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#94: Put-Call-Ratios - Sentiment sichtbar machen

15m 44s

#94: Put-Call-Ratios - Sentiment sichtbar machen

In dieser Podcast-Folge von Eichen Coaching erklärt Alex das Put-Call-Ratio als Sentiment-Indikator für die Marktanalyse. Er definiert es als das Verhältnis aller gehandelten Puts zu Calls an der Börse, wobei ein Wert von 1 ein Gleichgewicht bedeutet. Er stellt mehrere Varianten vor: das Total Put-Call-Ratio mit einem Mittelwert von 0,94, das Index-Put-Call-Ratio (1,3), das Equity-Put-Call-Ratio (0,65) und das VX-Put-Call-Ratio (0,54). Bei den ersten dreien gilt: Niedrige Werte wie 0,5 signalisieren Sorglosigkeit, während hohe Werte wie 1,4 oder 2 auf viele Puts und mögliche Tiefpunkte hindeuten, was als Kontraindikator dient. Beim VX-Put-Call-Ratio ist die Logik umgekehrt, da Calls zum Hedging genutzt werden; extreme Werte von 3–5 zeigen Tiefpunkte im Aktienmarkt an. Alex betont jedoch, dass er das Put-Call-Ratio nur selten nutzt, da es redundant zu anderen Indikatoren wie dem VVIX oder dem Montagseffekt ist, die ähnliche Signale liefern. Er warnt davor, allein auf Basis dieses Indikators zu handeln, und empfiehlt eine Kombination mit anderen Werkzeugen. Zudem weist er darauf hin, dass einzelne Großtrades schwer zu interpretieren sind, da immer ein Käufer und Verkäufer existieren und die Motive unbekannt sind. Abschließend verweist er auf kostenlose Ressourcen wie die CBOE-Website und ycharts.com für Backtests und einzelne Aktien, betont aber, dass bessere Indikatoren existieren.

