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Achtung, Zecken! - Neue Krankheitserreger drohen durch Blutsauger

23m 2s

Achtung, Zecken! - Neue Krankheitserreger drohen durch Blutsauger

Der Beitrag thematisiert die zunehmende Gefahr durch Zecken in Deutschland, die mittlerweile ganzjährig aktiv sind und als Überträger von Krankheiten wie der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und der Lyme-Borreliose fungieren. Durch den Klimawandel und veränderte Zugvogelrouten gelangen neue FSME-Viren aus Osteuropa nach Deutschland, was zu einer Ausweitung der Risikogebiete führt. Zecken sind äußerst robuste Parasiten mit einem mehrjährigen Lebenszyklus, die ihre Wirte über Sinnesorgane an den Vorderbeinen erkennen. Während gegen FSME eine Impfung verfügbar ist, existiert für Borreliose bisher kein Impfstoff, jedoch kann sie bei frühzeitiger Diagnose mit Antibiotika behandelt werden. Trotz dieser Möglichkeiten steigen die Infektionszahlen, unter anderem aufgrund nachlassender Impfbereitschaft. Als effektive Schutzmaßnahme wird empfohlen, den Körper nach Aufenthalten in der Natur gründlich abzusuchen, da die Übertragung der Erreger in der Regel mehrere Stunden in Anspruch nimmt.

