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#91: Mit ETFs und der Wheel-Strategie entspannt Prämien kassieren

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#91: Mit ETFs und der Wheel-Strategie entspannt Prämien kassieren

Die Wheel-Strategie ist eine Optionsstrategie, bei der man zuerst Cash-Secured Puts verkauft, um Prämien zu kassieren, und bei Ausübung Aktien oder ETFs zum Strike-Preis erhält. Anschließend werden Covered Calls verkauft, um weitere Prämien zu generieren, bis die Position wieder weggerufen wird. Der Zyklus kann beliebig wiederholt werden. Obwohl die Strategie auf dem Papier einfach und beliebt ist, hat sie gravierende Nachteile: Das Gewinnpotenzial ist nach oben begrenzt, während das Verlustrisiko nach unten fast so hoch ist wie bei einem direkten Aktienkauf. Zudem ist sie steuerlich ineffizient, da Optionsprämien sofort versteuert werden müssen, während Buchverluste nicht absetzbar sind. Die Anwendung auf ETFs bietet jedoch Vorteile, da sie das Einzelaktienrisiko diversifiziert und ein Aussitzen von Verlusten erleichtert. Geeignet sind vor allem Sektor-ETFs wie IBB, Länder-ETFs wie EWZ oder TUR sowie Rohstoff-ETFs. Die Strategie sollte nur punktuell und bei hoher Volatilität eingesetzt werden, idealerweise at-the-money am Montag. Covered Calls sollten nur in alten Hochs und mit zusätzlichen Absicherungen wie Bull Call Spreads verwendet werden. Insgesamt ist die Wheel-Strategie kein Allheilmittel, sondern erfordert Disziplin und ein gutes Timing, um langfristig erfolgreich zu sein.

