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Achtung, Beziehungsaus? Das könnt ihr tun, wenn ihr keine körperliche Nähe mehr spürt

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Achtung, Beziehungsaus? Das könnt ihr tun, wenn ihr keine körperliche Nähe mehr spürt

Die Folge behandelt das Thema verlorene körperliche Nähe in Beziehungen und ihre tiefen Ursachen. Paare berichten von einem Zustand des „Nebeneinanders“, bei dem sie sich wie Freunde oder Geschwister fühlen, anstatt als Liebespaar. Dies entsteht häufig durch emotionale Verletzungen, Glaubenssätze und unerkannte Konflikte, die sich durch negative Emotionen wie Wut oder Trauer festsetzen. Körperschaft wird nicht nur durch fehlende Berührung, sondern durch fehlende Kommunikation über Bedürfnisse beeinträchtigt, wobei einzeln festgestellt wird, dass der andere oft auf dem anderen wartet. Die Lösung beginnt mit der nachhaltigen Aufarbeitung von Vergangenheitskonflikten, um emotionale „Brillen“ abzubauen. Only dann können Paare offen über ihre Wünsche und Bedürfnisse sprechen und gemeinsame Rituale, wie eine „Tut-mir-gut-Liste“ oder Abenteuer, schaffen, um Nähe wieder zu erleben. Wichtige Erkenntnisse zeigen, dass die Abwesenheit körperlicher Nähe oft nicht durch mangelnde Attraktion, sondern durch verletzte Werte und unerfüllte Erwartungen entsteht. Es wird betont, dass Abwarten nichts ändert, sondern handfeste, emotionale Arbeit notwendig ist, um langfristige Wiederherstellung der Beziehung und des Zusammenhalts zu erreichen. Die Lebens-Ear-Listen richten sich auf die emotionale Grundlage aus, nicht auf sexuelle Aspekte, und empfehlen, frühzeitig über die Situation zu sprechen, um eine zukünftige Veränderung zu ermöglichen.