Transcription

2466 Words, 14948 Characters

German
Speaker 1Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von Eichen Coaching, mein Name ist Alex und in dieser Podcast-Folge geht es um einen Sentiment-Indikator für die Morgen-Analyse, Wochen-Analyse, Tages-Analyse, wie man auch immer dazu sagen kann, und zwar das Put-Call-Ratio und darüber sprechen wir heute, ich werde auch mehrere vorstellen, und natürlich auch den Anwendungszweck. Wie immer gilt der Risiko-Hinweis, alles was ich heute sage ist meine private Meinung, ich stelle keine Aufforderungen von Verkäufen oder Käufen irgendwelchen Finanzprodukten dar. So, jetzt müssen wir mal ganz kurz ausholen, Thema Tagesanalyse, Morgenroutine, wie man es auch nimmt, das haben wir früher exzessiv gemacht und ich habe mit der Zeit nach und nach sehr viele Dinge wieder rausgeschmissen, und es ist so, dass es aber, ja natürlich, dass es halt 90% der Zeit für die Cuts ist, warum, weil 90% die Märkte langsam nach umgehen, da gibt es keine besonderen Dinge für Hochpunkte, es gibt keine besonderen Dinge für Tiefpunkte, erkennt, das ist, ja, einfach so, das kann aber die Analyse nix dafür, man muss aber ganz klar sagen, dass ein 4-Increte-Index, ein Put-Call-Ratio, ein VIX, ein Euwax-Sentiment und so weiter, da kann ich mir 100 Sachen anschauen, und die sagen alle am Ende das Gleiche, die bestehen ja auch teilweise sogar aus den gleichen Werten, also ich brauche mir keinen 4-Increte-Index anschauen, und ich weiß nicht, ob das so ist, aber ich weiß nicht, ob das der VIX bei 60 ist, und das Put-Call-Ratio hoch ist, weil das wird ja daraus berechnet, und deswegen haben wir da eher mehr rausgenommen, und machen das eigentlich, ehrlicherweise, nur noch recht abgespeckt, und damit, ja, kann man eigentlich viel, viel mehr anfangen, warum, also ich würde mir vor allem nicht auf das Put-Call-Ratio, ich mache jetzt gerade keine Werbung für die Podcast-Folge groß, aber ich würde mich gar nicht so auf das Put-Call-Ratio konzentrieren, sondern vielmehr auf den VIX, weil der hat wirklich rausge... ganz klar rausgestellt in den letzten Jahren, dass das, äh, the place to be ist, äh, bei der Analyse, also VIX und VVX, damit erkennt ihr richtig schön Tiefpunkte, Hochpunkte, naja, immer ein bisschen schwieriger, aber da braucht ihr euch nicht 100 Indikatoren anzuschauen, viel hilft da nicht viel. So, das einfach mal schon mal vorweg. Dann erstmal zu dem, was ist das Put-Call-Ratio? Eigentlich relativ einfach, es werden... alle, Achtung, gehandelten Puts, weil, wie ihr wisst, es gibt ja keine gekauften, natürlich gibt es gekaufte, aber zwischen jedem Kauf steht ja auch ein Verkauf, ähm, ist ja nicht wie bei einer Aktie, also beim Terminkontrakt gibt es immer einen Käufer und einen Fernkäufer und da werden einfach alle gehandelten Puts zu alle gehandelten Calls als Bruch genommen. Also wenn dann 1000 Puts gehandelt wurden und 1000 Calls, ist das Put-Call-Ratio richtig 1. Also wenn dann 1000 Puts gehandelt wurden und 1000 Calls, dann ist es 0,5. Andere Seite, wenn 2000 Puts gehandelt wurden und 1000 Calls, dann ist es 2. Also so wird das Put-Call-Ratio berechnet. Das gilt dann auch als Sentiment-Indikator, wenn es in die eine oder andere Richtung ausschlägt, aber generell nimmt es einfach nur die Puts im Verhältnis zu den Calls. Und das macht die CBOI. Ich packe euch einen Link auch in die Infobox, wo auch immer ihr in die Infobox schaut, wo ihr das jetzt anhört bei Spotify, RTL Now, Amazon, YouTube und Co. Findet ihr dann auch den Link, wo ihr die dann nachschauen könnt. Das ist ein Link von der CBOI, also Chicagoer Börse. Müsst ihr euch auch nicht anmelden und auch nichts dafür bezahlen. So, jetzt kann man natürlich, damit starte ich, auch alle gehandelten Puts, was an der Börse ist, ins Verhältnis setzen. Ich kann aber natürlich auch schauen, ich schaue mir das für eine bestimmte Produktgruppe an. Dazu dann gleich mehr. Fangen wir mal mit dem ersten an, das Total Put Call Ratio, sprich alle an der Börse