Transcription

4065 Words, 24970 Characters

German
Speaker 1Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von Eichhorn Coaching. In dieser Podcast-Folge geht es um die Wheel-Strategie, aber ein bisschen genauer auf die Wheel-Strategie oder mit der Wheel-Strategie auf ETFs. Und das werde ich alles mal ganz ausführlich in dieser Podcast-Folge besprechen. Wir haben so eine ähnliche Folge schon, ich glaube schon über ein Jahr her, online gestellt, aber es ist doch wieder einiges Neues dazu gekommen. Ein paar Sachen haben sich auch meiner Meinung nach, also mein Handelsstil, geändert und das werden wir hier alles ausführlich besprechen. Und wie immer gilt der Risikohinweis, alles was ich heute sage, ist meine private Meinung und stellt keine Aufforderung von Verkäufen oder Käufen irgendwelchen Finanzprodukten dar. So, die Wheel-Strategie, schon mal vorweg, werten wir oder setzen wir nur sehr punktuell ein. Das begleiten wir auch manchmal im Optionsbrief. Wer es noch nicht kennt, könnte für ein paar Euro für einen Monat lang testen. Er erscheint alle zwei Wochen an einem Mittwoch per PDF online. Es gibt aber noch Live-Webinare, Wochenausblick und und und dazu. Wer noch ein bisschen im Option-Tief einsteigen möchte, der kann es auch ganz einfach testen. Wie gesagt, den Link findet ihr in der Infobox. So, wir fangen jetzt mal grundsätzlich nochmal an mit, was ist die Wheel-Strategie. Das bohre ich jetzt aber auch nicht ewig nach, weil das wissen die meisten und ich gehe dann auf die Nachteile eher genauer drauf ein. So, die Wheel-Strategie, Wheel heißt ja Rad, also das Kreis eher gedacht. So ein Ablauf, dass man halt etwas macht und da wieder, nachdem man ein paar Sachen gemacht hat, wieder dort beim Startpunkt quasi ist. Und grundsätzlich ist es erstmal so, dass man ein Underlying haben möchte und dann verkauft man, statt irgendwas zu kaufen, verkauft man eine Put-Option und diese Put-Option ist meistens halt, oder sollte halt ein Cash-Secured-Put sein, sprich ich verkaufe eine Put-Option beim Strike-Preis von 100, die Aktie steht bei 110 und wenn nichts passiert, verfällt die Put-Option wertlos, ich darf die Prämie behalten. Wenn es ein bisschen fällt, darf ich auch die Prämie behalten. Und wenn es halt unter 100 geht, wird vermutlich dieser Put dann ausgeübt. Ich bin ja der Stillhalter und das Underlying wird zum Strike-Preis, wichtig, zu 100 eingebucht, unabhängig, wo der Kurs dann steht. Also wenn wir bei 90 stehen, dann wird die Aktie halt trotzdem bei 100 eingebucht, sind auch 100 Stück normalerweise, gerade in den USA, werden dann 100 Aktien eingebucht. Auch nur ein kurzes Beispiel, Wirecard, auch da wird es halt bei 100 eingebucht, auch wenn es dann bei Null steht, die Aktie. Prämie darf ich aber in allen Fällen behalten. So, und dann habe ich 100 Stück drin und die kann ich dann eine Weile behalten und dann machen wir das Rad in den nächsten Schritt und dann mache ich einen sogenannten Covered Call. Was ist ein Covered Call? Das ist ein Short Call, eine verkaufte Call-Option, die aber Covered ist durch das Underlying selbst. Und sagen wir mal, der Aktienkurs steht dann wieder auf 110 und dann kann ich sagen, ich verkaufe einen 120er Short Call, der Covered ist, weil ich die 100, 100 Aktien habe und dann kann folgendes passieren, Aktienkurs bleibt gleich oder steigt leicht an, Call-Option verfällt wertlos, Aktien darf ich weiterhin behalten und Prämie kassiert, wenn es halt über die 120 geht, dann wird es bei einem Strike-Preis wichtig von 120 verkauft, die Aktien ist eine verkaufte Call-Option, also ich verkaufe eine Kauf-Option, das heißt bei mir darf jemand kaufen, ich müsste es ihm dann quasi verkaufen bei dem Strike-Preis, auch wenn wir halt bei 200 stehen. Wäre es so, dass die Aktien halt bei 120 weg sind. So, dann habe ich wieder keine Aktien und dann kann ich wieder den Cash-Secured Put machen und die 100 Aktien bekommen und dann bin ich wieder beim Start und habe dann irgendwann mal die Aktien mit dem Cash-Secured Put, kann die Aktien eine Weile behalten, mache dann wieder einen Covered Call, dann werden die Aktien wieder weggedient und ich kann wieder den Cash-Secured Put machen