Abnehmspritze: Wie wirkt Ozempic & Co auf Muskeln, Darm und Stoffwechsel
17m 19s
Die Diskussion um Abnehmspritzen wie Ozempic polarisiert zwischen Hoffnung auf eine einfache Lösung und der Sorge vor Abhängigkeit. Es handelt sich um GLP-1-Analoga, die das körpereigene Sättigungshormon nachahmen. Sie wirken, indem sie den Appetit zügeln, die Magenentleerung verlangsamen und das ständige Gedankenkreisen um Essen reduzieren. Bei vielen Menschen mit Übergewicht ist die natürliche GLP-1-Funktion gestört, oft verbunden mit einem ungünstigen Darmmikrobiom.
Die Spritzen können zu einer signifikanten Gewichtsabnahme führen, bergen aber auch Risiken wie gastrointestinale Nebenwirkungen, Nährstoffmangel und Muskelabbau. Entscheidend ist die Erkenntnis, dass die Spritze allein keine dauerhafte Lösung ist. Ohne parallele grundlegende Änderungen der Ernährung, Bewegung und Lebensgewohnheiten ist ein Jo-Jo-Effekt nach dem Absetzen sehr wahrscheinlich. Daher wird betont, dass die Spritze nur als Teil eines individuellen, ganzheitlichen Gesundheitskonzepts sinnvoll ist, um initiale Erfolge zu erzielen und die Motivation für nachhaltige Veränderungen zu fördern. Ein reiner "Quick-Fix" ohne eigene Anstrengung existiert nicht.
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2047 Words, 14323 Characters
Ist die Abnehmenspritze der langersehnte heilige, gerade gegenübergewicht? Oder ist sie der gefährliche Beginn einer Abhängigkeit? Über kaum ein Thema wird gerade so hitzig diskutiert, wie über Osempic und Co. Wie die Spritze als Quick-Fix gehypt, auf jeden Fall ja. Aber ist sie wirklich auch die Lösung? Die Wahrheit ist? Wenn du glaubst, du kannst dich Schlangspritzen ohne dein Leben zu verändern, dann habe ich jetzt hier extrem schlechte Nachrichten für dich. Wir sehen Muskelabbau, Jojo Effekte, Stoffwechselprobleme, immer dann, wenn man dieses mächtige Werkzeug falsch bedient. Ich sage es dir nach 20 Jahren Erfahrung ganz konkret. Ich bin ein Fan der Spritze, wenn sie in einem passenden Gesamtkonzept angewendet wird. Aber ich bin ihr größter Feind, wenn sie einfach nur als fauler Ausweg genutzt wird. Warum das so ist und wie du sie sichernutzen kannst, das erkläre ich dir in der heutigen Podcastfolge. Wir schauen uns jetzt gemeinsam die Fakten an. Los geht's! Die Ablimspritze, du kennst sie vielleicht unter den Worten "Munjaro" oder "Osempic" oder "Vigowi" oder "Semaglothit". Und wenn wir das Biochemisch runterbrechen, sind es sogenannte GLP1-Analoge. Analoge bedeutet sie arbeiten ähnlich dem Körper eigenen GLP1-Hormon. Damit du weißt, was GLP1 im Körper macht, lasst mich dir kurz erklären, dass GLP1 ein sogenanntes Peptid-Hormon ist und an der Gewichtsregulation zentral beteiligt ist. Es verbrennt kein Fett, sondern es entscheidet darüber, wie oft und wie viel wir essen. Und es entscheidet darüber, wie gut unser Körper das Essen verarbeiten kann. Du siehst, das sind sehr wichtige Funktionen und das GLP1 als Hormon wird im Dündarm gebildet. Wenn du ist, setzt dein Dündarm GLP1 frei und es wirkt dann auf mehreren Ebenen. Es wirkt auf das Gehirn, verstärkt hier die Sättigung, reduziert, apetiert und esst dran und senkt das Food Neues. Also die ständige gedankliche Beschäftigung mit dem Essen. Es wirkt auf den Magendarm tragt, es verlangsamt nämlich die Magenentlehrung und sorgt für eine Sättigung. Im Stoffwechsel steigert es die Insulin-Freisetzung, Hemd, Bluka-Gohn, also das Gegenspieler Hormon von Insulin und stabilisiert dadurch dem Blutzuckerspiegel. Und es wirkt tatsächlich auch in deinem Belohnungssystem im Gehirn und reduziert das Belohnungstignal nach hochkalorischem Essen. Zusammengefasst, GLP1 hat in vielen verschiedenen Körpersystemen eine sehr wichtige Funktion. Bei vielen Menschen mit Übergewicht hat GLP1 eine reduzierte oder abgeschwächte Funktion. Typische Mechanismen sind, GLP1 wird nach der Mahlzeit weniger ausgeschüttet. Die Sensitivität