Transcription

3316 Words, 20492 Characters

German
Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Folge bei den Lebens-Ear-Listen. In dieser Folge soll es darum gehen, was ihr tun könnt, wenn ihr keine körperliche Nähe mehr spürt und eure Beziehung wieder stärken und zueinander finden möchtet. Ich bin Florian. Ich bin Ina. Wir sind die Lebens-Ear-Listen, wir sind Paartherapeuten und Coaches und helfen Paaren raus aus der Krise hinein in eine glückliche und harmonische Beziehung. Eine typische Situation, von denen Paaren immer bei uns wieder berichten, ist so der Abend auf der Couch, wenn jeder so sein eigenes Ding macht. Also wenn der eine vielleicht am Handy hängt und Online-Shopping macht, der andere guckt Fernsehen oder liest was. Und eigentlich sind beide unglücklich, weil sie sagen, wir leben wie Geschwister nebeneinander her. Bei uns ist keine körperliche Nähe mehr, es wird nicht mehr gekuschelt. Es ist vielleicht sogar schon unangenehm. Wenn einer anfängt, körperliche Nähe zu suchen, dass der andere ihn dann zurückweist, wenn mal ein Arm umgelegt wird. Und das ist so eine Situation, wo Paare sehr, sehr unglücklich mit sind. Also der eine mehr, der andere weniger, wenn die körperliche Nähe in einer Beziehung verschwindet. Ist häufig so der zweite Punkt, der mitgenannt wird, wenn man fragt, was ist das Thema bei euch? Dann ist so der erste Punkt, der in verschiedensten Varianten auftritt, dass man sagt, so Kommunikation in Form von vielleicht Streit oder was auch immer. Aber das zweite ist dann auch häufig, dass man sagt, wir haben keine körperliche Nähe mehr. Ja. Das in zwei verschiedenen Konstellationen. Das eine ist, dass wirklich die beiden so sehr im Streit sind und in der Krise sind, dass an körperliche Nähe gerade gar nicht zu denken ist. Das andere ist, dass einfach die beiden, wie du schon sagst, eher sich wie Freunde und Geschwister fühlen, nebeneinander her, relativ harmonisch leben. Ja, das gibt es auch. Und gemeinsam Ziele erfüllen und all sowas. Aber einfach diese körperliche Nähe nicht da ist. Und das hat ja auch ganz unterschiedliche Auswirkungen. Also körperliche Nähe, um das ganz direkt anzusprechen, damit ist natürlich nicht nur gemeint, miteinander zu schlafen, sondern halt auch, dass manche Paare sich nicht mehr küssen, nicht mehr umarmen, nicht mehr in den Arm nehmen, keine Rituale mehr stattfinden vorm Einschlafen. Oder wenn einer nach Hause kommt, der nicht mehr richtig begrüßt wird, dass auf der Couch der eine an der einen Seite sitzt, der andere auf der anderen Seite. Und ja, dass alles sozusagen runtergefahren wird an körperlicher Nähe. Genau. Und das ist so dieses Thema im Alltag. Wenig Paarzeit geht damit auch einher meistens. Also, dass man sich wenig qualitative Paarzeit nimmt. Und man findet so halt nicht mehr so richtig zueinander. Und es ist so dieses, wie du schon sagst, dieses Nebeneinander her. Und da ist halt die Frage, ob das Bedürfnis gar nicht mehr da ist. Oder ob das Bedürfnis vielleicht auch einfach nur gedeckelt ist von verschiedenen Streitsituationen. Was ja auch völlig normal wäre, ne? Was dann wiederum normal ist. Wenn ich überall im Konflikt bin mit jemandem, dann mag ich denjenigen ja auch nicht anfassen, weil dann bin ich ja sauer oder wütend oder traurig. Genau. Also, es gibt verschiedene Wege, warum sich das da so hinentwickeln kann. Mit der Folge, dass auch aus diesem Mangel an körperlicher Nähe weitere ungute Gefühle und weiterer Streit entstehen kann. Also, das ist dann quasi ein neues Konfliktfeld, was aufgebaut wird. Und da gibt es halt noch diesen Sonderpunkt, einen besonderen Fall, das finde ich mal sehr spannend. Wir haben ja auch das Thema Sprachen der Liebe immer im Coaching. Wo es darum geht, dass jeder eine andere Sprache der Liebe spricht. Das haben wir auch schon in verschiedenen Podcasts schon mal erwähnt. YouTube-Video, glaube ich, auch schon mal. Und es gibt ja diese eine Sprache der Liebe der körperlichen Nähe. Und wenn ein Part körperliche Nähe als seine Sprache der Liebe hat, dann fühlt die Person sich ja besonders dann geliebt, wenn körperliche Nähe besteht. Das heißt natürlich im Umkehrschluss, wenn derjenige oder diejenige keine körperliche Nähe mehr bekommt, ist ein starkes Mangelgefühl da. Und das fühlt sich natürlich noch viel stärker an als jemand, der sagt, ja, bei uns gibt