Transcription

3003 Words, 19744 Characters

German
ARD Sounds Ob im Winter, Frühling oder im Hochsommer. Zecken-Saison ist mittlerweile das ganze Jahr über. Immer. Das ist vor allem deshalb ein Problem, weil Zecken immer häufiger zu Krankheitsüberträgen werden. Und zwar, indem sie dazu beitragen, neue Wieren in Deutschland zu verbreiten. Und das liegt auch am Klimawandel, allerdings anders, als ich mir das bisher vorgestellt habe, dazu später mehr. Wie gefährlich sind Zecken inzwischen? Und was weiß die Wissenschaft, über die Ausbreitung dieser bisher fremden Wieren? Mein Name ist Angela Remus, und um diese Fragen, geht es hier und heute. Ich kuh. Wissenschaft und Forschung. Im Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München sitzt die Tierarztin Dr. Lydia Chitimia Dobler an einem Tisch mit Mikroskop und Bildschirm. Vorsicht hat sie ein durchsichtiges Behältnis. Fast so groß wie ein Disseerteller. Darin viele, sehr viele, kleine, schwarze Pünktchen, die sich alle durcheinander bewegen. Sind ungefähr 200 Zecken, die da in ein Gebiet gesammelt sind. Und wir sortieren jetzt in Pols, das bedeutet 10 Männchen oder 10 Weibinnen oder Nymphen, wer Pol und dann testen wir für FSME. Die Frühsommer Meningo-Enzifalitis kurz FSME wird von den Zecken durch das Blutsaugen auf den Menschen übertragen. Es ist eine lebensgefährliche Erkrankung. Die in Romanien geborene Wissenschaftlerin ist Zeckenforscherin. Sie hat sich auf diese zwei bis vier Millimeter großen Parasiten spezialisiert. An diesem Morgen, als ich die Wissenschaftlerin im Institut besuche, sortiert sie die Zecken in kleine Reagenzkleser, danach kommen sie ins Labor, wo sie auf FSME wir im getestet werden. Diese Zecken hier auf dem Tisch kommen aus der Nähe von Fulda. Dort wurden sie gesammelt und perkurier ans nationalere Verrenszentrum für FSME nach Mündchen geschickt. Er erklärt ihr Ehemann, der Virulogo Professor Geher Dobler, der das Referenzzentrum leitet. Und das ist aus einem Gebiet, wo im letzten Jahr jemand an einer schwersten Enzifalitis verstorben ist. Wir versuchen, das Virus zu isolieren und genetisch zu karakterisieren, um zu sehen, welcher Typ von Virus ist das überhaupt und warum ist diese Erkrankung dann auch so schwer verlaufen? Deshalb werden die Zecken vor der Untersuchung jetzt erst mal sortiert. In Männchen, Weibchen und Nymphen. Nymphen sind junge, heranwachsende Zecken, die noch nicht völlig ausgereift sind. Sie sind quasi Teenager. Deshalb auch noch kleiner als die ausgewachsenen Zecken, haben einen helleren manchmal fast durchsichtigen Körper. Männchen sind der Regel bei XO des Retinus Kleine als Weibien und sie haben den Rücken beteckt mit den Schild. Sie sind komplette Schwarz. Und Weibchen haben sie einen kleinen Schild, das ist so wie einen kleinen Schwarzenpunkt. Ich versuche, die Zecken mit bloßem Auge zu unterscheiden. Mir gelingt das nicht. Für mich sehen sie irgendwie alle gleich aus. Lydia, Chitimia, Dobler, Lacht und Meint, das sei nicht schwer. Das könnte ich lernen, es brauchen nur ein bisschen Training. Aber da ich Zecken, trotz aller Ausflüge in die Natur, doch nicht so häufig sehe, wird das bei mir wohl nichts werden. Und ich bedauere das auch nicht, denn ich begegne diesen kleinen Schwarz- und Spinnentieren doch mit ziemlich großem Respekt. Denn schließlich übertragen sie Krankheiten, wie die Leimboreliose und die FSME, die sogenannte Frösommer Menningo-Encefalitis. Aber warum übertragen diese Spinnentiere überhaupt Krankheiten, die für uns gefährlich sein können? Virologe hat Dobler erklärt, warum das häufig so ist. Die Zeckentragung dieses Virus nicht, damit sie Menschen infizieren, sondern das Virus hat sich einfach diesen Weg mehr oder weniger im Rahmen der Evolution gesucht, um übertragen zu werden. Es ist also ein natürliches Übertragungsweg für das Virus. Und das Virus hat ja auch gar kein Interesse daran, Menschen erkrankt zu machen, weil der Mensch für dieses Virus gar kein eigentlich natürlicher wird. Die Zecke, die bei uns weit verbreitet und heimisch ist, heißt "gemeiner Holzbock" oder "wissenschaftlich" - "Ixodes Rizinos". 