat Hitler im Überlebenskampf der Arbeitslosen keine Chance. Hahnisch fragt, ob Hitler nicht Ansichtskarten malen könnte, schon aber er trauer sich nicht zu, sie auch zu verkaufen. Hahnisch schlägt vor, das zu übernehmen, den Erlös wollen sie teilen. Im Februar 1910 kommen beide in einem Männerheim unter, das alleinstehenden Männern für wenig Geld Schlafkabinen, Sanitärräume, ein Lesezimmer bietet. Hitler kopiert nach Vorlagen wie eine Motive, Hahnisch verkauft die Karten und Akvarelle in Wirtzhäusern an zuvenirleben und Rahmenhändler. Gedähmütigt und verstört, flüchtet sich Hitler in einen hilflosen Groll. Auf der Suche nach Schuldigen liest er wie zwanghaft politische Broschüren, die ausliegenden Tageszeitungen, stopft sich voll mit der hasserfüllten Kampfprobagander des späten Habsburgerreiches. Wenn die Mitbewohner debattieren, fährt er dazwischen, mit manischer Wut wettert er gegen sozialdemokraten, Minderheiten, die alten Eliten der Monarchie und idealisiert Deutschland, das er als sein eigentliches nationales Vaterland ansieht. Wederspruch verträgt er schlecht, brüllt ihn zuweilen Nieder. Hitler's Linie ist die der österreichischen deutschen Nationalen. Mit einer Ausnahme, deren Extremen Antisemitismus vertritt er offenbar nicht. Einigen seiner Mitbewohner zufolge äußert, und er sich sogar anerkennend über die Juden, deren Geschäfts sind und kulturelle Leistungen. Doch das mag kalkühl sein. Nach einem Streitmethanisch hat ein jüdischer Mitbewohner, den verkauf seiner Bilder übernommen, auch die Abnehmer sind, überwiegend Juden. Zwar äußert Hitler schon in Wien die Ansicht bei den Juden handelte er sich um eine Rasse und teilt etliche Vorbehalte gegen sie, doch zumindest nach außen konzentriert sich sein Hass auf andere. Historiker gehen davon aus, dass Hitler in Wien zwar wesentliche Bestandteile seiner späteren Weltanschauung aufgreift, entgegen eigener Behauptung aber aus dem Sammelsugium angelesener Gedanken noch keine feste Auswahl trifft. Glühende Nationalismus und Hass auf das Vielfölkerei liegen früh fest. Doch insbesondere die Frage wann und warum er zum besessenen Antisemiten wird, ist nicht endgültig geklärt, möglicherweise erst nach dem ersten Weltkrieg. Politisiert er nicht, gilt Hitler als zurückhaltend und höflich. Einmehlich fast im Mut selbst zu Kunden zu gehen. Dann mit dem 20. April 1913, dem 24. Geburtstag, steht ihm sein Anteil am fähterlichen Erbe zu. Hitler kleidet sich neu ein und nimmt den Zug nach München ins gelobte Deutschland. Aussichten auf eine bürgerliche Existenz hat er freilich auch dort nicht. Das Ereignis, das dem Aussteigerleben schließlich ein Ende setzt, kommt von außen. Anfang August 1914 schlagen lang angestaute Spannungen zwischen den europäischen Mächten um Inkrieg. Den Kern der feindlichen Lagerbilden Deutschland und Österreich Ungarn auf der einen, Frankreich, Großbritannien und Russland auf der anderen Seite. Viele deutsche reagieren mit beklomener Sorge, während andere den Kampf enttussiastisch begrüßen darunter Hitler. Er meldet sich freiwillig und wird einem beirischen Infanterierigement zugeteilt, ob er seine österreichische Staatsbürgerschaft verschwacht.
oder die bayerischen Behörden einfach jeden Bewerbe akzeptieren ist unklar. Nach einer eiligen Ausbildung wird das Regiment in der Oktober 1914 in die Front verlegt. Nahe dem belgischen Übern geht es in seine erste Schlacht. Was dort geschieht, hat mit der Krieger romantik populärer Bildbände, wie sie Hitler früher gelesen, hatten nichts gemein. Die angreifenden Bayern geraten in dichtes Feuer, britische Artillerie und Maschinengewerde. Mancher stürmt nur weiter, weil er den Anblick der Toten und verstümmelten nicht erträgt. Nach vier Tagen sind drei Viertel der Männer gefallen oder verwundet. Hitler hat unverletzt überlebt. Wen ich später wird er als Meldegänger in den Regimentsstab versetzt. Von nun an trägt er Befehle aus dem meist einige Kilometer hinter der Front untergebrachten Stabsquartier in die weiter vorn gelegenden Gefechtsstände zu weilen, wohl auch bis in die Schützengreben selbst. Eine Aufgabe, deren Gefahren nicht zu vergleichen sind mit der Not in den überfluteten, verschlammten, massiv von feindliche Artilleriebeschossenen greben, aus denen die Männer immer wieder ins Feuer der Maschinengewerde gejagt werden. Zum ersten Mal findet Hitler eine bergende Gemeinschaft. Zwar bleibt er der Sonderling, der in Musezeiten lieber zeichnet und liest, als mit anderen zu Zechen oder ins Bordell zu gehen. Er bekommt keine Pakete, keine Weihnachtspost, den Kameraden gilt er als einsamer Mensch, doch sie akzeptieren ihn. Er zeigt sich Pflichteifrig, abso Lut vom Krieg überzeugt und erhält das Eisene Kreuz zweiter später erster Klasse die höchste Auszeichnung für Soldaten seines Ranges. Allerdings ist da wohl seine Nähe zu den Vorschlagsberechtigten offizieren, entscheidend gewesen. Das Gefühl anerkannt zu werden, sowie die relativ sichere Entfernung zum grauen der schützen Greben prägen Hitler's Kriegserlebnis. Sie erleichtern es ihm, sich neuerlich der Realität zu verweigern, bis zum Schluss nimmt Hitler die deutsche Unterlegenheit, die zerfallende Moral der Truppe nicht war oder begreift sie nicht. Die Desolusionierung kommt für ihn so je wie seinen Scheitern an der Akademie. Am 11. November 1918 unterzeichnen Vertreter der Reichsregierung einen Waffenstilstand. Der Kaiser hat abgedankt, in Berlin ist die Republik ausgerufen worden, Arbeiter und Soldaten bilden revolutionäre Räte. Hitler erfährt es im Lazaretz. Noch in den letzten Kriegswochen ist er in einen