es keine körperliche Nähe mehr. Der andere wird dann sagen, ja, es gibt bei uns keine körperliche Nähe mehr. Ich fühle mich nicht mehr geliebt. Und damit ist ja schon eine ganz andere Dynamik dahinter. Ja, es macht ein Verlustgefühl dann auch, was teilweise dann fortwährend ist. Bleibt der Beziehung aber irgendwie doch alleine. Und ja, gerade wenn jemand unter Verlustängsten, Angst vor Einsamkeit und so weiter leidet, so wird so ein Gefühl tagtäglich angetriggert und macht dauerhaft einfach ungute Gefühle. Ich hatte es in einem Coaching, dass ein paar beide körperliche Nähe als Anteil Sprache der Liebe hatten, aber als größeren Anteil auch. Und ja, verschiedenste Glaubenssätze, das verhindert, haben, dass es aber zur körperlichen Nähe kam. Der Glaubenssatz bei ihr war, dass das vom Mann ausgehen muss, dass der das quasi immer startet. Und bei ihm gab es dann wiederum ein, zweimal eine Ablehnung, woraus er dann gezogen hat, okay, dann, ich weiß nicht so recht, wann sie will und wann nicht. Und dann lasse ich sie halt machen. Und sie hat gedacht, ja, der Mann macht aber zuerst. Und schon ist irgendwie über Jahre nicht wirklich was passiert. Dann ist alles zurückgegangen. Aufkommung, Händchen halten und so weiter. Weil beide darauf gewartet haben, dass der andere jetzt was macht und es einfach nicht offen ausgesprochen wurde. Es kommt also dazu, dass man eher nebeneinander herlebt. Wir haben es eben schon erwähnt. Man fühlt sich weniger als Liebespaar. Paare beschreiben, dass sie wie in einer WG oder wie Freunde und Geschwister zusammenleben. Genau, und da hatte ich auch mal einen Fall, ganz spannend. Es gibt ja immer so die Diskussion, wie das ist, wenn man getrennt einen Schlafzimmer hat. Ja. Also wenn man als Paar getrennt schläft. Nicht nur irgendwie mal so, sondern also wirklich dauerhaft, dass so sich einrichtet. Und da hatte ich auch mal eine Person, die gesagt hat, getrenntes Schlafzimmer ist für mich ein Hinweis darauf, dass die Beziehung bald zu Ende ist. Also ein harter Glaubenssatz, der da einwirkt dann. Und das kann ja auch, also das wurde ich auch schon öfters mal gefragt, wie das ist, ob das gut ist für eine Beziehung. Und das ist ja wie bei vielen Themen so. Die Frage ist ja immer, was ist der Grund dahinter? Warum möchte man getrenntes Schlafzimmer? Das kann ja verschiedenste Gründe haben von, man kann besser schlafen. Meistens schnarchen und Schlafabgehöre. Ja, oder einer hat vielleicht einen Job, wo man sehr, sehr früh aufstehen muss. Und der andere sagt, boah, ich werde immer geweckt und mir fehlen dann zwei, drei Stunden Schlaf. Das ist ja auch auf Dauer nicht aushaltbar. Oder auch so was wie Thema Familie im Bett. Das ist auch ein Streitthema, dass gesagt wird, ich möchte, einer von beiden möchte nicht mehr, dass die Kinder mit im Bett schlafen. Und gesagt wird, gibt es keine körperliche Nähe mehr oder du nutzt die Situation. Wir können uns ja gar nicht mehr nahe kommen, weil wir haben jetzt ja ein Kind oder Kinder, die mit im Bett schlafen und so weiter. Und da geht es ja auch darum, diese Glaubenssätze zu hinterfragen oder auch diese Interpretationen zu hinterfragen. Also gibt es nur körperliche Nähe im Bett? Sind die Kinder wirklich ein Grund, warum man nicht mehr körperlich zueinander findet? Gibt es diesen, also ist dieser Glaubenssatz, den man hat, wirklich ein fester Glaubenssatz, den man beibehalten möchte? Oder limitiert der mich eigentlich im Denken? Und wenn man ehrlich ist, eigentlich sehr, sehr viele Glaubenssätze sind ja einfach nur aus Prägungen entstanden, die ja nirgendwo stehen. Es steht ja nirgendwo geschrieben, dass wir so handeln müssen. Sondern das ist ja eine Sache, die aus mir selbst herauskommt, die ich denke, die so sein sollte. Und es kann als schlimmste Folge ein Schritt raus aus der Beziehung sein, also in Richtung Beziehungsende in verschiedenen Formen. Entweder, dass sich das dadurch auseinanderentwickelt, oder aber auch, dass jemand aufgrund des Mangelgefühls und der Bedürfnisse, die da sind, in die Verlegenheit, Gelegenheit gerät, fremdzugehen, eine Affäre zu beginnen, was auch immer, um da diesen Ausgleich zu schaffen, weil einfach über lange Zeit Mangelgefühl da ist. Es kann Mangel auch in Form von Anerkennung sein, aber Liebe letztendlich auch. Und gerade, was du angesprochen hast, wenn das die Sprache der Liebe