gehandelten Puts zu alle gehandelten Calls. Ob das jetzt Magerschwein ist. Ich mache jetzt egal, ob die jetzt alle bei der CBOI gehandelt werden, aber ich gehe jetzt einfach mal verschiedene Produkte durch. Magerschwein, Silber, Goldminen ETF in Apple, Call, Staatsanleihen, alles wird in einen Topf geschmissen und davon das Ergebnis quasi genommen. Also alle gehandelten Optionen. Jetzt ist faszinierenderweise so, dass dieser Mittelwert, wir haben über Jahre Backtests gemacht, sogar relativ 1 ist. Um genau zu sein, ich habe es aufgeschrieben, 0,94. Also 0,94, sprich es werden eigentlich immer standardmäßig genauso viele Puts wie Calls gehandelt, bei allen Produkten. Das Schöne an dem Total Put Call Ratio ist, Link findet ihr, das wird auch jede halbe Stunde veröffentlicht, nicht nur der Endwert oder der Endwert, sondern auch ein Schlusswert oder so weiter. Deswegen ist das alles halt ein schönes Vehikel, was man sich anschauen kann, weil es halt jede halbe Stunde veröffentlicht wird. Was heißt denn das, wenn es zum Beispiel so Werte hat wie 0,5? Das heißt ja, okay, normalerweise werden die 1 zu 1 gehandelt, 0,5 heißt ja 50 Puts zu 100 Calls. Also sehr wenige Puts werden nachgefragt. Das ist dann eher so ein Zeichen für Sorglosigkeit. Also kaum jemand braucht Put-Optionen, die werden halt wenig nachgefragt. Das ist ja das klassische Hedgen-Vehikel. Genau, ja, das ist eher so eine Sorglosigkeit. Das heißt jetzt aber nicht, dass man die Märkte schor gehen sollte, das sage ich auch ganz deutlich. In die andere Richtung gibt es das auch, so ungefähr bei der zweiten Standardbeweichung, das ist ungefähr bei 1,4, sprich wenn aktuell viel mehr Puts gehandelt werden als Calls, dann ist es ganz klar, deutlich sagen, für Zeichen, für Tiefpunkte erkennen, gibt es andere Instrumente, die besser sind. Ich habe schon eine Podcast-Folge online gestellt über den VVIX, wunderbarer Indikator, aber ich werde da manchmal ein bisschen ausgedacht drüber, aber auch so der Wochentag-Effekt, Black Monday ist halt auch einfach super. Also nur weil es jetzt am Donnerstag der S&P 500 minus 2% macht und wir haben einen Put-Call-Ratio von 1,4, gehe ich nicht den S&P 500 loggen. Das sage ich auch nochmal ganz deutlich. Aber eine Kombination mit anderen Indikatoren, recht schön. Ich möchte euch aber auch noch andere Put-Call-Ratios vorstellen, die nicht so oft verwendet werden. Jetzt haben wir bei dem Problem bei den anderen, also wir haben jetzt einmal das Total, wo alle Instrumente genommen werden, dass bei den anderen ja ein bisschen das Problem ist, dass die nicht halbstündig veröffentlicht wird, sondern nur der Tageswert. Und da fangen wir einmal mit dem Index-Put-Call-Ratio an. Was heißt das jetzt? Da werden halt nur Index-Optionen genommen. Nicht alle, also Staatsanleihen oder sowas, sofern es kein Index ist, nicht genommen, sondern es halt nur Indizes. Für was ist der Optionshandel klassisch, wenn man mit Indizes anschaut, also mal von 0.de-Händler ab, oder die mal ausgenommen? Ja, ganz klassisch Index, was nehme ich das für das Hedging? Also ein Long-Put auf dem Index, damit habe ich mein komplettes Aktienportfolio quasi abgesichert, wenn man das im Verhältnis richtig macht. Also ein Index Optionshandel ist so das klassische Hedging. Das heißt, der Mittelwert ist auch ein etwas anderer als bei dem Total. Der Mittelwert ist circa 1,3. Jetzt kann man hier auch natürlich auch wieder Grenzwerte nehmen, wenn Sie auch einen Wert von 0,6 bekommen, okay, werden gerade wenig Puts nachgefragt. Und wenn man auch Richtung 2 geht, dann ist es halt auch schon ein Zeichen, okay, es werden gerade mehr, viel mehr Puts nachgefragt und auch häufig ein Zeichen eingefragt. Eines Tiefpunktes. Wie gesagt, auch wie bei dem Total gilt hier ein bisschen Obacht. Aber wie gesagt, es gelten hier einfach komplett andere Grenzwerte. Dann das nächste ist das Equity-Put-Call-Ratio. Jetzt muss man hier wieder ein bisschen überlegen, für was nimmt man beim Equity? Also da werden