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94 - Die Suche nach O. bin Laden (9/11 Deep Dive 4)

47m 13s

94 - Die Suche nach O. bin Laden (9/11 Deep Dive 4)

Die Folge beschäftigt sich mit der Jagd auf Osama bin Laden nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Unmittelbar nach den Anschlägen beginnen US-Behörden wie CIA, NSA und FBI mit der Auswertung von Daten, Flugtickets, Hotelbuchungen und Finanzströmen. Schnell führt die Spur zu Al-Kaida und deren Anführer Osama bin Laden. Obwohl dieser zunächst in einem Interview dementiert, die Anschläge geplant zu haben, verdichten sich die Beweise. Die Folge erklärt bin Ladens Hintergrund: Er wurde 1957 als eines von 54 Kindern eines reichen Bauunternehmers in Saudi-Arabien geboren. In den 1980er-Jahren unterstützte er den afghanischen Widerstand gegen die Sowjetunion und baute dabei ein Netzwerk auf, aus dem Al-Kaida entstand. Seine Feindseligkeit gegenüber den USA begründet sich unter anderem durch die Stationierung amerikanischer Truppen in Saudi-Arabien. Nach dem 11. September stellt Präsident Bush den Taliban ein Ultimatum, das diese ignorieren, woraufhin der Krieg in Afghanistan beginnt. Bin Laden flieht in die Bergregion Tora Bora, wo es zu schweren Kämpfen kommt. Während Verhandlungen über eine Kapitulation laufen, nutzt er die Zeit zur Flucht nach Pakistan. Fast neun Jahre bleibt er unauffindbar, bis er sich 2004 in einem Video erstmals zu den Anschlägen bekennt. Die Folge endet mit der offenen Frage, wo er sich versteckt hält.