ist und die über längere Zeit, nicht bedient, nicht gesprochen wird, dann ist einfach der Mangel irgendwann so groß, dass vielleicht solche Situationen entstehen können. Das ist ja auch etwas, was wir sehr regelmäßig als Thema im Coaching haben, fremdgehen oder affären. Und ein letzter Punkt nochmal so zu der Folge ist natürlich auch so die Kommunikation, die daraus entsteht. Also oftmals ist es auch so eine Paz-Situation, dass Paaren ja nicht darüber sprechen, was sie möchten, wie sie sich körperlich in Nähe vorstellen, dass der eine davon ausgeht, dass der andere, das und das nicht möchte, das nicht will und da dann auch so Brillen aufeinander entstehen, die einfach bei dem Thema körperliche Nähe, wir sprechen das Thema auch sehr direkt im Coaching manchmal auch an, weil da einfach noch so, das ist noch so schambelastet, das ist vielen Menschen so unangenehm, obwohl das so ein wichtiger Punkt ja einfach in der Beziehung auch ist, wie viele Menschen. Ja und bevor wir jetzt gleich dazu kommen, wie man denn das Ganze löst und damit gut umgehen kann, ist vielleicht nochmal wichtig zu sagen, dass wir ja letztendlich keine Sexualtherapeuten sind. Das heißt, wenn es nun um spezielle sexuelle Praktiken, Wünschen, Vorliebe und andere Themen geht, sind wir raus und verweisen da dann auf andere Kollegen und sagen, die werden da besser helfen können. Bei uns geht es aber beim Thema körperliche Nähe darum, wenn einfach gewisse Dinge vorgefallen sind, wie Konflikte, Streit, emotionale Verletzungen, andere Dinge, zu viele Ziele gesetzt, Vorlauf, lauter Aufgaben keine Zeit mehr dafür finden, was auch immer alles so vorkommen kann, das sind unsere Themenbereiche, wo wir euch bei unterstützen können. Also das, was wir auch immer sagen, letztendlich, wenn Konflikte auftreten, wenn Paare in die Krise geraten, dann ist die körperliche Nähe ganz häufig das Erste, was verschwindet und das Letzte, was wieder zurückkommt. Und wenn halt Konflikte die Ursache dafür sind, dass die körperliche Nähe weniger geworden ist oder verschwunden ist, dann wären wir die richtigen Ansprechpartner. Genau, da könnt ihr auch ganz offen nachfragen, wenn ihr uns anruft, eine E-Mail schreibt, da geben wir noch Auskunft und sind auch ganz offen und würden das dann sonst auch ablehnen. Dafür ist das telefonische Erstgespräch da, um genau das herauszufinden, wo es dann auch ab und zu mal dazu kommt, dass wir dann sagen, gut, das ist nicht unser Themenbereich, da würde ich mich eigentlich mal anwenden, der eine spezielle sexualtherapeutische Ausbildung hat. Genau. Ja, wo wir auch schon genau da sind, was wir eben schon angeteasert haben, eine wichtige Lösung ist natürlich, Konflikte nachhaltig aufzulösen, gerade die, die in der Vergangenheit stattgefunden haben, denn diese Konflikte, die erfüllen bestimmte Mechanismen, die dann eintreten, die nämlich diesen Zugang zur körperlichen Nähe verhindern. Vielleicht magst du mal beschreiben, was durch Konflikte passiert und warum, wenn wir uns dann irgendwie ein Jahr gestritten haben und es uns irgendwie nicht gut geht und wir in der Krise uns fühlen, wir vielleicht gar keinen Bock mehr haben, miteinander zu kuscheln. Ja, was ist passiert? Also häufig ist es ja so, wenn ein Streit vorliegt, dass ja negative Emotionen, verletzte Gefühle entstehen, wie zum Beispiel dann Emotionen wie Wut, Angst, Hass, Trauer und dass diese Emotionen sich in uns festsetzen. Und am Anfang der Beziehung sieht man den Menschen häufig, auch aufgrund von Hormonausschüttungen, besser als er ist und im Laufe der Beziehung, je mehr Verletzungen wir haben, also emotionale Verletzungen, zueinander, sehen wir den anderen in der Konfliktspirale am Ende durch eine Brille, die ihn oder sie schlechter darstellt, als derjenige ist. Und das macht es natürlich auch schwierig, körperliche Nähe zuzulassen, aufzubauen. Dann haben wir eine Brille auf den anderen entwickelt, wie derjenige ist, unattraktiv für uns vielleicht dann auch, dass wir sagen, oder durch Streitthemen, dass wir sagen, okay, derjenige ist unzuverlässig, gibt sich keine Mühe in anderen Themen. Und dann entwickeln sich Erwartungshaltungen, die nicht erfüllt werden, entwickeln eigene Erwartungen an einem selbst, die man denkt, die der andere anderen hat. Häufig ist es auch immer mal wieder das Thema, das Aussehen, dass man denkt, dass der