standardmäßig viel, viel mehr Calls gehandelt als Puts. Equity ist eine Aktie. Klassisch NVDA, Long-Call, kann ich davon profitieren. Also da werden viel, viel mehr Calls gehandelt als Puts. Achtung, Ausflug, das heißt aber nicht, dass das Q-Index anders ist. Die Bepreisung kann trotzdem anders sein. Also trotzdem können die Puts teurer sein als die Calls. Das hat damit nichts zu tun. Aber standardmäßig werden halt nur circa 0,65 im Mittelwert des Put-Call-Ratios, also fast die Hälfte, nur an Puts wie bei Calls. Jetzt ist es dann natürlich so, ey, wenn das jetzt auch größer wird, aber da sind halt die verschiedenen Grenzwerte wichtig, dass da man halt auch sagen kann, okay, jetzt werden hier viele Puts nachgefragt, bei Einzelaktien auch, als Hedging, was halt auch ein Zeichen für Tiefpunkte, ja, draus schließen lässt. Das sind die ganzen Total-Index-Equity, also Total-Alle-Equity-Index, was sich für den Aktienmarkt, wo ja einfach gilt, okay, werden mehr Puts nachgehandelt, einfach klassischer Kontraindikator, dann sind wir nahe einem Tiefpunkt. Jetzt müssen wir einen Gedanken-Cut machen, weil jetzt kommt das VX-Put-Call-Ratio. Obacht, nochmal kriegt es zusammen, wie hedge ich beim VX nicht mit einem Long-Put, sondern mit einem Long-Call. Es zeigt sich auch, dass der VX ein bisschen so ein schlauer Indikator ist. Jetzt haben wir ja immer gesagt, ey, wenn ganz viele Puts nachgehandelt werden, ist man am Tiefpunkt, weil die Masse dumm ist und dann steigt man. Sehr überspitzt formuliert. Beim VX ist es aber etwas was anderes und da hast du den Mittelwert 0,1. 0,54, also 0,5, was heißt das jetzt? Es werden tendenziell 0,54, heißt ja 50 Puts zu 100 Calls, 0,54. Was heißt das jetzt? Klar, es werden auch ein bisschen mehr Calls gehandelt, weil eher auch das Hedging-Modul quasi hier genommen wird. Aber wenn wir jetzt hier Werte von 3, 4, 5 haben, ist das ein Zeichen eines Tiefpunkts. Das passt aber gar nicht, weil da werden ja dann ganz viele Calls gehandelt, aber das ist ja dann quasi die richtige Richtung, Calls zu verkaufen, wenn der VX fällt, wenn wir sagen, das ist ein Tiefpunkt. Und das ist dann auch so, also wenn der VX Put Call Ratio, ich wiederhole das noch ein paar Mal, weil da muss er kurz den Gedankenkart hinkriegen, und da werden jetzt 400 Calls gehandelt auf einmal zu 100 Puts. Dann kann man ja nicht... Dann kann man ja nicht sagen, okay, das ist jetzt ein Kontraindikator, weil diejenigen liegen dann halt, wenn man jetzt den Stillhalter-Sicht anschaut, eher richtig. Alles ein bisschen komplex, wenn man da halt die Kurve kriegen muss, aber auch hier, wenn das halt einfach extrem hoch ist, dann ist es eher ein Zeichen eines, Achtung, Tiefpunkt im Aktienmarkt, Hochpunkt im VX. Und das hat sogar schon mal Werte von 4 angenommen, und das Mittelwert ist normalerweise 0,5. Also wenn da extrem viele Calls... Gehandelt werden auf den VX, dann ist das halt auch eher ein bearishes Zeichen für den VX, beziehungsweise ein bullishes für den SPX. So, das mal zu den ganzen Put Call Ratios. Ich habe euch die ganzen Grenzwerte runtergerattert, ich wiederhole es noch einmal, dann könnt ihr es ja auch kurz mitschreiben. Beim Total Put Call Ratio Mittelwert 0,94. Beim Index Put Call Ratio 1,3. Beim Equity Put Call Ratio 1,3. Beim Index Put Call Ratio 1,3. Beim Equity Put Call Ratio 1,3. Beim Index Put Call Ratio 1,3. Beim Index Put Call Ratio 1,3. Beim Index Put Call Ratio 1,3. Beim Index Put Call Ratio 1,3. Beim Index Put Call Ratio 1,3. Beim Index Put Call Ratio 0,65. Und beim VX Put Call Ratio 0,54. So, was machen wir jetzt mit den ganzen Informationen? Kommen wir mal zum Fazit. Ja, also, ich habe es euch schon deutlich gesagt, ich gucke mir die vielleicht an drei Tagen im Jahr an. Warum? Weil es halt wirklich ein komplett redundanter Indikator ist. Also, wenn man sich schon verschiedene Dinge anschaut, dann weiß man halt auch, dass das Put Call Ratio... ...einfach hoch ist. Und nur weil das jetzt halt am Donnerstag hoch ist, gehe ich deswegen