für GLP1 im Gehirn ist reduziert, es spricht also nicht mehr so gut an. Und wir haben dadurch eine gestörte Kommunikation zwischen Darm und Hirn. Und ihr wisst, die Darmhörnachse ist für die Weitergabe der Signale aus dem Magendarm trakt sehr wichtig. Es gehen 80 % der Informationen aus dem Darm ans Gehirn und 20 % zurück und die Kommunikation läuft über den wichtigen Entspannungsnerven nervuswagos einen Hirnnerven, der den Darm mit dem Gehirn verbindet. Bei Übergewicht besteht häufig auch ein gestörtes Mikrobium, weswegen auch hier die Ausschüttung von GLP1 als Antwort auf Nahrungsaufnahme verschlechtert sein kann. Die Folge, weniger Sättigung, schneller wieder Hunger, Tendenz zu mehr Snacken, man benötigt größere Portionen umzufriedener zu sein und man hat vermutlich mehr Cravings vor allen Dingen in Stresssituationen. Zusammengefasst könnte man sagen, dass Übergewicht hat dann weniger mit dem Durchhalten und der Konsequenz zu tun, als mit einer verendeten Hormonlage, was das Abnehmen für viele Menschen sehr, sehr schwer machen kann. Die Rolle des Mikrobiums in Bezug auf GLP1 möchte ich noch einmal detaillierter beleuchten. Unsere Darmfreundlichen Bakterien produzieren uns kurz kettige Fettsäuren, die wir für die Energieverwertung und die Immunregulation brauchen. Haben wir zu wenig Gute und freundliche Bakterien im Darm, kann es zum einen zu einem Fettsäuremangel kommen und dadurch weniger Energie. Diese Bakterien aktivieren aber auch die GLP1-Ausschützung aus den Zellen im Dündarm, was dadurch natürlich auch weniger passiert. Wir bekommen einen GLP1-Mangel und diese Bakterien helfen auch die Signalkaskaden von Darm an Hören, über GLP1 zu verbessern. Auch hier kann ein Mangel an diesen Darmfreundlichen Bakterien dazu führen, dass die Kommunikation gestört wird. Dadurch verändern sich Signalwege, es verändern sich Entzündungsaktivitäten und deshalb müssen wir beim Thema GLP1 auch immer an das Mikrobium denken. Was macht jetzt die Abnehmspitze genau? Die Abnehmspitzen sind sogenannte Peptit-Hormone, bedeutet sie sind Körpereigenen-Hormonen nachempfunden. Peptit-Terapien werden in der ganzen Welt bereits erfolgreich eingesetzt. Nur in Deutschland gibt es hier keine offizielle Zulassung. Es sei denn Medikamente sind offiziell anerkannt. Dazu zählt z.B. auch Insulin als Peptit-Hormone. In vielen Teilen der Welt, wie USA, Australien oder auch Südafrika, wird bereits mit Peptiden gearbeitet, denn Peptide sind, wenn wir es runterbrechen, Eiweiß-Molekühle einer bestimmten Länge. Es werden sehr viele gute Effekte über Peptit-Terapien berichtet. Jedoch gibt es noch nicht so viele gute Studiendaten, die den Einsatz am Menschen in genereller Form erlauben. Oder beziehungsweise die Wirkung der Therapien 100% oder wissenschaftlich Evident belegen. Mit der Einführung der Abnehmen-Spritzen erlaubt Deutschland jetzt eine gewisse Peptit-Terapie, was mich auf der einen Seite erfreut. Auf der anderen Seite aber natürlich nachdenklich stimmt, dass hier wieder vermutlich der Quick Fix Win im Vordergrund steht als die Betrachtung der ganzheitlichen Gesundheit. Zumindest ist das zum nächsten meine medizinische Einschätzung in dem Einsatz dieser Abnehmen-Spritzen in der breiten Gesellschaft. Ich erkläre dir gleich auch noch, warum ich das sage. Dieser GLP1-Analoge verhalten sich ähnlich dem Peptit-Hormone am Rezeptor, vermitteln also eine ähnliche Wirkung wie die Wirkung deines Körpereigenen-Hormones-G-P1. Sie verstärken das natürliche GLP1-Signal, bedeutet es wirkt besser. Sie senken den abtiet und sie verlangsamen die Magenentlehrung. Sie reduzieren das Food-Neues und die ständige Nutwendigkeit der Beschäftigung mit Essen. Sie stabilisieren den Blut-Zuckerspiegel, wirken auch und das zeigen neue Daten gut anti-inflammatorisch, also anti-entzündlich und verbessern allgemein das metabolische Profil der Probanden oder Patienten, die diese Spritze anwenden. In