und so weiter und so weiter und dann habe ich quasi die Wheel-Strategie durchlaufen und kann sie immer wieder theoretisch von Neuen machen. Cash-Secured Put, Aktien bekommen, Aktien halten, Aktien steigen im Optimalfall an, ich mache einen Covered Call, Call verfällt, Call verfällt, dann wird ausgeübt, ich habe wieder keinen Underline, kann ich wieder einen Cash-Secured Put machen. So, die Strategie ist auf dem Papier, nicht nur auf dem Papier, sie ist erstens zum Verstehen sehr einfach und sie ist auch sehr beliebt da draußen, erstens weil sie so einfach ist und das muss ich jetzt ein bisschen, meine Branche ein bisschen kaputt machen, weil sie ist auch bei Coaches sehr beliebt und dafür gibt es einen Grund und der Grund ist, man macht nie einen Verlust, also man muss nie einen Verlust ausweisen. Natürlich macht man Verlust im Konto, aber für so irgendeinen Börsendienst ist es halt echt cool, weil ich kann halt in der Trefferquote von 100% glänzen, also das ist beispielsweise, ich verkaufe die ganze Zeit irgendwelche Puts, die laufen durch, irgendwelche werden dann angedient, manchmal halt auch sehr schlecht und dann bin ich vielleicht mit der Aktie minus 50%, aber Cashflow-technisch habe ich ja die ganze Zeit mit den verkauften Optionen Gewinn gemacht und die Aktie habe ich ja keinen Verlust, solange ich die nicht liquidiere, die bleibt dann einfach als Karteileiche drin. Ja, und mit dem Calls genauso, dann mache ich ja sogar noch Buchgewinne, alles schick, aber diese verlorenen Buchgewinne durch den Call sieht man zum Beispiel auch nicht, also deswegen ist es halt sehr, sehr beliebt. Ich realisiere die ganze Zeit Cashflow, wenn ich die Aktie halt im Verlust nicht verkaufe, habe ich auch keinen Cashflow realisiert, keinen schlechten, obwohl der natürlich da ist und es ist erstmal alles schick, also das ist so das Beliebte da draußen. Auch ein Grund, warum wir das nicht machen in unserem Optionsbrief, uns auch ganz klar dagegen entschieden haben, irgendwelche Buchverluste dauerhaft zu schieben und warum wir auch in der Mastermind-Gruppe zum Beispiel in der Performance, unabhängig ob es steuerlich klug ist oder nicht, immer zum Jahresende alle Positionen zumachen, um allein einfach mal abzurechnen, wobei bei der Mastermind-Gruppe, wenn es eher so ist, mit Aktien, die immer länger halten, aber die sind eigentlich immer dann sehr stark im Gewinn, weil es trendfolgend ist. Wenn wir das im Verlust sein, dann fliegt das eigentlich bei uns relativ schnell raus, kann auch ein höherer Verlust sein, aber eher vom Zeitdauer her meine ich. So, und da müssen wir uns halt auch nochmal ganz kurz die Nachteile ganz krass aufzeigen, weil da gibt es bei der WeStrategy einige, es ist ein bisschen eine Schönrednerei da draußen, das muss man ganz, ganz klar sagen. Also fangen wir mal bei einem Cash-Secured-Put an. Und ein Cash-Secured-Put, da brauchen wir nicht drüber reden, hat ein, und ich sage es einfach, mit einem Slang hier, ein beschissenes Profit-and-Loss-Diagramm. Also, nach oben kann ich was verdienen, nur die Prämie. Nach unten, ich habe ja überhaupt keine Stopp-Mechanismen, bin ich ja genauso schlecht, fast genauso schlecht wie 100 Aktien direktional. Also wenn ihr einen Short-Put habt, einen Cash-Secured-Put ohne Stopp-Mechanismen oder irgendwas, dann nehmt ihr nach unten fast genauso viel Verlust mit, die Aktie kann auf Null fallen, wie mit 100 Aktien direkt. Ja, im Grunde genommen. Ein Tick weniger, weil er Prämie kassiert, aber fast 1 zu 1 der Verlust gleich. Nach oben kriegt ihr aber, meistens ja da draußen Out-of-the-Money-Optionen irgendwas verkauft, kriegt ihr vielleicht 50, 100, 150 Dollar und ist der Gewinn komplett beschränkt. Mit 100 Aktien würdet ihr viel, viel mehr verdienen. Das ist ein schlechtes Profit-and-Loss-Diagramm, das muss man einfach krass so sagen. Ich komme natürlich noch später zu Punkten, wie man das ein bisschen besser hinbekommt, aber das ist halt einfach. Das ist einfach extrem schlecht. Genauso wie bei einem Covered-Call. Wenn ihr den Covered-Call habt, dann habt ihr ja nach oben kaum noch Gewinnmöglichkeiten. Und nach unten seid ihr genauso schlecht wie 100 Aktien