andere einen ja gar nicht attraktiv mehr findet und deshalb das Papa manchmal unangenehm ist, sich dem anderen gegenüber zu zeigen. Also jetzt entstehen ganz viele Faktoren, so zwischenmenschlich, auch kommunikativ interpretiert, die das schwer machen, zueinander zu finden. Und wenn diese Risse halt in der Beziehung da sind, sind wir halt verletzt. Und dann ist das sehr schwer, zueinander zu finden. Ja, da gehen wir ja mal konkret so vor, dass wir an den Punkt zurückkehren, wann war es mal gut. Das ist für uns immer ganz wichtig. Wir gehen zur Sicherheit, zum Kennenlernen zurück und gehen dann die Beziehung auf eine Art Zeitstrahl durch und prüfen, wann gab es ungute Gefühle, die nicht nachhaltig gelöst worden sind. Das ploppt hoch, das funktioniert bei Paaren, die 30 Jahre zusammen sind, genauso gut wie bei Paaren, die drei Jahre zusammen sind. Die Dinge ploppen hoch, die Dinge werden einem wieder bewusst, wenn man die gewissen Ankerpunkte so durchläuft und dann lösen wir die Gefühle, die dahinter stehen, auf. Im Basisgefühl, im tiefer liegenden Gefühl, manche sagen auch Bauchgefühl und das führt dazu, dass eben diese aufgestauten Gefühle verschwinden, dass die Brillen abgebaut werden und dann gleichen wir natürlich auf den Ebenen darüber, genauso wie du sagst, die Brillen, die Überzeugungen ab und würden dann so etwas wie, immer der Mann muss damit beginnen, als Glaubenssatz finden und dann merken, oh Mist, da haben die beiden sich in eine Zwickmühle begeben, weil sie wartet auf den Mann und der Mann wartet auf die Frau, weil er ist zweimal, dreimal abgelehnt worden und sagt, dann probiere ich es nicht wieder, das ist doof für mich, aber auch letztendlich auf weiteren Ebenen zu schauen, besteht irgendwo Stress, gibt es andere Dinge, die für die Beziehung, für körperliche Nähe hinderlich sind, ich hatte im Coaching mal jemanden, der jeden Tag bis 21 Uhr gearbeitet hat, also wirklich straight einen 12-13 Stunden Tag immer durchgezogen hat und der kam im Prinzip nach Hause, hat was gegessen und ist auf der Couch oder im Bett sofort eingeschlafen, das war's, da ist kein Platz für körperliche Nähe, weil keine Ressourcen, keine Energie da sind, also entsteht da nichts und das sind so Dinge, wo man natürlich dann auch wieder drauf schauen kann und prüfen muss, wo liegt vielleicht da die Ursache, nicht immer liegt die Ursache wirklich zwischen menschlich zwischen den beiden, manchmal gibt es äußere Faktoren, die das einfach verhindern. Genau und eine wichtige Lösung, glaube ich, ist auch immer dieses über Bedürfnisse und Wünsche sprechen und das kann man aber erst, wenn die Verletzungen gelöst sind, weil was sonst häufig passiert ist, wenn wir verletzt sind, dass wir einen Wunsch äußern und das kann ja auch körperliche Art und Weise sein und das, ich sage, ich wünsche mir von dir, dass du mich mehr in den Arm nimmst, aber wenn Verletzungen zwischen uns sind und ich sage dann nur, ich wünsche mir von dir das, dann fühlst du dich schon so provoziert oder empfindest es so als Vorwurf, dass der Wunsch gar nicht mehr ankommen kann. Deswegen ist es für uns immer so wichtig, zuerst die Konflikte und damit die emotionalen Verletzungen, also dieses Fundament wiederherzustellen, das ist für uns so wichtig, weil wir haben auch schon mal so von ein, zwei anderen Ansätzen der Paartherapie gehört, was man immer erzählt hat, der zu uns kam und sagt, Mensch, da war man nicht so ganz glücklich mit, wo dann der Ansatz war zu sagen, ja Mensch, ihr müsstet mal jeden Tag eine halbe Stunde Händchen halten, fangen wir hier damit an, dann wird es auch langsam wieder besser, also ihr müsst einfach mit der körperlichen Nähe wieder beginnen, das wird schon wieder gehen, ihr müsst es nur machen. Wo man so denkt, ja Mensch, aber wenn mich innerlich was zurückhält, dann, dann, dann. Das ist ja wie ein Zwang, was der auferlegt wird. Ja, dann will ich das nicht. Dann wird das nicht nachhaltig sein und nicht wirklich funktionieren. Genau, und Ziel soll es ja sein, dass man auch über die Bedürfnisse und Wünsche nachher sprechen kann, das offen ansprechen kann, damit beide sozusagen auch ja, kommunikativ da gut sich aufgehoben fühlen. Genau, und dann gibt es natürlich auch da wieder, weitere Hilfsmittel, um mal eins zu nennen, ist das Thema, diese Tut-mir-gut-Liste, die wir immer wieder erwähnen, die kann