Senfgasangriff geraten und zeitweilig erblindet. Vieles spricht dafür, dass die Sehstörung psychosomatisch ist, sei es als festerische Reaktion auf die nicht mehr zu leugenden Deniederlage, oder weil Hitler ohne Essig einzugestehen, das grauen nicht mehr verkraftet. Eine Woche später wird er entlassen. Am 21. November 1918 meldet er sich bei seinem Regiment in München. Außerhalb der Truppe hat er keine Bleibe, keine Freunde, keine Perspektive, kein Leben in das er zurückkehren könnte. Seit dem 8. November 1918 ist München die Hauptstadt eines Freistaats Bayern, regiert von dem Sozialisten Kurt Eisner. Die Revolution an der Isar eilt der in Berlin voran. In Berlin ist die Lage unübersichtlich. Am 9. November ruft der Sozialdemokrat Philip Scheidemann die deutsche Republik aus, nur zwei Stunden später proklamiert Karl Liebknächt eine freie sozialistische Republik Deutschland. Mit Geschick und Entschlossenheit gelingt es den Sozialdemokraten sich durchzusetzen. Im Januar scheuen sie selbst das Bündnis mit rechtsextremen Freikurs nicht, um einen kommunistischen Aufstand nie dazuschlagen. Im selben Monatscheid auch der Bayerische Sonderweg zu enden, bei Landtagswahlen, Siegen, Bürgerliche und Sozialdemokraten klar. Eisnerspartei kommt auf ganze drei Mandate. Doch da erschießt Ende Februar ein Reserve of Eissner kurz vor dessen rücktritt. Rache, Mordefolgen, Arbeiter und Soldatengremien übertragen die Macht einem revolutionären Zentralrat, der wenig später eine Bayerische Räte Republik ausruft, eine rote Armee aufstellt, die Beziehungen zur Reichsregierung in Berlin abbricht. Im April verkünden Münchener Kommunisten die Diktatur des proletariats. Das Räteregimen nimmt Geiseln, setzt bürgerliche Freiheiten aus. Eine beschlagnahme Kommission drangsaliert die besitzenden, in der isolierten Stadt herrschen, Hunger und Chaos. Ende des Monats dringen Regierungsdroppen und Freikors nach München vor Rotgadisten ermorden, acht Geiseln und zwei Soldaten. Die Freikors erschießen ein mehrfaches an Verdächtigen. Reguläre Truppen bekämpfen den Aufruhe mit Artillerie, Panzerfahrzeugen, Flammen, Werfern selbst mit Flugzeugen. Vermutlich kommen mehr als tausend Menschen ums Leben, eh die Kämpfe am dritten Mai enden. Das blutig gescheitete Experiment schütt die tiefsitzende Angst vieler bürgerlicher weit über Bayern hinaus. Die Foracht davor, dass in Deutschland eine radikale sozialistische Minderheit nach Russischem Vorbild die Macht an sich reißen, das Land in einen Bürgerkrieg stürzen könnte. Revolutionäre Utopien auf der einen Seite angst und tass gegen über diesen Idealen auf der anderen, beides wird die eben entstehende deutsche Republik prägen. Über deren Verfassung berät seit Februar 1919 eine gewählte nationalversammlung, in der die demokratischen Parteien eine klare Mehrheit haben. Versammlungsort ist Weimar Berlin ist zu unruhig. Aus dem deutschen Reich so viel steht früh fest, soll eine liberale parlamentarische Demokratie werden, die historischen Länder bleiben, weitgehend erhalten. Umstritten ist wie viel Macht dem Reichspräsidenten zukommen soll, am Ende bewegen auch die Bürgerkriegsähentlichen Zustände in München und anderen Orts die Versammlung ein starkes Präsidentenamt zu schaffen. Vom Volk direkt und für sieben Jahre gewählt, soll das Staats- oberhaupt Reichskanzler sowie Minister ernennen. Kommt es jedoch zu einem misstraunswotum des Parlaments müssen die Regierungsmitglieder zurücktreten. Für Krisensituationen gibt Artikel 48 der Weimarer Verfassung dem Reichspräsidenten eine besondere Waffe an die Hand. Er kann das Kabinett vorübergehend ohne parlamentarische Kontrolle mit Notverordnungen regieren lassen. Allerdings muss er sie wieder zurückziehen, wenn der Reichstag eine Mehrheit dagegen zustande bringt. Dann jedoch kann der Präsident das oponierende Parlament auflösen und binnen 60 Tagen neu wählen lassen. Am 14. August 1919 tritt die Weimarer Verfassung in Kraft. Deutschland ist erstmals in seiner Geschichte Republik. Eine schwankende, ungeliebte Republik. Kurz zuvor haben die Sieger des Weltkriegs Deutschland einen Friedensvertrag diktiert der schmerzliche Gebietverluste und erhebliche Reparationszahlungen umfasst. Das Reich militärisch entmachtet sowie ihm und seinen Verbündeten die Schuld an dem Blut vergießen zuweist. Viele deutsche reagieren gekränkt und empört auf diesen im Pariser Vorort Werch-Sai und der zeichneten Schandfrieden. Und lassen die Demütigung nicht etwa den alten Eliten an, die den Krieg schließlich riskiert und verloren haben, sondern den Vertretern der Jungen Demokratie. Denn den geschlagenen Generellen gelingt es einen perfiden Mütters in die Welt zu setzen. Im Feld unbesiegt sei das her gewesen, dann aber von hinten aus der revoltierenden Heimat erdeucht worden. Unter nationalistischen Republikfeinden findet diese "deuchstoßlegende" rasch anhänger. Einer von ihnen ist der gefreite Adolf Hitler. Sein Verhalten im Frühjahr 1919 in der Es gibt Rätsel auf. Fest steht, dass er als Vertrauensmann seiner Kompany mit der Propaganda Abteilung der sozialistischen Regierung zusammenarbeitet. Und sich während der Rede herrschaft in den Battalionsrat wählen lässt. Eine kurze Nähe zum Linksradikalismus, wie sie sich auch bei anderen späteren Nationalsozialisten findet. Der Opportunismus eines Mannes, der keine Heimat außerhalb seiner Einheit hat. Oder doch ein Versuch, das Rätesystem zu unterwandern. Warum stößt er dann nicht zu einem der zahlreichen Rechtsradikalen Freikors? Weil er noch den Kopf voll widersprüchliche Ideen hat, letztlich orientierungslos ist.