Transcription

6588 Words, 42864 Characters

German
ARD Sounds Nach dem 11. September befinden sich Washington, New York und eigentlich die gesamten USA im Chaos. Dazu natürlich kollektive Trauer, der Schock. Alles ist noch sehr, sehr frisch. Die Aufräumen sowie Bergungsarbeiten, das ewige Vernehmen von Zeugen. Alles geht voran, doch mitten drin passiert noch etwas anderes im Verborgenen. Und zwar ermittelt die C.I.L. Tausende Akten durchsuchen sie und auf vielen von ihnen findet sich ein Name. Osama bin Laden. Er soll der Drahtzieher der Angriffe gewesen sein. Und die lange Suche nach ihm wird die USA zu einem seltsamen Anwesen, nordöstlich der Hauptstadt von Pakistan führen. Freundin und Freundeswissens. Zunächst einmal herzlich willkommen. Zynorheiterin Folge Deep Dive, mittlerweile schon die vierte. Hätten wir anfangs nicht gedacht, dass ihr euch so oft für das Thema entscheidet. Dazu haben wir auch eine Kleinigkeit am Ende der Folge. Aber wir wollen erst mal rein starten. Also es wird das vierte Mal heute ein Thema rund um den 11. September geben. Und dieses Mal wird es um die Suche nach dem damaligen amerikanischen Staatsfeind Nummer 1 gehen. Wir werden klären, wer er eigentlich überhaupt ist, warum die Allkeider das alles macht. Und wie alles sich dann schlussendlich in diesem merkwürdigen Anwesen abspielt. Das alles jetzt, denn ihr hört wissen mit John. Kapitel 1. Noch einmal zurück. Ja, die Geräusche kennt ihr schon. Chaos. New York, direkt nach den Ereignissen des Eiffens September. Das alles wird natürlich live in über 190 Länder übertragen. Am Morgen selbst unterbrechen zahlreiche Nachrichten sender spontan ihr Programm. Überall auf der Erde gibt es aktuell nur ein einziges Thema. Und während sich die globale Aufmerksamkeit in die USA richtet, wird woanders bereits eine zentrale Frage gestellt. Und zwar wer ist für diese schrecklichen Taten verantwortlich. Und um diese Frage zu beantworten, springen wir einmal in den Untergrund. Wo wir jetzt hier gerade genau sind, keine Ahnung. Es sind eigentlich mehr oder weniger normal aussehende Bürogebäude. Doch das hier ist ein versteckter Geheimdienst, beziehungsweise eine zentrale. Damals beginnen unterschiedliche Institutionen nach Daten, nach Dokumenten, nach Informationen zu suchen und diese auszuwerten. Unter anderem die CIA, die NSA natürlich auch das US-Militär dazu noch weitere Befreundete für Geheimdienste dazu gleich mehr. Und in vielen oftmals Geheimbüros beginnt so also die Suche nach Antworten. Wer hat die Flugtickets der Terroristen gekauft? Welche der Namen findet man auf Beobachtungslisten des FBI wieder? Mit welchen Zahlungsmitteln wurde bezahlt? Gibt es Zusammenhänge bei Hotelbuchung oder Mietwagenvermittlung? Und dann tatsächlich Bingo. Eine sehr heiße Spur. Das FBI findet identische Wohnadressen mehrerer der Terroristen in den USA. Dazu die Anmeldungen bei mehreren Flugschulen. Eine gemeinsame Akte entsteht so und in ihr führen alle Hinweise zu Al-Kaida. Das ist ein damals schon länger bekanntes weltweit agiendes Terrornetzwerk. Und auf diese Art und Weise kommt dann auch ein Name ins Spiel, der schon bald als nächstes um die Welt gehen wird. Nämlich der des Anführers von Al-Kaida. Osama bin Laden. Sofort werden die Ermittlungen nach ihm auf die höchste Stufe gefahren. Auch der MI6 und der ISI, das sind die Geheimdienste von Großbritannien und Pakistan beginnen, die Suche zu unterstützen. Doch dann meldet sich plötzlich bin Laden selbst zu Wort. In einem öffentlichen Interview mit dem Fernsehsender Al-Jazirat TV sagt er übersetzt, zitat. Die US-Regierung hat mir konsequent die Schuld für jeden Angriff ihrer Feinde gegeben. Ich möchte der Welt hiermit versichern, dass sich die jüngsten Anschläge vom 11. September nicht geplant habe. Es ist eine Aussage, mit der viele zunächst nicht gerechnet hätten. Häufig bekennen sich Drahtzieher, vor allem nach so öffentlichen Wirksamen Anschlägen. Man will einen Zeichen setzen und sagen, ja, das waren wir und das wird noch schlimmer. Aber bin Laden dementiert. Er sagt, er war es nicht und er wiegt sich dabei in Sicherheit. Denn was er nicht weiß, die CIA beobachtet ihn schon viel länger als er denkt. Schon 1996 gründet der Geheimdienst eine Sondereinheit, die sich fast ausschließlich mit ihm und seinem Terrornetzwerk beschäftigt. Es ist die sogenannte "Elec Station". Ein Deckname für die bin Laden Ermittlungen. Und so finden die Amerikaner heraus, dass der Machthaber, also bin Laden, bereits seit 1996, ganz öffentlich zum Zitat, Kampf gegen die USA aufruft. Sicherlich fragt ihr euch an der Stelle, ich habe aber wenn die USA damals schon fünf Jahre vor 9/11 wissen, dass er eine konkrete Gefahr darstellt. Wieso hat man nicht viel früher durchgegriffen? Und ja, diese Frage stellen sich damals viele. Tatsächlich versucht Amerika, schon vor 9/11 bin Laden zu schnappen, doch er verhält sich sehr geschickt. Bleibt nie lange an einem Ort. Verzichtet irgendwann dann sogar komplett auf die Kommunikation per Telefon, per Mail, dass alles stellt er komplett ein. Dazu liegen einige der Alkiderlager in sehr abgelegenden Bergregionen auf Garnestanz. Und so ist er einfach nur extrem schwierig aufzuspüren. Man kann auch sagen, dass das Interesse nicht groß genug war, um all diesen Aufwand zu betreiben. Doch jetzt, mit dem 11. September ändert sich natürlich alles. Die USA wollen bin Laden unbedingt so schnell wie möglich zu fassen bekommen. Doch bevor wir uns angucken, wie sie das versuchen, müssen wir einmal genau klären, wer dieser bin Laden überhaupt genau ist und warum die Alkider die USA damals angreifen. Kapitel 2. Einer von 54. Also, um die Geschichte von Osama bin Laden besser verstehen zu können, müssen wir vier Jahrzehnte zurückreisen. Es ist der 10. März 1957. Die Sonne steigt über der Wüste auf und taucht Riat, die Hauptstadt des damals noch jungen Saudi-Arabiens in ein warmes Licht. Im Land herstammert es politisch und wirtschaftlich große Anspannung, denn mit der Erfindung und der starken Verbreitung des Automobils beginnt ein globales verlang nach Öl. Und damit in Saudi-Arabien ein Boom. Denn das Land hat extrem viele Öl vorkommen. Also kommt es wie es kommen muss. Mit diesen verdient das Königreich sehr schnell sehr viel Geld. Mit diesem lassen sie Straßen entstehen, gewaltige Paläste und Moscheeen wachsen aus den Böden und genau hier in einem der wohlhabensten Häuser der Stadt in Riat wird ein Junge geboren. Sein Name lautet Osama bin Mohammed bin Awad bin Laden. Bin bedeutet wie ihr vielleicht schon am Satz erkennen könnt, sowas wie "Sohn von". Also wenn man seinen Namen quasi übersetzen würde, wäre es auf Arabisch Osama, der Sohn von Mohammed. Und dieser ist wiederum der Sohn von Awad und dieser eben der Sohn von Laden. Seine Mutter Alia stammt aus Syrien. Sie ist bei der Geburt von Osama noch sehr jung. Es ist ihr erstes Kind. Sein Vater Mohammed ist einer der mächtigsten Bauunternehmer des Landes. Seine Firma errichtet sogar Teile der heiligen muslimischen Städten in Meckern Medina. Die bin Ladensknüpfen daher auch schnell eine extrem enge Verbindung mit der saudischen Königsfamilie. Und werden auch dadurch sehr, sehr reich. Das Vermögen wird von Forbes, einem Magazin, das regelmäßig so die Geldverhältnisse von mächtigen Familien bewertet, schätzt das Vermögen der Bin