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ADHS & Scham: Warum du dich falsch fühlst – bist du aber nicht!

13m 58s

ADHS & Scham: Warum du dich falsch fühlst – bist du aber nicht!

In dieser Podcast-Folge wird das häufige Auftreten von Scham bei Menschen mit ADHS thematisiert. Scham entsteht oft schon in der Kindheit durch wiederholte kritische Rückmeldungen wie "Reiß dich zusammen" und den ständigen Vergleich mit anderen, was zu dem tiefen Gefühl führt, "falsch" zu sein. Im Gegensatz zu Schuld, die sich auf ein Fehlverhalten bezieht, attackiert Scham das gesamte Selbstbild. Im Alltag zeigt sie sich indirekt durch Perfektionismus, starke Selbstkritik, Rückzug oder das Übererklären von Handlungen. Ein Teufelskreis entsteht, wenn Betroffene trotz enormer Anstrengungen scheitern und gleichzeitig durch "Masking" versuchen, ihre Symptome zu verstecken, was die innere Scham nur weiter verstärkt. Als hilfreiche Strategien werden vorgeschlagen: zu verstehen, dass Scham erlernt ist und nicht der Wahrheit entspricht; die innere kritische Stimme durch eine mitfühlendere zu ersetzen; bei Schamgefühlen bewusst Verbindung zu sicheren Menschen zu suchen statt sich zu isolieren; und insgesamt mehr Selbstmitgefühl anstelle von Selbstoptimierung zu entwickeln. Die Botschaft ist, dass ADHS keine Charakterschwäche ist, sondern eine andere Art, die Welt zu erleben, und dass Scham durch diese Ansätze mit der Zeit leiser werden kann.