Der Historiker Joachim Fest hat an diese Vermutung die Frage geknüpft, ob der Wagner an Peter Hitler nicht Zeit seines Lebens weniger an Politik interessiert gewesen sei als viel mehr an deren Inszenierer, den Drama, den Partors der Theater League, ein lebensverlegener, bedrückter Kunstmensch, den eine monstruöse Sonderbegabung in die Politik verschlagen habe. Zu einem endlichen Schluss kommt der britische Hitlerforscher Ian Kirscher, seine ganze Karriere berute auf Darstellung, denn noch warnen beide Historiker davor, die manische Besessenheit zu unterschätzen mit der Hitler an seine Sache gelaufte, nachdem er sich einmal auf einen Set von Parolen festgelegt hatte. Ab Mitte der 1920er Jahre bis zu seinem Tod agiert Hitler taktisch flexibel. Ein reiner Opportunist, aber wie manche Forscher meinten, ist er nicht. Sein späteres Handeln entspringt letztlich stets ideologischen Obsessionen. Er musste sie nur noch deutlich herausbilden. Nach dem Ende der Reda-Herschaft kann er jeden Verdacht von sich abwenden, indem er mithilft belastete Kameraden aufzuspüren. So wird er Verbindungsmann der Reichswehr nachrichtenabteilung, die das Münchner politische Leben beobachtet und unter den Soldaten antisozialistische Propaganda verbreitet. Bei einer Schulung bemerkt ein Dozent eine Gruppe, die gebannt und erregt einen Mann umringt, der mit guteraler Stimme unaufhaltsam auf sie einspricht. In das bleiche Gesicht des Wortführers fällt eine Haarstraine offenkundig ein rednerisches Talent. Überall die vertanen Jahre hat Hitler in endlosen Monologen wohl eine außergewöhnliche Gabetrainiert, sich scheinbar mühelos fremde Gedanken anzueignen, sie neu zusammenzusetzen und mitreißend vorzutragen. Im Gespräch ist er unbeholfen, sobald er aber doziert, verliert Hitler alles gehemte. Ein Widerspruch, indem der fundamentales Riss sichtbar wird, der sich seit Kindertagen durch seine Person zieht. Zwischen maßloser Selbstverliebtheit, die ihn vor Publikum zum Volkstribon werden lässt und tiefer Unsicherheit, unfähig Freundschaften einzugehen. Manches spricht dafür, dass dieses widersprüchliche Verhalten im Antagonismus von bedingungsloser Liebe seiner Mutter und der herrischen Dominanz seines Vaters vorzut. Er wird vom Nachrichtendienst der Reichswehr als Aufklärungsredner eingesetzt und bewährt sich glänzend. Die Wut und Verbitterung der Soldaten, die sich um den Sieg im Weltkrieg ihre ideale, ihre Jugend betrogen fühlen, ist auch seine. Und er kann ihnen schuldige anbieten, Marxisten und Juden die Rewonitionäre von November 1918. Bald bildet die rassische Judenfeindschaft ein zentrales Element seiner Rhetorik, ziel aber, muss unverrückbar, die Entfernung der Juden überhaupt sein, schreibt er an seinen Vorgesetzten, der ihn zur Mähsigung ermart hat. Der erste sozialistische Regierungschef Eisner war Jude. Einige andere Vertreter der politischen Linken sind Juden, manche Protagonisten der russischen Rewolition auch, Marx ein, das in dies und die wirkungsvolle Einfachheit der antisemitischen Verschwörungstheorie bewegt, nun gegen die Juden zu agitieren. Im September beobachtet Hettler als Verbindungsmann der Reichswehr die Versammlung einer politischen Splittergruppe, die deutsche Arbeiterpartei will Nation und Sozialismus versöhnen, die Arbeiterschaft nach rechts ziehen. Auf den Zusammenkünsten wird auf Reiche ebenso geschimpft, wie auf Politarrier, auf die Schmach von Versai, wie auf die Juden. So wie es Hettler selber später darstellt, fällt er dabei mit einem scharfen Redebeitrag auf und wird gebeten, der DAP beizutreten. Sein vorgesetzter in der Reichswehr hingegen wird behaupten, ihm den Partei ein dritt befolgen zu haben, um die DAP zu stärken. Ein paar Tage später jedenfalls erhält Hettler die Mitgliedskarte Nummer 555 zugestellt. Die DAP hat die Zählung bei 500 begonnen, um größer zu erscheinen. Er gewinnt rasch Einfluss treibt die behäbige Stammtischrunde in die Öffentlichkeit. Anfang 1920 benennt sich die Partei um in nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei. Im Sommer erhält sie eine Farne, die ein verbreitetes Völkisches Symbol aufgreift, ein schwarzes Hakenkreuz im weißen Kreis auf Krällrotem Hintergrund. Ende des Jahres ermöglicht ihr ein Fabrikant, den Völkischen beobachte als Parteizeitung zu erwärben. Da ist Hettler bereits aus der Reichswehr entlassen und nun hauptamtliche Agitator der NSDAP. Im Nachrewooditionären München gibt es etliche diese Völkischen Nationalen Gruppierungen von entlegenden Würzhaussekten bis zur elitären Tule Gesellschaft mitsitz im Vornehmen Hotel vier Jahres Zeiten. Alldeutscher Nationalismus und Antisemitismus waren bereits im deutschen Kaiserreich verbreitet. Nun machen vor allem das Trauma der Niederlage im Weltkrieg und wirtschaftliche Not eine, wenn auch langsam steigende Zahl von Bürgern für extreme Ideen empfänglich. Gerade in Bayern, das nach der Erfahrung der Räte Herrschaft zur Hochburg der gegen Revolution geworden ist. Tatsächlich ist kaum etwas neu von dem, was Hitler zu sagen hat, doch neu ist wie er es sagt. Zornig bellt er seine Sätze heraus, trifft den bitteren Groll seiner Zuhörer ihre Status angst. Er spricht in schwarz Weißbildern ohne jeden Krauton, vereinfacht rücksichtslos, wählt ätzenden Sakasmus, eine Sprache von ungeheurer Brotalität, vermarkt sich teatralisch zu steigern, wechseln zwischen feierlich düsterem und einem gehetzten geländen Furiosu. Und die Bierkeller gehen mit Jubel, Protestgeschrei, Tumbolde. Ein Saalschutz wird organisiert, eine Schläger-Truppe, die 1921 den Namen Sturmabteilung erhält. Im selben Jahr füllt Hitler den großen Kuppelbau des Münchner Circus Krone mit mehr als 6000 zahlenden Zuhörern. Den Publikum gilt er als Gesicht und stimme