Laden auf mindestens eine Milliarde US-Dollar. Damit ist Mohammed bin Laden der reichste Mann Saudi Arabiens außerhalb der Königsfamilie. Doch anders als man denken könnte, hat Osama trotz des Reichtums keine einfache Kindheit. Und das liegt vor allem daran, wie die Familie aufgestellt ist. Er ist nämlich Achtung eins von 54 Kindern. Er hat 53 Geschwister. Die Allermeisten sind halb Geschwister, aber dennoch ist es einfach eine extrem große Familie. Und ihr könnt euch denken, nicht jeder bekommt die ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern. Vater Mohammed hat sogar in seinem Leben insgesamt 22 Frauen geheiratet. Teil 4 Ehen wird gleichzeitig, etwas nach islamischen Rechte in manchen Ländern, darunter Saudi Arabien auch heute noch legal ist. Dann soll sich Osama's Leben sehr verändern. Denn im Dezember 1979, als er 22 ist, marschiert die Sowjetunion in Afghanistan ein. Den Grund für diesen Angriff findet man ein Jahr vorher, also 1978. Da übernimmt nämlich die DVA, die demokratische Volkspartei Afghanistan, durch einen blutigen Militärputsch. Also sie reißen die Macht mit Gewalt an sich und sie übernehmen so die Kontrolle über das Land. Sie wollen Afghanistan's Werte stark verändern. Sie wollen weniger Religion, eine klare Trennung von Moschinen und dem Staat. Sie wollen keine Zwangs- und Kinder ein mehr. Auch Bildung soll zugänglicher gemacht werden vor allem für Frauen. Und auch wenn das aus westlicher Sicht ziemlich nachvollziehbar klingt, sind damals nicht alle afghanischen Menschen auf der Seite der DVA. Das liegt auch an weiteren Einschnitten. Denn die DVA, die wir uns schon mal sehen, sind in der Welt. der FVPA hat die Sowjetunion als großes Vorbild. Und damit gehen nicht nur die eben genannten Freiheiten einher, sondern auch einen Teil sehr harte Umgang mit neuen Regelungen. Große Landbesitzer bekommen ihre Gebiete beispielsweise einfach weggenommen, denn sie sollen dem Staat dienen. Große Teile der afghanischen Bevölkerung empfinden das als Diebstahl, der völlig im Widerspruch zum Islamischen recht steht. Auch wenn die DVPA in dem Sinne faire Sachen vorhat, weil sie wollen von reichen Leuten landnehmen und das dann ärmeren geben, sodass jeder eine Grundlage hat, aber auch da haben sie nicht mit der tiefen religiösität der Menschen gerechnet. Denn viele Arme bauen weigern sich schlichtweg aus Angst vor göttlicher Strafe, das ihnen staatlich zugewiesene Raubland anzunehmen. Sie sagen, das wurde jemanden unrechtmäßig genommen, dass darf ich nicht benutzen. Genau so kommt dann schnell sehr viel Kritik auf. Und wir wissen ja schon aus der Folge zur Sowjetunion selbst, wie die Sowjetz damals mit einer solchen Kritik umgehen. Und zwar er kommt es massenhaft zu gewaltsamen Verhaftungen durch das Militär. Es kommt zu Volters, kommt sogar zu Hinrichtungen. Und so entbrennt in Afghanistan ein Bürgerkrieg. Die DVPA und deren Unterstützer gegen alle, die das neue System ablehnen. Als die Sowjetunion 1979 merkt, wie stark der Widerstand gegen die DVPA ist, entscheiden sie selbst in Afghanistan einzumarschehen. Und die Partei militärisch zu verstärken. Der Krieg wird dann sehr hart auf beiden Seiten geführt. Auf Seiten des Widerstands, also bei denen, die gegen die DVPA sind, entsteht in dieser Zeit auch noch eine neue Gruppe, die sich selbst Mutschei dienen nennen. Es leitet sich vom Wort "Chihat" ab. Was so viel wie der halige Kampf, der halige Krieg bedeutet. Die meisten der Mutschei dienen sind sehr konservativ und religiös motiviert. Und genau in dieser Zeit anfangen, der 1980er Jahre, reist dann auch Osama bin Laden von Saudi Arabien nach Pakistan. Er trifft dort die Anführer dieses Widerstands und schließt sich ihnen an. Er selbst ist nämlich streng, Islamisch erzogen worden. Und er versteht es als religiöse Pflicht, seinen Islamischen Glaubensbrüdern aus Afghanistan, zu helfen. So beginnt er Geld, Kontakte und anderweitige Möglichkeiten, seiner Familie zu nutzen. Er organisiert Lebensmittel, Beschaff waffen. Und so entsteht mit der Zeit ein Netzwerk, ein großes, starkes Netzwerk, das den Widerstand gegen die Sowjetz und die DVPA sehr stark vorantreibt. Dann kommt das für die Folge hier sehr, sehr wichtige Jahr 1988. Der damalige Sowjetische Generalsekretär, Michael Gorbatschoff, beendet den Krieg. Vor allem, weil dieser extrem teuer geworden ist. Und natürlich auch extrem vieles Sowjetische Leben gekostet hat. Hat sich in dem Sinne einfach dann am Ende nicht mehr rentiert, weiterzukämpfen, weil ganz häufig werden Kriege sehr nüchtern, auch wirtschaftlich bewertet. Und so kommt es in Genf zu einer Friedenssitzung. Der Widerstand hat also gewonnen, die Sowjetz müssen abziehen. Und die DVPA bleibt zwar noch ein Moment an der Macht, aber sie muss in den folgenden Jahren dann die Kontrolle über Afghanistan wieder abgeben. Und so entsteht ein Warko um. Ein Bereich, wo niemand so richtig weiß, wäre geiert Afghanistan jetzt. Und in mitten dieses Chaos entsteht dann ein paar Jahre später die afghanische Taliban. So, jetzt habt ihr so einen ganz groben Hintergrund, wie das alles passiert ist. Und vor allem für uns hier interessant, was Osama bin Laden damit zu tun hat. Weil der wird extrem gefeiert für die Unterstützung, dass er von außen, also aussah die Arabien heraus, den Widerstand so stark mit Lebensmittel, mit allem möglichen weitergebracht hat. Und so wird er ganz schnell zum Anführer im Kampf. Das Globalen, G-Hat, also des bewaffneten Glaubenskampf. Er will quasi gegen alle Vorgehen, die nicht an das gleiche Ziel, an die gleichen muslimischen Werte. Glauben und so entsteht am Ende Al-Qaeda. Das bedeutet übersetzt so was wie die Basis oder das Fundament. Und ihr Auftrag ist klar. Sie verfolgen ein breites, radikal-Islamisches Programm in dem Gewalt und Terroranschläge als legitime Mittel betrachtet werden. Eins ihrer Ziele, sie wollen nie wieder von ausländischen Mächten wieder zur Wirtunion unterdrückt werden. Bin Laden lässt Trainingslager zu diesem Zweck errichten. Er beschafft gefälschte Dokumente, um Identitäten zu verheimlichen. Männer werden im Umgang mit Waffen und Sprengstoff trainiert und schnell rückt ein Feind in die Mitte seines Fadenkreuzes. Die USA. Der Grund liegt vor allem darin, dass Amerika in dieser Zeit Truppen in Saudi-Arabien stationiert. Außerdem unterstützen die Amis Ägypten. Ein Land, das für Bin Laden ohnehin ein Dorne im Auge ist, weil die Ägypter immer unreligiöser werden in seinen Augen. Außerdem gehen sie gegen Islamische Gruppen im eigenen Land vor. Dazu die Zusammenarbeit zwischen den USA und Israel. Der Umgang mit Palestina. Es sind alles Dinge, die nicht in seinen Weltbild passen. Meckhau und Medina, die heiligen Städtendes-Islams werden da auch noch mal ein wichtiges Thema. Denn auch hier gibt es eine ständige Präsenz von US-Soldaten. Die werden dort stationiert. Das ist für Bin Laden eine unerträgliche Entweihung. So wird eine ungeheure Wut in ihm entfacht. Der Betitel, die USA, als den Fernen feint und beginnt, Angriffe gegen Amerika zu plan. So kommt es dann zum 11. September. Kapitel 3. Die Schlacht von Tora Bora. Kurz nachdem Osama Bin Laden behauptet, dass er nichts mit 9/11 zu tun hat, verdichten sich hinter den Kulissen, die Beweise gegen ihn immer mehr. Vor allem Geldflüsse, Reisedaten und telefonische Verbindung. Die