nicht rein. Ich möchte deswegen trotzdem eher einen hohen VVX haben. Weil dann kann das Put Call Ratio halt einfach immer noch höher werden und so weiter. So grob die Richtung passt es aber. Und auch wenn mal extreme Sorglosigkeit vorkommt, wenn das Total Put Call Ratio statt 0,93 oder halt 1 eher mal so 0,5 ist, kann man das natürlich schon anschauen. Den Riesennutzen, finde ich, hat es aber nicht. Muss ich wirklich auch sagen. Ich würde es auch so sagen, weil es halt einfach bessere Indikatoren gibt, die es das Gleiche sagen. Spannenderweise gibt es auch Betreiber, da kann man auch sogar das Put Call Ratio von einzelnen Aktien anschauen, was natürlich auch hochinteressant ist. Was man auch immer dazu sagen muss, zwischen Käufer und Verkäufer gibt es immer. Deswegen bin ich auch nicht so der Fan davon, wenn da irgendwann mal auf X oder Twitter, wie es ja früher hieß, kommt, da hat jemand 100.000. Äh, Short Calls gehandelt oder meistens sogar nur Calls. Ja, schön, 100.000 Calls wurden gehandelt. Da gibt es ja aber 100.000 quasi Optionsmeinungen in Kontraktanzahl, die in die eine Richtung sind und die anderen in die andere Richtung. Und selbst das muss nicht stimmen, weil wenn ich jetzt mitkriege, da wurden 100.000 Short Calls gehandelt. Hm, ist da die Aktie long, ist es ein Covered Call, hat er vielleicht schon Long Calls und möchte jetzt einfach Prämie dazu einigen? Ist so ein S&P 500-Future Long und es ist ein Hedge dagegen, hat er Aktien auf einem anderen Broker und, und, und. Deswegen würde ich solche Insights oder solche Big Fish, Big Wall, wie sie alle heißen, Trades gar nicht so überbewerten, weil es gibt auch immer erstens zwei Parteien, immer ein Käufer und ein Verkäufer, ist immer ein Nullsummenspiel. Klar, es kann mal mehr offen sein von Open Interest, mal 2 Milliarden, mal 500 Milliarden, aber am Ende wird es immer so. Dann wird es nur verteilt im Optionsmarkt und im Future-Markt und dann, selbst wenn ich das weiß, dass es jetzt einer war in einer Order, ja, da weiß ich trotzdem nicht, was der noch im Depot hat. Also deswegen immer ein bisschen einordnen. Wie gesagt, ich würde einen VVX nutzen, vielmehr einen klassischen Montagseffekt, wenn der irgendwie über 140, über 150 ist, dann sind das wirklich geniale Zeitpunkte reinzugehen und da wird auch das Put-Call-Ratio ebenfalls hoch sein. Ja, ich habe euch einfach meine ehrliche Meinung dazu gesagt. Natürlich kann man es nutzen. Wenn jetzt noch jemand irgendeinen anderen Nutzen dazu gefunden hat, den ich hier nicht erwähnt habe, gerne in die Kommentare rein. Link zur CBOE findet ihr auch. Da kann man auch relativ gute Excel-Tabellen runterladen und auch kostenfrei und seine eigenen Backtests mitmachen. Also wie gesagt, wer da noch weitere Erkenntnisse hat, immer her damit. Und bei ycharts.com kann man auch Put-Call-Ratios, dafür kriege ich kein Geld, auch für einzelne Aktien anschauen, weil das kann man ja alles messen, das ist überhaupt kein Problem. Gut, in diesem Sinne, lasst gerne einen Daumen nach oben da und einen Folgen, wenn man noch nicht abonniert hat und gerne auf Spotify, da brauchen wir mal ein paar Fünf-Sterne-Bewertungen, eine Bewertung da lassen. In diesem Sinne, passt auf euer Geld auf. Bis dahin, ciao, ciao.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Das Put-Call-Ratio misst das Verhältnis aller gehandelten Puts zu Calls und dient als Sentiment-Indikator, wobei es von der CBOE veröffentlicht wird.
  2. Es gibt verschiedene Varianten
  3. Ein hohes Put-Call-Ratio (z. B. 1,4) deutet auf viele Puts hin und gilt als Kontraindikator für Tiefpunkte, während niedrige Werte (z. B. 0,5) Sorglosigkeit signalisieren.
  4. Beim VX-Put-Call-Ratio ist die Logik umgekehrt
  5. Der Sprecher hält das Put-Call-Ratio für weitgehend redundant und bevorzugt den VVIX sowie den Montagseffekt als bessere Indikatoren, da sie ähnliche Signale liefern.
  6. Käufer-Verkäufer-Strukturen machen einzelne Großtrades schwer interpretierbar, da die Motive unbekannt sind.