seiner Partei, die außer Hitler's propaganda Talent wenig vorzuweisen hat. Bald legt er eine "diebenhafte Empfindlichkeit" an den Tag, reagiert auf Widerspruch mit Wut ausbrüchen, und zögert doch den mehrfach angetragenden Vorsitz zu übernehmen. Endlich ringt er sich durch, voldert aber diktatorische Machtbefugnisse sonst gehe er. Ein Verhalten, das zum Muster werden wird, Hitler scheut Entscheidungen, dann jedoch aus einem plötzlichen Entschluss spielt er um alles oder nichts. Die überfahren in Partei mit Glieder stimme zu. Als Vorsitzender agitiert Hitler nicht nur Rollkommandos der NSDAP stören die Veranstaltungen politischer Gegner, gehen in Saalschlachten und Straßenschläger rein. Als der sozialdemokratische Reichspräsident Friedrich Ebert München besucht, wird er von nationalsozialistischen Demonstranten ausgipfiffen beleidigt und bespuckt, wie umgekehrt Hitler bei Reden zu weilen ausgeschrien, mit Bierkrügen beworfen wird. Schießerein, Morde, vom politischem Hass zerrissen, steht Deutschland am Rand eines Bürgerkriegs. 1923 scheint es so weit zu sein, Franzosen und Belgier besetzen, das Ruhegebiet, um ausstehende reparationsleistungen einzutreiben. Die Wirtschaft droht zu kollabieren. Die Inflazion übersteigt das bis dahin vorstellbare im September kostet ein Brot 3 Millionen Mark. Ein Dollar ist knapp 100 Millionen Wert. In den Großstädten brechen hungere Wolken aus. Reichspräsident Ebert lässt mit Notverordnungen nach Artikel 48 regieren. In ihrer Hochbog Sachsen bereiten die Kommunisten einen Aufstand vor, in Berlin erwegeln Reaktionäre und reichswehr einen Staatsstreich und in Bayern, schwält die NSDAP innerhalb weniger Monate auf mehr als 50.000 Mitglieder an. Die Münchner Landesregierung überträgt einem General Staatskomisar, Gustav Ritter von K, nahezu diktatoreische Befugnisse. Im zur Seite stehen der Chef der Landespolizei, Hans Ritter von Seisser und General Otto von Lossow, der Kommandehr, der Bayerischen Reichswehrverbände. Das Dreigestern untersagt eine Reihe von NSDAP Versammlungen, doch nicht etwa um die Republik zu retten, sondern um bei einem
einem von ihnen schon lange erhofften rechten Staatsstreich gegen die Berliner Regierung selbst eine führende Rolle zu spielen. Und so den wohlgehren Hitler kaltzustellen, dessen Problemik sich auch gegen die Alten Eliten richtet. Gespannte Wochen vergehen. Der Preis für ein Brotstag auf eine Milliarde Mark. Anfang November erfahren K, Seisser und Losso, dass die Reichswehrführung nichts gegen die Regierung unternehmen wird. Inzwischen läuft Hitler die Zeit davon, seit Jahren verheist er die nationale Erhebung. Zich Tausende hat er begeistert. Boulevardzeitungen feiern ihn als König von München. Für seine Gefolgsleute ist er längst der überlegene Führer. Und nun? Warum handelt Hitler nicht? Jetzt, da offenbar die Gelegenheit zu einem Staatsstreich gekommen ist. Partei-Funktionäre fürchten, dass die Anhänger der NSDAP zu den Kommunisten überlaufen könnten, wenn nicht bald etwas Geschehe, Irgendetwas. Abermals zaubert Hitler, um dann überstürzt aufs Ganze zu gehen. Am 7. November 1923 verkündet er im kleinen Kreis noch am folgenden Abend loszuschlagen, wenn bei uns Prominenz zu einer Rede kars im Bürgerbroikkeller versammelt sein wird. Heimlich werden in den Nachmittagsstunden des 8. November SA und verbündete paramilitärische Einheiten mobilisiert. Gegen 20 Uhr lehnt Hitler an einem Pfeiler im hinteren Teil des Bürgerbroikkellers. Mit 3000 Besuchern ist er saal voll besetzt. Wie meist hat Hitler seine Browning-Pistole dabei? K. beginnt seine Rede von einem Mannos-Kript abzulesen. Nach einer halben Stunde entsteht am Eingang zum Muld, bewaffnete Trängen herrein, schieben ein schweres Maschinengewehr in den Saal. Hitler wühlt sich durch die schreien Dämenge. V. angekommen feuert er mit der Browning in die Decke, er klimbt das Podium, die nationale Revolution sei ausgebrochen, der Saal abgeriegelt, eine provisorische Reichsregierung wedegebildet unter seiner Führung. Dann befielt er K. Losse und Seisser in einen Nebenraum. Das fassungslose Trio folgt. Hitler forder zusammenarbeit, stellt Minister Posten in Aussicht. Doch erst, als der zuvor eingeweite Weltkriegsgeneral Erich Ludendorf erscheint, eine legendäre Gestalt der Rechten lenken die drei ein. Gemeinsam kehrt die Gruppe in den Saal zurück. Dort wird die vermeintlich einmütigere Wollte begeistert aufgenommen, das Deutschland lebt gesungen. Dann dürfen die Menschen gehen. Inzwischen versuchen bewaffnete budschisten Einrichtungen von Reichswehr, Polizei und Regierungen zu besetzen. Dann aber macht Hitler einen entscheidenden Fehler. Er alt hinaus zu den Kämpfen den Saatrups und überträgt Ludendorf das Kommando im Bürgerbäukeller. Der wenig später K. Losse und Seisser auf Ehrenwort in ihre Dienststellen schickt. Doch als in München der neunten November heraufzieht und Plakate den Reichskanzler Adolf Hitler ausrufen, haben sich K. Losse und Seisser längst gegen den Putsch gewandt und inzwischen die zentralen Stellen in Justiz und Verwaltung unter Kontrolle. Alles, was die nationale Erhebung in dieser Nacht erobert hat, ist der Bürgerbäukeller. Hitler ist wütend, ratlos, verzweifelt. Schließlich setzt erich Ludendorf einen Marchstern NSDAP in die Innenstadt durch, vielleicht schließt sicher die Bevölkerung dem Putsch an. Mehr als 2000 Mann nehmen Aufstellung, fahren in Träger voran, dahinter Hitler und Ludendorf, dann in zwölfereie die Bewaffneten. Tatsächlich zieht der maßtausende Jubel und Gaffer an. Gegen zwölf of 45 kommt die Feldhernhalle in Sicht, Polizei erscheint, dann fällt ein Schuss. Unklar, wer ihn abgibt. Der Feuerwechsel dauert keine Minute, 14 Putschisten und vier Polizisten sterben, Dutzende