Ausbildungslager sind wieder in die afghanischen Ausbildungslager von Al-Qaeda. Am 20. September, also 9 Tage nach den Anschlägen, stellt daher der damalige US-Präsident George W. Bush, der afghanischen Regierung ein Ultimatum. Bush will, dass die USA Zugang zu den Ausbildungslagerern der Terroristen erhalten, um diese Lager dann komplett zu schließen. Und er schließt seine Ansprache mit einem Ultimatum ab. Das alles muss jetzt sofort geschehen. Ein paar wenige Tage gibt er ihn. Und sollten die Taliban dieser Forderung nicht nachkommen, droht Amerika hart durchzugreifen. Nach seiner Ansprache vergehen die Tage. Und das Ultimatum läuft ab. Nichts geschieht. Etwas, womit die Welt und auch die USA gerechnet haben, also kommt es zum Angetroden Krieg. In der Nacht des 7. Oktober, also nicht mal ein Monat nach den Anschlägen dringend amerikanische und britische Kampfjets in den afghanischen Luftraum ein. Dann wird es hell. Schwere Explosionen an verschiedenen Orten in Kabul, der afghanischen Hauptstadt, dazu einen zahlreichen Region, wo man Ausbildungszentren der Terroristen vermutet. Parallellanden-Militärflugzeuge in Pakistan, nahe der afghanischen Grenze, an Bord, kleinere CIA-Teams und amerikanische Spezialkräfte. Sie sollen einen Weg nach Afghanistan finden und sich dort verdeckt dem Widerstand anschließen. Denn es gibt mittlerweile einen Widerstand, die mit Al-Qaeda und den Taliban nicht einverstanden sind. Amerika schlägt damals schnell hart und an vielen Orten gleichzeitig zu. Vor allem aus der Luft gelingt es, ihnen viele Stellungen der Taliban zu zerstören und schnell voranzurücken. Deswegen müssen die Terroristen kurz darauf, die Hauptstadt Kabul verlassen. Auch weitere Großstädte gehen im Dezember verloren. Es scheint, als sei der amerikanische Angriff gegen die Terrororganisation erfolgreich. Doch das eigentliche Ziel der Mission, Osama bin Laden, ist zu diesem Zeitpunkt längst verschwunden. Mit Leibwächtern und mehreren Hundertschwerbewaffneten und Al-Qaeda-Kämpfern zieht er sich in Richtung Osten zurück. Sein Ziel ist Torabora, eine afghanische Bergregion nahe der pakistanischen Grenze. Hier dominieren Schluchten, Höhlen und kleinere Pfade. Es ist eine extrem unübersichtliche Gegend. Bin Laden kennt sie, vor allem durch den Krieg gegen die Sowettunion, wie seine linke Westentasche. So vergehen Wochen bis die amerikanischen Einheiten so langsam seine Spurwittern. Dann schmieden sie einen Plan und schlagen zu. Die Torabora-Bärge werden von verschiedensten Seiten angegriffen. Auch ein paar Gruppen am Boden, dazu wie der schwere Luftangriffe von oben. Torabora wird zu einem Inferno. Immer wieder, Tag und Nacht treffen Bomben die Berghänge. Ein einziges Mal wird sogar eine fast sieben Tonn schwere Sprengbombe abgeworfen. Felsen brechen auseinander, Eingänge stürzen ein. Über Funk melden Al-Qaeda-Kämpfer immer mehr verwunderte. Es ist eine sehr chaotische Situation. Dann am 11. Dezember plötzlich eine Meldung der Al-Qaeda. Sie unterbreiten den USA ein Kapitulationsangebot. Es kommt zu umfangreichen mehrere Tage andauernden Verhandlungen, wie diese Kapitulation aussehen soll. In dieser Zeit unterbrechen die Amerikaner ihr Bomber demor. Bis heute ist das ein taktischer Fehler, ein sehr folgenschwerer, wie sich später herausstellt. Denn was Al-Qaeda in diesem Moment tut, ist vor allem Zeit zu gewinnen. Denn während die Verhandlungen laufen. Passiert es. Als Ruhr einkerrt, flieht ein Mann über die Gebirgsketten nach Pakistan. Es ist Osama bin Laden. Gemeinsam mit hunderten Al-Kaiderkämpfern geht es nach Pakistan und als die Amerikaner von seiner Flucht erfahren, ist er im wahrsten Sinne längst über alle Berge. Kapitel 4. Neun lange Jahre. Nach seiner Flucht im Dezember 2001 steht um bin Laden einen regelrechter Mütthos. Immer wieder wollen ihn informanten Agenten oder Einheimische in Höhlen, abgelegenden Dörfern oder sogar in völlig anderen Ländern auf der anderen Seite der Welt gesehen haben. Manche behaupten auch, er sei schwer krank. Andere sagen er es bereits tot. Doch Klarheit herrscht lange nicht. Bin Laden ist nach den Torabora geschehnissen, wie vom Erdboden verschluckt. Fast drei Jahre lang. Bis zum Oktober 2004. Plötzlich geht nach so langer Zeit der Ruhe alles ganz schnell. Ein Video erscheint im Internet. Man sieht ein Mann mit grauem langen Bad. Er blickt direkt in die Kamera, er trägt eine weiße Kufier. Das ist ein von Männern getragenes Kopfduch mit Franzem zum Schutz vor der Sonne. Ihr kennt es vielleicht unter dem Begriff "Pali-Tuch". Und der Mann ist natürlich bin Laden. Allein sein Anblick ist für viele einen Schock. Doch was er sagt, trifft noch viel mehr. Er gibt in dem Video erstmals öffentlich zu, die Anschläge vom 11. September angeordnet und geplant zu haben. Und das löst natürlich erneut ein riesiges mediales Interesse aus. Sehr, sehr viele Nachrichten sender berichten. So kommt wieder erneut auch großer Druck auf die US-Agrikanische Regierung. Und sie wollen ihn wieder um jeden Preis schnappen. Doch aus dem Video können sie nicht viel gewinnen. Wo es aufgenommen wurde, bleibt unbekannt. Das liegt vor allem auch an bin Laden's extrem Vorsichtsmaßnahmen. Er weiß genau, wie leicht moderne Technik einen Menschen verraten kann. Daher ist der Hintergrund komplett neutral gehalten. Man kann auch mit den Daten, die mit dem Video einhergehen, nichts anfangen. Denn bin Laden benutzt immer noch kein eigenes Handy. Er versendet keine Mehlsehr, er hat prinzipiell überhaupt keinen eigenen Computer. Wenn er etwas mitteilen möchte, dann nutzt er menschliche Kurierer. Also vor allem Männer, denen er vertraut. Doch genau wie jedes System hat auch dieses eine Schwachstelle. Und genau das ist der Faktor Mensch. Denn die Kurierer müssen sich bewegen. Sie benutzen Fahrzeuge, sie treffen andere Menschen und anders, als Osama bin Laden, benutzen sie auch Technik. Immer wieder kann die CAA so versteckt, beispielsweise Telefondaten auswerten. Sie können sogar Gespräche abfangen. Und so kommen sie schließlich zu einem Namen. Abu Ahmed Al-Kowaiti. Schnell wird klar, dass er ein enger Helfer bin Laden sein muss. Die aller meisten wissen zwar nicht viel über ihn, auch weil er sich überwiegend im Untergrund bewegt. Aber durch Telefondaten wird klar, er ist ein sehr enger Kurier. Bin Laden ist auch dessen Name, fällt häufiger. Und jetzt könnte man denken, na gut, über den kommen sie dann schnell auch auf die Spur von Osama bin Laden. Oder nicht schnell. Es dauert insgesamt noch mal fünf Jahre. Also nachdem dieses Video erscheint, es ist mittlerweile 2010. Neun Jahre nach 9/11. Als Abu Ahmed Al-Kowaiti einen entscheidenden Fehler begeht. Der Kurier ruft einen Bekannten an. Es ist ein kurzes Telefonat. Zwischen den Zeilen deutet er an, dass er wieder bei den selben Leuten wie früher arbeitet. Das war es, dann wird aufgelegt. Doch was der Kurier zu diesem Zeitpunkt nicht weiß. Die andere Person, die er anruft, wird schon länger von amerikanischen Ermittlern beobachtet. Sie können das Gespräch komplett mithören. Und noch krasser. Sie können so Al-Kowaiti den Kurier sogar ordnen. Und zwar in Islamabad der Hauptstadt Pakistan's auf Videoaufnahmen ist immer wieder sein Auto zu sehen, ein unauffälliger weißer Kleinwagen. Sie beginnen ihm wochenlang zu verfolgen. Er macht ziemlich viele Fahrten