Deutschland sind diese Präparate wie Osempic, wie Govi oder auch Munjaro derzeit für Patienten mit Diabetes und Übergewicht zu gelassen. Munjaro tatsächlich auch für Patienten mit Übergewicht. Hier gibt es aber klare und strenge Vorgaben, bedeutet nicht jede Versicherung übernimmt, weil jemand übergewichtig ist, gleich diese Therapie. Die Spritzen haben auch unterschiedliche Effekte auf den Gewichtsverlust. Bedeutet, je nach Anwendungsdauer und Dosis können hier zwischen 10 und zum Teil 25% an Körpergewicht reduziert werden. Wichtig ist nur, auch nochmal zu erwähnen, dass wenn wir die Spritze beenden, es häufig zu einer Gewichtszuname kommt, also vielleicht eine Art Yo-Yo-Effekt. Das ist häufiger der Fall, wenn die Menschen nicht begleitend eine Ernährungsanpassung und Lebensstilumstellung gemacht haben. Ihr seht daraus bereits, dass es total wichtig ist, wenn wir uns dafür entscheiden, eine Abnimmsspritze zu verwenden, dass diese alleine. Zwar vorübergegend ein Quick Fix ist, langfristig aber keine Erfolge hat, wenn man sie absetzt, wenn nicht gleichzeitig eine Ernährungsumstellung, Bewegungsanpassung, Anpassung des Stressprofils, das im Leben vorgenommen worden ist. Wir können erst mal festhalten, dass die Abnimmsspritzen sehr viele positive Wirkung zu haben scheinen, aber es gibt natürlich auch die Schattenseite. Jedes Medikament hat ein Risiko und Nebenwirkungsprofil und so ist es bei den Abnimmsspritzen auch. Häufig sind vor allen Dingen Störungen des Magendarmtrakts, also sogenannte Gastrointestinale Störungen, bis hin zu der Entwicklung einer zum Beispiel Bauchspeicheldrüsenentzündung oder auch Entzündungen des Darms. Deshalb ist hier zu empfehlen, regelmäßige Kontrollen der Leber, Werte und Bauchspeicheldrüsenwerte im Blut vornehmen zu lassen. Manche Leute berichten auch von Schwindel, von Übelkeit, von Erbrechen oder, dass der Appetit so stark reduziert ist, dass sie gar nichts mehr essen konnten. Und durch die starke Reduktion der Nahrungsaufnahme kann es natürlich zu Nährstoffmenge kommen und die Leute werden dünn, bauen Muskulatur ab, um sich mit Nährstoffen zu versorgen und raten dann über den Muskelverlust, tatsächlich nicht in eine gesunde Gewichtsabnahme, sondern in eine kritische Gewichtsabnahme, denn wir wollen fett abnehmen und nicht Muskulatur. Es wird auch von Zuständen der Zahnstürung berichtet, osempäktiv wäre hier das Stichwort. Es kommt zwar nicht häufig vor, aber durchaus ist das eine mögliche Nebenwirkung. Und auch wenn Daten das momentan noch nicht vollständig belegen, also noch nicht belegen oder nicht nachhaltig belegt haben, dass es so ist, wurde im Vorfeld über die Entwicklung von Tumoren diskutiert. Dazu gibt es keine eindeutigen Belege aktuell. Momentan können wir sagen, es gibt noch keine Langzeitdaten, die abschließend belegen, ob jetzt eine Langzeitanwendung gut oder schlecht ist, deshalb wäre aus meiner Sicht hier immer ein vorsichtiges Vorgehen sinnvoll. Wenn jemand starkes Übergewicht hat, profitiert er natürlich von einer Gewichtsreduktion und wir wollen erst mal das Gewicht reduzieren, um alle weiteren Folgeerkrankungen durch das Übergewicht zu verhindern und was daraus folgen kann, erzähl ich dir in meiner langen Podcastfolge zum Thema Übergewicht. Der Einsatz sollte immer gut überlegt sein und der Einsatz sollte grundsätzlich immer. Und das ist ein Massthef mit der Anpassung und Umstellung des Lebensdils einhergehen. Wir müssen an der Ernährung arbeiten, ein Bewusstsein für die richtige passende individuell gute Diät schaffen. Die Eiweißzufuhr muss aufrecht erhalten werden, damit ein Muskelverlust so gering wie möglich gehalten wird. Wir brauchen Sport und Bewegung und hier vor allen Dingen auch das Thema Muskelaufbau, um langfristig die Muskulatur vor dem Abbau zu schützen. Schlaf, Mikronährstoffversorgung am besten natürlich im Blut vorab gemessen sollte, angepasst und gewährleistet