Transcription

2247 Words, 14568 Characters

German
Hallo alle zusammen und ganz herzlich willkommen zurück zu einer neuen Folge von Reiz überflutet. Deinen Podcast für Norde diverse Gedanken, Erkenntnisse und Eventhall auch dem ein oder anderen Aham Moment. Mein Name ist Leoni, ich bin Psychologin, an Genepsychotherapeutin und durch meine Arbeit bagamädical darf ich nun auch Korost von diesem Podcast sein und freue mich sehr, dass du heute entweder erneut oder neu eingeschaltet hast und über dein Interesse an dem Thema. Denn in dieser Folge geht es um ein Gefühl, dass viele Menschen mit ADHS begleitet und welches oft auch schon sehr früh beginnt, aber gleichzeitig auch sehr leise ist und das ist Scham. Scham darüber nicht so zu funktionieren wie andere, Dinge nicht einfach hinzubekommen, zu viel zu sein oder auch zu wenig, zu laut, zu chaotisch, zu rendsibel oder zu langsam. Viele Menschen mit ADHS tragen diese Scham schon lange mit sich herum, ohne genau zu wissen, woher sie eigentlich kommt. Und genau darüber möchte ich heute sprechen, warum ist Scham bei ADHS so häufig? Wie entsteht sie? Was macht sie mit uns? Und vor allen Dingen, was kann dabei helfen, sie langsam zu lösen. Also sollte ich dieses Thema interessieren, dann bleibt gerne dran, denn wir starten jetzt direkt mit der Folge. Reiz überflutet, dein ADHS Podcast küsensiert von Gammeideke. Bevor wir uns genau den Zusammenhang zwischen Scham und ADHS anschauen, müssten wir erstmal die Frage klären, was ist eigentlich Scham und warum ist es so mächtig? Scham ist mehr als nur ein unangenehmes Gefühl, denn sie ist ein tieferes, inneres Erleben von "mit mir stimmt etwas nicht". Während Schuld einem sagt, ich habe etwas falsch gemacht, sagt, "Scham, ich bin falsch" und genau deshalb ist Scham so schwer auszuhalten, denn sie betrifft nicht nur unser Verhalten, auch unser Selbstbild. Und Scham entsteht auch meistens nicht alleine, sondern eher im Kontakt mit anderen, durch Blücke, Kommentare, Erwartungen und auch durch ständiges Vergleichen. Aber warum ist Scham bei ADHS gerade so häufig? Viele Menschen mit ADHS wachsen mit dem Gefühl auf, ständig anzuäcken. Zum einen kommt dieses Gefühl durch früheregmeldung zustande, denn schon als Kind hören viele betroffene, reist dich zusammen, du könntest, wenn du wolltest. Warum bist du immer so? Alle anderen schaffen es doch auch. Aber bei ADHS haben wir nun mal das Problem, dass es oft unsichtbar ist. Und von außen sieht es häufig wie Vowlheit, Unzuverlässigkeit oder Desintresse aus, was in der echten Realität oder dem Erleben von ADHS Menschen natürlich nicht der Wahrheit entspricht. Aber besonders, wenn ADHS noch nicht diagnostiziert ist und selbst dann können diese Vor- und Hyloradyser frühen schädlichen Rückmeldungen immer weiter auftreten. Und so lernen betroffene Frühe, ich bin anstrengend, ich bin falsch, ich muss mich mehr bemühen. Und genau wegen solche unhilfreichen Rückmeldungen, lernen betroffene, extrem frühe, gewisse Denkensweisen, wie ich bin anstrengend, ich bin falsch, ich muss mich mehr bemühen zu internalisieren, was sich natürlich auf das Selbstbild und das empfinden von einem Selbst in der Master oder in der Gruppe auswirken kann. Vor allen Dingen, wenn solche frühen Rückmeldungen nicht unbedingt konstruktiv sind, denn mit Rückmeldungen wie reistig zusammen oder warum bist du immer so, ist erlicherweise nicht um den Geholfen, weil es wird lediglich kritisiert und es wird keine andere Verhaltensweise überhaupt vorgeschlagen, die das Kind lernen könnte und selbst das wäre im Fall von ADHS nicht immer unbedingt Ziel führend. Ein weiterer Grund, warum Scham bei ADHS so sehr ausgeprägt sein kann, ist das Betroffene oft ein wiederholtes Scheitern trotz enorme Anstrengungen erleben, denn Menschen mit ADHS strengen sich oft überdurchschnittlich an, bekommen aber in den meisten Fällen unterdurchschnittliche Anerkennung. Beispielsweise durch vergesst eine Termine, K aus emotionale Ausbrüche, Prokrastination, obwohl vorher viel Energie investiert wurde, damit genauso was nicht funktioniert, aber wenn es dann trotzdem dazu kommt, entsteht ein innerer Schloss, wie beispielsweise, wenn ich mich so anstrenger und es trotzdem nicht klappt, dann liegt es wohl an mir. Und genau das hier ist der Punkt, wo eben die Scham wächst. ADHS-Lar haben ein gewisses Bild im Kopf, wie sie sich verhalten wollen und investieren viele Kraft und Energie in die Aufrichterhaltung dieses Bildes. Ihre ADHS-Mtomatik macht es ihnen aber extrem schwer, weshalb es wie beispielsweise zu genannten vergessen Terminen oder K ausführt, was dann wiederum zu einer verstärkten Scham und zu einem verschlechterten Selbstbild führt, weil es natürlich erst mal überflächlich betrachtet ein bisschen widersprüchlich scheint, dass trotz enormer Anstrengungen unterdurchschnittlich performt wird. Und genau hier kommt dann auch ein weiterer Faktor in Spiel, der Scham nochmal bestärken kann und das ist das Maßging als Schutz, denn viele Menschen mit ADHS entwickeln Strategien um nicht aufzufallen. Beispielsweise sind sie dann leiser. Sie wirken