direkt. Also wenn ihr 100 Aktien habt, klar, könnt ihr da verlieren, aber ihr habt ja beim Covered-Call auch die 100 Aktien. Könnt ihr auch verlieren. Und dann bekommt ihr noch einen Hauch Prämie, das irgendwie eine Hedging-Wirkung darstellt, aber nach oben beschleunigt ihr euch komplett in den Gewinn. Also das ist einfach so. Das ist eigentlich auf dem Papier eine sehr, sehr dumme Angelegenheit. Das muss man halt einfach krass so sagen. Es gibt für alles auch gute Szenarien, aber das muss man halt einfach erstmal krass so sagen. Dazu sind auch noch Call-Abzüge mit dem SKU-Index sehr, sehr schlecht. Dem Profit-and-Loss-Diagramm von einem Covered-Call und von einem Cash-Sickle-Put ist sehr ähnlich. Bei einem Covered-Call sogar noch schlechter wegen dem SKU-Index. Was halt auch noch dazu führt ist, wenn ihr das dauerhaft macht, passiert Folgendes. Euch werden schlechte Aktien die ganze Zeit eingebucht und die Microsoft, und die Nvidia nie, weil die halt immer nach oben rennen und ihr habt da vielleicht dreimal eine schöne Prämie verdient. Aber mit 100 Aktien, das gleiche Risiko fast ist, hättet ihr viel, viel mehr verdient. Plus, dann Covered-Call, da werden euch die ganzen guten Aktien halt immer ausgebucht. Das sind so die riesen, riesen Nachteile. Zur Steuer komme ich auch noch. Die muss man halt einfach auch mal ehrlich auf den Tisch legen. So, und jetzt kommen wir zur Wheel-Strategie auf die ETFs. Also, normalerweise macht man die Wheel-Strategie auf Aktien. Habe ich gerade erklärt, ist grundsätzlich auch möglich. Zur Anwendungsgebieten, wie wir das machen, dann gleich mehr. Auf US-ETFs geht es aber auch. Es gedeiht auch alle ETFs, die mit Optionen handelbar sind. Ja, ich weiß, Privatanleger können es nicht direkt kaufen, die ETFs. Aber der Optionshandel plus die Andienung oder Ausübung würde funktionieren und funktioniert auch. Also, wenn ein ETF auch veroptionierbar ist, könnt ihr auch da grundsätzlich auch die Wheel-Strategie darauf machen. Sind dann halt statt 100 Aktien normalerweise 100 ETF angeboten. Also, das sind die Vorteile. Und warum habt ihr da so ein paar, ich sage mal, Vorteile? Also, erstmal habt ihr natürlich da so ein ETF und nicht mehr dieses Einzelaktienrisiko. Ich finde, das kann man ein bisschen eher aussitzen, sage ich mal. Das ist ein schlechtes Wort, aber man kann es halt auch ein bisschen aussetzen. Ich mache auch gleich ein paar Beispiele. Also, wenn zum Beispiel halt irgendein Sektor-ETF gerade gut runterkommt, der Biotechnologie-Sektor zum Beispiel, dann könnt ihr da einen Cash-Skill-Put drauf verkaufen. vielleicht halt auch andienen lassen oder auch nicht. Nicht, wenn man hohe Prämien bekommt, sage ich dann gleich. Aber ja, ihr könnt es halt so ein bisschen aussitzen. Habt nicht das Einzelaktienrisiko und setzt drauf, okay, die Biotechnologiebranche wird sich vermutlich irgendwann mal erholen. Und das ist, finde ich, gerade für Anfänger viel, viel, viel besser, auch wenn man noch so ein paar Dinge beachtet. Ja, also ich sehe da wirklich mehr da den Zweck oder halt auch das Chancen-Risiko-Verhältnis einfach besser gegeben, dass man da einfach ETFs wählt, da kann man ruhiger schlafen. Die bewegen sich mehr in Trends und so weiter, man kauft einen Warenkorb von Aktien. Also das ist meiner Meinung nach die viel, viel bessere Möglichkeit. Da gibt es natürlich Index-ETFs, QQQ, SPY und so weiter, die teilweise auch schon ordentlich an Wert haben, im Multiplikator von 100. Es gibt verdammt viele Branchen-ETFs, IYT, den Transport-ETF, IBB, auch so ein Lieblings-ETF von mir, der Biotechnologie-ETF, aber ihr könnt bei ETFDB für database.com auch nachschauen. Da sind alle US-ETFs aufgelistet und dann könnt ihr auch wirklich nach Sektor und so weiter alles schauen und dann müssen wir mal gucken, ob dann halt noch liquide Optionen vorhanden sind. Es gibt Chats, also wieder Flugzeug-Chat, Chats, Kürzel, allein in ETF für die Airlines. Also da gibt es wirklich einen Haufen, wenn ihr da mitbekommt, hey, da ist vielleicht irgendeine Branche, die gerade Schwierigkeiten hat, kann man da ganz gut meistens auch Optionen darauf verkaufen und die Wheel-Strategie fahren. Auch ein super