in Islamabad selbst. Doch dann passiert plötzlich etwas Sonderbares. Das Fahrzeug nimmt enge Gassen und zwar in Richtung Nordosten. Wer von euch genau aufgepasst hat, jetzt gleich kommt das merkwürdige Anwesen ins Spiel. Im Nordosten angekommen, bieg der weiße Kleinwagen in eine schmale Straße. Und genau an deren Ende steht das Gebäude. Es fällt direkt ins Auge. Wir haben euch davon mal eine Satellitenaufnahme mitgebracht. Findet ihr jetzt noch mal eins in den Schornuts. Das Anwesen ist groß abgelegen. Und auf dem Bild in gelb grün eingezzeichnet, seht ihr eine 5,5 Meter hohe Mauer. Dazu schwer bewaffnete Tore. Es ist also völlig isoliert von der Außenwelt. Sogar so sehr, dass nicht einmal die Müllabfuhr zutritt zu der Straße erhält. Der Abfall der im Anwesen entsteht, wird einfach so im Innenhof verbrannt. Und genau in diesem Innenhof sieht man regelmäßig einen großen Mann mit langen Bart. Immer wieder läuft er dort die gleiche kreizförmige Strecke auf und ab. Er wird daher von den Geheimdiensten nur die Pacer genannt, der auf und abläufer. Und genauso wie ihr gerade an auch die Geheimdienste, das ist der wahrscheinlich meist gesuchte Mann der Welt. Kapitel 5. Operation Neptune Speer. Am 20. Januar 2009 wird in den USA ein neuer Präsident vereidigt. Sein Name? Barack Obama. Der erste schwarze Präsident der USA. Es ist ein absoluter Charismatiker. Wird als Menschenfänger bezeichnet. Und das von den allermeisten Medien sehr positiv. Seine Reden bewegen und treffen die Menschen. Doch er steht direkt zu Beginn seiner Amtszeit vor einer extrem schwierigen Aufgabe. Das verdächtige Anwesen mit dem auf- und ablaufenden Mann wird mittlerweile seit Wochen observiert. Die Argumente, das man dort Osama bin Laden im Hof sieht, haben sich mittlerweile verdichtet. Auch weil der Korea, also aber Ahmad Akkowiti, dort immer wieder nächtigt. Mit seiner ganzen Familie erscheint dort also eine Vertrauensperson immer wieder zu besuchen. All das, was da geschildert wird, wird übrigens von höher gelegenen Beobachtungsposten in der Nähe geschildert. Dort liegen Geheimagenten, als Stundenlang mit ihren Fernglesern auf dem Boden und Beobachten in Ort. Doch trotz dieser lang intensiven Zeit können auch sie nicht eindeutig sagen, was dort passiert. Also, ob das wirklich Osama bin Laden ist. Obama wird also vor eine sehr, sehr kritische Situation gestellt. Einerseits weiß er, wie lange die USA auf so eine Gelegenheit gewartet haben. Auf der anderen Seite wäre der Angriff auf einen unschuldigen, also wenn es nicht Osama bin Laden ist, ein Disaster. Der Journalist Adam Goldman erinnert sich in dieser Zeit, dass Obama im Sicherheitsrat sogar nach genauen Zahlen fragt. "What is the percentage that Osama bin Laden in that compound?" Der Präsident will wissen, wie hoch die prozentuale Wahrscheinlichkeit ist, dass man wirklich bin Laden in dem Hof immer wieder sieht. Eine genaue Antwort bekommt er damals nicht. Nur Wage-Tesen, die Experten und Experten haben dabei ziemlich unterschiedliche Einschätzung. Am Ende kommt man ungefähr auf eine 50/50-Schau. So entstehen im weißen Haus Hitzige und teilt sehr kontroverse Diskussionen. Alle Infos, Möglichkeiten und Daten werden erneut abgewogen. Und dann folgt die Entscheidung, obamas. Er will das Anwesen attakieren. Zunächst steht dafür einen gewaltiger Bombenangriff im Raum. Mehrere schwere Sprenkörper aus der Luft könnten die gesamten Komplex innerhalb weniger Sekunden zerstören. Doch dabei gibt es mehrere Probleme. Das Anwesen steht zwar isoliert, also relativ alleine. Man könnte aber bei einem solchen Angriff aus der Luft nicht gewährleisten, dass unter Umständen durch Wind und andere Faktoren doch Häuser in der Nähe getroffen werden. So könnten unschuldige Menschen ihr Leben verlieren. Und auch noch ganz elementar, man würde nie sicher beweisen können, dass tatsächlich bin Laden dort gewesen ist. Denn wenn alles platzgemacht wird, dann findet man natürlich auch nach dem Tod keine Überreste. Auch Computer, Briefe, Datenträger oder weitere Hinweise über die Terrornetzwerke würde man so unter den Trümern verlieren. Daher wählt Obama die zweite Vielreskantere Möglichkeit. So genehmigt er am 29. April 2011 die Operation Neptune Speer. Und drei Tage später beginnt sie. Die Nacht des zweiten Mais 2011 ist eine ruhige. So wie fast alle Nächte. in den Wochen zuvor. Doch diese hier wird anders werden. Denn plötzlich hört man auf einem Flugfeld in Afghanistan Personenrennen. Sie sind schwer ausgerüstet. Bei näherem Hinseen erkennt man, es sind Navy Seats. Das ist eine extrem berüchtigte von John F. Kennedy, gegründete Spezialeinheit der US-Marine. Es gibt nur ca. 2500 aktive Soldaten. Schätzungsweise 80% der Bewerberinnen und Bewerber scheitern an der sogenannten Hölnwoche. Das ist ein körperlich und mental extrem harte Testum aufgenommen zu werden. Übrig bleibt nur der härteste Kern. Und selbst von diesem unfassbar harten Kern, von diesen 2500 Menschen gibt es nochmal eine Spezialeinheit. Also wirklich die besten und leistungsfähigsten und widerstandsfähigsten aus der kompletten Spezialeinheit. Man nennt sie Team 6. Sie sind für die geheimsten Missionen von höchster nationaler Bedeutung zuständig. Und so wird die Stille in Pakistan in dieser Nacht durchbrochen. Zwei speziell umgebaute Black Hawk Kampfhoopschrauber starten gegen eine Nachts in Afghanistan. Die Maschinen fliegen tief über das dunkel Gelände, umgehend bekannte Radarstellung und hoffen nicht von der pakistanischen Regierung entdeckt zu werden. Denn diese wird von den USA nicht informiert darüber, was gleich passieren soll. Zu groß ist bei den Amerikanern die Angst, bin Laden könnte so erneut zur Flucht verholfen werden. Dann nähern sich die Helikopter dem Anwesen. Ihre Positionslichter bleiben ausgeschaltet. Auch Mithilfe von Tarnkappen haben sie es hinbekommen, dass kein Radarsystem sie entdeckt hat. Unerkannt und doch schnell nähern sie sich den hohen Mauern. Dann wird alles chaotisch. Denn als der erste Pilot im Innenhof zur Landung ansetzen will, verändern die hohen Dichten Mauern den Luftwiderstand enorm. Ihr müsst euch das so vorstellen. Die Wände sind ja extrem hoch, dick und bieten überhaupt keinen Ausgang. Für die Luft so können die barmen Strömungen nicht entweichen. Der Ruhbschrauber verliert Auftrieb, kann sich nicht mehr in der Luft halten. Obama verfolgt das Ganze im Keller des weißen Hauses. Er und alle anderen, die mit dabei sind hochrangige CIA-Mitarbeitende z.B. sind fassungslos. Sie sehen, wie sich der Black Hawk nicht mehr steuern lässt. Dann knallt er zu Boden, verkeilt sich in der Schutzmauer. Es wird zwar niemand schwer verletzt, aber die Maschine ist nicht mehr einsatzfähig. Dazu hat der Absturz natürlich alle Bewohnerinnen und Bewohner des Anwesens geweckt. Der Überraschungsmoment ist weitestgehend. Dahin statt lautlos über das Dach einzudringen, müssen die Sieds ihren Plan in Sekunden ändern. Und das Haus von unten stürmen die Nerven bei Obama und dem Rest liegen blank. Hubschrauber 2 landet wegen der Vorkommnisse und des Absturz außerhalb des Anwesens. Die Sieds spreng sich dann durch die Außenmauer, um sich mit dem abgestürzten Team zu vereinen. Dann schwärmen alle auf dem Grundstück aus. Einteil sichert den beschädigten Hubschrauber, während die übrigen Männer zu den verschlossenen Türen