werden. Wir müssen dafür sorgen, dass wenn wir Patienten mit einer Abnehmspritze unterstützen, was ein absolutes Mittel ist, um Initial eine schnellere Gewichtsabnahme zu erreichen, dafür müssen wir dafür sorgen, dass die Patienten dann aber auch ganzheitliche Strategien an die Hand bekommen und eine Änderung ihres Lebensdils für sich persönlich vornehmen. Denn sonst hat die Abnehmspritze keine lang anhaltenden Effekte. Studien zeigen, dass Menschen länger an ihren Diäten und ihrer Lebensumstellung festhalten, wenn sie Initial einen größeren Benefit sehen. Also je mehr Gewicht am Anfang abgenommen wird, desto motivierter und langfristiger ist es dranbleiben an den Lebensstil Maßnahmen und der Ernährungsumstellung. Bedeutet, wir können uns diese Abnehmspritzen hier zu nutzen machen, um diesen Effekt zu erreichen. Grundsätzlich wäre ja der Wunsch, dass man diese Medikamente nicht langfristig benutzen muss, sondern dass eine kognitive Umstrukturierung passiert und wir den Lebensstil so anpassen, dass wir das Gewicht langfristig halten können. Und Erfahrungsberichte aus der Schweiz von Schweizer Kollegen, von denen ich gehört habe oder Informationen erhalten habe, zeigen, dass das durchaus möglich ist. Wenn wir dann die Abnehmspritze anwenden, bis zum erreichten Gewicht eine Dosierung beihalten, und dann in einem Down-Zeikling, die Spritze langsam wieder ausschleichen, parallel begleitens zu den Lebensstil Maßnahmen. Auch eine Low-Dose-Gabe, also die Gabe von niedrigen Dosierungen, wird im Moment diskutiert, vor allen Dingen im Hinblick auf die Entzündungshemmung. Hier kommen Krankheitsbilder wie zum Beispiel ME/CFS, Long-COVID und Post-Wach-Sendrome ins Spiel, die Menschen profitieren von der Entzündungsmodulation, scheinbar, obwohl es auch hier noch nicht abschließende Daten gibt. Trotzdem kann diese Therapie durchaus eine Überlegung wert sein und ich bin gespannt, was sich hier in Zukunft zeigen wird. Peptitherapien werden generell in der Welt so angewandt, dass man einen On und Off-Zeikling macht, bedeutet, dass man nicht eine dauerhafte Gabe macht, denn auch das Hormon ist im Körper nicht dauerhaft, sondern Zirkardian vorhanden, also wird nicht dauerhaft ausgeschüttet, sondern eben mit der Nahrungsaufnahme gezeichelt. Und es kann sinnvoll sein, dass man Phasen hat, wo man das anwendet und Phasen, wo man das nicht anwendet. So würden die großen Experten der Peptitherapie auch Peptitherapien empfehlen. Das ist noch nicht in Daten, belegte auch in Deutschland noch nicht angekommen, aber doch darf man diese Überlegung einmal anstellen, wenn man sich überlegt, wie andere Experten Peptitherapien in der Welt praktizieren. Zusammenfassend würde ich sagen, eine Peptitherapie über eine Abnimmspritze kann ein sinnvoller Baustein in einem ganzheitlich angewendeten Konzept sein. Sie hilft schnell und kurzfristig einen Erfolg herzustellen, der Menschen dazu motiviert, langfristig an ihren Diäten dran zu bleiben. Das wäre ja wünschenswert, die ich Abnimmspritze einzusetzen ohne ein ganzheitliches Konzept und eine klar induzierte Ernährungsumstellung und Lifestyleumstellung halte ich nicht für gut, weil es den Quick-Fix ohne den eigenen Einsatz nicht gibt. Und ich weiß, in der Medizin wird immer der Quick-Fix gewünscht ohne dann auch weitere Aufwendungen in seinem Leben vornehmen zu müssen. Aber ich kann euch nur aus meiner 20-jährigen Erfahrung sagen, diesen Quick-Fix gibt es nicht und wird es niemals geben. Ich bin ein Fan der Abnimmspritze in einem ganzheitlichen individuell ausgeklügelten Konzept. Ich bin ein Fein der Abnimmspritze in einem Quick-Fix ohne je wie der Veränderungsmotivation. Und ich hoffe, dass diese Podcastfolge dir, die Vor- und Nachteile nochmal beleuchten konnte, besprich mit deinem Therapeuten, was zu dir passt und verinnerliche dir, du wirst an deiner Gesundheit immer mitarbeiten müssen, weil sonst wirst du nicht erfolgreich sein.
