Achtung, Beziehungsaus? Das könnt ihr tun, wenn ihr keine körperliche Nähe mehr spürt
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Die Folge behandelt das Thema verlorene körperliche Nähe in Beziehungen und ihre tiefen Ursachen. Paare berichten von einem Zustand des „Nebeneinanders“, bei dem sie sich wie Freunde oder Geschwister fühlen, anstatt als Liebespaar. Dies entsteht häufig durch emotionale Verletzungen, Glaubenssätze und unerkannte Konflikte, die sich durch negative Emotionen wie Wut oder Trauer festsetzen. Körperschaft wird nicht nur durch fehlende Berührung, sondern durch fehlende Kommunikation über Bedürfnisse beeinträchtigt, wobei einzeln festgestellt wird, dass der andere oft auf dem anderen wartet. Die Lösung beginnt mit der nachhaltigen Aufarbeitung von Vergangenheitskonflikten, um emotionale „Brillen“ abzubauen. Only dann können Paare offen über ihre Wünsche und Bedürfnisse sprechen und gemeinsame Rituale, wie eine „Tut-mir-gut-Liste“ oder Abenteuer, schaffen, um Nähe wieder zu erleben. Wichtige Erkenntnisse zeigen, dass die Abwesenheit körperlicher Nähe oft nicht durch mangelnde Attraktion, sondern durch verletzte Werte und unerfüllte Erwartungen entsteht. Es wird betont, dass Abwarten nichts ändert, sondern handfeste, emotionale Arbeit notwendig ist, um langfristige Wiederherstellung der Beziehung und des Zusammenhalts zu erreichen. Die Lebens-Ear-Listen richten sich auf die emotionale Grundlage aus, nicht auf sexuelle Aspekte, und empfehlen, frühzeitig über die Situation zu sprechen, um eine zukünftige Veränderung zu ermöglichen.
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebens-Ear-Listen.
In dieser Folge soll es darum gehen, was ihr tun könnt, wenn ihr keine körperliche Nähe mehr spürt
und eure Beziehung wieder stärken und zueinander finden möchtet.
Ich bin Florian.
Ich bin Ina.
Wir sind die Lebens-Ear-Listen, wir sind Paartherapeuten und Coaches
und helfen Paaren raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung.
Eine typische Situation, von denen Paaren immer bei uns wieder berichten, ist so der Abend auf der Couch,
wenn jeder so sein eigenes Ding macht.
Also wenn der eine vielleicht am Handy hängt und Online-Shopping macht,
der andere guckt Fernsehen oder liest was.
Und eigentlich sind beide unglücklich, weil sie sagen, wir leben wie Geschwister nebeneinander her.
Bei uns ist keine körperliche Nähe mehr, es wird nicht mehr gekuschelt.
Es ist vielleicht sogar schon unangenehm.
Wenn einer anfängt, körperliche Nähe zu suchen, dass der andere ihn dann zurückweist,
wenn mal ein Arm umgelegt wird.
Und das ist so eine Situation, wo Paare sehr, sehr unglücklich mit sind.
Also der eine mehr, der andere weniger, wenn die körperliche Nähe in einer Beziehung verschwindet.
Ist häufig so der zweite Punkt, der mitgenannt wird, wenn man fragt, was ist das Thema bei euch?
Dann ist so der erste Punkt, der in verschiedensten Varianten auftritt,
dass man sagt, so Kommunikation in Form von vielleicht Streit oder was auch immer.
Aber das zweite ist dann auch häufig, dass man sagt, wir haben keine körperliche Nähe mehr.
Ja.
Das in zwei verschiedenen Konstellationen.
Das eine ist, dass wirklich die beiden so sehr im Streit sind und in der Krise sind,
dass an körperliche Nähe gerade gar nicht zu denken ist.
Das andere ist, dass einfach die beiden, wie du schon sagst,
eher sich wie Freunde und Geschwister fühlen, nebeneinander her, relativ harmonisch leben.