95 Prozent aller Zecken, die bei uns unterwegs sind, gehören zu dieser Art. Zu ihren natürlichen Würten gehören kleine Säugetiere, wie beispielsweise Rötelmäuse, aber auch Hasen und Fögel. Wir Menschen sind streng genommen, viel würde. Probleme gibt es, wenn dieses Virus aus dem natürlichen Übertragungszyklus, wohin kommt in einen Organismus, an denen es in seiner Evolution nicht angepasst ist und das ist im z.B. der Mensch und dieses nicht angepasst sein, an den Organismus Mensch äußer sich darin, dass der Mensch karameert. Und im schlimmsten Fall sogar daran stirbt. Die hiesigen Zecken können das FSME Virus übertragen und die Borillose-Baktierien. Denn mit beiden Krankheitserregern kommen die Zecken durch ihre natürlichen Würte in Kontakt. Sie selbst werden davon nicht krank. Warum das so ist und wie die Krankheitserreger über die Zecken zu uns gelangen, dazu später mehr. Erst mal möchte ich genauer verstehen, was das eigentlich für Tiere sind, die Zecken. Denn obwohl sie so präsent sind in unserer Natur, weiß ich kaum etwas über sie. Zecken sind ausgesprochen ausschließliche Blut-Sauger, im Unterschied zum Wickentz. Also sie ernähren sich ausschließlich von dem Blut ihrer Würte und immer dann, wenn sie eine Blutmalzeit abgeschlossen haben, dann müssen sie sich sozusagen weiterentwickeln. Erklär die Parasitologin Professor Ute Mackenstädt von der Universität Hohenheim. Zecken gelten als Parasiten auch, wenn sie nicht dauerhaft mit ihren Würten zusammenleben. Aber sie sind darauf angewiesen, bei ihren Würten Blut zu sorgen. Das ist ihre Lebensgrundlage. Also wenn sie sich mal so einen den Zyklus von so einer Zäcker anschauen, dann beginnt das mit Eiern aus denen die Laufen schlüpfen und diese Laufen suchen sich ein Wirt. Das sind überwiegend dann Nagediere zum Beispiel. Und nach abgeschlossener Blutmalzeit lassen sie sich von diesem Wirt abfallen und heute sich zur sogenannten Nymphe. Und diese Nymphe sucht sich dann wieder ein Wirt. Nach der Blutmalzeit lässt sie sich wieder abfallen, heute sich zu einer erwachsenden Zecke und es dann unterscheidet man auch zwischen Männchen und Weibchen. Und diese sagen auch Blut und das Weibchen lässt sich dann abfallen und licht Eier und stirbt. Dieser Lebenszyklus kann rund fünf Jahre dauern. In Zecke sind richtige Überlebenskünstler. Die Laufen kommen mehrere Monate lang, ohne neue Blutnahrung aus. Die Nymphen schaffen das bis zu einem Jahr lang und die ausgewachsenen Zecke können sogar bis zu zwei Jahre hungern. Erklär Zeckenforscherin Lydia Hitimia-Dobler. Warum sie ohne Blutmalzeit so lang überleben ist, dass sie haben so ein genannte Fettkörper im Drennen und das nutzen sie als Energie, das bisher ein richtiger Wert finden. Auch wenn man es den kleinen Wesen nicht ansieht, Zecken verfügen über sogenannte Fettkörper. Das sind ähnlich wieder als Fettgewebe bei Säugetieren Energiespeicher, die den Stoffwechsel aufrecht erhalten. Und die ist in Zecken ermöglichen, so lange ohne Nahrung auszukommen. Wir halten also fest. Zecken sind ziemlich genügsam. Und vermutlich hat das dazu geführt, dass sie die Erde schon so lange befüllt kann. Sie sind nämlich, nach allem, was bisher bekannt ist, die ältesten Parasiten, die es gibt. Vermutlich waren sie bereits vor rund 350 Millionen Jahren auf der Erde, erklärt der Münchner Virologe Prof. Gehard Dobler. Wir wissen, dass die Zecken bei Dinosaurien Blut gesagt haben vor 110 Millionen Jahren. Und wenn sie sich vorstellen, was aus den Dinosaurien geworden ist in 100 Millionen Jahre, nämlich Vögel. Und wenn sie die Zecke vor 100 Millionen Jahren anschauen, dann können sie die nicht unterscheiden von der heutigen Zecke. Das heißt, die Zecke sind über 100 Millionen Jahre mehr oder weniger gleichgeblieben. Sie haben drei große Arten sterben überliebt, wo 80-90 Prozent der Tiere ausgerottet worden sind. Die Zecke haben das überliebt, sie haben das sogar überliebt, ohne sich irgendwie zu verändern. Und ich sage, Zecke sind ein absolutes Erfolgsmodell der Evolution. Zecke und Funde liebt es mittlerweile aus verschiedensten prähistorischen Phasen. In Fussilien aus der Kreidezeit stecken die Larven