man natürlich für sich auch als Paar gestalten, also eine Tut-uns-gut-Liste, um dann ganz bewusst Zeit für schöne Momente zu sorgen, um tatsächlich, ja einfach wieder mehr Nähe zu schaffen, wenn das verloren gegangen ist, aber auch letztendlich vielleicht Gelegenheiten damit zu erschaffen und infolgedessen auch letztendlich wieder aus diesem Alltagstrott und diesen Aufgabenerfüllen aus dem Gefühl von immer nur Sicherheit herauszukommen, weil letztendlich geht es auch darum, über gemeinsame Abenteuer und Lebensmomente eben für Nervenkitzel, Stimmung, für das Gefühl von Ich-Lebe zu sorgen, um dann mehr Gemeinsamkeiten, mehr gemeinsame Lebensmomente zu schaffen. Genau. Und wichtig ist, glaube ich, auch, dass Paare das nicht zu lange aufschieben. Also, dieser Leidensdruck, wenn körperlich in denen nicht stattfindet, ist wie bei vielen anderen Themen, ja, die im Coaching immer wieder aufkommen, einfach schon sehr, sehr lange dann, ne? Also, dass man so eine Situation sehr lange aushält und damit auch in so einen Trott dann reinkommt und je früher man so eine Themen angeht, desto leichter ist es einfach sie aufzulösen und danach halt die gute Lösung zu finden, ne? Da sind wir wieder bei unseren Lebensregeln, ne? Lebensregel Nummer 9, aussprechen, anerkennen, was ist und das, so, so frühzeitig wie möglich. Also, eigentlich, sobald ich merke, dass das Thema mangelnde körperliche Nähe bei mir ein ungutes, ein unstimmiges Gefühl auslöst, ist es Zeit, das anzusprechen. In der Hoffnung zu bleiben und zu sagen, ja, das wird wohl irgendwann sich wieder von alleine einpendeln, das denkt der andere vielleicht auch. Genau. Und dann pendelt sich da gar nichts ein, sondern beide warten und warten und man wundert sich dann, wie schnell die Zeit verflogen ist und zack, sitzen die Paare bei uns und sagen, oh, die letzten fünf Jahre war irgendwie, wie Streit und Krise und wir dachten, das wird wieder und doch nicht und ich hab schon mal vor einem Jahr nach Paartherapie geguckt, aber dann kamen ja doch zwei, drei gute Wochen und dann waren wieder Streitigkeiten und jetzt sind wir endlich da und hätten wir mal vor einem Jahr, dann wäre es vielleicht einfacher gewesen. Ja, wäre es meistens. Also, abwarten verändert nichts, sondern handeln bringt Veränderungen hinein. Ja. Gut, das so als Lösungsansatz, also Konflikte nachhaltig lösen, Deckel, Brillen, Stress abbauen, über Bedürfnisse und Wünsche sprechen und gemeinsame Abenteuer und Lebensmomente entwickeln, das sind die Dinge, die wieder zu mehr körperlicher Nähe führen können, wenn das denn die Ursachen dafür sind, dass diese bei euch zurückgegangen ist. Wenn euch das intensiver interessiert, haben wir nochmal fünf Tipps in einem Blogbeitrag für euch zusammengefasst. Da stehen nochmal ein paar mehr Details auch drin und wir erzählen auch, warum ein paar Coaching in eurer Situation passend sein kann. Genau, ansonsten hören wir uns das nächste Mal. Und wenn ihr dafür sorgen wollt, dass wir uns beim nächsten Mal wirklich wieder hören, dann abonniert doch einfach unseren Kanal, dann verpasst ihr keine Folgen mehr. Bis bald. Bis dann. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Abwesenheit körperlicher Nähe ist ein häufiges Symptom in beziehungsbezogenen Krisen und führt zu einem Gefühl der Absonderung und Unliebe.
  2. Körperschaftsverlust entsteht oft nicht durch fehlende Lust, sondern durch emotional verletzte Glaubenssätze und negative Erwartungen.
  3. Paare fühlen sich wie Freunde oder Geschwister, weil sie die körperliche Nähe verloren haben, was eine fehlende Identifikation als Liebespaar bedeutet.
  4. Ein zentrales Problem ist die fehlende oder fehlerhafte Kommunikation über Bedürfnisse, was zu Missverständnissen und emotionalen Abwehrmechanismen führt.
  5. Glaubenssätze wie „der Mann muss anfangen“ oder „getrenntes Schlafzimmer bedeutet Beziehungsende“ sind oft aus früheren Erfahrungen entstanden und behindern die Nähe.
  6. Konflikte und Verletzungen sind oft die Ursache für die Abwesenheit körperlicher Nähe, wobei negative Emotionen wie Wut oder Trauer dauerhaft verankert sind.
  7. Die Lösung beginnt mit der nachhaltigen Aufklärung und Löschung dieser Konflikte, um die emotionalen „Brillen“ abzubauen.
  8. Gemeinsame Lebensmomente, Abenteuer und eine „Tut-mir-gut-Liste“ fördern wieder ein Gefühl von Zueinander und Nähe.