Ja, das gibt es auch.
Und gemeinsam Ziele erfüllen und all sowas.
Aber einfach diese körperliche Nähe nicht da ist.
Und das hat ja auch ganz unterschiedliche Auswirkungen.
Also körperliche Nähe, um das ganz direkt anzusprechen,
damit ist natürlich nicht nur gemeint, miteinander zu schlafen,
sondern halt auch, dass manche Paare sich nicht mehr küssen,
nicht mehr umarmen, nicht mehr in den Arm nehmen,
keine Rituale mehr stattfinden vorm Einschlafen.
Oder wenn einer nach Hause kommt, der nicht mehr richtig begrüßt wird,
dass auf der Couch der eine an der einen Seite sitzt, der andere auf der anderen Seite.
Und ja, dass alles sozusagen runtergefahren wird an körperlicher Nähe.
Genau.
Und das ist so dieses Thema im Alltag.
Wenig Paarzeit geht damit auch einher meistens.
Also, dass man sich wenig qualitative Paarzeit nimmt.
Und man findet so halt nicht mehr so richtig zueinander.
Und es ist so dieses, wie du schon sagst, dieses Nebeneinander her.
Und da ist halt die Frage, ob das Bedürfnis gar nicht mehr da ist.
Oder ob das Bedürfnis vielleicht auch einfach nur gedeckelt ist
von verschiedenen Streitsituationen.
Was ja auch völlig normal wäre, ne?
Was dann wiederum normal ist.
Wenn ich überall im Konflikt bin mit jemandem,
dann mag ich denjenigen ja auch nicht anfassen,
weil dann bin ich ja sauer oder wütend oder traurig.
Genau.
Also, es gibt verschiedene Wege, warum sich das da so hinentwickeln kann.
Mit der Folge, dass auch aus diesem Mangel an körperlicher Nähe
weitere ungute Gefühle und weiterer Streit entstehen kann.
Also, das ist dann quasi ein neues Konfliktfeld, was aufgebaut wird.
Und da gibt es halt noch diesen Sonderpunkt,
einen besonderen Fall, das finde ich mal sehr spannend.
Wir haben ja auch das Thema Sprachen der Liebe immer im Coaching.
Wo es darum geht, dass jeder eine andere Sprache der Liebe spricht.
Das haben wir auch schon in verschiedenen Podcasts schon mal erwähnt.
YouTube-Video, glaube ich, auch schon mal.
Und es gibt ja diese eine Sprache der Liebe der körperlichen Nähe.
Und wenn ein Part körperliche Nähe als seine Sprache der Liebe hat,
dann fühlt die Person sich ja besonders dann geliebt,
wenn körperliche Nähe besteht.
Das heißt natürlich im Umkehrschluss,
wenn derjenige oder diejenige keine körperliche Nähe mehr bekommt,
ist ein starkes Mangelgefühl da.
Und das fühlt sich natürlich noch viel stärker an als jemand,
der sagt, ja, bei uns gibt es keine körperliche Nähe mehr.
Der andere wird dann sagen, ja, es gibt bei uns keine körperliche Nähe mehr.
Ich fühle mich nicht mehr geliebt.
Und damit ist ja schon eine ganz andere Dynamik dahinter.
Ja, es macht ein Verlustgefühl dann auch, was teilweise dann fortwährend ist.
Bleibt der Beziehung aber irgendwie doch alleine.
Und ja, gerade wenn jemand unter Verlustängsten,
Angst vor Einsamkeit und so weiter leidet,
so wird so ein Gefühl tagtäglich angetriggert
und macht dauerhaft einfach ungute Gefühle.
Ich hatte es in einem Coaching, dass ein paar beide körperliche Nähe
als Anteil Sprache der Liebe hatten, aber als größeren Anteil auch.
Und ja, verschiedenste Glaubenssätze, das verhindert,
haben, dass es aber zur körperlichen Nähe kam.
Der Glaubenssatz bei ihr war, dass das vom Mann ausgehen muss,
dass der das quasi immer startet.