werden geordnet, schließlich stiebt der Zug aus einander. Ludendorf lässt sich festen, im Hitler flieht, wird aber zweitag später verhaftet. Seine Partei ist noch am 9. November von K. in Bayern verboten worden, bald darauf wird die NSDAP auch reichsweit aufgelöst. Nachdem er sich zuvor wie im Rausch die eigene Unbesiegbarkeit eingeredet hat, kollidiert Hitler's Einbildungskraft einmal näher mit der Realität. Er hat versagt, während er in Untersuchungsaft einsist, verschwinden die Hakenkreuze von der Straße. Auch die bittere Lage der Nation, das Fundament seiner so oft hinausgebälten, polemig verbessert sich. Eine Währungsreform beendet die Inflation. Die Sieger möchte zeigen sich bereit, über die drückenden Reparationen zu verhandeln. Mit dem Jahr 1923 enden die während der Nachkriegszeit die Demokratie gewinnt Stabilität. Doch ihre schwerste Hypothek bleibt bestehen, sie hat zu viele Feinde im Inneren, bis weit in die aus dem Kaiserreich übernommen der Beamtenschaft hinein. Das drittzutage, als im Februar 1924 vor dem Münchner Volksgerichtshof der Prozess gegen die Putschisten beginnt. Mit offener Sympathie erlaubt, der Richter dem angeklagten, das Gericht in eine Bühne zu verwandeln und das kläglich gescheiterte Hasadspiel zur Kühnen mehr Thüratat zu stilisieren. Den Vorwurf des Hochfahrerns weist Hitler zurück, denn es gibt keinen Hochfahrrad gegen die Landesverwäter von 1918. Er habe gehandelt als bester Deutscher, der das beste wollte für sein Volk. Am 1. April 1924 wird eluten Daufei gesprochen. Hitler erhält die Mindeststrafe von fünf Jahren Haft mit der Aussicht frühzeitig auf Bewährung entlassen zu werden. Das Oteil würdigt ausdrücklich seinen reihen Vaterländischen Geist und etelsten Willen. War Hitler bis dahin eine Lokalgröße, so macht ihn der Prozess zum Idol-Völkischer Republikfeinde in ganz Deutschland. Seine Haft in Landsberg gleicht einem Hotel aufenthalten. Hitler empfängst Briefe von Veräheren, Blumengröße, mehrere Hundertbesuche. Und er verfasst in ersten Teil seines Buches einer Kombination aus Autobiografie und Programm schrift Titel Mein Kampf. Antisemitismus und Antimaxismus gehen hier endgültig in eins. Der Bolche-Vismos sei nichts anderes als ein Instrument der Juden im Kampf gegen die aere schkermanische Rasse, er diene dazu, Werhafte Nationen zu ersetzen und zu beherrschen. Neben diesen Kern seines radikalden Nationalismus, seine Republik und Demokratie feindschaft, lässt Hitler nun das letzte Element seiner Weltanschauung tritten, die sich fortan nur noch in die Jonsen ändern wird. Die Vision einer Eroberung vom Lebensraum im Orsten. Vom Aufbau eines deutschen Herrenrassen Imperiums auf Kosten der UDSR. Als das Buch 1925/26 in zwei Bänden erscheint, kann jeder lesen, was Hitler vorhat, sollte er je macht erlangen, nur liest es zunächst kaum jemand oder nimmt es gar ernst. Erst während des Aufstiegs der NSDAP ab 1930 findet mein Kampfkäufer, 287.000 bis zu Hitleres Verheidigung. Die Tantämen machen ihn zum Wohlhabendenmann. Später erreicht das Werk mit Jonen-Auflagen, wird in 16 Sprachen übersetzt und sogar in Blindenschrift publiziert. In der Sräumen selbst Partei größen im kleinen Kreis ein, das schwerfällig geschriebene Buch nie gelesen zu haben. Bereits am 20. Dezember 1924 kommt Hitler frei. Spätestens in der Haft verfällt er einem geradezu nüstischen Glauben an sich selbst als den von der Vorsehung bestimmten Erlöser der deutschen Nation. Aber er hat auch gelernt, auf gewaltsamem Weg ist die Macht nicht zu erlangen, soll Deutschland nationalsozialistisch werden dann mit den Mitteln der Verfassung. Wenige Wochen darauf wird die NSDAP in Bayern wieder zugelassen, nachdem dort der Ausnahmezustand aufgehoben worden ist. Unter vier Augen hat Hitler dem bayerischen Ministerpräsidenten gegenüber dem Putschversuch als Fehler bezeichnet für die Zukunft gesetzes Treue geschworen. Die "Bestie" meint sein Gesprächspartner anschließend, ist gezähmt. Zwar erhält Hitler Redeverbot in der Öffentlichkeit, auf geschlossenen Parteifahranstaltung in jedoch darf er auftreten. In den nächsten Monaten treffen die meisten Länder
ähnliche Regelungen. Putsch und Haft erweisen sich nun, als Hitler's größtes politisches Kapital neben seiner der Torschengabe. Er genießt bei den rechten Feinden der Republik unbestritte Autorität als Held von München, und steigert diese heroische Aura noch, indem er sich nicht den politischen Tagesgeschäft auch setzt. Dessen lungert er tagelang im Kaffee neu meier herum, umgeben von vertrauten, verehrern und vermögenten Können. Die Organisationsarbeit überlässte anderen wohlwissend, dass sie auf ihn angewiesen sind. Konkurrenzkämpfe zwischen Funktionären sitzt er aus, bis sich ein Sieger abzeichnet, dem er dann seine Weyen gibt. Ähnlich genießen Regionale und Ortsgruppen große Freiheit solange sie die Parteizentrale in München anerkennen. Vor seinen Anhängern entfaltet Hitler "Visionäre Kraft". Er überzeugt sie, weil er selbst von sich und seinen Fantasmagerien eingenommen ist, ungeachtet der Realitäten. So fühlt er sich als Führer einer grandiosen Bewegung, nicht als Vorsitzender in der Splitterpartei. Eben das aber bleibt die NSDAP auch nachdem Hitler 1928 wieder reichsweit öffentlich auftreten darf, selbst den mistrauschen päusischen Behörden scheint die Gefahr endgültig geband. Bei Wahlen gewinnt seine Partei selten mehr als 3% der Stimmen. Ihre Stärke ist ihr Organisationsgrad. 