Anwendungszweck sind Länder-ETFs, auch total unterschätzt, finde ich. Also man kann natürlich eigentlich fast überall in der Welt handeln. Ich glaube, in Indien ist es schwierig für uns, aber ansonsten kann man fast überall in der Welt theoretisch auch vor Ort handeln, in Nikkei, in Südkorea, beim Kospi haben wir schon gehandelt, in Schweden, Europa und, und, und. Wir haben wirklich schon in sehr vielen Ländern dort auch in der Heimatwährung Optionen gehandelt, aber das muss man sich vielleicht nicht antun, dann kann ich auch in den USA handeln. Ich kann auch einen US-ETF nehmen, beispielsweise den TUR für die Türkei. Der ist dann zu US-Börsenöffnungszeiten handelbar, 15, 30 bis 22 Uhr, 100 Stück in US-Dollar und ihr habt halt keine Probleme, ihr habt Marktdaten schon und, und, und. Da gibt es auch einen EWZ für Brasilien, EIS für Israel, TUR, Türkei ganz oft gehandelt, weil die halt offenbar ein paar Schwierigkeiten haben und dann kann ich halt auch super politische Krisen handeln, wenn da richtig eine Panik in einem Land ist, am Sonntag, Montag, National Round Tuesday-Effekt, am Black Monday dann auf so einem TUR-ETF einen cash-sicher Put verkaufen. Da kriegt man gerne mal, wenn ich das richtig mache, so 15% Prämieneinnahme. Also das ist auch eine super Sache mit den Ländern-ETFs. Dann könnt ihr natürlich auch Rohstoffe machen, also statt ein Future, was generell natürlich auch möglich ist, kann man einen ETF nehmen, muss man nicht rollen. Achtung, die haben aber auch Rollverluste, außer sie sind physisch basiert, wie Gold und Silbern zum Beispiel. Da gibt es den SLV für Silber, GLD für Gold. Die sind schon bekannt. Es gibt aber auch Goldminen-ETFs und, und, und. Mittlerweile auch Bitcoin-ETFs. Also kann man wirklich sehr viel machen. Rollverluste sind aber grundsätzlich trotzdem da, wenn man so langfristig hält. Gerade bei so Agrar-ETFs passt da ein bisschen auf. Die haben einfach das grundsätzliche Riesenvorteil, diese ganzen ETFs, dass man so ein bisschen aussitzen kann. Klar, das kann man bei einer Einzelaktie auch machen, aber dass sich so ein Sektor erholt, da ist ja die Wahrscheinlichkeit schon eher vorhanden. Man kriegt vielleicht auch noch ein bisschen Dividende und Co. Also da sehe ich ganz viele Anwendungszwecke, Rohstoffe, Länder, Sektoren, Indizes und, und, und. Und deshalb, mit so einem Setup komme ich noch, wie man das am besten macht, kann man wirklich sehr viel machen. So, jetzt müssen wir mal ganz kurz auf die Steuer zu sprechen bekommen. Und zwar ist die Wheel-Strategie steuerlich extrem schlecht. Also in Deutschland ist es ja meistens so, dass ja Buchgewinne nicht besteuert werden, aber der Cashflow schon. Mit der Wheel-Strategie macht ihr die ganze Zeit Cashflow sehr, sehr, sehr schlecht. Macht ihr die ganze Zeit Optionsgewinne und vielleicht Aktien oder ETF-Verluste. Also, das muss man halt einfach schon mal grundsätzlich wissen. Gerade so ein Covered Call privat auf die Apple-Aktie, die ich seit 10 Jahren habe, dann wird der mal weggecallt. Ja, herzlichen Glückwunsch, dürft ihr mal einen Haufen Buchgewinne bei der Aktie in Steuern zahlen. Die Call-Prämie müsst ihr sogar auch noch versteuern. Also, das ist nicht so smart und muss man wirklich auf dem Schirm haben in der, ja, GmbH. GmbH kann man da ein bisschen mehr machen. Passt da aber ein bisschen auf, auch wenn nur das Gegenteilige ist, behauptet wird, ETFs sind keine Aktien. Das ist meistens ja ein Aktienfonds, denn der GmbH, ich habe es so aufgeschrieben, mit 12,17% besteuert, wird nicht mit den 1, irgendwas Prozent effektiv. Also passt auf, ETFs sind keine Aktien. Privat auch extrem komplex, weil ihr seid ja im Investmentsteuergesetz, Vorabpauschale und so weiter. Das muss man sich überlegen, ob man sich sowas privat wirklich antut. Vor allem nicht mit einem deutschen Broker, der das für einen übernimmt. Also, das muss man wirklich auf dem Schirm haben. In der GmbH kann man aber natürlich dann super Sachen machen, auch mit Aktien zum Beispiel. Wenn man da die Wheel-Strategie macht, na Cashit wird nicht andienen lassen, sondern das Put-Optionen mit einem Optionsverlust schließen. Das könnt ihr mit anderen Optionsgewinnen