Und bei ihm gab es dann wiederum ein, zweimal eine Ablehnung,
woraus er dann gezogen hat, okay, dann, ich weiß nicht so recht,
wann sie will und wann nicht.
Und dann lasse ich sie halt machen.
Und sie hat gedacht, ja, der Mann macht aber zuerst.
Und schon ist irgendwie über Jahre nicht wirklich was passiert.
Dann ist alles zurückgegangen.
Aufkommung, Händchen halten und so weiter.
Weil beide darauf gewartet haben, dass der andere jetzt was macht
und es einfach nicht offen ausgesprochen wurde.
Es kommt also dazu, dass man eher nebeneinander herlebt.
Wir haben es eben schon erwähnt.
Man fühlt sich weniger als Liebespaar.
Paare beschreiben, dass sie wie in einer WG
oder wie Freunde und Geschwister zusammenleben.
Genau, und da hatte ich auch mal einen Fall, ganz spannend.
Es gibt ja immer so die Diskussion, wie das ist,
wenn man getrennt einen Schlafzimmer hat.
Ja.
Also wenn man als Paar getrennt schläft.
Nicht nur irgendwie mal so,
sondern also wirklich dauerhaft, dass so sich einrichtet.
Und da hatte ich auch mal eine Person, die gesagt hat,
getrenntes Schlafzimmer ist für mich ein Hinweis darauf,
dass die Beziehung bald zu Ende ist.
Also ein harter Glaubenssatz, der da einwirkt dann.
Und das kann ja auch,
also das wurde ich auch schon öfters mal gefragt, wie das ist,
ob das gut ist für eine Beziehung.
Und das ist ja wie bei vielen Themen so.
Die Frage ist ja immer, was ist der Grund dahinter?
Warum möchte man getrenntes Schlafzimmer?
Das kann ja verschiedenste Gründe haben von,
man kann besser schlafen.
Meistens schnarchen und Schlafabgehöre.
Ja, oder einer hat vielleicht einen Job,
wo man sehr, sehr früh aufstehen muss.
Und der andere sagt, boah, ich werde immer geweckt
und mir fehlen dann zwei, drei Stunden Schlaf.
Das ist ja auch auf Dauer nicht aushaltbar.
Oder auch so was wie Thema Familie im Bett.
Das ist auch ein Streitthema, dass gesagt wird,
ich möchte, einer von beiden möchte nicht mehr,
dass die Kinder mit im Bett schlafen.
Und gesagt wird, gibt es keine körperliche Nähe mehr
oder du nutzt die Situation.
Wir können uns ja gar nicht mehr nahe kommen,
weil wir haben jetzt ja ein Kind oder Kinder,
die mit im Bett schlafen und so weiter.
Und da geht es ja auch darum,
diese Glaubenssätze zu hinterfragen
oder auch diese Interpretationen zu hinterfragen.
Also gibt es nur körperliche Nähe im Bett?
Sind die Kinder wirklich ein Grund,
warum man nicht mehr körperlich zueinander findet?
Gibt es diesen, also ist dieser Glaubenssatz,
den man hat, wirklich ein fester Glaubenssatz,
den man beibehalten möchte?
Oder limitiert der mich eigentlich im Denken?
Und wenn man ehrlich ist,
eigentlich sehr, sehr viele Glaubenssätze
sind ja einfach nur aus Prägungen entstanden,
die ja nirgendwo stehen.
Es steht ja nirgendwo geschrieben, dass wir so handeln müssen.
Sondern das ist ja eine Sache,
die aus mir selbst herauskommt,
die ich denke, die so sein sollte.
Und es kann als schlimmste Folge
ein Schritt raus aus der Beziehung sein,
also in Richtung Beziehungsende
in verschiedenen Formen.