Summary:

Die Folge behandelt das Thema verlorene körperliche Nähe in Beziehungen und ihre tiefen Ursachen. Paare berichten von einem Zustand des „Nebeneinanders“, bei dem sie sich wie Freunde oder Geschwister fühlen, anstatt als Liebespaar. Dies entsteht häufig durch emotionale Verletzungen, Glaubenssätze und unerkannte Konflikte, die sich durch negative Emotionen wie Wut oder Trauer festsetzen.

Körperschaft wird nicht nur durch fehlende Berührung, sondern durch fehlende Kommunikation über Bedürfnisse beeinträchtigt, wobei einzeln festgestellt wird, dass der andere oft auf dem anderen wartet. Die Lösung beginnt mit der nachhaltigen Aufarbeitung von Vergangenheitskonflikten, um emotionale „Brillen“ abzubauen. Only dann können Paare offen über ihre Wünsche und Bedürfnisse sprechen und gemeinsame Rituale, wie eine „Tut-mir-gut-Liste“ oder Abenteuer, schaffen, um Nähe wieder zu erleben.

Wichtige Erkenntnisse zeigen, dass die Abwesenheit körperlicher Nähe oft nicht durch mangelnde Attraktion, sondern durch verletzte Werte und unerfüllte Erwartungen entsteht. Es wird betont, dass Abwarten nichts ändert, sondern handfeste, emotionale Arbeit notwendig ist, um langfristige Wiederherstellung der Beziehung und des Zusammenhalts zu erreichen. Die Lebens-Ear-Listen richten sich auf die emotionale Grundlage aus, nicht auf sexuelle Aspekte, und empfehlen, frühzeitig über die Situation zu sprechen, um eine zukünftige Veränderung zu ermöglichen.

FAQs

Körperliche Nähe verschwindet oft nach Konflikten, verletzten Gefühlen oder mangelnden Kommunikation. Auch Glaubenssätze wie 'der andere muss anfangen' oder Stress aus beruflichen Aufgaben können dazu führen, dass Paare sich nicht mehr nahe kommen.

Es geht nicht nur um Sex, sondern um Handreichungen wie Küssen, Umarmen, Händchen halten oder gemeinsame Rituale vor dem Einschlafen. Es ist ein wichtiges Zeichen für Liebe und Nähe.

Wenn körperliche Nähe fehlt, kann sich die Beziehung zu einem Nebeneinander her entwickeln, bei dem beide sich wie Freunde oder Geschwister fühlen. Dies führt zu weniger emotionaler Nähe und weniger Paarzeit.

Ja, besonders wenn körperliche Nähe die 'Sprache der Liebe' für eine Person ist. Wenn sie nicht mehr erhalten wird, fühlt sich die Person geliebt und verletzt, was zu langfristigen Ungewissheiten und Angstzuständen führen kann.

Nicht unbedingt. Es kann aus verschiedenen Gründen wie schlechtem Schlaf, Kindern im Bett oder beruflichen Bedingungen entstehen. Es ist wichtig, die Gründe hinter dieser Entscheidung zu hinterfragen und nicht automatisch eine Beziehungsende daraus zu schließen.

Durch nachhaltige Konflikte aufzulösen, emotionale Brillen abzubauen und über Bedürfnisse und Wünsche offen zu sprechen. Auch gemeinsame Abenteuer und kleine Rituale helfen, Nähe wieder zu schaffen.

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