von Zecke. Komplette Zecke und Körper in Bernstein. Jetzt gibt es ungefähr 1000 Spiezins auf der Welt. Und sie sind sehr, sehr spezialisiert sind. Zum Beispiel an Schlangen oder Schildkröten oder an Fledermäuse. Und sie sind Zecken, die ganz verbreiteten Werte haben, wie die Holzbockzecke. Die Literatur sagt, das könnte bis zu 10.000 Euro. die 300 verschiedene Werte haben, die Halsbockzecke, aber sind andere, die können nur einen Wert haben. Aber wie erkennen die Spinnentiere überhaupt ihre potenziellen Werte? Sie haben weder Augen noch Ohren und einen Kopf. Haben Sie streng genommen auch nicht, sagt Zeckenforscherin Livia Chitimia-Doblau. Die Zecken haben kein Kopf, und der Klärung ist, sie haben keinen Gehirn. Stattdessen haben sie das sogenannte "Hallasche Organ". Diese Sinnesorgan wurde bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts von dem Schweizer Zoo Logan Gerkhalla entdeckt. Es sitzt am Ende der beiden vordersten Zeckenbeine. Die Zäcke nutzt es wie eine Art Füller, indem sie die vorderen Beine hin und her schwenkt, wenn sie auf der Suche nach Nahrung ist. Dieses Sinnesorgan ist mit Rezeptoren ausgestattet, die ist der Zäcker ermöglichen, potenzielle Werte auszumachen. Und das geht so. Diese Zäcke krabbelt auf Sträucher oder auf Gräser. Und wartet dort auf den Wirt, der vorbei kommt. Das könnte dann unter anderem auch der Mensch sein. Und wenn dieser Mensch kommt, dann registriert diese Zäcke, das über chemische Reize heißt, wir atmen CO2 aus. Wir geben über unsere Haut Duftstoffe ab. Und all das registriert diese Zäcke. Und auch die Erschütterungen, die wir machen, wenn wir laufen oder wenn wir gehen. Dann macht sie sich so ein bisschen bereit, so dass sie schnell, wenn wir vorbei gehen, einfach auf uns überwechseln können. Das ist kein Springen, sondern sie lässt sich abstreifen. Er erklärt die Parasitologin Ute Mackenstät. Hat die Zäcke es auf einen Wirt geschafft? Hält sie sich fest und sucht einen geeigneten Ort, um Blut zu sorgen. Und das geht nicht schnell, sondern kann sogar einige Stunden dauern, bis die Zäcke einen Ort gefunden hat, der ihr passend erscheint. Bei Menschen sind das besonders die Kniekelen, Weinbeugen, die Achseln, der Haaransatz oder die Stellen hinter den Ohren. Hat sie einen geeigneten Ort gefunden, nutzt die Zäcke ihren Stechapparat, um an das Blut zu kommen. Der Stechapparat sitzt vorne am Körper zwischen den Weinen und sieht aus wie ein Kopf. Das Stechapparat geht in die Haut in verschiedene Tiefe. Und es ist nur mit Githin, ist nichts anderes. Es hat 85 Prozent Githin. Und wenn wir die Zäcke entfernen, das ist, was da bleibt, einen braunen Punkt, die nicht gefährlich ist. Mit dem Stechapparat grebt die Zäcke sich in die Haut. Aber auch das geht nicht super schnell, sondern dauert einige Stunden. Deshalb der Rat der Zeckenforscher, sich am Abend nach einem Waldspaziergang oder Ausflug nach den Zecken abzusuchen und sie zu entfernen, denn meistens ist das dann noch gut möglich. Ob mit Pinzette, Zeckenkarte oder Zeckenzange, ganz egal, wichtig ist es nur, den Körper der Zecke abzubekommen. Und auch in Bezug auf die Krankheiten ist man damit meistens auf der sicheren Seite. Denn die Krankheitserreger brauchen Stunden oder manchmal sogar Tage, um aus dem Darm der Zecken, in dem sie sich aufhalten, bis zu ihrem neuen Wirt zu gelangen. Der große Unterschied zwischen uns und den Zecken, es gibt viele Unterschiede, aber der große Unterschied ist, die geben keine Entzüme in den Darm ab und zerstören alles, sowie wir es tun, sondern die speichern das eigentlich. Deshalb fühlen sich sehr viele Patugene in Zecken sehr wohl. Im Darm der Zecken heften sich die Patugiene, also die Krankheitserreger, an einen speziellen Rezeptor. Dort verharen sie und warten auf einen neuen Wirt, sagt Dr. Volker Fingere, Mikrobiologe am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelssicherheit in Erlangen. Und wenn die Zecke irgendwann wieder ein Opfer findet, und dann am Opfer saugt, dann tut die Borelia, die Meraktes, pH verändert sich, aus modischer Druck verändert sich, Temperatur verändert sich, und dann kann die plötzlich