Entweder, dass sich das dadurch auseinanderentwickelt,
oder aber auch, dass jemand
aufgrund des Mangelgefühls
und der Bedürfnisse, die da sind,
in die Verlegenheit,
Gelegenheit gerät, fremdzugehen,
eine Affäre zu beginnen, was auch immer,
um da diesen Ausgleich zu schaffen,
weil einfach über lange Zeit
Mangelgefühl da ist.
Es kann Mangel auch in Form von Anerkennung sein,
aber Liebe letztendlich auch.
Und gerade,
was du angesprochen hast,
wenn das die Sprache der Liebe ist
und die über längere Zeit,
nicht bedient, nicht gesprochen wird,
dann ist einfach der Mangel irgendwann so groß,
dass vielleicht solche Situationen entstehen können.
Das ist ja auch etwas,
was wir sehr regelmäßig als Thema im Coaching haben,
fremdgehen oder affären.
Und ein letzter Punkt nochmal so zu der Folge
ist natürlich auch so die Kommunikation,
die daraus entsteht.
Also oftmals ist es auch so eine Paz-Situation,
dass Paaren ja nicht darüber sprechen,
was sie möchten,
wie sie sich körperlich in Nähe vorstellen,
dass der eine davon ausgeht,
dass der andere,
das und das nicht möchte,
das nicht will
und da dann auch so Brillen aufeinander entstehen,
die einfach bei dem Thema körperliche Nähe,
wir sprechen das Thema auch sehr direkt
im Coaching manchmal auch an,
weil da einfach noch so,
das ist noch so schambelastet,
das ist vielen Menschen so unangenehm,
obwohl das so ein wichtiger Punkt ja einfach
in der Beziehung auch ist,
wie viele Menschen.
Ja und bevor wir jetzt gleich dazu kommen,
wie man denn das Ganze löst
und damit gut umgehen kann,
ist vielleicht nochmal wichtig zu sagen,
dass wir ja letztendlich
keine Sexualtherapeuten sind.
Das heißt, wenn es nun
um spezielle sexuelle Praktiken,
Wünschen, Vorliebe und andere Themen geht,
sind wir raus
und verweisen da dann auf andere Kollegen
und sagen, die werden da besser helfen können.
Bei uns geht es aber beim Thema körperliche Nähe
darum,
wenn einfach gewisse Dinge vorgefallen sind,
wie Konflikte, Streit,
emotionale Verletzungen,
andere Dinge, zu viele Ziele gesetzt,
Vorlauf,
lauter Aufgaben
keine Zeit mehr dafür finden, was auch immer
alles so vorkommen kann,
das sind unsere Themenbereiche,
wo wir euch bei unterstützen können.
Also das, was
wir auch immer sagen, letztendlich, wenn Konflikte
auftreten, wenn Paare in die Krise geraten,
dann ist die körperliche Nähe ganz häufig
das Erste, was verschwindet
und das Letzte, was wieder zurückkommt.
Und wenn halt Konflikte die Ursache
dafür sind, dass die körperliche
Nähe weniger geworden ist oder
verschwunden ist, dann wären wir
die richtigen Ansprechpartner. Genau, da könnt
ihr auch ganz offen nachfragen, wenn
ihr uns anruft, eine E-Mail schreibt,
da geben wir noch Auskunft und sind auch
ganz offen und würden das dann sonst auch ablehnen.
Dafür ist das
telefonische Erstgespräch da,
um genau das herauszufinden,
wo es dann auch ab und zu mal
dazu kommt, dass wir dann sagen, gut, das ist nicht
unser Themenbereich, da würde
ich mich eigentlich mal anwenden, der eine spezielle
sexualtherapeutische Ausbildung hat.
Genau.
Ja, wo wir auch schon genau da sind, was wir eben
schon angeteasert haben, eine
wichtige Lösung ist natürlich, Konflikte
nachhaltig aufzulösen, gerade
die, die in der Vergangenheit stattgefunden haben,
denn diese Konflikte,
die erfüllen
bestimmte Mechanismen, die
dann eintreten, die nämlich
diesen Zugang zur körperlichen Nähe
verhindern. Vielleicht magst du mal
beschreiben, was durch Konflikte
passiert und warum, wenn wir
uns dann irgendwie ein
Jahr gestritten haben und es uns irgendwie
nicht gut geht und wir in der Krise
uns fühlen, wir vielleicht gar keinen Bock mehr
haben, miteinander zu kuscheln.