kontrollierter sind dann häufig auch perfekt vorbereitet, immer freundlich und angepasst, um eben die Schwierigkeiten, die sie mit ihrer Symptomatik haben, zu überspielen. Und dieses sogenannte Maßging schützt zwar Verablenung, aber verstärkt dann wiederum oft die Scham, denn was die ADHS-Mtomatik mit einem Machtblatt natürlich trotzdem weiterhin bestehen, man lernt einfach nur die ein bisschen besser zu vertuschen. Und dementsprechend bleibt dann auch innerlich dieser Gedanke weiterhin bestehen, wenn die wüssten wie ich wirklich bin, was natürlich die Scham über die eigene Person extrem verstärkt und dann aber auch nochmal in wie eine Art Teufelskreis natürlich nochmal das Maßging verstärkt. Und damit haben wir jetzt so ein bisschen grub besprochen, woher die Scham bei ADHS kommen kann, aber wie zeigt sie das dann eigentlich im Alltag? Denn Scham ist nicht immer unbedingt sichtbar oder eher in den geringeren Fällen sichtbar oder offensichtlich, sie zeigt sich nämlich eher indirekt. Zum Beispiel durch ständiges Über erklären, Angst davor Fehler zu machen, Rückzug aus Beziehungen, der Effektionismus oder komplette Vermeidung, starke Selbstkritik und dem Gefühl zu viel oder nicht gut genug zu sein und durch diese indirekte weniger offensichtliche Scham, die Betroffene in ihrem Alltag erleben, entwickeln ADHS-Betroffene oft eine innere Härte, die sie sich selbst gegenüber haben, während sie anderen hingegen mit extrem viel Mitgefühl und Empathie entgegentreten. Also ADHS-Betroffene kritisieren oder verurteilen sich für ihre Symptomatik, meist oft nicht offensichtlich oder eher indirekt, weil sie so unter anderem durch Rückmeldung gelernt haben, versuchen ihre Symptomatik natürlich irgendwie zu überspielen, durchs Maß gingen, bilden somit eine immer stärkere Scham über ihre eigene Person und ihr eigenes Verhalten, werden immer strenger mit sich selbst und wollen am liebsten alles perfekt und durchgeplant erleben, die sie sich in ihrer Vorstellung ausmalen und kritisieren sie schon bei den kleinsten Fehltritten oder nicht eingehalteten Plänen, aber gleichzeitig haben sie ein extremes Verständnis und Mitgefühl für andere. Und jetzt könnte man an dieser Stelle natürlich argumentieren, dass jeder irgendwie sein eigener größter Kritiker ist und dem ist wahrscheinlich in den meisten Fällen auch so. Man muss sie das bei ADHS jetzt nur so ein bisschen vorstellen, als wäre das Ganze noch mal unter eine Lupe genommen und jeder kleinste Fehler wird noch mal auf die Goldfrage gelegt und noch mal in kleinste Einzelstücke zerteilt. Also kann man sich glaube ich ein bisschen vorstellen, warum es für Betroffenextremen belastend sein kann, damit tagtäglich zu leben und damit auch einen gesunden Umgang zu finden. Aber warum ist Scham eigentlich so belastend? Das ist relativ einfach aber gleichzeitig trotzdem komplex zu erklären, denn Scham ist nun mal ein sehr blockierendes Gefühl, also Scham blockiert. Sie macht es extrem schwer, Hilfe anzunehmen, Bedürfnisse zu äußern, Grenzen zu setzen, Fehler als menschlich anzusehen und sie hält viele davon abzusagen, ich brauche Unterstützung. Stattdessen versuchen die meisten Menschen, die Scham erleben, aber speziell eben Menschen mit ADHS alles alleine zu tragen und fühlen sich dabei immer erschöpfter und kleiner. Aber was kann helfen, Scham bei ADHS zu lösen? Denn wie du eventuell durch unsere vorherigen Punkte festgestellt hast, verschwindet Scham nicht durch mehr Disziplin, aber man kann sie ein bisschen so trainieren, dass sie mit der Zeit einfach leiser und weniger anstrengend wird. Zum einen kann man versuchen zu verstehen, dass Scham gelernt ist. Denn Scham ist nicht die Wahrheit über dich, sondern Scham ist ein erlerntes Gefühl aus Erfahrungen in einer Welt, die nicht um den oft das ADHS Gehirn ausgelegt ist. Wenn man das versteht, gleichzeitig auch noch lernt, dass man selbst nicht falsch ist, nur weil das Gehirn anders funktioniert. Und dass das einzige, was eigentlich falsch war, waren die Erwartungen, die man an sich selbst gestellt hat, dann kann man auch besser lernen mit Schamgefühl umzugehen. Und die Scham wird somit oft dauert dann etwas leiser. Die nächste Möglichkeit wäre, die innere Sprache zu verändern. Also auf die innere Stimme achten und statt "Ich bin so unfähig, vielleicht das fällt mich schwer und das hat Gründe zu nutzen." Und das klingt jetzt erst mal relativ simpel. Aber unsere innere Sprache formt nun mal unser Selbstbild und wenn wir ständig uns innerlich schlecht reden, sind wir viel mehr anfällig dafür, unselbe bei kleinsten Fehltritten oder Fehlern zu schemen, obwohl solche Verhaltensweisen meist relativ menschlich sind. Denn wenn du innerlich weniger schlecht mit dir redest, gibt es auch doof gesagt ein bisschen weniger Angrifffläche für deine Scham. Denn wenn man einfach ein bisschen mehr positiv mit sich selbst redet, versteckt sich natürlich auch das eigene Selbstbild. Als nächstes könntest du ausprobieren, dass wenn du Scham empfindest, anstelle von Rückzug vielleicht Verbindung suchst. Denn Scham liebt Isolation. Aber dementsprechend wird sie