anrechnen und dann halt 100 Aktien gegebenenfalls am Markt so holen. Plus Cowart Call natürlich nicht ausüben lassen, sondern das Call-Optionen im Verlust schließen. Aktien dann schnell mit 1, irgendwas Prozent. Realisieren Steuer, also da kann man einiges machen. Aber Achtung, ETFs sind in der GmbH keine Aktien. So, jetzt komme ich mal an ein paar Tipps von mir, jetzt habe ich sehr viel gesagt. Erstmal nochmal grundsätzlich, man hat schon ein paar große Vorteile. Man muss nichts rollen, man kann sich das andienen lassen und so weiter. Und ich finde gerade für Branchen-ETFs und Länder-ETFs ist sehr gut. Beispielsweise konnte man auch bei der US-Regionalbank-Krise sehr geilen Trade machen, bei KBET. Also Emil, KBE, konnte man wirklich einen sehr schönen Trade machen auf die kompletten US-Regionalbanken, wenn man davon ausgegangen ist, dass es nicht alle pleite gehen. Und das haben wir auch schon tausendmal im Podcast besprochen. Generell ist es so, macht das sehr, sehr selten und dann aber richtig. Also ich verstehe nicht, wie manche sieben, acht, neun Puts verkaufen zwischen 0,5 und 1% Prämie und den achten, neunten dann sowas von schrecklich angedient bekommen, dass man 7% Cashflow realisiert hat und mit dem Underlying dann minus 40% ist. Ich würde viel lieber vielleicht nur einmal pro Jahr machen und dann 15% Prämie kassieren. Und das ist halt das, was viele glaube ich nicht verstehen, wie man meiner Meinung nach eher gerade solche Investmentstrategien steuerlich oder nicht steuerlich zionstechnisch besser macht, indem man zu 90% die Füße stillhält und wenn der VX bei 50 ist, dann Vollgas gibt und nicht anders drum. Das ist halt häufig so ein Fehler, aber es muss ja nicht immer der VX bei 50 sein. In unseren einzelnen Sektoren gibt es immer mal wieder eine gute Chance. Dann ganz klarer Hinweis von mir, nutzt den Turnaround Tuesday. Ich verkaufe Cash-Seeker Puts nur noch am Montag, also Freitag schlecht, Montag schlecht. Dann verkaufe ich gerne dann auf die verschiedenen ETFs einen Cash-Seeker Put. Geht at the money, da kriegt ihr ordentlich Prämie, da kann man dann wirklich 10, 15% bekommen. Ganz normale Restlaufzeiten, irgendwas zwischen 50 bis 150 Tage und dann kann man da einiges machen. Covered Calls, sehr, sehr aufpassen und vielleicht nur in alten Hochs, die würde ich niemals sofort machen. Erst so einen alten Hochs verkaufen und dann würde ich auch at the money gehen, sprich Short Call at the money und dann würde ich auch sogar einen Bull Call Spread draus machen, weil der da mit der Call Prämie wirklich ein bisschen Geld bekommt, weil es at the money ist. Ein Long Call drüber out of the money und wenn es da halt drüber rausballert richtig, klar zwischen den Short und Long Call verdient ihr nichts, aber wenn es über den Long Call geht, verdient ihr wieder was und ihr pusht so ordentlich euer Profit. Profit and Loss Diagramm. Genau, also auch mit Covered Call würde ich eher aufpassen und vielleicht auch Sessionalitäten und Divergenzen und sowas benutzen und auch mal ein bisschen etwas halten, weil seit ich mit dem Cash Seeker Put die ganze Zeit im Risiko gewesen bin, will ich vielleicht auch nicht bei 5% Kursgewinne wieder rausgehen. Also das sind so die Tipps, die ich euch auf jeden Fall mitgeben kann. So, zum Schluss habt ihr auch noch einige Fragen gestellt. Was ist dein Lieblings-ETF für die Real-Strategie? Das sind ganz klar verschiedene, also Index-ETFs, die lassen wir ja selten einbuchen. Da haben wir schon viele Aktien, aber da machen wir verschiedene Income-Strategien drauf. Hat jetzt nichts mit der Real-Strategie zu tun, die sind aber alle extrem hoch liquide. Ist kein ETF, aber auch zum Beispiel Bola-ETNs sind auch natürlich auch eine super Sache. Branchen-ETFs ist der IBB mit absolut der meistgehandelte von mir. Hat auch einen dreistelligen Wert absolut gesehen und dann mal 100, da kriegt man halt auch absolut einfach ein bisschen bessere Prämie. Der schwankt sehr stark. Und die Länder-ETFs EWZ und der meistgehandelte ist der TUR. Rollen von Optionen möglich? Ja klar, ist die Frage, ob man es braucht oder nicht, aber generell schon. Längere Laufzeit, Strike nach unten, mehr