Ja, was ist passiert? Also häufig
ist es ja so, wenn ein Streit
vorliegt, dass ja
negative Emotionen, verletzte
Gefühle entstehen, wie zum Beispiel
dann Emotionen wie Wut, Angst, Hass,
Trauer und dass diese Emotionen
sich in uns festsetzen.
Und am Anfang der Beziehung
sieht man den Menschen
häufig, auch aufgrund von Hormonausschüttungen,
besser als er ist
und im Laufe der Beziehung, je mehr Verletzungen
wir haben, also emotionale Verletzungen,
zueinander, sehen wir
den anderen in der Konfliktspirale am Ende
durch eine Brille, die
ihn oder sie schlechter
darstellt, als derjenige
ist. Und das
macht es natürlich auch schwierig, körperliche
Nähe zuzulassen, aufzubauen.
Dann haben wir eine Brille
auf den anderen entwickelt, wie derjenige
ist, unattraktiv
für uns vielleicht dann auch, dass wir
sagen, oder
durch Streitthemen, dass wir sagen, okay, derjenige
ist unzuverlässig, gibt sich keine
Mühe in anderen Themen.
Und dann entwickeln sich Erwartungshaltungen,
die nicht erfüllt werden, entwickeln
eigene Erwartungen
an einem selbst, die man
denkt, die der andere anderen hat.
Häufig ist es auch immer mal wieder
das Thema, das Aussehen, dass man
denkt, dass der andere einen ja gar nicht attraktiv mehr findet
und deshalb
das Papa manchmal unangenehm
ist, sich dem anderen
gegenüber zu zeigen. Also jetzt entstehen
ganz viele
Faktoren, so zwischenmenschlich,
auch kommunikativ interpretiert,
die das schwer machen, zueinander zu finden.
Und wenn diese Risse halt
in der Beziehung da sind,
sind wir halt verletzt.
Und dann ist das sehr schwer, zueinander zu finden.
Ja, da gehen wir ja mal konkret so vor, dass
wir an den Punkt zurückkehren, wann war es
mal gut. Das ist für uns immer ganz
wichtig. Wir gehen zur Sicherheit, zum
Kennenlernen zurück und gehen dann die
Beziehung auf eine Art Zeitstrahl
durch und prüfen,
wann gab es ungute Gefühle,
die nicht nachhaltig gelöst worden sind.
Das ploppt hoch, das
funktioniert bei Paaren, die 30 Jahre
zusammen sind, genauso gut wie bei Paaren,
die drei Jahre zusammen sind.