Summary:

In dieser Podcast-Folge von Eichen Coaching erklärt Alex das Put-Call-Ratio als Sentiment-Indikator für die Marktanalyse. Er definiert es als das Verhältnis aller gehandelten Puts zu Calls an der Börse, wobei ein Wert von 1 ein Gleichgewicht bedeutet. Er stellt mehrere Varianten vor: das Total Put-Call-Ratio mit einem Mittelwert von 0,94, das Index-Put-Call-Ratio (1,3), das Equity-Put-Call-Ratio (0,65) und das VX-Put-Call-Ratio (0,54).

Bei den ersten dreien gilt: Niedrige Werte wie 0,5 signalisieren Sorglosigkeit, während hohe Werte wie 1,4 oder 2 auf viele Puts und mögliche Tiefpunkte hindeuten, was als Kontraindikator dient. Beim VX-Put-Call-Ratio ist die Logik umgekehrt, da Calls zum Hedging genutzt werden; extreme Werte von 3–5 zeigen Tiefpunkte im Aktienmarkt an. Alex betont jedoch, dass er das Put-Call-Ratio nur selten nutzt, da es redundant zu anderen Indikatoren wie dem VVIX oder dem Montagseffekt ist, die ähnliche Signale liefern.

Er warnt davor, allein auf Basis dieses Indikators zu handeln, und empfiehlt eine Kombination mit anderen Werkzeugen. Zudem weist er darauf hin, dass einzelne Großtrades schwer zu interpretieren sind, da immer ein Käufer und Verkäufer existieren und die Motive unbekannt sind. com für Backtests und einzelne Aktien, betont aber, dass bessere Indikatoren existieren.

FAQs

Das Put-Call-Ratio ist ein Sentiment-Indikator, der das Verhältnis aller gehandelten Puts zu allen gehandelten Calls darstellt. Es wird als Bruch berechnet, zum Beispiel 0,5 bei 1000 Puts und 2000 Calls.

Es wird berechnet, indem man die Anzahl aller gehandelten Puts durch die Anzahl aller gehandelten Calls teilt. Ein Wert von 1 bedeutet gleiche Anzahl, Werte darunter oder darüber zeigen Abweichungen.

Es gibt das Total Put-Call-Ratio (alle Produkte), das Index-Put-Call-Ratio (nur Indizes), das Equity-Put-Call-Ratio (Einzelaktien) und das VX-Put-Call-Ratio (für den VIX). Jede Art hat unterschiedliche Mittelwerte und Grenzwerte.

Ein niedriges Put-Call-Ratio, wie 0,5, zeigt Sorglosigkeit, da wenige Puts nachgefragt werden. Das ist aber kein direktes Verkaufssignal, sondern sollte mit anderen Indikatoren kombiniert werden.

Ein hohes Put-Call-Ratio, wie 1,4, zeigt, dass viele Puts gehandelt werden, was oft ein Zeichen für einen möglichen Tiefpunkt ist. Es ist aber kein alleiniges Signal und sollte vorsichtig interpretiert werden.

Das Total Put-Call-Ratio hat einen Mittelwert von 0,94, das Index-Put-Call-Ratio von 1,3, das Equity-Put-Call-Ratio von 0,65 und das VX-Put-Call-Ratio von 0,54.

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