in der Zecke wandern, dann wandert die vom Darm in die Speicheldrüse und wird dann von der Zecke über den Speichel in den neuen Wirt inheziert. Die Zecken selbst sind also nicht gefährlich, sondern die Krankheitserreger, die sie in unseren breiten übertragen können. Dazu gehören die FSME-Wiren und die sogenannten Borelien. Mit diesen Spiralbakterien, wissenschaftlich Borelia-Bogdorferigenand, kennt sich Volker Fingere besonders gut aus. Er leitet das nationale Referenzlabor für Borelien in Erlangen. Da kennen wir mittlerweile mehr als 20 verschiedene Arten. Allerdings muss man dazu sagen, nur sechs machen gesichert krank. Also wir haben in Europa oder in Deutschland haben auch fünf verschiedene Arten, die krank machen. In Amerika gibt es zwei. Diese Bakterien übertragen Boreliose oder wissenschaftlich korrekt gesprochen, die Leimboreliose. Die Symptome dieser Krankheit sind extrem unterschiedlich. Sie reichen von der typischen Wanderüte ein kreisförmig rote Hautausschlag, der an der Einstichstelle aber auch an anderen Stellen auftauchen kann, über leichte Muskelschmerzen und Fieber bis zu einer Nervenentzündung. Die kann sogar mit schwerwiegenden Folgen, wie See- und Hörstörungen oder Herzentzündungen und Lehmungen einhergehen. Eine Borelioseerkrankung sollte auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden, den häufig entwickelt sie sich schleichend. Eine prompte Antibiotika-Einnahme ist deshalb beispielsweise nach einer Wanderüte das Mittel der Wahl, um schwerwiegenderes zu verhindern. Nach Schätzungen sind jedes Jahr ungefähr 80.000 bis 120.000 Menschen in Deutschland von einer Neuinfektion betroffen, so das Robert Koch-Institut. Allerdings kommt es nur bei 0,3 bis 1,4 Prozent der Zeckenbisse zu Krankheitssymptomen. Die Lehmoreliose gibt es in ganz Deutschland, überall da, wo Zecken überleben. Borelien sind Flächen deckend, in Deutschland zu finden. Nach Schätzungen tragen rund 30 Prozent der Zecken diesen für den Menschen durch aus gefährlichen Krankheitserreger. Und zwar am Boden sie genauso wie in Flensburg. Wird eine boreliose rechtzeitig erkannt, kann sie mit Antibiotika behandelt werden. Aber eine Impfung als Schutz gibt es noch nicht. Auch wenn die Forschenden da rein seit Jahren arbeiten. Zurzeit läuft eine klinische Studie in Phase 3, dass es die letzte Prüfung vor einer Zulassung. Die Forschenden erwarten, dass dieser Impfstoff 2027 eine Marktzulassung erhalten wird, wenn alle weiteren Daten so viel versprechen sind, wie es bisher der Fall war. Ganz anlastergegen ist die Situation bei den FSME-Wiren. Gegen diese Krankheit existiert seit Jahren eine effektive Impfung, mit der man sich schützen kann. Allerdings hat die Impfbereitschaft in den letzten Jahren abgenommen. Vor allem Menschen, die älter sind als 60 Jahre und die ein besonders hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben, sind selbst in den ausgewiesenen Risikogebieten häufig nicht geimpft. Jahrzehnte Lang waren diese Viren vor allem in Süddeutschland verbreitet, in Bayern und Baden-Württemberg. Trotzdem sollte man sich in den anderen Gebieten nicht in falscher Sicherheit wiegen. Denn das zeigen die Analysen des nationalen Referenzlaburs in München. Mittlerweile ist das FSME-Wirus in ganz Deutschland zu finden. Es ist aber nicht die Viren aus dem Süden, die nach Norden strömen, sondern wenn wir diese analysieren, uns es zeigt, dass das neu einströmmende Viren sind, die es aus einer ganz anderen Richtung kommen. Der Liter des nationalen Referenzlaburs für FSME gehe hat dubler. Und zwar aus dem Nordosten Europas. Wir sehen jetzt russische Viren, wir sehen finnische Viren, wir sehen Baltische Viren, die plötzlich jetzt hier zu uns einströmmen. Und jetzt diese bisher freien ökologischen Plätze, nördlich des Mittelgebirges besetzen und da beginnen sich zu vermehren, in den Zecken sich zu verbreiten und damit eben auch zu Infektionen führen. Im Jahr 2024 wurden dem Robert Koch-Institut insgesamt knapp 700 Fälle von FSME gemeldet. Das klingt vielleicht nicht nach viel, aber da die Krankheitsverläufe häufig extrem ernst sind, zu schweren Hörnhaut, Hörn und