Die Dinge ploppen hoch, die Dinge werden einem
wieder bewusst, wenn man die
gewissen Ankerpunkte so durchläuft
und dann lösen wir die Gefühle, die
dahinter stehen, auf. Im Basisgefühl,
im tiefer liegenden Gefühl, manche sagen auch
Bauchgefühl und das
führt dazu, dass eben diese aufgestauten
Gefühle verschwinden,
dass die Brillen abgebaut werden und
dann gleichen wir natürlich auf den Ebenen darüber,
genauso wie du sagst, die Brillen, die Überzeugungen
ab und würden dann so etwas
wie, immer der
Mann muss damit beginnen, als Glaubenssatz
finden und dann merken, oh Mist,
da haben die beiden sich in eine Zwickmühle
begeben, weil
sie wartet auf den Mann und der Mann wartet auf
die Frau, weil er ist zweimal, dreimal abgelehnt
worden und sagt, dann probiere ich es nicht wieder,
das ist doof für mich, aber auch letztendlich
auf weiteren Ebenen zu schauen,
besteht irgendwo Stress, gibt es andere
Dinge, die für die Beziehung,
für körperliche Nähe hinderlich sind,
ich hatte im Coaching mal jemanden, der
jeden Tag
bis 21 Uhr gearbeitet hat,
also wirklich straight einen 12-13
Stunden Tag immer durchgezogen hat
und der kam im Prinzip nach Hause,
hat was gegessen und ist auf der Couch
oder im Bett sofort eingeschlafen,
das war's, da ist kein Platz für körperliche Nähe,
weil keine Ressourcen, keine Energie da sind,
also entsteht da nichts und
das sind so Dinge, wo man natürlich dann
auch wieder drauf schauen kann und prüfen muss,
wo liegt vielleicht da die Ursache,
nicht immer liegt die Ursache wirklich zwischen
menschlich zwischen den beiden, manchmal gibt es
äußere Faktoren, die das einfach
verhindern. Genau und eine
wichtige Lösung, glaube ich, ist auch immer
dieses über Bedürfnisse und Wünsche sprechen
und das kann man
aber erst, wenn die Verletzungen gelöst
sind, weil was sonst häufig passiert ist,
wenn wir verletzt sind, dass wir einen Wunsch äußern
und das kann ja auch körperliche
Art und Weise sein und das,
ich sage, ich wünsche mir von dir, dass du mich mehr in den Arm nimmst,
aber wenn Verletzungen zwischen uns sind
und ich sage dann nur, ich wünsche mir von dir
das, dann fühlst du dich schon so
provoziert oder
empfindest es so als Vorwurf,
dass der Wunsch gar nicht mehr ankommen kann.
Deswegen ist es für uns immer so wichtig,
zuerst die Konflikte und damit die emotionalen
Verletzungen, also dieses Fundament
wiederherzustellen, das ist für uns so
wichtig, weil
wir haben auch schon mal so von ein, zwei anderen Ansätzen
der Paartherapie gehört, was man
immer erzählt hat, der zu uns kam und sagt,
Mensch, da war man nicht so ganz glücklich mit,
wo dann der Ansatz war zu sagen, ja Mensch, ihr müsstet mal jeden Tag
eine halbe Stunde Händchen halten, fangen wir hier damit an,
dann wird es auch langsam wieder besser, also ihr müsst
einfach
mit der körperlichen Nähe wieder beginnen,
das wird schon wieder gehen, ihr müsst es nur machen.
Wo man so denkt, ja Mensch, aber wenn mich innerlich was zurückhält,
dann, dann, dann. Das ist ja wie ein Zwang, was der auferlegt wird.
Ja, dann will ich das nicht.
Dann wird das nicht nachhaltig sein
und nicht wirklich funktionieren.
Genau, und Ziel soll es ja sein, dass man auch über die Bedürfnisse
und Wünsche nachher sprechen kann, das offen ansprechen kann,
damit beide sozusagen auch
ja, kommunikativ
da gut sich
aufgehoben fühlen.
Genau, und dann
gibt es natürlich auch da wieder,
weitere Hilfsmittel, um mal eins
zu nennen, ist das Thema, diese
Tut-mir-gut-Liste, die wir immer wieder erwähnen,
die kann man natürlich für sich auch
als Paar gestalten, also eine
Tut-uns-gut-Liste, um
dann ganz bewusst Zeit für schöne
Momente zu sorgen, um
tatsächlich, ja einfach wieder
mehr Nähe zu schaffen, wenn das verloren gegangen ist,
aber auch letztendlich vielleicht Gelegenheiten
damit zu erschaffen
und infolgedessen
auch letztendlich wieder
aus diesem Alltagstrott
und diesen Aufgabenerfüllen
aus dem Gefühl von immer nur Sicherheit
herauszukommen, weil letztendlich
geht es auch darum, über
gemeinsame Abenteuer und Lebensmomente
eben für
Nervenkitzel, Stimmung, für
das Gefühl von Ich-Lebe zu sorgen,
um dann
mehr Gemeinsamkeiten, mehr
gemeinsame Lebensmomente zu schaffen.