auch kleiner, wenn sie gesehen und benannt wird. Wenn du dich beispielsweise in einer Konversation befindest, könntest du ein Satz benutzen wie "Das ist mir gerade peinlich", aber ich sag's trotzdem. und genau. diese kleine Änderung kann extrem befreien sein. Zum einen gibt es vorher Bescheid, dass du etwas nicht weißt. Das ist dir gerade unangenehm, ist das zu sagen. Aber du überwindest dieses unangenehme Gefühl und sagst es trotzdem. Weshalb schaum weniger Angrifffläche hat, die Menschen in der Nimm umfällt, dich auch vielleicht ein bisschen besser verstehen können und das Ganze, die auch noch ein unglaublich befreien des Gefühl geben kann, vor allem in Kontakt mit sicheren Menschen. Denn ich würde mich mal so weit aus dem Fenster lehnen und zu sagen, dass wahrscheinlich die meisten Menschen schon mal sich zurückgehalten haben oder etwas nicht gesagt haben, weil sie das Gefühl hatten, es sei peinlich oder aus Schaum etwas nicht gefragt haben. Deshalb, wenn man dieses Gefühl benennt, aber trotzdem sich darüber stellt und trotzdem sich traut etwas zu sagen, stößt das bei den meisten Menschen vermutlich auf Verständnis und kann eventuell auch ebenfalls für die eine oder andere Person bekräftigen wirken, dass selber zu tun und Schaum ebenfalls weniger Raum zu geben. Denn die gesagt, schaum die Dysulation und sie wird kleiner, wenn sie gesehen und benannt wird. Als letzten Punkt würde ich gerne noch einmal etwas aufgreifen, was wir schon ein bisschen bei dem Tipp der inneren Sprache aufgegriffen haben und das ist das Mitgefühl lernen und weniger Selbstoptimierung zu suchen. Denn du musst dich nicht reparieren und was Adi-HS-Betroffnen oft fehlt, ist nicht Disziplin, sondern Freundlichkeit mit dem eigenen Umgang. Denn wenn du dir selbst beibringsst, dann eigenes Verhalten und deine eigenen Gedanken ein bisschen mehr mit Mitgefühl zu betrachten, ist nicht unbedingt alle Fehler oder Fehltritte, die dir passieren, auch gleichen Grundextreme Schaum zu erleben. Denn wie schon zuvor gesagt, es ist menschlich mal ein Fehler zu machen und es ist menschlich auch mal Emotionen zu zeigen oder zu weinen. Und es ist auch ebenfalls menschlich nicht alles komplett perfekt durchzuführen oder auszuhalten. Deshalb versuchen, bisschen Mitgefühl gegenüber zu bringen, denn das ist auch irgendwie Teil des Leben, es Fehler zu machen, aus denen zu lernen, seine Emotionen zu zeigen, sich mit anderen Leuten zu verbinden. Denn hier mehr Verständnis und Mitgefühl du für dich selbst hast, das so weniger hat Schaum die Chance sich aktiv bei dir zu manifestieren und fassen wir mal an die Sästelle zusammen. Schaum sagt, du bist falsch, Adi-HS sagt nichts der gleichen, denn Adi-HS ist lediglich eine andere Adi-Welt zu erleben, mit stärken Herausforderungen, aber auch teilweise ganz vielen Tiefen. Wenn du dich oft chemst, dann heißt das nicht, dass du schwach bist, es heißt, dass du lange versucht hast, in ein System zu passen, dass dich einfach nicht verstanden hat und du darfst sammfter mit dir sein, je früher du nämlich damit anfängst, desto besser langfristig für dich und Schaum zu erleben ist natürlich etwas ganz menschliches, aber das Level an Schaum, was viele Menschen mit Adi-HS nun mal erleben, ist vielleicht ein bisschen, ja, dann wirst du überall frisch. Contra zu vielen Glaubensansätzen, die Menschen mit Adi-HS haben, verschwindet Schaum nicht durch mehr Disziplin, aber man kann nun mal lernen, dass sie mit der Zeit leiser wird. Und damit sind wir am Ende der heutigen Episode angekommen. Ich bedanke mich ganz herzlich für deine Aufmerksamkeit und dass du mir heute hier diese Zeit geschenkt hast. Gleichzeitig hoffe ich aber auch, dass es vielleicht ein bisschen interessant oder auch hilfreich für dich war. Sollten wir dir aber noch Fragen über dieses Thema offen geblieben sein, kannst du uns gerne jederzeit kontaktieren oder einfach etwas in unsere Show-Nodes kommentieren. Das gleiche gilt auch für eventuelle Themenvorschläge, die du für uns hast, oder aber auch für Feedback. Wir freuen uns immer sehr von dir oder von der gesamten Reizbauflütte Community zu hören, besonders dann, denn wir für dich, dein höhererlebnis ein bisschen angenehmer und vielleicht auch besser gestalten können. In diesem Sinne wünsche ich dir alles Gute und würde mich sehr darüber freuen, wenn du auch das nächste Mal wieder mit dabei bist. Aber bis dahin sage ich, tschüss und bis zum nächsten Mal.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Scham ist bei ADHS weit verbreitet und entsteht oft früh durch negative Rückmeldungen und das Gefühl, nicht "richtig" zu funktionieren.
  2. Sie äußert sich indirekt durch Perfektionismus, Übererklärungen, Rückzug und extreme Selbstkritik, während anderen gegenüber viel Mitgefühl gezeigt wird.
  3. Scham wird durch wiederholtes Scheitern trotz großer Anstrengungen und durch "Masking" (das Verstecken von Symptomen) verstärkt.
  4. Um Scham zu reduzieren, können Betroffene lernen, dass Scham ein erlerntes Gefühl ist, ihre innere Sprache ändern, Verbindung statt Rückzug suchen und mehr Selbstmitgefühl entwickeln.