Podcast Summary
Key Points:
Abnehmspritzen (GLP-1-Analoga wie Ozempic) sind wirksame Werkzeuge zur Gewichtsregulierung, indem sie Sättigungssignale verstärken, die Magenentleerung verlangsamen und das Verlangen nach Essen reduzieren.
Ihr erfolgreicher und sicherer Einsatz erfordert zwingend eine begleitende, dauerhafte Lebensstiländerung (Ernährung, Bewegung, Stressmanagement), sonst drohen Muskelabbau, Jo-Jo-Effekt und Nebenwirkungen.
Die Spritzen sind kein alleiniger "Quick-Fix". Sie können ein sinnvoller Baustein in einem ganzheitlichen Konzept sein, um initiale Erfolge zu erzielen und die Motivation für nachhaltige Veränderungen zu stärken.
Summary:
Die Diskussion um Abnehmspritzen wie Ozempic polarisiert zwischen Hoffnung auf eine einfache Lösung und der Sorge vor Abhängigkeit. Es handelt sich um GLP-1-Analoga, die das körpereigene Sättigungshormon nachahmen. Sie wirken, indem sie den Appetit zügeln, die Magenentleerung verlangsamen und das ständige Gedankenkreisen um Essen reduzieren. Bei vielen Menschen mit Übergewicht ist die natürliche GLP-1-Funktion gestört, oft verbunden mit einem ungünstigen Darmmikrobiom.
Die Spritzen können zu einer signifikanten Gewichtsabnahme führen, bergen aber auch Risiken wie gastrointestinale Nebenwirkungen, Nährstoffmangel und Muskelabbau. Entscheidend ist die Erkenntnis, dass die Spritze allein keine dauerhafte Lösung ist. Ohne parallele grundlegende Änderungen der Ernährung, Bewegung und Lebensgewohnheiten ist ein Jo-Jo-Effekt nach dem Absetzen sehr wahrscheinlich. Daher wird betont, dass die Spritze nur als Teil eines individuellen, ganzheitlichen Gesundheitskonzepts sinnvoll ist, um initiale Erfolge zu erzielen und die Motivation für nachhaltige Veränderungen zu fördern. Ein reiner "Quick-Fix" ohne eigene Anstrengung existiert nicht.
FAQs
GLP-1-Analoga sind Medikamente, die dem körpereigenen Hormon GLP-1 nachempfunden sind. Sie verstärken das natürliche Sättigungssignal, verlangsamen die Magenentleerung, reduzieren den Appetit und stabilisieren den Blutzuckerspiegel.
In Deutschland sind diese Präparate derzeit für Patienten mit Diabetes und Übergewicht zugelassen. Mounjaro ist auch für Patienten mit Übergewicht zugelassen, jedoch übernehmen nicht alle Versicherungen die Kosten.
Häufig sind gastrointestinale Störungen wie Übelkeit oder Erbrechen. Es kann auch zu Muskelabbau, Nährstoffmangel oder selten zu Entzündungen der Bauchspeicheldrüse kommen. Regelmäßige Kontrollen der Leber- und Bauchspeichelwerte werden empfohlen.
Die Spritze allein ist nur ein vorübergehender Quick-Fix. Ohne gleichzeitige Ernährungsumstellung, Bewegung und Stressmanagement kommt es nach dem Absetzen häufig zu einer Gewichtszunahme (Jo-Jo-Effekt). Langfristiger Erfolg erfordert eine ganzheitliche Strategie.
Ein gesundes Mikrobiom unterstützt die Ausschüttung von GLP-1. Bei einem Mangel an guten Darmbakterien kann die GLP-1-Funktion gestört sein, was zu vermindertem Sättigungsgefühl und erhöhtem Hungergefühl beiträgt.
Je nach Anwendungsdauer und Dosis kann eine Gewichtsreduktion zwischen 10 % und teilweise bis zu 25 % des Körpergewichts erreicht werden. Der Effekt ist jedoch nicht nachhaltig, wenn keine Lebensstiländerung erfolgt.
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