Genau.
Und wichtig ist, glaube ich, auch, dass Paare
das nicht zu lange aufschieben.
Also,
dieser Leidensdruck, wenn körperlich
in denen nicht stattfindet,
ist wie bei vielen anderen Themen, ja,
die im Coaching immer wieder
aufkommen, einfach schon sehr, sehr lange
dann, ne? Also, dass man so eine Situation sehr
lange aushält und damit auch
in so einen Trott dann reinkommt
und je früher man so eine Themen angeht,
desto leichter ist es einfach
sie aufzulösen und
danach halt die gute Lösung zu finden, ne?
Da sind wir wieder bei unseren Lebensregeln, ne?
Lebensregel Nummer 9, aussprechen, anerkennen, was ist
und das, so,
so frühzeitig wie möglich. Also,
eigentlich, sobald ich merke, dass das Thema
mangelnde körperliche Nähe bei mir ein ungutes,
ein unstimmiges Gefühl auslöst,
ist es Zeit, das anzusprechen.
In der Hoffnung zu bleiben und zu sagen,
ja, das wird wohl irgendwann
sich wieder von alleine einpendeln,
das denkt der andere vielleicht auch. Genau.
Und dann pendelt sich da gar nichts ein,
sondern beide warten und warten
und man wundert sich dann,
wie schnell die Zeit verflogen ist und
zack, sitzen die Paare bei uns und sagen,
oh, die letzten fünf Jahre war irgendwie,
wie Streit und Krise und wir dachten,
das wird wieder und doch nicht und ich hab
schon mal vor einem Jahr nach Paartherapie geguckt,
aber dann kamen ja doch zwei, drei gute Wochen
und dann waren wieder Streitigkeiten
und jetzt sind wir endlich da und hätten
wir mal vor einem Jahr, dann wäre es vielleicht
einfacher gewesen. Ja, wäre es meistens.
Also,
abwarten verändert nichts, sondern
handeln bringt
Veränderungen hinein. Ja.
Gut,
das so als Lösungsansatz, also
Konflikte nachhaltig lösen,
Deckel, Brillen, Stress abbauen,
über Bedürfnisse und Wünsche sprechen
und gemeinsame Abenteuer
und Lebensmomente entwickeln, das sind
die Dinge, die
wieder zu mehr körperlicher Nähe
führen können, wenn das denn die Ursachen
dafür sind, dass diese bei euch
zurückgegangen ist. Wenn euch das
intensiver interessiert, haben wir nochmal
fünf Tipps in einem
Blogbeitrag für euch zusammengefasst.
Da stehen nochmal ein paar
mehr Details auch drin und
wir erzählen auch, warum ein
paar Coaching in eurer Situation
passend sein kann.
Genau, ansonsten hören wir uns das nächste
Mal. Und wenn ihr
dafür sorgen wollt, dass wir uns beim nächsten Mal
wirklich wieder hören, dann abonniert doch einfach
unseren Kanal, dann verpasst ihr keine
Folgen mehr. Bis bald. Bis dann.
Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
Podcast Summary
Key Points:
Die Abwesenheit körperlicher Nähe ist ein häufiges Symptom in beziehungsbezogenen Krisen und führt zu einem Gefühl der Absonderung und Unliebe.
Körperschaftsverlust entsteht oft nicht durch fehlende Lust, sondern durch emotional verletzte Glaubenssätze und negative Erwartungen.
Paare fühlen sich wie Freunde oder Geschwister, weil sie die körperliche Nähe verloren haben, was eine fehlende Identifikation als Liebespaar bedeutet.
Ein zentrales Problem ist die fehlende oder fehlerhafte Kommunikation über Bedürfnisse, was zu Missverständnissen und emotionalen Abwehrmechanismen führt.
Glaubenssätze wie „der Mann muss anfangen“ oder „getrenntes Schlafzimmer bedeutet Beziehungsende“ sind oft aus früheren Erfahrungen entstanden und behindern die Nähe.