Rückenmarkentzündungen führen, sollte eine Infektion möglichst vermieden werden. Und das ist durch eine Impfung sehr gut möglich. Vermutlich hängt die beobachtete Ausbreitung der FSME-Viren mit dem Klimawandel zusammen. Erstens sind die Zecken durch die milden Winter mittlerweile nahezu ganzjährig unterwegs und damit schlichtweg verbreitet er. Insofern ist die Wahrscheinlichkeit für einen Zeckenbiss größer. Aber zweitens auch deshalb, weil viele Zugvögel durch den Klimawandel ihre Routen verändern. So kommen jetzt auch Vogelarten nach Deutschland, um hier zu rasten oder sogar die Winter zu verbringen, die das früher aus Temperaturgründen vermieden haben. Er erklärt die Parasitologien und die Mackenstädt von der Uni Hoeneim. Also, wir gehen davon aus, dass diese Ostwestwanderung, dass da auch zum Beispiel Zugvögel eine Rolle spielen, weil auch die können natürlich Zecken hier nach Deutschland. die Zecken lassen sich dann hier abfallen und dann können eben halt auch diese FSME-Isolate aus Osteuropa nach Deutschland kommen und darüber hinaus. Gerdoble zeigt mir im Münchner Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr Landkarten aus verschiedenen Jahren, jeweils in zwei Farben unterteilt. Blau ist FSME-Gebiet, weiß, ist weitgehend FSME-Freisgebiet. Die Anzahl der blau gefärbten Gebiete nimmt seit 2015 zu. Das ist jetzt die Entwicklung der Fallzahlen der FSME in Deutschland und den errechneten Trend und Sie sehen, dass so ab 2015/16 es losgeht und es hat sich eigentlich seit dieser Zeit mehr oder weniger verdoppelt. Obwohl wir eine effektive Impfung haben, haben sich die Fallzahlen dramatisch erhöht und das war, man kann das so sehen, das ist verläuft zu weilenförmigen. Wir hatten also hier eine Welle und wir setzen momentan zu einer neuen Welle an. Das heißt diese Entwicklung scheint, zu weit oder bis hier sehen weiter zu gehen. Das Robert Koch-Institut hat deshalb vor Kurzem auch zwei Gebiete in Niedersachsen als Risikogebiet eingestuft. Stand jetzt, sind insgesamt 183 Kreise als Risikogebiete ausgewiesen. Warum sowohl die krankmachen in Burilien als auch die gefährlichen FSME-Wiren bei den hiesigen Zecken so stark an Boden gewinnen, ist letztendlich wissenschaftlich noch nicht geklärt. Die Burilien kommen rund um den Globus in gemäßigten Klima zu unvor, während die FSME-Wiren sich ganz offenbar von Ost nach Westausbreiten. Unsere Nachbarländer, wie zum Beispiel Frankreich, die Niederlande oder England, sind noch vor wenigen Jahrzehnten frei von FSME gewesen. Und auch die nördlichen Regionen in Deutschland werden nach und nach durch die Ost-europäischen Wiren zu FSME-Risikogebieten. Noch fehlen den Forschenden viele Antworten beim Thema Zecken und ihren Krankheitserregern. Aber eins steht fest. Wer viel im Wald unterwegs ist, wer gerne draußen in Wiesen picknickt, spielt oder auch nur einfach Barfuß herumläuft, der sollte sich am Abend nach den kleinen schwarzen Spinnen tieren absuchen. Ganz so, wie ich es als Kind in Süddeutschland gelernt habe. Das ist zwar etwas aufwendig, aber noch immer die effektivste Methode, wenn man nicht geimpft ist, um eine Infektion mit einem der beiden Krankheitserreger zu vermeiden. Denn das ist unser Vorteil. Wenn wir schnell sind, reicht weder den Bakterien noch den Wiren die Zeit, um sich aus der Zäcke bis in unseren Organismus vorzuarbeiten.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Zecken sind ganzjährig aktiv und übertragen zunehmend Krankheiten wie FSME und Borreliose, wobei der Klimawandel die Ausbreitung neuer Viren aus Osteuropa begünstigt.
  2. Zecken durchlaufen einen mehrjährigen Lebenszyklus, sind extrem widerstandsfähig und können lange ohne Nahrung überleben; sie erkennen Wirte über chemische und mechanische Reize.
  3. FSME kann durch Impfung verhindert werden, während Borreliose mit Antibiotika behandelbar ist; dennoch steigen die Infektionszahlen, da die Impfbereitschaft nachlässt und sich die Erreger ausbreiten.
  4. Das gründliche Absuchen des Körpers nach Aufenthalten in der Natur ist eine wirksame Präventionsmethode, da die Übertragung von Krankheitserregern meist mehrere Stunden dauert.