Zeitwert kassieren, wenn man keine Andienung möchte. Aber da hat man halt schon was falsch gemacht. Also ich möchte die meistens so verkaufen, dass ich die eigentlich nicht rolle und das mache ich eigentlich auch nicht. Welche Deltas wählst du? Für Cash, Cigar, Puts aus. Das haben wir auch schon ein paar Mal geklärt. Nicht Delta 5 und Delta 10 und Delta 15, wie alle sagen. Es sei denn, der VX ist bei 80, dann kann man mit der normalisierten Vega noch sich unterhalten. Aber geht at the money. Also wenn ich at the money sage, muss jetzt nicht Delta 50 sein, aber halt nicht Delta 5. Also vielleicht Delta 40 oder sowas. Es kommt ja immer ein bisschen auf den Strike an, ob es ihn geraten wählen kann und, und, und. Ihr habt ein hohes Vega, ihr habt ein hohes Theta und, und, und. Also geht at the money. Aber dann halt am richtigen Zeitpunkt und hört auf die ganze Zeit diese blöden. Out-of-the-Money-Puts zu verkaufen, die euch eines Tages komplett um die Ohren fliegen werden. Spannende Frage, was passiert, wenn ein ETF eingestellt wird? Also eigentlich sollte das natürlich nicht passieren, weil da so viel Geld drin liegt, aber es gibt ja so Fälle, ich sage nur Russland-ETF, da gab es einen Megatrade, ich habe ihn damals Gott sei Dank nicht gemacht, aber es gab einen Megatrade an einem Turnaround Tuesday, der hätte perfekt funktioniert, aber der ETF wurde halt eingestellt quasi oder es wurde verboten. Woher weiß ich, dass der Trade gut gegangen wäre, wenn man sich einfach die Währung dagegen anschaut, Euro oder US-Dollar gegen russische Rubel sind, da kann man dann, hat man dann gesehen, dass der Trade perfekt wirklich durchgelaufen wäre, aber da setzen wir hier am längeren Hebel. Also Sanktionen sind immer so ein Thema und ich würde auch, also das ist meine persönliche Meinung, nicht versuchen da irgendwie, wenn sowas schon in der Luft schwebt, würde ich da auch kein Trade mit machen, weil selbst wenn ihr juristisch irgendwann mal Recht bekommt, das kostet Geld, das dauert jahrelang, muss das dann unbedingt sein, ich würde aufpassen, ich wäre aktuell bei so China-ETFs eher etwas vorsichtiger, aber rein juristisch gesehen, ich würde es auf jeden Fall vorher glattstellen, also für mich lohnt sich dieser Aufwand juristisch nicht, auch wenn ich Recht hatte oder der Trader Recht hat und auch nichts dafür, kann ich vollkommen klar, aber ihr hockt da wirklich am kürzeren Hebel. Ein Portfolio nur aus ETFs denkbar. Ja, auf jeden Fall, also da kenne ich sehr, sehr viele Portfolios, Altersvorsorge läuft da bei mir auch drüber, wieso nicht, hat man halt die Benchmark, die Performance ist halt die Benchmark, ist ja nicht schlecht, so schlecht entwickelt sich der S&P 500 auch nicht, muss man aber auch dazu sagen, dass es natürlich extrem gut lief in den letzten 10 Jahren oder noch weiter, es kann halt auch mal 20 Jahre seitwärts laufen, das müssen wir auch mal ein bisschen auf dem Schirm haben, das gab es schon, vielleicht geht es auch nicht immer so weiter, aber generell, warum nicht, kann man ja auch verschiedene nehmen, steuerlich in der GmbH vielleicht nicht ganz so sinnvoll, das auf ETFs umzusetzen, würde ich eher Einzelaktien wählen, kann ich ja auch den Korb nachbilden. So, das war es von mir über ETFs mit der Wheel-Strategie, oder Wheel-Strategie eher gesagt, mit ETFs dann umsetzen, super Sache, ich hoffe, ich konnte euch ein paar Hinweise geben, ist aber auch nicht alles Gold, was glänzt, auch bei den ETFs. Passt ein bisschen auf bei der Wheel-Strategie, punktuell und dann richtig, und dann ist das eine schöne Angelegenheit, und ja, kann man absolut machen, aber macht jetzt nicht die ganze Zeit die Wheel-Strategie, vor allem bei einer niedrigen Wohler mit Out-of-the-Money-Optionen, so werdet ihr eines Tages mal wirklich ein schlimmes Erwachen haben, und dann wäre es besser gewesen, ihr hättet zwei Jahre nichts gemacht und einen schönen, und dessen hohen Wohler, einen perfekten Tag, und dann kann man schön Optionen verkaufen. In diesem Sinne, Analyse-Spotify-Hörer, bitte, fünf Sterne da lassen, wir möchten mal die 100 Bewertungen haben, vielen Dank schon mal dafür, bis dahin, passt auf euer Geld auf, ciao, ciao.