des Hauses laufen. Sprennstoff wird platziert. Dann mehrere Explosionen, Metall fliegt durch die Gegend. Die Sieds stürmen mens innere des Anwesens. Es geht erst durch das Gästehaus und das Erdgeschoss. Dort treffen sie auf den Kurier. Den Mann, dem sie überhaupt hier sind, erst bewaffnet. Also schalten sie ihn aus. Weiter geht es ins Hauptgebäude. Sie müssen extrem aufpassen. Hinter jeder Tür könnte erneut ein bewaffneter Mann stehen, aber auch schutzlose Frauen oder Kinder. Die Sieds banen sich ihren Weg weiter nach oben. Schalten auf dem Weg relle Tbinnladen aus. Einer von Osama Sönn. Auch ebenfalls Mitglied von Al-Kaida. Sie sind mittlerweile in der dritten Etage angekommen. Also ganz oben, mit Taschenlampen. Strahen sie durch die dunklen Zimmer. In einem hören sie Bewegung, die Einheit sprintet dort hin. Und dann steht sie plötzlich vor ihm. Osama Binnladen höchst persönlich. Es muss ein ganz kurzer Moment der Realisation sein. Dann fallen drei gezielte Schüsse. Über Funk plötzlich Ruhe. In weißen Haus liegt eine gewaltige Anspannung in der Luft. Obama fordert ein Status-Update. Dann der entscheidende Funkspur. Osama Binnladen ist tot. Benannt, nach dem Speer des römischen Meeres Gottz, ist er erfolgreich gewesen. Zusammenfassung. Während nach den Anschlägen vom 11. September noch großes Chaos, Schock und Trauer herrschen, werden in zahlreichen Ermittlungsbehörden bereits Fieberhaft-Pasagierlisten, Geldbewegung und andere Beweise ausgewertet. So entsteht eine Spur, die direkt zum Terror-Netzwerk Alkheider und dessen Anführer Osama Binnladen führt. Dieser stammt aus einer sehr wohlhabenden saudischen Familie. Er schließt sich während des Krieges zwischen Afghanistan und der Sowjetunion einem Netzwerk aus Kämpfern, Geldgebern und Helfern an. Ihr Ziel ist der Widerstand. 1988 gelingt so der Sieg gegen die Sowjetunion. Und daraus entsteht nach Kriegsende die Terrororganisation Alkheider. Ihr Ziel ist es, eine radikal islamistische Weltordnung herzustellen. Und dazu ist der Kampf gegen aus ihrer Sicht alle feindlichen Staaten und Einflüsse notwendig. An der Stelle einmal wichtig zu sagen, weil wir dazu schon auch ein, zwei Kommentare gesehen haben, die aller, aller, aller meisten muslimischen Menschen stellen sich extrem gegen diese Weltanschauung, die Binnladen damals vertritt. In den intensiven Ermittlungen gelingt es dann im Jahr 2001, Binnladen bei Torabora ausfindig zu machen. Eine afghanischen Gebirgskette in der Nähe der Pakistanischen Grenze. Es kommt zu schweren Bombadierungen, so wie Kämpfen, doch Binnladen kann nach Pakistan fliehen. Jerelang taucht er dort unter, vermeidet jegliche elektronische Kommunikation. Telefonate Meils Internet. Er weiß, dass das alles ihn verraten könnte, um Nachrichten zu überbringen. Nutzt er ihm vertraute Kurrie. Doch genau einer davon wird zur Schwachstelle. Denn dieser für die CIA ohne es zu wollen, direkt zu Binnladens versteckt. Ein ziemlich merkwürdig aussehen des Anwesens. Daraufhin wird eine Navy-Siehleinheit monatelangen auf einen dortigen Einsatz vorbereitet. Sie trainieren sogar den Angriff an einem vergleichbaren Nachbau des Hauses. Und dann ist es soweit. In der Nacht zum zweiten Mai 2011 zwar. Crasht erst einer der beiden Spezialhelikopter beim Landeversuch, doch die Operation gelingt am Ende trotzdem. Osama-Binnladen, dessen Sohn, zwei seiner Kurriere und eine Frau verlieren ihr Leben. Das Spezialteam sichert danach festplatten CD-S-Dokumente und Computer-Tauer aus Osama-Binnladens Arbeitszimmer. Die Siedspringen danach sogar noch den abgestürzten Hubschrauber in die Luft, damit dessen geheime Tantechnik nicht untersucht werden kann. Nach nur 38 Minuten vor Ort steigen sie mit der Leiche Binnladens und den gewonnenen Daten zurück in den verbliebenen Blackhawk-Hubschrauber. Am nächsten Morgen bleiben nur die gesprängte Wand und das Heck, das sehr auffällige Heck des gesprängten Blackhawk-Zurück. Ein Foto davon geht später um die Welt. Ihr seht es als Nummer 2 in den Schornuts. Für ein Großteil der US-Bevölkerung ist die Ermordung Binnladens ein Sieg der Gerechtigkeit, ein Gefühl von Vergeltung. Auch international gilt die Mission als entscheidender Schlag gegen Al-Kaeda. Auch, weil 2017 die CIA dann fast 470.000 Dateien, die man im Anwesen sicherstellen konnte, veröffentlicht. Dazu sehr wertvolle Angaben über Al-Kaeda und seine Unterstützer. Und was man in diesen Informationen immer wiederfindet ist, das Binnladen bis kurz vor seinem Tod. Weiter Nachrichten verschickte und weltweit Anschläge plante. Wissensfreunde. Das war unfassbar, spannend. In den ersten Tagen der Recherche wurden wir so dermaßen in das Thema reingezogen. Ich erinnere mich noch dran, wie so ihr mir einmal mitten in der Nacht geschrieben hat, dass sie gerade 14 Stunden am Stück recherchiert hat, weil sie so gefestet war von all dem. Ich hoffe, es ging euch ähnlich. Schreibt uns super gerne, wie ihr die Folge fandet, was ihr vielleicht verbessern oder verändern würde. Wir lesen alles. Auch zum Beispiel eure Fragen zu letzten Folge, Dieb-Dive 3, als es um Flug 93 ging. Nummer 1 kam dabei von Frieda. Sie schreibt, hey, Johnny, die Dieb-Dive-Folgen sind ultra-spann. Zwei Fragen hätte ich. Warum gibt es die Telefone im Sitz vom Flugzeug nicht mehr? Und warum konnten die Passagiere mit solchen Telefonen telefonieren, aber mit Handys nicht? Also, erstmal, hey, Frieda, danke für deine Liebenworte und zu deinen Fragen. Die Sitztelefone-Systeme nutzen damals eine ganz eigene Funkverbindung zu ganz speziellen Sendemasten am Boden. Die sind viel, viel stärker als diejenigen, über die wir quasi mit Handy kommunizieren. Aber sie sind daher auch viel, viel teurer. Und als dann die Mobiltelefone, so Anfang der 2000er, immer weiter verbreitet werden, lohnen sich diese Funkmasten dann irgendwann nicht mehr. Zufil kosten die da entstehen. Daher werden sie eingestellt. Frage Nummer 2 ist von "Loyke". Hallo, Johnny. Wieso haben die Terroristen eigentlich nicht bemerkt, dass die Passagiere telefonieren können? Und das ist tatsächlich eine Frage, die sich heute nicht zu 100% sicher klären lässt. Also es gibt wahrscheinliche Theorien und die Höchstwahrscheinliche ist, dass die Terroristen einfach nicht damit rechnen, dass Telefongespräche aus der Luft überhaupt technisch möglich sind. Sie bekommen davon dann auch nichts mit, weil sie die Gäste ja ganz hinten in dem relativ großen Flugzeug hinter dem Vorhang sogar versammeln, um sich damals zum Schutz der Cockbetür vorne aufhalten zu können. Frage 3 ist von Raffaela, Mia und auch noch ziemlich viele andere von euch. woher man denn all diese Informationen hat. Was da im Flugzeug passiert, auch zum Beispiel das mit dem Wasserkocher. Es gibt ja keine Überlebenden. Das ist eine sehr berechtigte Frage. Für dies aber auch eine plausible Erklärung gibt. Als allererste muss man dazu sagen, die meisten Schilderungen beispielsweise über das kochene Wasser. Das erfährt man über die Anrufe. Das passiert ja alles noch, während die Passagiere mit ihren Angehörigen telefonieren. Oder auch während Tott Bima mit Liga, die meisten Schildern explizit, was sie in dem Moment sehen. Den Rest, also den Angriff auf die Entführer. All das hört man über den stimmrekorder. Der befindet sich in der geborgenen Black Box. Dieses gerät dieser Flugdatenschreiber, der