1928 gehört jeder achte NSDAP-Wähler der Partei auch an und engagiert sich. Bei Protestzügen, in der SA, im NS-Lehrer oder Ärztebund. Abgesehen von einigen Spenden finanziert die Partei sich weitgehend durch Mitgliedsbeiträge und Eintrittsgelde. Auf spektakulären Großveranstaltungen gelingt es Hitler immer wieder seine Selbsthalozination auf seine Anhänger zu übertragen, Fahnen, Fanfahren, Uniformen, Marsch, Kolonnen und Donnern der Heilrufe wecken Gefühle von Macht und Dynamik. Dennoch gelangt die NSDAP über den Status einer Randgruppe nicht hinaus. Die autoritären Sehnsüchte viele, Deutsche, ihr Unbehagen an der Demokratie, ihre Wut auf die Reparationen bedienen auch andere Parteien etwa die "deutsch Nationale Volkspartei" des Großverlegers Alfred Hugenberg. Ohne hingelten Hitler's hemmungslose Aggressivität, sein manischer Antisemitismus, sein exaltiertes Auftreten im Bürgertum als Ordinaire. Die soziale Idee einer nebulösen Volksgemeinschaft schreckt, die konservativen Abwohne in der Arbeit der Chef zu verfangen. Zumal das Nachkriegschaus verschwunden ist, vor dessen Hintergrund die Hastiraden so eingängig wirkten. Ende der 1920er Jahre jedoch entsteht das Chaos von Neuem. Die Deutsche Wirtschaft stagniert bereits als am 24. Oktober 1929 in New York die Börsenkurse einbrechen. Zahllose Unternehmen müssen schließen. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland schnällt in die Höhe. Meter verlieren ihre Wohnungen, Kaufleute ihre Geschäfte, Bauern ihre Höfe. Hunger. Kriminalität. Selbstmode. Noch eher die Not 1932 ihren Höhepunkt erreicht, wird aus der Wirtschafts-Eine Staatskrise den Auftakt macht der Reichspräsident. Seit 1925 begleitet Paul von Hindenburg das Ant. Der Herführer des Weltkriegs und Nationalhälter repräsentiert den Glanz vergangenen Macht. Er ist der Inbegriff eines preisischen Offiziers. Hinter der pompösen Fassade aber verbirgt sich ein sentimentaler, geistig, wenig, wendiger Mann, der Zeit lebens von den Ratschlägen anderer abhängt. In der Rezession 1929 hört er vor allem auf Generalmajor Kurt von Schleicher. Und der begreift die Krise als Gelegenheit, das parlamentarische System durch ein autoritäres Präsidialregime zu ersetzen. Ende März 1930 ernnt Hindenburg den Abgeordneten Heinrich Brüning von der katholischen Zentrumspartei zum Kanzler und lässt ihn mit Notverordnungen nach Artikel 48 regieren. Als ich der Reichstag dagegen wert, löst Hindenburg ihn auf. Bei den Wahlen am 14. September 1930 erhält die NSDAP 18,3 Prozent der Stimmen 15,7 Prozent Punkte mehr als 1928. Noch haben die Republiktrollen Parteien im Reichstag zwar eine Mehrheit, doch können sie sich auf keine Koalition einigen. Brüning regiert weiter mit Notverordnungen vom Parlament lediglich toleriert, weil viele Abgeordnete bei aber maligen Neuwahlen ein weiteres erstaakende Extremen Parteien befürchten. Er setzt auf einen Regidensparkurs, der die Krise jedoch verschärft. Wachsende Not und Arbeitslosigkeit treiben Hitler Wähler zu. Vor allem aber profitiert die NSDAP von der Angst der Mittelschichten vor dem Abstieg in das verachtete Politariat von der Furcht der Bürger vor der kommunistischen Revolution. Von ihrer Wut auf die zerstrittenen demokratischen Parteien, dem nie abgeklungenen Groll über die Demütigung durch den Schandfrieden. Das alles fließt zusammen in Abschreu und Hass gegen das Weimarer System. Hitler bietet keine Lösungen, er bedient und befeuert nur die Wut und beschwert eine utopische Zukunft erneuert der Größe, Einheit, innere Ordnung. Bei Landtagswahlen gewinnt die NSDAP verstärkt Stimmen im Mittelstand, aber auch unter Arbeitern Arbeitslosen und einzelnen Unternehmen. Bis 1932 wächst sie zur Massenpartei heran, unter anderem deshalb, weil Hitler's Bewegung moderner wirkt. Leidenschaftlicher ist die konservative und liberale Konkurrenz. Ihr Führer jagt nach US-Vorbild im Flugzeug von Veranstaltungen zu Veranstaltungen seine Auftritte sind Kraftakte. Nationale Sozialismus Der Begriff kombiniert zwei Kampf-Idiologien des 19. und 20. Jahrhunderts. Wie Wage und intellektuell dürfte ich auch immer die Utopie der NSDAP ist, sie reist vor allem jugendlich mit. Nicht nur weil die Krise ihnen die Lebensperspektiven raubt, sondern weil sie die verknächerte bürgerliche Welt ablehnen, die tristestere Publik, den vermeintlich platten Materialismus und Harder der Alten. Hitler aber verheist Aufbruch. Idealismus, Abenteuer. Zwischen Januar und Dezember 1931 schwilt die SA von 88.000 Mitgliedern auf 260.000 an, bis früher 1932 auf fast 400.000 überwiegend junge Männer. Neben die Agitation treten Terror, Straßenschlachten, Schießereien mit Kommunisten. Hitler's Auftreten, seine Truppen, der Aktivismus der Partei Mitglieder erzeugen den Eindruck einer nahe zu unwiederstählichen Macht. Dass die NSDAP schließlich an die Regierung gelangt ist jedoch das Ergebnis einer Kette von Inträgen, von Winkelzügen, die möglich werden, weil die Verfassung für Notzeiten eine Konzentration der Macht bei wenigen Männern vorsieht. Von Machenschafften zu denen es kommt, weil diese Männer von der Demokratie nichts halten. Ende April 1932 geht Schleicher auf Hitler zu und sondiert dessen Bereitschaft ein rechtsgerichtetes präsidial Regime zu unterstützen. Hitler sagt zu, fordert aber als Preis, Neuwahlen. Auf Schleichersanraten lässt Hindenburg Brüning fallen und er nennt den scharf reaktionären Franz von Papen zum Kanzler. Papen ist ein Mann nach Hindenburgs Geschmack, aus Althamade, exzellenter Reiter, Stilsicher, intellektuell, schlicht. Dass er außerdem brennete Ergeizig und Bauanschlau ist nehmen, wahrscheinlich weder Schleicher noch Hindenburg war. Bei der versprochenen Wahl im Juli erhält die NSDAP 37.4 % der Stimmen mehr als eine Partei in der Weimarer Republik je erlangen konnte. Nur zur Wahl der Nationalversammlung 1919 hatte die SPD einen leicht größeren Stimmen antal. Nun beruf Hitler sich auf demokratische Prinzipien und fordert die Kanzlerschaft für sich. Das aber kommt für Hindenburg nicht in Frage der gefreite VR.