Podcast Summary

Key Points:

  1. Die Wheel-Strategie umfasst den Verkauf von Cash-Secured Puts und Covered Calls, um Prämien zu kassieren, birgt aber erhebliche Nachteile wie begrenzte Gewinne und unbegrenzte Verlustrisiken.
  2. Die Strategie eignet sich besonders für ETFs statt Einzelaktien, da sie das Einzelaktienrisiko reduziert und ein „Aussitzen“ von Kursverlusten erleichtert – ideal für Sektor-, Länder- und Rohstoff-ETFs.
  3. Steuerlich ist die Wheel-Strategie in Deutschland ungünstig, da Optionsprämien sofort besteuert werden, während Buchverluste nicht absetzbar sind; in der GmbH gelten andere Regeln, aber ETFs werden nicht wie Aktien behandelt.
  4. Empfehlung
  5. Beliebte ETFs für die Strategie sind IBB (Biotechnologie), EWZ (Brasilien) und TUR (Türkei); Vorsicht bei möglichen ETF-Einstellungen oder Sanktionen, wie im Fall Russland.

Summary:

Die Wheel-Strategie ist eine Optionsstrategie, bei der man zuerst Cash-Secured Puts verkauft, um Prämien zu kassieren, und bei Ausübung Aktien oder ETFs zum Strike-Preis erhält. Anschließend werden Covered Calls verkauft, um weitere Prämien zu generieren, bis die Position wieder weggerufen wird. Der Zyklus kann beliebig wiederholt werden.

Obwohl die Strategie auf dem Papier einfach und beliebt ist, hat sie gravierende Nachteile: Das Gewinnpotenzial ist nach oben begrenzt, während das Verlustrisiko nach unten fast so hoch ist wie bei einem direkten Aktienkauf. Zudem ist sie steuerlich ineffizient, da Optionsprämien sofort versteuert werden müssen, während Buchverluste nicht absetzbar sind. Die Anwendung auf ETFs bietet jedoch Vorteile, da sie das Einzelaktienrisiko diversifiziert und ein Aussitzen von Verlusten erleichtert.

Geeignet sind vor allem Sektor-ETFs wie IBB, Länder-ETFs wie EWZ oder TUR sowie Rohstoff-ETFs. Die Strategie sollte nur punktuell und bei hoher Volatilität eingesetzt werden, idealerweise at-the-money am Montag. Covered Calls sollten nur in alten Hochs und mit zusätzlichen Absicherungen wie Bull Call Spreads verwendet werden.

Insgesamt ist die Wheel-Strategie kein Allheilmittel, sondern erfordert Disziplin und ein gutes Timing, um langfristig erfolgreich zu sein.

FAQs

Die Wheel-Strategie ist ein Optionshandelsansatz, bei dem man zuerst einen Cash-Secured Put verkauft, um Aktien oder ETFs zu einem gewünschten Preis zu kaufen, und dann einen Covered Call verkauft, um Prämien zu kassieren und die Position zu schließen. Das Rad dreht sich, indem man diesen Zyklus wiederholt.

ETFs reduzieren das Einzelaktienrisiko, da sie einen Korb von Aktien abbilden. Sie eignen sich besser zum Aussitzen von Kursschwankungen, da sich Sektoren oder Länder eher erholen als einzelne Unternehmen, was besonders für Anfänger vorteilhaft ist.

Besonders geeignet sind Branchen-ETFs wie der IBB (Biotechnologie), Länder-ETFs wie der TUR (Türkei) oder EWZ (Brasilien) sowie Rohstoff-ETFs wie GLD (Gold) oder SLV (Silber). Diese bieten oft hohe Prämien bei Krisen und sind liquide handelbar.

Die Strategie erzeugt laufend Optionsgewinne, die sofort besteuert werden, während Verluste aus Aktien oder ETFs erst bei Realisierung steuerlich wirksam werden. In der GmbH sind ETFs keine Aktien und unterliegen einer höheren Besteuerung, was zu beachten ist.

Statt Delta 5 oder 10 sollte man at the money oder nahe am Geld gehen, etwa Delta 40, um höhere Prämien zu erhalten. Dies ist besonders bei hoher Volatilität (z.B. VIX bei 50) sinnvoll, aber nur punktuell und zum richtigen Zeitpunkt.

Man sollte die Strategie selten und dann richtig einsetzen, z.B. nur bei hoher Volatilität oder nach einem Turnaround Tuesday. Bei Covered Calls kann man einen Bull Call Spread nutzen, um das Profit-Loss-Diagramm zu verbessern.

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