bei solchen schweren Abstürzen immer noch zu finden und auszuwerten ist. Alles, was dort aufgezeichnet wurde, konnte man auswerten und gut rekonstruieren. Was ist das? Das ist ein Problem. Das ist ein Problem, das ist ein Problem. Das ist ein Problem, das nicht so gut auswerten und gut rekonstruieren. Was sich da schreckliches an Bord abgespielt hat. Frage 4 ist von Malemalene. Hey, Johnny und Team. Warum sind eigentlich Flüge entführt worden, die ein ganz anderes Ziel hatten? Wer ist nicht für die Terroristen ein Flugzeug zu entführen, dass sowieso nach Washington fliegt, dann werden die Flugmanöver gar nicht so aufgefallen, man hätte nicht mit so starken Gegenaktionen. Das ist eine sehr spannende und auch sehr intelligente Dachte. Frage und die Antwort zeigt, wie schlimm diese Terroristen damals denken. Denn sie wählen ganz bewusst Langstreckenflüge aus, die eigentlich, wo ganz anders hinfliegen, also die aus Washington Staaten, damit sie eben kurz nach Start gekarpat werden können und somit sichergestellt wird, dass die Maschinen noch immer mit maximal viel Kerosin, also Sprit beladen sind. Denn umso mehr Kerosin in so einem Flugzeug noch drin ist, desto höher ist die Sprengkraft. Und das ist wirklich ein furchtbare, denkweise, aber erklärt die Frage. Und dann haben wir noch eine 5. Letzte Frage, sie kommt von Adrian Seysan. Hi, Johnny, was ist eigentlich dran an der Theorie, um Larry Silverstein? Er soll ja ausgerechnet an diesem Tag nicht zur Arbeit erschienen sein, obwohl er im World Trade Center gearbeitet hat. Und außerdem hatte die Zwillings-Türme kurz vorher gepachtet und gegen Terror versichert. Und ja, absolut richtig. Diese Geschichte ist auch etwas, was ganz, ganz häufig thematisiert wird. Vor allem in vielen Verschwörungstheorien. Denn alles, was du gerade gesagt hast, also rund um den, das ist ein US-amerikanischer Immobilieninvestor, dieser Silverstein, ist auch tatsächlich passiert. Also er hat tatsächlich den kompletten World Trade Center komplex. Also alle Gebäude im Juli 2001. Also knapp zwei Monate vor den Ereignissen gepachtet. Das bedeutet, gemietet. Sogar für neun und neundzig Jahre. Und außerdem hat er eine Versicherung gegen Terroranschläge abgesichert. Jetzt muss man aber an der Stelle schon mal als allererstes sagen. So eine Versicherung für einen so gigantischen Komplex. Vor allem in so riesigen Städten, die weltweit Bedeutung haben wie New York. Das ist ganz normal, dass man dabei eine Terrorversicherung abschließt. Das ist absoluter Standard. Vor allem, nach dem Jahr 1993, habe der schon erfahren hier im Podcast, da gab es schon mal einen Anschlagsversuch auf die Zwillingstürme. Also das ist in den aller meisten Gebäuden, in den meisten Pachtverträgen, gibt es eine solche Terrorversicherung. Fehlt aber noch seinen Fehlern am Morgen des Elfen September. Also, dass er da nicht im Büro war. Das hat auch seine Ehefrau bestätigt. Sie hat ihn nämlich dazu gedrängt, zu einem Hautarzttermin zu gehen. Jetzt muss man aber an der Stelle sagen, anders als man häufig im Internet ließ, ist Silversteans Büro nicht in den Zwillingstürmen. Also, in weder dem Nord noch im Südrum, sondern in World Trade Center 7. Also in WTC 7 das Gebäude, das viel später an dem Tag einstürzt und auch noch vollständig evakuiert werden kann. Also es gibt in WTC 7 kein einziges Todesopfer. Also sind auch da wieder die aller, aller meisten Ansätze der Verschwörungstheoretiker logisch zu erklären. Und damit, meine Wissensfreunde, sind wir am Ende dieser Folge angekommen. Es ist also wieder umfragen Time, aber mit einer kleinen Anpassung. Denn ihr habt uns gefeedbackt. Ihr würdet gerne nur noch zwei Deep-Deif-Vorschläge in den Optionen haben, damit wir uns so langsam aus dem Thema rausbewegen. Aber nur wenn ihr es wollt. Dazu gibt es ein bisschen mehr Abwechslung. Also heute wieder sechs Themen. Nur zwei Mal Deep-Deif. Und ihr könnt euch jetzt heute mal ganz besonders. So viele Themen aussuchen wir wollt. Also ihr müsst euch nicht auf eins limitieren. Wir sind sehr gespannt, was ihr will. Das hier sind die sechs Optionen. Als erstes, 9/11 Ground Zero. Also noch mal von Aufarbeitung zum Wiederaufbau. Wie aus zahlreichen Zerstörten gebochten. Heute ein Symbol der Erinnerung und Hoffnung geworden ist. Dann als zweites noch mal 9/11 Deep-Deif, wie sich die Flugssicherheit danach verändert hat. Als Drittes haben wir die Flutkatastrophe im Arthal. Das ist eine der schwersten Naturkatastrophen jemals in Deutschland. Wir könnten uns einmal eineseits anschauen, wie es dazu kam. Und was dann für neue Sicherheitslösungen entwickelt wurden. Nicht nur im Arthal selbst. Als viertes haben wir, was ist Autismus? Menschen, die Autismus haben, nehmen die Welt auf eine ganz eigene Weise wahr. Es gibt ziemlich viele Parallelen zur ADHS. Auch da könnte man ein bisschen ausführlicher Trübersprechen. Als Vf. haben wir die Hindenburg. Vielleicht hat es eine oder andere bei uns schon im WhatsApp-Kanal gesehen. Das ist ja der Absturz des größten Luftschiffs jemals. Das ist jemals auf der Welt gegeben hat. Und hat die Luftfahrt auch ganz schön verändert. Und als letztes, das ist, glaube ich, mein Favorit, das DB Cooper-Rätsel. Damals entführt ein Mann ein Flugzeug. Er represst sogar lösigelt. Dann springt er mit dem Fallschirm ab. Und danach entsteht ein riesiges Rätsel. Denn Jahrzehnte lang kann der Mann nicht gefunden werden. Wir sind extrem gespannt, ob ihr noch mal Deep-Deifen wollt. Also ein fünftes Mal. Oder ob wir zurück zu unserem alten Rhythmus kommen. Stimmt für das ab oder für alle Themen, die euch interessieren. Also könnt ihr mehrere Themen angeben. Ihr könnt auch gerne mal in die Kommentare generell reinschreiben, wenn man mehrere Stimmen hat oder eben nur eine. Und dann sind wir sehr gespannt auf welche Suche, auf welche Recherche ihr uns als nächstes schickt. Wir freuen uns sehr drauf. Verbleiben wir immer mit ganz viel Liebe an euch. Alle freuen uns immer über alles, was ihr uns so schickt, was wir lesen dürfen. Das ist wirklich so großartig. Ich kann's nicht auf genug sagen. Ganz viel Liebe schaut auch gerne mal auf unseren Social Media-Plattformen rein. Das habe ich ja nicht gesagt. Da heißen wir auch wissen mit Johnny, überall TikTok, Instagram, YouTube, wo ihr wollt. Und ansonsten viel Liebe für euch alle. Und weniger wissen Enfotlungs.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Nach dem 1
  2. September 2001 sucht die CIA in tausenden Akten nach dem Drahtzieher und findet den Namen Osama bin Laden.
  3. Bin Laden stammt aus einer der reichsten Familien Saudi-Arabiens, hat 53 Geschwister und wird streng islamisch erzogen.
  4. In den 1980er-Jahren unterstützt er den Widerstand gegen die Sowjetunion in Afghanistan und gründet daraus das Terrornetzwerk Al-Kaida.
  5. Seine Feindschaft zu den USA entsteht durch US-Truppen in Saudi-Arabien, die Unterstützung Israels und die US-Politik in der Region.
  6. Nach den Anschlägen fordert Präsident Bush die Taliban zur Auslieferung bin Ladens auf; als diese sich weigern, beginnt der Krieg in Afghanistan.
  7. Bin Laden flieht im Dezember 2001 aus der Schlacht von Tora Bora nach Pakistan und bleibt fast neun Jahre untergetaucht.
  8. Erst 2004 bekennt er sich in einem Video öffentlich zu den Anschlägen, bleibt aber weiterhin unauffindbar.