Konflikte und Verletzungen sind oft die Ursache für die Abwesenheit körperlicher Nähe, wobei negative Emotionen wie Wut oder Trauer dauerhaft verankert sind.
Die Lösung beginnt mit der nachhaltigen Aufklärung und Löschung dieser Konflikte, um die emotionalen „Brillen“ abzubauen.
Gemeinsame Lebensmomente, Abenteuer und eine „Tut-mir-gut-Liste“ fördern wieder ein Gefühl von Zueinander und Nähe.
Summary:
Die Folge behandelt das Thema verlorene körperliche Nähe in Beziehungen und ihre tiefen Ursachen. Paare berichten von einem Zustand des „Nebeneinanders“, bei dem sie sich wie Freunde oder Geschwister fühlen, anstatt als Liebespaar. Dies entsteht häufig durch emotionale Verletzungen, Glaubenssätze und unerkannte Konflikte, die sich durch negative Emotionen wie Wut oder Trauer festsetzen.
Körperschaft wird nicht nur durch fehlende Berührung, sondern durch fehlende Kommunikation über Bedürfnisse beeinträchtigt, wobei einzeln festgestellt wird, dass der andere oft auf dem anderen wartet. Die Lösung beginnt mit der nachhaltigen Aufarbeitung von Vergangenheitskonflikten, um emotionale „Brillen“ abzubauen. Only dann können Paare offen über ihre Wünsche und Bedürfnisse sprechen und gemeinsame Rituale, wie eine „Tut-mir-gut-Liste“ oder Abenteuer, schaffen, um Nähe wieder zu erleben.
Wichtige Erkenntnisse zeigen, dass die Abwesenheit körperlicher Nähe oft nicht durch mangelnde Attraktion, sondern durch verletzte Werte und unerfüllte Erwartungen entsteht. Es wird betont, dass Abwarten nichts ändert, sondern handfeste, emotionale Arbeit notwendig ist, um langfristige Wiederherstellung der Beziehung und des Zusammenhalts zu erreichen. Die Lebens-Ear-Listen richten sich auf die emotionale Grundlage aus, nicht auf sexuelle Aspekte, und empfehlen, frühzeitig über die Situation zu sprechen, um eine zukünftige Veränderung zu ermöglichen.
FAQs
Körperliche Nähe verschwindet oft nach Konflikten, verletzten Gefühlen oder mangelnden Kommunikation. Auch Glaubenssätze wie 'der andere muss anfangen' oder Stress aus beruflichen Aufgaben können dazu führen, dass Paare sich nicht mehr nahe kommen.
Es geht nicht nur um Sex, sondern um Handreichungen wie Küssen, Umarmen, Händchen halten oder gemeinsame Rituale vor dem Einschlafen. Es ist ein wichtiges Zeichen für Liebe und Nähe.
Wenn körperliche Nähe fehlt, kann sich die Beziehung zu einem Nebeneinander her entwickeln, bei dem beide sich wie Freunde oder Geschwister fühlen. Dies führt zu weniger emotionaler Nähe und weniger Paarzeit.
Ja, besonders wenn körperliche Nähe die 'Sprache der Liebe' für eine Person ist. Wenn sie nicht mehr erhalten wird, fühlt sich die Person geliebt und verletzt, was zu langfristigen Ungewissheiten und Angstzuständen führen kann.
Nicht unbedingt. Es kann aus verschiedenen Gründen wie schlechtem Schlaf, Kindern im Bett oder beruflichen Bedingungen entstehen. Es ist wichtig, die Gründe hinter dieser Entscheidung zu hinterfragen und nicht automatisch eine Beziehungsende daraus zu schließen.
Durch nachhaltige Konflikte aufzulösen, emotionale Brillen abzubauen und über Bedürfnisse und Wünsche offen zu sprechen. Auch gemeinsame Abenteuer und kleine Rituale helfen, Nähe wieder zu schaffen.
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