Summary:

In dieser Podcast-Folge wird das häufige Auftreten von Scham bei Menschen mit ADHS thematisiert. Scham entsteht oft schon in der Kindheit durch wiederholte kritische Rückmeldungen wie "Reiß dich zusammen" und den ständigen Vergleich mit anderen, was zu dem tiefen Gefühl führt, "falsch" zu sein. Im Gegensatz zu Schuld, die sich auf ein Fehlverhalten bezieht, attackiert Scham das gesamte Selbstbild.

Im Alltag zeigt sie sich indirekt durch Perfektionismus, starke Selbstkritik, Rückzug oder das Übererklären von Handlungen. Ein Teufelskreis entsteht, wenn Betroffene trotz enormer Anstrengungen scheitern und gleichzeitig durch "Masking" versuchen, ihre Symptome zu verstecken, was die innere Scham nur weiter verstärkt. Als hilfreiche Strategien werden vorgeschlagen: zu verstehen, dass Scham erlernt ist und nicht der Wahrheit entspricht; die innere kritische Stimme durch eine mitfühlendere zu ersetzen; bei Schamgefühlen bewusst Verbindung zu sicheren Menschen zu suchen statt sich zu isolieren; und insgesamt mehr Selbstmitgefühl anstelle von Selbstoptimierung zu entwickeln.

Die Botschaft ist, dass ADHS keine Charakterschwäche ist, sondern eine andere Art, die Welt zu erleben, und dass Scham durch diese Ansätze mit der Zeit leiser werden kann.

FAQs

Scham entsteht oft durch frühe negative Rückmeldungen wie 'Reiß dich zusammen' und das Gefühl, ständig anzuecken, weil ADHS-Symptome von außen als Willensschwäche missinterpretiert werden. Zudem erleben Betroffene trotz großer Anstrengungen oft wiederholtes Scheitern, was das Schamgefühl verstärkt.

Scham äußert sich indirekt durch ständiges Übererklären, Angst vor Fehlern, Rückzug aus Beziehungen, Perfektionismus oder Vermeidung. Betroffene entwickeln oft eine harte innere Selbstkritik, während sie anderen mit viel Empathie begegnen.

Scham blockiert, da sie das Selbstbild angreift ('Ich bin falsch') und es schwer macht, Hilfe anzunehmen oder Bedürfnisse zu äußern. Sie führt dazu, dass Betroffene alles alleine tragen, was Erschöpfung und Isolation verstärkt.

Masking bezeichnet Strategien, um ADHS-Symptome zu verbergen, z.B. durch übertriebene Anpassung oder Kontrolle. Es schützt zwar vor Ablehnung, verstärkt aber die Scham, da die innere Überzeugung bleibt, 'wenn andere wüssten, wie ich wirklich bin'.

Indem man versteht, dass Scham erlernt ist und nicht die Wahrheit über einen selbst darstellt. Hilfreich sind auch eine veränderte innere Sprache, das Suchen von Verbindung statt Rückzug sowie mehr Selbstmitgefühl statt Selbstoptimierung.

Die innere Sprache formt das Selbstbild – negative Selbstgespräche machen anfälliger für Scham. Ein Wechsel zu wohlwollenden Formulierungen (z.B. 'Das fällt mir schwer, und das hat Gründe') kann Scham reduzieren.

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