Summary:

Die Folge beschäftigt sich mit der Jagd auf Osama bin Laden nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Unmittelbar nach den Anschlägen beginnen US-Behörden wie CIA, NSA und FBI mit der Auswertung von Daten, Flugtickets, Hotelbuchungen und Finanzströmen.

Schnell führt die Spur zu Al-Kaida und deren Anführer Osama bin Laden. Obwohl dieser zunächst in einem Interview dementiert, die Anschläge geplant zu haben, verdichten sich die Beweise. Die Folge erklärt bin Ladens Hintergrund: Er wurde 1957 als eines von 54 Kindern eines reichen Bauunternehmers in Saudi-Arabien geboren.

In den 1980er-Jahren unterstützte er den afghanischen Widerstand gegen die Sowjetunion und baute dabei ein Netzwerk auf, aus dem Al-Kaida entstand. Seine Feindseligkeit gegenüber den USA begründet sich unter anderem durch die Stationierung amerikanischer Truppen in Saudi-Arabien. Nach dem 11.

September stellt Präsident Bush den Taliban ein Ultimatum, das diese ignorieren, woraufhin der Krieg in Afghanistan beginnt. Bin Laden flieht in die Bergregion Tora Bora, wo es zu schweren Kämpfen kommt. Während Verhandlungen über eine Kapitulation laufen, nutzt er die Zeit zur Flucht nach Pakistan.

Fast neun Jahre bleibt er unauffindbar, bis er sich 2004 in einem Video erstmals zu den Anschlägen bekennt. Die Folge endet mit der offenen Frage, wo er sich versteckt hält.

FAQs

Osama bin Laden war der Anführer des Terrornetzwerks Al-Kaida und galt nach den Anschlägen vom 11. September 2001 als der meistgesuchte Mann der Welt.

Bin Laden sah die USA als Feind des Islams, unter anderem wegen der Stationierung von US-Truppen in Saudi-Arabien und der Unterstützung Israels.

Die USA begannen mit der Suche nach den Verantwortlichen und richteten den Fokus schnell auf Osama bin Laden und Al-Kaida.

Nach seiner Flucht aus Afghanistan im Dezember 2001 versteckte er sich in Pakistan, wo er schließlich in einem Anwesen in Abbottabad gefunden wurde.

Er vermied moderne Kommunikationsmittel, wechselte häufig den Aufenthaltsort und hielt sich in abgelegenen Regionen auf, was die Suche erschwerte.

Im Oktober 2004 veröffentlichte er ein Video, in dem er erstmals öffentlich zugab, die Anschläge vom 11. September angeordnet zu haben.

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