Hitler abschätzig nennt als Regierungsschäft in Diskutabel. Da Hitler sich weigert, ein Kabinett zu unterstützen, dass er nicht selbst leitet, löst hintenburg im September abermals den Reichstag auf. Im November bleibt die NSDAP stärkste Partei büßt aber stimmen ein. Sie hat ihr Wählerpotenzial ausgeschöpft. Hitler steht vor allem die Lämmer. Beteiligt er sich an einer Koalitionsregierung, muss er kompromissisch liessen, die seinen Mythos als Heilsbringer ruinieren, beteiligt er sich nicht, riskiert er, dass Wähler enttäuscht Abwander. Anfang 1932 kann schleicher den widerstrebenden hintenburg überzeugen, ihn selbst anstelle Papens zum Reichskanzler zu ändern. Hitler bleibt bei seiner Haltung er, will alles oder nichts. Zu neuer erklärt ihn die demokratische Presse für gescheitert. Wenige Tage später macht die Nachricht von einem Treffen zwischen Hitler und Papenschlagzeilen. Schleicher tut es als belanglos ab. Am 9. Januar bestätigt in Papend darin und, lügt, noch am selben Tag sucht er hintenburg auf, um ihm mitzuteilen das Hitler und doch bereit sei, zu einer Regierungsbeteiligung ohne Selbstkanzler zu werden. Zwei ist doch das gelogen, aber es verschafft Papen die Zustimmung des Reichspräsidenten auf einen Sturzschleichers hinzuarbeiten. Sehr wahrscheinlich begreift Hitler, dass der ehrgeizige Papen ihm eine letzte Chance eröffnet hat. Am 15. Januar finden im winzigen Freistaat Lippe Landtagswahlen statt. Die NSDAP eröffnet alles an Rednern, Hilfstruppen, Ressourcen in den Wahlkampf, was sie hat. Das Ergebnis sind 39,5 Prozent nicht überwältigend, aber genug unpropergangerschef Göbbels Triumphieren zu lassen. Die Lavine der Volkserhebung ist aufs neue ins Rollen gekommen. In Wahrheit geht der Partei das Geld aus. Es a-Führer Zweifeln an Hitler's Strategie. Eine interne Analyse zeigt, dass die Wahlerfolge in Zukunft eher abnehmen werden, denn noch pokert Hitler weiter. Unterhin weiß auf seinen Wahlsieg in Lippe, fordert er von Papen abermals die Kanzler schafft, aber nur zwei weitere Kabinettsposten. Am Abend des 22. Januar 1933 stählen sich zwei Männer aus einer Lose des Berlin-Opernhauses, Hindenburgs Sohn, Oskar und Otto Meißner, Staatssekretär in Präsidialand. Ein Taxi bringt sie nach Dahlem. Dort treffen sie in einer Villa Papen und Hitler. Papen hat sich inzwischen mit einem Kabinett Hitler abgefunden. Er glaubt den NSDAP-Führer auch als Fiezekanzler beherrschen zu können, dank seiner Nähe zu Hindenburg. Den müssen jetzt nur noch die engsten Vertrauten sein Sohn und Otto Meißner, von widerwillen gegen Hitler abbringen. Im Taxi zurück zeigt der junge Hindenburg sich von Hitler beeindruckt. Umgekehrt o-Tall-T-Hitler über Oskar, ein seltenes Abbild von Doveheit. Am Morgen schlägt Papen dem Präsidenten vor Hitler zum Kanzler zu innen doch der Wilnachfie vor nicht, im Straut-Hitler. Hier eher schleicher geht, desto besser, doch dafür soll Papen wiederkommen. Endlich gibt's schleuchere Auf. Am 28. Januar 1933 reicht ihr seinen Rücktritt ein. Die letzte Amtshandlung seines Kabinetts besteht darin, ein wirksames Arbeitsbeschaffungsprogramm zu verabschieden, denn Lohn wird ein anderer ernten. Der Weihl wirbt Papen unter konservativen Politikern für eine Beteiligung an einem Kabinett Hitler. Der entscheidende Mann ist DNVP-Chef Hugenberg, der Hitler verachtet und zugleich fürchtet. Hugenberg reizt die Aussicht auf einige Ministerposten für seine Partei, doch Hitler's zentrale Bedingung ist für ihn nicht akzeptabel, so fortige Auflösung des Parlaments und Neuwahlen, in denen so Hitler's Kalkül, die NSDAP auf Regierungsresourcen, zugreifen und seinen Amtsbohners ausspielen könnte. Papen umgeht das Problem, in dem er diese Bedingung Hitler's heimlich annimmt und Hugenberg darüber im Unklaren lässt. Am Nachmittag des 1920. Januar sind die konservativen Gewonnen. Wir Rahmen also Hitler ein, beruhigt Hugenbergs skeptische Kollegen. Abends legt Papen dem Reichspräsidenten eine Liste mit Ministern vor. Hindenburg, dem sein Sohn und Meißner zugerätet haben, zeigt sich nun bereit, Hitler als Chef einer konservativ dominierten Regierung zu erinnern. Die Vereinigung wird für den nächsten Tag um 11 Uhr angesetzt. Am Montag, den 30. Januar, versammeln sich die Koalitionäre in Papenswohnung. Gegen 10. U. 45 führt er sie ins Reichskanzler Palais, um dort Hindenburg zu treffen. Doch kaum erreichen sie Meißners Büro im Erdgeschoss, verlangt Hitler abermals von Hugenberg dessen Zustimmung zu Neuwahlen. Der DNVP-Chef lehnt kategorisch ab. Die beiden Männer streiten, der Termin der Ernennung versteigt, Papens konstrukt trot zusammen zu fallen. Staatssekretär Meißner kommt hinzu, maand den Reichspräsidenten nicht länger warten zu lassen, endlich längst Hugenberg ein, aus Respekt vor Hindenburg. Um die Mittagszeit leistet Adolf Hitler den Eid auf die Weimarer Verfassung, der Radaupolitiker ist Reichskanzler. Der Sohn eines kleinen österreichischen Beamten, ein Schulversager und haltlos verkrachter Künstler, ein unaufälliger Soldat, gescheiterte Putschist und soziale Außenseiter mit deutlich neuerotischen Zügen regiert nun das Deutsche Reich. Schon zeitgenossen wird dann hinter dieser Unfassbarkeit eine Verschwörung. Für Kommunisten und Sozialdemokraten ist ausgemacht, dass Hitler ein mietlingtes Großkapitalse ist. Tatsächlich jedoch arrangieren sich Industrie und Finanzwirtschaft nur langsam mit dem unheimlichen Agitator, unterstützen Anfangslieber konventionelle Rechtsparteien als die NSDAP. Später werden historiker Lange Linien von Bismarck Lutter zu Hitler ziehen, um den Nationalsozialismus mit einer Differmission der deutschen politischen Kultur zu erklären, einem Obrichkeitsfrauen über aggressiven Sonderweg in die moderne. Der NSDAP-Self-Selbst scheint da fast austauschbar. Die entgegengesetzte Position nehmen jene Forscher ein, die in dem demagogen Hitler eine Art "Dämon der deutschen Geschichte" sehen. Heute dominiert ein Bild, dass die Person Adolf Hitler und die Bedingungen seines Erfolges gleichberechtigt zeigt. Der Brite Ian Kirscher vertritt diesen Ansatz. Demnach bedrofte es einer verbreiteten Demokratie-Verdrossenheit des Vorkriegs Nationalismus und der Niederlage, der Vorricht vor dem Kommunismus, den Hitler zur jüdischen Verschwörung stilisiert. Der Not, uns einer erst gescheiterten, dann maßlos glücksbeginnstigten Biografie, um den Reichskanzler Adolf Hitler hervorzubringen. Der 30. Januar 1933 war das produkthistorischer Konsequenz, tragischer Zufälle, Republikverellschaft und Leichtfertigkeit der alten Eliten, aber