Summary:

Der Beitrag thematisiert die zunehmende Gefahr durch Zecken in Deutschland, die mittlerweile ganzjährig aktiv sind und als Überträger von Krankheiten wie der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und der Lyme-Borreliose fungieren. Durch den Klimawandel und veränderte Zugvogelrouten gelangen neue FSME-Viren aus Osteuropa nach Deutschland, was zu einer Ausweitung der Risikogebiete führt. Zecken sind äußerst robuste Parasiten mit einem mehrjährigen Lebenszyklus, die ihre Wirte über Sinnesorgane an den Vorderbeinen erkennen.

Während gegen FSME eine Impfung verfügbar ist, existiert für Borreliose bisher kein Impfstoff, jedoch kann sie bei frühzeitiger Diagnose mit Antibiotika behandelt werden. Trotz dieser Möglichkeiten steigen die Infektionszahlen, unter anderem aufgrund nachlassender Impfbereitschaft. Als effektive Schutzmaßnahme wird empfohlen, den Körper nach Aufenthalten in der Natur gründlich abzusuchen, da die Übertragung der Erreger in der Regel mehrere Stunden in Anspruch nimmt.

FAQs

Ja, aufgrund milder Winter durch den Klimawandel sind Zecken nahezu ganzjährig aktiv, was die Wahrscheinlichkeit von Zeckenbissen erhöht.

Zecken können vor allem die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Viren und die Lyme-Borreliose durch Bakterien übertragen, beide können schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.

Suchen Sie nach einem Spaziergang den Körper ab, besonders an Kniekehlen, Achseln oder Haaransatz. Entfernen Sie die Zecke zügig mit Pinzette oder Zeckenkarte, indem Sie den Körper nah an der Haut greifen und gerade herausziehen.

Gegen FSME existiert eine effektive Impfung, während für Borreliose aktuell noch keine verfügbar ist, aber eine Impfung in Entwicklung ist und möglicherweise ab 2027 zugelassen wird.

FSME-Viren breiten sich von Nordosteuropa nach Deutschland aus, begünstigt durch Klimawandel und Zugvögel, die infizierte Zecken einschleppen, sodass mittlerweile auch nördliche Regionen betroffen sind.

Nur 0,3 bis 1,4 Prozent der Zeckenbisse führen zu Symptomen, aber etwa 30 Prozent der Zecken tragen Borrelien. Eine frühzeitige Antibiotika-Behandlung kann schwere Verläufe verhindern.

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