eben auch des Charaktes und Handels Adolf Hitler. Kaum ist das Kabinett vereidigt, jagen Motorrad kourrierelos werden im Umland Lastwagen geschartet. Bis zum Abend zieht Göbbels 20.000 S.A. Männer zusammen, aus zahlreichen Häuser im Wehen Haken Kreuzfahnen. Gegen 19 Uhr entzwinden die Partei-Soldaten fackeln und maschierenlos. Göbbels plant ein partätisches Feuerband durch die Innenstadt zum Regierungsviertel um Hitler zu holtigen, die Nacht des großen Wunders zu feiern, die Stärke des NS-Chefs zu zeigen. Hintenburg zeigt sich angetan, schlägt in seinem Fenster den Takt der Märche mit, auch viele schaulustige sind begeistert, rein sich ein und verdärben so die Zin-Riege ordnet vorrückender Kolonnen. Kaumels wird den Zug später besser koriografiert und ausgeläuchtet nachstellen lassen, um die entsprechenden Fotos zu erhalten. Während die Sieger sich in einen fernlichen Rausch jubeln halten viele den exaltierten Umzug für einen grottesken Spug der bald vorüber sein wird. Aus guten Gründen nichts qualifiziert diesen Kanzler zu seiner Aufgabe, wie sollte er seine Hails versprechen, je einlösen? Hitler hat ein Ant, aber seine Wählerschaft bröckelt. Selbst
in der SA rumburt ist. Die enttäuschten Männer hatten sich die Eroberung der Macht als ein großes gewaltsames abrechnen ausgemalt, nicht als bürokratischen Akt und einen weiteren Paradeumzug. Wer kühlen Kopf behält, kann zu dem Schluss kommen, dass sich am 30. Januar 1933 ein demagogisches Theater Genie zu Tohde gesiegt hat. In Schalottenburg aber ruft ein Journalist-Republikanischen Militionären zu Kameraden. Habt ihr Begriffen, dass heute der Zweite Weltkrieg begonnen hat? Das war Peter Kämpfe mit einer Repartage aus dem zweiten Teil der geoepoche Doppelausgabe Deutschland unter dem Hakenkreuz. Wenn sie mehr über den Nationalsozialismus wissen möchten, dann schauen sie, unbedingt in diese Doppelausgabe rein. Es gibt sie auf jeden Fall noch einen Geoschop und auch anderswo im Netz zu kaufen und sie werden vermutlich auch im Buchern befinde ich. Ansonsten können sie unsere Geschichten auch bequem Digitales auf Geopoche Plus. Schauen sie sich gerne mal in den Schonots um. Dort haben wir ein Schnupperngebot für sie verlinkt. Und wie bei RTL Plus können sie auf Geoepoche Plus die neuen Folgen von Verbrechen der Vergangenheit, jeweils 14 Tage früher hören als auf den Armored-Plattformen. Ansonsten freuen wir uns über ihr Feedback ihre Fragen an Verbrechen der Vergangenheit @geodeven, wenn sie unseren Podcast abonnieren, liken, bewerten und wenn sie Geoepoche auf Social Media folgen. Das war's so weit. Ich sage herzlichen Dank fürs Zuhören und freue mich auf die nächste Folge. Machen Sie es gut bis dahin. Tschüss.
Podcast Summary
Key Points:
Adolf Hitlers frühe Jahre waren geprägt von schulischem und künstlerischem Scheitern, sozialer Isolation und einer Entwicklung zu einem verbitterten, hasserfüllten Außenseiter.
Sein Aufstieg in der Politik nach dem Ersten Weltkrieg war schnell; er wurde Vorsitzender der NSDAP und schließlich am 3
Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt.
Der Podcast untersucht die zentrale Frage, wie und warum Hitler als Einzelperson eine solche Macht erlangen und die Welt in Krieg und Barbarei stürzen konnte, und diskutiert, inwieweit Strukturen oder seine Persönlichkeit entscheidend waren.
Hitlers radikaler Antisemitismus und sein Vernichtungswille waren früh erkennbar (z.B. in "Mein Kampf"), dennoch wurde er an die Macht gebracht.
Experten wie der Biograf Ian Kershaw betonen, dass Hitler als historische Figur nicht austauschbar war und persönliche Entscheidungen den Lauf der Geschichte maßgeblich prägten.
Summary:
Der Podcast "Verbrechen der Vergangenheit" beschäftigt sich mit der Frage, wie Adolf Hitler, der in Jugend und jungem Erwachsenenalter als gescheiterter Schüler, Künstler und sozialer Außenseiter galt, zur zentralen Figur des 20. Jahrhunderts aufsteigen konnte. Sein Weg war geprägt von persönlichen Niederlagen, wie der Ablehnung an der Wiener Kunstakademie und dem Leben in Armut, die einen unbändigen Hass und ein übersteigertes Selbstbild in ihm nährten.
Der Erste Weltkrieg wurde für ihn zur "schönsten Zeit". Sein politischer Aufstieg nach 1919 war rasant, gipfelnd in der Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar 1933.
Die Sendung diskutiert, ob historische Strukturen oder Hitlers einzigartige, fanatische Persönlichkeit für Diktatur, Weltkrieg und Holocaust entscheidend waren. Während sein Weg ohne die Nachkriegsumstände undenkbar gewesen wäre, betonen Historiker wie Ian Kershaw, dass Hitler als handelnde Person nicht austauschbar war und seine spezifischen Entscheidungen die Geschichte formten. Sein radikaler Antisemitismus war früh artikuliert, dennoch wurde ihm die Macht übertragen, die er dann zur Zerstörung der Weimarer Republik und zur Entfesselung unvorstellbaren Leids nutzte.
FAQs
Adolf Hitler war ein österreichisch-deutscher Politiker, der zunächst in der Schule und als Künstler scheiterte. Seine politische Karriere begann 1919, als er der NSDAP beitrat und schnell zu ihrem Vorsitzenden aufstieg, bevor er am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde.
Hitler diente als Soldat im Ersten Weltkrieg, wo er trotz mäßiger militärischer Leistungen den Krieg als prägende Erfahrung empfand. Diese Zeit und die deutsche Niederlage nutzte er später, um seinen politischen Aufstieg zu begründen und seine Ideologie zu formen.
Hitler wird oft als neurotischer, machthungriger Egomane beschrieben, dessen Handeln tiefe Spuren im 20. Jahrhundert hinterließ. Experten wie der Biograf Ian Kershaw betonen, dass er nicht austauschbar war und maßgeblich zu Diktatur, Krieg und Holocaust beitrug.
Es kursieren Mythen, dass Hitler jüdische Vorfahren hatte, was jedoch historisch widerlegt ist. Bekannt ist, dass er ein schlechter Schüler war, seine Lehrer hasste und die Schule ohne Abschluss verließ, während er sich früh für deutsche Heldengeschichten begeisterte.
Hitler begrüßte den Kriegsausbruch 1914 enthusiastisch und sah darin eine Chance für sich. Die Kriegsjahre betrachtete er als die schönste Zeit seines Lebens, da sie ihm später als Grundlage für seinen politischen Aufstieg dienten.
Frühe Rückschläge wie die Ablehnung an der Wiener Kunstakademie 1907 und der Tod seiner Mutter verbitterten Hitler zutiefst. Diese Erfahrungen nährten sein Gefühl, von der Gesellschaft betrogen zu sein, und führten zu einem unbändigen Hass, der sein Weltbild bestimmte.
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